Ich bin mal wieder weg…in Palästina

Seit gestern, 25 April bin ich wieder auf Reisen….wieder in Palästina. Nachdem ich genau vor einem Jahr auf Dahers Weinberg in der Nähe von Bethlehem für knapp vier Wochen gelebt und gearbeitet habe, bin ich seit gestern in Beit Emmaus.

Das Haupthaus von Beit Emmaus. Hier wohnen die alten und behinderten Menschen

Beit Emmaus („Haus Emmaus“) ist ein Pflegeheim für palästinensische Frauen christlichen und muslimischen Glaubens, die aufgrund ihres Alters oder einer Behinderung auf Hilfe angewiesen sind.Es befindet sich in Qubaebah, einem kleinen arabischen Dorf, das 12 km von Jerusalem entfernt liegt und wie die übrige Westbank zunehmend unter den Folgen des israelischen Mauerbaus leidet.
Die Hausgemeinschaft besteht aus sechs Schwestern des Salvatorianer-Ordens, einer Stationsleiterin, einer Gruppe von Volontärinnen und Volontären. Dazu kommen einige MitarbeiterInnen aus dem Ort, so auch Nasser, dem „Hausmeister“ oder ich würde sagen „Junge für alles“ dem ich zugeteilt bin.
Die Umgangssprache ist in der Regel Deutsch, gegebenenfalls auch Englisch.

Blick auf das große und für diese Gegend so einzigartige grüne Gelände von Beit Emmaus


Ich werde in den nächsten Wochen – wie der „treue“ Leser/ die „treue“ Leserin meines Bloges es schon kennt- berichten was ich hier so alles erlebe, wem ich begegne, werde über das schreiben was für viele in Deutschland oft so fremd, so unbekannt ist, ja manchmal unglaublich erscheint.

Morgen werde ich berichten wie es heute am ersten „Arbeitstag“ so war.

Über Marius S. 370 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

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