…so heißt es am heutigen Himmelfahrtstag in der Apostelgeschichte. Für mich, aber auch für einige Männer von Galiläa hatte die heutige Lesung doppelte Bedeutung….in Tabgha, am See Genezareth – auch galiläisches Meer genannt- wurde heute ein Kloster eingeweiht. Seit 1939 beten und arbeiten hier Mönche der Benediktiner Abtei Dormitio wo ich ja seit vorgestern zu Gast sein darf. Hier in Tabgha betreuen sie insbesondere das Heiligtum der Brotvermehrung, das ebenso wie die Marienkirche auf dem Zion Eigentum des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande ist.
Internet: www.dormitio.net/orte/tabgha/index.html

Die „Brotvermehrungskirche in Tabgha – rechts wurde das neue Kloster angebaut

Mit einem Bus fuhren alle Mönche aus Jerusalem, einige Schwestern und auch Volontäre mit einem Bus in etwa 3 ½ Stunden von Jerusalem nach Tabgha. Es war schon ein großes Ereignis. Neben einigen Bischöfen und Patriarchen hier aus Jerusalem, der deutsche Botschafter war angereist und….ja unser Kardinal, Joachim Meißner aus Köln, war in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des o.g. Vereines angereist. Na ja den hätte ich persönlich nicht unbedingt dabei gebraucht, aber so kam es auch zu einer Begegnung von Gnadentalern: Oliver Boss, einigen Leser/innen meines Blog möglicherweise bekannt, kam als langjähriger Sekretär des Kardinals natürlich auch mit. Und er hat schon gestaunt mich hier in Tabgha zu treffen. So erfuhr ich von ihm das Neueste aus der Heimat: Viva wir haben einen neuen Kaplan der nach der Sommerpause in unsere Pfarreien Gemeinschaft kommt.

Großer Einzug u.a. mit Kardinal Meißner und in seinem Gefolge ein Gnadentaler: Oliver Boss

So nun aber wieder zurück an den See. Ich will jetzt nicht länger auf die Messfeier und die Weihe eingehen sondern möchte abschließend einige Bilder sprechen lassen.

Innenhof des neuen Klosters

 

Kreuzgang mit altem Olivenbaum vor der Kirche

 

wunderbare offene Kapelle mit direktem Blick auf den See Genesareth

Auf der langen Rückfahrt nach Jerusalemhatte ich Zeit über den Tag und die anwesenden Gäste nachzudenken. Viele die da waren sind eng mit dem Kloster und der Einrichtung in Tabgha verbunden. Schon interessant dass ich, wenn ich erzählte das ich aus Neuss komme, mehrmals gefragt wurde ob ich Frau Werhahn kennen würde. Sie hat sich wohl auch sehr (wahrscheinlich auch finanziell) um diese Einrichtung hier in Tabgha bemüht. Meine Antwort war meist die: ja kennen schon aber nie begegnet da ich in diesen Kreisen ja hier in Neuss nicht verkehre.. 
Hier erscheint die Welt noch in Ordnung. Der Konflikt mit den Palästinensern scheint weit weg zu sein.

Blick zurück auf den See und die galiläischen Berge

Der Eine oder die Andere wird sich vielleicht gefragt haben, wie ging das in der Apostelgeschichte eigentlich weiter mit den Männern aus Galiäa?…In der Apostelgeschichte heißt es weiter:“…Dieser Jesus, der von Euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen“
Wewnn das kein klares Versprechen ist..am heutigen Himmelfahrtstag in Tabgha in Galiläa.