Heute am Sonntag, der mit dem 1. November auch dem Allerheiligen-Fest in der katholischen Kirche, bin ich wieder zum Gottesdienst der Benediktiner in die von mir geliebte Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt gegangen.

die Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg

die Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg

Heute wurde aus dem Matthäus-Evangelium die berühmte „Bergpredigt“ mit den „Seligpreisungen“ vorgelesen. Hier heißt es unter anderem „ Selig die Frieden stiften“ und „Selig die keine Gewalt anwenden“. Das fand ich schon eine besondere Fügung, dass ich heute etwas zum Frieden und zur Gewaltlosigkeit hören durfte, nach dem es in den letzten 4 Wochen hier wirklich  alles andere als friedlich und gewaltfrei zu ging.  Ach hätten die Menschen damals und auch heute doch diese Botschaft von Jesu besser verstanden und beherzigt, hier und überall in der Welt, schoss es mir durch den Kopf.

Nach dem Gottesdienst hatte ich die Gelegenheit noch kurz mit Pater

alte Gemäuer

alte Gemäuer

Nikodemus zu sprechen. Er ist der “Auslandsseelsorger“ und der „Pressesprecher“ der Abtei, die auf neutralem Boden zwischen Israel und Palästina liegt. Daher wird er oft mit den Problemen beider Seiten konfrontiert, und ist deshalb bei den Medien eine gefragte Person. Auch ich hatte schön häufiger von ihm in der SZ gelesen, wenn es aktuelle Ereignisse aus Jerusalem zu kommentieren gab.. Er hat gerade ein Buch veröffentlicht: „Zuhause im Niemandsland – Mein Leben im Kloster zwischen Isarel und Palästina“. Es ist im Herbig-Verlag erschienen.

Nach dem Gottesdienst bin ich dann, zum vor erst letzten Mal nochmal „auf die andere Seite“ gefahren, mit dem palästinensischen Bus 231 nach Bethlehem. Dort habe ich dann Fatima getroffen, mit der ich dann in ihr Dorf Zatara gefahren bin.

friedliche Stimmung in der Abendsonne

friedliche Stimmung in der Abendsonne

Dort am Rande der judäischen Wüste fühle ich mich in und an ihrem Haus sehr wohl. Habe ihren kleinen Imbiss und einen leckeren arabische Kaffee bei herrlicher Aussicht genossen.

Gegen fünf bin ich zum Bethlehem-Checkpoint um noch einmal die besondere Erfahrung eines Übergang zu machen. Mir entgegen kamen Hunderte Palästinenser die in Jerusalem und Umgebung als billige „ Arbeitskräfte“ die israelische Bauwirtschaft aufrecht erhalten