Gestern sind wir von Jericho kommend, entlang des Toten Meeres von der judäischen in die Negev-Wüste gefahren.

negev1Aus Israelmagazin: Die Wüste Negev – ohne “Wüste” heißt es der Negev – bedeckt 60 Prozent des Staates Israel, insgesamt 12.000 km². In diesem riesigen, v-förmigen Gebiet im Süden des Landes leben zehn Prozent der Bevölkerung. Neben der Besichtigung atemberaubender Naturformationen können auch Wüstenwanderungen, vorzugsweise mit einem ortskundigen Guide, durchgeführt werden – bei 45 Grad im Schatten eine unvergessliche Erfahrung! Die geringe Luftfeuchtigkeit macht dieses trotz der großen Hitze möglich, doch sollte der gemäßigte Temperaturen gewohnte Mitteleuropäer sehr viel Wasser während der Wanderung trinken und seinen Körper vor den Sonnenstrahlen schützen.

 

 

Dort mitten in der Wüste haben wir für zwei Tage Quartier im Kibbutz Mashabim gemacht.

Heute Morgen nun sind wir – noch vor Sonnenaufgang – um 6.00 Uhr losgefahren Ziel war der etwa 1 Fahrstunde entfernte weltberühmte Ramon Krater.

Der Machtesch Ramon oder Ramon-Krater (hebr. מכתש רמון) ist der Ramon_Crater_1größte Erosionskrater in der Wüste Negev. In der größten Ausdehnung misst er fast 40 km. Der gesamte Krater ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet, und nur eine nachhaltige touristische Nutzung ist erlaubt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Machtesch_Ramon

Kurz bevor wir die spektakuläre Abfahrt in den Krater begannen, ging gegen 6.45 die Sonne auf, Sie kam aus dem Morgennebel der auch hier die Herbstzeit ankündigt, allerdings bei Temperaturen die heute noch die 30 °c übersteigen werden.

K(r)aterfrüstück

K(r)aterfrüstück

Von der Fahrstraße abgebogen sind wir noch etwa 5 km auf einer Piste gut durchgeschüttet worden. Am Wüstenparkplatz im Krater angekommen, gab es erst mal das in der Überschrift schon angekündigte K(r)ater-Frühstück.

Anschließend haben wir uns für etwa 2 Stunden auf einen Rundweg gemacht,

der uns an bizarren Felsformationen, durch ausgetrocknete

wundervolle Akazie

wundervolle Akazie

Flusstäler, an herrlichen Akazien vorbeiführte. Noch war es angenehm warm, und wenn man etwas abseits der Gruppe ging, auch herrlich still. Nach vielen Tagen der Begegnungen, oft zu konflikthaften Themen, habe ich diesen wirklich meditativen Wüstengang sehr genossen. Einzutauchen mit allen Fasern in Gottes großartige Natur hatte für mich, und sicherlich auch viele aus unserer Gruppe, eine ganz und gar friedvolle und entspannende Wirkung.

Zum Abend waren wir bei einer jüdischen Familie zum Essen eingeladen, die, wie viele arabische Juden, nach der Staatsgründung (1948) Israels in den Negev angesiedelt wurden