Archiv für das Schlagwort

Besatzung

50 Jahre Leben unter Besatzung: Was nehme ich im Alltag wahr?!

Ich hatte mir ja vor meiner Reise vorgenommen, in den Tagen meines Aufenthaltes hier, mit „offenen Augen“ durch die Straßen zu gehen und dabei zu erspüren, wie es den Menschen denn so geht im Alltag, wie sie leben, was sie tun. Neben meinen größeren Tagesberichten, in denen ich immer mal wieder auf Besonderheiten und Erkenntnisse

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Besatzung bedeutet auch Militärgerichtsbarkeit

Ich hatte sie schon öfters gesehen, die goldenen Türme der russischen Kirche, ganz zentral in Jerusalem, nahe dem Rathaus und der Hauptgeschäftsstraße Yaffo. Erst gestern, durch den einen Hinweis von Roni Hammermann, wurde mir bekannt, was sich sonst noch in unmittelbarer Nähe dieser schmucken russischen Kirche (Roni sagt am „Russenplatz“) befindet: das Polizeigefängnis von Jerusalem.

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Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“

Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders. Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich am Montag beim Hinflug kennen gelernt habe, zum palästinensischen Flüchtlings-Camp Shu`fat gefahren. Das palästinensische Flüchtlingslager Shu’fat liegt im Stadtgebiet von

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50 Jahre „Leben“ unter Besatzung – und kein Ende!?

Am 3. April 2017 mache ich mich nun zum 10. Mal  -seit 2012 – auf, das Land Palästina und die dort lebenden Menschen zu besuchen. In den nächsten drei Wochen möchte meine besondere Aufmerksamkeit auf die konkreten Auswirkungen der nun schon 50 Jahre dauernden Besatzung richten. Hierzu werde ich, neben einem „wachsamen Auge“ auch versuchen,

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Ni`lin ein mutiges Dorf

Dass es in der palästinensischen Gesellschaft, also in der Gesellschaft die seit 1948 an Vertreibung und Unterdrückung leidet, Menschen gibt, die mit zivilgesellschaftlichem gewaltlosem Engagement und nicht mit Gewalt reagieren, ist gerade in diesen Tagen, wo die Gewalt auf beiden Seiten wieder einmal eskaliert, einer besonderen Würdigung und Ermutigung wert. Im Juli habe ich mit

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Mehr als nur ein Baum – mehr als nur eine Ernte

Die im Oktober beginnende Olivenernte-Saison ist seit Jahrtausenden ein integraler Bestandteil der Landwirtschaft im Heiligen Land. Etwa die Hälfte der Agrarfläche in den Palästinensischen Gebieten wird für die etwa zehn Millionen Olivenbäume genutzt. Zehntausende Familien sind von den Erträgen der Olivenernte abhängig. Das Oliven pflücken ist darüber hinaus ein soziales und kulturelles Erlebnis, an dem

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Hebron: Stadt der Patriarchen und der alltäglichen Gewalt

Heute hatte ich die Gelegenheit mit einer Gruppe Schüler/innen der 11. Klasse des Faust-Gymnasiums aus Staufen (bei Freiburg) die knapp 30 km von Beit Jala entfernte Stadt Hebron zu besuchen. Die Schüler/innen haben sich ein Jahr lang im Unterricht mit Themen des nahen Osten beschäftigt, ein Schüler auch auf der halbstündigen fahrt mit dem Bus

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