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	<title>Daoud und Jihan Nassar &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Das Recht des Machthabers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 20:30:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Daoud und Jihan Nassar]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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<p>Bisher habe ich mich zum Wetter ja nicht geäußert. Es gab ja auch keinen Grund. Jeden Morgen ging gegen halb sieben die Sonne auf und am Abend gegen halb fünf wieder unter. Es war jeden Tag schön warm, an manchen Tagen sogar über 20°C. Was will man Ende November dazu sagen. Ich habe das Wetter sehr genossen.</p>



<p>Heute habe ich in Jerusalem auch nochmal Fatima getroffen. Mit ihr, der Einheimischen durch den Bazar der Altstadt zu laufen ist für mich ein besonderes Erlebnis. Sie kennt all die angebotenen Waren und kann sie mir erklären.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4647" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>mit Fatima im Basar in der Jerusalemer Altstadt</figcaption></figure>



<p>Es hat sich in diesen Tagen bei mir noch vieles „angesammelt“, was ich bisher nicht in meinen Blogbericht gebracht habe. Ich möchte dies nun in meinen Tagesberichten heute und morgen „nachholen“&nbsp;</p>



<p><strong>Treffen mit Roni Hammermann</strong></p>



<p>Auch Roni Hammermann ist den LeserInnen meines Blogs schon sehr bekannt, seit Jahren besuche ich sie immer wieder auch mit meinen Gruppen. Wenn es eben geht besuche ich sie auch wenn ich, wie auch dieses Mal, alleine hier in Jerusalem bin. So war ich auch am vergangenen Mittwoch (27. November) zu Gast bei ihr zu hause.</p>



<p>Natürlich ging es bei unserem Gespräch, neben den Erfahrungen mit ihrer Menschenrechts-Beobachtungsgruppe „Machsom Watch“, auch um die aktuelle politische Situation hier im Lande. Sie ist, wie viele in Ihrem Freundeskreis ziemlich desillusioniert&nbsp;&nbsp;und beobachtet mit Sorge, wie sich der Ministerpräsident Nethanjahu an seine Macht klammert. Der Ausgang ist auch für sie ungewiss.</p>



<p>Mit ihrer Gruppe haben sie ein neues Info-Büchlein herausgegeben:&nbsp;<strong><em>Die Militärgerichtshöfe – Das Recht des Machthabers&nbsp;</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4640" width="432" height="768" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-768x1365.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-864x1536.jpg 864w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-1152x2048.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 432px) 100vw, 432px" /></figure>



<p>Seit 2006 macht die Gruppe <a href="https://machsomwatch.org/en/content/home-page" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="„Machsom Watch“  (öffnet in neuem Tab)">„Machsom Watch“ </a>Beobachtungen und schreiben Berichte über die Verhandlungen an den Militärgerichtshöfen.</p>



<p>Laut Covertext wollen sie mit diesem Büchlein zeigen wie die Sprache eine Weltanschauung prägt und reflektiert, in diesem Falle die Sprache der Militärgerichte, wenn sie palästinensische Angeklagte richtet, die unter Besatzung leben. Weiter heißt es da: Verschiedene Rechtssysteme für verschiedene Bevölkerungen sind für ein Apartheid System charakteristisch.</p>



<p><strong>Nochmaliges Treffen mit Daoud und seiner Frau Jihan</strong></p>



<p>Am Sonntag habe ich mich auch nochmal mit Daoud getroffen, dieses Mal begleitet von seiner Frau Jihan. Beide kamen von der Militärbehörde, es ging mal wieder (wen wundert es) um die Klärung der Landfrage. Fast nunmehr 30 Jahre dauert dieser Prozess um die Anerkennung des Landes nun schon an. Ein Termin in der letzten Woche, einen Tag vorher mit der Sachbearbeiterin vereinbart, musste ausfallen. Er war umsonst erschienen. Die „Dame“ hatte Urlaub und sie hatte es wohl am Tage zuvor nicht gewusst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4641" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-678x381.jpg 678w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Johann und Daoud mit einem Teil der Unterlagen</figcaption></figure>



<p>So also heute den Termin, an einem für Christen wie es die Nassers sind, freien Sonntag. Es gab Fragen zu den Zeichnungen des staatlich anerkannten Vermessers. Eine Kennzeichnung des Grundstücks enthielt eine falsche Zahl. Daoud wurde aufgefordert sich mit dem Vermesser diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Auch soll er in der örtlichen Presse eine Anzeige aufgeben in dem er bekannt gibt, dass es beabsichtigt ist, das gekennzeichnete Land als besitz anerkennen zu lassen. 45 Tage besteht dann die Möglichkeit der palästinensischen Bevölkerung, gegen das Vorhaben Einspruch einzulegen. Das Gleiche Procedere soll dann auch der israelischen Bevölkerung (welcher und warum?) gewährt werden.</p>



<p>Aber auch aus einem solchen Vorgang kann Daoud positives gewinnen: Wieder ein kleiner schritt in Richtung unserem großen Ziel der Anerkennung unseres Landes</p>



<p><strong>Wenn man mit dem Taxi fährt&#8230;</strong></p>



<p>&#8230;.da kann man hier immer etwas erzählen.&nbsp;</p>



<p>Wenn ich nicht unbedingt ein Taxi brauche, versuche ich, wenn es irgend wie möglich ist, einen Bus zu nehmen oder zu Fuß zu gehen.   Aus gutem Grund, wie es sich bei meinem Besuch am vergangenen Freitag zur &#8222;Kairos-Konferenz&#8220; in Bethlehem, mal wieder gezeigt hat.</p>



<p>Denn wie an dem Tag, als ich nach Bethlehem zur Konferenz zum Kairos-Palestine-Papier wollte, und ich nicht genau wusste, wo der mir genannte Konferenzort ist, habe ich mal wieder ein Taxi genommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4645" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>am Checkpoint in Bethlehem: jeder will das ich mit ihm fahre</figcaption></figure>



<p>Um mich nicht gleich nach Gang durch den Checkpoint, wenn Dutzende „Fahrwillige“ auf einen stürzen und sich anbieten, den ersten Besten zu nehmen (und die traurigen Gesichter der anderen hinter mir zu spüren) bin ich erst mal weiter gegangen. Irgendwann hielt ein Taxi an, wie ich es erwartet hatte, und fragte ob ich Selbiges brauche, da bin ich dann eingestiegen. Ich zeigte ihm auf einem Papier den Namen des Veranstalters, leider ohne genaue Anschrift. Da er auch nicht wusste wi diese Einrichtung ihren Sitz hat und auch der englischen Sprache nicht mächtig war, hielten wir bei einer jungen Frau, die er augenscheinlich kannte und die Englisch konnte. Mit ihrer Hilfe konnten wir das Fahrziel genauer lokalisieren. Soweit so gut sollte man meinen, eben bis zu dem Augenblick wo die Frage aller Fragen kommt/kommen muss, wenn man nicht, was man immer tun sollte (ich aber wieder mal versäumt hatte) vorher der Fahrpreis vereinbart hat: Was kostet es? Die Antwort ist immer die gleiche: Was Du meinst&#8230;.Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen, was die Koste für bestimmte Distanzen angeht, gb ich ihm 20,- Schekel. Ich hätte ein Foto machen mögen von seinem (beleidigten) Blick. Er schüttelte heftig mit dem Kopf, murmelte etwas von zu wenig und das seine Familie unterstützt werden müsse. Ich gab ihm 10 Schekel mehr, verabschiedete mich mit vielen Grüßen auch an die Familie und eilte zur Konferenz&#8230;.. <br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4649" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Jerusalemer Taxis am Damaskustor</figcaption></figure>



<p>Noch ein Nachtrag: <br>Heute habe ich am Jaffa-Gate, also in Jerusalem, wegen eines Taxis zum Zentralen Busbahnhof gefragt. Er sagte mir nicht den Preis sondern wollte wissen wo ich anschließend hinfahren wollte. Als ich sagte zum Flughafen, meinte er, dass würde bei ihm 100,-Schekel kosten. Den Preis zum nahen Busbahnhof hat er mir nicht genannt&#8230;..</p>
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		<title>Heute ein friedlicher Ort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 21:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Daoud und Jihan Nassar]]></category>
		<category><![CDATA[Grabeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch heute haben wir wieder (zum 3. Mal auf dieser Reise) Jerusalem besucht. Auf dem Programm stand der Besuch verschiedener religiöser Stätten in der Altstadt:&#160; zum einen den Tempelberg, den die Muslime&#160;&#160;al-ḥaram aš-šarīf&#160;‚das edle Heiligtum&#160;nennen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/heute-ein-friedlicher-ort/" title="Heute ein friedlicher Ort">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auch heute haben wir wieder (zum 3. Mal auf dieser Reise) Jerusalem besucht. Auf dem Programm stand der Besuch verschiedener religiöser Stätten in der Altstadt:&nbsp;</p>



<p>zum einen den Tempelberg, den die Muslime&nbsp;&nbsp;<em>al-ḥaram aš-šarīf</em><em>&nbsp;‚das edle Heiligtum&nbsp;</em>nennen, dann eine Synagoge und zum Schluss die Grabeskirche.<em></em></p>



<p>Erstaunlicherweise kamen wir ohne Wartezeit auf den Tempelberg.</p>



<p>Es empfing uns dort eine wirklich entspannte und friedliche Atmosphäre. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4345" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein bauliches Wunderwerk welches wir heute in friedlicher Atmosphäre genießen konnten </figcaption></figure>



<p>Wenn man überlegt, welche Auseinandersetzungen es gerade erst in der letzten Woche dort gegeben hatte, wie dem nachfolgenden Beitrag zu entnehmen ist,&nbsp;erscheint es wie ein Wunder oder es ist eben auch ein wenig „Jerusalemer-Alltag“, wo es neben totaler Anspannung schnell auch wieder Entspannung gibt&#8230;bis es wieder eine Anspannung gibt. Nicht umsonst gilt&nbsp;der Tempelberg als einer der umstrittensten&nbsp;heiligen Orte&nbsp;der Welt.</p>



<p>13.03.2019</p>



<p><strong>Wegen Molotowcocktail: Israel schließt vorübergehend Zugang zum Tempelberg</strong></p>



<p>JERUSALEM, 13.03.19 (FJ) – Die israelische Polizei sperrte am Dienstag den Zugang zum Tempelberg vorübergehend, nachdem auf dem Gelände ein Molotowcocktail auf israelische Polizisten geworfen wurde. Ein Beamter wurde aufgrund einer Rauchvergiftung umgehend ins Krankenhaus gebracht, es gab jedoch keine weiteren Verletzten. Zehn Verdächtige wurden festgenommen und nach Angaben der Polizei dauert die Untersuchung des Vorfalls weiter an. Nach dem Angriff wurden die Eingänge gesperrt und die Al-Aksa Moschee geräumt. In den letzten Wochen kam es zu mehreren Konfrontationen auf dem Tempelberg zwischen israelischen Sicherheitskräften und muslimischen Gläubigen.</p>



<p><strong>Spannungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde</strong></p>



<p>Diese Ereignisse begaben sich vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen, welche aufgrund von Israels Verweigerung, Steuergelder an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zu zahlen, entstanden. Der Schritt wurde damit begründet, dass die Gelder für die Bezahlung von Familien inhaftierter Terroristen verwendet werden. Der Präsident der PA, Mahmoud Abbas, sagte, dass dies “ernste Folgen” nach sich ziehen würde. Die israelische Regierung dagegen beschuldigte die Behörde, einen religiösen Krieg zu propagieren. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="530" height="353" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42.jpg" alt="" class="wp-image-4346" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42.jpg 530w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /><figcaption>Der Tempelberg war in der letzten Woche abgeriegelt</figcaption></figure>



<p>Unter der palästinensischen Bevölkerung kursierten in den letzten Monaten Gerüchte, Israel wolle einen Teil des Tempelberges beschlagnahmen, &nbsp;um dort jüdische Gebete abzuhalten. Nachdem verschiedene Gruppen und Organisationen die Menschen dazu anhielten, den Tempelberg zu stürmen, schloss die Polizei zusätzlich das Damaskustor und das Löwentor der Altstadt Jerusalems. Auch die Hamas forderte die Palästinenser auf, zum Tempelberg zu gehen, um „die Barrikade zu durchbrechen“.</p>



<p><strong>Israel und Jordanien versuchen die Situation zu entschärfen</strong></p>



<p>Der Tempelberg ist das drittwichtigste Heiligtum der Muslime, jedoch auch die wichtigste religiöse Stätte des Judentums. In den letzten Wochen kam es vermehrt zu Konfrontationen auf dem Tempelberg zwischen israelischen Sicherheitskräften und muslimischen Gläubigen. Aktuell ist es nur Muslimen erlaubt auf dem Tempelberg zu beten. Juden dürfen den Ort zwar besuchen, gehen zum Gebet allerdings an die Klagemauer. Israelische und jordanische Beamte führten Gespräche, um die Situation zu entschärfen. Letzte Woche reisten israelische Beamte zu einem Treffen nach Jordanien und jordanische Beamte haben, nach israelischen Berichten, Jerusalem besucht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4348" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Wie beschrieben heute war es sehr sehr friedlich. Wir konnten die besondere Schönheit des Tempeldomes, die wunderbare Platzanlage, die vielen kleinen Kostbarkeiten die über dem Platz verteilt sind, wirklich genießen.</p>



<p>Anschließend haben wir eine Synagoge besucht, wo uns unsere jüdische Guide Michal perfekt über das jüdische Leben mit über 600 Ge- und Verboten informierte.</p>



<p>In einem Nebenraum saß ein junger Mann, der an einer Thora-Rolle schrieb, mit gestochen scharfen Buchstaben die er mit schwarzer Tusche auf das Pergamentpapier zeichnete. Beeindruckend mit welcher Ruhe und Sorgfalt er arbeitete.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4349" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>bewundernswerte Arbeit</figcaption></figure>



<p>Über den Besuch der Grabeskirche will ich nicht viel erzählen. Wie immer herrschte großer Andrang, die Massen schoben sich durch das verwinkelte riesige Gebäude.</p>



<p>Zum Abend waren wir bei Daoud Nassar zu Hause eingeladen. Er wohnt mit seiner Familie unterhalb der Geburtskirche in Bethlehem mit seiner Frau und insgesamt drei Kindern. Wir wurden auch von seiner Frau Jihan empfangen, die uns im Laufe des Abends nicht nur mit kleinen Köstlichkeiten versorgte sondern auch über ihr Frauenprojekt in Nahalin berichtete. Dort im Dorf, etwa 1,5 km vom Weinberg entfernt, hat sie vor einigen Jahren ein Center errichtet in dem die muslimischen Frauen des Ortes verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4351" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bei Daoud Nassar zu Hause mit Bruder George und Tochter</figcaption></figure>



<p>Neben Computerkursen wird auch Englisch gelernt, es wird aus Plastikabfällen, Gebrauchsgegenstände (wie zum Beispiel Taschen) erstellt. Mit diesen sehr vielfältigen Angeboten haben die Frauen die Möglichkeit, außerhalb ihres Hauses sich mit anderen Frauen zu treffen, zu reden und eben auch neue Dinge kennen zu lernen. Anfangs war es sehr schwer, erzählte Jihan, da die Männer in dem sehr konservativen Dorf, es nicht gerne sahen wenn sich die Frauen außerhalb ihres Haushaltes aufhielten. Aber im Laufe der Jahre ist sie dort mit ihren Angeboten akzeptiert.</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Rechtsstaatlichkeit in einem substantiellen Sinn ist für einen demokratischen Staat eine wesentliche Voraussetzung. In zunehmendem Maße höhlte das Siedlungsprojekt den Rechtsstaat aus.</em>&nbsp;&nbsp;(Gershom Gorenberg)</p>
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