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	<title>Ramadan &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Durch den Checkpoint &#038; weitere Themen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Mar 2023 18:50:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu Fuß durch den Checkpoint. Gestern bin ich zum späten Nachmittag mit Fatima zu Fuß durch den Checkpoint 300 in Bethlehem, wie ich es schon einige Male getan habe. Es war, wie bisher immer, für <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/durch-den-checkpoint-weitere-themen/" title="Durch den Checkpoint &#038; weitere Themen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p><strong>Zu Fuß durch den Checkpoint.</strong></p>



<p>Gestern bin ich zum späten Nachmittag mit Fatima zu Fuß durch den Checkpoint 300 in Bethlehem, wie ich es schon einige Male getan habe. Es war, wie bisher immer, für mich ein bedrückendes Erlebnis. Man schaut in die Gesichter der Palästinenser:innen. Sie geben mir zum Ausdruck, wie sie sich hier fühlen: total&nbsp;<strong>gedemütigt</strong>. Jeder muss durch mehrere eisernen Drehtüren, die mit einem Lichtzeichen in Rot und Grün, wahllos den Zugang öffnen und schließen. Ich frage mich wie diese Türen mit einem Kinderwagen passiert werden können. Alle müssen dann, wie am Flughafen, ihr Gepäck und sich selbst durchleuchten lassen. Ich sah eine Familie mit kleinen Kindern, die die Haarspange des kleinen Kindes entfernen mussten, damit es ein grünes Signal bei der Durchleuchtung gab. Dann werden das Visum geprüft. Mehrere Familien wurden aus mir unbekannten Gründen zurückgeschickt. Auch Fatima erzählte mir davon, dass sie vor einigen Tagen, ohne ihr einen Grund zu nennen, zurückgeschickt wurde, obwohl sie als 73-jährige Frau ohne besonderes Visum nach Israel kann. Nach dieser „Tortur, wie ich es empfunden habe, ist man „geschafft“. Wie mag es den Palästinenser:innen ergehen, die, wenn sie in Israel arbeiten, diese demütigende Prozedur täglich ertragen müssen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5360" width="566" height="755" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FF09B20E-DF11-4D63-84F2-51B2269F46BF-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 566px) 100vw, 566px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">19 Uhr: die Ruhe vor dem großen Sturm</figcaption></figure>



<p><strong>Einen Abend im Ramadan am Damaskus To</strong>r</p>



<p>Ich habe mir am Abend mal die Situation am Damaskus-Tor angesehen. Ich hatte auch in Deutschland schon gehört, dass sich gerade in Zeiten des Ramadans dort viele Menschen versammeln. Als ich gegen 19 Uhr dort ankam, war es recht ruhig, nur wenige Menschen waren dort versammelt. Auf der eine Seite die Saft-Verkäufer mit ihren zu kunstvollen bergen aufgeschichteten Orangen und Möhren. Auf der anderen Seite die Textil-Stände und in der Mitte die Essenstände. Um 19:03 zeigte ein Böllerschuss an, dass die Zeit des Fastenbrechens in arabisch Iftar genannt angebrochen ist. Ich bin dann ein wenig in die Altstadt hinein, auch hier herrschte ungewohnte Stille, an den Ladentüren waren Schnüre gespannt, die den Eingang versperrten im hinteren Teil des Kadens sah man die Mitarbeiter beim Essen.</p>



<p>Diese ruhige Atmosphäre änderte such gegen 20:30 schlagartig, als Hunderte, wenn nicht gar Tausende zum Nachtgebet auf den geheiligten Platz an der Al Aqsa Moschee eilten. Dieses Gebet, so erklärte mir Fatima ist für die Muslime, gerade in der Ramadan-Zeit besonders wichtig. Ich begab mich wieder auf meinen „Beobachter-Posten am Damaskus-Tor. Hier hatte sich die Situation auch verändert.</p>



<p>Gerade (männliche) Jugendliche, sehr oft ganz in schwarz gekleidet, versammelten sich in immer größerer Zahl. Ehrlich gesagt, diese Ansammlung junger Männer, hatte für mich nicht nur einen fröhlichen Charakter, irgendwie war er auch etwas bedrohlich, gerade wegen der schwarzen Kleidung. Als gegen 21:15 die vielen Gläubigen aus dem Damaskus-Tor kommend, sich auf den Heimweg machten, füllte sich dieser arenaartige Platz gefährlich. Als dann auf einmal sich ein beißender Geruch aus der Ecke wo sich einer der vier Polizeiposten befand, wie eine wolke breit machte, meine Augen zu Tränen begannen, ich im Mund einen pfeffrigen Geschmack verspürte, viele Jungen Menschen aufsprangen und die Trepen hinauf stürmten, habe ich mich schnell von diesem doch immer unsicher wirkenden Platz verzogen. Ich bekam eine kleine Ahnung, was sich hier in Sekundenschnelle an Gewalt und Chaos entwickeln kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-scaled.jpeg"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5361" width="533" height="711" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/69528B10-993A-475F-8076-D0D43EC0C278-1-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 533px) 100vw, 533px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">das abendliche Fest kann beginnen</figcaption></figure>



<p><strong>Normalisierung<br></strong>Als ich vorgestern in der Siedlung Neve Daniel war, wusste ich von Gregor, dass er unserem Gesprächspartner, den Siedler Nethanel ,bei früheren Begegnungen die Telefonnummer von Daoud Nassar gegeben, hatte mit der Empfehlung, doch seinen „Nachbarn auf dem anderen Berg“ mal zu kontaktieren. Das hat Nethanel wohl auch gemacht, und einen Treffen angeregt, bisher hat Daoud aber&nbsp;&nbsp;nicht reagiert.</p>



<p>Ich wusste von Gesprächen in Deutschland mit den Organisatoren der Aktion <a href="https://ferien-vom-krieg.de" data-type="URL" data-id="https://ferien-vom-krieg.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Ferien vom Krieg“</a>, die seit 2003 junge Menschen aus Israel und Palästina nach Deutschland einladen, das es oft Vorbehalte bei den Palästinensern gibt solche Kontakte zuzulassen. Immer wieder gab es bei der Auswahl der Teilnehmer:innen aus Palästina bedenken in den Familien der jungen Menschen gegen diese Kontakte, da sie ein Zeichen der „Normalisierung“ seien.</p>



<p>Hierüber sprach ich kurz mit dem Pfarrer der evangelischen Gemeinde von Beit Jala, Ashraf K. Tannous den ich letzte Woche in der Abrahams-Herberge traf. Füpr ihn kommen solche Kontakte mit jüdischen Siedlern nicht in Frage: „Es ist für mich nicht normal mit denen zu sprechen, die uns unser Land widerrechtlich weggenommen haben. Für mich muss erst eine Einsicht, eine Reue erkennbar sein, bevor ich mit solchen Menschen ins Gespräch komme.“ Ich muss Daoud mal fragen, was seine Gründe sind, den Kontaktwunsch von Nethanel nicht aufzugreifen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-scaled.jpeg"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5362" width="511" height="383" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/DB2CDA4D-E11B-4A4E-817C-A574309D55EF-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 511px) 100vw, 511px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Neve Daniel: gebaut auf gestohlenem Land</figcaption></figure>



<p><strong>75 Jahre NAKBA, 75 Jahre Flucht und Vertreibung</strong></p>



<p>Bekanntermaßen habe ich diese Reise ganz im Zeichen der Erinnerung an 75 Jahre Flucht und Vertreibung der Palästinenser:innen gestellt. Ich hatte schon in einem früheren Tagesbericht auf die Infobroschüren hingewiesen, die der Koordinationskreis Palästina-Israel (KoPI) aus Anlass dieses 75. Gedenkjahres auf seiner Homepage eingestellt hat. Neben diesen Informationen und verschieden Veranstaltungen in Deutschland will KoPI auch über die Ereignisse, die sich damals in der Zeit zwischen November 47 und im ganzen Jahr 1948 in der Region ereignet haben berichten. So findet Ihr auf der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.icahd.de/die-nakba-chronologie-der-ereignisse-teil-2/" data-type="URL" data-id="https://www.icahd.de/die-nakba-chronologie-der-ereignisse-teil-2/" target="_blank">Homepage von ICAHAD</a> in den Blogbeiträgen im Februar und März die beiträge zur NAKBA-Chronologie der Ereignisse 1+2. Die Chronologie wird in den nächsten Monaten fortgesetzt. Eine weitere Informationsquelle findet Ihr auf der <a href="https://www.lib-hilfe.de/infos_75jahre.html" data-type="URL" data-id="https://www.lib-hilfe.de/infos_75jahre.html">Homepage des Vereins Flüchtlingskinder im Libanon e.V.</a></p>



<p>Hier sind auch <a href="https://www.lib-hilfe.de/mat/infos_75jahre/Vertreibungs-Tabelle_30-04-49.pdf" data-type="URL" data-id="https://www.lib-hilfe.de/mat/infos_75jahre/Vertreibungs-Tabelle_30-04-49.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">tabellarisch </a>viele der 1948 zerstörten Dörfer aufgeführt</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/02/2023.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="200" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/02/2023.jpg" alt="" class="wp-image-5120" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/02/2023.jpg 500w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/02/2023-300x120.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Logo der KoPI-Kampagne</figcaption></figure>



<p>Am heutigen Mittwoch habe ich, zum ersten Mal seit ich hier in der Region bin nicht besonderes unternommen.&nbsp;&nbsp;Bin über den jüdischen Markt geschlendert, bin mit der Straßenbahn bis zu einer Endstation gefahren und habe es insgesamt mal ganz ruhig angehen lassen. Hat gut getan…</p>



<p>Es sei mir gestattet am Ende meines heutigen Tagesberichtes auch mal etwas über das Wetter zu schreiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5363" width="507" height="380" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3A614F39-5A96-4B55-9840-E1FAA97E7730-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Marktszene</figcaption></figure>



<p>Nachdem ja in den ersten 2 Tagen unseres Aufenthaltes hier in Israel und Palästina die Sonne geschienen hat und es schön warm, änderte sich dann das Wetter. Es war in der darauffolgenden Zeit eher ungemütlich: bewölkt, windig, oft auch regnerisch und meist empfindsam kalt. Gestern, zum ersten Mal nach langer Zeit, schien von einem blauen Himmel, den ganzen Tag die Sonne und es war angenehm warm. Das tat sicherlich nicht nur mir sehr gut.</p>



<p>Heute leider wieder „die alte Leier“, windig und recht kühl und so soll es auch bis zu meiner Abreise am Freitag auch bleiben. Wetter also wie in Deutschland, dann brauche ich mich wenigstens nicht umzustellen.<strong></strong></p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Gott befiehlt euch, die anvertrauten Güter ihren Eigentümern zurückzugeben;&nbsp;<br>und wenn ihr zwischen zwei Menschen richtet, nach Gerechtigkeit zu richten. (Sure 4, 58)</em></p>
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		<title>Ein Tag im Ramadan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2023 20:07:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Ostjerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Ramadan]]></category>
		<category><![CDATA[Silwan]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwochabend (mit Sonnenuntergang) hat in der muslimischen Welt die heilige Fastenzeit der Ramadan begonnen. Er dauert bis zum Abend (Sonnenuntergang) des 21. April.&#160;Das traditionelle Fasten der Muslime richtet sich nach dem Mondkalender. Da sich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ein-tag-im-ramadan/" title="Ein Tag im Ramadan">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Am Mittwochabend (mit Sonnenuntergang) hat in der muslimischen Welt die heilige Fastenzeit der Ramadan begonnen. Er dauert bis zum Abend (Sonnenuntergang) des 21. April.&nbsp;Das traditionelle Fasten der Muslime richtet sich nach dem Mondkalender. Da sich das Mondjahr vom Sonnenjahr um elf Tage unterscheidet, rückt der Ramadan von Jahr zu Jahr einige Tage nach vorn.</p>



<p>Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang darf nichts in den Magen gelangen, also nicht gegessen und nicht getrunken werden. Nach Sonnenuntergang nehmen Muslime laut Tradition das Iftar im Kreis von Familie oder Freunden ein. Hier geht derzeit die Sonne gegen 19 Uhr unter und morgens gegen 5 Uhr auf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5315" width="565" height="424" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8B67930E-E5D1-4C3D-B7E7-6D44BAB5D9B2-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 565px) 100vw, 565px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Silwan am Fuße der Al Aqsa-Mosche</figcaption></figure>



<p>Ich bin zum ersten Mal in der Zeit des Ramadans hier in Israel und Palästina. Schon gestern hatte ich ja berichtet, welche große Anzahl von Gläubigen sich zum Freitagsgebet im Ramadan an der Al Aqsa-Moschee versammelt hatten.</p>



<p>Heute bin ich am Morgen durch die palästinensischen Stadtteile Abu Tor und Silwan gegangen. Man hat den Eindruck, dass alles gemächlicher von statten geht. Zwar wird hier und da auch gearbeitet, natürlich sind die Schulen sind geöffnet, aber es sind wenige Menschen, als sonst auf der Strasse, es ist insgesamt ruhiger habe ich den Eindruck.</p>



<p>Ich bin ja schon häufiger in Silwan gewesen, der Stadtteil grenzt unmittelbar an die Al Aqsa-Mosche. Hier findet seit Jahren eine Vertreibungen der palästinensischen Einwohner:innen statt. Juden erwerben Grundstücke beziehen mitten im arabischen Stadtteil Häuser, die stark gesichert werden. Immer wieder gibt es deshalb hier gewalttätige Auseinandersetzungen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5316" width="521" height="695" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CED6BBC5-87A6-4A56-A44C-EC76EB311103-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 521px) 100vw, 521px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">erinnert ihr euch an mein Strassenbild von gestern in Westjerusalem?</figcaption></figure>



<p>Auch kommt es häufig dazu das Häuser abgerissen werden, da sie ohne Baugenehmigung errichtet oder auch nur ausgebaut wurden. Hintergrund ist: es gibt bei 100 Anträgen vielleicht eine Baugenehmigung.</p>



<p>Die Gesamtzahl der seit Anfang 2023 abgerissenen Gebäude in Jerusalem beträgt schon 38 – davon 13 Wohneinheiten und 25 Nichtwohneinheiten. Im Jahr 2022 gab es insgesamt 155 Abrisse, davon 90 von Wohneinheiten.</p>



<p>Siehe auch weitere Infos zu Silwan und zur Situation in Ostjerusalem, unter den Stichworten am Ende des Tagesberichtes</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5317" width="551" height="413" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9EFA34C9-BF31-4A4F-9F03-549EBD4689F0-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 551px) 100vw, 551px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Vorbereitung zum Fastenbrechen &#8222;Iftar&#8220;</figcaption></figure>



<p>Heute ist Gregor Schröder, den ich von der Zusammenarbeit bei der Unterstützung des Tent of Nations kennengelernt habe, mit seiner Frau in Jerusalem eingetroffen.<br>Gregor ist Vorsitzender eines Vereins <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.jugendinterkult.de" data-type="URL" data-id="https://www.jugendinterkult.de" target="_blank">„Jugendinterkult“</a> in Bonn, der regelmäßige internationale Fahrten mit Jugendlichen, so auch nach Israel und Palästina organisiert.&nbsp;&nbsp;Mit Gregor werde ich in den nächsten Tagen einige Termine gemeinsam wahrnehmen. So waren wir heute von dem Busfahrer seiner Gruppenreisen, Husan, zum traditionellen Fastenbrechen „Iftar“ eingeladen. So hatte ich also die besondere Möglichkeit, nach dem jüdischen Schabbat-Essen gleich heute an dieser muslimischen Tradition teilzunehmen. Um es vorweg zu nehmen, es gibt so gut wie keine Rituale, wenn man davon absieht, dass die Anfangszeit genau festliegt. Hier in Jerusalem gibt es einen Böller gegen 19 Uhr und schon ruft der Hausherr zu Tisch. Mit zu Tisch waren Husans Frau, seine älteste Tochter, und zwei weitere Kinder. Der Tisch stand voll von leckeren arabischen Speisen. Auch Datteln gehören traditionell dazu. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5318" width="546" height="410" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0BAC0FAA-BF27-439B-B182-3AA06CE15AB1-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 546px) 100vw, 546px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">viele leckeren Speisen</figcaption></figure>



<p>Während wir ganz normal aßen, stellte ich fest, dass unsere gastgebende Familie eher wenig zu sich nahm. Auf meine Frage, wie das denn kommt, wurde erklärt, dass nach einem Tag Enthaltsamkeit, es nicht so gut ist, sich direkt zu viel einzuverleiben. Man isst also in Ruhe bis zum schlafen gehen. Gegen 4 Uhr am Morgen steht man dann auf um ein kleines Frühstück zu sich zu nehmen. Anschließend legt man sich nochmal hin, bis man Aufstehen muss um rechtzeitig zur Arbeit oder zur Schule zu kommen. Im Gegensatz zum Schabbat-Essen, welches in ziemlicher Ruhe von statten geht, lief hier der Fernseher (wenn auch mit ausgeschaltetem Ton) und überhaupt war die Tischgemeinschaft nur kurz zuammen, dann saßen wir drei Gäste alleine am Tisch</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.&nbsp;</em>(Ex 20,2-3)</p>
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