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	<title>Palästina Frühjar 2012 &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>30 Tage leben in Palästina und was nun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 May 2012 16:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor gut einer Woche habe ich meinen letzten Blog geschrieben und dabei zum Ende meines Aufenthaltes in Palästina und Jerusalem die kleinen Begebenheiten meiner Reise in „meinen Erlebnissplitter“ beschrieben. Nun möchte ich aber für mich, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/30-tage-in-palaestina-und-israel-was-nun/" title="30 Tage leben in Palästina und was nun?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor gut einer Woche habe ich meinen letzten Blog geschrieben und dabei zum Ende meines Aufenthaltes in Palästina und Jerusalem die kleinen Begebenheiten meiner Reise in „meinen Erlebnissplitter“ beschrieben.<br />
Nun möchte ich aber für mich, vielleicht aber auch für den einen oder anderen Leser/in meines Blog`s ein kleines Resümee bzw. Fazit meines Aufenthaltes in diesem Krisengebiet ziehen, aber auch einen Ausblick wagen.<br />
Gerade gestern war das Thema Israel und auch Palästina wieder in allem Medien vertreten: unser neuer Bundespräsident Joachim Gauck war zum „Antrittsbesuch“ in Israel angekommen. Einer seiner ersten Botschaften lautete: Deutschland ist für eine Zwei-Staaten-Lösung.<br />
Für einen wie mich, der die reale Situation nun 30 Tage vor Ort erfahren/erspürt hat, mit den Siedlerproblemen, der „Schutz“-Mauer, den Flüchtlingsfragen und der alltäglichen Willkür der Besatzungsmacht Israel (Beispiel die drastische „Geldstrafe“ mein Taxifahrer Adib, Blog vom 21.5.), stellt sich schon die Frage wie soll das gehen. Diese Lösung scheint mir sehr unrealistisch.</p>
<figure id="attachment_493" aria-describedby="caption-attachment-493" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11107551.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-493" title="Fazit" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11107551-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11107551-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11107551-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11107551-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-493" class="wp-caption-text">Adib mit dem &#8222;Bußgeldbescheid&#8220; über 1.000 Schekel</figcaption></figure>
<p>Nachfolgend lasse ich einige Menschen zu Wort kommen die auf Grund ihrer Erfahrungen, mehr als ich berechtigt und in der Lage sind, Ideen vorzustellen wie es denn zu einer Annäherung, zu einem Frieden zwischen Israelis und Palästinenser kommen kann/kommen könnte:<br />
Da ist zunächst Marcel Pott, langjähriger Nah-Ost-Korrespondent der ARD. In seinem Buch: „Schuld und Sühne im gelobten Land- Sonderrolle im Schutz der westlichen Welt“ erschienen im Kiepenheuer und Witsch-Verlag schreibt er:<br />
<em>„Das Schicksal der Palästinenser &#8211; Verlust der Heimat durch Flucht und Vertreibung- ist untrennbar verbunden mit dem Denken und Tun des jüdischen Volkes, das selbst geprägt ist durch Verfolgung, Erniedrigung und psychische Vernichtung. Deshalb darf es für uns keinen „toten Winkel“ geben bei der politischen Betrachtung des Palästina-Konfliktes. Nicht nur die Gewalttaten die dort an Israelis geschehen sondern auch die Palästinenser müssen als Opfer von uns in den Blick genommen werden. Was auch zu der Konsequenz führen muss: Wir Deutsche dürfen an Israel keine Waffen mehr liefern da es sich hier um ein Spannungsgebiet handelt .<br />
Aus der dt. Schuld an der Vernichtung der Juden in Europa folgte eine ethisch-moralische Verpflichtung den Rassismus zu bekämpfen und dem Völker- und Menschenrecht weitgehend Geltung zu verschaffen. Aufrichtige Solidarität mit Israel heißt: Kritik wenn sie nötig ist, ein offenes Wort wenn die Gefahr besteht das im Konflikt um Palästina aus ehemaligen Opfern Täter werden. Wir schulden den Opfern des Holocaust tätige Reue durch glaubwürdiges Tun, das heißt: Unrecht muss beim Namen genannt werden sowohl bei arabischen Terroristen als auch bei der israelischen Besatzungsmacht.“<br />
</em><br />
Da ist der in Syrien geborene und in Deutschland lebende Rafik Schami. In seinem von ihm herausgegebenen Buch „Angst im eigenem Lande“, Nagel&amp;Kimche verlag Zürich schreibt er:<br />
<em>„Aber wie dem auch sei…die Menschen scheinen tatsächlich zu vergessen welch lebendige Kraft dem Leben und dem alltäglichen Gang der Dinge innewohnt. Denn das Leben gewinnt immer…<br />
Es wird die nationalen Sicht kultiviert. Es besteht bewusst oder unbewusst eine Angst den anderen in positivem oder einfühlsamen Licht dar zustellen. Dieses Dilemma zeigt sich am deutlichsten in der Haltung zur „Opferschaft“ dem „Opfersein“. Das „Opfersein“ des Anderen anzuerkennen oder – was weit darüber hinaus ginge- sich als den zu erkennen, der den anderen zum Opfer macht. In die Zukunft geschaut sollten beide Völker verpflichtet werden solche Orte des Anderen zu besuchen, wo dessen „Opfersein“ erkannt, erlebt wird (z.B. in Flüchtlingslagern oder Holocaust-Gedenkstätten).“<br />
</em>Schami schreibt in seiner Einleitung auch, dass es ihm auch wichtig ist, das sich die Dt. Öffentlichkeit viel mehr von diesem Konflikt berühren lässt. Er verweist auf seine Erfahrung aus dem Jahre 1989 als er, erstmalig hier in Deutschland, zu einem Dialog zwischen Palästinensern und Juden geladen hatte. Die Reaktion hier im Lande war eher verhalten: <em>„Die Deutschen hätten die Tagung nicht zur Kenntnis genommen, dafür aber alle Vorstandswahlen der Fußball- und Kanichenzüchtervereine…“</em><br />
Und da ist noch Subhi Zobaidi, Palästinenser, geboren in einem Flüchtlingslager, der in seinem Beitrag in: „Angst im eigenem Lande“ schreibt:<br />
<em>„Ich sage mir der beste Weg über die letzten 50 Jahre nachzudenken ist der, über die nächsten 50 Jahre nachzudenken und auf einen Frieden zu hoffen der nicht durch 1 Mio Vorbedingungen gebremst wird. Wenn ich über Frieden nachdenke, frage ich mich, wie es mit irgendeinem Israeli möglich sein könnte, solange ich nicht in Frieden mit mir selbst bin, solange ich nicht vergessen kann, das ich verfolgt und unterdrückt wurde.“</em></p>
<p>Israel hat sich nach zwei Jahrtausenden der Verfolgung und des Exils in eine Sackgasse manövriert und gefährdet -nicht nur nach meiner Meinung- durch seine Politik der Besatzung und Besiedlung letztlich auch seine Demokratie. Die nun schon 45 Jahre währende Besetzung der Palästinensergebiete und deren alltäglich stattfindende – und ausschließlich mit Sicherheitsgedanken begründeten &#8211; Maßnahmen der Unterwerfung und Demütigung palästinensischer Kinder, Frauen und Männer haben zutiefst menschenverachtende Züge. Die derzeitige Situation schadet auch den Israelis. Ich unterstütze daher die Forderung vieler Gruppen – so auch von EAPPI-nach Beendigung der Besetzung. Es erscheint mir die einzige Möglichkeit um im Interesse aller am Konflikt beteiligten einen gerechten Frieden im Nahen Osten zu erzielen.</p>
<figure id="attachment_494" aria-describedby="caption-attachment-494" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110355.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-494" title="Fazit" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110355-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110355-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110355-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110355-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-494" class="wp-caption-text">Hauszerstörung</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_495" aria-describedby="caption-attachment-495" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11009901.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-495" title="Fazit" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11009901-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11009901-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11009901-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11009901.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-495" class="wp-caption-text">Checkpoint</figcaption></figure>
<p>Vor diesem Hintergrund habe ich mich entschlossen, mich für einen freiwilligen Dienst bei dem ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) zu bewerben. Sollte meine Bewer-bung erfolgreich sein, hätte ich im kommenden Jahr die Möglichkeit, in einem internationalen Team für einen Zeitraum (3-5 Monate) durch praktische schützende Präsenz in den palästinensische Gebieten, einen kleinen Beitrag für einen gerechten Frieden in dieser Region zu leisten. Ökumenische BegleiterInnen besuchen Familien, die von Hauszerstörungen, von willkürlichen Gefangennahmen und Gewalt durch israelische SiedlerInnen und der israelischen Armee betroffen sind. Sie beobachten Checkpoints und landwirtschaftliche Übergänge, die Beschlagnahmung von Land, Siedlungsaktivitäten und sammeln wichtige Daten für internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen. Sie nehmen an Demonstrationen gegen Ungerechtigkeit durch die Besetzung teil; viele werden von israelischen und palästinensischen Gruppen gemeinsam organisiert.<br />
Gleichzeitig würde ich hier in Deutschland (so auch durch diesen Blog) über die Arbeit berichten und die Menschen hier auffordern ihren Beitrag für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina zu leisten.<br />
Der Schlüsselsatz des christlich-palästinensischen „Kairos-Dokumentes“ ist auch für mich Anstoß zu meiner Engagement:<br />
<strong><em>„Kommt und seht, so können wir die Wahrheit unserer Realität bekannt machen“</em></strong></p>
<figure id="attachment_496" aria-describedby="caption-attachment-496" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11101991.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-496" title="Fazit" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11101991-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11101991-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11101991-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11101991.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-496" class="wp-caption-text">94 Olivenbäume von Erna als Vermächtnis und Zeichen der Hoffnung</figcaption></figure>
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		<title>Erlebnissplitter aus 30 Tagen Palästina und Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 2012 19:37:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe und treue Leserinnen und Leser meines Blogs. Heute nun war mein letzter Tag auf dieser Reise, morgen gegen 19 Uhr besteige ich den Flieger, der mich hoffentlich gut nach Düsseldorf bringt. Da ich in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/erlebnissplitter-aus-30-tagen-palaestina-und-jerusalem/" title="Erlebnissplitter aus 30 Tagen Palästina und Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe und treue Leserinnen und Leser meines Blogs. Heute nun war mein letzter Tag auf dieser Reise, morgen gegen 19 Uhr besteige ich den Flieger, der mich hoffentlich gut nach Düsseldorf bringt. Da ich in meinen Blog-Beiträgen ja viel ernste Themen behandelt habe, sind die kleinen Dinge, die einem ja auf einer solchen Reise auch begegnen, bzw mein Interesse geweckt haben, etwas zu kurz gekommen. Das will ich nun heute nachholen mit den &#8222;Erlebnissplittern&#8220; meiner Reise.</p>
<figure id="attachment_456" aria-describedby="caption-attachment-456" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110201.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-456" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110201-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110201-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110201-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110201.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-456" class="wp-caption-text">oft sind es die kleinen, so unscheinbar erscheinenden Dinge oder Erlebnisse die ja erst die ganze Fülle einer Reise ausmachen</figcaption></figure>
<p>Bitte schaut aber trotzdem noch hier und da mal in meinen Blog, denn es kommt in den nächsten Tagen sicherlich noch ein persönliches Fazit der Reise und, wie ich versprochen habe, möchte ich noch ein wenig über die Visionen des Daoud Nasser für sein Friedensprojekt &#8222;Tent of Nations&#8220; berichten.<br />
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich aber jetzt erstmal ein, den Geist und die Seele erfrischendes, Pfingstfest:<br />
Salaam Euer Marius</p>
<p><strong>Hl. Messe auf Arabisch</strong><br />
An einem Samstag war ich in der der Wohnung von Faten nahegelegenen Kirche zur Vorabendmesse. Sie sollte um 18.00 Uhr beginnen. Ich war gegen 17.45 da. So gegen 17.50 gingen erste Lampen an, sonst tat sich nichts, außer mir war auch noch keiner in der Kirche. Um 17.55 läuteten mal kurz die Glocken, aber die hatten auch schon um 17.25 geläutet als ich hier ankam. Um 18.00, wo die Hl. Messe beginnen sollte bin ich dann mal vor dir Tür und habe einen als Priester erkennbaren jungen Mann angesprochen: We are lateToday war seine Antwort…Ich bin also wieder in die Kirche, um der Dinge zu harren die dann auch kamen: so langsam kamen einige Messbesucher. Einer fing dann an auf Arabisch zu beten, ich konnte mir dann zusammenreimen das es sich hier um den Rosenkranz handeln musste. Zwischenzeitlich machte der junge Priester die Kerzen an und endlich um 18.20 ging es dann los mit der Hl. Messe. Bei uns kommen die Gläubigen manchmal zu spät, hier sind es sowohl die Gläubigen als auch der Pfarrer, arabische Verhältnisse halt.</p>
<figure id="attachment_457" aria-describedby="caption-attachment-457" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110020.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-457" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110020-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110020-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110020-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110020.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-457" class="wp-caption-text">Kath. Kirche in Beit Jala</figcaption></figure>
<p><strong>Beim Friseur</strong><br />
Wenn man hier durch Bethlehem oder Beit Jala geht fallen einem die vielen, oft nur mit einer Person betriebenen Friseur-Salon auf. Einem habe ich dann selbst besucht am Samstag dem 12. Mai.<br />
Der Andrang war recht groß. Viele ließen sich den ganzen Kopf rasieren, der wurde eingeseift und dann gings mit dem Messer drüber. Die Haare, alles schwarze, lagen auf dem Boden, gekehrt wurde nicht, zwischendurch wurde auch mal mit dem Handy tel. oder eine Zigarette geraucht. Ja dann kam ich dran, habe versucht zu erklären das ich mit der Maschine etwa 9 cm geschnitten haben will, aber irgendwie hatten die andere Maße, dann habe ich mich dem Schicksal ergeben. War aber ganz ok. Fand ich und der Preis 20 Schekel (4,-€) da kann man nicht meckern finde ich oder?</p>
<figure id="attachment_458" aria-describedby="caption-attachment-458" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110792.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-458" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110792-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110792-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110792-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110792-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-458" class="wp-caption-text">Beim arabischen Friseur</figcaption></figure>
<p><strong>Kaffestunde im American Colony Hotel</strong><br />
Ein Muss ist ein Besuch im American-Colony-Hotel. Es liegt in Ostjerusalem, vom Damaskustor aus die Nablusstrasse entlang, etwa 10 Minuten Fußweg. Dieser ehemalige türkische Palast, der 1860 von einem reichen Araber gebaut und 1895 an eine amerikanisch-schwedische Familie verkauft wurde, diente 1902 teilweise als Hospiz, später dann als Hotel, dass sich schnell zum Prominenten-und Pressehotel entwickelte. Die ersten Kontakte zwischen Israelis und Palästinensern, die zum Oslo-Abkommen führten, fanden hier statt. Ein Höhepunkt neben den wunderschönen Räumlichkeiten war ein arabischer Kaffee im Garten des Hotels.</p>
<figure id="attachment_459" aria-describedby="caption-attachment-459" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110492.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-459" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110492-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110492-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110492-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110492-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-459" class="wp-caption-text">arabischer Kaffee vom Feinsten</figcaption></figure>
<p><strong>Die Bücherei neben dem American Colony Hotel</strong><br />
Dem Hotel angegliedert ist eine Buchhandlung mit guten Ambiente und hervorragender Buchauswahl. Schon seit Generationen ist dieser Laden populär unter Journalisten, Diplomaten und Schriftstellern aus aller Welt, einschließlich Leon Uris und John Le Carre. Munther’s der Besitzer spezialisiert sich auf die Geschichte, Religion und Kultur der Region und verfügt auch über eine große Auswahl englischsprachiger Bestseller. Der Besitzer war im letzten Jahr Thema der Weltpresse. Hintergrund war sein Aufenthaltsstatus. Seit Jahren hatte er nur ein Touristen-Visum und musste alle drei Monate „Ausreisen“ um wieder mit einem neuen Visum hier seinen Buchladen betreiben zu können: Nun sollte er nicht mehr einreisen können.</p>
<figure id="attachment_460" aria-describedby="caption-attachment-460" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110501.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-460" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110501-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110501-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110501-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110501-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-460" class="wp-caption-text">der stolze Besitzer der froh ist das er nun doch bleiben darf</figcaption></figure>
<p>Nun meldete die FAZ am 30.01.2012: <em>Munther Fahmi ist erleichtert. Nach einem sechs Jahre dauernden Rechtsstreit (F.A.Z. vom 20. April 2011) gestattete ihm das Innenministerium nun doch, in Jerusalem zu bleiben. Dort wurde er in der Altstadt geboren und öffnete vor 16 Jahren im &#8222;American Colony Hotel&#8220; seine Buchhandlung. &#8222;Vorausgesetzt, ich benehme mich gut, bekomme ich dann in zwei Jahren eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung&#8220;, sagt Fahmi. Jahrelang hatte sich der Palästinenser in seiner Heimatstadt nur mit einem Touristenvisum aufgehalten.</em></p>
<p><strong>Marktzeit am Freitag</strong><br />
Am Freitag kauft der Jude für den Schabbat ein. Deshalb ist vor allem an einem Freitag der Besuch des zentralen Marktes ein Erlebnis der besonderen Art für Auge, Mund und Nase. Was hier so alles angeboten wird an Gewürzen, Obst, Gemüse, Fische, Fleisch; Süßspeisen und diverse Brote und Kuchen, das sprengt alles was ich bisher auf dieser Welt gesehen habe. Das Ganze mit arabischem Flair verpackt ist wirklich großartig.</p>
<figure id="attachment_461" aria-describedby="caption-attachment-461" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110603.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-461" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110603-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110603-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110603-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110603.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-461" class="wp-caption-text">Markttag in jerusalem: ein Festtag für alle Sinne</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_462" aria-describedby="caption-attachment-462" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110601.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-462" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110601-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110601-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110601-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110601-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-462" class="wp-caption-text">etwas Süsses gefällig?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_463" aria-describedby="caption-attachment-463" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110598.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-463" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110598-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110598-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110598-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110598-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-463" class="wp-caption-text">oder etwas zum Würzen?</figcaption></figure>
<p><strong>Beginn des Schabbat an der Westmauer</strong><br />
Schon vor zwei Jahren bei meinem ersten Besuch in Jerusalem war ich am Freitagabend zum Beginn des Schabbats (dann wenn die Sonne untergeht) an der Westmauer. Hier ist zwar immer viel Betrieb aber an einem Freitagabend zum Beginn des Hl. Schabbats ist es total voll hier. Es ist eine riesige Stimmung, weine Mischung von totaler Ausgelassenheit und Freude, aber auch innigen Gebet und Gesängen, auch als völlig Unbeteiligter wird man von dieser Stimmung mitgezogen. Man spürt direkt was die Juden weltweit zusammen, hält was sie verbindet. Es werden Kreise vor allem von jungen Leuten gebildet, da sind auch Menschen in Uniform dabei, bei einigen auch Zivilen baumelt gefährlich aussehend ein Maschinengewehr an der Seite. Sie hüpfen, tanzen singen, jubeln, sind total begeistert den Beginn ihres wöchentlichen Schabatfestes feiern zu können. Ob jeder Schabbatbeginn so gefeiert wird, ich kann es mir gar nicht vorstellen. Aber hier im direkten Angesicht des Westmauer, dem jüdischen Symbol schlechthin, ist die Freude besonders stark.</p>
<figure id="attachment_464" aria-describedby="caption-attachment-464" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110679.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-464" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110679-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110679-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110679-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110679-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-464" class="wp-caption-text">Zum beginn des Schabbats an der Westmauer</figcaption></figure>
<p>Nur eine Randbemerkung wert sind die religiösen Eiferer die einen, wenn man nur die Hand an die Kamera nimmt, sofort daran erinnert das Schabbat ist und man also keine Fotos machen darf. So gibt es gibt in den Hotels auch den „Schabbataufzug“ der hält an jedem Stock damit man nur nicht den Knopf drücken muss. Wenn man da aus Versehen drin ist und in den 10. Stock muss, na denn heißt es aber Geduld haben…</p>
<figure id="attachment_465" aria-describedby="caption-attachment-465" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110686.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-465" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110686-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110686-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110686-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110686-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-465" class="wp-caption-text">auch im kleinen Freundeskreis wird der Beginn des Schabbats freudig begangen</figcaption></figure>
<p><strong>Das Ende des Schabbats</strong><br />
Am Samstagabend so gegen 21.00 Uhr hat der hier Fremde das Gefühl das plötzlich die Stille des Tages – bei uns vielleicht vergleichbar mit einem Karfreitag &#8211; in ein brodelndes und geschäftiges Leben wechselt.</p>
<figure id="attachment_486" aria-describedby="caption-attachment-486" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110693.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-486" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110693-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110693-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110693-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110693-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-486" class="wp-caption-text">Schabbat: Nichts geht mehr nicht nur auf der Yafo &#8211; Haupteinkaufsstrasse in Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Eben noch fuhr kein Bus und keine Bahn, nur wenige PKW, waren keine Geschäfte geöffnet, die Straßen menschenleer, ja sogar Bankautomaten waren „Out of Order“ und mit einem Mal ist alles anders. Wie von Geisterhand gesteuert sind plötzlich die Läden auf, ist die prächtige Einkaufsstraße von vielen Menschen bevölkert und mit schöner Musik berieselt, kommen einem die ersten mit vollen Einkaufstüten entgegen, staut sich der Verkehr auf den Straßen fahren Busse und Bahnen wieder….das Leben blüht auf.<br />
In den Kneipen und Straßencafés versammeln sich viele vor allem junge Leute, es ist wie in der Altstadt zu Düsseldorf an einem Freitag- oder Samstagabend. Hinzu kam heute, das ab 21.45 das Champion Finale zwischen den Bayern und dem FC Chelsea hier in vielen Kneipen auf großen Leinwänden übertragen wurde. Der Jubel war groß hier als nach dem Elfmeterschießen der FC Chelsea als Sieger feststand. Wie meinte mein junger Tischnachbar dazu: Wir mögen halt die Deutschen nicht so besonders…..</p>
<p><strong>Arabisches Frühstück</strong><br />
Eine besondere Delikatesse st das arabische Frühstück das mir Nicola Murkarker in der Zeit da ich bei ihm zu Gast war morgendlich auf dem Balkon, mit wunderbarem Blick auf Bethlehem serviert hatte.<br />
Neben verschiedenen Brotsorten gab es immer Humus, ein pikant gewürztes Kichererbsen Püree, Foul, gut gewürzte braune Bohnen, die stundenlang gekocht werden, oft auch Falafel, Gemüsefrikadellen auf der Basis von Kichererbesen, mit Kräutern angereichert und gut gewürzt. Natürlich gab es auch Tomaten, Zwiebel und Oliven. Auch das gutes Olivenöl durfte nicht fehlen, das mit frisches Sesambrot und getaucht in Saater einer Gewürzmischung aus Thymian und geröstetem Sesam vorzüglich mundet. Für mich als „süßer“ Frühstücker allerdings war die von Nicola selbst hergestellte Aprikosenmarmelade der Höhepunkt und meist auch der krönende abschluss des kaiserlichen Frühstücks.</p>
<figure id="attachment_466" aria-describedby="caption-attachment-466" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110457.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-466" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110457-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110457-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110457-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110457-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-466" class="wp-caption-text">Frühstück bei und von Nicola, was auf dem Bild fehlt&#8230;.die vorzügliche Aprikosenmarmelade</figcaption></figure>
<p><strong>Besuch im Supreme Court, dem obersten Gerichtshof von Israel</strong><br />
In unmittelbarere Nähe der Knesset, dem israelischen Parlamentsgebäude steht seit 1986 das wunderbar anzuschauende Gebäude des Obersten israelischen Gerichtshofes, welches ich mir am letzten Tag meines Aufenthaltes in Jerusalem noch anschauen durfte. Ich war ganz überrascht das ich -nach gründlicher Kontrolle versteht sich- so ohne weiteres durch die „heiligen Hallen“ spazieren konnte und dabei sogar Fotografieren durfte. Noch auf dem Weg dahin wurde ich von einem Mann in Zivil mit großem Maschinengewehr angeraunzt weil ich es gewagt hatte… ein Foto von der Bank of Israel zu machen…<br />
Nachfolgend einige Bilder die erkennen lassen das sich der Gewinner eines Architektenwettbewerbes (die Geschwister Ram und Ada Karmi) so einiges haben einfallen lassen. Weitere Infos unter: <a href="http://www.court.gov.il" target="_blank">www.court.gov.il</a></p>
<figure id="attachment_467" aria-describedby="caption-attachment-467" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110857.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-467" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110857-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110857-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110857-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110857-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-467" class="wp-caption-text">The Supreme Court of Israel: ein archtektonisches Wunderwerk:das Foyer, links die 5 Tore zu den Gerichtssälen in der aus grobbehauenden Steinen gebauten Mauer, rechts eine moderne weiße Wand mit Nischen und halbrunden Sitzbänken aus Holz</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_468" aria-describedby="caption-attachment-468" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110860.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-468" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110860-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110860-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110860-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110860-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-468" class="wp-caption-text">Gerichtssaal: natürliches Licht fällt durch die zwischen den Außenwänden und den Säulen befindlichen Dachluken ein</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_469" aria-describedby="caption-attachment-469" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110851.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-469" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110851-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110851-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110851-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110851.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-469" class="wp-caption-text">Die Passage zur Knesset:: Verbindung und Trennung zwischen der richterlichen und gesetzgebenden Gewalt</figcaption></figure>
<p><strong>Besuch im Israel Museum</strong><br />
Vom Supreme Court geht man an der Knesset vorbei zu einem der besten Museen der Welt, so sagt und schreibt man das israelische Museum: Jetzt bin ich ja nicht unbedingt der Mensch der in Museen geht aber ich habe gedacht wenn da so von geschwärmt wird, da musst du doch auch mal einen oder zwei Blicke riskieren.. und ich wurde wirklich nicht enttäuscht.</p>
<figure id="attachment_470" aria-describedby="caption-attachment-470" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110881.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-470" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110881-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110881-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110881-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110881-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-470" class="wp-caption-text">Israel Museum: ein Höhepunkt Darstellung des alten Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Überrascht war ich aber schon das Joseph Beuys auch hier mit seinen Werken vertreten ist, er fuhr aber nachher durch googeln im Internet, das dies eine Sonderschau ist, die gestern eröffnet wurde.</p>
<figure id="attachment_471" aria-describedby="caption-attachment-471" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110892.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-471" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110892-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110892-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110892-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110892-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-471" class="wp-caption-text">Israel Museum aktuell: Kunst ala Beuys</figcaption></figure>
<p>Wen das Museum noch mehr interessiert sollte mal auf die Homepage des Museums gehen, dort kann man sich ein Video und in einer Galerie auch weitere Bilder anschauen:<br />
<a href="http://www.gojerusalem.com/discover/item_13967/Beuys--Kantor-Remembering" target="_blank">www.gojerusalem.com/discover/item_13967/Beuys&#8211;Kantor-Remembering</a> hier bitte auf den Link: tot he Israel Museums Page klicken und dort dann auf Video oder Galerie klicken.</p>
<p><strong>Mea Shearim</strong><br />
Zum Schluss meines Abschieddstages in Jerusalem bin ich, wie schon vor 2 Jahren, durch das absolut interessante Stadtviertel Mea Shearim geschlendert.</p>
<figure id="attachment_472" aria-describedby="caption-attachment-472" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110944.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-472" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110944-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110944-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110944-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110944-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-472" class="wp-caption-text">Mea Shearim: viele schwarze Männer</figcaption></figure>
<p>aus Wikipädia:<br />
<em>Me&#8217;a Sche&#8217;arim ist ein relativ isoliertes Viertel im Westteil Jerusalems, wo die Alltagssprache vornehmlich Jiddisch ist. Seine in verschiedene ultraorthodoxe jüdischen Gemeinschaften aufgespaltenen Bewohner halten sich an eine möglichst wörtliche Auslegung der Tora und der Religionsgesetze. Weitgehende Einigkeit herrscht in Bezug auf die strikte Einhaltung der Shabbat-Ruhe, der Riten der jüdischen Feiertage, der Geschlechtertrennung und der Ablehnung des säkularen Staates Israel.<br />
</em></p>
<figure id="attachment_473" aria-describedby="caption-attachment-473" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110941.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-473" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110941-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110941-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110941-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110941-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-473" class="wp-caption-text">Mea Shearim: kein TV, kein Radio, keine Zeitung, was wichtig ist wird an die Wand geklebt</figcaption></figure>
<p><em><br />
Mea Schearim ist, zum Leidwesen der Bewohner dieses Stadtviertels, auch eine Touristenattraktion geworden und findet zunehmend in Reiseführern Erwähnung. Mit mehrsprachigen Hinweisschildern wird an den Eingängen zum Viertel auf die herrschenden Verhaltens- und Kleidungsvorschriften, in erster Linie für Frauen, hingewiesen, die auch von Besuchern zu beachten sind. Am Schabbat dürfen Autos im Viertel nicht verkehren, sämtliche von Menschen bediente elektrische Anlagen sind ausgeschaltet und das Benutzen von Fotoapparaten, Mobiltelefonen etc. auf der Straße ist untersagt.<br />
Hintergrund ist dafür die von den Bewohnern dieses Viertels strikt praktizierte Bestimmung, dass am Schabbat kein Feuer gemacht werden dürfe. In der Auslegung dieses alttestamentarischen Gesetzes wird der elektrische Funke dem Anzünden von Feuer gleichgesetzt, womit diese in orthodoxer Auslegung auf das &#8222;Schalten&#8220; elektrischer Anlagen jeder Art (bis hin zum Einschalten der Zimmerbeleuchtung oder dem Funken der Zündkerze eines Autos) ausgedehnt wurde und hier auch (anders als in anderen Teilen Israels) auch strikt (und zum Teil auch rigide, z.B. durch Steinwürfe) durchgesetzt wird.</em></p>
<figure id="attachment_474" aria-describedby="caption-attachment-474" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110939.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-474" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110939-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110939-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110939-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110939-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-474" class="wp-caption-text">Mea Shearim: hat viele Kinder</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_475" aria-describedby="caption-attachment-475" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110932.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-475" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110932-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110932-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110932-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110932-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-475" class="wp-caption-text">Mea Shearim: hat viele Locken, allerdings ganz selten sind sie blond</figcaption></figure>
<p>Die Nächte in Palästina und Jerusalem<br />
Wer mich etwas näher kennt weiß, dass ich auch zu Hause nicht richtig gut schlafe, bin dabei vor allem sehr lärmempfindlich. Deshalb sind die Nächte hier auch nicht immer eine Wohltat, trotz Ohrenstopfen…Im Zelt waren es vor allem die drei Hunde die in der Nacht „ihr Revier verteidigen“ und dabei häufig laut bellen, aber auch jaulen wie die Wölfe und manchmal so knurren das es einem Angst und bange werden könnte wenn man nicht wüsste das es ganz liebe und friedliche Hunde wären.</p>
<figure id="attachment_476" aria-describedby="caption-attachment-476" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11008011.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-476" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11008011-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11008011-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11008011-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11008011-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-476" class="wp-caption-text">so ein friedlicher Hund&#8230;</figcaption></figure>
<p>Des Weiteren gibt es dann so den einen oder anderen Mückenangriff dem ich mich vor allem mit dem Tropenerprobten ANTI-BRUMM zur Wehr setzen muss.<br />
Und da sind da noch die Muezzine deren „Gesang“ sowohl im Tent of Nations aus dem Tal aus den Dörfern herausschallt, als auch in Beit Jala bei den Mukarkers. Hier ist die Moschee mit dem am Minarett angebrachten großen Lautsprechern direkt neben dem Haus so das man glaubt der Muezzin steht direkt neben dem Bett. Auch haben hier die Christen das Gefühl, das in der christlich geprägten Stadt (80% der Einwohner sind Christen) besonders laut zum Gebet gerufen wird. Allerdings ist in Jerusalem der Chor der Muezzins noch um beträchtliche Dezibel stärker als alles was ich bisher erlebt habe…</p>
<figure id="attachment_477" aria-describedby="caption-attachment-477" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110151.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-477" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110151-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110151-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110151-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110151-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-477" class="wp-caption-text">Moschee in Nahalin mit Lautsprecher verstärkt</figcaption></figure>
<p>Ach übrigens die die nächtliche Gebetszeit ist derzeit so gegen 4.00 Uhr morgens….</p>
<p>Na denn gute Nacht allerseits! 🙂</p>
<figure id="attachment_478" aria-describedby="caption-attachment-478" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110519.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-478" title="Erlebnissplitter" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110519-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110519-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110519-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110519-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-478" class="wp-caption-text">Der Felsendom über der Altstadtmauer im Licht der Abendsonne</figcaption></figure>
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		<title>Jerusalem-Tag 2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2012 19:20:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie jedes Jahr im Mai wurde auch in diesem Jahr am vergangenen Sonntag hier in Jerusalem, aber auch in vielen Städten in aller Welt der sogenannte „Jerusalem-Tag“ gefeiert. Die Juden gedenken dabei der Wiedervereinigung der <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/jerusalem-tag-2012/" title="Jerusalem-Tag 2012">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie jedes Jahr im Mai wurde auch in diesem Jahr am vergangenen Sonntag hier in Jerusalem, aber auch in vielen Städten in aller Welt der sogenannte „Jerusalem-Tag“ gefeiert. Die Juden gedenken dabei der Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem. Während des „Sechstagekrieges“ 1967 eroberte Israel Ostjerusalem. Durch den israelischen Sieg wurden die beiden bis dahin getrennten Teile von Jerusalem unter israelischer Kontrolle vereinigt und die Flagge Israels auf dem Tempelberg gehisst.Die Juden konnten nach mehr als 20 Jahren wider an ihrem &#8222;höchsten&#8220; heiligtum der West(Klage)-mauer beten.<br />
Seit der Verabschiedung des “Jerusalem-Gesetzes” im Juli 1980 betrachtet Israel Jerusalem als seine ungeteilte und unteilbare Hauptstadt. De facto hatte Israel damit Ost-Jerusalem annektiert.<br />
Am 20. August 1980 wurde in der Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates das Jerusalemgesetz für nichtig erklärt. Am Status Quo allerdings änderte das nichts.<br />
Am Jerusalem-Tag im vergangenen Jahr skandierten hunderte der israelischen „Feiernden“ bei ihrem Umzug Hassparolen wie „Tod den Arabern, Tod den Linken“, „Den Tempel bauen, die Moschee zerstören.<br />
Da ich am Sonntag ja selbst nicht in Jerusalem war habe ich mich nur über das palästinensische Fernsehen informieren können. Die ganze Altsstadt war „in der Hand&#8220; tanzender und die israelische Fahne schwenkender Juden. Der Platz vor dem Damaskus-Tor üblicherweise mit islamischen Händlern gefüllt war ebenfalls in jüdischer Hand.</p>
<figure id="attachment_450" aria-describedby="caption-attachment-450" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110636.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-450" title="Ostjerusalem" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110636-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110636-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110636-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110636-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-450" class="wp-caption-text">Ostjerusalem: arabisch geprägt</figcaption></figure>
<p>Die Palästineneser standen wütend auf der anderen Straßenseite, es kam zu kleineren Rangeleien mit der Polizei, es gab einige Festnamen. Die Straßen nach Jerusalem waren für Stunden für palästinensiche Autos gesperrt, damit die vielen Siedler aus den C-Gebieten ungehindert zum &#8222;Fest&#8220;fahren konnten.<br />
Für die arabische Bevölkerung Jerusalems stellt dieser Jerusalemtag immer wieder eine schlimme Provokation dar. Es sind diese permanenten Nadelstiche die die Menschen hier immer wieder erleben, die sie dann häufig eben auch explodieren und gewalttätig werden lässen. Es gibt keinen der die provozierenden Juden in die Schranken weist.</p>
<p>Neben den von mir in meine Blogs bereits geschiderten <strong>Schwerpunktproblemem</strong> die einen Frieden scheinbar unmöglich erscheinen lassen: <strong>die Siedlerfrage</strong> und das <strong>Flüchtlingsproblem</strong> ist das <strong>Jerusalemproblem</strong> das Dritte Große.<br />
Das arabische Ost-Jerusalem untersteht ebenso wie das jüdische West-Jerusalem der Stadtverwaltung. Der arabische Bevölkerungsanteil (360.000, d.h. 38 Prozent) wird in allen Belangen massiv benachteiligt. Dazu gehören auch die für Araber ungünstigen Bedingungen des Arbeitsmarktes.<br />
Zusammen mit der ökonomischen und sozialen Abschnürung Ost-Jerusalems von der Westbank wirkt sich das auf die soziale Lage aus.<br />
84 Prozent der Kinder der palästinensischen Kinder Ost-Jerusalems leben wie eine aktuelle Studie gerade aufgezeigt hat unter der Armutsgrenze. Das ganze, unteilbare Jerusalem ist eine ideologisch verbrämte Vorstellung, die aus Sicht Israels erst dann zur besseren Realität wird, wenn so viel Araber wie möglich aus der Stadt gedrängt werden.</p>
<figure id="attachment_451" aria-describedby="caption-attachment-451" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110522.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-451" title="Ostjerusalem" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110522-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110522-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110522-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110522-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-451" class="wp-caption-text">aber eben auch jüdisches keben im osten der Stadt: hier Begräbnisversammlung auf dem großen jüdischen Friedhof am Ölberg</figcaption></figure>
<p>Dr. Meir Margalit, aus der Meretz-Partei im Jerusalemer Stadtrat und Mitarbeiter von Jeff Halper bei ICAHD,<br />
Israeli Committee against House Demolitions) hat im Oktober 2009 nachfolgenden Text verfasst, der das ganze Dilemma gut beschreibt und den ich deshalb in meinem heutigen Blog ganz veröffentliche.<br />
<em><strong>Zehn über Ost-Jerusalem verhängte Plagen</strong><br />
Die Unruhen in Ostjerusalem überraschten kaum jemanden, der die Situation in der Stadt kennt und der aufmerksam auf die Stimmen hört, die von dort kommen. Behauptungen, eine kleine Gruppe von Hetzern wolle politischen Profit aus den Unruhen gewinnen, beweisen , dass Leute, die solche Behauptungen unterstützen, so gut wie nichts über die wahre Situation vor Ort wissen. Wenn ihnen die Vorfälle im Hinterhof der Stadt bekannt wären, würden sie gewusst haben, dass der Ausbruch von Unruhen vorhersehbar war – nur der Zeitpunkt war unbekannt.</em></p>
<p>Vieles hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre in Ost-Jerusalem verändert – bis zum Punkt des Unerträglichen. Als Teddy Kollek noch Jerusalems Bürgermeister war, waren seine arabischen Bewohner benachteiligt, aber ihre Ehre wurde nicht angetastet. Sie hatten wenigstens das Gefühl, zivilisiert behandelt zu werden. Seit kurzem jedoch haben mehrere Maßnahmen ihr Leben unerträglich gemacht – das Schwierigste dabei ist, dass jetzt ihre Ehre mit Füßen getreten wird. Zehn Plagen sind über Ost-Jerusalems arabische Bürger verhängt worden, und diese können nicht ernst genug genommen werden.</p>
<p>Die erste Plage: die Option rechtens ein Haus zu bauen, ist fast unmöglich. Hier sind die Schwierigkeiten seit Jahren immer größer geworden: Beweis des Eigentums, das Fehlen von Infrastruktur, …, Reduzierung der Areale, auf denen gebaut werden darf. All dies hat sich wegen der „Einwanderung“ vieler Familien von jenseits der Mauer verschlechtert. Sie wollen auf der „richtigen Seite“ sein und ihre blauen (Jerusalemer) Identitätskarten nicht verlieren.</p>
<p>Die zweite Plage: der Trennungszaun hat nicht nur eine Welle interner Wanderung ausgelöst, sondern hat die ‚Migranten’ von ihren Familien, Verwandten und Freunden abgeschnitten. Vieles ist sehr kompliziert geworden. Ein Familienbesuch, der in der Vergangenheit eine kurze Fahrt von wenigen Minuten war, ist nun zu einer „Reise ins Ungewisse“ geworden, bei der keiner weiß, wie lange sie dauern wird, um sein Ziel zu erreichen und wann man zurückkommt. Alles hängt von der Stimmung der Soldaten ab, die am Kontrollpunkt stehen.</p>
<p>Die dritte Plage: (mit der vorigen zusammenhängend) hat das Innenministerium seine Kampagne der Konfiszierung der Identitätskarten von Leuten intensiviert, von denen es behauptet, dass sie jenseits der Stadtgrenzen wohnen. Viele finden eines Tages, dass ihr Einwohnerstatus ohne ihr Wissen, aufgehoben wurde und sie einen Anwalt nehmen müssen, um ihn zurück zu erhalten.</p>
<p>Die vierte Plage: Das Innenministerium verhindert weiter, dass Ostjerusalemer Familien zusammenleben können oder dass Ehepartner gezwungen sind, ohne Genehmigung fast im Untergrund zu wohnen, aus Furcht, von der Polizei verhaftet zu werden.</p>
<p>Die fünfte Plage: die Siedler verhalten sich bei ihren Versuchen, jedes Stück Land in der östlichen Hälfte der Stadt an sich zu reißen, vollkommen unkontrolliert. Die Unannehmlichkeiten mit ihnen werden immer stärker: Gerüchte und Schlagzeilen über einen politischen Prozess nehmen Gestalt an. Ohne Bedenken werfen sie (arabische) Familien aus ihren Häusern und verbreiten überall, wo sie gehen, Angst.</p>
<p>Die sechste Plage: die Zerstörung von Häusern, die Tausende von Familien bedrohen. Es geht nicht darum, dass die Stadtverwaltung in der Lage ist, solch eine große Zahl an Häusern zu zerstören, sondern keine der Tausenden von Familien, die die Abrissorder erhielten, weiß, wen dieser Schlag treffen wird und wann sie an der Reihe ist, ihr Haus zu verlieren. In dieser Situation lebt jede Familie auf geborgte Zeit und dieser Stress ist eine Form von Folter.</p>
<p>Die siebte Plage: die wirtschaftliche Krisis hat in der östlichen Stadt eine Katastrophe ausgelöst mit nahezu 70% aller Familien unter der „Armutslinie“. Ohne Aussicht auf eine Verbesserung der Situation haben sie wenig zu verlieren.</p>
<p>Die achte Plage: das demütigende Verhalten der Grenzpolizei, das unkontrolliert, noch gewalttätiger, abstoßend und unbeherrscht geworden ist. Die Soldaten verachten alles, das arabisch aussieht und verletzen die tiefsten Gefühle der arabischen Bürger.</p>
<p>Die neunte Plage: die archäologischen Ausgrabungen, die der Staat nahe am Tempelberg &#8211; am Givati-Parkplatz und in der el-Wad-Straße &#8211; ausführen lässt, beunruhigen jene sehr, die glauben, dass sie dafür bestimmt sind, die Moscheen einstürzen zu lassen. es ist eine Überzeugung, die vom „intimen“ Wissen der Siedler genährt wird, die die Ausgrabungen durchführen, und der national-messianischen Agenda, die sie motiviert. Es stimmt womöglich nicht, aber in Ostjerusalem kann sogar ein Gefühl oder ein Gerücht einen Brand auslösen.</p>
<p>Die zehnte Plage: das geringe Ausmaß städtischer Dienstleistungen, von der Müllabfuhr, bis zum Bildungssystem, der ihren minderwertigen Status bestimmt. Jedes Mal, wenn arabische Bürger in den westlichen Teil der Stadt kommen und den großen Unterschied zwischen ihrem Lebensstandard und dem ihrer jüdischen Nachbarn sehen, trifft es sie zu tiefst.</p>
<p>Offensichtlich wollen die Israelis nicht wissen, was in Ost-Jerusalem passiert, aber die Verantwortlichen der Stadt täten gut daran, ihre Politik neu zu überdenken, bevor die große Explosion geschieht, von der wir gerade in den letzten Tagen nur eine kleine Spur erlebt haben.</p>
<p>(dt. Ellen Rohlfs)</p>
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		<title>Rückkehr zum Tent of Nations</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2012 17:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute bin ich noch einmal zu dem Ort zurückgekehrt an dem meine Reise vor genau vier Wochen begann: Zu Daher`s Weinberg und dem &#8222;Tent of Nations&#8220;. Die Nacht von Sonntag auf Montag habe ich zum <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/rueckkehr-zum-tent-of-nations/" title="Rückkehr zum Tent of Nations">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bin ich noch einmal zu dem Ort zurückgekehrt an dem meine Reise vor genau vier Wochen begann: Zu Daher`s Weinberg und dem &#8222;Tent of Nations&#8220;. Die Nacht von Sonntag auf Montag habe ich zum Abschied nochmal bei den Mukarkers in Beit Jala geschlafen. Ich hatte geplant Nicola, Faten und Kamal, als kleinen Dank für die großzügige Gastfreundschaft, in ein Restaurant einzuladen…hatte ich vor. Nicola das stolze Familienoberhaupt hat „den Spieß“ umgedreht: er hat zu meinen Ehren eine Grillparty veranstaltet und seinen im Haus lebenden Bruder nebst Ehefrau und auch die Schwester von Faten geladen. Nein ich bräuchte nicht für sie tun, ich sei Freund der Familie, ja für ihn wie ein Bruder…was soll ich da sagen.</p>
<figure id="attachment_431" aria-describedby="caption-attachment-431" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110733.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-431" title="zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110733-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110733-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110733-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110733-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-431" class="wp-caption-text">Abschiedsfrühstück bei Mukarker`s</figcaption></figure>
<p>Nach einem wie immer tollen Frühstück bin ich &#8211; mit 10 Gläsern beste Aprikosenmarmelade, von Nicolas erstellt, bepackt- mit dem Taxi bis zum Roadblock am Rande des Weinbergs gefahren. Mit dem Taxi vor allem auch deshalb, weil der Taxifahrer Adib, der mit seinem Wagen vor dem Hause Mukarkers steht, mich schon häufig gefragt hatte, ob ich nicht mit ihm fahren will. Ich bat ihn mich am Nachmittag dort am Roadblock wieder abzuholen, zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnend was ihm gleich wiederfahren wurde. Ich werde zu Schluss des heutigen Blog berichten.<br />
Auf dem Weinberg wurde ich von Daher und den mir bekannten Volontären Anke, Bernadette und Jonathan mit viel Hallo begrüßt. Die Freude über die mitgebrachte Marmelade war groß, das erste Glas wurde bei der morgendlichen Frühstückspause direkt geöffnet.</p>
<figure id="attachment_432" aria-describedby="caption-attachment-432" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110735.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-432" title="Zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110735-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110735-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110735-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110735-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-432" class="wp-caption-text">sichtlich erfreut öffnet Bernadette das, mit einer Wachsschicht &#8222;versiegelte&#8220; erste Glas Aprikosenmarmelade von Nicola</figcaption></figure>
<p>Ja und dann begegnete ich ihm persönlich – Daoud Nassar- nicht ganz zum ersten Mal, denn ich hatte ihn bei seiner letzten Vortragsreise in Königswinter erlebt und dort kurz begrüßt. Die Freude war auf beiden Seiten das wir uns endlich persönlich kennen lernen konnten. Dabei war auch seine Frau Jihan, Mutter ihrer drei gemeinsamen Kinder, die ihn bei seinen vielfältigen Aktivitäten hier sehr unterstützt und vor allem das Frauenbildungsprojekt eigenständig betreut.</p>
<figure id="attachment_433" aria-describedby="caption-attachment-433" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110738.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-433" title="Zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110738-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110738-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110738-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110738.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-433" class="wp-caption-text">Jihan und Daoud Nassar</figcaption></figure>
<p>Insgesamt hatte ich heute genügend Zeit mit Daoud über die Entstehung, Entwicklung des Projektes, aber auch seinen Visionen zum „Tent of Nations“ zu sprechen. Ich gehe in meinem heutigen Blog nur auf einige wenige Aspekte ein und werde wenn ich zu Hause bin etwas zum Frauenprojekt, zum Sommercamp und vor allem zu seinem Plan für Kinder und Jugendliche im Rahmen eines Projektes in Verbindung mit den Schulen in Bethlehem die Möglichkeit hier auf dem Weinberg etwas praktisches und identitätsstiftendes für das spätere Leben zu erlernen, schreiben.<br />
Letztlich will Daoud hier auf dem Weinberg, auf seinem Grund und Boden nur in Frieden leben und arbeiten. Er hat aber in den mehr als 20 jährigen Auseinandersetzung mit der israelischen Militärverwaltung verstanden, das seine Familie ein -für die Israelis sehr begehrtes, in einer aus Sicherheitsaspekten gesehen herausragendes Lage, befindliches Landstück besitzt. Bis heute hat sicherlich aus diesem Grund kein Gericht ein abschließendes Urteil gefällt.</p>
<figure id="attachment_434" aria-describedby="caption-attachment-434" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110749.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-434" title="Zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110749-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110749-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110749-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110749.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-434" class="wp-caption-text">Bescheid vom 14. Februar, dem Valentinstag, ein &#8222;liebesgruß&#8220; der Israelischen Verwaltung wie Daoud sarkastisch meinte</figcaption></figure>
<p>Der Bescheid der ihm vor einigen Wochen (siehe auch in der Titelleiste Aktuell-landeinnahme) ist einer der Nadelstiche, wie auch die Militäraktion vor einigen Wochen am Roadblock, die ihm und seiner Familie deutlich machen soll, wir sind immer hier, wir haben hier das Sagen…Es soll mürbe machen…: Gegen den aktuellen Bescheid hat sein Anwalt widersprochen. Bis zu einer Entscheidung kann es dauern: ein Jahr, 10 Jahre.</p>
<figure id="attachment_435" aria-describedby="caption-attachment-435" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110751.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-435" title="zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110751-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110751-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110751-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110751-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-435" class="wp-caption-text">Zustellung auf israelisch: genau hier hat Daher am 14.2.2012 den Bescheid, beschwert mit einem Stein eher zufällig gefunden. Er habe zwar zwei Personen auf dem Grundstück gesehen, die seien aber weggelaufen</figcaption></figure>
<p>Ich erfuhr das es hier und da schon mal Kontakt zu den „Nachbarn“ gegeben hat. So habe ihn mal ein Ehepaar aus Newe Daniel der am nächsten liegenden Siedlung besucht. Die wussten nicht das er nicht an das wasser- und Stromnetz angeschlossen ist oder das ihm seit Jahren droht das Land zu verlieren. Ein Gegenbesuch ist allerdings fast unmöglich, zum einen bedarf es einer Erlaubnis der israelischen Behörde, aber selbst wenn er diese hätte, wer es für die israelische Familie sehr schwierig ihren anderen Nachbarn zu erklären das sie Besuch von Palästinensern hat. Ich erfuhr aber auch,dass ein anderer Siedler ihm beim Bau der Kompost-WC mit Rat-und Tat und Materialien geholfen hat. Ganz kleine und bescheidene Ansätze zur Verständigung finde ich.</p>
<figure id="attachment_436" aria-describedby="caption-attachment-436" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110761.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-436" title="zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110761-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110761-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110761-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110761-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-436" class="wp-caption-text">Gesprächsfortsetzung in angenehmer Atmosphäre: Cafe auf dem Gelände der kath. Universität zu Bethlehem</figcaption></figure>
<p>Um drei Uhr kam ich dann wie verabredet zum Roadblock, Adib war bereits mit seinem Taxi da, kam aber direkt aus dem Taxi mit einer verzweifelten Miene. Was war passiert. Als er zurückgefahren ist hat ihn etwa 500m von hier entfernt ein Zivilfahrzeug der israelischen Polizei angehalten und ihm – ich weiß heute Abend noch nicht genau warum, einen Strafzettel von 1.000 Schekel ausgestellt, zahlbar innerhalb von 4 Wochen. Adib hatte mir am Vormittag noch voller Freude über die Fahrt mit mir -erzählt das er so an einem Tag wenn das Geschäft gut läuft etwa 150 bis 200 Schekel verdient.</p>
<figure id="attachment_437" aria-describedby="caption-attachment-437" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110755.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-437" title="zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110755-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110755-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110755-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110755-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-437" class="wp-caption-text">ein sichtlich verzweifelter Adib mit dem Strafbefehl</figcaption></figure>
<p>Wie man sich denken kann gibt es wenig Möglichkeiten des Einspruches, die Gefahr dass es noch teurer wird ist groß. Wenn er nicht zahlt gibt es Mahnzuschläge und er läuft in die Gefahr seine Taxi-Lizenz zu verlieren. Adib war total verzweifelt und von mir schwer zu trösten. Ich habe dann bei mir gedacht, vielleicht hatte es so sollen sein das ich gestern kein Geld für einen restaurantbesuch ausgegeben brauchte. Als kleine Linderung habe Adib 500,-Schekel gegeben. Ich habe nachher noch mit Daoud gesprochen. Er will auch nochmal mit Adib sprechen, dabei auch den Grund erfahren der auf dem Strafzettel stehen muss.<br />
Mit diesem so deprimierendem Erlebnis, was so die ganze Willkür der Besatzungsmacht Israel und das Ausgeliefertsein der Palästinenser zeigt, habe ich dann am Abend wieder die „Seiten gewechselt“ und bin zum Dormtio.Kloster zurückgekehrt.</p>
<figure id="attachment_438" aria-describedby="caption-attachment-438" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110764.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-438" title="zurück" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110764-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110764-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110764-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110764-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-438" class="wp-caption-text">zurück auf dem Zionsberg und dem Dormitio-Kloster</figcaption></figure>
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		<title>Ein Sonntag in Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 May 2012 11:14:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als an den anderen Tagen bestimmt am Sonntagmorgen das Geläut der christlichen Kirchen diese „heiligen Stadt“. So haben die deutschsprachigen Christen die Möglichkeit katholische und evangelische Gottesdienste in ihrer Sprache zu besuchen. Da ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ein-sonntag-in-jerusalem/" title="Ein Sonntag in Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als an den anderen Tagen bestimmt am Sonntagmorgen das Geläut der christlichen Kirchen diese „heiligen Stadt“. So haben die deutschsprachigen Christen die Möglichkeit katholische und evangelische Gottesdienste in ihrer Sprache zu besuchen.<br />
Da ich nur an einem Sonntag hier in Jerusalem zu Gast bin, habe ich die Gelegenheit genutzt, sowohl das Konventamt in meiner „Heimat“-Basilika-Dormitio um 9.00 Uhr zu besuchen, als auch den Gottesdienst der evangelischen Erlöserkirchengemeine, die ihre Kirche in unmittelbarer Nähe der Grabeskirche, im Zentrum der Altstadt hat (etwa 10 Minuten Fußweg vom Zionsberg) Die Erlöserkirche wurde 1898 in Gegenwart des deutschen Kaiserpaares eingeweiht. Weitere Infos unter: <a href="http://www.evangelisch-in-jerusalem.org" target="_blank">www.evangelisch-in-jerusalem.org</a></p>
<figure id="attachment_426" aria-describedby="caption-attachment-426" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110712.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-426" title="Sonntag" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110712-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110712-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110712-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110712-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-426" class="wp-caption-text">Dormitio-Basilika</figcaption></figure>
<p>Während das Konventamt der Benediktiner in, einem mit Pilgergruppen gut gefülltem Gotteshaus, seinen –für mich gewohnten – ruhigen und mit wunderschönen Gesängen gepaarten 75 minütigen Verlauf nahm, war der Abendmahlgottesdienst der evangelischen Christen für mich schon ein ganz besonderes Erlebnis. Das lag sicherlich zum einen daran das es sehr lange her ist, das ich bei einem protestantischen Gottesdienst dabei war. Der Gottesdienst hier, der um 10.30 begann, war aber gleichzeitig der Abschiedsgottesdienst des hiesigen Probstes, Dr Uwe Gräbe. So nahm er nicht nur, was die Gottesdienstdauer anging (ca. 2 Stunden), es leicht mit den katholischen Brüdern und Schwestern auf, nein er hatte auch, bedingt durch die „Entpflichtung“ des seit 6 Jahre hier gelebt und gearbeiteten Probstes einen besonderen Charakter. Zunächst waren es auch hier wieder, wie vor ein paar Tagen in Tabgha bei der Klostereinweihung, zahlreiche „Ehrengäste“ anwesend: so Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde aus Ramalah, der deutschen Botschaft, Vertreter verschiedene christlicher Kirchen, der jüdischen und der muslemischen Gemeinden. Der Gottesdienst wurde durch eine prächtig gespielte Orgel, einem Violine-Solisten und einem Chor musikalisch wunderbar umrahmt. Mir wurde im Verlauf des Gottesdienstes mehr als deutlich, wie viel Parallelen die katholische und die evangelische Liturgie letztlich verbinden.</p>
<figure id="attachment_427" aria-describedby="caption-attachment-427" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110681.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-427" title="Sonntag" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110681-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110681-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110681-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110681-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-427" class="wp-caption-text">die goldene Kuppel des Felsendomes auf dem Tempelberg und &#8222;darunter&#8220; die West(Klage)-Mauer</figcaption></figure>
<p>In seiner Abschiedspredigt ging Dr. Gräbe natürlich auch auf die hier mit seiner Familie verbrachten sechs Jahre ein, seine Erlebnisse und Erfahrungen in dieser so besonderen Stadt. Er schilderte seine so vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen im religiösen und auch im politischen Bereich. Er sprach von dem Blick von seiner Terrasse auf die drei Kuppel der drei großen Kirchen die die Altstadt prägen: die goldene des Felsendomes, die weiße der neuen großen jüdischen Synagoge und die eher gräuliche der in der direkten Nachbarschaft befindlichen Grabeskirche. So manchmal hätte man bei den Religionsvertretern den Eindruck, dass jeder den anderen davon überzeugen will, das nur sein Gott der wirklich richtige sei.</p>
<figure id="attachment_428" aria-describedby="caption-attachment-428" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110704.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-428" title="Sonntag" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110704-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110704-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110704-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110704-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-428" class="wp-caption-text">die weiße Kuppel der neuen großen Synagoge im jüdischen Viertel der Altstadt gelegen</figcaption></figure>
<p>Er sprach auch von seinen Mitarbeitern die zum Teil aus Bethlehem kommend, morgens am Checkpoint nicht wissen ob es 20 Minuten oder zwei Stunden dauert. Bei mir hängen geblieben ist auch eine Grunderfahrung die er hier gemacht hat im „Dialog des Lebens“. Es sei besser zu lernen als zu (be)lehren. Denn wer lernt sei bereit mit anderen zu sprechen, etwas vom anderen anzunehmen, sich zu verändern. Welche guten Gedanken für die oft so unlösbar erscheinende Probleme und Situation hier im Hl. Land, sowohl unter den Kirchen, Religionen wie auch im politischen Bereich.</p>
<figure id="attachment_447" aria-describedby="caption-attachment-447" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110823.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-447" title="Sonntag" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110823-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110823-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110823-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110823-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-447" class="wp-caption-text">die grauen Kuppeln der Grabeskirche</figcaption></figure>
<p>Der in die Tiefe gehende Gottesdienst endete mit dem Reisesegen für den scheidenden Probst und seiner Familie und dem vom Chor wunderbar vorgetragenen irischen Lied:<br />
Möge die Straße uns zusammen führen<br />
irisches Segenslied<br />
1.<br />
Möge die Straße uns zusammen führen<br />
und der Wind in deinem Rücken sein,<br />
sanft falle Regen auf deine Felder<br />
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein<br />
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand,<br />
und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.<br />
3.<br />
Hab unterm Kopf ein warmes Kissen,<br />
habe Kleidung und das täglich Brot,<br />
sei über vierzig Jahre im Himmel,<br />
bevor der Teufel merkt, du bist schon tot.<br />
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand,<br />
und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.<br />
2.<br />
Führe die Straße, die du gehst<br />
immer nur zu deinem Ziel bergab,<br />
hab, wenn es kühl wird warme Gedanken,<br />
und den hellen Mond in dunkler Nacht.<br />
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand,<br />
und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.<br />
4.<br />
Bis wir uns mal wiedersehen,<br />
hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt,<br />
er halte dich in seinen Händen,<br />
doch drücke seine Faust dich nie zu fest.<br />
Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand,<br />
und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Jerusalem Stadt der extremen Unterschiede</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 May 2012 16:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer schon mal die Chance hatte nach Jerusalem zu kommen wird es schon mit eigenen Augen gesehen haben: auf engstem Raum stoßen hier nicht nur verschieden Religionen aufeinander, selten gibt es so glaube ich, eine <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/jerusalem-stadt-der-extremen-unterschiede/" title="Jerusalem Stadt der extremen Unterschiede">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer schon mal die Chance hatte nach Jerusalem zu kommen wird es schon mit eigenen Augen gesehen haben: auf engstem Raum stoßen hier nicht nur verschieden Religionen aufeinander, selten gibt es so glaube ich, eine Stadt, wo ein solches Nebeneinander an verschiedenartigsten Kulturen, Menschen, Sitten und Gebräuche auf so engen Raum (1 Quadratkilometer) zu erleben ist.<br />
Ich möchte nachfolgend an verschieden Bildern die ich in den letzten Tagen gemacht habe diese großen Unterschiede auf engstem Raum deutlich machen.</p>
<figure id="attachment_414" aria-describedby="caption-attachment-414" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110614.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-414" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110614-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110614-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110614-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110614-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-414" class="wp-caption-text">moderne Straßenbahnhaltestelle(die Bahn fährt seit letztem Jahr)</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_415" aria-describedby="caption-attachment-415" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110635.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-415" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110635-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110635-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110635-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110635-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-415" class="wp-caption-text">Bushaltestelle am Damakus Tor in Ost-Jerusalem</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_416" aria-describedby="caption-attachment-416" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110618.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-416" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110618-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110618-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110618-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110618-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-416" class="wp-caption-text">in unmittelbarer Nähe der Altstadt (Jaffa Tor) die 2007 eröffnete Einkaufmeile im Mamilla-Viertel, hier sollen die Wohnungen im Bereich von 2-3 Mio $ kosten</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_417" aria-describedby="caption-attachment-417" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110634.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-417" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110634-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110634-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110634-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110634-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-417" class="wp-caption-text">Einkaufsstraße am Damaskus Tor</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_418" aria-describedby="caption-attachment-418" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110630.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-418" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110630-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110630-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110630-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110630-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-418" class="wp-caption-text">schwer bepackt geht es nach Hause</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_420" aria-describedby="caption-attachment-420" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11106641.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-420" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11106641-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11106641-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11106641-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P11106641-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-420" class="wp-caption-text">mit leichtem Gepäck</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_421" aria-describedby="caption-attachment-421" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110657.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-421" title="extreme Unterschiede" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110657-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110657-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110657-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110657-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-421" class="wp-caption-text">links das Haus ist im Westen, die Unterschiede sind nicht sogleich zu erkennen, das Haus in Ostjerusalem hat neben den Solaranlagen große Wassertanks auf dem Dach, die Nachbarn im Westen haben immer fließendes Wasser</figcaption></figure>
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		<title>Mutige und starke Frauen in Schwarz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 19:28:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte schon in Deutschland von ihnen gehört, auch in meinem speziellen Reiseführer (Reise Know How-Verlag „Palästina-Reisen zu den Menschen“) sind sie erwähnt die „Woman in Black“ www.coalitionofwoman.org Seit 1987 stehen die Frauen in Schwarz <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/mutige-und-starke-frauen-in-schwarz/" title="Mutige und starke Frauen in Schwarz">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte schon in Deutschland von ihnen gehört, auch in meinem speziellen Reiseführer (Reise Know How-Verlag „Palästina-Reisen zu den Menschen“) sind sie erwähnt die <strong>„Woman in Black“</strong> <a href="http://www.coalitionofwoman.org" target="_blank">www.coalitionofwoman.org</a></p>
<figure id="attachment_385" aria-describedby="caption-attachment-385" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110620.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-385" title="Woman in Black" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110620-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110620-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110620-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110620-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-385" class="wp-caption-text">Jeden Freitag Mittag stehen sie mitten in Jerusalem: die Frauen in Schwarz &#8211; The Woman in Black</figcaption></figure>
<p>Seit 1987 stehen die Frauen in Schwarz an jedem Freitag von 13.00 bis 14.00 Uhr mitten im geschäftigen Jerusalem auf einer belebten Kreuzung und halten eine Mahnwache ab. Eine Stunde stehen sie da und fordern mit Tafeln auf Englisch und Hebräisch: „STOP THE OCCUPATION“ das Ende der Besetzung Palästinas durch Israel. Sie halten die Angriffe von Vorübergehenden aus, stellen sich aber auch den –wenigen- Gesprächsbereiten. Die Gruppe, die einmal bis zu 150 Mitglieder hatte ist in den letzten Jahren kleiner geworden. Sie wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.<br />
Ich hatte die Möglichkeit mit zwei schon sehr alten Frauen zu sprechen, die beide der deutschen Sprache mächtig da aus Deutschland kommend: da war Renate Wolfsen, geb. Kaufmann, in Freiburg im Jahre 1928 geboren, 1938 vor den Nazis nach Amerika geflohen, seit 1958 lebt sie in Jerusalem mit ihrer Familie ( sie hat zwei Kinder). Auf die Frage warum sie sich hier engagiert meinte die alte dame das sie gerade mit ihren Erfahrungen in Deutschland weiß wie wichtig es ist frühzeitig seine Stimme zu erheben und zu protestieren.</p>
<figure id="attachment_386" aria-describedby="caption-attachment-386" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110623.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-386" title="Woman in Black" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110623-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110623-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110623-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110623.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-386" class="wp-caption-text">Renate Wolfson eine alte aber sehr mutige und starke Frau</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_387" aria-describedby="caption-attachment-387" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110624.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-387" title="Woman in Black" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110624-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110624-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110624-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110624.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-387" class="wp-caption-text">welch ein Gesicht welch eine Austrahlung</figcaption></figure>
<p>Ähnlich sieht es auch Yaell, 1934 in Hannover geboren, die die Naziverfolgung in Deutschland überlebt hat (das wäre eine abendfüllende Geschichte wie ich das geschafft habe meinte sie dazu…). Sie ist vor 21 Jahren nach Jerusalem gezogen und hofft auf einsichtigere Politiker auf beiden Seiten. Als „Zeitzeugin“ kommt sie wohl hier und da nach Deutschland um vor allem in Schulklassen über Ihre Erlebnisse in der Nazizeit zu berichten.</p>
<figure id="attachment_388" aria-describedby="caption-attachment-388" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110626.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-388" title="Woman in Black" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110626-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110626-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110626-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110626-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-388" class="wp-caption-text">Yaell mit zwei deutschen Freundinnen eine (rechts) hat auch schon für EAPPI gearbeitet</figcaption></figure>
<p>Nicht unerwähnt sollte sein das eine kleine Gruppe mit israelischen Fahnen gewappnet, auf der anderen Straßenseite gegen die Aktion der Woman in Black demonstrierten. Vor Jahren wo die Gruppe noch größer war seien solche gegenproteste auch schon mal in handfeste Streitereien ausgeartet.<br />
Am gleichen Tag gab es eine weitere Demonstration in Ost-Jerusalem. Ein kleiner Demonstrationszug von Palästinensern und einigen Sympathisanten ging vom zentralen Damaskus Tor zu einer kleinen Siedlung die vom Abriss bedroht ist. Hier wollen die Israelis moderne Hotelanlagen errichten.</p>
<figure id="attachment_389" aria-describedby="caption-attachment-389" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110632.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-389" title="Protest in Ostjerusalem" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110632-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110632-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110632-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110632-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-389" class="wp-caption-text">Protest am Damaskus Tor gegen Häuserabriss</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_390" aria-describedby="caption-attachment-390" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110646.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-390" title="Protest in Jerusalem" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110646-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110646-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110646-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110646-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-390" class="wp-caption-text">auch diese Familie soll ihr Heim verlieren</figcaption></figure>
<p>Insgesamt gibt es speziell in Jerusalem viel Grppen, jüdische, christliche und islamische die sich für unterschiedliche Problembereiche im Konflikt zwischen Israel und Palästina vorallem für die betroffenen Menschen einsetzten. Ich werde darüber noch berichten.</p>
<figure id="attachment_391" aria-describedby="caption-attachment-391" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110644.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-391" title="Protest in Ostjerusalem" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110644-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110644-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110644-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110644-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-391" class="wp-caption-text">Solchen Hotelbauten wie hier im Hintergrund zu sehen, sollen diese ärmlichen Behausungen weichen</figcaption></figure>
<p><strong>Aktueller Nachtrag:</strong><br />
in ihrer aktuellen Onlineausgabe vom 19. mai 2012 beschäftigt sich die Neue züricher zeitung (NZZ) mit dem Konflikt um die Grundstücke in Ost-Jerusalem. Ach die Protestbewegung, die ich ja live miterlebte wird dort erwähnt. Sie demonstriert hier an jedem samstag. Doch lest selbst unter:<br />
<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/geschichte_und_gesetze_1.10745778.html" target="_blank">www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/geschichte_und_gesetze_1.10745778.html</a></p>
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		<title>&#8222;Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2012 19:40:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[…so heißt es am heutigen Himmelfahrtstag in der Apostelgeschichte. Für mich, aber auch für einige Männer von Galiläa hatte die heutige Lesung doppelte Bedeutung….in Tabgha, am See Genezareth – auch galiläisches Meer genannt- wurde heute <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ihr-maenner-von-galilaea-was-steht-ihr-da-und-schaut-zum-himmel-empor/" title="&#8222;Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor?&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>…so heißt es am heutigen Himmelfahrtstag in der Apostelgeschichte. Für mich, aber auch für einige Männer von Galiläa hatte die heutige Lesung doppelte Bedeutung….in Tabgha, am See Genezareth – auch galiläisches Meer genannt- wurde heute ein Kloster eingeweiht. Seit 1939 beten und arbeiten hier Mönche der Benediktiner Abtei Dormitio wo ich ja seit vorgestern zu Gast sein darf. Hier in Tabgha betreuen sie insbesondere das Heiligtum der Brotvermehrung, das ebenso wie die Marienkirche auf dem Zion Eigentum des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande ist.<br />
Internet: <a href="http://www.dormitio.net/orte/tabgha/index.html" target="_blank">www.dormitio.net/orte/tabgha/index.html</a></p>
<figure id="attachment_374" aria-describedby="caption-attachment-374" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110559.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-374" title="Tabgha" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110559-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110559-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110559-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110559-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-374" class="wp-caption-text">Die &#8222;Brotvermehrungskirche in Tabgha &#8211; rechts wurde das neue Kloster angebaut</figcaption></figure>
<p>Mit einem Bus fuhren alle Mönche aus Jerusalem, einige Schwestern und auch Volontäre mit einem Bus in etwa 3 ½ Stunden von Jerusalem nach Tabgha. Es war schon ein großes Ereignis. Neben einigen Bischöfen und Patriarchen hier aus Jerusalem, der deutsche Botschafter war angereist und….ja unser Kardinal, Joachim Meißner aus Köln, war in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des o.g. Vereines angereist. Na ja den hätte ich persönlich nicht unbedingt dabei gebraucht, aber so kam es auch zu einer Begegnung von Gnadentalern: Oliver Boss, einigen Leser/innen meines Blog möglicherweise bekannt, kam als langjähriger Sekretär des Kardinals natürlich auch mit. Und er hat schon gestaunt mich hier in Tabgha zu treffen. So erfuhr ich von ihm das Neueste aus der Heimat: Viva wir haben einen neuen Kaplan der nach der Sommerpause in unsere Pfarreien Gemeinschaft kommt.</p>
<figure id="attachment_375" aria-describedby="caption-attachment-375" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110543.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-375" title="Tabgha" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110543-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110543-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110543-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110543-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-375" class="wp-caption-text">Großer Einzug u.a. mit Kardinal Meißner und in seinem Gefolge ein Gnadentaler: Oliver Boss</figcaption></figure>
<p>So nun aber wieder zurück an den See. Ich will jetzt nicht länger auf die Messfeier und die Weihe eingehen sondern möchte abschließend einige Bilder sprechen lassen.</p>
<figure id="attachment_376" aria-describedby="caption-attachment-376" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110547.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-376" title="Tabgha" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110547-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110547-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110547-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110547-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-376" class="wp-caption-text">Innenhof des neuen Klosters</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_377" aria-describedby="caption-attachment-377" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110537.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-377" title="Tabgha" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110537-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110537-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110537-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110537-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-377" class="wp-caption-text">Kreuzgang mit altem Olivenbaum vor der Kirche</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_378" aria-describedby="caption-attachment-378" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110557.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-378" title="Tabgha" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110557-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110557-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110557-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110557-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-378" class="wp-caption-text">wunderbare offene Kapelle mit direktem Blick auf den See Genesareth</figcaption></figure>
<p>Auf der langen Rückfahrt nach Jerusalemhatte ich Zeit über den Tag und die anwesenden Gäste nachzudenken. Viele die da waren sind eng mit dem Kloster und der Einrichtung in Tabgha verbunden. Schon interessant dass ich, wenn ich erzählte das ich aus Neuss komme, mehrmals gefragt wurde ob ich Frau Werhahn kennen würde. Sie hat sich wohl auch sehr (wahrscheinlich auch finanziell) um diese Einrichtung hier in Tabgha bemüht. Meine Antwort war meist die: ja kennen schon aber nie begegnet da ich in diesen Kreisen ja hier in Neuss nicht verkehre.. <br />
Hier erscheint die Welt noch in Ordnung. Der Konflikt mit den Palästinensern scheint weit weg zu sein.</p>
<figure id="attachment_379" aria-describedby="caption-attachment-379" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110572.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-379" title="Tabgha" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110572-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110572-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110572-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110572-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-379" class="wp-caption-text">Blick zurück auf den See und die galiläischen Berge</figcaption></figure>
<p>Der Eine oder die Andere wird sich vielleicht gefragt haben, wie ging das in der Apostelgeschichte eigentlich weiter mit den Männern aus Galiäa?&#8230;In der Apostelgeschichte heißt es weiter:&#8220;&#8230;<em>Dieser Jesus, der von Euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen&#8220;</em><br />
Wewnn das kein klares Versprechen ist..am heutigen Himmelfahrtstag in Tabgha in Galiläa.<br />
<em></em></p>
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		<title>Gespräch mit der „anderen Seite“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 19:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor zwei Jahren war ich das erste Mal in Israel. Mein Kollege Wilfried Jahn aus Berlin hatte damals Kontakt zu einem jüdisch geprägten Reiseveranstalter: der Jüdische Nationalfonds e.V. – Keren Kayemeth LeIsrael (JNF-KKL). Der Jüdische <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/gespraech-mit-der-%e2%80%9eanderen-seite/" title="Gespräch mit der „anderen Seite“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren war ich das erste Mal in Israel. Mein Kollege Wilfried Jahn aus Berlin hatte damals Kontakt zu einem jüdisch geprägten Reiseveranstalter: der Jüdische Nationalfonds e.V. – Keren Kayemeth LeIsrael (JNF-KKL). Der Jüdische Nationalfonds wurde 1901 auf dem 5. Zionistenkongress in Basel ins Leben gerufen. Der Fonds sollte es ermöglichen, durch Spenden von jüdischen Bürgern in aller Welt Land im damaligen osmanischen Palästina zu kaufen, Wüstenstriche, Felslandschaften und ausgetrockneten Boden zu erschließen und zu besiedeln. <a href="http://www.jnf-kkl.de" target="_blank">www.jnf-kkl.de</a><br />
Die Reise wurde hier in Israel organisiert von Keshet einem israelischen Reiseveranstalter.(<a href="http://www.keshetisrael.co.il" target="_blank">www.keshetisrael.co.il</a> ) Geleitet wurde die Reise, an der u.a. viele Schweizer und österreichische Juden teilahmen von einem gebürtigen Schweizer Juden, der seit Jahren in Israel lebt: Moshe Gabay. Mit ihm hatte ich mich heute zu einem Gespräch in seinem Büro verabredet. Ich hatte mir erhofft ihm von meinen Erlebnissen auf der „anderen Seite“ erzählen zu können und seine Einschätzung dazu zu erfahren. Ich hatte ihn vor 2 Jahren als einen politisch sehr interessierten, „geschichtsfesten“, aber auch klare Meinung vertretenden Menschen erlebt.<br />
Nachfolgend, das verständlicherweise, nur gekürzt nach meinen Erinnerungen wiedergegebene gut zwei stündige Gespräch, das für mich letztlich die Erkenntnis brachte, das es unbedingt wichtig ist – so auch für die Reisegruppe die ich im Oktober nach Israel und Palästina führe, beide Seiten zu sehen und zu hören.<br />
<strong>von höchstem internationalen Interesse</strong><br />
in einem Jahr sind im Libyen-Konflikt im vergangenen Jahr mit bis zu 50.000 Toten mehr Menschen umgekommen als in der ganzen Zeit seit 1948 im Konflikt zwischen Israel und Palästina auf beiden Seiten. Im Syrischen Bürgerkrieg starben bisher `mit bis zu 20.000 Toten schon genau soviel Menschen wie es in der ganzen Zeit in militärische und zivile Opfer auf Seiten Israel gab. Trotzdem ist der Aufschrei der Welt vergleichsweise viel geringer wenn es Konflikte und Opfer in anderen teilen der Welt gibt.</p>
<p><strong>Flüchtlinge</strong><br />
Auch Juden (etwa 600 000) mussten 1948 aus den arabischen Staaten nach Israel fliehen, haben Haus und Grund für immer, sie haben keinen (UN)-Flüchtlingsstatus bekommen, was bis heute (in der dritten Generation, auch das ist einmalig und nur bei palästinensischen Flüchtlingen der Fall) bei den Palästinensern bedeutet, u.a. keine Miete, keinen Strom, kein Schulgeld, kein Geld für die medizinische Versorgung zahlen zu müssen. Diese Flüchtlinge hat der Israelische Staat integriert. Moshe fragt warum hat die UN den Palästinensern als einzige Nation eine eigene Flüchtlingsorganisation „geschenkt“, alle anderen Flüchtlinge werden weltweit von der Un-Flüchtlingsorganisation UNHCR unterstützt. Moshe war vor einiger Zeit in Jordanien: dort leben aktuell (neben den palästinensischen Flüchtlingen 600 000 irakische Flüchtlinge ohne Flüchtlingsstatus.</p>
<figure id="attachment_363" aria-describedby="caption-attachment-363" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110435.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-363" title="Gespräch mit der anderen Seite" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110435-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110435-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110435-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110435-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-363" class="wp-caption-text">Flüchtlingslager in Bethlehem</figcaption></figure>
<p><strong>Hebron</strong><br />
Bis zu dem Massaker 1929 bei dem 67 Juden ermordet und alle anderen vertrieben wurden, lebten viele Juden in Hebron, es war also auch eine jüdische Stadt. Man kann es gut sehen an vielen Häusern die früher Juden gehörten sind noch deren Schriftzeichen zu erkennen. Jetzt leben mal gerade 400 Juden in einer Straße in der Stadt. und er fragt mich auch noch: meinst Du wenn die verschwinden gibt es Frieden?</p>
<figure id="attachment_364" aria-describedby="caption-attachment-364" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100757.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-364" title="Gespräch mit der anderen Seite" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100757-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100757-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100757-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100757.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-364" class="wp-caption-text">unten Basar, oben wohnen die jüdischen Siedler, da braucht es ein Netz um Unrat der von oben geworfen wird aufzufangen</figcaption></figure>
<p><strong>Siedlungen</strong><br />
Moshe verweist auf die strategische Lage der meisten Siedlungen, die auf den Bergen liegen, dies bedeute mehr Sicherheit und Schutz für Israel. Was ist wenn es in dem benachbarten Jordanien einen politischen Umsturz gibt, die radikalen „Moslem-Bruderschaften an die Macht kommen. Da ist es gut die Berghöhen besetzt zu haben.</p>
<figure id="attachment_365" aria-describedby="caption-attachment-365" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110506.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-365" title="Gespräche mit der anderen Seite" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110506-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110506-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110506-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110506-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-365" class="wp-caption-text">Siedlungen zum &#8222;strategischen Schutz&#8220; auf den Berghöhen &#8211; hier bei Jerusalem</figcaption></figure>
<p><strong>Soldaten</strong><br />
Er sieht die jungen SoldatInnen oft mit der ihnen gestellten Aufgabe überfordert, aus der Sorge in schwierigen Situationen etwas falsch zu machen, wird leider oft über`s Ziel hinaus geschossen, was in dem schrecklichen Vorfall in Jenin dazu führte das ein Soldat 2005 aus purer Angst, der 11 jährige Ahmed der vor ihm stand, könne ihn erschießen (und dabei nicht die Spielzeugpistole erkannte) und den Jungen erschoss. Dessen Vater hat später die Organe u.a. das Herz einem jüdischen Kindern gespendet. (hierzu gibt es einen sehenswerten Dokumentarfilm „das Herz von Jenin“, in dem der Vater die jüdischen Familien besucht. Er hat u.a. den deutschen Filmpreis 2009 bekommen.)</p>
<figure id="attachment_366" aria-describedby="caption-attachment-366" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110458.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-366" title="Gespräch mit der anderen Seite" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110458-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110458-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110458-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110458-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-366" class="wp-caption-text">Soldaten mit Waffe am Chechpoint</figcaption></figure>
<p><strong>die Sache mit dem Brunnen</strong><br />
Zum Schluss erzählte mir Mosche noch eine Geschichte von einem Brunnen. Irgendwo in Samaria war zwischen einer jüdischen Siedlung und einer palästinensischen Ortschaft war im Tal ein Brunnen der seit Jahren nicht benutz, ja zerstört war. Keinen hat es gekümmert. Die Siedler haben sich eines Tages daran gemacht den Brunnen zu reparieren, um den Brunnen wurde ein kleinen Park angelegt. Eine kleine Idylle war entstanden, so meinten die Siedler. Das sahen die Palästinenser aber ganz anders. Es entbrannte großer Streit darüber, das die Siedler es „gewagt“ hatten auf palästinensischem Grund einen Brunnen zu erneuern.<br />
Dabei haben erst die Juden dafür gesorgt das es hier grün wurde, eine wirkliche landwirtschaft gab es früher hier nicht, so Moshe Gabay.</p>
<figure id="attachment_367" aria-describedby="caption-attachment-367" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110510.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-367" title="Gespräche mit der anderen Seite" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110510-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110510-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110510-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110510.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-367" class="wp-caption-text">Morgen ist Himmelfahrtstag: dazu passend die deutsch-lutherische Himmelfahrtskirche auf dem Gelände des Auguste-Victoria-Hospital, nahe dem Ölberg</figcaption></figure>
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		<title>&#8222;Seitenwechsel&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:06:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach mehr als drei Wochen leben in Palästina habe ich nun heute „die Seiten“ gewechselt. Von Beit Jala mit dem Bus 21 ca. 10 Km nach Jerusalem. Dort wohne ich bei den Benediktinern im Dormitio-Kloster <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/seitenwechsel/" title="&#8222;Seitenwechsel&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach mehr als drei Wochen leben in Palästina habe ich nun heute „die Seiten“ gewechselt. Von Beit Jala mit dem Bus 21 ca. 10 Km nach Jerusalem. Dort wohne ich bei den Benediktinern im Dormitio-Kloster auf dem Zionsberg, unmittelbar an der Altstadt von Jerusalem gelegen.</p>
<figure id="attachment_342" aria-describedby="caption-attachment-342" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110464.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-342" title="Seitenwechsel" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110464-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110464-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110464-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-342" class="wp-caption-text">das Dormitio-Kloster auf dem Zionsberg in Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Die Fahrt von Beit Jala, für mich ein „kleiner Schritt“ eine einfache Angelegenheit. Man stoppe den Bus 21, stelle den Koffer in den Kofferraum, löse eine Fahrkarte für 7,20 Schekel und setze sich gemütlich in den Bus. Der Bus fährt über den Checkpoint bei Beit Jala der an der Straße von Jerusalem nach Hebron liegt. Wie ich schon mal erwähnt hatte, kann man von Jerusalem/Israel kommend ohne Kontrolle ins palästinensische Westjordanland fahren, bei der „Ausreise“ wird hier gesondert abgefertigt und kontrolliert, d.h. da hier auch viele Siedler mit ihren Fahrzeugen durchfahren um zu ihren Siedlungen auf palästinensischem Gebiet zu kommen, gibt es ein zwei Klassensystem, da die Spur für die Siedler die meist durch gewunken werden, da die Spur für die Palästinenser die auch ein israelisches Nummernschild haben und passieren dürfen. Die Insassen im Bus, westliche Touristen und solche Palästinenser die eine spezielle ID Karte haben (z.B. weil sie in israelischen haushalten arbeiten und pünktlich zur Arbeit kommen müssen). Diese müssen aussteigen, ihren Ausweis vorzeigen und wieder ein steigen. Alles relativ easy, wenn man mal von den gelangweilten, oft überheblich wirkenden jungen Burschen und Mädels absieht die als israelische Polizisten hier kontrollieren.</p>
<figure id="attachment_343" aria-describedby="caption-attachment-343" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110303.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-343" title="Seitenwechsel" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110303-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110303-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110303-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1110303-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-343" class="wp-caption-text">der &#8222;leichte&#8220; Checkpoint bei Beit Jala</figcaption></figure>
<p>Ganz anders ist aber die Stimmung an solchen Checkpoint der Bethlehem mit Jerusalem oder Ramalah mit Jerusalem verbindet. Durch diese Grenzen müssen die meisten Palästinenser die in Jerusalem arbeiten hindurch. Vorletzten Samstag als ich in Ramalah (<a href="http://marius-blog.de/blog/demonstration-in-ramalah/" target="_blank">mein Blog vom 6. Mai</a>) habe ich die Grenzkontrollen am eigenen Leibe gespürt.<br />
Der Gang durch den Checkpoint.</p>
<figure id="attachment_344" aria-describedby="caption-attachment-344" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100987.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-344" title="Seitenwechsel" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100987-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100987-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100987-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100987-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-344" class="wp-caption-text">wo geht es hier über die Grenze?</figcaption></figure>
<p>Wenn man aus dem Bus gestiegen ist, steht man erst mal verloren da, hängt sich dann an die vor einem gehenden Mitreisenden und geht hinter her. Alles wirkt kalt, unfreundlich abstoßend. Ich fühle mich ziemlich alleine gelassen und hilflos und rechtlos. Am ersten Drehkreuz geht’s nicht weiter, also versucht man es am zweiten. Dann muss man einen schmalen vergitterten Weg nehmen. Ich frage mich wie kommen hier und an den Drehkreuzen die Menschen mit Gepäck durch?</p>
<figure id="attachment_345" aria-describedby="caption-attachment-345" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100990.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-345" title="Seitenwechsel" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100990-e1337111938640-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100990-e1337111938640-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100990-e1337111938640-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100990-e1337111938640.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-345" class="wp-caption-text">wie beim Viehtransport</figcaption></figure>
<p>Am 2. Drehkreuz schließlich ein Stau. Heute an einem Samstagnachmittag nicht so lange. An einem normalen Werktag kann es passieren das die Menschen die zur Arbeit nach Jerusalem wollen hier um 4 Uhr morgen anstehen damit sie rechtzeitig um 7 Uhr auf der Arbeit sind(die Strecke von Ramalah nach Jerusalem ist normalerweise in 15-20 Minuten mit dem Bus zu bewältigen). Es kommt aber auch vor das der Checkpoint aus irgendeinem Grund ganz gesperrt ist, dann können die Palästinenser gar nicht zur Arbeit. Und was passiert wenn das häufiger vorkommt….ja richtig dann werden sie entlassen.</p>
<figure id="attachment_346" aria-describedby="caption-attachment-346" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100992.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-346" title="Seitenwechsel" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100992-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100992-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100992-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100992-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-346" class="wp-caption-text">Hier war der &#8222;Engpass&#8220;</figcaption></figure>
<p>Es können immer zwei Menschen durch das Drehkreuz, dann wird es gesperrt. Hinter dem Drehkreuz müssen sich alle ihrer metallenen Gegenstände (Gürel, Handy etc.) entledigen müssen -wie auf dem Flughafen üblich – bevor sie durch eine Metallschleuse gehen. Nach der Schleuse zeigt man einem Soldaten hinter der Glaswand den Ausweis, ich musste meinen noch auf ein Lesegerät legen. Was werden die mit meinen Daten machen frage ich mich. Dann wieder ein Drehkreuz, irgendwann ertönt ein Zeichen und man kann hindurch und ist auf der anderen „freien“(israelischen) Seite und kann wieder in seinen Bus steigen.</p>
<figure id="attachment_347" aria-describedby="caption-attachment-347" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100994.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-347" title="Seitenwechsel" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100994-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100994-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100994-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/05/P1100994-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-347" class="wp-caption-text">geschafft&#8230;wir können wieder in den Bus steigen</figcaption></figure>
<p>Ein Erlebnis der „besonderen Art“ was man nicht häufig braucht. Für die Menschen hier ist es allerdings schrecklicher und erniedrigender Alltag.</p>
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