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	<title>Banksy &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Seid ihr Christen – ist jemand Moslem?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 21:07:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war unser erster „Bethlehem-Tag“.auf dieser Reise. Wie haben die Mauer „besichtigt“, haben einen aktuellen Eindruck von einem der drei, auf Bethlehemer Grund befindlichen, Flüchtlingslagern gewonnen und schließlich dem seit einigen Jahren existierenden Hotel des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/seid-ihr-christen-ist-jemand-moslem/" title="Seid ihr Christen – ist jemand Moslem?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute war unser erster „Bethlehem-Tag“.auf dieser Reise. Wie haben die Mauer „besichtigt“, haben einen aktuellen Eindruck von einem der drei, auf Bethlehemer Grund befindlichen, Flüchtlingslagern gewonnen und schließlich dem seit einigen Jahren existierenden Hotel des berühmten Streetart-Künstlers Banksy einen Besuch abgestattet.</p>



<p>Zum Nachmittag sind wir dann in den Süden des Westjordanlandes gefahren, haben einen Blick in die, durch eine, mitten in der Altstadt befindliche, israelische Siedlung, schwer beeinträchtigte, größte palästinensische Stadt Hebron, genommen und sind zum Nachmittag in die Region Yatta g<strong>efahren, um </strong>mehr über die Arbeit eines deutschen Teilnehmers an dem ökumenischen Begleitprogramms des ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu erfahren.</p>



<p>Kurz zusammengefasst könnte man den heutigen Tag drei Themen geben:</p>



<p>Es geht um&nbsp;<u>Flüchtlinge, die Mauer und die Siedler</u></p>



<p>Zunächst haben wir am Morgen das Flüchtlingscamp „Aida“ besucht, welches unmittelbar an der Mauer liegt. Damals 1948 waren etwa 1.200 Flüchtlinge dort in Zelten untergebracht. Mittlerweile leben dort mehr als 7.000 Menschen in sehr beengten Wohnverhältnissen. Ich habe schon mehrfach über dieses, aber auch über andere Lager berichtet. Ihr findet diese Berichte unter dem Stichwort Flüchtlingslager am Schluss des heutigen Beitrages.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5184" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schlüssel als Zeichen des Heimkehrwunsches </figcaption></figure>



<p>Anschließend haben wir dem „Banksy-Hotel“&nbsp;&nbsp;dem&nbsp;Walled Off Hotel, ebenfalls dierekt an der Mauer in Bethlehem gelegen&nbsp;einen Besuch abgestattet. Es ist&nbsp;das erste und einzige Hotel weltweit von dem berühmten Graffiti Künstler Banksy. Es&nbsp;ist ein einzigartiges Kunstwerk und soll den Besuchern&nbsp;in seiner ganzen Aufmachung und Gestaltung&nbsp;das Gefühl der Besatzung und der Bedrücktheit näherbringen.<br>An der&nbsp;Eingangspforte des Hotel empfangen&nbsp;ein Affe und&nbsp;der freundliche Pförtner die Gäste. Die Fassade&nbsp;wurde in einer Nacht und Nebel Aktion von Banksy selbst angemalt. Auch über dieses einzigartige Projekt von Banksy, dem nachwievor unbekannten Künstler aus England habe ich schon oft geschrieben (siehe Stichwort)</p>



<p>Immer wieder bin ich vor allem von dem im Hause befindlichen kleinen Museum tief beeindruckt. &nbsp;Hier wird der Konflikt zwischen den Israelis und den Palästinensern mit oft beeindruckenden visuellen Mitteln näher beschrieben und erklärt. Es müsste jeder touristische und politische Israelbesucher verpflichtet werden sich diese Ausstellung anzuschauen.</p>



<p><a href="https://geschichtenvonunterwegs.de/banksy-hotel-bethlehem/" data-type="URL" data-id="https://geschichtenvonunterwegs.de/banksy-hotel-bethlehem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Habe eine interessante Webseite zu diesem so einzigartigen Projekt gefunden und bedingt ansehen</a></p>



<p>Anschließend sind wir nach Hebron gefahren. Auch von dieser besonderen Stadt habe ich schon häufig geschrieben (siehe Stichwort). Heute am Freitag, dem Sonntag der Muslime, bestand nicht die Möglichkeit die Ibrahim-Moschee zu besuchen. So sind wir in die ebenfalls diesem großen Gebäudekomplex angeschlossene Synagoge gegangen, von wo man ebenfalls einen Blick auf Abrahams Sarkophag nehmen kann. Wie bekannt ist die militärische Präsenz dieses ganzen Distriktes enorm. Grundsätzlich wurde ich an jedem Posten (alle paar Meter) zur Gruppe befragt:&nbsp;Wie groß ist die Gruppe, <strong>seid ihr Christen, ist jemand Moslem</strong>?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5191" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">die Ibrahim-Moschee</figcaption></figure>



<p>Man fragt sich schon, was gewesen wäre, wenn wir eine religiös gemischte Gruppe gewesen wären.</p>



<p>Gegen 14 Uhr haben wir dann in Zils, einem kleinen palästinensischen Ort, etwa 15 km von Hebron entfernt Rudolf Rogg getroffen, der mit mir in der Nahost-Kommission von pax christi mitarbeitet und derzeit für drei Monate als Freiwilliger im&nbsp;Rahmen des Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) mitarbeitet. Mehr über dieses Programm <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/uber-eappi/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/uber-eappi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">findet ihr hier</a>.</p>



<p>Rudolf ist seit Mitte Januar in der Gegend südlich von Hebron eingesetzt. Ich selbst war dort schon einmal 2014 mit einer Tour von &#8222;Breaking the Silence&#8220; in den Hügeln südlich von Hebron. Anschließend im Jahr 2020 habe ich einen weiteren Blogbericht geschrieben. <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/blog/kafka-im-westjordanland-2/" data-type="post" data-id="4806" target="_blank">Hier mein damaliger Bericht.</a><br>Mehr über die grundsätzlichen Aufgaben dieser Beobachter:innen, wie auch verschiedene Einsatzberichte, so auch von Rudolf liegt ein Bericht vor, <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.eappi-netzwerk.de/blog/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/blog/" target="_blank">findet ihr auf der Webseite</a> des EAPPI Netzwerk Deutschland e.V., dem Zusammenschluss ehemaliger deutscher Teilnehmer:innen. Mit Rudolf und drei weiteren derzeitigen Mitarbeiter:innen aus Schweden, Norwegen und Kolumbien sind wir zu einem Beduinencamp Namens Umm Al Khair&nbsp;einem vor allem von Beduinen bewohnten Dorf das inzwischen von der benachbarten Siedlung Karmel stranguliert wird, und nach Süden das Weideland an die &#8222;Shooting Zone&#8220; verliert. Im Dorf hat uns der englischsprachiger Beduine Tharek Hathaleen die Geschichte seiner Beduinengruppe und die derzeitige Lage geschildert. Diese Gruppe ist im Jahr 1948 aus dem Negev nach hier geflüchtet. Sein Großvater konnte hier 1960 Land für die 33 Familien käuflich, mit Papieren, erwerben. 1980 kamen dann die ersten Siedler und errichteten in den folgenden Jahren die Siedlung Karmel. Im Laufe der Zeit wurde das Leben für die beduinischen Familien immer schwerer. Ihnen wurden Zug um Zug Weidegebiete weggenommen und heute können sie ihre Ziegen oft nicht mehr aus dem Gatter lassen.&nbsp;&nbsp;Brunnen wurden zerstört. Heute lassen die Siedler ihre Ziegen auf dem von den Beduinen gepflanzten Getreide „grasen“. In den letzten Jahren wurden 16x die Unterkünfte zerstört. Tharek schilderte eindrucksvoll, wie eine solche Aktion abläuft. Am frühen Morgen kommt die Info, das die Behausung zerstört wird. Die ganze Familie muss dann sofort ihre Unterkunft verlassen. Dann werden durch Helfer das „Hab und Gut“ der Familie ausgeräumt. Dann kommt der Bulldozzer und zerstört die Räumlichkeiten in wenigen Minuten. Es gibt, Gott sei Dank, immer wieder Organisationen, die anschließend den Familien helfen wieder eine Unterkunft aufzubauen. Wie sagte Tharek zum Schluss seines mit bewegenden Worten gehaltenen Vortrages: wir wollen hier doch nur friedlich und in Ruhe auf unsrem Grund leben, warum will man uns hier vertreiben. Mehr Infos zur aktuellen Situation durch Rudolf findet ihr <a href="https://marius-blog.de/erfahrungen-bei-eappi/" data-type="page" data-id="5194">hier</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5192" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick in karge Wüstenlandschaft, rechts die Siedlung Karmel</figcaption></figure>



<p>Anschließend sind wir mit dem Bus ein paar Kilometer nach Südosten an den Rand der „Feuerzone“ gefahren, wo uns Tarek die Lage von Masafar Yatta geschildert hat. Hier hat&nbsp;nach über 20jährigem Rechtsstreit das Oberste Gerichtshof Israels am 4. Mai 2022 entschieden, dass die Räumungsanordnungen gegen 8 palästinensische Dörfer im südlichen Westjordanland mit über 1.000 Bewohner:innen – die Hälfte von ihnen Kinder – zugunsten der Durchsetzung eines israelischen militärischen Übungsgeländes (Firing Zone 918) rechtmäßig sind.&nbsp;Hier ist man sich einig, dass diese Feuerzonen, wo das israelische Militär „trainieren“ kann, lediglich dazu dient, Gebiete den Palästinensern wegzunehmen und sie irgendwann den Siedlern zur Verfügung zu stellen. Es gibt ein Positionspapier das eine Gruppe um Nabila Espanioly erstellt hat, das findet ihr in meinem Blog unter <a href="https://marius-blog.de/die-folgen-der-abschiebung-der-masafer-yatta-fuer-frauen/" data-type="page" data-id="5186" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gastbeitrag</a></p>



<p>EAPPI regt zu Masafer Yatta eine Briefaktion an. <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.eappi-netzwerk.de/masafer-yatta/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/masafer-yatta/" target="_blank">Mehr dazu hier</a> </p>



<p>pax Christi hat in diesen Tagen zu der drohenden Vertreibung eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6450960578641920/Masafer%20Yatta:%20Geplante%20Vertreibung%20stoppen" data-type="URL" data-id="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6450960578641920/Masafer%20Yatta:%20Geplante%20Vertreibung%20stoppen" target="_blank">Pressemeldung veröffentlicht</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5198" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">der Taubenstall ist auch mit einem &#8222;Abriss-Befehl&#8220; belegt</figcaption></figure>



<p>Heute passt es nun auch, dass ich auch auf die aktuell laufende Aktion von KoPI zum 75. Gedenkjahr der NAKBA verweise, das an die Vertreibung von 700.000 Palästinenser:innen in den Jahren 1947/48 erinnert. Unter dem Motto&nbsp;75 Jahre Israel = 75 Jahre Vertreibung der Palästinenser (NAKBA)&nbsp;haben wir <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5252" data-type="URL" data-id="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5252" target="_blank">Informationen zur NAKBA herausgegeben.</a> In vielen Städten und Gemeinden bundesweit finden zu diesem Thema Veranstaltungen statt</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Die überarbeitete Streckenführung der Mauer gliedert 365 744 Siedler, d.h. 83% der israelischen Siedlungsbewohner: innen, in den Staat Israel ein. Der Bericht „Siedlungen und die Mauer“ der Palestinian Academy for Israel the Study of International Affairs stellt hierzu fest: „Israel reduziert nicht nur die Nutzfläche, den territorialen Zusammenhang und die wirtschaftliche Lebensfähigkeit eines palästinensischen Staates, sondern sie blockiert den eines funktionsfähigen Staates und</em>&nbsp;die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung“</p>
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		<title>&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 21:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
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		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
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		<category><![CDATA[Wallad off Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Wings of Hope]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/" title="&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen „Wings of Hope“, und zum Abschluss am Nachmittag ein Besuch in der der &#8222;Patriarchen-Stadt&#8220; Hebron, in der sich die Grabstätte Abrahams, des Stammvaters der Juden, Moslems und Christen befinden soll.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog über&nbsp;&nbsp;alle Programmpunkte, teilweise sehr ausführlich und mehrmals, schon geschrieben. Ich darf also, vor allem die neuen Leser/innen, auf die entsprechenden Links zu Beginn meines heutigen Tagesberichtes verweisen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4285" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;der größte Schlüssel der Welt&#8220; am Eingang zum Aida-Flüchtlings-Camp in Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Ich will mich also in meinem heutigen Bericht auf das aktuelle, von heute (bzw. aus den letzten Wochen) beschränken.</p>



<p>Der Tag war im Übrigen auch geprägt von einem Wettereinbruch, der einherging mit starkem Regen und Wind, vor allem aber auch mit stark gesunkenen Temperaturen (von unter 10 °C). Wie Faten uns erklärte, würden die Leute bei so einem Wetter, der den immer ersehnten Regen bringt, von einem &#8222;gesegneten&#8220; Wetter sprechen.</p>



<p>Die Besuche im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Aida-Camp (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alsharq.de/blog/zurueck-wohin-zum-palaestinensischen-recht-auf-rueckkehr" target="_blank">Aida-Camp</a> und auch im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wald-Off-Hotel (öffnet in neuem Tab)" href="http://walledoffhotel.com" target="_blank">Wald-Off-Hotel</a>, beide Einrichtungen liegen direkt an der 12m hohen Mauer, die Jerusalem von Bethlehem trennt, waren für die Gruppe beeindruckend. Für mich wurde durch das Gespräch mit einer Vertreterin Alle haben die Meinung vertreten, dass das Wetter sich der Stimmung, die diese beiden Versuche bei der Gruppe erzeugten, &#8222;prima ergänzten&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4286" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>wenn man im Wald-Off-Hotel aus dem Fenster schaut: sieht man die Mauer</figcaption></figure>



<p>Der Besuch im Zentrum Wings of Hope for Trauma <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/" target="_blank">https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/ </a>haben wir nicht nur etwas zur Arbeit mit und für traumatisierte Kinder und Frauen erfahren, wir haben auch durch einen Zwischenfall, am eigenen Leibe erfahren können was es heißt/heißen kann, hier in dieser so krisengeschüttelten Region im &#8222;normalen&#8220; Alltag zu leben. Gegen 13.30 hörten wir auf der Straße (das Büro liegt mitten in Bethlehem) Schüsse. Etwa 15 Minuten gingen Salven von Gewehrschüssen einher, mit Geschrei von aufgeregten Menschen, wilden Hupen der Autos und in Panik durcheinander laufende Menschen. Wir konnten das aus der 2. Etage unseres Meeting-Raumes gut beobachten. Dank der sozialen Medien, hatte Ursula Mukarker relativ schnell unsere spontane Befürchtung, das es hier wieder, wie sooft in Bethlehem, zu einer Eskalation zwischen israelischer Armee und Palästinensern, gekommen ist, zerstreut. Wie wir erfuhren, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gegeben hatte. Hintergrund war wohl die Tötung einer 31 jährigen 5-fachen Mutter durch den Ehemann, den die Familie der Frau &#8222;rächen&#8220; wollte. Der große Schreck über diesen Zwischenfall, der sich in unserer unmittelbaren Nähe ereignete, war uns allen nachhaltig in &#8222;die Glieder&#8220; gefahren. Trotzdem haben wir uns mit einiger Verspätung, noch auf den weg ins 25 km entfernte Hebron gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4289" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Plakat im Aida-Camp erinnert an den Tod eines 13jährigen -Jungen</figcaption></figure>



<p>Bedingt durch das wirklich schlechte, nasskalte Wetter, aber auch wegen der späten Anreise, haben wir das übliche Programm in Hebron stark gekürzt. Wir sind einen kurzen Weg durch die Altstadt zur Abrahams-Moschee gegangen. Die Gruppe hatte also nur ganz begrenzt die Möglichkeit, die Besonderheit und damit die Konfliktursache in dieser Stadt in &#8222;Augenschein&#8220; zu nehmen. </p>



<p>Ich will hier nicht verschweigen, dass wir auch in Hebron, als wir uns aus der Altstadt entfernten, Schüsse gehört haben. Welchen genauen Hintergrund sie hatten habe ich bis jetzt nicht in Erfahrung bringen können.</p>



<p>Ich möchte an dieser Stelle aber über ein Ereignis berichten, dass sich vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit der Stadt Hebron ereignet hat, in meinem Blog berichten.  Ende Januar 2019&nbsp;&nbsp; hat Israel die Ausweisung der Temporären Internationalen Präsenz in Hebron <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TIPH" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="(TIPH)  (öffnet in neuem Tab)">(TIPH) </a>aufgekündigt, und das Ökumenische Begleitprogramm Palästina Israel <a rel="noreferrer noopener" aria-label="(EAPPI) (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">(EAPPI)</a> hat daraufhin erklärt, dass es jetzt zu unsicher für sie sei, ihre Menschenrechtsbeobachter weiterhin in der Stadt zu stationieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4287" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Verkleidet in die Abraham-Moschee</figcaption></figure>



<p> Alle Apelle, auch der der Bundesregierung, die Entfernung der TIPH aus Hebron rückgängig zu machen um sicherzustellen, dass internationale Menschenrechtsbeobachter, Freiwillige und Aktivisten in der Lage sind, sicher in der Stadt zu arbeiten, haben bis heute nichts genutzt</p>



<p>TIPH &#8211; bestehend aus Norwegen, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Italien und der Türkei &#8211; wurde 1994 als Ergebnis der Osloer Abkommen gegründet, die die Notwendigkeit einer internationalen Beobachtertruppe in der Krisenstadt anerkennen, in der sich Siedler &#8211; die zu den gewalttätigsten und fanatischsten der gesamten israelischen Siedlerbewegung gehören &#8211; in der palästinensischen Bevölkerung niedergelassen haben; 1994 war auch das Jahr des Moscheemassakers von Ibrahimi.</p>



<p>Ende 2018 veröffentlichte die TIPH einen öffentlichen Bericht (in der Regel bleiben ihre Beobachtungen vertraulich), in dem über 40.000 Menschenrechtsverletzungen aufgeführt sind. Es sagte, dass Israel regelmäßig internationale und sogar israelische Gesetze verletzt. Im folgenden Monat, Januar 2019, kündigte Netanyahu an: &#8222;Wir werden die Fortsetzung einer internationalen Truppe, die gegen uns handelt, nicht zulassen&#8220;.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4288" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>in der Galerie im Banksy-Hotel gesehen: das Wasser steht bis zum Hals</figcaption></figure>



<p>Die &#8222;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freunde von Sabeel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.fvsabeel-germany.de/index.htm" target="_blank">Freunde von Sabeel</a>&#8220; deren deutsche Gruppe auch das Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; aus dem ich jeden Tag ein Zitat in diesem Blog veröffentliche, schreibt jede Woche: Jeden Donnerstag versammelt sich die Gemeinde in Jerusalem zum Abendmahl und zum Gebet. Ein Gebet, das in diesem Gottesdienst gebetet wird, wird auch an die Beter in aller Welt gesendet, damit in jeder Region um 12 Uhr das Gebet gebetet wird, damit eine Welle des Gebets rund um die Erde entsteht. Die Gebete haben zum Inhalt aktuelle Ereignisse der letzten Woche.</p>



<p><strong>Hier ein Auszug vom heutigen Tag</strong></p>



<p>Am Mittwoch, 6.März, wurden durch ein Feuer in ihrem Haus in Al Salaymeh, das zur Altstadt von Hebron gehört zwei palästinensische Kinder getötet. Die Feuerwehr wurde an einer Straßenblockade von Soldaten Israels aufgehalten; so war sie nicht in der Lage, die Kinder beizeiten zu erreichen. Als Nachbarn das Haus betraten und die Kinder herausholten, wurden sie an einem Checkpoint festgehalten, da sie die Kinder doch nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus bringen könnten. Wael Al Rajabi und Malak, ein vier-jähriger Junge und Malak, seine achtzehn Monate alte Schwester starben bei dem Unfall; ein Bruder erlitt schwere Verwundungen.</p>



<p><strong>Herr, wir beten für die Familie von Wael und Malak, die ihren Verlust betrauert; und wir beten für die Genesung ihres Bruders. Wir bitten, dass diese Tragödie die israelische Besatzungsmacht dazu bringt, nachzudenken, ob sie auch in Zukunft Notdienste davon abhält auf kritische Unfälle zu reagieren.</strong></p>



<p><strong>Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unsere Gebete.</strong></p>



<p><strong>und zum Schluss des heutigen Tagesberichtes das Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
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		<title>Daoud Nassar: „Die Gerechtigkeit wird siegen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 19:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute an unserem ersten Tag in Palästina hatten wir gemäß unserem Programm folgenden Plan: Gang zur Schutzmauer in Bethlehem. Besuch des Lajee-Centers im Aida-Flüchtlingscamp in Bethlehem. Besuch des „Banksy Walled-off-Hotel“. Fahrt nach Hebron und Besuch <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-die-gerechtigkeit-wird-siegen/" title="Daoud Nassar: „Die Gerechtigkeit wird siegen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute an unserem ersten Tag in Palästina hatten wir gemäß unserem Programm folgenden Plan:</p>
<p><em>Gang zur Schutzmauer in Bethlehem. Besuch des Lajee-Centers im Aida-Flüchtlingscamp in Bethlehem. Besuch des „Banksy Walled-off-Hotel“.<br />
Fahrt nach Hebron und Besuch der Patriarchen Gräber. Gang durch die Altstadt, wenn möglich Gespräche mit Freiwilligen von EAPPI, eine Menschenrechts-Beobachtungs-Organisation des Weltkirchenrates. Anschließend werfen wir einen Blick in eine Glasbläser- und Keramikwerkstatt. Auf der Rückfahrt besuchen wir auf dem Weinberg der Familie Nassar das Friedensprojekt Tent of Nations.</em></p>
<p><figure id="attachment_3595" aria-describedby="caption-attachment-3595" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3595" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3595" class="wp-caption-text">Das &#8222;Wallet Off Hotel&#8220; mit der &#8222;besonderen&#8220; Aussicht</figcaption></figure></p>
<p>Ich möchte dem interessierten Leser/Leserin auch mal kurz Anteil nehmen lassen, wie sich ein solch umfangreiches Tagesprogrammes für den verantwortlichen Leiter denn auch tatsächlich realisieren lässt.</p>
<p>Ich erfuhr gestern Abend, das wir erst gegen 10 das kleine Museum im “<a href="http://walledoffhotel.com" target="_blank" rel="noopener">Banksy-Walled-Hotel</a>“ besichtigen können. Das bedeutet, wir können später nach Hebron fahren. Ebenfalls erfuhr ich durch unsere Guide Faten Mukarker, das das Gespräch mit Mitarbeitern des Lajee-Centers im Flpchtlings-Camp Aida, nicht stattfinden kann. Bedingt durch den Wechsel auf die Winterzeit (auch hier in Israel&amp;Palästina) geht gegen 17 Uhr die Sonne unter,, was bedeutet, das wir auch nicht zu spät auf den Weinberg kommen dürfen, weil wir sonst nichts mehr sehen. Da wir bedingt durch das riesige Verkehrschaos in Hebron was hohen Verkehrsaufkommen, viel Zeit bei der An- und Abreise brauchten, haben wir kurzer Hand auf den Besuch der Glasbläser- und Keramikwerkstatt verzichtet. Kurz gesagt, für mich als verantwortlicher Begleiter, bedeutet so ein tag auch einen immensen (zeitlichen) Druck. Aber wie es auch sei, diese Anspannung muss ich aushalten.</p>
<p><figure id="attachment_3598" aria-describedby="caption-attachment-3598" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3598" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3598" class="wp-caption-text">Im Herzen von Hebron:<br />eine Geisterstadt</figcaption></figure></p>
<p>Für die meisten in meiner Gruppe, haben die Erlebnisse heute, an der Mauer in Bethlehem und in Hebron besondere Wirkung entfaltet. Für Jedem der die Dimensionen der Mauer zum Ersten mal sah, konnte man die Überraschung und das Erschrecken förmlich ansehen. Noch stärker war die Reaktion in Hebron zu spüren. Dort, wo im Herzen der größten Stadt Palästina, bedingt durch 700 jüdische Siedler, eine Geisterstadt entstanden ist, wo schwerbewaffnete Soldaten durch die schmalen Gassen der Altstadt patrouillieren, war eine große Betroffenheit bei allen Gruppenmitgliedern zu spüren.</p>
<p>Früh am Morgen haben wir nach dem Gang an die Mauer, in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingslagers Aida, das im März im Hotel des großen, weltbekannten aber nach wie vor unbekannten britischen Street-Art-Künstler Banksy eröffnete Museum besichtigt. I<a href="http://marius-blog.de/blog/treffen-im-neuen-banksy-walled-off-hotel-in-bethlehem/" target="_blank" rel="noopener">ch habe über das neue Hotel schon im April berichtet.</a> Für die Realität bietet das Hotel ein eigenes Museum. Die Ausstellung informiert unter anderem mit einer Projektion auf einer Reliefkarte über die Rolle der Briten als Mandatsmacht in der Region, die Gründung des Staates Israel und die Geschichte des Sperrwalls, der Palästinenser heute hindert nach Jerusalem zu kommen.</p>
<p>Von der Stadt Hebron habe ich hier im Block schon oft berichtet, verweise da gerne auf mein Archiv. (siehe auch Link zum Beginn meines heutigen Blog-Beitrages)</p>
<p>Hier noch einige Zeit-Fakten zu Hebron:</p>
<p><strong>1968</strong> mieten sich eine Gruppe israelischer Juden in einem Hotelzimmer ein, angeblich um dort am Grab Abrahams das Pascha-Fest zu feiern. Vor Ort erklären sie das Hotel nicht mehr verlassen zu wollen.<br />
<strong>1978</strong> bewilligt die Knesset den Bau der in der Nähe von Hebron gelegenen Siedlung Kyryat Arba.<br />
<strong>1980</strong> übernehmen Bürger dieser Siedlung Häuser in der Altstadt  von Hebron die bis 1930 jüdischen Bewohnern von Hebron gehört hatten<br />
<strong>1984</strong> wird in der Altstadt die erste Siedlung gebaut.<br />
<strong>1994</strong> erschießt der jüdische Siedler Baruch Goldstein muslimische 29 Gottesdienstbesucher.Über 100 werden verletzt. Die  israelische Armee schließt daraufhin mit der Shuhada Straße die wichtigste Marktstraße Herbons. Den Palästinensern wird verboten ihre Läden zu öffnen</p>
<p>Sowohl in Bethlehem, als auch in Hebron war heute eine gewisse Anspannung zu verspüren. Größere Trupps von Soldaten, schwerbewaffnet zogen durch die Straßen. Den genauen Grund konnten wir nicht erkennen, aber vielleicht gab es ja auch gar keinen.</p>
<p><figure id="attachment_3597" aria-describedby="caption-attachment-3597" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3597" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3597" class="wp-caption-text">von den Israelis gebaut:eine breite Zufahrtsstraße zum Weinberg? Nein sie führt zur neuen Thora-Schule</figcaption></figure></p>
<p>Zum späten Nachmittag waren wir dann noch auf dem Weinberg. Auch hier verweise ich auf mein umfangreiches Archiv, welche mit dem Stichwort Weinberg leicht in meinem Blog gefunden werden kann. Heute konnte man den fortschritt am Bau der Thora-Schule „bewundern“. Es gibt nun eine breite Zufahrtstrasse die auch der Besucher zum Weinberg nutzen kann. Nach Aussagen von Daoud Nassar hat der Unterricht begonnen. Bleibt nun abzuwarten, ob und wenn ja welche Auswirkungen dieser Schulbetrieb auf den Weinberg haben wird.</p>
<p><figure id="attachment_3596" aria-describedby="caption-attachment-3596" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3596" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3596" class="wp-caption-text">Daoud Nassar</figcaption></figure></p>
<p>In gewohnter Weise hat uns Daoud die Mut machende Strategie für die Arbeit hier auf dem Weinberg vermittelt:</p>
<p>Wie er die negative Frustration in positive Energie umwandelt. Er ist sich sicher: „Die Gerechtigkeit wird siegen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Wir Juden sahen uns als einmalig in der Geschichte an, da wir unsere Existenz im Exil über 2000 Jahre aufrecht erhalten hatten, bevor die Rückkehr in die Heimat unserer Ahnen durch die Umstände, internationaler Übereinkommen und Schuldgefühle möglich wurde. Aber das ändert nichts daran, dass wir dennoch Kolonialisten wurden. Ideologische Vorstellungenund Verbindungen mit imperialistischen Staaten führten dazu, dass die Juden begierig waren, sich selbst als die Bastion der westlichen Zivilisation im „primitiven Nahen Osten“ zu sehen.</em></p>
<p>Von Rabbiner Jeremy Milgrom (Mitbegründer der <a href="http://www.stiftungbegegnung.de/home/veranstaltungen/vortraege-lesungen/vortrag-von-jeremy-milgrom-rabbis-for-human-rights/" target="_blank" rel="noopener">„Rabbis for Human-Rights“</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Treffen im neuen „Banksy Walled-off-Hotel“ in Bethlehem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/treffen-im-neuen-banksy-walled-off-hotel-in-bethlehem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2017 19:29:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus einer Pressemeldung im März 2017: Banksy ist für seine wachrüttelnden Graffiti-Kunstwerke bekannt, die er unangekündigt und ungesehen an die Wände dieser Welt sprüht. Immer steckt ein politisches Statement dahinter Wenn also dieser Künstler und <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/treffen-im-neuen-banksy-walled-off-hotel-in-bethlehem/" title="Treffen im neuen „Banksy Walled-off-Hotel“ in Bethlehem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einer Pressemeldung im März 2017:</p>
<p><em>Banksy ist für seine wachrüttelnden Graffiti-Kunstwerke bekannt, die er unangekündigt und ungesehen an die Wände dieser Welt sprüht. Immer steckt ein politisches Statement dahinter</em></p>
<p><em>Wenn also dieser Künstler und Aktivist ein Hotel baut, kann man erwarten, dass auch das ganz im Sinne seiner Berufung geschieht, mit seiner Kunst auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. In Bethlehem eröffnet er am 20. März sein „Walled off Hotel“– direkt vor der Betonmauer, die das von Israel besetzte Westjordanland vom palästinensischen Teil Bethlehems trennt.</em></p>
<p><figure id="attachment_3431" aria-describedby="caption-attachment-3431" style="width: 232px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3431" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/banksy-west-bank-guard-232x300.jpg" alt="" width="232" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/banksy-west-bank-guard-232x300.jpg 232w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/banksy-west-bank-guard.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px" /><figcaption id="caption-attachment-3431" class="wp-caption-text">Banksy-west-bank-guard</figcaption></figure></p>
<p><em>Beworben wird das Gasthaus zynisch mit „der schlechtesten Aussicht der Welt“, weil Gäste aus ihren Fenstern direkt auf die Mauer gucken und mit dem anhaltenden Konflikt zwischen Israel und Palästina konfrontiert werden.</em></p>
<p>Ja ich hatte auch schon von der Eröffnung dieses <a href="http://www.walledoffhotel.com" target="_blank">besonderen Hotels</a> in besonderer Lage ( ca 150 m vom „Eingangstor“ nach Bethlehem entfernt) gehört.<br />
Heute hatte ich mich hier mit Sara H. verabredet, die, in England als Tochter einer britischen Mutter und Palästinensischen Vaters geboren und aufgewachsen ist. Sie hatte in den letzten 2 ½ Jahren als Beraterin der palästinensischen Mission in Berlin gearbeitet. Eine ihrer Aufgaben war es, Kontakte zu den deutschen Gruppierungen zu halten, die sich für Frieden und Gerechtigkeit in Konflikt zwischen Israel&amp;Palästina einsetzen, und so hatte ich sie kennen gelernt. Nun lebt sie seit 3 Monaten in Ramallah und ist bei einer von der UN finanziell unterstützen Organisation tätig, die durch konkrete Projekte die gesellschaftliche Entwicklung in Palästina fördern soll. Noch ist sie dabei konkrete Ideen zu entwickeln, aber es ist sicherlich eine schwierige Aufgabe, dankt man alleine daran, dass sich die Bevölkerungszahl im Westjordanland seit Beginn der Besatzung von 680.000 auf mehr als 2,5 Mio Einwohner (ohne Ost-Jerusalem gesteigert hat. Aber auch die besonderen Bedingungen unter der Besatzung und deren starken Einflüsse auf die soziale und psychologische Entwicklung der hier lebenden Menschen machen ihre Aufgabe sicherlich nicht einfacher. Aber nun zu dem Walled Off (ummauerte) Hotel von Banksy.</p>
<p><figure id="attachment_3432" aria-describedby="caption-attachment-3432" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3432" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-1-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-1-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-1-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3432" class="wp-caption-text">Begrüßung durch Schimpanse und Hoteldiener</figcaption></figure></p>
<p>Es ist einfach eine Schau&#8230;hier an wirklich unwirklichem Ort, direkt vor der Mauer steht das Hotel, am Eingang ein lebendig aussehender Schimpanse als Hotelboy dem der Koffer aufgegangen ist und daneben mit Zylinder der „richtige“ da lebendige Hoteldiener. Rechts vom Eingang ist eine kleine Terasse, auf der man 3m von der Mauer entfernt (sie ist hier ca. 8. M hoch) seinen Kaffee oder Tee trinken kann aber natürlich auch das gute palästinensische Taybeh-Bier&#8230;</p>
<p><figure id="attachment_3433" aria-describedby="caption-attachment-3433" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3433" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hotel-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hotel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hotel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hotel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3433" class="wp-caption-text">das besondere Hotel<br />direkt an der Mauer</figcaption></figure></p>
<p>Tritt man in die Hotellobby, die gleichzeitig auch als kleiner Speiserum dient, fühlt man sich in alte englische Wohnzimmer versetzt. In einer Ecke steht ein Klavier welches mit verschiedenen Klavierstücken „geladen“ ist und sowohl automatisch wie auch per Hand spielen kann. In einer anderen Ecke steht eine Figur um deren Kopf Tränengasschwaben ziehen. Hier geht es auch zu einem kleinen Museum (Eintritt 15 Schekel) an dessen Eingang der Augenblick dargestellt wird, in dem am 2. November 1917 Arthur James Balfour (damals Außenminister in England) die gleichnamige Erklärung unterschrieben hat, in der sich Großbritannien einverstanden erklärte mit dem 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten.<br />
Dabei sollten die Rechte bestehender nicht-jüdischer Gemeinschaften gewahrt bleiben. Im folgenden sieht man dann in diesem besonderen Museum wie die Rechte beachtet wurden. Es werden die Land-Entwicklungen gezeigt, welche unterschiedlichen Ausweise es hier gibt.</p>
<p><figure id="attachment_3434" aria-describedby="caption-attachment-3434" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3434" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gummi-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gummi-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gummi-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gummi-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3434" class="wp-caption-text">auch Gummigeschosse können tödlich sein</figcaption></figure></p>
<p>Man sieht die „Gummigeschosse, durch die auch schon Palästinenser verletzt und getötet wurden, Mauerbau, Hauszerstörungen. Es gibt einen Telefonhörer, wenn man ihn abhebt meldet sich eine Stimme in englischer Sprache die mitteilt, das in 5 Minuten das Haus zerstört wird und man es eben nun zu verlassen habe. Daneben steht ein kleiner Kofer mit der Frage, was man mit nimmt, wenn man weiß, dass das Haus in 5 Minuten zu verlassen ist. Eine Waage (mit Zähnen) stellt unter der Überschrift: „Aug um Aug, Zahn um Zahn“, die unterschiedlichen Verluste im letzten Gaza-Krieg 2014 dar. Es sind bedrückende Bilder, Darstellungen und auch Filme die auf engsten Raum spüren lassen, was es für die Palästinenser bedeutet unter israelischer Besatzung zu sein.</p>
<p><figure id="attachment_3435" aria-describedby="caption-attachment-3435" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3435" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Banksy-Bethlehem-22-1024x683.jpg" alt="" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Banksy-Bethlehem-22.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Banksy-Bethlehem-22-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Banksy-Bethlehem-22-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3435" class="wp-caption-text">Banksy: ohne Worte</figcaption></figure></p>
<p>Es bleibt zu hoffen, das dieses Museum von vielen Menschen besucht wird, die, auf dem Weg zur Geburtskirche, hier die Möglichkeit haben etwas von dem Leben der Menschen hier, 2000 Jahre nach Christi Geburt zu erfahren</p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Es ist dumm einen Waffenstillstand zu suchen, ohne die wahre Ursache des Krieges zu bekämpfen. Die einzige und wahre Art, die Situation zu bewältigen und damit den elenden Kreis der Gewalt in diesem Teil der Welt zu bewältigen besteht darin, die Besatzung zu beenden und mit ihr all ihre Folgen: Siedlungsbau, Belagerungen, Erniedrigung, Abriegelung on Dörfern und Städten. Wenn das alles nicht geschieht, verschiebt die Weltgemeinschaft nur das Problem, das mit absoluter Sicherheit erneut vor ihrem Gesicht explodieren wird. Und ich bin mir bewusst, dass der nächste Krieg gewalttätiger sein wird und mit weitaus größerer Zerstörungskraft geführt werden wird. Und er wird uns allen näher sein, wo immer wir uns dann in der Welt gerade aufhalten.</em></p>
<p>Von Dr. Adel Yahya (geboren 1950 in einem Flüchtlingslager in Ramallah, Historiker, Lektor an der palästinensischen Universität Bir Zeit, Mitbegründer der Palestinian Association for Cultural Exchange (Pace)</p>
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