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	<title>heiliges Feuer &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>„Ausnahmezustand“ am Ostersamstag (nicht nur) in Beit Jala</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Apr 2017 19:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[heiliges Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[ortodoxes Osterfest]]></category>
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					<description><![CDATA[Ostersamstag im christlichen Deutschland, der Tag zwischen dem Karfreitag, an dem für die Christen Jesus am Kreuz gestorben und ins Grab gelegt wurde und dem Ostersonntag, an dem Jeus von den Toten auferstanden ist. Für <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ausnahmezustand-am-ostersamstag-nicht-nur-in-beit-jala/" title="„Ausnahmezustand“ am Ostersamstag (nicht nur) in Beit Jala">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ostersamstag im christlichen Deutschland, der Tag zwischen dem Karfreitag, an dem für die Christen Jesus am Kreuz gestorben und ins Grab gelegt wurde und dem Ostersonntag, an dem Jeus von den Toten auferstanden ist. Für mich als gläubiger Christ, war/ist dieser Tag „dazwischen“ immer eher ein ruhiger Tag an dem man sich auf das Osterfest „vorbereitete“, also einkaufen geht, die Wohnung putz alles eben schön macht.<br />
Ganz anders ist dieser Ostersamstag für die orthodoxen Christen, die in diesem Jahr zeitgleich, was eher die Ausnahme ist, mit uns Katholiken und Protestanten das Osterfest feiern. Der Tag vor dem Ostersonntag ist für die orthodoxen Christen der Tag, an dem in der Grabeskirche (für die Orthodoxen die „Auferstehungskirche“) in Jerusalem das Wunder des „Heiligen Feuers“ geschieht. Es ist für sie das größte „aller christlichen Wunder“. Um 14 Uhr entfacht sich das heilige Feuer und wird anschließend nicht nur zu den Christen in Israel und dem Westjordanland gebracht wird.  Es gibt Sonder-Flüge mit dem heiligen Licht nach Russland, Griechenland, Rumänien, Armenien…<br />
<a href="http://orthpedia.de/index.php/Heiliges_Feuer" target="_blank">Weitere Infos zum &#8222;Heiligen Feuer&#8220;</a></p>
<figure id="attachment_3404" aria-describedby="caption-attachment-3404" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3404" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/erwartung-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/erwartung-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/erwartung-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3404" class="wp-caption-text">in gespannter Erwartung</figcaption></figure>
<p>Wie in allen christlich-orthodoxen Gemeinden erwartet man auch in <a href="https://www.bergischgladbach.de/beit-jala.aspx" target="_blank">Beit Jala,</a> dessen Einwohner (etwa 15.000) mehrheitlich Christen sind, am heutigen Ostersamstag das <img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-3402" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />heilige Feuer. Ich hatte schon viel von dem großen Fest hier in Beit Jala gehört und war froh es heute bei leichtem Sonnenschein, einmal selbst erleben zu dürfen. Rechtzeitig, so gegen 12 Uhr, war an der orthodoxen St. Georgs-Kirche, mitten in Beit Jala. Auf dem Weg dort hin sah ich schon junge Männer, die große Autos mit Blumen schmückten und in einheitlichen weißen T-Shirts mit rhythmischen Rufen „in Stimmung&#8220; brachten. An der Kirche war eine gro0e Video-Wand aufgebaut. Auf ihr konnte man die Zeremonie in der Grabes(Auferstehungs-)Kirche in Jerusalem sehen.</p>
<figure id="attachment_3398" aria-describedby="caption-attachment-3398" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3398" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/frauen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/frauen-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/frauen-768x1024.jpg 768w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-3398" class="wp-caption-text">sehen und gesehen werden</figcaption></figure>
<p>Ich postierte mich oberhalb der Straße, durch die sonst der meiste Verkehr geht, heute war sie ab 13 Uhr gesperrt. Immer mehr Menschen kamen, viele brachten Kerzen mit. Alle waren schön angezogen, in etwa so wie es bei uns zu Weihnachten Brauch ist, wenn man (viele ja nur einmal im Jahr) den Gottesdienst besucht. Nur hier ist es eben schon wärmer es ist ja auch erst früher Nachmittag. Entsprechend „luftig“ waren vor allem die jungen „Damen“ angezogen. Viele Menschen hatten sich ein Kreuz um gehangen, die Frauen als Schmuck eher kleiner, die Männer oft aus Holz, größer.<br />
Ein wenig hatte es mittlerweile „Volksfest-Charakter“: der Geruch von Pop-Corn durchzog die Straße, es wurde Zuckerwatte und Luftballons verkauft.</p>
<p>Um 14 Uhr gab es einen Aufschrei bei den Menschen die auf der Videowand das Geschehen in Jerusalem beobachteten: das Wunder ist auch im Jahre 2017 wieder geschehen: der griechisch-orthodoxe Patriarch aus Jerusalem ist mit dem Heiligen Feuer aus der Grabeskammer gekommen. Nun wuchs auch die Spannung<br />
hier in Beit Jala von Minute zu Minute spürbar. Die Straße vor der Kirche war nun eng gefüllt mit erwartungsvollen Menschen. Jeder suchte sich einen Platz von dem er gute Sicht und (ganz wichtig) gute Filmmöglichkeit hat. Ich denke Tausende Videofilme wurden heute mit dem Handy gemacht und wahrscheinlich direkt auf You-Tube eingestellt. Irgendwann rief auch noch der Muezzim, ich hatte das Gefühl heute besonders laut.</p>
<p>Im Übrigen gab es hier auch einige professionelle Kameras, die das Geschehen, auch für die vielen Beit Jalis in aller Welt (in Chile leben allein mehr als jetzt in Beit Jala) aufnahmen. Irgendwann startete auch eine Drohne für die Luftaufnahmen. Ja wir sind auch hier in Palästina im Jahre 2017, es geht auch hier technisch alles&#8230;.</p>
<figure id="attachment_3399" aria-describedby="caption-attachment-3399" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3399" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/musik-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/musik-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/musik-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3399" class="wp-caption-text">mit viel Rhythmus die zahlreichen Trommel und Dudelsack-Gruppen</figcaption></figure>
<p>Dann so gegen 15.30 setzte sich ein langer Zug in Bewegung mit vielen Trommel und Dudelsackgruppen, Fahnen, Abordnungen der Pfadfinder kamen und endlich kam sie die „heilige Flamme“, getragen vom örtlichen Oberhaupt der orthodoxen Kirchen, flankiert mit den weltlichen „Würdenträgern“ (ich vermute den Bürgermeister), im Gefolge die, die etwas auf sich halten, fast wie bei uns zu änlichen Anlässen dachte ich mir.</p>
<figure id="attachment_3400" aria-describedby="caption-attachment-3400" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3400" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3400" class="wp-caption-text">das &#8222;heilige Feuer&#8220;</figcaption></figure>
<p>Das Licht wurde dann unter feierlichen Gesängen in die Kirche gebracht, dann auch hier der „Aufschrei“ und in Windeseile verteilte sich das Licht an die Menschen. Alle schauten wirklich beglückt aus, wünschten sich frohe Ostern und gingen, das Licht oft in kleinen Laternen, wohl nach Hause. Dort gibt es dort wohl ein schönes Essen, eben ganz wie bei uns zu Weihnachten oder –wie ich es auch gesehen habe- man geht in ein Restaurant.</p>
<figure id="attachment_3403" aria-describedby="caption-attachment-3403" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3403" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3403" class="wp-caption-text">mit dem &#8222;Heiligen Feuer&#8220; nach Hause</figcaption></figure>
<p>Einen wirklich größeren Kontrast zum Ostersamstag bei uns kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Mein Erleben heute hier hat sämtliche Erwartungen übertroffen. Ich habe immer zwischendurch daran gedacht, die leben doch seit 50 Jahre unter Besatzung, die Mauer im Cremisan-Tal ist nur 800 Meter entfernt, wie können die so ausgelassen feiern, sich so freuen? Und das nicht nur hier in Beit Jala, an allen Orten in Israel und dem Westjordanland, wo sich noch christliche (orthodoxe) Gemeinden befinden, wurde heute sicherlich ähnlich enthusiastisch gefeiert. Vielleicht gibt der Volksglaube eine Auskunft:<br />
Der sagt nämlich <strong>Solange sich das (Heilige) Feuer entfacht geht die Welt nicht unter.<br />
</strong></p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Wenn Juden im Westen fünfzig Jahre nach der Shoa mit denen zusammenleben können, die sie vernichten wollten, könnte es doch auch möglich sein, dass nach weiteren fünfzig Jahren Juden und Palästinenser harmonisch zusammenleben?</strong></em></p>
<p>Von Marc Ellis (US-amerikanischer jüdischer Befreiungstheologe und Friedensaktivist.)</p>
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		<title>Ni`lin: Erneuter Besuch in einem mutigen Dorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 18:07:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[heiliges Feuer]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich mich heute morgen recht früh in Beit Jala aufmachte um ein zweites Mal Saeed Amireh in Ni`lin zu besuchen, bereitete sich das Städtchen, wie alle christlichen Orte im Westjordanland, auf den Empfang des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nilin-erneuter-besuch-in-einem-mutigen-dorf/" title="Ni`lin: Erneuter Besuch in einem mutigen Dorf">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mich heute morgen recht früh in Beit Jala aufmachte um ein zweites Mal Saeed Amireh in Ni`lin zu besuchen, bereitete sich das Städtchen, wie alle christlichen Orte im Westjordanland, auf den Empfang des heiligen Feuers vor. <a href="http:/www.orthpedia.de/index.php/Heiliges_Feuer" target="_blank">www.orthpedia.de/index.php/Heiliges_Feuer<br />
</a><span style="line-height: 1.5;">Leider war das angekündigte Wetter nicht diesem feierlichen Anlass entsprechend angekündigt: Regen bei kalten 10°C. Ich wollte versuchen diesen Höhepunkt der Orthodoxen Christen heute Nachmittag hier live mit zu erleben.</span></p>
<p>Aber zunächst einmal bin ich über Jerusalem nach Ramallah mit dem Bus gefahren. Dort hat mich dann eine gute Bekannte von Saeed, mit der ich bereits seit längerem per Mail verbunden bin, mit ihrem Auto den etwa 27 km langen Weg in den Westen Palästinas mitgenommen. Unterwegs erzählte sie mir, dass Saeed ihr heute morgen gepostet habe, dass es auch am gestrige Freitag, wie immer seit Jahren, ein Tag des friedlichen Protestes der Bewohner von Ni`lin, zu Auseinandersetzungen mit den israelischen Soldaten gekommen sei, die bis in die Nacht gedauert hätten.</p>
<figure id="attachment_2427" aria-describedby="caption-attachment-2427" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2427" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1.jpg" alt="Militäreinsatz im Februar foto: Ni&#96;lin Volkskomitee" width="960" height="540" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1.jpg 960w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2427" class="wp-caption-text">Militäreinsatz im Februar<br />foto: Ni`lin Volkskomitee</figcaption></figure>
<p>Am Ortseingang wurden wir von einem großer Wachturm „empfangen“ der seit meinem l<a title="Ni&#96;lin ein mutiges Dorf" href="http://marius-blog.de/blog/nilin-ein-mutiges-dorf/" target="_blank">etzten Besuch im Herbst 2014</a> errichtet wurde, und nun den israelischen Soldaten die beste Möglichkeit bietet, genau zu beobachten, wer in das 5.000 Einwohner Dorf hinein und wer heraus fährt. Saeed empfing uns in seinem Elternhaus und berichtete von den Vorfällen gestern. Die Reaktionen der israelischen Soldaten sind –so Saeed-in den letzten Monaten brutaler geworden. Oft kommen sie schon ins Dorf und warten nicht darauf, dass der Demonstrationszug von meist um die 150 Personen bis nahe an die Mauer kommt. Oft wird jetzt „scharf“ geschossen, zuletzt wurde vor zwei Wochen ein 14 Jähriger Junge am Hinterkopf getroffen. Seit einiger Zeit kommen weniger internationale und israelische Aktivisten zu den Freitagsprotesten. Dies hat auch zu Folge das keine Filmaufnahmen mehr gemacht werden, das wiederum fördert die dann „ungehemmte“ Gewalt der Soldaten. Trotz der gewalttätigen Einsätze halten die Bewohner von Ni`lin an dem Grundsatz der Gewaltfreiheit fest. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen werden dort Training zu gewaltfreien Aktion abgehalten. Auch wird das tragen von Masken („Vermummung“) abgelehnt.</p>
<figure id="attachment_2423" aria-describedby="caption-attachment-2423" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2423" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung-300x225.jpg" alt="in unmittelbarer Nähe von Ni&#96;lin: Werbung zum Kauf eines Siedlerhauses" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2423" class="wp-caption-text">in unmittelbarer Nähe von Ni`lin: Werbung zum Kauf eines Siedlerhauses</figcaption></figure>
<p>Immer wieder wird von Seiten Israel versucht Kollaborateure (Spitzel) zu gewinnen. Seit Wochen wird sein Bruder von einem (neuen) Kommandanten der israel. Armee angerufen und mit vielfältigen Versprechungen (Arbeit, dauerhaftes Visum, Geld etc.) gelockt. Anderseits wird ihm, sollte er die verdeckten Spitzeldienste ablehnen unverhohlen mit Sanktionen gedroht. Der Bruder will im August heiraten und ist deshalb für die Israelis sicherlich ein „begehrtes“ Zielobjekt.</p>
<p>Die vielfältige Unterstützung aus aller Welt geben Saeed und dem ganzen Dorf viel Motivation, den so ungleichen „Kampf“ für die Beachtung der Menschenrechte, für Freiheit und Gerechtigkeit weiter zu führen. Saeed und die Aktivisten des Volkskomitees wurden in den letzten Monaten von zahlreichen hochrangigen Vertretern anderer Staaten besucht, so war der amerikanische Konsul, Vertreter des französischen und schwedischen Konsulats in seinem Haus. Es gibt</p>
<figure id="attachment_2424" aria-describedby="caption-attachment-2424" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2424" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8-225x300.jpg" alt="Wandbehang" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2424" class="wp-caption-text">Wandbehang</figcaption></figure>
<p>Kontakte zu mehr als 40 Parlamentariern aus vielen Ländern, aus Deutschland sind die zwei MdB`s der Linken. Von einer Gruppe aus Italien gab es zuletzt eine Spende über 12.000 €, die für den Aufbau eines Medienzentrum genutzt werden soll, in dem jungen Menschen im Umgang mit Computer, Cameras und andere Medien geschult werden sollen. Leider ist die Unterstützung in Palästina selbst eher gering. Es gäbe so eine Tendenz: „ist nicht meine Stadt, meine Straße, mein Haus und wenn sie dann in dem Zimmer seien hilft keiner mehr!“ Die Menschen in Ramallah wüssten oft nicht was hier in Ni`lin geschieht. Ganz anders sah die Solidarität beim Gaza-Krieg im letzten Sommer aus, da haben alle Palästinenser mit ihren „Brüdern und Schwestern“ mit gelitten und sind massenhaft zu Protestaktionen auf die Straße gegangen.</p>
<p>Nach einer Stunde kam die Familie zum Frühstück zusammen. Saeed hat drei Schwestern und</p>
<figure id="attachment_2422" aria-describedby="caption-attachment-2422" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2422" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2-300x225.jpg" alt="Saeed mit Mutter u Schwestern" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2422" class="wp-caption-text">Saeed mit Mutter u Schwestern</figcaption></figure>
<p>vier Brüder. Es gab leckeres frisch gebackenes Brot mit Öl und Zater und Pfefferminztee. Ich glaube alle sind stolz auf Saeed. Für mich ist es wirklich auch erstaunlich wie abgeklärt, wie souverän sich der gerade 23 jährige junge Mann hier in Ni`lin, aber auch bei seinen vielen Vortragsreisen, die ihn schon nach Australien und viele europäischen Staaten geführt hat, verhält. Aber es gibt auch eine Zeit neben dem Einsatz für sein Dorf. Saeed ist ein guter Volleyballer, hat schon in der Landesauswahl gespielt, er spielt auch gerne Fußball und Tischtennis und er liest gerne. Derzeit schreibt er an einem Buch. In ihm will er die Geschehnisse und seine Erlebnisse in und um Ni`lin öffentlich machen. Im November wird Saeed zu seiner Vortragsreise nach Deutschland kommen. Ich habe ihn mit anderen Unterstützer/innen gemeinsam mit Roni Hammermann für den Bremer Friedenspreis 2015 vorgeschlagen. <a href="http://www.dieschwelle.de">www.dieschwelle.de<br />
</a></p>
<figure id="attachment_2421" aria-describedby="caption-attachment-2421" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2421" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier-300x225.jpg" alt="naher Osten: gleiche Tradition" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2421" class="wp-caption-text">naher Osten: gleiche Tradition</figcaption></figure>
<p><a href="http://www.dieschwelle.de">N</a>och etwas fand ich bemerkenswert: auch die Muslime haben die Tradition in dieser Zeit, &#8222;wo die Hühner wieder beginnen mehr Eier zu legen&#8220; die Eier kunstvoll zu färben, und ich habe es erst nicht geglaubt&#8230;. Saeed kennt und liebt das in unseren Breitengraden an Ostern beliebte &#8222;Eier -ditschen&#8220;, wo man die Eier gegeneinander schlägt und dessen Ei nicht zerbricht &#8222;gewinnt&#8220; das Ei des Anderen.</p>
<p>Leider kam ich zum großen christlichen Event in Beit Jala zu spät. Obwohl in Jerusalem, wegen des Sabbats nur arabische Israelis Auto fahren, war rund um die Altstadt, sicherlich bedingt durch den überaus großen Andrang der orthodoxen Gläubigen zu den &#8222;wundersamen&#8220; Vorgänge in der Grabeskirche, ein totales Verkehrschaos, so das ich erst nach 17.00 Uhr in Beit Jala eintraf. Kamal, der Sohn von Faten, begrüßte mich mit &#8222;frohe Ostern&#8220; und auf meinen fragenden Blick, angesichts des Zeitpunktes am Ostersamstag, sagte er, &#8222;Jesus ist auf erstanden, wir wissen es nur noch nicht, da die Frauen noch nicht am Grab waren und gesehen haben das das Grab leer ist&#8220;</p>
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