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	<title>Katzen &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Gastbeitrag: Tiere in Beit Jala und Umgebung -Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2015 07:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; &#160; … wieder hat mich Marius dankenswerterweise eingeladen, in seinem Blog über die Tiere hier in der Umgebung und meinen Bemühungen, ihnen zu helfen, zu schreiben. Siehe auch den ersten Beitrag. Seit meinem letzten <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/gastbeitrag-tiere-in-beit-jala-und-umgebung-teil-2/" title="Gastbeitrag: Tiere in Beit Jala und Umgebung -Teil 2">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>… wieder hat mich Marius dankenswerterweise eingeladen, in seinem Blog über die Tiere hier in der Umgebung und meinen Bemühungen, ihnen zu helfen, zu schreiben. <a title="Tiere in Beit Jala und Umgebung" href="http://marius-blog.de/blog/tiere-in-beit-jala-und-umgebung/">Siehe auch den ersten Beitrag.</a></p>
<p>Seit meinem letzten Beitrag sind 5 Monate vergangen.</p>
<p>Beit Jala hat inzwischen einen neuen <strong>Bürgermeister</strong>, dem ich &#8211; mit Hilfe einer guten Freundin aus dem Jenaer Tierschutz – eine lange Unterschriftenliste, bestehend aus Unterschriften deutscher Tierliebhaber, sowie von Schülern meiner Schule, überreichen konnte, mit der Bitte, die streunenden Hunde nicht mehr zu erschießen oder vergiften, sondern sie zu fangen, kastrieren und impfen und wieder frei zu lassen.</p>
<figure id="attachment_2451" aria-describedby="caption-attachment-2451" style="width: 282px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2451" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister-282x300.png" alt="(Von re n li: der Bürgermeister von Beit Jala, Nicola Khamis, Juliane Lukas aus Jena, Eleonore Straub)" width="282" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister-282x300.png 282w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister.png 572w" sizes="(max-width: 282px) 100vw, 282px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2451" class="wp-caption-text">(Von re n li: der Bürgermeister von Beit Jala, Nicola Khamis, Juliane Lukas aus Jena, Eleonore Straub)</figcaption></figure>
<p>Zu meiner großen Überraschung und Freude zeigte er sich sofort aufgeschlossen und meinte: „I don’t want to shoot the dogs, but we already got 250 bullets. Give me a concept for the catch-castrate-realease program, so I can convince the city council.“ Nun arbeiten Freunde in Ramallah und ich mit der “Palestinian Animal League” an einem durchführbaren Konzept.</p>
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<figure id="attachment_2452" aria-describedby="caption-attachment-2452" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner.png"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2452" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner-300x169.png" alt="(meine zwei kastrierten und geimpften Streuner)" width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner-300x169.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner.png 945w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2452" class="wp-caption-text">(meine zwei kastrierten und geimpften Streuner)</figcaption></figure>
<p>Meine <strong>zwei Streuner</strong>, die ich seit ca. zwei Jahren „betreue“ sind sozusagen die Pilothunde – wir haben sie gefangen, sie sind kastriert und geimpft. Sie leben „wild“ im Freien, tragen aber zum Zeichen, dass sich jemand um sie kümmert, Halsbänder. Die Hunde wurden in Israel kastriert, da es in Palästina meines Wissens keine Tierärzte gibt, die Hündinnen sterilisieren können.</p>
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<p>Allerdings leben sie mit ca. 6 Rüden zusammen, was die Anwohner ziemlich ärgert. „You are causing problems with the dogs.“ musste ich mir kürzlich anhören, als von meinen zwei Streunern zurückkam. „We will call the police to shoot them.“   Wie so oft versuchte ich geduldig zu erklären, dass „meine“ zwei Hunde schon kastriert und geimpft sind, dass die anderen Hunde folgen werden. Leider stoße ich so oft auf Unverständnis und taube Ohren – das Kastrationskonzept ist einfach noch zu neu und fremd.</p>
<p>So kann ich nur hoffen, dass die Anwohner noch Geduld aufbringen…</p>
<figure id="attachment_2453" aria-describedby="caption-attachment-2453" style="width: 945px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-2453" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde.png" alt="(schlafende Streuner)" width="945" height="348" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde.png 945w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde-300x110.png 300w" sizes="(max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2453" class="wp-caption-text">(schlafende Streuner)</figcaption></figure>
<p>Durch Vermittlung der Jenaer Tierschützerin wird im Juni ein Tierarzt aus Ramallah ein zweiwöchiges „Praktikum“ an der Jenaer Tierklinik durchführen. Weitere Tierärzte sind eingeladen, seinem Beispiel zu folgen. Ich bin sehr gespannt, was Dr Taha Jaber erzählen wird.</p>
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<figure id="attachment_2454" aria-describedby="caption-attachment-2454" style="width: 169px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2454" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia-169x300.png" alt="Die Schülerin Anastasya mit zwei der Welpen." width="169" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia-169x300.png 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia.png 375w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2454" class="wp-caption-text">Die Schülerin Anastasya mit zwei der Welpen.</figcaption></figure>
<p>Lange Zeit habe ich nach einer Lösung für die <strong>zwei Hunde an unserer Schule</strong> gesucht. Sie sind trotz langjähriger Fütterung noch zu scheu, um sie leicht zu fangen und zu kastrieren. Das muss aber dringend geschehen, denn sie hatten schon Nachwuchs: Im Januar wurden fünf Welpen geboren, vier haben überlebt. Nach 9 Wochen habe ich sie einem Winzer in Israel übergeben, der sich um sie kümmert.   Doch diese 9 Wochen waren sehr, sehr anstrengend, denn es war nicht einfach, die Welpen vor den Augen von 800 arabischen Schülern zu verstecken, die evtl. mit Steinewerfen, Treten oder aber dem Stehlen der Welpen reagiert hätten. Anastasya hat schon sehr viel geholfen!</p>
<p>In Israel gibt es die Möglichkeit, Streuner mit einem Betäubungsgewehr zur Strecke zu bringen. In der Westbank verbietet die israelische Regierung den Besitz eines Betäubungsgewehrs.</p>
<p>Also habe ich mich jetzt doch dazu durchgerungen Fallen zu stellen (in die zuerst mal alle Talitha-Katzen gehen werden). Gestern habe ich zwei Fallen gekauft und werde in der nächsten Woche mein Glück versuchen.</p>
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<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2455" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen-300x166.png" alt="Katzen" width="300" height="166" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen-300x166.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen.png 653w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Den <strong>Talithakatzen</strong> geht es gut. Nach den Weihnachtsferien, die ich in Deutschland verbrachte, waren es allerdings nur noch 8 Katzen, davon 4 nicht kastriert – also werde ich demnächst wieder eine kleine Kastrationsrunde durchführen, jedoch nicht wie geplant (und versprochen) mit Dr Musallam, denn er hat eine Stelle in der Abteilung „Gesundheit“ der Stadt Bethlehem angenommen. Im Moment suche ich nach einem Tierarzt…</p>
<figure id="attachment_2456" aria-describedby="caption-attachment-2456" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2456" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe-300x169.png" alt="Die „Animal and Nature Awareness“ Gruppe in Talitha Kumi" width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe-300x169.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe.png 945w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2456" class="wp-caption-text">Die „Animal and Nature Awareness“ Gruppe in Talitha Kumi</figcaption></figure>
<p>Meine <strong>„Animal and Nature Awareness Palestine“ Gruppe</strong> an der Schule ist eifrig dabei, über Tierhaltung, Tierverhalten und Umwelt zu lernen. Sie hat mich beim Schutz der Welpen sehr unterstützt. Ohne sie wäre mir die ganze Sache über die Ohren gewachsen. Jetzt will ich beginnen, sie zur Tierfütterung mitzunehmen. Meine große Hoffnung ist, dass die Gruppe die Pflege der Tiere übernehmen wird. Das wird alles andere als einfach sein, denn hier sagt man gerne: „Ach, warum jetzt, das geht doch auch morgen.“ (Und dann wird es übermorgen oder wird überhaupt nicht erledigt.)</p>
<p>Einzelne Schüler begleiten mich auch zum israel. Tierarzt oder helfen mir, verletzte Tiere zu pflegen oder nehmen sie bei sich auf. In diesen Momenten schöpfe ich immer wieder Hoffnung, dass meine Arbeit doch wenigstens kleine Früchte trägt.</p>
<p>Oft überschätzen sich die Schüler aber. So hat vor wenigen Wochen eine Schülerin die Fütterung und Pflege von vier drei Tage alten Kätzchen, die in Talitha als Waisen gefunden wurden, übernommen. Sie stellte die vier in einem Karton in die Sonne. Als sie zwei Stunden später zurückkam, waren alle vier tot: Ein Kater hatte sie getötet. Wir hatten zuvor über diese Möglichkeit gesprochen, denn ich habe das hier schon zwei Mal erlebt…</p>
<figure id="attachment_2457" aria-describedby="caption-attachment-2457" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2457" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe-300x169.png" alt="Der Hund der „Pflegefamilie“ mit dem zugelaufenen Welpen " width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe-300x169.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe.png 645w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2457" class="wp-caption-text">Der Hund der „Pflegefamilie“ mit dem zugelaufenen Welpen</figcaption></figure>
<p>Eine andere Schülerin nahm einen Welpen auf, der Schülern aufs Schulgelände gefolgt war. Ich wollte eine Familie für ihn suchen. Ihre Eltern gaben den Hund einfach an eine weitere Familie, die ihn jetzt in einem Rohbau hält. Mein Versuch, den Hund zurückzunehmen (ich wollte ihn in Jerusalem am „Dog Adoption Day“ anbieten), schlug fehl, sämtliche Vorschläge, wie der Hund ein besseres Leben haben könnte, ebenso.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Sie mehr Geschichten/Schicksale lesen wollen, dann schauen Sie auf meine Facebook Seite: „Animal Awareness Palestine“ oder über google „Animal Awareness Westbank“.</p>
<p>Bisher habe ich vom Futter über die Fallen bis zu den Tierärzten alles selbst bezahlt und merke, dass mein finanzieller Rahmen gesprengt wird. Die Tiere will ich aber auf keine Fall im Stich lassen, will sie weiter versorgt wissen, wenn ich das Land verlasse. Ich habe ein Konzept erstellt, WIE die „Animal and Nature Awareness Palestine“ Gruppe die Hege und Pflege der Tiere und ihrer Umgebung durchführen kann, doch für alles ist eine gute finanzielle Basis notwendig.<br />
Ich bitte Sie daher herzlich, auf das folgende Konto des Berliner Missionswerks – Schulträger von Talitha Kumi – einen kleinen Spendenbeitrag zu leisten. Er wird den Talitha-Tieren zu Gute kommen.</p>
<p>Spendenkonto: Evangelische Bank, IBAN DE66 5206 0410 0003 9097 60; BIC GENODEF1EK1</p>
<p>Spendenzweck: „Tier-und Umweltschutz in Palästina“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzlichen Dank!       Eleonore Straub</p>
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		<title>Tiere in Beit Jala und Umgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2014 10:40:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Während meines Aufenthaltes im Gästehaus von Talitha Kumi habe ich Elli kennen gelernt. Sie arbeitet als Lehrerin an der Schule und&#8230;kümmert sich um wild lebenden &#8222;Haustiere&#8220; in Beit Jala und Umgebung. Ich habe sie  gebeten in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/tiere-in-beit-jala-und-umgebung/" title="Tiere in Beit Jala und Umgebung">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während meines Aufenthaltes im Gästehaus von Talitha Kumi habe ich Elli kennen gelernt. Sie arbeitet als Lehrerin an der Schule und&#8230;kümmert sich um wild lebenden &#8222;Haustiere&#8220; in Beit Jala und Umgebung. Ich habe sie  gebeten in einem &#8222;Gastbeitrag&#8220; in meinem Blog über ihr Engagement zu berichten</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Seit sechs Jahren lebe ich in Beit Jala bei Bethlehem und unterrichte in der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Schule Talitha Kumi Englisch und Sport.</p>
<figure id="attachment_2234" aria-describedby="caption-attachment-2234" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2234" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt-225x300.png" alt="„Du wirst sehr, sehr krank, wenn du Katzen anfasst!“ (eine „meiner“ 16 gesunden, kastrierten Talithakatzen)" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt-225x300.png 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt.png 348w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2234" class="wp-caption-text">„Du wirst sehr, sehr krank, wenn du Katzen anfasst!“<br />(eine „meiner“ 16 gesunden, kastrierten Talithakatzen)</figcaption></figure>
<p>In meiner Wohnung leben meine 8 Katzen und ich, im Stockwerk darüber meine arabischen Vermieter.</p>
<p>Meine Westbank-Tiergeschichte begann mit „Mama Mieze“, die es sich kurz vor der Geburt ihrer vier Kleinen in den Kopf setzte, bei mir Unterschlupf zu finden. Ich liebe Katzen &#8211; eigentlich mag ich alle Tiere &#8211; und so dachte ich: „Wie Maria in Bethlehem, die Katze braucht „einen Stall“. Ein paar Tage später hatte ich 5 Katzen.</p>
<p>Meine Vermieter betrachteten diese Entwicklung sehr skeptisch – Katzen in einer Wohnung, das geht gar nicht! Inzwischen sind es 8, manchmal auch mehr, manche sterben, andere kommen dazu. Meine Vermieter tragen das alles mit Fassung, wofür ich ihnen sehr dankbar bin, denn das ist alles andere als „normal“ in der hiesigen Gesellschaft.</p>
<p>Tiere werden allgemein als unhygienische Krankheitsüberträger gesehen, die aus Häusern fernzuhalten und bei zu großer Population zu töten sind. Das betrifft vor allem die streunenden Hunde.</p>
<p>Unter dem Druck der Bevölkerung lässt sie der Bürgermeister von Beit Jala nachts, meist zwischen 1 und 3 Uhr, von Polizisten erschießen, bzw anschießen. Wie oft höre ich die Schüsse und das Heulen des getroffenen Hundes. Gespräche mit den Polizisten und dem Bürgermeister blieben ohne Erfolg. Unsere Angebote bei der Durchführung von Kastrations- und Impfaktionen für Hunde zu helfen, Sponsoren zu suchen, Tierärzte aus Deutschland einzuladen, stießen auf taube Ohren.</p>
<p>Ich könnte viele schlimme, sehr traurige Geschichten über falsche Haltung, Misshandlung und Tötung von Tieren erzählen und zu manchen dieser Geschichten Bilder zeigen. Das will ich hier aber nicht tun.</p>
<p>Um nicht zu mutlos zu werden angesichts der Vielzahl der leidenden Tiere, versuche ich zu helfen, so weit meine Zeit und auch meine finanziellen Mittel reichen.</p>
<p>In der Schule füttere ich täglich bis zu 16 Katzen, die zum großen Teil kastriert sind – auch ein Konzept, das hier von</p>
<figure id="attachment_2236" aria-describedby="caption-attachment-2236" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010014.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2236" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010014-300x225.jpg" alt="Elli bei der morgendliche Fütterung" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010014-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010014-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010014.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2236" class="wp-caption-text">Elli bei der morgendliche Fütterung</figcaption></figure>
<p>99% der Bevölkerung mit verständnislosem Kopfschütteln quittiert wird. Im November 2013 fand sich ein befreundeter deutscher Tierarzt bereit, alle &#8222;Talithakatzen&#8220;, die wir fangen konnten, zu kastrieren. Wir luden zu dieser Aktion palästinensische Tierärzte ein, die in ihrer Ausbildung nicht lernen, Katzen oder Hunde zu kastrieren. Diesem Ruf folgten drei Tierärzte aus der näheren Umgebung. Einer, Dr. Yussuf Musallam, erklärte sich im Oktober 2014 zu einer weiteren Kastrationsaktion bereit.</p>
<p>Ich wünsche und hoffe, dass sich nach meinem Weggang Nachfolger finden, die die Katzen weiter versorgen und mit Hilfe Dr. Musallams regelmäßig kastrieren lassen. Unversorgte, streunende Katzen haben eine Lebenserwartung von zwei bis drei Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich fände es schön, wenn „meine“ Schule Pionierarbeit in Sachen Tierschutz leisten würde, als Beispiel für andere Institutionen, für die Familien unserer Schüler, für die Bewohner Beit Jalas.</p>
<p>Im Unterricht thematisiere ich immer wieder den Umgang mit Tieren. Inzwischen wenden sich die Schüler mit Tierfragen an mich, was mich sehr freut, manchmal aber auch überfordert. Ein sterbender Vogel, eine kranke Katze, eine gefährliche Wespe, ein Hund mit einem Abszess – ich lerne selbst sehr viel dazu.</p>
<p>Ein paar meiner Schüler haben Katzen oder einen (Rasse-)Hund bei sich zu Hause. Wird eines der Tiere krank, wendet man sich landläufig nicht an den Tierarzt, sondern lässt der Natur ihren Lauf. Wenn dennoch Tierfragen auftauchen, wende ich mich an meine israelische Tierärztin, die mir gerne mit Rat und Tat zur Seite steht und Medikamente oft auch zum Selbstkostenpreis überlässt. Es ist schön zu sehen, wie meine (arabischen) Schüler ihre Tiere gesund pflegen und ich freue mich auch über die „heimliche“ Zusammenarbeit von Israelis und Arabern, wenn es um das Wohl dieser Tiere geht. Wie schön wäre es auch, wenn sich eine weitergehende Kooperation ergeben würde – dazu stehen aber leider die politischen Zeichen zurzeit zu schlecht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben der Katzengesellschaft, derer ich mich annehme, gibt es auch ein paar Hunde…</p>
<figure id="attachment_2235" aria-describedby="caption-attachment-2235" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2235" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt1-300x225.png" alt="„Hunde sind gefährlich – sie beißen dich tot! Wirf schnell                  Steine auf sie, sonst greifen sie dich an!“ (Tönne, ein          sehr typischer Vertreter der „Baladi“ Hunde, der          Westbankstreuner)" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt1-300x225.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/Unbenannt1.png 432w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2235" class="wp-caption-text">„Hunde sind gefährlich – sie beißen dich tot! Wirf schnell        <br />         Steine auf sie, sonst greifen sie dich an!“ (Tönne, ein<br />         sehr typischer Vertreter der „Baladi“ Hunde, der<br />         Westbankstreuner)</figcaption></figure>
<p>Bis vor zwei Jahren kannte ich mich mit Hunden so gut wie gar nicht aus, obwohl ich sie sehr mag. Das hat sich sehr geändert – ich bin auch „auf den Hund gekommen“ und frage mich, wie ich je ohne einen Hund sein konnte. Allerdings geht die Toleranz meiner Vermieter nicht so weit, dass ich einen Hund halten dürfte, und so bin ich „Mitbesitzerin“ zweier geretteter Ex-Streuner. Was mich zum nächsten Thema bringt: Die Suche nach neuen Familien für die Hunde oder die Unterbringung von Notfällen. Rassehunde zu halten, vom Pinscher bis zum Dobermann, kommt in Beit Jala seit einiger Zeit in Mode – von ihren „Baladi“-Streunern, die von ihrer Veranlagung her scheu, aber sehr freundlich und friedfertig – und meiner Erfahrung nach kinderlieb – sind, wollen sie jedoch nichts wissen. Sie sind schließlich „gefährlich und unhygienisch“.</p>
<p>Vielleicht helfen meine Bemühungen ein bisschen, den Menschen in meinem Umfeld zu vermitteln, dass Tiere mehr sind als überflüssige Kreaturen oder Arbeitssklaven.</p>
<p><em>„Als ich die Hand eines Menschen brauchte, reichte mir jemand seine Pfote.“ </em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Wenn Sie ein bisschen mehr über meine „Tier“arbeit hier lesen und auch Bilder sehen wollen, dann schauen Sie bei Google unter „Animal Awareness Palestine“. Dort finden Sie meine Facebookseite.</p>
<p>Ich würde mich sehr über Ihre „gefällt mir“ Unterstützung freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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