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	<title>Machsom Watch &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Das Recht des Machthabers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 20:30:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Daoud und Jihan Nassar]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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<p>Bisher habe ich mich zum Wetter ja nicht geäußert. Es gab ja auch keinen Grund. Jeden Morgen ging gegen halb sieben die Sonne auf und am Abend gegen halb fünf wieder unter. Es war jeden Tag schön warm, an manchen Tagen sogar über 20°C. Was will man Ende November dazu sagen. Ich habe das Wetter sehr genossen.</p>



<p>Heute habe ich in Jerusalem auch nochmal Fatima getroffen. Mit ihr, der Einheimischen durch den Bazar der Altstadt zu laufen ist für mich ein besonderes Erlebnis. Sie kennt all die angebotenen Waren und kann sie mir erklären.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4647" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>mit Fatima im Basar in der Jerusalemer Altstadt</figcaption></figure>



<p>Es hat sich in diesen Tagen bei mir noch vieles „angesammelt“, was ich bisher nicht in meinen Blogbericht gebracht habe. Ich möchte dies nun in meinen Tagesberichten heute und morgen „nachholen“&nbsp;</p>



<p><strong>Treffen mit Roni Hammermann</strong></p>



<p>Auch Roni Hammermann ist den LeserInnen meines Blogs schon sehr bekannt, seit Jahren besuche ich sie immer wieder auch mit meinen Gruppen. Wenn es eben geht besuche ich sie auch wenn ich, wie auch dieses Mal, alleine hier in Jerusalem bin. So war ich auch am vergangenen Mittwoch (27. November) zu Gast bei ihr zu hause.</p>



<p>Natürlich ging es bei unserem Gespräch, neben den Erfahrungen mit ihrer Menschenrechts-Beobachtungsgruppe „Machsom Watch“, auch um die aktuelle politische Situation hier im Lande. Sie ist, wie viele in Ihrem Freundeskreis ziemlich desillusioniert&nbsp;&nbsp;und beobachtet mit Sorge, wie sich der Ministerpräsident Nethanjahu an seine Macht klammert. Der Ausgang ist auch für sie ungewiss.</p>



<p>Mit ihrer Gruppe haben sie ein neues Info-Büchlein herausgegeben:&nbsp;<strong><em>Die Militärgerichtshöfe – Das Recht des Machthabers&nbsp;</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4640" width="432" height="768" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-768x1365.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-864x1536.jpg 864w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-1152x2048.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 432px) 100vw, 432px" /></figure>



<p>Seit 2006 macht die Gruppe <a href="https://machsomwatch.org/en/content/home-page" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="„Machsom Watch“  (öffnet in neuem Tab)">„Machsom Watch“ </a>Beobachtungen und schreiben Berichte über die Verhandlungen an den Militärgerichtshöfen.</p>



<p>Laut Covertext wollen sie mit diesem Büchlein zeigen wie die Sprache eine Weltanschauung prägt und reflektiert, in diesem Falle die Sprache der Militärgerichte, wenn sie palästinensische Angeklagte richtet, die unter Besatzung leben. Weiter heißt es da: Verschiedene Rechtssysteme für verschiedene Bevölkerungen sind für ein Apartheid System charakteristisch.</p>



<p><strong>Nochmaliges Treffen mit Daoud und seiner Frau Jihan</strong></p>



<p>Am Sonntag habe ich mich auch nochmal mit Daoud getroffen, dieses Mal begleitet von seiner Frau Jihan. Beide kamen von der Militärbehörde, es ging mal wieder (wen wundert es) um die Klärung der Landfrage. Fast nunmehr 30 Jahre dauert dieser Prozess um die Anerkennung des Landes nun schon an. Ein Termin in der letzten Woche, einen Tag vorher mit der Sachbearbeiterin vereinbart, musste ausfallen. Er war umsonst erschienen. Die „Dame“ hatte Urlaub und sie hatte es wohl am Tage zuvor nicht gewusst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4641" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-678x381.jpg 678w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Johann und Daoud mit einem Teil der Unterlagen</figcaption></figure>



<p>So also heute den Termin, an einem für Christen wie es die Nassers sind, freien Sonntag. Es gab Fragen zu den Zeichnungen des staatlich anerkannten Vermessers. Eine Kennzeichnung des Grundstücks enthielt eine falsche Zahl. Daoud wurde aufgefordert sich mit dem Vermesser diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Auch soll er in der örtlichen Presse eine Anzeige aufgeben in dem er bekannt gibt, dass es beabsichtigt ist, das gekennzeichnete Land als besitz anerkennen zu lassen. 45 Tage besteht dann die Möglichkeit der palästinensischen Bevölkerung, gegen das Vorhaben Einspruch einzulegen. Das Gleiche Procedere soll dann auch der israelischen Bevölkerung (welcher und warum?) gewährt werden.</p>



<p>Aber auch aus einem solchen Vorgang kann Daoud positives gewinnen: Wieder ein kleiner schritt in Richtung unserem großen Ziel der Anerkennung unseres Landes</p>



<p><strong>Wenn man mit dem Taxi fährt&#8230;</strong></p>



<p>&#8230;.da kann man hier immer etwas erzählen.&nbsp;</p>



<p>Wenn ich nicht unbedingt ein Taxi brauche, versuche ich, wenn es irgend wie möglich ist, einen Bus zu nehmen oder zu Fuß zu gehen.   Aus gutem Grund, wie es sich bei meinem Besuch am vergangenen Freitag zur &#8222;Kairos-Konferenz&#8220; in Bethlehem, mal wieder gezeigt hat.</p>



<p>Denn wie an dem Tag, als ich nach Bethlehem zur Konferenz zum Kairos-Palestine-Papier wollte, und ich nicht genau wusste, wo der mir genannte Konferenzort ist, habe ich mal wieder ein Taxi genommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4645" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>am Checkpoint in Bethlehem: jeder will das ich mit ihm fahre</figcaption></figure>



<p>Um mich nicht gleich nach Gang durch den Checkpoint, wenn Dutzende „Fahrwillige“ auf einen stürzen und sich anbieten, den ersten Besten zu nehmen (und die traurigen Gesichter der anderen hinter mir zu spüren) bin ich erst mal weiter gegangen. Irgendwann hielt ein Taxi an, wie ich es erwartet hatte, und fragte ob ich Selbiges brauche, da bin ich dann eingestiegen. Ich zeigte ihm auf einem Papier den Namen des Veranstalters, leider ohne genaue Anschrift. Da er auch nicht wusste wi diese Einrichtung ihren Sitz hat und auch der englischen Sprache nicht mächtig war, hielten wir bei einer jungen Frau, die er augenscheinlich kannte und die Englisch konnte. Mit ihrer Hilfe konnten wir das Fahrziel genauer lokalisieren. Soweit so gut sollte man meinen, eben bis zu dem Augenblick wo die Frage aller Fragen kommt/kommen muss, wenn man nicht, was man immer tun sollte (ich aber wieder mal versäumt hatte) vorher der Fahrpreis vereinbart hat: Was kostet es? Die Antwort ist immer die gleiche: Was Du meinst&#8230;.Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen, was die Koste für bestimmte Distanzen angeht, gb ich ihm 20,- Schekel. Ich hätte ein Foto machen mögen von seinem (beleidigten) Blick. Er schüttelte heftig mit dem Kopf, murmelte etwas von zu wenig und das seine Familie unterstützt werden müsse. Ich gab ihm 10 Schekel mehr, verabschiedete mich mit vielen Grüßen auch an die Familie und eilte zur Konferenz&#8230;.. <br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4649" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Jerusalemer Taxis am Damaskustor</figcaption></figure>



<p>Noch ein Nachtrag: <br>Heute habe ich am Jaffa-Gate, also in Jerusalem, wegen eines Taxis zum Zentralen Busbahnhof gefragt. Er sagte mir nicht den Preis sondern wollte wissen wo ich anschließend hinfahren wollte. Als ich sagte zum Flughafen, meinte er, dass würde bei ihm 100,-Schekel kosten. Den Preis zum nahen Busbahnhof hat er mir nicht genannt&#8230;..</p>
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		<title>Roni Hammermann: &#8222;Es gibt Situationen, da könnte ich nur noch weinen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2019 22:02:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Chagall]]></category>
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		<category><![CDATA[Hadassah-Krankenhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei wieder schönstem Wetter haben wir uns heute zu unserem „zweiten Jerusalem-Tag“ aufgemacht. Heute wollten wir uns die Situation in Ost-Jerusalem genauer anschauen. Seit der Besetzung&#160;&#160;vor mehr als 50 Jahren hat sich der östliche Teil <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-es-gibt-situationen-da-koennte-ich-nur-noch-weinen/" title="Roni Hammermann: &#8222;Es gibt Situationen, da könnte ich nur noch weinen&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bei wieder schönstem Wetter haben wir uns heute zu unserem „zweiten Jerusalem-Tag“ aufgemacht. Heute wollten wir uns die Situation in Ost-Jerusalem genauer anschauen. Seit der Besetzung&nbsp;&nbsp;vor mehr als 50 Jahren hat sich der östliche Teil von Jerusalem total gewandelt. Nicht nur das die Stadtfläche nach Osten, aber auch im Süden und Norden durch die Errichtung neuer jüdischer Stadtteile (Siedlungen) ausgeweitet wurde, auch in den Grenzen des bisherigen Ost-Jerusalem wurde durch neue jüdische Siedlungen ein gleicher „Flickenteppich“ geschaffen, wie wir ihn in der Westbank vorfinden. Ich verweise hier, wie schön des Öfteren, auf meine bisherigen Berichte zu dieser Thematik, zu finden unter den Links zu Beginn des Berichtes.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000471-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4328" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000471-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000471-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000471-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Blick auf Ostjerusalem</figcaption></figure>



<p>Am späten Vormittag haben wir&nbsp;<a href="https://machsomwatch.org/en/node/50323">Roni Hammermann</a>getroffen. Sie ist Mitbegründerin der jüdischen Menschenrechtsgruppe&nbsp;<a href="https://machsomwatch.org/en/about">„Machsom Watch“</a>. „Machsom“ heißt übersetzt Checkpoint. Auch sie habe ich schon öfters mit meinen Gruppen getroffen und entsprechend über die Arbeit dieser Frauengruppe berichtet. Auch hier verweise ich auf die genannten Link.</p>



<p>Wenn ich aber dennoch an dieser Stelle, von ihren Erzählungen berichte, hat das vor allem auch damit zu tun, dass mich, aber auch die ganze Gruppe, die heute von ihr berichteten Beispiele dermaßen bewegt, ja geradezu erschüttert haben, dass ich sie hier in meinem Tagesbericht aufschreiben „muss“.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4329" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>Roni Hammermann</figcaption></figure>



<p>Grundsätzlich hat Roni betont, dass sie glaubt das dieses ganze Bewilligungssystem um ein Visum zu bekommen, dass es den Palästinensern ermöglicht, den Checkpoint zu passieren, lediglich dazu dient, die Palästinenser zu kontrollieren. Ihre Gruppe hat sich den ganzen Vorgang von Antragstellung (bei stundenlangem Anstehen), der Bewilligung und dann das Durchlaufen der Checkpoints angeschaut und ist durch das eigene Erleben zu dem Schluss gekommen, das hier nur um Schikane geht. Die Benennung das es mit Sicherheit für die israelische Bevölkerung zu tun habe, kann Roni nicht verstehen. Es gäbe soviel Möglichkeiten, illegal über die Grenzen zu kommen, und davon wissen die israelischen Verantwortlichen, das der Sicherheitsaspekt vernachlässigt werden kann.</p>



<p>Sie berichtete von Vorfällen am Checkpoint Qalandia, dem größten Checkpoint der fast 50 Checkpoints an der Grenze zwischen Israel und Palästina. Er befindet sich auf dem Weg von Ramallah nach Jerusalem und wird täglich von bis zu 10.000 Palästinenser/innen passiert. Hier kommen oft Menschen zum Checkpoint, die aus Gaza kommend in der Westbank im Krankenhaus behandelt werden. Wenn siue dort entlassen werden brauchen sie für den Transfer durch Israel (etwa 70-80 km) ein Visum. Dieses können sie erst am Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus an der dafür vorgesehenen Stelle am Checkpoint beantragen. Gleichzeitig muss von dieser Behörde ein Taxi organisiert werden, dass diesen Transfer durch Israel sicherstellt. Roni hat es oft erlebt, dass wegen der schwerfälligen Bearbeitung dieser einzelnen Vorgänge, die Verwaltung schließt und diese oft noch schwachen, gerade aus dem Krankenhaus entlassene Menschen zurück geschickt werden mit den Worten: „Ihr müsst morgen wieder kommen“. Diese Menschen sind dort meist ohne Verwandte, zu denen sie gehen könnten, haben oft aber gar kein Geld, können sich keinen Hotelaufenthalt leisten. Das wissen die Verantwortlichen am Checkpoint ganz genau, sagt Roni, aber es beeinflusst ihre Entscheidung nie.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/DSC_4602-1024x681.jpg" alt="" class="wp-image-4330" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/DSC_4602-1024x681.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/DSC_4602-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/DSC_4602-768x511.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/DSC_4602.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Qalandia-Checkpoint</figcaption></figure>



<p>Ein anders Beispiel: Ein Vater kommt mit seinem 5jährigen Sohn, der drei Mal in der Woche, zur Nierendialyse von Nablus über den Checkpoint Qalandia, durch Jerusalem nach Hebron im Süden der West fahren muss. Insgesamt mehr als vier Stunden Fahrzeit für eine Strecke. Nun wurde dem Vater vermittelt, dass sein Visum abgelaufen sei, er nicht durch die Kontrolle könne. Roni: „vor drei Tagen war er noch sicher, jetzt ist er es nicht mehr“. Er müsste mit seinem arg geschwächten Kind mehr als 3 Stunden warten, bis einer aus der Familie kam, der ein gültiges Visum hatte und den Jungen begleiten konnte. „Es gibt Situationen, da könnte man nur noch weinen“, sagt Roni. Es ist das System,&nbsp;&nbsp;dass die Menschen in Palästina zermürben soll.&nbsp;</p>



<p>Wegen dieser Willkür an den Checkpoints (auch die „fliegenden“ gehören dazu) , kommen sie alle zu spät: Lehrer, Ärzte, Schuler, Arbeiter, und verlieren nicht selten ihre Arbeit. „Man kann nur sagen wann man abfährt, wann man ankommt, entscheidet die Besatzungsmacht“, so Roni.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/images.jpg" alt="" class="wp-image-4331" width="593" height="332"/><figcaption>&#8222;alles unter Kontrolle&#8220;</figcaption></figure>



<p>Nachdem die Gruppe „Machsom Watch“ zunächst nur an den Checkpoint beobachtet hatte, alles was beobachtet wird, wird auch in Berichten festgehalten, hat man sich recht schnell auch um die Palästinenser „gekümmert“, die vor ihren Augen am Checkpoint festgenommen und inhaftiert wurden. Es wurde die Beobachtung der Gruppe auf die Anhörungen an den Militärgerichten ausgeweitet. Sie erzählte von einem normalen Fall wo ein 14 jähriger Junge (meist mitten in der Nacht)&nbsp;&nbsp;aus seiner Familie geholt wird. Er wird in der Regel in eine Polizeistation nach Israel gebracht. Dort wird er (ohne das seine Eltern oder zum Beispiel eine Sozialarbeiterin dabei ist vernommen, dabei auch nach seinen besten Freunden gefragt. Wenn er sie nennt, sind es meist die Nächsten die zu Nachtzeiten abgeholt werden. In der gerichtlichen Anhörung später sind dann Richter, Staatsanwalt, Anwalt und Schreibkraft anwesend. Es wird ihm dann der Vorwurf unterbreitet, dass&nbsp;&nbsp;er in einem Zeitraum (zum Beispiel) vom 1. bis 24. Dezember Steine geworfen haben soll. Solche „Zeitvorwürfe“ würden regelmäßig gemacht. Wie soll man auf solch pauschalen Vorwürfen als Verteidiger reagieren, fragte uns Roni? Wie kann dann konkret ein Alibi benannt werden? Weitere solch pauschaler Vorwürfe sind „Mitglied einer verbotener Gesellschaft“, was macht man sich zu schulden, wenn man in einer „Koran-Lesegruppe“ ist oder in einer Studentenverbindung?</p>



<p>Auf unsere Frage wie denn ihre Mitmenschen in Israel auf ihr Engagement und vor allem auf ihre Berichte reagieren würden sagte sie uns, die Meistens wollen es gar nicht hören, einige sagen mir du lügst, einige Andere beschimpfen sie oder es kommt auch vor das sie (auch von „Freunden“) gemieden wird.</p>



<p>Die Art und Weise, wie uns Roni ihre Erlebnisse und Meinung „ungeschminkt&#8220; und mit einer Klarheit und Vehemenz vortrug, hat alle die zugehört haben, sehr beeindruckt.</p>



<p>Roni Hammermann, die für Ihr Engagement 2008 den Aachener Friedenspreis verliehen bekommen hat, begründet ihr unermüdliches Engagement für die Menschenrechte mit den Erlebnissen ihrer eigenen Familie, die zum Teil in Auschwitz ermordet wurden. &#8222;Ich kann nicht mehr schweigen!&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000472-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4332" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000472-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000472-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000472-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Drei der 12 Chagall-Bilder in der Synagoge des Hadassah-Krankenhauses
von links nach rechts: Naphtali, Josef und Benjamin</figcaption></figure>



<p>Geprägt von diesem Gespräch hat ein Teil der Gruppe den nicht leichten Gang zum Besuch der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem gemacht. Ein kleiner Teil der Gruppe, die&nbsp;Gedenkstätte schon früher besucht hatte, ist mit mir ins nahegelegene Hadassah-Krankenhaus gefahren wo in einer dem Krankenhaus angeschlossenen Synagoge, zwölf Fenster von Chagall mit Motiven der 12 Stämme Israels bemalt wurden.&nbsp;<em>„Dies ist mein bescheidenes Geschenk an das jüdische Volk, das immer von biblischer Liebe, Freundschaft und Frieden unter den Völkern geträumt hat. Dies ist mein Geschenk an dieses Volk, das hier vor tausend Jahren in mitten anderer semitischer Völker gelebt hat.“ (</em>Marc Chagall 1962 zur Fertigstellung der Fenster)</p>



<p>Anschließend bin ich mit der kleinen Gruppe mit der Straßenbahn die ganze Strecke von der Endhaltestelle Herzlberg im Süden zur anderen Endhaltestelle Norden, Heil Ha-Avir. Ich hatte schon mehrmals von der besonderen „politischen“ Rolle der Straßenbahn geschrieben. Mit dem palästinensischen Bus 231 haben wir uns dann vom Damaskus Tor bis nach Beit Jala fahren lassen.</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong>﻿</strong></p>



<p><em>Haben wir nicht alle einen Vater?</em></p>



<p><em>Hat uns nicht ein Gott geschaffen?</em></p>



<p><em>Warum verachten wir denn einer den anderen,</em></p>



<p><em>und entweihen den Bund unserer Väter?</em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(Mal. 2,10)</p>
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		<title>Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 19:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
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					<description><![CDATA[Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders. Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-zerstoeren-uns-selbst/" title="Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders.</p>
<p>Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich am Montag beim Hinflug kennen gelernt habe, zum palästinensischen <a href="http://marius-blog.de/blog/am-nakba-tag-2016-im-jerusalemer-fluechtlingscamp-shufat/" target="_blank">Flüchtlings-Camp Shu`fat</a> gefahren.<br />
Das palästinensische Flüchtlingslager Shu’fat liegt im Stadtgebiet von Jerusalem. Und doch ausserhalb. Das Lager ist von der israelischen Trennmauer umgeben und dadurch von Jerusalem abgeschnitten. Obwohl die Menschen im Lager von Shu’fat als Bewohner und Bewohnerinnen Jerusalems gelten und eine entsprechende Identitätskarte besitzen, müssen sie sich, wenn sie aus dem Lager Richtung Ost-Jerusalem gehen, am Checkpoint an der Mauer ausweisen.Ich habe das Camp schon mehrfach besucht und trotzdem ist es für mich immer wieder ein besonders bedrückendes Erlebnis hier zu sein. Während mir ja sonst in Dörfern und Städten in der Westbank ein „Welcome to Palestine“ entgegenschallt ist es hier anders. Die Kinder zeigen schnell das bekannte „Peace-Zeichen“ mit den ausgestreckten zwei Fingern. Die Erwachsenen gucken einen eher betrübt an, sind sich scheinbar ihrer mehr als misslichen Situation voll bewusst.</p>
<p><figure id="attachment_3295" aria-describedby="caption-attachment-3295" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3295" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3295" class="wp-caption-text">bedrückende Enge im Flüchtlingscamp</figcaption></figure></p>
<p>Am Nachmittag habe ich Roni Hammermann in ihrer Wohnung in der Nähe des bekannten Jerusalem-Museums getroffen. Bereits <a href="http://marius-blog.de/blog/man-kann-nicht-gegen-antisemitismus-kaempfen-und-gleichzeitig-ein-anderes-volk-unterdruecken/" target="_blank">2013 </a>und <a href="http://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-machen-einfach-weiter/" target="_blank">2015</a> habe ich sie zu Hause besucht. Natürlich wollte ich von ihr wissen was sie zu dem 50. Jahrestag der Besatzung denkt. Roni ist 1969 nach Israel gekommen, hat also den „6-Tage-Krieg“ 1967 nicht hier direkt erlebt. Damals sei sie schon auch stolz gewesen, dass die israelische Armee in diesem „Blitz-Krieg“ die Ägypter, Jordanier und Syrer „überrannt“ hatte, die ja angekündigt hatten „die Juden ins Meer zu schicken“. Als sie aber hier vor Ort in Israel war hat sie gleich erkannt, dass die Israelis in den besetzen Gebieten schnell „Fakten“ schufen. Wie ich schon gestern geschrieben habe wurde beispielsweise alle Häuser an der Westernmauer abgerissen um den Platz vor der Mauer zu vergrößern. Schnell konnte man sehen, wenn man denn wollte, was es heißt eine Besatzungsmacht zu sein. Für Roni ist israelische Besatzung heute die systematische Behinderung und oft auch Unterdrückung des palästinensischen Lebens in vielen Bereichen mit dramatischen Konsequenzen zum Beispiel für Wirtschaft, Gesundheit, Erziehung und und und. Sie nannte beim Thema Wirtschaft das Beispiel der Behinderung des LKW- Verkehres. Während die israelischen Fahrzeuge ungehindert ihre Waren in die Westbank bringen können werden die palästinensischen Fahrzeuge oft aus reiner Schikane angehalten, die Waren werden oft langwierig kontrolliert, ein totaler Wettbewerbsnachteil entsteht. Eine weitere Auswirkung der Besatzung mit Mauer, Checkpoints und Straßenkontrollen ist die damit einhergehende völlige Missachtung der Bewegungsfreiheit der Palästinenser.</p>
<p>In diesen Zusammenhängen erzählte mir Roni den Auslöser, der damals 2001 sie und andere Frauen dazu gebracht hatte <a href="https://machsomwatch.org/en/content/home-page" target="_blank">Machsom Watch </a>zu gründen. Sie hatten davon erfahren, dass an einem Checkpoint eine Palästinenserin ihr Kind gebären musste, welches dann später gestorben ist. Seit 2001 habe es insgesamt 36 solcher, wirklich unglaublichen, Vorfälle an den Checkpoints gegeben.</p>
<p><figure id="attachment_3302" aria-describedby="caption-attachment-3302" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3302" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3302" class="wp-caption-text">in Jerusalem ist die &#8222;grüne Linie&#8220; noch grün, aber viele wissen es nicht das hier die Grenze zwischen Ost- und Westjerusalem verläuft</figcaption></figure></p>
<p>Aus Anlass des 50. Jahrestages der Besetzung Palästina plant ihre Gruppe an zwei Tagen im Juni (8. und 10. ) an zwei Stellen in Israel, einen Marsch auf der „grünen Linie“. Sie wollen damit in der israelischen Bevölkerung wieder ein Bewusstsein für diese ,nach dem Waffenstillstand in 1949 festgelegte, Grenze schaffen. Für die Palästinenser ist diese Grenze Grundlage für eine mögliche Grenzziehung zwischen den Staaten Israel und Palästina.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3297" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Gerne würde die Gruppe um Roni Hammermann auch mit der im letzten Herbst sehr erfolgreichen Frauengruppe zusammenarbeiten die den <a href="http://marius-blog.de/marsch-der-hoffnung/" target="_blank">Friedensmarsch der Frauen </a>organisiert hatten. Leider haben diese Organisatoren es abgelehnt, das Machsom Watch ihre Forderung nach dem Ende der Besatzung vortragen können. Der Friedensmarschgruppe geht es ausschließlich um Frieden. Wie sie ihn allerdings erreichen wollen bleibt unklar&#8230;und trotzdem, so Roni „etwas muss die vielen, auch muslimischen Frauen angesprochen haben, denn es waren unglaublich viele Teilnehmerinnen dabei“</p>
<p>Zur Zukunft Israels meinte Roni zum Schluss unseres zwei-stündigen Gespräches: „Wir zerstören uns selbst“</p>
<p>Vor einigen Monaten hatte eine mir gut bekannte Journalistin Liva Hänsel Roni Hammermann interviewt. Das Gespräch habe ich unter <a href="http://marius-blog.de/dreiecksbeziehung-nov-2016/" target="_blank">Gastbeiträge </a>eingestellt</p>
<p>&nbsp;</p>
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