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	<title>Schabbat &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Pater Elias: Es braucht Kompromisse von beiden Seiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2019 22:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war für unsere Gruppe der erste von insgesamt drei „Jerusalem-Tagen“. Wie den regelmäßigen Leser/innen dieses Bloges bekannt schafft sich die Gruppe mit einem Blick vom Turm der deutsch-lutherischen Himmelfahrts-Kirche, die auf dem Gelände des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/pater-elias-es-braucht-kompromisse-von-beiden-seiten/" title="Pater Elias: Es braucht Kompromisse von beiden Seiten">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute war für unsere Gruppe der erste von insgesamt drei „Jerusalem-Tagen“.</p>



<p>Wie den regelmäßigen Leser/innen dieses Bloges bekannt schafft sich die Gruppe mit einem Blick vom Turm der deutsch-lutherischen Himmelfahrts-Kirche, die auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Hospitales auf dem Ölberg steht.</p>



<p>Gott sei Dank war das Wetter etwas schöner als gestern, so das die Gruppe den weiten Blick in alle vier Himmelsrichtungen genießen konnte.  Gleichzeitig war es der Gruppe möglich sich so einen guten Überblick über die Stadt Jerusalem, die judäische Wüste bis zum Jordangraben, den Verlauf der Mauer durch Ostjerusalem, ja gar die  genaue Lage von Bethlehem konnten wir feststellen. Beeindruckend der „grüne Flaum“ der sich zum beginnenden Frühjahr über weite teile der Wüste gelegt hat.</p>



<p>Nach diesem kolossalen Überblick haben wir uns auf den Weg gemacht, den Ölberg hinabzusteigen und in die Jerusalemer Altstadt einzutauchen. Mit uns gingen Tausende Muslime in die Altstadt um dort auf dem Platz „Haram AshSharif“, den die Juden „Tempelplatz“ nennen, am Wahrzeichen von Jerusalem, dem Felsendom und der Al Aqsa Moschee, das traditionelle Freitagsgebet abzuhalten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4301" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Blick vom Ölberg gen Osten auf die judäische Wüste</figcaption></figure>



<p>Wir sind durch die Altstadt, entlang der Via Dolorosa gegangen und haben die Altstadt am „Neuen Tor“ wieder verlassen. Anschließend haben wir die Straßenbahn genommen, sind drei Haltestellen gefahren um dann in das jüdische Marktleben einige Stunden vor dem Beginn des Schabbats einzutauchen.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog natürlich schon über die Besonderheiten der Altstadt, dem tollen Marktleben aber eben auch von der Straßenbahn geschrieben. Wie gewohnt kann der Leser, die Leserin, mit dem entsprechenden Link am Beginn des heutigen Berichtes, weitere Infos zu den entsprechenden Zielen lesen.</p>



<p>Nach dem Marktbesuch der, wie immer sehr beeindruckend lebendig war und wunderbar anzuschauende Produkte (Gemüse, Obst, Brot, Käse, Fisch, Nüsse, Gewürze,) präsentiert, haben wir uns wieder in die Altstadt begeben. Hier waren wir am Nachmittag mit dem Benediktiner Pater Elias von&nbsp;&nbsp;der Dormitio-Abtei verabredet.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4297" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>auch ein farbenfrohes Angebot</figcaption></figure>



<p>Auch über ihn und das Kloster kann man sich über die entsprechenden Links weiter informieren. Pater Elias erzählte uns etwas zur Entwicklung des Klosters, aber eben auch etwas zu den heutigen Aufgaben. Hier stellte er vor allem den Mount-Zions-Award der seit 1987 alle zwei Jahr verliehen wird. In der Begründung, weshalb dieser Preis verliehen wird heißt es:</p>



<p><em>Gerade in der Perspektive des betenden Menschen beginnt der Friede nicht erst auf der Bühne der Politiker und Militärs. Vielmehr wächst der Frieden aus dem Alltag der Menschen. Er kann sich dort langsam, aber nachhaltig ausbreiten, wo Menschen, die vorher zerstritten und verfeindet waren, umkehren, sich einander zuwenden und aufeinander zugehen.</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4298" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>für mich immer wieder ein &#8222;betörender&#8220; Blick auf die Altstadt von Jerusalem</figcaption></figure>



<p>Pater Elias erinnerte uns an die beeindruckende Rede des letzten Preisträgers Amos Oz der den Preis 2017 verliehen bekam. Der hatte Zusammenhang mit dem scheinbar unlösbaren Konflikt zwischen Israel &amp; Palästina von der unabdingbaren Notwendigkeit des Kompromisses gesprochen. Ich erlaube mir im Folgenden Auszüge der Rede von Amos Oz hier zu veröffentlichen. Die ganze Rede ist <a href="http://www.dormitio.net/aktuelles/rundbriefe/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="im Rundbrief 45/2018  (öffnet in neuem Tab)">im Rundbrief 45/2018 </a>abgedruckt</p>



<p><em>&#8230;&#8230;.„Ich glaube auch fest an Kompromisse. Das habe ich bereits mehrmals im Leben gesagt, aber wo sonst, wenn nicht auf dem Zionsberg, sollte ich wiederholen, wie sehr ich mich der Idee des Kompromisses verpflichtet fühle. Kompromisse sind niemals glorreich, Kompromisse sind niemals heldenhaft, Kompromisse sind nicht sehr inspirierend für die Kunst, für die Musik, für die Malerei, nein, eigentlich nicht. Kompromisse sind prosaisch. Zudem gibt es keine glücklichen Kompromisse. Zumindest kaum. Per Definitionem enthalten Kompromisse weder immer währende Ekstase noch Euphorie noch Glückseligkeit. Für viele, viele Menschen, besonders junge Idealisten, ist „Kompromiss“ fast ein Schimpfwort. Sie glauben eher, dass ein Kompromiss etwas Hinterhältiges, Unehrliches, Opportunistisches ist. Sie halten einen Kompromiss für das Gegenteil von Hingabe und Idealismus. Nicht so in meinem Wörterbuch, meine Damen und Herren. In meinem Wörterbuch steht „Kompromiss“ für „Leben“. Und das Gegenteil von „Kompromiss“ ist nicht „Idealismus“, das Gegenteil von „Kompromiss“ ist nicht „Hingabe“. Das Gegenteil von „Kompromiss“ ist „Fanatismus“ und „Tod“. Das ist eine harte Botschaft für die Führer Jerusalems, auf dem Zionsberg. Aber es ist meine Botschaft. Ich glaube an Kompromisse. Nicht an Kompromisse im Sinne von: ‚Lösche dich selbst aus, um den anderen glücklich zu machen‘. Auch nicht an Kompromisse im Sinne von ‚Halte deinem Feind oder deinem Gegner auch die andere Wange hin‘. An Kompromisse als eine Weise, dem anderen irgendwo in der Mitte zu begegnen. Der Kompromiss ist das Geheimnis von Ehe, das Geheimnis von Partnerschaft. Er ist das Geheimnis guter Nachbarschaft, das Geheimnis von Elternschaft, er ist das Geheimnis jeder ge- meinsamen Unternehmung unterschiedlicher Menschen. Und bitte glauben Sie mir, ich weiß das eine oder andere über Kompromisse, ich, der ich mit der selben wunderbaren Frau seit 57 Jahren verheiratet bin. Ich weiß also das eine oder andere über Kompromisse. Und ich glaube an Kompromisse.&nbsp;</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="220" height="300" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/3626_oz_amos.jpg" alt="" class="wp-image-4300"/><figcaption>4. Mai 1939 in Jerusalem geboren<br>am 28.12. 2018 in Tel Aviv gestorben</figcaption></figure>



<p><em>Und ich glaube, dass das, was wir hier in Jerusalem, wir Jerusalemer aller Glau- bensrichtungen, Herkunft und Vorstellungen brauchen, keine Rettung ist, keine wundersame Rettung. Was wir jetzt brauchen, ist keine magische Formel. Was wir jetzt brauchen, ist nicht einmal irgendeine Art göttlicher Inspiration, keine Erlösung, sondern eine Lösung! Und eine Lösung bedeutet „Kompromiss“. Und Kompromisse sind schmerzhaft. Aber sie sind die einzige, einzige Alternative“&#8230;&#8230;</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000432-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4299" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000432-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000432-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>gläubige Juden in tiefen Gebeten an der Westmauer &#8222;versunken&#8220;</figcaption></figure>



<p>Von der Dormitio-Basilika sind wir dann noch bei Sonnenuntergang, an die etwa 15 Gehminuten entfernte Westmauer gegangen. Dort&nbsp;&nbsp;begrüßen die Juden mit innigen Gebeten, aber auch enthusiastischen Gesängen und Tänzen, den beginnenden Schabbat. Ein immer wieder beeindruckendes Erlebnis, dass für mich die Vielfalt des jüdischen Glaubens zum Ausdruck bringt.</p>



<p>Der Tag war aber auch dann für die Gruppe noch nicht zu Ende. Wie bei jeder der Gruppenfahrten haben wir am Abend noch Faten Mukarker in ihrem Haus besucht. Bei einem leckeren Gericht mit palästinensischem Cuoscous haben wir Ausschnitte aus der Lebensgeschichte dieser tollen Frau gehört.</p>



<p><em>&nbsp;</em><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Die falsch verstandene Religiosität weist den Menschen “in seiner Not an die Macht Gottes in der Welt“. Der rechte Glaube weist ihn jedoch „an die Ohnmacht und das Leiden Gottes, nur der leidende Gott kann helfen“. Eine kontextuelle Theologie kann deshalb nur „theologia crucis“ sein.</em>&nbsp;&nbsp;(Mitri Raheb, Dietrich Bonhoeffer zitierend)</p>
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		<title>Hier lebt man in zwei Welten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Apr 2018 21:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Dheisheh Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Schabbat]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder habe ich hier das Gefühl in völlig von einander getrennten Welten zu leben. Dabei meine ich eben nicht nur den massiven Unterschied zwischen der Welt „Palästina“ und der Welt „Israel“. Vor drei Tagen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hier-lebt-man-in-zwei-welten/" title="Hier lebt man in zwei Welten">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder habe ich hier das Gefühl in völlig von einander getrennten Welten zu leben. Dabei meine ich eben nicht nur den massiven Unterschied zwischen der Welt „Palästina“ und der Welt „Israel“.</p>
<p>Vor drei Tagen berichtete ich von der Welt in der Hebronner Altstadt und der Welt 500m Meter entfernt in der Stadt Hebron selbst. Oder die zwei Welten zwischen einer christlich geprägten Stadt wie Beit Jala oder Beit Sahur oder der muslimischen Stadt Nablus. Aber die Grenzen sind eben auch fließend&#8230;</p>
<p><figure id="attachment_3907" aria-describedby="caption-attachment-3907" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3907" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3907" class="wp-caption-text">Frühstück bei Mukarker</figcaption></figure></p>
<p>Heute Morgen war ich zum Frühstück bei Familie Mukarker eingeladen. Schon oft habe ich den wunderbaren Blick vom Balkon genossen. Faten erzählte mir, dass im Nachbarhaus ein Sohn geboren sei, der Erste nach 4 Mädchen, Grund ein großes Fest zu feiern. Also gibt es heute am eher ruhigen Karfreitag der Orthodoxen Christen, zu dem auch die Familie Mukarker gehört, in der Nachbarschaft ein (wahrscheinlich sehr lautes) Freudenfest mit 3-400 Gästen.</p>
<p><figure id="attachment_3908" aria-describedby="caption-attachment-3908" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3908" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3908" class="wp-caption-text">beim muslimischen Nachbarn wird die Geburt des ersten Jungen gefeiert</figcaption></figure></p>
<p>Mit bei der Frühstücksrunde war neben dem Ehepaar Mukarker, ihrer kleinen Enkeltochter, auch Saeed dabei, die ich <a href="http://marius-blog.de/blog/zu-gast-im-fluechtlingscamp-deheishe/" target="_blank" rel="noopener">vor Jahren</a> in ihrer Wohnung im Dheisheh Camp besucht hatte. Damals war ihr ältester Sohn schon monatelang inhaftiert. Saeed hat 5 Kinder und mittlerweile auch schon zwei Enkelkinder. Faten erzählte, dass Saeed bereits bei der Geburt, ihrem ebenfalls zu selben Zeit geborenen Cousin als Ehefrau versprochen wurde. Saeed selbst hatte von dieser „Vereinbarung“ ihrer Eltern mit dem Bruder des Vaters erst erfahren, als ihr mit 14 Jahren „unvermittelt“ mitgeteilt wurde, dass sie nun verlobt sei.</p>
<p><figure id="attachment_3909" aria-describedby="caption-attachment-3909" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3909" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3909" class="wp-caption-text">Blick vom Balkon auf Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p>Für Saeed sind es auch zwei Welten in der sie lebt. Zum einen das so sehr beengte, sehr einfache Leben im muslimisch geprägten Camp und das Leben bei der doch relativ gut situierten christlichen Familie Mukarker</p>
<p>Ich habe heute das arabische Frühstück genossen. Es gab Humus, Falafel, Rührei und Pita-Brot, aber auch Jogurt und leckere, von Faten`s Ehemann Nicola, selbstgemachte Aprikosen-Marmelade. Heute Abend bin ich zum jüdischen Sabbat bei Michal unserer Reiseführerin geladen. Heute geht das siebentägige Pessach-Fest zu Ende und gleich schließt sich der wöchentliche jüdische Ruhetag der Sabbat (auch Schabbar genannt) an. Jetzt dürfen wieder die gesäuerten Brote und andere Speisen zu sich genommen werden. Also wieder zwei völlig verschiedene Welten in die ich heute eintauchen konnte.</p>
<p><figure id="attachment_3911" aria-describedby="caption-attachment-3911" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3911" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3911" class="wp-caption-text">Karfreitag-Kekse:<br />im Vordergrund der Schwamm mit Essig (gefüllt mit Nüssen), außerdem die &#8222;Dornenkrone&#8220; gefüllt mit Dattelmus</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann habe ich mich wieder mit dem Bus 231 von Beit Jala nach Jerusalem begeben, somit wiederum die Seiten und die Welten geändert. Bis zu meiner Abreise am Dienstag werde ich nun wieder im Paulus-Haus übernachten.<br />
Zum Nachmittag habe ich mich dann aufgemacht um zu Michal zu gelangen. Ich wusste ungefähr wo sie wohnt, weil wie vor 1 ½ Jahren bei meiner damaligen Gruppenreise schon mal bei ihr zum Sabbatessen waren. Ich genoss zunächst &#8211; wie schon damals &#8211; die Ruhe, die in den jüdischen Vierteln von Jerusalem am Nachmittag so langsam richtig „einsickert“. Es ist wirklich so wie bei uns am 24. Dezember, de, Heiligen Abend. An diesem Tag wird es auch zu Abend hin immer stiller und friedlich.</p>
<p><figure id="attachment_3912" aria-describedby="caption-attachment-3912" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3912" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3912" class="wp-caption-text">Schabbat-Ruhe</figcaption></figure></p>
<p>Festlich gekleidete Menschen gehen durch die Straße. Als ich in den Bezirk kam, wo die (kleine) Strasse Rabbi Chalafta sein sollte, wollte ich mich durch Nachfragen vergewissern. Das stellte sich aber dann doch schwieriger aus als gedacht. Viele, die ich ansprach konnten kein Englisch, andere kannten die Strasse nicht. Letztlich hatte aber ein junger Mann ein Handy dabei (trotz Sabbat!), er hat mir dann die genaue Stelle „gegoogelt“. So stand ich dann vor Dem Haus Nr. 12, aber wie weiß ich welche (Hebräischen) Klingelknopf ich drücken muss?? Also habe ich gerufen: Michal&#8230;und mir ward aufgetan. Gemeinsam mit Tochter und Schwiegersohn bin ich dann in die Syngoge, wo der fromme Jude den Sabbat mit einem Gottesdienst beginnt. Anschließend gab es dann das Essen, welches auch nach <a href="http://www.judentum-projekt.de/religion/religioesegrundlagen/sabbat/" target="_blank" rel="noopener">bestimmten Regeln</a> gestartet wird. Es gab erst eine kalte Vorspeise, dann eine Suppe, anschließend Fleisch, Salat und Süßkartoffeln und schließlich Kuchen und Tee. Zum Abschluss wurde noch ein Gebet gesprochen. Das ganze Essen dauerte so etwa 2 Stunden.</p>
<p><figure id="attachment_3910" aria-describedby="caption-attachment-3910" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3910" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3910" class="wp-caption-text">auch zwei Welten</figcaption></figure></p>
<p>Ich habe mich dann auf den Heimweg gemacht und wieder diese wunderbare ruhige Atmosphäre genossen. Es waren ganz wenig Menschen auf der Straße (wenn, meist mit Hunden!). Hier und da hörte man aus den Fenstern Gesänge, die wohl auch zu den Sabbat-Traditionen gehören. Als ich mich dann nach etwa einer ¾ Stunde Fußweg der Altstadt näherte kam ich wieder in eine andere (arabische) Welt. Hier war wieder Autoverkehr, manch frisiertes Motorrad knatterte laut, eben Großstadtverkehr an einem Freitagabend.</p>
<p>Zum Schluss des heutigen Tagesblogs möchte ich noch von einem Erlebnis berichten, dass mich heute morgen beim Frühstück sehr berührt hatte. In der Abrahams-Herberge war auch eine Gruppe aus Amerika zu Gast. Beim Frühstück setzte sich ein (farbiges) Mitglied der Gruppe, aus Seattle kommend, an meinen Tisch. Wir kamen ins Gespräch über unsere Erlebnisse hier in Palästina. Auf einmal fragte er mich, ob wir kurz beten wollten. Nach meiner Zustimmung, fasste er mich an den Händen und sprach mit eigenen Worten Hoffnungen und Bitten für die Menschen hier in Palästina an Gott aus. Ich war beeindruckt.</p>
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		<title>Heute gaben die Frauen den Ton an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 05:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch der heutige Tag war, wie schon die anderen vier Tage unserer Reise, ein langer und auch wieder sehr inhaltsreicher Tag. Es ist jetzt schon viertel nach Zehn und wir sind gerade erst in unserer <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/heute-gaben-die-frauen-den-ton-an/" title="Heute gaben die Frauen den Ton an">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch der heutige Tag war, wie schon die anderen vier Tage unserer Reise, ein langer und auch wieder sehr inhaltsreicher Tag. Es ist jetzt schon viertel nach Zehn und wir sind gerade erst in unserer Unterkunft angekommen und das hat einen besonderen Grund. Aber der Reihe nach&#8230;.</p>
<p>Nach dem wir gestern hier im Zentrum des heiligen Landes angekommen waren bot es sich fast wie selbstverständlich an, einen ersten Besuch in der „heiligen“ Stadt Jerusalem zu machen. Um acht Uhr machten wir uns mit dem Bus auf die kurze Fahrt von Bethlehem nach Jerusalem (etwa 10 km). Das besondere aber ist hier halt, das wir die große bis zu 8 m hohe Mauer passieren mussten, die seit 2002/2003 eine (fast) unüberwindbare Grenze zwischen den beiden „Geschwister“-Städten bildet. Im Gegensatz zu den vielen tausenden Palästinensern, die , wenn sie eine Arbeitserlaubnis für Israel haben, früh am Morgen zu Fuß – mit oft vielen Schikanen-die Grenze passieren müssen (<a href="http://marius-blog.de/blog/um-5-00-uhr-am-checkpoint-300-in-bethlehem/" target="_blank">siehe hierzu meinen Bericht von 2014)</a> hatten wir es wesentlich besser. Mit unserem Kleinbus brauchten wir nur kurz anzuhalten. Nach dem der Fahrer erklärt hatte wer wir sind konnten wir schon weiter fahren. In 20 Minuten waren wir im Zentrum von Jerusalem wo uns Michal schon erwartete. (sie wohnt in Jerusalem).</p>
<p><figure id="attachment_3160" aria-describedby="caption-attachment-3160" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3160" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/dormitio-1024x768.jpg" alt="Blick auf die Dormitioabtei auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt, wo wir am Nachmittag ein Gespräch mit dem Benediktinerbruder Natanael führten" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/dormitio-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/dormitio-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/dormitio-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3160" class="wp-caption-text">Blick auf die Dormitioabtei auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt, wo wir am Nachmittag ein Gespräch mit dem Benediktinerbruder Natanael führten</figcaption></figure></p>
<p>Unser heutiges Programm glich in etwa dem meiner Reisegruppen von <a href="http://marius-blog.de/blog/jerusalem-die-%e2%80%9eheilige-stadt-zwischen-hoffen-und-bangen/" target="_blank">2012</a> und <a href="http://marius-blog.de/blog/der-normale-wahnsinn/" target="_blank">2014</a>. Ihr könnt also gerne dort nachlesen und dabei ein wenig nachvollziehen was wir heute, bei schönsten Sonnenschein, klarer Sicht und erträglichen 24 °C in Jerusalem erlebt und gesehen haben.</p>
<p>Michal unsere jüdische Reiseführerin hatte uns angeboten, dass wir, weil wir so eine kleine Reisegruppe sind, bei ihr zu Hause das traditionelle Schabbatessen einnehmen können. Was heißt eigentlich Schabbat?</p>
<p><figure id="attachment_3159" aria-describedby="caption-attachment-3159" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3159" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/klagemauer-1024x768.jpg" alt="Blick auf die West(Klage-)mauer, oberhalb der Tempelplatz mit der goldenen Kuppel des Tempeldomes" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/klagemauer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/klagemauer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/klagemauer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3159" class="wp-caption-text">Blick auf die West(klage-)mauer, darüber der Tempelplatz mit der goldenen Kuppel des Tempeldomes</figcaption></figure></p>
<p>Juden, Christen und Muslime glauben an die Schöpfungsgeschichte, wie sie im Buch Genesis in der Bibel erzählt wird. Demnach hat Gott nach der Erschaffung der Welt und des Menschen am siebten Tag geruht. Juden nennen diesen Wochentag Schabbat (hebräisch: Ruhetag), er ist in besonderer Weise dem Gottesdienst gewidmet. Ein Tag nach jüdischer Zeitrechnung beginnt mit dem Sonnenuntergang und endet mit dem Einbruch der Dunkelheit. Der Schabbat dauert also von Freitag- bis Samstagabend. Wir waren heute zum Schluss unseres Tagesprogramms an der Westmauer (früher Klagemauer) wo sich besonders viele Juden aus Jerusalem, aber eben auch jüdische Touristen zum Beginn des Schabbat einfinden. Der Schabbat ist für die meisten Juden ein besonderer Tag: Familien und Freunde treffen sich am Freitagabend zum gemeinsamen Essen, und im jüdischen Staat Israel sind am Schabbat die Schulen, Büros und Läden geschlossen, und es fahren auch keine Busse. Die wichtigsten religiösen Regeln des Schabbat sind das Arbeitsverbot, der Synagogenbesuch und das rituelle Essen. Wir sind, bevor eine Sirene in Jerusalem den Beginn des Schabbat verkündet, in den Stadtteil gefahren in dem Michal lebt. Dort konnten wir mit ihr in einem Gebetshaus an dem traditionellen Gottesdienst zum Schabbatbeginn teilnehmen. Vieles haben wir natürlich nicht verstanden aber es war doch für uns ein wundervolles Erlebnis, vor allem auch deshalb, weil zu den Gebeten auch wunderschön gesungen wurde. Während bei den orthodoxen Juden, so informierte uns Michal, in der Regel die Männer beim Gottesdienst dominieren, war es hier heute etwas Besonderes. Wunderschöne Frauenstimmen stimmten die Psalmgesänge anstimmten.</p>
<p><figure id="attachment_3158" aria-describedby="caption-attachment-3158" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3158" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/20161028_190922-1024x576.jpg" alt="Das Schabbar-Mahl bei Michal" width="820" height="461" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/20161028_190922-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/20161028_190922-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/20161028_190922-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3158" class="wp-caption-text">Das Schabbar-Mahl bei Michal</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir zu Michal nach Hause gegangen, wo uns ein liebevoll gedeckter Tisch erwartete. Auf den Straßen waren im Übrigen keine Autos zu sehen. Die gläubigen Juden lassen für den Schabbat auch ihr Fahrzeug stehen. Das Schabbat-Mahl beginnt mit einem Segensspruch (hebräisch: Kiddusch) über Brot und Wein. Anschließend werden zwei Brote, die an das Manna in der Wüste erinnern, mit Salz betreut und verteilt. Danach begann unser leckeres Mahl welches Michal vorgekocht und warm gestellt hatte, denn sie als gläubige Jüdin darf in der Schabbatzeit kein Feuer (und somit auch keinen Strom) entzünden. Was hier zubereitet wird ist von Familie zu Familie unterschiedlich. Michal, lange Zeit mit einem marokkanischen Juden verheiratet, bereitete und eine leckere marokanische Speise mit Cuscus und vielen lecker gewürzten Salaten. Zum Nachtisch gab es noich einen leckeren Schokoladenkuchen und eine selbstgemachte Mango-Eiscreme mit den Kernen des <a href="http://www.granatapfel-ratgeber.info" target="_blank">„Granatapfels“. </a><br />
Wir machten uns dann spät –ganz erfüllt vom besonderen Erlebnis- auf den kurzen Heimweg durch Auto-und menschenleere Straßen nach Bethlehem. Michal wird am Samstagmorgen die Synagoge besuchen, wo zum Höhepunkt des Gottesdienstes die Torarolle aus dem Schrein genommen, durch den Raum getragen und zur Lesung auf dem Pult aufgeschlagen wird. Am Nachmittag bis zum Schabbatausgang zum Sonnenuntergang, studieren vor allem orthodoxe Juden – so auch Michal- intensiv aus Tora und Talmud. Liberalere jüdische Familien gehen spazieren oder treffen sich mit Freunden.</p>
<p>Wir werden uns morgen auf den sicherlich schwierigeren &#8211; da unruhigeren- Weg in die „Prophetenstadt“ Hebron machen.</p>
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