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	<title>Tempelplatz &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Sumaya Fahat Naser: &#8222;Nachgeben ist Stärke&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 21:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Grabeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Mea Shearim]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
		<category><![CDATA[Sumaya Farhad Naser]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war der zweite Jerusalemtag der Gruppe. Wieder sind wir mit dem öffentlichen palästinensischen Bus von unserer Herberge nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir Michal getroffen, die israelische Guide, die mich und meine Gruppen in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/sumaya-fahat-naser-nachgeben-ist-staerke/" title="Sumaya Fahat Naser: &#8222;Nachgeben ist Stärke&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute war der zweite Jerusalemtag der Gruppe. Wieder sind wir mit dem öffentlichen palästinensischen Bus von unserer Herberge nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir Michal getroffen, die israelische Guide, die mich und meine Gruppen in den letzten Jahren begleitet hat. Michal kommt ursprünglich aus der Schweiz, lebt aber schon sehr lange in Israel.</p>



<p>Mit ihr und ihren geschichtlichen Kommentaren haben wir uns den auf den „Harem Al-Scharif“ der für Moslem „geheiligte Platz“ begeben, den die Juden auch Tempelberg nennen, da hier früher der jüdischen Tempel gestanden hat. Auf diesem großen Platz steht die (etwas unscheinbar ausschauende) Al Aqsa-Moschee und eben der wunderschöne, achteckige Felsendom mit der markanten goldenen Kuppel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5259" width="572" height="763" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 572px) 100vw, 572px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aufgang zum &#8222;geheiligten Platz&#8220;</figcaption></figure>



<p>Dieser weltbekannte Platz war in den letzten Jahren oft Ausgangspunkt für schwere Auseinandersetzungen zwischen der muslimischen Bevölkerung und der israelischen Polizei. Für Juden ist es untersagt auf diesem Platz zu beten. Dieses Verbot, oft auch als Provokation gegenüber den Moslems, wird häufig überschritten wird. Dann kommt es immer zu diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen.<br>Auch heute konnten wir beobachten, wie eine Gruppe Juden von einer Polizeieskorte auf dem Platz begleitet wurde.&nbsp;</p>



<p>Anschließend sind wir durch die Altstadt zur Grabeskirche gegangen.&nbsp; Zur gesamten Situation im Zusammenhang mit den vielen christlichen Gemeinschaften, die sich diesen Kirchenraum teilen (müssen) möchte ich diesen Film empfehlen, der die oft skurrile Situation in diesem Gotteshaus wunderbar zeigt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hZc0-ZMG_2A" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=hZc0-ZMG_2A" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Das Haus meines Vaters hat viele Wohnungen&#8220;</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-scaled.jpeg"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5261" width="746" height="560" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 746px) 100vw, 746px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">die grauen Kuppeln der Grabeskirche vom &#8222;geheiligten Platz&#8220; aus gesehen</figcaption></figure>



<p>Um die Mittagszeit haben wir im Paulus-Haus die bekannte <a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18479" data-type="URL" data-id="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18479" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Buchautorin Sumaya Fahat Naser</a> getroffen. Ich hatte sie zuletzt <a href="https://marius-blog.de/blog/sumaya-farhad-naser-wir-muessen-lernen-einander-in-die-augen-zu-schauen/" data-type="post" data-id="5027">vor einem Jahr</a> an der gleichen Stelle getroffen. Sie wohnt in der Nähe von Ramallah etwa 28 Kilometer von Jerusalem entfernt. Normalerweise braucht sie etwa eine halbe Stunde, heute hat die Fahrt über 3 Stunden gedauert. Hintergrund dieser langen Anfahrt waren drei „fliegende“ Checkpoints, die wegen der angespannten Situation in der Westbank von den israelischen Besatzungssoldaten eingerichtet wird sind.</p>



<p>Ich hatte schon mal erwähnt, dass Sumaya und Fatima sich in der gemeinsamen Schulzeit in Talitha Kumi kennengelernt hat. Sie sind seit dem befreundet. Über diese muslimisch-christlich Frauenfreundschaft wurde ein Film gedreht. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/watch?v=WRzLTgPxKC4" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=WRzLTgPxKC4" target="_blank">Hier ist der Link dazu.</a> Sumaya erzählte uns, dass sie und ihr Mann, in vielen Gesprächen vor Jahren mit Fatimas Mann Hassan und der Familie, diese davon überzeugt haben, dass Fatima die Sozialarbeit für die Menschen mit Behinderung leisten konnte/durfte.</p>



<p>Sumaya wirkt in dem Gespräch, kämpferisch, ja fast leidenschaftlich beschreibt sie ihre Sicht der Zustände hier, die aktuelle Situation. Ich habe im Internet ein Interview mit ihr gefunden, vom Mai vergangenen Jahres , zu der ich <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.efo-magazin.de/magazin/politik-welt/farhat-naser/" data-type="URL" data-id="https://www.efo-magazin.de/magazin/politik-welt/farhat-naser/" target="_blank">diesen Link </a>lege. Sie ist immer noch in der Friedenserziehung tätig, geht regelmäßig in 9 Schulen um mit den Schüler:innen gewaltfrei Kommunikation einzuüben. </p>





<p>Sumaya erzählte davon wie sie in den Endachtziger Jahren mit 80 Frauen aus Israel und Palästina in einem Workshop trainiert hat, wie man miteinander und nicht übereinander spricht. Diese ersten Erfahrungen im Kontakt mit der &#8222;anderen Seite&#8220; führte zu verblüffenden Erkenntnissen: &#8222;Ihr seit ja ganz normal&#8220; war die enthüllende Feststellung.</p>



<p>Hier noch drei Zitate von Sumaya:</p>



<p>&#8222;Nachgeben ist Stärke&#8220;</p>



<p>&#8222;Religion ist wie ein Gemüsemarkt, man findet was man sucht&#8220;</p>



<p>„Irgendwann werden sie verhandeln müssen, warum dann nicht gleich, beide werden verlieren, die einen mehr die anderen weniger“</p>



<p>Zum späten Nachmittag sind wir noch durch das orthodoxe Viertel Mea Shearim gegangen, was einen , wie immer, in eine völlig andere Welt eintauchen lässt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-scaled.jpeg"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5262" width="658" height="877" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 658px) 100vw, 658px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mea Shearim</figcaption></figure>



<p><strong>Roni Hammermann,</strong> oft von mir in diesem Blog oft erwähnt, da ich sie häufig, auch mit meinen Gruppen in den letzten Jahren getroffen habe. Ich erlaube mir den Nachruf der jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten hier zu veröffentlichen<strong>:</strong></p>



<p><em>Wir trauern um&nbsp;<strong>Roni Hammermann</strong>, die am 3. September nach einer schweren Krankheit in Jerusalem gestorben ist. Roni gehörte zu den ersten Aktivistinnen der Frauen-Menschenrechtsorganisation Machsom Watch (Checkpoint Watch), die 2001 gegründet worden ist. Mit ihren Mitstreiterinnen stand sie an israelischen Checkpoints,&nbsp; beobachtete und dokumentierte wöchentlich die Menschenrechtsverletzungen, die von israelischen Soldaten gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern begangen wurden. Ihre Berichterstattung offenbarte der Welt die Umstände der Besatzung an den Checkpoints. Später beobachtete sie die Missstände in Militärgerichtsprozessen. Roni&nbsp; hat die Arbeit der Organisation und ihre Ziele bei Vortragsreisen in Europa&nbsp; vertreten, und so haben auch wir in Berlin durch ihre lebendige, kluge, sehr informative Erzählung und politische Einschätzung das unerschrockene&nbsp; Engagement der Frauen an den Checkpoints kennengelernt.&nbsp; Eine tiefgründige, humane Einstellung, Warmherzigkeit, Nachdenklichkeit, Klugheit und Bescheidenheit charakterisierten ihre integre Persönlichkeit.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4329" width="266" height="473" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Roni Hammermann 2018</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Ehe noch die Welt erschaffen war, war der Herr allein mit seinem großen Namen. Da stieg ihm der Gedanke auf, eine Welt zu erschaffen. Und er ritzte vor sich eine Welt hin. Aber die Welt konnte nicht bestehen, bevor er die Umkehr erschuf….</em></p>



<p><em>Er sprach: baue ich die Welt allein auf Barmherzigkeit auf, die Sünde nimmt überhand; lasse ich aber die Härte des Gesetzes allein walten, wie wird da die Welt bestehen? Ich will sie nun auf Milde und Strenge zugleich begründen, und, ach, dass sie dann bestehe.</em>&nbsp;&nbsp;(Micha Josef bin Gorrio</p>
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		<title>Heute ein friedlicher Ort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 21:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Daoud und Jihan Nassar]]></category>
		<category><![CDATA[Grabeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch heute haben wir wieder (zum 3. Mal auf dieser Reise) Jerusalem besucht. Auf dem Programm stand der Besuch verschiedener religiöser Stätten in der Altstadt:&#160; zum einen den Tempelberg, den die Muslime&#160;&#160;al-ḥaram aš-šarīf&#160;‚das edle Heiligtum&#160;nennen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/heute-ein-friedlicher-ort/" title="Heute ein friedlicher Ort">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auch heute haben wir wieder (zum 3. Mal auf dieser Reise) Jerusalem besucht. Auf dem Programm stand der Besuch verschiedener religiöser Stätten in der Altstadt:&nbsp;</p>



<p>zum einen den Tempelberg, den die Muslime&nbsp;&nbsp;<em>al-ḥaram aš-šarīf</em><em>&nbsp;‚das edle Heiligtum&nbsp;</em>nennen, dann eine Synagoge und zum Schluss die Grabeskirche.<em></em></p>



<p>Erstaunlicherweise kamen wir ohne Wartezeit auf den Tempelberg.</p>



<p>Es empfing uns dort eine wirklich entspannte und friedliche Atmosphäre. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4345" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein bauliches Wunderwerk welches wir heute in friedlicher Atmosphäre genießen konnten </figcaption></figure>



<p>Wenn man überlegt, welche Auseinandersetzungen es gerade erst in der letzten Woche dort gegeben hatte, wie dem nachfolgenden Beitrag zu entnehmen ist,&nbsp;erscheint es wie ein Wunder oder es ist eben auch ein wenig „Jerusalemer-Alltag“, wo es neben totaler Anspannung schnell auch wieder Entspannung gibt&#8230;bis es wieder eine Anspannung gibt. Nicht umsonst gilt&nbsp;der Tempelberg als einer der umstrittensten&nbsp;heiligen Orte&nbsp;der Welt.</p>



<p>13.03.2019</p>



<p><strong>Wegen Molotowcocktail: Israel schließt vorübergehend Zugang zum Tempelberg</strong></p>



<p>JERUSALEM, 13.03.19 (FJ) – Die israelische Polizei sperrte am Dienstag den Zugang zum Tempelberg vorübergehend, nachdem auf dem Gelände ein Molotowcocktail auf israelische Polizisten geworfen wurde. Ein Beamter wurde aufgrund einer Rauchvergiftung umgehend ins Krankenhaus gebracht, es gab jedoch keine weiteren Verletzten. Zehn Verdächtige wurden festgenommen und nach Angaben der Polizei dauert die Untersuchung des Vorfalls weiter an. Nach dem Angriff wurden die Eingänge gesperrt und die Al-Aksa Moschee geräumt. In den letzten Wochen kam es zu mehreren Konfrontationen auf dem Tempelberg zwischen israelischen Sicherheitskräften und muslimischen Gläubigen.</p>



<p><strong>Spannungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde</strong></p>



<p>Diese Ereignisse begaben sich vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen, welche aufgrund von Israels Verweigerung, Steuergelder an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zu zahlen, entstanden. Der Schritt wurde damit begründet, dass die Gelder für die Bezahlung von Familien inhaftierter Terroristen verwendet werden. Der Präsident der PA, Mahmoud Abbas, sagte, dass dies “ernste Folgen” nach sich ziehen würde. Die israelische Regierung dagegen beschuldigte die Behörde, einen religiösen Krieg zu propagieren. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="530" height="353" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42.jpg" alt="" class="wp-image-4346" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42.jpg 530w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 530px) 100vw, 530px" /><figcaption>Der Tempelberg war in der letzten Woche abgeriegelt</figcaption></figure>



<p>Unter der palästinensischen Bevölkerung kursierten in den letzten Monaten Gerüchte, Israel wolle einen Teil des Tempelberges beschlagnahmen, &nbsp;um dort jüdische Gebete abzuhalten. Nachdem verschiedene Gruppen und Organisationen die Menschen dazu anhielten, den Tempelberg zu stürmen, schloss die Polizei zusätzlich das Damaskustor und das Löwentor der Altstadt Jerusalems. Auch die Hamas forderte die Palästinenser auf, zum Tempelberg zu gehen, um „die Barrikade zu durchbrechen“.</p>



<p><strong>Israel und Jordanien versuchen die Situation zu entschärfen</strong></p>



<p>Der Tempelberg ist das drittwichtigste Heiligtum der Muslime, jedoch auch die wichtigste religiöse Stätte des Judentums. In den letzten Wochen kam es vermehrt zu Konfrontationen auf dem Tempelberg zwischen israelischen Sicherheitskräften und muslimischen Gläubigen. Aktuell ist es nur Muslimen erlaubt auf dem Tempelberg zu beten. Juden dürfen den Ort zwar besuchen, gehen zum Gebet allerdings an die Klagemauer. Israelische und jordanische Beamte führten Gespräche, um die Situation zu entschärfen. Letzte Woche reisten israelische Beamte zu einem Treffen nach Jordanien und jordanische Beamte haben, nach israelischen Berichten, Jerusalem besucht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4348" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Wie beschrieben heute war es sehr sehr friedlich. Wir konnten die besondere Schönheit des Tempeldomes, die wunderbare Platzanlage, die vielen kleinen Kostbarkeiten die über dem Platz verteilt sind, wirklich genießen.</p>



<p>Anschließend haben wir eine Synagoge besucht, wo uns unsere jüdische Guide Michal perfekt über das jüdische Leben mit über 600 Ge- und Verboten informierte.</p>



<p>In einem Nebenraum saß ein junger Mann, der an einer Thora-Rolle schrieb, mit gestochen scharfen Buchstaben die er mit schwarzer Tusche auf das Pergamentpapier zeichnete. Beeindruckend mit welcher Ruhe und Sorgfalt er arbeitete.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4349" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>bewundernswerte Arbeit</figcaption></figure>



<p>Über den Besuch der Grabeskirche will ich nicht viel erzählen. Wie immer herrschte großer Andrang, die Massen schoben sich durch das verwinkelte riesige Gebäude.</p>



<p>Zum Abend waren wir bei Daoud Nassar zu Hause eingeladen. Er wohnt mit seiner Familie unterhalb der Geburtskirche in Bethlehem mit seiner Frau und insgesamt drei Kindern. Wir wurden auch von seiner Frau Jihan empfangen, die uns im Laufe des Abends nicht nur mit kleinen Köstlichkeiten versorgte sondern auch über ihr Frauenprojekt in Nahalin berichtete. Dort im Dorf, etwa 1,5 km vom Weinberg entfernt, hat sie vor einigen Jahren ein Center errichtet in dem die muslimischen Frauen des Ortes verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4351" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bei Daoud Nassar zu Hause mit Bruder George und Tochter</figcaption></figure>



<p>Neben Computerkursen wird auch Englisch gelernt, es wird aus Plastikabfällen, Gebrauchsgegenstände (wie zum Beispiel Taschen) erstellt. Mit diesen sehr vielfältigen Angeboten haben die Frauen die Möglichkeit, außerhalb ihres Hauses sich mit anderen Frauen zu treffen, zu reden und eben auch neue Dinge kennen zu lernen. Anfangs war es sehr schwer, erzählte Jihan, da die Männer in dem sehr konservativen Dorf, es nicht gerne sahen wenn sich die Frauen außerhalb ihres Haushaltes aufhielten. Aber im Laufe der Jahre ist sie dort mit ihren Angeboten akzeptiert.</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Rechtsstaatlichkeit in einem substantiellen Sinn ist für einen demokratischen Staat eine wesentliche Voraussetzung. In zunehmendem Maße höhlte das Siedlungsprojekt den Rechtsstaat aus.</em>&nbsp;&nbsp;(Gershom Gorenberg)</p>
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		<title>&#8222;Morgenstund hat Gold im Mund&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 18:46:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ging es früh aus dem Haus, 6.15 war Abfahrt. Michal, die uns seit gestern durch Jerusalem führt, war der Meinung, dass ein früher Start verhindert, in eine Menschenschlange am Aufgang zum Tempelberg (so wie <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/morgenstund-hat-gold-im-mund/" title="&#8222;Morgenstund hat Gold im Mund&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ging es früh aus dem Haus, 6.15 war Abfahrt. Michal, die uns seit gestern durch Jerusalem führt, war der Meinung, dass ein früher Start verhindert, in eine Menschenschlange am Aufgang zum Tempelberg (so wie die Juden ihn nennen) oder eben „Al Haram al Scharif“ – zu Deutsch „das edle Heiligtum“, wie ihn die Muslime nennen, zu geraten. Schon durch diese verschiedene Namensbezeichnung kann der Leser/die Leserin schon erahnen, das auch der wunderschöne Platz mit dem Tempeldom und der al Aksa-Moschee, zu einem besonderem Streitpunkte im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern gehört. Auch über diesen Konflikt habe ich schön mehrmals geschrieben, wie gewohnt kann der Leser/die Leserin sich mit dem Link am Anfang des Blogberichtes diese Beiträge lesen.</p>
<p><figure id="attachment_3612" aria-describedby="caption-attachment-3612" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3612" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3612" class="wp-caption-text">Beterin am Tempeldom</figcaption></figure></p>
<p>Die frühe Anreise hat sich gelohnt, schon zum Start der Öffnungszeit für Nicht-Muslime um 7 Uhr konnten wir die schmale Holzbrücke die vom Platz der Westmauer zum Tempelplatz begehen. Heute morgen war es sehr friedlich, die Morgensonne lies die goldene Kuppel des Tempeldomes matt golden glänzen, womit sich das Sprichwort heute bewahrheitet hat: &#8222;Morgenstund hat Gold im Mund&#8220;. Nicht immer ist es so ruhig auf dem Platz, wo mit der Al Aksa Moschee das dritt höchste Heiligtum der muslimischen Welt steht. Zuletzt Mitte Juli erschoss eine Gruppe arabischer Israelis vor einem Zugang zum Tempelberg zwei israelische Polizisten. Videoaufnahmen zeigen, was danach geschah: Die Angreifer flüchteten auf den Tempelberg und lieferten sich eine Schießerei mit israelischen Polizisten. Die Angreifer wurden erschossen. Anschließend wurde der Zugang von den Israelis geschlossen, Metalldedektoren wurden zur Personenkontrolle angebracht. Daraufhin boykottierten die Muslime den Platz, beteten zu Tausenden vor der Altstadtmauer, bis ihrer Forderung nach freiem und unkontrollierten Zugang zu ihrem Heiligtum statt gegeben wurde.</p>
<p><figure id="attachment_3613" aria-describedby="caption-attachment-3613" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3613" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3613" class="wp-caption-text">Ostjerusalem: große Siedlungen auf besetztem fremden Grund und Boden</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend haben wir uns an mehreren Stellen in Ostjerusalem die “schleichende“ Übernahme des durch Israel seit dem 6. Tageskrieg vor genau 50 Jahren besetzten Ostteil´s der Stadt angesehen. Auch einer der hervorragenden Streitpunkte im israelisch-Palästinensischen Konflikt. Über diese Entwicklung habe ich schon mehrmals geschrieben, bitte den Link am Beginn beachten. Heute entspann sich bei der Ansicht der vielen und großen jüdischen Siedlungen im Jerusalemer Osten eine interessante Diskussion mit Michal, der jüdisch israelischen Reiseführerin. Schon gestern bei den unmissverständlichen kritischen Aussagen von Roni Hammermann zur Situation an den Checkpoint`s hätten wir gerne Micha`s Meinung gehört. Genauso eben auch zur Situation im Osten der Stadt, wo Israel auf besetztem Gebiet zahlreiche große Siedlungen gebaut hat, und außerdem die palästinensischen Stadtteilen teilweise sich selbst überlässt. „Es gibt nicht Schwarz oder weiß“ war ihre Grundhaltung, das Siedlungen auf Grund und Boden der Palästinenser gebaut wurde ließ sie nicht gelten.</p>
<p><figure id="attachment_3614" aria-describedby="caption-attachment-3614" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3614" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3614" class="wp-caption-text">das Flüchtlingslager Shua`fat, wurde hinter die Mauer &#8222;gelegt&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Das Land gehörte keinem und ist deshalb zu Staatsland erklärt worden. Sie räumte ein, dass die Behandlung der Palästinenser durch die Stadtverwaltung (so gut wie keine Müllabfuhr zum Beispiel) in vielen Dingen unzureichend ist, glaubt aber, dass die Situation in vergleichbaren arabischen Städten in Syrien und dem Irak ähnlich sind. Es wurde in der Diskussion schnell deutlich, dass den jüdischen Bewohnern dieser Stadt, die Situation der Palästinenser mehr oder wenigen egal ist. Manchmal klang bei Michal auch ein bisschen durch wie „die sind auch mit Schuld an ihrer Situation“, denn würden sie sich bei Wahlen zum Stadtparlament beteiligen, könnten sie mehr mitbestimmen, denn fast 45% der Bewohner von Jerusalem sind Palästinenser. Im Gegensatz zu Roni Hammermann, fiel es Michal ziemlich schwer klare Positionen zu beziehen. Reagierte dann, wenn sie sich in eine Ecke getrieben fühlte &#8211; auch ein wenig verständlich &#8211; mit &#8222;Ausflüchten&#8220;: &#8222;kümmert ihr euch denn genauso intensiv auch um den Konflikt in Somalia?&#8220;<br />
Wir kamen dann auf die Straßenbahn zu sprechen, auch ein Politikum, wie ich es in früheren Blogberichten bereits beschrieben habe. Nach Auffassung von Michal fördert dieses Verkehrsmittel die Gemeinsamkeit zwischen den beiden Gruppen.</p>
<p><figure id="attachment_3615" aria-describedby="caption-attachment-3615" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3615" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3615" class="wp-caption-text">Endhaltestelle im Osten der Stadt</figcaption></figure></p>
<p>Wir sind am Nachmittag mit einer kleinen Gruppe, nachdem wir die berühmten <a href="http://www.israelmagazin.de/israel-orte/jerusalem/chagall-fenster-hadassah" target="_blank" rel="noopener">Chagall-Fenster</a> besichtigt hatten, mit der Straßenbahn von der einen Endhaltestelle im Westen der Stadt, zur Endhaltestelle im Osten gefahren. Insgesamt haben 4-5 Palästinenser/innen gesehen, die sich dazu augenscheinlich nicht besonders wohl fühlten.</p>
<p>Der größte Teil der Gruppe hat am heutigen Nachmittag die zentrale Holocaust-Gedenkstätte der Israelis<a href="http://www.yadvashem.org/de/node/53076" target="_blank" rel="noopener"> &#8222;Yad Vashem&#8220;</a> besucht. Yad Vashem (hebräisch יד ושם für „Ort/Denkmal und Name“) erhielt seinen Namen nach Jes 56,5 EU: „Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird.“<br />
An Yad Vashemvielen Orten auf einem großen Gelände wird das Unmögliche versucht: an ein unfassbares Verbrechen zu erinnern, etwas zu sagen ohne alles zu zeigen. Auf meine Frage am Abend, an ein Gruppenmitglied, was er spürt, wenn an den Besuch der Gedenkstätte denkt: &#8222;eine große Traurigkeit&#8220;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>O Gott das Herz ist voller Bitterkeit, lass es nicht zu Hass werden.</em></p>
<p><em>Oh Gott, das Herz ist voller Leid, lasse es nicht zu Rache werden.</em></p>
<p><em>Oh Gott, die Seele ist voller Ängste, lasse es nicht Wut werden.</em></p>
<p><em>Oh Gott, der Körper ist müde, lasse es nicht zu, dass die Müdigkeit sich in Verzweiflung umwandelt.</em></p>
<p><em>Oh Gott, Glaube ist Liebe, Glaube ist Verzeihung, Glaube ist Einsicht.</em></p>
<p><em>Oh Gott, lasse nicht zu, das mein Glaube stirbt.</em></p>
<p>Von Feisal al Husseini (1940-2001:Er war der höchste Vertreter der PLO in Jerusalem und galt als heimlicher Bürgermeister Ostjerusalems)</p>
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