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	<title>Wallad off Hotel &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Fatima: „Ein Land ohne Kontrollen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2019 19:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
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		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Wallad off Hotel]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute hatte ich mich mit Fatima (im Magdolin) in ihrem Heimatort Zaatara im Westjordanland verabredet. Die „erfahrene“ Leser/innenschaft meines Blog kennt diese wunderbare Frau, die ich 2014 kennengelernt habe, aus einer Vielzahl von Berichten in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/fatima-ein-land-ohne-kontrollen/" title="Fatima: „Ein Land ohne Kontrollen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute hatte ich mich mit Fatima (im Magdolin) in ihrem Heimatort Zaatara im Westjordanland verabredet. Die „erfahrene“ Leser/innenschaft meines Blog kennt diese wunderbare Frau, die ich 2014 kennengelernt habe, aus einer Vielzahl von Berichten in diesem Blog.&nbsp;</p>



<p>Kaum hatte ich das Klostergelände verlassen, sprach mich ein Mann an und wollte wissen, wie spät es sei. Ich wies auf die gut sichtbare Turmuhr der Dormitio-Abtei. Er ließ mich verstehen, dass er auf diese Uhr nicht schauen möge. Er hat das nicht begründet, ich habe aber auch nicht nachgefragt, vermutete aber aus religiösen Gründen. Er fragte mich dann wo ich herkäme und als er hörte aus Germany berichtete er das seine Großeltern und Eltern in Bochum gelebt haben. Sie sind dann nach Polen „gegangen“ (ich vermute im Rahmen der Judenverfolgung dorthin verbracht worden. Seine Eltern seien später nach Israel ausgewandert, er ist hier in Jerusalem geboren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4552" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Turmuhr </figcaption></figure>



<p>Ich hatte mich mit Fatima an der Geburtskirche in Bethlehem verabredet.</p>



<p>Es gibt zwei Möglichkeiten dorthin zu gelangen. Mit dem palästinensischen Bus über den Straßencheckpoint, durch Beit Jala nach Bethlehem oder (diese Variante habe ich heute gewählt) mit dem palästinensischen Bus 2344 bis zum Checkpoint 2000. Im verlauf der letzten jahre sind die Busse immer moderner geworden, auch gibt es zahlreiche Haltestellen wo sich die Busse der palästinensischen und&nbsp;&nbsp;der Jerusalemer Verkehrsbetriebe treffen. Israelischen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4554" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>vor der Mauer</figcaption></figure>



<p>Ich hatte mich für diesen Weg vor allem deshalb entschieden, weil ich mal wieder die „sinnliche“ Erfahrung machen wollte, zu Fuß durch den Checkpoint zu gehen. Man muss allerdings sagen, dass der Weg von (West-) Jerusalem ins Westjordanland normalerweise relativ einfach ist. Man wird nicht kontrolliert, geht durch 3-4 Drehkreuze und schon ist man auf „der anderen Seite“. Will man aber nach Israel (Jerusalem) hinein, gerade beim großen Andrang der palästinensischen Arbeitskräfte am frühen Morgen, kann es schon mal eine Stunde und mehr dauern, Interessant fand ich, dass an der Stelle wo man in das Gebäude der Grenzanlage geht, um nach Bethlehem zu kommen, ein Schild mit der Aufschrift „Exit“ steht, Ausgang aus Israel also.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4553" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>auf der anderen Seite</figcaption></figure>



<p>„Draußen“ wird man dann von zahlreichen geschäftstüchtigen Taxifahrern „überfallen“ die gerade bei einer einzelnen Person ihr Geschäft wittern. Nicht nur die Orte in Bethlehem, wohin der Tourist so hinzugehen hat werden angepriesen, auch ein Trip nach Hebron oder auch zum Toten Meer ist im „Programm“. Auch wenn ich abwehre, weil ich zu Fuß gehen möchte und kein Interesse an einer Besichtigung habe geben sie keine Ruhe.</p>



<p>Ich denke dass sie alle dringend eine Fahrt brauchen um „über die Runde“ zu kommen.&nbsp;&nbsp;An der Mauer rund um das <a href="http://walledoffhotel.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="&quot;Wallad off Hotel&quot; (öffnet in neuem Tab)">&#8222;Wallad off Hotel&#8220;</a>, von dem ich schon häufiger berichtet habe, sind wieder viele neue, oft sehr witzige Graffiti angebracht. Mir gefiel das besonders gut, welches Bezug nimmt zu den Plänen des US-Präsidenten, an der Grenze zu Mexiko auch eine Mauer bauen zu lassen.</p>



<p>Ich habe mich der Geburtskirche durch den schönen Bazar genähert, in dem sich im Übrigen wenig Touristen „verirren“. Es ist schon interessant auf die vielen Kartons mit Waren zu schauen, die vo den Geschäften gestapelt sind. Viele kommen aus China, aber ich sah auch solche mit Reis aus Indonesien, Nüsse aus Kalifornien, aber auch Hähnchen aus dem heimischen Ramallah.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4555" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>großer Weihnachtsbaum vor der Geburtskirche</figcaption></figure>



<p>Auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche sind die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest in vollem Gange. Der große Weihnachtsbaum steht schon, zahlreiche Lichterketten wurden gerade angebracht.</p>



<p>Auf der Fahrt mit Fatima zu ihrem Haus nahm ich wieder schmerzlich die unglaubliche Verschmutzung war ,mit der man überall in Palästina konfrontiert wird. Überall liegt Plastik und sonstigem Abfall am Straßenrand und keinen scheint es zu kümmern. Das habe ich bei meiner reise durch den Iran gänzlich anders erlebt. Dort herrschte Sauberkeit im ganzen Land. Ich sprach darüber mit Fatima. Sie meinte spontan: Wir leben in einem Land ohne Kontrolle. Nicht alles ist Israel schuld. Unsere Regierung kann wegen der Besatzung nicht viel machen, was sie aber machen könnte, tut sie nicht. Bespiel: für Sauberkeit im Land zu sorgen. Sie nannte noch ein anderes Beispiel das zeigt, was gerade in den C-gebieten, wo es keine Polizei gibt (weder israelische noch palästinensische) so alles passiert. Da fahren Vielen, oft auch Minderjährige ohne Führerschein, mit Autos, die für billiges Geld in Israel gekauft werden. Diese (illegalen) Fahrzeuge haben weder Versicherung noch sind sie technisch zugelassen. Häufig komme es zu Unfällen oft mit Verletzten und auch Toten. Und es kümmert scheinbar keinen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="4000" height="3000" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000671.jpg" alt="" class="wp-image-4556"/><figcaption>immer wieder berauschend anzuschauen:<br> die judäische Wüste direkt hinter dem Haus von Fatima</figcaption></figure>



<p>Als mich Fatima zurück nach Bethlehem zum Bus bringen wollte, hielten wir noch in Zaatara bei einer jungen Frau mit einem Kind an. Die Frau war mit einer kleinen Schafsherde unterwegs. Fatima ist ausgestiegen und hat mit der Frau gesprochen. Sie bat mich von der Frau und dem Kind ein Foto zu machen. Auf der fahrt nach Bethlehem erzählte sie mir die Geschichte der Frau. Sie ist die (Zweit-) Frau des Sohnes ihrer Schwester, also die Frau ihres Neffen. Dieser hat bereit mit seiner ersten Frau 3 Kinder und nun mit dieser Frau ein Kind, mit dem 2. ist sie (sichtbar) schwanger. So weit aber eben nicht so gut. Ich hatte ja schon häufiger von Ehen mit einer zweiten oder sogar dritten Frau gehört. In diesem Fall aber aber gibt es eine (für mich) unglaubliche Geschichte. Die erste Frau lehnt diese (2.) Frau ab, droht dem Mann ihn zu verlassen. Das hat zur Folge, dass diese (zweite) Frau, aber wohl auch ihr das Kind, vom Neffen von Fatima oft misshandelt wird. </p>



<p>Sie ist sich selbst überlassen, nur ganz selten kommt der Mann zu ihr. Er zwingt sie jeden Tag mit den Schafen zu gehen, das Kind muss auch dabei sein. Wenn Fatima ihre Schwester anspricht, die im Übrigen dieses Enkelkind noch kein Mal gesehen hat, ist dies &#8222;nur beleidigt&#8220;. Fatima und ihre anderen Geschwister, versuchen dieser Frau zu helfen, haben auch schon Geld gesammelt, müssen es ihr, wie auch Verpflegung, immer heimlich zustecken, da sonst gewalttätige Reaktionen des Vaters gegenüber Frau und Kind befürchtet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4561" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>hilflose Fatima<br>bedauernswertes Schicksal von Mutter und Kind</figcaption></figure>



<p> Meine erste Reaktion, sie soll sich von diesem Mann trennen, greift wohl aber aber nicht. Die Frau stammt aus einer ganz armen Familie, zu der kann sie nicht zurück. Alleine leben geht hier nicht. Jetzt hofft sie das 2. Kind ein Junge wird, der für ihre Zukunft bessere Aussichten verspricht, so Fatima. Ich hatte ich mal davon gehört, dass es in dieser Region so etwas wie ein Frauenhaus gäbe. Ich werde mich erkundigen und ggf. Fatima diesen Tipp noch übermittel.</p>



<p>Ich schreibe ja oft von den schwierigen Verhältnissen, die durch die israelische Besatzung für die palästinensische Bevölkerung hervorgerufen wird. Dabei wird leicht vergessen, dass es hier, wie in vielen anderen arabischen Staaten auch, gerade für die Frauen oft ganz andere, wie ich finde, schlimme und erniedrigende Probleme gibt.</p>
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		<title>&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 21:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
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		<category><![CDATA[Wallad off Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Wings of Hope]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/" title="&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen „Wings of Hope“, und zum Abschluss am Nachmittag ein Besuch in der der &#8222;Patriarchen-Stadt&#8220; Hebron, in der sich die Grabstätte Abrahams, des Stammvaters der Juden, Moslems und Christen befinden soll.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog über&nbsp;&nbsp;alle Programmpunkte, teilweise sehr ausführlich und mehrmals, schon geschrieben. Ich darf also, vor allem die neuen Leser/innen, auf die entsprechenden Links zu Beginn meines heutigen Tagesberichtes verweisen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4285" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;der größte Schlüssel der Welt&#8220; am Eingang zum Aida-Flüchtlings-Camp in Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Ich will mich also in meinem heutigen Bericht auf das aktuelle, von heute (bzw. aus den letzten Wochen) beschränken.</p>



<p>Der Tag war im Übrigen auch geprägt von einem Wettereinbruch, der einherging mit starkem Regen und Wind, vor allem aber auch mit stark gesunkenen Temperaturen (von unter 10 °C). Wie Faten uns erklärte, würden die Leute bei so einem Wetter, der den immer ersehnten Regen bringt, von einem &#8222;gesegneten&#8220; Wetter sprechen.</p>



<p>Die Besuche im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Aida-Camp (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alsharq.de/blog/zurueck-wohin-zum-palaestinensischen-recht-auf-rueckkehr" target="_blank">Aida-Camp</a> und auch im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wald-Off-Hotel (öffnet in neuem Tab)" href="http://walledoffhotel.com" target="_blank">Wald-Off-Hotel</a>, beide Einrichtungen liegen direkt an der 12m hohen Mauer, die Jerusalem von Bethlehem trennt, waren für die Gruppe beeindruckend. Für mich wurde durch das Gespräch mit einer Vertreterin Alle haben die Meinung vertreten, dass das Wetter sich der Stimmung, die diese beiden Versuche bei der Gruppe erzeugten, &#8222;prima ergänzten&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4286" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>wenn man im Wald-Off-Hotel aus dem Fenster schaut: sieht man die Mauer</figcaption></figure>



<p>Der Besuch im Zentrum Wings of Hope for Trauma <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/" target="_blank">https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/ </a>haben wir nicht nur etwas zur Arbeit mit und für traumatisierte Kinder und Frauen erfahren, wir haben auch durch einen Zwischenfall, am eigenen Leibe erfahren können was es heißt/heißen kann, hier in dieser so krisengeschüttelten Region im &#8222;normalen&#8220; Alltag zu leben. Gegen 13.30 hörten wir auf der Straße (das Büro liegt mitten in Bethlehem) Schüsse. Etwa 15 Minuten gingen Salven von Gewehrschüssen einher, mit Geschrei von aufgeregten Menschen, wilden Hupen der Autos und in Panik durcheinander laufende Menschen. Wir konnten das aus der 2. Etage unseres Meeting-Raumes gut beobachten. Dank der sozialen Medien, hatte Ursula Mukarker relativ schnell unsere spontane Befürchtung, das es hier wieder, wie sooft in Bethlehem, zu einer Eskalation zwischen israelischer Armee und Palästinensern, gekommen ist, zerstreut. Wie wir erfuhren, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gegeben hatte. Hintergrund war wohl die Tötung einer 31 jährigen 5-fachen Mutter durch den Ehemann, den die Familie der Frau &#8222;rächen&#8220; wollte. Der große Schreck über diesen Zwischenfall, der sich in unserer unmittelbaren Nähe ereignete, war uns allen nachhaltig in &#8222;die Glieder&#8220; gefahren. Trotzdem haben wir uns mit einiger Verspätung, noch auf den weg ins 25 km entfernte Hebron gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4289" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Plakat im Aida-Camp erinnert an den Tod eines 13jährigen -Jungen</figcaption></figure>



<p>Bedingt durch das wirklich schlechte, nasskalte Wetter, aber auch wegen der späten Anreise, haben wir das übliche Programm in Hebron stark gekürzt. Wir sind einen kurzen Weg durch die Altstadt zur Abrahams-Moschee gegangen. Die Gruppe hatte also nur ganz begrenzt die Möglichkeit, die Besonderheit und damit die Konfliktursache in dieser Stadt in &#8222;Augenschein&#8220; zu nehmen. </p>



<p>Ich will hier nicht verschweigen, dass wir auch in Hebron, als wir uns aus der Altstadt entfernten, Schüsse gehört haben. Welchen genauen Hintergrund sie hatten habe ich bis jetzt nicht in Erfahrung bringen können.</p>



<p>Ich möchte an dieser Stelle aber über ein Ereignis berichten, dass sich vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit der Stadt Hebron ereignet hat, in meinem Blog berichten.  Ende Januar 2019&nbsp;&nbsp; hat Israel die Ausweisung der Temporären Internationalen Präsenz in Hebron <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TIPH" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="(TIPH)  (öffnet in neuem Tab)">(TIPH) </a>aufgekündigt, und das Ökumenische Begleitprogramm Palästina Israel <a rel="noreferrer noopener" aria-label="(EAPPI) (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">(EAPPI)</a> hat daraufhin erklärt, dass es jetzt zu unsicher für sie sei, ihre Menschenrechtsbeobachter weiterhin in der Stadt zu stationieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4287" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Verkleidet in die Abraham-Moschee</figcaption></figure>



<p> Alle Apelle, auch der der Bundesregierung, die Entfernung der TIPH aus Hebron rückgängig zu machen um sicherzustellen, dass internationale Menschenrechtsbeobachter, Freiwillige und Aktivisten in der Lage sind, sicher in der Stadt zu arbeiten, haben bis heute nichts genutzt</p>



<p>TIPH &#8211; bestehend aus Norwegen, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Italien und der Türkei &#8211; wurde 1994 als Ergebnis der Osloer Abkommen gegründet, die die Notwendigkeit einer internationalen Beobachtertruppe in der Krisenstadt anerkennen, in der sich Siedler &#8211; die zu den gewalttätigsten und fanatischsten der gesamten israelischen Siedlerbewegung gehören &#8211; in der palästinensischen Bevölkerung niedergelassen haben; 1994 war auch das Jahr des Moscheemassakers von Ibrahimi.</p>



<p>Ende 2018 veröffentlichte die TIPH einen öffentlichen Bericht (in der Regel bleiben ihre Beobachtungen vertraulich), in dem über 40.000 Menschenrechtsverletzungen aufgeführt sind. Es sagte, dass Israel regelmäßig internationale und sogar israelische Gesetze verletzt. Im folgenden Monat, Januar 2019, kündigte Netanyahu an: &#8222;Wir werden die Fortsetzung einer internationalen Truppe, die gegen uns handelt, nicht zulassen&#8220;.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4288" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>in der Galerie im Banksy-Hotel gesehen: das Wasser steht bis zum Hals</figcaption></figure>



<p>Die &#8222;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freunde von Sabeel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.fvsabeel-germany.de/index.htm" target="_blank">Freunde von Sabeel</a>&#8220; deren deutsche Gruppe auch das Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; aus dem ich jeden Tag ein Zitat in diesem Blog veröffentliche, schreibt jede Woche: Jeden Donnerstag versammelt sich die Gemeinde in Jerusalem zum Abendmahl und zum Gebet. Ein Gebet, das in diesem Gottesdienst gebetet wird, wird auch an die Beter in aller Welt gesendet, damit in jeder Region um 12 Uhr das Gebet gebetet wird, damit eine Welle des Gebets rund um die Erde entsteht. Die Gebete haben zum Inhalt aktuelle Ereignisse der letzten Woche.</p>



<p><strong>Hier ein Auszug vom heutigen Tag</strong></p>



<p>Am Mittwoch, 6.März, wurden durch ein Feuer in ihrem Haus in Al Salaymeh, das zur Altstadt von Hebron gehört zwei palästinensische Kinder getötet. Die Feuerwehr wurde an einer Straßenblockade von Soldaten Israels aufgehalten; so war sie nicht in der Lage, die Kinder beizeiten zu erreichen. Als Nachbarn das Haus betraten und die Kinder herausholten, wurden sie an einem Checkpoint festgehalten, da sie die Kinder doch nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus bringen könnten. Wael Al Rajabi und Malak, ein vier-jähriger Junge und Malak, seine achtzehn Monate alte Schwester starben bei dem Unfall; ein Bruder erlitt schwere Verwundungen.</p>



<p><strong>Herr, wir beten für die Familie von Wael und Malak, die ihren Verlust betrauert; und wir beten für die Genesung ihres Bruders. Wir bitten, dass diese Tragödie die israelische Besatzungsmacht dazu bringt, nachzudenken, ob sie auch in Zukunft Notdienste davon abhält auf kritische Unfälle zu reagieren.</strong></p>



<p><strong>Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unsere Gebete.</strong></p>



<p><strong>und zum Schluss des heutigen Tagesberichtes das Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
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