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	<title>Flüchtlinge &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>„Beste Lehrerin der Welt“ im Flüchtlingscamp geboren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2018 20:45:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Dheisheh Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern bin ich nach dem Besuch des Weinberges mit dem Service-Taxi zurück nach Bethlehem gefahren. Ich habe am Dheisheh Flüchtlingscamp anhalten lassen. Das Camp liegt an der Straße von Bethlehem nach Hebron. Es wurde 1949 <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/beste-lehrerin-der-welt-im-fluechtlingscamp-geboren/" title="„Beste Lehrerin der Welt“ im Flüchtlingscamp geboren">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bin ich nach dem Besuch des Weinberges mit dem Service-Taxi zurück nach Bethlehem gefahren. Ich habe am Dheisheh Flüchtlingscamp anhalten lassen. Das Camp liegt an der Straße von Bethlehem nach Hebron. Es wurde 1949 für etwa 3.000 Menschen eingerichtet – heute liegt die Einwohnerzahl bei etwa 16.000. Das Lager ist damit das viertgrößte Camp in der Westbank. Es ist eines von drei Camps die in der Region von Bethlehem errichtet wurden. Die beiden anderen („Aida“ und AL Azzeh) sind wesentlich kleiner, aber durch ihre Lage unmittelbar an der Mauer und am Checkpoint 300, wesentlich häufiger in (oft nächtliche) Auseinandersetzungen mit dem israelischen Militär verwickelt.</p>
<figure id="attachment_3889" aria-describedby="caption-attachment-3889" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3889" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3889" class="wp-caption-text">Einer der Eingänge zum Dheisheh-Camp</figcaption></figure>
<p>Immer wieder kommt es aber auch im Dheisheh Camp zu nächtlichen gewaltsamen Razzien der israelischen Armee, obwohl das Lager in der A-Zone liegt und damit nach den Oslo-Vereinbarungen der vollen Kontrolle der palästinensischen Sicherheitskräfte untersteht. Der letzte größere Zwischenfall datiert von Anfang 2018, wo es 10 Verletzte Palästinenser gab.</p>
<figure id="attachment_3890" aria-describedby="caption-attachment-3890" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3890" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe.jpg 1536w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3890" class="wp-caption-text">Als schlimme Erinnerung:<br />oft der einziger Eingang während der ersten Intifada (1987-1993)</figcaption></figure>
<p>Eine positive Nachricht aus dem Dheisheh Camp macht im März 2016 weltweite Schlagzeilen: Hanan al-Hroub, geboren im Dheisheh Camp, 43-jährige Mutter von fünf Kindern und Lehrerin an einer Grundschule in Ramallah, wurde von der <a href="https://www.varkeyfoundation.org" target="_blank" rel="noopener">Londoner Varkey-Stiftung</a> als die <a href="http://www.dw.com/de/palästinenserin-erhält-weltlehrerpreis/a-19116361" target="_blank" rel="noopener">„beste Lehrerin der ´Welt“</a> ausgezeichnet. Die Ehrung war mit einem Preisgeld von einer Millionen Dollar verbunden. Ausschlaggebend, so die Jury war ihr Motto „Nein zur Gewalt“, dass sie ihren Schülern nahebringt. „Unsere Waffe ist das Wissen“ lautet ihr Motto.</p>
<figure id="attachment_3891" aria-describedby="caption-attachment-3891" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3891" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe.jpg 2048w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3891" class="wp-caption-text">Kunst im Camp:<br />Ikonen des Widerstandes:<br /><a href="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=1421" target="_blank" rel="noopener">Handala</a> und der Schlüssel</figcaption></figure>
<p>Heute wollte ich mich eigentlich mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Helga_Baumgarten" target="_blank" rel="noopener">Helga Baumgarten</a>. Sie ist Politikwissenschaftlerin und arbeitet seit 1993 an der palästinensischen Universität in Bir Zait bei Ramallah. Leider hat das Treffen aus privaten Gründen nicht geklappt.</p>
<p>Ich werde sie aber hoffentlich auf dem Katholikentag in Münster treffen. Dort plant die Nahost-Kommission von pax christi am 11. Mai 2018 eine <a href="https://www.paxchristi.de/kommissionen/view/5305177963757568/Kommission%20Nahost" target="_blank" rel="noopener">Plenums-Veranstaltung</a> zum Thema „Gaza – der bekannteste unter den vergessenen Konflikten“. Frau Baumgarten ist dort eine der Plenumsteilnehmer/innen.</p>
<p>Statt dessen habe ich mich gerne noch einmal auf dem Weg nach Zatara zu Fatima und ihrer Familie gemacht. Ich weiß es von vielen Begegnungen mit ihr, dass sie sehr froh ist, sich mit mir über die Situation in ihrer Familie, Ihrer Region, aber eben auch zu allen anderen Dingen die das (ihr) Leben betreffen, unterhalten zu können.</p>
<figure id="attachment_3892" aria-describedby="caption-attachment-3892" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3892" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Stau-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Stau-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Stau-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Stau-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3892" class="wp-caption-text">Stau in der Geburtsstadt Jesu</figcaption></figure>
<p>Ich hatte das Glück das mich heute Adib, der Taxifahrer, der mich vor Jahren zum Weinberg gebracht hatte und dann 1000,- Shekel zahlen musste nach dem etwa 10 Km entfernten Beduinendorf bringen konnte. leider gab es wegen eines Unfalls auf der Straße Beit Sahur ein solch großes Verkehrschaos, dass wir fast 2 Stunden für die doch relativ kurze Strecke brauchten. So hatten wir im Auto Zeit etwas zu plaudern. Auch Adib hat natürlich persönliche Probleme. Seine 31-jährige Tochter lebt mit den 2 Kindern bei ihm im Haushalt. der geschiedene Ehemann zahlt keinen Unterhalt&#8230;Ja und als Taxifahrer in dieser Region kann man auch keine Sprünge machen. Wenn das Schicksal es nicht gut meint&#8230;.</p>
<p>Bei Fatima war wie erwartet die Freude groß. Da noch Ferien ist waren wieder so ziemlich alle Enkelkinder bei Ihr. Heute habe ich ein wenig mit ihnen gesungen: Die Affen rasen durch den Wald&#8230;war mdi n einstieg. und was singen arabische Kinder in der Region von Bethlehem&#8230;. ja genau: &#8222;Jingle Bells&#8220;</p>
<figure id="attachment_3893" aria-describedby="caption-attachment-3893" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3893" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Fatima-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Fatima-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Fatima-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3893" class="wp-caption-text">ich soll alle, die Fatima kennengelernt, haben von ihr grüßen, was ich hiermit sehr gerne tue.</figcaption></figure>
<p>Von Fatima erfuhr ich heute, nicht nur einiges zur <a href="http://arabisch.com/733/arabische-hochzeitsbraeuche-zwischen-moderne-und-tradition/" target="_blank" rel="noopener">Tradition des Henna-Abends</a>, einer ganz alten Sitte kurz vor der Hochzeit zu dem sie auch heute geladen ist. sie hatte mir ja schon öfters erzählt das es so viele Termine in ihrer Großfamilie gibt. So ist dieser Henna-Abend ja nur der Abschiedsabend der Braut von ihrer Familie, Die eigentliche Hochzeit folgt dann in der Regel ein paar Tage später.<br />
Fatima erzählte aber auch von ihrer Tochter die in Amman in  Jordanien verheiratet ist. Sie und auch ihre Söhne unterstützen sie finanziell, da ihr Schwiegersohn dort (meist) keine Arbeit hat. „Sonst würde die Familie mit drei Kindern verhungern.“ , so Fatima. Eine solche familiäre Hilfe ist hier in der arabischen Welt, eine totale Selbstverständlichkeit. Es gibt wohl in Jordanien, neben vielen unglaublich reichen Menschen, eben auch viele Arme Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Amjad Mitri: &#8222;Siedlungsbau ist auch Vertreibungspolitik&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 21:16:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamsherberge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[UNWRA]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute habe ich mein Nachtquartier gewechselt. Damit verbunden war auch ein Ortswechsel, ein gesellschaftlicher Wechsel und schließlich ein Zeitwechsel. Im Einzelnen: vom Paulushaus bin ich in die Abrahams-Herberge gezogen. Dieses schöne Gästehaus liegt in Beit <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/amjad-mitri-siedlungsbau-ist-auch-vertreibungspolitik/" title="Amjad Mitri: &#8222;Siedlungsbau ist auch Vertreibungspolitik&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich mein Nachtquartier gewechselt. Damit verbunden war auch ein Ortswechsel, ein gesellschaftlicher Wechsel und schließlich ein Zeitwechsel.</p>
<p>Im Einzelnen: vom Paulushaus bin ich in die <a href="http://www.abrahams-herberge.de" target="_blank" rel="noopener">Abrahams-Herberge</a> gezogen. Dieses schöne Gästehaus liegt in Beit Jala, also in der Westbank in den palästinensischen Gebieten. Ein Zeitwechsel war deshalb notwendig, weil in Israel (da wurde auch bei Ostjerusalem keine Ausnahme gemacht) in der vergangenen Nacht bereits die Uhren um eine Stunde vor auf die Sommerzeit gestellt wurden. In Palästina geschieht das erst (wie auch bei uns in Europa) erst in der Nacht zum Sonntag. Wie sagte mir heute ein Palästinenser: 48 Stunden können wir unsere Selbständigkeit zeigen. Ein sehr schwacher Trost wie nicht nur ich meine&#8230;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3746" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jerusalem-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jerusalem-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jerusalem-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jerusalem-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Die Fahrt mit dem Bus vom Damaskustor in Jerusalem nach Beit Jala ist zwar nur geschätzte 12 Kilometer lang, man braucht wenn man gut durch kommt etwa eine ¾ Stunde, aber es ist eben eine andere Welt in die man eintaucht. Nicht nur das einem gleich die Plakate entgegen „strahlen“ die Jerusalem als Hauptstadt von Palästina benennen, nein das ganze Straßenbild ist so gänzlich anders als in (West-) Jerusalem. Viele alte Autos, aber eben auch viel Dreck und Krach auf den Straßen, aber auch Straßenstände (derzeit sind die frisch geernteten Kichererbsen der Renner).</p>
<p>Ich habe mich dann von Beit Jala aus auf den weg nach Beit Sahur gemacht. Zwischen den beiden Kleinstädten liegt das bei uns bekanntere Bethlehem, alle drei Städte gehören aber zu den „Hochburgen“ der Christen in Palästina. In Bethlehem war heute mit dem Marathonlauf „Freedom of Movement“, ein ganz besonderer Tag. Ich hörte das es mehr als 2.000 Teilnehmer/innen gab, mit den zur Begleitung und Unterstützung mit gereisten Freunden und Familien waren sicherlich mehr als 10.000 Gäste in dieser Stadt.</p>
<p><a href="https://www.jungewelt.de/artikel/329758.marathon-gegen-die-zionistische-besatzung.html" target="_blank" rel="noopener">Hier der aktuelle Beitrag in der Tageszeitung &#8222;Junge Welt&#8220;</a></p>
<p>Auf meinem Weg an meinen Zielort Beit Sahur habe ich dann auch noch einen Friseur ausfindig gemacht, der mich direkt drannehmen konnte. Viele Friseure, bei denen ich hereingeschaut hatte, waren derart mit Kunden voll beschäftigt. Ein Haarschnitt hat heute 30 Shekel gekostet, nach dem derzeitigen Wechselkurs etwa 7,-€.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3747" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/singer-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/singer-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/singer-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>Ich habe noch gar nicht erzählt weshalb ich mich auf den Weg nach Beit Sahur gemacht habe, ich hatte mich dort in einem Cafe Amjad Mitri verabredet. Ich hatte von ihm in Deutschland gehört. Unser Treffpunkt war sehr interessant, das Cafe hieß „Singer“ nach den (deutschen) Nähmaschinen benannt. Natürlich waren in dem Cafe viele alte Nähmaschinen „ausgestellt“. Amjad, ein in Deutschland geborener Palästinenser, arbeitet seit 8 Jahren hier in Palästina, unter anderem bei der ältesten palästinensischen Menschenrechtsorganisation Al Haq (gegründet 1979). In seiner Maildresse schreibt er, dass er Advisor und Projektkoordinator sei „Training for Peace and Humanright“ , angestellt beim <a href="https://wfd.de" target="_blank" rel="noopener">Weltfriedensdienst</a> (mit Sitz in Berlin).</p>
<p>Der Weltfriedensdienst wurde 1959 gegründet. Die Gründer waren davon überzeugt, dass die Welt nach zwei Weltkriegen nicht durch mehr Waffen sicherer würde sondern einen aktiven Friedensdienst benötigt.</p>
<p>In dem etwa 2 stündigen Gespräch erfuhr ich viel über seine konkrete Arbeit hier. Genauso viel erfuhr ich aber auch über seine Einschätzungen zum „Oslo-Abkommen“ und eben auch zur Situation und Zukunft der Flüchtlingsfrage.</p>
<p>Angesichts der späten Stunde hier, will ich heute „nur“ auf das Flüchtlingsthema eingehen, werde aber zu den anderen Themen in der nächsten Zeit etwas schreiben.</p>
<figure id="attachment_3748" aria-describedby="caption-attachment-3748" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3748" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Käfer-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Käfer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Käfer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Käfer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3748" class="wp-caption-text">Mahnmal wofür?</figcaption></figure>
<p><strong>70 Jahre Nakba</strong></p>
<p>Von den ca. 11 Mio Palästinensern (weltweit) sind etwa 67 % Flüchtlinge. Von den 2,8 Mio Palästinensern in der Westbank sind etwa 40 % Flüchtlinge, von den knapp 2 Mio Palästinensern im Gazastreifen sind 70 % dort nicht zu Hause. Amjad, von hause aus Jurist, ist, davon konnte ich mir in unserem Gespräch ein guten Eindruck verschaffen, ein profunder Kenner des Internationalen Rechtes. So reagierte er auf die kritischen Stimmen, die abstreiten, dass der Flüchtlingsstatus auf der 2. und 3. Generation vererbt werden kann, mit dem Hinweis auf die internationale Rechtsprechung, die aussagt, dass der Staus so lange anhält, so lange die Situation so ist wie sie ist. Würde die Zeit eine Rolle spielen, hätten die Staaten „gewonnen“ die so lange warten, bis die Zeit um sein. Der Flüchtlingsstatus ist erst beendet, wenn die Situation beendet ist durch Rückkehr, durch von den Flüchtlingen gewollte Umsiedlung oder dem ebenfalls gewollten Bleibrecht im derzeitigen Gastland.<br />
Amjad „klärte mich auch auf über den Umstand, dass die Palästinenser eine eigene UN-Flüchtlingsorganisation haben. Als die UN 1945, nach dem 2. Weltkrieg gegründet, in dem Millionen von Menschen vertreiebn worden waren, wollte sie sich besonders dafür einsetzen das es keine vertreibungen und Flüchtlinge mehr geben sollte. Nicht ganz 3 Jahre später war ihr „hehrer“ Wunsch eines besseren belehrt, mehr als 700.000 Palästinenser flüchteten oder wurden vertrieben. Ein Flüchtlingsorganisation gab es bei der UNO noch nicht. Daher wurden 2 Organisationen geschaffen, eine humane, eine politische.</p>
<figure id="attachment_3749" aria-describedby="caption-attachment-3749" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3749" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/gebet-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/gebet-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/gebet-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/gebet-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3749" class="wp-caption-text">Freitagsgebet auf dem &#8222;Krippenplatz&#8220;in Bethlehem</figcaption></figure>
<p>UNWRA- die UN-Flüchtlingsorganisation für die Palästinenser<br />
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen gründete 1949 die UNRWA (United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees), um humanitäre Hilfe (wie Bildung, Gesundheit, Sozialdienste, aber auch Nothilfe in Gaza) für die Palästina-Flüchtlinge bereitzustellen. Das Hilfswerk soll nach dem Willen der UN solange seine Unterstützung anbieten, bis eine politische Lösung der Palästina-Frage gefunden wird. Die UNRWA beschäftigt 30 000 (überwiegend palästinensische) Mitarbeitende in der Region.</p>
<p>Jedes Jahr nehmen drei Mio. Palästina-Flüchtlinge die Gesundheitsdienste der UNRWA in Anspruch, und 300 000 Personen erhalten Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln oder Bargeld. Mehr als 500 000 Kinder besuchen die Schulen der UNRWA.</p>
<p>1948 wurde auch eine UN Organisation, die UNCCP geschaffen, die mit den betroffenen Regierungen und Behörden eine dauerhafte politische Lösung für die Palästinaflüchtlinge entwickeln sollte. Es sollte ein Packet aus Rückführung und Entschädigung oder Neuansiedlung und Entschädigung auf der Grundlage der Wahl eines jeden Flüchtlings enthalten. Diese Organisation hat einige Jahre getagt, ist aber mit ihren Vorschlägen letztlich am Widerstand vor allem der Amerikaner und Israelis in der UN gescheitert.</p>
<p>Amjad sagte auch etwas zu dem oft gemachten Vorwurf, dass es ungerecht sei, dass nur die pal. Flüchtlinge mit der UNWRA eine &#8222;eigene&#8220; Organisation hätten, wo gegen sich alle anderen Flüchtlinge, weltweit, mit der UNHCR &#8222;begnügen&#8220; müssten. Amjad sieht es als einen Nachteil an das sich nicht die UNHCR um die pal. Flüchtlinge kümmert. Die UN-Organisation wurde im Dezember 1950 gegründet und hat ihren Auftrag eben sowohl für die humanitäre wie auch für die rechtliche Unterstützung der Geflüchteten. Wenn man so will eben die Verbindung der UNWRA mit der UNCCP.<br />
<a href="https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/ueber-uns/unhcr.html" target="_blank" rel="noopener">Mehr zur UNHCR ist hier zu lesen</a></p>
<figure id="attachment_3752" aria-describedby="caption-attachment-3752" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3752" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Stärkung-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Stärkung-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Stärkung-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3752" class="wp-caption-text">Stärkung &#8222;danach&#8220; mit einer Falafel</figcaption></figure>
<p>Amjad ist der Meinung, dass es der Israelischen Regierung zu passe kommt, dass die UNWRA die Flüchtlinge nur „versorgt“, aber eben nicht mehr tut. Er ist der Meinung das Israel die Verantwortung dafür trägt, aber eben diese nicht übernimmt. Erschwerend kommt seiner Meinung nach hinzu, dass noch heute durch den Siedlungsbau in der Westbank,  Palästinenser vertrieben werden, manche schon zum 3. oder 4. Mal in ihrem Leben, mit all den schlimmen Konsequenzen des politischen und gesellschaftlichen Statusverlustes. Siedlungsbau sei deshalb auch eine Vertreibungspolitik.</p>
<p>Zum Schluss unseres Gespräches berichtet Amjad, wie gestern schon Roni Hammermann, von kleinen hoffnungsvollen Aktivitäten. Die israelische NGO &#8222;Hochrot&#8220;, die sich für das Rückkehrrecht der pal. Flüchtlinge einsetzt und die pal. Flüchtlingsorganisation BADIL haben in Tel Aviv ein Projekt begonnen, bei dem konkret erarbeitet wird, wie denn eine Rückkehr von geflüchteten Palästinensern aussehen könnte. Es geht um das Gebiet der hebräischen Uni in Tel Aviv welche auf dem Grundstück eines ehemaligen pal. Dorfes steht. In Diskussionen werden Überlegungen angestellt, wie eine Rückkehr aussehen könnte, was sie verhindert. Ziel sollte ein gemeinsames Leben sein und nicht eine erneute Vertreibung, dieses Mal der jüdischen Bevölkerung. Amjad würde sich mehr solcher konkreten Projekte wünschen in denen man ernsthafte Erfahrungen damit sammeln könnte was heute, 70 Jahre nach der Flucht und Vertreibung möglich ist.</p>
<p>Denn es stimmt der Grundsatz den auch er im Jurastudium gelernt hat:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Recht haben und Recht bekommen ist Zweierlei</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Muttertag in der arabischen Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Mar 2018 19:24:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Gefängnis]]></category>
		<category><![CDATA[Orthodoxe Juden]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute hatte ich mich mit Michal verabredet. Michal, eine Schweizerin, lebt seit 30 Jahren in Israel. Sie hat einige meiner Begegnungsreisen als Guide begleitet. Derzeit plane ich im Oktober 2018 eine Reise nach Israel, Palästina <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/muttertag-in-der-arabischen-welt/" title="Muttertag in der arabischen Welt">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich mich mit Michal verabredet. Michal, eine Schweizerin, lebt seit 30 Jahren in Israel. Sie hat einige meiner Begegnungsreisen als Guide begleitet.<br />
Derzeit plane ich im Oktober 2018 eine Reise nach Israel, Palästina und Jordanien. „Diesseits und Jenseits des Jordans“ heißt die Fahrt.<br />
<a href="http://marius-blog.de/meine-reiseangebote/" target="_blank" rel="noopener">Näheres hierzu findet Ihr hier.</a><br />
In einem gemütlichen Cafe am alten Bahnhof haben wir über das Programm gesprochen.<br />
Michal, eine gläubige Jüdin, hatte meine Gruppe 2016 einmal zu einem Shabbat-Essen in ihre Wohnung geladen. Es war für alle ein unvergessliches Erlebnis. Ihr könnt es gerne noch einmal hier lesen.</p>
<figure id="attachment_3720" aria-describedby="caption-attachment-3720" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3720" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/bahnhof-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/bahnhof-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/bahnhof-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/bahnhof-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3720" class="wp-caption-text">der &#8222;alte&#8220; Bahnhof von Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Heute sprachen wir über die Rente hier und kamen dabei auf die ultra-orthodoxen Juden zu sprechen, von denen viele nicht arbeiten, aber eben vom Staat auch als Rentner Unterstützung erhalten. Das wird&#8217;s natürlich von der arbeitenden Bevölkerung, und auch von Michal sehr kritisch gesehen. Unvermittelt sprachen wir so auch über die unterschiedlichen jüdischen Gruppen in der israelischen Gesellschaft. Michal selbst bezeichnet sich als orthodoxe Jüdin, die versucht alle <a href="http://www.inforel.ch/i20e10.html" target="_blank" rel="noopener">613 Gebote und Verbote</a> zu beachten. Ansonsten lebt sie aber ganz normal &#8222;in Mitten der israelischen Gesellschaft&#8220; wie sie sagt. Im Gegensatz dazu die <a href="http://www.dw.com/de/die-welt-der-ultra-orthodoxie/a-16647855" target="_blank" rel="noopener">„Ultra“-Orthodoxen Juden</a>. Sie leben in eigenen Stadt-Vierteln, ganz unter sich. Wie schon geschrieben gehen sie in der Regel auch keiner Arbeit nach, sondern studieren den Talmud (die Männer) und bekommen viele Kinder (die Frauen). Sie weigern sich auch zum Militärdienst zu gehen, dass wiederum wird derzeit von der israelischen Regierung &#8222;überprüft&#8220;, es gibt die Absicht den Militärdienst auch für diese Gruppe &#8222;zu erzwingen&#8220;.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3721" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jude-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jude-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jude-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/jude-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Michal hat sich jetzt einer Gruppe angeschlossen die sich um solche Menschen kümmert, die versuchen sich aus der „Umklammerung“ der Familie zu lösen. Das ist für die betreffenden Menschen wohl mit großen Schwierigkeiten verbunden. In Deutschland ist ja vor einigen Jahren das Buch einer (ehemals) Ultra-orthodoxen Jüdin aus Amerika erschienen: <a href="https://www.welt.de/vermischtes/article153837696/Mehr-Froemmigkeit-sollte-neues-Unheil-verhindern.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Unorthodox&#8220;</a>. Diese Lebensgeschichte mach sehr deutlich was es für die betreffenden Menschen bedeutet sich &#8222;loszusagen&#8220;.</p>
<p><strong>70 Jahre Nakba</strong><br />
Ich habe mir vorgenommen, bei meinen unterschiedlichen Kontakten in den nächsten Wochen auch immer das Thema Flüchtlinge anzusprechen. Also habe ich auch Michal dazu befragt. Auf der einen Seite sagt sie, &#8222;es ist eine offene Wunde&#8220;, für die Israel noch zu wenig getan hat, das sie &#8222;verheilen&#8220; kann. Kritisch sieht es aber, dass die Flüchtlinge jetzt schon in der dritten oder vierten Generation immer noch als Flüchtlinge gelten. &#8222;Das gibt es sonst nirgendwo  auf der Welt&#8220;. Auch sieht sie die Unterstützung durch die UNWRA nicht förderlich für eine Entwicklung zum selbständigen Leben. &#8222;Das ist keine Hilfe zur Selbsthilfe, die Menschen werden so unterstützt, dass sie wenig Interesse zur Eigenständigkeit haben.&#8220; Auch kritisiert sie die arabischen Staaten (Libanon und Syrien), die den Geflüchteten keine rechte zuerkannt haben. damit hatten sie dort in diesen Ländern keine Entwicklungsmöglichkeiten. Eine Rückkehr nach Israel, wie es eine <a href="https://palaestina.org/fileadmin/Daten/Dokumente/Abkommen/UN-Resolutionen/resolution_194__11.12.1948.pdf" target="_blank" rel="noopener">UN-Resolution schon 1948</a> gefordert hat, sieht Michal als völlig unrealistisch an.</p>
<figure id="attachment_3722" aria-describedby="caption-attachment-3722" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3722" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/symbole-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/symbole.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/symbole-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/symbole-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3722" class="wp-caption-text">Symbole für den Rückkehr- Willen:<br />Die Hausschlüssel</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zum Treffen mit Michal bin ich auch am Jerusalemer Polizeigefängnis vorbeigekommen. <a href="http://marius-blog.de/blog/besatzung-bedeutet-auch-militaergerichtsbarkeit/">Bereits im April 2017 war ich dort</a>. Damals hatte mir Roni Hammermann von diesem Gebäude mitten in der Stadt (hinter dem Rathaus) erzählt. Als ich dort vorbei kam und die Gefangenentransporter vor dem Tor stehen sah fiel mir ein was ich gerade in diesen Tagen in einer Mail gelesen hatte: eine Info der palästinensischen Menschenrechtsorganisation <a href="http://www.addameer.org/news/israeli-occupation-forces-detain-1319-palestinians-during-months-january-and-february" target="_blank" rel="noopener">„Addameer“</a>  berichtete, dass in den ersten Monaten 2018 in den Palästinenser Gebieten 1319 Menschen verhaftet wurden, darunter 274 Kinder. Derzeit sind 6.500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen. 63 davon waren weiblich, davon sechs Mädchen. Insgesamt befanden sich 350 palästinensische Kinder in israelischen Gefängnissen.</p>
<figure id="attachment_3723" aria-describedby="caption-attachment-3723" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3723" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Knast-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Knast-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Knast-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Knast-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3723" class="wp-caption-text">Gefangenen-Transporter vor dem städtischen Polizei-Gefängnis Mitten in Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Addameer betont in der Stellungnahme, dass Israel als Besatzungsmacht schwere und systematische Verstöße gegen internationales Recht und internationales humanitäres Völkerrecht begeht. Die Organisation fordert den UN-Menschenrechtsrat auf, eine Untersuchungskommission zu Israels Misshandlungen von Gefangenen einzurichten, und appelliert an die Unterzeichnerstaaten der Genfer Konvention, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und &#8222;auf die Besatzungsmacht Druck auszuüben, damit sie die Regeln internationalen Rechts und die Rechte von Gefangenen respektiert&#8220;.</p>
<p>Wer mag wohl heute Nacht hier nach Jerusalem gebracht worden sein&#8230;.?</p>
<p>Nun zum Schluss meines Tagesberichtes zu etwas Schönerem:<br />
Bei meinem Spaziergang durch die Straßen in Ost-Jerusalem habe ich mich heute schon gewundert, dass viele Frauen Blumen dabei hatten. Das sieht man hier nicht so oft. Ein Blick in das Internet brachte die Lösung ganz einfach Lösung&#8230;<br />
Die arabische Welt &#8211; so auch hier in Palästina &#8211;  feiert heute den Muttertag. Da schenken die arabischen Männer eben ganz so wie die Deutschen; Blumen.</p>
<figure id="attachment_3724" aria-describedby="caption-attachment-3724" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3724" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Muttertag-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Muttertag-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Muttertag-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Muttertag-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3724" class="wp-caption-text">Blumen zum Muttertag</figcaption></figure>
<p>Übrigens fällt der Muttertag mit dem offiziellen Frühlingsanfang zusammen&#8230;und ein Wetter wie man sich es für den Frühling wünscht war heute hier in Jerusalem.</p>
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		<title>Nakba: Vor 70 Jahren begann die Flucht und Vertreibung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2018 22:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Nakba]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 20. März 2018 mache ich mich wieder auf um drei Wochen in Jerusalem und Palästina zu verbringen. Neben den Kontakten zu den Menschen, die mir seit meiner ersten Reise 2012, lieb und wichtig geworden <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nakba-vor-70-jahren-begann-die-flucht-und-vertreibung/" title="Nakba: Vor 70 Jahren begann die Flucht und Vertreibung">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. März 2018 mache ich mich wieder auf um drei Wochen in Jerusalem und Palästina zu verbringen. Neben den Kontakten zu den Menschen, die mir seit meiner ersten Reise 2012, lieb und wichtig geworden sind, werde ich in den nächsten drei Wochen versuchen auch wieder mit neuen Menschen und Gruppierungen, die sich um Frieden und Aussöhnung bemühen in Kontakt zu kommen.</p>
<p>Diese Reise, es ist die zwölfte, steht für mich ganz im Zeichen der Erinnerung an 70 Jahre Flucht und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus ihren Dörfern in Israel.</p>
<p>Die Bezeichnung <b>Nakba</b> (die Katastrophe), den die Palästinenser für die Vertreibung mehr als einer halben Millionen Menschen, gewählt haben, hatte ich vor 2012 noch nie gehört.<br />
Vor einigen Jahren habe ich einen Beitrag vor Ingrid Rumpf zum Thema &#8222;an Nakba-die Katastrophe&#8220; in meinen <a href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/">Blog eingestellt.</a></p>
<p>In den kommenden 20 Tagen Wochen werde ich versuchen, immer wieder mal einen Blick auf die heutige Situation der Menschen zu nehmen, deren (Ur-)Großeltern in den Jahren 1948/49 und dann auch noch nach dem „6-Tage-Krieg“ 1967 ihr Haus und Dorf verlassen haben/verlassen mussten.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Daoud Nassar: „Wir wollen die negative Energie positiv nutzen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 19:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun an einem Samstag, an dem im benachbarten Jerusalem das jüdische Leben am Schabbat ziemlich zur Ruhe kommt, haben wir uns mit der Gruppe in Palästina aufgehalten. Am Morgen sind wir nur wenige Meter <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-wir-wollen-die-negative-energie-positiv-nutzen/" title="Daoud Nassar: „Wir wollen die negative Energie positiv nutzen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun an einem Samstag, an dem im benachbarten Jerusalem das jüdische Leben am Schabbat ziemlich zur Ruhe kommt, haben wir uns mit der Gruppe in Palästina aufgehalten. Am Morgen sind wir nur wenige Meter gefahren um eines der drei Flüchtlingscamp hier in Bethlehem „Aida“ anzusehen und die Mauer die unmittelbar an diesem Flüchtlingslager 2003 errichtet wurde in Augenschein zu nehmen welches unmittelbar an der Mauer liegt. Zum Thema <a href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/" target="_blank">Flüchtlinge</a> und zu den Camps in Bethlehem findet ihr Infos an anderer Stell in diesem Blog.</p>
<figure id="attachment_3164" aria-describedby="caption-attachment-3164" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3164" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-1024x768.jpg" alt="Flüchtlingscamp Aida in Bethlehem mit dem &quot;größten&quot; Schlüssel der Welt der den Rückkehrwillen der Palästinenser dokumentiert" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3164" class="wp-caption-text">Flüchtlingscamp Aida in Bethlehem mit dem &#8222;größten&#8220; Schlüssel der Welt der den Rückkehrwillen der Palästinenser dokumentiert</figcaption></figure>
<p>Anschließend haben wir uns zum Weinberg der Familie Nassar begeben.</p>
<p>Den regelmäßigen Leser/innen dieses Blogs brauche ich nicht mehr viel vom Weinberg (dem „Tent of Nations“) erzählen, begleitet er mich doch schon seit meinem ersten Aufenthalt im Frühjahr 2012. An<a href="http://marius-blog.de/karte/" target="_blank"> vielen Stellen könnt ihr also etwas über den Weinberg, seine Geschichte und seinem Kampf ums Überleben lesen. I</a>ch möchte mich deshalb in</p>
<figure id="attachment_3165" aria-describedby="caption-attachment-3165" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3165" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-300x225.jpg" alt="Daoud Nassar" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3165" class="wp-caption-text">Daoud Nassar</figcaption></figure>
<p>meinem heutigen Bericht auf die aktuelle Situation in der sich der Weinberg und seine Menschen befinden konzentrieren. Schön war es das Daoud vor Ort war uns sich Zeit nehmen konnte der Gruppe etwas zur Geschichte aber auch zur aktuellen Herausforderung zu erzählen.</p>
<p>Wie dem Blog-Leser bekannt ist wurde die direkte Zufahrt zum Weinberggelände 2002 mit riesigen Steinblöcken für Autos unpassierbar gemacht. Genau an dieser Stelle, etwa 500 m vom Eingang entfernt, wurde nun mit dem Bau einer Toraschule begonnen. <a href="http://marius-blog.de/blog/und-jetzt-auch-noch-eine-bibelschule-am-weinberg/" target="_blank">Ich habe über diese Pläne schon berichtet.</a> Dies bedeutet zum Einen, dass wieder ein Stück Land den Palästinensern weggenommen wird, es bedeutet aber auch, dass durch den Bau der nächste Streit mit den Bewohnern des unmittelbar daneben liegenden Grundstücks des Weinberges vorprogrammiert ist. Die Bauherren der Toraschule gehören zu den radikalen der Siedler. Die Schule soll den Namen der drei im Juni 2014 entführten und anschließend ermordeten Jugendlichen erhalten. Auch ein klarer Hinweis auf politische Dimension dieses Neubaus. Auch ist zu befürchten, dass aus „Sicherheitsgründen“ diese Zufahrt für die vielen Besucher/innen des Weinberges (2015 waren es mehr als 6.000 Besucher/innen) gesperrt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_3166" aria-describedby="caption-attachment-3166" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3166" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-1024x768.jpg" alt="Hier entsteht die Toraschule (links im Hintergrund der Weinberg" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3166" class="wp-caption-text">Hier entsteht die Toraschule (links im Hintergrund der Weinberg</figcaption></figure>
<p>Und was zieht Daoud aus dieser Entwicklung für Konsequenzen?</p>
<p>Er will das schon lange angedacht und mit vielen Unterstützern des Weinberges diskutierte Bauprojekt einer Schule nun voran bringen.<br />
Es sollen verschiedene Gruppen gebildet werden: eine soll das inhaltliche Konzept der Schule, die für die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und alternative Erneuerung stehen soll, entwickeln. Eine zweite Gruppe soll den konkreten Bauplan entwickeln, während die dritte Gruppe die notwendige politische Unterstützung sichern soll. Daoud ist sich sicher, dass es dem Staat Israel nun nicht mehr möglich ist &#8211; wie bisher- einen solchen Bauantrag mit „fadenscheinigen“ Gründen abzulehnen, während 500 m weiter ein Schulneubau genehmigt wurde. Zum Schluss unseres einstündigen Gespräches stellte er unserer Gruppe die „Grundpfeiler“ seines Grundkonzeptes für den Weinberg und das Projekt &#8222;gent of Nations&#8220; vor:</p>
<p><em>„Mit Hass zerstören wir uns selbst. Negative Kräfte müssen in positive Energie umgewandelt werden, wir müssen uns von der Opferrolle verabschieden, müssen aktiv werden. Frieden kann nur von unten aus der Bevölkerung heraus wachsen und ist ein Prozess.&#8220;</em> Schritte zum Frieden sind für Daoud: <em>„Erst müssen wir Brücken der Verständigung bauen. Dann muss es einen Prozess der Versöhnung geben, der allerdings ohne die Gerechtigkeit zu beachten nicht möglich ist“</em></p>
<figure id="attachment_3167" aria-describedby="caption-attachment-3167" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3167" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-1024x768.jpg" alt="Alltag in Hebron trotz großer Anspannung" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3167" class="wp-caption-text">Alltag in Hebron trotz großer Anspannung</figcaption></figure>
<p>Im Anschluss an unseren Besuch bei Daoud auf dem Weinberg sind wir noch in die „Prophetenstadt“ Hebron gefahren, sicherlich der „negative“ Höhepunkt unserer Reise, wird hier doch dem Besucher die ganze Dimension der Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina, zwischen Juden und Moslems schmerzhaft vor Augen geführt. Auch über diese Stadt habe ich schon oft berichtet und verweise deshalb auf verschiedene Beiträge in meinem Blog die durch anklicken des Stichwortes Hebron gefunden werden. Heute war es relativ ruhig in dieser oft so unruhigen Stadt und wir hatten deshalb auch die Möglichkeit von der muslemischen und der jüdischen „Seite“ jeweils einen Blick auf das Grab des für alle Religionen gemeinsamen Propheten Abraham zu werfen</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Du kannst die Demokratie nicht kaufen“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/du-kannst-die-demokratie-nicht-kaufen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2015 17:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Schneller-Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen besuchten wir zunächst Frater Dr. Hanna Kildani vom Lateinischen Patriarchat (katholischen Kirche) in Amman. Auch seine Gemeinde, 300 Familien groß, betreut seit Sommer 2014 irakische Flüchtlinge aus Mossul, die, wie schon vor zwei <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/du-kannst-die-demokratie-nicht-kaufen/" title="„Du kannst die Demokratie nicht kaufen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen besuchten wir zunächst Frater Dr. Hanna Kildani vom Lateinischen Patriarchat (katholischen Kirche) in Amman. Auch seine Gemeinde, 300 Familien groß, betreut seit Sommer 2014 irakische</p>
<figure id="attachment_2554" aria-describedby="caption-attachment-2554" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2554" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container-300x225.jpg" alt="Papst Franziskus hat es gefordert: jede Gemeinde sollte Flüchtlinge aufnehmen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2554" class="wp-caption-text">Papst Franziskus hat es gefordert: jede Gemeinde sollte Flüchtlinge aufnehmen</figcaption></figure>
<p>Flüchtlinge aus Mossul, die, wie schon vor zwei Tagen in Madaba, auf dem Gelände der Kirchengemeinde in Containern leben. Insgesamt sind aus Mossul im letzten Jahr ca. 7.000 Christen nach Jordanien geflüchtet. Sie werden hier neben dem Hilfswerk der UN (UNHCR), von der jordanischen Caritas, aber eben auch von den Kirchengemeinden unterstützt. Dr. Kildani schilderte wie die konkrete Hilfe aussieht. Neben dem Platz den sie auf ihrem Pfarrgelände für die Flüchtlingscontainer zur Verfügung gestellt haben, können auch im Pfarrheim alle Räume genutzt werden. Den Gemeindemitgliedern hat er geraten beim Einkauf grundsätzlich auch etwas für die Flüchtlingsfamilien mitzubringen „Ein Brot für mich ein Brot für die Flüchtlinge“ sollte zum Prinzip werden. Er machte uns deutlich was es für die Flüchtlingen bedeutet ihre Heimat verlassen zu haben: Haus, Werkstatt, Auto, Konto alles ist weg, sollten sie einmal zurückkehren können, müssten sie bei Null anfangen.</p>
<p>Als wir Dr. Kildany, der auch ein Buch zum modernen Christentum</p>
<figure id="attachment_2555" aria-describedby="caption-attachment-2555" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2555" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna-300x225.jpg" alt="Reverent Dr Hanna Kildani" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2555" class="wp-caption-text">Reverent Dr Hanna Kildani</figcaption></figure>
<p>geschrieben hat: „Modern Christianity in the Holy Land“ zu seiner politischen Einschätzung der aktuellen Situation befragten wurde er ganz konkret: Jordanien ist zwar mit Amerika befreundet, aber wir wissen nicht was der Freund will. Bei den Feinden weiß man es genau. Wir fühlen uns oft von den befreundeten Staaten benutz (ausgenutzt) für ihre Ziele und Pläne. Auf die Frage ob es nicht gut war das Hussain oder Gaddafi gestürtzt wurden saget er nur: jetzt gibt es 100 Gaddafis in Libyen. Der Preis den die Bevölkerung zahlen muss sei eindeutig zu hoch.<br />
Er fordert die westlichen Staaten auf mehr auf die besonderen Gegebenheiten und Mentalitäten zu achten. Auch sein Hinweis, dass wir in Europa Jahrhunderte gebraucht haben bis sich bei uns demokratische Strukturen entwickeln konnten leuchtete uns ein. „Du kannst die Demokratie nicht kaufen“, sie muss wachsen unter Beachtung der besonderen Bedingungen die in den Ländern im Nahen Osten herrschen. Zum Konflikt zwischen Israel&amp;Palästina meinet er abschließend nur: &#8222;Wenn Du in Kanada reist, kannst du oft Tage unterwegs sein ohne mit der Geschichte in Berührung zu kommen, gehst Du durch Jerusalem trittst Du mit jedem Schritt auf historische Untergrund. Mit Rabin wurde vor 20 Jahren der mögliche Frieden umgebracht&#8220;</p>
<figure id="attachment_2556" aria-describedby="caption-attachment-2556" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2556" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder-300x225.jpg" alt="von irakischen Flüchtlingskindern gemalt" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2556" class="wp-caption-text">von irakischen Flüchtlingskindern gemalt</figcaption></figure>
<p>&#8222;Es gibt hier keine Hoffnung&#8230;.. außer in Gott. Unsere Hoffnung ist Gott!&#8220;</p>
<p>Anschließend sind wir in einen Außenbezirk von Amman gefahren wo sich eine der „Schneller-Schulen“ befindet.</p>
<p>(<a href="http://www.schnellerschulen.org" target="_blank">Dieser nachfolgende Text wurde der Internetseite der Schneller-Schulen entnommen</a>)</p>
<p><em style="line-height: 1.5;">1860 hat </em><em style="line-height: 1.5;">Johann Ludwig Schneller das Syrische Waisenhaus in  Jerusalem gegründet und darin Waisenkinder aufgenommen ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit. Kinder christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens haben in seinem Haus zusammengelebt, gegessen und gelernt in Respekt vor der Religion des Anderen.</em></p>
<p><em>Seit diesen Anfängen ist die Idee der Friedenserziehung gewachsen und auch heute, trotz manchen Rückschlägen, lebendig und stark. Nachdem das Syrische Waisenhaus im Zuge des Zweiten Weltkrieges und der Gründung des Staates Israel geschlossen werden musste, entstanden in Khirbet Qanafar im Libanon und in Amman in Jordanien Schneller-Schulen, welche die Schneller-Idee weitertragen.</em></p>
<figure id="attachment_2557" aria-describedby="caption-attachment-2557" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2557" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch-300x225.jpg" alt="Deutschunterricht" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2557" class="wp-caption-text">Deutschunterricht</figcaption></figure>
<p><em>Diese Schulen bieten Kindern aus armen Verhältnissen die Möglichkeit, im Internat auf dem Schulgelände zu leben und zu lernen. Dazu kommen noch Tagesschüler aus der Umgebung, welche die Schulen aufgrund der Qualität der Lehre und des guten Rufes der Schneller-Schulen besuchen.</em></p>
<p><em>Bis heute hat sich eine enge Bindung der Schulen an die Trägervereine  in der Schweiz </em><em>und in Deutschland erhalten. Die Trägervereine unterstützen die Schneller-Schulen finanziell, sowie durch die Entsendung von Experten, Zivildienstleistenden und Freiwilligen.</em></p>
<p><em>106 Kinder leben im Internat an der Schule im Libanon, 134 in Amman: Evangelische, maronitische, katholische und orthodoxe Christen, Sunniten,  Schiiten und Drusen. Durch ihr Zusammenleben lernen und leben sie täglich die Freundschaft miteinander, den Respekt voreinander und vor der Religion des Anderen und bilden so einen wichtigen Baustein für eine friedlichere Zukunft im Nahen Osten. </em></p>
<p>Zum Nachmittag sind wir dann an die Stelle gefahren wo nach der <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2558" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg-300x225.jpg" alt="moseberg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>biblischen Geschichte der Herr dem Mose mit dem Spruch: das ist das Land, was ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe&#8230;vom Berg Nebo den aus der Gefangenschaft in Ägypten unter der Führung von Mose zurückkehrenden Israeliten das Land versprach. Ein „heiliger“ Ort gleichermaßen für Christen, Moslems und Juden. Aus 808m Höhe hat man einen sagenhaften Blick ins tiefe Jordantal. Bei guter Sicht kann man die 46 km entfernte goldene Kuppel des Tempeldomes in Jerusalem sehen.</p>
<p>Zum Schluss des Tages haben wir noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Amman gemacht, der alten aber doch auch sehr modernen Millionenstadt.</p>
<figure id="attachment_2559" aria-describedby="caption-attachment-2559" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2559" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman-300x225.jpg" alt="antikes Theater" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2559" class="wp-caption-text">antikes Theater</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8230;. und ab über den Jordan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2015 18:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Allenbybridge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun ging es für uns (für alle zum ersten Mal) über den Jordan nach Jordanien. Ich hatte bisher von vielen Palästinensern aus dem Westjordanland, die alle nur über Jordanien (Ammann) ausreisen können, schon gehört, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/und-ab-ueber-den-jordan/" title="&#8230;. und ab über den Jordan">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun ging es für uns (für alle zum ersten Mal) über den Jordan nach Jordanien.</p>
<p>Ich hatte bisher von vielen Palästinensern aus dem Westjordanland, die alle nur über Jordanien (Ammann) ausreisen können, schon gehört, wie schwierig, oft schikanös es für sie ist die Grenze bei Jericho zu überqueren.</p>
<figure id="attachment_2531" aria-describedby="caption-attachment-2531" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2531" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer-300x225.jpg" alt="Koffertransporter" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2531" class="wp-caption-text">Koffertransporter</figcaption></figure>
<p>Der nachfolgende Bericht in der Zeit beschreibt die Verhältnisse am Grenzübergang (von Jordanien ins Westjordanland&#8230;nicht nach Israel) an der Allenby-Brücke sehr treffend.<br />
<a href="http://www.zeit.de/1988/10/die-allenby-bruecke-symbol-der-trennung" target="_blank">http://www.zeit.de/1988/10/die-allenby-bruecke-symbol-der-trennung</a></p>
<p>Auch der damals 12 jährige Karim hatte im April 2014 in einem <a href="http://marius-blog.de/blog/gastbeitrag-von-karim-anreise-nach-palaestina-bzw-israel/">Gastbeitrag</a> für meinen Blog seine Eindrücke vom Grenzübergang geschildert&#8230;für mich beklemmend beschrieben.</p>
<p>Nun also wir mit einem Bus zu einer Stelle wo alle Palästinenser aus ihren Fahrzeugen aussteigen müssen, ihr Gepäck abgeben und dann in spezielle Busse steigen die sie bis an die eigentliche Grenze (etwa 5 km entfernt bringen. Wir durften in unserem Bus sitzen bleiben bis wir 2 km weiter an den ersten Posten der Israelis kamen. Nach dem wir schon eine halbe Stunde gewartet hatten erfuhren das wir mit unserem Bus mit grünem Palästinensischen Kennzeichen nicht weiter fahren dürfen.</p>
<figure id="attachment_2532" aria-describedby="caption-attachment-2532" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2532" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch-300x225.jpg" alt="vom grünen zum gelben Nummernschild" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2532" class="wp-caption-text">vom grünen zum gelben Nummernschild</figcaption></figure>
<p>Also wurde vom Busfahrer ein weiterer Bus geordert der ein gelbes israelisches Schild hatte (ob das in der Werkstatt anstelle des grünen Schildes schnell angeschraubt wurde ist mir nicht bekannt). Dann ging es (mittlerweile war eine Stunde vergangen) zum eigentlichen israelischen Checkpoint. Hier wurde nun auch unser Gepäck ausgeladen, auf einen Karren gepackt, während wir in ein Gebäude kamen wo wir dann auch die meist palästinensischen Grenzgänger wider trafen. Hier wurde dann unser Pass geprüft, wir bekamen ein „Ausreise-Visum“, mussten dafür pro Person etwa 25 € zahlen und konnten dann mit diesem Nachweis das Drehkreuz passieren. Draußen nun wartete der jordanische Bus mit dem wir die nächsten drei Tage durch Jordanien fahren.<br />
Nach etwa 2 km durch ein „Niemandsland“ was wie eine Mondlandschaft wirkte, kamen wir auf die Brücke und überquerten irgendwann ein kleines Rinnsal was sich Jordan nennt. Nach etwa zwei Stunden von der ersten Station bei Jericho gerechnet, erreichten wir die jordanische Grenzübergangsstelle, wo uns unsere jordanische Reiseführerin Jasmin erwarte. Nun wurde von jordanischer Seite unsere Pässe geprüft. Nach einer weiteren Stunde konnten wir dann unsere Reise in Jordanien beginnen. Wenn ihr den Zeit-Artikel gelesen habt wisst ihr das es für die Palästinenser oft wesentlich länger dauert. Wir wollen uns also nicht beschweren, auch wenn uns wenig einfällt, was diese Art der Kontrolle (und Bürokratie) nun mit der Sicherheit der Israelis zu tun haben soll, denn wir wollten ja das Westjordanland verlassen&#8230;..</p>
<p>Als ich vor einem Jahr das Programm für die Reise plante war für mich klar, dass wir uns auch dem aktuellen Flüchtlingsproblem in Jordanien stellen müssen. So stand heute als erster Programmpunkt der Besuch in einem Flüchtlingslager an. Jordanien mit seinen insgesamt etwa 6 ½ Mio Einwohnern hat insgesamt mehr als 1 ½ Mio Flüchtlinge, wovon in den letzten Jahren etwa 500.000 aus dem benaxhbarten Syrien geflohen sind. Aber es gibt auch eine große Zahl von Flüchtlingen aus dem Irak, an den das Land ebenfalls grenzt.<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ard.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2533" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ard.jpg" alt="ard" width="180" height="102" /></a></p>
<p>Nun haben wir uns nicht die großen Lager an der Grenze zu Syrien angeschaut, oft mit mehr als 100.000 Menschen die in Zelten leben.</p>
<figure id="attachment_2534" aria-describedby="caption-attachment-2534" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2534" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde-300x225.jpg" alt="fast nicht zu sehen hinter Mauern das Flüchtlingscamp" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2534" class="wp-caption-text">fast nicht zu sehen hinter Mauern das Flüchtlingscamp in Madaba</figcaption></figure>
<p>Wie haben in der Stadt Madaba (50 km vom Grenzübergang entfernt) ein kleines Camp besucht, dort leben auf dem Grundstück einer kath.Gemeinde 22 christliche Flüchtlingsfamilien aus Mossul/Irak die im Sommer 2014 dort angekommen sind. Die etwas mehr als 90 Personen sind in kleinen Wohncontainer untergebracht und werden von Mitgliedern der Gemeinde unterstützt. Wir hatten die Möglichkeit mit zwei Vertretern der Gemeinde zu sprechen, gedolmetscht von unserer deutsch und arabisch sprechenden Reiseführerin. So erfuhren wir einiges über Herkunft, Sorgen und Wünsche der Flüchtlingsgruppe.</p>
<figure id="attachment_2535" aria-describedby="caption-attachment-2535" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2535" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager-300x225.jpg" alt="seit einem Jahr auf beengtem Raum 22 Familien" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2535" class="wp-caption-text">seit einem Jahr auf beengtem Raum 22 Familien</figcaption></figure>
<p>Das Schlimmste ist wohl, dass keiner mehr Hoffnung hat, dass sich die Situation im Irak verbessert und sie wieder in Ihre Heimat zurück kehren können. Aber auch gesundheitliche Probleme, die Enge, das Nichtstun können zehrt an den Nerven. Mich hat diese Begegnung sehr gerührt, auch deshalb wohl, weil wir so hilflos sind in dem was wir tun können. Und dennoch wir hatten den Eindruck es tut den Menschen gut das wir sie besuchen, sie war nehmen in ihrem Schicksal.</p>
<p>Das wir Ihnen konkret Obst, Gemüse, Reis, Zucker, Milchpulver und Konserven mitgebracht hatte, hat zu mindestens für den Tag ein wenig Licht und Freude verbreitet. Wir wollen versuchen auch bei uns in Deutschland für diese Gruppe konkrete Hilfe zu organisieren. Ich werde mich an Caritas International wenden, die auch dort in Madaba- wie wir erfuhren- unterstützend wirkt.</p>
<p><a style="line-height: 1.5;" href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2536" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit-1024x768.jpg" alt="ein wenig gemütliche &quot;Privatheit&quot;" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a></p>
<p>ein wenig gemütliche &#8222;Privatheit&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zu Bethlehem geboren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 21:27:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen mit Behinderung]]></category>
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					<description><![CDATA[Über 50 % der mehr als 4 Mio Menschen in Palästina sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Überall auf Straßen und Plätzen sieht man junge Gesichter, sieht sie lachen, seltener spielen. Überhaupt es gibt <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren/" title="Zu Bethlehem geboren">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über 50 % der mehr als 4 Mio Menschen in Palästina sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Überall auf Straßen und Plätzen sieht man junge Gesichter, sieht sie lachen, seltener spielen. Überhaupt es gibt nur wenige Spielplätze und die Straßen mit dem oft heftigen Verkehr, den schmalen oder oft gar nicht vorhandenen Spielplätzen, sie laden nicht wirklich ein zum spielen und toben.</p>
<figure id="attachment_1912" aria-describedby="caption-attachment-1912" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1912" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314-225x300.jpg" alt="Aida Flüchtlingscamp in Bethlehem" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1912" class="wp-caption-text">Aida Flüchtlingscamp in Bethlehem</figcaption></figure>
<p>Erst recht ist die Situation für die Kindern bedrückend und eng in den Flüchtlingscamp, die es auch im Westjordanland so zahlreich gibt. Was heißt hier in Palästina „Flüchtlingscamp?“ <em>Die im Palästinakrieg 1948 geflohenen und vertriebenen Palästinenser (mehr als 750.000) wurden in 58 Flüchtlingslagern im Westjordanland und Gazastreifen, in Jordanien, Syrien und dem Libanon aufgenommen, wo sie und ihre Nachkommen teilweise bis heute leben und vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten versorgt werden. Die Integration der Flüchtlinge in die Bevölkerung wurde auch in den arabischen Staaten teilweise behördlich unterbunden. Die Zelte sind zwischenzeitlich durch feste Bebauung ersetzt worden, der Begriff „Lager“ (als kurzzeitiges Provisorium) ist damit sachlich nicht mehr korrekt. Der Gebrauch dieses Begriffs ist hier mehr politischer Natur, um den ungeklärten Status der Bewohner zu verdeutlichen. Fast jede größere palästinensische Stadt hat ein Lager als Vorort.</em> (aus Wikipädia)</p>
<p>Hier in Bethlehem gibt es drei, wir haben heute dem Aida-Camp einen Besuch abgestattet. Näheres zum Thema Flüchtlinge könnt ihr <a title="AnNakba – die Katastrophe" href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/">hier lesen</a>. Im Aida-Camp leben mehr als 5000 Menschen es gibt zwei Kindergärten und zwei Schulen. Wir haben in einem Begegnungszentrum „Lajee Center“ mit einem Mitarbeiter gesprochen der uns die Arbeit des Centers erläuterte. <a href="http://www.lajee.org" target="_blank">www.lajee.org</a> Hier finden Kinder und Jugendliche verschiedene Angebote, aber auch für Erwachsene ist es ein zentraler Treffpunkt. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit dem israel. Militär, häufig mitten in der Nacht. So wurde erst gestern ein 16 jähriger Junge bei einem solchen Zwischenfall schwer verletzt.</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1913" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334-300x225.jpg" alt="P1000334" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Von meinen früheren Besuchen weiß ich, dass die Situation gerade für behinderte Menschen in Palästina sehr schwierig ist. Durch meine Kontakte mit Fatima -weiteres ist hier zu lesen- hatte ich von der Einrichtung „Life Gate“ (Tor zum Leben ) gehört. <a href="http://www.lifegate-reha.de" target="_blank">www.lifegate-reha.de</a></p>
<p>Wir wurden von Maria empfangen die uns durch das gerade neu bezogene Zentrum führte. Der Name ist Programm: die lern, hör und körperbehinderten Kinder und Jugendliche sollen „ins Tor hinein – aber auch gestärkt wieder ins Leben hinaus treten“. Das Angebot beginnt für Kinder ab 3-6 Jahre mit speziellen Fördergruppen, danach bis 14 Jahre kommen die Kinder in die Förderschule und haben nachher die Möglichkeit in verschieden Bereichen eine Ausbildung zu erhalten. Viele Jugendliche arbeiten in verschiedenen Bereichen einer beschützenden Werkstatt: im Rollstuhl-Reparaturservice, beim Bau von orthopädischen Hilfsmitteln, der Herstellung von Geschenkartikeln aus Olivenholz, der Keramikabteilung und der Strickabteilung. Die Einrichtung versteht sich auch als Teil der Friedensarbeit, so gibt es regelmäßig Ferienfreizeiten mit israel. Gruppen. Die Mitarbeiter besuchen regelmäßig Dörfer und Städte und arbeiten mit den Familien zusammen. Bei ihren Besuchsfahrten werden die Mitarbeiter auch immer wieder auf andere Kinder und Jugendliche mit Behinderung aufmerksam. Ein mehr als beeindruckende Einrichtung die für die Menschen mit Behinderung und ihren Familien eine wichtige Unterstützung und Hilfe bietet.</p>
<p>Zum Nachmittag waren wir bei Dr. Mitri Raheb zu Gast. Dr. Raheb evang. Pastor In Bethlehem und einer der Autoren des 2009 von palästinensischen Christinnen und Christen formulierten Aufrufs an die Weltgemeinschaft „Die Stunde der Wahrheit“. Das mitunter in Deutschland kontrovers diskutierte Dokument versteht sich als ein „Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und</p>
<figure id="attachment_1914" aria-describedby="caption-attachment-1914" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1914" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347-225x300.jpg" alt="Dr. Mitri Raheb" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1914" class="wp-caption-text">Dr. Mitri Raheb</figcaption></figure>
<p>Palästinenserinnen“. Das Papier wird „Kairos-Palästina-Dokument“ genannt. Weiter Infos zum Papier sind <a title="Kairos Palästina" href="http://marius-blog.de/kairos-palastina/" target="_blank">hier</a> zu finden.</p>
<p>Damit das Leben der Einwohner von Hoffnung und Zuversicht erfüllt wird, ist 1995 ein Zentrum für Bildungsarbeit, internationale Begegnungen und Fürsorge für die älteren Menschen „Diyar“ gegründet worden. <a href="http://www.diyar.ps" target="_blank">www.diyar.ps</a></p>
<p>Anschließend haben wir auch die älteste Kirche des Westjordanlandes besucht: die Geburtskirche mit der Geburtsgrotte von Jesus, vor zwei Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, im Übrigen haben die Vertreter von Deutschland in diesem Gremium dagegen gestimmt…</p>
<p>Zum Abschluss des Tages haben noch einige der Gruppe das in unmittelbarer Nähe vom Hotel befindliche „Caritas-Baby-Hospital“ besucht. Das 1952 errichtete Krankenhaus hat sich zum Ziel gesetzt,den Kindern, die unter den Folgen des israelisch-palästinensischen Konflikt leiden eine medizinische Basisversorgung zu sichern. In dem modernen Krankenhaus werden pro Jahr mehr als 30.000 Kinder behandelt. <a href="http://www.kinderhilfe-bethlehem.de" target="_blank">www.kinderhilfe-bethlehem.de</a></p>
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<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1915" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364-300x225.jpg" alt="P1000364" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Zum Abend waren wir noch bei Faten Mukarker zum arabischen Abendessen eingeladen. Faten hatte uns in den letzten drei Tagen in Bethlehem und Hebron als Reiseleiterin begleitet und dabei mit großer Sachkenntnis und Empathie die schwierige politische Situation im Westjordanland erläutert. Sie hat dabei vor allem mit ihrer wunderschönen arabischen Erzählweise begeistert. So hatten wir neben dem leckeren Essen heute Abend auch das Vergnügen etwas aus ihrem Leben als arabisches Mädchen und Frau zu erfahren</p>
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