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	<title>friedliche Proteste &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Seit fast 30 Jahren: jeden Freitag von 13 – 14 Uhr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2017 19:05:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[friedliche Proteste]]></category>
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					<description><![CDATA[20 Jahre, nachdem Israel im sog. Sechstagekrieg im Juni 1967 die Westbank, Gaza und Ostjerusalem besetzt hatte, brach im Dezember 1987 die erste Intifada, der erste palästinensische Aufstand, aus. Einen Monat später versammelte sich eine <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/seit-fast-30-jahren-jeden-freitag-von-13-14-uhr/" title="Seit fast 30 Jahren: jeden Freitag von 13 – 14 Uhr">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>20 Jahre, nachdem Israel im sog. Sechstagekrieg im Juni 1967 die Westbank, Gaza und Ostjerusalem besetzt hatte, brach im Dezember 1987 die erste Intifada, der erste palästinensische Aufstand, aus. Einen Monat später versammelte sich eine kleine Gruppe israelischer und palästinensischer Frauen an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Jerusalem, schwarz gekleidet, mit Schildern in Form schwarzer Hände mit weißer Aufschrift: „Stop the Occupation“</p>
<p>Seit dieser Zeit stehen die mutigen &#8222;Frauen in Schwarz&#8220; jeden Freitag von 13.00 bis 14.00 Uhr, unweit des Sitzes des israelischen Premierministers und fordern das Ende der israelischen Besatzung: &#8222;Down with the Occupation&#8220;</p>
<p>Sie hatten Vorgängerinnen: Black Sash (1955) in Südafrika, die Madres de la Plaza de Mayo (1977) in Argentinien, und sie hatten und haben Nachahmerinnen in mittlerweile ca. 30 Ländern. In Deutschland gibt es Mahnwachen der „Frauen in Schwarz“ in ca.12 Städten. Women in Black sind inzwischen ein weltweites Netzwerk von Frauen, die sich dem Frieden, der Gerechtigkeit und der Gewaltlosigkeit verpflichtet haben und die neben dem ursprünglichen palästinensischen Anliegen jeweils auch ihre eigenen thematischen Akzente setzen. Women in Black sind keine Organisation, sondern eine Bewegung, deren Gemeinsamkeit in der besonderen Form der Mahnwache besteht, wie sie die Frauen in Jerusalem entworfen haben und bis heute praktizieren, denn die Besatzung dauert an.</p>
<p>So bin ich heute selbstverständlich zu diesem Ort der gewaltfreien Demonstration gegangen. Kurz vor 13 Uhr kam eine große Gruppe Touristen und erkundigten sich bei zwei dort anwesenden Frauen, ob denn heute die Mahnwache stattfinden würde. Diese bejahten die Frage, und tatsächlich kam bald eine ältere Frau mit einer größeren Einkaufstasche in der sich die schwarzen Protesthände und Transparente befanden. Schnell wurden sie an die Gruppe verteilt und schon stand eine Gruppe von etwa 50 Personen rund um den Brunnen. Mittlerweile war auch ein Polizeiwagen vorgefahren der augenscheinlich den Protest beobachtete.</p>
<p>Wiederum dauerte es nicht lange, bis auf der anderen Straßenseite sich eine einzelne Frau mit Israelfahne und einem kleinen Plakat als „Gegendemonstration postierte. Ich war nun schon mehrfach zu dieser Protestaktion zugegen und kenne den Ablauf ein wenig. Immer wieder gibt es aus den vorbeifahrenden Autos Protest in Form von Hupen oder auch lautstarken Rufen, die ich, da meist in hebräisch, nicht verstehe. Auch vorbeigehende äu0ern sich manchmal kritisch. Aber es sind im Verhältnis aller Fahrzeuge/Fußgänger nur sehr wenige die eine Reaktion zeigen.</p>
<p>Aber ich finde doch, dass diese Demonstration Aufsehen erzeugt auch bei den vielen Touristen die mit ihren Bussen vorbeifahren.</p>
<p>Sich ist aber auch, dass sich diese Demonstration, bezüglich der Teilnehmer/innen, in den fast 30 Jahren verändert hat. Viele der Frauen, die vor langer Zeit mit dem Protest begonnen haben leben nicht mehr, nur wenige Junge sind nachgerückt. Dafür sind es aber immer mehr Touristen/Pilgergruppen aus aller Welt die von dieser Protestaktion gehört oder gelesen haben (so steht der Hinweis auf diese Aktion auch im Know How Reiseführer Palästina), die die weniger gewordenen einheimischen Frauen (und auch Männer) unterstützen.</p>
<p>Trotzdem würde man sich ja wünschen, dass eines Tages sich die Protestaktion erübrigt&#8230;weil die Besatzung beendet ist.</p>
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		<title>Freitags wird im Heiligen Land demonstriert – friedlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 May 2016 06:34:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstrant]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in Schwarz]]></category>
		<category><![CDATA[friedliche Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Ni`lin]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Vormittag hatte ich ein ausführliches und sehr persönliches Gespräch mit Pater Elias, einem der Mönche hier in der Dormitioabtei,  Ich werde in meinem morgigen Blog davon und über das Leben hier im Kloster berichten. <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/freitags-wird-im-heiligen-land-demonstriert-friedlich/" title="Freitags wird im Heiligen Land demonstriert – friedlich">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Vormittag hatte ich ein ausführliches und sehr persönliches Gespräch mit Pater Elias, einem der Mönche hier in der Dormitioabtei,  Ich werde in meinem morgigen Blog davon und über das Leben hier im Kloster berichten.</p>
<p>Um die Mittagszeit machte ich mich auf, um den Jerusalemer „Frauen in Schwarz“, solidarische Unterstützung zu geben. Seit 1989 stehen sie, von 13-14 Uhr an einer der Hauptverkehrskreuzungen, ganz in der Nähe des Amtssitzes von Netanjahu, dem israelischen Premierminister, und fordern ein Ende der Besatzung. Ich hatte über diese mutigen Frauen bereits bei meinem <a href="http://marius-blog.de/blog/mutige-und-starke-frauen-in-schwarz/" target="_blank">ersten Aufenthalt in 2012 berichtet</a>.</p>
<figure id="attachment_2933" aria-describedby="caption-attachment-2933" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/blog/freitags-wird-im-heiligen-land-demonstriert-friedlich/fraueninschwarz/" rel="attachment wp-att-2933"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-2933" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fraueninschwarz-1024x683.jpg" alt="seit 1989 jeden Freitag, mitten in Jerusalem: Protest der &quot;Frauen in Schwarz&quot; " width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fraueninschwarz-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fraueninschwarz-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fraueninschwarz-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2933" class="wp-caption-text">seit 1989 jeden Freitag, mitten in Jerusalem: Protest der &#8222;Frauen in Schwarz&#8220;</figcaption></figure>
<p>Die Frauen in Schwarz sind heute eine internationale Bewegung von Friedensfrauen. Die Form des öffentlichen Protestes in schwarzer Kleidung entstand 1972 in Argentinien während der Militärdiktatur, als die &#8222;Mütter von der Plaza de Mayo&#8220; gegen das &#8222;Verschwinden&#8220; ihrer Kinder eintraten. Bei uns in Deutschland (<a href="http://www.frauenportal.koeln/cms/news/article.php?storyid=49" target="_blank">zum Beispiel in Köln</a>), aber auch in Österreich und der Schweiz gibt es Gruppen dieser Frauen-Friedens-Bewegung.</p>
<p>Neben jüdischen Frauen und Männern aus Jerusalem fanden sich heute auch einige Freiwillige ein, die sich bei EAPPI, <a href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">dem Begleitprogramm des ökumenischen Weltkirchenrates</a>, ein viertel Jahr in Jerusalem oder an Einsatzorten im Westjordanland für einen gerechten Frieden einsetzen. Insgesamt eine Gruppe von etwa 10 Personen „bewaffnet“ mit Transparenten und schwarzen Papptafeln auf denen das Ende der Besatzung gefordert wird.</p>
<p>So steht Mann/Frau da, hält die Protestpappe hoch und unterhält sich mit seiner Nachbarin, heute eine Freiwillige von EAPPI, aus Brest in Frankreich kommend. Sie erzählte wie schwierig es für sie und ihren Mann (der in Hebron eingesetzt ist) war, ihren 4 Kindern und mehr als 10 Enkelkindern zu erklären, was sie denn hier in Israel&amp;Palästina macht. Mittlerweile, dank ihrer Berichte, hat ihre Familie schon eine bessere Vorstellung von den Inhalten Ihrer Friedensaufgabe.</p>
<p>Nach einer Viertelstunde stellte sich, wie gewohnt, auf der anderen Seite der Straße, eine</p>
<figure id="attachment_2934" aria-describedby="caption-attachment-2934" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/blog/freitags-wird-im-heiligen-land-demonstriert-friedlich/protest/" rel="attachment wp-att-2934"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2934" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Protest-300x200.jpg" alt="auch immer dabei... Proteste gegen ein Menschenrecht" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Protest-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Protest-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Protest-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2934" class="wp-caption-text">auch immer dabei&#8230;<br />Proteste gegen ein Menschenrecht</figcaption></figure>
<p>heute aus zwei Personen bestehende „Protestgruppe“ auf. Eine Frau schwenkte die israelische Fahne und ein Mann las lauthals aus einem Buch (Bibel?) vor. Immer wieder hupten auch vorbeifahrende Autos, wobei es nicht immer klar war wem das hupen galt: Zustimmung für die Protestgruppe oder für die mutigen Frauen in Schwarz. Hier und da kamen aber auch Fußgänger vorbei und schimpften auf uns ein. Unsere Reaktion: Shalom.</p>
<p>Neben dieser Protestaktion im Herzen von Jerusalem gibt es an vielen Orten im Westjordanland jeden Freitag friedliche Proteste. Ich hatte schon über den Freitagsprotest in Nihlin berichtet. Während der Protest der Frauen hier in Jerusalem friedlich verläuft, sieht man mal von den Reaktionen einiger weniger vorbeifahrender Autofahrer ab, gibt es bei den gewaltlos angelegten Protestaktionen im Westjordanland immer wieder –oft auch ernsthafte &#8211; Auseinandersetzungen mit dem israelischen Militär. Oft werden Tränengasgranaten geschossen, vielfach aber auch Teilnehmer der Proteste festgenommen.</p>
<figure id="attachment_2935" aria-describedby="caption-attachment-2935" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/blog/freitags-wird-im-heiligen-land-demonstriert-friedlich/marktleben/" rel="attachment wp-att-2935"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2935" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Marktleben-300x200.jpg" alt="zur selben Zeit an anderer Stelle in Jerusalem: Marktleben in Jerusalem" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Marktleben-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Marktleben-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Marktleben-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2935" class="wp-caption-text">zur selben Zeit an anderer Stelle in Jerusalem: Marktleben in Jerusalem</figcaption></figure>
<p>So wie die Frauen in Jerusalem sind auch alle anderen friedlichen Protestaktionen im Lande ein mutiges Zeichen von mutigen Menschen. Sie zeigen durch Ihre dauerhaften und regelmäßigen Proteste, dass sie nicht aufgeben sich für ein Ende der Besatzung und für die Rückgabe gestohlener Grundstücke einzusetzen.</p>
<p><strong>Zum gewaltfreien Widerstand sagt Saeed Amireh aus Nihlin: „</strong><strong>Gewaltfreier Widerstand ist sehr viel mächtiger und effektiver als anderer. Er ist keineswegs schwach, sondern erfordert sogar mehr Mut&#8230; Wir konnten damit weltweite Unterstützung erlangen.&#8220; Die israelischen Besatzer wissen oft nicht, wie sie damit umgehen sollen. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Ni`lin ein mutiges Dorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 08:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[friedliche Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlung]]></category>
		<category><![CDATA[Tränengas]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass es in der palästinensischen Gesellschaft, also in der Gesellschaft die seit 1948 an Vertreibung und Unterdrückung leidet, Menschen gibt, die mit zivilgesellschaftlichem gewaltlosem Engagement und nicht mit Gewalt reagieren, ist gerade in diesen Tagen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nilin-ein-mutiges-dorf/" title="Ni`lin ein mutiges Dorf">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es in der palästinensischen Gesellschaft, also in der Gesellschaft die seit 1948 an Vertreibung und Unterdrückung leidet, Menschen gibt, die mit zivilgesellschaftlichem gewaltlosem Engagement und nicht mit Gewalt reagieren, ist gerade in diesen Tagen, wo die Gewalt auf beiden Seiten wieder einmal eskaliert, einer besonderen Würdigung und Ermutigung wert. Im Juli habe ich mit anderen deutschen Unterstützer/innen die Gruppe des Volkskomitees Ni`lin (eines von über 30 in ganz Palästina) in der Saeed Amireh (23 Jahre), nach der Inhaftierung</p>
<figure id="attachment_2144" aria-describedby="caption-attachment-2144" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2144" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094-300x225.jpg" alt="Saeed vor dem &quot;office&quot; " width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2144" class="wp-caption-text">Saeed vor dem &#8222;Office&#8220;des Volkskomitees</figcaption></figure>
<p>seines Vaters, trotz seines jugendlichen Alters, die organisatorische Leitung übernommen hat, für den „Bremer Solidaritätspreis 2015“ vorgeschlagen. Er ist mit 10.000 € dotiert und soll Personen und Initiativen ermutigen und würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. (<a href="http://www.lafez.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen60.c.1388.de" target="_blank">www.lafez.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen60.c.1388.de</a>) Seit 2004 demonstriert die Dorfgemeinschaft an jedem Freitag friedlich und gewaltfrei gegen die Besatzung, den Bau der Mauer und den damit einhergehenden Landraub.<br />
Gestern hatte ich die Möglichkeit (dank der Bereitschaft von Anja mich mit ihrem PKW zu fahren) Saeed in seinem Dorf in Ni`lin zu besuchen.</p>
<p>Ni`lin ist ein Ort nahe (25 km) von Ramallah mit ca. 5.000 Einwohnern. Im Jahre 1967 gab es mehr als 12.000 Einwohner. Grund für den Bevölkerungsrückgang ist die Unterdrückung durch die israelische Besatzung, der die Bevölkerung seit 1967 gegenübersteht. In Ni`lin gibt es keine Marktstraßen, keine Bushaltestelle, keine Kulturstätten und öffentlichen Parks. Dort gibt es Wohnhäuser, Schulen, wenige Läden für die Waren des täglichen Bedarfes – und die Mauer. Die israelische Mauer verläuft durch palästinensisches Gebiet. Israel hat sich große Teile palästinensischen des den Bewohnern von Ni`lin gehörenden Farmlands (mehr als 80 %) angeeignet. Es wurden auf diesem Gebiet mehrere Siedlungen gebaut, Siedlern landschaftliches Gelände zur Verfügung gestellt und eine Landstraße zur Verbindung der Siedlungen gebaut. Alles darf nur von Israelis und nicht von Palästinensern genutzt werden; nach internationalem Recht ist dies illegal.</p>
<p>Saeed Amireh wurde selbst während gewaltfreier Demonstrationen bereits mehrfach angeschossen, er wurde</p>
<figure id="attachment_2148" aria-describedby="caption-attachment-2148" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2148" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098-300x225.jpg" alt="Gedenktafel an die Fünf Toten des friedlichen Protestes" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2148" class="wp-caption-text">Gedenktafel an die fünf Toten des friedlichen Protestes</figcaption></figure>
<p>verhaftet und mit 17 Jahren für vier Monate in ein Gefängnis in Israel gesperrt. Das traf ihn auch deswegen besonders hart, weil er dadurch nicht seine Schule (Abitur) abschließen konnte.</p>
<p>Aber nicht nur er, sondern seine ganze Familie ist am Widerstand beteiligt und von dem oft brutalen Vorgehen der israelischen Soldaten betroffen: seine kleinen Schwestern wurden angeschossen, und sein Vater, Ibrahim Amireh, war, als einer der drei Anführer des friedlichen Widerstandes in Ni’lin, für ein Jahr inhaftiert und wurde, wie viele andere, gefoltert. Insgesamt sind bei den Protesten 5 Bewohner von Ni`lin ums Leben gekommen</p>
<p><a href="http://www.nilin-village.org" target="_blank">www.nilin-village.org</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Saeed Amireh hat im Rahmen mehrerer mehrmonatiger Vortragsreisen in den Jahren 2011/12/13 durch viele Länder in Europa &#8211; auch in Deutschland &#8211; in vielen Veranstaltungen sehr bewegend und eindrucksvoll über die Situation in Palästina und in seinem Dorf informiert. Er hat in dieser Zeit auch im schwedischen Parlament gesprochen und hat damit wohl auch die aktuelle Entscheidung der schwedischen Regierung, Palästina anzuerkennen „mit vorbereitet“. Mit seinen Vortragsreisen hat er ein großes Risiko auf sich genommen. Sowohl der Staat Israel wie die Palästinensische Autonomiebehörde haben nämlich schon oft Kritiker inhaftiert.</p>
<figure id="attachment_2143" aria-describedby="caption-attachment-2143" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2143" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107-300x225.jpg" alt="&quot;Wertstoffsammlung&quot; in Palästina" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2143" class="wp-caption-text">&#8222;Wertstoffsammlung&#8220; in Palästina</figcaption></figure>
<p>Bei unserem Besuch gestern zeigte uns Saad die Orte an denen es jeden Freitag zu friedlichen Protest kommt. Er informierte uns aber auch darüber, das es seit Jahren wöchentlich mehrmals auch zu (meist nächtlichen) gewalttätigen Übergriffen des israelischen Militärs kommt. Immer wieder dringen sie dann in Häuser ein und nehmen dabei auch Menschen in Haft. Gerade in der letzten Woche gab es auch wieder Schüsse und Tränengasangriffe auf das Dorf. Beklemmend für mich die „Wertstoffsammlung“ an Alu-Hülsen der Tränengaspatronen die uns Saeed präsentierte.</p>
<p>Mit dem nachfolgenden Text habe ich die Bewerbung für den Bremer Solidaritätspreis abgeschlossen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Es geht uns nicht um eine Einstaaten- oder eine Zweistaatenlösung, es geht nicht um Namen, es geht um einen gerechten Frieden, um Freiheit und es geht um unsere Würde!” Saeed Amireh.</strong></p>
<p>Die Arbeit des Volkskomitees von Ni’lin (wie die der vielen anderen in Palästina) ist eine der sogenannten „Graswurzelbewegungen“, die von politischen Parteien unabhängig sind, und die den gewaltlosen Widerstand mit Demonstrationen und auf Webseiten, mit YouTube-Filmen und durch Informationen verbreiten. Es sind Menschen, deren Leben jeden Tag gefährdet ist, deren Land weggenommen wird und deren Menschenrechte zu Gunsten anderer nicht gewährleistet sind.</p>
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