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	<title>Le Creche &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Regen bringt Segen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2023 21:59:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
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		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
		<category><![CDATA[Ma Saba]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen hatte der Himmel, wie schon gestern, all seine Schleusen geöffnet. Das Regenwasser stürzt dann die Straßen und Gassen herab, denn Rinnsteine oder ganz zu schweigen von Kanälen, in denen das Wasser ablaufen kann, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/regen-bringt-segen/" title="Regen bringt Segen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute morgen hatte der Himmel, wie schon gestern, all seine Schleusen geöffnet. Das Regenwasser stürzt dann die Straßen und Gassen herab, denn Rinnsteine oder ganz zu schweigen von Kanälen, in denen das Wasser ablaufen kann, gibt es hier nicht.<br>Hier freut man sich, wenn es regnet, denn es kommt so selten vor. So hat es vom April letzten Jahres bis zum Januar diesen Jahres, also gut 9 Monate, nicht geregnet.</p>



<p>Schön für unsere Reisegruppe, dass der Regen rechtzeitig aufhörte, als wir unser erstes tagesziel, das wunderschön gelegene griechisch-orthodoxe <a href="https://www.land-der-bibel.de/bethlehem/kloster-mar-saba/kloster-mar-saba.htm" data-type="URL" data-id="https://www.land-der-bibel.de/bethlehem/kloster-mar-saba/kloster-mar-saba.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kloster Ma Saba </a>erreichten. Ihr findet einiges zum Kloster unter dem untenstehenden Stichwirt oder in diesem Link. Heute gingen einige Männer (nämlich nur die, dürfen hinein) in das Klostergelände. Die anderen sind ein wenig am Rande der tiefen Schlucht, die das Kidrontal hier bildet in die Wüste gewandert. Bedingt durch den starken Regen am Vormittag floss überall Wasserströme zu Tale.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5249" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-80x60.jpeg 80w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kloster Ma Saba </figcaption></figure>



<p>Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Zatara gemacht wo uns Fatima schon erwartete. Was soll ich zu Fatima (oder Im Magdolin, wie sie hier nach dem Namen ihrer jüngsten, behinderten Tochter genannt wird) noch schreiben. Es ist (fast alles) von ihr (über sie) in diesem Blog festgehalten.</p>



<p>Auch diese Gruppe spürte gleich, welch besondere Frau Fatima ist. Natürlich hat sie uns leckere arabische Speisen zubereitet. Als „Vorgeschmack gab es wunderbar schmeckendes, frisch gebackenes daher noch warmes Brot, mit dem Hinweis nur ganz wenig davon zu essen, denn es sollte noch eine große Platte mit köstlichen Speisen geleert werden. Natürlich hat Fatima von ihrer Familie erzählt aber auch von den aktuellen Sorgen die sie derzeit bewegen. So hat sie Ihr Engagement mit der deutschen Behindertenhilfe zwar offiziell beendet, aber nachwievor wird sie von den Familien um Hilfe gebeten, jetzt aber ohne die finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisation. Irgendwie war auch das Thema Abfallentsorgung ein Thema. Wie erfuhren, dass hier der Müll, der nicht in Mülltonnen gesammelt wird ,sondern in Containern, die verteilt an der Straße stehen, einmal monatlich (es kann aber auch schon mal 6 Wochen dauern) abgefahren wird. Man kann sich gut vorstellen, was mit diesem Müll geschieht, wenn er solange in der sommerlichen Hitze liegen bleibt. Es stinkt, Tiere reisen die Müllsäcke auf und der Inhalt verteilt sich auf dem ganzen Gelände. Die Menschen hier sind bereit 10.000 € und mehr für eine Hochzeit zu zahlen, aber nicht mal 10 Schekel für die Müllentsorgung, klagt Fatima. Es sei der Charakter diese Gesellschaft hier (vor dem Hintergrund einer fehlende Erziehung), die nichts dabei findet, den Müll einfach irgendwo zu entsorgen oder auch einfach in Brand zu setzen. Von Seiten des Staates/der Kommunen wird ebenfalls zur Behebung dieses Zustandes nichts unternommen. So musste ich auch in dem „Welterbeort“ Battir ebenfalls feststellen, dass das ganze Ortsbild, für mich, einen ziemlich vermüllten Eindruck hinterließ. Da werden schöne Flyer erstellt, das sicherlich auch, um Touristen anzulocken, aber keiner sorgt sich um das Bild was der Ort abgibt. Für mich nicht nachvollziehbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5250" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Fatima mit Tochter Magdolin</figcaption></figure>



<p>Unsere dritte Tagesstation war die Geburtskirche in Bethlehem. Hier empfing unsere Gruppe Faten Mukarker, die der Gruppe, in ihrer unnachahmlichen arabischen Erzählkunst, uns Infos und Geschichten zu dieser besonderen Kirche, aber eben auch zu vielen anderen (oftmals auch politischen) Dingen des palästinensischen Alltages gab.</p>



<p>Anschließend besuchten wir das <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren-und-im-karton-abgelegt/" data-type="post" data-id="3206" target="_blank">Kinderheim La Chreche</a>, von dem ich auch schon des häufigeren geschrieben habe. In ihm wachsen zum einen solche Kinder auf, die in der muslimischen Welt nicht erwünscht sind, weil sie die „Ehre“  einer Familie beschädigt haben. Es sind Kinder, die aus nicht erlaubten Beziehungen stammen, vielfach innerhalb der Familie oder in einer außerehelichen Beziehung gezeugt wurden. Dazu kommen Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen. Derzeit leben 50 Kinder in der Einrichtung die von französischen Schwestern geleitet wird. Diese so wichtige und in Palästina einzigartige Einrichtung wird ausschließlich über Spenden finanziert. <a href="https://www.christen-helfen-christen.de/index.php/projekte/laenderprojekte-im-hl-land/palaestinaensische-autonomie/unterstuetzung-der-findelkinder-in-der-creche" data-type="URL" data-id="https://www.christen-helfen-christen.de/index.php/projekte/laenderprojekte-im-hl-land/palaestinaensische-autonomie/unterstuetzung-der-findelkinder-in-der-creche" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier gibt es eine Spendenmöglichkeit in Deutschland </a></p>



<p>Zum Abend waren wir bei Faten Mukarker zu Hause. Bei einem leckeren arabischen Essen hat sie uns ihre Familiengeschichte erzählt.</p>



<p>Bedingt durch einen für mich anstrengenden Tag, der eben jetzt erst kurz vor Mitternacht endet, verweise ich heute auf meine zahlreichen Links zu den verschiedenen Tageszielen und eben auch auf die Stichworte zum Ende des Berichtes, der euch zu meinen zahlreichen Berichten von Fatima, Faten und Le Creche führt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5251" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">arabischer Kaffee to Go</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Wollt ihr Juden und Christen mit uns über Gott streiten?&nbsp;</em><br><em>Es ist doch unser und euer Herr.&nbsp;<br>Uns kommen unsere Werke zu&nbsp;<br>und&nbsp;&nbsp;euch die eurigen.</em>&nbsp;&nbsp;(Sure 2, 139)<em></em></p>



<p></p>
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		<title>Amjad Mitri: &#8222;Es geht nicht um pro Israel oder pro Palästina, es geht mir immer um pro Menschenrechte&#8220;</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/amjad-mitri-es-geht-nicht-um-pro-israel-oder-pro-palaestina-es-geht-mir-immer-um-pro-menschenrechte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 21:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Al Haq]]></category>
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		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute an unserem Letzten Tag hatten wir noch einmal ein randvolles Programm. Zunächst haben wir früh am Morgen um 9:00 Uhr in Beit Sahur, im dortigen „Singer Cafe“ (ich habe über das Cafe schon im <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/amjad-mitri-es-geht-nicht-um-pro-israel-oder-pro-palaestina-es-geht-mir-immer-um-pro-menschenrechte/" title="Amjad Mitri: &#8222;Es geht nicht um pro Israel oder pro Palästina, es geht mir immer um pro Menschenrechte&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute an unserem Letzten Tag hatten wir noch einmal ein randvolles Programm.</p>



<p>Zunächst haben wir früh am Morgen um 9:00 Uhr in Beit Sahur, im dortigen „Singer Cafe“ (ich habe über das Cafe schon im April 2018 berichtet), Amjad Mitri getroffen. Amjad arbeitet seit 2011 für die älteste Menschenrechtsorganisation in Palästina (Amjad meint, vielleicht in der ganzen arabischen Welt), <a href="http://www.alhaq.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Al Haq (öffnet in neuem Tab)">Al Haq</a> das in diesem Jahr sein 40 jähriges Bestehen begeht. Amjad ist Palästinenser, in Deutschland geboren, lebt seit 2011 mit seiner Familie in Beit Sahur, der Heimatstadt seines Vaters. Er ist Jurist mit dem Schwerpunkt internationales recht.</p>



<p>Lange Jahre hat er in einem Büro in Ramallah gearbeitet. Die komplizierte tägliche Anfahrt, durch jeweils 2 Checkpoints auf der Hin- und Rückfahrt zum Büro, haben ihm zu „zermürbt“, dass er mittlerweile die Möglichkeit hat, in seinem Wohnort Beit Sahur in einem Büro zu arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4356" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Amjad Mitri mit einem Reiseteilnehmer</figcaption></figure>



<p>Insgesamt ist die Situation aus seinem Erleben beurteilt in den letzten 8 Jahren di er in Palästina ist immer schlimmer geworden. Große Ratlosigkeit, Perspektivlosigkeit und letztlich Hoffnungslosigkeit hat sich im großen Teilen der Bevölkerung breit gemacht. Das vorhanden sein der Familie macht die eigene Situation erträglich und schwierig zu gleich. Permanent stellt man sich die Frage der Zukunft: sollen wir bleiben oder wieder nach Deutschland oder den Niederlanden (die Heimat seiner Frau) gehen. Amjad weiß, das für die meisten Palästinenser eben nicht diese Möglichkeiten bestehen.</p>



<p>Im Zusammenhang mit den Kinderrechten, die weltweit gelten sollten, erklärte er uns die Situation der Minderjährigen, die vom israelischen Militär in den Nachtstunden aus den Familien geholt werden.&nbsp;</p>



<p>Oft werden in diesen Angelegenheiten Vergleiche vereinbart. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder möglichst schnell das Gefängnis verlassen, also stimmen sie dem Bergleich zu. Das hat aber zur Folge, dass mit dem Vergleich zugegeben wird, das Steine geschmissen worden sind (obwohl es oft gar nicht stimmt). Werden diese Kinder dann noch einmal festgenommen, gelten sie als „Wiederholungstäter.“</p>



<p>Amjad berichtete von Familien, wo immer die Koffer gepackt seien, ad eine Inhaftierung befürchtet wird. Kinder schlafen schlecht oder machen noch in älteren Jahrgängen „in die Hose“. Vor Gericht hat man oft den Eindruck aus einem „Viehmarkt“ zu sein, es geht da vieles durcheinander, es ist laut, Namen werden durch die Gänge geschrien&#8230;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4357" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>die Wüste hat ein grünes Frühlingskleid angelegt</figcaption></figure>



<p>Die israelische Menschenrechtsorganisation <a href="https://www.btselem.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="B`Tselem (öffnet in neuem Tab)">B`Tselem</a>, mit der Al Haq oft zusammenarbeitet, hat es seit einiger Zeit abgelehnt mit den Zivil und dem Militärgerichten zusammen zuarbeiten, da diese Gerichte „nicht fair und rechtstaatlich seien“. Ist in der Vergangenheit mal ein Fall im Sinne der Verteidigung entschieden worden, hat die Knesset (israel. Parlament) das bestehende Gesetz geändert und damit die „Gesetzeslücke“ geschlossen.</p>



<p>Wir sprachen auch über die Aktivitäten beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Palästina ist seit 2016 dort vollwertiges Mitglied. Gründe um dort vorstellig zu werden und Anklage zu erheben sind Apartheid, Verstoß gegen die Menschenrechte und bei Kriegsverbrechen. Palästina hat u. a. den Siedlungsbau dort vorgetragen. Derzeit ist es in der „Klärungsphase“ ob das Gericht eine Anklage erhebt. Aus Sicht von Amjad ist die „ein klarer Fall“, ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Er sieht für Israel nur zwei Gründe die genannt werden könnten, aber eben nicht zu treffen:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Die Siedlungen sind auf unserem Gebiet gebaut und die Sicherheit unserer Bevölkerung ist gefährdet. </li><li>Die Menschen sind deshalb möglicherweise gefährdet weil sie in den Siedlungen leben, Israel schützt sie, in dem es noch mehr Land den Palästinensern weggenommen wird. Der Siedlungsbau führt auch dazu, dass es immer weniger Platz für die Palästinenser gibt. Die Städte können nur nach innen wachsen, da an den Rändern sich die Siedlungen befinden. Dies führt zu einer massiven Verdichtung des städtischen Wohnungsbaus mit allen negativen Konsequenzen für die allgemeine Infrastruktur </li></ol>



<p>Zum Schluss unseres 1 ½ stündigen Gespräches erklärte Amjad, dass In 50 Jahren Besatzung ein System aufgebaut worden ist dass sich in jeden einzelnen Lebensbereich der Menschen hier einmischt: kulturell, sozial, wirtschaftlich politisch.&nbsp;</p>



<p>Mehr als 100 Genehmigungen hat Israel für die Palästinenser entwickelt und so die vollständige Kontrolle über die Menschen erreicht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4355" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Kloster Ma Saba</figcaption></figure>



<p>Die Palästinenser haben in den letzten 50 Jahren alles probiert: Bewaffneter Wiederstand, Terrorakte, ziviler Ungehorsam, alles hat nichts gebracht.</p>



<p>Die Vereinbarung durch die „Oslo-Verträge“ sind in den Augen von Amjad so etwas wie ein Mietvertrag: Israel ist der Vermieter, Palästina der Mieter mit wenig Rechten und viel Pflichten. Die palästinensische Autonomiebehörde hat letztlich keine Autonomie. Amjad erzählte uns von der Bestimmung, dass, wenn ein Kind geboren wird, es bei den Israelis registriert werden muss und nur so seinen rechtlichen Status erhält.</p>



<p>Amjad möchte das Israel genauso behandelt werden soll, wie jeder andere Staat, nicht besser und nicht schlechter.&nbsp;&nbsp;Es müssen die internationalen Standards der Menschenrechte beachtet werden:</p>



<p>Es geht für Amjad nicht um pro Israel oder pro Palästina, ihm geht es immer um Pro Menschenrecht</p>



<p>Und trotzdem&#8230;so Amjad beim Verlassen des Cafes: wenn man hier mit den Menschen lebt erlebt man, es passiert viel trotz der großen Hoffnungslosigkeit.</p>



<p>Es wird viel gelacht, getanzt, gefeiert.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4358" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>das tiefe Kidrontal</figcaption></figure>



<p>Nachdem Gespräch haben wir uns in die judäische Wüste begeben und dort bei Beit Sahur das griechisch-orthodoxe Kloster Ma Saba angesehen. Anschließend hatte die Gruppe etwas Zeit einige Schritte alleine in die Wüste zu gehen und so die Wüste ein wenig sinnlich aufzunehmen und damit ein wenig „Wüstenerfahrung“ zu sammeln.</p>



<p>Zum Mittag haben wir Fatima in ihrem Haus in Zatara besucht, die uns ein schmackhaftes Mittagessen bereitet hatte. Es ist für mich immer wieder schön zu erleben, wie Fatima, in nur ganz kurzer Zeit, die Menschen die sie trifft, mit ihrer klaren und doch so einfachen Worten, beeindruckt.</p>



<p>Am späten Nachmittag hat die Gruppe dann noch einen Blick in die Geburtskirche geworfen und auch das Kinderheim „Le Chreche“ besucht.</p>



<p>Den Leser, die Leserin darf ich bitten für mehr Informationen zu Fatima und „Le Chreche“ die Links am Anfang dieses Tagesberichtes zu klicken.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4359" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>bei Fatima</figcaption></figure>



<p>Den Tag haben wir mit einem leckeren arabischen Essen in einem Bethlehemer Restaurant beschlossen zu dem wir auch Faten Mukarker und Daoud und Jihan Nassar eingeladen hatten</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Wollt ihr Juden und Christen mit uns über Gott streiten?&nbsp;</em></p>



<p><em>Es ist doch unser und euer Herr. Uns kommen unsere Werke zu und&nbsp;&nbsp;euch die eurigen.</em>&nbsp;&nbsp;(Sure 2, 139)</p>
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		<title>Vier Hochzeiten und eine Verlobung- das Leben geht weiter, trotz alle dem!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Nov 2018 19:25:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
		<category><![CDATA[Sabeel]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute habe ich mich mit Fatima (Im Magdolin) getroffen. Ich brauche hier nicht mehr auf die besondere Beziehung verweisen, die sich seit dem ersten Treffen im Juni 2013 zwischen uns entwickelt hat. Ihr findet auf <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/vier-hochzeiten-und-eine-verlobung-das-leben-geht-weiter-trotz-alle-dem/" title="Vier Hochzeiten und eine Verlobung- das Leben geht weiter, trotz alle dem!">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich mich mit Fatima (Im Magdolin) getroffen. Ich brauche hier nicht mehr auf die besondere Beziehung verweisen, die sich seit dem ersten Treffen im Juni 2013 zwischen uns entwickelt hat. Ihr findet auf dieser Seite entsprechende Links zu meinen früheren Begegnungen mit ihr.</p>
<p>Auch heute habe ich am Abend, rückblickend zu unserem wieder sehr vielschichtigen Gesprächen, den Eindruck, den ich immer habe wenn ich Fatima treffe: sie ist so froh mal gedanklich aus ihrem Alltag ausbrechen zu können, sich mit jemandem wie mir, der so vielseitig an den gesellschaftlichen und kulturellen Themen/Problem hier in Palästina interessiert ist, austauschen zu können.</p>
<p><figure id="attachment_4134" aria-describedby="caption-attachment-4134" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4134" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000105-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000105-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000105-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000105-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4134" class="wp-caption-text">Blick auf Fatimas Elternhaus in Za`atara</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So haben wir heute auch über so unterschiedliche Themen gesprochen wie:<br />
„Ärzte sind hier nur auf Profit aus“, diese Aussage fußt auf aktuelle Erfahrungen mit einer schweren Erkrankung ihres Mannes, wo sie bei der Behandlung in Palästina oft viel Geld gezahlt hat ohne das ihm wirklich geholfen wurde. Erst die Behandlung in der bekannten (israelischen) Universitätsklinik Hadassah in Jerusalem war (bis jetzt) erfolgreich. Ein Thema war auch, dass die vielen Reichen hier, sich (in der regel) nicht sozial engagieren. „Lieber nehmen sie sich noch eine weitere Frau oder bauen ein weiteres Haus“ Nur bei den durch den Koran verpflichtenden Spenden zum Ramadan würde man etwas tun, wobei auch da oft nicht klar sei wohin das Geld geht. Selbst innerhalb der Familien komme es oft vor (Fatima erlebt es bei ihren Brüdern), das vom vielen Geld (was man vom Vater als Sohn geerbt hat), nichts an die Familien der Schwestern ausgezahlt wird. Dieses Thema hatte sich entwickelt, als ich sagte, dass ich dank spendenfreudige Teilnehmer/innen an meiner Geburtstagsfeier im Oktober u.a. dem Kinderheim La Creche 1000,-€ überwiesen konnte.</p>
<p><figure id="attachment_4135" aria-describedby="caption-attachment-4135" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4135" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000110-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000110-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000110-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000110-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-4135" class="wp-caption-text">leckere &#8222;Reispfanne&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Natürlich wurde ich bei Fatima wieder mit leckeren palästinensischen Spesien verwöhnt. Schon bald nach meiner Ankunft roch ist den Duft von frisch gebackenem Brot. Ich konnte wieder die wunderbaren Kräuter in ihrem Garten riechen und schmecken. Auch lernet ich eine Frucht kennen, von der ich bisher noch nichts gehört habe: <a href="https://www.gutekueche.at/wie-isst-man-eine-pomelo-artikel-1115" target="_blank" rel="noopener"><strong>Pomelo</strong></a> eine Mischung aus Grapefruit und Pampelmuse. Fatima hat ein Bäumchen im Garten stehen.<br />
Fatima ist, wie sooft auch als bekannte Vertreterin ihrer Familie, in den nächsten Tagen zu insgesamt 4 Hochzeiten und eine Verlobung eingeladen. Cousins und Cousinen aus ihrer großen Familie heiraten&#8230;denn das Leben geht auch hier weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als heute morgen Fatima mich abholen kam, war ihr ältester Enkel mit im Auto. Er hatte <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-2081" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/image-451236-hpcpleftcolumn-agcf.jpg" alt="" width="120" height="90" />heute schulfrei denn: Heute war in Palästina ein staatlicher Feiertag (was Fatima bis gestern nicht wusste!!). Erinnert wird an diesem Tag an die durch die PLO am 15. November 1988 verkündete Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel. <em>„Der Staat Palästina ist mittlerweile von fast 140 Staaten „offiziell“ anerkannt</em><em>. Gegen den  Widerstand der USA und Israels hat die UN-Vollversammlung am 29.11.2012 einen Palästinenser-Staat faktisch anerkannt. Sie stimmte in New York für eine Aufwertung der Palästinenser zum Beobachterstaat (&#8222;Non-member-state&#8220;). Den Antrag unterstützten 138 der 193 UN-Mitglieder, neun votierten dagegen, 41, darunter Deutschland, enthielten sich der Stimme. Die Palästinenser können nun UN-Organisationen und internationalen Verträgen beitreten und so z.B. den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anrufen. Der Beobachterstatus war in der Vergangenheit für Länder ein Sprungbrett zur Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen.“ </em><a href="https://www.lpb-bw.de/geschichte-palaestinas.html" target="_blank" rel="noopener">aus  „die Geschichte Palästinas“</a> von der Landeszentrale für polit. Bildung (lpb) in Baden Württemberg</p>
<p><figure id="attachment_4136" aria-describedby="caption-attachment-4136" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4136" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000112-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000112-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000112-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000112-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4136" class="wp-caption-text">Abendstimmung über dem Herodion</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Schluss meines heutigen Tagesberichtes möchte ich den geneigten Lesern/innen von einer „Gebetswelle“ erzählen die ich seit einigen Monaten bekomme. Sie wird von Sabeel, eine von palästinensischen Christen im „Heiligen Land“ gegründete ökumenische Bewegung wöchentlich an „Beter in aller Welt verschickt“</p>
<p>Ich möchte einige der Fürbitten dieser Woche hier nun vorstellen:</p>
<p><a href="http://www.fvsabeel-germany.de" target="_blank" rel="noopener">Mehr Infos findet ihr hier</a></p>
<p><strong><em>15.November 2018</em></strong></p>
<p>Ein Geheimkommando Israels tötete einen Führer der Hamas und sechs andere Palästinenser nahe Khan Younis im Gazastreifen. Zum Schutz des Rückzugs dieses Kommandos flog Israel Luftangriffe. Ein israelischer Offizier wurde getötet, ein anderer verwundet. Der israelische Überfall und die Luftangriffe zogen Raketenabschüsse aus der von der Hamas kontrollierten Zone nach sich; dadurch droht eine Eskalation der Gewalt in dieser Region.</p>
<p><strong>O Herr, unser Hirte und Fels, Dich rufen wir an in dieser Zeit der Gewalt in und um Gaza. Stärke doch alle in Gaza, die sich der Gewaltfreiheit und Befreiung aller, die ohne Ende leiden, verschrieben haben.</strong></p>
<p><strong>                                 Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unser Gebet.</strong></p>
<p>Am Donnerstag, 8.November überfielen israelische Streitkräfte eine Grundschule in Khirbit Ibziq im Jordantal, störten den Unterricht und zerstörten ein Zelt, das von Schülern und Lehrern benützt wird.</p>
<p><strong>Großer Lehrer, Kinder brauchen Bildung, um das ganze und volle Leben zu haben, das zu geben, Du gekommen bist. Segne alle, die sich bemühen, dieser und kommenden Generationen unter diesen extremen Umständen eine Bildung zu vermitteln.</strong></p>
<p><strong>                                Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unser Gebet.</strong></p>
<p>Israelische Streitkräfte verhafteten im Oktober 511 Palästinenser, unter ihnen 74 Minderjährige und 15 Frauen. Das wurde letzte Woche in einer gemeinsamen Erklärung von drei palästinensischen Anwaltsgruppen für Gefangene bestätigt.</p>
<p><strong>Herr, wir beten immer wieder für gefangene Palästinenser, besonders Kinder. Dein Geist möge ihnen Mut geben, standhaft zu bleiben und auf Deine Gerechtigkeit zu hoffen.</strong></p>
<p><strong>                               Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unser Gebet.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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]]></content:encoded>
					
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		<title>Fatima: „Ich würde in der Knesset die Geschichten erzählen die ich hier tagtäglich erlebe.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2017 21:52:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
		<category><![CDATA[Mar Saba]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit gestern sind wir in der „Abrahams-Herberge“ untergebracht. Ein Gästehaus der evangelischen Kirche, dass ich mit meinen Reisegruppen bisher noch nicht besucht habe. Es liegt mitten in Beit Jala. Von hier sind wir heute Morgen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/fatima-ich-wuerde-in-der-knesset-die-geschichten-erzaehlen-die-ich-hier-tagtaeglich-erlebe/" title="Fatima: „Ich würde in der Knesset die Geschichten erzählen die ich hier tagtäglich erlebe.“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit gestern sind wir in der <a href="http://www.abrahams-herberge.de" target="_blank" rel="noopener">„Abrahams-Herberge“</a> untergebracht. Ein Gästehaus der evangelischen Kirche, dass ich mit meinen Reisegruppen bisher noch nicht besucht habe. Es liegt mitten in Beit Jala.</p>
<p>Von hier sind wir heute Morgen aufgebrochen um zunächst dem Kinderheim Le Creche einen Besuch abzustatten. Diese Einrichtung habe ich im vergangenen Herbst kennen gelernt. Seit dem lässt mich diese Einrichtung, aber auch der Grund, weshalb sie existiert (existieren muss), nicht mehr los.</p>
<p><figure id="attachment_3651" aria-describedby="caption-attachment-3651" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3651" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/kinderheim-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/kinderheim-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/kinderheim-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/kinderheim-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3651" class="wp-caption-text">Spielecke in Le Creche</figcaption></figure></p>
<p>Auch die Mitglieder meiner Gruppe waren sehr betroffen von den Schicksalen der jungen Mütter, aber eben auch von den Kinder zu erfahren, die für ihr ganzen Lben stigmatisiert sein werden. In dieser arabischen Gesellschaft, die sich vor allem über die Familie repräsentiert, eben eine solche nicht zu besitzen, ist ein schlimmes Schicksal. Wir spürten aber auch die schwere Not für die betreuende Schwester, das Kind, das sie bis zum 6. Lebensjahr groß gezogen, leib gewonnen hat, in eine Familiengruppe im SOS-Kinderdorf abzugeben. Wir erfuhren, dass In ganz seltenen Fällen Kinder zur Pflege in arabische Familien gegeben werden. Bevor 1995 durch die „Oslo-Verträge“ eine palästinensische Verwaltung eingeführt wurde, konnte das heim noch „freier“ agieren. Den Kindern wurde durch die Namensnennung in der Regel eine christliche Identität gegeben. Viele Kindern wurden zur Adoption an interessierte ausländische Ehepaare vermittelt. Da der Koran eine Adoption nicht erlaubt, fällt seit dem diese Möglichkeit weg</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren-und-im-karton-abgelegt/" target="_blank" rel="noopener">Mehr Infos findet ihr hier.</a></p>
<p>Anschließend sind wir zum Kloster Mar Saba in die judäische Wüste gefahren. Hier konnten wir neben der wunderbaren Ansicht des Klosters auch ein wenig „Wüste schnuppern“. Ich bin ja im April hier eine Etappe des Abrahampfades gegangen und habe die Gruppe auf diesem Weg ein (kleines) Stück wandern lassen. Meine Empfehlung, schweigend zu gehen, die Wüste mit allen Sinnen aufzunehmen sind die meisten gefolgt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3652" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Wüste-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Wüste-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Wüste-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Wüste-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Zur Mittagszeit waren wir zu Gast bei Fatima. Was soll ich hier in meinem Blog noch zu Fatima schreiben&#8230;.Sie empfing uns mit all der Herzlichkeit zu der sie so unvergleichlich Fähig ist. Sie hat uns mit ihren Töchtern ein wunderbares arabisches Mahl bereitet. Ich habe der Gruppe ein wenig von der Geschichte erzählt, die mich seit 2013 mit Fatima oder eben Im Magdolin verbindet. Fatima hat uns von ihren beduinischen Wurzeln, von der Kultur, dem Familienleben, von ihrer Arbeit mit Familien in den behinderte Menschen Leben erzählt.</p>
<p>Als ich vor nunmehr 4 Jahren das erste Mal Fatima getroffen habe, sagte mit eine Frau, die Fatima schon kannte: Fatima müsste mal vor dem israelischen Parlament, der Knesset sprechen. Als ich dies heute erzählte, wollte eine Teilnehmerin wissen, was Fatima denn dort in der Knesset vortragen würde. „Ich würde die Geschichten erzählen, die ich hier jeden Tag erlebe. So zum Beispiel davon, dass ich mit meiner schwer behinderten Tochter unterwegs bin und ich an einem „fliegenden“ Checkpoint, trotz meines Hinweises, nur mit meiner Tochter nach Hause (5 Minuten entfernt) fahren zu wollen, nicht durch gelassen werde. Ohne Worte werde ich mit „kreisendem“ Finger angewiesen zu drehen. Ich werde, wenn ich aussteigen will, mit der Waffe bedroht, und gezwungen zu wenden um über Feldwege die eine Stunde Umweg bedeuten in mein Haus zu gelangen.</p>
<p><figure id="attachment_3653" aria-describedby="caption-attachment-3653" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3653" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reispfanne-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reispfanne-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reispfanne-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reispfanne-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3653" class="wp-caption-text">eine arabische Reispfanne</figcaption></figure></p>
<p>Zum Nachmittag sind wir dann noch zur Geburtskirche nach Bethlehem gefahren. Hier empfing uns der derzeitige touristische Wahnsinn mit „voller Kraft“, die Schlange vor der Geburtsgrotte war so lang, Tausende standen dort an. Wir haben angesichts dieser Massen auf einen Besuch verzichtet.</p>
<p>Zum Abend haben wir in einem Restaurant in Bethlehem unser &#8222;Abschluss-Essen&#8220; gemacht. Neben Faten war auch Daoud mit seiner Frau Jihan unser Gast.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>3000 Jahre Jerusalem sind für uns, jetzt und für immer, eine Botschaft der Toleranz zwischen den Religionen, der Liebe zwischen den Völkern, der Verständigung zwischen den Nationen</em></p>
<p>von Yizhak Rabin (der israelische Ministerpräsident Rabin wurde heute vor 22 Jahren durch einen jüdischen Extremisten ermordeten)</p>
<p>&nbsp;</p>
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