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	<title>Mea Shearim &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Sumaya Fahat Naser: &#8222;Nachgeben ist Stärke&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2023 21:26:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Grabeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Mea Shearim]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
		<category><![CDATA[Sumaya Farhad Naser]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war der zweite Jerusalemtag der Gruppe. Wieder sind wir mit dem öffentlichen palästinensischen Bus von unserer Herberge nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir Michal getroffen, die israelische Guide, die mich und meine Gruppen in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/sumaya-fahat-naser-nachgeben-ist-staerke/" title="Sumaya Fahat Naser: &#8222;Nachgeben ist Stärke&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute war der zweite Jerusalemtag der Gruppe. Wieder sind wir mit dem öffentlichen palästinensischen Bus von unserer Herberge nach Jerusalem gefahren. Dort haben wir Michal getroffen, die israelische Guide, die mich und meine Gruppen in den letzten Jahren begleitet hat. Michal kommt ursprünglich aus der Schweiz, lebt aber schon sehr lange in Israel.</p>



<p>Mit ihr und ihren geschichtlichen Kommentaren haben wir uns den auf den „Harem Al-Scharif“ der für Moslem „geheiligte Platz“ begeben, den die Juden auch Tempelberg nennen, da hier früher der jüdischen Tempel gestanden hat. Auf diesem großen Platz steht die (etwas unscheinbar ausschauende) Al Aqsa-Moschee und eben der wunderschöne, achteckige Felsendom mit der markanten goldenen Kuppel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5259" width="572" height="763" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0A8EF8CE-73AA-4BC2-B878-602428FD12F6-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 572px) 100vw, 572px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aufgang zum &#8222;geheiligten Platz&#8220;</figcaption></figure>



<p>Dieser weltbekannte Platz war in den letzten Jahren oft Ausgangspunkt für schwere Auseinandersetzungen zwischen der muslimischen Bevölkerung und der israelischen Polizei. Für Juden ist es untersagt auf diesem Platz zu beten. Dieses Verbot, oft auch als Provokation gegenüber den Moslems, wird häufig überschritten wird. Dann kommt es immer zu diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen.<br>Auch heute konnten wir beobachten, wie eine Gruppe Juden von einer Polizeieskorte auf dem Platz begleitet wurde.&nbsp;</p>



<p>Anschließend sind wir durch die Altstadt zur Grabeskirche gegangen.&nbsp; Zur gesamten Situation im Zusammenhang mit den vielen christlichen Gemeinschaften, die sich diesen Kirchenraum teilen (müssen) möchte ich diesen Film empfehlen, der die oft skurrile Situation in diesem Gotteshaus wunderbar zeigt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hZc0-ZMG_2A" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=hZc0-ZMG_2A" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Das Haus meines Vaters hat viele Wohnungen&#8220;</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-scaled.jpeg"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5261" width="746" height="560" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/3FFB0B03-40C8-4961-ABA7-72D6C0B9E3F2-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 746px) 100vw, 746px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">die grauen Kuppeln der Grabeskirche vom &#8222;geheiligten Platz&#8220; aus gesehen</figcaption></figure>



<p>Um die Mittagszeit haben wir im Paulus-Haus die bekannte <a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18479" data-type="URL" data-id="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18479" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Buchautorin Sumaya Fahat Naser</a> getroffen. Ich hatte sie zuletzt <a href="https://marius-blog.de/blog/sumaya-farhad-naser-wir-muessen-lernen-einander-in-die-augen-zu-schauen/" data-type="post" data-id="5027">vor einem Jahr</a> an der gleichen Stelle getroffen. Sie wohnt in der Nähe von Ramallah etwa 28 Kilometer von Jerusalem entfernt. Normalerweise braucht sie etwa eine halbe Stunde, heute hat die Fahrt über 3 Stunden gedauert. Hintergrund dieser langen Anfahrt waren drei „fliegende“ Checkpoints, die wegen der angespannten Situation in der Westbank von den israelischen Besatzungssoldaten eingerichtet wird sind.</p>



<p>Ich hatte schon mal erwähnt, dass Sumaya und Fatima sich in der gemeinsamen Schulzeit in Talitha Kumi kennengelernt hat. Sie sind seit dem befreundet. Über diese muslimisch-christlich Frauenfreundschaft wurde ein Film gedreht. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/watch?v=WRzLTgPxKC4" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=WRzLTgPxKC4" target="_blank">Hier ist der Link dazu.</a> Sumaya erzählte uns, dass sie und ihr Mann, in vielen Gesprächen vor Jahren mit Fatimas Mann Hassan und der Familie, diese davon überzeugt haben, dass Fatima die Sozialarbeit für die Menschen mit Behinderung leisten konnte/durfte.</p>



<p>Sumaya wirkt in dem Gespräch, kämpferisch, ja fast leidenschaftlich beschreibt sie ihre Sicht der Zustände hier, die aktuelle Situation. Ich habe im Internet ein Interview mit ihr gefunden, vom Mai vergangenen Jahres , zu der ich <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.efo-magazin.de/magazin/politik-welt/farhat-naser/" data-type="URL" data-id="https://www.efo-magazin.de/magazin/politik-welt/farhat-naser/" target="_blank">diesen Link </a>lege. Sie ist immer noch in der Friedenserziehung tätig, geht regelmäßig in 9 Schulen um mit den Schüler:innen gewaltfrei Kommunikation einzuüben. </p>





<p>Sumaya erzählte davon wie sie in den Endachtziger Jahren mit 80 Frauen aus Israel und Palästina in einem Workshop trainiert hat, wie man miteinander und nicht übereinander spricht. Diese ersten Erfahrungen im Kontakt mit der &#8222;anderen Seite&#8220; führte zu verblüffenden Erkenntnissen: &#8222;Ihr seit ja ganz normal&#8220; war die enthüllende Feststellung.</p>



<p>Hier noch drei Zitate von Sumaya:</p>



<p>&#8222;Nachgeben ist Stärke&#8220;</p>



<p>&#8222;Religion ist wie ein Gemüsemarkt, man findet was man sucht&#8220;</p>



<p>„Irgendwann werden sie verhandeln müssen, warum dann nicht gleich, beide werden verlieren, die einen mehr die anderen weniger“</p>



<p>Zum späten Nachmittag sind wir noch durch das orthodoxe Viertel Mea Shearim gegangen, was einen , wie immer, in eine völlig andere Welt eintauchen lässt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-scaled.jpeg"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5262" width="658" height="877" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1052BC95-6C62-4BC3-AC63-A5D8C84C5EB9-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 658px) 100vw, 658px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Mea Shearim</figcaption></figure>



<p><strong>Roni Hammermann,</strong> oft von mir in diesem Blog oft erwähnt, da ich sie häufig, auch mit meinen Gruppen in den letzten Jahren getroffen habe. Ich erlaube mir den Nachruf der jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden im Nahen Osten hier zu veröffentlichen<strong>:</strong></p>



<p><em>Wir trauern um&nbsp;<strong>Roni Hammermann</strong>, die am 3. September nach einer schweren Krankheit in Jerusalem gestorben ist. Roni gehörte zu den ersten Aktivistinnen der Frauen-Menschenrechtsorganisation Machsom Watch (Checkpoint Watch), die 2001 gegründet worden ist. Mit ihren Mitstreiterinnen stand sie an israelischen Checkpoints,&nbsp; beobachtete und dokumentierte wöchentlich die Menschenrechtsverletzungen, die von israelischen Soldaten gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern begangen wurden. Ihre Berichterstattung offenbarte der Welt die Umstände der Besatzung an den Checkpoints. Später beobachtete sie die Missstände in Militärgerichtsprozessen. Roni&nbsp; hat die Arbeit der Organisation und ihre Ziele bei Vortragsreisen in Europa&nbsp; vertreten, und so haben auch wir in Berlin durch ihre lebendige, kluge, sehr informative Erzählung und politische Einschätzung das unerschrockene&nbsp; Engagement der Frauen an den Checkpoints kennengelernt.&nbsp; Eine tiefgründige, humane Einstellung, Warmherzigkeit, Nachdenklichkeit, Klugheit und Bescheidenheit charakterisierten ihre integre Persönlichkeit.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4329" width="266" height="473" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190318_112025-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Roni Hammermann 2018</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Ehe noch die Welt erschaffen war, war der Herr allein mit seinem großen Namen. Da stieg ihm der Gedanke auf, eine Welt zu erschaffen. Und er ritzte vor sich eine Welt hin. Aber die Welt konnte nicht bestehen, bevor er die Umkehr erschuf….</em></p>



<p><em>Er sprach: baue ich die Welt allein auf Barmherzigkeit auf, die Sünde nimmt überhand; lasse ich aber die Härte des Gesetzes allein walten, wie wird da die Welt bestehen? Ich will sie nun auf Milde und Strenge zugleich begründen, und, ach, dass sie dann bestehe.</em>&nbsp;&nbsp;(Micha Josef bin Gorrio</p>
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		<title>Das große jüdische Fest: Pessach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2018 20:31:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Mea Shearim]]></category>
		<category><![CDATA[Pessach-Fest]]></category>
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					<description><![CDATA[Von dem Hotel ist es vielleicht eine viertel Stunde zu Fuß. Dann befindet man sich mitten in einer anderen, ja so fremden Welt: das Jerusalemer Viertel der ultra-orthodoxen Juden Mea Shearim. Ab Freitag feiern die <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/das-grosse-juedische-fest-pessach/" title="Das große jüdische Fest: Pessach">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von dem Hotel ist es vielleicht eine viertel Stunde zu Fuß. Dann befindet man sich mitten in einer anderen, ja so fremden Welt: das Jerusalemer Viertel der ultra-orthodoxen Juden <a href="https://www.israel-rundreise.info/mea-shearim/" target="_blank" rel="noopener">Mea Shearim</a>.</p>
<p>Ab Freitag feiern die Juden hier und in aller Welt das Pessachfest, das Fest der „ungesäuerten Brote“. Es ist eines der wichtigen Feste im jüdischen Jahr.</p>
<p>Mit den Festlichkeiten soll der Leidensgeschichte des jüdischen Volkes gedacht werden. Daran erinnern auch die sogenannten Mazzot, also die ungesäuerten Brote, die traditionell verspeist werden.</p>
<p><figure id="attachment_3797" aria-describedby="caption-attachment-3797" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3797" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/mea-shearim.1.jpg" alt="" width="800" height="600" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/mea-shearim.1.jpg 800w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/mea-shearim.1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/mea-shearim.1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-3797" class="wp-caption-text">Mea Shearim</figcaption></figure></p>
<p>Ich habe mich auch vor diesem Hintergrund mal wieder in dieses sio besondere jüdische Viertel in Jerusalem begeben. Namensgebend für diese so eigene Viertel im großen Jerusalem waren zwei Worte aus dem Wochenabschnitt der Tora, der zum Zeitpunkt der Gründung der Mea Shearim-Gesellschaft gelesen wurde: „Und Isaak säte in seinem Lande und erntete in jenem Jahre hundertfach (mea shearim), denn der Herr segnete ihn.“ (1. Mose 26,12)</p>
<p>Die Siedlung wurde etwa 1880 gegründet. Neben orthodoxen Juden aus anderen Teilen Palästinas siedelten sich vor allem gesetzestreue Juden aus Polen und Ungarn in Mea Shearim und seiner unmittelbaren Umgebung an.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3803" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/obst1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/obst1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/obst1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/obst1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Es ist für mich immer wieder auf- und anregend in dieses besondere Viertel einzutauchen. Es sind die besonderen und sonderbaren Bekleidungen die auffallen, schwarz ist besonders gefragt. Es sind die so vielen Kinder, oft von Geschwisterkindern begleitet, die auffallen. Es ist die einfache Wohnbebauung die ins Auge fällt<br />
Irgendwie hat man das Gefühl in einer völlig anderen, in sich eigenständigen Gesellschaft zu kommen. Heute spürte man, das entsprechend der Vorschriften für das Pessachfest, überall die Wohnungen gesäubert wurden, denn: „das Haus soll aufgeräumt und nach Chamez (gesäuertem) durchsucht werden. Die Funde werden anschließend feierlich verbrannt. Auch Küchenutensilien müssen durch Ausglühen oder Abkochen von Chamez-Rückständen befreit werden. In der Regel wird jedoch Geschirr verwendet, das nur für das Pessachfest vorgesehen ist“.</p>
<p><figure id="attachment_3800" aria-describedby="caption-attachment-3800" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3800" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Wasser-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Wasser-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Wasser-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Wasser-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3800" class="wp-caption-text">Es wird heißes Wasser benötigt</figcaption></figure></p>
<p>An einer Straßenecke standen große Bottiche die wohl mit Wasser gefüllt nun erhitzt wurden. Viele der Wohnungen haben sicherlich kein warmes Wasser und das wir eben in diesen Tagen zum säubern in großen Mengen benötigt.</p>
<p>Insgesamt machen die Erwachsenen einen geschäftigen, keinen entspannten Eindruck. Aber das ist ja auch bei uns im Stress der Vorweihnachtszeit auch oft nicht anders oder?</p>
<p><figure id="attachment_3801" aria-describedby="caption-attachment-3801" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3801" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Kinder-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Kinder-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Kinder-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3801" class="wp-caption-text">Krabbelgruppe auf dem Balkon</figcaption></figure></p>
<p>Weitere Infos zum <a href="http://www.kleiner-kalender.de/event/pessach/0652c.html" target="_blank" rel="noopener">Pessach-Fest auch hier</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Oct 2014 20:29:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Mea Shearim]]></category>
		<category><![CDATA[Reuven Moskovitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen haben wir uns wieder auf die kurze Fahrt von Bethlehem nach Jerusalem begeben (7 km). Normalerweise sind wir mit dem Bus durch ein Tor der Mauer gefahren, heute haben wir einen anderen Weg <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/freiheit-gerechtigkeit-und-frieden/" title="Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen haben wir uns wieder auf die kurze Fahrt von Bethlehem nach Jerusalem begeben (7 km). Normalerweise sind wir mit dem Bus durch ein Tor der Mauer gefahren, heute haben wir einen anderen Weg genommen &#8211; den, den die Palästinenser, die eine Erlaubnis haben nach Jerusalem zu fahren, üblicherweise nehmen müssen: Zu Fuß durch den Checkpoint.</p>
<p><figure id="attachment_1930" aria-describedby="caption-attachment-1930" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000441.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1930" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000441-300x225.jpg" alt="Checkpoint 300 in Bethlehem" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000441-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000441.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1930" class="wp-caption-text">Checkpoint 300 in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Nach den notwendigen Verhaltenshinweisen an die Gruppe: keinen Rucksack, keine Fotos im Gebäude, Pass griffbereit haben wir den Gang begonnen. Normalerweise stehen hier ab 3.00 Uhr die bis zu 4.000 Palästinenser in langen Schlangen um sich durch den Checkpoint mit seinen schmalen Gängen, eisernen Drehkreuzen und Durchleuchtungsanlagen zu drängen. Während es in den Morgenstunden üblicherweise bis zu 2-3 Stunden dauern kann waren wir nach 15 Minuten durch dieses Grenzlabyrinth. Es kamen uns immer wieder Palästinenser entgegen die augenscheinlich von den Grenzsoldaten zurück gewiesen wurden.</p>
<p>Wir hatten uns heute mit Reuven Moskovitz verabredet, einen rumänischen Juden, der 1948 nach Israel gekommen ist und sich seit dem mit vielen Aktion in Israel für Frieden und Aussöhnung eingesetzt hat. Für sein großartiges Engagement hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten so auch den Aachener Friedenspreis 2003. <a href="http://www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2003.html" target="_blank">Weiteres hier</a></p>
<p>Reuven hat uns zwei Stellen in Jerusalem und der näheren Umgebung gezeigt, denen man ihre besondere Bedeutung als Besucher nicht ansieht. Zum einen kamen wir an einen Ort wo bis 1948 ein palästinensisches Dorf Deir Jasisn war. Hier wurden im April 1948 Hunderte von Palästinenser durch jüdische Untergrundgruppen ermordet. Dieser Progrom führte in der Folge zur massenhaften Flucht vieler Palästinenser in die benachbarten Staaten aus Furcht vor ähnlichen Gewalttaten. Heute erinnert nichts mehr an den Ort. Auf dem Gelände ist ein großes Krankenhaus erbaut worden.</p>
<p><figure id="attachment_1931" aria-describedby="caption-attachment-1931" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000452.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1931" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000452-300x225.jpg" alt="mit Reuven erlebte Geschichte" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000452-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000452.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1931" class="wp-caption-text">mit Reuven erlebte Geschichte</figcaption></figure></p>
<p>An einer anderen Stelle, dort wo das schon in der Bibel in der Ostergeschichte beschriebene Dorf Emmaus stand, ist heute nur noch ein großes Parkgelände zu sehen. Hier hat die israel. Armee im 6 Tagekrieg im Juni 1967 die palästinensische Bevölkerung verjagt. Sponsoren aus vielen Ländern haben für dieses Parkgelände gespendet und sind auf zahlreichen Marmortafeln „verewigt“. Eine israelische Gruppe hat Geld gesammelt und hat damit einen Prozess am obersten Gerichtshof in Israel ermöglicht der beschied das am Park eine Tafel zum Gedenken an das zerstörte Dorf Emmaus angebracht werden musste. Seit Jahren wird die Tafel angebracht, zerstört, angebracht&#8230;.</p>
<p>Insgesamt wurden mehr als 500 palästinensische Dörfer in Israel zerstört.</p>
<p><figure id="attachment_1932" aria-describedby="caption-attachment-1932" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000478.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1932" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000478-225x300.jpg" alt="auf dem Mahane Yehuda Markt" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000478-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000478.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1932" class="wp-caption-text">auf dem Mahane Yehuda Markt</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anschließend machten eine kurze Fahrt mit dem Bus durch das jüdisch-orthodoxe Viertel Mea Shearim in Jerusalem. Von Reuven bekamen wir einige der Besonderheiten des jüdischen Lebens und der jüdischen Kleidung erläutert. Weitere Infos zu Mea Shearim <a title="Mea Shearim" href="http://marius-blog.de/blog/mea-shearim-2/">hier</a></p>
<p>Zum Abschied gab uns Reuven mit dem Hinweis auf die drei Säulen des Judentums: „<em>Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden“</em> mit auf den Heimweg, dass viele israelische Politiker gemessen an diesen Grundsätzen keine Juden sein könnten.</p>
<p>Anschließend haben wir –mal wieder- eine etwas außergewöhnlichen Programmpunkt unternommen: den Besuch des zentralen Jerusalem-Marktes Er ist für für viele Jerusalemer Juden die hervorragende Möglichkeit all das zu kaufen was man für den Schabbat benötigt. Für uns Besucher/innen ein Augen-,Nasen- und Ohrenschmaus. Ich kenne keinen Markt der eine solche Vielfalt an Lebensmittel anbietet, auf dem man aber auch so unterschiedlich gekleidete Besucher/innen begegnen kann. Heute allerdings war, bedingt durch die zwei Feiertage in dieser Woche eine fast beängstige Enge in den Markthallen</p>
<p>Am Nachmittag hatten wir ein Gespräch mit Bruder Ignatzius, einem deutschen Benediktiner, der im Kloster</p>
<p><figure id="attachment_1933" aria-describedby="caption-attachment-1933" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000489.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1933" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000489-300x225.jpg" alt="Dormitio Abtei auf dem Zionberg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000489-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000489.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1933" class="wp-caption-text">Dormitio Abtei auf dem Zionberg</figcaption></figure></p>
<p>Dormitio auf dem Zionsberg lebt und arbeitet. Er hat uns einiges zum Klosterleben und zu den Aufgabe erzählt, die sich für den Konvent in der besonderen Situation hier in Jerusalem, in der „Nahtstelle“ zwischen Israel und Palästina ergeben. Das Kloster bietet sich mit seinen Räumlichkeiten als neutraler Ort für Gespräche, Konzerte und anderer Aktivitäten an, bei dem sich Moslems und Juden, Israelis und Palästinenser begegnen können. Die Mönche verstehen dieses Angebot als kleinen Beitrag der die zum Frieden zwischen den streitenden Völkern führen soll.  Weitere Informationen zum Dormitio-Kloster <a href="http://www.dormitio.net" target="_blank">hier </a>und zu den Friedensgebeten die jeden Mittag im Kloster gebeten werden <a title="Friedensgebete" href="http://marius-blog.de/friedensgebete/">hier</a></p>
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