<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Nabila Espanioly &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
	<atom:link href="https://marius-blog.de/schlagwort/nabila-espanioly/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://marius-blog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Mar 2023 08:14:44 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Nabila Espanioly: „Ich konnte nicht neben der Wand laufen“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-konnte-nicht-neben-der-wand-laufen/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-konnte-nicht-neben-der-wand-laufen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2023 08:14:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Nabila Espanioly]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://marius-blog.de/?p=5156</guid>

					<description><![CDATA[Unser zweiter Tag bringt uns in die beiden arabischen Städte hier in Galiläa: Kanaa und Nazareth. Beide Ortschaften haben in unserem „Bibelverständnis“ einen „Namen“ der uns an das erste Wunder Jesu und eben bei Nazareth <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-konnte-nicht-neben-der-wand-laufen/" title="Nabila Espanioly: „Ich konnte nicht neben der Wand laufen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Unser zweiter Tag bringt uns in die beiden arabischen Städte hier in Galiläa: Kanaa und Nazareth. Beide Ortschaften haben in unserem „Bibelverständnis“ einen „Namen“ der uns an das erste Wunder Jesu und eben bei Nazareth an Maria, die Mutter Jesu und auch an das Familienleben der „heiligen Familie“ dort in Nazareth denken lässt. Aber es sind eben auch arabische Ortschaften die im „jüdischen“ Staat Israel liegen. Es sei daran erinnert, dass es in Israel derzeit mehr als 20% Einwohner gibt, die eben nicht dem jüdischen Glauben folgen, sondern Muslime und eben auch Christen (unter 2%) sind.</p>



<p>Der Tag beginnt mit der Erkenntnis, dass es auch in dieser Region nicht nur Sonnenschein gibt. Es regnet „vom Himmel hoch“, als ich heute morgen aus dem Fenster meiner Unterkunft schaue. Wie ich aus Erfahrung weiß, wird hier in diesen doch grundsätzlich sehr trockenen Regionen, das „fruchtbare Nass“ immer willkommen geheißen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5160" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/84082ECF-922B-4A31-9D27-9D5E8CBDAAB3-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nabila Espanioly</figcaption></figure>



<p>Ich will heute von der Begegnung mit Nabila Espanioly berichten, die wir, wie schon einige Male zuvor, in ihrem Büro in Nazareth getroffen haben. Nabila gehört der NGO<strong> </strong>Al Tufula an. Gerne könnt ihr meine Berichte über die bisherigen Treffen mit Nabila lesen, bevor ihr meinen Beitrag über das heutige Treffen lest. Heute habe ich von dem Vielen über das Nabila sprach, zur aktuellen politischen Situation, zu (möglichen) Zukunft für mich zunächst einmal aus ihrer Lebensgeschichte festgehalten, dass Sie, obwohl ein gutes Abitur vorlag, zunächst nicht zu dem von ihrem gewünschten Studium der sozialen Arbeit zugelassen wurde. Damals habe ich meinen ersten Kampf ausgefochten (und gewonnen). Nach der ersten Ablehnung und vieler Tränen darüber, hatte mir meine ältere Schwester deutlich gemacht, dass man mit Tränen nichts erreicht: „Wer weint, weint allein“, dass man für das was man für richtig hält eben kämpfen muss. So habe ich mit viel Engagement mein Ziel erreicht und konnte Sozialarbeit studieren. Auf Grund dieser Erfahrungen habe ich dann auch begonnen mich politisch zu engagieren. Ihre Familie stellt Nabila als eher unpolitisch da „sie liefen hinter der Wand entlang, das war nicht mein Ding“. Nach einem weiteren Studium in Deutschland hat sie dann 1987 begonnen sich vor allem für die palästinensischen Frauen und Kinder einzusetzen. Nach ihrer Einschätzung kommt die arabische Frau in Israel erst an 10. Stelle. Auch in der jüdischen Gesellschaft sieht sie starke rassistische Züge. So gibt es auch da eine Rangfolge, je nachdem aus welchem Land jemand nach Israel eingebürgert wurde.</p>



<p>In den letzten zweieinhalb Jahren wurde in Israel 5 Mal gewählt. Leider habe man nicht aus der politischen Krise, in der Israel sich befindet, die richtigen Schlüsse gezogen, nicht die richtigen Fragen gestellt, geschweige die<strong> ri</strong>chtigen Antworten gegeben. Grundlage des politischen Denkens sei allzu oft von der Einstellung geprägt :<strong>&nbsp;Wer die Macht hat, will sie nicht abgeben</strong></p>



<p>Die aktuelle starke Protestbewegung in Israel, die sich vor allem gegen die geplante Justizreform der neuen rechten Regierung richtet, geht nach Meinung von Nabila „nicht tief genug“, da die wirklichen bestehenden Probleme, die durch die Besatzung entstehen, gar nicht benannt werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5161" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9342AA0C-FA34-4AFF-8E61-C0AAD236F50A-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Obwohl Vieles gegen die „Zwei-Staaten-Lösung“ spricht, sieht Nabila nur über den Weg eines eigenen palästinensischen Staates gewährleistet, dass das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser erreicht werden kann. Angesichts der in diesem Jahr anstehenden 75 Jahr Feier zum Bestehen des Staates Israel, und der ebenfalls 75 Jahre Gedenken der NAKBA, das die Vertreibung der Palästinenser aus ihren Dörfern in den Jahren 1947748 beschreibt, meinte Nabila Lakonisch:&nbsp;<strong>Jeder/Jede hier in Israel weiß was damals passiert ist.</strong></p>



<p><strong>Der Ausspruch:&nbsp;</strong><strong>Nie wieder</strong><strong>!, vielfach, auch bei uns in Deutschland ausgesprochen, gilt für alle, eben auch für die Palästinenser.&nbsp;</strong></p>



<p><strong>„Schuld lähmt, wirklich Verantwortung übernehmen macht aktiv, wirkliche Veränderung wird möglich“</strong></p>



<p>Angesprochen auf ihre Perspektiven in scheinbar aussichtloser politischer Situation, meinte Nabila: gemeinsam mit vielen Gruppen in Israel haben wir schon viel erreicht, Erfolge gehabt. Das gibt ihr Kraft weiterzumachen. Diese Kraft wird verstärkt durch die Liebe zu den Frauen und Kindern, ja zum ganzen palästinensischen Volk.</p>



<p>Wichtig ist es für Nabila die aufkommende Wut in positive Aktionen zu lenken, den Wut alleine lähmt nur. Es gilt neue Wege zu finden. Wo es Diskriminierung gibt es immer auch Menschen die dagegen angehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5162" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nazareth</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-konnte-nicht-neben-der-wand-laufen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nabila Espanioly: &#8222;Ich kämpfe für alle Frauenrechte!&#8220;</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-kaempfe-fuer-alle-frauenrechte/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-kaempfe-fuer-alle-frauenrechte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 05:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Nabila Espanioly]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Nazareth]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=4261</guid>

					<description><![CDATA[Heute am zweiten Tag unserer Reise sind wir nach Nazareth gefahren. Für die Christen ist dies der Ort wo „der Engel des Herrn“ Maria die Botschaft gebracht haben soll, dass sie Jesus, den Sohn Gottes <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-kaempfe-fuer-alle-frauenrechte/" title="Nabila Espanioly: &#8222;Ich kämpfe für alle Frauenrechte!&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute am zweiten Tag unserer Reise sind wir nach Nazareth gefahren. Für die Christen ist dies der Ort wo „der Engel des Herrn“ Maria die Botschaft gebracht haben soll, dass sie Jesus, den Sohn Gottes empfangen wird.</p>



<p>Ich verbinde mit dem arabischen Ort Nazareth, seit meiner zweiten Gruppenfahrt 2014, mit dem Namen Nabila Espanioly, der Gründerin und Leiterin des Kinder- und Frauenzentrums <a rel="noreferrer noopener" aria-label="„Al Tufula“. (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.altufula.org" target="_blank">„Al Tufula“.</a> 1984 hat eine Gruppe palästinensische Frauen mit der (ersten) Einrichtung einer Kinderkrippe begonnen. Während damals 12% der Kinder in Nazareth in den Kindergarten gingen, sind es heute 87%.&nbsp;&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4267" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nabila: wie immer &#8222;ansteckend&#8220; kämpeferisch</figcaption></figure>



<p>Im vergangenen November hat sie mit vielen anderen Frauen, zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11., den ersten Frauenstreik in Israel organisiert.&nbsp;&nbsp;Insgesamt&nbsp;waren 75 verschiedene Frauenorganisationen, (jüdische und arabische) beteiligt. Aktueller Anlass war die Ermordung von 25 Frauen im letzten Jahr, Jüdinnen wie Araberinnen. Es gab, wie sie betonte „energievolle“ Aktionen im ganzen Land. Der Höhepunkt eine große Veranstaltung auf dem Rabin-Square in Tel Aviv.</p>



<p>Nabila, über deren segenreiches und vielfach auch erfolgreiches Tun ich in diesem Blog schon oft berichtet habe, erzählte heute von den aktuellen Aktivitäten. <br><br></p>



<p>„Nebenbei“ erzählte sie von soviel unterschiedlichen Aktivitäten, die alle dem Ziel untergeordnet sind die Rechte aller Frauen zu stärken. Sie versucht politische Bündnisse zu schmieden um Gesetze durch das israelische Parlament, die Knesset zu bringen.Sie sieht die arabischen Frauen in dreifacher Hinsicht diskriminiert: als Frau ganz allgemein, dann als arabische Frau in Israel und eben auch als Frau in der arabischen Gesellschaft..<br>Sie wiederholte gegenüber meiner Gruppe die Wurzel (Grundlage) ihrer Aktivitäten:</p>



<p>Als sie als junge Frau beim ersten Versuch für das Sozialarbeiterstudium aufgenommen zu werden, gescheitert war, hat sie zu Hause bitterlich geweint. Eine ihrer 7 (!) Schwestern hatte damals zu ihr gesagt: <br>„<strong>Wenn Du weinst, weinst Du alleine“</strong></p>



<p>Von da an hat sie sich zu einer kämpferischen&nbsp;&nbsp;Feministin entwickelt, die, wie ich bei unserem letzten Besuch 2017 erfuhr, als eine von<a href="https://www.1000peacewomen.org/de/netzwerk/1000-friedensfrauen-23.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" 1.000 Frauen aus der ganzen Welt für den Friedensnobelpreis (öffnet in neuem Tab)"> 1.000 Frauen aus der ganzen Welt für den Friedensnobelpreis</a> vorgeschlagen worden ist.</p>



<p>Es ist also dem/der Leser/in dringend empfohlen, sich in meinem Blog oder über andere Internet Informationen mehr über diese tolle und so kraftvolle Frau zu informieren.<br>Meine Geburtstagsgäste im Oktober, haben mit einer Spende (statt Geschenk), dieses tolle Projekt in Israel großzügig unterstützt. Ansonsten bekommt Al Tufula auch Gelder von den kirchlichen Hilfswerke Misereor und&nbsp;&nbsp;dem Kindermissionswerk.<br><br></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4271" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nazareth: eine christlich-arabische Stadt in Israel</figcaption></figure>



<p>Natürlich haben wir uns in Nazareth, nach dieser tollen Stunde bei Nabila auch die große Verkündigungskirche angeschaut. Hier waren wir dann wieder im Kreise Hunderter Pilgerer, wie schon am frühen Morgen in der „Hochzeitskirche“ zu Kanaa.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4268" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">selbst Tulpen blühen hier</figcaption></figure>



<p>Zum Nachmittag haben wir den herrlichen Frühlingstag genutzt,&nbsp;&nbsp;sind in einem wunderschönen Park, durch „blühende Landschaften“ gewandert . Zunächst hatten wir&nbsp;&nbsp;wir uns mit einem Picknick, zusammengestellt von unserem Fahrer, gestärkt hatten.</p>



<p>Für viele war gerade dieser Nachmittagsspaziergang ,durch die herrliche Frühlingslandschaft, ein besonderer Höhepunkt des Tages.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000346-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4269" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000346-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000346-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Picknick in blühender Landschaft</figcaption></figure>



<p>Zum späten Nachmittag hat uns dann ein Mitglied des gastgebenden Kibbutz erzählt, wie es sich auch im Jahre 2019 in einem Kibbutz (gut) leben lässt. Dieser Kibbutz ist einer der wenigen in Israel, in dem noch nach den alten demokratischen Grundsätzen ein Gemeinschaftsleben organisiert ist, wo beispielsweise alle arbeitenden Mitglieder, ihren Verdienst abgeben und pro Mitglied dann 4.000,- Schekel mtl. (als Taschengeld) bekommen. Überraschend war für mich die Info, dass hier wieder ein Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen ist. In den letzten beiden Jahren haben sich jeweils 10 Familien dem umfangreichen &#8222;Bewerbungsverfahren&#8220; unterzogen- Oft sind es die Kinder, die einst hier groß0 geworden sind, dann zum Studium und danach außerhalb gelebt haben. Wenn sie dann eine eigene Familie gegründet haben &#8222;erinnern&#8220; sie sich an die schöne Zeit in diesem paradiesischen Refugium.<br>Wer mehr über das Leben hier in Shar Hagolan erfahren will schaue in meine Blogaufzeichnungen der letzten Jahre</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000321-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4270" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000321-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000321-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.</em>(Dt.6,4-5)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-kaempfe-fuer-alle-frauenrechte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nabila Espanioly:„Gewalt ist nicht normal“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/nabila-espaniolygewalt-ist-nicht-normal/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/nabila-espaniolygewalt-ist-nicht-normal/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Oct 2017 17:45:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beduinen]]></category>
		<category><![CDATA[Nabila Espanioly]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=3569</guid>

					<description><![CDATA[Gestern habe ich geschrieben, dass uns am Morgen wie gewohnt Sonne empfing. Heute morgen empfing uns – welch Seltenheit ein bewölkter Hommel, aber eine erfrischende klare Luft. Es hatte in der Nacht (das zweite Mal <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nabila-espaniolygewalt-ist-nicht-normal/" title="Nabila Espanioly:„Gewalt ist nicht normal“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich geschrieben, dass uns am Morgen wie gewohnt Sonne empfing. Heute morgen empfing uns – welch Seltenheit ein bewölkter Hommel, aber eine erfrischende klare Luft. Es hatte in der Nacht (das zweite Mal nach der langen trockenen Sommerzeit – geregnet. Hier empfindet man den Regen als „Labsal“, &#8222;Regen bringt Segen&#8220; wie wir es früher auch bei uns gehört haben. Im Laufe des Tages gab es immer mal einen Schauer, das Regenwasser lief durch die Strassen von Nazareth.</p>
<p>Ja, heute war unser Ziel Nazareth. Sozusagen auf dem Weg haben wir einen kurzen Stopp in Kanaa gemacht, das Kanaa das keine &#8222;Weinprobleme&#8220; hat, denn hier hat Jesus (nach der biblischen Geschichte) bei einer Hochzeit, Wasser zu Wein verwandelt, sein erstes Wunder. Natürlich, auch wenn es erst früh am Morgen war, so gegen 9 Uhr, wir waren nicht die ersten&#8230;.</p>
<p><figure id="attachment_3571" aria-describedby="caption-attachment-3571" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3571" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Nabila-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Nabila-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Nabila-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3571" class="wp-caption-text">eine starke Frau: Nabila Espaniola</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir die kurze Strecke (10 km) weiter nach Nazareth gefahren. Hier hatten wir um 10 Uhr ein Gespräch mit Nabila Espanioly verabredet. Sie leitet in Nazareth das <a href="http://www.altufula.org/en" target="_blank" rel="noopener">AL TUFULA Center</a>. Dies ist eine Nonprofit Frauen-Organisation. Das Center widmet sich der der konkreten Unterstützung der palästinensischen Frau auch der frühkindlichen Erziehung. Nabila: „Es geht bei der Frauenarbeit auch um das Thema häusliche Gewalt. Wir versuchen durch unsere Beratung die Frauen, die sich als (ohnmächtiges) Opfer fühlen, zur Verantwortung für sich selbst zu ermutigen. Die Erkenntnis, das Gewalt nicht normal ist, ist ein Schritt zu dieser Einstellung. Dann versuchen diese „umgekehrten“ Frauen als Multiplikatoren und für Aktivitäten in der Gesellschaft zu gewinnen“. Die Gruppe um Nabila ist vielfältig politisch aktiv. Derzeit arbeitet sie unter anderem in einer jüdisch-palästinensischen Frauengruppe mit, die sich mit dem Militarismus in der Erziehung auseinandersetzt. Sie berichtete auch von Aktivitäten im Zusammenhang mit der Polizei. Die oft jüdischen Polizisten werden von der palästinensisch israelische Bevölkerung (immerhin 20 % Anteil an den 8,5 Mio Einwohnern) selten als Schutz sondern oft diskriminierend erlebt Vor allem die weiblichen Opfer von (sexuellen) Gewalttaten erleben, so Nabila bei der Polizei noch einmal eine Vergewaltigung. Es fehlen weibliche und schon gar weiblich arabische Polizeibeamtinnen. Hier schlägt Nabile vor, entsprechend ausgebildete arabische Sozialarbeiterinnen zu beschäftigen.</p>
<p><figure id="attachment_3574" aria-describedby="caption-attachment-3574" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3574" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Gasse-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Gasse-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Gasse-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3574" class="wp-caption-text">Altstadt-Gasse in Nazareth</figcaption></figure></p>
<p>Nabila bringt ihre Forderungen nicht nur in Israel vor. Morgen fährt sie nach Genf, wo sie in einer UN-Gruppe mitarbeitet.</p>
<p>Natürlich berichtete sie auch von den aktuellen Gesetzgebungen in Israel, die vor allem die NGO´s im Blick haben die sich kritisch mit der aktuellen israelischen Politik auseinander setzen. Hier gibt es eine „schwarze Liste“. Diese Gruppen müssen sich öffentlich „outen“, das heißt als solche zu erkennen geben, die ihre finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhalten. So wird versucht diese Gruppen „einzuschüchtern“. Gelichzeitig versuch die israelische Regierung, bei den Geldgebenden Staaten zu intervenieren, das die finanzielle Unterstützung eingestellt wird.</p>
<p>Die 90 Minuten mit Nabila, bedeuteten 90 Minuten einen überzeugenden Redefluss auf all unsere Fragen, der uns alle tief beeindruckt und überzeugt hat Man/Frau versteht, wieso Nabila schon zahlreiche Ehrenpreise bekommen hat (so 2003 den Aachener Friedenspreis. Sie wurde mit <a href="http://www.1000peacewomen.org/de/netzwerk/1000-friedensfrauen-23.html" target="_blank" rel="noopener">1000 Frauen für den Friedensnobelpreis </a>vorgeschlagen.Es waren Frauen, die sich auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene für den Frieden einsetzen. Ein Blick in die verschiedenen Porträts zeigt, dass die 1000 Frauen in den unterschiedlichsten Bereichen tätig sind: sie engagieren sich für politische Rechte, Friedensförderung, Gesundheit, Bildung, Umwelt, Kinderrechte und Gewaltlosigkeit, sie setzen sich ein für die Bekämpfung des organisierten Verbrechens und des Menschenhandels.</p>
<p>Wie der „erfahrene“ Leser weiß, war ich schon öfters mit meinen Gruppen zu Gast im AL TUFULA Center. Interessierte können hier von meinem <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-fragen-nicht-was-braucht-ihr-sondern-was-koennt-ihr/" target="_blank" rel="noopener">Besuch in 2016 lesen</a>.</p>
<p>Zum Schluss habe ich Nabila noch zu Reuven Moskovitz befragt. Er hatte 2013 gemeinsam mit Nabila den Aachener Friedenspreis bekommen. „Da ist ein großer, mutiger und starker Mann von uns gegangen, dessen Herz allerdings in den letzten Jahren immer mehrgelitten hat, ob der Erkenntnis, dass sich trotz vielerlei Anstrengungen, in Wirklichkeit so wenig an dem großen Konflikt zwischen den jüdischen und palästinensischen Volk verändert hat“</p>
<p>Nach diesem für die Gruppe so erfüllenden Gespräch mit Nabila hat ein teil der Gruppe sich noch die Haupt-Touristen-Attraktion von Nazareth angeschaut: die Verkündigungskirche.</p>
<p><figure id="attachment_3573" aria-describedby="caption-attachment-3573" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3573" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Kaffee-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Kaffee-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Kaffee-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Kaffee-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3573" class="wp-caption-text">Ali in Beduinentracht zeigt uns wie Kaffeebohnen &#8222;rhythmisch&#8220;zerstoßen werden.</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend waren wir bei Ali unserem Busfahrer zum Mittagessen eingeladen. Al lebt in einem Dorf wo ein Beduinenstamm wohnt der in den 50 ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts sesshaft geworden ist. Im Gegensatz zu den Beduinen im Negev und auch in der Jerusalemer wüste (hierüber habe ich schon des Öfteren berichtet), haben sich der Stamm von Ali mit dem Leben unter israelischer Verwaltung/Gesetzgebung arrangiert. Er scheint damit ein zufriedenes Leben zu führen. Ein Vorbild für andere palästinensischen Israelis?</p>
<p><figure id="attachment_3572" aria-describedby="caption-attachment-3572" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3572" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Tiberias-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Tiberias-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Tiberias-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Tiberias-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3572" class="wp-caption-text">vom &#8222;Jesus-Trail&#8220;:<br />ein schöner Blick auf den See Genezareth und Tiberias</figcaption></figure></p>
<p>Zum Schluss des Tages sind wir noch ein kleines Stück auf dem vor einigen Jahren „eröffneten „Jeus-Trail“ gegangen, der von Nazareth die 60 km lange Weg-Strecke „nachbildet, die Jesus bis an den See Genezareth nach Kafanerum gegangen ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Die Forderung nach Gerechtigkeit darf in unserer Welt niemals untergehen. Weil die Unterdrückenden geneigt sind, ihr Tun solange fortzusetzen, bis die Menschen die Ungerechtigkeit öffentlich nicht mehr wahrnehmen, darf der prophetische Schrei niemals verstummen. Ja, mehr noch, die Unterdrücker spekulieren darauf, dass sich die Unterdrückten schon an die Situation gewöhnen werden oder wenigstens ihre Forderungen abschwächen, sich mit falschen Kompromissen zufrieden geben werden. Eintreten für Gerechtigkeit bedeutet, die Mächtigen zu belästigen, sie bloßzustellen, sie iher Respektabilität zu berauben, indem ihre Legitimität öffentlich in Frage gestellt wird.</em> <em>Von </em>Naim Stefan Ateek (Der Autor ist palästinensischer Pfarrer und Mitbegründer von Sabeel, dem Ökumenischen Zentrum für Palästinensische Befeiungstheologie. Er schreibt u.a., dass zwei Argumente benutzt werden, um die Gründung des israelischen Staates zu rechtfertigen: die Shoa und seit dem Krieg von 1967 die Bibel. Bestimmte Textstellen werden zur Rechtfertigung der Vertreibung des palästinensischen Volkes missbraucht, so dass die Bibel zu einem politischen Instrument geworden ist)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/nabila-espaniolygewalt-ist-nicht-normal/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Wir fragen nicht was braucht ihr, sondern was könnt ihr?</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/wir-fragen-nicht-was-braucht-ihr-sondern-was-koennt-ihr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 21:16:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Nabila Espanioly]]></category>
		<category><![CDATA[Nazareth]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=3124</guid>

					<description><![CDATA[Traditionell fahre ich mit meinen Guppen am 2. Tag unserer Begegnungsreise nach Nazareth. Nazareth ist die größte arabische Stadt in Israel mit nahezu 90.000 Einwohnern. Hier leben wegen der besonderen christlichen Bedeutung (Maria soll hier <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wir-fragen-nicht-was-braucht-ihr-sondern-was-koennt-ihr/" title="„Wir fragen nicht was braucht ihr, sondern was könnt ihr?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Traditionell fahre ich mit meinen Guppen am 2. Tag unserer Begegnungsreise nach Nazareth. Nazareth ist die größte arabische Stadt in Israel mit nahezu 90.000 Einwohnern. Hier leben wegen der besonderen christlichen Bedeutung (Maria soll hier durch den Erzengel Gabriel die Geburt Jesu verkündet worden sein) die meisten arabischen Christen Israels. War früher die Mehrheit der Einwohner christlichen Glaubens, so sind heute mehr als zweidrittel Muslime.<br />
Natürlich haben wir die „Verkündigungs-Kirche“ besucht, das größte christliche Gotteshaus im Nahen Osten. Wir hatten aber uns mit Nabila Espanioly verabredet, der Leiterin des Frauenprojektes <a href="http://www.altufula.org/media-eng/" target="_blank">„Al-Tufula&#8220;</a>.  Ich hatte sie bereits 2014 mit meiner Gruppe besucht. <a href="http://marius-blog.de/blog/jeder-kann-etwas-machen-aber-nicht-alles-alleine/" target="_blank">Hier kann nachgelesen werden</a> welche Zielsetzung sich dieser Verein gegeben hat und warum Nabila 2003 gemeinsam mit Reuven Moskovitz den Aachener Friedenspreis bekommen hat.</p>
<p><figure id="attachment_3126" aria-describedby="caption-attachment-3126" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3126" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Nabile-225x300.jpg" alt="Nabile Espaniolya" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Nabile-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Nabile-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-3126" class="wp-caption-text">Nabile Espanioly</figcaption></figure></p>
<p>Nabele war gerade mit einer Delegation arabischer Abgeordneter in Deutschland und hast dort mit allen maßgeblichen Abgeordneten des Bundestages und Vertretern des Kanzleramtes gesprochen. Vor zwei Jahren hatte Nabila gesagt, dass sie zur Hälfte der Legistratur als Abgeordnete der arabischen Linken ins israelische Parlament, der Knesset „nachrücken“ würde. Daraus ist nun nichts geworden, da der Ministerpräsident Netanjahu Neuwahlen 2015 vorgezogen hatte und ihre Partei eine andere Abgeordnete ins Parlament gewählt hat. Insgesamt bilden die arabischen Abgeordneten, Dank einer gemeinsamen Liste, die dritt stärkste Kraft im Parlament. Sie verstehen sich vor allem als Vertretung der fast 20% Arabischen Bevölkerung in Israel, die so Nabila, nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt wird.</p>
<p>Nabile hat früh gelernt, dass sie sich zur Einforderung der gleichen Rechte wie sie die jüdischen Mitbürger haben vernetzen muss. Ihre Mutter habe einmal gesagt als sie über die Ungerechtigkeit klagte: „<strong><em>wer weint, weint allein“. </em></strong>Deshalb habe sie sich früh vernetzt, Gleichgesinnte gesucht. Ein Ergebnis dieser Entwicklung war auch die Gründung des Frauenprojektes. Jetzt, nach mehr als 20 Jahren des Bestehens des Vereines können viele Erfolge durch die Arbeit mir den Frauengruppen festgestellt werden. In den letzten Jahren wird, ebenso erfolgreich, mit jüdischen Frauengruppen gearbeitet</p>
<p>Der Ausgangspunkt der Projekte sei immer der, das eben nicht nach den Bedürfnissen der Frauen gefragt wird sondern nach den Fähigkeiten, nach ihrem Können. Oft ist den Frauen gar nicht bewusst welche Leistungen sie tagtäglich erbringen, erbringen müssen, ohne diese Leistungen oft das Familienleben gar nicht möglich ist. Ist dieses Bewusstsein erst geschaffen, dann werden die Frauen mutiger, selbst bewusster. Gerade hat eine Gruppe von Frauen in einem Dorf eine Straße gebaut: jede Nacht – damit die Männer es nicht mitbekommen- wurde ein kleines Stück errichtet, bis die erste Straße im Dorf geschaffen war. Viele Frauen in den Projekten wurden so motiviert, die Schule abzuschließen, ein Studium zu beginnen. Viele der Ehemaligen kommen jetzt zu den neuen Kursen um ihre Erfahrungen den Projektteilnehmerinnen zu vermitteln.</p>
<p><figure id="attachment_3127" aria-describedby="caption-attachment-3127" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3127" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-1024x768.jpg" alt="Straßenbild In Nazareth: christlich-arabische Vielfalt" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3127" class="wp-caption-text">Straßenbild In Nazareth:<br />christlich-arabische Vielfalt</figcaption></figure></p>
<p>Neben diesen Empowermentkursen, die zum Ziel haben die eigenen Stärken der Frauen zu nutzen, hat der Verein auch Kinderkrippen und Kursangebote für Frauen zur Qualifizierung als Erzieherinnen und erstellt Materialien für die frühkindliche Erziehung.<br />
Die Mitglieder unserer Gruppe waren beeindruckt von dem ausdauernden Engagement, dass sich in den Worten von Nabile spürbar widerspiegelte. Im März 2011 wurde Nabile von der Organisation „Women deliver“ als eine von 100 Frauen weltweit genannt, die sich für die Gesundheit und Gleichberechtigung von Frauen einsetzen.<br />
Wie schon vor 2 Jahren rief uns Nabele zum Schluss des Gespräches auf, dass wir in Deutschland für Unterstützung ihrer Arbeit und Ziele werben sollen. Aber auch mit Blick auf die Zukunft: <em>&#8222;Hoffnungslosigkeit ist ein Privileg das wir uns nicht leisten können, denn am Ende muss es eine Lösung geben&#8220;</em></p>
<p>Gut  zu dieser &#8222;Frauenpower&#8220; passt der aktuelle Bericht über den <a href="http://marius-blog.de/marsch-der-hoffnung/" target="_blank">Marsch der Frauen</a> hier in Israel den ich unter Gastbeiträge eingestellt habe. Eigentlich sehr schade, dass bei uns in Deutschland solche hoffnungsvolle Meldungen nicht erscheinen.</p>
<p>Zum Nachmittag hat die Gruppe sich dann noch in der Nähe des See Genezareth auf ein Teilstück des „Jesus-Trail`s“ begeben. Der Weg wurde vor einigen Jahren angelegt (aus bestehenden Pfaden und Feldwegen). Er verbindet Nazareth mit dem See Genezareth auf einer Strecke von 62 km die in 4-5 Tagesetappen gegangen werden kann.</p>
<p><figure id="attachment_3133" aria-describedby="caption-attachment-3133" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3133" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-1024x768.jpg" alt="auf dem Jesus-Trail" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3133" class="wp-caption-text">auf dem Jesus-Trail</figcaption></figure></p>
<p>Zum Abend hatten wir dann noch ein Gespräch mit einem Mitglied unseres Kibbuzes wo wir erfüfren das dieser Kibbuz zu den noch 10 % gehört die wirklich noch – wie ursprünglich alle Kibbuze- „sozialistisch“ geprägt ist. Alle arbeiten – ob im Kibbuz oder außerhalb- und geben ihren verdienst an den Kibbuz. Jeder bekommt im Monat 4000 Schekel (etwa 1000 €)„Taschengeld“, als allein lebender 6.000 Schekel. Jeder bekommt ein Haus gestellt, Kinderbetreuung, Schule alles kostenlos. Frühstück und Mittagessen können die Bewohner (derzeit leben hier 300 Kibbuz-Mitglieder und weitere 400 Familienangehörige) zu sehr günstigen Preisen in der Kibbuz-Kantine erwerben. In dem Kibbuz ist eine Firma die Kunststoffrohre für Fußbodenheizungen erstellt.</p>
<p>Das Geschäft läuft so toll, dass sich die Mitglieder des Kibbuzes vor Jahren entschlossen haben mit der Firma an die Börse zu gehen. Alle Mitglieder sind an den Aktien beteiligt und bekommen jährlich eine Dividende von bis zu 30.000 Schekel. Nurit, unsere Gesprächspartnerin, ist sehr glücklich mit der Situation, glaubt aber nicht, dass sich dieses sozialistische System (alles gehört allen) noch lange halten wird. „Es fehlt uns an Nachwuchs“, ihre vier Kinder leben alle außerhalb des Kibbuz.</p>
<p>Eine interessantes Detail am Rande: die Mitglieder des Kibbuz unter stützen die <a href="http://peacenow.org.il/en/" target="_blank">Peace Now- Bewegung</a> in Israel</p>
<p><figure id="attachment_3135" aria-describedby="caption-attachment-3135" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3135" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-1024x768.jpg" alt="obwohl fast November: Blumenpracht im Kibbuz wie bei uns im Frühling" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3135" class="wp-caption-text">obwohl fast November: Blumenpracht im Kibbuz wie bei uns im Frühling</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
