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	<title>Nazareth &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Nabila Espanioly: &#8222;Ich kämpfe für alle Frauenrechte!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 05:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Nabila Espanioly]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Nazareth]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute am zweiten Tag unserer Reise sind wir nach Nazareth gefahren. Für die Christen ist dies der Ort wo „der Engel des Herrn“ Maria die Botschaft gebracht haben soll, dass sie Jesus, den Sohn Gottes <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nabila-espanioly-ich-kaempfe-fuer-alle-frauenrechte/" title="Nabila Espanioly: &#8222;Ich kämpfe für alle Frauenrechte!&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute am zweiten Tag unserer Reise sind wir nach Nazareth gefahren. Für die Christen ist dies der Ort wo „der Engel des Herrn“ Maria die Botschaft gebracht haben soll, dass sie Jesus, den Sohn Gottes empfangen wird.</p>



<p>Ich verbinde mit dem arabischen Ort Nazareth, seit meiner zweiten Gruppenfahrt 2014, mit dem Namen Nabila Espanioly, der Gründerin und Leiterin des Kinder- und Frauenzentrums <a rel="noreferrer noopener" aria-label="„Al Tufula“. (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.altufula.org" target="_blank">„Al Tufula“.</a> 1984 hat eine Gruppe palästinensische Frauen mit der (ersten) Einrichtung einer Kinderkrippe begonnen. Während damals 12% der Kinder in Nazareth in den Kindergarten gingen, sind es heute 87%.&nbsp;&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4267" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000330-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nabila: wie immer &#8222;ansteckend&#8220; kämpeferisch</figcaption></figure>



<p>Im vergangenen November hat sie mit vielen anderen Frauen, zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11., den ersten Frauenstreik in Israel organisiert.&nbsp;&nbsp;Insgesamt&nbsp;waren 75 verschiedene Frauenorganisationen, (jüdische und arabische) beteiligt. Aktueller Anlass war die Ermordung von 25 Frauen im letzten Jahr, Jüdinnen wie Araberinnen. Es gab, wie sie betonte „energievolle“ Aktionen im ganzen Land. Der Höhepunkt eine große Veranstaltung auf dem Rabin-Square in Tel Aviv.</p>



<p>Nabila, über deren segenreiches und vielfach auch erfolgreiches Tun ich in diesem Blog schon oft berichtet habe, erzählte heute von den aktuellen Aktivitäten. <br><br></p>



<p>„Nebenbei“ erzählte sie von soviel unterschiedlichen Aktivitäten, die alle dem Ziel untergeordnet sind die Rechte aller Frauen zu stärken. Sie versucht politische Bündnisse zu schmieden um Gesetze durch das israelische Parlament, die Knesset zu bringen.Sie sieht die arabischen Frauen in dreifacher Hinsicht diskriminiert: als Frau ganz allgemein, dann als arabische Frau in Israel und eben auch als Frau in der arabischen Gesellschaft..<br>Sie wiederholte gegenüber meiner Gruppe die Wurzel (Grundlage) ihrer Aktivitäten:</p>



<p>Als sie als junge Frau beim ersten Versuch für das Sozialarbeiterstudium aufgenommen zu werden, gescheitert war, hat sie zu Hause bitterlich geweint. Eine ihrer 7 (!) Schwestern hatte damals zu ihr gesagt: <br>„<strong>Wenn Du weinst, weinst Du alleine“</strong></p>



<p>Von da an hat sie sich zu einer kämpferischen&nbsp;&nbsp;Feministin entwickelt, die, wie ich bei unserem letzten Besuch 2017 erfuhr, als eine von<a href="https://www.1000peacewomen.org/de/netzwerk/1000-friedensfrauen-23.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" 1.000 Frauen aus der ganzen Welt für den Friedensnobelpreis (öffnet in neuem Tab)"> 1.000 Frauen aus der ganzen Welt für den Friedensnobelpreis</a> vorgeschlagen worden ist.</p>



<p>Es ist also dem/der Leser/in dringend empfohlen, sich in meinem Blog oder über andere Internet Informationen mehr über diese tolle und so kraftvolle Frau zu informieren.<br>Meine Geburtstagsgäste im Oktober, haben mit einer Spende (statt Geschenk), dieses tolle Projekt in Israel großzügig unterstützt. Ansonsten bekommt Al Tufula auch Gelder von den kirchlichen Hilfswerke Misereor und&nbsp;&nbsp;dem Kindermissionswerk.<br><br></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4271" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000335-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nazareth: eine christlich-arabische Stadt in Israel</figcaption></figure>



<p>Natürlich haben wir uns in Nazareth, nach dieser tollen Stunde bei Nabila auch die große Verkündigungskirche angeschaut. Hier waren wir dann wieder im Kreise Hunderter Pilgerer, wie schon am frühen Morgen in der „Hochzeitskirche“ zu Kanaa.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4268" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000350-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">selbst Tulpen blühen hier</figcaption></figure>



<p>Zum Nachmittag haben wir den herrlichen Frühlingstag genutzt,&nbsp;&nbsp;sind in einem wunderschönen Park, durch „blühende Landschaften“ gewandert . Zunächst hatten wir&nbsp;&nbsp;wir uns mit einem Picknick, zusammengestellt von unserem Fahrer, gestärkt hatten.</p>



<p>Für viele war gerade dieser Nachmittagsspaziergang ,durch die herrliche Frühlingslandschaft, ein besonderer Höhepunkt des Tages.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000346-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4269" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000346-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000346-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Picknick in blühender Landschaft</figcaption></figure>



<p>Zum späten Nachmittag hat uns dann ein Mitglied des gastgebenden Kibbutz erzählt, wie es sich auch im Jahre 2019 in einem Kibbutz (gut) leben lässt. Dieser Kibbutz ist einer der wenigen in Israel, in dem noch nach den alten demokratischen Grundsätzen ein Gemeinschaftsleben organisiert ist, wo beispielsweise alle arbeitenden Mitglieder, ihren Verdienst abgeben und pro Mitglied dann 4.000,- Schekel mtl. (als Taschengeld) bekommen. Überraschend war für mich die Info, dass hier wieder ein Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen ist. In den letzten beiden Jahren haben sich jeweils 10 Familien dem umfangreichen &#8222;Bewerbungsverfahren&#8220; unterzogen- Oft sind es die Kinder, die einst hier groß0 geworden sind, dann zum Studium und danach außerhalb gelebt haben. Wenn sie dann eine eigene Familie gegründet haben &#8222;erinnern&#8220; sie sich an die schöne Zeit in diesem paradiesischen Refugium.<br>Wer mehr über das Leben hier in Shar Hagolan erfahren will schaue in meine Blogaufzeichnungen der letzten Jahre</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000321-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4270" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000321-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000321-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.</em>(Dt.6,4-5)</p>
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		<item>
		<title>„Wir fragen nicht was braucht ihr, sondern was könnt ihr?</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/wir-fragen-nicht-was-braucht-ihr-sondern-was-koennt-ihr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2016 21:16:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Nabila Espanioly]]></category>
		<category><![CDATA[Nazareth]]></category>
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					<description><![CDATA[Traditionell fahre ich mit meinen Guppen am 2. Tag unserer Begegnungsreise nach Nazareth. Nazareth ist die größte arabische Stadt in Israel mit nahezu 90.000 Einwohnern. Hier leben wegen der besonderen christlichen Bedeutung (Maria soll hier <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wir-fragen-nicht-was-braucht-ihr-sondern-was-koennt-ihr/" title="„Wir fragen nicht was braucht ihr, sondern was könnt ihr?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Traditionell fahre ich mit meinen Guppen am 2. Tag unserer Begegnungsreise nach Nazareth. Nazareth ist die größte arabische Stadt in Israel mit nahezu 90.000 Einwohnern. Hier leben wegen der besonderen christlichen Bedeutung (Maria soll hier durch den Erzengel Gabriel die Geburt Jesu verkündet worden sein) die meisten arabischen Christen Israels. War früher die Mehrheit der Einwohner christlichen Glaubens, so sind heute mehr als zweidrittel Muslime.<br />
Natürlich haben wir die „Verkündigungs-Kirche“ besucht, das größte christliche Gotteshaus im Nahen Osten. Wir hatten aber uns mit Nabila Espanioly verabredet, der Leiterin des Frauenprojektes <a href="http://www.altufula.org/media-eng/" target="_blank">„Al-Tufula&#8220;</a>.  Ich hatte sie bereits 2014 mit meiner Gruppe besucht. <a href="http://marius-blog.de/blog/jeder-kann-etwas-machen-aber-nicht-alles-alleine/" target="_blank">Hier kann nachgelesen werden</a> welche Zielsetzung sich dieser Verein gegeben hat und warum Nabila 2003 gemeinsam mit Reuven Moskovitz den Aachener Friedenspreis bekommen hat.</p>
<p><figure id="attachment_3126" aria-describedby="caption-attachment-3126" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3126" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Nabile-225x300.jpg" alt="Nabile Espaniolya" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Nabile-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Nabile-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-3126" class="wp-caption-text">Nabile Espanioly</figcaption></figure></p>
<p>Nabele war gerade mit einer Delegation arabischer Abgeordneter in Deutschland und hast dort mit allen maßgeblichen Abgeordneten des Bundestages und Vertretern des Kanzleramtes gesprochen. Vor zwei Jahren hatte Nabila gesagt, dass sie zur Hälfte der Legistratur als Abgeordnete der arabischen Linken ins israelische Parlament, der Knesset „nachrücken“ würde. Daraus ist nun nichts geworden, da der Ministerpräsident Netanjahu Neuwahlen 2015 vorgezogen hatte und ihre Partei eine andere Abgeordnete ins Parlament gewählt hat. Insgesamt bilden die arabischen Abgeordneten, Dank einer gemeinsamen Liste, die dritt stärkste Kraft im Parlament. Sie verstehen sich vor allem als Vertretung der fast 20% Arabischen Bevölkerung in Israel, die so Nabila, nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt wird.</p>
<p>Nabile hat früh gelernt, dass sie sich zur Einforderung der gleichen Rechte wie sie die jüdischen Mitbürger haben vernetzen muss. Ihre Mutter habe einmal gesagt als sie über die Ungerechtigkeit klagte: „<strong><em>wer weint, weint allein“. </em></strong>Deshalb habe sie sich früh vernetzt, Gleichgesinnte gesucht. Ein Ergebnis dieser Entwicklung war auch die Gründung des Frauenprojektes. Jetzt, nach mehr als 20 Jahren des Bestehens des Vereines können viele Erfolge durch die Arbeit mir den Frauengruppen festgestellt werden. In den letzten Jahren wird, ebenso erfolgreich, mit jüdischen Frauengruppen gearbeitet</p>
<p>Der Ausgangspunkt der Projekte sei immer der, das eben nicht nach den Bedürfnissen der Frauen gefragt wird sondern nach den Fähigkeiten, nach ihrem Können. Oft ist den Frauen gar nicht bewusst welche Leistungen sie tagtäglich erbringen, erbringen müssen, ohne diese Leistungen oft das Familienleben gar nicht möglich ist. Ist dieses Bewusstsein erst geschaffen, dann werden die Frauen mutiger, selbst bewusster. Gerade hat eine Gruppe von Frauen in einem Dorf eine Straße gebaut: jede Nacht – damit die Männer es nicht mitbekommen- wurde ein kleines Stück errichtet, bis die erste Straße im Dorf geschaffen war. Viele Frauen in den Projekten wurden so motiviert, die Schule abzuschließen, ein Studium zu beginnen. Viele der Ehemaligen kommen jetzt zu den neuen Kursen um ihre Erfahrungen den Projektteilnehmerinnen zu vermitteln.</p>
<p><figure id="attachment_3127" aria-describedby="caption-attachment-3127" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3127" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-1024x768.jpg" alt="Straßenbild In Nazareth: christlich-arabische Vielfalt" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/vielfalt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3127" class="wp-caption-text">Straßenbild In Nazareth:<br />christlich-arabische Vielfalt</figcaption></figure></p>
<p>Neben diesen Empowermentkursen, die zum Ziel haben die eigenen Stärken der Frauen zu nutzen, hat der Verein auch Kinderkrippen und Kursangebote für Frauen zur Qualifizierung als Erzieherinnen und erstellt Materialien für die frühkindliche Erziehung.<br />
Die Mitglieder unserer Gruppe waren beeindruckt von dem ausdauernden Engagement, dass sich in den Worten von Nabile spürbar widerspiegelte. Im März 2011 wurde Nabile von der Organisation „Women deliver“ als eine von 100 Frauen weltweit genannt, die sich für die Gesundheit und Gleichberechtigung von Frauen einsetzen.<br />
Wie schon vor 2 Jahren rief uns Nabele zum Schluss des Gespräches auf, dass wir in Deutschland für Unterstützung ihrer Arbeit und Ziele werben sollen. Aber auch mit Blick auf die Zukunft: <em>&#8222;Hoffnungslosigkeit ist ein Privileg das wir uns nicht leisten können, denn am Ende muss es eine Lösung geben&#8220;</em></p>
<p>Gut  zu dieser &#8222;Frauenpower&#8220; passt der aktuelle Bericht über den <a href="http://marius-blog.de/marsch-der-hoffnung/" target="_blank">Marsch der Frauen</a> hier in Israel den ich unter Gastbeiträge eingestellt habe. Eigentlich sehr schade, dass bei uns in Deutschland solche hoffnungsvolle Meldungen nicht erscheinen.</p>
<p>Zum Nachmittag hat die Gruppe sich dann noch in der Nähe des See Genezareth auf ein Teilstück des „Jesus-Trail`s“ begeben. Der Weg wurde vor einigen Jahren angelegt (aus bestehenden Pfaden und Feldwegen). Er verbindet Nazareth mit dem See Genezareth auf einer Strecke von 62 km die in 4-5 Tagesetappen gegangen werden kann.</p>
<p><figure id="attachment_3133" aria-describedby="caption-attachment-3133" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3133" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-1024x768.jpg" alt="auf dem Jesus-Trail" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wanderung-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3133" class="wp-caption-text">auf dem Jesus-Trail</figcaption></figure></p>
<p>Zum Abend hatten wir dann noch ein Gespräch mit einem Mitglied unseres Kibbuzes wo wir erfüfren das dieser Kibbuz zu den noch 10 % gehört die wirklich noch – wie ursprünglich alle Kibbuze- „sozialistisch“ geprägt ist. Alle arbeiten – ob im Kibbuz oder außerhalb- und geben ihren verdienst an den Kibbuz. Jeder bekommt im Monat 4000 Schekel (etwa 1000 €)„Taschengeld“, als allein lebender 6.000 Schekel. Jeder bekommt ein Haus gestellt, Kinderbetreuung, Schule alles kostenlos. Frühstück und Mittagessen können die Bewohner (derzeit leben hier 300 Kibbuz-Mitglieder und weitere 400 Familienangehörige) zu sehr günstigen Preisen in der Kibbuz-Kantine erwerben. In dem Kibbuz ist eine Firma die Kunststoffrohre für Fußbodenheizungen erstellt.</p>
<p>Das Geschäft läuft so toll, dass sich die Mitglieder des Kibbuzes vor Jahren entschlossen haben mit der Firma an die Börse zu gehen. Alle Mitglieder sind an den Aktien beteiligt und bekommen jährlich eine Dividende von bis zu 30.000 Schekel. Nurit, unsere Gesprächspartnerin, ist sehr glücklich mit der Situation, glaubt aber nicht, dass sich dieses sozialistische System (alles gehört allen) noch lange halten wird. „Es fehlt uns an Nachwuchs“, ihre vier Kinder leben alle außerhalb des Kibbuz.</p>
<p>Eine interessantes Detail am Rande: die Mitglieder des Kibbuz unter stützen die <a href="http://peacenow.org.il/en/" target="_blank">Peace Now- Bewegung</a> in Israel</p>
<p><figure id="attachment_3135" aria-describedby="caption-attachment-3135" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3135" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-1024x768.jpg" alt="obwohl fast November: Blumenpracht im Kibbuz wie bei uns im Frühling" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kibbuz-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3135" class="wp-caption-text">obwohl fast November: Blumenpracht im Kibbuz wie bei uns im Frühling</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Jeder kann etwas machen – aber nicht alles alleine</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/jeder-kann-etwas-machen-aber-nicht-alles-alleine/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2014 16:06:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Nazareth]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Auf vielfachen Wunsch aus der Gruppe „sich ein wenig mehr bewegen zu wollen“ haben wir am morgen unser geplantes Programm leicht geändert. Wir sind auf die nahe gelegene Hochebene des „Arbel Nationalparks“ gefahren und <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/jeder-kann-etwas-machen-aber-nicht-alles-alleine/" title="Jeder kann etwas machen – aber nicht alles alleine">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><figure id="attachment_1867" aria-describedby="caption-attachment-1867" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000106.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1867" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000106-300x225.jpg" alt="am Arbel Nationalpark" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000106-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000106.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1867" class="wp-caption-text">am Arbel Nationalpark</figcaption></figure></p>
<p>Auf vielfachen Wunsch aus der Gruppe „sich ein wenig mehr bewegen zu wollen“ haben wir am morgen unser geplantes Programm leicht geändert. Wir sind auf die nahe gelegene Hochebene des „Arbel Nationalparks“ gefahren und haben dort eine Stunde bei herrlicher Aussicht gewandert.</p>
<p>Anschließend führte uns die Fahrt nach Nazareth, der Stadt wo Jesus in seinen frühen Jahren seine Kindheit verbracht hat. In Nazareth leben ausschließlich palästinensische Israelis, von den fast 80.000 Einwohnern sind 40% Christen und 60% Muslime. Die Stadt ist seit 1948 stark gewachsen, damals lebten nur 15.000 Menschen hier. Bedingt durch die Gründung der rein jüdischen Stadt Nazrat Illit für deren Errichtung 1500 ha der Stadt Nazareth beschlagnahmt wurde. Bei dem derzeitigen Bevölkerungswachstum ist Voraussehbar das in absehbarere Zeit der Platz nicht mehr ausreicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdem wir zuerst das bekannteste kirchliche Bauwerk in Nazareth die Verkündigungskirche besucht haben,</p>
<p>empfing uns um die Mittagszeit Schwester Klara in der Schule der Salvatorianerinnen. <a href="http://www.heilig-land-verein.de/Partner/Schule_Nazareth/schule_nazareth.html" target="_blank">http://www.heilig-land-verein.de/Partner/Schule_Nazareth/schule_nazareth.html</a></p>
<p>In dieser christlichen Privatschule lernen fast 1500 Kinder aus über 800 Familien von der Vorschulklasse bis zur 12. Abschlussklasse. Die Schule besuchen 85 % christliche und 15 % muslimische Kinder. 100 Lehrer unterrichten Klassen mit 35-40 Kindern.</p>
<p>Mehr als 90 % schließen die Schule erfolgreich ab. Obwohl im Gegensatz zu den staatlichen Schulen ein Schulgeld verlangt wird wird kein Kind wegen Zahlungsproblemen abgewiesen.</p>
<p><figure id="attachment_1868" aria-describedby="caption-attachment-1868" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000119.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1868" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000119.jpg" alt="die Salvatorianerinnen-Schule" width="640" height="480" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000119.jpg 640w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000119-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1868" class="wp-caption-text">die Salvatorianerinnen-Schule</figcaption></figure></p>
<p>Am Nachmittag haben wir das frauenpädagogische Zentrum „Al Tufula“ (Kindheit) besucht das 1989 gegründet wurde. Hier können sich palästinensische Frauen aus den Dörfern zu Erzieherinnen ausbilden lassen, nicht nur um einen Beruf, sondern auch um Management zu erlernen und Selbstbewusstsein zu erwerben. In den Ausbildungsplan wurde auch tradiertes Wissen der Frauen aufgenommen. Dadurch sollen die Frauen ihre eigenen Werte, Kenntnisse und Fähigkeiten schätzen lernen.</p>
<p>Wir hatten die Möglichkeit mit Nabila Espanioly zu sprechen. Sie ist Gründerin und Leiterin des Nursries Institutes Es ist eine nicht-profitorientierte ehrenamtliche Frauen-Organisation, die 1984 gegründet wurde.</p>
<p><figure id="attachment_1869" aria-describedby="caption-attachment-1869" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000140.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1869" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000140-225x300.jpg" alt="Nabila Espanioly" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000140-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000140.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1869" class="wp-caption-text">Nabila Espanioly</figcaption></figure></p>
<p>Das erste Projekt war die Gründung einer Kinderkrippe. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht sieht Nabila Espanioly durch die Gründung des Institutes positiv verändert. Sie setzt sich mit Ihrer Arbeit und ihrem politischen Engagement für die Menschen ein, die keine Stimme in der Gesellschaft haben. Das Institut klärt über die staatsbürgerlichen Rechte auf und gibt Hilfestellung bei deren Durchsetzung. Die Finanzierung der Projekte ist sehr schwierig, da Israel kein Entwicklungsland ist und deshalb keine Gelder der Entwicklungshilfe zur Verfügung gestellt werden können. Das Institut ist deshalb auf Spenden aus dem Ausland angewiesen. Nabila Espanioly hat für Ihre umfangreichen Friedensaktivitäten 203 den Aachener Friedenspreis verliehen bekommen. <a href="http://www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2003.html">http://www.aachener-friedenspreis.de/preistraeger/archiv/jahr-2003.html</a></p>
<p>Ihre Aktivitäten des Institutes erstrecken sich nicht nur auf die Frauen in Nazareth sondern in Ganz Israel&amp;Palästina. Grundsatz in der beratung ist die Frage: Was können die Frauen und nicht was brauchen sie. „Sie wissen oft garnicht was sie für Fähigkeiten haben. Jeder kann etwas machen – aber nicht alleine alles“ soNabila in Ihrem Schlusswort. Sie forderte die Gruppe auf unseren Beitrag in Deutschland zu leisten in dem wir die deutsche Politik drängen Israel zu einer politischen Kehrtwende zu drängen, denn „Wir chaffen es nicht alleine“</p>
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