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	<title>Zonen &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Budget für die Thora-Schule 25 Mio für das Haus-„Zelt“ 20 Tsd. Schekel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Apr 2017 19:36:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
		<category><![CDATA[Zonen]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich zum Weinberg der Familie Nassar gefahren. Den meisten Lesern ist der Weinberg und das Friedensprojekt „Tent of Nations&#8220; gut bekannt. Vor einigen Wochen war Daoud Nassar zu einer von mir organisierten <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/budget-fuer-die-thora-schule-25-mio-fuer-das-haus-zelt-20-tsd-schekel/" title="Budget für die Thora-Schule 25 Mio für das Haus-„Zelt“ 20 Tsd. Schekel">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich zum <a href="http://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-wir-wollen-die-negative-energie-positiv-nutzen/" target="_blank">Weinberg</a> der Familie Nassar gefahren. Den meisten Lesern ist der Weinberg und das Friedensprojekt <a href="http://marius-blog.de/karte/" target="_blank">„Tent of Nations&#8220;</a> gut bekannt.<br />
Vor einigen Wochen war Daoud Nassar zu einer von mir organisierten Vortragsreise in Deutschland. Vom 13. März bis 23 März hat er in neun Städten insgesamt 10 Abendvorträge gehalten, In Leipzig, am Rande der Buchmesse wo der neue Bildband über den Weinberg vorgestellt wurde, hat er ein öffentliches Gespräch mit dem Fotografen Christian Kraatz geführt. Der Bildband kann ab sofort beim <a href="http://aphorisma.de/catalog/we-refuse-to-be-enemies-p-9976.html" target="_blank">AphorismA Verlag</a> bestellt werden.<br />
In diesen Tagen hat er auch 4 Schulvorträge gehalten.<br />
In Berlin hatte ich die Möglichkeit an diversen Veranstaltung mit Daoud teilzunehmen. Besonders beeindruckend fand ich die beiden Schulveranstaltungen. Daoud hat mit seiner besonderen Redegabe die &#8211; in beiden Schulen waren es jeweils mehr als Hundert Schüler/innen &#8211; in seinen Bann gezogen. Ich bin mir sicher, dass alle jungen Menschen die Daoud gehört haben, im Zusammenhang mit dem Thema Israel&amp;Palästina in Zukunft immer auch an die schwierige Situation der Menschen auf dem Weinberg denken, aber auch immer an die &#8211; trotz der schwierigen Situation &#8211; versöhnenden und Mut machenden Worte von Daoud denken.</p>
<figure id="attachment_3360" aria-describedby="caption-attachment-3360" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3360" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tent-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tent-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tent-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tent-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3360" class="wp-caption-text">Das Motto der Familie Nassar: Wir weigern uns Feinde zu sein&#8230;jetzt auch in französischer Sprache</figcaption></figure>
<p>Wie sagte ein etwa 15 jähriger Schüler am Mittwoch auf die Frage von Daoud was die Schüler den von seinem Vortrag „mit nach Hause nehmen“: Er habe bei den Schilderungen von Daoud, wie auf dem Weinberg mit all den Schwierigkeiten umgegangen wird, so etwas wie den „Geist von Mahatma Ghandi oder Nelson Mandela“ verspürt. Ich denke diese Aussage spricht für sich.<br />
In Berlin hatte Daoud auch Gespräche mit einigen Bundestagsabgeordneten sowie im Außenministerium. Bei den politischen Gesprächen wurde vor allem deutlich, wie wichtig es ist, das gerade Politiker den Weinberg und seine Menschen dort selbst in „Augenschein“ nehmen. In der vorletzten Woche war der MP von Baden Württemberg, Winfried Kretschmann auf den Weinberg.<br />
Daoud hatte bei seinen Gesprächen immer wieder betont, dass er den Bau der Thoraschule als die derzeit „größte Gefahr“ für den Weinberg der Familie Nassar sieht. Derzeit ist die schon seit Jahren durch einen Roadblock sehr beschränkte Zugangsmöglichkeit weiter eingeschränkt.</p>
<figure id="attachment_3361" aria-describedby="caption-attachment-3361" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3361" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperre-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperre-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperre-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperre-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3361" class="wp-caption-text">die erste Sperre nun fast 1 km vor dem Eingangstor zum Weinberg</figcaption></figure>
<p>Die vielen Besucher müssen schon am Abzweig der gro0en „Siedlerstraße“ 60 ihr Fahrzeug stehen lassen und zu Fuß auf den dann doppelt so langen weg zum Eingang des Weinberggeländes machen.</p>
<p>Ich war also heute sehr gespannt wie sich diese neue Situation darstellt.</p>
<p>Tatsächlich, gleich hinter dem Abzweig von der Straße 60 lag mitten auf der schmalen Zufahrt ein großer Stein. Wenn man den Weg zu Fuß fortsetzte kam man in den Bereich einer gro0en Baustelle. Man kann nur erahnen was hier in unmittelbarer Nähe des Weinberggeländes entstehen wird. Ich habe schon Pläne des gesamten Komplexes gesehen. Hier soll neben der Thoraschule auch ein Kindergarten, ein Internat für die Schüler und auch ein Hotelkomplex gebaut werden.</p>
<figure id="attachment_3362" aria-describedby="caption-attachment-3362" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3362" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/baustelle-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/baustelle-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/baustelle-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/baustelle-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3362" class="wp-caption-text">in unmittelbarer Nähe des Weinberges: eine Großbaustelle</figcaption></figure>
<p>Insgesamt steht ein Budget von 25 Millionen Dollar, gespendet von jüdischen Organisationen in Amerika zur Verfügung.</p>
<p>Die Sorge der Familie Nassar ist denke ich mehr als verständlich, dass hier möglicherweise aus „Sicherheitsgründen“ demnächst für die vielen Besuchergruppen (Im letzten Jahr über 6.000 Besucher/innen) der Zugang versperrt wird. Derzeit lässt die Familie durch ihren Anwalt bei der israelischen Militärbehörde nachfragen welche Pläne es bezüglich des Zuganges zum Weinberg gibt. Es wird auch befürchtet, dass es in Zukunft durch die Besucher dieser Schule auch zu „Übergriffen“ auf das Gelände und die Besucher des Weinberges kommen könnte.</p>
<figure id="attachment_3363" aria-describedby="caption-attachment-3363" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3363" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schule1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schule1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schule1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schule1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3363" class="wp-caption-text">die ersten Gebäude stehen schon, darüber die Siedlung Neve Daniel</figcaption></figure>
<p>Aber es gibt auch viel Erfreuliches vom und zum Weinberg zu berichten.<br />
Da es heute schon spät geworden,  werde ich über den neuen Kräuter-Schul-Garten, das neue Haus-„Zelt“, für das „nur“ 20 Tausend Schekel ausgegeben wurde, das neue Pflanz-Projekt &#8222;Cocoon&#8220; in einem der nächsten Blogs berichten.</p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><strong><em> Die Thora fordert nicht, dass man sich zu irgendeiner Gesetzeserfüllung drängen soll. Nur über den Frieden sagt sie: Fordere den Frieden und jage ihm nach.</em></strong><br />
von <a href="https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/midrasch/ch/a3aa438ce20f39b8c86ec8f1cdb9ac4d/" target="_blank">Midrasch Rabba</a> zu Num 19</p>
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		<title>Giftschlangen vor der Haustüre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2016 04:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>
		<category><![CDATA[Zataara]]></category>
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					<description><![CDATA[Leser/innen die meinen Blog schon länger verfolgen, werden sich schon gefragt haben: und wann besucht er denn endlich Fatima oder wie sie in ihrer Familie heißt Im Magdolin? Ich kann ja verstehen, dass viele darauf <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/giftschlangen-vor-der-haustuere/" title="Giftschlangen vor der Haustüre">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leser/innen die meinen Blog schon länger verfolgen, werden sich schon gefragt haben: und wann besucht er denn endlich <a href="http://marius-blog.de/blog/fruehstueck-bei-fatima/" target="_blank">Fatima</a> oder wie sie in ihrer Familie heißt <a href="http://marius-blog.de/blog/im-magdolin/" target="_blank">Im Magdolin</a>? Ich kann ja verstehen, dass viele darauf warten, dass ich über weiteren Besuch bei Fatima, dieser bewundernswerten Frau die mit ihrer Familie in Zataara ,am Rande der judäischen Wüste lebt, berichte. Wenn ich ehrlich bin, ich habe ich sie bereits am vergangenen Sonntag besucht, als ich von Jerusalem nach Beit Jala gewechselt bin. An diesem Tag habe ich aber, zurückblickend, über meinen Aufenthalt in der Dormitio geschrieben.</p>
<figure id="attachment_3018" aria-describedby="caption-attachment-3018" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3018" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-300x200.jpg" alt="macht einen sprachlos: Zufahrt für mehr als 10.000 Menschen gesperrt" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3018" class="wp-caption-text">macht einen sprachlos:<br />Zufahrt für mehr als 10.000<br />Menschen gesperrt</figcaption></figure>
<p>Heute war ich also zum zweiten Mal dort. Schon am Sonntag hatte ich mich gewundert, dass an der Abzweigung von der „Siedlerstrasse“ nach Zataara ein großer Erdwall die Straße versperrt. Wie ich später von Fatima hörte wurde vor einigen Wochen diese Sperre in einer nächtlichen Aktion – selbstverständlich ohne irgendwelche Begründungen &#8211; durch das israelische Militär vorgenommen.</p>
<p>&#8230;und was macht der an solche „Bestrafungsmaßnahmen“ ,aus welchem Grund auch immer, schon gewöhnte palästinensische Bürger&#8230;er erträgt e mich Gleichmut und sucht sich andere Wege. Das hier aber ein Wohngebiet von mehr als 10.000 Menschen durch eine solche Willkürmaßnahme 2abgesperrt werden soll, ist aus meiner Sicht mehr als ein Skandal, mir fehlen hier einfach die Worte. Bitte lest den aktuellen Bericht einer EAPPI-Mitarbeiterin was es heißt, wenn ein Dorf vom israelischen Militär unter <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/beit-fajjar-ein-dorf-unter-kollektiver-bestrafung/" target="_blank">&#8222;Kollektiver Bestrafung&#8220;</a> gestellt wird</p>
<p>Heute nun wurde ich von Fatima und 12 ihrer 16 Enkelkinder „empfangen“ mit der</p>
<figure id="attachment_3019" aria-describedby="caption-attachment-3019" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3019" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-300x214.jpg" alt="sieht sehr gefährlich aus: Kopf der Palästina-Viper" width="300" height="214" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-300x214.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-768x547.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3019" class="wp-caption-text">sieht nicht nur sehr gefährlich aus:<br />Kopf der Palästina-Viper</figcaption></figure>
<p>Botschaft, dass gestern direkt an ihrem Haus eine <a href="http://www.goruma.de/Wissen/Giftschlangen/P/Palaestina_Viper.html" target="_blank">„Palästina-Viper“</a> bemerkt und dann mit einem Stock getötet wurde. Schnell zeigte man mir die Blutflecken auf der Straße. Fatima hatte mir schön des Öfteren erzählt, dass es hier immer wieder vorkommt, das Schlangen bis ans Haus kommen. Aus diesem Grund hatte sie auch vor Jahren für ihre große Enkelschar ,die an den freien Tagen Freitags und Sonntags in der Regel bei ihren Gro0ßeltern zu Besuch sind &#8211; die Dachterrasse am Rand mit einem Gitter abgesichert. In den letzten Wochen wurden schon einige Schlangen gesichtet. Es wird vermutet das sich die schlangen aus der „wirklich vor der Haustüre befindlichen judäischen Wüste in das Dorf „verirren“</p>
<p>Den letzten Schlangenbiss mit tödlichem Ausgang gab es vor knapp zwei Jahren. Damals starb ein 12 jähriges Mädchen. Fatima konnte mir nicht sagen wo es hier ein Gegengift gibt. Wenn man aber um die gesamte Infrastruktur hier in Palästina weiß, auch um die Besonderheiten der Zone C in der sich Zataara befindet, dann kann man sich gut vorstellen, dass ein Biss von solchen Schlangen für den/die Betroffenen zwangsläufig das „Todesurteil“ bedeutet.</p>
<figure id="attachment_3021" aria-describedby="caption-attachment-3021" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3021" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-300x225.jpg" alt="Leben am Rande der Wüste" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3021" class="wp-caption-text">Leben am Rande der Wüste</figcaption></figure>
<p>Auch eine andere Geschichte, die mir Fatima im Verlauf des Tages erzählte, weißt auf die „normalen“ Schwierigkeiten hin die es mit sich bringen, in der Zone C zu wohnen. Wie ich an <a href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/" target="_blank">anderer Stelle</a> im Zusammenhang mit den verschiedenen Zonen (A-B-C) geschrieben habe hat in Zone C Israel die Polizeigewalt. Aber es gibt hier in Zataare keine Polizei. An besagter Abzweigung von der „Siedlerstrasse“ gibt es einen Wachturm, ob da immer jemand drin sitzt weiß hier keiner so genau. Dieser Zustand führt dann dazu das es hier Kriminelle gibt, die ohne sich fürchten zu müssen, zum Beispiel jahrelang auf Diebestour gehen können. Hier in Zataara gab es den Fall einer kleinen Bande, die zwar bekannt war, aber an wen wollte man sich wenden. Erst nach Jahren hatte man dann eine Frau die auch zu dem Trio gehörte mit zivilen Personen festgenommen und dann in einem privaten Auto nach Bethlehem (Zone A) zur Polizei überstellt. Wenn man dann noch hört, dass einer der Drei, für die Israelis spioniert,, wird man völlig rat- und hilflos.</p>
<p>Ansonsten habe ich aber bei der Familie einen schönen Tag verbracht, viel mit den Kindern gespielt, und mich hier und da mit leckeren palästinensische Spezialitäten (wie mit Reis gefüllte Kartoffeln, Zucchini und Auberginen) „verwöhnen“ lassen.</p>
<figure id="attachment_3020" aria-describedby="caption-attachment-3020" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3020" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-683x1024.jpg" alt="Fatima mit einem ihrer 16 Enkelkinder" width="683" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-683x1024.jpg 683w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-3020" class="wp-caption-text">Fatima mit einem ihrer<br />16 Enkelkinder</figcaption></figure>
<p>Für mich, aber auch für die Familie denke ich, ein immer wieder schönes Erlebnis bei Ihnen zu Gast sein zu dürfen.</p>
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		<title>Wassernot im Jordantal &#038; Palästina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2014 07:16:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Jordantal]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Zonen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir waren vor einigen Wochen mit der Reisegruppe im Jordantal und haben im „Auja Eco Center“ den Vortrag von Thomas Koenig gehört, der sich unter anderem mit der sehr schwierigen Wassersituation im Jordantal und in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wassernot-im-jordantal-palaestina/" title="Wassernot im Jordantal &#038; Palästina">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren vor einigen Wochen mit der Reisegruppe im Jordantal und haben im „Auja Eco Center“ den Vortrag von Thomas Koenig gehört, der sich unter anderem mit der sehr schwierigen Wassersituation im Jordantal und in ganz Palästina beschäftigte. (s<a title="Am tiefsten Punkt der Erde" href="http://marius-blog.de/blog/am-tiefsten-punkt-der-erde/">iehe auch den Blog-Beitrag vom 16.10.</a>)  Das Jordantal ist eine der reichhaltigsten Kulturlandschaften der Welt mit herausragender religiöser und kulturhistorischer Bedeutung. Im europäischen Winter lagern hier bis zu 500 Mio Zugvögel.</p>
<figure id="attachment_2051" aria-describedby="caption-attachment-2051" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0857.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2051" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0857-300x200.jpg" alt="Das Jordantal" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0857-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0857-1024x682.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2051" class="wp-caption-text">Das Jordantal</figcaption></figure>
<p>Hier ist eine der trockensten Regionen dieser Erde. Im Jahresdurchschnitt fällt nur 180 mm Niederschlag. (in Deutschland etwa 900 mm) Deshalb ist das Wasser in in dieser Region ein Konfliktherd: Es gilt das Gesetz des Stärkeren. Am schlimmsten trifft es derzeit die Palästinenser. Das prognostizierte Verschwinden des Toten Meeres ist von Menschen verursacht: Chemiefabriken mit Sitz in Jordanien und Israel gewinnen Mineralsalze aus dem Meer und beschleunigen damit die Verdunstung des Wassers. Sein Meeresspiegel sinkt jedes Jahr um einen Meter: Wenn nichts unternommen wird, ist das Tote Meer in 30 Jahren nur noch ein Teich.<br />
Der Jordan, der das Tote Meer jahrhundertelang mit Süßwasser speiste, kommt nur noch als stinkendes Rinnsal hier an. Abwässer werden ungeklärt hineingeleitet. Er wird in seinem Verlauf von allen Nachbarstaaten (Syrien, Israel und Jordanien entnehmen 95-98 % der Wassermenge) angezapft, um den Bedürfnissen einer nicht ans Klima angepassten Landwirtschaft gerecht zu werden.<br />
Dabei sind Lösungen möglich, insbesondere der Bau eines Kanals zwischen dem Roten und dem Toten Meer.</p>
<figure id="attachment_2052" aria-describedby="caption-attachment-2052" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/044893-000_totesmeer_03-1412053444068.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2052" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/044893-000_totesmeer_03-1412053444068-300x169.jpg" alt="Totes Meer: Jedes Jahr sinkt der Wasserspiegel um 1 m" width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/044893-000_totesmeer_03-1412053444068-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/044893-000_totesmeer_03-1412053444068.jpg 940w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2052" class="wp-caption-text">Totes Meer: Jedes Jahr sinkt der Wasserspiegel um 1 m</figcaption></figure>
<p>Damit könnten starke Wasserkraftwerke betrieben werden, um das Meerwasser zu entsalzen, die gesamte Region mit Trink- und das Tote Meer mit Frischwasser zu versorgen. Aber es gibt eine Voraussetzung: Alle Anrainer des Toten Meeres &#8211; Jordanier, Israelis, Palästinenser &#8211; müssten sich einigen, um diese Lösungen mit Unterstützung der Weltbank umzusetzen. Dann würde das Tote Meer zur Lebensquelle.<br />
siehe auch <a href="http:/de.wikipedia.org/wiki/Totes-Meer-Kanal" target="_blank">de.wikipedia.org/wiki/Totes-Meer-Kanal</a></p>
<p>Der Wasserspiegel des Toten Meeres liegt 400 Meter unter dem anderer Meere, seine Landschaften sind von atemberaubender Schönheit, sein Wasser hat einzigartige heilende Eigenschaften. Die Katastrophe betrifft eine der „Wiegen unserer Zivilisation“</p>
<p>Herr Koenig ging zum Schluss seines Vortrages auch noch auf das Thema Wasserverbrauch in Palästina. Rund 87 % des Jordantals befinden sich unter israelischer Kontrolle. Das sind zum einen Siedlungen mit dazugehörigen Agrarflächen, zum anderen Naturschutzgebiete und Militäranlagen. War das Gebiet aufgrund seiner hohen</p>
<figure id="attachment_2053" aria-describedby="caption-attachment-2053" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040839.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2053" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040839-300x225.jpg" alt="Jüdischer Nationalfond (KKL) finanziert auch israelische Projekte im besetzten Jordantal" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040839-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040839.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2053" class="wp-caption-text">Jüdischer Nationalfond (KKL) finanziert auch israelische Projekte im besetzten Jordantal</figcaption></figure>
<p>Wasservorkommen (Regenwasser aus den judäischen Bergen) ehemals wichtiges Anbaugebiet für palästinensische Farmer, haben sie heute kaum Zugang zu den dortigen Ressourcen und Flächen. Die Wasserversorgung ist besonders in den Sommermonaten besorgniserregend schlecht. Zeitweise stehen den Bewohnern pro Kopf nur 20 Liter am Tag zur Verfügung, der Weltgesundheitsorganisation zu folge braucht ein Mensch täglich jedoch mindestens 100 Liter. Konnten sich die Palästinenser früher durch die zahlreichen natürlichen Quellen in der Region selbst versorgen, sind sie heute gezwungen, Wasser des israelischen Wasserversorgungsbetriebes zu kaufen. Das liegt an den tiefen Wasserbohrungen israelischer Unternehmen und Siedlungen, die in der Folge die eigentlichen Quellen zum versiegen brachten. Lebten bis in die 1950er Jahre noch rund 320.000 Palästinenser im Jordantal, sind es heute nur noch knapp 60.000. Während die Bevölkerung im sog. „A“ und „B“ Gebiet wächst, (<a title="Zonengebiet – Westjordanland" href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/">siehe auch unter</a>) verlassen aufgrund der schwierigen Lebenssituation immer mehr Familien das Jordantal.<br />
Nach Auffassung des Hydrogeologen <span style="text-decoration: underline;">Christian Messerschmidt</span>, der selbst in Ramallah lebt, und lange Zeit unter anderem für die palästinensische Wasserbehörde gearbeitet hat bestreitet das es eine &#8222;Wasserknappheit&#8220; in Palästina gibt. In einem Zeitungsbeitrag anlässlich der Debatte in Deutschland im Frühjahr 2014 nach den Äußerungen des Präsidenten des EU-Parlaments, Martin Schulz in der Knesset zur Wasserverteilung in den besetzten Gebieten schreibt er:</p>
<figure id="attachment_2160" aria-describedby="caption-attachment-2160" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1040296.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2160" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1040296-300x225.jpg" alt="Zisterne auf Daher&#96;s Weinberg  auch mit &quot;Abrissbefehl&quot; belegt" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1040296-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1040296-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2160" class="wp-caption-text">Zisterne auf Daher`s Weinberg<br />auch mit &#8222;Abrissverfügung&#8220; belegt</figcaption></figure>
<p><em>&#8222;Debatten über den palästinensisch-israelischen Wasserkonflikt gehen meist von einer Wasserknappheit in der</em><em>Region aus. Das ist ein Mythos. In Wirklichkeit agieren die Berge der Westbank als Hauptregenfänger für die heftigen Winterregen vom Mittelmeer. So fällt in Jerusalem mehr Regen als in Berlin, in Ramallah mehr als in London-Heathrow. Die extreme Wasserkrise in Palästina ist keine üble Laune der Natur. Sie ist politisch erzeugt.  Jede Leitung und Pumpstation, jedes Wasserreservoir bedarf einer Erlaubnis der Militärverwaltung. Das gilt erst recht für Großprojekte wie Kläranlagen oder Brunnenbohrungen. Selbst der Regen, der in der Westbank fällt, wird enteignet: Zisternen, die ohne Permit den Regen auf dem eigenen Hausdach sammeln, gelten Israel als illegal. Sie werden mit Abrissverfügungen belegt und vom israelischen Militär zerstört&#8220;.</em></p>
<p>I<a title="Wasser" href="http://marius-blog.de/wasser/">ch habe den ganzen Beitrag in meinen Block gestellt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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