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	<title>Beit Jala &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 21:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/" title="&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen „Wings of Hope“, und zum Abschluss am Nachmittag ein Besuch in der der &#8222;Patriarchen-Stadt&#8220; Hebron, in der sich die Grabstätte Abrahams, des Stammvaters der Juden, Moslems und Christen befinden soll.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog über&nbsp;&nbsp;alle Programmpunkte, teilweise sehr ausführlich und mehrmals, schon geschrieben. Ich darf also, vor allem die neuen Leser/innen, auf die entsprechenden Links zu Beginn meines heutigen Tagesberichtes verweisen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4285" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;der größte Schlüssel der Welt&#8220; am Eingang zum Aida-Flüchtlings-Camp in Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Ich will mich also in meinem heutigen Bericht auf das aktuelle, von heute (bzw. aus den letzten Wochen) beschränken.</p>



<p>Der Tag war im Übrigen auch geprägt von einem Wettereinbruch, der einherging mit starkem Regen und Wind, vor allem aber auch mit stark gesunkenen Temperaturen (von unter 10 °C). Wie Faten uns erklärte, würden die Leute bei so einem Wetter, der den immer ersehnten Regen bringt, von einem &#8222;gesegneten&#8220; Wetter sprechen.</p>



<p>Die Besuche im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Aida-Camp (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alsharq.de/blog/zurueck-wohin-zum-palaestinensischen-recht-auf-rueckkehr" target="_blank">Aida-Camp</a> und auch im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wald-Off-Hotel (öffnet in neuem Tab)" href="http://walledoffhotel.com" target="_blank">Wald-Off-Hotel</a>, beide Einrichtungen liegen direkt an der 12m hohen Mauer, die Jerusalem von Bethlehem trennt, waren für die Gruppe beeindruckend. Für mich wurde durch das Gespräch mit einer Vertreterin Alle haben die Meinung vertreten, dass das Wetter sich der Stimmung, die diese beiden Versuche bei der Gruppe erzeugten, &#8222;prima ergänzten&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4286" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>wenn man im Wald-Off-Hotel aus dem Fenster schaut: sieht man die Mauer</figcaption></figure>



<p>Der Besuch im Zentrum Wings of Hope for Trauma <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/" target="_blank">https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/ </a>haben wir nicht nur etwas zur Arbeit mit und für traumatisierte Kinder und Frauen erfahren, wir haben auch durch einen Zwischenfall, am eigenen Leibe erfahren können was es heißt/heißen kann, hier in dieser so krisengeschüttelten Region im &#8222;normalen&#8220; Alltag zu leben. Gegen 13.30 hörten wir auf der Straße (das Büro liegt mitten in Bethlehem) Schüsse. Etwa 15 Minuten gingen Salven von Gewehrschüssen einher, mit Geschrei von aufgeregten Menschen, wilden Hupen der Autos und in Panik durcheinander laufende Menschen. Wir konnten das aus der 2. Etage unseres Meeting-Raumes gut beobachten. Dank der sozialen Medien, hatte Ursula Mukarker relativ schnell unsere spontane Befürchtung, das es hier wieder, wie sooft in Bethlehem, zu einer Eskalation zwischen israelischer Armee und Palästinensern, gekommen ist, zerstreut. Wie wir erfuhren, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gegeben hatte. Hintergrund war wohl die Tötung einer 31 jährigen 5-fachen Mutter durch den Ehemann, den die Familie der Frau &#8222;rächen&#8220; wollte. Der große Schreck über diesen Zwischenfall, der sich in unserer unmittelbaren Nähe ereignete, war uns allen nachhaltig in &#8222;die Glieder&#8220; gefahren. Trotzdem haben wir uns mit einiger Verspätung, noch auf den weg ins 25 km entfernte Hebron gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4289" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Plakat im Aida-Camp erinnert an den Tod eines 13jährigen -Jungen</figcaption></figure>



<p>Bedingt durch das wirklich schlechte, nasskalte Wetter, aber auch wegen der späten Anreise, haben wir das übliche Programm in Hebron stark gekürzt. Wir sind einen kurzen Weg durch die Altstadt zur Abrahams-Moschee gegangen. Die Gruppe hatte also nur ganz begrenzt die Möglichkeit, die Besonderheit und damit die Konfliktursache in dieser Stadt in &#8222;Augenschein&#8220; zu nehmen. </p>



<p>Ich will hier nicht verschweigen, dass wir auch in Hebron, als wir uns aus der Altstadt entfernten, Schüsse gehört haben. Welchen genauen Hintergrund sie hatten habe ich bis jetzt nicht in Erfahrung bringen können.</p>



<p>Ich möchte an dieser Stelle aber über ein Ereignis berichten, dass sich vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit der Stadt Hebron ereignet hat, in meinem Blog berichten.  Ende Januar 2019&nbsp;&nbsp; hat Israel die Ausweisung der Temporären Internationalen Präsenz in Hebron <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TIPH" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="(TIPH)  (öffnet in neuem Tab)">(TIPH) </a>aufgekündigt, und das Ökumenische Begleitprogramm Palästina Israel <a rel="noreferrer noopener" aria-label="(EAPPI) (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">(EAPPI)</a> hat daraufhin erklärt, dass es jetzt zu unsicher für sie sei, ihre Menschenrechtsbeobachter weiterhin in der Stadt zu stationieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4287" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Verkleidet in die Abraham-Moschee</figcaption></figure>



<p> Alle Apelle, auch der der Bundesregierung, die Entfernung der TIPH aus Hebron rückgängig zu machen um sicherzustellen, dass internationale Menschenrechtsbeobachter, Freiwillige und Aktivisten in der Lage sind, sicher in der Stadt zu arbeiten, haben bis heute nichts genutzt</p>



<p>TIPH &#8211; bestehend aus Norwegen, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Italien und der Türkei &#8211; wurde 1994 als Ergebnis der Osloer Abkommen gegründet, die die Notwendigkeit einer internationalen Beobachtertruppe in der Krisenstadt anerkennen, in der sich Siedler &#8211; die zu den gewalttätigsten und fanatischsten der gesamten israelischen Siedlerbewegung gehören &#8211; in der palästinensischen Bevölkerung niedergelassen haben; 1994 war auch das Jahr des Moscheemassakers von Ibrahimi.</p>



<p>Ende 2018 veröffentlichte die TIPH einen öffentlichen Bericht (in der Regel bleiben ihre Beobachtungen vertraulich), in dem über 40.000 Menschenrechtsverletzungen aufgeführt sind. Es sagte, dass Israel regelmäßig internationale und sogar israelische Gesetze verletzt. Im folgenden Monat, Januar 2019, kündigte Netanyahu an: &#8222;Wir werden die Fortsetzung einer internationalen Truppe, die gegen uns handelt, nicht zulassen&#8220;.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4288" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>in der Galerie im Banksy-Hotel gesehen: das Wasser steht bis zum Hals</figcaption></figure>



<p>Die &#8222;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freunde von Sabeel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.fvsabeel-germany.de/index.htm" target="_blank">Freunde von Sabeel</a>&#8220; deren deutsche Gruppe auch das Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; aus dem ich jeden Tag ein Zitat in diesem Blog veröffentliche, schreibt jede Woche: Jeden Donnerstag versammelt sich die Gemeinde in Jerusalem zum Abendmahl und zum Gebet. Ein Gebet, das in diesem Gottesdienst gebetet wird, wird auch an die Beter in aller Welt gesendet, damit in jeder Region um 12 Uhr das Gebet gebetet wird, damit eine Welle des Gebets rund um die Erde entsteht. Die Gebete haben zum Inhalt aktuelle Ereignisse der letzten Woche.</p>



<p><strong>Hier ein Auszug vom heutigen Tag</strong></p>



<p>Am Mittwoch, 6.März, wurden durch ein Feuer in ihrem Haus in Al Salaymeh, das zur Altstadt von Hebron gehört zwei palästinensische Kinder getötet. Die Feuerwehr wurde an einer Straßenblockade von Soldaten Israels aufgehalten; so war sie nicht in der Lage, die Kinder beizeiten zu erreichen. Als Nachbarn das Haus betraten und die Kinder herausholten, wurden sie an einem Checkpoint festgehalten, da sie die Kinder doch nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus bringen könnten. Wael Al Rajabi und Malak, ein vier-jähriger Junge und Malak, seine achtzehn Monate alte Schwester starben bei dem Unfall; ein Bruder erlitt schwere Verwundungen.</p>



<p><strong>Herr, wir beten für die Familie von Wael und Malak, die ihren Verlust betrauert; und wir beten für die Genesung ihres Bruders. Wir bitten, dass diese Tragödie die israelische Besatzungsmacht dazu bringt, nachzudenken, ob sie auch in Zukunft Notdienste davon abhält auf kritische Unfälle zu reagieren.</strong></p>



<p><strong>Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unsere Gebete.</strong></p>



<p><strong>und zum Schluss des heutigen Tagesberichtes das Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
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		<title>Beit Jala „mausert“ sich – trotz alledem&#8230;</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/beit-jala-mausert-sich-trotz-alledem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2018 19:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Gush Shalom]]></category>
		<category><![CDATA[Uri Avnery]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute bin ich umgezogen von Jerusalem nach Beit Jala. Es sind etwa 10 km (Luftlinie) zwischen den beiden Orten, aber wie schon oft beschrieben trennt die beiden Orte nicht nur eine 8-10 m hohe Mauer. <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/beit-jala-mausert-sich-trotz-alledem/" title="Beit Jala „mausert“ sich – trotz alledem&#8230;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bin ich umgezogen von Jerusalem nach <a href="https://in-gl.de/2011/01/09/beit-jala/" target="_blank" rel="noopener">Beit Jala</a>. Es sind etwa 10 km (Luftlinie) zwischen den beiden Orten, aber wie schon oft beschrieben trennt die beiden Orte nicht nur eine 8-10 m hohe Mauer. Wie üblich habe ich den palästinensischen Bus 231 benutzt, der tagsüber alle 10 Minuten am Damaskustor in Ost-Jerusalem startet und &#8211; je nach Verkehrslage &#8211; nach etwa 45 Minuten seine Endhaltestelle auf der Grenze zwischen den beiden Städtchen Bethlehem und Beit Jala erreicht.<br />
Mal wieder bin ich in der Abrahamsherberge untergebracht, einem sehr schönen Gästehaus, mitten in der Altstadt von Beit Jala.</p>
<p><figure id="attachment_4127" aria-describedby="caption-attachment-4127" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4127" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000075-e1542217396677-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000075-e1542217396677-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000075-e1542217396677-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-4127" class="wp-caption-text">alles ist schön restauriert</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn man wie ich seit 2012 immer wieder mal zu Besuch in diese Region kommt, stellt man immer wieder auch Veränderungen fest. Oft nicht auf den ersten Blick, es sei denn ein neuer Hotelbau ist so augenfällig in die Landschaft gebaut oder der immer chaotisch werdende Autoverkehr, der einem oft die Luft zum Atmen nimmt. Nein, es sind die oft unscheinbaren Dinge, die erst beim genauen Hinsehen auffallen. Gerade hier in Beit Jala, mit dem benachbarten Bethlehem und Beit Sahour, die christlichen „Hochburgen“ in Palästina, hat sich in den letzten Jahren vieles  verändert, und meistens zum Guten. Ich hatte schon im vorigen Jahr berichtet, dass es immer „schickere“ Läden gibt, die, auch was die Schaufensterauslagen angeht, mit westlichen Maßstäben konkurrieren können. Auch immer mehr feinere Restaurants, die eben nicht nur die so gute arabische Küche anbieten, werben um Kundschaft.</p>
<p><figure id="attachment_4126" aria-describedby="caption-attachment-4126" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4126" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000071-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000071-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000071-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000071-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4126" class="wp-caption-text">alles genau beschrieben<br />der &#8222;Old-City-Trail&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Heute entdeckte ich den neuangelegten „Old-City-Trail“, mit dem die Verantwortlichen in der Stadt, die Besucher auf einen (gut beschilderten) Weg durch die überwiegend schön restaurierte Altstadt von Beit Jala führen.<br />
Alle diese Neuheiten zeigen mir aber auch eines deutlich auf: die Menschen hier glauben, trotz aller Widrigkeiten der Besatzung, an eine Zukunft, wollen sich nicht aufgegeben.</p>
<p><figure id="attachment_4128" aria-describedby="caption-attachment-4128" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4128" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000073-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000073-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000073-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000073-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4128" class="wp-caption-text">Jenseits des Cremisan-Tals, scheinbar zum Greifen nah, die Sicht von Beit Jala auf die jüdische Siedlung Gilo in Ost-Jerusalem</figcaption></figure></p>
<p>Ich möchte auch noch einmal kurz auf meinen Bericht von gestern zum aktuellen Gaza-Konflikt eingehen. Ich hatte meinen gestrigen Eintrag mit der Feststellung geendet: das man (ich) gar nicht spüre, das in Land Krieg ist.<br />
Erst heute habe ich erfahren, das <a href="http://zope.gush-shalom.org/index_en.html" target="_blank" rel="noopener">Gush Shalom</a>, zu Deutsch &#8222;Der Friedensblock&#8220;,<br />
eine 1991 (u.a. durch den jüngst verstorbenen <a href="http://www.uri-avnery.de" target="_blank" rel="noopener">Uri Avnery</a>) gegründete israelische Friedensorganisation gestern mit anderen Friedensgruppen in drei Städten (Haifa, Tel Aviv und Jerusalem) zu Demonstrationen aufgerufen hatte. Im Aufruf wird ein vollständiger politischer Kurswechsel gefordert. Hier heißt es u.a.: „<em>Wir müssen einen neuen Weg gehen. Bewohner Südisraels und Bewohner von Gaza, Israelis und Palästinensern &#8211; nur Frieden kann uns allen Sicherheit garantieren. Nur Ruhe sorgt für ruhige Nächte &#8211; nur so ist es möglich. Lasst uns aufhören, weil wir Hass verbreiten und Angst säen, lasst uns diesen Schmerz beenden. Heute, vor allem heute, sollten wir fordern, was längst hätte geschehen sollen, das Einzige, was das Leben sichern kann: die Aufhebung der Belagerung, die Beendigung der Besatzung und den Frieden zwischen Israel und Palästina. Wir verdienen ein glückliches Ende dieser traurigen und schwierigen Geschichte. &#8220;  </em></p>
<p><figure id="attachment_4129" aria-describedby="caption-attachment-4129" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4129" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000085-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000085-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000085-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000085-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4129" class="wp-caption-text">Novemberwetter auch in Palästina und einen Regenschirm für zwei</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Kompliziertheit der israelischen Siedlungspolitik am Beispiel des Cremisan-Tales</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2017 18:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern habe ich noch einmal die „Seiten gewechselt“, bin vom Gästehaus der Talitha-Kumi-Schule &#8211; wo ich die letzten 10 Tage verbracht habe &#8211; und das oberhalb von Beit Jala im Westjordanland gelegen ist, in das <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/die-kompliziertheit-der-israelischen-siedlungspolitik-am-beispiel-des-cremisan-tales/" title="Die Kompliziertheit der israelischen Siedlungspolitik am Beispiel des Cremisan-Tales">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich noch einmal die „Seiten gewechselt“, bin vom Gästehaus der Talitha-Kumi-Schule &#8211; wo ich die letzten 10 Tage verbracht habe &#8211; und das oberhalb von Beit Jala im Westjordanland gelegen ist, in das Gästehaus der Dormitio-Abtei umgezogen. Es ist wirklich eine gänzlich andere Welt in die man kommt, wenn man nach Westjerusalem kommt. Anderer Baustil, größere und bessere Straßen, alles geordneter, mehr Ampel, und die größere Sauberkeit fallen einem gleich ins Auge, obwohl die tatsächliche Wegstrecke nur 10 km beträgt.</p>
<p>Am Tag zuvor hatte ich noch einmal die Gelegenheit mir die &#8211; für Außenstehende nicht so leicht verständliche &#8211; Situation im Cremisan-Tal genauer anzuschauen.</p>
<p><figure id="attachment_3465" aria-describedby="caption-attachment-3465" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3465" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3465" class="wp-caption-text">Blick auf das Salesianer -Kloster und die Weinstöcke des Weingutes Cremisan</figcaption></figure></p>
<p>Am frühen Abend bin ich mit Anja, Emad, Karim und mit Fatima im Cremisan-Tal gewandert. Wir wollten uns am Ende eines schönen Frühlingstages, in „der grünen Lunge“ von Beit Jala, noch ein wenig „die Beine vertreten“. Möglicherweise wird man dies bald nicht mehr, von palästinensischer Seite aus können. Wir haben unser Fahrzeug auf dem Gelände des Salesianer-Klosters abgestellt. Der Zugang ist zwar durch ein Tor gesperrt, dort sitzt aber bis zum Abend ein ziviler (palästinensischer) Wachdienst, der gerne die Pforte für Besucher öffnet. Auf dem Klostergelände feierte gerade, in dem wunderschönen Klostergarten, eine muslimische Hochzeitsgesellschaft. Die Bewohner von Beit Jala haben die Möglichkeit diesen schönen Platz für Feste zu mieten. Auch dies würde bei „Vollendung&#8220; der Mauer nicht mehr möglich sein. Wir sind der schmalen Straße weiter Richtung Westen gefolgt. Früher war dies die Verbindungsstraße zwischen den beiden palästinensischen Dörfer Beit Jala und Walaja (sie sind etwa 4 Km voneinander entfernt). Seit einiger Zeit ist die Straße ca. 1 km vom Kloster in westlicher Richtung entfernt abgeriegelt. Hintergrund ist, dass sich dort eine der zwei Zufahrten zur israelischen Siedlung Har Gilo befindet. Zwischen den Siedlungen Gilo im Norden und Har Gilo im Süden befindet sich das schöne Cremisan-Tal.</p>
<p><figure id="attachment_3464" aria-describedby="caption-attachment-3464" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3464" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3464" class="wp-caption-text">Blick vom Roadblock Richtung Kloster und Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p>In östlich Richtung vom Kloster aus gesehen, wird derzeit die Schließung vorbereitet, ich habe davon <a href="http://marius-blog.de/blog/der-bus-faehrt-heute-nicht-die-haben-probleme-mit-ihren-fahrern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vor einigen Tagen berichtet</a>. Dann wäre also das ganze Tal abgeschlossen. Dort also, wo die Muslime Familie Hochzeit feierte, und wir unseren Abendspaziergang machten wird man sich – setzt sich die israelische Militärverwaltung beim obersten israelischen Gericht durch &#8211; als Palästinenser nicht mehr aufhalten dürfen. Ein Zugang ist dann nur noch von der israelischen Seite aus „erlaubt“</p>
<p><figure id="attachment_3466" aria-describedby="caption-attachment-3466" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3466" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3466" class="wp-caption-text">ein Papierkorb, den nicht jeder benutzt</figcaption></figure></p>
<p>Was für ein „Kleinod“ dieses Tal ist, durften wir an diesem schönen Abend noch einmal erleben. Die Landschaft hat etwas von der italienischen Toskana. Selbst einige Papierkörbe sind dort aufgestellt, was aber leider nicht jeden Besucher veranlasst diese zu benutzen.<br />
Man kommt dort an den gepflegten, in &#8222;Reih und Glied&#8220; stehenden Rebstöcken und der Kelterei des Weingutes Cremisan vorbei.<br />
Nach etwa 1 ½ Kilometer kamen wir tatsächlich an die Straßensperre. Oberhalb des Roadblocks führte eine ziemlich neue Straße den Berg zur Siedlung Har Gilo hinauf. Direkt hinter der Straßensperre steht ein Haus, in 100 m Entfernung sieht man die ersten Häuser des Dorfes Walaja.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><figure id="attachment_3523" aria-describedby="caption-attachment-3523" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3523" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Walaja-Karte2-768x501.jpg" alt="" width="768" height="501" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Walaja-Karte2-768x501.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Walaja-Karte2-768x501-300x196.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3523" class="wp-caption-text">man erkennt die &#8222;Grüne&#8220; Linie am oberen Rand der Karte<br />die rote Linie zeigt die fast fertige Mauer/Zaun, die Absperrung zum Westjordanland</figcaption></figure></p>
<p>Wir konnten uns, dank der arabisch sprechenden Emad und Fatima, mit dem palästinensischen Besitzer des Hauses unterhalten. Seine Familie hat hier 1948 das Haus gebaut, nachdem</p>
<p><figure id="attachment_3467" aria-describedby="caption-attachment-3467" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3467" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3467" class="wp-caption-text">im Gespräch mit dem Hausbesitzer</figcaption></figure></p>
<p>sie aus Alt-Walaja vertrieben worden waren. Auf dem Gebiet des ehemaligen palästinensischen Dorfes Alt-Walaja, auf der anderen Talseite gelegen, wurde die große israelische Siedlung Gilo gebaut. Vor einigen Jahren hätten die Israelis ihm und seiner Familie wohl angeboten, die israelischen Staatsbürgerschaft zu geben. Nach intensiver Überlegung und Beratung hat er das Angebot abgelehnt. Er hat befürchtet, dass ihm, als israelischen Staatsbürger, dann leichter das Grundstück, nebst Haus entzogen hätte werden können.</p>
<p>So lebt er nun mit seiner Familie, in diesem „Außenposten“ des Westjordanlandes mit Blick auf die alte Bahnlinie, die Jerusalem mit Tel Aviv verbindet. Damit sie auch weiterhin ihr Dorf Walaja erreichen können, haben die Israelis extra einen Tunnel gebaut, der unter der Siedlerstraße hindurch führt. Während früher der Weg zum Kindergarten und Schule in Beit Jala über die kurze Strecke durchs Cremisan-Tal am Kloster vorbei führte, müssen sie heute einen großen Umweg von mehr als 10 km über Walaja nehmen.</p>
<p><figure id="attachment_3468" aria-describedby="caption-attachment-3468" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3468" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3468" class="wp-caption-text">die Sonne geht hinter Walaja unter<br />im Vordergrund die Siedlerstraße darunter der Tunnel</figcaption></figure></p>
<p>Ich finde, dies ist ein kleines, aber doch bemerkenswertes Beispiel der Auswirkungen, der israelischen Siedlungspolitik auf die Bewohner in den besetzten Gebieten.</p>
<p>Vor einigen Wochen gab es im Spiegel einen Beitrag von Eva Menasse. Unter dem Titel „Hundert Kinder“ berichtete Sie in einer Erzählung über die „Grüne Linie“ zwischen Israel und Palästina und dabei eben auch über das Dorf Walaja und die Siedlung Har Gilo. Die Autorin hatte sich von ihren amerikanischen Kollegen Michael Chabon und Ayelet Waldman inspirieren lassen. Diese hatten darum gebeten, Essays und Kurzgeschichten über die besetzten Gebiete zu verfassen.<br />
Es lohnt sich wirklich, diesen unter die Haut gehenden Beitrag zu lesen.<br />
Ich habe diesen Beitrag als <a href="http://marius-blog.de/hundert-kindereva-menasse-ueber-das-leben-in-den-besetzten-palaestinensischen-gebieten-eine-erzaehlung-der-spiegel-201712-19-03-17/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag bei mir eingestellt.</a></p>
<p><figure id="attachment_3469" aria-describedby="caption-attachment-3469" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3469" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3469" class="wp-caption-text">Blick vom Salesianer-Kloster auf die Siedlung Gilo, früher befand sich dort das palästinensische Dorf  (Alt-)Walaja, die Bäume haben die Palästinenser gepflanzt</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Ausnahmezustand“ am Ostersamstag (nicht nur) in Beit Jala</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Apr 2017 19:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[heiliges Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[ortodoxes Osterfest]]></category>
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					<description><![CDATA[Ostersamstag im christlichen Deutschland, der Tag zwischen dem Karfreitag, an dem für die Christen Jesus am Kreuz gestorben und ins Grab gelegt wurde und dem Ostersonntag, an dem Jeus von den Toten auferstanden ist. Für <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ausnahmezustand-am-ostersamstag-nicht-nur-in-beit-jala/" title="„Ausnahmezustand“ am Ostersamstag (nicht nur) in Beit Jala">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ostersamstag im christlichen Deutschland, der Tag zwischen dem Karfreitag, an dem für die Christen Jesus am Kreuz gestorben und ins Grab gelegt wurde und dem Ostersonntag, an dem Jeus von den Toten auferstanden ist. Für mich als gläubiger Christ, war/ist dieser Tag „dazwischen“ immer eher ein ruhiger Tag an dem man sich auf das Osterfest „vorbereitete“, also einkaufen geht, die Wohnung putz alles eben schön macht.<br />
Ganz anders ist dieser Ostersamstag für die orthodoxen Christen, die in diesem Jahr zeitgleich, was eher die Ausnahme ist, mit uns Katholiken und Protestanten das Osterfest feiern. Der Tag vor dem Ostersonntag ist für die orthodoxen Christen der Tag, an dem in der Grabeskirche (für die Orthodoxen die „Auferstehungskirche“) in Jerusalem das Wunder des „Heiligen Feuers“ geschieht. Es ist für sie das größte „aller christlichen Wunder“. Um 14 Uhr entfacht sich das heilige Feuer und wird anschließend nicht nur zu den Christen in Israel und dem Westjordanland gebracht wird.  Es gibt Sonder-Flüge mit dem heiligen Licht nach Russland, Griechenland, Rumänien, Armenien…<br />
<a href="http://orthpedia.de/index.php/Heiliges_Feuer" target="_blank">Weitere Infos zum &#8222;Heiligen Feuer&#8220;</a></p>
<p><figure id="attachment_3404" aria-describedby="caption-attachment-3404" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3404" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/erwartung-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/erwartung-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/erwartung-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3404" class="wp-caption-text">in gespannter Erwartung</figcaption></figure></p>
<p>Wie in allen christlich-orthodoxen Gemeinden erwartet man auch in <a href="https://www.bergischgladbach.de/beit-jala.aspx" target="_blank">Beit Jala,</a> dessen Einwohner (etwa 15.000) mehrheitlich Christen sind, am heutigen Ostersamstag das <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-3402" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/extase-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />heilige Feuer. Ich hatte schon viel von dem großen Fest hier in Beit Jala gehört und war froh es heute bei leichtem Sonnenschein, einmal selbst erleben zu dürfen. Rechtzeitig, so gegen 12 Uhr, war an der orthodoxen St. Georgs-Kirche, mitten in Beit Jala. Auf dem Weg dort hin sah ich schon junge Männer, die große Autos mit Blumen schmückten und in einheitlichen weißen T-Shirts mit rhythmischen Rufen „in Stimmung&#8220; brachten. An der Kirche war eine gro0e Video-Wand aufgebaut. Auf ihr konnte man die Zeremonie in der Grabes(Auferstehungs-)Kirche in Jerusalem sehen.</p>
<p><figure id="attachment_3398" aria-describedby="caption-attachment-3398" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3398" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/frauen-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/frauen-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/frauen-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-3398" class="wp-caption-text">sehen und gesehen werden</figcaption></figure></p>
<p>Ich postierte mich oberhalb der Straße, durch die sonst der meiste Verkehr geht, heute war sie ab 13 Uhr gesperrt. Immer mehr Menschen kamen, viele brachten Kerzen mit. Alle waren schön angezogen, in etwa so wie es bei uns zu Weihnachten Brauch ist, wenn man (viele ja nur einmal im Jahr) den Gottesdienst besucht. Nur hier ist es eben schon wärmer es ist ja auch erst früher Nachmittag. Entsprechend „luftig“ waren vor allem die jungen „Damen“ angezogen. Viele Menschen hatten sich ein Kreuz um gehangen, die Frauen als Schmuck eher kleiner, die Männer oft aus Holz, größer.<br />
Ein wenig hatte es mittlerweile „Volksfest-Charakter“: der Geruch von Pop-Corn durchzog die Straße, es wurde Zuckerwatte und Luftballons verkauft.</p>
<p>Um 14 Uhr gab es einen Aufschrei bei den Menschen die auf der Videowand das Geschehen in Jerusalem beobachteten: das Wunder ist auch im Jahre 2017 wieder geschehen: der griechisch-orthodoxe Patriarch aus Jerusalem ist mit dem Heiligen Feuer aus der Grabeskammer gekommen. Nun wuchs auch die Spannung<br />
hier in Beit Jala von Minute zu Minute spürbar. Die Straße vor der Kirche war nun eng gefüllt mit erwartungsvollen Menschen. Jeder suchte sich einen Platz von dem er gute Sicht und (ganz wichtig) gute Filmmöglichkeit hat. Ich denke Tausende Videofilme wurden heute mit dem Handy gemacht und wahrscheinlich direkt auf You-Tube eingestellt. Irgendwann rief auch noch der Muezzim, ich hatte das Gefühl heute besonders laut.</p>
<p>Im Übrigen gab es hier auch einige professionelle Kameras, die das Geschehen, auch für die vielen Beit Jalis in aller Welt (in Chile leben allein mehr als jetzt in Beit Jala) aufnahmen. Irgendwann startete auch eine Drohne für die Luftaufnahmen. Ja wir sind auch hier in Palästina im Jahre 2017, es geht auch hier technisch alles&#8230;.</p>
<p><figure id="attachment_3399" aria-describedby="caption-attachment-3399" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3399" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/musik-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/musik-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/musik-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3399" class="wp-caption-text">mit viel Rhythmus die zahlreichen Trommel und Dudelsack-Gruppen</figcaption></figure></p>
<p>Dann so gegen 15.30 setzte sich ein langer Zug in Bewegung mit vielen Trommel und Dudelsackgruppen, Fahnen, Abordnungen der Pfadfinder kamen und endlich kam sie die „heilige Flamme“, getragen vom örtlichen Oberhaupt der orthodoxen Kirchen, flankiert mit den weltlichen „Würdenträgern“ (ich vermute den Bürgermeister), im Gefolge die, die etwas auf sich halten, fast wie bei uns zu änlichen Anlässen dachte ich mir.</p>
<p><figure id="attachment_3400" aria-describedby="caption-attachment-3400" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3400" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3400" class="wp-caption-text">das &#8222;heilige Feuer&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Das Licht wurde dann unter feierlichen Gesängen in die Kirche gebracht, dann auch hier der „Aufschrei“ und in Windeseile verteilte sich das Licht an die Menschen. Alle schauten wirklich beglückt aus, wünschten sich frohe Ostern und gingen, das Licht oft in kleinen Laternen, wohl nach Hause. Dort gibt es dort wohl ein schönes Essen, eben ganz wie bei uns zu Weihnachten oder –wie ich es auch gesehen habe- man geht in ein Restaurant.</p>
<p><figure id="attachment_3403" aria-describedby="caption-attachment-3403" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3403" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/feuer1-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3403" class="wp-caption-text">mit dem &#8222;Heiligen Feuer&#8220; nach Hause</figcaption></figure></p>
<p>Einen wirklich größeren Kontrast zum Ostersamstag bei uns kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Mein Erleben heute hier hat sämtliche Erwartungen übertroffen. Ich habe immer zwischendurch daran gedacht, die leben doch seit 50 Jahre unter Besatzung, die Mauer im Cremisan-Tal ist nur 800 Meter entfernt, wie können die so ausgelassen feiern, sich so freuen? Und das nicht nur hier in Beit Jala, an allen Orten in Israel und dem Westjordanland, wo sich noch christliche (orthodoxe) Gemeinden befinden, wurde heute sicherlich ähnlich enthusiastisch gefeiert. Vielleicht gibt der Volksglaube eine Auskunft:<br />
Der sagt nämlich <strong>Solange sich das (Heilige) Feuer entfacht geht die Welt nicht unter.<br />
</strong></p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Wenn Juden im Westen fünfzig Jahre nach der Shoa mit denen zusammenleben können, die sie vernichten wollten, könnte es doch auch möglich sein, dass nach weiteren fünfzig Jahren Juden und Palästinenser harmonisch zusammenleben?</strong></em></p>
<p>Von Marc Ellis (US-amerikanischer jüdischer Befreiungstheologe und Friedensaktivist.)</p>
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		<title>„Der Bus fährt heute nicht&#8230;.die haben Probleme mit ihren Fahrern“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2017 18:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Da stehe ich heute gegen 11 Uhr an der Haltestelle um mit dem 231èr Bus (der palästinensischen Busgesellschaft von Ostjerusalem) zu meiner neuen Unterkunft im Gästehaus von Talitha Kumi zu fahren, hält ein Taxi an <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/der-bus-faehrt-heute-nicht-die-haben-probleme-mit-ihren-fahrern/" title="„Der Bus fährt heute nicht&#8230;.die haben Probleme mit ihren Fahrern“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da stehe ich heute gegen 11 Uhr an der Haltestelle um mit dem 231èr Bus (der palästinensischen Busgesellschaft von Ostjerusalem) zu meiner neuen Unterkunft im Gästehaus von Talitha Kumi zu fahren, hält ein Taxi an und der Fahrer fragt ob ich mitfahren will. Ich verweise auf das Schild auf dem (wen wundert das in dieser Stadt) allerdings nur die Busse der Jerusalemer (israelischen) Busgesellschaft angegeben sind. Da meinte der Taxifahrer, wahrscheinlich glaubend, einen unwissenden, leichtgläubigen Touristen vor sich zu haben: „Die Busse fahren heute nicht, die haben Probleme mit den Fahrern“. So gewinnt man (sicherlich überall in der Welt) Kunden aber keine Freunde. 5 Minuten später kam der Bus (natürlich) und ich konnte die etwa 10 km lange Fahrt nach Beit Jala beginnen.</p>
<p><figure id="attachment_3353" aria-describedby="caption-attachment-3353" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3353" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3353" class="wp-caption-text">die Endstation des 231èr in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Die Fahrt kostet nur 6,70 Schekel, dauert nur eine knappe halbe Stunde, aber man hat das Gefühl von einer Welt in eine andere Welt zu kommen.<br />
Zwar braucht man, fährt man mit dem Bus, am Checkpoint nicht auszusteigen, ist also ganz schnell auf der „anderen Seite“, aber dann fallen einem gleich die Unterschiede zu dem israelischen Teil von Jerusalem auf: die schlechten Straßen, die fast gänzlich fehlenden Bürgersteige, die vielen – oft sehr alten und verbeulten- Autos, die vielen im Bau befindlichen Häuser auf. Auch die schwarzen 8oder hier auch silbernen) Wassertanks auf den Dächern sind ein markantes Zeichen für die palästinensischen Häuser. Gleich erfuhr ich hier auch, dass es seit drei Wochen in Bethlehem kein Wasser in der Leitung gibt. Ich habe schon öfters zu diesem <a href="http://marius-blog.de/wasser/" target="_blank">Thema geschrieben</a>, dass es aber schon Anfang April eine Wasserknappheit gibt ist neu. Und was machen die Menschen: sie müssen sich Wasser zu kaufen, müssen sparsam damit umgehen. Ich finde es ist wirklich ein Skandal, dass gerade in den größeren palästinensischen Städten oftmals eine Wassernot vorherrscht, während es in den fast 200 (nach Völkerrecht illegalen) israelischen Siedlungen das „Wasser immer läuft“.</p>
<p><figure id="attachment_3354" aria-describedby="caption-attachment-3354" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3354" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3354" class="wp-caption-text">Blick über das schöne Schulgelände von Tanita Kumi auf das schöne Tal zwischen Battir und Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p>Hier auf dem Gelände der Talitha Kumi-Schule herrscht aber reges Treiben. Ja, auch hier ist wieder so etwas wir normaler Alltag zu spüren. Kinder lachen, schreien, spielen, wie sie es eben überall auf der Welt tun.</p>
<p>Am Nachmittag bin ich dann noch zum etwa zwei Kilometer vom Gelände der Talitha-Kumi-Schule entfernten Cremisan-Tal gegangen. Über den massiven Streit (an dem sich ja sogar der Vatikan beteiligt hatte) um den Bau einer Grenzanlage mitten durch das wunderschöne Tal, habe ich schon vielfach in diesem <a href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/" target="_blank">Blog berichtet</a>.</p>
<p><figure id="attachment_3355" aria-describedby="caption-attachment-3355" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3355" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3355" class="wp-caption-text">Bis auf 200 m ist das Cremisan-Tal abgeschlossen</figcaption></figure></p>
<p>Als ich <a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/" target="_blank">vor einem Jahr </a>das letzte Mal hier gewesen bin, hatten die Israelis mit dem Bau der Mauer im Tal begonnen. Heute nun konnte ich sehen, dass bis auf eine kleine Strecke von etwa 200 Metern, die Absperrung fast komplett ist. So schön wie dieses Tal sich mir heute im „Frühlingskleid“ präsentierte, so schwer wird einem ums Herz, wenn man weiß, dass durch diese gewaltsame Maßnahme der israelische Militärverwaltung, nicht nur ein Naturreservat zerstückelt wird sondern auch mehr als 15.000 Einwohner von Beit Jala von ihrem Naherholungsgebiet ausgeschlossen werden. Hinzu kommt das viele Landbesitzer von ihren Olivenbäumen getrennt werden und die im dann abgesperrten Gebiet liegende Schule nebst Kindergarten nicht mehr besucht werden kann. Wie ich von einem hier wohnenden Nachbarn erfuhr berät derzeit noch das oberste israelische Gericht über die endgültige Schließung der Grenzanlage. Auch hier werde ich über die weitere Entwicklung berichten.</p>
<p><figure id="attachment_3356" aria-describedby="caption-attachment-3356" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3356" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3356" class="wp-caption-text">das wunderschöne Weingut des Creminsan-Klosters demnächst hinter dem Grenzzaun?</figcaption></figure></p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p>Deir Yassin-Massaker (1948)<br />
<strong><em>Die NGO <a href="https://www.medico.de/ohne-erinnerung-keine-zukunft-13074/" target="_blank">Zochorot</a> gedenkt jedes Jahr am 9. April durch eine Prozession an die über hundert getöteten Männer, Frauen und Kinder die im April 1948 im West-Jerusalemer Dorf durch die Irgun (einer jüdischen Untergrundgruppe)massakriert wurden. Die Teilnehmer/innen tragen Tafeln mit den Namen der Opfer, die laut verlesen werden. Bei der Verlesung am 65. Jahrestag folgten israelische rechtsgerichteten Aktivisten mit dem Ruf: „Damn them!“ (Verflucht seien sie.)</em></strong></p>
<p>Deir Yassin Remembered (2011</p>
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		<title>Besuch in der „Heimat“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 19:09:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich mal wieder in die Region Bethlehem/Beit Jala gefahren die ich als meine „Heimat“ in Palästina bezeichnen möchte. Dort also, wo ich erstmals bereits im April 2010, nach einer Gruppenreise mit einem <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/besuch-in-der-heimat/" title="Besuch in der „Heimat“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich mal wieder in die Region Bethlehem/Beit Jala gefahren die ich als meine „Heimat“ in Palästina bezeichnen möchte. Dort also, wo ich erstmals bereits im April 2010, nach einer Gruppenreise mit einem jüdisch/israelischen Veranstalter, für einige Tage bei Familie Mukarker (in Beit Jala) wohnen durfte, und dort wo ich im April 2012 für 4 Wochen auf dem Weinberg der Familie Nassar, meine „aktive“ Zeit in und für Palästina begonnen habe.</p>
<p><figure id="attachment_2814" aria-describedby="caption-attachment-2814" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2814" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-300x225.jpg" alt="&quot;Schabbat-Ruhe&quot;" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2814" class="wp-caption-text">&#8222;Schabbat-Ruhe&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Auch heute Morgen bin ich erst einmal durch dass schöne kleine jüdische Stadtviertel gebummelt, welch ein anderes Bild bot sich mir heute am Sabbat. Leere Straßen, wenig Menschen, wenn dann gingen sie Augenscheinlich zur Synagoge, die Frauen sehr schick angezogen, die Männer meist den Gebetsmantel (Talit) unter dem Arm. Ein wenig bedaure ich es schon bei dieser schönen und so ruhigen Feiertagsatmosphäre, dass bei uns auf den Straßen am Sonntag oft so gar nicht mehr zu spüren ist, dass der Tag ein Ruhetag sein sollte.</p>
<p>Dann habe ich mich so gegen 9 Uhr auf den Weg zum Weinberg</p>
<p><figure id="attachment_2815" aria-describedby="caption-attachment-2815" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2815" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-300x200.jpg" alt="Blick auf den Weinberg mit Crossbahn" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2815" class="wp-caption-text">Blick auf den Weinberg mit Crossbahn</figcaption></figure></p>
<p>gemacht. Früher bin ich noch in Bethlehem in das Service-Taxi umgestiegen, heute kenne ich mich besser aus. Ich steige an der Stelle wo auch die Fahrzeuge nach Nahalin und Hussan stehen (1 km hinter dem großen Checkpoint an der Straße 60 nach dem Gilo-Tunnel), um in ein Service-Taxi nach Hebron. Nach etwa 4 km, am Abzweig zu der Siedlung Neve Daniel bin ich ausgestiegen. Wusste ich bei meiner ersten Ankunft im April 2012 noch nicht wo sich der Weinberg befindet, weiß ich auch hier jetzt besser Bescheid und nach wenigen hundert Metren stehe ich auf der Kuppe und sehe den schönen Weinberg und links davon über das palästinensische Dörfchen Nahalin weiter über die Siedlung Beitar Illit bis zum Mittelmeer. Eine tolle Aussicht.</p>
<p>Natürlich versperren immer noch zwei große Stein- und Felshügel den Weg. Auch haben mittlerweile die Bewohner der Siedlungen hier verschiedene Routen für das Crossrad „verlegt“.</p>
<p><figure id="attachment_2816" aria-describedby="caption-attachment-2816" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2816" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-300x200.jpg" alt="3.000 Weinstöcke wollen gepflanzt sein" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2816" class="wp-caption-text">3.000 Weinstöcke wollen gepflanzt sein</figcaption></figure></p>
<p>Links vom Eingangstor zum Weinberg waren Männer aus Hebron dabei eine Zisterne zu erstellen. Auch hier wird ein Gelände wieder urbar gemacht und für ein notwendiges Wasserreservoir gesorgt. So gibt die Familie Nasser anderen Landbesitzern hier den Mut doch auch wieder auf ihrem Land aktiv zu werden. Ich muss nicht extra erwähnen, das der Bau eines Wasserspeichers hier im C-Gebiet illegal ist und der Landbesitzer mit einem Abrissbefehl rechnen kann&#8230;&#8230;</p>
<p>So wie die Familie Nasser schon ein Dutzend und mehr Abrissbefehle bekommen hat, die letzten wie ich heute erfuhr in den letzten Wochen. So soll der Zaun um das Tiergehege, eine Höhle und Olivenbäume im Tal abgerissen werde. Wie immer in den letzten Jahren hat die Familie durch ihren Anwalt dem Bescheid widersprochen &#8230;.und dann passiert erst mal nichts.</p>
<p>Heute traf ich die beiden Brüder Daher und Daoud beim Pflanzen</p>
<p><figure id="attachment_2817" aria-describedby="caption-attachment-2817" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2817" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-300x200.jpg" alt="das macht Daoud am Liebsten" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2817" class="wp-caption-text">das macht Daoud am Liebsten</figcaption></figure></p>
<p>von jungen Weinstöcken. Insgesamt werden in diesen Wochen 3.000 Weinstöcke (Chadonay) gepflanzt. <a href="http://marius-blog.de/blog/gruener-weinberg/">Ich hatte im April </a>die beiden Volontäre Simon und Johannes dabei beobachtet, wie sie Eisenpfähle in den Boden trieben und Draht verspannten.</p>
<p><figure id="attachment_2818" aria-describedby="caption-attachment-2818" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2818" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-300x200.jpg" alt="Drei Nasser Brüder: ein seltenes Bild Daoud, Daher und Toni" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2818" class="wp-caption-text">Drei Nasser Brüder:<br />ein seltenes Bild<br />Daoud, Daher und Toni</figcaption></figure></p>
<p>Ja der Weinberg will seinem Namen nun wieder alle Ehre machen. Man möchte in Zukunft hier auf dem Weinberg 5.000 l Wein produzieren (wenn möglich in Bio-Qualität) und die restlichen Trauben eventuell dem benachbarten Weingut Cremisan verkaufen. Ich erfuhr auch, dass bereits in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, der Großvater an dieser Stelle des Weinberges bis zu 25.000 Weinstöcke hatte. Der Wein wurde damals sogar nach Europa exportiert. 1936 wurden alle Weinstöcke zerstört. Bis heute weiß man nicht wer es und warum es getan wurde.</p>
<p>Ja und dann konnte ich sogar bei der aktuellen Weinproduktion ein</p>
<p><figure id="attachment_2819" aria-describedby="caption-attachment-2819" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2819" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-300x200.jpg" alt="Höhle zum Weinkeller umfunktioniert" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2819" class="wp-caption-text">Höhle zum Weinkeller umfunktioniert</figcaption></figure></p>
<p>wenig zuschauen. Als ich <a href="http://marius-blog.de/blog/besuch-bei-freunden/">vor zwei Wochen hier war</a> wurden gekaufte (!) Trauben gepresst und in die ebenfalls gekauften Stahlbehälter gefüllt. Heute nun wurde der sich schon abgesetzte Traubensaft abgelassen und die Trauben erneut gepresst. Geplant ist es zum Weinbergjubiläum (100 Jahre Nasser`s Weinberg) im Mai 2016 den Gästen de ersten wein Jahrgang 2015 anzubieten. Man darf sich schon freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hatte auch einen ganz besonderen Grund hier auf den Weinberg zu kommen. Ich hatte bei meinem Besuch vor zwei Wochen davon berichtet das Thomas Nitsche von der „Regenbogenwerkstatt e.V.“ im Mai 2013 ein Interview mit Amal Nasser der Schwester von Daoud und Daher gemacht hatte. Wie erwähnt hat der AphorismA Verlag in Berlin dieses Interview in seiner Reihe „Kleine Texte“ nun veröffentlicht. Als ich von Amal bei meinem Besuch erfuhr, dass sie noch kein Heft besitze, habe ich per Mail bei dem mir bekannten Berliner Herausgeber Rainer Zimmer-Winkel nachgefragt. Der berichtete, dass er bei seinem letzten Besuch in Jerusalem vor einigen Wochen zwei Exemplare dieses kleinen Heftes bei der evangelischen Pastorin der evangelischen Gemeinde in Jerusalem, Gabriele Zander, für Amal abgegeben habe. Pastorin Zander hat mir nun diese beiden Exemplare mitgegeben, damit ich sie Amal persönlich überreichen. Ich traf Amal an ihrem Arbeitsplatz im Caritas-Kinderkrankenhaus in Bethlehem. Sie war sichtlich bewegt als ich ihr kurz das Heft vorstellte und die Grüße und Glückwünsche aus Deutschland übermittelte</p>
<p><figure id="attachment_2820" aria-describedby="caption-attachment-2820" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2820" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-1024x683.jpg" alt="Amal Nassar" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2820" class="wp-caption-text">Amal Nassar</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier, sozusagen als Appetit-Happen“, kleine Auszüge aus der Einführung zum Interview von Thomas Nitsche:</p>
<p><em>Amal Nassar, ist Kinderkrankenschwester, und Mitglied einer Clowngruppe, die –angeregt durch ein Gruppe Italiener &#8211; seit 2008 in Palästina den kranken Kindern ein Lächeln schenken. Dies ist auch die grundlegende Lebensphilosophie von Amal: durch Hoffnungsbotschaften im Angesicht einer allgegenwärtigen Bedrohung, besonders als Frau in einer Männer dominierten Gesellschaft sich über vieles Zermürbende hinwegzusetzten. Das Interview mit Amal zeigt ein anderes Palästina, eines was Zukunft und Strahlkraft hat. Es wird keinen Frieden geben, wenn man die Vernünftigen vernachlässigt, wenn man vor allem die Frauen, die in allen Kulturkreisen das Leben und Überleben ihrer Gesellschaft sicherstellen, übergeht und ignoriert. Die Familie Nasser durchbricht den Kreislauf der Gewalt in dem sie negative Energien in Form von Wut, Frust und Aggression in eine positive schöpferische Energie wendet, dadurch nutzbar macht für die Friedensarbeit – ein zukunftsweisender Weg für ein Volk das oftmals nur die Aufgabe/Resignation (Droge/Emigration) oder den bewaffneten Widerstand (Steinewerfen, (Selbstmord-)Attentate als formen des Überlebens erlernt hat.</em></p>
<p>Weiter Infos zum <a href="http://aphorisma.de/catalog/hoffnung-aus-nahost-p-9754.html" target="_blank">Büchlein hie</a>r</p>
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		<title>Drei Wochen zu Gast in Beit Jala (Haus der Kräuter)</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/drei-wochen-zu-gast-in-beit-jala-haus-der-kraeuter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 12:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ostern 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Engagement hier in Palästina hat viel mit Faten Mukarker zu tun. Sie hatte 2009 mit einem Vortrag in meiner Kirchengemeinde mein Interesse und Mitgefühl für dieses Land und seine Bewohner/innen „geweckt“.  Schon ein Jahr <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/drei-wochen-zu-gast-in-beit-jala-haus-der-kraeuter/" title="Drei Wochen zu Gast in Beit Jala (Haus der Kräuter)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Mein Engagement hier in Palästina hat viel mit Faten Mukarker zu tun. Sie hatte 2009 mit einem Vortrag in meiner Kirchengemeinde mein Interesse und Mitgefühl für dieses Land und seine Bewohner/innen „geweckt“.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Schon ein Jahr später, 2010 also, habe ich Faten und ihre Familie besucht. Seit dem vergeht kein Aufenthalt hier in Palästina wo ich nicht auch bei ihr und ihrer Familie Station mache.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>So habe ich mich in diesem Jahr sogar die ganzen drei Wochen im Hause Mukarker „einquartiert“.<span style="mso-spacerun: yes;"> <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1770" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649-300x225.jpg" alt="P1100649" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> </span>Faten bietet nicht nur einfache Gästezimmer an, sie empfängt immer auch Reisegruppen bei sich im Haus, bewirtet sie zusammen mit ihrem Mann Nicola, mit einem arabischen Mahl, und erzählt dabei ihre Geschichte über das Leben hier“ hinter der Mauer“ . Wer mit Faten wegen eines eigenen Besuches oder einer Führung in Bethklehem Kontakt aufnehmen möchte, hier ist ihre Mail-Adresse: <a href="mailto:faten_mukarker@hotmail.com">faten_mukarker@hotmail.com</a> . Informationen zu ihren Vorträgen in Deutschland (meist im Juni und November) gibt Professor Krüger: <a href="mailto:krueger-kunstgeschichte@t-online.de">krueger-kunstgeschichte@t-online.de</a><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Die Familie Mukarker wohnt in Beit Jala, einer der drei christlichen „Hochburgen“ in Palästina. Die beiden anderen Städte sind Betlehem und Beit Sahur. Die drei Gemeinden sind im Laufe der letzten Jahre auf Grund der enormen Bevölkerungsentwicklung „zusammen gewachsen“.<span style="mso-spacerun: yes;">  <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1772" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532-300x225.jpg" alt="P1020532" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span>Die Stadt Beit Jala befindet sich 1km westlich von Bethlehem und 8km südwestlich von Jerusalem auf einer Höhe von 650-930 m über Meereshöhe. Sie liegt an den Hängen von Hügeln, die mit Olivenbäumen, Weinbergen und Aprikosenplantagen bedeckt sind. In Beit Jala leben ca. 16.000 Personen, davon sind 80 % christlichen Glaubens. Die palästinensische Bevölkerung in dieser Region ist seit Jahrhunderten christlich geprägt und hat mit den Muslimen gut zusammengelebt. Nach dem Krieg von 1967 hat die israelische Regierung die Stadtfläche von Jerusalem einseitig erweitert und später diese Gebiete annektiert. 22% der Stadtfläche musste Beit Jala an das von Israel definierte Jerusalem abtreten. Nunmehr wird noch mehr Gelände durch die Trennungsmauer isoliert. Seit Jahren wird zwischen den unmittelbar betroffenen Klöstern, aber auch der Stadt Beit Jala und der israelischen Militärverwaltung ein erbitterter gerichtlicher Streit geführt ob <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>„die Mauer“ das wunderschönen Cremisantal <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>durchschneiden darf, um dann nicht nur die beiden nahegelegenen Klöster von „ihrem“ Weinberg trennen würde, auch viele Kinder aus Beit Jala könnten dann nicht mehr der klösterlichen Kindergarten besuchen. Siehe hierzu auch mein <a title="Massiver Konflikt um den Bau der Mauer im Cremisantal" href="http://marius-blog.de/blog/massiver-koinflikt-um-den-bau-der-mauer-im-cremisantal/">Blogbeitrag von 2013</a> und ein <a title="Christen streiten um das Cremisantal" href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/">aktuelles Schreiben</a> des Gemeindepfarresrs von Beit Jala Ibrahim Shomali vom Februar diesen Jahres.<br />
</span></p>
<p><figure id="attachment_1774" aria-describedby="caption-attachment-1774" style="width: 933px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1774" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543.jpg" alt="Cremisantal bei Beit Jala" width="933" height="600" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543.jpg 933w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543-300x192.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 933px) 100vw, 933px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1774" class="wp-caption-text">Cremisantal bei Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Gerade vor dem Hintergrund von Vertreibung und Besatzung sind 60 bis 70 tausend vor allem christliche Einwohner Beit Jalas im Laufe des letzten Jahrhunderts nach Südamerika (hier vor allem Chile) emigriert.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Insgesamt hat der Anteil der christlichen Bewohner im Westjordanland immer mehr abgenommen. Einst war er mehr als 10 %, jetzt leben nur noch 1-2% Christen in Palästina. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Mit Beit Jala haben zwei deutsche Städte eine Partnerschaft vereinbart: <a href="https://www.bergischgladbach.de/beit-jala.aspx" target="_blank">Bergisch Gladbach </a>und Jena<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"><br />
</span></p>
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