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	<title>Cremisantal &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Der Tag danach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Mar 2018 16:54:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Ma Saba]]></category>
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					<description><![CDATA[ich hatte es ja gestern zum Schluss meines Tagesberichtes kurz erwähnt, der eine oder die andere hat es nun auch in Deutschland in den Nachrichten mitbekommen: bei den Auseinandersetzungen an der Grenze zum Gazastreifen wurden <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/der-tag-danach/" title="Der Tag danach">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>ich hatte es ja gestern zum Schluss meines Tagesberichtes kurz erwähnt, der eine oder die andere hat es nun auch in Deutschland in den Nachrichten mitbekommen: bei den Auseinandersetzungen an der Grenze zum Gazastreifen wurden 17 junge Palästinensern durch israelisches Militär getötet über Tausend wurden verletzt.<br />
Die ARD meldete heute dazu:<br />
Nachdem im Gazastreifen die Hamas, die von den USA, der EU und Israel als Terrororganisation eingestuft wird, zum sogenannten &#8222;Marsch der Rückkehr&#8220; aufgerufen hatte, waren über 20.000 Palästinenser zur Grenzmauer marschiert. Die Idee: Das Recht auf Rückkehr der Palästinenser in das heutige Staatsgebiet Israels zu untermauern. Es folgten Ausschreitungen, israelische Soldaten setzen Tränengas und Gummigeschosse ein. Außerdem, so sagte es der niederländische UN-Botschafter und Präsident des Sicherheitsrates, Karel van Oosterom, habe Israel schließlich scharfe Munition eingesetzt. &#8222;Der Einsatz scharfer Munition sollte stets die letzte aller Möglichkeiten sein. Wir rufen Israel auf, die Vorfälle gründlich zu untersuchen.&#8220; <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/israel-gaza-palaestinenser-107.html" target="_blank" rel="noopener">Mehr dazu hier</a></p>
<figure id="attachment_3835" aria-describedby="caption-attachment-3835" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3835" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Beit-Jala-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Beit-Jala-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Beit-Jala-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Beit-Jala-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3835" class="wp-caption-text">Haupt-Straßenzufahrt nach Beit Jala:<br />Es wirkt wie eine Festung, die jederzeit abgeschlossen werden kann</figcaption></figure>
<p>Auch hier in der Region spürte man die Auswirkungen dieser Vorfälle. Unser Plan, heute nach Hebron zu fahren um dort Issa Amor den bekanntesten Vertreter der Gruppe <a href="https://hyas.ps" target="_blank" rel="noopener">Youth Against Settlements</a> zu treffen, haben wir aufgegeben. Es müsste befürchtet werden das es auch dort in Hebron zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen würde. Issa Amor war vor Monaten inhaftiert, mittlerweile ist er wieder frei. <a href="https://www.amnesty.de/mitmachen/brief-gegen-das-vergessen/farid-al-atrash-und-issa-amro" target="_blank" rel="noopener">Amnesty International</a> hatte damals zu einer Briefaktion aufgerufen, die Erfolg gezeigt hatte.</p>
<p>Auch in Bethlehem im Umkreis des Aida-Camps, wo wir gestern noch gewesen waren, gab es Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und dem israelischen Militär.</p>
<figure id="attachment_3828" aria-describedby="caption-attachment-3828" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3828" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/früstück-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/früstück-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/früstück-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/früstück-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3828" class="wp-caption-text">arabisches Frühstück</figcaption></figure>
<p>Also haben wir uns heute dafür entschieden „gefahrlose Unternehmungen“ zu machen. So haben wir zunächst Fatima einen Besuch abgestattet. Von Ihr wurden wir, wie ich es schon sooft erlebt habe, sehr gastfreundlich behandelt. Es gab ein leckeres (zweites) arabisches Frühstück mit, von Fatima, frisch gebackenem Brot. Für Ekki und Rolf war es natürlich, wie für alle die Fatima kenn- und erleben dürfen, eine große Freude. Aber auch Fatima selbst freut sich immer wenn sie neue Menschen aus Deutschland kennen lernen kann. Sie ist so sehr an neuem und ihr Unbekanntem interessiert. Es macht einfach Freude mit ihr zusammen zu sein.</p>
<figure id="attachment_3829" aria-describedby="caption-attachment-3829" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3829" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/wüste-1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/wüste-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/wüste-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/wüste-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3829" class="wp-caption-text">unbeschreiblich schön:<br />die judäische Wüste</figcaption></figure>
<p>Natürlich haben wir auch einen Blick in die judäischen Wüste genommen. Fatima wohnt, wie ich es schon oft berichtet habe, am Rande der Wüste. Anschließend sind wir zum Kloster Ma Saba gefahren, dass sich ganz in der Nähe des Wohnortes von Fatima befindet. Auch von diesem wunderschönen Ort habe ich schon mehrfach berichtet. Heute war die Sicht großartig, ohne Probleme konnten wir in der ferne das Tote Meer sehen.</p>
<p>Am frühen Nachmittag haben wir einen Blick in die Geburtskirche gemacht, deren Renovierung sichtbare Fortschritte macht. Anschließend sind wir durch Bethlehemer Altstadt gebummelt. Es war dort heute eine merkwürdige Atmosphäre zu spüren. Vor dem Hintergrund der schlimmen Vorfälle an der Grenze zum Gazastreifen ist für ganz Palästina ein Generalstreik ausgerufen worden. Dem Aufruf wurde umfassend Folge geleistet. Alle Geschäfte waren geschlossen, kein Bus fährt heute, die Straßen waren sehr leer, was für diese Region absolut ungewöhnlich ist.</p>
<figure id="attachment_3830" aria-describedby="caption-attachment-3830" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3830" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/streik-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/streik-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/streik-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/streik-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3830" class="wp-caption-text">Streik in Palästina:<br />Bethlehem gleicht einer Geisterstadt</figcaption></figure>
<p>Zum späten Nachmittag bin ich dann alleine noch einmal ins Cremisan-Tal gegangen. Es ist von der Abrahams-Herberge in einer guten halben Stunde zu Fuss zu erreichen. Ich wollte mir doch einmal ansehen ob nun der Zaun geschlossen ist. <a href="http://marius-blog.de/blog/die-kompliziertheit-der-israelischen-siedlungspolitik-am-beispiel-des-cremisan-tales/" target="_blank" rel="noopener">Ich war vor einem Jahr</a> das letzte Mal dort, wo man das Kloster erreicht. Immer noch ist die Lücke zwischen dem Zaun der aus dem Tal kommt und dem Zaun der vom Berg herunter kommt etwa 250 m groß, rechts und links der Straße also noch etwa jeweils 100 m. Es scheint aber alles soweit vorbereitet, dass der endgültige Abschluss des Tales jederzeit passieren kann. Dann könnte keiner mehr von Beit Jala aus zum Salesianer-Kloster und dem Weingut fahren. Ich werde die Entwicklung weiter beobachten und hier im Blog berichten.</p>
<figure id="attachment_3831" aria-describedby="caption-attachment-3831" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3831" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3831" class="wp-caption-text">Zum Abschluss des Cremisan-Tales fehlen noch 250 m</figcaption></figure>
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		<title>Die Kompliziertheit der israelischen Siedlungspolitik am Beispiel des Cremisan-Tales</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Apr 2017 18:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern habe ich noch einmal die „Seiten gewechselt“, bin vom Gästehaus der Talitha-Kumi-Schule &#8211; wo ich die letzten 10 Tage verbracht habe &#8211; und das oberhalb von Beit Jala im Westjordanland gelegen ist, in das <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/die-kompliziertheit-der-israelischen-siedlungspolitik-am-beispiel-des-cremisan-tales/" title="Die Kompliziertheit der israelischen Siedlungspolitik am Beispiel des Cremisan-Tales">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich noch einmal die „Seiten gewechselt“, bin vom Gästehaus der Talitha-Kumi-Schule &#8211; wo ich die letzten 10 Tage verbracht habe &#8211; und das oberhalb von Beit Jala im Westjordanland gelegen ist, in das Gästehaus der Dormitio-Abtei umgezogen. Es ist wirklich eine gänzlich andere Welt in die man kommt, wenn man nach Westjerusalem kommt. Anderer Baustil, größere und bessere Straßen, alles geordneter, mehr Ampel, und die größere Sauberkeit fallen einem gleich ins Auge, obwohl die tatsächliche Wegstrecke nur 10 km beträgt.</p>
<p>Am Tag zuvor hatte ich noch einmal die Gelegenheit mir die &#8211; für Außenstehende nicht so leicht verständliche &#8211; Situation im Cremisan-Tal genauer anzuschauen.</p>
<figure id="attachment_3465" aria-describedby="caption-attachment-3465" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3465" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Klostercremisan-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3465" class="wp-caption-text">Blick auf das Salesianer -Kloster und die Weinstöcke des Weingutes Cremisan</figcaption></figure>
<p>Am frühen Abend bin ich mit Anja, Emad, Karim und mit Fatima im Cremisan-Tal gewandert. Wir wollten uns am Ende eines schönen Frühlingstages, in „der grünen Lunge“ von Beit Jala, noch ein wenig „die Beine vertreten“. Möglicherweise wird man dies bald nicht mehr, von palästinensischer Seite aus können. Wir haben unser Fahrzeug auf dem Gelände des Salesianer-Klosters abgestellt. Der Zugang ist zwar durch ein Tor gesperrt, dort sitzt aber bis zum Abend ein ziviler (palästinensischer) Wachdienst, der gerne die Pforte für Besucher öffnet. Auf dem Klostergelände feierte gerade, in dem wunderschönen Klostergarten, eine muslimische Hochzeitsgesellschaft. Die Bewohner von Beit Jala haben die Möglichkeit diesen schönen Platz für Feste zu mieten. Auch dies würde bei „Vollendung&#8220; der Mauer nicht mehr möglich sein. Wir sind der schmalen Straße weiter Richtung Westen gefolgt. Früher war dies die Verbindungsstraße zwischen den beiden palästinensischen Dörfer Beit Jala und Walaja (sie sind etwa 4 Km voneinander entfernt). Seit einiger Zeit ist die Straße ca. 1 km vom Kloster in westlicher Richtung entfernt abgeriegelt. Hintergrund ist, dass sich dort eine der zwei Zufahrten zur israelischen Siedlung Har Gilo befindet. Zwischen den Siedlungen Gilo im Norden und Har Gilo im Süden befindet sich das schöne Cremisan-Tal.</p>
<figure id="attachment_3464" aria-describedby="caption-attachment-3464" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3464" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Barriere-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3464" class="wp-caption-text">Blick vom Roadblock Richtung Kloster und Beit Jala</figcaption></figure>
<p>In östlich Richtung vom Kloster aus gesehen, wird derzeit die Schließung vorbereitet, ich habe davon <a href="http://marius-blog.de/blog/der-bus-faehrt-heute-nicht-die-haben-probleme-mit-ihren-fahrern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vor einigen Tagen berichtet</a>. Dann wäre also das ganze Tal abgeschlossen. Dort also, wo die Muslime Familie Hochzeit feierte, und wir unseren Abendspaziergang machten wird man sich – setzt sich die israelische Militärverwaltung beim obersten israelischen Gericht durch &#8211; als Palästinenser nicht mehr aufhalten dürfen. Ein Zugang ist dann nur noch von der israelischen Seite aus „erlaubt“</p>
<figure id="attachment_3466" aria-describedby="caption-attachment-3466" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3466" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Papierkorb-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3466" class="wp-caption-text">ein Papierkorb, den nicht jeder benutzt</figcaption></figure>
<p>Was für ein „Kleinod“ dieses Tal ist, durften wir an diesem schönen Abend noch einmal erleben. Die Landschaft hat etwas von der italienischen Toskana. Selbst einige Papierkörbe sind dort aufgestellt, was aber leider nicht jeden Besucher veranlasst diese zu benutzen.<br />
Man kommt dort an den gepflegten, in &#8222;Reih und Glied&#8220; stehenden Rebstöcken und der Kelterei des Weingutes Cremisan vorbei.<br />
Nach etwa 1 ½ Kilometer kamen wir tatsächlich an die Straßensperre. Oberhalb des Roadblocks führte eine ziemlich neue Straße den Berg zur Siedlung Har Gilo hinauf. Direkt hinter der Straßensperre steht ein Haus, in 100 m Entfernung sieht man die ersten Häuser des Dorfes Walaja.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_3523" aria-describedby="caption-attachment-3523" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3523" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Walaja-Karte2-768x501.jpg" alt="" width="768" height="501" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Walaja-Karte2-768x501.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Walaja-Karte2-768x501-300x196.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3523" class="wp-caption-text">man erkennt die &#8222;Grüne&#8220; Linie am oberen Rand der Karte<br />die rote Linie zeigt die fast fertige Mauer/Zaun, die Absperrung zum Westjordanland</figcaption></figure>
<p>Wir konnten uns, dank der arabisch sprechenden Emad und Fatima, mit dem palästinensischen Besitzer des Hauses unterhalten. Seine Familie hat hier 1948 das Haus gebaut, nachdem</p>
<figure id="attachment_3467" aria-describedby="caption-attachment-3467" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3467" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/besitzer-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3467" class="wp-caption-text">im Gespräch mit dem Hausbesitzer</figcaption></figure>
<p>sie aus Alt-Walaja vertrieben worden waren. Auf dem Gebiet des ehemaligen palästinensischen Dorfes Alt-Walaja, auf der anderen Talseite gelegen, wurde die große israelische Siedlung Gilo gebaut. Vor einigen Jahren hätten die Israelis ihm und seiner Familie wohl angeboten, die israelischen Staatsbürgerschaft zu geben. Nach intensiver Überlegung und Beratung hat er das Angebot abgelehnt. Er hat befürchtet, dass ihm, als israelischen Staatsbürger, dann leichter das Grundstück, nebst Haus entzogen hätte werden können.</p>
<p>So lebt er nun mit seiner Familie, in diesem „Außenposten“ des Westjordanlandes mit Blick auf die alte Bahnlinie, die Jerusalem mit Tel Aviv verbindet. Damit sie auch weiterhin ihr Dorf Walaja erreichen können, haben die Israelis extra einen Tunnel gebaut, der unter der Siedlerstraße hindurch führt. Während früher der Weg zum Kindergarten und Schule in Beit Jala über die kurze Strecke durchs Cremisan-Tal am Kloster vorbei führte, müssen sie heute einen großen Umweg von mehr als 10 km über Walaja nehmen.</p>
<figure id="attachment_3468" aria-describedby="caption-attachment-3468" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3468" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/tunnel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3468" class="wp-caption-text">die Sonne geht hinter Walaja unter<br />im Vordergrund die Siedlerstraße darunter der Tunnel</figcaption></figure>
<p>Ich finde, dies ist ein kleines, aber doch bemerkenswertes Beispiel der Auswirkungen, der israelischen Siedlungspolitik auf die Bewohner in den besetzten Gebieten.</p>
<p>Vor einigen Wochen gab es im Spiegel einen Beitrag von Eva Menasse. Unter dem Titel „Hundert Kinder“ berichtete Sie in einer Erzählung über die „Grüne Linie“ zwischen Israel und Palästina und dabei eben auch über das Dorf Walaja und die Siedlung Har Gilo. Die Autorin hatte sich von ihren amerikanischen Kollegen Michael Chabon und Ayelet Waldman inspirieren lassen. Diese hatten darum gebeten, Essays und Kurzgeschichten über die besetzten Gebiete zu verfassen.<br />
Es lohnt sich wirklich, diesen unter die Haut gehenden Beitrag zu lesen.<br />
Ich habe diesen Beitrag als <a href="http://marius-blog.de/hundert-kindereva-menasse-ueber-das-leben-in-den-besetzten-palaestinensischen-gebieten-eine-erzaehlung-der-spiegel-201712-19-03-17/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag bei mir eingestellt.</a></p>
<figure id="attachment_3469" aria-describedby="caption-attachment-3469" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3469" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/waldgilo-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3469" class="wp-caption-text">Blick vom Salesianer-Kloster auf die Siedlung Gilo, früher befand sich dort das palästinensische Dorf  (Alt-)Walaja, die Bäume haben die Palästinenser gepflanzt</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Der Bus fährt heute nicht&#8230;.die haben Probleme mit ihren Fahrern“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/der-bus-faehrt-heute-nicht-die-haben-probleme-mit-ihren-fahrern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2017 18:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Da stehe ich heute gegen 11 Uhr an der Haltestelle um mit dem 231èr Bus (der palästinensischen Busgesellschaft von Ostjerusalem) zu meiner neuen Unterkunft im Gästehaus von Talitha Kumi zu fahren, hält ein Taxi an <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/der-bus-faehrt-heute-nicht-die-haben-probleme-mit-ihren-fahrern/" title="„Der Bus fährt heute nicht&#8230;.die haben Probleme mit ihren Fahrern“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da stehe ich heute gegen 11 Uhr an der Haltestelle um mit dem 231èr Bus (der palästinensischen Busgesellschaft von Ostjerusalem) zu meiner neuen Unterkunft im Gästehaus von Talitha Kumi zu fahren, hält ein Taxi an und der Fahrer fragt ob ich mitfahren will. Ich verweise auf das Schild auf dem (wen wundert das in dieser Stadt) allerdings nur die Busse der Jerusalemer (israelischen) Busgesellschaft angegeben sind. Da meinte der Taxifahrer, wahrscheinlich glaubend, einen unwissenden, leichtgläubigen Touristen vor sich zu haben: „Die Busse fahren heute nicht, die haben Probleme mit den Fahrern“. So gewinnt man (sicherlich überall in der Welt) Kunden aber keine Freunde. 5 Minuten später kam der Bus (natürlich) und ich konnte die etwa 10 km lange Fahrt nach Beit Jala beginnen.</p>
<figure id="attachment_3353" aria-describedby="caption-attachment-3353" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3353" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3353" class="wp-caption-text">die Endstation des 231èr in Bethlehem</figcaption></figure>
<p>Die Fahrt kostet nur 6,70 Schekel, dauert nur eine knappe halbe Stunde, aber man hat das Gefühl von einer Welt in eine andere Welt zu kommen.<br />
Zwar braucht man, fährt man mit dem Bus, am Checkpoint nicht auszusteigen, ist also ganz schnell auf der „anderen Seite“, aber dann fallen einem gleich die Unterschiede zu dem israelischen Teil von Jerusalem auf: die schlechten Straßen, die fast gänzlich fehlenden Bürgersteige, die vielen – oft sehr alten und verbeulten- Autos, die vielen im Bau befindlichen Häuser auf. Auch die schwarzen 8oder hier auch silbernen) Wassertanks auf den Dächern sind ein markantes Zeichen für die palästinensischen Häuser. Gleich erfuhr ich hier auch, dass es seit drei Wochen in Bethlehem kein Wasser in der Leitung gibt. Ich habe schon öfters zu diesem <a href="http://marius-blog.de/wasser/" target="_blank">Thema geschrieben</a>, dass es aber schon Anfang April eine Wasserknappheit gibt ist neu. Und was machen die Menschen: sie müssen sich Wasser zu kaufen, müssen sparsam damit umgehen. Ich finde es ist wirklich ein Skandal, dass gerade in den größeren palästinensischen Städten oftmals eine Wassernot vorherrscht, während es in den fast 200 (nach Völkerrecht illegalen) israelischen Siedlungen das „Wasser immer läuft“.</p>
<figure id="attachment_3354" aria-describedby="caption-attachment-3354" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3354" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3354" class="wp-caption-text">Blick über das schöne Schulgelände von Tanita Kumi auf das schöne Tal zwischen Battir und Beit Jala</figcaption></figure>
<p>Hier auf dem Gelände der Talitha Kumi-Schule herrscht aber reges Treiben. Ja, auch hier ist wieder so etwas wir normaler Alltag zu spüren. Kinder lachen, schreien, spielen, wie sie es eben überall auf der Welt tun.</p>
<p>Am Nachmittag bin ich dann noch zum etwa zwei Kilometer vom Gelände der Talitha-Kumi-Schule entfernten Cremisan-Tal gegangen. Über den massiven Streit (an dem sich ja sogar der Vatikan beteiligt hatte) um den Bau einer Grenzanlage mitten durch das wunderschöne Tal, habe ich schon vielfach in diesem <a href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/" target="_blank">Blog berichtet</a>.</p>
<figure id="attachment_3355" aria-describedby="caption-attachment-3355" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3355" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3355" class="wp-caption-text">Bis auf 200 m ist das Cremisan-Tal abgeschlossen</figcaption></figure>
<p>Als ich <a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/" target="_blank">vor einem Jahr </a>das letzte Mal hier gewesen bin, hatten die Israelis mit dem Bau der Mauer im Tal begonnen. Heute nun konnte ich sehen, dass bis auf eine kleine Strecke von etwa 200 Metern, die Absperrung fast komplett ist. So schön wie dieses Tal sich mir heute im „Frühlingskleid“ präsentierte, so schwer wird einem ums Herz, wenn man weiß, dass durch diese gewaltsame Maßnahme der israelische Militärverwaltung, nicht nur ein Naturreservat zerstückelt wird sondern auch mehr als 15.000 Einwohner von Beit Jala von ihrem Naherholungsgebiet ausgeschlossen werden. Hinzu kommt das viele Landbesitzer von ihren Olivenbäumen getrennt werden und die im dann abgesperrten Gebiet liegende Schule nebst Kindergarten nicht mehr besucht werden kann. Wie ich von einem hier wohnenden Nachbarn erfuhr berät derzeit noch das oberste israelische Gericht über die endgültige Schließung der Grenzanlage. Auch hier werde ich über die weitere Entwicklung berichten.</p>
<figure id="attachment_3356" aria-describedby="caption-attachment-3356" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3356" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3356" class="wp-caption-text">das wunderschöne Weingut des Creminsan-Klosters demnächst hinter dem Grenzzaun?</figcaption></figure>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p>Deir Yassin-Massaker (1948)<br />
<strong><em>Die NGO <a href="https://www.medico.de/ohne-erinnerung-keine-zukunft-13074/" target="_blank">Zochorot</a> gedenkt jedes Jahr am 9. April durch eine Prozession an die über hundert getöteten Männer, Frauen und Kinder die im April 1948 im West-Jerusalemer Dorf durch die Irgun (einer jüdischen Untergrundgruppe)massakriert wurden. Die Teilnehmer/innen tragen Tafeln mit den Namen der Opfer, die laut verlesen werden. Bei der Verlesung am 65. Jahrestag folgten israelische rechtsgerichteten Aktivisten mit dem Ruf: „Damn them!“ (Verflucht seien sie.)</em></strong></p>
<p>Deir Yassin Remembered (2011</p>
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		<title>Die unendliche Geschichte: Die Mauer im Cremisantal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2016 05:27:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
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					<description><![CDATA[Das letzte Mal habe ich am 7. April 2015 vom Cremisantal berichtet. Das wunderschöne Tal verläuft vom westlichen Stadtrand des palästinensischen Städtchens Beit Jala ca 3 km bis an den südlichen Stadtrand von Jerusalem, dort <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/" title="Die unendliche Geschichte: Die Mauer im Cremisantal">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das letzte Mal habe ich <a href="http://marius-blog.de/blog/hier-kann-man-oft-nicht-mal-einfach/" target="_blank">am 7. April 2015 </a>vom Cremisantal berichtet. Das wunderschöne Tal verläuft vom westlichen Stadtrand des <a href="http://www.cremisan.de/cms/front_content.php?idart=323" target="_blank">palästinensischen Städtchens Beit Jala</a> ca 3 km bis an den südlichen Stadtrand von Jerusalem, dort wo sich für die Jerusalemer ein schönes Naherholungsgebiet &#8211; einschließlich eines „Bibel-Zoo &#8211; befindet. Im vorigen Jahr habe ich berichtet wie schwierig es für mich war in das Tal zu gelangen, den 12.000 Bewohnern von Beit Jala ist der Zugang schon seit Jahren versperrt. Damals berichtete ich auch von der frohen Botschaft die sogar der Vatikanische Rundfunk gemeldet hatte: dass oberste israelische Gericht hatte gerade entschieden, das die vom israelischen Militär geforderte Mauer, die sich quer durch das wunderschöne</p>
<figure id="attachment_2944" aria-describedby="caption-attachment-2944" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/woistdiemauer/" rel="attachment wp-att-2944"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2944" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/woistdiemauer-300x200.jpg" alt="und hier wollt ihr eine Mauer errichten???" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/woistdiemauer-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/woistdiemauer-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/woistdiemauer-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2944" class="wp-caption-text">und hier soll eine Mauer errichtet werden ???</figcaption></figure>
<p>Naturgebiet schlängeln und zwischen dem Cremisankloster und seinen Weingütern gebaut werden sollte, nicht wie geplant errichtet werden darf. Doch leider ist nur einige Monate später das selbe Gericht „eingeknickt“. Diese Entscheidung des obersten Gerichtshofes in Israel, dass der Bau der Mauer die Ländereien der beiden im Tal ansässigen Klöster unberührt lassen müsse und der gegenseitige Zugang der Klöster nicht beeinträchtigt werden dürfe, legte das Verteidigungsministerium dahingehend aus, dass die Argumente der 58 christlichen Landbesitzer des Tals vor Gericht kein Gehör fanden und deren Land deswegen zur Konstruktion der Mauer freigegeben sei. Das Gericht hat diese enge Auslegung seines Urteils am 6. Juni gebilligt. Die Auslegung des israelischen Verteidigungsministeriums macht die Entscheidung des obersten Gerichts quasi wertlos. Praktisch wird die Mauer im Tal von Cremisan nun fast verwirklicht wie vor neun Jahren geplant – mit Aussparungen im Verlauf, wo die katholische Kirche im Tal Land besitzt. Schon im Sommer hat die Nahost-Kommission von pax christi, der ich seit 2012 angehöre, mit einer Pressemeldung gegen den damals erwarteten Beginn des Mauerbaues protestiert. In diesen Tagen hat der Oberbürgermeister von Jena, der deutschen Partnerstadt von Beit Jala, in einem offenen Schreiben an die Bundeskanzlerin, die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. Beide Schreiben habe ich unter dem <a href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/" target="_blank">Blogkapitel Christen gespeichert.</a></p>
<figure id="attachment_2945" aria-describedby="caption-attachment-2945" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/mauervon-beitjala2/" rel="attachment wp-att-2945"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2945" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauervon-Beitjala2.jpg" alt="in Beton gegossen: die Mauer verschließt den Zugang zum Cremisantal" width="800" height="600" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauervon-Beitjala2.jpg 800w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauervon-Beitjala2-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauervon-Beitjala2-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2945" class="wp-caption-text">in Beton gegossen: die Mauer verschließt den Zugang zum Cremisantal</figcaption></figure>
<p>Vor einigen Wochen hatte ich die ersten Bilder vom Mauerbau gesehen und hatte mir vorgenommen selbst ein Bild von dem Mauerbau zu machen. Vor einem Jahr hatte ich berichtet das ich ungehindert von Beit Jala aus kommend das Tal im besagten Naherholungsgebiet am südlichen Stadtrand von Jerusalem verlassen konnte. So bin ich heute also den umgekehrten Weg gegangen. Zu Beginn des Weges, nahe einem Checkpoint durch den man muss wenn man nach Beit Jala oder eben in die jüdische Siedlung Har Gilo möchte, wurde ich von einem Autofahrer der auch den Weg ins tal nehmen wollte, gefragt was mein Ziel sei. Ich habe unverbindlich erklärt, das ich das schöne Wetter heute nutzen würde mir das schöne Tal anzuschauen. Diese Antwort hat ihn wohl zufrieden gestellt, er hatte keine weiteren Fragen an mich.</p>
<figure id="attachment_2946" aria-describedby="caption-attachment-2946" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/schoenes-tal/" rel="attachment wp-att-2946"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2946" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schönes-Tal-1024x683.jpg" alt="wunderschönes Cremisantal nun ist der Zugang für die Menschen aus Beit Jala &quot;zubetoniert&quot;" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schönes-Tal-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schönes-Tal-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schönes-Tal-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2946" class="wp-caption-text">wunderschönes Cremisantal nun ist der Zugang für die Menschen aus Beit Jala &#8222;zubetoniert&#8220;</figcaption></figure>
<p>Wie schon im letzten Jahr war ich fasziniert von der Schönheit dieser Landschaft und der Ruhe hier. Auch hörte ich an vielen Stellen Wasser glucksen, manchmal rauschen: es hat hier sehr viel Wasser. Links auf der Höhe sah ich die Siedlung Gilo, rechts die Siedlung Har Gilo (diese beiden Siedlungen begründen den Mauerbau), und etwas unterhalb das Kloster Cremisan. Nach etwa 2 km kam ich an den beiden Gebäuden vorbei, die wie ich schon vor einem Jahr berichtet habe, von einer Familie aus Beit Jala bewohnt werden. Ein Mann arbeitete im Garten und begrüße mich freundlich. Auf meine Frage ob sie weiter problemlos zu ihrem haus gelangen könnten, meinte er vielsagend: nicht immer. Mit dem Versprechen auf dem Rückweg auf einen Kaffee vorbei zu kommen bin ich einen weiteren Kilometer gegangen. Bis ich die Brücke sah, über die ich oft mit dem Bus von Jerusalem nach Bethlehem gefahren bin. Dort wo noch vor einem Jahr ein kleiner, etwa 2m hoher Zaun stand, mit einem Tor für das Margo einen Schlüssel besaß war nun eine mächtige Mauer von etwa 8 m Höhe errichtet worden.</p>
<p>Ein beklemmender Anblick schon für mich, wie viel mehr erst für die Menschen die hier leben und sich seit Jahren mit diversen Protestaktionen (so auch ein regelmäßiger Gottesdienst im Tal) dem Mauerbau widersetzt haben. Nun steht sie da in all ihrer Hässlichkeit, ein Monstrum. Hier unter der Brücke ist die Wirkung noch nicht so extrem, aber wie wird der Mauerbau das wunderschöne Tal entstellen?</p>
<figure id="attachment_2952" aria-describedby="caption-attachment-2952" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/100huehner/" rel="attachment wp-att-2952"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2952" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/100Hühner-300x225.jpg" alt="im Tal lebt eine Familie.... und mehr als Hundert Hühner" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/100Hühner-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/100Hühner-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/100Hühner-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/100Hühner.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2952" class="wp-caption-text">im Tal lebt eine Familie&#8230;.<br />und mehr als Hundert Hühner</figcaption></figure>
<p>Auf meinem Rückweg bekam ich den versprochenen sehr leckeren arabischen Kaffee. Ich erlebte die Familie und einige Freunde, die zu Gast waren, relativ entspannt, angesichts des Mauerbaus. Begeistert berichtete er von den Bio-Eiern, die seine mehr als 100 Hühnern hier legen. Allerdings würde die Eier an die Israelis für den doppelten Preis verkaufen&#8230;..</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hier kann man oft nicht mal einfach&#8230;</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/hier-kann-man-oft-nicht-mal-einfach/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 18:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Absperrung]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
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					<description><![CDATA[ Als ich heute Morgen zu Faten sagte ,dass ich heute gerne mal durch das Cremisan-Tal wandern wolle, und zwar nicht, wie ich es schon oft gemacht habe, auf halber Höhe da wo die beiden Klöster <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hier-kann-man-oft-nicht-mal-einfach/" title="Hier kann man oft nicht mal einfach&#8230;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em>Als ich heute Morgen zu Faten sagte ,dass ich heute gerne mal durch das Cremisan-Tal wandern wolle, und zwar nicht, wie ich es schon oft gemacht habe, auf halber Höhe da wo die beiden Klöster stehen, sondern im Tal. Oft habe ich bei der Busfahrt nach Jerusalem von der Brücke ins schön anzuschauende Tal gesehen und gedacht, dort müsstest Du mal wandern. Noch letzte Woche, als ich mit Stephan auf unserer Wanderung von <a title="Battir: Hoffnungszeichen für ganz Palästina" href="http://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/">Battir nach Beit Jala</a> noch einen Abstecher in das parallel verlaufende Cremisan-Tal machen wollte, haben wir den Weg in die „Talsohle“ nicht gefunden. Heute weiß ich warum.</p>
<figure id="attachment_2385" aria-describedby="caption-attachment-2385" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2385" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke-300x225.png" alt="Brücke über das Cremisan-Tal" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke-300x225.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke.png 945w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2385" class="wp-caption-text">Brücke über das Cremisan-Tal</figcaption></figure>
<p><a title="Christen streiten um das Cremisantal" href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/">An anderer Stelle </a>habe ich in meinem Blog berichtet über den jahrelangen Rechtsstreit um den Bau einer Mauer, die quer durch das Cremisan-Tal führen soll. Hier ist erst vor einigen Tagen durch das oberste israelische Gericht – wie schon im Falle Battir-  ein für die betroffenen Menschen sehr positives Urteil gefällt worden. Hierzu Radio Vatikan: <a href="http://de.radiovaticana.va/news/2015/04/03/israelisches_h%9Achstgericht_verbietet_mauer_im_cremisantal/1134232">http://de.radiovaticana.va/news/2015/04/03/israelisches_höchstgericht_verbietet_mauer_im_cremisantal/1134232</a><br />
Faten, die selbst auch noch nicht durch das Tal gewandert ist, fiel ein, dass eine gute Freundin, Margo, dort im Tal ein Haus besitze. Kurz entschlossen sind wir zu ihr gefahren, sie hat in Beit Jala ein weiteres Haus, in dem sie auch ein Geschäft mit schönen selbstgefertigten Handarbeiten (u.a. schöne Stickereien) betreibt.</p>
<p>Margo ließ uns gleich wissen, dass man so einfach nicht in das Tal hinein kommen würde.</p>
<figure id="attachment_2387" aria-describedby="caption-attachment-2387" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2387" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel-300x225.jpg" alt="Margo schließt &quot;ihr&quot; Tal auf" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2387" class="wp-caption-text">Margo schließt &#8222;ihr&#8220; Tal auf</figcaption></figure>
<p>Am westlichen Ortsrand von Beit Jala, ungefähr da wo die mächtige Straßenbrücke das Tal überspannt, habe die israelische Militärverwaltung vor einigen Jahren eine Sperre errichtet. Damit keine Missverständnisse aufkommen: es handelt sich um palästinensisches Gebiet. Neben Margo`s Familie wohnt noch eine weitere Familie in dem nun abgesperrten Arial. Beide Familien besitzen einen Schlüssel für das Tor. Hinter dem Tor stand ein altes Auto welches mit israelischen Kennzeichen versehen war. Margo darf auf diesem Talweg nicht mit ihrem palästinensischen Fahrzeug fahren. Wir sind ungefähr 2-3 km den breiten</p>
<figure id="attachment_2391" aria-describedby="caption-attachment-2391" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2391" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1-300x225.jpg" alt="Das Cremisan-Kloster auf der gegenüberliegenden Talseite" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2391" class="wp-caption-text">Das Cremisan-Kloster auf der gegenüberliegenden Talseite</figcaption></figure>
<p>Talweg gefahren, rechts auf der Höhe die Siedlung Gilo (auf Land der Gemeinde Beit Jala errichtet), links sind die beiden Klöster auf halber Höhe zu sehen, über diesen Gebäuden auf der höchsten Erhebung im gesamten Gebiet, eine weitere Siedlung Har Gilo. Hier steht das Ende des 19. Jahrhundert gebaute Haus von Margo. Sie kommt jeden Tag mehrmals hier hin, weil sie befürchtet sonst die Aufenthaltsgenehmigung entzogen zu bekommen. Sie hat dort einen schönen großen Garten, mindestens 20 Hühner und auch einige Hunde und Katzen. Auch das  alte Wohnhaus ist schön eingerichtet. Nebenbei erfuhr ich, dass sie für den vorgenommenen Anbau, in dem sie die Küche und ein Bad eingebaut hat, an Israel 47.000 Schekel Strafe zahlen musste, da sie den Anbau ohne Baugenehmigung (die sie nie erhalten hätte) erstellt hatte.</p>
<p>Nebenan wohnt ihr Sohn mit seiner jungen Frau und einem Kleinkind.</p>
<figure id="attachment_2389" aria-describedby="caption-attachment-2389" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2389" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo-300x225.jpg" alt="Gilo" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2389" class="wp-caption-text">jüdische Siedlung Gilo oberhalb des Hauses</figcaption></figure>
<p>Dieses Haus ist mit mehreren Kameras „abgesichert“. Dort stand nur ein ganz schmales Haus. „Illegal“ hat die Familie das Haus „in den Fels erweitert“, so das jetzt genügend Platz für die ganze Familie ist. Strom bezieht die Familie im Übrigen vom ca 500m entfernten Cremisan-Kloster von der anderen Talseite. Gilo oberhalb gelegen ist vielleicht hundert Meter entfernt.<br />
Nachdem ich erfahren hatte, dass man den Weg weiter gehen kann und dann an den Stadtrand von Jerusalem gelangen würde, habe ich mich von Faten und Margo verabschiedet. Nach etwa 2 km sah ich links einen Checkpoint und dahinter die Bahntrasse auf der der Zug von Tel Aviv nach Jerusalem fährt. Bald schon war ich an der Straße angekommen. Kein Hinweis dort, dass der Weg am Zaun bei Beit Jala endet. Nach ca. weiteren 15 Minuten hatte ich den Stadtrand von Jerusalem erreicht.</p>
<figure id="attachment_2390" aria-describedby="caption-attachment-2390" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2390" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht-1024x768.jpg" alt="wunderschöne Landschaft ....aber abgesperrt für die Bürger von Beit Jala" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2390" class="wp-caption-text">wunderschöne Landschaft<br />&#8230;.aber abgesperrt für die Bürger von Beit Jala</figcaption></figure>
<p>Mein Fazit dieser besonderen Wanderung: In Palästina kann man nicht mal einfach so planen, in einer wunderschönen Landschaft eine Wanderung zu machen. Die Militärverwaltung „schreckt“ vor keiner „Gemeinheit“ zurück. Unter der Überschrift „Sicherheit“, wird auch hier die nach Menschenrechten illegal in besetztem Gebiet gebaute Siedlung Gilo durch Absperrungsmaßnahmen „geschützt“, auch wenn dadurch den Bürgern von Beit Jala ein wunderschönes Naherholungsgebiet vorenthalten , und den Anwohnern ihr Grund und Boden „abgeschlossen&#8220; wird.</p>
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		<title>Drei Wochen zu Gast in Beit Jala (Haus der Kräuter)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2014 12:47:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ostern 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Christen]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Engagement hier in Palästina hat viel mit Faten Mukarker zu tun. Sie hatte 2009 mit einem Vortrag in meiner Kirchengemeinde mein Interesse und Mitgefühl für dieses Land und seine Bewohner/innen „geweckt“.  Schon ein Jahr <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/drei-wochen-zu-gast-in-beit-jala-haus-der-kraeuter/" title="Drei Wochen zu Gast in Beit Jala (Haus der Kräuter)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Mein Engagement hier in Palästina hat viel mit Faten Mukarker zu tun. Sie hatte 2009 mit einem Vortrag in meiner Kirchengemeinde mein Interesse und Mitgefühl für dieses Land und seine Bewohner/innen „geweckt“.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Schon ein Jahr später, 2010 also, habe ich Faten und ihre Familie besucht. Seit dem vergeht kein Aufenthalt hier in Palästina wo ich nicht auch bei ihr und ihrer Familie Station mache.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>So habe ich mich in diesem Jahr sogar die ganzen drei Wochen im Hause Mukarker „einquartiert“.<span style="mso-spacerun: yes;"> <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1770" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649-300x225.jpg" alt="P1100649" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1100649.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> </span>Faten bietet nicht nur einfache Gästezimmer an, sie empfängt immer auch Reisegruppen bei sich im Haus, bewirtet sie zusammen mit ihrem Mann Nicola, mit einem arabischen Mahl, und erzählt dabei ihre Geschichte über das Leben hier“ hinter der Mauer“ . Wer mit Faten wegen eines eigenen Besuches oder einer Führung in Bethklehem Kontakt aufnehmen möchte, hier ist ihre Mail-Adresse: <a href="mailto:faten_mukarker@hotmail.com">faten_mukarker@hotmail.com</a> . Informationen zu ihren Vorträgen in Deutschland (meist im Juni und November) gibt Professor Krüger: <a href="mailto:krueger-kunstgeschichte@t-online.de">krueger-kunstgeschichte@t-online.de</a><br />
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Die Familie Mukarker wohnt in Beit Jala, einer der drei christlichen „Hochburgen“ in Palästina. Die beiden anderen Städte sind Betlehem und Beit Sahur. Die drei Gemeinden sind im Laufe der letzten Jahre auf Grund der enormen Bevölkerungsentwicklung „zusammen gewachsen“.<span style="mso-spacerun: yes;">  <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1772" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532-300x225.jpg" alt="P1020532" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020532.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></span>Die Stadt Beit Jala befindet sich 1km westlich von Bethlehem und 8km südwestlich von Jerusalem auf einer Höhe von 650-930 m über Meereshöhe. Sie liegt an den Hängen von Hügeln, die mit Olivenbäumen, Weinbergen und Aprikosenplantagen bedeckt sind. In Beit Jala leben ca. 16.000 Personen, davon sind 80 % christlichen Glaubens. Die palästinensische Bevölkerung in dieser Region ist seit Jahrhunderten christlich geprägt und hat mit den Muslimen gut zusammengelebt. Nach dem Krieg von 1967 hat die israelische Regierung die Stadtfläche von Jerusalem einseitig erweitert und später diese Gebiete annektiert. 22% der Stadtfläche musste Beit Jala an das von Israel definierte Jerusalem abtreten. Nunmehr wird noch mehr Gelände durch die Trennungsmauer isoliert. Seit Jahren wird zwischen den unmittelbar betroffenen Klöstern, aber auch der Stadt Beit Jala und der israelischen Militärverwaltung ein erbitterter gerichtlicher Streit geführt ob <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>„die Mauer“ das wunderschönen Cremisantal <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>durchschneiden darf, um dann nicht nur die beiden nahegelegenen Klöster von „ihrem“ Weinberg trennen würde, auch viele Kinder aus Beit Jala könnten dann nicht mehr der klösterlichen Kindergarten besuchen. Siehe hierzu auch mein <a title="Massiver Konflikt um den Bau der Mauer im Cremisantal" href="http://marius-blog.de/blog/massiver-koinflikt-um-den-bau-der-mauer-im-cremisantal/">Blogbeitrag von 2013</a> und ein <a title="Christen streiten um das Cremisantal" href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/">aktuelles Schreiben</a> des Gemeindepfarresrs von Beit Jala Ibrahim Shomali vom Februar diesen Jahres.<br />
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<figure id="attachment_1774" aria-describedby="caption-attachment-1774" style="width: 933px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1774" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543.jpg" alt="Cremisantal bei Beit Jala" width="933" height="600" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543.jpg 933w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1020543-300x192.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 933px) 100vw, 933px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1774" class="wp-caption-text">Cremisantal bei Beit Jala</figcaption></figure>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Gerade vor dem Hintergrund von Vertreibung und Besatzung sind 60 bis 70 tausend vor allem christliche Einwohner Beit Jalas im Laufe des letzten Jahrhunderts nach Südamerika (hier vor allem Chile) emigriert.<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>Insgesamt hat der Anteil der christlichen Bewohner im Westjordanland immer mehr abgenommen. Einst war er mehr als 10 %, jetzt leben nur noch 1-2% Christen in Palästina. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Mit Beit Jala haben zwei deutsche Städte eine Partnerschaft vereinbart: <a href="https://www.bergischgladbach.de/beit-jala.aspx" target="_blank">Bergisch Gladbach </a>und Jena<br />
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> </span></p>
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<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"><br />
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