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	<title>Flüchtlingscamp &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Seid ihr Christen – ist jemand Moslem?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 21:07:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war unser erster „Bethlehem-Tag“.auf dieser Reise. Wie haben die Mauer „besichtigt“, haben einen aktuellen Eindruck von einem der drei, auf Bethlehemer Grund befindlichen, Flüchtlingslagern gewonnen und schließlich dem seit einigen Jahren existierenden Hotel des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/seid-ihr-christen-ist-jemand-moslem/" title="Seid ihr Christen – ist jemand Moslem?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute war unser erster „Bethlehem-Tag“.auf dieser Reise. Wie haben die Mauer „besichtigt“, haben einen aktuellen Eindruck von einem der drei, auf Bethlehemer Grund befindlichen, Flüchtlingslagern gewonnen und schließlich dem seit einigen Jahren existierenden Hotel des berühmten Streetart-Künstlers Banksy einen Besuch abgestattet.</p>



<p>Zum Nachmittag sind wir dann in den Süden des Westjordanlandes gefahren, haben einen Blick in die, durch eine, mitten in der Altstadt befindliche, israelische Siedlung, schwer beeinträchtigte, größte palästinensische Stadt Hebron, genommen und sind zum Nachmittag in die Region Yatta g<strong>efahren, um </strong>mehr über die Arbeit eines deutschen Teilnehmers an dem ökumenischen Begleitprogramms des ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu erfahren.</p>



<p>Kurz zusammengefasst könnte man den heutigen Tag drei Themen geben:</p>



<p>Es geht um&nbsp;<u>Flüchtlinge, die Mauer und die Siedler</u></p>



<p>Zunächst haben wir am Morgen das Flüchtlingscamp „Aida“ besucht, welches unmittelbar an der Mauer liegt. Damals 1948 waren etwa 1.200 Flüchtlinge dort in Zelten untergebracht. Mittlerweile leben dort mehr als 7.000 Menschen in sehr beengten Wohnverhältnissen. Ich habe schon mehrfach über dieses, aber auch über andere Lager berichtet. Ihr findet diese Berichte unter dem Stichwort Flüchtlingslager am Schluss des heutigen Beitrages.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5184" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schlüssel als Zeichen des Heimkehrwunsches </figcaption></figure>



<p>Anschließend haben wir dem „Banksy-Hotel“&nbsp;&nbsp;dem&nbsp;Walled Off Hotel, ebenfalls dierekt an der Mauer in Bethlehem gelegen&nbsp;einen Besuch abgestattet. Es ist&nbsp;das erste und einzige Hotel weltweit von dem berühmten Graffiti Künstler Banksy. Es&nbsp;ist ein einzigartiges Kunstwerk und soll den Besuchern&nbsp;in seiner ganzen Aufmachung und Gestaltung&nbsp;das Gefühl der Besatzung und der Bedrücktheit näherbringen.<br>An der&nbsp;Eingangspforte des Hotel empfangen&nbsp;ein Affe und&nbsp;der freundliche Pförtner die Gäste. Die Fassade&nbsp;wurde in einer Nacht und Nebel Aktion von Banksy selbst angemalt. Auch über dieses einzigartige Projekt von Banksy, dem nachwievor unbekannten Künstler aus England habe ich schon oft geschrieben (siehe Stichwort)</p>



<p>Immer wieder bin ich vor allem von dem im Hause befindlichen kleinen Museum tief beeindruckt. &nbsp;Hier wird der Konflikt zwischen den Israelis und den Palästinensern mit oft beeindruckenden visuellen Mitteln näher beschrieben und erklärt. Es müsste jeder touristische und politische Israelbesucher verpflichtet werden sich diese Ausstellung anzuschauen.</p>



<p><a href="https://geschichtenvonunterwegs.de/banksy-hotel-bethlehem/" data-type="URL" data-id="https://geschichtenvonunterwegs.de/banksy-hotel-bethlehem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Habe eine interessante Webseite zu diesem so einzigartigen Projekt gefunden und bedingt ansehen</a></p>



<p>Anschließend sind wir nach Hebron gefahren. Auch von dieser besonderen Stadt habe ich schon häufig geschrieben (siehe Stichwort). Heute am Freitag, dem Sonntag der Muslime, bestand nicht die Möglichkeit die Ibrahim-Moschee zu besuchen. So sind wir in die ebenfalls diesem großen Gebäudekomplex angeschlossene Synagoge gegangen, von wo man ebenfalls einen Blick auf Abrahams Sarkophag nehmen kann. Wie bekannt ist die militärische Präsenz dieses ganzen Distriktes enorm. Grundsätzlich wurde ich an jedem Posten (alle paar Meter) zur Gruppe befragt:&nbsp;Wie groß ist die Gruppe, <strong>seid ihr Christen, ist jemand Moslem</strong>?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5191" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">die Ibrahim-Moschee</figcaption></figure>



<p>Man fragt sich schon, was gewesen wäre, wenn wir eine religiös gemischte Gruppe gewesen wären.</p>



<p>Gegen 14 Uhr haben wir dann in Zils, einem kleinen palästinensischen Ort, etwa 15 km von Hebron entfernt Rudolf Rogg getroffen, der mit mir in der Nahost-Kommission von pax christi mitarbeitet und derzeit für drei Monate als Freiwilliger im&nbsp;Rahmen des Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) mitarbeitet. Mehr über dieses Programm <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/uber-eappi/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/uber-eappi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">findet ihr hier</a>.</p>



<p>Rudolf ist seit Mitte Januar in der Gegend südlich von Hebron eingesetzt. Ich selbst war dort schon einmal 2014 mit einer Tour von &#8222;Breaking the Silence&#8220; in den Hügeln südlich von Hebron. Anschließend im Jahr 2020 habe ich einen weiteren Blogbericht geschrieben. <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/blog/kafka-im-westjordanland-2/" data-type="post" data-id="4806" target="_blank">Hier mein damaliger Bericht.</a><br>Mehr über die grundsätzlichen Aufgaben dieser Beobachter:innen, wie auch verschiedene Einsatzberichte, so auch von Rudolf liegt ein Bericht vor, <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.eappi-netzwerk.de/blog/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/blog/" target="_blank">findet ihr auf der Webseite</a> des EAPPI Netzwerk Deutschland e.V., dem Zusammenschluss ehemaliger deutscher Teilnehmer:innen. Mit Rudolf und drei weiteren derzeitigen Mitarbeiter:innen aus Schweden, Norwegen und Kolumbien sind wir zu einem Beduinencamp Namens Umm Al Khair&nbsp;einem vor allem von Beduinen bewohnten Dorf das inzwischen von der benachbarten Siedlung Karmel stranguliert wird, und nach Süden das Weideland an die &#8222;Shooting Zone&#8220; verliert. Im Dorf hat uns der englischsprachiger Beduine Tharek Hathaleen die Geschichte seiner Beduinengruppe und die derzeitige Lage geschildert. Diese Gruppe ist im Jahr 1948 aus dem Negev nach hier geflüchtet. Sein Großvater konnte hier 1960 Land für die 33 Familien käuflich, mit Papieren, erwerben. 1980 kamen dann die ersten Siedler und errichteten in den folgenden Jahren die Siedlung Karmel. Im Laufe der Zeit wurde das Leben für die beduinischen Familien immer schwerer. Ihnen wurden Zug um Zug Weidegebiete weggenommen und heute können sie ihre Ziegen oft nicht mehr aus dem Gatter lassen.&nbsp;&nbsp;Brunnen wurden zerstört. Heute lassen die Siedler ihre Ziegen auf dem von den Beduinen gepflanzten Getreide „grasen“. In den letzten Jahren wurden 16x die Unterkünfte zerstört. Tharek schilderte eindrucksvoll, wie eine solche Aktion abläuft. Am frühen Morgen kommt die Info, das die Behausung zerstört wird. Die ganze Familie muss dann sofort ihre Unterkunft verlassen. Dann werden durch Helfer das „Hab und Gut“ der Familie ausgeräumt. Dann kommt der Bulldozzer und zerstört die Räumlichkeiten in wenigen Minuten. Es gibt, Gott sei Dank, immer wieder Organisationen, die anschließend den Familien helfen wieder eine Unterkunft aufzubauen. Wie sagte Tharek zum Schluss seines mit bewegenden Worten gehaltenen Vortrages: wir wollen hier doch nur friedlich und in Ruhe auf unsrem Grund leben, warum will man uns hier vertreiben. Mehr Infos zur aktuellen Situation durch Rudolf findet ihr <a href="https://marius-blog.de/erfahrungen-bei-eappi/" data-type="page" data-id="5194">hier</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5192" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick in karge Wüstenlandschaft, rechts die Siedlung Karmel</figcaption></figure>



<p>Anschließend sind wir mit dem Bus ein paar Kilometer nach Südosten an den Rand der „Feuerzone“ gefahren, wo uns Tarek die Lage von Masafar Yatta geschildert hat. Hier hat&nbsp;nach über 20jährigem Rechtsstreit das Oberste Gerichtshof Israels am 4. Mai 2022 entschieden, dass die Räumungsanordnungen gegen 8 palästinensische Dörfer im südlichen Westjordanland mit über 1.000 Bewohner:innen – die Hälfte von ihnen Kinder – zugunsten der Durchsetzung eines israelischen militärischen Übungsgeländes (Firing Zone 918) rechtmäßig sind.&nbsp;Hier ist man sich einig, dass diese Feuerzonen, wo das israelische Militär „trainieren“ kann, lediglich dazu dient, Gebiete den Palästinensern wegzunehmen und sie irgendwann den Siedlern zur Verfügung zu stellen. Es gibt ein Positionspapier das eine Gruppe um Nabila Espanioly erstellt hat, das findet ihr in meinem Blog unter <a href="https://marius-blog.de/die-folgen-der-abschiebung-der-masafer-yatta-fuer-frauen/" data-type="page" data-id="5186" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gastbeitrag</a></p>



<p>EAPPI regt zu Masafer Yatta eine Briefaktion an. <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.eappi-netzwerk.de/masafer-yatta/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/masafer-yatta/" target="_blank">Mehr dazu hier</a> </p>



<p>pax Christi hat in diesen Tagen zu der drohenden Vertreibung eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6450960578641920/Masafer%20Yatta:%20Geplante%20Vertreibung%20stoppen" data-type="URL" data-id="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6450960578641920/Masafer%20Yatta:%20Geplante%20Vertreibung%20stoppen" target="_blank">Pressemeldung veröffentlicht</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5198" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">der Taubenstall ist auch mit einem &#8222;Abriss-Befehl&#8220; belegt</figcaption></figure>



<p>Heute passt es nun auch, dass ich auch auf die aktuell laufende Aktion von KoPI zum 75. Gedenkjahr der NAKBA verweise, das an die Vertreibung von 700.000 Palästinenser:innen in den Jahren 1947/48 erinnert. Unter dem Motto&nbsp;75 Jahre Israel = 75 Jahre Vertreibung der Palästinenser (NAKBA)&nbsp;haben wir <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5252" data-type="URL" data-id="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5252" target="_blank">Informationen zur NAKBA herausgegeben.</a> In vielen Städten und Gemeinden bundesweit finden zu diesem Thema Veranstaltungen statt</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Die überarbeitete Streckenführung der Mauer gliedert 365 744 Siedler, d.h. 83% der israelischen Siedlungsbewohner: innen, in den Staat Israel ein. Der Bericht „Siedlungen und die Mauer“ der Palestinian Academy for Israel the Study of International Affairs stellt hierzu fest: „Israel reduziert nicht nur die Nutzfläche, den territorialen Zusammenhang und die wirtschaftliche Lebensfähigkeit eines palästinensischen Staates, sondern sie blockiert den eines funktionsfähigen Staates und</em>&nbsp;die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung“</p>
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		<title>Flüchtlingscamp als Weltkulturerbe?</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/fluechtlingscamp-als-weltkulturerbe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Nov 2021 15:28:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corona-Zeiten: Frühjahr 2020 bis ?]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
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					<description><![CDATA[Bis gestern hatte ich die Hoffnung, dass ich nach genau zweijähriger &#8222;Corona-Abstinenz&#8220; wieder nach Israel einreisen könnte. Der Flug war gebucht, die Unterkunft im Paulus-Haus gesichert. Erst zum 1. November hatte die israelische Regierung, dass <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/fluechtlingscamp-als-weltkulturerbe/" title="Flüchtlingscamp als Weltkulturerbe?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bis gestern hatte ich die Hoffnung, dass ich nach genau zweijähriger &#8222;Corona-Abstinenz&#8220; wieder nach Israel einreisen könnte. Der Flug war gebucht, die Unterkunft im Paulus-Haus gesichert. Erst zum 1. November hatte die israelische Regierung, dass seit März 2020 bestehende Einreiseverbot für Privatpersonen gelockert. Unter bestimmten Bedingungen war ab diesem Zeitpunkt eine Einreise möglich. Ich hatte mich daraufhin direkt um eine Möglichkeit der Einreise gekümmert.<br>Gestern nun, am 1. Advents-Sonntag, dem 28. November, hat Israel wieder ein Einreiseverbot für Ausländer erlassen. Hintergrund ist die neue Corona-Variante aus Süd-Afrika die seit einigen tagen bekannt ist. So heißt es nun, sich weiter gedulden.</p>



<p>In diesen Tagen hat ein Bericht in der SZ meine Aufmerksamkeit gefunden. Der SZ-Korrespondent in Israel/Palästina, Peter Münch, berichtete von Bemühungen, eines der drei palästinensische Flüchtlingslager in Bethlehem, das &#8222;Deiheishe-Camp&#8220;in das Welt-Kultur-Erbe-Programm aufnehmen zu lassen. P. Münch schreibt am 23.11. in seinem Beitrag:</p>



<p><em>&#8222;Dheisheh steht für die Enge und das Elend, in dem die palästinensischen Flüchtlinge leben &#8211; hier am Rand von Bethlehem oder auch in den 58 anderen offiziell anerkannten Camps im Westjordanland und im Gazastreifen, in Libanon, in Jordanien oder in Syrien. Dort sammeln sich samt ihrer Nachkommen die Geflüchteten und Vertriebenen des israelischen Unabhängigkeitskriegs von 1948, der in den arabischen Geschichtsbüchern als &#8222;Nakba&#8220; steht, als &#8222;Katastrophe.</em></p>



<p><em>Rund 15 000</em> <em>Menschen leben hier auf ungefähr einem halben Quadratkilometer&#8220;, erklärt Khaled al-Saifi, der an einem sonnigen Novembertag durch das Flüchtlingslager führt. Al-Saifi, 62, ist Gründer und Direktor des Kulturzentrums Ibdaa in Dheisheh. Er zeigt auf die Graffitis, die fast jede Hauswand zieren, auf die allgegenwärtigen Bilder von jungen Männern. &#8222;Aus fast jedem Haus, das wir hier sehen&#8220;, sagt er, gebe es Tote oder Gefangene.</em></p>



<p><br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3889" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Eingang1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Einer der Eingänge zum Dheisheh-Camp</figcaption></figure>



<p><em>In Dheisheh ist der israelisch-palästinensische Konflikt an jeder Ecke zu spüren, an jedem Tag. Doch wenn es nach Khaled al-Saifi und ein paar anderen geht, dann könnte Dheisheh bald für etwas ganz anderes bekannt werden: als erstes Flüchtlingslager auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Dheisheh, das schäbige Camp im Nirgendwo, stünde dann neben Touristenattraktionen wie Machu Picchu in Peru oder der historischen Altstadt von Bamberg.</em></p>



<p><em>Verwirrend, gar grotesk? In jedem Fall, doch das ist gewollt von den beiden Initiatoren des Projekts. Die Palästinenserin Sandi Hilal und ihr italienischer Partner Alessandro Petti sind beide Architekten und Künstler, und sie betreiben das Dheisheh-Unesco-Projekt bereits seit mehreren Jahren. &#8222;</em></p>



<p>Ich habe das Flüchtlingscamp (eines der drei, die sich in Bethlehem befinden) in den letzten Jahren oft besucht, zuletzt im <a href="https://marius-blog.de/blog/beste-lehrerin-der-welt-im-fluechtlingscamp-geboren/" data-type="URL" data-id="https://marius-blog.de/blog/beste-lehrerin-der-welt-im-fluechtlingscamp-geboren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">April 2018</a>. Damals war eine Lehrerin der dortigen &#8222;UNWRA&#8220;-Schule als &#8222;beste Lehrerin&#8220; ausgezeichnet worden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3890" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Tor-Dheiheshe.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption>Als schlimme Erinnerung: oft der einziger Eingang in Camp während der ersten Intifada (1987-1993)</figcaption></figure>



<p>Peter Münch schreibt in seinem Beitrag weiter: </p>



<p>&#8222;<em>Anfang 1949 waren hier die ersten Zelte aufgestellt worden für insgesamt 3400 vom Krieg entwurzelte<a href="https://www.sueddeutsche.de/thema/Pal%C3%A4stinenser"> </a>Palästinenser, die aus 44 Dörfern rund um Jerusalem und Hebron stammten. Ende der 50er-Jahre wurden die ersten kleinen Häuser gebaut. Die Häuser wuchsen in die Höhe, aus holprigen Feldwegen wurden holprige Asphaltstraßen. Inzwischen geht die dritte oder vierte Generation von Flüchtlingen in die von den Vereinten </em>Nationen betriebenen Schulen in Dheisheh.</p>



<p><em>Voraussetzung</em> <em>für die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes ist allerdings laut Unesco-Definition ein &#8222;außergewöhnlicher universeller Wert&#8220; &#8211; und der ist zumindest beim ersten Blick auf das Elend von Dheisheh kaum zu erkennen. Mehr als 60 Prozent der Bewohner sind hier jünger als 30 Jahre. Die Arbeitslosigkeit ist mit 30 Prozent höher als irgendwo sonst im Westjordanland. Hier will nicht nur jeder weg. Hier will jeder wieder dahin zurück, wo die Familie einst herkam.&#8220;</em></p>



<p>Ich bin nun sehr gespannt, wie sich diese Angelegenheit entwickelt.</p>



<p>Wie sagte einer der Initiatoren zu Peter Münch: <em>&#8222;Ich weiß nicht, ob das Projekt erfolgreich wird oder nicht, aber das ist auch nicht das Wichtigste&#8220;, sagt er. &#8222;Das Wichtigste ist, dass die Welt sich durch dieses Projekt an das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge erinnert.&#8220;</em></p>
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		<title>&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 21:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Wallad off Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Wings of Hope]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/" title="&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen „Wings of Hope“, und zum Abschluss am Nachmittag ein Besuch in der der &#8222;Patriarchen-Stadt&#8220; Hebron, in der sich die Grabstätte Abrahams, des Stammvaters der Juden, Moslems und Christen befinden soll.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog über&nbsp;&nbsp;alle Programmpunkte, teilweise sehr ausführlich und mehrmals, schon geschrieben. Ich darf also, vor allem die neuen Leser/innen, auf die entsprechenden Links zu Beginn meines heutigen Tagesberichtes verweisen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4285" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;der größte Schlüssel der Welt&#8220; am Eingang zum Aida-Flüchtlings-Camp in Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Ich will mich also in meinem heutigen Bericht auf das aktuelle, von heute (bzw. aus den letzten Wochen) beschränken.</p>



<p>Der Tag war im Übrigen auch geprägt von einem Wettereinbruch, der einherging mit starkem Regen und Wind, vor allem aber auch mit stark gesunkenen Temperaturen (von unter 10 °C). Wie Faten uns erklärte, würden die Leute bei so einem Wetter, der den immer ersehnten Regen bringt, von einem &#8222;gesegneten&#8220; Wetter sprechen.</p>



<p>Die Besuche im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Aida-Camp (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alsharq.de/blog/zurueck-wohin-zum-palaestinensischen-recht-auf-rueckkehr" target="_blank">Aida-Camp</a> und auch im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wald-Off-Hotel (öffnet in neuem Tab)" href="http://walledoffhotel.com" target="_blank">Wald-Off-Hotel</a>, beide Einrichtungen liegen direkt an der 12m hohen Mauer, die Jerusalem von Bethlehem trennt, waren für die Gruppe beeindruckend. Für mich wurde durch das Gespräch mit einer Vertreterin Alle haben die Meinung vertreten, dass das Wetter sich der Stimmung, die diese beiden Versuche bei der Gruppe erzeugten, &#8222;prima ergänzten&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4286" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>wenn man im Wald-Off-Hotel aus dem Fenster schaut: sieht man die Mauer</figcaption></figure>



<p>Der Besuch im Zentrum Wings of Hope for Trauma <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/" target="_blank">https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/ </a>haben wir nicht nur etwas zur Arbeit mit und für traumatisierte Kinder und Frauen erfahren, wir haben auch durch einen Zwischenfall, am eigenen Leibe erfahren können was es heißt/heißen kann, hier in dieser so krisengeschüttelten Region im &#8222;normalen&#8220; Alltag zu leben. Gegen 13.30 hörten wir auf der Straße (das Büro liegt mitten in Bethlehem) Schüsse. Etwa 15 Minuten gingen Salven von Gewehrschüssen einher, mit Geschrei von aufgeregten Menschen, wilden Hupen der Autos und in Panik durcheinander laufende Menschen. Wir konnten das aus der 2. Etage unseres Meeting-Raumes gut beobachten. Dank der sozialen Medien, hatte Ursula Mukarker relativ schnell unsere spontane Befürchtung, das es hier wieder, wie sooft in Bethlehem, zu einer Eskalation zwischen israelischer Armee und Palästinensern, gekommen ist, zerstreut. Wie wir erfuhren, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gegeben hatte. Hintergrund war wohl die Tötung einer 31 jährigen 5-fachen Mutter durch den Ehemann, den die Familie der Frau &#8222;rächen&#8220; wollte. Der große Schreck über diesen Zwischenfall, der sich in unserer unmittelbaren Nähe ereignete, war uns allen nachhaltig in &#8222;die Glieder&#8220; gefahren. Trotzdem haben wir uns mit einiger Verspätung, noch auf den weg ins 25 km entfernte Hebron gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4289" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Plakat im Aida-Camp erinnert an den Tod eines 13jährigen -Jungen</figcaption></figure>



<p>Bedingt durch das wirklich schlechte, nasskalte Wetter, aber auch wegen der späten Anreise, haben wir das übliche Programm in Hebron stark gekürzt. Wir sind einen kurzen Weg durch die Altstadt zur Abrahams-Moschee gegangen. Die Gruppe hatte also nur ganz begrenzt die Möglichkeit, die Besonderheit und damit die Konfliktursache in dieser Stadt in &#8222;Augenschein&#8220; zu nehmen. </p>



<p>Ich will hier nicht verschweigen, dass wir auch in Hebron, als wir uns aus der Altstadt entfernten, Schüsse gehört haben. Welchen genauen Hintergrund sie hatten habe ich bis jetzt nicht in Erfahrung bringen können.</p>



<p>Ich möchte an dieser Stelle aber über ein Ereignis berichten, dass sich vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit der Stadt Hebron ereignet hat, in meinem Blog berichten.  Ende Januar 2019&nbsp;&nbsp; hat Israel die Ausweisung der Temporären Internationalen Präsenz in Hebron <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TIPH" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="(TIPH)  (öffnet in neuem Tab)">(TIPH) </a>aufgekündigt, und das Ökumenische Begleitprogramm Palästina Israel <a rel="noreferrer noopener" aria-label="(EAPPI) (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">(EAPPI)</a> hat daraufhin erklärt, dass es jetzt zu unsicher für sie sei, ihre Menschenrechtsbeobachter weiterhin in der Stadt zu stationieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4287" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Verkleidet in die Abraham-Moschee</figcaption></figure>



<p> Alle Apelle, auch der der Bundesregierung, die Entfernung der TIPH aus Hebron rückgängig zu machen um sicherzustellen, dass internationale Menschenrechtsbeobachter, Freiwillige und Aktivisten in der Lage sind, sicher in der Stadt zu arbeiten, haben bis heute nichts genutzt</p>



<p>TIPH &#8211; bestehend aus Norwegen, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Italien und der Türkei &#8211; wurde 1994 als Ergebnis der Osloer Abkommen gegründet, die die Notwendigkeit einer internationalen Beobachtertruppe in der Krisenstadt anerkennen, in der sich Siedler &#8211; die zu den gewalttätigsten und fanatischsten der gesamten israelischen Siedlerbewegung gehören &#8211; in der palästinensischen Bevölkerung niedergelassen haben; 1994 war auch das Jahr des Moscheemassakers von Ibrahimi.</p>



<p>Ende 2018 veröffentlichte die TIPH einen öffentlichen Bericht (in der Regel bleiben ihre Beobachtungen vertraulich), in dem über 40.000 Menschenrechtsverletzungen aufgeführt sind. Es sagte, dass Israel regelmäßig internationale und sogar israelische Gesetze verletzt. Im folgenden Monat, Januar 2019, kündigte Netanyahu an: &#8222;Wir werden die Fortsetzung einer internationalen Truppe, die gegen uns handelt, nicht zulassen&#8220;.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4288" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>in der Galerie im Banksy-Hotel gesehen: das Wasser steht bis zum Hals</figcaption></figure>



<p>Die &#8222;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freunde von Sabeel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.fvsabeel-germany.de/index.htm" target="_blank">Freunde von Sabeel</a>&#8220; deren deutsche Gruppe auch das Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; aus dem ich jeden Tag ein Zitat in diesem Blog veröffentliche, schreibt jede Woche: Jeden Donnerstag versammelt sich die Gemeinde in Jerusalem zum Abendmahl und zum Gebet. Ein Gebet, das in diesem Gottesdienst gebetet wird, wird auch an die Beter in aller Welt gesendet, damit in jeder Region um 12 Uhr das Gebet gebetet wird, damit eine Welle des Gebets rund um die Erde entsteht. Die Gebete haben zum Inhalt aktuelle Ereignisse der letzten Woche.</p>



<p><strong>Hier ein Auszug vom heutigen Tag</strong></p>



<p>Am Mittwoch, 6.März, wurden durch ein Feuer in ihrem Haus in Al Salaymeh, das zur Altstadt von Hebron gehört zwei palästinensische Kinder getötet. Die Feuerwehr wurde an einer Straßenblockade von Soldaten Israels aufgehalten; so war sie nicht in der Lage, die Kinder beizeiten zu erreichen. Als Nachbarn das Haus betraten und die Kinder herausholten, wurden sie an einem Checkpoint festgehalten, da sie die Kinder doch nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus bringen könnten. Wael Al Rajabi und Malak, ein vier-jähriger Junge und Malak, seine achtzehn Monate alte Schwester starben bei dem Unfall; ein Bruder erlitt schwere Verwundungen.</p>



<p><strong>Herr, wir beten für die Familie von Wael und Malak, die ihren Verlust betrauert; und wir beten für die Genesung ihres Bruders. Wir bitten, dass diese Tragödie die israelische Besatzungsmacht dazu bringt, nachzudenken, ob sie auch in Zukunft Notdienste davon abhält auf kritische Unfälle zu reagieren.</strong></p>



<p><strong>Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unsere Gebete.</strong></p>



<p><strong>und zum Schluss des heutigen Tagesberichtes das Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
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		<title>Nakba: Vor 70 Jahren begann die Flucht und Vertreibung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2018 22:28:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Nakba]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 20. März 2018 mache ich mich wieder auf um drei Wochen in Jerusalem und Palästina zu verbringen. Neben den Kontakten zu den Menschen, die mir seit meiner ersten Reise 2012, lieb und wichtig geworden <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nakba-vor-70-jahren-begann-die-flucht-und-vertreibung/" title="Nakba: Vor 70 Jahren begann die Flucht und Vertreibung">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. März 2018 mache ich mich wieder auf um drei Wochen in Jerusalem und Palästina zu verbringen. Neben den Kontakten zu den Menschen, die mir seit meiner ersten Reise 2012, lieb und wichtig geworden sind, werde ich in den nächsten drei Wochen versuchen auch wieder mit neuen Menschen und Gruppierungen, die sich um Frieden und Aussöhnung bemühen in Kontakt zu kommen.</p>
<p>Diese Reise, es ist die zwölfte, steht für mich ganz im Zeichen der Erinnerung an 70 Jahre Flucht und Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus ihren Dörfern in Israel.</p>
<p>Die Bezeichnung <b>Nakba</b> (die Katastrophe), den die Palästinenser für die Vertreibung mehr als einer halben Millionen Menschen, gewählt haben, hatte ich vor 2012 noch nie gehört.<br />
Vor einigen Jahren habe ich einen Beitrag vor Ingrid Rumpf zum Thema &#8222;an Nakba-die Katastrophe&#8220; in meinen <a href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/">Blog eingestellt.</a></p>
<p>In den kommenden 20 Tagen Wochen werde ich versuchen, immer wieder mal einen Blick auf die heutige Situation der Menschen zu nehmen, deren (Ur-)Großeltern in den Jahren 1948/49 und dann auch noch nach dem „6-Tage-Krieg“ 1967 ihr Haus und Dorf verlassen haben/verlassen mussten.</p>
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		<title>Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 19:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
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					<description><![CDATA[Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders. Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-zerstoeren-uns-selbst/" title="Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders.</p>
<p>Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich am Montag beim Hinflug kennen gelernt habe, zum palästinensischen <a href="http://marius-blog.de/blog/am-nakba-tag-2016-im-jerusalemer-fluechtlingscamp-shufat/" target="_blank">Flüchtlings-Camp Shu`fat</a> gefahren.<br />
Das palästinensische Flüchtlingslager Shu’fat liegt im Stadtgebiet von Jerusalem. Und doch ausserhalb. Das Lager ist von der israelischen Trennmauer umgeben und dadurch von Jerusalem abgeschnitten. Obwohl die Menschen im Lager von Shu’fat als Bewohner und Bewohnerinnen Jerusalems gelten und eine entsprechende Identitätskarte besitzen, müssen sie sich, wenn sie aus dem Lager Richtung Ost-Jerusalem gehen, am Checkpoint an der Mauer ausweisen.Ich habe das Camp schon mehrfach besucht und trotzdem ist es für mich immer wieder ein besonders bedrückendes Erlebnis hier zu sein. Während mir ja sonst in Dörfern und Städten in der Westbank ein „Welcome to Palestine“ entgegenschallt ist es hier anders. Die Kinder zeigen schnell das bekannte „Peace-Zeichen“ mit den ausgestreckten zwei Fingern. Die Erwachsenen gucken einen eher betrübt an, sind sich scheinbar ihrer mehr als misslichen Situation voll bewusst.</p>
<p><figure id="attachment_3295" aria-describedby="caption-attachment-3295" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3295" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3295" class="wp-caption-text">bedrückende Enge im Flüchtlingscamp</figcaption></figure></p>
<p>Am Nachmittag habe ich Roni Hammermann in ihrer Wohnung in der Nähe des bekannten Jerusalem-Museums getroffen. Bereits <a href="http://marius-blog.de/blog/man-kann-nicht-gegen-antisemitismus-kaempfen-und-gleichzeitig-ein-anderes-volk-unterdruecken/" target="_blank">2013 </a>und <a href="http://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-machen-einfach-weiter/" target="_blank">2015</a> habe ich sie zu Hause besucht. Natürlich wollte ich von ihr wissen was sie zu dem 50. Jahrestag der Besatzung denkt. Roni ist 1969 nach Israel gekommen, hat also den „6-Tage-Krieg“ 1967 nicht hier direkt erlebt. Damals sei sie schon auch stolz gewesen, dass die israelische Armee in diesem „Blitz-Krieg“ die Ägypter, Jordanier und Syrer „überrannt“ hatte, die ja angekündigt hatten „die Juden ins Meer zu schicken“. Als sie aber hier vor Ort in Israel war hat sie gleich erkannt, dass die Israelis in den besetzen Gebieten schnell „Fakten“ schufen. Wie ich schon gestern geschrieben habe wurde beispielsweise alle Häuser an der Westernmauer abgerissen um den Platz vor der Mauer zu vergrößern. Schnell konnte man sehen, wenn man denn wollte, was es heißt eine Besatzungsmacht zu sein. Für Roni ist israelische Besatzung heute die systematische Behinderung und oft auch Unterdrückung des palästinensischen Lebens in vielen Bereichen mit dramatischen Konsequenzen zum Beispiel für Wirtschaft, Gesundheit, Erziehung und und und. Sie nannte beim Thema Wirtschaft das Beispiel der Behinderung des LKW- Verkehres. Während die israelischen Fahrzeuge ungehindert ihre Waren in die Westbank bringen können werden die palästinensischen Fahrzeuge oft aus reiner Schikane angehalten, die Waren werden oft langwierig kontrolliert, ein totaler Wettbewerbsnachteil entsteht. Eine weitere Auswirkung der Besatzung mit Mauer, Checkpoints und Straßenkontrollen ist die damit einhergehende völlige Missachtung der Bewegungsfreiheit der Palästinenser.</p>
<p>In diesen Zusammenhängen erzählte mir Roni den Auslöser, der damals 2001 sie und andere Frauen dazu gebracht hatte <a href="https://machsomwatch.org/en/content/home-page" target="_blank">Machsom Watch </a>zu gründen. Sie hatten davon erfahren, dass an einem Checkpoint eine Palästinenserin ihr Kind gebären musste, welches dann später gestorben ist. Seit 2001 habe es insgesamt 36 solcher, wirklich unglaublichen, Vorfälle an den Checkpoints gegeben.</p>
<p><figure id="attachment_3302" aria-describedby="caption-attachment-3302" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3302" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3302" class="wp-caption-text">in Jerusalem ist die &#8222;grüne Linie&#8220; noch grün, aber viele wissen es nicht das hier die Grenze zwischen Ost- und Westjerusalem verläuft</figcaption></figure></p>
<p>Aus Anlass des 50. Jahrestages der Besetzung Palästina plant ihre Gruppe an zwei Tagen im Juni (8. und 10. ) an zwei Stellen in Israel, einen Marsch auf der „grünen Linie“. Sie wollen damit in der israelischen Bevölkerung wieder ein Bewusstsein für diese ,nach dem Waffenstillstand in 1949 festgelegte, Grenze schaffen. Für die Palästinenser ist diese Grenze Grundlage für eine mögliche Grenzziehung zwischen den Staaten Israel und Palästina.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3297" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Gerne würde die Gruppe um Roni Hammermann auch mit der im letzten Herbst sehr erfolgreichen Frauengruppe zusammenarbeiten die den <a href="http://marius-blog.de/marsch-der-hoffnung/" target="_blank">Friedensmarsch der Frauen </a>organisiert hatten. Leider haben diese Organisatoren es abgelehnt, das Machsom Watch ihre Forderung nach dem Ende der Besatzung vortragen können. Der Friedensmarschgruppe geht es ausschließlich um Frieden. Wie sie ihn allerdings erreichen wollen bleibt unklar&#8230;und trotzdem, so Roni „etwas muss die vielen, auch muslimischen Frauen angesprochen haben, denn es waren unglaublich viele Teilnehmerinnen dabei“</p>
<p>Zur Zukunft Israels meinte Roni zum Schluss unseres zwei-stündigen Gespräches: „Wir zerstören uns selbst“</p>
<p>Vor einigen Monaten hatte eine mir gut bekannte Journalistin Liva Hänsel Roni Hammermann interviewt. Das Gespräch habe ich unter <a href="http://marius-blog.de/dreiecksbeziehung-nov-2016/" target="_blank">Gastbeiträge </a>eingestellt</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daoud Nassar: „Wir wollen die negative Energie positiv nutzen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 19:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun an einem Samstag, an dem im benachbarten Jerusalem das jüdische Leben am Schabbat ziemlich zur Ruhe kommt, haben wir uns mit der Gruppe in Palästina aufgehalten. Am Morgen sind wir nur wenige Meter <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-wir-wollen-die-negative-energie-positiv-nutzen/" title="Daoud Nassar: „Wir wollen die negative Energie positiv nutzen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun an einem Samstag, an dem im benachbarten Jerusalem das jüdische Leben am Schabbat ziemlich zur Ruhe kommt, haben wir uns mit der Gruppe in Palästina aufgehalten. Am Morgen sind wir nur wenige Meter gefahren um eines der drei Flüchtlingscamp hier in Bethlehem „Aida“ anzusehen und die Mauer die unmittelbar an diesem Flüchtlingslager 2003 errichtet wurde in Augenschein zu nehmen welches unmittelbar an der Mauer liegt. Zum Thema <a href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/" target="_blank">Flüchtlinge</a> und zu den Camps in Bethlehem findet ihr Infos an anderer Stell in diesem Blog.</p>
<p><figure id="attachment_3164" aria-describedby="caption-attachment-3164" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3164" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-1024x768.jpg" alt="Flüchtlingscamp Aida in Bethlehem mit dem &quot;größten&quot; Schlüssel der Welt der den Rückkehrwillen der Palästinenser dokumentiert" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3164" class="wp-caption-text">Flüchtlingscamp Aida in Bethlehem mit dem &#8222;größten&#8220; Schlüssel der Welt der den Rückkehrwillen der Palästinenser dokumentiert</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend haben wir uns zum Weinberg der Familie Nassar begeben.</p>
<p>Den regelmäßigen Leser/innen dieses Blogs brauche ich nicht mehr viel vom Weinberg (dem „Tent of Nations“) erzählen, begleitet er mich doch schon seit meinem ersten Aufenthalt im Frühjahr 2012. An<a href="http://marius-blog.de/karte/" target="_blank"> vielen Stellen könnt ihr also etwas über den Weinberg, seine Geschichte und seinem Kampf ums Überleben lesen. I</a>ch möchte mich deshalb in</p>
<p><figure id="attachment_3165" aria-describedby="caption-attachment-3165" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3165" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-300x225.jpg" alt="Daoud Nassar" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3165" class="wp-caption-text">Daoud Nassar</figcaption></figure></p>
<p>meinem heutigen Bericht auf die aktuelle Situation in der sich der Weinberg und seine Menschen befinden konzentrieren. Schön war es das Daoud vor Ort war uns sich Zeit nehmen konnte der Gruppe etwas zur Geschichte aber auch zur aktuellen Herausforderung zu erzählen.</p>
<p>Wie dem Blog-Leser bekannt ist wurde die direkte Zufahrt zum Weinberggelände 2002 mit riesigen Steinblöcken für Autos unpassierbar gemacht. Genau an dieser Stelle, etwa 500 m vom Eingang entfernt, wurde nun mit dem Bau einer Toraschule begonnen. <a href="http://marius-blog.de/blog/und-jetzt-auch-noch-eine-bibelschule-am-weinberg/" target="_blank">Ich habe über diese Pläne schon berichtet.</a> Dies bedeutet zum Einen, dass wieder ein Stück Land den Palästinensern weggenommen wird, es bedeutet aber auch, dass durch den Bau der nächste Streit mit den Bewohnern des unmittelbar daneben liegenden Grundstücks des Weinberges vorprogrammiert ist. Die Bauherren der Toraschule gehören zu den radikalen der Siedler. Die Schule soll den Namen der drei im Juni 2014 entführten und anschließend ermordeten Jugendlichen erhalten. Auch ein klarer Hinweis auf politische Dimension dieses Neubaus. Auch ist zu befürchten, dass aus „Sicherheitsgründen“ diese Zufahrt für die vielen Besucher/innen des Weinberges (2015 waren es mehr als 6.000 Besucher/innen) gesperrt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><figure id="attachment_3166" aria-describedby="caption-attachment-3166" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3166" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-1024x768.jpg" alt="Hier entsteht die Toraschule (links im Hintergrund der Weinberg" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3166" class="wp-caption-text">Hier entsteht die Toraschule (links im Hintergrund der Weinberg</figcaption></figure></p>
<p>Und was zieht Daoud aus dieser Entwicklung für Konsequenzen?</p>
<p>Er will das schon lange angedacht und mit vielen Unterstützern des Weinberges diskutierte Bauprojekt einer Schule nun voran bringen.<br />
Es sollen verschiedene Gruppen gebildet werden: eine soll das inhaltliche Konzept der Schule, die für die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und alternative Erneuerung stehen soll, entwickeln. Eine zweite Gruppe soll den konkreten Bauplan entwickeln, während die dritte Gruppe die notwendige politische Unterstützung sichern soll. Daoud ist sich sicher, dass es dem Staat Israel nun nicht mehr möglich ist &#8211; wie bisher- einen solchen Bauantrag mit „fadenscheinigen“ Gründen abzulehnen, während 500 m weiter ein Schulneubau genehmigt wurde. Zum Schluss unseres einstündigen Gespräches stellte er unserer Gruppe die „Grundpfeiler“ seines Grundkonzeptes für den Weinberg und das Projekt &#8222;gent of Nations&#8220; vor:</p>
<p><em>„Mit Hass zerstören wir uns selbst. Negative Kräfte müssen in positive Energie umgewandelt werden, wir müssen uns von der Opferrolle verabschieden, müssen aktiv werden. Frieden kann nur von unten aus der Bevölkerung heraus wachsen und ist ein Prozess.&#8220;</em> Schritte zum Frieden sind für Daoud: <em>„Erst müssen wir Brücken der Verständigung bauen. Dann muss es einen Prozess der Versöhnung geben, der allerdings ohne die Gerechtigkeit zu beachten nicht möglich ist“</em></p>
<p><figure id="attachment_3167" aria-describedby="caption-attachment-3167" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3167" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-1024x768.jpg" alt="Alltag in Hebron trotz großer Anspannung" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3167" class="wp-caption-text">Alltag in Hebron trotz großer Anspannung</figcaption></figure></p>
<p>Im Anschluss an unseren Besuch bei Daoud auf dem Weinberg sind wir noch in die „Prophetenstadt“ Hebron gefahren, sicherlich der „negative“ Höhepunkt unserer Reise, wird hier doch dem Besucher die ganze Dimension der Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina, zwischen Juden und Moslems schmerzhaft vor Augen geführt. Auch über diese Stadt habe ich schon oft berichtet und verweise deshalb auf verschiedene Beiträge in meinem Blog die durch anklicken des Stichwortes Hebron gefunden werden. Heute war es relativ ruhig in dieser oft so unruhigen Stadt und wir hatten deshalb auch die Möglichkeit von der muslemischen und der jüdischen „Seite“ jeweils einen Blick auf das Grab des für alle Religionen gemeinsamen Propheten Abraham zu werfen</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Am „Nakba-Tag“ 2016 im Jerusalemer Flüchtlingscamp: Shu`fat</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/am-nakba-tag-2016-im-jerusalemer-fluechtlingscamp-shufat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2016 06:51:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Nakba]]></category>
		<category><![CDATA[shu`fat]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich 2012 zum ersten Mal für längere Zeit in Palästina war, habe ich den Begriff „die Nakba“ zum ersten Mal gehört. Er meint übersetzt, die „Katastrophe“ und erinnert an jedem 15 Mai an Flucht <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/am-nakba-tag-2016-im-jerusalemer-fluechtlingscamp-shufat/" title="Am „Nakba-Tag“ 2016 im Jerusalemer Flüchtlingscamp: Shu`fat">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich 2012 zum ersten Mal für längere Zeit in Palästina war, habe ich den Begriff „die Nakba“ zum ersten Mal gehört. Er meint übersetzt, die „Katastrophe“ und erinnert an jedem 15 Mai an Flucht und Vertreibung von mehr als 700.000 Araber während der israelischen Unabhängigkeitskrieg 1947-1949.</p>
<p><figure id="attachment_3037" aria-describedby="caption-attachment-3037" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3037" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Aktionsplakat-200x300.jpg" alt="das aktuelle Aktionsplakat 2016" width="200" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Aktionsplakat-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Aktionsplakat-768x1152.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Aktionsplakat-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption id="caption-attachment-3037" class="wp-caption-text">das aktuelle<br />Aktionsplakat 2016</figcaption></figure></p>
<p>Der Tag des 14. Mai 1948 sah den Abzug der letzten britischen Truppen aus Palästina und gleichzeitig die Gründung des Staates Israel. In den Monaten vor und nach diesem Tag (Dezember 1947 bis Dezember 1948) wurden vom israelischen Militär rund 750,000 – 800,000 Palästinenser aus ihrer angestammten Heimat in die Nachbarländer vertrieben und zu Flüchtlingen gemacht. Sie haben ihr Land nicht freiwillig verlassen, wie es die israelische Regierungspropaganda der Welt jahrelang vortäuschte. Sie wurden zu einem großen Teil gezwungen – durch Einschüchterung, Drohungen, Terror, Vergewaltigungen, Tötungen, Massaker (u.a. Deir Yassin, Dawazmeh, Tantura) – Hals über Kopf zu fliehen: Aus 531 Dörfern und 11 Städten, unter Zurücklassung ihres gesamten Hab und Gut: 296,000 ha Landes mit Feldern, Olivenhainen und Zitrusplantagen, 73,000 Wohnräumen, 7,800 Läden und Werkstätten, ihres Bestands an Vieh und Landwirtschaftsgeräten, ihrer gesamten Bankguthaben im Werte bis zu 5 Millionen palästinensischen Pfunds. Mehr als palästinensische 500 Dörfer wurden in Israel anschließend zerstört.</p>
<p>Während die Israelis am vergangenen Donnerstag ihren Unabhängigkeitstag (Independence Day“ ) gefeiert haben, begehen die Palästinenser am heutigen 15. Mai nun schon zum 68. Mal den Tag an dem der Katastrophe, der &#8222;Nakba&#8220;, an ihre Vertreibung gedacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus nachvollziehbaren Gründen habe mich heute in das Jerusalemer „Flüchtlingslager“ Shuh`fat begeben<em>.</em></p>
<p><figure id="attachment_3038" aria-describedby="caption-attachment-3038" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3038" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauer1-300x225.jpg" alt="das Camp liegt hinter einer 8 m hohen Mauer Jerusalem ist geteilt, wie einst Berlin" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauer1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauer1-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauer1-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3038" class="wp-caption-text">das Camp liegt hinter einer 8 m hohen Mauer<br />Jerusalem ist geteilt, wie einst Berlin</figcaption></figure></p>
<p><em>Shu&#8217;fat ist </em><em>kein Camp oder Lager wie man es sich vorstellt. Es ist ein Ort der über die </em><em>Jahre zur Stadt gewachsen ist. Das Camp wurde 1965 etabliert und ist für ca. 3&#8217;000 Menschen gebaut worden. Heute hat Shu&#8217;fat ca. 40&#8217;000 Einwohner, davon sind 12&#8217;500 offiziell als Flüchtlinge registriert, Schätzungen gehen jedoch bis auf 20&#8217;000. Tatsächlich wohnen tausende Menschen nicht als Flüchtlinge in diesem Ort, sondern sind &#8222;freiwillig&#8220; dorthin gezogen, es ist schlicht der einzige Ort in Jerusalem den sich die Leute noch leisten können.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><figure id="attachment_3039" aria-describedby="caption-attachment-3039" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3039" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Müll-300x200.jpg" alt="Shu&#96;fat &quot;erstickt&quot; im Müll" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Müll-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Müll-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Müll-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3039" class="wp-caption-text">Shu`fat &#8222;erstickt&#8220; im Müll</figcaption></figure></p>
<p><em>Der Stadtteil ist dementsprechend überbevölkert und sprengt die ganze Infrastruktur. Durch die stetige Migration und durch den Familienzuwachs wurden viele neue Häuser gebaut oder vergrössert. Da es für die Palästinenser fast unmöglich ist eine Baubewilligung zu bekommen wurde einfach gebaut, daher haben viele Wohnblöcke und Wohneinheiten einen Abrissbefehl da diese als illegal deklariert wurden. Für solche die sich für den legalen Weg entscheiden wird es eine reine Vermögensfrage, denn die meisten Familien können sich keine Baubewilligung leisten. Allein die Beantragung einer Bewilligung kostet etwa 50&#8217;000 Dollar, wird der Antrag zurückgewiesen, ist das Geld verloren.  </em>(aus <a href="http://westbank-calling.blogspot.co.il/p/shufat-fluchtlingslager-refugee-camp.html" target="_blank">westbank-blog</a>, hier könnt ihr auch weitere Fotos ansehen)</p>
<p>Das Camp erreicht man mit der Palästinensischen Buslinie 207 vom Damaskustor. Das</p>
<p><figure id="attachment_3040" aria-describedby="caption-attachment-3040" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3040" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nachbarschaft-300x200.jpg" alt="in direkter Nachbarschaft: jüdische Siedlung" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nachbarschaft-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nachbarschaft-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nachbarschaft-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3040" class="wp-caption-text">in direkter Nachbarschaft (hinter der Mauer):<br />jüdische Siedlung</figcaption></figure></p>
<p>Lager (der Stadtteil) wirkt auf mich total schmutzig, wie ihr in dem von mir verlinkten Westbank-Blog lesen könnt, gibt es hier weder Müllabfuhr, keine Straßenreinigung, keine Polizei. Insgesamt macht das „Lager“ auf mich den Eindruck als seien die Bewohner von jeder staatlichen Ordnung verlassenen auf sich allein gestellt. Natürlich gibt es dort auch die Gebäude der UNWRA der UN-Behörde für die Palästinensischen Flüchtlinge. Die Personen die einem begegnen wirken – im Gegensatz zu den Menschen beispielsweise in Bethlehem oder</p>
<p><figure id="attachment_3044" aria-describedby="caption-attachment-3044" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3044" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/dehaische-300x225.jpg" alt="Karikatur im Flüchtlingslager in Betlehem (Dheishe)" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/dehaische-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/dehaische-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/dehaische-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/dehaische.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3044" class="wp-caption-text">Karikatur im Flüchtlingslager in Betlehem (Dheishe)</figcaption></figure></p>
<p>Ramallah &#8211; abweisend, oft aggressiv. Besonders Kinder sind mir gegenüber oft distanzlos, ja sie betteln und reagieren gereizt, aggressiv, wenn ich ihre Wünsche nach Schekel nicht erfülle. Ich sah einen Mopedfahrer, der mit &#8222;irrer Geschwindigkeit durch die schmale Straße fuhr, dabei ein junges Mädchen anfuhr, kurz hielt&#8230;und dann weiter fuhr. Ich versuchte das Mädchen zu fragen ob sie sich verletzt habe, sie aber ging, humpelt, und weinet weiter. Alles in allem eine schreckliche Situation in diesem Camp. Alle wissen, dass gerade die Flüchtlingslägern oft die &#8222;Geburtsstätten&#8220; von Hass und Gewalt sind. Bei allem Respekt vor den Menschen und Organisationen die sich hier um die Menschen bemühen, es müsste jedoch viel, viel mehr geschehen.</p>
<p><figure id="attachment_3036" aria-describedby="caption-attachment-3036" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3036" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nakba1-683x1024.jpg" alt="Der Schlüssel&quot; als Erinnerung an den Wunsch der Rückkehr gesehen in Abu Dis" width="683" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nakba1-683x1024.jpg 683w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nakba1-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Nakba1-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-3036" class="wp-caption-text">Der Schlüssel&#8220; als Erinnerung an den Wunsch der Rückkehr gesehen in Abu Dis</figcaption></figure></p>
<p>Nachtrag zum Nakba-Tag:<br />
Seit 2012 verbietet, im Übrigen, ein israelisches Gesetz in Israel offizielle Zeremonien zum Gedenken an das palästinensische Flüchtlingsproblem. Wer trotzdem den Nakba-Tag begeht, riskiert die Streichung von staatlichen Förderungsgeldern. Die umstrittene Rechtsprechung hatte einen kontraproduktiven Effekt. Es gibt heute nicht weniger Nakba-Veranstaltungen, sondern mehr.</p>
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		<title>Zu Bethlehem geboren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 21:27:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen mit Behinderung]]></category>
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					<description><![CDATA[Über 50 % der mehr als 4 Mio Menschen in Palästina sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Überall auf Straßen und Plätzen sieht man junge Gesichter, sieht sie lachen, seltener spielen. Überhaupt es gibt <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren/" title="Zu Bethlehem geboren">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Über 50 % der mehr als 4 Mio Menschen in Palästina sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Überall auf Straßen und Plätzen sieht man junge Gesichter, sieht sie lachen, seltener spielen. Überhaupt es gibt nur wenige Spielplätze und die Straßen mit dem oft heftigen Verkehr, den schmalen oder oft gar nicht vorhandenen Spielplätzen, sie laden nicht wirklich ein zum spielen und toben.</p>
<p><figure id="attachment_1912" aria-describedby="caption-attachment-1912" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1912" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314-225x300.jpg" alt="Aida Flüchtlingscamp in Bethlehem" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000314.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1912" class="wp-caption-text">Aida Flüchtlingscamp in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Erst recht ist die Situation für die Kindern bedrückend und eng in den Flüchtlingscamp, die es auch im Westjordanland so zahlreich gibt. Was heißt hier in Palästina „Flüchtlingscamp?“ <em>Die im Palästinakrieg 1948 geflohenen und vertriebenen Palästinenser (mehr als 750.000) wurden in 58 Flüchtlingslagern im Westjordanland und Gazastreifen, in Jordanien, Syrien und dem Libanon aufgenommen, wo sie und ihre Nachkommen teilweise bis heute leben und vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten versorgt werden. Die Integration der Flüchtlinge in die Bevölkerung wurde auch in den arabischen Staaten teilweise behördlich unterbunden. Die Zelte sind zwischenzeitlich durch feste Bebauung ersetzt worden, der Begriff „Lager“ (als kurzzeitiges Provisorium) ist damit sachlich nicht mehr korrekt. Der Gebrauch dieses Begriffs ist hier mehr politischer Natur, um den ungeklärten Status der Bewohner zu verdeutlichen. Fast jede größere palästinensische Stadt hat ein Lager als Vorort.</em> (aus Wikipädia)</p>
<p>Hier in Bethlehem gibt es drei, wir haben heute dem Aida-Camp einen Besuch abgestattet. Näheres zum Thema Flüchtlinge könnt ihr <a title="AnNakba – die Katastrophe" href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/">hier lesen</a>. Im Aida-Camp leben mehr als 5000 Menschen es gibt zwei Kindergärten und zwei Schulen. Wir haben in einem Begegnungszentrum „Lajee Center“ mit einem Mitarbeiter gesprochen der uns die Arbeit des Centers erläuterte. <a href="http://www.lajee.org" target="_blank">www.lajee.org</a> Hier finden Kinder und Jugendliche verschiedene Angebote, aber auch für Erwachsene ist es ein zentraler Treffpunkt. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit dem israel. Militär, häufig mitten in der Nacht. So wurde erst gestern ein 16 jähriger Junge bei einem solchen Zwischenfall schwer verletzt.</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1913" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334-300x225.jpg" alt="P1000334" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000334.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Von meinen früheren Besuchen weiß ich, dass die Situation gerade für behinderte Menschen in Palästina sehr schwierig ist. Durch meine Kontakte mit Fatima -weiteres ist hier zu lesen- hatte ich von der Einrichtung „Life Gate“ (Tor zum Leben ) gehört. <a href="http://www.lifegate-reha.de" target="_blank">www.lifegate-reha.de</a></p>
<p>Wir wurden von Maria empfangen die uns durch das gerade neu bezogene Zentrum führte. Der Name ist Programm: die lern, hör und körperbehinderten Kinder und Jugendliche sollen „ins Tor hinein – aber auch gestärkt wieder ins Leben hinaus treten“. Das Angebot beginnt für Kinder ab 3-6 Jahre mit speziellen Fördergruppen, danach bis 14 Jahre kommen die Kinder in die Förderschule und haben nachher die Möglichkeit in verschieden Bereichen eine Ausbildung zu erhalten. Viele Jugendliche arbeiten in verschiedenen Bereichen einer beschützenden Werkstatt: im Rollstuhl-Reparaturservice, beim Bau von orthopädischen Hilfsmitteln, der Herstellung von Geschenkartikeln aus Olivenholz, der Keramikabteilung und der Strickabteilung. Die Einrichtung versteht sich auch als Teil der Friedensarbeit, so gibt es regelmäßig Ferienfreizeiten mit israel. Gruppen. Die Mitarbeiter besuchen regelmäßig Dörfer und Städte und arbeiten mit den Familien zusammen. Bei ihren Besuchsfahrten werden die Mitarbeiter auch immer wieder auf andere Kinder und Jugendliche mit Behinderung aufmerksam. Ein mehr als beeindruckende Einrichtung die für die Menschen mit Behinderung und ihren Familien eine wichtige Unterstützung und Hilfe bietet.</p>
<p>Zum Nachmittag waren wir bei Dr. Mitri Raheb zu Gast. Dr. Raheb evang. Pastor In Bethlehem und einer der Autoren des 2009 von palästinensischen Christinnen und Christen formulierten Aufrufs an die Weltgemeinschaft „Die Stunde der Wahrheit“. Das mitunter in Deutschland kontrovers diskutierte Dokument versteht sich als ein „Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und</p>
<p><figure id="attachment_1914" aria-describedby="caption-attachment-1914" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1914" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347-225x300.jpg" alt="Dr. Mitri Raheb" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000347.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1914" class="wp-caption-text">Dr. Mitri Raheb</figcaption></figure></p>
<p>Palästinenserinnen“. Das Papier wird „Kairos-Palästina-Dokument“ genannt. Weiter Infos zum Papier sind <a title="Kairos Palästina" href="http://marius-blog.de/kairos-palastina/" target="_blank">hier</a> zu finden.</p>
<p>Damit das Leben der Einwohner von Hoffnung und Zuversicht erfüllt wird, ist 1995 ein Zentrum für Bildungsarbeit, internationale Begegnungen und Fürsorge für die älteren Menschen „Diyar“ gegründet worden. <a href="http://www.diyar.ps" target="_blank">www.diyar.ps</a></p>
<p>Anschließend haben wir auch die älteste Kirche des Westjordanlandes besucht: die Geburtskirche mit der Geburtsgrotte von Jesus, vor zwei Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, im Übrigen haben die Vertreter von Deutschland in diesem Gremium dagegen gestimmt…</p>
<p>Zum Abschluss des Tages haben noch einige der Gruppe das in unmittelbarer Nähe vom Hotel befindliche „Caritas-Baby-Hospital“ besucht. Das 1952 errichtete Krankenhaus hat sich zum Ziel gesetzt,den Kindern, die unter den Folgen des israelisch-palästinensischen Konflikt leiden eine medizinische Basisversorgung zu sichern. In dem modernen Krankenhaus werden pro Jahr mehr als 30.000 Kinder behandelt. <a href="http://www.kinderhilfe-bethlehem.de" target="_blank">www.kinderhilfe-bethlehem.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-1915" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364-300x225.jpg" alt="P1000364" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000364.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Zum Abend waren wir noch bei Faten Mukarker zum arabischen Abendessen eingeladen. Faten hatte uns in den letzten drei Tagen in Bethlehem und Hebron als Reiseleiterin begleitet und dabei mit großer Sachkenntnis und Empathie die schwierige politische Situation im Westjordanland erläutert. Sie hat dabei vor allem mit ihrer wunderschönen arabischen Erzählweise begeistert. So hatten wir neben dem leckeren Essen heute Abend auch das Vergnügen etwas aus ihrem Leben als arabisches Mädchen und Frau zu erfahren</p>
<p>&nbsp;</p>
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