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	<title>Knafeh &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Freedom Theater Jenin: „Früher wollte ich Märtyrer werden, jetzt will ich einen normalen Tod sterben“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2019 21:11:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamsherberge]]></category>
		<category><![CDATA[freedom Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie bei meinen Gruppenfahrten üblich, haben wir heute „unsere Zelte“ im „Paradies“ am See Genezareth abgebrochen und sind den langen Weg (etwa 120 km), quer durch die Westbank, nach Beit Jala gefahren. Dort werden wir <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/freedom-theater-jenin-frueher-wollte-ich-maertyrer-werden-jetzt-will-ich-einen-normalen-tod-sterben/" title="Freedom Theater Jenin: „Früher wollte ich Märtyrer werden, jetzt will ich einen normalen Tod sterben“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wie bei meinen Gruppenfahrten üblich, haben wir heute „unsere Zelte“ im „Paradies“ am See Genezareth abgebrochen und sind den langen Weg (etwa 120 km), quer durch die Westbank, nach Beit Jala gefahren. Dort werden wir die nächsten acht Nächte, bis zu unserer Rückreise am 21. März, in der (schönen) „Abrahamsherberge“ unser müdes Haupt betten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000355-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4280" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000355-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000355-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000355-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Abschied aus dem Paradies</figcaption></figure>



<p>Wie üblich haben wir zunächst in Jenin das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freedom Theater (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.thefreedomtheatre.org" target="_blank">Freedom Theater</a> besucht. Ich verweise hier auf einige Beiträge zum Theater in diesem Blog. Heute sprach mit uns  Nabil, der von den verschiedenen Projekten, die im Rahmen, der Theaterarbeit durchgeführt werden, hier seien genannt die Theaterschule an der derzeit 12 Schüler/innen ausgebildet werden.  Er berichtete auch von dem Dialogtheater, bei dem palästinensische Dörfer besucht werden. Hier werden Geschichten die die Dorfbewohner erzählen in Theaterspiel umgewandelt. Zur Finanzierung gefragt, meinte Nabil, dass es oft schwierig sei öffentliche Gelder zu bekommen, da die Theaterleute die Erwartungen die an diese Finanzierung nicht erfüllen (wollen). So sind die Unterstützungsgelder aus aller welt von einem großen Freundeskreis der Theaterarbeit in Jenin, letztlich die wichtigste, das wertfreie finanzielle Unterstützung. Zu Beginn unseres Treffens wurde uns ein kleiner Film gezeigt in dem Jugendliche (Mädchen und Jungs) ihre Motivation zur Theaterarbeit, aber auch ihre Auswirkung darlegten. Ein junger Mann sagte: „Früher hatten wir oft den Wunsch als Märtyrer zu sterben, jetzt will ich eines normalen Todes sterben“. Das Theater ist in einem Flüchtlingslager etabliert, in dem derzeit 17.000 Menschen auf 1qmkm leben. Die UNO hatte 1948 in vielen Städten der Westbank solche Flächen für 99 Jahre gepachtet. Nabil stellte die Frage, was eigentlich in 28 Jahren passiert, wenn die Pachtzeit abgelaufen ist?</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000358-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4281" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000358-1-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000358-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Turm in der Altstadt von Nablus</figcaption></figure>



<p>Ein weiterer Haltepunkt war Nablus, die 2. größte Stadt in Palästina mit etwa 180.000 Einwohnern. Der „erfahrene“ Leser meines Blogs weiß schon was es aus Nablus zu berichten gibt&#8230;:-), wir haben die köstliche Knafeh der Al Aqsa- Bäckerei in der Altstadt gegessen. Ein unvergleichlicher Geschmack, wenn auch ein Reiseteilnehmer aus dem Frankenland meinte: Irgendwie schmeckt es auch ein bisschen so wie der österreichische Topfenstrudel&#8230;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000357-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4277" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000357-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000357-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000357-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein unvergleichlicher Geschmack: Knafeh aus Nablus</figcaption></figure>



<p>Zum späten Nachmittag haben wir dann noch einen Besuch im Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Ramallah gemacht. Insgesamt 6 deutsche Stiftungen sind in der Westbank aktiv. Sie bekommen ihre Finanzierung ihrer Arbeit nach einem Schlüssel, der die Anzahl der Abgeordneten im Bundestag und den Länderparlamenten wiederspiegelt.</p>



<p>Die Arbeit der Stiftung ist unabhängig von der jeweiligen Partei mit der sie eine Verbindung eingegangen ist. Allerdings sind die Projekte, die von den Stiftungen ausgewählt und unterstützt werden, schon im „Mainstream“ der politischen Richtung der jeweiligen Partei. Deshalb unterstützt die RLS eher Sozial und ökonomische Inhalte, wie auch die Gewerkschaftsarbeit. Daneben sind Bildungsarbeit und Politikberatung besondere Schwerpunkte der RLS. Die RLS in Ramallah hat insgesamt sieben einheimische Mitarbeiter/innen, eine davon sitzt im Gazastreifen. Nach ihrer Vison für die Zukunft gefragt, meinte Frau Beuck, die Leiterin der Stelle, dass sie keine Vision habe. Derzeit, so ihre Einschätzung, sind Verhandlungen sinnlos. Auch sei zu befürchten, dass nach den Parlamentswahlen im April, sich der Rechtsruck in der politischen Arbeit in Israel weiter fortsetzten wird. Aber, so Frau Beuck, der über Jahrzehnte  unter dem Deckel gehaltene Konflikt, ist so nicht zu lösen, ja es ist zu befürchten, dass es zu einer „Explosion“ kommen wird. Keine guten Aussichten aus dem Mund einer profunden Kennerin der Situation.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000360-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4278" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000360-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000360-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000360-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>bei Palästinensern heiß geliebt: Mais mit Gewürzen und Margarita vermengt</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Der Ort an dem wir recht haben</em></p>



<p><em>An dem Ort, an dem wir recht haben,&nbsp;</em></p>



<p><em>werden niemals Blumen wachsen</em></p>



<p><em>im Frühjahr.</em></p>



<p><em>Der Ort, an dem wir recht haben,</em></p>



<p><em>ist zertrampelt und hart</em></p>



<p><em>wie ein Hof.</em></p>



<p><em>Zweifel und Liebe aber</em></p>



<p><em>Lockern die Welt auf</em></p>



<p><em>Wie ein Maulwurf, wie ein Pflug.</em></p>



<p><em>Und ein Flüstern wird hörbar</em></p>



<p><em>An dem Ort, wo das Haus stand,</em></p>



<p><em>das zerstört wurde.</em>&nbsp;&nbsp;(Jehuda Amichai)</p>
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		<title>Bedingungsloses Grundeinkommen im Kibbuz realisiert!?</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/bedingungsloses-grundeinkommen-im-kibbuz-realisiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Oct 2017 19:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Fairer Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
		<category><![CDATA[Samariter]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
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					<description><![CDATA[Bevor wir uns heute auf die längere Fahrt (ca. 150 km) &#8211; vom See Genezareth in Galiläa im Norden von Israel ins „Herz“ des „Heiligen Landes“ in die Region rund um Jerusalem aufmachten, hatten wir <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/bedingungsloses-grundeinkommen-im-kibbuz-realisiert/" title="Bedingungsloses Grundeinkommen im Kibbuz realisiert!?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor wir uns heute auf die längere Fahrt (ca. 150 km) &#8211; vom See Genezareth in Galiläa im Norden von Israel ins „Herz“ des „Heiligen Landes“ in die Region rund um Jerusalem aufmachten, hatten wir noch ein Gespräch mit einem Mitglied unseres gastgebenden Kibbuzim. Wir erfuhren das dieser Kibbuz zu den 10 % gehört, die wirklich noch – wie ursprünglich alle Kibbuze in Israel- „sozialistisch“ geprägt ist. Hier arbeiten alle – ob im Kibbuz oder außerhalb &#8211; und geben ihren Verdienst (egal was sie tun und verdienen) an den Kibbuz. Jeder bekommt im Monat 4000 Schekel (etwa 1000 €) als „Taschengeld“, wenn man alleine lebt 6.000 Schekel. Jeder bekommt ein kostenlos Haus gestellt, Kinderbetreuung, Schule, die Wäsche alles kostenlos.</p>
<p><figure id="attachment_3579" aria-describedby="caption-attachment-3579" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3579" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3579" class="wp-caption-text">Hier essen die Gäste und die Bewohner des Kibuzz</figcaption></figure></p>
<p>Frühstück und Mittagessen können die Bewohner (derzeit leben hier 300 Kibbuz-Mitglieder und weitere 400 Familienangehörige) zu sehr günstigen Preisen in der Kibbuz-Kantine erwerben. Wenn jemand „Faul“ ist, und damit auf „Kosten“ der Gemeinschaft lebt, versucht man ihm mit Gesprächen zu motivieren. Ausgeschlossen wird man aber nur (Nach Beschluss des Mitgliederplenums) bei besonderem kriminellen Vergehen.</p>
<p>Ein Mitglied unserer Gruppe verglich das das hier praktizierte Finanzierungs-Modell mit dem bei uns seit Jahren viel diskutierten &#8222;Bedingungslosen Grundeinkommen&#8220;. Hier seine Anmerkungen dazu:</p>
<p><em>Heute wurden wir zum Abschluss unseres Aufenthalts in SharHagolaan von einer 73-jährigen Kibbuzim über das Leben im Kibbuz informiert. Dieser Kibbuz ist ein positives Beispiel eines erfolgreich realisierten Sozialismus. Alle Mitglieder des Kibbuz arbeiten nach ihrer Leistungsfähigkeit sieben Stunden am Tag . Der Urlaubsanspruch beträgt 10 Tage im Jahr. Die Kibbuzim brauchen weder für das Essen noch die Wohnung oder Die Gesundheitsversorgung etwas bezahlen. Auch die Wäsche wird kostenlos in einer Gemeinschaftswäscherei gereinigt. Als sogenanntes „Taschengeld“ zur freien Verwendung erhalten Alleinlebende 6.000 Schekel (ca. 1.500 Euro), Familien für jedes Mitglied 4.000 Schekel. Der Kibbuz SharHagolaan ist ökonomisch sehr erfolgreich, er betreibt neben der landwirtschaftlichen Produktion auch eine kleine Börsen notierte Plastikröhren-Fabrik. Diese Produktion ist so erfolgreich, dass in diesem Jahr jedem Mitglied ein Bonus von 30.000 Schekel gezahlt wurden.</em><br />
<em>Das Kibbuz-System sorgt dafür, dass alle Kibbuzim ruhig schlafen können und sich über Krankenversicherungsbeiträge, Arbeitslosigkeit, Mieten, die Höhe der Rente (Altersarmut) etc. keine Sorgen machen müssen und deshalb sehr alt werden. Das älteste Mitglied in SharHagolaan ist zur Zeit 108 Jahre alt.</em></p>
<p>In dem Kibbuz ist eine Firma die Kunststoffrohre für Fußbodenheizungen erstellt. Das Geschäft läuft so toll, dass sich die Mitglieder des Kibbuzim vor Jahren entschlossen haben mit der Firma an die Börse zu gehen. Alle Mitglieder sind an den Aktien beteiligt und bekommen jährlich eine Dividende von bis zu 30.000 Schekel. (Für Ehepaare) Nurit, unsere Gesprächspartnerin, ist sehr glücklich mit der Situation, glaubt aber nicht, dass sich dieses sozialistische System (alles gehört allen) noch lange halten wird. „Es fehlt uns an Nachwuchs“, ihre vier Kinder leben alle außerhalb des Kibbuz.</p>
<p><figure id="attachment_3580" aria-describedby="caption-attachment-3580" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3580" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3580" class="wp-caption-text">Hier &#8222;muss&#8220; man/Frau sich wohlfühlen:<br />Im Garten unseres Kibuzz</figcaption></figure></p>
<p>Nach dem Gespräch machten wir uns auf den Weg um vom See im Norden Israels in das Zentrum von Israel/Palästina zu fahren: nach Jerusalem. In Beit Jala/bei Bethlehem werden wir bis Freitag im <a href="http://www.talithakumi.org/de/gaestehaus/" target="_blank" rel="noopener">Gästehaus Talitha Kumi</a> übernachten, dass der geneigte Leser/Leserin schon von mehreren Aufenthalten von mir kennt.</p>
<p>Auf dem Weg in den Süden durch die von Israel besetzte Westbank, machten wir , wie schon im letzten Jahr Stopp beim Freedomtheater in Jenin (<a href="http://www.thefreedomtheatre.org" target="_blank" rel="noopener">http://www.thefreedomtheatre.org</a>) , bei der Canaan Fairtrade Companie (<a href="http://www.canaanfairtrade.com" target="_blank" rel="noopener">www.canaanfairtrade.com</a>) und bei den Samaritern auf dem Berg Garizim. In Nablus haben wir auch die wundervolle Knafeh gegessen.</p>
<p><figure id="attachment_3581" aria-describedby="caption-attachment-3581" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3581" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Priester-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Priester-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Priester-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3581" class="wp-caption-text">der Priester der Samariter mit den &#8222;heiligen&#8220; Thora-Rollen</figcaption></figure></p>
<p>Ich verweise gerne auf meine Berichte in meinem Blog. <a href="http://marius-blog.de/blog/freedomtheater-jenin-theater-des-widerstandes/" target="_blank" rel="noopener">Hier der Bericht vom letzten Jahr,</a></p>
<p>Gegen 19 Uhr kamen wir in unserer Unterkunft für die nächsten 5 Nächte an, gespannt was uns die nächsten Tage bringen wird.</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Zu sagen: Die Schrift ist erfüllt, bedeutet einen Anspruch für uns. Unsere enge und ausgrenzende Glaubenslehre wird in Frage gestellt. Wir sind herausgefordert, mehr mit-leidende und Christus-ebenbildliche Menschen zu werden.</em><br />
Von Naim Stifan Ateek</p>
<p><em> </em></p>
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			</item>
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		<title>Zur Knafeh gehören die Teignudel</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/zur-knafeh-gehoeren-die-teignudel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 19:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Artas]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Der regelmäßige Leser meines Blog`s weiß es&#8230;.ich bin der arabischen Knafeh „verfallen“: denn wer einmal Knafeh probiert hat (besonders die im arabischen Raum unbestritten „Beste“ aus Nablus, will nicht mehr aufhören zu essen. „Vorsicht Suchtgefahr!“ <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zur-knafeh-gehoeren-die-teignudel/" title="Zur Knafeh gehören die Teignudel">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der regelmäßige Leser meines Blog`s weiß es&#8230;.ich bin der arabischen Knafeh „verfallen“: denn wer einmal Knafeh probiert hat (besonders die im arabischen Raum unbestritten „Beste“ aus Nablus, will nicht mehr aufhören zu essen. „Vorsicht Suchtgefahr!“<br />
Gestern war ich in der Altstadt von Beit Sahur (einem Nachbarort von Bethlehem) unterwegs. Als ich durch eine offene Türe sah entdeckte ich Berge der dünnen gelblichen Teignudeln, die zur Knafeh gehören wie der (Ziegen-)Käse. Bei mir war Emad der, dank seiner arabischen Muttersprache um Erlaubnis bitten konnte, dass wir uns einmal umsehen konnten. Hier wird also die Teignudel hergestellt aus Mehl, Wasser, Fett, einem „Stabilisator“ der wie das spezielle Farbmittel aus der <a href="http://marius-blog.de/blog/ein-ausflug-nach-nablus-mit-viel-knafeh-und-kleinen-hindernissen/" target="_blank">„Knafeh-Hochburg“ Nablus </a>stammt.</p>
<p><figure id="attachment_3440" aria-describedby="caption-attachment-3440" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3440" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3440" class="wp-caption-text">auf dem großen Rad im Hintergrund werden die Teigfäden glatt gestrichen</figcaption></figure></p>
<p>Der fertige Teig wird dann durch extra gefertigte dünne Düsen gepresst, so dass dünne Fäden entstehen. Diese wiederum werden auf einem großen Rad (1m im Durchmesser) verteilt verteilt und jeweils auf etwa einem halben Meter Länge geschnitten. Die Portionen, die für die Knafeh genutzt werden, kommen dann in einer Mischmaschine gleichenden Trommel, werden mit dem gelben Farbstoff vermengt und anschließend eine Nacht zum trocknen ausgelegt. Anschließend werden die harten Nudeln zerkleinert. Diese Nudelmasse kommt dann auf beide Seiten des Käses der unter Feuer erhitzt und zum Schmelzen gebracht wird. Das ganze wird mit Zucker (Rosen-) Wasser je nach Geschmack gesüßt.</p>
<p><figure id="attachment_3441" aria-describedby="caption-attachment-3441" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3441" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3441" class="wp-caption-text">in der &#8222;Trommel&#8220; wird der Teig mit der gelben Farbe vermengt.</figcaption></figure></p>
<p>Hier wurden im Übrigen neben den „Fadennudeln“ für die Knafeh(die man bei uns in</p>
<p><figure id="attachment_3442" aria-describedby="caption-attachment-3442" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3442" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3442" class="wp-caption-text">&#8222;Teig-Nester&#8220; bereit zum füllen</figcaption></figure></p>
<p>Deutschland auch in türkischen Läden bekommt), auch kleine „Nudelnester“ hergestellt, die dann mit allerlei leckerem (Honig, Nüsse, Pistazien etc) gefüllt werden können.</p>
<p>Ein interessanter Einblick in ein Handwerk, dass den jungen Mann (etwa 30 Jahre alt), und seinem Bruder ein sicheres Einkommen garantiert, denn Süßes essen alle Palästinenser (wie ich auch&#8230;.), für ihr Leben gerne.</p>
<p><strong>Schwester Valeria: „Das Leben dreht sich bei uns um das Menschliche“</strong></p>
<p><figure id="attachment_3443" aria-describedby="caption-attachment-3443" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3443" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3443" class="wp-caption-text">Schwester Rosa (re) mit Anja</figcaption></figure></p>
<p>Auch gestern habe ich noch einen kleinen Abstecher in das wunderschöne Artas-Tal gemacht. Dort wollte ich nach der „Blitzbegegnung“ am Sonntag, Schwester Rosa noch einmal treffen. Leider hatte sie auch heute wenig Zeit, konnte Anja, Emad und mir noch kurz die Geschichte des Klosters erzählen, das Anfang letzten Jahrhunderts gegründet wurde. Derzeit sind 5 Schwestern eines italienischen Ordens hier. Schwester Rosa stammt aus Argentinien, zwei Schwestern kommen aus Indien, Schwester Valeria aus Jordanien. Sie ist seit mehr als 50 Jahren hier vor Ort, hat also auch die zeit der Besatzung vollständig mit bekommen. Sie erzählte uns, das sie bevor die Trennungsmauer errichtet wurde, noch regelmäßig nach dem 10 km entfernten Jerusalem fahren konnte. Dies sei heute für sie, als Jordanierin nicht mehr möglich. Verstehe so etwas wer will, eine 72 jährige Schwester darf nicht zu den christlichen Stätten in Jerusalem: Sicherheitsgründe oder doch nur Schikane.</p>
<p><figure id="attachment_3444" aria-describedby="caption-attachment-3444" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3444" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3444" class="wp-caption-text">die Quelle in Artas hilft bei Wassermangel</figcaption></figure></p>
<p>Und wie soll man es bezeichnen das die Menschen im Dorf Artas, wie wir hörten, oftmals wochenlang kein Wasser haben, obwohl sie in einem der wasserreichsten Gegenden von Palästina leben, obwohl mitten im Dorf eine Quelle selbst in den heißesten und trockensten Sommer nicht versiegt. Man kann sicher sein, dass die israelische Siedlung Efrat deren Bewohner von der Höhe in das grüne Tal schauen, keinen einzigen Tag ohne fließend Wasser auskommen müssen</p>
<p>Am Kloster befindet sich ein Kindergarten in dem nicht nur die Kinder aus dem, dem Kloster gegenüberliegenden großen Dorfes Artas gehen, sondern auch Kinder aus dem 5 km entfernten Dorf Al Khadir. Insgesamt sind dort etwa 80 Kinder (im Alter von 4-5 Jahren) unter fachkundiger (palästinensischer) Betreuung. Schwester Rosa betreut an der Klosterpforte eine Krankenstation, einige Bewohner des Ortes helfen den großen Klostergarten zu bearbeiten und können die Erträge auf den Märkten der umliegenden Gemeinden verkaufen. Der Erlös dient als eigene Verdienstquelle. Immer ausgebucht sind auch die Volontärstellen des Klosters, meist kommen junge Menschen aus Italien um hier ein Jahr mitzuarbeiten.</p>
<p><figure id="attachment_3445" aria-describedby="caption-attachment-3445" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3445" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3445" class="wp-caption-text">Schwester Valeria</figcaption></figure></p>
<p>Schwester Valeria erzählte uns zum Abschied auch von einem, wie sie es nannte „kleinen Wunder.“ Bei den Auseinandersetzungen zu Zeiten der 2. Intifada, kam es 2002 einmal zu einer Auseinandersetzung zwischen dem israelischen Militär und Jugendlichen aus dem Dorf, die sich hinter dem Kloster versteckt hatten. Auf einmal sei das Kloster in eine Wolke gehüllt gewesen, so das die Jugendlichen, unerkannt ,sich wieder in ihr Dorf begeben konnten.</p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Der Anteil der jüdischen Bevölkerung in Palästina stieg durch die Unterstützung Großbritanniens von 10 % im Jahre 1917 auf 17,7 % im Jahre 1931 und 28 % im Jahre 1939</strong></em></p>
<p>Aus: Reisehandbuch Palästina</p>
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		<title>Freedomtheater Jenin: &#8222;Theater des Widerstandes&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2016 19:56:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[freedom Theatre]]></category>
		<category><![CDATA[Jenin]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute machten wir uns auf den Weg (etwa 100 km) um vom See im Norden in das Zentrum von Palästina zu fahren: nach Jerusalem und Bethlehem. In Bethlehem werden wir bis zum Abflug am 3.11. <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/freedomtheater-jenin-theater-des-widerstandes/" title="Freedomtheater Jenin: &#8222;Theater des Widerstandes&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute machten wir uns auf den Weg (etwa 100 km) um vom See im Norden in das Zentrum von Palästina zu fahren: nach Jerusalem und Bethlehem. In Bethlehem werden wir bis zum Abflug am 3.11. in dem <a href="http://saintvincentguesthouse.com/en/" target="_blank">Gästehaus St. Vincent</a> übernachten.</p>
<p>Auf dem Weg in den Süden durch die von Israel besetzte Westbank, machten wir Stopps bei der Fairtrade Organisation Canaan, dem <a href="http://www.thefreedomtheatre.org" target="_blank">Freedomtheatre in Jenin</a>  , bei den Samaritern auf dem Berg Gerizim. In Nablus haben wir zur Mittagspause auch die wundervolle Knafeh</p>
<p><figure id="attachment_3151" aria-describedby="caption-attachment-3151" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3151" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/knafeh-300x225.jpg" alt="die wundervolle und so leckere Knafeh in Nablus" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/knafeh-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/knafeh-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/knafeh-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3151" class="wp-caption-text">die wundervolle und so leckere Knafeh in Nablus</figcaption></figure></p>
<p>gegessen. Mit dieser Fahrt haben wir das &#8222;Paradies&#8220; am See verlassen und stellen uns jetzt mehr der Realität. Dazu gehört die erste Erkenntnis, dass die Ruhe, die uns in den ersten drei Tagen meist umgab, einer lauten, hektischen Stimmung gewichen ist. Die im ganzen palästinensischen Raum zu findende Verschmutzung durch Plastikabfall gerät dem Besucher schmerzhaft in den Blick und ins &#8222;Gemüt&#8220;. Große Werbetafeln verschandeln die Städte und Landschaften und Kinder sieht man &#8222;wie Sand am Meer&#8220;, den die Palästinenser der Westbank, obwohl er nicht weit entfernt an der israelischen Mittelmeerküste zu finden ist, nie zu Gesicht oder &#8222;an die Füsse&#8220; bekommen.</p>
<p>Jetzt ist es ja so, dass ich an den beschriebenen Orten schon mehrmals mit den unterschiedlichen Gruppen war, so dass ich zum einen auf meine Berichte in diesem Blog verweisen möchte: <a href="http://marius-blog.de/blog/fair-gehandeltes-oel-und-eine-bierbrauerei-in-palaestina/" target="_blank">Fairtrade Canaan</a>, <a href="http://marius-blog.de/blog/widerstand-ist-nicht-nur-steine-schmeissen/" target="_blank">Freedomtheater </a>und auch die <a href="http://marius-blog.de/blog/widerstand-ist-nicht-nur-steine-schmeissen/" target="_blank">Samarither</a>. Dennoch möchte ich auf einige Details eingehen die mir heute besonders auffielen.</p>
<p><figure id="attachment_3149" aria-describedby="caption-attachment-3149" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3149" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Jonatan-660x330-300x150.jpg" alt="Jonathan" width="300" height="150" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Jonatan-660x330-300x150.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Jonatan-660x330.jpg 660w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3149" class="wp-caption-text">Jonathan Stabnczak</figcaption></figure></p>
<p>In Jenin hatten wir heute die Möglichkeit mit dem Mitbegründer des (neuen) &#8222;Freedom-Theatre&#8220; Jonathan Stabnczak zu sprechen. Er entstammt einer jüdischen Familie (seine Eltern leben in Israel)</p>
<p>Das Freedom Theatre TFT wurde 2005 im palästinensischen Flüchtlingslager bei Jenin wieder aufgebaut, nachdem das erste Theater 2002 von der israelischen Armee zerstört worden war. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen wird ein Raum geschaffen, in dem sich Phantasien entwickeln und andere Realitäten vorgestellt werden können. Neben dem Theater als Veranstaltungszentrum gibt es verschiedene Theater-, Zirkus-, Musik und Tanzgruppen. 2008 wurde die Schauspielschule des Theaters eröffnet, die seither jungen Menschen aus der Region eine Zukunftsperspektive im Schauspiel eröffnet. Auch die besondere Form des &#8222;Playback-Theaters&#8220; wird bei den Tourneen in Palästina genutzt. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Auseinandersetzung mit der Besatzungsmacht. Hier werden die Themen von den Besuchern vorgeschlagen (oder tatsächliche Erlebnisse/Geschichten erzählt) und von den Schauspieler/innen improvisiert &#8222;in Handlungen &#8222;übersetzt&#8220; gespielt werden. Dies ist eine kulturelle Alternative, kann aber auch die oft notwendige psychotherapeutische Behandlung ergänzen.</p>
<p><figure id="attachment_3150" aria-describedby="caption-attachment-3150" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3150" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/theater-1024x768.jpg" alt="Eingang zum Freedom-Theatre in Jenen" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/theater-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/theater-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/theater-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3150" class="wp-caption-text">Eingang zum Freedom-Theatre in Jenen</figcaption></figure></p>
<p>Es hat, so Jonathan nie ein Hauptziel für die kulturelle Arbeit des Theaters gegeben: „auch die Umwelt, in der wir leben, ändert sich ja ständig und so haben die Menschen, die im TFT arbeiten, das Verständnis, dass es weniger das Ziel sondern vielmehr die „Reise“ dahin interessant ist.“ TFT versteht sich als kultureller Widerstand, der &#8222;der breite Einsatz von Kunst, Literatur und traditionellen Praktiken zur Herausforderung oder Bekämpfung von ungerechten oder bedrückenden Systemen und / oder Machtinhabern im Rahmen von gewaltfreien Aktionen, Kampagnen und Bewegungen&#8220;</p>
<p>Das TFT erreicht in Palästina und auf der ganzen Welt ein großes Publikum. Seit seinem Start hat TFT über 100.000 Zuschauer und Teilnehmer an seinen Aktivitäten in Jenin und mindestens genauso viele auf seinen Tourneen in Palästina und auf der ganzen Welt beteiligt. Einige behaupten, dass die Teilnahme an den künstlerischen Aktivitäten einen tief positiven Effekt auf Gesundheit und Gesellschaft hat. Etwas so Jonathan was wir mit Sicherheit sagen können, ist, dass wir eine bedeutende Rolle bei der Förderung des internationalen Bewusstseins über die palästinensische und palästinensische Kultur gespielt haben.</p>
<p>Ansonsten brachte der Tag für diese Region den ersten &#8211; hier lange schon ersehnten (leichten) Regen seit 5 Monaten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em> </em></strong></p>
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		<title>Abrahamspfad 5: von Sebastia nach Nablus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2015 18:36:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
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					<description><![CDATA[Die antike königliche Stadt Sebastia, auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-5-von-sebastia-nach-nablus/" title="Abrahamspfad 5: von Sebastia nach Nablus">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die<strong> antike königliche Stadt Sebastia,</strong> auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, von dem aus man das heutige Sebastia sehen kann. Ausgrabungen in Sebastia haben ergeben, dass dort erstmalig in der Kupferzeit um 4000 v. Chr. gesiedelt worden war. Die Stadt selbst erreichte nie politische</em></p>
<p><figure id="attachment_2735" aria-describedby="caption-attachment-2735" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2735" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-300x200.jpg" alt="erst Kreuzfahrerkirche - dann Moschee" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2735" class="wp-caption-text">erst Kreuzfahrerkirche &#8211; dann Moschee</figcaption></figure></p>
<p><em>Bedeutung, bis König Omri seine königliche Stadt dort errichten ließ und sie Samaria nannte. Die sichtbaren Überreste de antiken Samaria sind unter anderem römische Gräber, ein hellenistischer Turm, eine severanische Basilika und die Türme am Herodion &#8211; Tor am Eingang einer Allee gesäumt von 600 Reihen auf beiden Seiten. Nach der religiösen Überlieferung wurde der Kopf von Johannes dem Täufer in Sebastia gefunden und zu seinen Ehren ist an dieser Stelle eine Kreuzfahrerkirche errichtet worden, welche später in eine Moschee umgewandelt wurde. </em></p>
<p>(aus: <a href="http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Nablus.html">http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Nablus.html</a>)</p>
<p>Wir waren also in einem geschichtsträchtigen Ort zu Gast. Hierauf hatte ja auch schon der Kommentar (am 23.10.) von meinem palästinensischen Freund Emad hingewiesen. Beim abendlichen Schlendern durch die schön restaurierte Altsstadt spürte man es: hier kommen öfters Touristen hin. Die Reaktionen der Einheimischen Bevölkerung, uns gegenüber, war lange nicht so intensiv wie in den anderen Dörfern in den letzten Tagen. Wir erfuhren aber auch das in den letzten Wochen wegen der Unruhen viele Gäste ausgeblieben waren. So sagte uns der Besitzer des größten Restaurants am Ort, dass noch heute eine Gruppe mit 40 Personen das Essen abgesagt hatte, insgesamt seien es in den letzten 4 Wochen mehr als 20 Gruppen gewesen, die nicht gekommen sind. Nachdem es schon im letzten Jahr wegen des Gazakrieges im Sommer, im Herbst viel wenigen Gäste gab, so ist der erneute Einbruch des Geschäftes eine „Katastrophe“ für den Familienbetrieb. Schon in der ersten (1988) und in der zweiten (ab 20009) Intifada war das Restaurant jahrelang geschlossen. Nicht destotrotz haben wir für einen bescheidenen Umsatz gesorgt: nach 6 Tagen ohne ein abendliches Bier, gab es her das Leckere, in Palästina gebraute Taybeh-Beer</p>
<p><figure id="attachment_2734" aria-describedby="caption-attachment-2734" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2734" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-300x200.jpg" alt="schöne Unterkunft" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2734" class="wp-caption-text">schöne Unterkunft</figcaption></figure></p>
<p>Wie ich gestern schon geschrieben habe waren wir in einem schönen Gasthaus untergebracht. Das Konzept der verantwortlichen des Abrahamspfades sieht u.a. vor das auch für die einheimische Bevölkerung sich Beschäftigungen ergeben. So werden hier in Sebastia für die insgesamt drei Gasthäuser Familien gebeten das Essen zu richten. Vor allem die ärmeren Menschen hier greifen dieses Angebot gerne auf, wie uns Zaid der örtliche Kontaktmann erklärte. Wir also zum Abendessen Gast in einer solchen Familien und genossen dort das leckere aber einfache arabische Mahl.</p>
<p>Nachdem Essen entspann sich eine Diskussion zur aktuellen Lage.</p>
<p><figure id="attachment_2736" aria-describedby="caption-attachment-2736" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2736" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-300x200.jpg" alt="beim Essen meist dabei: knusprige Falafel" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2736" class="wp-caption-text">beim Essen meist dabei:<br />knusprige Falafel</figcaption></figure></p>
<p>Zaid erzählte das in der vergangenen Nacht in Nablus (12 km von hier entfernt) etwa Hundert junge Menschen –wie immer Nachts- vom israelischen Militär aus ihren Häusern verschleppt worden sei. Selbst hier in dem so beschaulich wirkenden Örtchen Sebastia seien vorgestern Nacht drei junge Palästinenser (darunter ein guter Freund von Zaid verschleppt worden. Der Hintergrund sind keine konkreten Vorwürfe über eine Beteiligung an gewalttätigen Übergriffen, nein hier in Palästina reicht schon eine aktive Beteiligung an Protestaktion. So sind vor allem die Studenten, die -wie überall in der Welt- sich aktiv an politischen Protesten beteiligen, eine besondere Zielgruppe des israelischen Militärs. Nach Angaben von Zaid werden seit Beginn der aktuellen Konflikte jeden Tag zwischen 50 und 100 junge Menschen aus ihren Häusern verschleppt. Hierzu möchte ich nochmals auf den aktuellen Gastbeitrag verweisen.</p>
<p>So haben wir uns also heute Morgen, nach einer guten und ruhigen Nacht, begleitet von Zaid, aber etwas angespannter als in den letzten Tagen, auf die letzte Etappe dieses ersten Teilstückes des Abrahampfades in Palästina, von Sebastia nach Nablus gemacht. Wie gewohnt können Einzelheiten der Wegstrecke hier nachverfolgt werden.</p>
<p>Bis hier hatte ich den Text heute Morgen vor dem Frühstück geschrieben&#8230;.und es sollte dann doch alles ganz anders kommen als gedacht.</p>
<p><figure id="attachment_2737" aria-describedby="caption-attachment-2737" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2737" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-300x200.jpg" alt="auf dem Dorfplatz: allmorgendliche Kartenrunde" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2737" class="wp-caption-text">auf dem Dorfplatz:<br />allmorgendliche Kartenrunde</figcaption></figure></p>
<p>Nachdem Frühstück haben wir noch auf den schön gestalteten zentralen Platz in Sebastia einen Tee getrunken. Einen solch schönen Platz haben wir in den bisherigen Dörfern noch nicht gesehen, überhaupt machte diese Altstadt einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Als wir uns gegen 8.30 zu der etwa 10 km langen Tagesetappe aufmachten, hatte sich der Himmel schon zugezogen. Auf unsere Frage ob es heute regnen würde, meinte Zaid wahrscheinlich nicht. Als wir den Ortsrand von Sebastia erreicht</p>
<p><figure id="attachment_2738" aria-describedby="caption-attachment-2738" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2738" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-300x200.jpg" alt="da war die Welt &quot;noch in Ordnung&quot;" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2738" class="wp-caption-text">da war die Welt &#8222;noch in Ordnung&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>hatten kam ein heftiger Wind auf – ein Vorbote des Regen? Wir sind noch etwa 1 Stunde gegangen, auf einer Anhöhe erblickten wir schon die ersten Häuser von Nablus. Um uns herum waren mittlerweile ganz dunkle Wolken, in der Ferne hörten wir den Donner. Ein Gewitter schien sich anzubahnen. Wir begannen mit den notwendigen Vorbereitungen für den zu erwartenden Regen, hüllten unsere Rücksäcke in einen Regenschutz, hielten ein durchsichtiges</p>
<p><figure id="attachment_2739" aria-describedby="caption-attachment-2739" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2739" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-300x200.jpg" alt="der Anfang" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2739" class="wp-caption-text">der Anfang</figcaption></figure></p>
<p>Regencape griffbereit. Innerhalb von 5 Minuten setzte dann, begleitet von Sturmböen, ein wolkenbruchartiger Regen ein. Ich ging noch einige hundert Meter weiter, dort hatte ich ein Fahrzeug gesehen hinter dem ich ein wenig Schutz vor Wind und Regen suchte. Mit Mühe konnte ich das Cape überziehen. Zu dritt kauerten wir dann hinter dem Fahrzeug, der Regen war mit dicken Hagelkörnern gemischt. Nach etwa einer viertel Stunde, der Regen hatte an Intensität nicht nachgelassen, hielt ein schwerer LKW neben uns. Alfred hatte die tolle Idee den Fahrer zu fragen ob er uns ein Stück mitnehme könne&#8230;und es klappte. Mühsam, aber glücklich so diesem Unwetter zunächst entkommen zu sein kletterten wir in das hohe Führerhaus.</p>
<p><figure id="attachment_2740" aria-describedby="caption-attachment-2740" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2740" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-300x200.jpg" alt="...vom Ende für heute..." width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2740" class="wp-caption-text">&#8230;vom Ende<br />für heute&#8230;</figcaption></figure></p>
<p>Irgendwie entspann sich zwischen Zaid und dem Fahrer ein kleines Gespräch, da ging es darum wo wir herkommen, aber auch Frau Merkel war Thema im Zusammenhang mit ihrer Flüchtlingspolitik. Vielleicht war es sogar so, dass wir Frau Merkel und ihrem guten Image wegen der Aufnahme der syrischen Flüchtlinge verdanken durften aus dieser misslichen Lage zu entkommen.</p>
<p>In Nablus angekommen nahmen wir dann ein Taxi und waren gegen 11.00 Uhr (schon) an unserem heutigen Zielort, dort wo vor 5 Tage unsere Wanderung mit der Taxifahrt nach Rumana begann.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der schlechten Wetteraussichten für die nächsten Tage kamen wir in Diskussionen mit Zaid überein unser Pläne zu ändern. Statt in Aqraba  zu beginnen und in drei Etappen bis Auja zu wandern, werden wir nun morgen ins Jordantal nach Auja fahren und übermorgen von dort bIs Jericho wandern.</p>
<p>Im Übrigen erlebten wir die Situation hier in Nablus entspannt, die Menschen gingen am ersten Tag der neuen Arbeitswoche ihren Geschäften nach, hier im Hotel gab es eine Fortbildungsmeeting, Alltag eben(!?). Eine Enttäuschung gab es zum Abend: als ich mir gegen 17.45 noch eine Knafeh gönnen wollte, war der Laden leider schon geschlossen. Das wird sicherlich bei meinem nächsten Besuch nachgeholt&#8230;versprochen</p>
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		<title>Wandern auf den Spuren Abrahams</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2015 16:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich mit Alfred, einem Bekannten aus Berlin, von Jerusalem nach Nablus gefahren. Wir haben die öffentlichen Busse benutzt, von Jerusalem den 219 nach Ramallah, Fahrzeit heute 45 Minuten, von Ramallah nach Nablus <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wandern-auf-den-spuren-abrahams/" title="Wandern auf den Spuren Abrahams">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich mit Alfred, einem Bekannten aus Berlin, von Jerusalem nach Nablus gefahren. Wir haben die öffentlichen Busse benutzt, von Jerusalem den 219 nach Ramallah, Fahrzeit heute 45 <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2667" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus-225x300.jpg" alt="Nablus" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Minuten, von Ramallah nach Nablus mit einem orangen farbigen Service-Bus ebenfalls in etwa 45 Minuten. In Nablus haben wir uns im Al Yasmeen, einem schönen Hotel mitten in der Altstadt, einquartiert. Bei einem längeren Spaziergang durch den so lebendigen und farbenfrohen Souk in Nablus, spürten wir nichts von der anderen Orts so aufgeheizten und angespannten Stimmung. Oft Schall uns das &#8222;Welcome&#8220; entgegen, durften wir etwas probieren wurde ein kleiner Talk geführt. Da war es wieder, das was ich bei meinen vielen Aufenthalten immer wieder gespürt habe, es sind so freundliche Menschen hier&#8230;..und natürlich haben wir wieder die Zoo großartige Knäfeh probiert</p>
<p><strong><u>Der Abrahams Pfad</u></strong></p>
<p>Schon vor einigen Jahren hatte ich davon gehört, dass ein Teilstück <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2668" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte-190x300.jpg" alt="Karte" width="190" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte-190x300.jpg 190w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a>des Abrahamspfades durch Palästina führen soll. Der biblischen Überlieferung nach ist Abraham vor etwa vier Jahrtausenden von Ur am Euphrat in Mesopotamien &#8211; dem heutigen Irak &#8211; nach Haran in der heutigen Türkei und anschließend nach Kanaan (heutiges Palästina) gewandert.Von dort aus zog er weiter nach Ägypten und dann wieder zurück nach Kanaan, wo er in Hebron sesshaft wurde.<br />
&#8222;Abraham Path&#8220; ist ein Fernwanderweg, der das kulturelle Gedächtnis Abrahams im Nahen Osten verfolgt. Der Weg durchquert fünfzehn verschiedenen Regionen des Nahen Ostens und hat derzeit mehr als 1.000 Kilometer begehbare Wege in der Türkei,  Jordanien und eben in den Palästinensergebieten. Zwar gibt keine Hinweise auf die genaue Route der Reise von Abraham , wie es auch keine historische oder archäologische Beweise gibt, dass vor etwa 4000 Jahren ein Mann namens Abraham existierte. Abraham existiert heute jedoch in der Erinnerung und Traditionen aller Menschen im Nahen Osten und für Milliarden von Menschen außerhalb der Region.<br />
Ein von der Weltbank finanzierte Projekt &#8222;Abraham-Pfad / wirtschaftliche Entwicklung in strukturschwachen Gemeinden&#8220;, versucht, mit der Ausgestaltung der Infrastruktur (Unterkünfte, Wanderführer etc.) die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Westbank zu stimulieren.</p>
<p><span style="line-height: 1.5;"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2669" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1-212x300.jpg" alt="Karte1" width="212" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1-212x300.jpg 212w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1-724x1024.jpg 724w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /></a>Wir haben nun vor, ab morgen einige Etappen dieses Fernwanderweges zu gehen. Wegen der, durch die vielen Anschläge in der letzten Zeit, etwas unübersichtlichen Situation (in Israel und im Westjordanland) wollen wir zunächst nur die 5 Tagesetappen gehen, die nördlich von Nablus liegen. Den Bereich südlich von Nablus wollen wir meiden, da es hier in den vergangenen Wochen zahlreiche Zusammenstöße zwischen Siedlern und Palästinensern gegeben hat.Damit der Weg, den wir gehen wollen, besser „verfolgt“ werden kann, habe ich unter der Sparte &#8222;Verschiedenes&#8220; an der Kopfseite meines Blogs die detaillierte Beschreibung der 5 Tagesabschnitte hinein kopiert. Weitere Infos zum Abrahamspfad findet ihr </span><a style="line-height: 1.5;" href="http://www.abrahampath.org" target="_blank">hier</a></p>
<p>Hier noch ein ganz interessanter Reisebericht</p>
<p><a href="http://www.merkur.de/reise/bergwandern-spuren-urvaters-abraham-reise-zr-634186.html" target="_blank">http://www.merkur.de/reise/bergwandern-spuren-urvaters-abraham-reise-zr-634186.html</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Abschließende Anmerkung</strong></span></p>
<p>Ich hoffe das ich bei unseren Stationen in den nächsten Tagen immer einen Zugang zum Internet habe damit ich über unsere Erlebnisse zeitnah berichten kann.</p>
<p><figure id="attachment_2670" aria-describedby="caption-attachment-2670" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2670" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak-300x200.jpg" alt="Tabak aus Nablus" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2670" class="wp-caption-text">Tabak aus Nablus</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Ausflug nach Nablus mit viel „Knafeh&#8220; und „kleinen“ Hindernissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2014 08:32:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern bin ich mit Anja nach Nablus gefahren. Sie hatte dort einen Termin wegen der „Familienzusammenführung“ In Palästina. Doch dieser Vorgang ist ein ganz anderes Thema. Anja kommt aus Moers, ist mit einem palästinensischen Arzt <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ein-ausflug-nach-nablus-mit-viel-knafeh-und-kleinen-hindernissen/" title="Ein Ausflug nach Nablus mit viel „Knafeh&#8220; und „kleinen“ Hindernissen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern bin ich mit Anja nach Nablus gefahren. Sie hatte dort einen Termin wegen der „Familienzusammenführung“ In Palästina. Doch dieser Vorgang ist ein ganz anderes Thema. Anja kommt aus Moers, ist mit einem palästinensischen Arzt verheiratet und lebt derzeit mit ihrem Sohn Karim, der auch die pal. Staatsbürgerschaft besitzt, für ein halbes Jahr in Beit Jala. <a title="Gastbeitrag von Karim: Anreise nach Palästina bzw. Israel" href="http://marius-blog.de/blog/gastbeitrag-von-karim-anreise-nach-palaestina-bzw-israel/" target="_blank">Siehe auch den „Gastbeitrag“ von Karim in diesem Blog vom April diesen Jahres.</a> Karim geht in dieser Zeit hier auf die christliche Schule Talta Kumi. Hier soll er vor allem seine arabischen Sprachkenntnisse verbessern, aber auch mehr über das Heimatland seines Vaters Emad erfahren.</p>
<p><figure id="attachment_1981" aria-describedby="caption-attachment-1981" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0790.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1981" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0790-300x200.jpg" alt="durch die judäische Wüste" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0790-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/IMG_0790.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1981" class="wp-caption-text">durch die judäische Wüste</figcaption></figure></p>
<p>Gerne habe ich der Bitte von Anja entsprochen sie auf der doch – für hiesige Verhältnisse- langen Fahrt nach Nablus zu begleiten. Ich kennen Menschen aus Bethlehem die waren in ihrem Leben noch nie, oder nur ein oder zweimal im Norden ihres Landes. Die Fahrstrecke von Beit Jala nach Nablus beträgt etwa 80 km normaler weise muss man eine Fahrtzeit von etwa 1 ½ Std. einkalkulieren. Leider kann man mit einem pal. Nummernschild (Anja hat einen pal. Leihwagen) nicht die etwas kürzere und von den Straßenverhältnissen etwas einfachere Strecke durch Jerusalem nehmen. Die Strecke für alle Palästinenser die vom Süden in den Norden Palästinas wollen führt am Rande Jerusalems durch ein tiefes Tal in der judäischen Wüste hinein, auf dem Weg nach Jericho. Etwa 20 km vor Jericho (240 m unter dem Meeresspiegel) geht es wieder hinauf nach Ramallah und dann weiter nach Nablus.</p>
<p>Hier <a title="Von Neapolis(Neustadt) zu Nablus" href="http://marius-blog.de/blog/von-neapolisneustadt-zu-nablus/" target="_blank">weitere Berichte aus meinem Blog zu Nablus</a></p>
<p><figure id="attachment_1979" aria-describedby="caption-attachment-1979" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000792.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1979" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000792-300x225.jpg" alt="Olivenbäume soweit das Auge reicht" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000792-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000792.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1979" class="wp-caption-text">Olivenbäume soweit das Auge reicht</figcaption></figure></p>
<p>Auf der gut ausgebauten Straße 60, auf der auch die israelischen Siedler fahren, ging es dann zügig weiter bis nach Nablus. Unterwegs konnte man rechts und links der Straße geschätzte „Hundert-Tausende“ Olivenbäume sehen. Vereinzelt sahen wir Menschen in größeren Gruppen bei der Ernte. Wir fragten uns, ob wirklich alle diese unglaublich vielen Olivenbäume geerntet werden. Ich will dies auch in den nächsten Wochen in Erfahrung bringen, und ja auch selbst meinen „aktiven“ Beitrag zur Ernte leisten.</p>
<p>In Nablus angekommen fanden wir gleich eine Parkmöglichkeit mit einer Parkuhr (!). Wir wissen nicht ob die einheimischen die Parkuhr „bedienen“ „Politessen“ haben wir keine gesichtet. Wir haben jedenfalls bezahlt: für eine halbe Stunde 1 Schekel, etwa 20 Cent&#8230;..</p>
<p><figure id="attachment_1982" aria-describedby="caption-attachment-1982" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P10007611.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1982" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P10007611.jpg" alt="Knafeh:  Zum Schluss das Zuckerwasser" width="640" height="480" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P10007611.jpg 640w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P10007611-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1982" class="wp-caption-text">Knafeh: Zum Schluss das Zuckerwasser</figcaption></figure></p>
<p>Da der Mann, mit dem Anja verabredet war, noch in Jerusalem weilte haben wir uns in dem wirklich sehenswerten Souk der Altstadt von Nablus umgeschaut. Bereits letzte vorletzte Woche sind wir mit der Gruppe hier durch geschlendert, wollten vor allem den berühmtesten Knafeh-„Bäcker“ von Nablus finden was uns damals nicht gelungen ist. Heute mit Hilfe von Anja die Dank eines arabisch Kurses sich schon gut mit Fragen verständigen kann, haben wir die „berühmteste und beliebteste aller Knafeh-Bäcker in Palästina gefunden: die Al Aqsa Knafeh von Nablus.</p>
<p><figure id="attachment_1976" aria-describedby="caption-attachment-1976" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000765.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1976" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000765-300x225.jpg" alt="Teignudeln" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000765-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000765.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1976" class="wp-caption-text">Teignudeln</figcaption></figure></p>
<p>Hier stehen und sitzen die Menschen und großen Gruppen und essen die heiße und süße Köstlichkeit. Knafeh schmeckt süß, aber nicht so süß wie wir es z. B. von den türkischen Süßspeisen, die ja oft sehr Fett/Oel-haltig sind, kennen. Auf in Butter/Öl vermengten Teignudeln kommt ein spezieller rot gefärbter Zucker, darüber dann der Ziegenkäse (man kann wohl auch Mozarella nehmen) Das ganze wird dann erhitzt bis der Käse schmilzt. Zum Schluss wird das Blech gedreht, es kommt noch Zuckerwasser drauf und die Knafeh ist fertig. Her könnt ihr Euch den Vorgang in einem Film ansehen die Menschen.</p>
<p>Knafeh Nablus: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m76rMMF-eTM" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=m76rMMF-eTM</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdem wir uns an der Leckerei „gelabt“ hatten, (der Preis für eine Portion sagenhafte 4 Schekel) und auch für Karim, der in der Schule war, Knafeh „To go“ einpacken ließen, haben wir uns in ein großes Verwaltungsgebäude begeben wo Anja wegen Ihrer Familienangelegenheit erfolgreiche Gespräche führte.</p>
<p>So gegen viertel vor zwei wollten wir die Rückreise antreten&#8230;Leider sprang der Motor des Fiat-Pinto nicht an. Dank „Starthilfe durch Männer der nahegelegenen Polizeistation konnten wir die Rückfahrt doch beginnen. Leider kamen wir nicht soweit, einige Kilometer außerhalb von Nablus begann der Motor zu ruckeln, alle Lampen am</p>
<p><figure id="attachment_1980" aria-describedby="caption-attachment-1980" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000799.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1980" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000799-300x225.jpg" alt="&quot;Starthife&quot;  auf der Straße 60" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000799-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000799.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1980" class="wp-caption-text">&#8222;Starthife&#8220;<br />auf der Straße 60</figcaption></figure></p>
<p>Armaturenbrett leuchteten auf und wir mussten auf der sehr belebten Straße 60 eine Zwangspause einlegen. Anja sprach mit dem Autovermieter, der zusagte mit einem Ersatzauto zu kommen. Leider dauerte es von unserem ersten Anruf fast 3 Stunden bis auch wirklich der neue Wagen eintraf. In der Zwischenzeit kamen viele hilfsbereite Palästinenser die uns anboten den Schaden zu beheben. Allerdings wollte alle das wir in ihre Werkstatt kommen&#8230;.Zum Schluss kam auch ein Siedler, der uns als „nicht“ Palästinenser erkannt hatte und seine Hilfe anbot.</p>
<p>Gegen 21.00 Uhr waren wir dann mit einen neuen Cevrolet in Beit jala angekommen.</p>
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