<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mauer &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
	<atom:link href="https://marius-blog.de/schlagwort/mauer/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://marius-blog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Tue, 19 Nov 2019 19:39:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>Auf ein Neues</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/auf-ein-neues-2/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/auf-ein-neues-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Nov 2019 07:30:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=4416</guid>

					<description><![CDATA[Vom 23. November bis zum 3. Dezember plane ich meinen nächsten Aufenthalt in Israel&#38;Palästina. Neben den Kontakten zu liebgewonnen Menschen ist ein weiterer Grund meiner Reise, dass ich von Pater Matthias von der Abtei Dormitio <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/auf-ein-neues-2/" title="Auf ein Neues">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vom 23. November bis zum 3. Dezember plane ich meinen nächsten Aufenthalt in Israel&amp;Palästina. Neben den Kontakten zu liebgewonnen Menschen ist ein weiterer Grund meiner Reise, dass ich von Pater Matthias von der Abtei Dormitio geladen bin, den Studenten des <a href="http://www.dormitio.net/abtei/studienjahr/index.html">Theologischen Studienjahres</a> etwas über meine Erfahrungen und Erlebnisse in Palästina zu erzählen</p>



<p>Seit
meiner letzten Reise im März diesen Jahres hat sich die Situation in
der Region alles andere als beruhigt. Weiterhin gibt es wöchentlich
am Freitag (seit April 2018!!) Auseinandersetzungen an der Grenze am
Gazastreifen, bei der es regelmäßig Tote und Verletze gibt. Aber
auch in der Westbank und in Ostjerusalem gibt es ununterbrochen
Anschläge und gewalttätige Auseinandersetzungen mit Toten und
Verletzten.</p>



<p> Auch politisch ist Vieles unklar. Nach der Wahl im Frühjahr konnte keine Regierung gebildet werden, so dass im September erneut gewählt wurde. Die Bildung einer Regierung ist jedoch auch bis heute nicht gelungen. Nachdem der alte Regierungschef Netanyahu auch dieses Mal mit der Bildung einer Regierung erfolglos blieb, hat nun sein Kontrahent bei der Wahl, der ehemalige Militärchef Benny Gantz bis zu 20 November Zeit eine Regierung zu bilden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/8.4.-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3329" width="376" height="501" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/8.4.-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/8.4.-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 376px) 100vw, 376px" /><figcaption>Mauer am Rachels Grab, Bethlehem</figcaption></figure>



<p><br>Am 9. November hat unsere Kanzlerin, Angela Merkel, bei den Feierlichkeiten zum 30 Jahrestag des Mauerfalls, in Ihrer Rede gefordert:</p>



<p><em><strong>&#8222;Keine
Mauer, die Menschen ausgrenzt und Freiheit begrenzt, ist so hoch oder
so breit, dass sie nicht doch durchbrochen werden kann.&#8220;</strong></em></p>



<p><strong>Bundeskanzlerin
Angela Merkel am 9.11. 2019</strong></p>



<p>Darf
ich mich darauf verlassen, dass sie wirklich &#8222;Keine&#8220; Mauer
meint und somit&nbsp;auch jene unmenschliche, zwischen dem
anerkannten israelischen Staatsgebiet und&nbsp;den von Israel seit
1967 besetzten palästinensischen Gebieten, in Gaza durch
einen&nbsp;unüberwindbaren und durch&nbsp;Scharfschützen
gesicherten Gefängnis-Zaun, meinte? Es ist sicher kein Zufall,
dass&nbsp;auch für jene Mauer &#8222;Sicherheit der eigenen Bürger&#8220;
als Vorwand genannt wird, genauso&nbsp;wie bei der Berliner Mauer.</p>



<p>Wenn
Du willst, kannst du mich in den nächsten 10 Tagen ab dem 23.
November in Israel und Palästina begleiten. Du kannst teilhaben an
meinen Erlebnissen in dieser so aufregenden und schwierigen, aber
eben auch so schönen Region.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/auf-ein-neues-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 21:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Wallad off Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Wings of Hope]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=4283</guid>

					<description><![CDATA[Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/" title="&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen „Wings of Hope“, und zum Abschluss am Nachmittag ein Besuch in der der &#8222;Patriarchen-Stadt&#8220; Hebron, in der sich die Grabstätte Abrahams, des Stammvaters der Juden, Moslems und Christen befinden soll.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog über&nbsp;&nbsp;alle Programmpunkte, teilweise sehr ausführlich und mehrmals, schon geschrieben. Ich darf also, vor allem die neuen Leser/innen, auf die entsprechenden Links zu Beginn meines heutigen Tagesberichtes verweisen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4285" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;der größte Schlüssel der Welt&#8220; am Eingang zum Aida-Flüchtlings-Camp in Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Ich will mich also in meinem heutigen Bericht auf das aktuelle, von heute (bzw. aus den letzten Wochen) beschränken.</p>



<p>Der Tag war im Übrigen auch geprägt von einem Wettereinbruch, der einherging mit starkem Regen und Wind, vor allem aber auch mit stark gesunkenen Temperaturen (von unter 10 °C). Wie Faten uns erklärte, würden die Leute bei so einem Wetter, der den immer ersehnten Regen bringt, von einem &#8222;gesegneten&#8220; Wetter sprechen.</p>



<p>Die Besuche im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Aida-Camp (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alsharq.de/blog/zurueck-wohin-zum-palaestinensischen-recht-auf-rueckkehr" target="_blank">Aida-Camp</a> und auch im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wald-Off-Hotel (öffnet in neuem Tab)" href="http://walledoffhotel.com" target="_blank">Wald-Off-Hotel</a>, beide Einrichtungen liegen direkt an der 12m hohen Mauer, die Jerusalem von Bethlehem trennt, waren für die Gruppe beeindruckend. Für mich wurde durch das Gespräch mit einer Vertreterin Alle haben die Meinung vertreten, dass das Wetter sich der Stimmung, die diese beiden Versuche bei der Gruppe erzeugten, &#8222;prima ergänzten&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4286" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>wenn man im Wald-Off-Hotel aus dem Fenster schaut: sieht man die Mauer</figcaption></figure>



<p>Der Besuch im Zentrum Wings of Hope for Trauma <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/" target="_blank">https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/ </a>haben wir nicht nur etwas zur Arbeit mit und für traumatisierte Kinder und Frauen erfahren, wir haben auch durch einen Zwischenfall, am eigenen Leibe erfahren können was es heißt/heißen kann, hier in dieser so krisengeschüttelten Region im &#8222;normalen&#8220; Alltag zu leben. Gegen 13.30 hörten wir auf der Straße (das Büro liegt mitten in Bethlehem) Schüsse. Etwa 15 Minuten gingen Salven von Gewehrschüssen einher, mit Geschrei von aufgeregten Menschen, wilden Hupen der Autos und in Panik durcheinander laufende Menschen. Wir konnten das aus der 2. Etage unseres Meeting-Raumes gut beobachten. Dank der sozialen Medien, hatte Ursula Mukarker relativ schnell unsere spontane Befürchtung, das es hier wieder, wie sooft in Bethlehem, zu einer Eskalation zwischen israelischer Armee und Palästinensern, gekommen ist, zerstreut. Wie wir erfuhren, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gegeben hatte. Hintergrund war wohl die Tötung einer 31 jährigen 5-fachen Mutter durch den Ehemann, den die Familie der Frau &#8222;rächen&#8220; wollte. Der große Schreck über diesen Zwischenfall, der sich in unserer unmittelbaren Nähe ereignete, war uns allen nachhaltig in &#8222;die Glieder&#8220; gefahren. Trotzdem haben wir uns mit einiger Verspätung, noch auf den weg ins 25 km entfernte Hebron gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4289" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Plakat im Aida-Camp erinnert an den Tod eines 13jährigen -Jungen</figcaption></figure>



<p>Bedingt durch das wirklich schlechte, nasskalte Wetter, aber auch wegen der späten Anreise, haben wir das übliche Programm in Hebron stark gekürzt. Wir sind einen kurzen Weg durch die Altstadt zur Abrahams-Moschee gegangen. Die Gruppe hatte also nur ganz begrenzt die Möglichkeit, die Besonderheit und damit die Konfliktursache in dieser Stadt in &#8222;Augenschein&#8220; zu nehmen. </p>



<p>Ich will hier nicht verschweigen, dass wir auch in Hebron, als wir uns aus der Altstadt entfernten, Schüsse gehört haben. Welchen genauen Hintergrund sie hatten habe ich bis jetzt nicht in Erfahrung bringen können.</p>



<p>Ich möchte an dieser Stelle aber über ein Ereignis berichten, dass sich vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit der Stadt Hebron ereignet hat, in meinem Blog berichten.  Ende Januar 2019&nbsp;&nbsp; hat Israel die Ausweisung der Temporären Internationalen Präsenz in Hebron <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TIPH" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="(TIPH)  (öffnet in neuem Tab)">(TIPH) </a>aufgekündigt, und das Ökumenische Begleitprogramm Palästina Israel <a rel="noreferrer noopener" aria-label="(EAPPI) (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">(EAPPI)</a> hat daraufhin erklärt, dass es jetzt zu unsicher für sie sei, ihre Menschenrechtsbeobachter weiterhin in der Stadt zu stationieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4287" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Verkleidet in die Abraham-Moschee</figcaption></figure>



<p> Alle Apelle, auch der der Bundesregierung, die Entfernung der TIPH aus Hebron rückgängig zu machen um sicherzustellen, dass internationale Menschenrechtsbeobachter, Freiwillige und Aktivisten in der Lage sind, sicher in der Stadt zu arbeiten, haben bis heute nichts genutzt</p>



<p>TIPH &#8211; bestehend aus Norwegen, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Italien und der Türkei &#8211; wurde 1994 als Ergebnis der Osloer Abkommen gegründet, die die Notwendigkeit einer internationalen Beobachtertruppe in der Krisenstadt anerkennen, in der sich Siedler &#8211; die zu den gewalttätigsten und fanatischsten der gesamten israelischen Siedlerbewegung gehören &#8211; in der palästinensischen Bevölkerung niedergelassen haben; 1994 war auch das Jahr des Moscheemassakers von Ibrahimi.</p>



<p>Ende 2018 veröffentlichte die TIPH einen öffentlichen Bericht (in der Regel bleiben ihre Beobachtungen vertraulich), in dem über 40.000 Menschenrechtsverletzungen aufgeführt sind. Es sagte, dass Israel regelmäßig internationale und sogar israelische Gesetze verletzt. Im folgenden Monat, Januar 2019, kündigte Netanyahu an: &#8222;Wir werden die Fortsetzung einer internationalen Truppe, die gegen uns handelt, nicht zulassen&#8220;.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4288" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>in der Galerie im Banksy-Hotel gesehen: das Wasser steht bis zum Hals</figcaption></figure>



<p>Die &#8222;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freunde von Sabeel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.fvsabeel-germany.de/index.htm" target="_blank">Freunde von Sabeel</a>&#8220; deren deutsche Gruppe auch das Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; aus dem ich jeden Tag ein Zitat in diesem Blog veröffentliche, schreibt jede Woche: Jeden Donnerstag versammelt sich die Gemeinde in Jerusalem zum Abendmahl und zum Gebet. Ein Gebet, das in diesem Gottesdienst gebetet wird, wird auch an die Beter in aller Welt gesendet, damit in jeder Region um 12 Uhr das Gebet gebetet wird, damit eine Welle des Gebets rund um die Erde entsteht. Die Gebete haben zum Inhalt aktuelle Ereignisse der letzten Woche.</p>



<p><strong>Hier ein Auszug vom heutigen Tag</strong></p>



<p>Am Mittwoch, 6.März, wurden durch ein Feuer in ihrem Haus in Al Salaymeh, das zur Altstadt von Hebron gehört zwei palästinensische Kinder getötet. Die Feuerwehr wurde an einer Straßenblockade von Soldaten Israels aufgehalten; so war sie nicht in der Lage, die Kinder beizeiten zu erreichen. Als Nachbarn das Haus betraten und die Kinder herausholten, wurden sie an einem Checkpoint festgehalten, da sie die Kinder doch nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus bringen könnten. Wael Al Rajabi und Malak, ein vier-jähriger Junge und Malak, seine achtzehn Monate alte Schwester starben bei dem Unfall; ein Bruder erlitt schwere Verwundungen.</p>



<p><strong>Herr, wir beten für die Familie von Wael und Malak, die ihren Verlust betrauert; und wir beten für die Genesung ihres Bruders. Wir bitten, dass diese Tragödie die israelische Besatzungsmacht dazu bringt, nachzudenken, ob sie auch in Zukunft Notdienste davon abhält auf kritische Unfälle zu reagieren.</strong></p>



<p><strong>Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unsere Gebete.</strong></p>



<p><strong>und zum Schluss des heutigen Tagesberichtes das Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Daoud Nassar: „Die Gerechtigkeit wird siegen“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-die-gerechtigkeit-wird-siegen/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-die-gerechtigkeit-wird-siegen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 19:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=3592</guid>

					<description><![CDATA[Heute an unserem ersten Tag in Palästina hatten wir gemäß unserem Programm folgenden Plan: Gang zur Schutzmauer in Bethlehem. Besuch des Lajee-Centers im Aida-Flüchtlingscamp in Bethlehem. Besuch des „Banksy Walled-off-Hotel“. Fahrt nach Hebron und Besuch <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-die-gerechtigkeit-wird-siegen/" title="Daoud Nassar: „Die Gerechtigkeit wird siegen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute an unserem ersten Tag in Palästina hatten wir gemäß unserem Programm folgenden Plan:</p>
<p><em>Gang zur Schutzmauer in Bethlehem. Besuch des Lajee-Centers im Aida-Flüchtlingscamp in Bethlehem. Besuch des „Banksy Walled-off-Hotel“.<br />
Fahrt nach Hebron und Besuch der Patriarchen Gräber. Gang durch die Altstadt, wenn möglich Gespräche mit Freiwilligen von EAPPI, eine Menschenrechts-Beobachtungs-Organisation des Weltkirchenrates. Anschließend werfen wir einen Blick in eine Glasbläser- und Keramikwerkstatt. Auf der Rückfahrt besuchen wir auf dem Weinberg der Familie Nassar das Friedensprojekt Tent of Nations.</em></p>
<p><figure id="attachment_3595" aria-describedby="caption-attachment-3595" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3595" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3595" class="wp-caption-text">Das &#8222;Wallet Off Hotel&#8220; mit der &#8222;besonderen&#8220; Aussicht</figcaption></figure></p>
<p>Ich möchte dem interessierten Leser/Leserin auch mal kurz Anteil nehmen lassen, wie sich ein solch umfangreiches Tagesprogrammes für den verantwortlichen Leiter denn auch tatsächlich realisieren lässt.</p>
<p>Ich erfuhr gestern Abend, das wir erst gegen 10 das kleine Museum im “<a href="http://walledoffhotel.com" target="_blank" rel="noopener">Banksy-Walled-Hotel</a>“ besichtigen können. Das bedeutet, wir können später nach Hebron fahren. Ebenfalls erfuhr ich durch unsere Guide Faten Mukarker, das das Gespräch mit Mitarbeitern des Lajee-Centers im Flpchtlings-Camp Aida, nicht stattfinden kann. Bedingt durch den Wechsel auf die Winterzeit (auch hier in Israel&amp;Palästina) geht gegen 17 Uhr die Sonne unter,, was bedeutet, das wir auch nicht zu spät auf den Weinberg kommen dürfen, weil wir sonst nichts mehr sehen. Da wir bedingt durch das riesige Verkehrschaos in Hebron was hohen Verkehrsaufkommen, viel Zeit bei der An- und Abreise brauchten, haben wir kurzer Hand auf den Besuch der Glasbläser- und Keramikwerkstatt verzichtet. Kurz gesagt, für mich als verantwortlicher Begleiter, bedeutet so ein tag auch einen immensen (zeitlichen) Druck. Aber wie es auch sei, diese Anspannung muss ich aushalten.</p>
<p><figure id="attachment_3598" aria-describedby="caption-attachment-3598" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3598" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3598" class="wp-caption-text">Im Herzen von Hebron:<br />eine Geisterstadt</figcaption></figure></p>
<p>Für die meisten in meiner Gruppe, haben die Erlebnisse heute, an der Mauer in Bethlehem und in Hebron besondere Wirkung entfaltet. Für Jedem der die Dimensionen der Mauer zum Ersten mal sah, konnte man die Überraschung und das Erschrecken förmlich ansehen. Noch stärker war die Reaktion in Hebron zu spüren. Dort, wo im Herzen der größten Stadt Palästina, bedingt durch 700 jüdische Siedler, eine Geisterstadt entstanden ist, wo schwerbewaffnete Soldaten durch die schmalen Gassen der Altstadt patrouillieren, war eine große Betroffenheit bei allen Gruppenmitgliedern zu spüren.</p>
<p>Früh am Morgen haben wir nach dem Gang an die Mauer, in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingslagers Aida, das im März im Hotel des großen, weltbekannten aber nach wie vor unbekannten britischen Street-Art-Künstler Banksy eröffnete Museum besichtigt. I<a href="http://marius-blog.de/blog/treffen-im-neuen-banksy-walled-off-hotel-in-bethlehem/" target="_blank" rel="noopener">ch habe über das neue Hotel schon im April berichtet.</a> Für die Realität bietet das Hotel ein eigenes Museum. Die Ausstellung informiert unter anderem mit einer Projektion auf einer Reliefkarte über die Rolle der Briten als Mandatsmacht in der Region, die Gründung des Staates Israel und die Geschichte des Sperrwalls, der Palästinenser heute hindert nach Jerusalem zu kommen.</p>
<p>Von der Stadt Hebron habe ich hier im Block schon oft berichtet, verweise da gerne auf mein Archiv. (siehe auch Link zum Beginn meines heutigen Blog-Beitrages)</p>
<p>Hier noch einige Zeit-Fakten zu Hebron:</p>
<p><strong>1968</strong> mieten sich eine Gruppe israelischer Juden in einem Hotelzimmer ein, angeblich um dort am Grab Abrahams das Pascha-Fest zu feiern. Vor Ort erklären sie das Hotel nicht mehr verlassen zu wollen.<br />
<strong>1978</strong> bewilligt die Knesset den Bau der in der Nähe von Hebron gelegenen Siedlung Kyryat Arba.<br />
<strong>1980</strong> übernehmen Bürger dieser Siedlung Häuser in der Altstadt  von Hebron die bis 1930 jüdischen Bewohnern von Hebron gehört hatten<br />
<strong>1984</strong> wird in der Altstadt die erste Siedlung gebaut.<br />
<strong>1994</strong> erschießt der jüdische Siedler Baruch Goldstein muslimische 29 Gottesdienstbesucher.Über 100 werden verletzt. Die  israelische Armee schließt daraufhin mit der Shuhada Straße die wichtigste Marktstraße Herbons. Den Palästinensern wird verboten ihre Läden zu öffnen</p>
<p>Sowohl in Bethlehem, als auch in Hebron war heute eine gewisse Anspannung zu verspüren. Größere Trupps von Soldaten, schwerbewaffnet zogen durch die Straßen. Den genauen Grund konnten wir nicht erkennen, aber vielleicht gab es ja auch gar keinen.</p>
<p><figure id="attachment_3597" aria-describedby="caption-attachment-3597" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3597" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3597" class="wp-caption-text">von den Israelis gebaut:eine breite Zufahrtsstraße zum Weinberg? Nein sie führt zur neuen Thora-Schule</figcaption></figure></p>
<p>Zum späten Nachmittag waren wir dann noch auf dem Weinberg. Auch hier verweise ich auf mein umfangreiches Archiv, welche mit dem Stichwort Weinberg leicht in meinem Blog gefunden werden kann. Heute konnte man den fortschritt am Bau der Thora-Schule „bewundern“. Es gibt nun eine breite Zufahrtstrasse die auch der Besucher zum Weinberg nutzen kann. Nach Aussagen von Daoud Nassar hat der Unterricht begonnen. Bleibt nun abzuwarten, ob und wenn ja welche Auswirkungen dieser Schulbetrieb auf den Weinberg haben wird.</p>
<p><figure id="attachment_3596" aria-describedby="caption-attachment-3596" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3596" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3596" class="wp-caption-text">Daoud Nassar</figcaption></figure></p>
<p>In gewohnter Weise hat uns Daoud die Mut machende Strategie für die Arbeit hier auf dem Weinberg vermittelt:</p>
<p>Wie er die negative Frustration in positive Energie umwandelt. Er ist sich sicher: „Die Gerechtigkeit wird siegen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Wir Juden sahen uns als einmalig in der Geschichte an, da wir unsere Existenz im Exil über 2000 Jahre aufrecht erhalten hatten, bevor die Rückkehr in die Heimat unserer Ahnen durch die Umstände, internationaler Übereinkommen und Schuldgefühle möglich wurde. Aber das ändert nichts daran, dass wir dennoch Kolonialisten wurden. Ideologische Vorstellungenund Verbindungen mit imperialistischen Staaten führten dazu, dass die Juden begierig waren, sich selbst als die Bastion der westlichen Zivilisation im „primitiven Nahen Osten“ zu sehen.</em></p>
<p>Von Rabbiner Jeremy Milgrom (Mitbegründer der <a href="http://www.stiftungbegegnung.de/home/veranstaltungen/vortraege-lesungen/vortrag-von-jeremy-milgrom-rabbis-for-human-rights/" target="_blank" rel="noopener">„Rabbis for Human-Rights“</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-die-gerechtigkeit-wird-siegen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Mauer in Bethlehem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/bethlehem/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/bethlehem/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 07:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=3067</guid>

					<description><![CDATA[Heute nun bin ich noch einmal in Bethlehem gewesen. Von Jerusalem gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit dem Bus 231 über Beit Jala oder mit dem Bus 234 bis zum großen Scheckpoint 300. Heute habe <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/bethlehem/" title="Die Mauer in Bethlehem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich noch einmal in Bethlehem gewesen. Von Jerusalem gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit dem Bus 231 über Beit Jala oder mit dem Bus 234 bis zum großen Scheckpoint 300. Heute habe ich mal wieder diese zweite Möglichkeit gewählt um „auf die andere Seite“ zu kommen. Auch hatte hatte ich wieder das große Glück einen sehr komfortablen Bus „erwischt“ zu haben. Auch bezüglich der palästinensischen „Busflotte“ hat sich in den letzten Jahren viel getan. Wenn es im Friedensprozess schon keine Entwicklung gibt&#8230;</p>
<p><figure id="attachment_3059" aria-describedby="caption-attachment-3059" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3059" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-1024x683.jpg" alt="moderne &quot;Busflotte&quot; im 234 er zum Checkpoint" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3059" class="wp-caption-text">moderne &#8222;Busflotte&#8220;<br />im 234 er zum Checkpoint</figcaption></figure></p>
<p>Ganz bewusst bin ich mal wieder zu Fuß durch die Sperranlage gegangen, wenn auch in die Richtung in der man zwar beobachtet, aber eben nicht kontrolliert wird. Auch hier gibt es die eisernen Drehkreuze, deren Metall vom hunderttausend maligen Anfassen blank und glänzend ist. Im mittleren Teil dieser mächtigen Grenzanlage, zwischen den beiden Gebäuden, hat man sogar eine kleine Grünanlage angelegt. Leider gelingt es – zu mindestens bei mir nicht- damit den insgesamt beklemmenden Eindruck &#8211; angesichts mächtiger Mauern und Wachtürme-zu „übertünchen“.</p>
<p><figure id="attachment_3060" aria-describedby="caption-attachment-3060" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3060" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-1024x683.jpg" alt="die &quot;Wallstreet&quot; in Bethlehem" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3060" class="wp-caption-text">die &#8222;Wallstreet&#8220; in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Kommt man auf die palästinensische Seite zeigt sich das übliche Bild. Man wird von wartenden Männern bedrängt: Rufe „you want Taxi to Nativity Church or Hebron“ schallen einem entgegen. Man hat den Eindruck, dass sich um die wenigen Touristen regelrecht „gestritten“ wird. Ich aber gehe mit entschuldigendem Blick weiter und nehme wieder das „Monstrum Mauer“ in all seiner Hässlichkeit und Bedrohung war. Von hier sieht man gut wie diese Mauer sich zwischen Jerusalem und Bethlehem drängt. Die Mauer von den Israelis als „Schutzwall“ bezeichnet mag psychologisch für die Israelis als Schutz gelten. Da sie aber an vielen Stellen „durchlässig“ ist, könnten arabische Terroristen ohne Probleme nach Israel gelangen. So wie es auch Tausende Palästinenser machen, die – ohne Arbeits-Permit- über die „grüne Grenze zur Arbeit nach Israel gelangen. <a href="http://marius-blog.de/blog/um-5-00-uhr-am-checkpoint-300-in-bethlehem/" target="_blank">Siehe meinen Bericht vom 21.10.2014</a>. Denn die Mauer verläuft zu 80% durch das Westjordanland und nicht auf der Grenze.</p>
<p><figure id="attachment_3061" aria-describedby="caption-attachment-3061" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3061" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-1024x683.jpg" alt="weltbekannt: Grafitti von Banksy" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3061" class="wp-caption-text">weltbekannt:<br />Grafitti von Banksy</figcaption></figure></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Banksy" target="_blank">siehe auch in Wikipädia: Banksy</a></p>
<p>Mir fällt wieder ein, dass sich gerade im letzten Jahr das <a href="http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/mauer-igh.html" target="_blank">Urteil des Internationalen Gerichtshof</a> in den Haag zum 10. Mal jährte, in dem diese Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland für illegal und völkerrechtswidrig erklärt wurde. Und dann verläuft die Sperranlage ja auch noch zu 80 % auf palästinensischen Grund und Boden&#8230;.</p>
<p>Ansonsten verstärkt sich auch im Zentrum von Betlehem das Gefühl das nur wenige Touristen „hinüber“ kommen. Auch in Jerusalem hatte ich in den letzten Wochen den Eindruck dass es in der Altstadt recht leer ist. Aber hier wirkt es schon fast erschreckend. Ein schneller Blick in die Geburtskirche, die derzeit wegen umfangreicher Bauarbeiten ein wenig entstellt wirkt, bestätigt den Eindruck. Dort, wo man sonst in einer langen Schlage Stunden warten muss um in die Geburtsgrotte zu gelangen, gibt es keinen der wartet. So kann ich schnell mal einen Blick aud die Stelle werfen, die für viele Christen, so besonders ist.</p>
<p>Mit Fatima habe ich mich nach zum späten Nachmittag noch im Ewaan-Restaurant getroffen. Diese schöne Gaststätte in einem der ältesten Häuser von Betlehem, wird von einem Ehepaar geführt mit dem Fatima befreundet ist. Sie hatte es mir schon vor Jahren empfohlen. Sie haben eine für hiesige Verhältnisse besondere Küche mit vielen Speisen in „Bio-Qualität“. Aber auch hier herrscht, so die Gastgeber „die totale Leere“ und das wohl seit Monaten. Jetzt hofft man auf die Festessen zur Graduierung und eben auf den Sommer.</p>
<p><figure id="attachment_3064" aria-describedby="caption-attachment-3064" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3064" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-1024x683.jpg" alt="auch das &quot;beliebteste&quot; Auto der Palästinenser: der deutsche Mercedes, muss mal in die Werkstatt" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3064" class="wp-caption-text">auch das &#8222;beliebteste&#8220; Auto der Palästinenser: der deutsche Mercedes, muss mal in die Werkstatt</figcaption></figure></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/bethlehem/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Mauer in Jerusalem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 May 2016 06:31:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Ost-Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=2907</guid>

					<description><![CDATA[In diesem Blog habe ich schon des Öfteren über die Mauer und die Grenzanlage berichtet, die zwischen Israel und Palästina seit 2002 errichtet wurde. Mein heutiger Bericht nimmt einmal die Mauer in den Blick die <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/" title="Die Mauer in Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Blog habe ich schon des Öfteren über die Mauer und die Grenzanlage berichtet, die zwischen Israel und Palästina seit 2002 errichtet wurde. Mein heutiger Bericht nimmt einmal die Mauer in den Blick die innerhalb Ostjerusalems erbaut wurde und Bewohner Jerusalems von ihrer eigenen Stadt ausgrenzt. Schaut man vom Ölberg aus Richtung Osten sieht man den Stadtteil Abu Dis am Osthang liegen. Normalerweise würde man nun die alte Jerichostrasse Richtung Osten fahren und wäre in wenigen</p>
<p><figure id="attachment_2912" aria-describedby="caption-attachment-2912" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/uni-abudis/" rel="attachment wp-att-2912"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2912" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Uni-AbuDis-300x200.jpg" alt="Eingang zur bekannten palästinensischen Universität AlQuds" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Uni-AbuDis-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Uni-AbuDis-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Uni-AbuDis-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2912" class="wp-caption-text">Eingang zur bekannten palästinensischen Universität AlQuds</figcaption></figure></p>
<p>Minuten in Abu Dis. Der Stadtteil ist vor allem wegen seiner Universität (AlQuds-Universität www.alquds.edu) aber auch wegen ihres Präsidenten, dem <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/2233" target="_blank">Philosophen Sari Nusseibeh</a> bekannt. Leider ist diese kurze Strecke seit 2004 durch den Mauerbau nicht mehr passierbar.</p>
<p>Also fuhr ich heute mit dem palästinensischen Bus 263 (für 6 1/2 Schekel) über die Straße 1 die Richtung Jericho/Totes Meer führt. Nach etwa 10 km sind wir rechts abgebogen. Dort liegt auch die größte israelische Siedlung Maàle Adummim (etwa 50.000Einw.) Insgesamt dauert dieser Umweg –je nach Verkehrslage zwischen 30 und 45 Minuten. Nun ist man in Palästina, aber eigentlich ja noch in (Ost-) Jerusalem. Von hier aus kann man mit den Service-Taxis nach Betlehem oder Jericho fahren. Einen –sicherlich auch wichtigen &#8211; Vorteil hat die erzwungene „Auslagerung“ eines großen Teiles von Abu Dis: so können an dieser großen Uni auch Studenten aus der Westbank studieren.</p>
<p><figure id="attachment_2913" aria-describedby="caption-attachment-2913" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/mauerabdis/" rel="attachment wp-att-2913"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2913" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauerabdis-300x200.jpg" alt="Ein wahres &quot;Monstrum&quot; die Mauer nicht nur hier in Abu Dis" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauerabdis-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauerabdis-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mauerabdis-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2913" class="wp-caption-text">Ein wahres &#8222;Monstrum&#8220; die Mauer nicht nur hier in Abu Dis</figcaption></figure></p>
<p>Aber für die Bewohner von Abu Dis bedeutet diese Ausgrenzung nicht nur lange Fahrtwege, benachbarte Freunde können nicht mehr so ohne weiteres besucht werden. Eine Fahrt nach Jerusalem, dessen Bürger sie ja eigentlich sind bedeutet immer auch lästige Kontrollen an dem Checkpoint, genauso wie ich sie schon oft erlebt habe wenn ich aus den palästinensischen Städten Bethlehem oder Ramallah nach Jerusalem fahre. Das es in den Jerusalemer Stadtteilen die von Palästinensern bewohnt werden so gänzlich anders aussieht als in den</p>
<p><figure id="attachment_2914" aria-describedby="caption-attachment-2914" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/tuere/" rel="attachment wp-att-2914"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2914" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Türe-200x300.jpg" alt="wenn es so einfach wäre: Graffiti aus der Mauer in Abi Dis" width="200" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Türe-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Türe-768x1152.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Türe-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2914" class="wp-caption-text">wenn es so einfach wäre: Graffiti aus der Mauer in Abi Dis</figcaption></figure></p>
<p>Stadtteilen der jüdischen Bevölkerung habe ich ja auch schon mehrfach hier berichtet. Die Straßen, ja die ganze Infrastruktur ist schlechter. Alles wirkt ungepflegter. Das kommt nicht von ungefähr. Im Jerusalemer Haushalt sind für die Unterhaltung der palästinensischen Stadtteile viel weniger Mittel vorhanden. Auch von der schlechteren Wasserversorgung habe ich schon des Öfteren berichtet.</p>
<p><figure id="attachment_2911" aria-describedby="caption-attachment-2911" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/russ-orthodoxe/" rel="attachment wp-att-2911"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2911" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/russ.orthodoxe--1024x683.jpg" alt="scheinbar so nah...und doch so weit: die russisch-orthodoxe Himmelfahrtskirche in AtTur von Abu Dis (hinter der Mauer) aus gesehen" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/russ.orthodoxe--1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/russ.orthodoxe--300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/russ.orthodoxe--768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2911" class="wp-caption-text">scheinbar so nah&#8230;und doch so weit: die russisch-orthodoxe Himmelfahrtskirche in AtTur von Abu Dis (hinter der Mauer) aus gesehen</figcaption></figure></p>
<p>Dank einer guten Suchmaschine habe ich im Internet noch einen Beitrag aus dem<a href="http://www.stern.de/politik/ausland/nahost-die-mauer-von-jerusalem-3509298.html" target="_blank"> Stern vom Januar 2004</a> gefunden. Er berichtete damals wie es war als die Mauer errichtet und Abu Dis geteilt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/die-mauer-in-jerusalem/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Battir: Hoffnungszeichen für ganz Palästina</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2015 19:05:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Wanderwege]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=2313</guid>

					<description><![CDATA[„Paradiese“ nennen die palästinensischen Bauern aus Battir, einem Dorf 10 km südlich von Jerusalem, ihre terrassierten Gemüsegärten. Bewässert werden sie noch heute wie schon zu uralter Zeit mittels eines römischen Aquädukts, das über weit verzweigte <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/" title="Battir: Hoffnungszeichen für ganz Palästina">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Paradiese“ nennen die palästinensischen Bauern aus Battir, einem Dorf 10 km südlich von Jerusalem, ihre terrassierten Gemüsegärten. Bewässert werden sie noch heute wie schon zu uralter Zeit mittels eines römischen Aquädukts, das über weit verzweigte Rinnen hangabwärts plätschert. Es handelt sich um eine Idylle in Betrieb, anerkannt von der Unesco seit Juni vergangenen Jahres als gefährdetes Weltkulturerbe. Seit Anfang diesen Jahres ist die Gefährdung praktisch vom Tisch.</p>
<p><figure id="attachment_2318" aria-describedby="caption-attachment-2318" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Terrassen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2318" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Terrassen-300x225.jpg" alt="die terrassierte Gemüsegärten in Battir" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Terrassen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Terrassen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Terrassen.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2318" class="wp-caption-text">die terrassierte Gemüsegärten in Battir</figcaption></figure></p>
<p>Der Plan der israelischen Militärverwaltung mitten durch die Terrassen die Sperrmauer zu ziehen ist durch einen Beschluss des Obersten Gerichtshof in Jerusalem verhindert worden. Der Erfolg ist auch einer ungewöhnlichen Koalition aus israelischen und palästinensischen Umweltschützern zu verdanken. Das dass nun juristisch gescheiterte Vorhaben – teils als mehrere Hundert Meter lange Mauer, teils als Hochsicherheitszaun geplant – eine einmalige Kulturlandschaft zerstört hätte, davon habe ich mich heute bei meinem Besuch in Battir selbst überzeugen können.</p>
<p><figure id="attachment_2317" aria-describedby="caption-attachment-2317" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Kran.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2317" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Kran-300x225.jpg" alt="An diesem Kran wird das Wasser für die Rinnen &quot;freigegeben&quot;" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Kran-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Kran-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Kran.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2317" class="wp-caption-text">An diesem Kran wird das Wasser für die Rinnen &#8222;freigegeben&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Ich hatte die Möglichkeit mit einigen Bewohnern des Dorfes zu sprechen. Alle sind sehr stolz über das Erreichte. Der Erfolg sei ein „Sieg für ganz Palästina“ Vor allem sei es ein Beleg dafür das etwas erreicht werden kann wenn Israelis und Palästinenser an einem Strang ziehen. Zum Abschluss vielfältiger Aktivitäten habe man am 25. Gedenktag zum Mauerfall in Deutschland eine gleiche Aktion gestartet wie in Berlin. Entlang der geplanten Sperrmauer stiegen 100 weiße Ballons in den Himmel.</p>
<p><figure id="attachment_2316" aria-describedby="caption-attachment-2316" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Bahnhof.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2316" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Bahnhof-300x225.jpg" alt="Battir liegt an der alten Bahnstrecke Tel Aviv-Jerusalem" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Bahnhof-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Bahnhof-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Bahnhof.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2316" class="wp-caption-text">Battir liegt an der alten Bahnstrecke Tel Aviv-Jerusalem</figcaption></figure></p>
<p>Die 5.000 Bewohner hoffen jetzt auf den Okotourismus als weitere Einnahmequelle.</p>
<p>Es wurde bereits ein Gästehaus bereit gestellt. Auch gibt es verschiedene Wanderwege in dieser herlichen Judäischen Berglandschaft. Ich bin heute von Battir einen wunderbaren Weg durch das Tal bis nach Beit Jala gegangen. Ein besonderes Erlebnis.<br />
Weitere Infos zu Battir unter <a href="http://www.battirecomuseum.org" target="_blank">www.battirecomuseum.org</a></p>
<p><figure id="attachment_2315" aria-describedby="caption-attachment-2315" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Weg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2315" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Weg-1024x768.jpg" alt="Von Battir nach Beit Jala" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Weg-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Weg-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Weg.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2315" class="wp-caption-text">Von Battir nach Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p>Ich möchte am heutigen 30. März aber auch an den palästinensischen Gedenktag: „Tag des Bodens“ erinnern. Am 30. März 1976 wurden bei Protestaktionen sechs junge Menschen getötet und viele Hundert verletzt. In Erinnerung an dieses Datum wird seither der Tag des Bodens in Palästina als Tag des Protests gegen die illegale israelische Besatzung, die fortlaufende Enteignung palästinensischen Landes und die zunehmende Judaisierung der palästinensischen Gebiete und v.a. Ost-Jerusalems begangen. Weitere Infos hierzu unter:<br />
<a href="http://www.kopi-online.de/wordpress/?cat=152">http://www.kopi-online.de/wordpress/?cat=152</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zwei Welten: Ostjerusalem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/zwei-welten-ostjerusalem/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/zwei-welten-ostjerusalem/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2014 06:11:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Ostjerusalem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=2026</guid>

					<description><![CDATA[Mehr als vier Jahrzehnte nachdem die Stadt „vereinigt“ wurde durch die israelische Armee 1967 ist die Stadt geteilt wie eh und je. Israelis und Palästinenser leben auf demselben Fleckchen Erde, und doch scheinen es zwei <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zwei-welten-ostjerusalem/" title="Zwei Welten: Ostjerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als vier Jahrzehnte nachdem die Stadt „vereinigt“ wurde durch die israelische Armee 1967 ist die Stadt geteilt wie eh und je. Israelis und Palästinenser leben auf demselben Fleckchen Erde, und doch scheinen es zwei unterschiedliche Planeten zu sein.</p>
<p>Vorige Woche hatten wir mit meiner Gruppe die Gelegenheit mit Yanif Mazor von der Gruppe Ir-Amim uns die Situation in Ostjerusalem etwas genauer anzusehen. S<a title="Am Rande der Wüste" href="http://marius-blog.de/blog/am-rande-der-wueste/">iehe auch Bericht vom 18.10.2014</a></p>
<p><figure id="attachment_2028" aria-describedby="caption-attachment-2028" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000506.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2028" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000506-300x225.jpg" alt="Yanif Mazor  (re)" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000506-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000506.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2028" class="wp-caption-text">Yanif Mazor (re)</figcaption></figure></p>
<p>Er führte uns an einige Stellen der Stadt von wo aus wir sowohl die seit 1967 gebauten 12 Siedlungen (man könnte auch von Stadtteilen sprechen) wie auch die alten palästinensischen Stadtteile sehen konnten. Grundsätzlich ist die Infrastruktur sehr unterschiedlich: bei den Israelis ist alles besser: Straßen, die Müllabfuhr, die medizinische Versorgung (Krankenhäuser), die Wasserversorgung, Schulen. Die Palästinenser, haben keine israelische Staatsangehörigkeit, viele haben noch aus der Zeit zwischen 1949 -67die jordanischer Staatsangehörigkeit , sind nicht nur deshalb in Israel Bürger 3. Klasse. Sie haben nur eine ID-Karte die sie als Bürger Ostjerusalems ausweist, können demnach auch nicht an der Parlamentswahl in Israel teilnehmen. An der Wahl des Stadtrates könnten sie teilnehmen, sie boykottieren diese Wahl und sind deshalb auch im städtischen Parlament nicht vertreten, können dort also auch in der Stadtpolitik nicht mitbestimmen.</p>
<p><figure id="attachment_1563" aria-describedby="caption-attachment-1563" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040057.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1563" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040057-300x225.jpg" alt="Jerusalem geteilt durch die Mauer, auf beiden Seiten wohnen Palästinenser...wer wird da vor wem geschützt" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040057-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040057-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1563" class="wp-caption-text">Jerusalem geteilt durch die Mauer, auf beiden Seiten wohnen Palästinenser&#8230;wer wird da vor wem geschützt?</figcaption></figure></p>
<p>Wenn die Palästinenser längere Zeit abwesend sind, verlieren sie das Recht in Ostjerusalem wohnen zu dürfen. Es besteht eine „Residenzpflicht“. Die Anwesenheit wird oft „kleinlichst“ überprüft. (z.B. Nachbarn befragt oder auch der Inhalt des Kühlschrank überprüft)</p>
<p>Trotz der restriktiven „Vertreibungspolitik“ der israelischen Stadtverwaltung konnte das große „Ziel“ der Stadtpolitik –den Anteil der Palästinenser zu verringern- bisher nicht erreicht werden, im Gegenteil. War der Anteil der Palästinenser in ganz Jerusalem 1967 noch 21 % so ist er heute bei 40 % (350 000 Einwohnern) und das trotz der ebenfalls „geburtenstarken“ orthodoxen Juden. Deshalb ist es nun der Plan der israelischen Politik ein „Großjerusalem“ zu schaffen in dem die drei große benachbarten &#8222;Siedlungsblocks&#8220; im Süden (Gush Etzion), Osten (Male Adumim) und Nordwesten (Giva`t Zeèv) zum Stadtgebiet hinzugefügt werden sollen.</p>
<p><figure id="attachment_2029" aria-describedby="caption-attachment-2029" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000510.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2029" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000510-300x225.jpg" alt="Hauszerstörung" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000510-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000510.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2029" class="wp-caption-text">Hauszerstörung</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie auch in den C-Gebieten im Westjordanland bekommen die Palästinenser in Ostjerusalem in der Regel keine Baugenehmigung (90 % Ablehnung), insgesamt wurden deshalb 2000 Häuser illegal gebaut, wofür eine Strafe (2000 Schekel) fällig wurde. Darüber ninaus muss das Haus Selbstzerstört werden oder die Zerstörungskosten sind zu zahlen.</p>
<p>Da wo Palästinenser Land haben und bauen könnten werden durch die Stadtverwaltung „Nationalparks“ eingerichtet und das Land der Palästinenser zum „Landeseigentum“ erklärt.</p>
<p>Am Problematischsten findet Yanif Mazor die „kleinen Siedlungen“ mit 100-150 Familien. Immer weder schaffen es die Siedler sich mitten in die palästinensischen Wohngebiete zu platzieren, erst als „Außenposten“ dann regulär. Oft sind diese Bewohner auch die radikalen Vertreter der Siedler.</p>
<p>Vielfach werden Grundstücke durch Siedler auch „legal“ erworben: es gibt unterschiedliche Methoden des „Erwerb`s“: 1. Grundstücke bei denen ein Familienmitglied in Kriminalfälle verwickelt ist du bereit ist mit finanziellem Gewinn zu verkaufen.</p>
<p>2.Grundstücke bei denen der Abrissbefehl kurz vor der Durchführung steht</p>
<ol start="3">
<li>Familien die hoch verschuldet sind und es werden auch Grundstücke gewaltsam erworben in dem der Druck auf die Bewohner so unerträglich wurde das sie auszogen.
<p><figure id="attachment_2030" aria-describedby="caption-attachment-2030" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000517.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2030" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000517-300x225.jpg" alt="der Beginn der Siedlung: &quot;Außenposten&quot;" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000517-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000517.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2030" class="wp-caption-text">der Beginn der Siedlung: ein &#8222;Außenposten&#8220;</figcaption></figure></li>
</ol>
<p>In seinem Büchlein „Kontrolle“ (Kleine Texte 47 erschienen im AphorismA-Verlag) schreibt Meir Margalit, ehemaliges Mitglied der Stadtregierung von Jerusalem: „<em>Es war nie die israelische Absicht , den palästinensischen Teil in die Stadt zu integrieren. Israel wollte das Land, nicht die Menschen. Die Geschichte Jerusalems in diesen mehr als 47 Jahren lässt sich treffend als Jahre der Diskriminierung beschreiben. Darum ist Jerusalem heute ein Pulverfass, bereit in jeder Minute zu explodieren“</em></p>
<p><em> </em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/zwei-welten-ostjerusalem/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Höre Israel – Jahwe unser Gott ist einer (Mose 5.6)</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/hoere-israel-jahwe-unser-gott-ist-einer-mose-5-6/</link>
					<comments>https://marius-blog.de/blog/hoere-israel-jahwe-unser-gott-ist-einer-mose-5-6/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2014 20:59:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[SiedlungenSchule]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Traumarisiert]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://marius-blog.de/?p=1900</guid>

					<description><![CDATA[Ich hatte ja schon gestern geschrieben, dass es unglaublich schwer ist, die Erlebnisse der Gruppe an einem Tag, in einem Report für meinen Blog zusammenzufassen. Auch heute an unserem sechsten Tag gab es so viel <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hoere-israel-jahwe-unser-gott-ist-einer-mose-5-6/" title="„Höre Israel – Jahwe unser Gott ist einer (Mose 5.6)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte ja schon gestern geschrieben, dass es unglaublich schwer ist, die Erlebnisse der Gruppe an einem Tag, in einem Report für meinen Blog zusammenzufassen. Auch heute an unserem sechsten Tag gab es so viel interessante Begegnungen und Erlebnisse, die, in der notwendigen und gebührenden Weise dargestellt, diesen Blog „sprengen“ würde. Ich werde also in dem heutigen Blog der interessierten Leserschaft einen ersten Überblick verschaffen und auf einzelne Begegnungen und Themen in den nächsten Wochen (ich werde nach Ende der Gruppenreise noch etwa vier Wochen im Land bleiben) ausführlicher eingehen.</p>
<p>Den Tag starteten wir mit dem Besuch der Einrichtung „Wings of Hope“, einer nicht staatlichen, gemeinnützigen Einrichtung, die 2011 gegründet, traumatisierten Menschen Hilfe und Unterstützung bietet. (<a href="http://www.woh-for-trauma.com">www.woh-for-trauma.com</a>) Ziel der Einrichtung ist es, traumatisierte Menschen aus der passiven Opferrolle herauszuhelfen und sie dabei zu unterstützen, Zukunftsperspektiven aufzubauen und neue Hoffnung zu gewinnen. „Aus Opfer werden Überlebenskünstler“</p>
<p><figure id="attachment_1902" aria-describedby="caption-attachment-1902" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000270.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1902" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000270-300x225.jpg" alt="Abfallverwertung: Löwe mit &quot;Spitzerresten&quot; gemacht" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000270-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000270.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1902" class="wp-caption-text">Abfallverwertung: Löwe mit &#8222;Spitzerresten&#8220; gemacht</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir in die katholisch (private) Schule nach Beit Jala gefahren. Dort erklärte uns der Direktor die Arbeit der Schule. Wir hatten die Möglichkeit uns die konkrete Arbeit in den verschiedenen Klassen anzusehen. Die Schule die auch einen Kindergarten und eine Vorschule integriert hat, geht wie alle Schulen in Palästina bis zu 12. Klasse. Anders als z. B. bei uns muss sich die Schule vollständig aus eigenen Mittel tragen (hierzu gehört auch der Beitrag der Eltern von etwa 800,-€ Schulgeld pro Schuljahr.</p>
<p>Um die Mittagszeit haben wir einen Laden mit Oliven-Holzschnitzereien besucht und dabei auch der Mauer „einen Besuch abgestattet“. Wir waren an einer Stelle, wo die Mauer bis zu 12 m hoch, ein Haus  (mit einer Pension mit 2 Geschäften) von drei Seiten einschließt. Es ist bedrückend von den Besitzern zu hören, dass sie seit dem Mauerbau im Jahre 2002, fast vollständig von Besuchern, und damit der einzigen Einnahmequelle abgeschnitten sind.</p>
<p>Am Nachmittag schließlich haben wir das Friedensprojekt „Tent of Nations“ den Weinberg der Familie Nassar (<a href="http://www.tentofnations.org" target="_blank">www.tentofnations.org</a>) besucht, den Ort wo für mich in „Sachen Palästina“ alles anfing. Hier war ich in 2012 für mehr als drei Wochen als Volontär tätig. Weiteres zum Friedensprojekt ist <a title="Zelt der Völker – Tent of Nations" href="http://marius-blog.de/karte/" target="_blank">hier</a> in meinem Blog zu lesen.</p>
<p><figure id="attachment_1903" aria-describedby="caption-attachment-1903" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000291.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1903" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000291-300x225.jpg" alt="Daoud Nassar zeigt uns das am 19.5.2014 durch das Militär zerstörte Gebiet der Obstplantage" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000291-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000291.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1903" class="wp-caption-text">Daoud Nassar zeigt uns das am 19.5.2014 durch das Militär zerstörte Gebiet der Obstplantage</figcaption></figure></p>
<p>Auch heute empfing uns Daoud Nassar, der geistige „Kopf“ der Familie Nassar, die seit mehr als 23 Jahren mit der israelischen Militärverwaltung einen Kampf um die Anerkennung des seit Anfang letzten Jahrhunderts im Besitz der Familie Nassar befindlichen 43 ha großen Gelände befindet. Sein Bericht über die Entwicklung und die derzeitigen Aktivitäten endete mit der Bemerkung „Wir schaffen Fakten ohne Waffen“</p>
<p>Anschließend sind wir dann in einer der mehr als 200 israelischen Siedlungen im Westjordanland gefahren, nach Efrat, etwa 5 km vom Weinberg der Familie Nassar entfernt. Dort waren wir mit einem Siedler, Ardie Goldmann (<a href="http://www.italkisrael.com" target="_blank">www.italkisrael.com</a>) verabredet. Er hat uns in dem ca. 75 minütigen Gespräch seine Sicht der Dinge -bezogen auf den großen Konflikt zwischen Israel und Palästina- dargelegt. Ich werde in einem „Blog-Spezial“ in der nächsten Woche auf das Gespräch näher eingehen. Gerhard aus unserer Reisegruppe, ein pensionierter evangelischer Pastor , hat zum Schluss des Gespräches, in dem die Reisegruppe die Möglichkeit hatte die „Denkensweise“ sicher vieler jüdischer Israelis zum Konflikt mit dem arabischen Nachbarn zu hören, mit dem Zitat aus dem Buch des Moses beendet:</p>
<p><figure id="attachment_1904" aria-describedby="caption-attachment-1904" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000304.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1904" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000304-300x225.jpg" alt="Ardie Goldmann mit seiner Sicht der Dinge" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000304-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000304.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1904" class="wp-caption-text">Ardie Goldmann mit seiner Sicht der Dinge</figcaption></figure></p>
<p><strong><em>Höre Israel – Jahwe unser Gott ist einer</em></strong> („für alle“ Gerhard)</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://marius-blog.de/blog/hoere-israel-jahwe-unser-gott-ist-einer-mose-5-6/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
