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	<title>Schwester Rosa &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Schwester Rosa: Es kommt auf den &#8222;Kern&#8220; an!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2019 21:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun sitze ich mal wieder nach einem langen Tag an meinem PC und denke wie schwer ist es auch heute wieder, dass&#160;&#160;Gesehene und Erlebte in (möglichst „überschaubare“) Worte zu fassen. Ich will es versuchen. Am <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/schwester-rosa-es-kommt-auf-den-kern-an/" title="Schwester Rosa: Es kommt auf den &#8222;Kern&#8220; an!">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Nun sitze ich mal wieder nach einem langen Tag an meinem PC und denke wie schwer ist es auch heute wieder, dass&nbsp;&nbsp;Gesehene und Erlebte in (möglichst „überschaubare“) Worte zu fassen. Ich will es versuchen.</p>



<p>Am Morgen haben wir dem allseits bekannten Weinberg der Familie Nassar einen Besuch abgestattet. Nachdem ja gestern das Wetter ganz „leidlich“ war, hatte es sich heute im Laufe des Vormittags wieder zugezogen. Auf dem Weinberg ging ein mächtiger unangenehmer kalter Wind, Gott sei dank war es (zunächst) trocken.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4307" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>trotz derzeit schlechtem Wetter, der Frühling kommt auch auf dem Weinberg</figcaption></figure>



<p>Zum Weinberg habe ich schon sooo viel geschrieben, (siehe auch die Links am Anfang des Textes, deshalb will ich von dem berichten, was mir am Vortrag von Daoud, der unsere Gruppe in Empfang genommen hatte, neu und besonders war.</p>



<p>Schon zu Hause hatte ich davon gehört das in der letzten Woche mal wieder ein „Abrissbefehl“ auf dem Gelände gefunden worden war. Es war das 31. Mal, dass auf diese unglaubliche Art und Weise ein gerichtliches Dokument einfach irgendwo hinterlegt wurde. Nun ist aber zum ersten Mal genau das passiert, was der Absender mit dieser Art der „Hinterlegung“ beabsichtigt&#8230;eben das der Adressat das Dokument nicht so rechtzeitig findet um&nbsp;&nbsp;gegen den Bescheid innerhalb von 45 Tagen Widerspruch einlegen zu können. Der aktuelle Abrissbefehl stammt vom 16. Dezember 2018, die Einspruchsfrist war Anfang Februar abgelaufen. Theoretisch könnte also jetzt an jedem Tag die mehr als 2.000 Weinstöcke (und denen galt der Abrissbefehl!!), die vor 2 1/2 Jahren gepflanzt wurden, zerstört werden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3596" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Daoud Nassar</figcaption></figure>



<p>Daoud ging auch noch einmal auf die letzte große Baumzerstörung im Mai 2014 ein. Damals wurden im Tal durch das Militär Hunderte von Obstbäumen zerstört, darunter zahlreiche Aprikosenbäume deren Früchte kurz vor der Ernte standen. Dmals hatte die Familie Nassar gegen diesen willkürlichen Akt vor Gericht auf Widergutmachung und Schadensersatz geklagt, der Schaden wurde damals auf mehr als 100.000 Dollar geschätzt. Damit ihre Klage bei Gericht angenommen werden konnte, mussten sie dort 7% des Streitwertes (also 7.000,- Dollar) bezahlen. Außerdem kamen Gutachter- und Anwaltskosten von 15.000,- Dollar hinzu. Sie haben also neben dem materiellen und körperlichen Schaden Geld zahlen müssen. Bis heute, fast 5 Jahre nach diesem Vorfall haben sie nichts mehr vom Gericht gehört.</p>



<p>Ganz allgemein zur Situation der Palästinenser meinte Daoud, dass oft die täglichen Provokationen in Form von Erniedrigung und Schikanen eine ganz bewusst gestellte „Falle“ seien, damit wir entweder gewalttätig reagieren oder eben so mürbe gemacht werden das wir unser Land verlassen. Das es den jüdischen Israelis verboten sei, die Städte der Zonen A zu betreten (auf den roten Schildern am Eingang der Zonen steht als Grund etwas von Lebensgefahr!) betrachtet Daoud als Maßnahme damit das „Feindbild“ aufrecht erhalten bleibt.</p>



<p>Meinen letzten Blogbericht bei meiner Reise im Herbst 2018 habe ich überschrieben mit &#8222;Ein Leuchtturm&#8220; für ganz Palästina. Gemeint war damit das Friedensprojekt &#8222;Tent of Nations&#8220;, für dessen beispielhaftes gewaltfreies Engagement Daoud Nassar, neben 14 anderen herausragenden Persönlichkeiten weltweit, der deutsche und der französische Staat den Menschenrechtspreis 2018 verliehen hat. Hier der Text der Laudatio:</p>



<p><em>Der 1970 geborene Aktivist Daoud Nassar setzt sich seit fast<br>20 Jahren mit seiner Nichtregierungsorganisation „Tent of Nations“ für die Verständigung zwischen Israelis und Pa- lästinensern ein. Auf dem Weinberg seiner Familie nahe Bethlehem betreibt er eine Fort- und Weiterbildungsstätte. Dort sensibilisiert er Besucher und Gäste für Fragen der Landenteignung und für die Auswirkungen des israelischen Siedlungsbaus auf Palästinenser, die im sogenannten „C- Gebiet“ des Westjordanlandes leben. Der Dialog mit Israelis und Palästinensern hilft dabei, mehr über die Situation der „anderen Seite“ zu erfahren. Das Leitmotiv seines Projektes mit dem Namen „Wir weigern uns Feinde zu sein“ hat dabei eine wichtige Signalwirkung. Viele israelische und internationale Freiwillige arbeiten in den Erntemonaten auf dem Weinberg seiner Familie. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz lebt Daoud Nassar vor, wie selbst unter widrigen Bedingungen eine Bleibeperspektive in diesen Gebieten erhalten werden kann.</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4312" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15.jpg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Preisverleihung im Dezember 2018 mit Vertretern des deutschen Büros in Ramallah und der Familie Nassar</figcaption></figure>



<p>Im Anschluss an unseren Besuch auf dem Weinberg haben wir uns in das nahegelegene <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Dorf Battir (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/unesco-welterbe-battir-kulturlandschaft-auf-umkaempftem.691.de.html?dram:article_id=290037" target="_blank">Dorf Battir</a> gemacht. Auch von diesem Dorf habe ich schon im letzten Jahr berichtet. Es ist ein landschaftlich wunderschön gelegener Ort, der auch deshalb bekannt geworden ist, weil israelisch und palästinensische Umweltschützer erreicht haben, dass ein lange gehegter Plan der Militärverwaltung, quer durch die weltbekannten Wasserterrassen (seit 2014 auch UNESCO-Weltkulturerbe) die Mauer zu bauen, auf ihre Initiative hin durch das obersten israelischen Gericht untersagt wurde. In diesem Zusammenhang möchte ich kurz berichten, über die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Israel (USA) und der UNESCO. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4308" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wasserterrassen von Battir: UNESCO Weltkulturerbe</figcaption></figure>



<p><br> Seit 2014 ist Palästina Mitglied in der UN (Kultur-)Organisation UNESCO. <br>Die ist die Organisation der Vereinten Nationen die für Bildung, Wissenschaft und Kultur zuständig ist und auch besondere Orte in aller Welt zu &#8222;Weltkulturerbe&#8220; erklärt. Nachdem bereits 2014, kurz nachdem Palästina als Mitglied aufgenommen wurde, die Geburtskirche in Bethlehem diese besondere Auszeichnung bekam und im folgenden Jahr auch die Wasserterrassen von Battir mit dieser Auszeichnung geehrt (aber auch geschützt ) wurden, hat die im Jahr 2017 erfolgte Ehrung der Altstadt von Hebron (einschließlich der Abrahams-Moschee) vor allem bei der Regierung in Israel (aber auch in den USA) für große Aufregung und letztlich zum gemeinsamen Austritt aus diese UN-Kommission geführt, der zu Beginn dieses Jahres nun vollzogen wurde. In einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Beitrag von DLF-Kultur  (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/geschichtskampf-um-hebron-ein-welterbe-nur-der.979.de.html?dram:article_id=423667" target="_blank">Beitrag von DLF-Kultur </a>werden die Hintergründe dieser Auseinandersetzung genauer &#8222;beleuchtet&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4309" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>dieser  große Wasserspeicher speist das Bewässerungssystem der Terrassen</figcaption></figure>



<p>Leider hat es in Battir ganz fürchterlich angefangen zu regnen, so dass wir mehr als drei Stunden im einzigen örtlichen Restaurant „festsaßen“. Als wir endlich diesen Ort verlassen konnten, kamen uns Sturzbäche und Schlammfluten auf der Straße entgegen, wirkliche Naturgewalten die wir hier und heute erlebten.</p>



<p>Zum späten Nachmittag haben wir noch Schwester Rosa in ihrem Kloster im schönen Artas-Tal besucht. Nachdem sie uns die Kirche gezeigt und von ihren Aktivitäten hier vor Ort erzählt hatte, u.a. bieten sie einen Kindergarten für die vielen muslimischen Kinder des benachbarten Dorfes Artas an, gab sie uns noch etwas grundsätzliches mit auf den weiteren Weg hier in Palästina aber auch für den weiteren Lebensweg ganz allgemein. Wir sollten möglichst immer zum &#8222;Kern&#8220; vorstoßen. Nicht die Gebäude, oder die vielen Details, die wir auf so einer Reise sehen und wahrnehmen sind ausschlaggebend, es komme immer auf den Kern an. Den sollten wir immer suchen, auf den sollten wir uns immer konzentrieren. Für sie als religiöse Frau ist es alles was mit Gott zu tun hat. In dem sie gegenüber ihren Mitmenschen, egal welchen Glaubens, immer versucht als menschliche Christin eine gute Botschafterin des christlichen Glaubens wahrgenommen zu werden, hofft sie auch ihren Mitmenschen Gottes Güte und Liebe zu vermitteln. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3869" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>das wunderschöne Kloster &#8222;zum verschlossenen Garten&#8220; (Hortus Conclusus)</figcaption></figure>



<p>Ich hatte es glaube ich schon einmal beschrieben, über welch tolle Stimme Rosa verfügt. In der Kirche hat sie uns mit glockenreiner Stimme das weihnachtliche Lied &#8222;Stille Nacht, heilige Nacht&#8220; vorgesungen, es war wunderbar. Schwester Rosa ist aber nicht nur eine tolle Sängerin, eine gläubige Frau, ein quicklebendige Argentinierin sie hat auch erzieherische Kompetenzen. Sie erzählte uns, dass einige Bewohner von Artas, an der Krankenstation, die nahe am Kloster gelegen, zur medizinischen Erstversorgung der Dorfbewohner, genutzt wird, Müll abgeladen haben. Als Konsequenz hat sie die Krankenstation geschlossen, bis die Bewohner den Müll beseitigt haben.</p>



<p></p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Wer seinen Freund zu Unrecht verdächtigte, soll ihn gleich um Verzeihung bitten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em>(Talmud – Bavli Berachot 31)<br></p>
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		<title>Pessach-Fest in Israel = demütigende Zustände in Hebron/Palästina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2018 19:28:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Artas]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
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					<description><![CDATA[An und für sich wollten wir heute an einer Informationstour der Gruppe Machsom Watch teilnehmen. Roni Hammermann sprach letzte Woche davon, dass diese Tour an die „Nahtstellen“ gehen würde, nämlich die Orte in Palästina, wo <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/pessach-fest-in-israel-demuetigende-zustaende-in-hebronpalaestina/" title="Pessach-Fest in Israel = demütigende Zustände in Hebron/Palästina">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An und für sich wollten wir heute an einer Informationstour der Gruppe Machsom Watch teilnehmen. Roni Hammermann sprach letzte Woche davon, dass diese Tour an die „Nahtstellen“ gehen würde, nämlich die Orte in Palästina, wo die Menschen durch den Zaun/Mauer von ihren Feldern getrennt sind. Hier kann es dann vorkommen, dass der Checkpoint morgen nur zu einer bestimmten (kurzen) Zeit geöffnet wird, dann erst wieder am Abend. Oft eben auch gar nicht, also eine totale Abhängigkeit von den „Launen&#8220; der israelischen Besatzer. Gestern bekamen wir von den Veranstaltern die Nachricht, dass vor dem Hintergrund der vielen Unruhen in der Westbank, wegen der schlimmen Vorfälle an der Grenze zum Gazastreifen, man sich aus Sicherheitsgründen entschlossen habe, die Tour nicht durchzuführen. Schade aber doch sehr nachvollziehbar.<br />
Machsom Watch (MW) hatte mir im Vorfeld mitgeteilt, dass auch viele Israelis an dieser Tour teilnehmen, für viele das erste Mal das sie die Region der Westbank besuchen. Durch die Erlebnisse motiviert haben sich anschließen viele zur Mitarbeit bei MW entschlossen.</p>
<p><figure id="attachment_3870" aria-describedby="caption-attachment-3870" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3870" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3870" class="wp-caption-text">schöne, fruchtbare Landschaft auf dem Weg nach Hebron</figcaption></figure></p>
<p>Spontan haben wir uns dann heute entschlossen, den vor einigen Tagen geplanten Besuch in Hebron (den wir am Tag nach den Vorfällen an der Gaza-Grenze ebenfalls aus Sicherheitsgründen abgesagt hatten) heute nachzuholen. Mit einem Service-Taxi sind wir dann von Bethlehem in einer guten halben Stunde nach Hebron gefahren. Auch hier weiß der/die regelmäßige Leser/in, dass ich schon sehr oft in dieser größten Stadt in der Westbank war, die so sehr geprägt ist von täglichen Auseinandersetzungen zwischen den 7-800 Siedlern und den dort lebenden Palästinensern. Es fängt immer so unspektakulär an. Man erreicht eine große Stadt die geprägt ist von vielen Autos, Geschäften und eben vielen, vielen (oft junge) Menschen. Und dann kommt man an die stelle wo es plötzlich anders wird, wo die Geschäfte geschlossen sind wo man durch einen stark gesicherten Checkpoint muss und dann steht man gefühlt in einer „Geisterstadt“.</p>
<p><figure id="attachment_3861" aria-describedby="caption-attachment-3861" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3861" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3861" class="wp-caption-text">der Eingang zur Altstadt von Hebron heute militärisch gesichert</figcaption></figure></p>
<p>Wir hatten uns zunächst mit Mitgliedern der Gruppe <a href="https://hyas.ps/issa-amros-trial/" target="_blank" rel="noopener">„Youth Against Settlemans“</a> verabredet. Wir sprachen mit dem Bruder des auch in Deutschland bekannten Aktivisten Issa Amro, Achmed. Issa ist wegen einer schweren Erkrankung zur Behandlung in Malaysia.Er wurde vor Jahren von den Vereinigten Nationen zum &#8222;Menschenrechtsverteidiger des Jahres&#8220; gewählt. Issa war Ende letzten Jahres wegen (gewaltfreier) Protestaktionen inhaftiert worden. Nach weltweiten Interventionen (auch in Deutschland hatte <a href="https://www.amnesty.de/mitmachen/brief-gegen-das-vergessen/farid-al-atrash-und-issa-amro" target="_blank" rel="noopener">Amnesty</a> zu einer Briefaktion aufgerufen), wurde er nach einigen Wochen wieder entlassen.</p>
<p>Derzeit liegen wohl 18 Anklagen gegen ihn vor. Das Büro der Gruppe „Youth Against Settlemans“ liegt nicht weit entfernt von der Wohnung eines Mannes, er hieß Hashem Azzeh, den ich im <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank" rel="noopener">Herbst 2014</a> mit meiner Gruppe gelernt hatte, und der mittlerweile durch einen Tränengas-Angriff qualvoll erstickt ist.</p>
<p><figure id="attachment_3862" aria-describedby="caption-attachment-3862" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3862" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3862" class="wp-caption-text">gleich geht es los</figcaption></figure></p>
<p>Wir haben uns dann in die Altstadt begeben, dort wo der Weg zur Abrahams-Moschee führt. Hier war alles anders als ich es bisher erlebt habe. Unglaublich viel Militär, Soldaten mit Hunden, die (was weiß ich) erschnüffeln sollten. Alle Meter waren Soldaten positioniert. Außer uns dreien gab es so gut wie keine Fußgänger. Irgendwann trafen wir eine Gruppe junger belgischer Studenten, die auch ziemlich (verstört) beeindruckt waren. Irgendwann kamen wir an ein verschlossenes Tor vor dem massenhaft Soldaten standen. Irgendwann erfuhren das der Zugang zum Grab von Abraham (eben besagte Moschee) an den Feiertagen der Juden (das Pessach-Fest dauert eine Woche) geschlossen seine. Es wurden Sicherheitsgründe genannt, will soviel Juden in die ebenfalls am Abrahamsgrab gelegene Synagoge wollten.</p>
<p><figure id="attachment_3864" aria-describedby="caption-attachment-3864" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3864" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3864" class="wp-caption-text">verschlossen war das Tor</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber das war noch nicht alles: Auf einmal kamen jeepartige Militärfahrzeuge durch die enge Altstadtgasse gefahren. In ihrem Gefolge eine große Gruppe &#8211; an ihrer Kleidung als Juden erkennbar- die wohl in einer Art Sightseeing-Marsch durch die palästinensische Altstadt geführt wurden. Ein Tour-Guide sprach durch ein Mikrofon. Hier und da guckte man sich die (wenige) ausgelegte Ware an.</p>
<p><figure id="attachment_3865" aria-describedby="caption-attachment-3865" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3865" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3865" class="wp-caption-text">Sightseeing</figcaption></figure></p>
<p>Natürlich war die Gruppe durch ein starkes Militäraufgebot begleitet. Später kamen wir an ein Tor, dort wartete schon die nächste Gruppe „auf Einlass“. Eine wirklich bizzare Situation die wir &#8211; als ja „Außenstehende“ –mit erleben mussten. Schaute man in die Gesichter der wenigen palästinensischen Geschäftsleute, sie sprachen „Bände“. Es war sie eine derart demütigende Situation, dass mir zur Beschreibung ihrer Blicke die Worte fehlen. Eine junge (ca 15 Jahre alte Israelin) fragte mich, wo ich denn her komme. Meine Antwort. „From Germany“ und was ich hier tue wollte sie noch wissen. Ich antwortete „I visit Israel and Palestine“</p>
<p>Ihre Antwort/Frage: „Where is Palestine“</p>
<p>Ich will es nicht weiter ausführen wie das Gespräch geendet ist. Auch ein Soldat meinte auf meine Frage, was er denn eigentlich hier in der palästinensischen Altstadt mache: „For you safety“.</p>
<p><figure id="attachment_3867" aria-describedby="caption-attachment-3867" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3867" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3867" class="wp-caption-text">Tourguide aus Israel</figcaption></figure></p>
<p>Da ich merkte, dass meine Stimmung (nach fast drei Stunden deprimierender Erlebnisse) immer mehr dazu neigte, laut und aggressiv zu werden, ob diesem offensichtlichen menschlichem Unrecht für die palästinensische Bevölkerung in der Altstadt, habe ich meinen beiden Begleitern vorgeschlagen, den Rest des Tages an einem warlich schönerem Ort zu verbringen. Interessant für mich war, dass etwa 1 km von der Altstadt entfernt, dass Leben weiter so war, wie wir es am Morgen bei der Ankunft erlebt hatten.</p>
<p><figure id="attachment_3866" aria-describedby="caption-attachment-3866" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3866" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kontrolle-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kontrolle-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kontrolle-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3866" class="wp-caption-text">Kontrolle eines aus meiner Sicht harmlosen jungen Mannes der Waren brachte</figcaption></figure></p>
<p>Auf der Rückfahrt nach Bethlehem sind wir am Eingang des Artas-Tales aus dem Service-Taxi gestiegen. Dort haben wie eine schöne Wanderung an den Teichen von Salomon vorbei gemacht. Es handelt sich um drei riesige Zisternen, die angeblich Salomo für die Wasserversorgung von Jerusalem angelegt hat. Sie haben ein Fassungsvermögen von etwa 300.000 qm.</p>
<p><figure id="attachment_3868" aria-describedby="caption-attachment-3868" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3868" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3868" class="wp-caption-text">eine Zisterne ist leer</figcaption></figure></p>
<p>Wir sind durch das grüne Tal gewandert und kamen nach etwa 3 Kilometer am Kloster der „Verschlossenen Gärten“ an. Hier war ich schon häufig. Viele Gruppen haben dort Schwester Rosa kennen gelernt. Es hat uns allen, nach den schlimmen Erlebnissen in Hebron, gut getan, uns mit diesem Ausflug in die wunderschöne Frühlingslandschaft Palästinas ein wenig auf schönere Gedanken zu bringen.</p>
<p><figure id="attachment_3869" aria-describedby="caption-attachment-3869" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3869" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3869" class="wp-caption-text">das wunderschöne Kloster &#8222;zum verschlossenen Garten&#8220; (Hortus Conclusus)</figcaption></figure></p>
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		<title>Zur Knafeh gehören die Teignudel</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/zur-knafeh-gehoeren-die-teignudel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Apr 2017 19:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Artas]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Der regelmäßige Leser meines Blog`s weiß es&#8230;.ich bin der arabischen Knafeh „verfallen“: denn wer einmal Knafeh probiert hat (besonders die im arabischen Raum unbestritten „Beste“ aus Nablus, will nicht mehr aufhören zu essen. „Vorsicht Suchtgefahr!“ <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zur-knafeh-gehoeren-die-teignudel/" title="Zur Knafeh gehören die Teignudel">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der regelmäßige Leser meines Blog`s weiß es&#8230;.ich bin der arabischen Knafeh „verfallen“: denn wer einmal Knafeh probiert hat (besonders die im arabischen Raum unbestritten „Beste“ aus Nablus, will nicht mehr aufhören zu essen. „Vorsicht Suchtgefahr!“<br />
Gestern war ich in der Altstadt von Beit Sahur (einem Nachbarort von Bethlehem) unterwegs. Als ich durch eine offene Türe sah entdeckte ich Berge der dünnen gelblichen Teignudeln, die zur Knafeh gehören wie der (Ziegen-)Käse. Bei mir war Emad der, dank seiner arabischen Muttersprache um Erlaubnis bitten konnte, dass wir uns einmal umsehen konnten. Hier wird also die Teignudel hergestellt aus Mehl, Wasser, Fett, einem „Stabilisator“ der wie das spezielle Farbmittel aus der <a href="http://marius-blog.de/blog/ein-ausflug-nach-nablus-mit-viel-knafeh-und-kleinen-hindernissen/" target="_blank">„Knafeh-Hochburg“ Nablus </a>stammt.</p>
<p><figure id="attachment_3440" aria-describedby="caption-attachment-3440" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3440" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rad-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3440" class="wp-caption-text">auf dem großen Rad im Hintergrund werden die Teigfäden glatt gestrichen</figcaption></figure></p>
<p>Der fertige Teig wird dann durch extra gefertigte dünne Düsen gepresst, so dass dünne Fäden entstehen. Diese wiederum werden auf einem großen Rad (1m im Durchmesser) verteilt verteilt und jeweils auf etwa einem halben Meter Länge geschnitten. Die Portionen, die für die Knafeh genutzt werden, kommen dann in einer Mischmaschine gleichenden Trommel, werden mit dem gelben Farbstoff vermengt und anschließend eine Nacht zum trocknen ausgelegt. Anschließend werden die harten Nudeln zerkleinert. Diese Nudelmasse kommt dann auf beide Seiten des Käses der unter Feuer erhitzt und zum Schmelzen gebracht wird. Das ganze wird mit Zucker (Rosen-) Wasser je nach Geschmack gesüßt.</p>
<p><figure id="attachment_3441" aria-describedby="caption-attachment-3441" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3441" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/trommel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3441" class="wp-caption-text">in der &#8222;Trommel&#8220; wird der Teig mit der gelben Farbe vermengt.</figcaption></figure></p>
<p>Hier wurden im Übrigen neben den „Fadennudeln“ für die Knafeh(die man bei uns in</p>
<p><figure id="attachment_3442" aria-describedby="caption-attachment-3442" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3442" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/körbchen-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3442" class="wp-caption-text">&#8222;Teig-Nester&#8220; bereit zum füllen</figcaption></figure></p>
<p>Deutschland auch in türkischen Läden bekommt), auch kleine „Nudelnester“ hergestellt, die dann mit allerlei leckerem (Honig, Nüsse, Pistazien etc) gefüllt werden können.</p>
<p>Ein interessanter Einblick in ein Handwerk, dass den jungen Mann (etwa 30 Jahre alt), und seinem Bruder ein sicheres Einkommen garantiert, denn Süßes essen alle Palästinenser (wie ich auch&#8230;.), für ihr Leben gerne.</p>
<p><strong>Schwester Valeria: „Das Leben dreht sich bei uns um das Menschliche“</strong></p>
<p><figure id="attachment_3443" aria-describedby="caption-attachment-3443" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3443" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rosa-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3443" class="wp-caption-text">Schwester Rosa (re) mit Anja</figcaption></figure></p>
<p>Auch gestern habe ich noch einen kleinen Abstecher in das wunderschöne Artas-Tal gemacht. Dort wollte ich nach der „Blitzbegegnung“ am Sonntag, Schwester Rosa noch einmal treffen. Leider hatte sie auch heute wenig Zeit, konnte Anja, Emad und mir noch kurz die Geschichte des Klosters erzählen, das Anfang letzten Jahrhunderts gegründet wurde. Derzeit sind 5 Schwestern eines italienischen Ordens hier. Schwester Rosa stammt aus Argentinien, zwei Schwestern kommen aus Indien, Schwester Valeria aus Jordanien. Sie ist seit mehr als 50 Jahren hier vor Ort, hat also auch die zeit der Besatzung vollständig mit bekommen. Sie erzählte uns, das sie bevor die Trennungsmauer errichtet wurde, noch regelmäßig nach dem 10 km entfernten Jerusalem fahren konnte. Dies sei heute für sie, als Jordanierin nicht mehr möglich. Verstehe so etwas wer will, eine 72 jährige Schwester darf nicht zu den christlichen Stätten in Jerusalem: Sicherheitsgründe oder doch nur Schikane.</p>
<p><figure id="attachment_3444" aria-describedby="caption-attachment-3444" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3444" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/brunnen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3444" class="wp-caption-text">die Quelle in Artas hilft bei Wassermangel</figcaption></figure></p>
<p>Und wie soll man es bezeichnen das die Menschen im Dorf Artas, wie wir hörten, oftmals wochenlang kein Wasser haben, obwohl sie in einem der wasserreichsten Gegenden von Palästina leben, obwohl mitten im Dorf eine Quelle selbst in den heißesten und trockensten Sommer nicht versiegt. Man kann sicher sein, dass die israelische Siedlung Efrat deren Bewohner von der Höhe in das grüne Tal schauen, keinen einzigen Tag ohne fließend Wasser auskommen müssen</p>
<p>Am Kloster befindet sich ein Kindergarten in dem nicht nur die Kinder aus dem, dem Kloster gegenüberliegenden großen Dorfes Artas gehen, sondern auch Kinder aus dem 5 km entfernten Dorf Al Khadir. Insgesamt sind dort etwa 80 Kinder (im Alter von 4-5 Jahren) unter fachkundiger (palästinensischer) Betreuung. Schwester Rosa betreut an der Klosterpforte eine Krankenstation, einige Bewohner des Ortes helfen den großen Klostergarten zu bearbeiten und können die Erträge auf den Märkten der umliegenden Gemeinden verkaufen. Der Erlös dient als eigene Verdienstquelle. Immer ausgebucht sind auch die Volontärstellen des Klosters, meist kommen junge Menschen aus Italien um hier ein Jahr mitzuarbeiten.</p>
<p><figure id="attachment_3445" aria-describedby="caption-attachment-3445" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3445" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/valeria-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3445" class="wp-caption-text">Schwester Valeria</figcaption></figure></p>
<p>Schwester Valeria erzählte uns zum Abschied auch von einem, wie sie es nannte „kleinen Wunder.“ Bei den Auseinandersetzungen zu Zeiten der 2. Intifada, kam es 2002 einmal zu einer Auseinandersetzung zwischen dem israelischen Militär und Jugendlichen aus dem Dorf, die sich hinter dem Kloster versteckt hatten. Auf einmal sei das Kloster in eine Wolke gehüllt gewesen, so das die Jugendlichen, unerkannt ,sich wieder in ihr Dorf begeben konnten.</p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Der Anteil der jüdischen Bevölkerung in Palästina stieg durch die Unterstützung Großbritanniens von 10 % im Jahre 1917 auf 17,7 % im Jahre 1931 und 28 % im Jahre 1939</strong></em></p>
<p>Aus: Reisehandbuch Palästina</p>
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		<title>„Tochter Zion“ und „Freude schöner Götter Funken“ am Ostersonntag</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/tochter-zion-und-freude-schoener-goetter-funken-am-ostersonntag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Apr 2017 19:10:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute wollte ich zunächst den arabischen Ostergottesdienst in der Katharinenkirche der Franziskaner besuchen. Sie liegt direkt hinter der Geburtskirche in Bethlehem. Ich hatte gedacht den Bus zu nehmen der von Jerusalem nach Bethlehem fährt doch <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/tochter-zion-und-freude-schoener-goetter-funken-am-ostersonntag/" title="„Tochter Zion“ und „Freude schöner Götter Funken“ am Ostersonntag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wollte ich zunächst den arabischen Ostergottesdienst in der Katharinenkirche der Franziskaner besuchen. Sie liegt direkt hinter der Geburtskirche in Bethlehem. Ich hatte gedacht den Bus zu nehmen der von Jerusalem nach Bethlehem fährt doch leider hatte der Fahrer wohl keine Lust mich mit zu nehmen und fuhr an der Haltestelle einfach durch. Auch die Idee beim Pförtner der Talitha-Kumi-Schule einen Taxi zu bestellen erwies sich als nicht so gut&#8230;denn der Taxifahrer wollte heute am Ostersonntagmorgen um 9 Uhr für die knapp 10 km 150 Schekel haben (etwa 40 €). Dann ergab sich aber eine besondere Gelegenheit. (wie sooft im Leben)Vor dem Eingang von der Talitha-Kumi-Schule hielt ein Taxi aus Israel. Dem entstiegen 4 Personen die dann in einen palästinensischen Kleinbus stiegen. Dort konnte ich mit fahren. Die kleine Gruppe ist wohl mit einem Kreuzfahrschiff auf dem Mittelmeer unterwegs. Das Schiff ankert derzeit in Haifa und heute war ein Tagesausflug nach Jerusalem/Bethlehem geplant. Der palästinensische Fahrer benutzte die Fahrt nach Bethlehem zu einer politischen Kurzeinführung für gänzlich Uninformierte: „Nein die Israelis dürfen nicht nach Bethlehem, nein ein Palästinenser kann keine Jüdin heiraten&#8230;.<br />
An der ersten Station der Gruppe, ein Shop für Olivenholzschnitzereien (!), verabschiedete ich mich.</p>
<p>Vom feierlichen Oster-Gottesdienst, in einer mit Blumenschmuck prächtig geschmückten Kirche, bekam ich zwar wegen der arabischen Sprache nicht so viel mit, aber es war für mich, nach dem gestrigen „Spektakel“ mit dem heiligen Feuer, doch schon etwas mehr die österliche Stimmung die ich auch von unseren Gottesdiensten in Deutschland kenne. Als dann zur Kommunion der kleine Chor zunächst auf die Melodie von Tochter Zion sang und dann noch auf die Melodie des „Europa-Liedes“ „Freude schöner Götter Funken“ intonierte war mein „Heimatgefühl komplett.<br />
Nach dem Gottesdienst habe ich Übrigens <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank">Schwester Rosa</a> getroffen, die heute mit ihrer wunderbaren Stimme den Chor verstärkt hatte. Ich hatte sie vor einigen Jahren in dem schönen Kloster der „verschlossenen Gärten“ im Artas-Tal kennen gelernt. Meine Reisegruppen von 2012 und 2014 haben sie ebenfalls kennen lernen dürfen. Vielleicht treffe ich Sie noch am Dienstagnachmittag.</p>
<p><figure id="attachment_3412" aria-describedby="caption-attachment-3412" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3412" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/osteressen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/osteressen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/osteressen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/osteressen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3412" class="wp-caption-text">&#8222;Osteressen&#8220; bei Fatima</figcaption></figure></p>
<p>Viele die meinen Blog verfolgen interessiert es, wie es denn nun mit dem jüngsten Sohn von Fatima, Abdullah und den Überlegungen zu einer Hochzeit weiter gegangen ist. Ich hatte <a href="http://marius-blog.de/blog/fatima-unsere-kultur-macht-vieles-schwieriger/" target="_blank">ja berichtet</a>, das am Tag, wo ich Fatima besucht habe, es am Abend ein Treffen der Männer beider Familien geben sollte wo dann weitere Klärungen folgen sollten.<br />
Heute habe ich also Fatima noch einmal besucht, mit dabei waren wieder Anja, Emad und Karim. Sie hatte Fatima schon vor Jahren einmal hier kennen gelernt. Fatima hatte mir schon gestern kurz mitgeteilt, dass sie zum 18. (!) mal Oma geworden ist. Die Frau ihres ältesten Sohnes Mohamed hat einen 2. Sohn bekommen. Sie haben nun 4 Kinder.<br />
In der Regel sind am Wochenende (Freitags bis Sonntags) alle hier lebenden Enkelkinder (nebst Eltern) im hause von Fatima zu gast. Heute bot sich ein völlig anderes Bild: Fatima war alleine, alle Enkelkinder waren bei ihrer Tochter Rada. So hatte sie Zeit uns über die weitere Entwicklung in der „Heiratsanbahnung“ für ihren Sohn Abdullah zu informieren. Insgesamt hatte sie ihrem Sohn in den letzten jahren 6 Frauen vorgestellt die aus Sicht von Fatima (und den Schwestern) „in Frage“ kommen konnten. Das heißt also es gibt eine „Vorprüfung“ von innen und außen. Außen heißt: welche Historie hat die Familie, wie ist der Ruf, gibt es Krankheiten? Innen bedeutet: was hat die Frau gemacht (Schule/Studium), was ist über sie sonst bekannt?</p>
<p><figure id="attachment_3414" aria-describedby="caption-attachment-3414" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3414" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/oma-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/oma-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/oma-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/oma-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3414" class="wp-caption-text">Kinder der Nichten aus der Nachbarschaft gratulieren Fatima zum 18. Enkelkind<br />vielleicht gibt es bald noch mehr?</figcaption></figure></p>
<p>Abdullah hatte nun insgesamt 4x mit der vorgeschlagenen, sie heißt Zaynab, gesprochen (in ihrem Elternhaus). Dabei hat er wohl davon erzählt, was sie möglichweise bei der Heirat erwartet: Leben in Dubai, ggf. Pflege der Eltern und der behinderten Schwester Magnolien. Seine Schwester haben ihn deshalb kritisiert. Mit solchen Ankündigungen &#8222;vertreibe&#8220; er eine mögliche Frau&#8230;<br />
Nun also der nächste Schritt. Insgesamt 15 Männer beider Familien (auch der Familie des Vaters von Abdullah) trafen sich. Gemeinsam sprach man die <a href="http://islam.de/13827.php?sura=1" target="_blank">erste Sure des Korans</a>, was bedeutet das allem Allah zu Grunde liegt. Anschließend kam man überein dases zu einer Hochzeit kommen soll. Da es in der Familie von Zaynab einen Todesfall gab verzichtete man auf ein Ring Geschenk um das „festliche“ zu vermeiden.<br />
Einige Tage später hat Abdullah, vor seiner Abreise nach Dubai, seiner zukünftigen Frau noch einen Goldreifen geschenkt. Wie geht es nun weiter&#8230;? Die Heirat ist „versprochen“, nicht klar ist ob es eine „große“ Verlobung geben wird. Formell wird vor dem islamischen Gericht ein Ehevertrag gemacht der regelt was als Mitgift (meist Gold) gegeben wird. Dieser formale Ehevertrag kann auch schon vor einer Hochzeitsfeier geschlossen werde. Er ist auch notwendig, damit Zaynab beispielsweise schon einmal nach Dubai, ihrem zukünftigen Wohnort reisen kann.</p>
<p>Also der weitere „Zeitplan könnte sein: zum Fest am Ende des Ramadan Ende Juni könnte es eine Verlobung geben und 70 Tage später zum islamischen Opferfest könnte dann die Hochzeit steigen.</p>
<p>Inch Allah!!!</p>
<p><figure id="attachment_3413" aria-describedby="caption-attachment-3413" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3413" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Blick-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Blick-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Blick-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Blick-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3413" class="wp-caption-text">100 meter von Fatimas Haus<br />berauschender Blick in die Wüste</figcaption></figure></p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Wir beten und wirken für den Frieden</strong></em><br />
<em><strong> im Sinne der Visionen der Propheten Israels.</strong></em><br />
von: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rabbis_for_Human_Rights" target="_blank"><strong>Rabbis for Human Rights</strong></a> eine 1988 gegründete israelische Organisation, die sich selbst als „Stimme des Gewissens“ in Israel beschreibt.</p>
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		<title>Wir haben keine Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2014 17:46:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Artas]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute am christlichen Sonntag haben wir zunächst dem in der Nähe von Bethlehem gelegenen katholischen Kloster zum „verschlossenen Garten“(Bezug zum Hohen Lied des Salomon) einen Besuch abgestattet. Siehe auch Das Kloster liegt in einem sehr <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" title="Wir haben keine Angst">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_1885" aria-describedby="caption-attachment-1885" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000171.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1885" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000171-300x225.jpg" alt="Schwester Maria Rosa" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000171-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000171.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1885" class="wp-caption-text">Schwester Maria Rosa</figcaption></figure></p>
<p>Heute am christlichen Sonntag haben wir zunächst dem in der Nähe von Bethlehem gelegenen katholischen Kloster zum „verschlossenen Garten“(Bezug zum Hohen Lied des Salomon) einen Besuch abgestattet. <a title="Pfingstsonntag mit Schwester Maria Rosa" href="http://marius-blog.de/blog/pfingstsonntag-mit-schwester-maria-rosa/">Siehe auch </a>Das Kloster liegt in einem sehr fruchtbaren Tal in der Nähe eines muslimischen palästinensischen Dorfes Namens Arta. Eingroßer Teil unserer Reisegruppe nahm am sonntäglichen Gottesdienst in italienischer Sprache teil und wurde anschließend mit einem kleinen Frühstück mit selbst gebackenen Köstlichkeiten aus dem Kloster verwöhnt. Die ganze Gruppe wurde von Schwester Rosa, einer sehr engagierten gebürtigen Argentinierin überaus freundlich empfangen. In einem ausführlichen Gespräch erzählte sie uns die Geschichte des Klosters und seine derzeitigen Aufgaben. Das Kloster bietet für etwa 100 Kinder aus dem angrenzenden Palästinenser Ort einen Kindergarten an. Schwester Rosa führt darüber hinaus die örtliche erste Hilfe Station. Auch besteht für interessierte Gruppen die Möglichkeit in einem kleinen Gästehaus des Klosters einige Tage des Schweigens/Exerzitien zu verbringen. Nach Angabe von Schwester Rosa eine der wenigen Möglichkeiten im ganzen hl. Land einen Ort der Besinnung und Kontemplation zu finden. Sie erzählte auch von den letzten Wochen wo der Gazakrieg auch die Menschen im Westjordenland in Atem gehalten hat. Auch wenn es einmal „Wummm“ gemacht hat und in der Nähe ein Einschlag einer im Gazastreifen durch die Hamas abgeschossenen Raketen zu verzeichnen war: „Wir haben keine Angst – Gott will uns hier haben“ so Schwester Rosa. Wieder durften wir mit einer starken Frau sprechen deren kraftvoller und gläubiger Optimismus mehr als ansteckend auf die Gruppe wirkte.</p>
<p>Anschließend fuhren wir mit der Gruppe in die „Patriarchen-Stadt“ Hebron. Sie ist immer im Zentrum von Unruhen und auch gewalttätigen Auseinandersetzungen.<a title="Im Zentrum von Hass und massiven Auseinandersetzungen: die „Patriarchen“ Stadt Hebron" href="http://marius-blog.de/blog/im-zentrum-von-hass-und-massiven-auseinandersetzungen-die-%e2%80%9epatriarchen-stadt-hebron/"> Siehe hierzu auch in meinem Blog</a></p>
<p><figure id="attachment_1886" aria-describedby="caption-attachment-1886" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000186.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1886" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000186-300x225.jpg" alt="Mitten in Hebron &quot;das Ende der Welt&quot;" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000186-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000186.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1886" class="wp-caption-text">Mitten in Hebron &#8222;das Ende der Welt&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Auch heute war wieder eine angespannte Situation zu verzeichnen. Schon im Vorfeld wurde von der EAPPI- Mitarbeiterin telefonisch mitgeteilt das es ggf. nicht ratsam sei in das durch israelische Siedler besetzte Zentrum der Altstadt zu gehen. Wir haben dann diese Mitarbeiterin am Rande der abgesperrten Zone getroffen. Sie hat uns ihre Tätigkeit erklärt. Mehr zu der Arbeit der EAPPI findet man hier. Anschließend haben wir Hashem Azzeh getroffen der mit seiner 6-köpfigen Familie in unmittelbarer Nähe einer israelischen Siedlung lebt, seinen Garten darf er nur betreten wenn es die israel. Militärbehörde erlaubt. Derzeit ist Olivenernte im Land, wenn er also seine Oliven flücken will (15m von seiner Haustüre entfernt braucht er eine Erlaubnis. In einem kleinen Film den ein schwedischer EAPPI- Mitarbeiter vor einigen Jahren gedreht hat konnte man sehen wie er mit einigen internationalen Helfer/innen von den Siedlern massiv bedroht wurde. Auch sonst im Alltag kommt es immer wieder zu Übergriffen auf seine Frau und seine Kinder.</p>
<p><figure id="attachment_1887" aria-describedby="caption-attachment-1887" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000196.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1887" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000196-300x225.jpg" alt="der eigene Garten: verbotene Zone" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000196-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000196.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1887" class="wp-caption-text">der eigene Garten: verbotene Zone</figcaption></figure></p>
<p>In diesem Sommer wurden seine Weintrauben mit ätzender Flüssigkeit zerstört. Derzeit hat Hashem Azzeh „Hausarrest“ Er darf diese militärische Zone nicht verlassen. Anschließend wollten wir die Gräber von Abraham Isaak und Jakob besuchen. Wegen des jüdischen „Laubhüttenfestes“ kam es zu großem Andrand am Eingang der jüdischen Synagoge, der Eingang über die moslemische Moschee war deshalb geschlossen. Welch eine Diskrepanz: dort die bedrohliche Situation bei Hashem Azzeh, keinen Kilometer entfernt feiern Tausende Juden vor den Gräbern der Propheten ein großes Fest.</p>
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