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	<title>Tempelberg &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Heute ein friedlicher Ort</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2019 21:18:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Daoud und Jihan Nassar]]></category>
		<category><![CDATA[Grabeskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Synagoge]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelplatz]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch heute haben wir wieder (zum 3. Mal auf dieser Reise) Jerusalem besucht. Auf dem Programm stand der Besuch verschiedener religiöser Stätten in der Altstadt:&#160; zum einen den Tempelberg, den die Muslime&#160;&#160;al-ḥaram aš-šarīf&#160;‚das edle Heiligtum&#160;nennen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/heute-ein-friedlicher-ort/" title="Heute ein friedlicher Ort">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auch heute haben wir wieder (zum 3. Mal auf dieser Reise) Jerusalem besucht. Auf dem Programm stand der Besuch verschiedener religiöser Stätten in der Altstadt:&nbsp;</p>



<p>zum einen den Tempelberg, den die Muslime&nbsp;&nbsp;<em>al-ḥaram aš-šarīf</em><em>&nbsp;‚das edle Heiligtum&nbsp;</em>nennen, dann eine Synagoge und zum Schluss die Grabeskirche.<em></em></p>



<p>Erstaunlicherweise kamen wir ohne Wartezeit auf den Tempelberg.</p>



<p>Es empfing uns dort eine wirklich entspannte und friedliche Atmosphäre. </p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4345" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000485-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein bauliches Wunderwerk welches wir heute in friedlicher Atmosphäre genießen konnten </figcaption></figure>



<p>Wenn man überlegt, welche Auseinandersetzungen es gerade erst in der letzten Woche dort gegeben hatte, wie dem nachfolgenden Beitrag zu entnehmen ist,&nbsp;erscheint es wie ein Wunder oder es ist eben auch ein wenig „Jerusalemer-Alltag“, wo es neben totaler Anspannung schnell auch wieder Entspannung gibt&#8230;bis es wieder eine Anspannung gibt. Nicht umsonst gilt&nbsp;der Tempelberg als einer der umstrittensten&nbsp;heiligen Orte&nbsp;der Welt.</p>



<p>13.03.2019</p>



<p><strong>Wegen Molotowcocktail: Israel schließt vorübergehend Zugang zum Tempelberg</strong></p>



<p>JERUSALEM, 13.03.19 (FJ) – Die israelische Polizei sperrte am Dienstag den Zugang zum Tempelberg vorübergehend, nachdem auf dem Gelände ein Molotowcocktail auf israelische Polizisten geworfen wurde. Ein Beamter wurde aufgrund einer Rauchvergiftung umgehend ins Krankenhaus gebracht, es gab jedoch keine weiteren Verletzten. Zehn Verdächtige wurden festgenommen und nach Angaben der Polizei dauert die Untersuchung des Vorfalls weiter an. Nach dem Angriff wurden die Eingänge gesperrt und die Al-Aksa Moschee geräumt. In den letzten Wochen kam es zu mehreren Konfrontationen auf dem Tempelberg zwischen israelischen Sicherheitskräften und muslimischen Gläubigen.</p>



<p><strong>Spannungen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde</strong></p>



<p>Diese Ereignisse begaben sich vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen, welche aufgrund von Israels Verweigerung, Steuergelder an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) zu zahlen, entstanden. Der Schritt wurde damit begründet, dass die Gelder für die Bezahlung von Familien inhaftierter Terroristen verwendet werden. Der Präsident der PA, Mahmoud Abbas, sagte, dass dies “ernste Folgen” nach sich ziehen würde. Die israelische Regierung dagegen beschuldigte die Behörde, einen religiösen Krieg zu propagieren. </p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="530" height="353" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42.jpg" alt="" class="wp-image-4346" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42.jpg 530w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/Webp.net-resizeimage-42-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px" /><figcaption>Der Tempelberg war in der letzten Woche abgeriegelt</figcaption></figure>



<p>Unter der palästinensischen Bevölkerung kursierten in den letzten Monaten Gerüchte, Israel wolle einen Teil des Tempelberges beschlagnahmen, &nbsp;um dort jüdische Gebete abzuhalten. Nachdem verschiedene Gruppen und Organisationen die Menschen dazu anhielten, den Tempelberg zu stürmen, schloss die Polizei zusätzlich das Damaskustor und das Löwentor der Altstadt Jerusalems. Auch die Hamas forderte die Palästinenser auf, zum Tempelberg zu gehen, um „die Barrikade zu durchbrechen“.</p>



<p><strong>Israel und Jordanien versuchen die Situation zu entschärfen</strong></p>



<p>Der Tempelberg ist das drittwichtigste Heiligtum der Muslime, jedoch auch die wichtigste religiöse Stätte des Judentums. In den letzten Wochen kam es vermehrt zu Konfrontationen auf dem Tempelberg zwischen israelischen Sicherheitskräften und muslimischen Gläubigen. Aktuell ist es nur Muslimen erlaubt auf dem Tempelberg zu beten. Juden dürfen den Ort zwar besuchen, gehen zum Gebet allerdings an die Klagemauer. Israelische und jordanische Beamte führten Gespräche, um die Situation zu entschärfen. Letzte Woche reisten israelische Beamte zu einem Treffen nach Jordanien und jordanische Beamte haben, nach israelischen Berichten, Jerusalem besucht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4348" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000500-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Wie beschrieben heute war es sehr sehr friedlich. Wir konnten die besondere Schönheit des Tempeldomes, die wunderbare Platzanlage, die vielen kleinen Kostbarkeiten die über dem Platz verteilt sind, wirklich genießen.</p>



<p>Anschließend haben wir eine Synagoge besucht, wo uns unsere jüdische Guide Michal perfekt über das jüdische Leben mit über 600 Ge- und Verboten informierte.</p>



<p>In einem Nebenraum saß ein junger Mann, der an einer Thora-Rolle schrieb, mit gestochen scharfen Buchstaben die er mit schwarzer Tusche auf das Pergamentpapier zeichnete. Beeindruckend mit welcher Ruhe und Sorgfalt er arbeitete.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4349" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000512-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>bewundernswerte Arbeit</figcaption></figure>



<p>Über den Besuch der Grabeskirche will ich nicht viel erzählen. Wie immer herrschte großer Andrang, die Massen schoben sich durch das verwinkelte riesige Gebäude.</p>



<p>Zum Abend waren wir bei Daoud Nassar zu Hause eingeladen. Er wohnt mit seiner Familie unterhalb der Geburtskirche in Bethlehem mit seiner Frau und insgesamt drei Kindern. Wir wurden auch von seiner Frau Jihan empfangen, die uns im Laufe des Abends nicht nur mit kleinen Köstlichkeiten versorgte sondern auch über ihr Frauenprojekt in Nahalin berichtete. Dort im Dorf, etwa 1,5 km vom Weinberg entfernt, hat sie vor einigen Jahren ein Center errichtet in dem die muslimischen Frauen des Ortes verschiedenen Aktivitäten nachgehen können. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4351" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190319_203304-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bei Daoud Nassar zu Hause mit Bruder George und Tochter</figcaption></figure>



<p>Neben Computerkursen wird auch Englisch gelernt, es wird aus Plastikabfällen, Gebrauchsgegenstände (wie zum Beispiel Taschen) erstellt. Mit diesen sehr vielfältigen Angeboten haben die Frauen die Möglichkeit, außerhalb ihres Hauses sich mit anderen Frauen zu treffen, zu reden und eben auch neue Dinge kennen zu lernen. Anfangs war es sehr schwer, erzählte Jihan, da die Männer in dem sehr konservativen Dorf, es nicht gerne sahen wenn sich die Frauen außerhalb ihres Haushaltes aufhielten. Aber im Laufe der Jahre ist sie dort mit ihren Angeboten akzeptiert.</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Rechtsstaatlichkeit in einem substantiellen Sinn ist für einen demokratischen Staat eine wesentliche Voraussetzung. In zunehmendem Maße höhlte das Siedlungsprojekt den Rechtsstaat aus.</em>&nbsp;&nbsp;(Gershom Gorenberg)</p>
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		<title>&#8222;Morgenstund hat Gold im Mund&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Nov 2017 18:46:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Chagall]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute ging es früh aus dem Haus, 6.15 war Abfahrt. Michal, die uns seit gestern durch Jerusalem führt, war der Meinung, dass ein früher Start verhindert, in eine Menschenschlange am Aufgang zum Tempelberg (so wie <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/morgenstund-hat-gold-im-mund/" title="&#8222;Morgenstund hat Gold im Mund&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ging es früh aus dem Haus, 6.15 war Abfahrt. Michal, die uns seit gestern durch Jerusalem führt, war der Meinung, dass ein früher Start verhindert, in eine Menschenschlange am Aufgang zum Tempelberg (so wie die Juden ihn nennen) oder eben „Al Haram al Scharif“ – zu Deutsch „das edle Heiligtum“, wie ihn die Muslime nennen, zu geraten. Schon durch diese verschiedene Namensbezeichnung kann der Leser/die Leserin schon erahnen, das auch der wunderschöne Platz mit dem Tempeldom und der al Aksa-Moschee, zu einem besonderem Streitpunkte im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern gehört. Auch über diesen Konflikt habe ich schön mehrmals geschrieben, wie gewohnt kann der Leser/die Leserin sich mit dem Link am Anfang des Blogberichtes diese Beiträge lesen.</p>
<p><figure id="attachment_3612" aria-describedby="caption-attachment-3612" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3612" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Heiligtum-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3612" class="wp-caption-text">Beterin am Tempeldom</figcaption></figure></p>
<p>Die frühe Anreise hat sich gelohnt, schon zum Start der Öffnungszeit für Nicht-Muslime um 7 Uhr konnten wir die schmale Holzbrücke die vom Platz der Westmauer zum Tempelplatz begehen. Heute morgen war es sehr friedlich, die Morgensonne lies die goldene Kuppel des Tempeldomes matt golden glänzen, womit sich das Sprichwort heute bewahrheitet hat: &#8222;Morgenstund hat Gold im Mund&#8220;. Nicht immer ist es so ruhig auf dem Platz, wo mit der Al Aksa Moschee das dritt höchste Heiligtum der muslimischen Welt steht. Zuletzt Mitte Juli erschoss eine Gruppe arabischer Israelis vor einem Zugang zum Tempelberg zwei israelische Polizisten. Videoaufnahmen zeigen, was danach geschah: Die Angreifer flüchteten auf den Tempelberg und lieferten sich eine Schießerei mit israelischen Polizisten. Die Angreifer wurden erschossen. Anschließend wurde der Zugang von den Israelis geschlossen, Metalldedektoren wurden zur Personenkontrolle angebracht. Daraufhin boykottierten die Muslime den Platz, beteten zu Tausenden vor der Altstadtmauer, bis ihrer Forderung nach freiem und unkontrollierten Zugang zu ihrem Heiligtum statt gegeben wurde.</p>
<p><figure id="attachment_3613" aria-describedby="caption-attachment-3613" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3613" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Siedlungen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3613" class="wp-caption-text">Ostjerusalem: große Siedlungen auf besetztem fremden Grund und Boden</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend haben wir uns an mehreren Stellen in Ostjerusalem die “schleichende“ Übernahme des durch Israel seit dem 6. Tageskrieg vor genau 50 Jahren besetzten Ostteil´s der Stadt angesehen. Auch einer der hervorragenden Streitpunkte im israelisch-Palästinensischen Konflikt. Über diese Entwicklung habe ich schon mehrmals geschrieben, bitte den Link am Beginn beachten. Heute entspann sich bei der Ansicht der vielen und großen jüdischen Siedlungen im Jerusalemer Osten eine interessante Diskussion mit Michal, der jüdisch israelischen Reiseführerin. Schon gestern bei den unmissverständlichen kritischen Aussagen von Roni Hammermann zur Situation an den Checkpoint`s hätten wir gerne Micha`s Meinung gehört. Genauso eben auch zur Situation im Osten der Stadt, wo Israel auf besetztem Gebiet zahlreiche große Siedlungen gebaut hat, und außerdem die palästinensischen Stadtteilen teilweise sich selbst überlässt. „Es gibt nicht Schwarz oder weiß“ war ihre Grundhaltung, das Siedlungen auf Grund und Boden der Palästinenser gebaut wurde ließ sie nicht gelten.</p>
<p><figure id="attachment_3614" aria-describedby="caption-attachment-3614" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3614" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Shuafat-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3614" class="wp-caption-text">das Flüchtlingslager Shua`fat, wurde hinter die Mauer &#8222;gelegt&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Das Land gehörte keinem und ist deshalb zu Staatsland erklärt worden. Sie räumte ein, dass die Behandlung der Palästinenser durch die Stadtverwaltung (so gut wie keine Müllabfuhr zum Beispiel) in vielen Dingen unzureichend ist, glaubt aber, dass die Situation in vergleichbaren arabischen Städten in Syrien und dem Irak ähnlich sind. Es wurde in der Diskussion schnell deutlich, dass den jüdischen Bewohnern dieser Stadt, die Situation der Palästinenser mehr oder wenigen egal ist. Manchmal klang bei Michal auch ein bisschen durch wie „die sind auch mit Schuld an ihrer Situation“, denn würden sie sich bei Wahlen zum Stadtparlament beteiligen, könnten sie mehr mitbestimmen, denn fast 45% der Bewohner von Jerusalem sind Palästinenser. Im Gegensatz zu Roni Hammermann, fiel es Michal ziemlich schwer klare Positionen zu beziehen. Reagierte dann, wenn sie sich in eine Ecke getrieben fühlte &#8211; auch ein wenig verständlich &#8211; mit &#8222;Ausflüchten&#8220;: &#8222;kümmert ihr euch denn genauso intensiv auch um den Konflikt in Somalia?&#8220;<br />
Wir kamen dann auf die Straßenbahn zu sprechen, auch ein Politikum, wie ich es in früheren Blogberichten bereits beschrieben habe. Nach Auffassung von Michal fördert dieses Verkehrsmittel die Gemeinsamkeit zwischen den beiden Gruppen.</p>
<p><figure id="attachment_3615" aria-describedby="caption-attachment-3615" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3615" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Straßenbahn-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3615" class="wp-caption-text">Endhaltestelle im Osten der Stadt</figcaption></figure></p>
<p>Wir sind am Nachmittag mit einer kleinen Gruppe, nachdem wir die berühmten <a href="http://www.israelmagazin.de/israel-orte/jerusalem/chagall-fenster-hadassah" target="_blank" rel="noopener">Chagall-Fenster</a> besichtigt hatten, mit der Straßenbahn von der einen Endhaltestelle im Westen der Stadt, zur Endhaltestelle im Osten gefahren. Insgesamt haben 4-5 Palästinenser/innen gesehen, die sich dazu augenscheinlich nicht besonders wohl fühlten.</p>
<p>Der größte Teil der Gruppe hat am heutigen Nachmittag die zentrale Holocaust-Gedenkstätte der Israelis<a href="http://www.yadvashem.org/de/node/53076" target="_blank" rel="noopener"> &#8222;Yad Vashem&#8220;</a> besucht. Yad Vashem (hebräisch יד ושם für „Ort/Denkmal und Name“) erhielt seinen Namen nach Jes 56,5 EU: „Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird.“<br />
An Yad Vashemvielen Orten auf einem großen Gelände wird das Unmögliche versucht: an ein unfassbares Verbrechen zu erinnern, etwas zu sagen ohne alles zu zeigen. Auf meine Frage am Abend, an ein Gruppenmitglied, was er spürt, wenn an den Besuch der Gedenkstätte denkt: &#8222;eine große Traurigkeit&#8220;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>O Gott das Herz ist voller Bitterkeit, lass es nicht zu Hass werden.</em></p>
<p><em>Oh Gott, das Herz ist voller Leid, lasse es nicht zu Rache werden.</em></p>
<p><em>Oh Gott, die Seele ist voller Ängste, lasse es nicht Wut werden.</em></p>
<p><em>Oh Gott, der Körper ist müde, lasse es nicht zu, dass die Müdigkeit sich in Verzweiflung umwandelt.</em></p>
<p><em>Oh Gott, Glaube ist Liebe, Glaube ist Verzeihung, Glaube ist Einsicht.</em></p>
<p><em>Oh Gott, lasse nicht zu, das mein Glaube stirbt.</em></p>
<p>Von Feisal al Husseini (1940-2001:Er war der höchste Vertreter der PLO in Jerusalem und galt als heimlicher Bürgermeister Ostjerusalems)</p>
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		<title>Der Streit um den Tempelberg geht in die nächste Runde</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/der-streit-um-den-tempelberg-geht-in-die-naechste-runde/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 21:59:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Reuven Moskovitz]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Morgen stand der Besuch des Tempelberges und ein Treffen mit Reuven Moskovitz auf unserem Programm. Am Nachmittag wollte ein Teil der Gruppe die Holocaust-Gedächtnisstätte Yad Vaschem besuchen, ein anderer Teil die Chagall-Bilder im Hadassah-Krankenhaus <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/der-streit-um-den-tempelberg-geht-in-die-naechste-runde/" title="Der Streit um den Tempelberg geht in die nächste Runde">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen stand der Besuch des Tempelberges und ein Treffen mit Reuven Moskovitz auf unserem Programm. Am Nachmittag wollte ein Teil der Gruppe die Holocaust-Gedächtnisstätte Yad Vaschem besuchen, ein anderer Teil die Chagall-Bilder im Hadassah-Krankenhaus besichtigen.</p>
<p>Ich habe schon mehrfach über den Streit um den Tempelberg in diesem <a href="http://marius-blog.de/blog/kampf-um-den-tempelberg/" target="_blank">Blog berichtet</a>. So war es klar, dass unser heutiger Besuch auf dem für Muslime, aber eben auch für die Juden heiligen Berg vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzung nach der Entscheidung der UNESCO unter einem besonderen „Licht“ stand</p>
<p>Die Kirchliche Nachrichten Agentur (KNA) meldete dieser Tage:</p>
<p><em>„Mitte Oktober hat die Unesco mit 24 Ja- zu 6 Nein-Stimmen bei 26 Enthaltungen eine Entschließung über den Status des Tempelbergs angenommen. Darin wird Israel als &#8222;Besatzungsmacht&#8220; unter anderem vorgeworfen, den Zugang der Muslime zu &#8222;ihrer heiligen Stätte Al-Aksa-Moschee/Haram al-Scharif&#8220; sowie deren Kultfreiheit illegal einzuschränken. Kritiker warfen der Unesco Geschichtsfälschung und die Leugnung eines jüdischen Bezugs zu Jerusalem vor. Auch Unesco-Generaldirektorin Irina Bokova distanzierte sich daraufhin von der Resolution.</em></p>
<p><em>Israels Polizei hat unterdessen laut Bericht der Tageszeitung &#8222;Haaretz&#8220; (Onlineausgabe Mittwochnachmittag) Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nahegelegt, das seit einem Jahr für Parlamentsabgeordnete geltende Besuchsverbot für den Tempelberg wieder aufzuheben. Hintergrund ist demnach die derzeitige ruhige Sicherheitslage. Netanjahu kündigte an, demnächst mit Sicherheitsvertretern zusammenzutreffen und die Angelegenheit zu diskutieren.“</em></p>
<p>Sicherlich hat der Berg auch eine jüdische Geschichte die beachtenswert ist, aber er hat eben auch eine besondere Bedeutung für die gesamte muslimische Welt. Beide Seiten haben meines Erachtens bis in die jüngste Vergangenheit diese Besonderheit oft fahrlässig missachtet. Es wird Zeit das die verantwortlichen in Kirche und Staat auf beiden Seiten anfangen die besondere Geschichte der anderen Seite zu tolerieren.</p>
<p><figure id="attachment_3193" aria-describedby="caption-attachment-3193" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3193" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/tempeldom-1024x768.jpg" alt="der Felsendom: ein wundervolles Kunstwerk" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/tempeldom-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/tempeldom-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/tempeldom-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3193" class="wp-caption-text">der Felsendom:<br />ein wundervolles Kunstwerk</figcaption></figure></p>
<p>Wir haben heute von diesen Spannungen nichts gespürt. Lediglich der Umstand, das einige Touristen die schon auf dem Tempelberg waren, ihre Bibel abholen wollten, die sie am Sicherheitscheck liegen lassen mussten, erinnerte ein wenig an die Auseinadersetzung zwischen den beiden Religionen. Recht schnell gelangten wir über die Holzbrücke an der Westmauer auf den großen Platz, in dessen Mitte der mit Mosaiken wunderbare verzierte Felsendom mit seiner herrlichen goldenen Kuppel, mich immer wieder „magisch“ anzieht.</p>
<p>Ich hatte mich schon sehr auf das Wiedersehen mit Reuven Moskovitz gefreut. <a href="http://marius-blog.de/schlagwort/reuven-moskovitz/" target="_blank">Oft habe ich schon von ihm in diesem Blog berichtet. </a>Wir hatten uns mit ihm an der Anna-Kirche in der Altstadt verabredet. Als ich ihn erblickte, wie er mit langsamen Gang mit seiner markanten Mütze auf dem Kopf daher kam, wurde mir bewusst, was es für einen Glückfall bedeutet, diesen unermüdlichen Kämpfer für Frieden, Aussöhnung und Gerechtigkeit kennen gelernt zu haben. Reuven ist am 27. Oktober 88 Jahre alt geworden. Wir hatten uns mit ihm an der Anna-Kirche verabredet, weil diese eine ganz besondere Akustik hat. Natürlich packte er seine Mundharmonika aus und spielte und vielen anderen Kirchbesuchern, die mir schon so bekannten Weisen des Psalms 82: <em>Wie lange wollt Ihr noch das Recht verdrehen und für die Schuldigen Partei ergreifen?</em></p>
<p><figure id="attachment_3194" aria-describedby="caption-attachment-3194" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3194" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/reuven-768x1024.jpg" alt="beeindrucken: Reuven mit seiner Mundharmonika" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/reuven-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/reuven-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3194" class="wp-caption-text">beeindrucken:<br />Reuven mit seiner Mundharmonika</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir mit Reuven durch die Altstadt geschlendert, hier und da hielt er an, machte Bemerkungen zu dem was er sah, oft mit Bezug zum aktuellen Leben und damit zur politischen Situation. Man möchte das Mikrophon hin halten, alles Gesagte aufzeichnen, denn dieser alte Mann erscheint so vital, ja getrieben von dem Willen, das Ruder der Politik in Israel herum zu reißen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich würde gerne an dieser Stelle auf das Ende letzten Jahres erschiene 2. Buch von Reuven hinweisen:</p>
<p>„<em>Reuven Moskovitz – Ein Leben für Gerechtigkeit, Liebe und Versöhnung“</em></p>
<p>Hier heißt es im Vorwort (Auszug):</p>
<p><em>Reuven Moskovitz, mit einer prophetischen Gabe bedacht, der frühzeitig die Katastrophe erkennt, der mahnt, vor falschen Hoffnungen warnt und Visionen für einen gerechten Frieden in Israel/Palästina entwickelt: Viele Beispiele in diesem Buch belegen diese seine Fähigkeiten. Früher als viele andere Beobachter hat er darauf hingewiesen, dass es die israelischen Regierungen waren, die „keine Gelegenheit verpassten, um den Frieden zu verpassen.“ &#8230;&#8230;.</em></p>
<p><em>Er ist ein Weiser und ein politischer Mensch, der zur Staatsgründung eine konträre Position zu der des in Deutschland so populären und verklärten David Ben Gurion einnahm.</em></p>
<p><em>Bereits in seinen frühesten Berichten appelliert er an seine Regierungen, er klagt an </em>und beschwört sie, den Weg der Konfrontation mit den Palästinensern zu verlassen.<em> &#8230;.</em></p>
<p><em>Seit Mitte der 70er Jahre bereist Reuven Moskovitz Jahr für Jahr Deutschland. Es gibt für ihn „ein Deutschland, das ich liebe,“ wie er einen Brief  im Jahr 1974 überschrieb. Als Jude, der seine Heimat Rumänien verlassen musste, wird er nicht müde, auf die Verantwortung Deutschlands für eine israelische Friedenspolitik, die ihren Namen verdient, hinzuweisen. Er beklagt die Nibelungentreue, mit der die meisten Deutschen, zumal die Spitzen in Staat, Gesellschaft und Kirche, die verbrecherische Politik Israels gegenüber den Palästinensern wenn nicht verteidigen, so doch zumeist verharmlosen und relativieren.</em></p>
<p><em>(Aus dem Vorwort von Ekki Drost zum Buch: “) </em></p>
<p>Der Preis für ein Buch beträgt 15 €, Porto. Das Buch kann bei Gesine Janssen &#8211; Klunderburglohne 1, 26736  Uttum/Krummhörn, Tel.: 04923-200, bestellt werden.</p>
<p><figure id="attachment_3195" aria-describedby="caption-attachment-3195" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3195" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall-1024x768.jpg" alt="Chagalls-Fensterbilder in der " width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3195" class="wp-caption-text">die 12 Stämme Israels: Chagalls-Fensterbilder in der Abel-Synagoge</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie schon zu Beginn erwähnt, ist ein Teil unserer Gruppe am Nachmittag nach Yad Vaschem in die Holocaust-Gedenkstätte gegangen. Da ich sie schon einige Male besucht hatte entschied ich mich für die Besichtigung der weltbekannten <a href="http://www.philippuskirche.de/Historie/Hadassah.html" target="_blank">Fensterbilder von Chaggall.</a> Sie sind in einer Synagoge des Hadassah-Krankenhauses angebracht. Das Krankenhaus ist eines der führenden und größten Krankenhäuser im Nahen Osten. Es beherbergt eine viereckige hauseigene Synagoge, die Abel-Synagoge. Für diese Synagoge hat Marc Chagall 12 Fensterbilder erstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-3196" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall1-225x300.jpg" alt="chagall1" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall1-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/11/chagall1-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" />Die Fenster stellen Szenen aus dem Leben der 12 Stämme Israels dar. Einige Fenster wurden während des 6-Tage-Krieges 1967 beschädigt und später von Chagall selbst repariert. In einem der Fenster (einem grünen) beließ er in der unteren Hälfte ein Einschussloch &#8211; als symbolische Mahnung an den Krieg.<br />
Wir waren ganz alleine in der Synagoge und hatten genug Zeit die großartigen Bilder auf uns wirken zu lassen. Schon toll, dass solche Kunstwerke -ohne Eintrittsbeschränkung/Eintrittsgeld- zur Besichtigung für Interessierte offen stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Abschluss des Abends waren wir zu Gast bei <a href="http://marius-blog.de/schlagwort/faten/" target="_blank">Familie Mukarker</a>. Bei leckerem Essen erzählte uns Faten in ihrer unnachahmlichen Erzählweise von dem Leben in der arabischen-christlichen Familie.</p>
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		<title>frustriert und ohne Perspektive: Palästinas Jugend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2015 20:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Ramallah]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, am drittletzten Tag meines aktuellen Aufenthaltes, wollte ich noch einmal nach Ramallah, um mich dort mit zwei jungen deutschen Frauen zu treffen, die hier bei verschiedenen NGO`s tätig sind. Nach dem Frühstück habe ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/frustriert-und-ohne-perspektive-palaestinas-jugend/" title="frustriert und ohne Perspektive: Palästinas Jugend">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, am drittletzten Tag meines aktuellen Aufenthaltes, wollte ich noch einmal nach Ramallah, um mich dort mit zwei jungen deutschen Frauen zu treffen, die hier bei verschiedenen NGO`s tätig sind.</p>
<p>Nach dem Frühstück habe ich mich aber zunächst einmal hier in diesem jüdischen Stadtteil umgeschaut in dem sich das St Charles-Hospiz befindet, in dem ich, wie schon vor zwei Wochen, nun bis zum Ende meines Aufenthaltes in Jerusalem, zu Gast sein darf. Es befindet sich in der „German Kolonie“, in der nach1873 die Templer aus Württemberg ansiedelten. Ein kleiner Stadtteil, mit in kleinen Gärten</p>
<p><figure id="attachment_2805" aria-describedby="caption-attachment-2805" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2805" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm-300x200.jpg" alt="die &quot;Kapelle&quot; von St. Charles" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2805" class="wp-caption-text">die &#8222;Kapelle&#8220; von St. Charles</figcaption></figure></p>
<p>liegenden Häusern, so ein wenig altdeutscher Flair. Die Templer wurden im Übrigen während des 2. Weltkrieges von den Britten nach Australien deportiert, weil sie der NSDAP beigetreten waren. Das St. Charles befindet sich in der Lloyd George Street in der, wie er mit in der letzten Woche sagte, auch Reuven mit seiner Familie lange Zeit gewohnt hat. Auf der angrenzenden Bethlehemstraße war heute am</p>
<p><figure id="attachment_2804" aria-describedby="caption-attachment-2804" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2804" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe-300x200.jpg" alt="Freitagvormittag in der &quot;German Colonie&quot;: entspannte Atmosphäre " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2804" class="wp-caption-text">Freitagvormittag in der &#8222;German Colonie&#8220;: entspannte Atmosphäre</figcaption></figure></p>
<p>Freitag, wo ja zum Sonnenuntergang der Sabbat beginnt, etwa so eine Stimmung, wie bei uns am Samstagvormittag in den Städten herrscht. Viele jüdischen Israelis haben bereits frei und genießen bei doch schönen Sonnenschein den Einkaufsbummel oder in einem der zahlreichen Cafés das Frühstück.</p>
<p>Dann bin ich zur Busstation nach Ostjerusalem gegangen, etwa 3 km von dem jüdischen Stadtteil entfernt. Hier herrscht eine ganz andere Situation, die Läden haben am moslemischen „Sonntag“ zu mindestens bis Mittags nach dem Freitagsgebet geschlossen, es ist also dort, wo sonst orientalische Betriebsamkeit herrscht, sehr ruhig.</p>
<p>Viele Muslime sind gegen 10.30 aber schon auf dem Weg in die Altstadt zum großen Freitagsgebet auf dem Tempelberg. Nachdem, wegen der großen Unruhen im Land, aber gerade auch auf dem Tempelberg, wochenlang nur Frauen und Männer über 50 zum Gebet auf den Tempelberg durften, sind diese Beschränkungen nun wieder aufgehoben. Wahrscheinlich werden heute wieder Tausende an der drittheiligsten Stelle für Muslime, beten.</p>
<p>Leider fuhr heute am Freitag kein durchgehender Bus nach Ramallah, so bin ich mit einem Bus bis an den Checkpoint Qalandiya gefahren. Dort wo Morgens und Abends sich Tausende Palästinenser durch schmale Gänge und viele eiserne Drehkreuze zwängen, um von einer Seite zur anderen zu kommen, herrschte heute doch eine ziemliche Leere. Schnell war ich auf der palästinensischen Seite, genauso schnell bekam ich ein Service-Taxi und war nach ziemlich genau einer Stunde im Zentrum von Ramallah. Auch hier, wie schon im Osten von Jerusalem herrschte eine ungewohnte Ruhe. <a href="http://marius-blog.de/blog/seitenwechsel/" target="_blank">Informationen zum Checkpoint auch hier</a></p>
<p><figure id="attachment_2806" aria-describedby="caption-attachment-2806" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2806" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah-300x200.jpg" alt="im Zentrum von Ramallah" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2806" class="wp-caption-text">im Zentrum von Ramallah</figcaption></figure></p>
<p>Ich hatte mich mit Marieke und Tessa verabredet. Mit Marieke, die seit einigen Jahren bei der GIZ in Ramallah und Amman/Jordanien arbeitet, hatte ich im April <a href="http://marius-blog.de/blog/nilin-erneuter-besuch-in-einem-mutigen-dorf/" target="_blank">Saeed in Nih`lin besucht</a>, Tessa ist die Tochter einer ehemaligen Kollegin, sie arbeitet seit mehr als einem Jahr hier in Ramallah. Sie war zunächst bei der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig und arbeitet nun in einem kleinen Büro. Ihr Chef, hat sich seit Jahren damit beschäftigt Nachweise zu erbringen das und wie die Israelis Handelsabkommen die sie mit der EU abgeschlossen haben, auch auf anderen Gebieten, so zum Beispiel bei Waren die hier im Westjordanland erstellt werden, anwenden und so zum Beispiel Zollbeschränkungen umgehen. Durch diese Nachweise wird die EU an ihre eigenen Regeln erinnert. Vielleicht</p>
<p><figure id="attachment_2807" aria-describedby="caption-attachment-2807" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2807" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw-300x200.jpg" alt="wie bei uns: für viele ein Traum" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2807" class="wp-caption-text">wie bei uns:<br />für viele ein Traum</figcaption></figure></p>
<p>klingt das ein wenig zu trocken: Aber es geht zum Beispiel darum, das Israel hier im Westjordantal Datteln produziert, die dann bei uns als israelische waren – zollfrei (so ist das Abkommen) eingeführt werden. Seit Jahren tritt nicht nur pax christi, wo ich in der <a href="http://www.paxchristi.de/kampagnen/view/6468014589345792/Besatzung%20schmeckt%20bitter" target="_blank">Nahost-Kommission </a>mitarbeite dafür ein das die waren die in den besetzen Gebieten Produziert werden als solche auch gekennzeichnet werden müssen.</p>
<p><figure id="attachment_2808" aria-describedby="caption-attachment-2808" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2808" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr-300x200.jpg" alt="frisches Zuckerrohr geliefert" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2808" class="wp-caption-text">frisches Zuckerrohr geliefert</figcaption></figure></p>
<p>Beide jungen Frauen äußern sich, mit Blick auf die aktuellen Auseinandersetzungen, skeptisch, dass sich an der verfahrenen Situation in diesem Jahrzehnte währenden Konflikt noch etwas ändern wird. Die Abstände der größeren gewalttätigen Auseinandersetzungen werden geringer, es sind aber wie derzeit -sieht man einmal von den kriegerischen Auseinandersetzungen ab-eben doch eher Einzelattacken vor allem der frustrierten Jugend. Ohne eigene Perspektive wissen sie auch, dass schon ihre (Groß-) Väter alles probiert haben, ihr Leben riskiert, im Gefängnis gesessen und es hat alles nichts genutzt, im Gegenteil die Einschränkungen, Restriktionen werden immer größer.</p>
<p>Ziemlich ernüchtert habe ich die kurze Rückreise, wieder durch den so demütigenden Checkpoint, angetreten.</p>
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		<title>&#8230;..und wieder nach Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2015 18:49:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der gestrigen Wanderung durch einen Teil des Wadi Qelt war war unsere Wanderzeit zu Ende. Heute machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg (was die Entfernung angeht: 25 km), von Jericho nach <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/und-wieder-nach-jerusalem/" title="&#8230;..und wieder nach Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der gestrigen Wanderung durch einen Teil des Wadi Qelt war war unsere Wanderzeit zu Ende. Heute machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg (was die Entfernung angeht: 25 km), von Jericho nach Jerusalem. Was die Höhenmeter angeht ist der Unterschied freilich beträchtlich. Vor 230m unter dem Meeresspiegel geht es bis Jerusalem auf 850 m Höhe, also fast 1.100 m Höhenunterschied.</p>
<p><figure id="attachment_2794" aria-describedby="caption-attachment-2794" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2794" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-300x200.jpg" alt="Morgensonne auf die judäischen Berge" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2794" class="wp-caption-text">Morgensonne auf die judäischen Berge</figcaption></figure></p>
<p>Bevor ich aber vom heutigen Tag berichte, möchte ich noch kurz über ein Gespräch mit einem unser beiden Gastgeber erzählen was wir gestern am späten Nachmittag geführt hatte. Ashraf lud uns, überraschend zu einer „kleinen Vorspeise“ für unser im Anschluss geplantes Abendessen in seine Küche ein und gab uns auch noch von dem Rotwein zu trinken, den uns sein Bruder bereits zum Frühstück(!) angeboten hatte. Dann erzählte er uns ein wenig von seinem Leben und seinen Plänen mit diesem Gästehaus. Wir erfuhren, dass er früh (mit knapp 18 Jahren) begonnen hat zu studieren, dass er in Ostjerusalem (in seinem Elternhaus) nur noch &#8222;auf dem Papier lebt&#8220; (damit er die Jerusalemer Identitätskarte nicht verliert die ihm z. B ermöglicht vom Flughafen in Tel Aviv abzufliegen), dass er aber eine Wohnung in Beit Jala (bei Bethlehem) hat und eben auch für längere Zeit auch hier in Jericho lebt. Die vielen Regeln die die Israelis erfinden um den Jerusalemer Palästinensern das Leben schwer zu machen (mit dem einem Ziel, dass die Palästinenser der Stadt den Rücken kehren, auf das es eine rein jüdische Stadt wird) fordert die Palästinenser immer wieder aufs Neue heraus, Gegenstrategien zu entwickeln, die Regeln zu um gehen.</p>
<p>Heute morgen haben wir uns dann, nach einem wieder leckeren und</p>
<p><figure id="attachment_2788" aria-describedby="caption-attachment-2788" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2788" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-300x200.jpg" alt="Ja es gibt auch Haltestellen in Palästina" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2788" class="wp-caption-text">Ja es gibt auch Haltestellen in Palästina</figcaption></figure></p>
<p>gesunden Frühstück (aber ohne Wein!) auf den Weg nach Jerusalem gemacht. Hier in Palästina ist es eigentlich sehr einfach von &#8222;A&#8220; nach &#8222;B&#8220; zu kommen. Man stellt sich an die Straße und wenn ein orangenes Service-Taxi kommt, hält man es an, fragt ob der Kleinbus nach &#8222;B&#8220; fährt – wird die Frage bejaht- steigt man ein. Bis nach Jerusalem mussten wir zweimal umsteigen, einmal im Zentrum von Jericho, ein zweites Mal im Ostjerusalemer Stadtteil Eizariya (Bethanien). Insgesamt dauerte die Fahrt keine Stunde und kostete uns 20 Schekel (keine 5 €).</p>
<p><figure id="attachment_2789" aria-describedby="caption-attachment-2789" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2789" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-300x200.jpg" alt="von Jericho 1.100 m hinauf nach Jerusalem" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2789" class="wp-caption-text">von Jericho 1.100 m hinauf nach Jerusalem</figcaption></figure></p>
<p>In Jerusalem war es – bedingt durch den doch enormen Höhenunterschied &#8211; doch wesentlich kühler (16 °C) als im Jordantal (22 °C), so das ich zum ersten Mal auf dieser Reise meinen dünnen Pullover überzog.</p>
<p>Wir haben, bevor wir wieder zum Gästehaus St. Carles im Jerusalemer Stadtteil „German Colonie“ gegangen sind, noch einen Bummel durch die Altstadt gemacht. Am Damaskustor haben inzwischen sich zwei Polizeiposten „Regenfest“ stationiert, ansonsten konnten wir aber keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen feststellen. Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. An der Westmauer sahen wir eine relativ kleine Menschenschlange die auf die Öffnung des Zuganges zum Tempelberg wartete. Der Zugang ist morgens aber auch in der Mittagszeit zwischen 12.30 und 13.30 möglich. Spontan stellten wir</p>
<p><figure id="attachment_2795" aria-describedby="caption-attachment-2795" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2795" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-300x200.jpg" alt="hier steht es weiß auf beige: Juden sollen nicht auf dem Tempelberg " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2795" class="wp-caption-text">hier steht es weiß auf beige: Juden sollen nicht auf dem Tempelberg</figcaption></figure></p>
<p>uns auch an. Dort konnten wir dann wieder lesen, dass der Chef-Rabbiner den Juden verbietet auf den Tempelberg zu gehen. In den letzten Wochen war es wegen provokativen &#8222;Gebetsaktionen&#8220; weniger Juden auf dem Tempelberg, zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und der Polizei gekommen. Daraus entwickelten sich dann in der Folge die gewalttätigen Auseinandersetzungen in ganz Palästina und Israel, die bis heute mehr als 50 Todesopfer und über 1000 Verletzte (in der großen Mehrheit Palästinenser) gefordert haben. Nach einer knappen halben Stunde kamen wir an die Sicherheitskontrolle um dort zu erfahren, dass wir mit unseren relativ großen Rucksäcken nicht durch die Kontrolle können. Da ich schon einige Male auf dem Tempelplatz war, entschied mich mit unseren beiden Rucksäcken am Aufgang zu warten.</p>
<p><figure id="attachment_2792" aria-describedby="caption-attachment-2792" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2792" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-300x200.jpg" alt="erst besorgt, jetzt glücklich: Schwester Magdala" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2792" class="wp-caption-text">erst besorgt, jetzt glücklich:<br />Schwester Magdala</figcaption></figure></p>
<p>Gegen drei Uhr waren wir dann im Gästehaus St. Charles, wo uns Schwester Magdala erfreut empfing. Als sie letzte Woche hörte ,dass wir in der Westbank bei Nablus wandern wollen, war sie sehr erschrocken da sie befürchtete, dass uns wegen der Unruhen dort etwas passieren könne. Sie kennt sich dort gut aus, da sie aus der Gegend bei Arara stammt, der 2. Station unserer Wanderung. Sie hatte mir versprochen dafür zu beten, dass uns nichts Schlimmes passiert.</p>
<p>Gott sei es gedankt. Ihre Gebete wurden erhört. Wir sind gesund und wohlbehalten von unserer Wandertour auf den Spuren des Abrahams zurück.</p>
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		<title>Was möchtest Du essen: Reis oder Reis?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2014 06:40:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlerstrasse]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war mein letzter „Arbeitstag“ auf dem Weinberg. Wie immer wartete Daher mit seinem Oldie vor dem Tor von Talitha Kumi. Beim Einsteigen wies er auf ein Neubau im Tal: Der steht in der C-Zone <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/was-moechtest-du-essen-reis-oder-reis/" title="Was möchtest Du essen: Reis oder Reis?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war mein letzter „Arbeitstag“ auf dem Weinberg. Wie immer wartete Daher mit seinem Oldie vor dem Tor von Talitha Kumi. Beim Einsteigen wies er auf ein Neubau im Tal: Der steht in der C-Zone und hat sicherlich keine Baugenehmigung war seine Bemerkung. Etwas weiter wies er auf einen prächtigen Neubau im palästinensischen Dorf Husan hin: Hier hat sich einer ein „Schlösschen“ gebaut. Auf meine Frage wo der Bauherr das Geld her hat, seine kurze Antwort: „Stone“. Auf dem Weg zum Weinberg kommt man auch an der Siedlerstrasse die zur</p>
<p><figure id="attachment_2122" aria-describedby="caption-attachment-2122" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010071.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2122" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010071-300x225.jpg" alt="Siedlerstraße bei Husan" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010071-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010071-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010071.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2122" class="wp-caption-text">Siedlerstraße bei Husan</figcaption></figure></p>
<p>israelischen Siedlung Betar Illit führt. Sie führt etwa 30 m an der Moschee von Husan vorbei, „gesichert&#8220; mit Stacheldrahtrollen und einem sicherlich 10 m hohen Zaun. Schon irre wie scheinbar „normal“ sich hier die beiden Welten „berühren“</p>
<p>Nachdem in den letzten Tagen das Wetter nicht so gut war – ich berichtete- ist heute strahlender Sonnenschein von einem blauen Himmel angesagt. Auf dem Weinberg weht ein laues Lüftchen. Es scheint so friedlich hier oben. Nichts zu spüren von den aktuell großen Spannungen in unmittelbarer Nähe.</p>
<p>Heute morgen hatte ich im Internet gelesen, dass es in Jerusalem (Luftlinie 8 Km entfernt) und auch hier ganz in der Nähe, auf der Straße 60 bei der israelischen Siedlung Efrat, erneut zu Gewalttaten gekommen ist: in beiden Fällen sind wieder palästinensische Autofahrer in an Haltestellen wartende Israelis gefahren. Mindesten ein Toter und ein Dutzend Verletzter sind zu beklagen. Hintergrund, so die Berichte, sind die seit Wochen andauernden Auseinandersetzung um den Tempelberg (<a title="Kampf um den Tempelberg" href="http://marius-blog.de/blog/kampf-um-den-tempelberg/">ich berichtete bereits</a>). Gestern sollen wohl Soldaten zwecks Festnahmen mit Stiefel (!) in die Al Aqsa Moschee eingedrungen sein&#8230;.</p>
<p><figure id="attachment_2123" aria-describedby="caption-attachment-2123" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010076.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2123" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010076-300x225.jpg" alt="auch junge Weinstöcke geben Hoffnung" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010076-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010076-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010076.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2123" class="wp-caption-text">auch junge Weinstöcke auf dem Weinberg geben Hoffnung</figcaption></figure></p>
<p>Hier auf dem Weinberg ging heute alles seinen gewohnten Gang, zwei Volontäre waren an einer neuen Höhle beschäftigt (der 7. auf dem Gelände),zwei mit dem Anpflanzen von Zwiebeln und ich &#8230;den dritten Tag war wieder mit der grünen farbe unterwegs. Ich muss sagen ich streiche gerne an, eine ganz und gar meditative Arbeit. Und grün ist auch noch meine Lieblingsfarbe, was will ich mehr. Um 11 und 1 Uhr gibt es eine Pause. Während in der morgendlichen Pause Pitabrot mit Humus und Tomaten, aber auch schon einmal hier selbstgemachter Marmelade angesagt ist, gibt es Mittags immer „warm“. Meist Salat und dazu Nudel oder Reis mit einer Gemüsesoße (derzeit ist Aubergine angesagt). Fleisch gibt es wohl immer noch (ich erinnere mich an meinen Aufenthalt vor zwei Jahren) ganz selten. Diese etwas einfache Kost führt zu einem interessanten Phänomen (vor 2 Jahren und auch heute zu beobachten): man unterhält sich unter den Volontären oft über leckere Rezepte von zu Hause&#8230;</p>
<p>Ach ja, heute wurde zum Essen wurde man gefragt: Möchtest Du Reis oder Reis&#8230;.!</p>
<p>Nachmittags waren an jedem Tag in dieser Woche Gruppen zu Besuch, aus Kanada, den USA, Italien und Deutschland. Toll oder?</p>
<p>Hier ging um 16.44, wie ein roter Feuerball, die Sonne im nur 50 km entfernten Mittelmeer unter. Zur gleichen Zeit erschien über der Siedlung Neve Daniel der volle Mond wunderbar. Es könnte doch alles so friedlich sein&#8230;&#8230;..</p>
<p><figure id="attachment_2124" aria-describedby="caption-attachment-2124" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010077.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2124" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010077-1024x768.jpg" alt="Vertrauen, Selbstwertgefühl" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010077-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010077-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010077.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2124" class="wp-caption-text">mit Vertrauen und Selbstwertgefühl, hoffen lernen und Frieden pflanzen</figcaption></figure></p>
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		<title>Kampf um den Tempelberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2014 08:06:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwochabend wurde in Jerusalem ein Rabbi, der sich laut Pressemeldungen dafür einsetzt, das Juden auf dem Tempelberg beten dürfen, von einem Mann auf einem Motorrad angeschossen und schwer verletzt worden. In der gleichen Nacht <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/kampf-um-den-tempelberg/" title="Kampf um den Tempelberg">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwochabend wurde in Jerusalem ein Rabbi, der sich laut Pressemeldungen dafür einsetzt, das Juden auf dem Tempelberg beten dürfen, von einem Mann auf einem Motorrad angeschossen und schwer verletzt worden. In der gleichen Nacht wurde ein verdächtiger Palästinenser von der Polizei erschossen. Gestern kam es dann, wie schön des Öfteren in den letzten Wochen, an verschiedenen Stellen in Jerusalem zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen vor allem jungen Palästinensern und der Polizei.</p>
<p>Der Tempelberg in der Altstadt Jerusalems ist einer der umstrittensten Orte der Welt. Er ist Juden und Muslimen heilig. Juden ist es jedoch verboten, auf dem Tempelberg zu beten. Wie ich bereits berichtet habe hatte es in den Vorwochen bereits große Spannungen in Ostjerusalem gegeben.</p>
<p>Aus Sicherheitsgründen wurde der Zugang für Palästinenser auf den heiligen Berg, wo sich die al-Aksa-Moschee befindet, stark beschränkt. Gleichzeitig hat Netanjahu neuen provozierenden Besuchen von jüdischen Fundamentalisten auf dem Gelände zugestimmt. Während ihres Besuches wurden palästinensische Randalierer in der Moschee eingesperrt, um Zusammenstöße zu verhindern. 2000 hatte der Besuch des damaligen Oppositionsführers Ariel Scharon die Zweite Intifada, massive Palästinenser-Proteste, ausgelöst.</p>
<p>Gestern nun – an einem (verregneten) Freitag- der für die Muslime Feiertag ist, und an dem sie sich normalerweise zu Tausenden zum „Freitagsgebet“ am Mittag auf dem Tempelplatz in der Altstadt versammeln, rechnete die Polizei wieder mit Ausschreitungen in und um die Altstadt. Ich hatte mich an diesem Tag mit den beiden Berliner Ehepaare verabredet, die ich in den vergangenen Tagen ein wenig durch Jerusalem geführt hatte. Sie hatten ihr Nachtquartier mitten in der Atstadt im Armenischen Hospitz.</p>
<p><figure id="attachment_2074" aria-describedby="caption-attachment-2074" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000993.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2074" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000993-1024x768.jpg" alt="&quot;Zum Gebet&quot; vor dem Checkpoint" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000993-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000993-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000993.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2074" class="wp-caption-text">&#8222;Zum Gebet&#8220; vor dem Checkpoint</figcaption></figure></p>
<p>Schon am Busbahnhof am Damaskustor bot sich mir ein bizarres Bild. Der Platz vor dem Tor glich einem polizeilichen Heerlager, er war mit mehreren Polizeisperren bestückt, vor der ersten Sperre hatten sich bereits einige junge Palästinenser „zum Gebet“ auf den mitgebrachten Teppich gekniet. Verschiedene TV-Anstalten hatten ihre Kameras in Position gebracht.Medienberichten zufolge waren rund um die Al-Aksa-Moschee rund 3.000 Polizisten postiert &#8211; dreimal so viele wie normalerweise. Die Kontrolle passieren durften palästinensische Frauen, alle Männer über 50 Jahre und solche Personen die Augenscheinlich Pilgerer oder eben keine Palästinenser waren. Der Eingang zur Altstadt, dort wo sonst geschäftiges arabisches Treiben und drangvolle Enge vorherrscht, schien verweist., viele Geschäfte hatten ihr Eisentor herunter gelassen. Auf jedem Schritt spürte ich eine angespannte Stimmung. Alle paar Meter standen schwerbewaffnete Polizisten und immer wieder gab es Personenkontrollen.</p>
<p>Von dieser Belagerungssituation scheinbar unbeeindruckt zogen betend zahlreiche Pilgergruppen aus aller Welt den berühmten Kreuzweg auf der Via Dolores.</p>
<p><figure id="attachment_2075" aria-describedby="caption-attachment-2075" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1010002.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2075" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1010002-300x225.jpg" alt="Polizeisperre am österreichischen Hospiz" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1010002-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1010002-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1010002.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2075" class="wp-caption-text">Polizeisperre am österreichischen Hospiz</figcaption></figure></p>
<p>Mich hat dieses Erlebnis ziemlich berührt, spürte ich doch in den Augen und in der ganzen Körperhaltung vieler Palästinenser die – mit dem Gebetsteppich auf ihren Schultern- zum Tempelberg gingen, eine große Anspannung. Es muss für sie eine große Demütigung bedeuten sich nicht frei zu einem ihrer wichtigsten Gebetsorte bewegen zu dürfen.</p>
<p>Wir haben dann die Altstadt verlassen, etwa drei Kilometer entfernt herrschte auf dem Jerusalemer Markt großes Einkauftreiben. Viele jüdische Jerusalemer deckten sich mit dem ein was sie für den am Abend beginnenden Schabbat brauchen.</p>
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		<title>Der normale Wahnsinn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2014 21:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich, so wie heute, am Abend vor meinem PC sitze und überlege was ich und die Gruppe denn heute so alles erlebt haben und was ich davon in diesem Blog berichten soll fällt es <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/der-normale-wahnsinn/" title="Der normale Wahnsinn">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich, so wie heute, am Abend vor meinem PC sitze und überlege was ich und die Gruppe denn heute so alles erlebt haben und was ich davon in diesem Blog berichten soll fällt es mir schwer den so langen Tag von 8.00 bis 19.00 Uhr in diesem Bericht zusammenzufassen.</p>
<p><figure id="attachment_1891" aria-describedby="caption-attachment-1891" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000262.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1891" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000262-300x225.jpg" alt="Morgensonne über Bethlehem" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000262-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000262.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1891" class="wp-caption-text">Morgensonne über Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Zu aller erst ging die Sonne wieder wunderschön über Bethlehem auf. Dann haben wir uns nach Jerusalem auf gemacht, mit dem Bus nur etwa 15 Minuten Fahrzeit, wobei man –fast schon normal durch das große Tor der Mauer fährt, die seit 2003 die beiden Städte und Israel und Palästina von einander trennt&#8230;. Dort an einem schönen Ausblick liegt diese wunderschöne Stadt vor uns, der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel glänzt in der Morgensonne, es ist ein Anblick der mich süchtig machen kann.</p>
<p>Vom Kirchturm der deutsch-lutherischen Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg hat man den schönsten Blick auf Jerusalem, aber auch in die andere Richtung auf die judäische Wüste hinunter nach Jericho und zum Toten Meer . Dann sind wir den Ölberg hinab gestiegen, haben im Garten Gethsemane die Jahrtausend alten Olivenbäume bewundert.</p>
<p>Und dann auf einmal&#8230;..man hört Explosionen aus der Altstadt kommend, schon vor Tagen gab es auf dem Tempelberg gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen israel. Soldaten und Palästinensern. Hintergrund ist das Juden vor Wochen begonnen haben auf dem für Moslem heiligen Platz zu beten, eine pure Provokation.</p>
<p><figure id="attachment_1892" aria-describedby="caption-attachment-1892" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000242.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1892" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000242-300x225.jpg" alt="Eine Stadt deren Anblick einen süchtig machen kann" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000242-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000242.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1892" class="wp-caption-text">Eine Stadt deren Anblick einen süchtig machen kann</figcaption></figure></p>
<p>So hat es , wie ich heute Abend gehört habe, auch heute morgen solche Zusammenstöße zwischen Juden und Palästinensern gegeben. Dazwischen das Militär das mit solchen Blendgranaten die beiden Gruppen auseinander hält Und trotzdem geht hier alles seinen &#8222;normalen Gang&#8220;&#8230; tausende Touristen bevölkern die Altstadt, sind an den „heiligen Stätten“ und neben an läuft der „normale“ Streit zwischen Palästinensern und Juden. Es ist für mich schwer auszuhalten. Schon gestern in Hebron war ein solches Gefühl bei mir sehr stark, ich war überrascht was die Palästinenser so alles scheinbar „Stoisch“ einstecken.</p>
<p>So saßen wir heute Abend in einem schönen Restaurant in Beit Sahur, das Essen war lecker, die Stimmung bei uns aber auch den anderen Gästen gut. Was da heute morgen im 10 km entfernten Jerusalem auf dem Tempelberg stattfand, schien hier keinen noch irgendwie zu berühren.</p>
<p><figure id="attachment_1897" aria-describedby="caption-attachment-1897" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000240.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1897" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000240.jpg" alt="Olivenernte am Ölberg" width="640" height="480" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000240.jpg 640w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000240-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1897" class="wp-caption-text">Olivenernte am Ölberg</figcaption></figure></p>
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