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	<title>Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>„Übe Gerechtigkeit und du wirst Frieden haben“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2026 09:44:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange habe ich überlegt, welche Überschrift ich meinem Beitrag für den heutigen Bericht am letzten Tag meines Aufenthaltes hier geben soll: Schließlich ist mir der Ausspruch vom Augustinus eingefallen, den Pater Simeon am Sonntag in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/uebe-gerechtigkeit-und-du-wirst-frieden-haben/" title="„Übe Gerechtigkeit und du wirst Frieden haben“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Lange habe ich überlegt, welche Überschrift ich meinem Beitrag für den heutigen Bericht am letzten Tag meines Aufenthaltes hier geben soll:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich ist mir der Ausspruch vom Augustinus eingefallen, den Pater Simeon am Sonntag in seiner Predigt in der Dormitio erwähnt hatte: „<em>Übe Gerechtigkeit und Du wirst Frieden haben“</em>&nbsp;Weiter heißt es bei Augustinus: „<em>Wenn du Gerechtigkeit nicht liebst, wirst du keinen Frieden haben, denn diese zwei, Gerechtigkeit und Frieden, lieben sich und küssen sich, so dass, wer Gerechtigkeit übt, den Frieden findet, der die Gerechtigkeit küsst“</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5672" style="width:600px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/261833D1-A00C-424D-BACE-D6A8C44F14F2-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben hier geht einfach weiter</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun sitze ich am Flughafen, habe noch mehr als 2 Stunden Zeit bis ich den Flieger besteigen kann und kann die Zeit gut nutzen, um meine abschließenden Gedanken zu dieser, nun 23. Reise nach Israel und Palästina, für mich und Euch aufzuschreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ging es, wie schon bei den letzten Rückflügen, erstaunlich unkompliziert zu. Wenige Fragen zum. Koffer, zu Geschenken die ich ggfs. mitnehmen…das war es dann schon. Keine Kofferkontrolle, kein Fragen wo ich den überall gewesen bin, das habe ich, die Kenner meines Blog`s werden es wissen, schon ganz anders erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich nun rückblickend auf die insgesamt 12 Tage schaue, dann wird mir bewusst, dass ich mich noch nie bei den bisherigen Reisen in diese Region so belastet gefühlt habe, von dem was ich gesehen, gehört oder eben auch über die sozialken Medien erfahren habe. Ihr könnt es mir glauben, oft habe ich mich, gerade wenn ich in Jerusalem war, irgendwo hingesetzt, habe die warme Sonne genossen, und konnte dabei meine Seele „etwas Baumeln lassen“. Gerade wenn ich „auf der anderen Seite“ war, war eine solche Entspannung nur schwer möglich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5674" style="width:590px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D884178-CFFF-487A-8F1B-D5DF1A9E4E7E-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Oase&#8220; im Gartencafe des American-Hotels im Stadtteil Sheik Jarrah in Ost-Jerusalem</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich zugesetzt hat mir dabei vor allem die Erkenntnis, dass es um meinem „Herzensprojekt“ dem Tent of Nations, so schlecht „bestellt“ ist. Da brauche ich schon den den mitreißenden Elan von Daoud, der, so lange ich ihn kenne, überzeugend verkündet: „<strong><em>wir geben nicht auf, wir schaffen es</em></strong>“. Ob diese hoffnungsvollen Worte allerdings wirklich ausreichen, eine Anerkennung durch die israelische Militärbehörde zu erreichen, wird man sehen. Leider ist es ja nach wie vor, gerade auch bei den Politikern in Deutschland nicht so, dass sie die Beachtung von Menschenrechten, bei den Konflikten in dieser Erde ein gleiches Gewicht einräumen. Wie sonst könnte man die so unterschiedliche Haltung/Bewertung zwischen dem Ukraine-Konflikt und dem in Israel und Palästina, verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich bei meinem Aufenthalt hier bemüht,  den Menschen hier ein Zeichen der Achtung, der Würde und des Mitfühlens zu geben. Ich hätte gerne noch mehr Menschen, gerade „auf der anderen Seite“ getroffen, leider haben es die aktuellen Umstände verhindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schön war es auch, dass ich viel Unterstützung aus der Heimat gespürt habe. Viele haben mir geschrieben, wirklich ganz viele Menschen haben in meinen Blog geschaut, an manchen Tagen, waren es mehr als 200 Leser: innen. So konnte dass, was ich erlebt, gefühlt und beschrieben habe, wunderbar vervielfältigt werden</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherlich, ich fahre nun mit gemischten Gefühlen zurück, bin sehr gespannt, wie sich das Ergebnis der Wahlen auf die zukünftige Politik in Israel auswirken wird. Ich werde aber bei meinem Engagement in Deutschland, bei Pax Christi  <a href="https://www.paxchristi.de/kommissionen/view/5305177963757568/Kommission%20Nahost">https://www.paxchristi.de/kommissionen/view/5305177963757568/Kommission%20Nahost</a> und auch bei KoPI <a href="https://www.kopi-online.de/wordpress/">https://www.kopi-online.de/wordpress/</a> weiterhin bemühen, die Menschen hierzulande, vor allem aber  die Politiker, davon zu überzeugen, dass es sich um der Menschen willen, in Israel und Palästina, „lohnt“, alles dafür zu tun das es zu einem Ende der Besatzung und zu einem gerechten Frieden kommen möge.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5673" style="width:546px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/13D4726A-35A1-4C49-9243-483C1032ED2C-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Schaden durch Raketentrümmer am Turm</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte ja zu Beginn meiner Reise angekündigt, dass ich die Menschen hier Fragen wollte, wie sie denn glauben, wie es zu einem gerechten Frieden hier kommen kann. Ich muss eingestehen, viele Antworten darauf habe ich nicht bekommen. Das hängst sicher damit zusammen, dass die Menschen hier, von den Erlebnissen des Alltages so beeindruckt, ja betroffen sind, dass die (großen) Gedanken an Frieden bei Gerechtigkeit gar nicht aufkommen können. Ich denke da vor allem an Fatima, Daoud, Mohammed, Kamal, aber auch die Schwestern in meiner Unterkunft haben derzeit ganz andere Sorgen. Es kommen keine Gäste, also gibst es keine Einnahmen. Es wird neben den normalen mtl. Unterhaltskosten, dringend Geld für Reparaturarbeiten benötigt: Teile einer abgefangenen iranischen Rakete, haben den Turm ihrer Kapelle getroffen. Dabei sind auch alle Fenster des Gästehauses zerstört worden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5448" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/ECFA3EA2-DEE8-4B65-8FFC-F0CC095BB796-1-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Abendstimmung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich hat mir Augustinus die „Richtige“ Antwort zur Frage zu Frieden und Gerechtigkeit gegeben:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb will ich abschließend gerne mit Fortsetzung der Gedanken von Augustinus zum Frieden und der Gerechtigkeit diesen meinen heute letzten Beitrag zu dieser Reise nach Jerusalem und Bethlehem beenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Frage einen beliebigen Menschen: Willst Du Frieden? Einhellig antwortet dir das ganze Menschengeschlecht: ich wünsche ihn mir, ersehne ihn, will ihn, liebe ihn. Liebe auch die Gerechtigkeit, weil Gerechtigkeit und Friede zwei Freundinnen sind, die sich küssen. Wenn du die Freundin des Friedens nicht liebst, wird der Frieden dich auch nicht lieben und nicht zu dir kommen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">Ich werde es Euch mitteilen, ob und wenn ja wann, ich das nächste Mal mich auf den Weg mache, die leidenden und unterdrückten Menschen in dieser Region, für eine Zeit zu begleiten…bei Ihnen zu sein.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (26. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Israel hat, selbstverständlich, vielerlei Gründe zu Angst und Sorge. Der Nahe Osten ist in Aufruhr, wird von fanatischen Strömungen in Mitleidenschaft gezogen, seine Mehrheit ist Israel gegenüber äußerst feindselig eingestellt und strebt offenkundig nach seiner Vernichtung. Aber gerade aufgrund dieser Gefahren und Bedrohungen können Verzweiflung und Nichthandeln als effiziente Strategie nicht taugen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Grossmann  <a href="https://www.spiegel.de/ausland/gaza-israelischer-schriftsteller-david-grossman-spricht-von-genozid-a-5ae91078-8935-49b1-857c-dbd7f38eea2d">https://www.spiegel.de/ausland/gaza-israelischer-schriftsteller-david-grossman-spricht-von-genozid-a-5ae91078-8935-49b1-857c-dbd7f38eea2d</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Im September 16 Siedlerangriffe pro Tag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 19:34:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
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					<description><![CDATA[An meinem letzten Tag, bevor ich morgen zurückfliege, habe ich mich, trotz Einladung von Fatima doch nochmal über die Grenze zu kommen, nicht “getraut“ ihrem Wunsch nachzukommen. Meine Erfahrungen hier sind doch die, dass jeden <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/im-september-16-siedlerangriffe-pro-tag/" title="Im September 16 Siedlerangriffe pro Tag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">An meinem letzten Tag, bevor ich morgen zurückfliege, habe ich mich, trotz Einladung von Fatima doch nochmal über die Grenze zu kommen, nicht “getraut“ ihrem Wunsch nachzukommen. Meine Erfahrungen hier sind doch die, dass jeden Tag etwas passieren kann. Und ich möchte dann doch nicht, deshalb morgen meinen Rückflug verpassen.</p>



<h1 class="wp-block-heading"><strong>Siedler verübten im September 479 Angriffe, 16 pro Tag</strong></h1>



<p class="wp-block-paragraph">Gestern bekam ich die nachfolgende anschauliche, aber ebenso erschreckende&nbsp;&nbsp;Info über die Orte und die Zahlen der Siedlerüberfälle&nbsp;&nbsp;im vergangenen September 2026</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/Unbenannt.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="945" height="962" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/Unbenannt.png" alt="" class="wp-image-5665" style="aspect-ratio:0.9823304767299504;width:594px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/Unbenannt.png 945w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/Unbenannt-295x300.png 295w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/Unbenannt-768x782.png 768w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auf das Gouvernement Ramallah entfielen 154 davon, ein Drittel der Angriffe des Monats, wobei an jedem Tag im September mindestens ein Angriff stattfand. Die Zahl lag über dem Monatsdurchschnitt von 459 für das Jahr 2026, und die Olivenernte trieb sie gegen Ende noch weiter in die Höhe: Vom 22. bis zum 30. September stieg die Zahl der Angriffe auf fast 19 pro Tag. Ich habe diese Information und auch das Schaubild von einer Gruppe Namens Good Shepherd Collective. Laut KI ist Good Shepherd Collective (GSC) eine palästina-solidarische politische Basisinitiative, die sich mit der Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten beschäftigt. Sie arbeitet sowohl mit Aktivistinnen und Aktivisten in Palästina als auch mit Unterstützern im Ausland zusammen. Ihr Schwerpunkt liegt auf Menschenrechtsarbeit, politischer Bildungsarbeit und Kampagnen gegen die israelische Besatzungs- und Siedlungspolitik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist zu befürchten, dass der Monat Oktober, besonders weil in diesem Monat die Olivenernte begonnen hat, noch wesentlich höhere Zahlen aufweisen wird</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5666" style="width:541px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A3BDAC8E-AB3E-4DCA-9F87-965272EB97D1-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">An diesen Anblick kann ich mich immer noch nicht gewöhnen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Erzbischof Bentz, den ich ja in ja am vorletzten Sonntag in der Dormitio erlebt habe, kritisiert nach seiner Rückkehr in den Medien in Deutschland die Siedlergewalt: Bentz warf den Siedlern vor, vor der israelischen Parlamentswahl am 27. Oktober &#8222;im wahrsten Sinne des Wortes: mit aller Gewalt&#8220; auf sich aufmerksam machen zu wollen. Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation Yesh Din wurden zahlreiche Angriffe auf Erntehelfer und Fälle von Olivendiebstahl dokumentiert. Palästinensische Bauern werden zudem am Zugang zu ihren Feldern gehindert. Man könnte meinen, da wissen doch alle Bescheid…aber leider gibt es </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heute habe ich über meinen WhatsApp Status einen Link zu einem aktuellen Interview mit dem israelischen Historiker Omer Bartov eingestellt. Hier auch der Link zum Beitrag</strong> <a href="https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-hat-einen-Voelkermord-im-Gazastreifen-beguenstigt-id31445636.html">https://www.n-tv.de/politik/Deutschland-hat-einen-Voelkermord-im-Gazastreifen-beguenstigt-id31445636.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur morgen anstehenden Wahl sagt er in diesem NTV-Interview</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Gadi Eisenkot gilt als möglicher Netanjahu-Nachfolger bei der Wahl am 27. Oktober. Was könnte sich unter ihm ändern?</em></strong><em></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Opposition macht kaum Aussagen dazu, wie sie mit dem Kernproblem Israels umgehen will: der Beziehung zwischen Juden und Palästinensern im Staat Israel, der eigentlich ein einziger Staat zwischen dem Fluss [Jordan] und dem Meer ist, in dem Menschen unter unterschiedlichen Rechtsordnungen leben. Sie haben nicht gesagt, weder Eisenkot noch Bennett, was sie vorhaben. Das Einzige, was Eisenkot angedeutet hat, ist, dass einige der sogenannten illegalen Siedlungen oder Außenposten im Westjordanland geräumt würden. Vielleicht tun sie es, vielleicht auch nicht.&nbsp;</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5667" style="width:534px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B5BE91C5-9B5F-4936-AC68-031E6995AA4C-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Abendstimmung am Jaffa-Tor</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ich hoffe trotzdem sehr, dass Netanjahu,&nbsp;Bengvir&nbsp;und&nbsp;Smotrich abgesetzt werden, denn sie haben das politische System Israels völlig vergiftet. Außerdem sind sie zutiefst korrupt. Die Rechtsstaatlichkeit bricht in Israel zusammen. Die Polizei ist zu einer Miliz des Ministers [Ben-Gvir] geworden. Die Lage in Israel ist sehr unsicher, da das Land jeden Anschein eines Rechtsstaats verliert, geschweige denn einer liberalen Gesellschaft. Ich glaube aber, dass der Hauptvorteil dieser Koalition vor allem darin bestünde, dass sie die Gewalt gegen arabische Israelis, die ebenfalls unter großem Druck stehen, eindämmen könnte. Ich denke, sie wäre auch empfänglicher für Druck von außen. Und das ist für mich der wichtigste Punkt. Netanjahu, Smotrich und Ben-Gvir haben nichts zu verlieren. Sie werden ihre Politik so weit wie möglich und so lange wie möglich fortsetzen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Israelische-Siedler-greifen-Washington-Post-Journalistin-an-id31427626.html"></a><a href="https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Israelische-Siedler-greifen-Washington-Post-Journalistin-an-id31427626.html"></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Also warten wir es ab, wie sich die israelischen Wähler: innen morgen entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute zum Abend hatte ich noch ein besonderes Erlebnis. Ich habe mir in dem alten arabischen Restaurant „Basti“, was Visasvis vom Eingang des österreichischen Hospizes an der Via Dolores liegt noch eine Portion Falafel gegönnt. Direkt vor mir befand sich ein Polizeiposten mit drei jungen Beamten. Alle Palästinenser, die weiter in die Altstadt wollten, wurden angehalten und nach ihren Ausweispapieren befragt. Egal ob junge Frauen mit ihren Kindern oder ganz Alte. Der eine oder andere, wurden dann, ohne für mich erkennbaren Grund nicht durchgelassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5668" style="width:573px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/51848B62-0417-4E67-BBB0-1EA0E5236F4A-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Gefühl: dass dies einfach nur eine Schikane gegenüber den Palästinensern ist, wurde auch deshalb bestärkt, dass (selbstverständlich) keine Juden oder andere Touristen/Pilger angehalten wurde. Für mich immer wieder erstaunlich, mit welcher (scheinbaren) Gelassenheit, die Menschen diese Schikane „über sich ergehen lassen“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich melde mich morgen, oder auch übermorgen, dann auch nochmal mit einem abschließenden Bericht in diesem Blog, in dem ich auch versuchen werde, für Euch, ein kleines Fazit zu meinem 12-tägigen Aufenthalt zu ziehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (26. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und haltet insgesamt fest an der Verbindung mit Gotte und spaltet euch nicht! Und gedenkt der Gnade, die Gott euch erwiesen hat, als ihr Feinde wart und er zwischen euren Herzen Hoffnung stiftete, wodurch ihr durch seine Gnade Brüder wurdet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sure 3 103</p>
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		<title>Warnung per WhatsApp</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:50:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern am späten Abend erreichte mich eine WhatsApp-Nachricht von meinem paläsinensichen Gesprächspartner aus der Abreahamsherberge. Diesen hatte wiederum eine WhatsApp Nachricht erreicht, die, man kann es vermuten, der israelische Staat ihm geschickt hat. Die Nachricht <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/warnung-per-whatsapp/" title="Warnung per WhatsApp">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gestern am späten Abend erreichte mich eine WhatsApp-Nachricht von meinem paläsinensichen Gesprächspartner aus der Abreahamsherberge. Diesen hatte wiederum eine WhatsApp Nachricht erreicht, die, man kann es vermuten, der israelische Staat ihm geschickt hat. Die Nachricht (sie war auf englisch) hatte folgenden Inhalt:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong><em>An die Familie des freigelassenen Häftlings</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>In Ihrem Haushalt lebt jemand, der nach einer Verurteilung wegen terroristischer Straftaten aus einem israelischen Gefängnis entlassen wurde. Um Ihren Alltag aufrechtzuerhalten, ist es am besten, wenn er solche Aktivitäten meidet, wie man Feuer meidet. Die Sicherheitskräfte überwachen jeden, der den Weg des Terrorismus eingeschlagen hat, ebenso wie dessen Angehörige und sein Umfeld.</em></strong> <strong><em>Jede Verbindung Ihres Familienmitglieds zum Terrorismus wird Ihr tägliches Leben schwer beeinträchtigen.</em></strong> <strong><em>Lassen Sie nicht zu, dass dieses Familienmitglied Ihre Zukunft gefährdet.</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie mir Georg, ein guter, deutscher, Bekannter von meinem Palästinensischen Gesprächspartner gestern, ebenfalls per WhatsApp berichtete, wurde Ende Februar 2020 der Bruder, von Soldaten, bei einer der vielen nächtlichen Aktionen, abgeführt, geschlagen und verschleppt. Georg war zu diesem Zeitpunkt zu Besuch bei ihm und hat diese Aktion selbst miterlebt. Anschließend war der Bruder ohne Anklage (!), 18 Monate im israelischen Gefängnis Ofer untergebracht, dass als „Foltergefängnis“ unrühmlich bekannt wurde. Er sei als „gebrochener“ Mann zurückgekommen „ein Schatten seiner selbst“.</strong> <a href="https://una-oic.org/de/palästinensisch/2025/11/23/Ofer-Gefängnis%3A-harte-Behandlung-der-Gefangenen-und-Vernachlässigung/">https://una-oic.org/de/palästinensisch/2025/11/23/Ofer-Gefängnis%3A-harte-Behandlung-der-Gefangenen-und-Vernachlässigung/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vor diesem Hintergrund ist diese, einschüchternde Warnung aus Israel, wohl zu verstehen.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5660" style="width:522px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/FA746136-0736-43B0-B458-BEFB167444DE-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei allem Elend was die Menschen hier erleben, bleibt ein Trost: die schöne Natur</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn man dann liest, was derzeit in Hebron nach dem Schusswechsel am Freitag, durch die israelische Armee an Maßnahmen gegen die Zivilbevölkerung durchgeführt wird, kann man sich gut vorstellen, dass solche Maßnahmen, bei ähnlichen Vorfällen auch im Flüchtlingscamp durchgeführt werden&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR) berichtet von weitreichenden Vergeltungsmaßnahmen der israelischen Besatzungstruppen (IOF) gegen palästinensische Zivilisten in Hebron im Süden des Westjordanlands. Zu diesen Maßnahmen gehören die Sperrung der Zufahrten zur Stadt, die Isolierung von Stadtvierteln, der Abriss von Wohnhäusern und gewerblichen Einrichtungen, die Beschlagnahmung von Fahrzeugen sowie die gewaltsame Vertreibung von Hunderten von Familien aus ihren Häusern, begleitet von Massenverhaftungen und Angriffen auf Zivilisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das PCHR betont, dass diese Maßnahmen Teil einer wiederkehrenden israelischen Politik sind, die darauf abzielt, die bloße Präsenz der Palästinenser zu untergraben, indem die Beschränkungen für die Bewohner verschärft, ihr Eigentum zerstört, sie gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben und eine Zwangsrealität auferlegt wird, die ihre Grundrechte untergräbt. Das PCHR betont ferner, dass die Ausnutzung des Schusswechsels in der Nähe des nördlichen Stadteingangs zur Rechtfertigung von Kollektivstrafen, der Zwangsvertreibung von Einwohnern und der Zerstörung ihres Eigentums keine rechtliche Grundlage für diese Verstöße bietet und Israel nicht von seinen Verpflichtungen gegenüber der Zivilbevölkerung entbindet, die nach dem humanitären Völkerrecht geschützte Personen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5661" style="width:561px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/B0E28F5A-09D1-4653-895C-B41FD982ACC0-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, jetzt noch etwas von meinen Erlebnissen am Tage zu berichten. Ich habe mich ja im „geschützten“ Jerusalem aufgehalten, wo heute für die meisten, der erste Arbeitstag der neuen Woche stattfand. Ich habe mich allerdings daran gehalten, dass heute Sonntag ist und bin zunächst zum Gottesdienst in die Dormitio-Abtei gegangen. Vielleicht werden es einige aus der Leser:innenschaft meines Blogs nachvollziehen können: Es tut mir gerade angesichts der Situation die um mich herum herrscht, ausgesprochen gut, ja es entlastet mich auch ein wenig, meine Gedanken und Bitten vor Gott zu tragen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn dann auch noch in der Predigt etwas von Gerechtigkeit und Frieden gesagt wird, habe ich für mich gleich einen Bezug zur realen Situation. Ich werde in meinem morgen Tagesbericht näher auf die Predigt eingehen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schließen möchte ich heute in dem ich über ein kurzes Telefonat berichte, dass ich heute Abend mit Fatima geführt habe. Wir beide bedauern es sehr, dass wir, obwohl nur 10 Fahrminuten voneinander entfernt uns nicht noch einmal sehen können. „<em>Ich fühle mich wie in einem Gefängnis, alle Bewohner:innen der Westbank sind eingeschlossen“</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich konnte Fatima nur damit ein wenig „trösten“, dass ich versprochen habe, mich in den nächsten Tagen (auch von zu Hause) bei ihr telefonisch zu melden. Sie hat mir schon nach meinem Besuch gesagt, wie gut es ihr tut, wenn sie sich ihren Kummer „von der Seele“ reden kann. Im Übrigen können sie derzeit nicht zu ihren Olivenbäumen. Die Straßen dorthin sind bis auf Weiteres gesperrt</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5662" style="width:556px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/680B0F86-EB8B-41D5-95DE-2CAE6A3834E3-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal hilft auch ein guter arabischer Kaffe</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (25. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sagen: Die Schrift ist erfüllt, heißt glauben, das Gottes Wort für uns stets ein Wort des Friedens, des Lebens, der Liebe und der Freude ist. Es ist ein Wort der Hoffnung und Stärkung für alle Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naim Stifan Ateek</p>
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		<title>„As-salamu alaikum“ &#038; Shalom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 19:34:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Ölberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern hörte ich, wie sich zwei palästinensischen Frauen mit As-salamu alaikum begrüßten. Weil es mich schon interessierte, was das denn nun genau heißt, habe ich am Abend gleich mal KI befragt, wie es denn hier <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/as-salamu-alaikum-shalom/" title="„As-salamu alaikum“ &#38; Shalom">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Gestern hörte ich, wie sich zwei palästinensischen Frauen mit As-salamu alaikum begrüßten. Weil es mich schon interessierte, was das denn nun genau heißt, habe ich am Abend gleich mal KI befragt, wie es denn hier so ist mit den Begrüssungungsformen in Palästina und Israel</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bekannteste islamische Grußformel lautet&nbsp;<strong>„As-salamu alaikum“ (السلام عليكم)</strong>, was „Friede sei mit dir“ bedeutet. Die passende Antwort darauf ist&nbsp;<strong>„Wa-alaikum as-salam“</strong>, also „Und mit dir sei Friede.&nbsp;&nbsp;Diese Begrüßung wird in der gesamten arabischen Welt verwendet, unabhängig davon, ob die Person Muslim ist, und vermittelt Respekt und Freundlichkeit.&nbsp;Die israelischen Juden begrüßen sich mit Shalom (Frieden), ein universelles Hallo oder „Auf Wiedersehen“ oder auch Shalom aleichem („Friede sei mit Euch“)<strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei soviel tagtäglicher Erwähnung von Frieden schon in der Begrüßung, fragt sich der Besucher natürlich, was nutzen, Angesichts der tatsächlichen gewalttätigen Situation (von beiden Seiten), diese dann ja wohl nur als Lippenbekenntnisse zu bezeichnenden „Frieden-Sprüche“</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5652" style="width:559px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A8E0B89A-7257-4B3E-9697-4EE0936B4834-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Himmelfahrtskirche auf dem Gelände des Augusta Victoria Hospitals</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da ich ja heute andere Pläne hatte, die sich wegen der angespannten Situation im Westjordanland leider nicht realisieren ließen, konnte ich mich mal wieder durch die Stadt als interessierter Tourist „treiben“ lassen. Ich habe meine Schlafstatt ja am Fuße des Ölberges. So bin ich also mit dem Bus den Berg hinaufgefahren, habe einen Blick in das Gelände des Augusta Victoria Hospital geworfen. Auf dem Gelände befindet sich ja auch die evangelische Himmelfahrtskirche, dessen Turm wir bei jeder Gruppenfahrt bestiegen haben, weil es dort einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt, aber eben auch in Richtung Jordanien hat. Ich habe mir heute das Vergnügen auch deshalb untersagt, weil es ja auch ganz schön viel Stufen hat bis man oben auf 65 m Turmhöhe angekommen ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-5653" style="width:613px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-1024x576.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-300x169.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-768x432.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-1536x864.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-2048x1152.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/72BD49E9-A51E-4765-887A-B8652FFB1F1E-678x381.jpeg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;gigantischer&#8220; Blick vom Ölberg auf Jerusalem </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin dann den Ölberg auf dem Weg hinabgestiegen, den auch am Palmsonntag die gro0ße Prozession geht, an dem viele Christen aus Israel und Palästina teilnehmen, aber eben auch Pilgergruppen aus aller Welt. Wegen des Irankrieges im März und April, wurde in diesem Jahr dieses „Großereignis der Christen“, leider abgesagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man fast die Talsohle des Kidron-Tales erreicht hat kommt man in den so wunderschönen Garten Gethsemane, mit seinen soo alten oft mehrere Hundert Jahre alten Olivenbäume. Einen relativ jungen Baum ist auch zu sehen, den hat Papst Franziskus wohl 2014 dort im Garten gepflanzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5654" style="width:589px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1CF85AF8-87D3-4E16-B79B-E96BE2A6C18E-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">der Garten Gethsemane</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mein Weg führte mich weiter durch das Löwentor in die Altstadt. Dort endet dann am Palmsonntag die große Prozession. Ich bin allerdings dann weiter auf der berühmten Via Dolorosa bis zum Österreich Hospiz gegangen. Hier hat man dann auch sofort das Gefühl, vor allem bei einem Stück Apfelstrudel, dass man in einer ganz anderen Welt, aber jedenfalls nicht in Jerusalem ist. Es sei denn, wie auch heute geschehen, dass der Muezzin aus der nahen gelegenen Moschee singt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5655" style="width:617px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B574CF1-74FB-4EF7-A1B1-AB2694C3A8CC-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Apfelstrudel im Café des österreichischen Hospiz</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf dem Weg zur abendlichen Vesper, gab es, für glaube ich alle hier überraschend, einen richtigen Regenguss, und das ohne das er in irgendwelchen Wetterprognosen angekündigt worden wäre. Na gut, in der Altstadt gab es gute Unterstellmöglichkeiten, und nach einer halben Stunde war der „Spuk“ auch wieder vorbei</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im jüdischen Viertel wurde ich von einem erkennbar als Jude gekleideten Mann mittleren Alters angesprochen. Das ist mir in den vielen Jahren so auch noch nicht passiert. Er sprach mich so an, als ob wir uns kennen würden, wollte wissen wo ich herkäme, ob ich Familie hätte und warum ich hierherkommen würde. Ich habe ihm gesagt, dass ich schon öfters hierhergekommen sei, auch mit Gruppen. dann wollte er wissen ob ich Israel lieben würde. Ich habe das bejaht, dann aber ergänzt, dass ich auch Palästina lieben und ach dort viele Menschen kennen würde. Ja dann kamen wir natürlich auf die bestehenden ernsten Probleme zu sprechen. Hier wurde es dann allerding etwas ungenau, auch bedingt, dass wir ja beide eine Sprache, nämlich englisch benutzen, die nicht unsere Mutterspreche ist. Wie dem auch sei, wir haben uns gegenseitig versichert, dass Wege gefunden werden, die zu einem Frieden führen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4619" style="width:566px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem, für mich doch besonderem Erlebnis, bin ich dann in die abendliche Vesper gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (24. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sagen: Die Schrift ist erfüllt, heißt, jeden Missbrauch der Schrift anzuprangern, wo sie rechtfertigen will, dass anderen das Land, Olivenbäume und ihre Früchte weggenommen werden, wo andere bunterdrückt werden</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naim Stifan Ateek</p>
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		<title>&#8222;Es ist wie in Gaza&#8230;nur viel langsamer&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2026 07:36:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamsherberge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach einer guten Nacht im Hause von Kamal Mukarker und einem guten Frühstück mit schönem Blick auf Beit Jala und Bethlehem bin ich in die ganz in der Nähe Abrahams-Herberge gegangen. Hier war ich schon <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/es-ist-wie-in-gaza-nur-viel-langsamer/" title="&#8222;Es ist wie in Gaza&#8230;nur viel langsamer&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Nach einer guten Nacht im Hause von Kamal Mukarker und einem guten Frühstück mit schönem Blick auf Beit Jala und Bethlehem bin ich in die ganz in der Nähe  Abrahams-Herberge gegangen. Hier war ich schon des Öfteren mit Gruppen untergekommen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5643" style="width:553px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A7750810-EEC6-4A43-B3A2-F8DBC3EF7B98-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heute hatte ich mich mit einem Palästinenser verabredet. Er hat mich gebeten seinen Namen nicht zu nennen, da er möglich Repressalien befürchtet. Er arbeitet in der Abrahams-Herberge. Wir hatten Zeit und so konnte er mir seine Geschichte erzählen. Seine Familie stammte aus einem Dorf in Israel.  Die Familie musste 1948, wie mit Ihnen über 700.000 Landsleute, aus ihrem Dorf fliehen und kamen im Flüchtlingscamp in Bethlehem unter. Er wurde als 16. (!) Kind 1982 geboren. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Die Familie machten ihn dafür verantwortlich und nahm ihn nicht in der Familie auf. (<em>&#8222;Du wirst verstehen, dass ich nie mehr meinen Geburtstag feiern konnte&#8220;</em>)<br>Er hat zunächst die ersten Jahre im Waisenhaus „Le Creche“ gelebt und später im Kinderheim der Abrahams Herberge. Heute lebt er mit seinen drei Kindern wieder im Flüchtlingslager Dheisheh. <a href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/dheisheh-unesco-weltkulturerbe-israel-luca-capuano-1.5470935">https://www.sueddeutsche.de/kultur/dheisheh-unesco-weltkulturerbe-israel-luca-capuano-1.5470935</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5644" style="width:554px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C9047E64-5EE9-41B2-ACE1-DC0E34C088DE-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">das UNWRA Gebäude <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/unrwa-gaza-palaestinenser-fluechtlinge-1.6340632">https://www.sueddeutsche.de/politik/unrwa-gaza-palaestinenser-fluechtlinge-1.6340632</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das „Lager“, mittlerweile ein eigener Stadtteil in Bethlehem mit mehr als 15.000 Menschen die auf engstem Raum leben müssen, war schon vor dem 7. Oktober häufig Ziel von, meist nächtlichen Militäraktionen. Dreimal sind die Soldaten auch in Ihr Haus mit maximaler Gewalt eingedrungen, ohne dass es für ihn irgendeine Begründung gab. Oft werden bei solchen nächtlichen Attacken auch wahllos Menschen mitgenommen, die dann monatelang, ohne irgendeine Anklage, inhaftiert bleiben. Diese Überfälle haben vor allem bei seinen Kindern, bleibende traumatische Schäden hinterlassen. Sohn R., 9 Jahre alt, ist deshalb seit langer Zeit in therapeutischer Behandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da derzeit (seit dem 7. Oktober 2023) keine Gäste in die Herberge kommen, ist auch der Verdienst von ihm auf ein Minimum reduziert. Seine Kinder gehen auf eine private (kirchliche) Schule. Das Schulgeld pro Kind beträgt bis zu 4.900,- Shekel jährlich. Da er in einer kirchlichen Einrichtung tätig ist, bekommt er jedoch einen Rabatt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die derzeitige Situation kommentierte er so: <em>„der 7. Oktober hat uns 200 Jahre zurückgeworfen.</em><br><em><strong>Hier im Westjordanland ist es wie in Gaza…nur viel langsamer“.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für ihn ist die Voraussetzung, dass es zu einem Frieden kommen kann, dass sich die Menschen gegenseitig Vertrauen. Früher, so sagt er, haben die Juden und die Araber zusammengelebt ohne Probleme. Die Probleme sind auch deshalb gekommen, weil auf beiden Seiten es radikale religiöse Menschen gibt.&nbsp;<em>„Die Religion ist das Problem“</em><br>Gott hat den Juden gesagt: Ihr seit das „auserwählte Volk“, den Muslimen, sie „seien die beste Nation“ und den Christen „Ihr seit das Salz der Erde“. Darin sieht Mohammed den wahren Konfliktherd</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3891" style="width:593px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Kunst-Deheiheshe.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kunst im Camp:<br>Ikonen des Widerstandes:<br>Handball und der Schlüssel</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss unseres Gespräches gab es die Information, dass es in Hebron zu einer Attacke auf israelische Soldaten gekommen sei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des Nachmittages erfuhr ich dann mehr zum Vorfall und zu den Konsequenzen, vor allem für die Bewohner: innen hier in der Westbank. Israel startet eine „Antiterror-Operation im Westjordanland“ was immer das heißen wird. Zum einen wurden die meisten der in den letzten Jahren angebrachten 900 Schranken geschlossen, dass zur Konsequenz hat, das sich die palästinensischen Bewohner: innen nicht mehr von A nach B bewegen könnten. Wie mir Fatima in einem Telefonat am Abend schilderte, bedeutete es für sie und Ihre Familie, die bei der Olivenernte waren, dass sie mehr als 2 Stunden (sonst 20 Minuten) mit Umwegen über Feldwege, brauchten, um nach Hause zu kommen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5645" style="width:571px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/9F86512E-B523-4D11-ABC5-CEE1ECA973B9-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Checkpoint 300 in Bethlehem</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist, wie so oft bei solchen Vorfällen, alle Palästinenser werden in eine Art „Sippenhaft“ genommen. So wurden auch sofort die Häuser der Familien in Hebron zerstört, aus denen die Attentäter (die erschossen wurden) stammten. Für mich hatte dieser Vorfall die Konsequenz, das ich nicht mehr mit dem Bus fahren konnte (hatte schon 1 ½ Stunden gewartet), sondern mich zum Fußgänger Checkpoint 300 begeben musste. Hier konnte ich dann (ohne wirkliche Probleme) das Westjordanland verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Konsequenz, für mich, aber besonders für Fatima, wurde mir erst im Telefonat mit Fatima klar. Ich hatte geplant, am nächsten Tag, ihr und ihrer Familie bei der Olivenernte zu helfen. Vor dem Hintergrund der vielen Straßensperren, aber auch wegen der Unklarheit, ob ich überhaupt den Checkpoint passieren kann, musste ich mein Vorhaben absagen. Schlimm auch deshalb, weil ich ja auch, als erkennbarer aus dem Ausland, so ein wenig, als „Schutzschild“ gegenüber zu erwartende Siedlerattacken dienen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon heute wurden sie von Siedlern bei der Ernte immer wieder gestört. So muss ich mal schauen, wie ich den morgigen Tag, hier in Jerusalem verbringen werde.<strong></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alles in allem ein Tag, der mir wieder stark aufgezeigt hat, wie fragil die Situation hier wirklich ist. Gestern noch Begeisterung und Freude beim Basketball, heute eher wieder die Erkenntnis, wie es sich anfühlt, unter einer Besatzungsmacht zu leben/ leben zu müssen</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5646" style="width:586px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/97D5B6B8-9B6B-4177-B09C-2346EC3A062F-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">christlicher Friedhof in Beit Jala</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (23. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Benutzung der „Auschwitz-Trumpfkarte“ (eine Bezeichnung der Israelin Idith Zertal) durch Israel und viele deutsche Juden nimmt oft Formen von geistiger Erpressung an. Dadurch werden viele anständige und sensible Deutsche traumatisiert. Sie haben Angst, als Antisemiten verunglimpft zu werden. Sie haben sich damit abgefunden, Israel als sakrosankt (unantastbar) zu betrachten.  <br>vor Reuven Moskowitz (den ich selbst kennengelrnt habe und über den ihr (mit Stichwort), in diesem Blog an vielen Stellen etwas lesen könnt)</p>
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		<title>Beit Jala vs Beit Sahur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2026 13:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie angekündigt, komme ich erst heute am Freitagnachmittag dazu, über meine Erlebnisse von gestern zu berichten. Hintergrund ist, dass ich gestern in Beit Jala übernachten habe, weil ich mit Kamal Murkarker,, gestern um 20 Uhr, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/beit-jala-vs-beit-sahur/" title="Beit Jala vs Beit Sahur">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie angekündigt, komme ich erst heute am Freitagnachmittag dazu, über meine Erlebnisse von gestern zu berichten. Hintergrund ist, dass ich gestern in Beit Jala übernachten habe, weil ich mit Kamal Murkarker,, gestern um 20 Uhr, in der Sporthalle, unmittelbar am Deiheishe-Camp in Bethlehem gelegen, mir noch ein Basketballspiel angesehen habe. Doch</strong> <strong>dazu später.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gestern um die Mittagszeit, habe ich zunächst Ilan Baruch getroffen. Er war ehemaliger Botschafter für Israel in Südafrika, hat aber, wegen Unstimmigkeiten mit den israelischen Regierungshandeln, 2010 um Entlassung aus dem diplomatischen Dienst gebeten. Er ist derzeit&nbsp;</strong>Vorsitzender der Policy Working Group (PWG).&nbsp;Die PWG besteht aus einem Team israelischer Aktivisten mit unterschiedlichem beruflichem Hintergrund, darunter ehemalige Botschafter, hochrangige Akademiker und Personen mit Medien- und Politik-Hintergrund, die alle über große Erfahrung in der öffentlichen und internationalen Interessenvertretung verfügen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5624" style="width:494px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/6C7B414E-1A2B-4B3F-9601-255181E7B5B3-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Baruch war vor seiner Botschafter Tätigkeit, der Gründungsdirektor der Abteilung für palästinensische Autonomie im israelischen Außenministerium und nahm in dieser Eigenschaft, auch an den Osloer Verhandlungen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen mit der israelischen Policy Working Group und der palästinensischen Partnergruppe Damour Advocacy Team(DAT) führt die Nahost- Kommission von pax christi seit Jahren in Berlin Gespräche mit Bundestagsabgeordneten verschiedener Fraktionen, in Ministerien und mit Nichtregierungsorganisationen. Fast immer ist man sich in der Analyse der schrecklichen und unerträglichen Situation im Gazastreifen, aber auch im Westjordanland einig, aber wir von der pax christi Kommission aber auch unsere&nbsp;&nbsp;Partnerorganisationen bedauern es immer wieder sehr, wenn wir&nbsp;&nbsp;die Zurückhaltung des politischen Berlin, spüren, wenn es um Taten geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Einschätzung, dass unsere Gespräche in Berlin nicht wirklich „zünden“, war eines unserer Themen bei unserem Gesprächsaustausch in einem alten Restaurant, mitten im Yehuda Markt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich haben wir uns auch über die, nächste Woche, anstehende Wahl ausgetauscht. Wie viele befürchtet auch Ilan, dass es keine neuen Mehrheiten gibt, die zu einem Regierungswechsel führen könnten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5627" style="width:561px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/98B7DC59-A770-42FF-AADD-F7C9E25AA5CA-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Beit Jala, neben Beit Sahur und Bethlehem, eine der drei christlichen Städte des Westjordanlandes </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend bin ich „auf die andere Seite“ nach Beit Jala gefahren. Ich hatte mich mit Kamal Mukarker verabredet, den Sohn von Faten Mukarker. Über Faten brauche ich in diesem Blog nicht viel Worte verlieren, sie war einer der Gründe für mein Engagement in dieser Region, wie auch Daoud Nassar und Fatima. Alles was über Faten (und damit auch über den Sohn Kamal) in diesem Blog steht, könnt ihr, wie gewohnt, mit anklicken des Stichwortes Faten, nachlesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kamal hat gerade für einen Beitrag für das Magazin „Das Heilige Land“ des Deutschen Verein vom Heiligen Land <a href="https://www.dvhl.de/startseite/unser-magazin/">https://www.dvhl.de/startseite/unser-magazin/</a> ein Interview gegeben, welches ich (später) unter der Rubrik Christen abspeichern werde.   <a href="https://marius-blog.de/kamal-mukarker-im-interview/">https://marius-blog.de/kamal-mukarker-im-interview/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier und jetzt soll es um das Basketballspiel gehen, zu dem Kamal mich heute geladen hat. Dazu muss man wissen, dass ich Kamal früher schon öfters zu Spiel begleitet habe. Nun ist er Trainer der basketball-Mannschaft von Beit Jala, und heute steht das Pokalhalbfinale gegen die Mannschaft aus Beit Sahur an.Ich finde es wirklich besonders, dass in diesem Land, wo man wirklich andere Sorgen hat, doch auch noch für solchen Dinge „einen Kopf“ hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5625" style="width:512px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/BE172F51-41FE-44F2-B169-1C9905C795DC-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kamal in mitten seiner Mannschaft</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war wirklich toll mitzuerleben, wie sich die etwa 300 Zuschauer, halb Fans aus Beit Sahur, halb Fans aus Beit Jala, in und an dem Spiel begeisterten. Es war lange Zeit wirklich knapp, erst in den letzten Minuten, hat sich die Mannschaft von Kamal, dann einen Vorsprung herausgespielt. Endergebnis: 70:61</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5626" style="width:535px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/89CD2D3F-AC28-4691-83AA-765AA39CC6D1-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Freude und Begeisterung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Spiel traf sich die siegreiche Mannschaft noch zu einem kleinen Abendessen in natürlich ausgelassener Stimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ehrlich gesagt, wirklich ein besonderes Erlebnis in dieser Region, wo doch meist nur , so fühle ich es zu mindestens gedrückte Stimmung herrscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (22. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu sagen: Die Schrift ist erfüllt, heißt, sich für Gerechtigkeit einsetzen. Ungerechtigkeit, Rassismus, Gewalt, Diskriminierung deutlich zu machen und zu bekämpfen – alles, was Menschen korrumpiert und ihnen die Würde raubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naim Stifan Ateek</p>



<p class="wp-block-paragraph">Naim ist ein&nbsp;anglikanischer&nbsp;Priester und palästinensischer&nbsp;Befreiungstheologe. Er ist israelischer Staatsbürger und lebt seit seinem Ausscheiden aus dem Pfarrdienst mit seiner Familie in den Vereinigten Staaten.&nbsp;Er war Mitgründer von Sabeel,&nbsp;Das Sabeel Ecumenical Liberation Theology Center (auch einfach als „Sabeel“ bekannt) mit Sitz in Jerusalem beschreibt sich selbst als „eine ökumenische Basisbewegung der Befreiungstheologie unter palästinensischen Christen“, die „Christen aus aller Welt dazu ermutigt, sich für Gerechtigkeit einzusetzen und sich solidarisch mit dem palästinensischen Volk zu zeigen“.&nbsp;</p>
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		<title>Einen Tag vor allem für die Seele</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/einen-tag-vor-allem-fuer-die-seele/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2026 19:06:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[jüdischer Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Ost-Jerusalem]]></category>
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					<description><![CDATA[Bevor ich von meinen heutigen Erlebnissen berichte möchte ich Euch kurz noch von zwei kleinen, aber mich doch auch bewegenden Erlebnissen von gestern berichten. Als ich mit dem Bus gestern an der Endhaltestelle ankam, wird <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/einen-tag-vor-allem-fuer-die-seele/" title="Einen Tag vor allem für die Seele">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bevor ich von meinen heutigen Erlebnissen berichte möchte ich Euch kurz noch von zwei kleinen, aber mich doch auch bewegenden Erlebnissen von gestern berichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich mit dem Bus gestern an der Endhaltestelle ankam, wird man ja, wie ich schon geschildert hatte, von den dort wartenden Taxifahrern massiv bedrängt, doch mit Ihnen zur Geburtskirche zu fahren. Nachdem sie sich „beruhigt“ haben, weil ich Ihnen erklärt habe, dass ich von Daher abgeholt würde, kam dann doch noch einer und sagte mir, dass er Hunger habe, er habe noch nicht gefrühstückt, ob ich ihm 10 Shekel geben könne. Ein Mann, sauber gekleidet, hat eine solche Not und bettelt mich um etwas zu essen an…,puh das muss man erst mal verdauen und was tut man dann in einer solchen Situation? Ich habe ihm kein Geld gegeben, auch vor dem Hintergrund, dass es ja allen Taxifahrern, die hier standen ähnlich geht und ich dann allen 10 Skekel geben müsste. Aber ich habe mich gar nicht gut dabei gefühlt</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/iPhoto-Mediathek.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="945" height="709" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/iPhoto-Mediathek.png" alt="" class="wp-image-2323" style="aspect-ratio:1.3328705310656022;width:532px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/iPhoto-Mediathek.png 945w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/iPhoto-Mediathek-300x225.png 300w" sizes="auto, (max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Checkpoint</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das das Leben, auch trotz, zum Beispiel täglicher Erniedrigungen an den Checkpoint, hier scheinbar entspannt weiter geht, hat mir ein anderes Erlebnis gestern gezeigt: Wenn man mit dem Bus zurück nach Jerusalem fährt, wird man am „Tunnel-Checkpoint kontrolliert. Oft kommt es vor, so auch gestern, dass es lange dauert, bis sich die (so jungen Soldaten) „bequemen“ zur Kontrolle zu kommen, gestern haben 30 palästinensischen Fahrgäste sicherlich 20 Minuten im Bus warten müssen, bis die Kontrolle beginnen konnte. Beeindruckend „stoisch“ lassen alle dieses Procedere über sich ergehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum war der Bus dann losgefahren „alberte“ eine Gruppe junger palästinensischer Studentinnen (auf der letzten Reihe im Bus), so wie sie es auch bei uns in Deutschland tuen…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es ist auch gut so, dass sie es können, sonst ließe sich das alles, was man hier tagtäglich erlebt, wohl schlecht aushalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute nun bin ich in Jerusalem geblieben, vor allem auch um meiner Psyche ein wenig Erholung angedeihen zu lassen, denn es schlaucht körperlich, aber vor allem psychisch, wenn ich die „Seite wechsele“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5614" style="width:581px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/1F19DFA0-6845-4FF5-B93B-713EF2C27A53-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">So bin ich also heute erstmal mit der Linie 1 gefahren, die in westlicher Richtung ja in die jüdischen Stadtteile (genauer sollte ich schreiben Siedlungen) die in Ostjerusalem, also nach Lesart des Völkerrechtes in besetztem Gebiet liegen. Zu Eurer Erinnerung: Ostjerusalem dasseit dem Palästinakrieg 1948 von Jordanien besetzt und 1950 annektiert wurde, bis Israel im Sechstagekrieg 1967 das Gebiet eroberte und 1980 durch das&nbsp;<strong>Jerusalemgesetz</strong>&nbsp;faktisch annektierte. An der Endhaltestelle habe ich mich ein wenig umgeschaut. Die jüdischen Stadtteile schauen halt ganz anders aus als die palästinensischen. Das hat sicherlich viel damit zu tun, dass die Jerusalemer Stadtverwaltung, die palästinensischen Stadtteile in allem benachteiligt:&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5619" style="width:538px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A083A3D3-A9B9-447E-A98D-097C7F7142AC-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Beitrag des Ökumenischen Rates der Kirchen heißt es dazu: <a href="https://www.oikoumene.org/de/news/in-east-jerusalem-people-need-to-understand-what-happens-when-settlements-are-built">https://www.oikoumene.org/de/news/in-east-jerusalem-people-need-to-understand-what-happens-when-settlements-are-built</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Für die 380.000 Palästinenserinnen und Palästinenser, die in Ostjerusalem leben, ist der Alltag oftmals getrübt durch die Benachteiligungen in Bezug auf so ziemlich alle Aspekte des Lebens – angefangen bei den Wohnungen, über das Gesundheitswesen, die Kinderbetreuung bis hin zur Müllentsorgung. Auch wenn 39 % der Menschen in der Stadt Palästinenserinnen und Palästinenser sind, gibt es große Unterschiede bei den Dienstleistungen, die ihnen zur Verfügung stehen. (siehe auch das Stichwort: Ostjerusalem)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann habe ich auch noch den wunderbaren Mahane-Yehuda-Markt besucht, der allerdings im Westteil der Stadt liegt. Spätestens hier denkt man überhaupt nicht mehr an einen Gazakrieg oder an die Situation der Palästinenser. Es gibt alles was das Herz begehrt. Ich habe ja schon öfters vom Markt geschrieben. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mahane_Yehuda_Market">https://de.wikipedia.org/wiki/Mahane_Yehuda_Market</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5613" style="width:567px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CD9DB880-F585-4E9F-B227-7E6AFB51587C-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Siehe auch hier das Stichwort: jüdischer Markt </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss des Tages habe ich mich noch mit Pater Simeon im Cafe der Dormitio-Abtei getroffen. Wir hatten vor Beginn der abendlichen Vesper noch ein wenig Zeit zu plaudern. Ich habe ihn ja erst in den letzten Jahren etwas näher kennengelernt, vorher war mein Kontakt eher mit Pater Elias, Pater Matthias oder auch Pater Jonas. Simeon ist der Organist der Abtei, aber auch für die kulturellen Veranstaltungen verantwortlich. „Da neben“ begleitet er als „Novizenmeister“ einen jungen Mann, der als Novize auf dem Weg zum Mönch ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5459" style="width:531px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/BD082734-1FA0-4E88-B127-18FF2DF9C9A9-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Pater Simeon</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit sind 5 Mönche in der Dormitio. Das es ein relativ kleiner Konvent ist, kommt der derzeit, wirklich kleinen Pilgerzahl entgegen. Früher (noch vor Corona) mussten manchmal an einem Tag bis zu 25 Gruppen „betreut“ werden, dass sieht jetzt zurzeit ganz anders aus.  Die allgemeine Situation in der Region beschreibt Simeon als „verhärtet“ gerade seit dem 7. Oktober. Er sieht derzeit wenig Möglichkeit die auf Entspannung, ja gar auf Gespräche zwischen Palästinensern und Israelis hinweisen, die zu einem Frieden führen könnten. Eher sieht er eine gegenteilige Entwicklung, die auch durch die Wahlen in der nächsten Woche sich nicht wirklich verändern werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er persönlich hat die sechs Wochen iranische Raketenangriffe im März/April als besonders einschneidend erlebt, obwohl er sich des Privilegs bewusst ist, dass er mit seinem Konvent die Möglichkeit hatte Schutzräume aufzusuchen, im Gegensatz zu den meisten Palästinensern hier in Ostjerusalem oder auch im Westjordanland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Gespräch haben wir noch gemeinsam mit den anderen Mönchen und wenigen weiteren Besucher: innen, die Vesper gesungen. Für mich sind die Gebetsstunden bei den Mönchen, die ich seit 1990 kenne, Labsal und Meditation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein schöner Abschluss eines doch ganz entspannten Tages&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5617" style="width:615px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8840966A-BD04-4FE6-920F-55BA56E3427C-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich immer wieder ein &#8222;Blickfang&#8220;: die Strassenbahnbrücke am zentralen Busbahnhof</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (21. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebot der Feindesliebe gehört zum Wesen des christlichen Glaubens…Den Feind zu lieben bedeutet nicht, alles von ihm zu erdulden. Es bedeutet nicht, tatenlos dem Unrecht zuzusehen, und auf keinen Fall, sich an den „Feind“ und seine Taten zu gewöhnen oder gar mit ihm zu kollaborieren. Den Feind zu lieben bedeutet, den Konflikt mit ihm weder zu verharmlosen noch zu vertuschen, sondern die darin enthaltene Spannung auszuhalten, ohne sich vom Hass leiten zu lassen. Die Unrechtstaten des Feindes soll man nicht lieben, wohl aber den Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitri Raheb</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Raheb ist langjähriger Befürworter und Verfechter einer friedlichen Form des Protests mit Hilfe der Kunst, die er „kreativen Widerstand“ nennt. Er ist die treibende Kraft hinter mehreren christlichen Netzwerken und Bewegungen, die darauf abzielen, alle Teile der Zivilgesellschaft in Palästina zu stärken und das weltweite Bewusstsein für das Leiden der Palästinenser zu schärfen. Rahebs Botschaft dabei ist, Friede sei etwas, über das man nicht reden sollte, sondern dass man aktiv in die Welt bringen müsse; nötig seien „peacemakers“ (Friedensschaffer), nicht „peace talkers“ (Friedensredner)&nbsp;</em>aus wikipädia</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5618" style="width:501px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/C36DE2D0-D0B4-4390-98C4-0775180E2498-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">ach ja nächste Woche, am Dienstag, wird gewählt</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-group is-layout-grid wp-container-core-group-is-layout-9d260ee2 wp-block-group-is-layout-grid">
<p class="wp-block-paragraph">und noch ein Hinweis: da ich morgen nicht in Jerusalem übernachte, und meinen Laptop nicht mitnehmen kann </p>



<p class="wp-block-paragraph">werde ich beide Tagesberichte (von morgen Donnerstag und auch von Freitag) erst am Freitagabend schreiben können</p>



<p class="wp-block-paragraph">ich hoffe auf euer Verständnis</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>We shall over come</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2026 19:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich wieder auf dem Weinberg gewesen, alle die meinen Blog nicht zu ersten Mal lesen, weiß, dass mein erster Besuch auf dem Weinberg, im Frühjahr 2012, letztlich mein nun schon 14 Jahre <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/we-shall-over-come/" title="We shall over come">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heute nun bin ich wieder auf dem Weinberg gewesen, alle die meinen Blog nicht zu ersten Mal lesen, weiß, dass mein erster Besuch auf dem Weinberg, im Frühjahr 2012, letztlich mein nun schon 14 Jahre dauerndes Engagement für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina begründet hat. Hier geht es zu meinem ersten Blogbeitrag im April 2012.</strong><a href="https://marius-blog.de/blog/der-erste-tag/"> </a><a href="https://marius-blog.de/blog/der-erste-tag/">https://marius-blog.de/blog/der-erste-tag/</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5604" style="width:543px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/CCA004BD-2D2E-4A34-AC30-B8E25DF8187F-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Heute nun bin ich, wie gestern, wieder mit dem palästinensischen Bus 231 ab dem Damaskus Tor gestartet, und ohne Probleme in einer ¾ Stunde bis zur Endhaltestelle gefahren. Dort holte mit Daher, auch ihn kennen alle, die meinen Blog kennen (für andere bitte die Stichworte Weinberg oder Tent of Nations drücken), er ist der mittlerweile 71-jährige Bruder von Daoud. Er holte mich mit einem absoluten Oldtimer ab: ein Peugeot aus den 80 ziger Jahren, ein tolles Gefährt. Da die direkte Zufahrt über die Straße 60 seit dem 7. 10.23 nicht mehr möglich ist, mussten wir über „die Dörfer“, Hussain und Nahalin. Unterwegs zeigte mir Daher insgesamt sechs neu eingerichtete Schranken, die wohl öfters vom israelischen Militär geschlossen werden, so dass oft stundenlang eine Weiterfahrt verhindert wird.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Eingangstor der Farm angekommen fiel direkt eine weitere Sperre (Schranke) auf, die den Weg zu Straße 60 verhindert. Auch waren dort 2 israelische Fahnen aufgehangen, außerdem, wohl gerade in den letzten tagen durch Palästinenser (!) angebracht 2 Kameras, gerichtet auf das Gelände des Weinberges. Ich war also schon gut eingestimmt, auf das, von dem ich in den letzten Monaten schon vielgehört hatte: die Siedler sind direkt am Zaun des Geländes der Familie Nassar „angekommen“</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5605" style="width:604px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/986AABEE-D2E1-43D2-A40A-8638CCA5FE30-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aber dann begegnete ich zunächst einer großen Gruppe von sicherlich 20 Freiwilligen aus (wirklich) aller Welt (Niederlande, Kalifornien, Italien England und auch 2 Deutsche), sie waren gerade bei einer Tee/Kaffepause versammelt. Schon war meine Stimmung „aufgefrischt“, ja hoffnungsvoll. Auch davon hatte ich gehört, dass es immer wieder große Gruppen von Freiwilligen gibt, die Wochen, oft auch monatelang hier auf dem Weinberg mit Arbeit verbringen, für die Familie Nassar eine große Motivation, aber eben auch für das Überleben dieses einzigartigen Friedensprojekt ein nicht zu unterschätzender Schutz.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5606" style="width:556px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8B12C580-EB02-40FE-80C6-6C54C5232543-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Laut einem Tagesplan, war heute vor allem Olivenernte angesagt, aber auch der Anstrich eines großen Tores mit…ja grüner Farbe, so wie ich auch im April 2012 viel mit dieser Farbe gestrichen habe. So sah man überall an den so zahlreichen Olivenbäumen, die freiwilligen mit Eimer „bewaffnet“ Oliven ernten. Andere waren zum Kochdienst oder säubern der sanitären Räume eingeteilt. Zum Mittagessen traf man sich dann wieder im Gemeinschaftsbereich.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beim Mittagsessen stimmte dann einer aus der Gruppe das bekannte Bürger- und Protestlied: „We shall over come“ an „Wir werden es (eines Tages) überwinden, welch eine Stimmung, „Gänsehautfeeling“</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5607" style="width:575px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/A0FF2B4E-9F79-4C81-86EE-A06F23A1FBFF-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Nachricht hat allerdings in dieser Woche die Stimmung, vor allem bei der Familie Nassar, „getrübt“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 8. Oktober 2026</strong>, nach dreijährigen Anhörungen und 35 Jahren vor israelischen Militär- und Obersten Gerichten, lehnte der Militärausschuss der Zivilverwaltung den Antrag der Familie Nassar auf Eintragung ihres 427 Dunam großen Grundstücks südwestlich von Bethlehem ab. Der Ausschuss lehnte den Antrag der Familie mit der Auflage ab, dass sie nicht nur ihre eigenen 427 Dunam Land, sondern auch alle umliegenden Grundstücke benachbarter Eigentümer registrieren müsse, was insgesamt etwa 1.000 Dunam umfasst.&nbsp; Sie sollen gezwungen werden, Land zu registrieren, das ihnen nicht gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist, mal wieder ein „Trick“ der Militärbehörde, die, so hat man den Eindruck, letztlich gar nicht daran interessiert ist, das Gelände, dessen Kaufnachweis vorliegt, als Besitz der Familie anzuerkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit bereitet Daoud mit seinen Anwälten ein Briefing für die Politik vor. Wer da bei „seinem“ Abgeordneten aktiv werden will, meldet sich bitte bei mir mit einer Mail:&nbsp;<a href="mailto:mariusstark@gmx.de">mariusstark@gmx.de</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5608" style="width:530px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/4239387B-1AC6-423B-84A0-06D0ADCD9135-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ja ich habe es auch heute wieder verspürt, dieser Weinberg ist ein magischer Ort, dieser Ausblick, dieses Naturerleben pur, in Verbindung und in der Gemeinschaft so vieler Gleichgesinnter, die an dieses einzigartige Friedensprojekt glauben:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Wie weigern uns Feinde zu sein“</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (20. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Shoah ist wie ein Ozonloch. Nicht zu sehen, aber immer präsent, abstrakt, aber folgenschwer. Je mehr ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass die Shoah zu einer theologischen Stütze der modernen jüdischen Identität geworden ist und eine der größten Herausforderungen für das jüdische Volk in der Moderne darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Avraham Burg<br>(geb. 19. Januar 1955 in Jerusalem) ist ein prominenter israelischer Autor, Denker und ehemaliger Spitzenpolitiker. Er gilt als eine der profiliertesten und streitbarsten Stimmen der israelischen Linken und Friedensbewegung</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5609" style="width:619px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/8D12CFFA-348A-44C5-941B-F752A157FF1A-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>
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		<title>Besuch bei Fatima &#8211; Im Magdolin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2026 19:04:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie es in meinem gestrigen Tagesbericht schon angedeutet habe, war ich heute, vor meinem ersten Wechsel (auf die „andere Seite“) ins Westjordanland, schon etwas aufgeregt. Natürlich habe ich die Busfahrt vom Damaskustor über den „Tunnelcheckpoint“ <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/besuch-bei-fatima-im-magdolin/" title="Besuch bei Fatima &#8211; Im Magdolin">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie es in meinem gestrigen Tagesbericht schon angedeutet habe, war ich heute, vor meinem ersten Wechsel (auf die „andere Seite“) ins Westjordanland, schon etwas aufgeregt. Natürlich habe ich die Busfahrt vom Damaskustor über den „Tunnelcheckpoint“ , an der Thalita-Kumi-Schule vorbei, durch Beit Jala bis an die Straßenkreuzung, die Beit Jala mit Bethlehem verbindet, schon sooft gefahren…aber eben nicht nach dem 7. Oktober, der ja in allem und für alle, aber eben besonders die Palästinenser:innen, einen tiefen Einschnitt bedeutet hat. Aber ich war überrascht von dem, was ich bei der Busfahrt erleben durfte…nämlich Garnichts, wenn man mal davon absieht, das die Straße in Jerusalem eine Baustelle geworden ist, weil dort wohl die 2. Straßenbahnlinie entstehen soll. Der Bus fuhr die gleiche Strecke, wie immer, es gab keinen zusätzlichen Checkpoint, nach etwa ¾ Stunde hatte ich die Endstation erreicht. Es waren sicherlich weniger Fahrgäste als sonst im Bus, aber sonst ist mir nichts aufgefallen. Was ich bei der Ankunft allerdings extremer als sonst empfunden habe, war das lautstarke Angebot vieler Taxifahrer, die einen unbedingt zur „Church“ bringen wollten.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5590" style="width:654px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/46C7023A-0AFF-4A20-BBB9-52265F7F9F3C-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Geburtskirche</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich bin dann zu Fuß durch die Altstadt, an der Geburtskirche vorbei zum zentralen Bethlehemer Busstation gegangen. Hier stehen die sogenannten „Taxibusse“, in die man einsteigt, nachdem man geklärt hat wohin der Bus fährt und dann warten muss bis sich der Bus so gefüllt hat, dass der Fahrer das Gefühl hat, dass sich die Fahrt für ihn „lohnt“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf der Fahrt nach Zatara, dem Wohnort von Fatima, gibt man dem Fahrer das Fahrgeld, dessen Höhe man spätestens dann weiß, wenn der erste Fahrgast von hinten sein Fahrgeld, mit der Bitte zum Weiterleiten, gegeben hat. Sechs Shekel, etwa 1,50 €, für die 25-minütige Fahrt, nicht schlecht.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich habe Fatima schon am 25. Mai 2013 kennen gelernt, hier der Beitrag von damals </strong><a href="https://marius-blog.de/blog/fatima-darf-ich-vorstellen-das-ist-meine-mutter-und-das-ist-die-frau-meines-vaters/">https://marius-blog.de/blog/fatima-darf-ich-vorstellen-das-ist-meine-mutter-und-das-ist-die-frau-meines-vaters/</a>. <strong>wenn ihr noch mehr über sie und unsere gemeinsamen Erlebnisse erfahren wollt, klickt an der rechten Seite die Stichworte Fatima und Im Magdolin an.<br>Auf dem Weg nach Zatara gab es mindesten sechs dieser neuen gelben Eisentore, die bei „Bedarf“ vom israelischen Militär geschlossen werden. Heute jedoch waren sie offen.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5593" style="width:635px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F26995E0-BD1A-4CF5-B335-FA44FBE15F59-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Taxi-Busse</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schon am Busbahnhof wollte man wissen, was ich den in Zatara möchte, mein Hinweis das ich Fatima besuchen will, genügte, man kennt sie und Ihre Familie, war ihr Vater doch ein einflussreicher Beduine-Scheich. Auch in Zatara selbst wollte mir jeder, dem ich begegnete, den weg zu Fatima zeigen, sie selbst erwartete mich schon vor dem Haus, mehrere Neffen und Cousinen hatten sie bereits telefonisch informiert, dass ich auf dem Weg zu ihr sei.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ich hatte zu Beginn meines diesjährigen Blogeintrag angekündigt, die Menschen, die ich hier treffe zu fragen, wie es denn nun nach ihrer Ansicht zu einem gerechten Frieden kommen kann. Leider hat Fatima ganz andres auf meine Frage reagiert. Sie klagte darüber, dass der immer mehr zugenommene Druck der Besatzung die Menschen hier angespannt, ja oft aggressiv werden lässt. Teilweise hätten sich auch, da es keine wirkliche Ordnungsmacht gibt, mafiöse Verhaltensweisen entwickelt. Als Beispiel erzählte Sie mir, dass sie von der verstorbenen Tante ein Grundstück, ziemlich „verwahrlost“ hier im Dorf bekommen habe. Dort sind auf dem Gelände in einem kleinen Gebäude zwei Zimmer, die Fatima gerne nutzen würde um Kindern Nachhilfeunterricht zu geben. Hier sind vor allem die Kinder der staatlichen Schulen ihrer Ansicht nach benachteiligt, weil sie oft nur 3 tage in der Woche Schule haben. Hintergrund ist das die Lehrer:innen an den staatlichen Schulen oft streiken, da sie oft ihren Lohn gar nicht oder eben nur gekürzt erhalten. Nun will sie dortauf dem besagten Gelände&nbsp;&nbsp;eine Grenzmauer errichten, wogegen sich der Grundstücknachbar währt. Nur wenn er auch einen Teil vom Grundstück bekommen würde, stimme er den Plänen zu und droht ihr auch, wenn sie der „Grundstückaufteilung nicht zustimmt, Müll auf dem Gelände zu verstreuen damit, oder Plastik zu verbrennen. Wo wir bei uns den Nachbarn verklagen würden, ist man hier „ohnmächtig“. Solche Menschen sind wie&nbsp;&nbsp;„die Siedler, sagt Fatima</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zum Schulproblem: die es sich „leisten“ können, schicken ihre Kinder auf die (oft kirchlichen) Privat-Schulen. Fatima: Es gibt wenige, die sind ganz reich, viele sind ganz arm und ich bin, mit wenigen anderen dazwischen. Ich bekomme eine Rente von 1.400 shekel, wenn ich aber nicht von meinen Kindern unterstützt würde, reiche das Geld auch nur bis zum 10.eines Monats. Viele haben aber (gerade in den jetzigen Zeiten ohne die Möglichkeit in Israel zu arbeiten oder im Tourismus, gar keine Einkünfte.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5591" style="width:606px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E0DFB3E0-8E69-4F23-9519-34380CAED83D-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In der Mittagszeit, als Fatime sich zum beten zurückgezogen hatte, bin ich die 200 m zum Rand der jüdischen Wüste gegangen. Ein wie immer „berauschender“ Anblick, der nur ein wenig getrübt wurde, weil dort permanent LKW Schutt abgeladen haben. Vor Fatima erfuhr, dass die LKW`s, oft am Tag mehrere Hundert, Schutt aus Israel bringen würden. Schutt der oft auch von zerstörten Häusern stammen würde. Ich erfuhr aber auch, dass die große Wüstenfläche, ihrem Vater einst gehört hat. Seine Söhnen, ihre Brüdern also, haben das Land geerbt und lassen sich jetzt jede LKW-Ladung mit 100 Shekel bezahlen. Da kommt eine ziemliche Summe zusammen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fatima bat mich doch am Samstag noch einmal zu ihr zu kommen, die Militärverwaltung habe verfügt, dass sie nur an diesem tag ihre wenigen Olievenbäume abernte darf. Da dies aber keineswegs bedeutet, das sie vor den Siedlern geschützt sind, erhofft sie durch meine „internationale“ Anwesenheit, etwas mehr Schutz.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bevor ich mich wieder in den Bus nach Jerusalem gesetzt habe kon te ich noch ein weiteres Boch von Johannes Zang abgeben: Sami 65 Jahre alt, arbeitet als „Mädchen für alles“ in einer Einrichtung für blinde und auch anderweitig behinderte Menschen „House of Hope“ </strong><a href="https://www.hohbethlehem.org">https://www.hohbethlehem.org</a><strong> Auf die Frage von Johannes was würdest du als erstes machen wenn der Frieden morgen käme sagte Sami in dem abgedruckten Interview: <em>„Käme es so, hätte ich die Hoffnung auf ein Leben in Würde. Ich würde Besuch von Freunden bekommen, das Leben käme zurück</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5592" style="width:579px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/E4084DDF-491B-40E6-86B0-0CEBB2D09161-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (19. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtet recht, und jeder erweise seinem Bruder Güte und Barmherzigkeit, und tut nichts Unrechtes den Witwen, Waisen und Fremdlingen, und denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">aus Sach 6, 9-10</p>
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		<title>Sonntag in Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2026 19:37:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2026]]></category>
		<category><![CDATA[Silwan]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph">auch heute habe ich es, wie schon in den beiden ersten Tagen, eher gemächlich angehen lassen. Zum einen ist ja hier auch Sonntag :-), was ja bedeutet, dass die Christen, und davon gibt es hier in Jerusalem ja doch einige, eben das tun, was zu mindestens auch in Deutschland einige machen…in die Kirche gehen. Mich „trieb“ es natürlich zu den Mönchen, auf den Zion, wo es um 10 Uhr einen Gottesdienst mit Erzbischof Bentz (aus Paderborn) gab. Bischof Bentz habe ich vor einem Jahr mit der Nahost-Kommission von pax christi getroffen. Er war damals noch der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Naher und mittlerer Osten der Deutschen Bischofskonferenz. <a href="https://www.dbk.de/themen/weltkirche/heiliges-land/stellungnahmen-aus-deutschland">https://www.dbk.de/themen/weltkirche/heiliges-land/stellungnahmen-aus-deutschland</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was so ein richtiger Sonntagsgottesdienst bei den Mönchen ist und wenn dann noch ein Bischof dabei ist, der dauert dann schon mal mehr als eine Stunde 🙂</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5586" style="width:487px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/F48AFF24-B018-4B41-92DB-C9BE5FC74452-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Blick auf den Turm der Dormitio-Abtei</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend (also gegen 11:30) traf man sich dann im ebenfalls vor einigen Jahren renovierten Cafe, den Cappuccino musste man aber dann schnell trinken, weil um 12 Uhr das Mittagsgebet der Mönche anstand: <br>Pater Jonas,&#8220;ich mache jetzt das Licht aus&#8220; 🙂</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend habe ich mich dann in das jüdische Viertel der Altstadt begeben und bei einer leckeren Zimt-Schnecke und einem weiteren Cappuccino mir das wirklich „massenhafte“ Treiben, was dort um die Mittagszeit herrschte, angeschaut. Die meisten, der überwiegend jüdischen Vorbeieilenden, wollen zur nahe gelegenen Westmauer, bei uns auch als „Klagemauer“ bekannt, dem jüdischen Heiligtum schlechthin. Touristengruppen aus Israel aber auch aus Amerika, aber auch viele Soldatengruppen, überwiegen junge Menschen mit umhängendem Maschinengewehr. Ich hatte ja schon bei meiner Ankunft diese, ich will es mal nennen „Begegnungen der besonderen Art“, die vor dem Hintergrund meines Wissens, was im Gazastreifen, aber auch im Libanon durch das israelische Militär verursacht wurde, kommentiert. Es lässt einen &#8211; naturgemäß &#8211; eine solche Begegnung nicht „kalt“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich, ob solcher Begegnungen, daher dann auch schon bald aufgemacht  und bin weiter in das muslimische Viertel der Altstadt gezogen, wo natürlich hier und da auch Juden auf dem Weg zur Westmauer, oder von da zurück, zu sehen sind, aber eben nicht Gruppen mit israelischen Soldaten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-768x1024.jpeg" alt="immer wieder ein schöner Anblick" class="wp-image-5585" style="aspect-ratio:0.7500052692591421;width:556px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2026/10/414F738E-2539-4B3E-9599-34138D0B2D63-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">immer wieder ein schöner Anblick: Gewürzläden in der Altstadt&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit ihr eine Vorstellung bekommt, wie ich mich hier überwiegend bewege, da ich ja (natürlich) kein Fahrzeug angemietet habe:  in der Altstadt (natürlich) zu Fuß…aber um beispielsweise zu meiner Schlafstelle bei den Schwestern zu kommen, fahre ich  mit dem palästinensischen Bus. Es gibt hier eine Busfahrkarte, die sowohl in den israelischen Bussen (und auch der Straßenbahn) Geltung hat, wie in den palästinensischen Bussen. Eine Fahrt kostet 8 Shekel, etwas mehr als 2 €. Wenn die Karte „leer“ ist, kann man, gegen Bezahlung versteht sich, sie überall wieder „auffüllen“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Nachmittag bin ich dann, ebenfalls mit dem Bus, durch Silwan gefahren, dem palästinensischen Stadtteil, der seit Jahren durch den Ankauf von palästinensischen Häusern, von jüdischen Bewohnern „unterwandert“ wird. Ich habe dazu in diesem Blog schon öfters geschrieben. Wenn ihr auf der rechten Seite das Stichwort Silwan anklickt, könnt ihr diese Beiträge lesen. Immer mehr Häuser, mitten in einer palästinensischen Nachbarschaft, sind von israelischen Juden bewohnt, natürlich hat man provozierend, die israelische Flagge am Haus hängen…und auch rundherum mit Kameras „beschützt“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5162" style="width:638px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/93A0687A-9EDD-49F1-B061-88FE0A437133-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Blick auf Silwan</p>



<p class="wp-block-paragraph">Morgen nun begebe ich mit „auf die andere Seite“, ins Westjordanland. Ich will Fatima besuchen. Ihr dürft, wie ich auch, gespannt sein, was ich dort erleben werde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tageszitat (18. Oktober) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong>&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir hier in Israel an der Grenze das Chanukka Fest feiern, entzünden wir den Leuchter oben auf dem Hügel, damit die Menschen in Gaza ihn sehen können und wissen, dass wir an Sie denken. Wir senden ihnen Briefe mit Grüßen und Botschaften. Manchmal veranstalten wir Symposien und freuen uns dann, wenn Gaza-Bewohner eine Erlaubnis von der israelischen Seite dafür bekommen, daran teilzunehmen. Wir sprechen über unsere Sorgen und Ängste, unsere Kinder und alles, was uns bewegt. Über Politikreden wir nicht soviel, wir begegnen uns vor allem auf menschlicher Ebene.  (Kommentar von mir: geschrieben vor langer Zeit&#8230;)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Roni Keidar <a href="https://www.stern.de/politik/ausland/angriff-auf-israel--die-friedensaktivistin-roni-keidar-ueber-die-lage-vor-ort-33892920.html">https://www.stern.de/politik/ausland/angriff-auf-israel&#8211;die-friedensaktivistin-roni-keidar-ueber-die-lage-vor-ort-33892920.html</a></p>
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