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	<title>Bethlehem &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Siedler zu den Maßnahmen am Weinberg:„Folge der Realität und keine böse Absicht“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 18:45:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für einen gerechten Frieden Frühjahr 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern hatte Gregor auch ein Gespräch mit vier jungen Studenten in der Katholischen Universität von Bethlehem organisiert. Im Westjordanland gibt es insgesamt neun Universitäten. Dazu kommen vier Universitäten im Gazastreifen die im aktuellen Krieg überwiegend <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/siedler-zu-den-massnahmen-am-weinbergfolge-der-realitaet-und-keine-boese-absicht/" title="Siedler zu den Maßnahmen am Weinberg:„Folge der Realität und keine böse Absicht“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gestern hatte Gregor auch ein Gespräch mit vier jungen Studenten in der <a href="https://www.unibethlehem.org/die-bethlehem-universitaet">Katholischen Universität von Bethlehem</a> organisiert. Im Westjordanland gibt es insgesamt neun Universitäten. Dazu kommen vier Universitäten im Gazastreifen die im aktuellen Krieg überwiegend zerstört wurden. Die kath. Uni in Betlehem hat über 3 Tausend Studierende, davon sind knapp 20 % Christen (bei insgesamt weniger als 2 % Christen in Palästina).</p>



<p>Die jungen Leute erzählten von ihren sehr unterschiedlichen Berufsplänen. Einige planen auch weitere Studien im Ausland auch in Deutschland. Natürlich prägt ihr Leben auch die aktuell so angespannte Situation. Alle berichteten von den Schwierigkeiten die ihnen tagtäglich beim Durchqueren der so zahlreichen israelischen Checkpoints gemacht werden. Da viele Studenten auch aus ferner liegenden Gegenden des Westjordanlands kommen, sind oft stundenlange Anreisen nötig. Da kann es passiert, dass wegen, gerade geschlossenen Übergängen, der Besuch eines Seminars ausfallen muss, oder, im umgekehrten Fall, sie abends nicht mehr nach Hause zurückkehren können. Es werden alle beneidet, die in unmittelbarer Nähe der Uni wohnen, weil sie diese Erfahrungen des Checkpoints nicht machen müssen. Da sind unsere Probleme zur Schule/Uni oder zum Arbeitsplatz zu kommen, wenn die Bahn ausfällt oder zu spät kommt, oder man im Stau steht, gut zu verkraften.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5498" style="width:722px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/B4A4D2A8-CD16-4D83-9CE8-D9B147E16FB5-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>ein modernes Uni-Gebäude mit einem tollen Außengelände</p>



<p>Dazu kommt, dass man tagtäglich Soldaten gegenübersteht, die einen „von oben herab“ begegnen, manchmal sogar die Waffe ins Gesicht halten, sodass man, wie eine junge Studentin glaubhaft schilderte, „Angst um sein Leben“ hat.</p>



<p>Am gestrigen späten Nachmittag trafen wir auch noch die ehemalige Chefärztin des auch bei uns in Deutschland gut bekannten Caritas-Baby-Hospitals Dr. Hiyam Marzouga. Wir trafen uns im Nativity Bells-Hotel, ganz in der Nähe der Geburtskirche. Das Hotel, mit über 200 Betten gehört der Familie Marzouga. Es ist seit dem 7. Oktober geschlossen.&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.lokalkompass.de/langenfeld/c-reisen-entdecken/ein-kinderleben-ist-immer-das-wichtigste_a1270107">Zur Arbeit von Dr. Marzougaim Caritas-Baby-Hospital erfahrt ihr hier mehr. </a>An unserem kurzen Gespräch nahm auch ihr Vater, 87 Jahre, teil. Er lebt hier in diesem „verwaisten“ Hotel, sozusagen als „Hausmeister“. Zu aktuellen Situation befragt, meinte Frau Marzouga, sie halte sich traditionell mit ihrer ganzen Familie aus der Politik heraus. Wenn man sich hier einmischt läuft man Gefahr erschossen zu werden, oder im Gefängnis zu landen. Sie beschreibt Israel für sich als der „Riese“, gegen den man eh keine Chance habe. „Wir müssen einfach akzeptieren, dass sie stärker sind, und immer gewinnen werden.&#8220; Natürlich ist sie und ihre Familie sehr besorgt, dass der Krieg noch länger dauert, sie weiterhin keine Gäste im Hotel haben, dass irgendwann einmal ihre Geldreserven aufgebraucht sind. Aber sie werden sich nicht aktiv an Protesten der dergleichen gegenüber Israel beteiligen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5497" style="width:734px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/7E5B3205-6A24-4570-9AF3-B135421B13FC-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hotel-Lobby</p>



<p>Anundfürsich wollte ich heute zum Benediktusfest nach Jerusalem fahren.</p>



<p>Ich hatte schon vor einigen Wochen mit den mir gut bekannten Mönchen Matthias und Elias korrespondiert und dabei erfahren, dass sie derzeit in der Außenstelle des Klosters in Tabgha am See Genezareth leben, aber eben zum großen Namenstag ihres Ordensgründers nach Jerusalem fahren werden. Im Verlauf der Woche ist mir aber immer klarer geworden, dass es „in diesen Zeiten“ mehr als problematisch ist, aus dem Westjordanland, wenn auch die Strecke „nur“ etwa 15 km lang ist, mal so einfach nach Israel einzureisen. Hinzu kommt, dass heute der dritte Freitag im Ramadan ist, wohl für die Muslime ein besonderer Tag in der Fastenzeit. Heute fahren deshalb auch keine palästinensischen Busse, wie sonst üblich von Bethlehem üblich nach Jerusalem. Also habe ich „schweren Herzen“ meinen Besuch in der Dormitio abgesagt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5501" style="width:751px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C91AB811-025E-4F3B-B537-EF9126AA1CCF-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Blick von der Siedlung Richtung Süden</p>



<p>Dafür habe ich heute mit unserer kleinen Gruppe, wie bereits vor 2 Jahren, N. besucht, ein deutschstämmiger Siedler, der oberhalb des Weinberges in der Siedlung Daniel lebt.</p>



<p>Mehr zu ihm könnt ihr in meinem<a href="https://marius-blog.de/blog/mein-name-ist-susi-ich-bin-palaestinenserin/" data-type="post" data-id="5335"> Blog-Beitrag vom 27. März 2023 l</a>esen. In unserem heutigen Gespräch drehte sich natürlich viel um die Situation nach dem Hams-Überfall am 7. Oktober 2023. Wie schon vor 2 Jahren betonte unser Gastgeber die guten Beziehungen zu den Palästinenser:innen in den umliegenden Dörfern.&nbsp;&nbsp;Sie kamen bis zum 7. Oktober, als Handwerker, Putzkraft ect. in die Siedlungen. „Keiner der Palästinenser hatte sich von den Gräueltaten des 7. Oktobers distanziert“ Der Siedlungsrat hat deshalb entschieden, dass keine Palästinenser aus der Westbank mehr in der Siedlung arbeiten dürfen. Die Palästinenser aus Ost-Jerusalem dürften wohl noch, aber es würden derzeit immer mehr Helfer aus Indien oder anderen asiatischen Staaten beschäftigt. Ich empfehle zum Thema Siedlungen <a href="https://www.paxchristi.de/artikel/view/5326096060907520/Factsheets">verschiedene Factsheet</a>s die von der Nahost-Kommission von Pax Christi erstellt wurden. Zu Situation in der Westbank befragt, war ihm wichtig festzustellen, dass Israel keine Besatzungsmacht, sondern eben „nur“ Verwalter dieses Gebietes sei. „Israel hätte die Westbank gerne „zurückgegeben“, aber die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Khartum-Resolution">Resolution bei der Gipfelkonferenz der Arabischen Liga</a>, die nach dem sechs Tagekrieg am 1. September 1967 beschlossen wurde, habe dies letztlich verhindert.&nbsp;Die Resolution enthält in ihrem dritten Absatz Bestimmungen, die als die „drei Neins“ beziehungsweise die „Three No’s“ bekannt wurden:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>NO peace with Israel – Kein Frieden mit Israel</li>



<li>NO recognition of Israel – Keine Anerkennung Israels</li>



<li>NO negotiations with Israel – Keine Verhandlungen mit Israel</li>
</ol>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5337" style="width:773px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Blick von der Siedlung auf dem Weinberg (Foto wurde im März 2023 gemacht) Auf dem Hang vor dem Weinberg sind jetzt die Arbeiten im Gange.</p>



<p>Beim Stichwort &#8222;Siedler&#8220; ging unser Gastgeber auch noch einmal auf seine Wohnsituation und das Wording dazu ein. In Israel interessiert es keinen wo man wohnt, ob am Meer oder eben hier in Judäa.</p>



<p>Auch zeigte der uns eine App auf seinem Handy, die ihnen anzeigt wo mit Raketen zu rechnen ist. Sie haben hier 1 1/2 Minuten zeit sich in die Schutzräume zu begeben. Das sei an den Grenzen zum Libanon und zum Gazastreifen eher schwieriger, da es da nur 15-30 Sekunden Zeit ist, sich in. Sicherheit zu bringen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45-475x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5505" style="width:399px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45-475x1024.jpeg 475w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45-139x300.jpeg 139w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45-768x1656.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45-713x1536.jpeg 713w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/128E9389-6583-4000-A73E-24AF2D627B45.jpeg 950w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /></a></figure>



<p>Foto vom Handy: So sah die Warnung gestern früh aus, als Raketen aus dem Jemen kamen.</p>



<p>Die roten Punkte zeigen möglich Orte wo eine Rakete niedergehen könnte. In der Regel werden Sie jedoch angefangen. dann droht &#8222;lediglich&#8220; von herunterfallenden Raketenteilen getroffen zu werden</p>



<p>Zu den Bauarbeiten an der Grenze des Weinberges befragt, der sich ja unterhalb seiner Siedlung befindet, meinte er, dass habe mit zwei Ereignissen zu tun. Am 8. Oktober 2023, also einen Tag nach dem Hamas-Überfall seien Jugendliche aus Nahalin gekommen und hätten am Gelände der Thora-Schule (unterhalb des Weinberges) Molotow-Cocktails geworfen. Ein zweiter Vorfall vor einigen Wochen, bei dem Palästinenser beobachtet wurden, die am Schulgelände Fotos machten, haben den Siedlerrat „auf den Plan“ gerufen. Man habe entschieden, zur möglichen Gefahrenabwehr, auf dem östlichen Hang des Weinberges (der zur Gemarkung der Siedlung gehöre) eine Beleuchtung zu installieren, damit mögliche „Angriffe“ frühzeitig erkannt und abgewehrt werden können. Deshalb sei auch der bisherige Zugang zum Weinberg, von der Straße 60, nun ganz gesperrt worden. Auch gibt es in der Siedlung nun ein bewaffnetes Team, welches nächtliche Kontrollfahrten durchführt. Diese ganzen Maßnahmen wären die <strong><em>„Folge der Realität und keine böse Absicht“ </em></strong>Zum Krieg im Gaza meinte N., dass die Bewohner:innen eine bessere Zukunft in anderen arabischen Ländern haben würde. Er habe heute gehört, dass sich Ägypten bereit erklärt habe ½ Mio Bewohner:innen des Gaza-Streifens aufzunehmen. Da seiner Ansicht nach Hamas=Bewohner:innen von Gaza seien, würden sie, blieben sie dort, Israel auch weiter „ärgern“.</p>



<p>Ich lasse die Aussagen von ihm unkommentiert, weil viele für sich sprechenMaßnahmen am Weinberg: </p>



<p>Ich denke aber auch, dass die Möglichkeit, einmal in die Gedankenwelt eines Siedlers „eintauchen“ zu können, mir hilft, ihre Sicht zu verstehen ohne ihre Ansicht zu teilen.</p>



<p>Bin jetzt gespannt, ob die Aussagen zur „Baustelle“ am Weinberg nun wirklich stimmen, was ja heißen würde, das nicht wie bisher befürchtet wird, dort der Beginn von weiterem Siedlungsbau vollzogen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5506" style="width:675px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/65AC7DE3-E481-4638-A431-A82BA1BDC621-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p>Ein versöhnendes Bild zum Ende dieses Tagesberichtes: Heutiger Blick auf die Geburtsgrotte</p>



<p><strong>Tageszitat (21. März) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Ehe noch die Welt erschaffen war, war der Herr allein mit seinem großen Namen. Da stieg ihm der Gedanke auf, eine Welt zu erschaffen. Und er ritzte vor sich eine Welt hin. Aber die Welt konnte nicht bestehen, bevor er die Umkehr erschuf….</em></p>



<p><em>Er sprach: baue ich die Welt allein auf Barmherzigkeit auf, die Sünde nimmt überhand; lasse ich aber die Härte des Gesetzes allein walten, wie wird da die Welt bestehen? Ich will sie nun auf Milde und Strenge zugleich begründen, und, ach, dass sie dann bestehe.</em>&nbsp;&nbsp;(Micha Josef bin Gorion)</p>
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		<title>Regen bringt Segen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2023 21:59:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen hatte der Himmel, wie schon gestern, all seine Schleusen geöffnet. Das Regenwasser stürzt dann die Straßen und Gassen herab, denn Rinnsteine oder ganz zu schweigen von Kanälen, in denen das Wasser ablaufen kann, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/regen-bringt-segen/" title="Regen bringt Segen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute morgen hatte der Himmel, wie schon gestern, all seine Schleusen geöffnet. Das Regenwasser stürzt dann die Straßen und Gassen herab, denn Rinnsteine oder ganz zu schweigen von Kanälen, in denen das Wasser ablaufen kann, gibt es hier nicht.<br>Hier freut man sich, wenn es regnet, denn es kommt so selten vor. So hat es vom April letzten Jahres bis zum Januar diesen Jahres, also gut 9 Monate, nicht geregnet.</p>



<p>Schön für unsere Reisegruppe, dass der Regen rechtzeitig aufhörte, als wir unser erstes tagesziel, das wunderschön gelegene griechisch-orthodoxe <a href="https://www.land-der-bibel.de/bethlehem/kloster-mar-saba/kloster-mar-saba.htm" data-type="URL" data-id="https://www.land-der-bibel.de/bethlehem/kloster-mar-saba/kloster-mar-saba.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kloster Ma Saba </a>erreichten. Ihr findet einiges zum Kloster unter dem untenstehenden Stichwirt oder in diesem Link. Heute gingen einige Männer (nämlich nur die, dürfen hinein) in das Klostergelände. Die anderen sind ein wenig am Rande der tiefen Schlucht, die das Kidrontal hier bildet in die Wüste gewandert. Bedingt durch den starken Regen am Vormittag floss überall Wasserströme zu Tale.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5249" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-80x60.jpeg 80w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853.jpeg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kloster Ma Saba </figcaption></figure>



<p>Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Zatara gemacht wo uns Fatima schon erwartete. Was soll ich zu Fatima (oder Im Magdolin, wie sie hier nach dem Namen ihrer jüngsten, behinderten Tochter genannt wird) noch schreiben. Es ist (fast alles) von ihr (über sie) in diesem Blog festgehalten.</p>



<p>Auch diese Gruppe spürte gleich, welch besondere Frau Fatima ist. Natürlich hat sie uns leckere arabische Speisen zubereitet. Als „Vorgeschmack gab es wunderbar schmeckendes, frisch gebackenes daher noch warmes Brot, mit dem Hinweis nur ganz wenig davon zu essen, denn es sollte noch eine große Platte mit köstlichen Speisen geleert werden. Natürlich hat Fatima von ihrer Familie erzählt aber auch von den aktuellen Sorgen die sie derzeit bewegen. So hat sie Ihr Engagement mit der deutschen Behindertenhilfe zwar offiziell beendet, aber nachwievor wird sie von den Familien um Hilfe gebeten, jetzt aber ohne die finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisation. Irgendwie war auch das Thema Abfallentsorgung ein Thema. Wie erfuhren, dass hier der Müll, der nicht in Mülltonnen gesammelt wird ,sondern in Containern, die verteilt an der Straße stehen, einmal monatlich (es kann aber auch schon mal 6 Wochen dauern) abgefahren wird. Man kann sich gut vorstellen, was mit diesem Müll geschieht, wenn er solange in der sommerlichen Hitze liegen bleibt. Es stinkt, Tiere reisen die Müllsäcke auf und der Inhalt verteilt sich auf dem ganzen Gelände. Die Menschen hier sind bereit 10.000 € und mehr für eine Hochzeit zu zahlen, aber nicht mal 10 Schekel für die Müllentsorgung, klagt Fatima. Es sei der Charakter diese Gesellschaft hier (vor dem Hintergrund einer fehlende Erziehung), die nichts dabei findet, den Müll einfach irgendwo zu entsorgen oder auch einfach in Brand zu setzen. Von Seiten des Staates/der Kommunen wird ebenfalls zur Behebung dieses Zustandes nichts unternommen. So musste ich auch in dem „Welterbeort“ Battir ebenfalls feststellen, dass das ganze Ortsbild, für mich, einen ziemlich vermüllten Eindruck hinterließ. Da werden schöne Flyer erstellt, das sicherlich auch, um Touristen anzulocken, aber keiner sorgt sich um das Bild was der Ort abgibt. Für mich nicht nachvollziehbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5250" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Fatima mit Tochter Magdolin</figcaption></figure>



<p>Unsere dritte Tagesstation war die Geburtskirche in Bethlehem. Hier empfing unsere Gruppe Faten Mukarker, die der Gruppe, in ihrer unnachahmlichen arabischen Erzählkunst, uns Infos und Geschichten zu dieser besonderen Kirche, aber eben auch zu vielen anderen (oftmals auch politischen) Dingen des palästinensischen Alltages gab.</p>



<p>Anschließend besuchten wir das <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren-und-im-karton-abgelegt/" data-type="post" data-id="3206" target="_blank">Kinderheim La Chreche</a>, von dem ich auch schon des häufigeren geschrieben habe. In ihm wachsen zum einen solche Kinder auf, die in der muslimischen Welt nicht erwünscht sind, weil sie die „Ehre“  einer Familie beschädigt haben. Es sind Kinder, die aus nicht erlaubten Beziehungen stammen, vielfach innerhalb der Familie oder in einer außerehelichen Beziehung gezeugt wurden. Dazu kommen Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen. Derzeit leben 50 Kinder in der Einrichtung die von französischen Schwestern geleitet wird. Diese so wichtige und in Palästina einzigartige Einrichtung wird ausschließlich über Spenden finanziert. <a href="https://www.christen-helfen-christen.de/index.php/projekte/laenderprojekte-im-hl-land/palaestinaensische-autonomie/unterstuetzung-der-findelkinder-in-der-creche" data-type="URL" data-id="https://www.christen-helfen-christen.de/index.php/projekte/laenderprojekte-im-hl-land/palaestinaensische-autonomie/unterstuetzung-der-findelkinder-in-der-creche" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier gibt es eine Spendenmöglichkeit in Deutschland </a></p>



<p>Zum Abend waren wir bei Faten Mukarker zu Hause. Bei einem leckeren arabischen Essen hat sie uns ihre Familiengeschichte erzählt.</p>



<p>Bedingt durch einen für mich anstrengenden Tag, der eben jetzt erst kurz vor Mitternacht endet, verweise ich heute auf meine zahlreichen Links zu den verschiedenen Tageszielen und eben auch auf die Stichworte zum Ende des Berichtes, der euch zu meinen zahlreichen Berichten von Fatima, Faten und Le Creche führt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5251" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">arabischer Kaffee to Go</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Wollt ihr Juden und Christen mit uns über Gott streiten?&nbsp;</em><br><em>Es ist doch unser und euer Herr.&nbsp;<br>Uns kommen unsere Werke zu&nbsp;<br>und&nbsp;&nbsp;euch die eurigen.</em>&nbsp;&nbsp;(Sure 2, 139)<em></em></p>



<p></p>
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		<title>Vergleich: Nahostkonflikt./.Ukrainekrieg</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/vergleich-nahostkonflikt-ukrainekrieg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 18:48:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rückkehr nach 27 Monaten - März 2022]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Morgen habe ich mich mit Ilan Baruch, einem ehemaligen israelischen Botschafter, in einem kleinen Cafe, nahe des berühmten King-David-Hotel im Zentrum von West-Jerusalem getroffen. Ilan Baruch war im diplomatischen Dienst und zuletzt als Botschafter <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/vergleich-nahostkonflikt-ukrainekrieg/" title="Vergleich: Nahostkonflikt./.Ukrainekrieg">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute Morgen habe ich mich mit Ilan Baruch, einem ehemaligen israelischen Botschafter, in einem kleinen Cafe, nahe des berühmten King-David-Hotel im Zentrum von West-Jerusalem getroffen.</p>



<p>Ilan Baruch war im diplomatischen Dienst und zuletzt als Botschafter für Israel in Südafrika tätig. Er hat sich 2011 aus dem diplomatischen Dienst mit der Begründung verabschiedet, dass er die israelische Regierung, vor allem wegen ihrer Politik gegenüber den Palästinensern, nicht länger vertreten könne.&nbsp;</p>



<p>Mit anderen israelischen Ex-Diplomaten, Akademikern und anderen Personen, die sich auf freiwilliger Basis für eine Umwandlung der Beziehungen zwischen Israel und Palästina von der Besatzung in eine Koexistenz auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung einsetzen, hat er die Policy Working Group (PWG) gegründet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5034" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/1DCF3B89-00D0-4630-8EE7-F0D017AC1A62-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>im Gespräch mit Botschafter Ilan Baruch </figcaption></figure>



<p>Die PWG fordert die Entstehung eines unabhängigen, souveränen Staates Palästina neben dem Staat Israel, wobei Jerusalem die Hauptstadt beider Staaten sein soll. Die PWG setzt sich auch für den Schutz des zivilen Raums in Israel vor Aufwiegelung und Gesetzgebung durch die israelische Regierung und Diffamierung durch angeschlossene Organisationen in Israel und im Ausland ein, die die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit untergraben und jeden kritischen Diskurs über die israelische Regierung und ihre Politik in den besetzten palästinensischen Gebieten unterdrücken.</p>



<p>In seiner Eigenschaft als Sprecher dieser Gruppe habe ich ihn im Zusammenhang mit meinem Engagement mit der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.paxchristi.de/kommissionen/view/5305177963757568/Kommission%20Nahost" target="_blank">Nahost-Kommission von pax christi</a> (NOK) kennen lernen dürfen.</p>



<p>Wir haben mit Mitgliedern der NOK, gemeinsam mit ihm und einem Vertreter aus Palästina, in den letzten Jahren in Deutschland „Lobby-Gespräche“  mit Bundes-Politiker:innen der verschiedenen Parteien und Mitarbeiter:innen in verschiedenen Bundesministerien (u.a. Auswärtiges, Wirtschaft) und dem Bundeskanzleramt geführt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="860" height="570" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1.jpeg" alt="" class="wp-image-4120" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1.jpeg 860w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1-300x199.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1-768x509.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 860px) 100vw, 860px" /></a><figcaption>ein Bild aus der SZ zeigt die Zerstörungen im Gazastreifen</figcaption></figure>



<p>Heute nun durfte ich ihn einmal in seiner Heimatstadt Jerusalem treffen. Wir haben uns natürlich über den aktuellen Krieg in der Ukraine unterhalten und waren uns darin einig, dass dieser Konflikt die Weltpolitik noch lange beschäftigen wird. Auch war uns klar, dass es uns, bei den für Ende Mai mit ihm in Berlin geplanten Lobbygesprächen gelingen muss, wenn wir von der Politik, vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges derzeit gehört werden wollen, Parallelen zwischen dem Krieg in der Ukraine und dem israelisch-palästinensischen Konflikt aufzuzeigen.</p>



<p>Unter Palästinensern sorgen die klaren westlichen Sanktionen gegen den Aggressor Russland schon jetzt für Verbitterung. Sie sprechen von Doppelmoral angesichts der Untätigkeit der Welt gegenüber bald 55 Jahren israelischer Besatzung der palästinensischen Gebiete. „Unser Widerstand wurde kriminalisiert“, formulierte es die palästinensisch-amerikanische Journalistin Mariam Barghouti im Al-Jazeera-Netzwerk „AJ+“.</p>



<p>Mit ihren Vergleichen zwischen dem Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt stehen die Palästinenser nicht allein da. Die Art und Weise, wie Wladimir Putin die russische Staatsgewalt darstelle, ähnele sehr der Rhetorik und den Wortspielen, die Israel in seinen Kriegen gegen die Palästinenser und die arabischen Staaten seit Jahrzehnten verwende, urteilte der israelische Journalist Meron Rapoport in einem Artikel für das Magazin „+972“. Als Beispiele nennt er die Opferrolle, die Russland sich zuschreibe, die Rechtfertigung seiner Invasion durch die Leugnung der Existenz eines echten Staates Ukraine und ein sprachliches Herabstufen des Kriegs zu einer „Operation“.</p>



<p>Ähnlich sieht es der israelische Politiker und Publizist Avraham Burg in seinem Blog für die Tageszeitung „Haaretz“: „Es gibt eine Menge Unterschiede zwischen der Ukraine und Palästina“, schrieb er. Aber letztlich gehe es um das Gleiche: Ein Volk leugne das Recht auf Souveränität eines anderen Volkes.</p>



<p>Es gilt für uns bei den geplanten Lobby-Gesprächen meiner Meinung nach darum, aufzuzeigen, dass es hier wie da um die Einhaltung von Menschen- und Völkerrechten und vor allem um den Schutz des menschlichen Lebens geht. Bin gespannt ob es uns bei unseren Gesprächen gelingen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5035" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/29D2501D-0303-460F-BD7D-3C73826F1A84-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption>die Geburtskirche heute: eine wohltuende Leere</figcaption></figure>



<p>Zum Nachmittag habe ich mich dann wieder aufgemacht und bin mit dem Bus nach Bethlehem gefahren. Nach einem kleinen Gang durch die Altstadt habe ich auch  einmal in die Geburtskirche geschaut: sie war menschenleer, so hatte ich sie noch nie erlebt. Normal wartet man, um einen Blick in die Geburtsgrotte werfen zu können, schonmal bis zu 2 Stunden. Wenn ich in Jerusalem in der Altstadt schon mal den Eindruck hatte, es sind wieder mehr Touristen im Lande, so verflüchtigte sich diese Meinung beim Anblick der leeren Kirche. Genauso eine Leere herrschte in der Tiefgarage, wo sich normalerweise, gegen viele Schekel, Dutzende Reisebusse der Gruppen aufhalten.</p>



<p>Da ich nicht wusste, ob ich Fatima in den nächsten Tagen noch einmal treffen werde, bin ich dann noch nach Za`tara gefahren. Da ich sie telefonisch nicht erreicht habe, um sie zu fragen ob sie mich abholt, wollte ich, wie früher oft, einen der Taxibusse nehmen. Dort steigt man an der Bus-Station ein und wartet bis der Kleinbus voll ist. Da man mir der Fahrer glaubhaft gemacht hatte, dass um diese (Mittags)zeit es sehr lange dauern würde, bis der Bus mit 7-8 Personen besetzt sei, wolle er mich alleine fahren. Erst war die Forderung 100 Schekel (etwa 25,-€), auf meinen Protest hat er dann den Preis auf 70 Schekel reduziert.</p>



<p>Vor Fatima erfuhr ich später, dass auch dieser Preis viel zu viel gewesen sei. &#8222;Normal&#8220; zahlt man für die Strecke von 15 km von Bethlehem nach Za´tara, 5 Schekel. Wenn also 7 Personen mitfahren, hat der Fahrer 35 Schekel verdient. Selbst mit einem Taxi wäre der normale Preis nicht mehr als 40 Schekel gewesen.</p>



<p>Also wieder mal etwas gelernt und einem sicherlich nicht reichen Fahrer einen guten Tagesverdienst verschafft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5037" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/03/EEB28809-64DA-4847-9201-19F86F9B33E0-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Erdbeeren aus Israel (!) kunstvoll geschichtet</figcaption></figure>
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		<title>Amjad Mitri: &#8222;Es geht nicht um pro Israel oder pro Palästina, es geht mir immer um pro Menschenrechte&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 21:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Al Haq]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute an unserem Letzten Tag hatten wir noch einmal ein randvolles Programm. Zunächst haben wir früh am Morgen um 9:00 Uhr in Beit Sahur, im dortigen „Singer Cafe“ (ich habe über das Cafe schon im <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/amjad-mitri-es-geht-nicht-um-pro-israel-oder-pro-palaestina-es-geht-mir-immer-um-pro-menschenrechte/" title="Amjad Mitri: &#8222;Es geht nicht um pro Israel oder pro Palästina, es geht mir immer um pro Menschenrechte&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute an unserem Letzten Tag hatten wir noch einmal ein randvolles Programm.</p>



<p>Zunächst haben wir früh am Morgen um 9:00 Uhr in Beit Sahur, im dortigen „Singer Cafe“ (ich habe über das Cafe schon im April 2018 berichtet), Amjad Mitri getroffen. Amjad arbeitet seit 2011 für die älteste Menschenrechtsorganisation in Palästina (Amjad meint, vielleicht in der ganzen arabischen Welt), <a href="http://www.alhaq.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Al Haq (öffnet in neuem Tab)">Al Haq</a> das in diesem Jahr sein 40 jähriges Bestehen begeht. Amjad ist Palästinenser, in Deutschland geboren, lebt seit 2011 mit seiner Familie in Beit Sahur, der Heimatstadt seines Vaters. Er ist Jurist mit dem Schwerpunkt internationales recht.</p>



<p>Lange Jahre hat er in einem Büro in Ramallah gearbeitet. Die komplizierte tägliche Anfahrt, durch jeweils 2 Checkpoints auf der Hin- und Rückfahrt zum Büro, haben ihm zu „zermürbt“, dass er mittlerweile die Möglichkeit hat, in seinem Wohnort Beit Sahur in einem Büro zu arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4356" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000522-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Amjad Mitri mit einem Reiseteilnehmer</figcaption></figure>



<p>Insgesamt ist die Situation aus seinem Erleben beurteilt in den letzten 8 Jahren di er in Palästina ist immer schlimmer geworden. Große Ratlosigkeit, Perspektivlosigkeit und letztlich Hoffnungslosigkeit hat sich im großen Teilen der Bevölkerung breit gemacht. Das vorhanden sein der Familie macht die eigene Situation erträglich und schwierig zu gleich. Permanent stellt man sich die Frage der Zukunft: sollen wir bleiben oder wieder nach Deutschland oder den Niederlanden (die Heimat seiner Frau) gehen. Amjad weiß, das für die meisten Palästinenser eben nicht diese Möglichkeiten bestehen.</p>



<p>Im Zusammenhang mit den Kinderrechten, die weltweit gelten sollten, erklärte er uns die Situation der Minderjährigen, die vom israelischen Militär in den Nachtstunden aus den Familien geholt werden.&nbsp;</p>



<p>Oft werden in diesen Angelegenheiten Vergleiche vereinbart. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder möglichst schnell das Gefängnis verlassen, also stimmen sie dem Bergleich zu. Das hat aber zur Folge, dass mit dem Vergleich zugegeben wird, das Steine geschmissen worden sind (obwohl es oft gar nicht stimmt). Werden diese Kinder dann noch einmal festgenommen, gelten sie als „Wiederholungstäter.“</p>



<p>Amjad berichtete von Familien, wo immer die Koffer gepackt seien, ad eine Inhaftierung befürchtet wird. Kinder schlafen schlecht oder machen noch in älteren Jahrgängen „in die Hose“. Vor Gericht hat man oft den Eindruck aus einem „Viehmarkt“ zu sein, es geht da vieles durcheinander, es ist laut, Namen werden durch die Gänge geschrien&#8230;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4357" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000528-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>die Wüste hat ein grünes Frühlingskleid angelegt</figcaption></figure>



<p>Die israelische Menschenrechtsorganisation <a href="https://www.btselem.org" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="B`Tselem (öffnet in neuem Tab)">B`Tselem</a>, mit der Al Haq oft zusammenarbeitet, hat es seit einiger Zeit abgelehnt mit den Zivil und dem Militärgerichten zusammen zuarbeiten, da diese Gerichte „nicht fair und rechtstaatlich seien“. Ist in der Vergangenheit mal ein Fall im Sinne der Verteidigung entschieden worden, hat die Knesset (israel. Parlament) das bestehende Gesetz geändert und damit die „Gesetzeslücke“ geschlossen.</p>



<p>Wir sprachen auch über die Aktivitäten beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Palästina ist seit 2016 dort vollwertiges Mitglied. Gründe um dort vorstellig zu werden und Anklage zu erheben sind Apartheid, Verstoß gegen die Menschenrechte und bei Kriegsverbrechen. Palästina hat u. a. den Siedlungsbau dort vorgetragen. Derzeit ist es in der „Klärungsphase“ ob das Gericht eine Anklage erhebt. Aus Sicht von Amjad ist die „ein klarer Fall“, ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Er sieht für Israel nur zwei Gründe die genannt werden könnten, aber eben nicht zu treffen:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Die Siedlungen sind auf unserem Gebiet gebaut und die Sicherheit unserer Bevölkerung ist gefährdet. </li><li>Die Menschen sind deshalb möglicherweise gefährdet weil sie in den Siedlungen leben, Israel schützt sie, in dem es noch mehr Land den Palästinensern weggenommen wird. Der Siedlungsbau führt auch dazu, dass es immer weniger Platz für die Palästinenser gibt. Die Städte können nur nach innen wachsen, da an den Rändern sich die Siedlungen befinden. Dies führt zu einer massiven Verdichtung des städtischen Wohnungsbaus mit allen negativen Konsequenzen für die allgemeine Infrastruktur </li></ol>



<p>Zum Schluss unseres 1 ½ stündigen Gespräches erklärte Amjad, dass In 50 Jahren Besatzung ein System aufgebaut worden ist dass sich in jeden einzelnen Lebensbereich der Menschen hier einmischt: kulturell, sozial, wirtschaftlich politisch.&nbsp;</p>



<p>Mehr als 100 Genehmigungen hat Israel für die Palästinenser entwickelt und so die vollständige Kontrolle über die Menschen erreicht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4355" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190320_112237-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Kloster Ma Saba</figcaption></figure>



<p>Die Palästinenser haben in den letzten 50 Jahren alles probiert: Bewaffneter Wiederstand, Terrorakte, ziviler Ungehorsam, alles hat nichts gebracht.</p>



<p>Die Vereinbarung durch die „Oslo-Verträge“ sind in den Augen von Amjad so etwas wie ein Mietvertrag: Israel ist der Vermieter, Palästina der Mieter mit wenig Rechten und viel Pflichten. Die palästinensische Autonomiebehörde hat letztlich keine Autonomie. Amjad erzählte uns von der Bestimmung, dass, wenn ein Kind geboren wird, es bei den Israelis registriert werden muss und nur so seinen rechtlichen Status erhält.</p>



<p>Amjad möchte das Israel genauso behandelt werden soll, wie jeder andere Staat, nicht besser und nicht schlechter.&nbsp;&nbsp;Es müssen die internationalen Standards der Menschenrechte beachtet werden:</p>



<p>Es geht für Amjad nicht um pro Israel oder pro Palästina, ihm geht es immer um Pro Menschenrecht</p>



<p>Und trotzdem&#8230;so Amjad beim Verlassen des Cafes: wenn man hier mit den Menschen lebt erlebt man, es passiert viel trotz der großen Hoffnungslosigkeit.</p>



<p>Es wird viel gelacht, getanzt, gefeiert.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4358" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000537-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>das tiefe Kidrontal</figcaption></figure>



<p>Nachdem Gespräch haben wir uns in die judäische Wüste begeben und dort bei Beit Sahur das griechisch-orthodoxe Kloster Ma Saba angesehen. Anschließend hatte die Gruppe etwas Zeit einige Schritte alleine in die Wüste zu gehen und so die Wüste ein wenig sinnlich aufzunehmen und damit ein wenig „Wüstenerfahrung“ zu sammeln.</p>



<p>Zum Mittag haben wir Fatima in ihrem Haus in Zatara besucht, die uns ein schmackhaftes Mittagessen bereitet hatte. Es ist für mich immer wieder schön zu erleben, wie Fatima, in nur ganz kurzer Zeit, die Menschen die sie trifft, mit ihrer klaren und doch so einfachen Worten, beeindruckt.</p>



<p>Am späten Nachmittag hat die Gruppe dann noch einen Blick in die Geburtskirche geworfen und auch das Kinderheim „Le Chreche“ besucht.</p>



<p>Den Leser, die Leserin darf ich bitten für mehr Informationen zu Fatima und „Le Chreche“ die Links am Anfang dieses Tagesberichtes zu klicken.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4359" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000544-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>bei Fatima</figcaption></figure>



<p>Den Tag haben wir mit einem leckeren arabischen Essen in einem Bethlehemer Restaurant beschlossen zu dem wir auch Faten Mukarker und Daoud und Jihan Nassar eingeladen hatten</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Wollt ihr Juden und Christen mit uns über Gott streiten?&nbsp;</em></p>



<p><em>Es ist doch unser und euer Herr. Uns kommen unsere Werke zu und&nbsp;&nbsp;euch die eurigen.</em>&nbsp;&nbsp;(Sure 2, 139)</p>
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		<title>&#8222;Im Lande der Verzweiflung&#8220;, heute aber nicht nur&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2018 19:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[2014 und 2015 ist der Schriftsteller Nir Baram in die besetzten Gebiete des Westjordanlands gereist, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Er sprach mit Juden, Palästinensern, Siedlern, Politikern und Aktivisten. Ergebnis <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/im-lande-der-verzweiflung-heute-aber-nicht-nur/" title="&#8222;Im Lande der Verzweiflung&#8220;, heute aber nicht nur&#8230;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2014 und 2015 ist der Schriftsteller Nir Baram in die besetzten Gebiete des Westjordanlands gereist, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Er sprach mit Juden, Palästinensern, Siedlern, Politikern und Aktivisten. Ergebnis ist ein Buch, dem er den Titel: „Im Lande der Verzweiflung – ein Israeli reist in die besetzten Gebiete“ gegeben hat. <a href="http://marius-blog.de/literatur-und-links/" target="_blank" rel="noopener">Hier näheres zum Buch</a></p>
<p>Nun bin ich kein Israeli aber eben heute musste ich beim Durchqueren des Checkpoint 300 um von Jerusalem kommend Bethlehem zu erreichen, an sein Buch denken. Er schreibt dort in einem Kapitel „Stadtviertel im Nirgendwo“ von palästinensischen (Ost-)Jerusalemer-Stadtteilen, die sich jenseits der Trennmauer befinden. Er beschreibt sein Gefühl, dass ihn beim Durchqueren der Sperranlage „beschleicht“, dass aber eben auch Tausende von Palästinensern, tagtäglich „zwangsweise“ erfahren müssen, wenn sie zur Arbeit/zur Schule/zum Arzt/zum Gebet an der Al Aqsa-Moschee/Verwandte besuchen oder eben nur zum Einkauf wollen. Jetzt ist die Situation für viele Ostjerusalemer Palästinenser noch einmal eine ganz besondere. Sie sind Jerusalemer Bürger, können sich normalerweise in der ganzen Stadt frei bewegen, wenn sie nicht das „Pech“ haben (wobei mir der Ausdruck Pech zu harmlos daher kommt), durch eine willkürliche Maßnahme der israelischen (Militär-) Verwaltung (sie nennen es dort eine Frage der „Sicherungsabwägung“) von der übrigen Stadt Jerusalem (West und Ost) durch eine Mauer abgetrennt worden zu sein. Die betroffenen Menschen bezeichnen es als „Willkür“</p>
<p><figure id="attachment_4200" aria-describedby="caption-attachment-4200" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4200" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000247-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000247-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000247-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000247-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4200" class="wp-caption-text">So sieht der Eingang/Ausgang aus<br />von Jerusalem nach Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Es ist dieses Lebensgefühl der Israelis, das Nir Baram sehr exakt herausarbeitet. Viele Israelis seien in den 1980er Jahren und dann nach der ersten Intifada (1988-1992)  schockiert über die Besatzung und über die damit einhergehenden Maßnahmen gegen die Palästinenser gewesen. Mittlerweile habe sich, so Nir Baram, Resignation breit gemacht. Die meisten Israelis heute würden diese Realität kennen,  wären in sie hineingeboren und akzeptieren sie in der Überzeugung, dass es keinen Ausweg gibt. <em>„Heutzutage scheint es, als würde jeder verstehen, dass die Okkupation in das Nervensystem unseres Lebens eingesickert ist, und dass wir, ob wir wollen oder nicht, in einer Gesellschaft leben, die unter ihrem Einfluss entstanden ist.“</em></p>
<p>So bin ich heute noch einmal durch den Checkpoint. Dieses Mal habe ich den Durchgang für alle Palästinenser, die nach Jerusalem (oder umgekehrt) wollen genutzt. Ich habe schön öfters von diesem Checkpoint berichtet. Seit einiger Zeit ist der Weg von der „Jerusalemseite“ nach Bethlehem „verkürzt“ worden. Lediglich ein Drehkreuz (vorher waren es drei) ist zu durchqueren. Bekanntermaßen sieht es völlig anders aus, wenn man von Bethlehem nach Jerusalem will.</p>
<p><figure id="attachment_4199" aria-describedby="caption-attachment-4199" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4199" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000254-e1542827580520-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000254-e1542827580520-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000254-e1542827580520-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-4199" class="wp-caption-text">gesehen Visavis des Banksy-Hotels: der &#8222;Mauerspecht&#8220; auf palästinensisch</figcaption></figure></p>
<p>In Bethlehem habe ich Daoud Nassar getroffen. Er war erst gestern von einer Vortragsreise aus den USA zurück gekehrt. Schon heute morgen hat er auf dem Weinberg eine Gruppe aus England empfangen, um sich  nun &#8211; um die Mittagszeit &#8211; mit mir in einem Restaurant, in der Nähe der Katholischen Universität, zu treffen. Er berichtete, dass vor einigen Wochen das oberste israelische Gericht ihm mitgeteilt habe, dass sämtliche Abrissbescheide, die gegen „Strukturen“ des Weinberges erlassen wurden, ab sofort „eingefroren“ sind.<br />
Mit Strukturen meint das Gericht Einrichtungen auf dem großen Gelände des Weinberges wie Wasserzisternen, Solaranlagen, Zelte, etc. Insgesamt gibt es mittlerweile fast 20 solcher Bescheide. Eingefroren bedeutet, dass nun nicht kurzfristig gegen solche Strukturen durch die Militärverwaltung vorgegangen werden kann. In jedem Fall muss das Gericht angehört werden. Wenn man so will, ein gewisser, zu mindestens zeitlicher, Schutz der Einrichtungen.</p>
<p><figure id="attachment_4198" aria-describedby="caption-attachment-4198" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4198" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000120-e1542827428438-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000120-e1542827428438-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000120-e1542827428438-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-4198" class="wp-caption-text">Auch ihm gehört der Preis:<br />der Farmer Daher Nassar</figcaption></figure></p>
<p>Die zweite Neuigkeit, die mir Daoud, in gewohnt ruhiger und sachlicher Art mitteilte, war erst wenige Stunden alt: das deutsche Vertretungsbüro hat ihm heute Vormittag in einer Mail mitgeteilt, dass Deutschland und Frankreich ihm, und anderen Personen, den Preis für Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit 2018 verliehen habe. Hier die heutige <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/deutsch-franzoesischer-menschenrechtspreis/2162822?pk_campaign=newsletter_Pressemitteilung_2018_11_21&amp;pk_kwd=link_Außenminister+Maas+und+Außenminister+Le+Drian+anlässlich+der+Vergabe+des+Deutsch-Französischen+Preises+für+Menschenrechte+2018" target="_blank" rel="noopener">Pressemeldung des Auswärtigen Amtes</a> dazu. Welch eine tolle Auszeichnung für Daoud und die ganze Familie Nassar, aber eben auch für das gesamte Projekt Tent of Nations (Zelt der Völker), mit seinen UnterstützerInnen in der ganzen Welt. Dieser Preis ist aber, wie schon die beharrliche, erfolgreiche, aber eben immer friedliche Arbeit auf dem Weinberg, auch für die Menschen in der gesamten Region, Genugtuung und Ansporn zugleich.<br />
Da aller Guten Dinge drei sind, erfuhr ich auch, dass mit ziemlicher Sicherheit, Daoud bei einer „offiziellen“ Veranstaltung des evangelischen Kirchentages, im Juni 2019 in Dortmund, sein Projekt, das „Tent of Nations“ vorstellen kann.</p>
<p><figure id="attachment_4197" aria-describedby="caption-attachment-4197" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4197" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000263-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000263-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000263-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000263-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4197" class="wp-caption-text">Heute für mich ein historisches Treffen:<br />Daoud und Jihan Nassar mit Fatima (Im Magdolin)</figcaption></figure></p>
<p>Zu mindestens heute gab es für Daoud, seine Familie und den Freundinnen und Freunde des Weinberges, kein Grund zur Verzweiflung, es war ein wirklich schöner und besonderer Tag für alle.</p>
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		<title>49 junge Leben – aber nur wenig (Lebens-) Hoffnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Apr 2017 18:56:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderheim]]></category>
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					<description><![CDATA[Am letzten Tag meiner Gruppenreise im Herbst 2016 habe ich die Kinderkrippe der Heiligen Familie in Bethlehem besucht. Das Schicksal der dort aufgenommenen Kinder – Waisen, Ausgesetzte und Ausgestoßene – hat die Gruppe und auch <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/49-junge-leben-aber-nur-wenig-lebens-hoffnung/" title="49 junge Leben – aber nur wenig (Lebens-) Hoffnung">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am letzten Tag meiner Gruppenreise im Herbst 2016 habe ich die Kinderkrippe der Heiligen Familie in Bethlehem besucht. Das Schicksal der dort aufgenommenen Kinder – Waisen, Ausgesetzte und Ausgestoßene – hat die Gruppe und auch mich zutiefst berührt.</p>
<p>Gestern habe ich mit Emad und Anja, einem in Deutschland lebenden palästinensischen Arzt und seiner deutschen Frau, die derzeit auch zu Besuch in Palästina sind, erneut das von den christlichen Schwestern des Ordens der Vinzentinerinnen     betreute Kinderbetreuungseinrichtung La Chreche besucht. Emad hatte sich in einem Kommentar zu meinem <a href="http://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren-und-im-karton-abgelegt/" target="_blank">Blogbericht 2016</a> vom zutiefst erschüttert gezeigt und wollte sich nun selbst ein „Bild“ machen.</p>
<p><figure id="attachment_3381" aria-describedby="caption-attachment-3381" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3381" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/eingang-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3381" class="wp-caption-text">ein unscheinbarer Eingang mitten in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Wir wurden von Schwester Denise empfangen die uns über die Arbeit ihrer Einrichtung berichtete. Einen Überblock zur Geschichte der Einrichtung <a href="http://www.creche-bethleem.ch/index.php/de/wer-sin-wir/42-article-4-en-allemand" target="_blank">gibt es hier.</a> Insgesamt werden hier etwa 120 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut. Die meisten werden durch die örtlichen Sozialbehörden vermittelt. Die Gründe sind vielfältig. Oft sind es Kinder aus mittellose Familien die in derart prekärer Situation leben, dass die Eltern unfähig sind, ihre Verantwortung für die Kinder zu übernehmen, diese oft auch misshandeln. Doch es wird immer versucht, dem Kind eine Nähe zu seiner Mutter zu erhalten.<br />
Ein Drittel der Kinder kommt direkt zur Krippe, von Nachbarn vor irgend einem Haus ausgesetzt, von der Polizei auf einem Feld gefunden oder auch gleich auf der Türschwelle der Krippe deponiert. Neugeborene, die nach vergeblichen Abtreibungsversuchen ausgesetzt worden sind. Diese Fälle erfordern vorerst eine Suche nach der Identität des Kindes und seiner Mutterschaft, in der Regel ein äußerst schwieriges Unterfangen. Hinzu kommen die Fälle in denen sich junge (schwangere) Opfer &#8211; von oft familiärer Vergewaltigung &#8211; hilfesuchend an die Schwestern wenden. Oft sind sie von der Familie bedroht sind – meistens eine Überlebensfrage. Hilfsweise wird auch schon mal „ bei suchtbarer Schwangerschaft“ eine Inhaftierung „zum Schutz organisiert“. Wohl gibt es mittlerweile in Beit Sahur ein erstes „Frauenhaus“ ,allerdings kann der wirkliche Schutz dort nicht gewährt werden. Hinzu kommt, dass es auch hier natürlich auch Frauen gibt die vor der Gewalt ihrer Männer in diese Einrichtung flüchten.</p>
<p><figure id="attachment_3382" aria-describedby="caption-attachment-3382" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3382" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schlafzimmer-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schlafzimmer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schlafzimmer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/schlafzimmer-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3382" class="wp-caption-text">Hier kann auch geträumt werden</figcaption></figure></p>
<p>Wenn die Kinder volljährig sind werden sie ganz allgemein darüber informiert, dass sie aus einer Beziehung stammen, die nicht bekannt werden darf.<br />
Sie bekommen eine völlig neue (Namens-) Identität. Aber genau das ist mit ein Grund, das hier eine Adoption so schwierig (fast unmöglich) ist, denn muslimische Familien wollen die „Stammdaten“ genau wissen bevor sie ein Kind aufnehmen.</p>
<p>Warum der Namen der Mutter geschützt bleibt erzählte uns Schwester Denise am Beispiel</p>
<p><figure id="attachment_3383" aria-describedby="caption-attachment-3383" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3383" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/babys-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/babys-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/babys-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/babys-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3383" class="wp-caption-text">welche Zukunft haben sie?</figcaption></figure></p>
<p>eines Falles wo eine erwachsene ehemalige Bewohnerin des Kinderheimes ihre leibliche Mutter „gefunden“ hatte. Wochen nach dem ersten Treffen wurde sowohl die Mutter wie ihre Tochter ermordet. Überhaupt gibt es hier häufig so genannte „Ehrenmorde“ in die sich die Polizei nur wenig „einmischt“.<br />
Natürlich wird sich hier in der Einrichtung intensiv um die Kinder gekümmert.<br />
Die Neugeborenen werden entsprechend ihrem Gesundheitszustand und ihrem meist ungenügenden Gewicht medizinisch versorgt. Viele Kinder zeigen gravierende psychologische Reaktionen: Mutismus, Aggressivität und ähnliche Verhaltensstörungen, neuropsychologische Erkrankungen, Wachstumsstörungen …Kenner der Einrichtung sprechen von einem bewundernswertem Engagement aller die hier Tätig sind. Wir sprachen kurz mit einer jungen deutschen Frau die hier seit einigen Wochen als Volontärin mit hilft. Sie sagte uns dass das Wissen um das Schicksal dieser Kinder sie doch auch sehr belastet. Sie selbst habe eine schöne Kindheit gehabt und würde sich auf ihr zukünftiges Leben freuen.</p>
<p><figure id="attachment_3384" aria-describedby="caption-attachment-3384" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3384" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/prinz-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/prinz-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/prinz-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/prinz-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3384" class="wp-caption-text">Auch ein Trost:<br />die Geschichten des kleinen Prinzen</figcaption></figure></p>
<p>Auch gestern habe diese Einrichtung mit keinen guten Gefühlen verlassen. Natürlich ist man beeindruckt von dem liebevollen Engagement der dort Tätigen. Auch hat man den Eindruck das es materiell an wenigem fehlt, auch wenn die Schwester sagte das die Spenden gerade aus Deutschland, nicht zuletzt auch wegen der Flüchtlingshilfe im eigenen Land zurück gegangen sind. Es ist wohl die Ohnmacht die man spürt, Ohnmacht, weil man weiß, das der Hintergrund des Schicksales dieser kleinen Menschenkinder viel mit den starken Einflüssen der (oft falsch verstandenen) Religion zu tun hat. Aber um es klar zu sagen, dass ist nicht nur ein Problem hier in Palästina, nicht nur ein Problem in den muslimischen Staaten. Auch wir Christen fördern oft mit einer falschen Interpretation unserer Religion solches Verhalten auch bei uns. Der vielleicht einzige Unterschied in den westlichen Staaten ist: auch dem Täter (Vergewaltiger und Rachemörder), droht die Härte unserer Gesetze. Aber wie sagte am Sonntag Pater Nikodemus von der Dormitio-Abtei in seiner Predigt zum Palmsonntag: Jesus ist für alle Menschen gestorben, Gute und Schlechte, Rechtschaffene und Sünder.<br />
Vielleicht ist dem geneigten Leser/Leserin dieses Bloges, neben der österlichen Gewissheit auch  der nachfolgende Spruch aus dem Talmud, der das heutige Tageszitat darstellt, im wahrsten Sinne ein kleines &#8222;Hoffnungszeichen&#8220;</p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Solange der Mensch lebt, hat er Hoffnung.</strong></em><br />
aus Talmud (Jeruschalmi Berachot 89)</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Dazu Gehören oder etwas Besitzen sind zwei völlig verschiedene Eigenschaften“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2016 02:05:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtskirche]]></category>
		<category><![CDATA[Mar Saba]]></category>
		<category><![CDATA[Siedler]]></category>
		<category><![CDATA[Zatara]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, am Sonntag, sind wir zunächst zu Fuß von unserem Quartier durch die Bethlehemer Altstadt zu der in einem Kilometer entfernten Geburtskirche gegangen. Nach der Besichtigung dieser, von der UNESCO 2012 gegen den Widerstand von <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/dazu-gehoeren-oder-etwas-besitzen-sind-zwei-voellig-verschiedene-eigenschaften/" title="„Dazu Gehören oder etwas Besitzen sind zwei völlig verschiedene Eigenschaften“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, am Sonntag, sind wir zunächst zu Fuß von unserem Quartier durch die Bethlehemer Altstadt zu der in einem Kilometer entfernten Geburtskirche gegangen. Nach der Besichtigung dieser, von der UNESCO 2012 gegen den Widerstand von Israel (und bei Enthaltung Deutschlands) zum Weltkultur ernannte haben wir uns auf den Weg zum Kloster Mar Saba gemacht. Es liegt etwa 15 km von Bethlehem entfernt in der Kidronschlucht mitten in der judäischen Wüste. Es ist eines der ältesten Klöster der Orthodoxen Kirche und vielleicht auch eines der bedeutsamsten. Bereits im Jahre 478 kam der Mönch Savas aus seiner Heimat Kappadokien hierher und bildete seine eigene Mönchsbruderschaft. In der Folge spielte das Kloster eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Mönchtums und der orthodoxen Theologie.</p>
<p><figure id="attachment_3173" aria-describedby="caption-attachment-3173" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3173" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kloster-1024x768.jpg" alt="Kloster Mar Saba" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kloster-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kloster-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Kloster-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3173" class="wp-caption-text">Kloster Mar Saba</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anschließend haben wir einen Besuch bei Familie Twaib in Zatara gemacht. Fatima (Im Magdolin), ist all meinen Leser/innen durch diesen Blog bestens bekannt. Leider konnte sie meine Gruppe nicht persönlich empfangen, da sie zur Behandlung verschiedener Beschwerden, auf meine Vermittlung hin, in meiner Heimat weilt. Wir wurden aber von Ihrem Mann Saaed, ihren Töchtern Rada und Magdolin herzlich willkommen geheißen. Es wurde uns ein leckeres arabisches Mahl bereitet. Bedient wurden wir auch von vielen ihrer 17 Enkelkinder. Bevor wir zu unserer letzten Station aufbrachen haben wir noch den wundervollen Blick in die nahe am Haus von Fatima beginnende Wüste „genossen“.</p>
<p><figure id="attachment_3177" aria-describedby="caption-attachment-3177" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3177" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wüste-1024x768.jpg" alt="wundervolle Aussichten in die judäische Wüste " width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wüste-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wüste-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wüste-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/wüste.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3177" class="wp-caption-text">wundervolle Aussichten in die judäische Wüste</figcaption></figure></p>
<p>Zum Schluss des Tages hatten wir uns noch mit Vertretern der palästinensisch-israelischen Friedensinitiative &#8222;Roots&#8220; getroffen.</p>
<p>Roots ist laut eigener Beschreibung auf ihrer Internetplatform <a href="http://www.friendsofroots.net" target="_blank">www.friendsofroots.net</a></p>
<p><em>„eine Initiative, die von einem gemeinsamen palästinensischen und israelischen Komitee mit Sitz im Westjordanland geleitet wird. Wir arbeiten in unseren eigenen Gemeinschaften im Herzen des Konflikts; Wir wollen durch unser Engagement die Verlagerung von Hass und Verdächtigung auf Vertrauen, Empathie und gegenseitige Unterstützung. Durch unsere Projekte und Workshops sind wir bestrebt, den Grundstein für eine Realität zu legen, in der künftige Abkommen zwischen unseren Regierungen aufgebaut werden können. In nur zwei Jahren des schnellen Wachstums hat unsere Arbeit fast 13.000 Menschen erreicht.“</em></p>
<p>Mit uns sprachen Shaul ein jüdischer Israeli, von Beruf Lehrer, der mit seiner Familie ganz in der Nähe unseres Treffpunktes, in der jüdischen Siedlung Gush Etzion lebt und Noor, ein Palästinenser, von Beruf Reiseguide, der in Bethlehem lebt. Beide erzählten uns zunächst ihre Lebensgeschichte. Shaul, der an die vielen Kriege erinnerte, an die Freiheitskämpfe auf beiden Seiten. Er äußerte auch Verständnis für den Widerstand der Palästinenser. Erst als ihm nahestehende Personen ermordet wurde, sei ihm klar geworden, dass diese Entwicklung nur zum Untergang beider Seiten führen würde. Da sei er dem <a href="http://www.alsharq.de/2013/mashreq/israel/der-friedliebende-siedler-ein-personlicher-nachruf-auf-rabbi-menachem-froman/" target="_blank">Rabbi Fromann</a> begegnet. Von ihm habe er gelernt das es etwas ganz anderes ist wenn man davon spricht dazu zu gehören oder wenn mann davon spricht etwas zu besitzen. Bezogen auf die jüdischen Gebiete Samaria und Judäa heißt es für Shaul auch das leben von Palästinensern hier zuzulassen, aber eben nicht dieses Land in Besitz zu nehmen.</p>
<p><figure id="attachment_3176" aria-describedby="caption-attachment-3176" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3176" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/roots-1024x768.jpg" alt="mit Saul und Noor (li) von Roots im Gespräch" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/roots-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/roots-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/roots-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3176" class="wp-caption-text">mit Saul und Noor (li) von Roots im Gespräch</figcaption></figure></p>
<p>Noor ist 1991 in Jordanien geboren und Mitte der 90iger Jahre nach Bethlehem gekommen. Die Zeit bis zum Beginn der 2. Intifada hat er als seine bisher schönste Lebenszeit empfunden. Mit Beginn des 2. Aufstandes der Palästinenser war sein Alltag geprägt von Ausgangssperre, Beschuss und getöteten Nachbarn. Er selbst hat sich aktiv am Volksaufstand beteiligt, am Rachels Grab in Bethlehem Steine auf die Israelischen Soldaten geworfen. Auch bei ihm war der Tod eines engen Freundes ein einschneidendes Erlebnis. Er wollte diesen Tod rächen und plante mit Freunden einen israelischen Checkpoint anzugreifen. Mit gestohlenen Waffen wurden sie von palästinensischen (!) Polizisten kontrolliert und festgenommen. Mit Glück konnten sie der Überstellung an Israel entgehen. Nach Schule und Studium wurde er Reiseführer und hatte 2015 die Möglichkeit eine Gruppe nach Hebron und anschließend zu einem Gespräch mit der Gruppe Roots zu führen.</p>
<p>Dort traf er einen Rabbi. Zum erste Mal in seinem Leben hörte er dort (von einem Rabbi!!) dass auch die Palästinenser Rechte haben. Er war beeindruckt von seinen Visionen wie der so schmerzlichen Konflikt zu lösen sei. Er ist dann mehrfach zu Treffen der Gruppe gegangen und hat sich dann dieser Bewegung angeschlossen. Jetzt trifft man sich regelmäßig, tauscht sich aus, hört die Probleme der anderen Seite, versucht sich in deren Probleme hinein zu versetzen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Darüber hinaus geht man auf Schulen, Soldaten und andere Gruppierungen zu und versucht dort für die aussöhnenden Gedanken der Gruppe zu werben.</p>
<p>Natürlich wird diese Bewegung von beiden Seiten argwöhnisch beobachtet, von vielen abgelehnt, weil mit den Anderen spricht man nicht&#8230;.</p>
<p>Wir konnten durch das Nachempfinden beider Lebensgeschichten gut verstehen, dass es für beide ein logischer „Ausweg“ aus einer schier hoffnungslosen Situation war sich der Bewegung „Roots“ anzuschließen</p>
<p>Dennoch wir hatten bei dem zweistündigen Gespräch ein gutes Gefühl und meinen, dass diese Bewegung, die sich aus der Mitte der beiden oft hasserfüllten Gruppenentwickelt hat, eine echte Chance verdient. Ich werde die Entwicklung von Roots sicherlich weiter verfolgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Mauer in Bethlehem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/bethlehem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2016 07:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich noch einmal in Bethlehem gewesen. Von Jerusalem gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit dem Bus 231 über Beit Jala oder mit dem Bus 234 bis zum großen Scheckpoint 300. Heute habe <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/bethlehem/" title="Die Mauer in Bethlehem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich noch einmal in Bethlehem gewesen. Von Jerusalem gibt es zwei Möglichkeiten: entweder mit dem Bus 231 über Beit Jala oder mit dem Bus 234 bis zum großen Scheckpoint 300. Heute habe ich mal wieder diese zweite Möglichkeit gewählt um „auf die andere Seite“ zu kommen. Auch hatte hatte ich wieder das große Glück einen sehr komfortablen Bus „erwischt“ zu haben. Auch bezüglich der palästinensischen „Busflotte“ hat sich in den letzten Jahren viel getan. Wenn es im Friedensprozess schon keine Entwicklung gibt&#8230;</p>
<p><figure id="attachment_3059" aria-describedby="caption-attachment-3059" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3059" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-1024x683.jpg" alt="moderne &quot;Busflotte&quot; im 234 er zum Checkpoint" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Bus-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3059" class="wp-caption-text">moderne &#8222;Busflotte&#8220;<br />im 234 er zum Checkpoint</figcaption></figure></p>
<p>Ganz bewusst bin ich mal wieder zu Fuß durch die Sperranlage gegangen, wenn auch in die Richtung in der man zwar beobachtet, aber eben nicht kontrolliert wird. Auch hier gibt es die eisernen Drehkreuze, deren Metall vom hunderttausend maligen Anfassen blank und glänzend ist. Im mittleren Teil dieser mächtigen Grenzanlage, zwischen den beiden Gebäuden, hat man sogar eine kleine Grünanlage angelegt. Leider gelingt es – zu mindestens bei mir nicht- damit den insgesamt beklemmenden Eindruck &#8211; angesichts mächtiger Mauern und Wachtürme-zu „übertünchen“.</p>
<p><figure id="attachment_3060" aria-describedby="caption-attachment-3060" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3060" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-1024x683.jpg" alt="die &quot;Wallstreet&quot; in Bethlehem" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Wallstreet-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3060" class="wp-caption-text">die &#8222;Wallstreet&#8220; in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Kommt man auf die palästinensische Seite zeigt sich das übliche Bild. Man wird von wartenden Männern bedrängt: Rufe „you want Taxi to Nativity Church or Hebron“ schallen einem entgegen. Man hat den Eindruck, dass sich um die wenigen Touristen regelrecht „gestritten“ wird. Ich aber gehe mit entschuldigendem Blick weiter und nehme wieder das „Monstrum Mauer“ in all seiner Hässlichkeit und Bedrohung war. Von hier sieht man gut wie diese Mauer sich zwischen Jerusalem und Bethlehem drängt. Die Mauer von den Israelis als „Schutzwall“ bezeichnet mag psychologisch für die Israelis als Schutz gelten. Da sie aber an vielen Stellen „durchlässig“ ist, könnten arabische Terroristen ohne Probleme nach Israel gelangen. So wie es auch Tausende Palästinenser machen, die – ohne Arbeits-Permit- über die „grüne Grenze zur Arbeit nach Israel gelangen. <a href="http://marius-blog.de/blog/um-5-00-uhr-am-checkpoint-300-in-bethlehem/" target="_blank">Siehe meinen Bericht vom 21.10.2014</a>. Denn die Mauer verläuft zu 80% durch das Westjordanland und nicht auf der Grenze.</p>
<p><figure id="attachment_3061" aria-describedby="caption-attachment-3061" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3061" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-1024x683.jpg" alt="weltbekannt: Grafitti von Banksy" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Banksy-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3061" class="wp-caption-text">weltbekannt:<br />Grafitti von Banksy</figcaption></figure></p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Banksy" target="_blank">siehe auch in Wikipädia: Banksy</a></p>
<p>Mir fällt wieder ein, dass sich gerade im letzten Jahr das <a href="http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/mauer-igh.html" target="_blank">Urteil des Internationalen Gerichtshof</a> in den Haag zum 10. Mal jährte, in dem diese Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland für illegal und völkerrechtswidrig erklärt wurde. Und dann verläuft die Sperranlage ja auch noch zu 80 % auf palästinensischen Grund und Boden&#8230;.</p>
<p>Ansonsten verstärkt sich auch im Zentrum von Betlehem das Gefühl das nur wenige Touristen „hinüber“ kommen. Auch in Jerusalem hatte ich in den letzten Wochen den Eindruck dass es in der Altstadt recht leer ist. Aber hier wirkt es schon fast erschreckend. Ein schneller Blick in die Geburtskirche, die derzeit wegen umfangreicher Bauarbeiten ein wenig entstellt wirkt, bestätigt den Eindruck. Dort, wo man sonst in einer langen Schlage Stunden warten muss um in die Geburtsgrotte zu gelangen, gibt es keinen der wartet. So kann ich schnell mal einen Blick aud die Stelle werfen, die für viele Christen, so besonders ist.</p>
<p>Mit Fatima habe ich mich nach zum späten Nachmittag noch im Ewaan-Restaurant getroffen. Diese schöne Gaststätte in einem der ältesten Häuser von Betlehem, wird von einem Ehepaar geführt mit dem Fatima befreundet ist. Sie hatte es mir schon vor Jahren empfohlen. Sie haben eine für hiesige Verhältnisse besondere Küche mit vielen Speisen in „Bio-Qualität“. Aber auch hier herrscht, so die Gastgeber „die totale Leere“ und das wohl seit Monaten. Jetzt hofft man auf die Festessen zur Graduierung und eben auf den Sommer.</p>
<p><figure id="attachment_3064" aria-describedby="caption-attachment-3064" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3064" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-1024x683.jpg" alt="auch das &quot;beliebteste&quot; Auto der Palästinenser: der deutsche Mercedes, muss mal in die Werkstatt" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Mercedes-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3064" class="wp-caption-text">auch das &#8222;beliebteste&#8220; Auto der Palästinenser: der deutsche Mercedes, muss mal in die Werkstatt</figcaption></figure></p>
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		<title>Right To The Movement</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2015 20:46:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute startete unter dem Motto „Right To Movement“ (Recht auf Bewegung) in Bethlehem zum dritten Mal der Palästina-Marathon. Über Dreitausend LäuferInnen setzten sich um 8.00 Uhr (Marathon/Halbmarathon) bzw. um 8.30 (10 km) in Bewegung. Bereits <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/right-to-the-movement/" title="Right To The Movement">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute startete unter dem Motto „Right To Movement“ (Recht auf Bewegung) in Bethlehem zum dritten Mal der Palästina-Marathon. Über Dreitausend LäuferInnen setzten sich um 8.00 Uhr (Marathon/Halbmarathon) bzw. um 8.30 (10 km) in Bewegung. Bereits im letzten Jahr habe ich von dieser &#8211; für Palästina &#8211; besonderen Veranstaltung <a title="2. Palästina-Marathon in Bethlehem" href="http://marius-blog.de/blog/2-palaestina-marathon-in-bethlehem/">berichtet</a>.<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Marathon.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2290" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Marathon-300x225.jpg" alt="Marathon" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Marathon-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Marathon-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Seit Jahren haben sich ja diese Volksläufe in aller Welt entwickelt. So war es irgendwie logisch, dass auch in Palästina sich sportlich interessierte Menschen fanden, die ein solches Event organisieren wollten.<br />
Das vielsagende Motto war im April 2013 eher ein konzeptionelles Nebenprodukt der Auftaktveranstaltung &#8222;Palästina Marathon&#8220;. Unter dem Logo &#8222;Recht auf Bewegung&#8220;, sollte auf das grundlegende Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit hin gewiesen werden, wie es in Artikel 13 der UN-Menschenrechtscharta festgelegt ist .</p>
<p><figure id="attachment_2291" aria-describedby="caption-attachment-2291" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Artikel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2291" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Artikel-225x300.jpg" alt="UN-Charta 13" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Artikel-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Artikel-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2291" class="wp-caption-text">UN-Charta 13</figcaption></figure></p>
<p>Mittlerweile hat sich daraus auch eine internationale Bewegung entwickelt, Gemeinschaften wurden neben Palästina auch in Dänemark, Jordanien, und Großbritannien gegründet, mit Ghana und den USA sollen schon bald weitere folgen. Weiteres siehe auch unter <a href="http:/www.righttomovement.org" target="_blank">www.righttomovement.org</a></p>
<p>Also es ist mehr als eine normale Laufsportveranstaltung wie wir sie ja auch bei uns gut kennen. Natürlich gibt es auch hier die Bilder der Sportler/innen der Freude über das Erreichte, „den Sieg über sich selbst“, die lautstarke Unterstützung und Freude bei Angehörigen und Freunde am Wegesrand und am Ziel.<br />
Der Lauf ist aber auch eine politische Demonstration. Vom Motto der Veranstaltung angefangen, über die Laufstrecke, die nicht nur an der in Bethlehem mit über 8m hohen Trennungs-Mauer vorbei führt, sondern auch zwei Flüchtlingslager (Aida-Camp und Deiheishe-Camp) berührt, in dem Palästinenser in der dritten/vierten Generation auf die Rückkehr in ihre Heimat warten.<br />
<span style="line-height: 1.5;">Auch die Teilnehmer selbst machen durch palästinensische Fahnen, entsprechende</span></p>
<p><figure id="attachment_2292" aria-describedby="caption-attachment-2292" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Plaketten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2292" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Plaketten-300x225.jpg" alt="Teilnahme-Plaketten aus Olivenholz erstellt" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Plaketten-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Plaketten-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2292" class="wp-caption-text">Teilnahme-Plaketten aus Olivenholz erstellt</figcaption></figure></p>
<p><span style="line-height: 1.5;">Aufschriften auf dem Laufshirt deutlich, dass sie für ein freies und selbstbestimmtes Palästina und gegen die Besatzung eintreten. Auch den vielen ausländischen Teilnehmer/innen (darunter viele die hier als Volontäre arbeiten) sieht man an, dass sie stolz sind hier mit laufen zu können um so ihre Solidarität mit den durch die nun fast 70 Jahre dauernde Besatzung so leidenden Menschen zeigen zu können.</span></p>
<p><span style="line-height: 1.5;"><br />
</span>Wie ich gestern angedeutet habe ist auch Stephan mit gelaufen. Er hat schon seine Erfahrung von über 20 Marathonläufen in Europa. Wie hat er seinen (Halbmarathon-)Lauf erlebt. Vieles war wie immer „das frühe Aufstehen“, „die (zu)wenigen Klos“. Auch die Organisation insgesamt war mit der bei uns vergleichbar. Neu für ihn war, dass bei den Verpflegungsstationen auch getrocknete Datteln gereicht wurden. Leider war die Zuschauerresonanz (abgesehen vom Zielbereich) nicht so groß wie bei uns. Stephan hatte den Eindruck das vielen Menschen die unterwegs zu sahen, eher überrascht geguckt haben, dass es Menschen gibt die sich mit Laufen derart quälen.</p>
<p><figure id="attachment_2293" aria-describedby="caption-attachment-2293" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Freude.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2293" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Freude-1024x768.jpg" alt="ausgelassene Freude nach dem Lauf" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Freude-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/03/Freude-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2293" class="wp-caption-text">ausgelassene Freude nach dem Lauf</figcaption></figure></p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010012.jpg"><br />
</a><br />
Alles in allem aber waren es für die vielen beteiligten Menschen, sei es als Sportler oder als Zuschauer, Stunden die glücklich machten und den oft sehr belasteten Alltag vergessen ließen</p>
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		<title>2. Palästina-Marathon in Bethlehem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Apr 2014 17:20:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ostern 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
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		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon als ich am Mittwoche zum ersten Mal wieder auf dem zentralen Platz vor der Geburtskirche &#8211; dem Manger Square-war, ist mir das Plakat in die aufgefallen,  dass für den 2. Internationalen Palästina-Marathon in Bethlehem <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/2-palaestina-marathon-in-bethlehem/" title="2. Palästina-Marathon in Bethlehem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p><figure id="attachment_1575" aria-describedby="caption-attachment-1575" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040002.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1575" alt="Einladung zum 2. Palästina-Marathon" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040002-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040002-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040002.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1575" class="wp-caption-text">Einladung zum 2. Palästina-Marathon</figcaption></figure></p>
<p class="MsoNormal">Schon als ich am Mittwoche zum ersten Mal wieder auf dem zentralen Platz vor der Geburtskirche<br />
&#8211; dem Manger Square-war, ist mir das Plakat in die aufgefallen,<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>dass für den 2. Internationalen Palästina-Marathon in Bethlehem warb. Mir war gleich klar dass ich als ehemaliger Läufer, der auch mal einen (einzigen) Marathon 1990 in Berlin gelaufen war, mir dieses sportliche Spektakel ansehen werde. Schnell erfuhr ich die wichtigsten Fakten: Start und Ziel soll am besagten Manger Square 50 m vom Eingang zur Geburtskirche. Der Start soll um 8.00 Uhr sein, es gibt drei Streckenlängen: 10 km; 21 km und 42 km. Es wird mit insgesamt 3.000 Läufer/innen gerechnet aus 28 Nationen der Anteil der weiblichen Läuferinnen soll etwa 40 %. <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Betragen. Das ist doch schon etwas in einem arabischen Land oder? Mehr als 300 Freiwillige werden für die gesamte Organisation benötigt um ein solches großes Sportereignis reibungslos durchführen zu können.<br />
Als ich früh um acht Uhr mich von Beit Jala auf den Weg in die benachbarte Stadt Bethlehem machte, schien die Sonne schon recht warm von einem Azur blauen Himmel. Sicherlich mit ein Grund das die Veranstalter den Start so früh am Morgen gelegt haben. Schon bald kam ich an die Lausstrecke allerdings war es mit der Orientierung schwierig an welchem Streckenabschnitt ich mich gerade befand.</p>
<p><figure id="attachment_1576" aria-describedby="caption-attachment-1576" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040075.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1576" alt="ein &quot;besonderer&quot; Lauf" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040075-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040075-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040075.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1576" class="wp-caption-text">ein &#8222;besonderer&#8220; Lauf</figcaption></figure></p>
<p class="MsoNormal"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Irgendwann war dann mal ein Schild an der Strecke auf dem stand 40 km. Dann entdeckte ich an einem Hinweis an der Laufnummer der einzelnen Läufer auch für welche Streckenlänge sie sich gemeldet hatten. <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Ich bin dann am streckenverlauf Richtung Ziel gegangen. Hier und da gab es Verpflegungsstände mit Wasser, Bananen und Orangenscheiben, an einigen Stellen gab es Musik, das Zuschauerinteresse hielt sich in Grenzen. Ich hatte das Gefühl das viele mit diesem Laufspektakel nicht so viel anfangen konnten. Aber es gab auch aufmunternden Beifall, um immer wieder das für arabische Frauen so bekannte „Trällern“. Als ich am Manger Square dem <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Ziel des Laufes ankam waren schon die ersten der 10 km</p>
<p><figure id="attachment_1581" aria-describedby="caption-attachment-1581" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040079.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1581" alt="falsche Richtung?" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040079-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040079-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040079.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1581" class="wp-caption-text">falsche Richtung?</figcaption></figure></p>
<p class="MsoNormal">Läufer/innen angekommen. Hier gab es das zu sehen, was es wohl überall wo es solche Laufveranstaltungen stattfinden, zu sehen ist: Das Ziel vor Augen werden die letzten Kraftreserven mobilisiert und oft noch ein Schlussspurt eingelegt. Vielen konnte man Stolz und Glück ansehen das sie diese sportliche Ziel geschafft hatten.</p>
<p><figure id="attachment_1579" aria-describedby="caption-attachment-1579" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040098.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1579" alt="die beiden Sieger, Hand in Hand in knapp 3 Stunden" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040098-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040098-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040098.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1579" class="wp-caption-text">die beiden Sieger, Hand in Hand in knapp 3 Stunden</figcaption></figure></p>
<p class="MsoNormal">Gerade bei den Teilnehmer/innen des 10 km Laufes schien es das viele zum ersten Mal eine solche Lausstrecke absolviert hatten. Oft liefen Gruppen und Paare Hand in Hand ins Ziel. Aber auch bei dem „Marathonies“ gab es die bekannten Glücksausbrüche wenn die Ziellinie überlaufen war. Ebenso die auch mir bekannten Schwierigkeiten wenn man dann nach dem Lauf etwas zur Ruhe gekommen ist und sich dann wieder „bewegen“ will. Da fällt jeder Schritt schwer und wehe es kommt eine Treppe….</p>
<p class="MsoNormal">Ein wirklich tolles und sehenswertes Spektakel, das mich als ehemaliger Läufer sicherlich auch deshalb besonders „berührt“ hat. Und dennoch war es nicht eine Laufveranstaltung wie überall auf der Leichtathletik-Welt. Schon das Veranstaltungsplakat weißt darauf hin: ein Lauf der an Mauern und Wachtürmen vorbeiführt, an Flüchtlingslagern und an der Geburtskirche seinen Anfang und sein Ende hat. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Right to Movenment“ Hierzu schreibt der Veranstalter: Wir glauben an das Grundrecht der Freizügigkeit. Wir glauben das die Welt mehr Brücken und weniger Mauern die die Freiheit einschränken braucht.</p>
<p><figure id="attachment_1577" aria-describedby="caption-attachment-1577" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040105.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1577" alt="alle freuen sich mit" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040105-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040105-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040105.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1577" class="wp-caption-text">alle freuen sich mit</figcaption></figure></p>
<p class="MsoNormal">Ich denke, dass gerade für die im Alltag oft zu unterdrückten Palästinenser, <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>eine solche Veranstaltung sehr wichtig ist. <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Ein Zeichen von Normalität, zumindest im Sport, aber auch ein Zeichen dafür, dass sie in der Lage sind eine solche Veranstaltung zu organisieren. Wenn man den Verantwortlichen am Start/Ziel ins Gesicht, in die Augen schaute, dann sah man die Freude den Stolz über das Geleistete.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center;" align="center">Wie feuerten die Zuschauer die Läufer/innen an wenn sie aufgeben wollten:<br />
<span style="mso-spacerun: yes;"> </span>Jala Jala – Lauf Lauf</p>
<p class="MsoNormal">Das wünsche ich den Veranstaltern für den 3. Bethlehem-Marathon, das wünsche ich aber auch dem ganzen palästinensischen Volk: Jala Jala &#8211;  irgendwann schafft ihr es.</p>
<p><figure id="attachment_1580" aria-describedby="caption-attachment-1580" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040115.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1580" alt="die Pflege tut gut und ist notwendig" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040115-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040115-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040115.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1580" class="wp-caption-text">die Pflege tut gut und ist notwendig</figcaption></figure></p>
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