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	<title>Faten &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Regen bringt Segen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2023 21:59:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Bethlehem]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Le Creche]]></category>
		<category><![CDATA[Ma Saba]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen hatte der Himmel, wie schon gestern, all seine Schleusen geöffnet. Das Regenwasser stürzt dann die Straßen und Gassen herab, denn Rinnsteine oder ganz zu schweigen von Kanälen, in denen das Wasser ablaufen kann, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/regen-bringt-segen/" title="Regen bringt Segen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute morgen hatte der Himmel, wie schon gestern, all seine Schleusen geöffnet. Das Regenwasser stürzt dann die Straßen und Gassen herab, denn Rinnsteine oder ganz zu schweigen von Kanälen, in denen das Wasser ablaufen kann, gibt es hier nicht.<br>Hier freut man sich, wenn es regnet, denn es kommt so selten vor. So hat es vom April letzten Jahres bis zum Januar diesen Jahres, also gut 9 Monate, nicht geregnet.</p>



<p>Schön für unsere Reisegruppe, dass der Regen rechtzeitig aufhörte, als wir unser erstes tagesziel, das wunderschön gelegene griechisch-orthodoxe <a href="https://www.land-der-bibel.de/bethlehem/kloster-mar-saba/kloster-mar-saba.htm" data-type="URL" data-id="https://www.land-der-bibel.de/bethlehem/kloster-mar-saba/kloster-mar-saba.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kloster Ma Saba </a>erreichten. Ihr findet einiges zum Kloster unter dem untenstehenden Stichwirt oder in diesem Link. Heute gingen einige Männer (nämlich nur die, dürfen hinein) in das Klostergelände. Die anderen sind ein wenig am Rande der tiefen Schlucht, die das Kidrontal hier bildet in die Wüste gewandert. Bedingt durch den starken Regen am Vormittag floss überall Wasserströme zu Tale.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5249" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853-80x60.jpeg 80w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8250683A-10E0-4C67-824D-48C48A318853.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kloster Ma Saba </figcaption></figure>



<p>Anschließend haben wir uns auf den Weg nach Zatara gemacht wo uns Fatima schon erwartete. Was soll ich zu Fatima (oder Im Magdolin, wie sie hier nach dem Namen ihrer jüngsten, behinderten Tochter genannt wird) noch schreiben. Es ist (fast alles) von ihr (über sie) in diesem Blog festgehalten.</p>



<p>Auch diese Gruppe spürte gleich, welch besondere Frau Fatima ist. Natürlich hat sie uns leckere arabische Speisen zubereitet. Als „Vorgeschmack gab es wunderbar schmeckendes, frisch gebackenes daher noch warmes Brot, mit dem Hinweis nur ganz wenig davon zu essen, denn es sollte noch eine große Platte mit köstlichen Speisen geleert werden. Natürlich hat Fatima von ihrer Familie erzählt aber auch von den aktuellen Sorgen die sie derzeit bewegen. So hat sie Ihr Engagement mit der deutschen Behindertenhilfe zwar offiziell beendet, aber nachwievor wird sie von den Familien um Hilfe gebeten, jetzt aber ohne die finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisation. Irgendwie war auch das Thema Abfallentsorgung ein Thema. Wie erfuhren, dass hier der Müll, der nicht in Mülltonnen gesammelt wird ,sondern in Containern, die verteilt an der Straße stehen, einmal monatlich (es kann aber auch schon mal 6 Wochen dauern) abgefahren wird. Man kann sich gut vorstellen, was mit diesem Müll geschieht, wenn er solange in der sommerlichen Hitze liegen bleibt. Es stinkt, Tiere reisen die Müllsäcke auf und der Inhalt verteilt sich auf dem ganzen Gelände. Die Menschen hier sind bereit 10.000 € und mehr für eine Hochzeit zu zahlen, aber nicht mal 10 Schekel für die Müllentsorgung, klagt Fatima. Es sei der Charakter diese Gesellschaft hier (vor dem Hintergrund einer fehlende Erziehung), die nichts dabei findet, den Müll einfach irgendwo zu entsorgen oder auch einfach in Brand zu setzen. Von Seiten des Staates/der Kommunen wird ebenfalls zur Behebung dieses Zustandes nichts unternommen. So musste ich auch in dem „Welterbeort“ Battir ebenfalls feststellen, dass das ganze Ortsbild, für mich, einen ziemlich vermüllten Eindruck hinterließ. Da werden schöne Flyer erstellt, das sicherlich auch, um Touristen anzulocken, aber keiner sorgt sich um das Bild was der Ort abgibt. Für mich nicht nachvollziehbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5250" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A2F01A14-0DEE-4BBC-86D7-4DA795755C15-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Fatima mit Tochter Magdolin</figcaption></figure>



<p>Unsere dritte Tagesstation war die Geburtskirche in Bethlehem. Hier empfing unsere Gruppe Faten Mukarker, die der Gruppe, in ihrer unnachahmlichen arabischen Erzählkunst, uns Infos und Geschichten zu dieser besonderen Kirche, aber eben auch zu vielen anderen (oftmals auch politischen) Dingen des palästinensischen Alltages gab.</p>



<p>Anschließend besuchten wir das <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/blog/zu-bethlehem-geboren-und-im-karton-abgelegt/" data-type="post" data-id="3206" target="_blank">Kinderheim La Chreche</a>, von dem ich auch schon des häufigeren geschrieben habe. In ihm wachsen zum einen solche Kinder auf, die in der muslimischen Welt nicht erwünscht sind, weil sie die „Ehre“  einer Familie beschädigt haben. Es sind Kinder, die aus nicht erlaubten Beziehungen stammen, vielfach innerhalb der Familie oder in einer außerehelichen Beziehung gezeugt wurden. Dazu kommen Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen. Derzeit leben 50 Kinder in der Einrichtung die von französischen Schwestern geleitet wird. Diese so wichtige und in Palästina einzigartige Einrichtung wird ausschließlich über Spenden finanziert. <a href="https://www.christen-helfen-christen.de/index.php/projekte/laenderprojekte-im-hl-land/palaestinaensische-autonomie/unterstuetzung-der-findelkinder-in-der-creche" data-type="URL" data-id="https://www.christen-helfen-christen.de/index.php/projekte/laenderprojekte-im-hl-land/palaestinaensische-autonomie/unterstuetzung-der-findelkinder-in-der-creche" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier gibt es eine Spendenmöglichkeit in Deutschland </a></p>



<p>Zum Abend waren wir bei Faten Mukarker zu Hause. Bei einem leckeren arabischen Essen hat sie uns ihre Familiengeschichte erzählt.</p>



<p>Bedingt durch einen für mich anstrengenden Tag, der eben jetzt erst kurz vor Mitternacht endet, verweise ich heute auf meine zahlreichen Links zu den verschiedenen Tageszielen und eben auch auf die Stichworte zum Ende des Berichtes, der euch zu meinen zahlreichen Berichten von Fatima, Faten und Le Creche führt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5251" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4B4551A-8419-45B5-AF04-48A574C02BCE-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">arabischer Kaffee to Go</figcaption></figure>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Wollt ihr Juden und Christen mit uns über Gott streiten?&nbsp;</em><br><em>Es ist doch unser und euer Herr.&nbsp;<br>Uns kommen unsere Werke zu&nbsp;<br>und&nbsp;&nbsp;euch die eurigen.</em>&nbsp;&nbsp;(Sure 2, 139)<em></em></p>



<p></p>
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		<title>Pater Elias: Es braucht Kompromisse von beiden Seiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2019 22:24:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[jüdischer Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Mont Zions Award]]></category>
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		<category><![CDATA[Schabbat]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war für unsere Gruppe der erste von insgesamt drei „Jerusalem-Tagen“. Wie den regelmäßigen Leser/innen dieses Bloges bekannt schafft sich die Gruppe mit einem Blick vom Turm der deutsch-lutherischen Himmelfahrts-Kirche, die auf dem Gelände des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/pater-elias-es-braucht-kompromisse-von-beiden-seiten/" title="Pater Elias: Es braucht Kompromisse von beiden Seiten">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute war für unsere Gruppe der erste von insgesamt drei „Jerusalem-Tagen“.</p>



<p>Wie den regelmäßigen Leser/innen dieses Bloges bekannt schafft sich die Gruppe mit einem Blick vom Turm der deutsch-lutherischen Himmelfahrts-Kirche, die auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Hospitales auf dem Ölberg steht.</p>



<p>Gott sei Dank war das Wetter etwas schöner als gestern, so das die Gruppe den weiten Blick in alle vier Himmelsrichtungen genießen konnte.  Gleichzeitig war es der Gruppe möglich sich so einen guten Überblick über die Stadt Jerusalem, die judäische Wüste bis zum Jordangraben, den Verlauf der Mauer durch Ostjerusalem, ja gar die  genaue Lage von Bethlehem konnten wir feststellen. Beeindruckend der „grüne Flaum“ der sich zum beginnenden Frühjahr über weite teile der Wüste gelegt hat.</p>



<p>Nach diesem kolossalen Überblick haben wir uns auf den Weg gemacht, den Ölberg hinabzusteigen und in die Jerusalemer Altstadt einzutauchen. Mit uns gingen Tausende Muslime in die Altstadt um dort auf dem Platz „Haram AshSharif“, den die Juden „Tempelplatz“ nennen, am Wahrzeichen von Jerusalem, dem Felsendom und der Al Aqsa Moschee, das traditionelle Freitagsgebet abzuhalten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4301" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000393-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Blick vom Ölberg gen Osten auf die judäische Wüste</figcaption></figure>



<p>Wir sind durch die Altstadt, entlang der Via Dolorosa gegangen und haben die Altstadt am „Neuen Tor“ wieder verlassen. Anschließend haben wir die Straßenbahn genommen, sind drei Haltestellen gefahren um dann in das jüdische Marktleben einige Stunden vor dem Beginn des Schabbats einzutauchen.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog natürlich schon über die Besonderheiten der Altstadt, dem tollen Marktleben aber eben auch von der Straßenbahn geschrieben. Wie gewohnt kann der Leser, die Leserin, mit dem entsprechenden Link am Beginn des heutigen Berichtes, weitere Infos zu den entsprechenden Zielen lesen.</p>



<p>Nach dem Marktbesuch der, wie immer sehr beeindruckend lebendig war und wunderbar anzuschauende Produkte (Gemüse, Obst, Brot, Käse, Fisch, Nüsse, Gewürze,) präsentiert, haben wir uns wieder in die Altstadt begeben. Hier waren wir am Nachmittag mit dem Benediktiner Pater Elias von&nbsp;&nbsp;der Dormitio-Abtei verabredet.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4297" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000416-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>auch ein farbenfrohes Angebot</figcaption></figure>



<p>Auch über ihn und das Kloster kann man sich über die entsprechenden Links weiter informieren. Pater Elias erzählte uns etwas zur Entwicklung des Klosters, aber eben auch etwas zu den heutigen Aufgaben. Hier stellte er vor allem den Mount-Zions-Award der seit 1987 alle zwei Jahr verliehen wird. In der Begründung, weshalb dieser Preis verliehen wird heißt es:</p>



<p><em>Gerade in der Perspektive des betenden Menschen beginnt der Friede nicht erst auf der Bühne der Politiker und Militärs. Vielmehr wächst der Frieden aus dem Alltag der Menschen. Er kann sich dort langsam, aber nachhaltig ausbreiten, wo Menschen, die vorher zerstritten und verfeindet waren, umkehren, sich einander zuwenden und aufeinander zugehen.</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4298" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000399-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>für mich immer wieder ein &#8222;betörender&#8220; Blick auf die Altstadt von Jerusalem</figcaption></figure>



<p>Pater Elias erinnerte uns an die beeindruckende Rede des letzten Preisträgers Amos Oz der den Preis 2017 verliehen bekam. Der hatte Zusammenhang mit dem scheinbar unlösbaren Konflikt zwischen Israel &amp; Palästina von der unabdingbaren Notwendigkeit des Kompromisses gesprochen. Ich erlaube mir im Folgenden Auszüge der Rede von Amos Oz hier zu veröffentlichen. Die ganze Rede ist <a href="http://www.dormitio.net/aktuelles/rundbriefe/index.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="im Rundbrief 45/2018  (öffnet in neuem Tab)">im Rundbrief 45/2018 </a>abgedruckt</p>



<p><em>&#8230;&#8230;.„Ich glaube auch fest an Kompromisse. Das habe ich bereits mehrmals im Leben gesagt, aber wo sonst, wenn nicht auf dem Zionsberg, sollte ich wiederholen, wie sehr ich mich der Idee des Kompromisses verpflichtet fühle. Kompromisse sind niemals glorreich, Kompromisse sind niemals heldenhaft, Kompromisse sind nicht sehr inspirierend für die Kunst, für die Musik, für die Malerei, nein, eigentlich nicht. Kompromisse sind prosaisch. Zudem gibt es keine glücklichen Kompromisse. Zumindest kaum. Per Definitionem enthalten Kompromisse weder immer währende Ekstase noch Euphorie noch Glückseligkeit. Für viele, viele Menschen, besonders junge Idealisten, ist „Kompromiss“ fast ein Schimpfwort. Sie glauben eher, dass ein Kompromiss etwas Hinterhältiges, Unehrliches, Opportunistisches ist. Sie halten einen Kompromiss für das Gegenteil von Hingabe und Idealismus. Nicht so in meinem Wörterbuch, meine Damen und Herren. In meinem Wörterbuch steht „Kompromiss“ für „Leben“. Und das Gegenteil von „Kompromiss“ ist nicht „Idealismus“, das Gegenteil von „Kompromiss“ ist nicht „Hingabe“. Das Gegenteil von „Kompromiss“ ist „Fanatismus“ und „Tod“. Das ist eine harte Botschaft für die Führer Jerusalems, auf dem Zionsberg. Aber es ist meine Botschaft. Ich glaube an Kompromisse. Nicht an Kompromisse im Sinne von: ‚Lösche dich selbst aus, um den anderen glücklich zu machen‘. Auch nicht an Kompromisse im Sinne von ‚Halte deinem Feind oder deinem Gegner auch die andere Wange hin‘. An Kompromisse als eine Weise, dem anderen irgendwo in der Mitte zu begegnen. Der Kompromiss ist das Geheimnis von Ehe, das Geheimnis von Partnerschaft. Er ist das Geheimnis guter Nachbarschaft, das Geheimnis von Elternschaft, er ist das Geheimnis jeder ge- meinsamen Unternehmung unterschiedlicher Menschen. Und bitte glauben Sie mir, ich weiß das eine oder andere über Kompromisse, ich, der ich mit der selben wunderbaren Frau seit 57 Jahren verheiratet bin. Ich weiß also das eine oder andere über Kompromisse. Und ich glaube an Kompromisse.&nbsp;</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="220" height="300" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/3626_oz_amos.jpg" alt="" class="wp-image-4300"/><figcaption>4. Mai 1939 in Jerusalem geboren<br>am 28.12. 2018 in Tel Aviv gestorben</figcaption></figure>



<p><em>Und ich glaube, dass das, was wir hier in Jerusalem, wir Jerusalemer aller Glau- bensrichtungen, Herkunft und Vorstellungen brauchen, keine Rettung ist, keine wundersame Rettung. Was wir jetzt brauchen, ist keine magische Formel. Was wir jetzt brauchen, ist nicht einmal irgendeine Art göttlicher Inspiration, keine Erlösung, sondern eine Lösung! Und eine Lösung bedeutet „Kompromiss“. Und Kompromisse sind schmerzhaft. Aber sie sind die einzige, einzige Alternative“&#8230;&#8230;</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000432-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4299" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000432-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000432-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>gläubige Juden in tiefen Gebeten an der Westmauer &#8222;versunken&#8220;</figcaption></figure>



<p>Von der Dormitio-Basilika sind wir dann noch bei Sonnenuntergang, an die etwa 15 Gehminuten entfernte Westmauer gegangen. Dort&nbsp;&nbsp;begrüßen die Juden mit innigen Gebeten, aber auch enthusiastischen Gesängen und Tänzen, den beginnenden Schabbat. Ein immer wieder beeindruckendes Erlebnis, dass für mich die Vielfalt des jüdischen Glaubens zum Ausdruck bringt.</p>



<p>Der Tag war aber auch dann für die Gruppe noch nicht zu Ende. Wie bei jeder der Gruppenfahrten haben wir am Abend noch Faten Mukarker in ihrem Haus besucht. Bei einem leckeren Gericht mit palästinensischem Cuoscous haben wir Ausschnitte aus der Lebensgeschichte dieser tollen Frau gehört.</p>



<p><em>&nbsp;</em><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong><strong></strong></p>



<p><em>Die falsch verstandene Religiosität weist den Menschen “in seiner Not an die Macht Gottes in der Welt“. Der rechte Glaube weist ihn jedoch „an die Ohnmacht und das Leiden Gottes, nur der leidende Gott kann helfen“. Eine kontextuelle Theologie kann deshalb nur „theologia crucis“ sein.</em>&nbsp;&nbsp;(Mitri Raheb, Dietrich Bonhoeffer zitierend)</p>
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		<title>Hier lebt man in zwei Welten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Apr 2018 21:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Dheisheh Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Schabbat]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder habe ich hier das Gefühl in völlig von einander getrennten Welten zu leben. Dabei meine ich eben nicht nur den massiven Unterschied zwischen der Welt „Palästina“ und der Welt „Israel“. Vor drei Tagen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hier-lebt-man-in-zwei-welten/" title="Hier lebt man in zwei Welten">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder habe ich hier das Gefühl in völlig von einander getrennten Welten zu leben. Dabei meine ich eben nicht nur den massiven Unterschied zwischen der Welt „Palästina“ und der Welt „Israel“.</p>
<p>Vor drei Tagen berichtete ich von der Welt in der Hebronner Altstadt und der Welt 500m Meter entfernt in der Stadt Hebron selbst. Oder die zwei Welten zwischen einer christlich geprägten Stadt wie Beit Jala oder Beit Sahur oder der muslimischen Stadt Nablus. Aber die Grenzen sind eben auch fließend&#8230;</p>
<p><figure id="attachment_3907" aria-describedby="caption-attachment-3907" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3907" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Frühstück-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3907" class="wp-caption-text">Frühstück bei Mukarker</figcaption></figure></p>
<p>Heute Morgen war ich zum Frühstück bei Familie Mukarker eingeladen. Schon oft habe ich den wunderbaren Blick vom Balkon genossen. Faten erzählte mir, dass im Nachbarhaus ein Sohn geboren sei, der Erste nach 4 Mädchen, Grund ein großes Fest zu feiern. Also gibt es heute am eher ruhigen Karfreitag der Orthodoxen Christen, zu dem auch die Familie Mukarker gehört, in der Nachbarschaft ein (wahrscheinlich sehr lautes) Freudenfest mit 3-400 Gästen.</p>
<p><figure id="attachment_3908" aria-describedby="caption-attachment-3908" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3908" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Taufe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3908" class="wp-caption-text">beim muslimischen Nachbarn wird die Geburt des ersten Jungen gefeiert</figcaption></figure></p>
<p>Mit bei der Frühstücksrunde war neben dem Ehepaar Mukarker, ihrer kleinen Enkeltochter, auch Saeed dabei, die ich <a href="http://marius-blog.de/blog/zu-gast-im-fluechtlingscamp-deheishe/" target="_blank" rel="noopener">vor Jahren</a> in ihrer Wohnung im Dheisheh Camp besucht hatte. Damals war ihr ältester Sohn schon monatelang inhaftiert. Saeed hat 5 Kinder und mittlerweile auch schon zwei Enkelkinder. Faten erzählte, dass Saeed bereits bei der Geburt, ihrem ebenfalls zu selben Zeit geborenen Cousin als Ehefrau versprochen wurde. Saeed selbst hatte von dieser „Vereinbarung“ ihrer Eltern mit dem Bruder des Vaters erst erfahren, als ihr mit 14 Jahren „unvermittelt“ mitgeteilt wurde, dass sie nun verlobt sei.</p>
<p><figure id="attachment_3909" aria-describedby="caption-attachment-3909" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3909" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Blick-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3909" class="wp-caption-text">Blick vom Balkon auf Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p>Für Saeed sind es auch zwei Welten in der sie lebt. Zum einen das so sehr beengte, sehr einfache Leben im muslimisch geprägten Camp und das Leben bei der doch relativ gut situierten christlichen Familie Mukarker</p>
<p>Ich habe heute das arabische Frühstück genossen. Es gab Humus, Falafel, Rührei und Pita-Brot, aber auch Jogurt und leckere, von Faten`s Ehemann Nicola, selbstgemachte Aprikosen-Marmelade. Heute Abend bin ich zum jüdischen Sabbat bei Michal unserer Reiseführerin geladen. Heute geht das siebentägige Pessach-Fest zu Ende und gleich schließt sich der wöchentliche jüdische Ruhetag der Sabbat (auch Schabbar genannt) an. Jetzt dürfen wieder die gesäuerten Brote und andere Speisen zu sich genommen werden. Also wieder zwei völlig verschiedene Welten in die ich heute eintauchen konnte.</p>
<p><figure id="attachment_3911" aria-describedby="caption-attachment-3911" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3911" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Karfreitagkekse-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3911" class="wp-caption-text">Karfreitag-Kekse:<br />im Vordergrund der Schwamm mit Essig (gefüllt mit Nüssen), außerdem die &#8222;Dornenkrone&#8220; gefüllt mit Dattelmus</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann habe ich mich wieder mit dem Bus 231 von Beit Jala nach Jerusalem begeben, somit wiederum die Seiten und die Welten geändert. Bis zu meiner Abreise am Dienstag werde ich nun wieder im Paulus-Haus übernachten.<br />
Zum Nachmittag habe ich mich dann aufgemacht um zu Michal zu gelangen. Ich wusste ungefähr wo sie wohnt, weil wie vor 1 ½ Jahren bei meiner damaligen Gruppenreise schon mal bei ihr zum Sabbatessen waren. Ich genoss zunächst &#8211; wie schon damals &#8211; die Ruhe, die in den jüdischen Vierteln von Jerusalem am Nachmittag so langsam richtig „einsickert“. Es ist wirklich so wie bei uns am 24. Dezember, de, Heiligen Abend. An diesem Tag wird es auch zu Abend hin immer stiller und friedlich.</p>
<p><figure id="attachment_3912" aria-describedby="caption-attachment-3912" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3912" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/ruhe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3912" class="wp-caption-text">Schabbat-Ruhe</figcaption></figure></p>
<p>Festlich gekleidete Menschen gehen durch die Straße. Als ich in den Bezirk kam, wo die (kleine) Strasse Rabbi Chalafta sein sollte, wollte ich mich durch Nachfragen vergewissern. Das stellte sich aber dann doch schwieriger aus als gedacht. Viele, die ich ansprach konnten kein Englisch, andere kannten die Strasse nicht. Letztlich hatte aber ein junger Mann ein Handy dabei (trotz Sabbat!), er hat mir dann die genaue Stelle „gegoogelt“. So stand ich dann vor Dem Haus Nr. 12, aber wie weiß ich welche (Hebräischen) Klingelknopf ich drücken muss?? Also habe ich gerufen: Michal&#8230;und mir ward aufgetan. Gemeinsam mit Tochter und Schwiegersohn bin ich dann in die Syngoge, wo der fromme Jude den Sabbat mit einem Gottesdienst beginnt. Anschließend gab es dann das Essen, welches auch nach <a href="http://www.judentum-projekt.de/religion/religioesegrundlagen/sabbat/" target="_blank" rel="noopener">bestimmten Regeln</a> gestartet wird. Es gab erst eine kalte Vorspeise, dann eine Suppe, anschließend Fleisch, Salat und Süßkartoffeln und schließlich Kuchen und Tee. Zum Abschluss wurde noch ein Gebet gesprochen. Das ganze Essen dauerte so etwa 2 Stunden.</p>
<p><figure id="attachment_3910" aria-describedby="caption-attachment-3910" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3910" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/2welten-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3910" class="wp-caption-text">auch zwei Welten</figcaption></figure></p>
<p>Ich habe mich dann auf den Heimweg gemacht und wieder diese wunderbare ruhige Atmosphäre genossen. Es waren ganz wenig Menschen auf der Straße (wenn, meist mit Hunden!). Hier und da hörte man aus den Fenstern Gesänge, die wohl auch zu den Sabbat-Traditionen gehören. Als ich mich dann nach etwa einer ¾ Stunde Fußweg der Altstadt näherte kam ich wieder in eine andere (arabische) Welt. Hier war wieder Autoverkehr, manch frisiertes Motorrad knatterte laut, eben Großstadtverkehr an einem Freitagabend.</p>
<p>Zum Schluss des heutigen Tagesblogs möchte ich noch von einem Erlebnis berichten, dass mich heute morgen beim Frühstück sehr berührt hatte. In der Abrahams-Herberge war auch eine Gruppe aus Amerika zu Gast. Beim Frühstück setzte sich ein (farbiges) Mitglied der Gruppe, aus Seattle kommend, an meinen Tisch. Wir kamen ins Gespräch über unsere Erlebnisse hier in Palästina. Auf einmal fragte er mich, ob wir kurz beten wollten. Nach meiner Zustimmung, fasste er mich an den Händen und sprach mit eigenen Worten Hoffnungen und Bitten für die Menschen hier in Palästina an Gott aus. Ich war beeindruckt.</p>
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		<title>Shuo Shla Village: von Siedlungen umgeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 17:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen bin ich zu Fuß die etwa 2 km von meiner (Abrahams-) Herberge zur Schlafstätte von Ekki und seinem Freund Rolf gegangen. Er ist zu Gast bei Claire einer guten Freundin von Ekki. Das <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/shuo-shla-village-von-siedlungen-umgeben/" title="Shuo Shla Village: von Siedlungen umgeben">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen bin ich zu Fuß die etwa 2 km von meiner (Abrahams-) Herberge zur Schlafstätte von Ekki und seinem Freund Rolf gegangen. Er ist zu Gast bei Claire einer guten Freundin von Ekki.</p>
<p>Das Haus <a href="http://www.anastas-bethlehem.com" target="_blank" rel="noopener">Claire Anastas</a> liegt in der Nähe des Bethlehemer Checkpoints 300, den täglich zwischen 4000 und 6000 Palästinenser überqueren, um in Israel zu arbeiten. Sie und ihr Mann haben das Haus in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut, keine 5 Gehminuten entfernt vom Elternhaus des Vaters. Ende 2003 wurde hier die Mauer gebaut, die Bethlehem von Jerusalem trennt. Das Haus ist von drei Seiten von der 9 m hohen Mauer umgeben.</p>
<p><figure id="attachment_3817" aria-describedby="caption-attachment-3817" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3817" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3817" class="wp-caption-text">von drei Seiten eingemauert</figcaption></figure></p>
<p>Claire bietet Bed&amp;Breakfast an und hat auch einen Souvernirshop. Jeder der die Lage des Hauses sieht kann sich denken, dass ihr Gasthaus und auch der Shop nicht (mehr) so stark besucht werden. Mit ein Grund für Ekki hier unter zu kommen.</p>
<p>Da Ekkis Freund Rolf zum ersten Mal in Palästina zu Besuch ist war heute ein wenig Sightseeing angesagt. „Gleich um die Ecke“ des Wohnhauses von Claire ist das Aida-Flüchtlingscamp über das ich schon öfters berichtet habe. Wir haben uns auch die besonders umstrittene Mauer die das schöne Cremisantal von Beit Jala abtrennt unterhalb der großen Straßenbrücke angeschaut. Hier bin ich <a href="http://marius-blog.de/blog/hier-kann-man-oft-nicht-mal-einfach/" target="_blank" rel="noopener">noch 2015 mit Faten Mukarker</a> und ihrer Freundin durch ein Tor im (damaligen Zaun) gegangen. Das ist schon krass zu sehen wie hier durch die israelische Besatzungsmacht neue Fakten geschaffen wurden.</p>
<p><figure id="attachment_3818" aria-describedby="caption-attachment-3818" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3818" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3818" class="wp-caption-text">2018: eine Mauer zwischen Beit Jala und dem schönen Cremisan-Tal</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir nach Battir gefahren, der Ort dessen so kunstvoll angelegten Terrassen von der UNESCO zum „Weltkulturerbe“ erklärt wurden. Auch hier bin ich schon im April 2015 gewesen und verweise daher auf meinen <a href="http://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/" target="_blank" rel="noopener">Blogeintrag von damals</a></p>
<p>Heute habe ich auch einen ersten (Kurz-)Besuch auf dem Weinberg der Familie Nassar gemacht. Wie schon meinem letzten Besuch mit der Gruppe im Herbst 2017 beichtet ist es ganz ungewohnt, nach der Abzweigung von der Straße 60, auf einer großen neuen Straße (die aber dann zur Thora-Schule führt) den Weg zum Weinberg zu nehmen. Anschließend wollten wir dem in der Nähe liegenden „Dorf“ Shoshala einen Besuch abstatten. Daoud Nassar kennt die Bewohner. Er sagte uns das sie durch ihn und sein erfolgreichen gewaltlosen Widerstand ermutigt worden seien, das Dorf wieder (neu) aufzubauen.</p>
<p><figure id="attachment_3820" aria-describedby="caption-attachment-3820" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3820" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3820" class="wp-caption-text">Wohnhaus der Familie Salah in Shoshahla</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hatte von diesem kleinen Weiler (würde man bei uns sagen) kürzlich in einem Bericht eines EAPPI-Beobachters gelesen. Es soll in unmittelbarer Nähe der mir gut bekannten Siedlung Neve Daniel liegen, die wiederum etwa in 500 m Entfernung oberhalb des Weinberges der Familie Nassar liegt. Es war etwas schwierig den Zugang von der großen Straße 60 zu finden. En kleines blaues Schild wies uns den Weg: Shua Shla Village stand dort zu lesen. Zunächst ein unbefestigter Weg, dann eine geteerte Straßen, ich vermutete die alte Straße 60. Leider haben wir keinen der Bewohner/innen angetroffen. Nachfolgend der Anfang des Berichtes:</p>
<p><em>Das Dorf Shoshahla liegt etwa fünf km südlich von Bethlehem. Es ist das erste Dorf, das ich hier als Ecumenical Accompanier (ökumenischer Begleiter) und Teil des EAPPI Bethlehem-Teams besuche. Ich bin kaum eine Woche hier und allein dieser einzelne Besuch lehrt mich mehr darüber was es heißt, von Siedlungen umgeben zu sein, als ich zuvor aus Büchern, Artikeln und Dokumentationen erfahren konnte.</em></p>
<p><a href="http://www.eappi-netzwerk.de/umgeben-von-siedlungen/#more-2572" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zum ganzen Beitrag</a></p>
<p>Man kann übrigens diese Berichte der EAPPI-Beobachter auf der Homepage abonnieren, sie sind in der Regel sehr interessant.</p>
<p><figure id="attachment_3821" aria-describedby="caption-attachment-3821" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3821" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3821" class="wp-caption-text">Blick von Shoshahla auf einen kleinen teil der Siedlung Efrat</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor diesem Hintergrund kann man sehr gut nachvollziehen, dass sich die palästinensischen Land-Eigentümer seit vielen Jahren gegen diesen „Landraub“ protestieren. Seit 1976 wird der heutige 30. März als der <a href="https://imemcdeutschland.wordpress.com/2015/03/31/tag-des-bodens-bilanz-der-annektionspolitik-israels/" target="_blank" rel="noopener">„Tag des Boden“</a> begangen.</p>
<p>Am 30. März 1976 demonstrierten Palästinenser gegen die Siedlungspolitik Israels. Die Polizei schlug den Protest gewaltsam nieder, wobei sechs Demonstranten ums Leben kamen, 100 weitere wurden teilweise schwer verletzt und Hunderte wurden verhaftet.<br />
Aktuelle Meldung von heute Nachmittag im DLF:<br />
<em>Im Gazastreifen ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Soldaten gekommen.</em><br />
<em>Dabei sind nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und rund 600 verletzt worden. In den letzten Tagen wurde zu mehrwöchigen Protesten im Grenzgebiet zu Israel aufgerufen. Daran beteiligen sich seit dem Morgen nach Schätzungen etwa 20.000 Menschen. Es wird ein Rückkehrrecht für hunderttausende palästinensischer Flüchtlinge und ihre Nachkommen in Gebiete des heutigen Israels.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Für drei Tage ins Paradies</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Mar 2018 19:15:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[American Colony Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine lieben Leser/innen. Heute bin ich noch einmal umgezogen. Für drei Nächte wohne ich wieder in Jerusalem. Hintergrund ist, dass meine Tochter Mirka vor einigen Wochen angefragt hat, ob sie nicht für einige Tage mit <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/fuer-drei-tage-ins-paradies/" title="Für drei Tage ins Paradies">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine lieben Leser/innen. Heute bin ich noch einmal umgezogen. Für drei Nächte wohne ich wieder in Jerusalem. Hintergrund ist, dass meine Tochter Mirka vor einigen Wochen angefragt hat, ob sie nicht für einige Tage mit mir in Jerusalem verbringen kann. Bedingung war. „ich möchte mich erholen“ Sie war schon 2015 hier und auch danach noch einmal mit einer Freundin in Tel Aviv und hat von dort einen Abstecher nach Jerusalem gemacht. Sie kennt also die Highlights von Jerusalem, wollte einfach einige Tage, bei möglichst schönem und warmen Wetter sich vom Arbeitsstress erholen.</p>
<p>Da konnte (und wollte) ich nicht nein sagen, was sicherlich jeder verstehen kann.</p>
<p>Und wo kann man sich in Jerusalem erholen&#8230;.genau im <a href="http://www.americancolony.com" target="_blank" rel="noopener">American Colony-Hotel</a>.</p>
<p><figure id="attachment_3771" aria-describedby="caption-attachment-3771" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3771" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Hotel-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Hotel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Hotel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Hotel-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3771" class="wp-caption-text">das American-Colony-Hotel</figcaption></figure></p>
<p>Für mich der Inbegriff eines schönen Hotels. Wie heißt es in meinem Reiseführer:<br />
<em>Das 1840 als Palast für einen Pascha erbaute Hotel ist ein kleines Juwel. Alle Zimmer sind mir viel Geschmack und Liebe zum Detail im orientalischen Stil eingerichtet. Besonders der bezaubernde Innenhof ist auch bei Journalisten ein beliebter Treffpunkt</em></p>
<p>Es liegt in Ostjerusalem, etwa 1 km vom Damaskustor entfernt.</p>
<p>Ich habe schon oft von dem Hotel berichtet, und die, die mit mir eine der Begegnungsfahrten gemacht haben, kennen es vielleicht von einem Besuch im besagten Innenhof in dem sich ein Gartenrestaurant befindet. Hier habe ich schon oft einen arabischen Cafe in goldenem Kännchen serviert, zu mir genommen. Ich fand den Preis auch angemessen: 15 Shekel für 3 Tässchen leckeren Cafe und dazu selbstgemachte Plätzchen, da kann man doch nicht meckern oder&#8230;?<br />
Das Hotelzimmer ist aber ein klein wenig teurer, aber fürs Kind&#8230;.</p>
<p><figure id="attachment_3772" aria-describedby="caption-attachment-3772" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3772" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/golden-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/golden-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/golden-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/golden-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3772" class="wp-caption-text">sieht doch toll aus das Service oder und die Umgebung ist genauso toll</figcaption></figure></p>
<p>So ist es auch natürlich, dass ich in den nächsten Tagen bis zum Donnerstag, auch mein „Programm“, was hier und da ja auch ein wenig Anstrengung für mich bedeutet, „gezügelt“ habe. Für die Leserschaft bedeutet es sicherlich, weniger interessante Erlebnisse und Berichte. So ist es halt.</p>
<p>Heute bei meiner Abreise in Beit Jala, an der Bushaltestelle hielt ein alter Bekannter mit seinem Taxi: Adib den ich bei meinem ersten Aufenthalt 2012 kennengelernt hatte. Damals hatte er mich mit seinem Taxi zum Weinberg der familie Nassar gefahren und auf dem Rückweg ist er von einer zivilen (israelischen) Polizeistreife angehalten worden. Man hatte ihn Bezichtigt ein Stoppschild überfahren zu haben. Er sollte damals 1.000,- Shekel zahlen, die ich dann übernommen habe. <a href="http://marius-blog.de/blog/rueckkehr-zum-tent-of-nations/" target="_blank" rel="noopener">Hier ist die ganze Geschichte zu lesen.</a></p>
<p>Es ist schön solche Menschen hier immer wieder zu treffen. Vorgestern ist mir Faten Mukarker über den „Weg gelaufen“. Spontan hatte sie mich zum Abendessen eingeladen. Sicherlich werde ich Sie, wie auch Adib noch einmal in den nächsten tagen treffen.</p>
<p><figure id="attachment_3773" aria-describedby="caption-attachment-3773" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3773" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/arbeiter-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/arbeiter-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/arbeiter-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/arbeiter-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3773" class="wp-caption-text">viele warten vergeblich auf Arbeit</figcaption></figure></p>
<p>Auf dem Weg mit dem Bus nach Jerusalem sind mir die vielen Palästinenser aufgefallen, die hinter dem Bethlehemer „Checkpoint 300“ an der Straßen standen und auf Arbeit warteten. Ich hatte schon <a href="http://marius-blog.de/blog/um-5-00-uhr-am-checkpoint-300-in-bethlehem/" target="_blank" rel="noopener">vor Jahren einmal davon berichtet</a>, wie viele Palästinenser jeden Tag (sofern sie ein Visum haben) nach Jerusalem kommen, ohne das sie eine feste Arbeit haben. Bei uns spricht man von „Tagelöhner“</p>
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		<title>Pater Elias: &#8222;Wenn der Konflikt einfach zu lösen wäre, dann wäre er gelöst&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Nov 2017 21:01:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[jüdischer Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Neve Shalom]]></category>
		<category><![CDATA[Reuven Moskovitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Ursprünglich wollten wir heute Reuven Moskovitz treffen. Wie ich in meinem ersten Blog dieser Herbstfahrt geschrieben habe ist er Anfang August verstorben. In seinem Buch „Der lange Weg zum Frieden“ schreibt Reuven über die Vision <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/pater-elias-wenn-der-konflikt-einfach-zu-loesen-waere-dann-waere-er-geloest/" title="Pater Elias: &#8222;Wenn der Konflikt einfach zu lösen wäre, dann wäre er gelöst&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ursprünglich wollten wir heute Reuven Moskovitz treffen. Wie ich in <a href="http://marius-blog.de/gedenkfeier-fuer-reuven-moskovitz/" target="_blank" rel="noopener">meinem ersten Blog </a>dieser Herbstfahrt geschrieben habe ist er Anfang August verstorben.</p>
<p>In seinem Buch „Der lange Weg zum Frieden“ schreibt Reuven über die Vision eines Friedens-Pilgerweges von Städten des Krieges zu Städten der Versöhnung in Israel.</p>
<p><figure id="attachment_3639" aria-describedby="caption-attachment-3639" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3639" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reuvengrab-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reuvengrab-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Reuvengrab-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3639" class="wp-caption-text">die letzte Ruhestätte von Reuven auf dem kleinen Friedhof des Friedensdorfes</figcaption></figure></p>
<p>Oftmals ist er mit Gruppen vom Kriegsmuseum bei Kloster Latrun zum Friedensdorf <a href="http://wasns.org/-oase-des-friedens-" target="_blank" rel="noopener">Neve Schalom-Wahat al Salam</a> gegangen. Das haben wir heute auch gemacht. Kurz vor dem Dorfeingang kamen wir an den Friedhof. Hier ist er auf eigenen Wunsch, zu letzten Ruhe gebettet. Ein wunderbarer Platz, mit Blick auf die Ebene bis zum Mittelmeer. Für viele seiner Freunde habe ich – nach jüdischer Tradition &#8211; Steine auf sein Grab gelegt. Möge ihm damit ein Denkmal entstehen.</p>
<p><figure id="attachment_3640" aria-describedby="caption-attachment-3640" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3640" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Ausblick.grab_-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Ausblick.grab_-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Ausblick.grab_-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Ausblick.grab_-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3640" class="wp-caption-text">vom Friedhof ein wundervoller Blick in die Ebene</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir in den Raum der Stille gegangen. Hier hat Reuven meiner Gruppe 2012 mit seiner Mundharmonika die wunderbaren Weisen des Psalm 81 intoniert. Ich hatte diese Aufnahme mitgebracht und habe sie dort abgespielt</p>
<p>Psalm 82</p>
<p><em>Wie lange wollt Ihr noch das Recht verdrehen und für die Schuldigen Partei ergreifen?</em></p>
<p><em>„Verteidigt die Armen und die Waisenkinder, sorgt für das Recht der Wehrlosen und Unterdrückten, Befreit die Entrechteten und Schwachen, reißt sie aus den Klauen der Unterdrücker, aber Ihr seht nichts, und Ihr versteht nichts! Hilflos tappt Ihr in der Dunkelheit umher, und die Fundamente der Erde geraten ins Wanken. Ich hatte zwar gesagt: Meine Söhne, Kinder der Götter seid Ihr, Söhne des Höchsten! Doch ihr werdet wie die Menschen sterben, wie unfähige Minister aus dem Amt gejagt. Greif ein, Gott, regiere die Welt.“</em></p>
<p>In einem Rundbrief aus dem Jahre 2011 hat Reuven Moskovitz zu diesem Psalm ergänzt,</p>
<p><em>Dieser Psalm ist sehr zutreffend für die gegenwärtige Situation in der Welt und in Israel. Leider sind die Machthaber unfähig einzusehen, dass sie nicht nur leichtfertig Millionen Menschen zum Sterben verurteilen, sondern dass sie selbst auch aus dem Amt gejagt werden können. Der einzige Satz dieses Psalms, der meiner Meinung nach nicht zutreffend ist, ist der Schluss. Gott greift nicht ein und versucht nicht, die Welt zu regieren. In meinem Buch schreibe ich: „Wenn es Gott gibt, ist er nicht der Gott der jüdischen, christlichen oder moslemischen Fundamentalisten, sondern der Gott, der im Psalm 115, 15-16, beschrieben wird: „Ihr seid die Gesegneten des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Himmel ist der Himmel des Herrn, aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben“. Abgesehen von Naturkatastrophen, entscheiden wir Menschen oder diejenigen, die sich anmaßen, die Menschen zu führen, was auf dieser Erde geschieht. In meiner Vorstellung zeigt sich die Größe Gottes in seiner Bescheidenheit und Verborgenheit.</em></p>
<p><figure id="attachment_3641" aria-describedby="caption-attachment-3641" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3641" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Raum-der-Stille-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Raum-der-Stille-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Raum-der-Stille-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/11/Raum-der-Stille-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3641" class="wp-caption-text">der Raum der Stille im Friedensdorf</figcaption></figure></p>
<p>Viele in der Gruppe hat die Gedenkstunde an Reuven bewegt, einige aus der Gruppe sind ihm schon begegnet.</p>
<p>Zur Mittagszeit hat die Gruppe den &#8211; bei meinen Fahrten &#8211; schon traditionellen Gang über den jüdischen Markt in Jerusalem gemacht. Es zeigte mit die anschließende Reaktion der Gruppe, es war auch für sie ein einmaligen Erlebnis.</p>
<p>Am späten Nachmittag haben wir den Mönchen der Benediktiner <a href="http://www.dormitio.net" target="_blank" rel="noopener">Abtei Dormitio</a> auf dem Zionsberg einen Besuch abgestattet. Ich hatte mit Pater Elias ein Gespräch vereinbart.</p>
<p>Elias erzählte das am vergangenen Sonntag der <a href="http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Amos-Oz-mit-Mount-Zion-Award-ausgezeichnet;art310,182849" target="_blank" rel="noopener">diesjährigen Zions-Award</a> verliehen wurde. Preisträger in diesem Jahr ist Amos Oz. Das Engagement für den Frieden, zu dem auch die Verleihung dieses Preises gehört, ist eine der Aufgaben der derzeit 10 Mönche des Klosters. Elias, selbst schon 18 Jahre hier im Land, sieht keine einfachen Lösungen in diesem Konflikt: &#8222;Sonst wäre er schon gelöst&#8220;. Die Aufgabe der Mönche sieht er vor allem darin die Einseitigkeit der Menschen hier aufzubrechen. &#8222;Jeder lebt hier auf seiner Insel&#8220;</p>
<p>Aber auch die große Umweltverschmutzung im Lande &#8222;ist eine Zeitbombe&#8220;, dessen Auswirkungen für die Menschen hier einmal schlimmer sein kann als der Konflikt zwischen Israel und Palästina.</p>
<p>Nicht angesprochen haben über die schwierige Situation der Christen im Heiligen Land. Hierzu hatte ich vor einigen Wochen einen Aufruf  verschiedener Jerusalemer Patriarchen und Kirchenleitungen gelesen. In diesem Pier wird die israelische Regierung angeklagt durch verschiedene Maßnahmen das Leben der Christen hier zu &#8222;unterhöhlen&#8220;.Ichhabe den Beitrag in meinen Blog in der <a href="http://marius-blog.de/kirchenleitung-klagt-israel-an/" target="_blank" rel="noopener">Sparte Christen </a>übernommen.</p>
<p>Gerne mache ich die Leser/innen meines Blogs auf ein in diesem Jahr im Echter-Verlag erschienenes Buch, eines mir gut Bekannten deutschen Reiseleiters, Johannes Zang, aufmerksam: &#8222;Begegnungen mit Christen im Heiligen Land&#8220; Johannes Zang informiert in diesem Buch über die Vielfalt und den Reichtum der Kirchen im Heiligen Land sowie über die Faten Lage der Christen vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts. Er stell zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten mit ihnen vor.</p>
<p><figure id="attachment_2956" aria-describedby="caption-attachment-2956" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2956" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Gassedormitio-683x1024.jpg" alt="" width="683" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Gassedormitio-683x1024.jpg 683w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Gassedormitio-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Gassedormitio-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-2956" class="wp-caption-text">von allen Seiten ein toller Anblick: die dormitioabtei auf dem Zionsberg in Jerusalem</figcaption></figure></p>
<p>Zum Schluss des Tages sind wir dann zum  Beginn des Schabbats zur Westmauer gegangen. Auch dieser Besuch ist schon Tradition bei meinen Reisen. Freitagabend bei Sonnenuntergang entfaltet diese besonders heilige Stätte für die Juden eine unglaubliche Stimmung.</p>
<p>Das Abendessen haben wir bei Faten Mukarker eingenommen. Bei leckerem palästinensischen KusKus mit Fleischsoße und Salat erzählte taten uns in bekannten orientalischer Gesprächsweise ihre Lebensgeschichte</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Ich bin mit Salua etwas einkaufen gegangen, und plötzlich sieht sie einen israelischen Soldaten, kein so junger mehr, der in einem Geschäft ein Schaukelpferd kauft. Sie ist stehen geblieben und hat mich ganz aufgeregt gefragt: „Papa, was tut er da?“ Ich habe ihr gesagt, dass er ein Schaukelpferd für seine Kinder kauft. Sie war einen Moment lang stumm, dann hat sie gefragt: „Haben israelische Soldaten Kinder?“. Ich habe ihr erklärt, dass viele von ihnen Kinder haben und dass sie ihnen Spielzeug kaufen und mit ihnen spazieren gehen und sie ins Bett legen und genauso liebhaben wie ich sie. Ich habe sie auf den Arm genommen und bin näher an den Soldaten herangegangen, und sie hat ihn angestarrt, dass es mir schon etwas ungemütlich wurde. Aber es hat sich rentiert. Als er das Schaukelpferd unter den Arm genommen hat, hat er sie angesehen und gelächelt und gesagt: „Hallo Kleines.“</em></p>
<p>Bericht eines palästinensischen Vaters, dessen kleine Tochter Salua eine große Angst vor israelischen Soldaten entwickelt hat. Geschildert von Angelika Schrobsdorf</p>
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		<title>Besuch in der „Heimat“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 19:09:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich mal wieder in die Region Bethlehem/Beit Jala gefahren die ich als meine „Heimat“ in Palästina bezeichnen möchte. Dort also, wo ich erstmals bereits im April 2010, nach einer Gruppenreise mit einem <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/besuch-in-der-heimat/" title="Besuch in der „Heimat“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich mal wieder in die Region Bethlehem/Beit Jala gefahren die ich als meine „Heimat“ in Palästina bezeichnen möchte. Dort also, wo ich erstmals bereits im April 2010, nach einer Gruppenreise mit einem jüdisch/israelischen Veranstalter, für einige Tage bei Familie Mukarker (in Beit Jala) wohnen durfte, und dort wo ich im April 2012 für 4 Wochen auf dem Weinberg der Familie Nassar, meine „aktive“ Zeit in und für Palästina begonnen habe.</p>
<p><figure id="attachment_2814" aria-describedby="caption-attachment-2814" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2814" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-300x225.jpg" alt="&quot;Schabbat-Ruhe&quot;" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2814" class="wp-caption-text">&#8222;Schabbat-Ruhe&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Auch heute Morgen bin ich erst einmal durch dass schöne kleine jüdische Stadtviertel gebummelt, welch ein anderes Bild bot sich mir heute am Sabbat. Leere Straßen, wenig Menschen, wenn dann gingen sie Augenscheinlich zur Synagoge, die Frauen sehr schick angezogen, die Männer meist den Gebetsmantel (Talit) unter dem Arm. Ein wenig bedaure ich es schon bei dieser schönen und so ruhigen Feiertagsatmosphäre, dass bei uns auf den Straßen am Sonntag oft so gar nicht mehr zu spüren ist, dass der Tag ein Ruhetag sein sollte.</p>
<p>Dann habe ich mich so gegen 9 Uhr auf den Weg zum Weinberg</p>
<p><figure id="attachment_2815" aria-describedby="caption-attachment-2815" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2815" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-300x200.jpg" alt="Blick auf den Weinberg mit Crossbahn" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2815" class="wp-caption-text">Blick auf den Weinberg mit Crossbahn</figcaption></figure></p>
<p>gemacht. Früher bin ich noch in Bethlehem in das Service-Taxi umgestiegen, heute kenne ich mich besser aus. Ich steige an der Stelle wo auch die Fahrzeuge nach Nahalin und Hussan stehen (1 km hinter dem großen Checkpoint an der Straße 60 nach dem Gilo-Tunnel), um in ein Service-Taxi nach Hebron. Nach etwa 4 km, am Abzweig zu der Siedlung Neve Daniel bin ich ausgestiegen. Wusste ich bei meiner ersten Ankunft im April 2012 noch nicht wo sich der Weinberg befindet, weiß ich auch hier jetzt besser Bescheid und nach wenigen hundert Metren stehe ich auf der Kuppe und sehe den schönen Weinberg und links davon über das palästinensische Dörfchen Nahalin weiter über die Siedlung Beitar Illit bis zum Mittelmeer. Eine tolle Aussicht.</p>
<p>Natürlich versperren immer noch zwei große Stein- und Felshügel den Weg. Auch haben mittlerweile die Bewohner der Siedlungen hier verschiedene Routen für das Crossrad „verlegt“.</p>
<p><figure id="attachment_2816" aria-describedby="caption-attachment-2816" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2816" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-300x200.jpg" alt="3.000 Weinstöcke wollen gepflanzt sein" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2816" class="wp-caption-text">3.000 Weinstöcke wollen gepflanzt sein</figcaption></figure></p>
<p>Links vom Eingangstor zum Weinberg waren Männer aus Hebron dabei eine Zisterne zu erstellen. Auch hier wird ein Gelände wieder urbar gemacht und für ein notwendiges Wasserreservoir gesorgt. So gibt die Familie Nasser anderen Landbesitzern hier den Mut doch auch wieder auf ihrem Land aktiv zu werden. Ich muss nicht extra erwähnen, das der Bau eines Wasserspeichers hier im C-Gebiet illegal ist und der Landbesitzer mit einem Abrissbefehl rechnen kann&#8230;&#8230;</p>
<p>So wie die Familie Nasser schon ein Dutzend und mehr Abrissbefehle bekommen hat, die letzten wie ich heute erfuhr in den letzten Wochen. So soll der Zaun um das Tiergehege, eine Höhle und Olivenbäume im Tal abgerissen werde. Wie immer in den letzten Jahren hat die Familie durch ihren Anwalt dem Bescheid widersprochen &#8230;.und dann passiert erst mal nichts.</p>
<p>Heute traf ich die beiden Brüder Daher und Daoud beim Pflanzen</p>
<p><figure id="attachment_2817" aria-describedby="caption-attachment-2817" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2817" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-300x200.jpg" alt="das macht Daoud am Liebsten" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2817" class="wp-caption-text">das macht Daoud am Liebsten</figcaption></figure></p>
<p>von jungen Weinstöcken. Insgesamt werden in diesen Wochen 3.000 Weinstöcke (Chadonay) gepflanzt. <a href="http://marius-blog.de/blog/gruener-weinberg/">Ich hatte im April </a>die beiden Volontäre Simon und Johannes dabei beobachtet, wie sie Eisenpfähle in den Boden trieben und Draht verspannten.</p>
<p><figure id="attachment_2818" aria-describedby="caption-attachment-2818" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2818" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-300x200.jpg" alt="Drei Nasser Brüder: ein seltenes Bild Daoud, Daher und Toni" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2818" class="wp-caption-text">Drei Nasser Brüder:<br />ein seltenes Bild<br />Daoud, Daher und Toni</figcaption></figure></p>
<p>Ja der Weinberg will seinem Namen nun wieder alle Ehre machen. Man möchte in Zukunft hier auf dem Weinberg 5.000 l Wein produzieren (wenn möglich in Bio-Qualität) und die restlichen Trauben eventuell dem benachbarten Weingut Cremisan verkaufen. Ich erfuhr auch, dass bereits in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, der Großvater an dieser Stelle des Weinberges bis zu 25.000 Weinstöcke hatte. Der Wein wurde damals sogar nach Europa exportiert. 1936 wurden alle Weinstöcke zerstört. Bis heute weiß man nicht wer es und warum es getan wurde.</p>
<p>Ja und dann konnte ich sogar bei der aktuellen Weinproduktion ein</p>
<p><figure id="attachment_2819" aria-describedby="caption-attachment-2819" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2819" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-300x200.jpg" alt="Höhle zum Weinkeller umfunktioniert" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2819" class="wp-caption-text">Höhle zum Weinkeller umfunktioniert</figcaption></figure></p>
<p>wenig zuschauen. Als ich <a href="http://marius-blog.de/blog/besuch-bei-freunden/">vor zwei Wochen hier war</a> wurden gekaufte (!) Trauben gepresst und in die ebenfalls gekauften Stahlbehälter gefüllt. Heute nun wurde der sich schon abgesetzte Traubensaft abgelassen und die Trauben erneut gepresst. Geplant ist es zum Weinbergjubiläum (100 Jahre Nasser`s Weinberg) im Mai 2016 den Gästen de ersten wein Jahrgang 2015 anzubieten. Man darf sich schon freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hatte auch einen ganz besonderen Grund hier auf den Weinberg zu kommen. Ich hatte bei meinem Besuch vor zwei Wochen davon berichtet das Thomas Nitsche von der „Regenbogenwerkstatt e.V.“ im Mai 2013 ein Interview mit Amal Nasser der Schwester von Daoud und Daher gemacht hatte. Wie erwähnt hat der AphorismA Verlag in Berlin dieses Interview in seiner Reihe „Kleine Texte“ nun veröffentlicht. Als ich von Amal bei meinem Besuch erfuhr, dass sie noch kein Heft besitze, habe ich per Mail bei dem mir bekannten Berliner Herausgeber Rainer Zimmer-Winkel nachgefragt. Der berichtete, dass er bei seinem letzten Besuch in Jerusalem vor einigen Wochen zwei Exemplare dieses kleinen Heftes bei der evangelischen Pastorin der evangelischen Gemeinde in Jerusalem, Gabriele Zander, für Amal abgegeben habe. Pastorin Zander hat mir nun diese beiden Exemplare mitgegeben, damit ich sie Amal persönlich überreichen. Ich traf Amal an ihrem Arbeitsplatz im Caritas-Kinderkrankenhaus in Bethlehem. Sie war sichtlich bewegt als ich ihr kurz das Heft vorstellte und die Grüße und Glückwünsche aus Deutschland übermittelte</p>
<p><figure id="attachment_2820" aria-describedby="caption-attachment-2820" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2820" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-1024x683.jpg" alt="Amal Nassar" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2820" class="wp-caption-text">Amal Nassar</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier, sozusagen als Appetit-Happen“, kleine Auszüge aus der Einführung zum Interview von Thomas Nitsche:</p>
<p><em>Amal Nassar, ist Kinderkrankenschwester, und Mitglied einer Clowngruppe, die –angeregt durch ein Gruppe Italiener &#8211; seit 2008 in Palästina den kranken Kindern ein Lächeln schenken. Dies ist auch die grundlegende Lebensphilosophie von Amal: durch Hoffnungsbotschaften im Angesicht einer allgegenwärtigen Bedrohung, besonders als Frau in einer Männer dominierten Gesellschaft sich über vieles Zermürbende hinwegzusetzten. Das Interview mit Amal zeigt ein anderes Palästina, eines was Zukunft und Strahlkraft hat. Es wird keinen Frieden geben, wenn man die Vernünftigen vernachlässigt, wenn man vor allem die Frauen, die in allen Kulturkreisen das Leben und Überleben ihrer Gesellschaft sicherstellen, übergeht und ignoriert. Die Familie Nasser durchbricht den Kreislauf der Gewalt in dem sie negative Energien in Form von Wut, Frust und Aggression in eine positive schöpferische Energie wendet, dadurch nutzbar macht für die Friedensarbeit – ein zukunftsweisender Weg für ein Volk das oftmals nur die Aufgabe/Resignation (Droge/Emigration) oder den bewaffneten Widerstand (Steinewerfen, (Selbstmord-)Attentate als formen des Überlebens erlernt hat.</em></p>
<p>Weiter Infos zum <a href="http://aphorisma.de/catalog/hoffnung-aus-nahost-p-9754.html" target="_blank">Büchlein hie</a>r</p>
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		<title>Ist heute Ostern oder was!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 17:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Orthodox]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern ist Stephan, der für mich ein guter und interessierter Begleiter war nach Hause geflogen. Ich habe diese Veränderung zum Anlass genommen auch meine Unterkunft zu verändern. Ich bin, wie schon mehrmals in den Jahren <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ist-heute-ostern-oder-was/" title="Ist heute Ostern oder was!?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern ist Stephan, der für mich ein guter und interessierter Begleiter war nach Hause geflogen. Ich habe diese Veränderung zum Anlass genommen auch meine Unterkunft zu verändern. Ich bin, wie schon mehrmals in den Jahren zuvor, zur Familie Mukarker in die Altstadt von Beit Jala umgezogen. Wer meinen Blog von Anfang an verfolgt hat weiß das mit einem Vortrag von <a title="Zu Besuch bei Faten Mukarker in Beit Jala" href="http://marius-blog.de/blog/zu-besuch-bei-faten-mukarker-in-ben-jala/">Faten Mukarker 2009</a> in meiner Pfarrgemeinde „alles anfing“. Faten, ihr Mann Nicola, aber auch ihre Kinder Kamal und Monika die im gleichen Haus wohnen, sind mir gute Freunde geworden. Durch die Hochzeit von Kamal im August letzten Jahres und den damit verbundenen Auszug in die eigene Wohnung im gleichen Haus, hat Faten nun die Möglichkeit einzelne Gäste privat in ihrem Haus unterzubringen. Diese Möglichkeit nutze auch ich gerne.</p>
<p><figure id="attachment_2368" aria-describedby="caption-attachment-2368" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2368" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern-300x225.jpg" alt="In Beit Jala ist Palm-Sonntag" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2368" class="wp-caption-text">In Beit Jala ist Palm-Sonntag</figcaption></figure></p>
<p>Heute nun am Ostersonntag wollte ich die Festmessse in der Dormitio-Abtei in Jerusalem besuchen. Kaum aus dem Haus von Faten begegneten mir viele schick angezogene Menschen mit Blumen und Palmzweigen (?). Die Orthodoxen feiern heute ihren Palmsonntag. Schon komisch, ich österlich gestimmt und nun das. Stellt sich mir spontan die Frage ob es da nicht Bestrebungen geben sollte das Osterfest aller Christen (natürlich ebenso alle anderen christlichen Feste im Jahr) zu vereinheitlichen. Möglicherweise steht da nicht nur Glaubensfragen gegen, mehrere Kirchenfeste nacheinander bringt auch Geld in die Kassen.</p>
<p>Mit diesen sehr gemischten „christlichen“ Gefühlen machte ich mich dann bei</p>
<p><figure id="attachment_2369" aria-describedby="caption-attachment-2369" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2369" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio-225x300.jpg" alt="die Dormitioabtei auf dem Zion" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2369" class="wp-caption-text">die Dormitioabtei auf dem Zion</figcaption></figure></p>
<p>wunderschönem Sonnenschein mit dem Bus auf nach Jerusalem. Dort am Zionsberg scholl mir das wunderschön klingende Geläut der Abteikirche entgegen, dass zur feierlichen ostermesse einlud. Weil die Mönche die Osternachtfeier um 3.00 Uhr begannen haben war der sonntägliche Gottesdienst um eine Stunde auf 11.00 Uhr nach hinten verschoben. Die Mönche und die Studenten des theologischen Seminares hatten einen wunderschönen Gottesdienst vorbereitet. In seiner Predigt forderte der Abt Gregory uns auf <em>„wacht auf ihr Schläfer und steht von den Toten auf, die Zeit der Erneuerung ist gekommen. sprengt alle Ketten und fürchtet Euch nicht mehr, Jesus ist wahrhaftig aufgestanden“ </em>Diese Aufforderung nahm der mit dem Weihrauchfass direkt sehr ernst und schwang begeistert das Fass einmal über seinen Kopf..Halleluja&#8230;<br />
Interessant war für mich auch, dass die Leiterin des deutschen Vertretungsbüros in Palästina, Barbara Wolf, die Fürbitten vortrug. Nach dem Gottesdienst war ich mir nun doch sehr sicher, heute ist für mich und allen katholischen und evangelischen Christen in aller Welt Ostern:</p>
<p><strong><em>Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden.</em></strong></p>
<p>Kann es ein besseres Zeichen der Hoffnung und Zuversicht geben?</p>
<p><figure id="attachment_2366" aria-describedby="caption-attachment-2366" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2366" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz-768x1024.jpg" alt="Auferstehungskreuz und Taufwasser " width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2366" class="wp-caption-text">Auferstehungskreuz und Taufwasser</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zu Besuch bei Faten Mukarker in Beit Jala</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2012 05:40:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Palästina Frühjar 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war ich zu Besuch bei Faten Mukarker, einer palästinensische Christin aus Beit Jala, einer Stadt die direkt an Bethlehem grenzt. Ich bin auf Faten vor fast drei Jahren durch einen kleinen Beitrag in „Publik <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zu-besuch-bei-faten-mukarker-in-ben-jala/" title="Zu Besuch bei Faten Mukarker in Beit Jala">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war ich zu Besuch bei Faten Mukarker, einer palästinensische Christin aus Beit Jala, einer Stadt die direkt an Bethlehem grenzt. Ich bin auf Faten vor fast drei Jahren durch einen kleinen Beitrag in „Publik Forum“ aufmerksam geworden und habe Sie dann im Namen unseres Arbeitskreises „Frieden, Entwicklung, Mission“ im Dezember 2009 zu einem Vortrag in unsere Gemeinde St. Konrad eingeladen.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100663.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-125" title="Faten Mukarker" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100663-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100663-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100663-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100663.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><br />
Bild: Faten Mukarker vor ihrem Haus in Beit Jala</p>
<p>Faten ist seit vielen Jahren aktiv in der Friedens- und Frauenbewegung. Durch zahlreiche Vortragsreisen ist sie in Deutschland bekannt geworden. Unter dem Titel: „Seit 1967 warten auf den Frieden – Leben zwischen Mauern“ spricht Sie in ihrem Vortrag eindrucksvoll, klar und unaufdringlich über die besonderen Bedingungen des tagtäglichen Lebens im Heiligen Land. Selbst im geteilten Deutschland aufgewachsen (zwischen 1956 und 1975), vermag sie gerade uns Deutschen die besondere Situation dort besser darzustellen als viele andere. Sie macht die verschiedenen Etappen des Konfliktes transparent – die historischen wie die gegenwärtigen.<br />
Ich kann heute sagen, das letztlich dieser Vortrag von Faten Mukarker, der nicht nur bei mir tief unter die Haut ging, für mich die Initialzündung war, mich intensiver mit diesem Konflikt, aber vor allem mit den Unterstützungsmöglichkeiten für die so geschundenen und unterdrückten Menschen in Palästina zu beschäftigen.<br />
Als ich bei Faten um die Mittagszeit ankam, war gerade eine Gruppe von Studiosus zu Gast bei ihr zu Hause. Bei einem typischen Palästinensichem Essen erzählt sie vom Alltagsleben und den reichen und vielfältigen Traditionen in Palästina. Vieles zur Situation im Konflikt zwischen Israel und Palästina war mir bekannt, schön aber auch immer wieder von Faten etwas von den Lebensweisen und Traditionen der palästinensischen Menschen zu erfahren. Heute ist mir vor allem der Satz in ihren Erzählungen hängen geblieben: „Einfamilienhaushalt“ dieser Begriff ist den Menschen hier völlig unbekannt. Hier lebt man in der Großfamilie, oft mit mehreren Generationen unter einem Dach. Andere Länder andere Sitte…<br />
In der Reihe „Edition Zeitzeugen“ ist im Hans Thoma Verlag in 8. Auflage ein Buch von ihr erschienen: „Leben zwischen Grenzen“<br />
Mit Faten bin ich am frühen Abend zu ihrem Garten gefahren, er liegt etwas außerhalb von Beit Jala. Hier haben vor einigen Jahren die Israelis im Rahmen Ihrer Maßnahme „Bau einer Schutzmauer“ diese mitten durch ihren Garten errichtet und dabei nicht nur zahlreiche alte Olivenbäume herausgerissen. Das alles geschah ohne Ankündigung, ohne die Möglichkeit der Gegenwehr/des Einspruches und selbstverständlich auch ohne Entschädigung bzw Ersatz des geraubten Landes.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100665.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-126" title="P1100665" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100665-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100665-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100665-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100665-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Bild: Faten`s „Gartenidylle“ bei Beit Jala</p>
<p>Heute bin ich mit dem Besuch bei Faten schnell wieder von der „trügerischen“ scheinbar friedlichen Idylle in das raue und friedlose Leben getaucht: Mauern, Stacheldraht, Checkpoints und Soldaten. In einem meiner nächsten Blog`werde ich etwas zur „schutz“-mauer und zur Situation in den verschiedenen „Zonen“ im Westjordanland schreiben.<br />
Ich will den heutigen Blog mit einem „tröstlichen“ Bild beenden:<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100634.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-127" title="Marktleben in Bethlehem" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100634-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100634-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100634-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/04/P1100634.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><br />
Bild: Marktleben in Bethlehem</p>
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