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	<title>Wüste &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Eine weitere Etappe auf dem Abrahams Pfad: von Ma Saba nach Nabi Mussa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2017 20:24:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Beduinen]]></category>
		<category><![CDATA[Ma Saba]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele der Leser meines Blogs werden sich erinnern: im Herbst 2015 bin ich sieben Etappen des Abraham Pfades in Palästina gegangen: von Rumanah im Norden bis Nablus und zwei Etappen im Jordantal: von Auja bis <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/eine-weitere-etappe-auf-dem-abrahams-pfad-von-ma-saba-nach-nabi-mussa/" title="Eine weitere Etappe auf dem Abrahams Pfad: von Ma Saba nach Nabi Mussa">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele der Leser meines Blogs werden sich erinnern: i<a href="http://marius-blog.de/blog/wandern-auf-den-spuren-abrahams/" target="_blank">m Herbst 2015</a> bin ich sieben Etappen des Abraham Pfades in Palästina gegangen: von Rumanah im Norden bis Nablus und zwei Etappen im Jordantal: von Auja bis Jericho und rund um das St. Georgs-Kloster im Wadi Kelt. Insgesamt ist der Abrahams Pfad in der Westbank 321 Kilometer und geht bis nach Hebron, wo Abraham mit seinen Söhnen Jakob und Isaak nebst seinen Frauen begraben ist.</p>
<p>Nachdem ich gestern schon mal ein Stück der Etappe von Bethlehem nach Tekoa bis ins Artas-Tal mit seinem schönen katholischen Kloster “zum Verschlossen Garten“ gegangen war, wollte ich heute die Wüstenetappe vom Ma Saba-Kloster zu der in der Nähe von Jericho gelegenen mamlukischen Moschee Nabi Mussa gehen. <a href="http://marius-blog.de/abrahamspfad-i-von-romana-nach-nablus/" target="_blank">Hier ist eine Übersicht zum Abrahams Pfad</a>. Auf dem Weg haben mich Anja, Karim und Emad begleitet.</p>
<figure id="attachment_3389" aria-describedby="caption-attachment-3389" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3389" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3389" class="wp-caption-text">das schöne Kidron-Tal mit schmutzigen Wasser</figcaption></figure>
<p>Insgesamt ist der Weg 19 km lang, auf Anraten unseres Guides haben wir eine etwas kürzere Strecke genommen. Das Wetter heute war für eine (Stein-)Wüstenwanderung genau richtig. Es waren 18 °C vorausgesagt und es wehte ein kräftiger (und kühlender) Wind. Vom Kloster Ma Saba sind wir erst auf der Höhe entlang des von Jerusalem kommenden Kidrontales gefolgt. Hier fließen in 150 Meter Tiefe die schmutzigen und ungeklärten Wasser der Gemeinden Bethlehem und Beit Sahur sowie zahlreicher israelischer Siedlungen. Entsprechend kommt aus dem Tal eine nicht immer angenehm riechende Luft. Die steilen Felsen, die senkrecht abfallen sind für den Betrachter schon sehr imposant.<br />
Schon bald kamen wir an den ersten Beduinencamps vorbei. Sie leben hier seit Hunderten von Jahren unter einfachen Verhältnissen. Sie haben Ziegen und auch Hühner, stellen Handarbeiten zum Verkauf her. <a href="http://marius-blog.de/blog/zehntausende-beduinen-sollen-zwangsumgesiedelt-werden/" target="_blank">Wie alle Beduinen</a> im Westjordanland sind sie der israelischen Militärverwaltung ein Dorn im Auge. Oft werden ihre einfachen Behausungen zerstört, aber sie bauen sie wieder auf.</p>
<p>Schon bald sollten wir merken, dass noch immer die jüdische Pessach-Woche andauert, also heute am Freitag ein Feiertag ist und die Menschen zum Ausflug ruft. Das ganze Gebiet der Jerusalemer-Wüste ist durchzogen von Pisten auf denen 4-Radfahrzeuge auf „Abenteuer-Tour“ gehen können. So war es auch heute, überall führen die schweren Autos, auch Motorräder und verdarben uns so ein wenig das Gefühl der Wüste, wo man ja Stille erwartet und Menschenleere. Es war schon etwas bizarr, dort die Ziegenherde mit dem jungen Beduinen auf dem Esel, da die „wilde Horde“ der 4-Rad-Fahrzeuge. Der junge Beduine machte aus der „Not eine Tugend“, ließ die Kinder auf dem Esel eine Runde drehen und verdiente sich damit ein paar Schekel.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3390" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>In einem großen Bogen kamen wir wieder zum Ma Saba-Kloster, dieses der Blick von der anderen Seite über das Kidron-Tal. Ein wirklich berauschender Anblick bot sich uns. Unser Guide machte uns auf unscheinbar aussehende Raupen aufmerksam, die in einem Kokon ähnlich eines kleinen Tannenzweiges sich versteckt hatten und jetzt irgendwann als Schmetterlinge schlüpfen werden. In der Ferne sahen wir eine große Wasserfläche in der die „schmutzige Brühe“ aus dem Kidron-Tal gesammelt und in irgendeiner (?) Form natürlich geklärt werden soll. Das dann (etwas) saubere Wasser wird zur Bewässerung der (israelischen!) Dattelpalmen im (palästinensischen!) Jordantal genutzt.<br />
In der Nähe dieses „Gewässers“ sahen wir auch einige Störche, ob die dort Frösche gefunden haben?</p>
<figure id="attachment_3392" aria-describedby="caption-attachment-3392" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3392" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3392" class="wp-caption-text">die &#8222;Jerusalemer (Stein-) Wüste&#8220;</figcaption></figure>
<p>Wir hatten am Vormittag bezüglich der notwendigen Rückfahrt (wir hatten unser Fahrzeug am Kloster stehen gelassen, ein Service-Taxi bestellt. Leider kam es – für mein Gefühl – etwas zu früh, so dass wir (schon) gegen 14.30, nach 4 Stunden schöner Wanderzeit (und etwa 12 km Wegstrecke), ins Auto umsteigen mussten. Nach einigen Kilometern erreichten wir die Moschee Nabi Mussa. Laut Reiseführer glauben die Muslime dass hier Moses beerdigt ist. Auf der anderen Seite des Jordantales in Jordanien wird das Grab Mose auf dem Berg Nebo genannt. Einer islamischen Legende zufolge ist es Mose dort unter den anderen Leichen zu „langweilig“ geworden&#8230;.</p>
<figure id="attachment_3393" aria-describedby="caption-attachment-3393" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3393" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3393" class="wp-caption-text">die mamlukische Moschee mit dem Mosegrab &#8222;Nabi Mussa&#8220;</figcaption></figure>
<p>Dieser Ort hier ist eine Pilgerstätte der Moslems. Viele lassen sich auch hier begraben. Heute war hier ein großes Fest mit vielen Besuchern.</p>
<figure id="attachment_3394" aria-describedby="caption-attachment-3394" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3394" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3394" class="wp-caption-text">3.000 Becher Kaffee am Tag verkauft</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt am Ma Saba-Kloster haben wir auch an einer in dieser Gegend ganz berühmten „Kaffestation“ angehalten. Hier werden an einem Tag etwa 3.000 Becher Kaffee (je 1 Schekel) verkauft. Als wir dort waren sahen wir, dass jedes zweite Fahrzeug anhielt und in schneller Perfektion einen Kaffee to Go serviert bekam. Kleine Alltagsfreuden der Palästinenser</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220;</p>
<p><em><strong>Christen im Heiligen Land: Für sie ist die tägliche Demütigung an den Kontrollpunkten auf dem Weg zu Arbeitsplätzen, Schulen und Krankenhäusern Realität; der Zusammenhalt der Familien, die Verbindung der Gemeinden untereinander sowie der Zugang zu den heiligen Stätten in Jerusalem sind erschwert und teilweise unmöglich.</strong></em></p>
<p>aus &#8222;Gelobtes Land&#8220; &#8211; Orientierungshilfe EKD</p>
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		<title>Giftschlangen vor der Haustüre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2016 04:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
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					<description><![CDATA[Leser/innen die meinen Blog schon länger verfolgen, werden sich schon gefragt haben: und wann besucht er denn endlich Fatima oder wie sie in ihrer Familie heißt Im Magdolin? Ich kann ja verstehen, dass viele darauf <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/giftschlangen-vor-der-haustuere/" title="Giftschlangen vor der Haustüre">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leser/innen die meinen Blog schon länger verfolgen, werden sich schon gefragt haben: und wann besucht er denn endlich <a href="http://marius-blog.de/blog/fruehstueck-bei-fatima/" target="_blank">Fatima</a> oder wie sie in ihrer Familie heißt <a href="http://marius-blog.de/blog/im-magdolin/" target="_blank">Im Magdolin</a>? Ich kann ja verstehen, dass viele darauf warten, dass ich über weiteren Besuch bei Fatima, dieser bewundernswerten Frau die mit ihrer Familie in Zataara ,am Rande der judäischen Wüste lebt, berichte. Wenn ich ehrlich bin, ich habe ich sie bereits am vergangenen Sonntag besucht, als ich von Jerusalem nach Beit Jala gewechselt bin. An diesem Tag habe ich aber, zurückblickend, über meinen Aufenthalt in der Dormitio geschrieben.</p>
<figure id="attachment_3018" aria-describedby="caption-attachment-3018" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3018" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-300x200.jpg" alt="macht einen sprachlos: Zufahrt für mehr als 10.000 Menschen gesperrt" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3018" class="wp-caption-text">macht einen sprachlos:<br />Zufahrt für mehr als 10.000<br />Menschen gesperrt</figcaption></figure>
<p>Heute war ich also zum zweiten Mal dort. Schon am Sonntag hatte ich mich gewundert, dass an der Abzweigung von der „Siedlerstrasse“ nach Zataara ein großer Erdwall die Straße versperrt. Wie ich später von Fatima hörte wurde vor einigen Wochen diese Sperre in einer nächtlichen Aktion – selbstverständlich ohne irgendwelche Begründungen &#8211; durch das israelische Militär vorgenommen.</p>
<p>&#8230;und was macht der an solche „Bestrafungsmaßnahmen“ ,aus welchem Grund auch immer, schon gewöhnte palästinensische Bürger&#8230;er erträgt e mich Gleichmut und sucht sich andere Wege. Das hier aber ein Wohngebiet von mehr als 10.000 Menschen durch eine solche Willkürmaßnahme 2abgesperrt werden soll, ist aus meiner Sicht mehr als ein Skandal, mir fehlen hier einfach die Worte. Bitte lest den aktuellen Bericht einer EAPPI-Mitarbeiterin was es heißt, wenn ein Dorf vom israelischen Militär unter <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/beit-fajjar-ein-dorf-unter-kollektiver-bestrafung/" target="_blank">&#8222;Kollektiver Bestrafung&#8220;</a> gestellt wird</p>
<p>Heute nun wurde ich von Fatima und 12 ihrer 16 Enkelkinder „empfangen“ mit der</p>
<figure id="attachment_3019" aria-describedby="caption-attachment-3019" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3019" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-300x214.jpg" alt="sieht sehr gefährlich aus: Kopf der Palästina-Viper" width="300" height="214" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-300x214.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-768x547.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3019" class="wp-caption-text">sieht nicht nur sehr gefährlich aus:<br />Kopf der Palästina-Viper</figcaption></figure>
<p>Botschaft, dass gestern direkt an ihrem Haus eine <a href="http://www.goruma.de/Wissen/Giftschlangen/P/Palaestina_Viper.html" target="_blank">„Palästina-Viper“</a> bemerkt und dann mit einem Stock getötet wurde. Schnell zeigte man mir die Blutflecken auf der Straße. Fatima hatte mir schön des Öfteren erzählt, dass es hier immer wieder vorkommt, das Schlangen bis ans Haus kommen. Aus diesem Grund hatte sie auch vor Jahren für ihre große Enkelschar ,die an den freien Tagen Freitags und Sonntags in der Regel bei ihren Gro0ßeltern zu Besuch sind &#8211; die Dachterrasse am Rand mit einem Gitter abgesichert. In den letzten Wochen wurden schon einige Schlangen gesichtet. Es wird vermutet das sich die schlangen aus der „wirklich vor der Haustüre befindlichen judäischen Wüste in das Dorf „verirren“</p>
<p>Den letzten Schlangenbiss mit tödlichem Ausgang gab es vor knapp zwei Jahren. Damals starb ein 12 jähriges Mädchen. Fatima konnte mir nicht sagen wo es hier ein Gegengift gibt. Wenn man aber um die gesamte Infrastruktur hier in Palästina weiß, auch um die Besonderheiten der Zone C in der sich Zataara befindet, dann kann man sich gut vorstellen, dass ein Biss von solchen Schlangen für den/die Betroffenen zwangsläufig das „Todesurteil“ bedeutet.</p>
<figure id="attachment_3021" aria-describedby="caption-attachment-3021" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3021" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-300x225.jpg" alt="Leben am Rande der Wüste" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3021" class="wp-caption-text">Leben am Rande der Wüste</figcaption></figure>
<p>Auch eine andere Geschichte, die mir Fatima im Verlauf des Tages erzählte, weißt auf die „normalen“ Schwierigkeiten hin die es mit sich bringen, in der Zone C zu wohnen. Wie ich an <a href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/" target="_blank">anderer Stelle</a> im Zusammenhang mit den verschiedenen Zonen (A-B-C) geschrieben habe hat in Zone C Israel die Polizeigewalt. Aber es gibt hier in Zataare keine Polizei. An besagter Abzweigung von der „Siedlerstrasse“ gibt es einen Wachturm, ob da immer jemand drin sitzt weiß hier keiner so genau. Dieser Zustand führt dann dazu das es hier Kriminelle gibt, die ohne sich fürchten zu müssen, zum Beispiel jahrelang auf Diebestour gehen können. Hier in Zataara gab es den Fall einer kleinen Bande, die zwar bekannt war, aber an wen wollte man sich wenden. Erst nach Jahren hatte man dann eine Frau die auch zu dem Trio gehörte mit zivilen Personen festgenommen und dann in einem privaten Auto nach Bethlehem (Zone A) zur Polizei überstellt. Wenn man dann noch hört, dass einer der Drei, für die Israelis spioniert,, wird man völlig rat- und hilflos.</p>
<p>Ansonsten habe ich aber bei der Familie einen schönen Tag verbracht, viel mit den Kindern gespielt, und mich hier und da mit leckeren palästinensische Spezialitäten (wie mit Reis gefüllte Kartoffeln, Zucchini und Auberginen) „verwöhnen“ lassen.</p>
<figure id="attachment_3020" aria-describedby="caption-attachment-3020" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3020" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-683x1024.jpg" alt="Fatima mit einem ihrer 16 Enkelkinder" width="683" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-683x1024.jpg 683w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-3020" class="wp-caption-text">Fatima mit einem ihrer<br />16 Enkelkinder</figcaption></figure>
<p>Für mich, aber auch für die Familie denke ich, ein immer wieder schönes Erlebnis bei Ihnen zu Gast sein zu dürfen.</p>
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		<title>Am Rande der Wüste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2014 16:19:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Ostjerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute an unserem letzten vollen Reisetag haben wir am Vormittag zunächst uns die Situation in Ostjerusalem angeschaut. Hierzu hatten wir bei der Organisation“Ir Amim (Stadt der Völker) angefragt. www.ir-amim.org.il Die israelische Organisation tritt für „ein <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/am-rande-der-wueste/" title="Am Rande der Wüste">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute an unserem letzten vollen Reisetag haben wir am Vormittag zunächst uns die Situation in Ostjerusalem angeschaut. Hierzu hatten wir bei der Organisation“Ir Amim (Stadt der Völker) angefragt. <a href="http://www.ir-amim.org" target="_blank">www.ir-amim.org.il</a> Die israelische Organisation tritt für „ein gleichberechtigtes und beständiges Jerusalem mit einer von allen akzeptierten politischen Zukunft“.</p>
<p>Sie bietet u.a. geführte Touren durch Ostjerusalem an. Für drei Stunden stand uns Yaniv Mazor als sachkundiger Tourguide zur Verfügung. Wir sind an verschiedene Punkte in Ostjerusalem gefahren wo wir die Besiedelung durch jüdische Siedler, aber auch den Verlauf der Mauer beobachten konnten. Wir erfuhren etwas über die Situation der im Ostteil der Stadt lebenden Palästinenser, über die massiven Hauszerstörungen und auch über die mögliche Entwicklung des Ostteils von Jerusalem. Ich werde über dieses komplexe Thema ebenfalls in einem zukünftigen Blog berichten. <a title="Flüchtlingslager in Ostjerusalem" href="http://marius-blog.de/blog/fluechtlingslager-in-ostjerusalem/">Hier schon einmal</a> mein Bericht vom April diesen Jahres wo ich ein Flüchtlingscamp in Ostjerusalem besucht habe.</p>
<figure id="attachment_1941" aria-describedby="caption-attachment-1941" style="width: 640px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000505.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1941" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000505.jpg" alt="Ostjerusalem:&quot;Schutzmauer trennt Palästinenser von Palästinensern" width="640" height="480" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000505.jpg 640w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000505-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1941" class="wp-caption-text">Ostjerusalem:&#8220;Schutzmauer trennt Palästinenser von Palästinensern, wer soll hier geschützt werden?</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anschließend sind wir wieder über die Grenze nach Palästina gefahren. Wir hatten uns mit Fatima (Im Magdolin) verabredet, die ich bei meinem Aufenthalt im Frühjahr 2013 kennengelernt habe.</p>
<figure id="attachment_1942" aria-describedby="caption-attachment-1942" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000523.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1942" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000523-300x225.jpg" alt="bei Fatima" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000523-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000523.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1942" class="wp-caption-text">bei Fatima</figcaption></figure>
<p>Fatima lebt mit ihrer großen Familie in der Siedlung Za tara am Rande des „Herodeion“ einem Hochplateau auf dem sich Herodes einen Palast sein „Herodeion“ errichtet hatte, etwa 10 km südöstlich von Bethlehem. Sicherlich kommt ganz selten ein Reisebus in diesen kleinen Ort. Unsere Anfahrt erregte entsprechende Aufmerksamkeit im Dorf. Es wurde Anfang der 50 iger Jahre vom Vater von Fatima einem berühmten Beduinen-Scheich gegründet. Hier ist ein ein ganzer Stamm der Beduinen, die bis dahin in der judäischen Wüste zwischen Jerusalem und dem toten Meer in Zelten lebten, sesshaft geworden. Alle Bewohner sind mehr oder weniger mit einander verwandt, Geschwister, Cousinen, Tanten und Onkel. Fatima empfing uns vor ihrem Haus welches am Rande der Wüste steht. Wir genossen erste uns berauschende Blicke der großartigen Wüstenlandschaft. Fatima hatte für uns ein Mittagessen vorbereitet. Meine Anmerkung einige Tage zuvor, sie möge nur etwas „Kleines“ machen erwiderte sie, dass unsere Gruppe weniger Personen umfasse als wenn am Wochenende ihre Familie zu Gast sei. Ein schmackhaftes Essen mit Salat und in Weißkohl eingewickelten Reis mit wenigem Gehackten erfreute unsere hungrigen Mägen. Während dessen erzählte uns Fatima die Geschichte ihrer Ursprungsfamilie und der eigenen. Da ich ihre Geschichte in meinem früheren Blogs ausführlich beschrieben habe bitte ich darum dies dort zu lesen. <a title="Fatima: „Darf ich vorstellen, das ist meine Mutter und das ist die Frau meines Vaters“" href="http://marius-blog.de/blog/fatima-%e2%80%9edarf-ich-vorstellen-das-ist-meine-mutter-und-das-ist-die-frau-meines-vaters/">Hier</a> Bei Ihren Erzählungen rang diese starke Frau hier und da um Fassung, vor allem dann wenn sie von den finanziellen Mühen in der Zeit erzählte wo ihre Kinder klein, und vor allem die Sorgen um ihre   Tochter Magdolin, ihrer schwerst behinderten Tochter groß waren. Da sie oft nicht genug Geld für den Taxibus hatte, ist sie weite Wege zu Fuß gegangen, gegenüber ihrer großen Familie (vor allem auch gegenüber den reichen Brüdern, die nach arabischer Sitte alleine vom Vater das viele Geld und das große Grundstückeigentum vererbt bekommen haben) hat sie dann gesagt das sie „gerne an der frischen Luft sei“. Beeindruckend auch ihr großes Engagement um Menschen mit Behinderung in Palästina. Auch hierzu habe ich bereits einiges bei meinem früheren Aufenthalt geschrieben. <a title="Im – Magdolin" href="http://marius-blog.de/blog/im-magdolin/">Hier</a></p>
<figure id="attachment_1943" aria-describedby="caption-attachment-1943" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000534.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1943" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000534-300x225.jpg" alt="Am Rande der Wüste" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000534-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000534.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1943" class="wp-caption-text">Am Rande der Wüste</figcaption></figure>
<p>Nach dem Essen haben wir noch eine kleine „Wüstenwanderung gemacht, für viele der Gruppe erfüllte sich damit ein langer Wünsch und machte Lust auf mehr.</p>
<p>Zu unserem letzten Abend haben wir uns in einem schönen Restaurant angemietet. Dort werden auch Faten, Fatima und unser Tourguide Samir mit dem Busfahrer Samir anwesend sein. Es gilt Abschied zu nehmen</p>
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