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	<title>Gruppenfahrt Herbst 2012 &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Hoffnungsvoller Abschied</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 11:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Neve Shalom]]></category>
		<category><![CDATA[Reuven Moskovitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern hieß es für unsere Gruppe Abschied nehmen. Abschied von einem so wunderschönen aber auch so konfliktreichem Land. Alle Teilnehmer/innen dieser Pilger- und Bildungsfahrt haben mir gegenüber immer wieder zum Ausdruck gebracht, wie wertvoll für <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hoffnungsvoller-abschied/" title="Hoffnungsvoller Abschied">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hieß es für unsere Gruppe Abschied nehmen. Abschied von einem so wunderschönen aber auch so konfliktreichem Land.<br />
Alle Teilnehmer/innen dieser Pilger- und Bildungsfahrt haben mir gegenüber immer wieder zum Ausdruck gebracht, wie wertvoll für sie diese so unterschiedlichen Erlebnisse und vor allem die Begegnungen mit so unterschiedlichen Menschen, Juden wie Palästinensern, gewesen war. Jeder und jede unserer Gruppe hatte in den letzten 10 Tagen die einzigartige Gelegenheit, sich selbst vor Ort einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Durch Gesprächen und mit den eigenen Augen, konnte die Gruppe sich berühren lassen von diesem, die Weltgemeinschaft seit nun mehr 64 Jahren, häufig im Atem haltender Konfliktherd.<br />
Obwohl sicherlich alle Teilnehmer/innen durch die vielfältigen Programmpunkte, nicht mehr viel Aufnahmekapazität hatten, sah auch der Abreisetag noch einen weiteren Höhepunkt vor:<br />
Die Begegnung mit Reuven Moskovitz der uns durch das von ihm mit gegründete &#8222;Friedensdorf&#8220; Nevel Schalom / Wahat AsSalam führte. Reuven Moskovitz wurde 1928 in Rumänien geboren, überlebte den Holocaust und wanderte 1947 nach Palästina ein. Seit fast 40 Jahren warnt er vor der Gefahr des eskalierenden Terrors und Gegenterrors im Nahen Osten.<br />
Sehr früh engagierte er sich in der israelischen Friedensbewegung und wurde nach dem Sechstagekrieg 1967 Sekretär der Bewegung &#8222;Für Frieden und Sicherheit&#8220;, die sich gegen die Annexion der besetzten Gebiete und für eine sofortige Lösung des Flüchtlingsproblems, die gegen-seitige Anerkennung Israels und der arabischen Staaten sowie das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung einsetzte.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000507.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-646" title="P1000507" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000507-300x225.jpg" alt="Kämpft für Frieden und Aussöhnung zwischen Juden und Palästinenser: Reuven Moskovitz " width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000507-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000507-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000507-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Er ist Mitbegründer des 1972 gegründeten Friedensdorfes Neve Shalom/ Wahat al Salam in Israel, in dem Juden und Palästinenser zusammen leben und in ständigem Dialog das friedliche Zusammenleben einüben.<br />
2001 wurde Moskovitz mit dem Mount Zion Award ausgezeichnet; 2003 mit dem Aachener Friedenspreis.<br />
Das Dorf wurde 1972 von jüdischen und palästinensischen Israelis gemeinsam aufgebaut.In der &#8222;Friedensschule&#8220;werde die Kinder mehrsprachig in beiden Kulturen erzogen und in den drei Religionen unterrichtet. bei einem Rundgang durch das Dorf, in dem mehr als 300 Menschen friedlich miteinander leben, bekam unsere Gruppe eine Ahnung davon was möglich ist wenn beide Seiten, Juden und Palästinenser, alles was scheinbar trennt bei Seite lassen und im Gegenüber den Mit-Menschen erkennen können.</p>
<figure id="attachment_651" aria-describedby="caption-attachment-651" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10005121.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-651" title="P1000512" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10005121-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10005121-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10005121-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10005121-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-651" class="wp-caption-text">jüdische und palästinensiche Kinder beim Fußballspiel</figcaption></figure>
<p>Nach den vielen frustierenden Erlebnissen der letzten Tage ein hoffnungsvollen und ein wenig mutmachender Schulusspunkt unserer Reise.<br />
ich möchte diesen Blog meiner Gruppenreise 2012 schließen mit dem Psalm 82 den uns Reuven Moskovitz eindrucksvoll im &#8222;Haus der Stille&#8220;mit seiner Mundharmonika intonierte,</p>
<p><em>Wie lange wollt Ihr noch das Recht verdrehen und für die Schuldigen Partei ergreifen?</em></p>
<p><em>&#8222;Verteidigt die Armen und die Waisenkinder, sorgt für das Recht der Wehrlosen und Unterdrückten, Befreit die Entrechteten und Schwachen, reißt sie aus den Klauen der Unterdrücker, aber Ihr seht nichts, und Ihr versteht nichts! Hilflos tappt Ihr in der Dunkelheit umher, und die Fundamente der Erde geraten ins Wanken.<br />
Ich hatte zwar gesagt: Meine Söhne, Kinder der Götter seid Ihr, Söhne des Höchsten! Doch ihr werdet wie die Menschen sterben, wie unfähige Minister aus dem Amt gejagt.<br />
Greif ein, Gott, regiere die Welt.&#8220;<br />
</em></p>
<figure id="attachment_648" aria-describedby="caption-attachment-648" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000522.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-648" title="P1000522" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000522-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000522-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000522-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000522-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-648" class="wp-caption-text">Reuven Moskovitz: wie die Gruppe ergriffen von der musikalischen Intonierung des Psalmes 82</figcaption></figure>
<p>In einem Rundbrief aus dem Jahre 2011 hat Reuven Moskovitz zu diesem Psalm ergänzt,<br />
Dieser Psalm ist sehr zutreffend für die gegenwärtige Situation in der Welt und in Israel. Leider sind die Machthaber unfähig einzusehen, dass sie nicht nur leichtfertig Millionen Menschen zum Sterben verurteilen, sondern dass sie selbst auch aus dem Amt gejagt werden können. Der einzige Satz dieses Psalms, der meiner Meinung nach nicht zutreffend ist, ist der Schluss. Gott greift nicht ein und versucht nicht, die Welt zu regieren. In meinem Buch schreibe ich: „Wenn es Gott gibt, ist er nicht der Gott der jüdischen, christlichen oder moslemischen Fundamentalisten, sondern der Gott, der im Psalm 115, 15-16, beschrieben wird: „Ihr seid die Gesegneten des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Der Himmel ist der Himmel des Herrn, aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben“. Abgesehen von Naturkatastrophen, entscheiden wir Menschen oder diejenigen, die sich anmaßen, die Menschen zu führen, was auf dieser Erde geschieht. In meiner Vorstellung zeigt sich die Größe Gottes in seiner Bescheidenheit und Verborgenheit.</p>
<figure id="attachment_649" aria-describedby="caption-attachment-649" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110010.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-649" title="P1110010" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110010-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110010-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110010-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110010-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-649" class="wp-caption-text">ein wunderschönes Land Heimat für Juden und Palästinenser</figcaption></figure>
<p>Literaturtip:<br />
• Der lange Weg zum Frieden. Deutschland – Israel – Palästina. Episoden aus dem Leben eines Friedensabenteurers, Verlag am BEATion/Randlage, 7. Aufl., Berlin 2005, ISBN 3928357050 nicht über den Buchhandel zu beziehen, bestellbar bei: Aldalbert Janssen &#8211; Klunderburg 1 &#8211; 26736 Krummhörn; Tel. 04923/200</p>
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		<title>Ost-Jerusalem zentraler Streitpunkt im Konflikt zwischen Israel und Palästina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 16:55:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute hatten wir Gelegenheit mit Ruth Edmonds, einer jungen und außerordentlich engagierten Vertreterin des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD e-mail: www.icahad.com) durch Ostjerusalem zu fahren. Diese private Organisation versucht Hauszerstörungen zu verhindern oder Häuser wieder <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ost-jerusalem-zentraler-streitpunkt-im-konflikt-zwischen-israel-und-palaestina/" title="Ost-Jerusalem zentraler Streitpunkt im Konflikt zwischen Israel und Palästina">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatten wir Gelegenheit mit Ruth Edmonds, einer jungen und außerordentlich engagierten Vertreterin des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD e-mail: www.icahad.com) durch Ostjerusalem zu fahren. Diese private Organisation versucht Hauszerstörungen zu verhindern oder Häuser wieder aufzubauen – wobei häufig die neue Zerstörung erfolgt.</p>
<figure id="attachment_643" aria-describedby="caption-attachment-643" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000459.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-643" title="P1000459" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000459-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000459-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000459-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-643" class="wp-caption-text">Ruth eine engagierte jüdische Israelin aus Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Nachfolgend etwas zur jüngeren Geschichte von Ostjerusalem<br />
Während des „Sechstagekrieges“ 1967 eroberte Israel Ostjerusalem. Durch den israelischen Sieg wurden die beiden bis dahin getrennten Teile von Jerusalem unter israelischer Kontrolle vereinigt und die Flagge Israels auf dem Tempelberg gehisst.<br />
Seit der Verabschiedung des “Jerusalem-Gesetzes” im Juli 1980 betrachtet Israel Jerusalem als seine ungeteilte und unteilbare Hauptstadt. De facto hatte Israel damit Ost-Jerusalem annektiert.<br />
Am 20. August 1980 wurde in der Resolution 478 des UN-Sicherheitsrates das Jerusalemgesetz für nichtig erklärt. Am Status quo änderte das nichts.<br />
Neben den Problemen zur Siedlerfrage und zu den Flüchtlingen die einen Frieden scheinbar unmöglich erscheinen lassen ist die „Jerusalemfrage“ der dritte Knackpunkt der eine Friedenslösung so unerreichbar erscheinen lässt..<br />
Das arabische Ost-Jerusalem untersteht ebenso wie das jüdische West-Jerusalem der Stadtverwaltung. Der arabische Bevölkerungsanteil (360.000, d.h. 38 Prozent) wird in allen Belangen massiv benachteiligt. Dazu gehören auch die für Araber ungünstigen Bedingungen des Arbeitsmarktes.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000429.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-636" title="P1000429" alt="Blick vom Osten auf die Jerusalemer Altstadt" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000429-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000429-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000429-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000429-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Zusammen mit der ökonomischen und sozialen Abschnürung Ost-Jerusalems von der Westbank wirkt sich das auf die soziale Lage aus.<br />
84 Prozent der Kinder der palästinensischen Kinder Ost-Jerusalems leben wie eine aktuelle Studie gerade aufgezeigt hat unter der Armutsgrenze. Das ganze, unteilbare Jerusalem ist eine ideologisch verbrämte Vorstellung, die aus Sicht Israels erst dann zur besseren Realität wird, wenn so viel Araber wie möglich aus der Stadt gedrängt werden. Zehn über Ost-Jerusalem verhängte Plagen<br />
Dr. Meir Margalit, aus der Meretz-Partei im Jerusalemer Stadtrat und Mitarbeiter bei ICAHD, hat im Oktober 2009 nachfolgenden Text verfasst.<br />
Die 10 Plagen für Ostjerusalem</p>
<p>Die Unruhen in Ostjerusalem überraschten kaum jemanden, der die Situation in der Stadt kennt und der aufmerksam auf die Stimmen hört, die von dort kommen. Behauptungen, eine kleine Gruppe von Hetzern wolle politischen Profit aus den Unruhen gewinnen, beweisen , dass Leute, die solche Behauptungen unterstützen, so gut wie nichts über die wahre Situation vor Ort wissen. Wenn ihnen die Vorfälle im Hinterhof der Stadt bekannt wären, würden sie gewusst haben, dass der Ausbruch von Unruhen vorhersehbar war – nur der Zeitpunkt war unbekannt.</p>
<p>Vieles hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre in Ost-Jerusalem verändert – bis zum Punkt des Unerträglichen. Als Teddy Kollek noch Jerusalems Bürgermeister war, waren seine arabischen Bewohner benachteiligt, aber ihre Ehre wurde nicht angetastet. Sie hatten wenigstens das Gefühl, zivilisiert behandelt zu werden. Seit kurzem jedoch haben mehrere Maßnahmen ihr Leben unerträglich gemacht – das Schwierigste dabei ist, dass jetzt ihre Ehre mit Füßen getreten wird. Zehn Plagen sind über Ost-Jerusalems arabische Bürger verhängt worden, und diese können nicht ernst genug genommen werden.</p>
<p>Die erste Plage: die Option rechtens ein Haus zu bauen, ist fast unmöglich. Hier sind die Schwierigkeiten seit Jahren immer größer geworden: Beweis des Eigentums, das Fehlen von Infrastruktur, …, Reduzierung der Areale, auf denen gebaut werden darf. All dies hat sich wegen der „Einwanderung“ vieler Familien von jenseits der Mauer verschlechtert. Sie wollen auf der „richtigen Seite“ sein und ihre blauen (Jerusalemer) Identitätskarten nicht verlieren.</p>
<figure id="attachment_641" aria-describedby="caption-attachment-641" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000432.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-641" title="P1000432" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000432-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000432-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000432-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000432-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-641" class="wp-caption-text">Neue jüdische Siedlung im besetzten Ost-Jerusalem</figcaption></figure>
<p>Die zweite Plage: der Trennungszaun hat nicht nur eine Welle interner Wanderung ausgelöst, sondern hat die ‚Migranten’ von ihren Familien, Verwandten und Freunden abgeschnitten. Vieles ist sehr kompliziert geworden. Ein Familienbesuch, der in der Vergangenheit eine kurze Fahrt von wenigen Minuten war, ist nun zu einer „Reise ins Ungewisse“ geworden, bei der keiner weiß, wie lange sie dauern wird, um sein Ziel zu erreichen und wann man zurückkommt. Alles hängt von der Stimmung der Soldaten ab, die am Kontrollpunkt stehen.</p>
<p>Die dritte Plage: (mit der vorigen zusammenhängend) hat das Innenministerium seine Kampagne der Konfiszierung der Identitätskarten von Leuten intensiviert, von denen es behauptet, dass sie jenseits der Stadtgrenzen wohnen. Viele finden eines Tages, dass ihr Einwohnerstatus ohne ihr Wissen, aufgehoben wurde und sie einen Anwalt nehmen müssen, um ihn zurück zu erhalten.</p>
<p>Die vierte Plage: Das Innenministerium verhindert weiter, dass Ostjerusalemer Familien zusammenleben können oder dass Ehepartner gezwungen sind, ohne Genehmigung fast im Untergrund zu wohnen, aus Furcht, von der Polizei verhaftet zu werden.</p>
<p>Die fünfte Plage: die Siedler verhalten sich bei ihren Versuchen, jedes Stück Land in der östlichen Hälfte der Stadt an sich zu reißen, vollkommen unkontrolliert. Die Unannehmlichkeiten mit ihnen werden immer stärker: Gerüchte und Schlagzeilen über einen politischen Prozess nehmen Gestalt an. Ohne Bedenken werfen sie (arabische) Familien aus ihren Häusern und verbreiten überall, wo sie gehen, Angst.</p>
<p>Die sechste Plage: die Zerstörung von Häusern, die Tausende von Familien bedrohen. Es geht nicht darum, dass die Stadtverwaltung in der Lage ist, solch eine große Zahl an Häusern zu zerstören, sondern keine der Tausenden von Familien, die die Abrissorder erhielten, weiß, wen dieser Schlag treffen wird und wann sie an der Reihe ist, ihr Haus zu verlieren. In dieser Situation lebt jede Familie auf geborgte Zeit und dieser Stress ist eine Form von Folter.</p>
<figure id="attachment_638" aria-describedby="caption-attachment-638" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000446.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-638" title="P1000446" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000446-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000446-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000446-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000446-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-638" class="wp-caption-text">Hier stand ein acht-stöckiges Haus</figcaption></figure>
<p>Die siebte Plage: die wirtschaftliche Krisis hat in der östlichen Stadt eine Katastrophe ausgelöst mit nahezu 70% aller Familien unter der „Armutslinie“. Ohne Aussicht auf eine Verbesserung der Situation haben sie wenig zu verlieren.</p>
<p>Die achte Plage: das demütigende Verhalten der Grenzpolizei, das unkontrolliert, noch gewalttätiger, abstoßend und unbeherrscht geworden ist. Die Soldaten verachten alles, das arabisch aussieht und verletzen die tiefsten Gefühle der arabischen Bürger.</p>
<p>Die neunte Plage: die archäologischen Ausgrabungen, die der Staat nahe am Tempelberg &#8211; am Givati-Parkplatz und in der el-Wad-Straße &#8211; ausführen lässt, beunruhigen jene sehr, die glauben, dass sie dafür bestimmt sind, die Moscheen einstürzen zu lassen. es ist eine Überzeugung, die vom „intimen“ Wissen der Siedler genährt wird, die die Ausgrabungen durchführen, und der national-messianischen Agenda, die sie motiviert. Es stimmt womöglich nicht, aber in Ostjerusalem kann sogar ein Gefühl oder ein Gerücht einen Brand auslösen.</p>
<p>Die zehnte Plage: das geringe Ausmaß städtischer Dienstleistungen, von der Müllabfuhr, bis zum Bildungssystem, der ihren minderwertigen Status bestimmt. Jedes Mal, wenn arabische Bürger in den westlichen Teil der Stadt kommen und den großen Unterschied zwischen ihrem Lebensstandard und dem ihrer jüdischen Nachbarn sehen, trifft es sie zu tiefst.</p>
<p>Von Ruth wurden wir an die markanten Punkte dieser Stadt geführt. So standen wir vor den Trümmern eines achtstöckigen Wohnhauses. Auf unsere Frage warum dieses haus zerstört worden sei erwiderte unser Guide Ruth das es für Israelis immer einen Grund gebe: Sicherheit, keine Baugenehmigung oder oder. In diesem Fall wurde das Vermietungsgeschäft eines Palästinensers zerstört, er musste Konkurs anmelden und hat nun weitere schulden bei der Abrissfirma denn die Kosten des Abrisses müssen die Hausbesitzer tragen. Uns fehlen die Worte<br />
Nach Meinung von Ruth wollen die Israelis nicht wissen, was in Ost-Jerusalem passiert, aber die Verantwortlichen der Stadt täten gut daran, ihre Politik neu zu überdenken, bevor die große Explosion geschieht.</p>
<figure id="attachment_640" aria-describedby="caption-attachment-640" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000437.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-640" title="P1000437" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000437-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000437-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000437-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000437-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-640" class="wp-caption-text">2000 Jahre lang ein Weg: Jerusalem nach Jericho nun von israelischen Besatzung zu betoniert</figcaption></figure>
<p>Zum Nachmittag sind wir die 30 km aber 1.100 Meter auf 400 unter dem Meeresspiegel gelegene tote Meer gefahren. Wie so häufig auf unserer Reise ein schwierig zu beschreibendes Kontrastprogramm. Dennoch hat uns allen der entspannende Ausklang des Tages bei 35 C° gut getan.</p>
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		<title>Geburtskirche zu Bethlehem: Der Kampf um die Altäre</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/geburtskirche-zu-bethlehem-der-kampf-um-die-altaere/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2012 18:42:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute haben wir verschiedene Ziele in Bethlehem und der benachbarten Stadt Bet Jala besucht. Natürlich haben wir mit einem Besuch in der ältesten Kirche des Westjordanlandes begonnen: die Geburtskirche mit der Geburtsgrotte von Jesus, vor <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/geburtskirche-zu-bethlehem-der-kampf-um-die-altaere/" title="Geburtskirche zu Bethlehem: Der Kampf um die Altäre">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben wir verschiedene Ziele in Bethlehem und der benachbarten Stadt Bet Jala besucht.<br />
Natürlich haben wir mit einem Besuch in der ältesten Kirche des Westjordanlandes begonnen: die Geburtskirche mit der Geburtsgrotte von Jesus, vor kurzem von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, im Übrigen haben die Vertreter von Deutschland in diesem Gremium dagegen gestimmt…verstehe wer will so etwas nennt man Politik…<br />
Da wir sehr früh aus unserem Hotel den kurzen Weg nach der Geburtskirche gefahren sind, waren wir eine der ersten Gruppen dort und konnten nach „nur“ einer stunde Wartezeit in die kleine Grotte hinein.</p>
<figure id="attachment_627" aria-describedby="caption-attachment-627" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110053.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-627" title="P1110053" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110053-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110053-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110053-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110053-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-627" class="wp-caption-text">die Geburtsgrotte</figcaption></figure>
<p>Dort haben wir mit viel Gefühl das schöne Lied „Laudate omnes gente..“ und „Zu Bethlehem geboren“ gesungen. Tat uns allen gut.<br />
Anschließend sind wir in andere Grotten in unmittelbarer Nähe gegangen und hatten vor einen kleinen meditativen Gottesdienst zu halten. Hier wurden wir schnell von einem Franziskanerpater und einem Priester im Messgewand massiv darauf hingewiesen das wir diese Grotte möglichst sofort zu verlassen hätten, da sie einen Gottesdienst für eine andere Gruppe feiern wollten…der Kampf um die Altäre schoss und sofort durch den Kopf….<br />
Nach diesem nicht so schönen Schlussakkord sind wir die etwa 2 Km ins benachbarte Bet Jala gefahren, wo wir eine kath. Private Schule besuchten, die neben einem Kindergarten und Vorschule für 120 4-6 jährige Jungen und Mädchen eine Grundschule bis zu sechsten Klasse vorhielt. Eine blitzsaubere Schule die uns von einer sehr stolzen Direktorin gezeigt wurde.</p>
<figure id="attachment_628" aria-describedby="caption-attachment-628" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000419.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-628" title="P1000419" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000419-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000419-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000419-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000419-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-628" class="wp-caption-text">gemeinsames Lied: Frere Jacob im Französischunterricht</figcaption></figure>
<p>Zum Mittag waren wir bei Dr. Mitri Raheb zu Gast. Dr. Raheb ist einer der Autoren des 2009 von palästinensischen Christinnen und Christen formulierten Aufruf an die Weltgemeinschaft „Die Stunde der Wahrheit“. Das mitunter kontrovers diskutierte Dokument versteht sich als ein „Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“. Das Papier wird „Kairos-Palästina-Dokument“ genannt. Weiter Infos zum Papier findet man unter diesem Namen in der Kopfzeile des Blogs.<br />
Für Dr. Raheb ist seit der Ablehnung des Antrages auf Aufnahme von Palästina in die UNO im Herbst 2011 der „Schimmer der Hoffnung erloschen“. Er sieht weder die Möglichkeit einer „Zwei-Staaten-Lösung“ noch die einer „Ein-Staaten-Lösung“. Für ihn gibt es nur noch eine „Vier-Staaten-Lösung“ in mit einem „Apartheid-System“: Israel; Gaza; Städte im Westjordanland(A-Zone) und israelische Siedlungsgebiete im Westjordanland.<br />
Nach einer stärkenden Mittagspause auf der Dachterasse des evangelischen Zentrums sind wir den kurzen Weg zu einem der Drei in Bethlehem und Umgebung befindlichen Flüchtlingslager gefahren.<br />
Am Eingang empfing uns &#8222;der größte schlüssel der Welt&#8220; der an das Rückkehrrecht der Palästinenser in ihre in Israel liegende heimat erinnern soll. Viele der Flüchtlinge besitzen noch ihren Haustürschlüssel, jedoch die Häuser stehen nicht mehr. Eine Rückkehr ist trotz UN-Beschluss- mehr als unwahrscheinlich.</p>
<figure id="attachment_631" aria-describedby="caption-attachment-631" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000425.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-631" title="P1000425" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000425-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000425-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000425-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-631" class="wp-caption-text">Eingang zum Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem</figcaption></figure>
<p>Was heißt hier in Palästina „Flüchtlingslager?“<br />
Die im Palästinakrieg 1948 geflohenen und vertriebenen Palästinenser (mehr als 750.000) wurden in 58 Flüchtlingslagern im Westjordanland und Gazastreifen, in Jordanien, Syrien und dem Libanon aufgenommen, wo sie und ihre Nachkommen teilweise bis heute leben und vom Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten versorgt werden. Die Integration der Flüchtlinge in die Bevölkerung wurde auch in den arabischen Staaten teilweise behördlich unterbunden. Die Zelte sind zwischenzeitlich durch feste Bebauung ersetzt worden, der Begriff „Lager“ (als kurzzeitiges Provisorium) ist damit sachlich nicht mehr korrekt. Der Gebrauch dieses Begriffs ist hier mehr politischer Natur, um den ungeklärten Status der Bewohner zu verdeutlichen. Fast jede größere palästinensische Stadt hat ein Lager als Vorort. (aus Wikipädia)</p>
<p>Am Abend waren wir zu einem arabischen Abendessen Gast im Hause von Faten Mukarker in Beit Jala. Dort erzählte sie uns bei leckeren Speisen ihre Lebensgeschichte die sie als Kind mit ihrer Familie ins Rheinland bei Bonn führte. Zurückgekehrt heiratete sie und durchlebte mit ihren vier Kindern die Schrecken der Intifada und des Golfkrieges. Anschaulich und liebevoll schilderte sie das Leben zwischen nationalen und religiösen Grenzen.</p>
<figure id="attachment_654" aria-describedby="caption-attachment-654" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000426.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-654" title="P1000426" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000426-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000426-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000426-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000426-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-654" class="wp-caption-text">Im Hause von Faten Mukarker</figcaption></figure>
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		<title>Wir weigern uns Feinde zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 19:21:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Unser heutiges Programm sah zu nächst vor das wir dem Tempelberg in Jerusalem mit seinem weltbekannten Felsendom einen Besuch abstatten wollten. Obwohl wir schon um 7.30 das Hotel verlassen haben mussten wir unser Vorhaben für <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wir-weigern-uns-feinde-zu-sein/" title="Wir weigern uns Feinde zu sein">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unser heutiges Programm sah zu nächst vor das wir dem Tempelberg in Jerusalem mit seinem weltbekannten Felsendom einen Besuch abstatten wollten. Obwohl wir schon um 7.30 das Hotel verlassen haben mussten wir unser Vorhaben für viele schweren Herzens absagen. Hintergrund war zunächst ein langer Stau, der uns erst gegen 9.00 Uhr vor Ort sein ließ, dann trafen wir auf eine so riesige Menschenschlange, dass wir keine realistische Möglichkeit sahen in dem engen Zeitfenster in dem Nicht-Muslime auf den Tempelberg können (8-10 Uhr) durch die strengen Sicherheitskontrollen zu kommen.</p>
<figure id="attachment_614" aria-describedby="caption-attachment-614" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000406.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-614" title="P1000406" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000406-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000406-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000406-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000406-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-614" class="wp-caption-text">Der Tag beginnt in Bethlehem</figcaption></figure>
<p>Kurz entschlossen haben wir uns auf einen Wall-Walk begeben und sind vom Jaffa-Tor auf der alten Stadtmauer bis zum Löwentor gelaufen. Eine besondere und eindrucksvolle Sich auf und in die Altstadt.<br />
Einige der Gruppe blieben in Jerusalem und haben sich zur zentralen israelischen Holocaust-Gedächtnisstätte Yad Vashem begeben.</p>
<p>Der Rest der Gruppe fuhr zurück nach Bethlehem um sich im Trauma-Zentrum „Wings of Hope“, einer im Jahre 2011 gegründeten gemeinnützigen nichtstaatlichen Organisation über deren Arbeit zu informieren. In dem Hilfezentrum finden Menschen traumatherapeutische Unterstützung. Die Therapie hilft den Klienten aus ihrer passiven Opferrolle herauszukommen und neue Zukunftsperspektiven aufzubauen und neue Hoffnung zu gewinnen. „Aus Opfern werden Überlebenskünstler“ so Ursula Mukarker, die Leiterin des Zentrums. Wie erfuhren auch wie schwierig es ist in einer arabisch geprägten Gesellschaft eine solche Einrichtung zu integrieren.<br />
Weitere Infos unter: <a href="http://www.woh-for-trauma.com" target="_blank">www.woh-for-trauma.com</a></p>
<p>Am Nachmittag haben wir dann dem weltbekannten Friedensprojekt „Tent of Nations“ einen Besuch abgestattet. Ich selbst war im April/Mai für drei Wochen dort und habe meine ganzen Erlebnisse in diesem Blog im Archiv gespeichert. Genaueres zum Tent of Nations und zum Problem der Landenteignung findet man unter der entsprechenden Bezeichnung in der Kopfzeile des Blogs.</p>
<figure id="attachment_615" aria-describedby="caption-attachment-615" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100581.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-615" title="P1100581" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100581-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100581-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100581-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100581-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-615" class="wp-caption-text">Daher`s Weinberg mit dem Tent of Nation`s</figcaption></figure>
<p>Natürlich war die Freude bei Daher Nasser und mir groß über unser Wiedersehen. Ich konnte viel an Informationen zum Leben hier auf dem Weinberg beisteuern und erzählen was ich hier getan habe.</p>
<figure id="attachment_616" aria-describedby="caption-attachment-616" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110744.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-616" title="P1110744" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110744-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110744-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110744-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110744-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-616" class="wp-caption-text">Daher der Landwirt (li) und Daoud der Inspirator des Tent of Nations</figcaption></figure>
<p>Mit Daoud Nasser dem jüngeren Bruder von Daher und sicherlich der „Inspirator“ dieses Projektes haben wir dann die Gelegenheit über seine aktuellen Aktivitäten und seinen Vorstellungen zu sprechen. Nachfolgend zitiere ich aus einem Rundbrief den er vor kurzem verschickt hat und der gut die derzeitige Situation wieder gibt:<br />
<em>Am Sonntag, 26. August kam erstmals seit 10 Jahren eine Gruppe von 12 jüdischen Siedlern auf unser Grundstück, die über den Zaun gesprungen waren. Wir versuchten, mit ihnen zu reden, aber sie ignorierten uns. Es könnten Wanderer gewesen sein, aber vielleicht hatten sie auch etwas anderes im Sinn.<br />
Während der Sommermonate sind wir damit beschäftigt, die vielen im Winter gepflanzten Bäume zu bewässern. Das ist für uns eine große Herausforderung, da wir keinen Zugang zu fließend Wasser haben, aber wir bewässern die Bäume mit dem Regenwasser, das wir in den Wintermonaten in unseren Zisternen gesammelt haben. Dies ist noch immer nicht genug, aber wir versuchen, es irgendwie zu schaffen. Besonderer Dank gilt all denen, die Bäume gesponsert haben.<br />
Vom 9.-22. Juli konnten wir unser 11. Sommerlager für Kinder durchführen. Das Motto war: “Mit Herz und Hand verändern wir das Land”. 50 Kinder aus der Region Bethlehem und aus drei Flüchtlingslagern nahmen daran teil. 20 internationale Volontäre waren auch dabei und betätigten sich in Kreativ-Workshops für Kinder, wie Malen auf großen und kleinen Steinen, Geschichten schreiben, Theater, Sport und Musik. Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, diese Kinder zu ermutigen, ihre Talente und Fähigkeiten selbst zu entdecken und sie zu inspirieren, eine Rolle bei der Gestaltung ihrer Gesellschaft zu spielen. n und denjenigen, die beim Pflanzen geholfen haben. Wir danken ganz herzlich für diese Unterstützung und die Solidarität.<br />
Von Januar bis August 2012 konnten wir 4952 Besucher aus verschiedenen Ländern bei Tent of Nations willkommen heißen: 1275 aus USA (inkl. Amerikanische Juden), 366 aus den Niederlanden, 781 aus Deutschland, 574 aus Palästina, 204 aus Schweden, 195 aus GB, 158 aus Österreich, 541 aus Italien, 74 aus Schottland, 328 aus Israel, 48 aus Norwegen 40 aus Belgien, 38 aus Kanada, 10 aus Japan, 30 aus Spanien, 124 aus der Schweiz, 4 aus Neu Seeland, 75 aus Frankreich, 62 aus Australien und 25 aus Luxemburg. In den nächsten vier Monaten erwarten wir weitere Gäste. Dies überstieg wirklich all unsere Erwartungen!</em></p>
<figure id="attachment_617" aria-describedby="caption-attachment-617" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100624.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-617" title="P1100624" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100624-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100624-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100624-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100624-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-617" class="wp-caption-text">Scheinbare friedliche Abendstimmung über Dahers Weinberg</figcaption></figure>
<p>Wenn man Daoud zu hört ist man beeindruckt von seinem festen Standpunkt und seiner Haltung, sich zu weigern Feind zu sein, wie es auf einem Stein am Eingang steht und keinen Hass aufkommen zu lassen. So war die Reaktion auf den Besuch der 12 Siedler, die ja letztlich „ungebetene“ Gäste waren und wo es „im Bauch schon gerummelt habe“ die ungute Energie in gute zu wandeln: Es wurde mit dem Bau einer neuen Zisterne begonnen…<br />
Mehr Infos über das Tent of Nation unter <a href="http://www.tentofnations.org" target="_blank">www.tentofnations.org </a></p>
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		<title>Im Zentrum von Hass und massiven Auseinandersetzungen: die „Patriarchen“ Stadt Hebron</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Oct 2012 21:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute am christlichen Sonntag haben wir zunächst dem in der Nähe von Bethlehem gelegenen katholischen Kloster zum „verschlossenen Garten“(Bezug zum Hohen Lied des Salomon) einen Besuch abgestattet. Hier wurden wir von Schwester Maria Rosa, einer <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/im-zentrum-von-hass-und-massiven-auseinandersetzungen-die-%e2%80%9epatriarchen-stadt-hebron/" title="Im Zentrum von Hass und massiven Auseinandersetzungen: die „Patriarchen“ Stadt Hebron">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute am christlichen Sonntag haben wir zunächst dem in der Nähe von Bethlehem gelegenen katholischen Kloster zum „verschlossenen Garten“(Bezug zum Hohen Lied des Salomon) einen Besuch abgestattet. Hier wurden wir von Schwester Maria Rosa, einer sehr engagierten gebürtigen Argentinierin überaus freundlich empfangen. Das Kloster bietet für etwa 100 Kinder aus dem angrenzenden Palästinenser Ort Artas einen Kindergarten an. Schwester Maria Rosa führt darüber hinaus die örtliche erste Hilfe Station.</p>
<figure id="attachment_604" aria-describedby="caption-attachment-604" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110266.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-604" title="P1110266" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110266-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110266-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110266-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1110266-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-604" class="wp-caption-text">Das Kloster zu dem verschlossenen Garten</figcaption></figure>
<p>Anschließend statteten wir dem Berg Herodeion einen Besuch ab. Hier hat Herodes eine prächtige Festung errichtet.<br />
Anschließend sind wir in die etwa 20 km entfernte Stadt Hebron gefahren. Nachfolgend zunächst etwas zur Geschichte und politischen Entwicklung dieser größten palästinensischen Stadt, die seit Jahren im Zentrum gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und einheimischen Palästinensern steht<br />
Hebron/AlKhalil (sowohl arabisch wie hebräisch Freund – von „Freund Gottes“, einem Beinamen des gemeinsamen Stammvaters Abraham) liegt ca. 26 km südlich von Jerusalem entfernt und ist eine der ältesten ununterbrochen bewohnten Städte der Welt. 1917, im Verlauf des 1.Weltkrieges wurde Hebron britisch besetzt und anschließend Teil des „Mandatsgebietes“ Palästina. Bei landesweiten Unruhen 1929, wurden 57 jüdische Bewohner der Stadt von ihren arabischen Nachbarn umgebracht. Im Zuge des Pogroms wurde die gesamte jüdische Bevölkerung vertrieben. Festzustellen ist aber auch, dass die arabische Bevölkerung von Hebron damals viele ihrer jüdischen Mitbürger vor dem Tod gerettet hat. 1948 annektierte Jordanien das Westjordanland, bis Israel im Sechstagekrieg 1967 das Westjordanland eroberte und Besatzungsmacht wurde.<br />
Nach der Eroberung der Westbank achtete die israelische Regierung streng darauf, dass sich Juden nicht wieder in Hebron ansiedelten und neue Unruhen provozierten. Sie konnte/wollte aber nicht verhindern dass 1968 der Rabbi Mosche Levinger mit 32 Glaubensgenossen in das Parkhotel im Zentrum der Stadt zog, zunächst –wie er angab -für das Passah-Fest, dann erklärte er aber bis zur „Ankunft des Messias“ bleiben zu wollen. Die Regierung gab schließlich nach und erlaubte den Bau einer stadtnahen Siedlung deren Aufbau 1970 unter dem Namen Kiryat Arba auf zuvor konfisziertem Land begann. Heute leben dort mehr als 7.000 jüdische Siedler.<br />
Im Jahr 1979 besetzte dann die Frau des Rabbis mit 40 Frauen und Kindern die leerstehende ehemalige jüdische Klinik. Seither lebt eine jüdische Gemeinde im Herzen der mehr als 170.000 Einw. großen palästinensischen Stadt jüdische Siedler mittlerweile mehr als 400 Siedler in der umfassenden Altstadtsiedlung, die von der israelischen Armee gesichert wird.</p>
<figure id="attachment_610" aria-describedby="caption-attachment-610" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000398.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-610" title="P1000398" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000398-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000398-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000398-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000398-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-610" class="wp-caption-text">Mitten im Zentrum: eine &#8222;Geisterstadt&#8220;</figcaption></figure>
<p>Mehr als 1000 Soldaten sind zur Sicherung des Haram(Gräber von Abraham, Jakob, Isaak, Rebekka, Sarah und Lea) und der jüdischen Siedler derzeit eingesetzt. 2005 wurden permanente Überwachungstürme errichtet sowie Mauern, Zäune und mehr als 100 Straßensperren in Hebron eingerichtet. Nach einem Bericht der israelischen Menschenrechtsorganisationen ACRI (Association for Civil Rights in Israel) mussten Palästinenser aufgrund der Präsenz von israelischen Zivilisten, Soldaten und Polizisten 1014 Wohnungen räumen und mindestens 1829 Geschäfte und Betriebe im Stadtzentrum aufgeben; mindestens 440 davon wurden auf Befehl der Armee geschlossen.<br />
1994 erschoss der jüdische Arzt Dr. Baruch Goldstein, der in der Siedlerstadt Kiryat Arba lebte, in der Ibrahim Moschee auf betende Muslime und tötete 29 Menschen und verletzte 150 zum Teil schwer, bevor er selbst am Tatort gelyncht wurde. Die Siedler haben dem Massenmörder in seiner Stadt ein Gedenkstein errichtet und verehren ihn als „Märtyrer“<br />
Welche unglaubliche Provokation!!!</p>
<p>Alle in der Gruppe fanden die Situation in Hebron als mehr als beklemmend. Hier das pralle arabische Leben und an der nächsten Ecke menschenleere Straßen, eine „Geisterstadt“<br />
Die Prophetengräber sind zum einen in einer Moschee zum anderen in einer Synagoge untergebracht. Lediglich der Stammvater Abraham ist sowohl von der jüdischen wie auch von der islamischen seite zu betrachten. Welch ein zerrissener Zustand finde ich.</p>
<figure id="attachment_611" aria-describedby="caption-attachment-611" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100768.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-611" title="P1100768" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100768-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100768-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100768-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1100768.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-611" class="wp-caption-text">Abraham-Grab: Sicht aus der jüdischen Synagoge und der islamischen Moschee</figcaption></figure>
<p>Auf der Rückfahrt nach Bethlehem, habe ich für mich gedacht, warum kann nicht Abraham, der gemeinsame Stammvater aller drei Religionen, der mögliche Schlüssel zu Frieden und Versöhnung sein. Ach wenn doch alles so einfach wäre…..<br />
In den letzten Wochen fand im Willi-Brand-Haus in Berlin eine Fotoausstellung der israelischen Gruppe „Brake the silence statt. In dieser Gruppe haben sich ehemaligen und aktive israelische Soldaten zusammen geschlossen und „das Schweigen gebrochen“über ihre Erlebnisse beim Einsatz vor allem in Hebron. Hier der Link zu einer virtuellen Führung durch die Ausstellung:<br />
www.medico.de/themen/menschenrechte/nahost/dokumente/virtuelle-fuehrung-durch-die-ausstellung-von-breaking-the-silence/4316/<br />
Nachdem unsere Reisegruppe von Beginn unserer Reise von Hassan Al-Ahmed, einem Palästinenser aus Jenin fachkundig geführt wurde hatten wir ab heute eine weibliche Begleitung: Faten Mukarker, eine palästinensiche Christin aus Beit Jala die ich vor Jahren bei einer ihrer Vortragsreisen in Deutschland kennengelernt hatte.</p>
<figure id="attachment_656" aria-describedby="caption-attachment-656" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000384.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-656" title="P1000384" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000384-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000384-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000384-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000384-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-656" class="wp-caption-text">Faten Mukarker mit der Gruppe vor einem Goldgeschäft in Hebron und ihre Geschichte zur Bedeutung des Goldes für die arabische Frau</figcaption></figure>
<p>Ich habe Sie und ihre Familie sowohl 2010, bei meinem ersten Aufenthalt in Israel und Palästina, wie auch im Frühjahr 2012 besucht (siehe hierzu im Blogarchiv) und bin seit dem mit der Familie Mukarker freundschaftlich verbunden. Ich hatte deshalb die Reiseagentur um einen sonst nicht so üblichen Wechsel der Reiseleitung gebeten. Die Art und Weise wie Faten ihre Gruppe führt ist schon eine Besonderheit. Sie verbindet trockene Informationen mit Geschichten aus dem/ihrem Leben, eine &#8222;arabische Geschichtenerzählerin&#8220; erster Güte die durch ihre Erzählweise unsere Gruppe fazinierte. Durch Sie konnten wir auch die Kontakte zu den Einrichtungen in Bethlehem (Blog vom 16.10. und zu Reuven Moskovitz (Blog vom 18.10.)herstellen. Faten hat also im Besten Sinne unsere Reise bereichert</p>
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		<title>Jerusalem – Stadt der Gegensätze</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/jerusalem-stadt-der-gegensaetze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Oct 2012 20:32:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Die verschiedenen Religionen prägen nicht nur die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Pilger und Beter in dieser heiligen Stadt Jerusalem, auch durch die wöchentlichen Feier- und Sonntage wird das gesellschaftliche Leben in dieser Stadt stark geprägt und <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/jerusalem-stadt-der-gegensaetze/" title="Jerusalem – Stadt der Gegensätze">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die verschiedenen Religionen prägen nicht nur die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Pilger und Beter in dieser heiligen Stadt Jerusalem, auch durch die wöchentlichen Feier- und Sonntage wird das gesellschaftliche Leben in dieser Stadt stark geprägt und beeinflusst. So waren heute alle jüdischen Geschäfte am Schabbat geschlossen, es fuhr keine Bahn und kein Bus. Bei den Moslems, die gestern am Freitag ihren wöchentlichen Feiertag hatten, wurde heute gearbeitet, und natürlich fuhren auch alle Busse. Morgen am christlichen Sonntag beginnt für die Juden wieder die Arbeitswoche, sind deren Geschäfte geöffnet, nur die wenigen christlichen Geschäfte bleiben zu. Wenn man eine Reise plant muss man für das Programm diese verschiedenen Feiertage in der Woche mit ihren „Konsequenzen“, was z.B. Öffnungszeiten angeht, mit einkalkulieren.</p>
<figure id="attachment_596" aria-describedby="caption-attachment-596" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000344.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-596" title="P1000344" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000344-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000344-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000344-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000344-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-596" class="wp-caption-text">Jerusalem Altstadt: Am Jaffa-Tor</figcaption></figure>
<p>Deshalb sind wir auch erst heute wieder zur Altstadt, weil der große Andrang der gestern wegen des Freitagsgebetes der Moslem in der Altstadt herrschte, wo zehntausende Muslime zum Tempelberg strömen, um dort in und an der Al Aqsa- Moschee zu beten, die Besichtigung der heiligen Stätten und Wege doch sehr beeinträchtigt hätte.<br />
Mit Hassan unserem Guide, sind wir den Weg durch die Altstadt gegangen, den Jesus nach seiner Verurteilung auf sich genommen hat: der Kreuzweg mit seinen 14 Stationen. Im Anschluss haben wir den Saal besichtigt wo Jesus vor seinem Kreuzgang mit den 12 Jüngern das letzte Abendmahl gefeiert hatte und in dem die Jünger sich nach Tod und Auferstehung versammelten wo ihnen auch jesus mehrmals erschienen sein soll.<br />
Um 11.00 Uhr hatten wir ein Gespräch mit Pater Matthias, einem deutschen Benediktiner, der im Kloster Dormitio auf dem Zionsberg lebt und arbeitet. Er hat uns einiges zum Klosterleben und zu den Aufgabe erzählt, die sich für den Konvent in der besonderen Situation hier in Jerusalem, in der „Nahtstelle“ zwischen Israel und Palästina ergeben. Das Kloster bietet sich mit seinen Räumlichkeiten als neutraler Ort für Gespräche, Konzerte und anderer Aktivitäten an, bei dem sich Moslems und Juden, Israelis und Palästinenser begegnen können. Die Mönche verstehen dieses Angebot als kleinen Beitrag der die zum Frieden zwischen den streitenden Völkern führen soll.<br />
Anmerkung: Zum Dormitio-Kloster habe ich in der Kopfzeile einen eigenen Text geschrieben; siehe auch den Text: Friedensgebete</p>
<figure id="attachment_597" aria-describedby="caption-attachment-597" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000358.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-597" title="P1000358" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000358-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000358-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000358-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000358-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-597" class="wp-caption-text">Blick auf das Dormitio-Kloster</figcaption></figure>
<p>Zum Mittag haben wir uns von Hassan, unserem Guide verabschiedet, der noch heute eine andere Gruppe übernimmt. Hassan, Palästinenser aus Jenin hatte es sicherlich nicht so einfach mit unserer Gruppe, haben wir doch mit Programmpunkten wie Besuch bei den Siedlern in Bet El oder den Soldaten an der libanesischen Grenze ihn, als Palästinenser mehr als herausgefordert.<br />
Am Nachmittag gab es 4 Stunden freie Zeit für die Gruppe die sehr unterschiedlich genutzt wurde. Ich bin mit einigen in das palästinensische Viertel gegangen wo wir uns in dem wunderschönen Garten des American-Colony-Hotel einen arabischen Mokka gegönnt haben.<br />
Ganz vergessen habe ich zu erwähnen das unsere Fahrt von Bethlehem nach Jerusalem und zurück immer durch die Mauer führt, für uns als deutsche Gruppen ein relativ einfaches Unterfangen, für die wenigen Palästinenser aus Bethlehem die eine Arbeitserlaubnis für Jerusalem haben eine tägliche Tortur. Oft steht man/Frau schon um 3.00 Uhr in der Frühe an, die Grenze öffnet um 5.00 Uhr, damit man die Arbeit um 7.00 Uhr pünktlich erreicht. Ein oft demütigendes und zermürbendes tägliches Verfahren für die Grenzgänger .</p>
<figure id="attachment_598" aria-describedby="caption-attachment-598" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000360.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-598" title="P1000360" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000360-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000360-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000360-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000360-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-598" class="wp-caption-text">Macht hoch die Tür die Tor macht weit: Checkpoint nach Bethlehem</figcaption></figure>
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		<title>Jerusalem, die „heilige“ Stadt zwischen Hoffen und Bangen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Oct 2012 20:36:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war der erste Tag von zwei vorgesehen Tagen, in dem wir einige der wichtigen und markanten Sehenswürdigkeiten von Jerusalem, der „heiligen“ Stadt für die großen drei Weltreligionen in den Blick nehmen wollten. Wir begannen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/jerusalem-die-%e2%80%9eheilige-stadt-zwischen-hoffen-und-bangen/" title="Jerusalem, die „heilige“ Stadt zwischen Hoffen und Bangen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war der erste Tag von zwei vorgesehen Tagen, in dem wir einige der wichtigen und markanten Sehenswürdigkeiten von Jerusalem, der „heiligen“ Stadt für die großen drei Weltreligionen in den Blick nehmen wollten.<br />
Wir begannen unseren Tag mit einem Blick vom Turm der evangelischen Himmelfahrtskirche, (Jerusalems höchster Punkt, Noah und David haben 273 Stufen gezählt), von dem man auf die ganze Stadt aber auch in die Wüste bis an tote Meer schauen kann.</p>
<figure id="attachment_588" aria-describedby="caption-attachment-588" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000328.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-588" title="P1000328" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000328-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000328-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000328-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000328-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-588" class="wp-caption-text">Blick vom Ölberg auf die Altstadt mit dem dem &#8222;Wunderwerk&#8220; Felsendom</figcaption></figure>
<p>Anschließend sind wir zu Fuß den Ölberg hinab bis zum Garten Gethsemane in dem Jesus die letzten Stunden vor seiner Gefangennahme verbracht haben soll. In diesem Garten sind noch uralte, verknöcherte Olivenbäume zu sehen die noch aus der Zeit Jesu, also 200 Jahre alt sind.<br />
Anschließend haben wir –mal wieder- eine etwas außergewöhnlichen Programmpunkt unternommen: den Besuch des zentralen Jerusalem-Marktes der für viele Jerusalemer Juden die hervorragende Möglichkeit bietet alles das zu kaufen was man für den Schabbat benötigt. Für uns Besucher/innen ein Augen-,Nasen- und Ohrenschmaus. Ich kenne keinen Markt der eine solche Vielfalt an Lebensmittel, aber auch so unterschiedlich gekleidete Besucher/innen vorhält. Ein großartiges Erlebnis. Zum Schluss fuhr die Gruppe mit der im letzten Jahr erst neu eröffneten einzigen Straßenbahnlinie zur Altstadt zurück.</p>
<figure id="attachment_592" aria-describedby="caption-attachment-592" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000335.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-592" title="P1000335" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000335-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000335-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000335-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000335-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-592" class="wp-caption-text">Ein Fest für alle Sinne</figcaption></figure>
<p>Hier ging es dann mit tausenden anderen Pilger/innen zu einem der zentralen Stellen in der Altstadt: der Grabeskirche. In dem riesigen Gebäude sollen sowohl die Stelle an dem Jesus gekreuzigt wurde (die Anhöhe Golgatha) als auch die Grabeshöhle befinden. Es herrschte, wie wohl immer hier an diesem heiligen Ort, ein unheiliger Andrang. Ich bin immer wieder erstaunt, dass doch noch viele Besucher ganz ergriffen von diesem Ort sind, für mich ist er eher abschreckend.<br />
Zum Schluss des Tages sind wir dann zur Westmauer des Tempelberges gegangen, dem heiligen Ort der Juden. Hier waren wir beeindruckte Zeugen wie hunderte von betenden, tanzenden und singenden Juden den Beginn des Schabbat (mit Sonnenuntergang) begangen.</p>
<p>Eine Bemerkung am Rande: Wir wurden alle beim Eintritt auf den Vorplatz zur Westmauer kontrolliert (wie es auf einem Flughafen auch üblich ist), einer unserer Gruppe hatte ein Klappmesser dabei (wenn er mal einen Apfel schälen will), das Messer wurde ihm abgenommen mit der Bemerkung das es nicht nur an diesem heiligen Ort nicht mitgeführt werden darf, sondern in ganz Israel sei das eine Gefahr für die Sicherheit. Wir als vielleicht naive Besucher aus Deutschland fragen uns schon wie es jedem israelischen Soldaten, aber auch Menschen in Zivil möglich ist, große Maschinengewehre mit sich zu führen, aber ein kleines Klappmesser gefährdet wohl ist wohl mehr Sicherheit in Israel.<br />
Mein Fazit für diesen Tag, es könnte doch alles so friedlich zwischen den Religionen, wenn jeder und jede dem Andersgläubigen seine Freiheit, aber auch seinen heiligen Ort gönnen würde, und nicht immer wieder zum Ausdruck bringt das nur seine Religion die „einzig seligmachende“ ist. Aber leider ist das nur ein frommer Wunsch, wie es schon die Situation in der christlichen Grabeskirche zeigt, wo sich häufig die dort befindlichen sechs christlichen Glaubensgruppen immer mal wieder streiten …um Nichtigkeiten.</p>
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		<title>Auf dem alten Pilgerweg nach Bethlehem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/auf-dem-alten-pilgerweg-nach-bethlehem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Oct 2012 20:29:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute hieß es Abschied nehmen vom See Genezareth und der wirklichen schönen Herberge im Kibbutz Nof Ginosar. Wir machten uns wiederum sehr früh um 8.00 Uhr mit unserem Bus auf den Weg von Galiläa über <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/auf-dem-alten-pilgerweg-nach-bethlehem/" title="Auf dem alten Pilgerweg nach Bethlehem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hieß es Abschied nehmen vom See Genezareth und der wirklichen schönen Herberge im Kibbutz Nof Ginosar.</p>
<figure id="attachment_582" aria-describedby="caption-attachment-582" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000290.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-582" title="P1000290" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000290-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000290-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000290-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000290-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-582" class="wp-caption-text">Sunrise am See &#8211; Abschied und Aufbruch zu neuen Ufern</figcaption></figure>
<p>Wir machten uns wiederum sehr früh um 8.00 Uhr mit unserem Bus auf den Weg von Galiläa über Samaria nach Judäa. Dabei benutzen wir den Weg, den Jesus früher oft zu Fuß nach Jerusalem gegangen sein soll. Diese alte Pilgerstrecke führt mitten durch das von Israel besetzte Palästina (Westjordanland) und wird in der Regel deshalb von den so überaus zahlreichen Pilger- und Reisegruppen gemieden…denn so bekommt man spürbar mit was es für die Palästinenser seit 1967 heißt unter einer Besatzungsmacht Israel zu leben. Äußere Zeichen sind unter anderem: Checkpoint`s, Wachtürme, Mauern, Stacheldraht, Soldaten. Ich werde an dieser Stelle auf die Einzelheiten nicht eingehen, empfehle aber hierzu meine Aufzeichnungen vom April/Mai in diesem Blog zu lesen.<br />
Mit überqueren der Grenze von Israel ins Westjordanland begann aber auch für uns das „eintauchen“ in die arabisch-palästinensische Welt mit all dem was dazu gehört….<br />
Unser erster halt galt dem Ort an dem Jesus 10 Aussätzige geheilt haben soll: Burgin bei Jenin. In einer schönen kleinen Gr. Orthodoxen Kirche wird diesem Wunder gedacht. An den Reaktionen der Kinder dieses Dorfes spürt man schon das es etwas Besonderes ist wenn sich hier eine Reisegruppe „verirrt“ Dankbar ließen sie sich mit von der Reiseagentur gestifteten Kappen beschenken.<br />
In Nablus besuchten wir eine große gr. orthodoxe Kirche die über einen Brunnen erbaut wurde an dem sich Jesus von einer Sameriterin, die wie ihr ganzes Volk für die Juden als „unrein“ verachtet wurde, das Wasser reichen ließ.<br />
Noch heute leben in Palästina eine Gruppe von etwa 400 Samaritaner in deren Ort wir unsere Mittagspause machten.</p>
<figure id="attachment_584" aria-describedby="caption-attachment-584" style="width: 225px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10003111.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-584" title="P1000311" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10003111-225x300.jpg" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10003111-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10003111-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-584" class="wp-caption-text">leckeres arabisches Picknick bei &#8222;armen&#8220; Samariter</figcaption></figure>
<p>Am Nachmittag hatten wir uns bei Rabbi Dr Yehuda Bohrer in einer israelischen Siedlung Bet El (nahe Ramalah) verabredet. Er ist 1977 in das besetzte Westjordanland übergesiedelt, anfangs waren es 11 Familien mittlerweile leben fast 7.000 Menschen in Bet El. Im gesamten Westjordanland 300.000, in Ost-Jerusalem weitere 200.000. Die Siedler gelten als einen Hindernisgrund für einen Frieden im Israelisch-palästinensischen Konflikt. Deshalb wollten wir uns durch das Gespräch mit einem Initiator selbst ein Bild davon machen was ihn als Jude bewegt hat im besetzten Land zu siedeln.<br />
Nach 1 ½ stündigen Gespräch ist nicht nur mein Fazit: Es ist genauso wie ich es immer von anderen gehört und gelesen habe: alles was über früheres Leben der Palästinenser, Flucht und Landbesitz geschrieben und erzählt wird ist gelogen, die Wahrheit vertritt in unserem heutigen Fall der Rabbiner Dr. Yehuda Bohrer. So sagt er: früher gab es hier keine Palästinenser, das Land war nicht bearbeitet, es sind wichtige biblische Stellen. Wir durften einige wenige Fragen stellen, aber schon unsere Fragestellung wurde massiv von ihm kritisiert da sie auf Lügen, die wir gelesen oder gehört hatten, beruhte.</p>
<figure id="attachment_585" aria-describedby="caption-attachment-585" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000320.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-585" title="P1000320" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000320-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000320-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000320-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000320-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-585" class="wp-caption-text">Rabbi Bohrer erklärt uns seine Sicht von Gott und Palästina</figcaption></figure>
<p>Für unser Verständnis in der scheinbar aussichtslosen Situation gerade auch in der Siedlerfrage, war dieses Gespräch sehr wichtig, denn wo nur die eigene Meinung gilt und die andere als Lüge abgetan wird gibt es weder Verständigung und schon gar keinen Frieden.</p>
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		<title>Vom ersten Papst zum kriegerischen Dreiländereck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 19:58:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch heute war die Gruppe wieder von 8.00 Uhr früh bis zum Abend um 18.00 Uhr unterwegs, haben uns aber im Gegensatz zu gestern vom See Genezareth entfernt und uns von der Seehöhe (200 m <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/vom-ersten-papst-zum-kriegerischen-dreilaendereck/" title="Vom ersten Papst zum kriegerischen Dreiländereck">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch heute war die Gruppe wieder von 8.00 Uhr früh bis zum Abend um 18.00 Uhr unterwegs, haben uns aber im Gegensatz zu gestern vom See Genezareth entfernt und uns von der Seehöhe (200 m unter dem Meeresspiegel auf fast 1.000m über den Meeresspiegel mit dem Bus in die Höhe „geschraubt“.<br />
Der Tag begann in sehr beschaulicher Atmosphäre auf „Seehöhe“ in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft dem Hotel Ginosar, bei der „Primatskapelle“. Hier soll Jesus den Simon Petrus mit der dreimaligen Frage ob Petrus ihn liebe, mit den Worten „Weide meine Lämmer“ zu seinem Stellvertreter auf Erden, und somit zum ersten Papst ernannt haben. Vielleicht war es die frühe Morgenstunde, die Ruhe vor dem Sturm der Pilgerscharen, das dieser so schöne am Seeufer gelegene Platz auf viele in der Gruppe einen besonderen Eindruck hinterlassen hat.</p>
<figure id="attachment_573" aria-describedby="caption-attachment-573" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000260.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-573" title="P1000260" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000260-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000260-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000260-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000260-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-573" class="wp-caption-text">dier Primatskapelle</figcaption></figure>
<p>Anschließend ging es hinauf nach Kana, dem Ort wo Jesus mit seinem ersten Wunder bei einer Hochzeit Wasser zu Wein verwandelt haben soll. Noch heute kommen viele Ehepaare an diesen Ort, über den wie bei vielen wichtigen Bibelorten, eine Kirche gebaut wurde, um ihr Eheversprechen zu erneuern.<br />
Einige Kilometer weiter kamen wir nach Nazareth, wo Jesus mit Maria und Joseph die ersten drei Jahrzehnte gelebt haben soll. An diesem Ort soll der Engel Maria verkündet haben das sie Gottes Sohn als Kind empfangen und zur Welt bringen wird. Auch hier ist an diesem Ort der Verkündigung, eine mächtige Basilika (die größte im Hl. Land) erbaut worden. Hier bekam die Gruppe zum ersten Mal eine Ahnung davon was es heißt, dass jetzt zur Zeit die „Hochsaison“ der Pilgerschaft im Hl. Land ist, Busmassen ergossen sich über Nazareth und seine biblischen Orte.<br />
Und noch eine Erfahrung machte die Gruppe, das alles seine Zeit braucht und wenn es Vormittags nicht so zügig wie geplant geht, hat man/Frau am Nachmittag weniger Zeit für das vorgesehene Programm.<br />
Heute war vorgesehen, dass wir uns am Nachmittag ganz in den Norden von Israel, an die libanesische Grenze begeben wollten. Wir hatten für 14.30 Uhr einen Termin in dem Kibbuz Malkya, welches unmittelbar am Sperrzaun zum Libanon liegt.<br />
Leider kamen wir eine Stunde später dort an, beeindruckt von einer Fahrt durch grüne Wälder und großartiger Berglandschaft, aber auch schon berührt von der mächtigen Grenzanlage die sich durch die Landschaft schlängelte. Daniel, ein Schweizer aus Zürich, seit 1977 nach einem Volontariat hier „Hängen“ geblieben, empfing uns mit überaus fröhlicher ja geradezu herzlicher Stimmung.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000278.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-577" title="P1000278" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000278-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000278-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000278-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000278-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Da unsere Aufenthalt Zeit nun sehr begrenzt war ging es nach kurzen Begrüßungsworten zu einer Stelle wo Daniel die Pflanzaktion zweier kleiner Eichen vorbereitet hatte.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000274.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-579" title="P1000274" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000274-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000274-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000274-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000274-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Anschließend stellte er sich den Fragen der Gruppe die sich vor allem, im Angesicht der nahen libanesischen Grenze mit Fragen der Bedrohung und der Sicherheit beschäftigten. Sehr anschaulich, ja geradezu berührend schilderte Daniel die massiven Sorgen eines dreifachen Familienvaters um das Leben seiner Kinder im Angesicht des Raketenhagels in der Zeit des letzten Libanonkrieges im Jahre 2006. Die gegnerische Hisbollah hatte bewusst das Zeitfenster der Angriffe in die Zeiten gelegt, wo die Kinder zur Schule gebracht wurden. Die Diskussion drehte sich vor allem um die so friedlose Welt, gerade hier in Sichtweise der Grenzen zum Libanon und zu Syrien, von wo man irgendwann während des Gespräches die Detonation einer wie immer auch gearteten Sprengladung hörte. Sterben und Verwundung in nächster Nähe….<br />
Ein abschließender kurzer Besuch bei einem israelischen Grenzposten, wo jungen Menschen zwischen 18 und 21 Jahren mit schweren Panzern und Maschinengewehre ihr Land beschützen, entfaltete bei allen in der Gruppe mehr als nur einen nachdenklichen Eindruck.</p>
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		<title>Über den Jordan gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 20:03:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2012]]></category>
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					<description><![CDATA[Der zweite Tag unserer Gruppenfahrt war geprägt von sehr unterschiedlichen Erlebnissen rund um das „galiläische Meer“, den See Genezareth. Neben biblischen „Highlights“ gab es auch eine Einsicht in das heutige Leben, aber auch in die <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ueber-den-jordan-gehen/" title="Über den Jordan gehen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der zweite Tag unserer Gruppenfahrt war geprägt von sehr unterschiedlichen Erlebnissen rund um das „galiläische Meer“, den See Genezareth. Neben biblischen „Highlights“ gab es auch eine Einsicht in das heutige Leben, aber auch in die geschichtliche Entwicklung der Kibbuzen sowie zum Abend in das klösterliche Leben eines deutschen Benediktiner-Mönches in einem Kloster am Ufer des Sees Genezareth.<br />
Auf Wunsch einer Teilnehmerin starten wir um 8.15 h am Morgen unsere Rundfahrt mit dem kirchlichen Kanon: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ So eingestimmt besuchten wir zunächst die Stelle, wo Jesus seine berühmte Bergpredigt über die acht Seligkeiten verkündigt haben soll. Hier heißt es unter anderem: Selig die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. Gerade dieser Ausspruch berührt mich in diesem Land, aber auch besonders zur jetzigen Zeit in dieser Region, wo wir Luftlinie 100 km von Damaskus, der Hauptstadt des vom Bürgerkrieg so schwer betroffenen Landes Syrien, entfernt sind.</p>
<figure id="attachment_568" aria-describedby="caption-attachment-568" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10002351.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-568" title="P1000235" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10002351-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10002351-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10002351-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P10002351-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-568" class="wp-caption-text">Wie waren nicht alleine&#8230;.aber immer die ersten</figcaption></figure>
<p>Wir haben anschließend den etwa 21 km langen und 12 km breiten See mit dem Bus umrundet. Wir haben dabei unter anderem Halt gemacht an der Stelle, wo der Jordan den See verlässt um sich auf den Weg ins Tote Meer zu machen und wo sich vor allem viele Amerikaner zum zweiten Mal taufen lassen. Um die Mittagszeit besuchten wir die Ruinen von Kafarnaum, dem Dorf am See, wo Jesus lange Zeit bei Petrus im Hause gelebt haben soll und viele Wunder vollbracht hat.<br />
Nachmittags haben wir einen Besuch im Kibbuz En Gev gemacht. Hier wurden wir von einer Frau, die aus Göttingen stammt, geführt. Sie hat 1979 im Kibbuz ein freiwilliges Jahr gemacht , sich verliebt und ist dann dort geblieben. Heute kann man sagen, dass die sozialistische Idee sich überlebt hat und der Kibbuz lediglich eine wirtschaftliche Gemeinschaft mit sozialem Hintergrund darstellt.</p>
<figure id="attachment_565" aria-describedby="caption-attachment-565" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000247.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-565" title="P1000247" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000247-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000247-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000247-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000247-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-565" class="wp-caption-text">Siedlungshäuser im Kibbuz</figcaption></figure>
<p>Anschließend sind wir mit dem Boot 11 km quer über den See gefahren, wobei der grandiose Anblick der Golanhöhen alle sehr beeindruckte.</p>
<figure id="attachment_566" aria-describedby="caption-attachment-566" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000255.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-566" title="P1000255" alt="" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000255-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000255-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000255-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2012/10/P1000255-400x300.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-566" class="wp-caption-text">Überfahrt über den See Genezareth mit Blick auf die Golanhöhen</figcaption></figure>
<p>Zum Abend waren wir Gast in Taghba, dort soll es zu der wunderbaren Brotvermehrung gekommen sein, wo fünf Brote und zwei Fische eine Menge von 5.000 Männern und außerdem Frauen und Kinder satt machten . „Und sie sammelten von dem übrig gebliebenen Brot zwölf Körbe…“ Hier ist eine herrliche Kirche über der Stelle erbaut, in der ein Bodenmosaik aus dem 4. Jahrhundert wundervoll die vier Brote und zwei Fische darstellt; ein Brot findet sich unter dem Altar.<br />
Wir hatten die Gelegenheit mit Pater Elias, einem Benediktinermönch, zu sprechen, der mit fünf weiteren Mönchen die Pilger und andere Besucher betreut. Abschließend haben wir mit den Mönchen das Abendgebet, die Vesper, gesungen, die am heutigen Festtag des gemeinsamen Propheten aller drei Religionen, des UrVaters Abraham, eine besondere Bedeutung hatte.<br />
Abschließender Kommentar aus Kreuzberg (Rubrik: Glauben und Zweifel):<br />
Interessant ist für mich, dass der Standort von Petrus` Wohnhaus von den griechisch orthodoxen Christen 300m weiter entfernt bestimmt wurde…</p>
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