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	<title>Diesseits und Jenseits des Jordans &#8211; Gruppenfahrt Herbst 2015 &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>&#8222;Es gibt kein weiß und kein schwarz&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2015 20:27:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern nun ging die 10tägige Gruppenfahrt zu Ende. Alle Teilnehmer/innen waren bereits einmal in Israel&#38;Palästina. Bis auf eine Teilnehmerin haben sie an den von mir organisierten Fahrten 2012 oder 2014 teilgenommen. Für alle (einschließlich meiner <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/es-gibt-kein-weiss-und-kein-schwarz/" title="&#8222;Es gibt kein weiß und kein schwarz&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern nun ging die 10tägige Gruppenfahrt zu Ende. Alle Teilnehmer/innen waren bereits einmal in Israel&amp;Palästina.<br />
Bis auf eine Teilnehmerin haben sie an den von mir organisierten Fahrten 2012 oder 2014 teilgenommen. Für alle (einschließlich meiner Person) waren die Menschen und die meisten Orte, die wir während der</p>
<figure id="attachment_2609" aria-describedby="caption-attachment-2609" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/am-Morgen.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2609" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/am-Morgen-300x225.jpg" alt="Tel Aviv: Meeresblick am Morgen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/am-Morgen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/am-Morgen-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2609" class="wp-caption-text">Tel Aviv: Meeresblick am gestrigen Morgen</figcaption></figure>
<p>Reise getroffen/besucht haben, unbekannt, Auch in Jordanien war noch keiner zuvor gewesen. An den Schilderungen/Berichten in meinem Blog kann der Leser/die Leserin schon erahnen, welch ein großes Programm wir in dieser Zeit -bei insgesamt etwa 3000 Fahrkilometer absolviert haben.</p>
<p>Damit ein kleiner Eindruck entsteht wie die Reisegruppe selbst diese Fahrt erlebt/empfunden hat, habe ich alle Teilnehmer/innen auf dem Weg zum Flughafen gestern gefragt was sie den „mit nach Hause nehmen“.</p>
<p>Hier nun &#8211; ungeordnet- ihre Antworten:</p>
<ul>
<li>Große Themen wurden angesprochen/vorgetragen: religiöse, ideologische, politische, wissenschaftliche&#8230;.neue und andere Perspektiven waren die Folge<br />
&#8211; das muss verarbeitet werden&#8230;..<br />
&#8211; aber die engagierten Menschen, die an der Basis großartige Arbeit leisten, um das Leben der Menschen zu ändern/verbessern&#8230;.die haben bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Erneut eine beeindruckende Reise mit ergänzenden
<figure id="attachment_2608" aria-describedby="caption-attachment-2608" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gruppe.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2608" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gruppe-300x200.jpg" alt="Gruppenbild ohne Jürgen" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gruppe-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gruppe-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2608" class="wp-caption-text">Gruppenbild ohne Jürgen</figcaption></figure>
<p>Begegnungen zur 1. Reise, erneut Begegnungen mit vielen interessanten Leuten&#8230;dieses Mal vor allem Israelis aus allen Altersgruppen, als schöne Ergänzung die beiden Wanderungen auf dem Golan und in der Negev-Wüste. Ich bin dankbar das alles erlebt zu haben.</li>
<li>Viele neue Fragen sind aufgekommen, eine Antwort bringt wieder neue Fragen hervor, bei den vielen politischen Informationen war es gut, auch Sehenswürdigkeiten zu besichtigen oder zu erwandern</li>
<li>So viel Probleme, gut zu sehen wie viel Schönes und Bewundernswertes ebenso existiert</li>
<li>Es ist seit 2012 noch komplizierter geworden<br />
&#8211; das Land/die Länder haben immer noch die gleich Faszination<br />
&#8211; viele Gedanken, Eindrücke die noch verarbeitet werden müssen</li>
<li>Die Reise war ein farbiges Puzzle, mit Ecken und scharfen Kanten, dessen Teile sich nicht zusammenfügen lassen</li>
<li>Es gibt kein Weiß und kein Schwarz, alle Grauschattierungen sind vorhanden. Beeindruckt nehmen wir nun Abschied.</li>
<li>„Resistance is a long way process“ (Jonathan, der Direktor des Freedom Theater in Jenin)<br />
&#8211; “wir leben in Europa auf sehr dünnem Eis“ (Hochmut gegenüber den arabischen Staaten) Tsafrir Cohen<br />
&#8211; „man kann sich auch mal für 5 Minuten unterwerfen – aber nur für 5 Minuten“ (J. Malyssek zum Grenzübergang Jordanien-Israel(Westjordanland)<br />
-„You must be more afraid of your friends than of your <em>enemies</em>&#8220; (Pastor Hanan Kildan, Amman)</li>
<li><span style="line-height: 1.5;">Je mehr man erfährt umso komplizierter wird es, Ratlosigkeit auf höherem Niveau als zuvor, die theoretische Einordnung hilfreich – aber eine Lösung?</span></li>
</ul>
<p>Wie bei der Gruppenreise 2014 wurde jeden Morgen zu Beginn des Tages das Tageszitat aus dem Büchlein: &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; gelesen.  Hier der Text vom 12. Oktober</p>
<p><em>Auf Frieden hoffen, auch wenn es lange, sehr lange fast ein Leben</em></p>
<figure id="attachment_2610" aria-describedby="caption-attachment-2610" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sunset.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2610" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sunset-300x225.jpg" alt="Tel Aviv: Meeresblick am Abend" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sunset-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sunset-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2610" class="wp-caption-text">Tel Aviv:<br />Meeresblick am Abend</figcaption></figure>
<p><em>dauert,<br />
</em><em>bis der Schmerz, die Wunden, die Hoffnungslosigkeit,<br />
</em><em>die Wut, die Angst sich legt in mir.<br />
</em><em>Auf Frieden hoffen, auch wenn alle Zeichen um uns herum eher Krieg verheißen<br />
</em><em>Und mein Inneres den Frieden gar ncht zu spüren wagt.<br />
</em><em>Auf Frieden hoffen, auch wenn die Fluchtgedanken mich zu überwältigen drohen.<br />
</em><em>Auf Frieden hoffen und sich bewusst sein, dass er nicht zu erzwingen ist.<br />
</em><em>Auf Frieden hoffen in Zeiten des Unfriedens<br />
</em><em>und dabei friedenswillig und bemüht bleiben;<br />
</em><em>ein harter Prüfstein für unsere menschliche Seele,<br />
</em><em>die des Leidens müde geworden ist.<br />
</em>Viola Raheb</p>
<p>Aus: „Recht ströme wie Wasser“ – Gedanken für jeden Tag des Jahres,</p>
<p>AphorismA-Verlag</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">und so geht es weiter:</span></strong></p>
<p><strong>wie schon im vergangenen Jahr bin ich nicht mit der Gruppe nach hause gefahren. Ich werde noch bis zum 2.11. hier im heiligen Land bleiben. Bis Dienstag in Jerusalem und danach werde ich mich mit einem Bekannten aus Berlin auf die &#8222;Spuren von Abraham&#8220; begeben. Wie gewohnt werde ich über meine weiteren Erlebnisse in diesem Blog berichten.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden (Rosa Luxemburg)</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/freiheit-ist-immer-auch-die-freiheit-der-andersdenkenden-rosa-luxemburg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2015 20:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Tel Aviv]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute am Abreisetag der Gruppe sind wir in der Frühe noch über den Rothshild-Boulevard auf dem einige Häuser im berühmten &#160; „Bauhaus-Stil“ stehen in den 30 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts den Ruf Tel Avivs <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/freiheit-ist-immer-auch-die-freiheit-der-andersdenkenden-rosa-luxemburg/" title="Freiheit ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden (Rosa Luxemburg)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute am Abreisetag der Gruppe sind wir in der Frühe noch über den Rothshild-Boulevard auf dem einige Häuser im berühmten</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_2603" aria-describedby="caption-attachment-2603" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weiße-Häuser2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2603" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weiße-Häuser2-300x200.jpg" alt="Rothshild-Boulevard" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weiße-Häuser2-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weiße-Häuser2-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2603" class="wp-caption-text">Rothshild-Boulevard</figcaption></figure>
<p>„Bauhaus-Stil“ stehen in den 30 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts den Ruf Tel Avivs als „Weiße Stadt“ begründeten.</p>
<p>Auf dem Boulevard hat auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihr Büro, wir waren dort zu einem Gespräch mit Tsafrir Cohen, dem Büroleiter, verabredet.</p>
<p><em>Die Tätigkeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel ist vorrangig auf die Unterstützung demokratischer Komponenten der Zivilgesellschaft ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht alternative Bildungsarbeit, basierend auf demokratischen Werten, den Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, der Gewaltlosigkeit und der friedlichen regionalen wie internationalen Kooperation.</em> (der Webseite entnommen)</p>
<p>Die Stiftung arbeitet seit 2002 mit Projektpartnern im Land</p>
<figure id="attachment_2604" aria-describedby="caption-attachment-2604" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/safrir.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2604" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/safrir-300x225.jpg" alt="Safrir Cohen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/safrir-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/safrir-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2604" class="wp-caption-text">Tsafrir Cohen</figcaption></figure>
<p>zusammen und eröffnete im März 2009 ein Büro in Tel Aviv. Unter anderen unterstützt die Stiftung auch die Arbeit des Museums der Getto-Kämpfer die wir am 2. Tag unserer Reise besucht hatten.<br />
Im Gespräch mit Tsafrir hatten wir, vor dem Hintergrund unserer vielfältigen Erlebnisse in den letzten 10 Tagen, die neben den schon bestehenden Fragen viele Neue hinzugefügt haben bot das Gespräch für uns die Möglichkeit der notwendigen „Verarbeitung“ und „Einordnung“</p>
<p>Von den vielen Aussagen Tsafrir`s habe ich für mich festgehalten:</p>
<p>Israel ist keine „europäische Insel“ sondern ein Teil des Nahen Ostens.</p>
<p>Israel muss mit der Hamas sprechen. Früher wurde nicht mit der PLO gesprochen das hat zur Bildung der Hamas geführt. Weigert sich Israel mit den Hamas zu sprechen kommen bald andere (möglicherweise noch radikalere) Gruppen.</p>
<p>Europäische Maßstäbe können nicht immer auf die arabischen Staaten übertragen werden.</p>
<p>Aus Sicht Tsafrir`s ist der Konflikt eher im Nationalismus begründet als in der Religion. Er sieht zum Beispiel in dem erbitterten Streit um den Tempelplatz (mit der Al Aqza Moschee und dem Tempel-Dom) eher das Ausnutzen von Symbolen.</p>
<p>Für ihn ist es im Zusammenhang mit der Verwirklichung der zwei Staatenlösung „fünf nach zwölf“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tsafrir selbst hatte vor einigen Tagen in einem Interview mit dem DLF zu den aktuellen Anschlägen in diesen Tagen von einer &#8222;Entrechtung der Palästinenser&#8220; und einer &#8222;fortwährende Besatzung der Palästinensergebiete&#8220; gesprochen. Das gesamte Interview habe ich unter <a href="http://marius-blog.de/ost-jerusalem-wird-immer-staerker-judaisiert/" target="_blank">Gastbeiträge</a> gespeichert. Dort findet man auch einen <a href="http://marius-blog.de/der-tempelberg-das-herzstueck-des-konflikts/" target="_blank">aktuellen Beitrag</a> – ebenfalls vor dem Hintergrund der massiven Ausschreitungen von Judith Bernstein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Morgen werde ich noch einen abschließenden Beitrag zur Gruppenfahrt schreiben.</p>
<p>Da ich selbst noch für etwas mehr als zwei Wochen im Lande bleibe, werde ich ab dem 17. Oktober unter der der Rubrik &#8222;auf den Spuren des Abrahams&#8220; weiter in diesem Blog berichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Für den Frieden braucht es mutige Männer“ (Jassir Arafat)</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/fuer-den-frieden-braucht-es-starke-maenner-jassir-arafat/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2015 20:28:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Beduinen]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun machten wir uns auf den Weg zur letzten Station unserer Reise: Jaffa und Tel Aviv. Auf dem Weg dort hin machten wir zunächst Halt in Rahat, einer der insgesamt sieben „Beduinen-Städte“ im Negev. <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/fuer-den-frieden-braucht-es-starke-maenner-jassir-arafat/" title="„Für den Frieden braucht es mutige Männer“ (Jassir Arafat)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun machten wir uns auf den Weg zur letzten Station unserer Reise: Jaffa und Tel Aviv. Auf dem Weg dort hin machten wir zunächst Halt in Rahat, einer der insgesamt sieben „Beduinen-Städte“ im Negev. Schon auf dem Weg dort hin haben wir zahlreiche kleine Dörfer/Camps gesehen wo Beduinen unter einfachsten Bedingungen leben. Um ein wenig die Situation zu begreifen, in der sich heute die in Israel verbliebenen Beduinen befinden, erlaube ich mir aus einem Hintergrundbericht zu zitieren, den ich 2013 für die Nahost-Kommission von Pax Christi erstellt habe:</p>
<figure id="attachment_2584" aria-describedby="caption-attachment-2584" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rahat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2584" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rahat-300x225.jpg" alt="Rahat: die Schafe haben in der Stadt keinen Platz" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rahat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rahat-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2584" class="wp-caption-text">Rahat: die Schafe haben in der Stadt keinen Platz</figcaption></figure>
<p><em>Der wasserarme Negev war die Heimstatt für palästinensische und beduinische Bürger schon lange,  bevor der Staat Israel gegründet wurde. Vor 1948 siedelten 65 000 bis 90 000 Beduinen in der Negev-Wüste. Fast 90 Prozent dieser Halbnomaden lebten traditionell vom Ackerbau, die restlichen 10 Prozent von der Viehzucht. Während des Kriegs von 1948/49 wurden etwa 85 Prozent der Beduinen des Negev von ihrem Land vertrieben und flüchteten ins Westjordanland, nach Gaza, Jordanien oder Ägypten. Anfang der 1950er Jahre waren von den ursprünglich 95 Beduinenstämmen im Negev nur noch 19 übrig. Nachdem über die palästinensische Bevölkerung auf der israelischen Seite der grünen Linie das Kriegsrecht verhängt worden war, durften die Beduinen nicht mehr mit ihren Herden umherziehen und auch ihr Land nicht mehr bestellen. Zwölf der verbliebenen 19 Stämme wurden gewaltsam von ihrem Land vertrieben und durften sich nur noch in einem eingegrenztes Gebiet im nordöstlichen Negev aufhalten, das sie nur mit einer Sondererlaubnis verlassen konnten. Dieses Siyag (deutsch: Zaun) genannte Gebiet umfasst etwa 10 Prozent des Landes, über das die Beduinen vor 1948 verfügten, und ist darüber hinaus für seine Unfruchtbarkeit bekannt. Die Beduinen des Negev, heute etwa 180 000 bis 190 000 Menschen, sind israelische Staatsbürger. Die eine Hälfte der Negev Beduinen lebt in</em></p>
<figure id="attachment_2585" aria-describedby="caption-attachment-2585" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/rahatstrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2585" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/rahatstrasse-300x225.jpg" alt="Rahat: Straßenleben" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/rahatstrasse-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/rahatstrasse-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2585" class="wp-caption-text">Rahat: Straßenleben</figcaption></figure>
<p><em>von der Regierung gebauten Siedlungen und Städten. Die größte der sieben „anerkannten“ Beduinenstädte ist Rahat mit über 50.000 Einwohnern. Den Städten und Siedlungen fehlt es oft allerdings an elementarer Infrastruktur wie Gehwegen, asphaltierten Straßen, Banken, Bibliotheken und Arbeitsmöglichkeiten für die Bewohner. Es handelt sich überwiegend um Schlafstädte, die der Kultur der Beduinen in keiner Weise Rechnung tragen und die unumkehrbare Auswirkungen auf das Familienleben und die Sozialstrukturen haben. In den Planungen wurde nicht bedacht, dass Großfamilien beieinander leben wollen. Für die nächsten Generationen ist kein Platz vorgesehen. In den Beduinenstädten sind Drogenmissbrauch und Arbeitslosigkeit um ein Vielfaches höher als in den umliegenden jüdischen Städten. Und das für sie vorgesehene Land reicht gar nicht aus, um das natürliche Wachstum der Ansiedlungen zu absorbieren. Die Städte stehen wirtschaftlich auf tönernen Füßen, haben weder eine ausreichende Gesundheitsversorgung noch Ausbildungsmöglichkeiten und Freizeitangebote für die Jungen. In allen sozioökonomischen Vergleichsstudien erzielen die Beduinenstädte Jahr für Jahr die niedrigsten Werte. </em></p>
<figure id="attachment_2589" aria-describedby="caption-attachment-2589" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/illegaledörfer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2589" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/illegaledörfer-300x225.jpg" alt="Karte mit den &quot;illegalen&quot; Dörfern" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/illegaledörfer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/illegaledörfer-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2589" class="wp-caption-text">Karte mit den &#8222;illegalen&#8220; Dörfern</figcaption></figure>
<p><em>Die andere Hälfte der Negev-Beduinen lebt in 40 nicht anerkannten Dörfern, deren Einwohnerzahlen ein paar hundert bis zu einigen tausend erreichen. Obwohl viele dieser Dörfer schon vor der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948 existierten, gelten sie als illegal. Sie sind nicht auf den offiziellen Karten verzeichnet, und es gibt dort weder Strom, noch Wasser, keine Schulen, keine Kanalisation oder andere öffentliche Dienstleistungen.  Am 24. Juni 2013 hat das israelische Parlament, die Knesset, in erster Lesung das „Gesetz zur Regelung der Beduinen in der Negev-Settlement“ auch „Prawer-Begin-Plan“ genannt, mit 43 gegen 40 Stimmen verabschiedet.</em></p>
<p><em>Dieser Plan sieht nun die Umsiedlung dieser 30-40.000 Beduinen in die „anerkannten“ Beduinenstädte vor, was die Zerstörung ihrer gemeindlichen und sozialen Lebensart und ihre Verurteilung zu dauerhafter Armut und Arbeitslosigkeit zur Folge haben wird. Gegen dieses Vorhaben gab es weltweit, aber auch in Israel ernsthafte Widerstände. Derzeit wird noch beraten, das Ende ist offen.</em></p>
<p>Wir hatten heute die Gelegenheit in Rahat, der größten der anerkannten Beduinen-Städte mit dem Vertreter einer Organisation –Majed Abu Blai- zu sprechen die sich vor allem um die Gruppe der schwarzen Beduinen kümmert die vor langer Zeit aus Afrika (hier vor allem aus dem Sudan) in die Negev-Wüste gewandert sind. Ziel ist es durch Erziehung und Bildung eine Veränderung der gesellschaftlichen Bedingungen für die „Generation des Überganges“ zu erreichen. Vor allem die Frauen sind im Fokus der Bemühungen. 70 % der Frauen sind Analphabeten. Sie haben die Möglichkeit in zwei Zentren verschiedene Ausbildungen zu absolvieren. In den 10 Jahren des Bestehens der Gruppe konnte sich die Beschäftigung der Frauen von unter 10% auf 20 % steigern. Erste Frauen haben sich auch für das Studium qualifiziert. Ein mühsamer, aber doch der einzige Weg, um eine bessere gesellschaftliche Integrierung der Beduinen aus eigener Kraft zu erreichen.</p>
<p>Auf dem weiteren Weg nach Tel Aviv haben wir dann noch im</p>
<figure id="attachment_2586" aria-describedby="caption-attachment-2586" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/danny.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2586" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/danny-300x225.jpg" alt="Danny erklärt die Lage" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/danny-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/danny-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2586" class="wp-caption-text">Danny erklärt die Lage</figcaption></figure>
<p>äußersten Südwesten von Israel, in Sichtweite der Grenze (5 km) zum Gaza-Streifen angehalten. Dort hatten wir in einem Seniorenzentrum die Möglichkeit mit Danny Wieler, einem gebürtigen Schweizer zu sprechen. Hier erfuhren wir etwas über das konkrete Betreuungsangebot für die ältere Generation im Bezirk Eskol.</p>
<figure id="attachment_2587" aria-describedby="caption-attachment-2587" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bunker.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2587" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bunker-300x225.jpg" alt="Jedes Haus im Kibbuz hat einen Bunkeranbau" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bunker-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bunker-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2587" class="wp-caption-text">Jedes Haus im Kibbuz hat einen Bunkeranbau</figcaption></figure>
<p>Er berichtete aber auch über die besonderen Belastungen,  durch den seit 10 Jahren andauernden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Wenn auch Danny die tatsächliche Gefahr selbst als sehr gering einschätzt (&#8222;eine Autofahrt nach Tel Aviv ist gefährlicher&#8220;) so sind dennoch das Gefühl der ständigen Bedrohung – gerade für Kinder – teilweise traumatisierend. Für ihn ist die zerstrittene palästinensische Führungsriege das größte Hemmnis für mögliche Friedensbemühungen. Danny erinnerte zum Schluss an den Ausspruch von Jassir Arafat aus dem Jahre 2000, dass für einen wirklichen Frieden starke Männer (Frauen) nötig sind. Derzeit sieht er auf beiden Seiten keine Persönlichkeit, der er solches zutraut.</p>
<figure id="attachment_2588" aria-describedby="caption-attachment-2588" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gaza.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2588" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gaza-1024x768.jpg" alt="Blick auf Gaza" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gaza-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gaza-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2588" class="wp-caption-text">Blick auf Gaza</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zum K(r)aterfrühstück in die Wüste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2015 17:59:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Negev-Wüste]]></category>
		<category><![CDATA[Ramon-Krater]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern sind wir von Jericho kommend, entlang des Toten Meeres von der judäischen in die Negev-Wüste gefahren. Aus Israelmagazin: &#8222;Die Wüste Negev – ohne “Wüste” heißt es der Negev – bedeckt 60 Prozent des Staates <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/zum-kraterfruehstueck-in-die-wueste/" title="Zum K(r)aterfrühstück in die Wüste">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern sind wir von Jericho kommend, entlang des Toten Meeres von der judäischen in die Negev-Wüste gefahren.</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/negev1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2574" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/negev1-300x141.jpg" alt="negev1" width="300" height="141" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/negev1-300x141.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/negev1.jpg 550w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Aus <a href="https://www.israelmagazin.de/israel-natur/wuste-negev">Israelmagazin:</a> &#8222;<em>Die Wüste Negev – ohne “Wüste” heißt es der Negev – bedeckt 60 Prozent des Staates Israel, insgesamt 12.000 km². In diesem riesigen, v-förmigen Gebiet im Süden des Landes leben zehn Prozent der Bevölkerung. Neben der Besichtigung atemberaubender Naturformationen können auch Wüstenwanderungen, vorzugsweise mit einem ortskundigen Guide, durchgeführt werden – bei 45 Grad im Schatten eine unvergessliche Erfahrung! Die geringe Luftfeuchtigkeit macht dieses trotz der großen Hitze möglich, doch sollte der gemäßigte Temperaturen gewohnte Mitteleuropäer sehr viel Wasser während der Wanderung trinken und seinen Körper vor den Sonnenstrahlen schützen.&#8220;<br />
(</em>weitere Informationen über Israel: <a href="https://www.israelmagazin.de">https://www.israelmagazin.de</a><em><u class=""></u>)<br />
</em></p>
<p>Dort mitten in der Wüste haben wir für zwei Tage Quartier im Kibbutz <a href="http://www.mashabim.co.il" target="_blank" rel="noopener">Mashabim</a> gemacht.</p>
<p>Heute Morgen nun sind wir &#8211; noch vor Sonnenaufgang &#8211; um 6.00 Uhr losgefahren Ziel war der etwa 1 Fahrstunde entfernte weltberühmte Ramon Krater.</p>
<p>Der <strong>Machtesch Ramon</strong> oder Ramon-Krater (hebr. מכתש רמון) ist der <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ramon_Crater_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2575" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ramon_Crater_1-300x141.jpg" alt="Ramon_Crater_1" width="300" height="141" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ramon_Crater_1-300x141.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ramon_Crater_1.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>größte Erosionskrater in der Wüste Negev. In der größten Ausdehnung misst er fast 40 km. Der gesamte Krater ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet, und nur eine nachhaltige touristische Nutzung ist erlaubt.</p>
<p><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Machtesch_Ramon">https://de.wikipedia.org/wiki/Machtesch_Ramon</a></p>
<p>Kurz bevor wir die spektakuläre Abfahrt in den Krater begannen, ging gegen 6.45 die Sonne auf, Sie kam aus dem Morgennebel der auch hier die Herbstzeit ankündigt, allerdings bei Temperaturen die heute noch die 30 °c übersteigen werden.</p>
<figure id="attachment_2578" aria-describedby="caption-attachment-2578" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/frühstück.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2578" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/frühstück-300x225.jpg" alt="K(r)aterfrüstück" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/frühstück-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/frühstück-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/frühstück.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2578" class="wp-caption-text">K(r)aterfrüstück</figcaption></figure>
<p>Von der Fahrstraße abgebogen sind wir noch etwa 5 km auf einer Piste gut durchgeschüttet worden. Am Wüstenparkplatz im Krater angekommen, gab es erst mal das in der Überschrift schon angekündigte <strong>K(r)ater-Frühstück.</strong></p>
<p>Anschließend haben wir uns für etwa 2 Stunden auf einen Rundweg gemacht,</p>
<p>der uns an bizarren Felsformationen, durch ausgetrocknete</p>
<figure id="attachment_2579" aria-describedby="caption-attachment-2579" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/akazie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2579" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/akazie-300x200.jpg" alt="wundervolle Akazie" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/akazie-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/akazie-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2579" class="wp-caption-text">wundervolle Akazie</figcaption></figure>
<p>Flusstäler, an herrlichen Akazien vorbeiführte. Noch war es angenehm warm, und wenn man etwas abseits der Gruppe ging, auch herrlich still. Nach vielen Tagen der Begegnungen, oft zu konflikthaften Themen, habe ich diesen wirklich meditativen Wüstengang sehr genossen. Einzutauchen mit allen Fasern in Gottes großartige Natur hatte für mich, und sicherlich auch viele aus unserer Gruppe, eine ganz und gar friedvolle und entspannende Wirkung.</p>
<p>Zum Abend waren wir bei einer jüdischen Familie zum Essen eingeladen, die, wie viele arabische Juden, nach der Staatsgründung (1948) Israels in den Negev angesiedelt wurden</p>
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		<title>„Auja war einmal so grün wie Europa“ (Thomas König)</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/auja-war-einmal-so-gruen-wie-europa-thomas-koenig/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2015 19:43:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Siedler]]></category>
		<category><![CDATA[Totes Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun haben wir Jordanien verlassen. So wie wir am Freitag über den Jordan eingereist sind, haben wir heute auch den Rückweg gemacht. Ich will dem Leser/der Leserin die Schilderung der Zustände am Grenzübergang an <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/auja-war-einmal-so-gruen-wie-europa-thomas-koenig/" title="„Auja war einmal so grün wie Europa“ (Thomas König)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun haben wir Jordanien verlassen. So wie wir am Freitag über den Jordan eingereist sind, haben wir heute auch den Rückweg gemacht. Ich will dem Leser/der Leserin die Schilderung der Zustände am Grenzübergang an der Albeny-Brücke ersparen es war in jeder Hinsicht nervige 2 Stunden. Ansonsten verwiese ich auf die Schilderung aus der „Zeit“, auf deren Link ich bereits in meinem <a href="http://marius-blog.de/blog/und-ab-ueber-den-jordan/">Beitrag vom 8.10.</a>hingewiesen habe.</p>
<figure id="attachment_2566" aria-describedby="caption-attachment-2566" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/grün.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2566" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/grün-300x225.jpg" alt="grünes Jordantal" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/grün-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/grün-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2566" class="wp-caption-text">grünes Jordantal</figcaption></figure>
<p>Heute waren wir zunächst mit Thomas König verbredet im „Auja Eco Center“ verabredet. <a href="http://www.aujaecocenter.org">www.aujaecocenter.org</a> .Er ist in diesem Umweltbildungszentrum seit Juni 2014 für zwei Jahre für die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (<a href="http://www.giz.de">www.giz.de</a>) tätig. Schwerpunkt der Zentrumsarbeit ist u.a. Umweltbildung als Teil des Friedensprozesses. Hierzu werden Kinder und Jugendgruppen eingeladen. Es gibt eine Zusammenarbeit mit Frauengruppen, mit der Dorfbevölkerung (Al Auja hat ca. 5000 Einwohner und liegt etwa 10 km nördlich von Jericho), und Informationen und Angebote zur Müllentsorgung, zum Recycling und zum Lehmbau. Hier im Zentrum steht auch die einzige Wetterstation zur Erforschung des Klimawandels in ganz Palästina. Es besteht in dem großen Haus die Möglichkeit für Gruppen und Einzelpersonen zur Übernachtung.</p>
<p>Ansonsten verweise ich auf meine Beiträge vom <a href="http://marius-blog.de/blog/am-tiefsten-punkt-der-erde/" target="_blank">Oktober</a> und <a href="http://marius-blog.de/blog/wassernot-im-jordantal-palaestina/" target="_blank">November</a> 2014</p>
<p>Eine Information von Thomas König war mir aber so vergangenen</p>
<figure id="attachment_2567" aria-describedby="caption-attachment-2567" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kräuter.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2567" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kräuter-300x225.jpg" alt="Kräuter aus dem Jordantal" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kräuter-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kräuter-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kräuter.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2567" class="wp-caption-text">Kräuter aus dem Jordantal</figcaption></figure>
<p>Jahres nicht so aufgefallen: die Situation zwischen israelischen Siedlern und den einheimischen Palästinensern ist hier im Jordantal eine völlig andere als zum Beispiel bei Hebron oder in der Gegend von Nablus, wo es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen ist. Thomas erklärte die relativ ruhige Lage hier vor allem damit, dass viele der 52.000 Palästinenser hier bei den Siedlern, die überwiegend im landwirtschaftlichen Bereich tätig sind, Arbeit finden. So gibt es eine Art „Beziehung“ zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen, die hilft, sich gegenseitig zu respektieren.</p>
<p>Anschließend hatten wir die Möglichkeit in einen Gartenbetrieb der Siedler zu schauen. Hier werden seit 1983 verschiedene Kräuter angebaut, die auf dem israelischen aber auch auf dem europäischen Markt verkauft werden.</p>
<p>Wir hatten nach der Besichtigung der Gewächshäuser die Möglichkeit mit dem Besitzer (nebst Sohn) des Gartenbetriebes, aber auch mit zwei Verantwortlichen der Bezirksverwaltung zu sprechen. Seit ich im Herbst 2012 mit Gruppen Begegnungsreisen organisiere, habe ich mich immer auch bemüht, Gespräche mit Siedlern zu führen, um deren Sichtweise/Gedanken kennen zu lernen.</p>
<p>Im Resümee war das Gespräch heute etwas anders gelaufen als die bisherigen. Gleich war: die Siedler sind „in ihr Land“ gezogen. Neu war heute: wir haben dort wo es öd und leer war eine grüne Landschaft geschaffen, bieten den Palästinensern sichere Arbeitsplätze an. Insgesamt gäbe es ein gutes/friedliches Miteinander (werden z.B. zur Hochzeit geladen). Oft wünscht man sich bei diesen Gesprächen, direkt auch die andere Seite zu hören ,so als gesagt wurde, dass die Palästinenser 50 Brunnen in der Zeit seit 1967 gebaut hätten, die Israelis aber keinen. Von den Palästinensern haben wir genau Gegenteiliges gehört. Irgendwie mussten wir oft an Schilderungen der Farmer in den Kolonien denken, die sich auch „rührend“ um ihre Arbeitskräfte kümmerten, es klang alles irgendwie so ohne Probleme</p>
<p>Auf die Frage, ob nicht die radikalen Siedler, mit ihren Übergriffen auf die palästinensischen Nachbarn, auch ihr Image beschädigen mussten sie zugeben dieses Verhalten für die Stimmung hier nicht förderlich ist</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>„Du kannst die Demokratie nicht kaufen“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/du-kannst-die-demokratie-nicht-kaufen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2015 17:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Schneller-Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen besuchten wir zunächst Frater Dr. Hanna Kildani vom Lateinischen Patriarchat (katholischen Kirche) in Amman. Auch seine Gemeinde, 300 Familien groß, betreut seit Sommer 2014 irakische Flüchtlinge aus Mossul, die, wie schon vor zwei <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/du-kannst-die-demokratie-nicht-kaufen/" title="„Du kannst die Demokratie nicht kaufen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen besuchten wir zunächst Frater Dr. Hanna Kildani vom Lateinischen Patriarchat (katholischen Kirche) in Amman. Auch seine Gemeinde, 300 Familien groß, betreut seit Sommer 2014 irakische</p>
<figure id="attachment_2554" aria-describedby="caption-attachment-2554" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2554" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container-300x225.jpg" alt="Papst Franziskus hat es gefordert: jede Gemeinde sollte Flüchtlinge aufnehmen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/container.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2554" class="wp-caption-text">Papst Franziskus hat es gefordert: jede Gemeinde sollte Flüchtlinge aufnehmen</figcaption></figure>
<p>Flüchtlinge aus Mossul, die, wie schon vor zwei Tagen in Madaba, auf dem Gelände der Kirchengemeinde in Containern leben. Insgesamt sind aus Mossul im letzten Jahr ca. 7.000 Christen nach Jordanien geflüchtet. Sie werden hier neben dem Hilfswerk der UN (UNHCR), von der jordanischen Caritas, aber eben auch von den Kirchengemeinden unterstützt. Dr. Kildani schilderte wie die konkrete Hilfe aussieht. Neben dem Platz den sie auf ihrem Pfarrgelände für die Flüchtlingscontainer zur Verfügung gestellt haben, können auch im Pfarrheim alle Räume genutzt werden. Den Gemeindemitgliedern hat er geraten beim Einkauf grundsätzlich auch etwas für die Flüchtlingsfamilien mitzubringen „Ein Brot für mich ein Brot für die Flüchtlinge“ sollte zum Prinzip werden. Er machte uns deutlich was es für die Flüchtlingen bedeutet ihre Heimat verlassen zu haben: Haus, Werkstatt, Auto, Konto alles ist weg, sollten sie einmal zurückkehren können, müssten sie bei Null anfangen.</p>
<p>Als wir Dr. Kildany, der auch ein Buch zum modernen Christentum</p>
<figure id="attachment_2555" aria-describedby="caption-attachment-2555" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2555" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna-300x225.jpg" alt="Reverent Dr Hanna Kildani" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Hanna.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2555" class="wp-caption-text">Reverent Dr Hanna Kildani</figcaption></figure>
<p>geschrieben hat: „Modern Christianity in the Holy Land“ zu seiner politischen Einschätzung der aktuellen Situation befragten wurde er ganz konkret: Jordanien ist zwar mit Amerika befreundet, aber wir wissen nicht was der Freund will. Bei den Feinden weiß man es genau. Wir fühlen uns oft von den befreundeten Staaten benutz (ausgenutzt) für ihre Ziele und Pläne. Auf die Frage ob es nicht gut war das Hussain oder Gaddafi gestürtzt wurden saget er nur: jetzt gibt es 100 Gaddafis in Libyen. Der Preis den die Bevölkerung zahlen muss sei eindeutig zu hoch.<br />
Er fordert die westlichen Staaten auf mehr auf die besonderen Gegebenheiten und Mentalitäten zu achten. Auch sein Hinweis, dass wir in Europa Jahrhunderte gebraucht haben bis sich bei uns demokratische Strukturen entwickeln konnten leuchtete uns ein. „Du kannst die Demokratie nicht kaufen“, sie muss wachsen unter Beachtung der besonderen Bedingungen die in den Ländern im Nahen Osten herrschen. Zum Konflikt zwischen Israel&amp;Palästina meinet er abschließend nur: &#8222;Wenn Du in Kanada reist, kannst du oft Tage unterwegs sein ohne mit der Geschichte in Berührung zu kommen, gehst Du durch Jerusalem trittst Du mit jedem Schritt auf historische Untergrund. Mit Rabin wurde vor 20 Jahren der mögliche Frieden umgebracht&#8220;</p>
<figure id="attachment_2556" aria-describedby="caption-attachment-2556" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2556" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder-300x225.jpg" alt="von irakischen Flüchtlingskindern gemalt" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bilder.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2556" class="wp-caption-text">von irakischen Flüchtlingskindern gemalt</figcaption></figure>
<p>&#8222;Es gibt hier keine Hoffnung&#8230;.. außer in Gott. Unsere Hoffnung ist Gott!&#8220;</p>
<p>Anschließend sind wir in einen Außenbezirk von Amman gefahren wo sich eine der „Schneller-Schulen“ befindet.</p>
<p>(<a href="http://www.schnellerschulen.org" target="_blank">Dieser nachfolgende Text wurde der Internetseite der Schneller-Schulen entnommen</a>)</p>
<p><em style="line-height: 1.5;">1860 hat </em><em style="line-height: 1.5;">Johann Ludwig Schneller das Syrische Waisenhaus in  Jerusalem gegründet und darin Waisenkinder aufgenommen ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit. Kinder christlichen, muslimischen und jüdischen Glaubens haben in seinem Haus zusammengelebt, gegessen und gelernt in Respekt vor der Religion des Anderen.</em></p>
<p><em>Seit diesen Anfängen ist die Idee der Friedenserziehung gewachsen und auch heute, trotz manchen Rückschlägen, lebendig und stark. Nachdem das Syrische Waisenhaus im Zuge des Zweiten Weltkrieges und der Gründung des Staates Israel geschlossen werden musste, entstanden in Khirbet Qanafar im Libanon und in Amman in Jordanien Schneller-Schulen, welche die Schneller-Idee weitertragen.</em></p>
<figure id="attachment_2557" aria-describedby="caption-attachment-2557" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2557" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch-300x225.jpg" alt="Deutschunterricht" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Deutsch.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2557" class="wp-caption-text">Deutschunterricht</figcaption></figure>
<p><em>Diese Schulen bieten Kindern aus armen Verhältnissen die Möglichkeit, im Internat auf dem Schulgelände zu leben und zu lernen. Dazu kommen noch Tagesschüler aus der Umgebung, welche die Schulen aufgrund der Qualität der Lehre und des guten Rufes der Schneller-Schulen besuchen.</em></p>
<p><em>Bis heute hat sich eine enge Bindung der Schulen an die Trägervereine  in der Schweiz </em><em>und in Deutschland erhalten. Die Trägervereine unterstützen die Schneller-Schulen finanziell, sowie durch die Entsendung von Experten, Zivildienstleistenden und Freiwilligen.</em></p>
<p><em>106 Kinder leben im Internat an der Schule im Libanon, 134 in Amman: Evangelische, maronitische, katholische und orthodoxe Christen, Sunniten,  Schiiten und Drusen. Durch ihr Zusammenleben lernen und leben sie täglich die Freundschaft miteinander, den Respekt voreinander und vor der Religion des Anderen und bilden so einen wichtigen Baustein für eine friedlichere Zukunft im Nahen Osten. </em></p>
<p>Zum Nachmittag sind wir dann an die Stelle gefahren wo nach der <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2558" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg-300x225.jpg" alt="moseberg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/moseberg.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>biblischen Geschichte der Herr dem Mose mit dem Spruch: das ist das Land, was ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen habe&#8230;vom Berg Nebo den aus der Gefangenschaft in Ägypten unter der Führung von Mose zurückkehrenden Israeliten das Land versprach. Ein „heiliger“ Ort gleichermaßen für Christen, Moslems und Juden. Aus 808m Höhe hat man einen sagenhaften Blick ins tiefe Jordantal. Bei guter Sicht kann man die 46 km entfernte goldene Kuppel des Tempeldomes in Jerusalem sehen.</p>
<p>Zum Schluss des Tages haben wir noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Amman gemacht, der alten aber doch auch sehr modernen Millionenstadt.</p>
<figure id="attachment_2559" aria-describedby="caption-attachment-2559" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2559" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman-300x225.jpg" alt="antikes Theater" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Amman.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2559" class="wp-caption-text">antikes Theater</figcaption></figure>
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		<title>„Schau mal hier, schau mal da, ein Dinar“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2015 18:32:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Petra]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich bisher mehr über diverse Begegnungen geschrieben habe und so gut wie nichts über touristische Besonderheiten, möchte ich heute doch eine Ausnahme machen und wie ich finde aus besonderem Grund&#8230;. Denn heute haben wir <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/schau-mal-hier-schau-mal-da-ein-dinar/" title="„Schau mal hier, schau mal da, ein Dinar“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich bisher mehr über diverse Begegnungen geschrieben habe und so gut wie nichts über touristische Besonderheiten, möchte ich heute doch eine Ausnahme machen und wie ich finde aus besonderem Grund&#8230;.</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Petra1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2544" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Petra1-225x300.jpg" alt="Petra1" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Petra1-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Petra1-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Petra1.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Denn heute haben wir die antike Stadt Petra besucht, eine der archäologischen Schätze der Welt – und die bedeutendste und berühmteste unter den vielen Sehenswürdigkeiten Jordaniens. Das gewaltige, vielfarbige Sandsteingebirge um Petra trägt viel zu seiner Anziehungskraft bei. Die Stadt liegt gut abgeschottet in einem Labyrinth tiefer Täler und Schluchten, zwischen allem überragenden, zerklüfteten Bergrücken und Felswänden, aus denen die meisten ihrer berühmten Grabmale, Fassaden, Theatern und Treppen herausgehauen sind.</p>
<p>Gestern sind wir die etwa 200 km von Amman nach Süden zum Ort</p>
<figure id="attachment_2546" aria-describedby="caption-attachment-2546" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/straße.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2546" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/straße-300x225.jpg" alt="Fahrt nach Petra" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/straße-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/straße-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/straße.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2546" class="wp-caption-text">Fahrt nach Petra</figcaption></figure>
<p>Wadi Musa gefahren. Von unserem Hotel dort sind wir heute am frühen Morgen zu Fuß etwa 10 Minuten zum Eingang dieses Weltkulturerbes gegangen. Der Eintrittspreis von 50 Dinar entspricht etwa 62,-€. Man geht dann eine etwa 1200m lange tiefe und enge Schlucht von beeindruckender Schönheit. 80m hohe senkrechte Felswände aus vielfarbigem Gestein, in den Felsen gemeißelte Wasserkanäle und Kultnischen begleiten die vielen Touristen. Nach vielen Biegungen kommt dann plötzlich der „Höhepunkt“ das „Al-Khazneh“ die Schatzkammer, das schönste Denkmal von ganz Petra.</p>
<figure id="attachment_2545" aria-describedby="caption-attachment-2545" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/petra2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2545" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/petra2-768x1024.jpg" alt="der Höhepunkt in Petra: die Schatzkammer" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/petra2-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/petra2-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/petra2.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2545" class="wp-caption-text">der Höhepunkt in Petra:<br />die Schatzkammer</figcaption></figure>
<p>Wer mehr von Petra erfahren möchte kann den Beitrag in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_(Jordanien)" target="_blank">Wikipädia </a>oder unter Googele Stichwort: Petra,Jordanien verschiedene Beiträge lesen.</p>
<p>Ich möchte noch ein wenig von dem „Drum und Dran“ erzählen. Dieses weltberühmte Denkmal zieht naturgemäß viele Touristen an. In früheren Jahren kamen manchmal bis zu 5000 Menschen in diese abgelegene Tal, heute hat sich die Zahl auf 1/5 reduziert, mit allen Folgen: weniger Einnahmen, Hotelschließungen, Arbeitsplatzverlust. Und dennoch ist dieser Ort für viele Menschen aus der Region, hauptsächlich Beduinen, auch heute noch eine wichtige Erwerbsquelle. So kann sich der Besucher kaum vor Angeboten schützen, viele Kinder hörten wir sagen – wenn sie merken das deutsche Besucher kommen: <strong><em>Schau mal hier, schau mal da, ein Dinar“.</em></strong> Es bestand die Möglichkeit zu Pferde oder Kamel Teile des langen (etw 5 km) Weges zurückzulegen. Wir lernten ganz am Ende des Weges auch eine Neuseeländerin kennen die 1978 einen Beduinen geheiratet hat und über ihr Leben bei den Beduinen ein Buch geschrieben hat:</p>
<p><a href="http://www.berliner-zeitung.de/archiv/marguerite-van-geldermalsen-lebt-seit-1978-mit-den-beduinen-von-petra--und-sieht--wie-der-tourismus-deren-welt-zerstoert-die-hoehlenbewohnerin,10810590,10715780.html" target="_blank">www.berliner-zeitung.de/archiv/marguerite-van-geldermalsen-lebt-seit-1978-mit-den-beduinen-von-petra&#8211;und-sieht&#8211;wie-der-tourismus-deren-welt-zerstoert-die-hoehlenbewohnerin,10810590,10715780.html</a></p>
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		<title>&#8230;. und ab über den Jordan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2015 18:56:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Allenbybridge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Jordanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun ging es für uns (für alle zum ersten Mal) über den Jordan nach Jordanien. Ich hatte bisher von vielen Palästinensern aus dem Westjordanland, die alle nur über Jordanien (Ammann) ausreisen können, schon gehört, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/und-ab-ueber-den-jordan/" title="&#8230;. und ab über den Jordan">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun ging es für uns (für alle zum ersten Mal) über den Jordan nach Jordanien.</p>
<p>Ich hatte bisher von vielen Palästinensern aus dem Westjordanland, die alle nur über Jordanien (Ammann) ausreisen können, schon gehört, wie schwierig, oft schikanös es für sie ist die Grenze bei Jericho zu überqueren.</p>
<figure id="attachment_2531" aria-describedby="caption-attachment-2531" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2531" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer-300x225.jpg" alt="Koffertransporter" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Koffer.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2531" class="wp-caption-text">Koffertransporter</figcaption></figure>
<p>Der nachfolgende Bericht in der Zeit beschreibt die Verhältnisse am Grenzübergang (von Jordanien ins Westjordanland&#8230;nicht nach Israel) an der Allenby-Brücke sehr treffend.<br />
<a href="http://www.zeit.de/1988/10/die-allenby-bruecke-symbol-der-trennung" target="_blank">http://www.zeit.de/1988/10/die-allenby-bruecke-symbol-der-trennung</a></p>
<p>Auch der damals 12 jährige Karim hatte im April 2014 in einem <a href="http://marius-blog.de/blog/gastbeitrag-von-karim-anreise-nach-palaestina-bzw-israel/">Gastbeitrag</a> für meinen Blog seine Eindrücke vom Grenzübergang geschildert&#8230;für mich beklemmend beschrieben.</p>
<p>Nun also wir mit einem Bus zu einer Stelle wo alle Palästinenser aus ihren Fahrzeugen aussteigen müssen, ihr Gepäck abgeben und dann in spezielle Busse steigen die sie bis an die eigentliche Grenze (etwa 5 km entfernt bringen. Wir durften in unserem Bus sitzen bleiben bis wir 2 km weiter an den ersten Posten der Israelis kamen. Nach dem wir schon eine halbe Stunde gewartet hatten erfuhren das wir mit unserem Bus mit grünem Palästinensischen Kennzeichen nicht weiter fahren dürfen.</p>
<figure id="attachment_2532" aria-describedby="caption-attachment-2532" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2532" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch-300x225.jpg" alt="vom grünen zum gelben Nummernschild" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bustausch.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2532" class="wp-caption-text">vom grünen zum gelben Nummernschild</figcaption></figure>
<p>Also wurde vom Busfahrer ein weiterer Bus geordert der ein gelbes israelisches Schild hatte (ob das in der Werkstatt anstelle des grünen Schildes schnell angeschraubt wurde ist mir nicht bekannt). Dann ging es (mittlerweile war eine Stunde vergangen) zum eigentlichen israelischen Checkpoint. Hier wurde nun auch unser Gepäck ausgeladen, auf einen Karren gepackt, während wir in ein Gebäude kamen wo wir dann auch die meist palästinensischen Grenzgänger wider trafen. Hier wurde dann unser Pass geprüft, wir bekamen ein „Ausreise-Visum“, mussten dafür pro Person etwa 25 € zahlen und konnten dann mit diesem Nachweis das Drehkreuz passieren. Draußen nun wartete der jordanische Bus mit dem wir die nächsten drei Tage durch Jordanien fahren.<br />
Nach etwa 2 km durch ein „Niemandsland“ was wie eine Mondlandschaft wirkte, kamen wir auf die Brücke und überquerten irgendwann ein kleines Rinnsal was sich Jordan nennt. Nach etwa zwei Stunden von der ersten Station bei Jericho gerechnet, erreichten wir die jordanische Grenzübergangsstelle, wo uns unsere jordanische Reiseführerin Jasmin erwarte. Nun wurde von jordanischer Seite unsere Pässe geprüft. Nach einer weiteren Stunde konnten wir dann unsere Reise in Jordanien beginnen. Wenn ihr den Zeit-Artikel gelesen habt wisst ihr das es für die Palästinenser oft wesentlich länger dauert. Wir wollen uns also nicht beschweren, auch wenn uns wenig einfällt, was diese Art der Kontrolle (und Bürokratie) nun mit der Sicherheit der Israelis zu tun haben soll, denn wir wollten ja das Westjordanland verlassen&#8230;..</p>
<p>Als ich vor einem Jahr das Programm für die Reise plante war für mich klar, dass wir uns auch dem aktuellen Flüchtlingsproblem in Jordanien stellen müssen. So stand heute als erster Programmpunkt der Besuch in einem Flüchtlingslager an. Jordanien mit seinen insgesamt etwa 6 ½ Mio Einwohnern hat insgesamt mehr als 1 ½ Mio Flüchtlinge, wovon in den letzten Jahren etwa 500.000 aus dem benaxhbarten Syrien geflohen sind. Aber es gibt auch eine große Zahl von Flüchtlingen aus dem Irak, an den das Land ebenfalls grenzt.<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ard.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2533" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ard.jpg" alt="ard" width="180" height="102" /></a></p>
<p>Nun haben wir uns nicht die großen Lager an der Grenze zu Syrien angeschaut, oft mit mehr als 100.000 Menschen die in Zelten leben.</p>
<figure id="attachment_2534" aria-describedby="caption-attachment-2534" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2534" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde-300x225.jpg" alt="fast nicht zu sehen hinter Mauern das Flüchtlingscamp" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kirchengemeinde.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2534" class="wp-caption-text">fast nicht zu sehen hinter Mauern das Flüchtlingscamp in Madaba</figcaption></figure>
<p>Wie haben in der Stadt Madaba (50 km vom Grenzübergang entfernt) ein kleines Camp besucht, dort leben auf dem Grundstück einer kath.Gemeinde 22 christliche Flüchtlingsfamilien aus Mossul/Irak die im Sommer 2014 dort angekommen sind. Die etwas mehr als 90 Personen sind in kleinen Wohncontainer untergebracht und werden von Mitgliedern der Gemeinde unterstützt. Wir hatten die Möglichkeit mit zwei Vertretern der Gemeinde zu sprechen, gedolmetscht von unserer deutsch und arabisch sprechenden Reiseführerin. So erfuhren wir einiges über Herkunft, Sorgen und Wünsche der Flüchtlingsgruppe.</p>
<figure id="attachment_2535" aria-describedby="caption-attachment-2535" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2535" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager-300x225.jpg" alt="seit einem Jahr auf beengtem Raum 22 Familien" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Lager.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2535" class="wp-caption-text">seit einem Jahr auf beengtem Raum 22 Familien</figcaption></figure>
<p>Das Schlimmste ist wohl, dass keiner mehr Hoffnung hat, dass sich die Situation im Irak verbessert und sie wieder in Ihre Heimat zurück kehren können. Aber auch gesundheitliche Probleme, die Enge, das Nichtstun können zehrt an den Nerven. Mich hat diese Begegnung sehr gerührt, auch deshalb wohl, weil wir so hilflos sind in dem was wir tun können. Und dennoch wir hatten den Eindruck es tut den Menschen gut das wir sie besuchen, sie war nehmen in ihrem Schicksal.</p>
<p>Das wir Ihnen konkret Obst, Gemüse, Reis, Zucker, Milchpulver und Konserven mitgebracht hatte, hat zu mindestens für den Tag ein wenig Licht und Freude verbreitet. Wir wollen versuchen auch bei uns in Deutschland für diese Gruppe konkrete Hilfe zu organisieren. Ich werde mich an Caritas International wenden, die auch dort in Madaba- wie wir erfuhren- unterstützend wirkt.</p>
<p><a style="line-height: 1.5;" href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2536" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit-1024x768.jpg" alt="ein wenig gemütliche &quot;Privatheit&quot;" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/gemütlichkeit.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a></p>
<p>ein wenig gemütliche &#8222;Privatheit&#8220;</p>
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		<title>„Widerstand ist nicht nur Steine schmeißen“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/widerstand-ist-nicht-nur-steine-schmeissen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2015 21:37:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun sind wir vom See Genezareth in den Süden ins Westjordantal gefahren. Wegen der angespannten Situation hatten wir auch einige Sicherheitsmaßnahmen getroffen. So haben wir am Checkpoint den Bus mit israelischen Kennzeichen in einen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/widerstand-ist-nicht-nur-steine-schmeissen/" title="„Widerstand ist nicht nur Steine schmeißen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun sind wir vom See Genezareth in den Süden ins Westjordantal gefahren. Wegen der angespannten Situation hatten wir auch einige Sicherheitsmaßnahmen getroffen. So haben wir am Checkpoint den Bus mit israelischen Kennzeichen in einen Bus mit grünem palästinensischen Kennzeichen getauscht um gff.</p>
<figure id="attachment_2522" aria-describedby="caption-attachment-2522" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020306.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2522" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020306-300x225.jpg" alt="Buswechsel" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020306-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020306-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020306.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2522" class="wp-caption-text">Buswechsel</figcaption></figure>
<p>Steinwürfen vorzubeugen. Auch haben wir die Übernachtung vorsorglich von Nablus nach Jericho verlegt, da es in Nablus in den letzten Tagen doch immer mal Unruhen gab.</p>
<p>Nun sind wir heute am Abend in Jericho angekommen und rückblickend lässt sich feststellen, es war ein ganz normaler Tag, wie ich ihn schon immer in den letzten Jahren im Westjordanland erlebt habe.</p>
<p>Als erste Station haben wir das Friedenstheater in Jenin besucht. Jenin (etwa 40.000 Ew) ist neben dem Friedenstheater vor allem durch den Film „Ein Herz von Jenin“ bekannt, in dem ein palästinensischer Vater jüdische Kinder mit ihren Familien besucht, denen er ein Organ seines durch die Israelis erschossenen Sohn gespendet hatte.</p>
<figure id="attachment_2523" aria-describedby="caption-attachment-2523" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020309.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2523" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020309-300x225.jpg" alt="Freedom-Cafe" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020309-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020309-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/P1020309.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2523" class="wp-caption-text">Freedom-Cafe</figcaption></figure>
<p>Jenin liegt im Norden des seit 1967 von Israel besetzten Westjordanlands. In Jenin ist heute eines der größten palästinensischen Flüchtlingslager mit mehr als 5.000 Kindern und Jugendlichen. Begonnen hat alles 1988 mit zwei Kinderhäusern, die die Pädagogin und Friedensaktivistin Arna Mer-Khamis, die Mutter des ehemaligen Regisseurs und Leiters, Juliano Mer-Khamis, während der 1. Intifada in den von Israel besetzten Gebieten aufgebaut hatte, um den Kindern von Jenin einen Zugang zu elementarer Bildung zu erhalten. Der alternative Nobelpreis, den Arna dafür 1993 in Stockholm erhielt, ermöglichte ihr, den Aufbau des ersten &#8222;Freedom Theatre&#8220; zu finanzieren. Es wurde bei der 2. Intifada 2002 im Zuge einer Militärintervention von der israelischen Armee völlig zerstört. (Film-Tipp: Arna`s Kinder)</p>
<p>Das Freedom Theatre wurde 2005 im palästinensischen Flüchtlingslager bei Jenin wieder aufgebaut. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen wurde ein Raum geschaffen, in dem sich Phantasien entwickeln und andere Realitäten vorgestellt werden können. Neben dem Theater als Veranstaltungszentrum gibt es verschiedene Theater-, Zirkus-, Musik und Tanzgruppen. 2008 wurde die Schauspielschule des Theaters eröffnet, die seither jungen Menschen aus der Region eine Zukunftsperspektive im Schauspiel eröffnet.</p>
<p>Das Freiheitstheater Jenin will mit Mitteln der Kunst soziale und <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theater.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2524" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theater-300x225.jpg" alt="Theater" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theater-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theater-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theater.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>politische Veränderung erreichen. Den Kindern des Flüchtlingslagers werden unterschiedliche Möglichkeiten eröffnet, eigene Fähigkeiten zu entfalten und das Selbstvertrauen aufzubauen, das sie brauchen, um ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Ziele sind dabei u.a., die psychosoziale Entwicklung der Kinder zu fördern, damit sie ihre Kindheit inmitten der kriegerischen Auseinandersetzungen nicht gänzlich verlieren. Gemeinsam mit den Kindern soll ein Raum geschaffen werden, in dem sie Phantasien entwickeln und sich andere Realitäten vorstellen können. Man will Bedingungen herstellen, in denen sich Jungen und Mädchen in gleicher Weise und ohne Scheu einbringen, ausprobieren und Fähigkeiten entwickeln können, den kulturell, sozial und politisch gegebenen Barrieren selbstbewusst zu begegnen, um sie zu verändern.</p>
<figure id="attachment_2525" aria-describedby="caption-attachment-2525" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theaterleute.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2525" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theaterleute-300x225.jpg" alt="junge Theaterleute" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theaterleute-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theaterleute-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Theaterleute.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2525" class="wp-caption-text">junge Theaterleute</figcaption></figure>
<p>Wir hatten die Möglichkeit mit vier Jugendlichen zu sprechen die hier in Jenin eine Schauspielausbildung erhalten. Von ihnen zu hören was sie motiviert ,den in Palästina üblichen Weg über das Abitur und Studium sich als Anwalt, Arzt oder für die Wirtschaft ausbilden zu lassen, war für uns sehr interessant. Von einem Mödchen (18 Jahre) stammt auch der Spruch aus der heutigen Überschrift: <strong><em>&#8222;Widerstand ist nicht nur Steine schmeißen“</em></strong> Die jungem Leute wollen mit Mitteln des Theaters „der Welt zeigen was hier für ein Unrecht geschieht“. Sie sind der Auffassung, dass sie die Menschen mit den Möglichkeiten des Theaters besser erreichen können.</p>
<p>Gerade für palästinensische Mädchen ist eine „Kariere“ im Theaterbereich –so erfuhren wir- eine Herausforderung für die ganze Familie.</p>
<p>Am Nachmittag haben wir zunächst einem Besuch bei den Samaritern auf dem Berg Garizim gemacht. Dort und in der Nähe von Tel Aviv lebt die weltweit kleinste Glaubensgruppe mit etwa 780 Mitgliedern. Weiteres zu dem interessanten Leben dieser Menschen kann man bei Wikipädia nachlesen: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Samaritaner" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Samaritaner</a></p>
<p>Und dann sind wir noch einen zu einem kurzen Bummel durch den Souk von Nablus gegangen&#8230;</p>
<p>Und natürlich haben wir dort die wundervolle <a href="http://marius-blog.de/blog/ein-ausflug-nach-nablus-mit-viel-knafeh-und-kleinen-hindernissen/" target="_blank">Knäfeh gegessen</a>&#8230;</p>
<figure id="attachment_2526" aria-describedby="caption-attachment-2526" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Knäfeh.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2526" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Knäfeh-300x225.jpg" alt="mmmh lecker" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Knäfeh-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Knäfeh-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Knäfeh.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2526" class="wp-caption-text">mmmh lecker</figcaption></figure>
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		<title>Auf den Höhen des Golan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2015 18:52:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diesseits und Jenseits des Jordans - Gruppenfahrt Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Drusen]]></category>
		<category><![CDATA[Golanhöhen]]></category>
		<category><![CDATA[Tagba]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit „auf den Golan“ zu fahren. Die „Golanhöhen“ seit 1967 von Israel besetzt später annektiert war für mich immer gedanklich verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel&#38;Syrien. In <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/auf-den-hoehen-des-golan/" title="Auf den Höhen des Golan">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun hatte ich zum ersten Mal die Möglichkeit „auf den Golan“ zu fahren.</p>
<p>Die „Golanhöhen“ seit 1967 von Israel besetzt später annektiert war für mich immer gedanklich verbunden mit kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel&amp;Syrien. In beiden Gruppenfahrten (2012 +2014) haben wir das Kibbutz En Gev am See</p>
<figure id="attachment_2515" aria-describedby="caption-attachment-2515" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Zeitzeugen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2515" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Zeitzeugen-300x225.jpg" alt="Zeitzeugen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Zeitzeugen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Zeitzeugen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Zeitzeugen.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2515" class="wp-caption-text">Zeitzeugen</figcaption></figure>
<p>Genezareth (am Fuße des Golan) besucht. Hier wurde von permanentem Beschuss in der Zeit zwischen 1948-1967 berichtet. Dies war für Israel mit ein Grund die Golanhöhen zu besetzten und nun auch nicht mehr „abgeben“ zu wollen.</p>
<p>Wikipädia (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Golanhöhen" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Golanhöhen</a> :<br />
<em>Bei den Golanhöhen im geographischen und geologischen Sinne handelt es sich um ein basaltisches Hochplateau vulkanischen Ursprungs zwischen dem See Genezareth und der syrischen Hauptstadt Damaskus, das durch den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jarmuk">J</a>armuk im Süden, den See Genezareth und die Chulaebene im Westen, den Hermon im Norden und den Wadi ar-Ruqqad im Osten begrenzt ist. Ein großer Teil des Gebiets liegt etwa bei 1000 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6he_%C3%BCber_dem_Meeresspiegel">m</a>, die Fläche beträgt bei einer Länge von 60 km und einer Breite von 25 km insgesamt 1.150 km².</em></p>
<figure id="attachment_2513" aria-describedby="caption-attachment-2513" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Golan.Landschaft.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2513" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Golan.Landschaft-300x225.jpg" alt="wunderschöne Landschaft im Schatten des Krieges" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Golan.Landschaft-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Golan.Landschaft-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Golan.Landschaft.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2513" class="wp-caption-text">wunderschöne Landschaft im Schatten des Krieges</figcaption></figure>
<p>Am Vormittag haben wir zunächst eine Wanderung in wunderschöner Natur gemacht. Es ist schon etwas ganz besonderes (fast schon eher bedrückend) das wir in Sichtweise zu einem Land ,wo es seit Jahren schlimme kriegerische Auseinandersetzungen mit Hundertausendfachen Tod gibt, die wunderbare Natur „genießen“ dürfen. Sichtbar sind aber auch die stummen Zeugen des &#8222;Sechstage Krieges&#8220; 1967, zerschossene Häuser, Panzer und andere Militärfahrzeuge. Viele Gebete sind wegen Minen abgesperrt.</p>
<p>Und dennoch es gibt ein Leben auf dem Golan. Es wird Wein, Kirschen, und vor allem Äpfel angebaut Es leben mittlerweile 20.000 Juden dort und in einigen Dörfer auch wieder etwa 22.000 Drusen, nachdem 1967 viele nach Syrien vertrieben wurden.</p>
<p>Aus „die Presse“:</p>
<p><em>Die Drusen empfinden sich selbst nicht als Muslime, sie glauben an die Wiedergeburt, und sie sind jeweils dem Staat gegenüber loyal, in dem sie leben. Die israelischen Drusen dienen in der Armee, wohingegen sich die Drusen auf dem 1981 von Israel annektierten Golan bis heute mehrheitlich als Syrer empfinden und treue Anhänger des Assad-Regimes sind. Nur ein Bruchteil nahm die israelische Staatsbürgerschaft an.</em></p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4761375/Syrien_Drusen-zwischen-den-Kriegsfronten" target="_blank"><em> </em>http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4761375/Syrien_Drusen-zwischen-den-Kriegsfronten</a></p>
<p>Wir haben in einem Dorf Ata Farhat getroffen, einem Journalisten des syrischen Fernsehens. Er bestätigte uns bereits zu Beginn unseres</p>
<figure id="attachment_2514" aria-describedby="caption-attachment-2514" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Syrien.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2514" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Syrien-300x225.jpg" alt="Blick auf die syrische Stadt Kuneitra" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Syrien-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Syrien-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Syrien.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2514" class="wp-caption-text">Blick auf die syrische Stadt Kuneitra</figcaption></figure>
<p>Gespräches wie er empfindet: „<em>Ihr befindet Euch auf dem Golan In Syrien</em>“ . Er sieht die Drusen als einen Teil der muslimischen Religion, aber ohne die Verpflichtungen des täglichen Gebetes oder auch der Pilgerreise nach Mekka. Sein letzter Beitrag für das Fernsehen beschäftigte sich im Übrigen mit dem Jom-Kippur-Krieg der am 6.10 vor 22 Jahren ausbrach</p>
<p>Zum Nachmittag hatten wir dann die Gelegenheit in einem kleinen Kibbutz (Meitzar) mit Jugendlichen zu sprechen die sich dort während einem Jahr freiwillig auf den Militärdienst vorbereiten. Drei junge 18 jährige Mädchen erzählten von den Inhalten und auch ihrer Motivation zu diesem Sonderdienst. Während die meisten jungen Israelis direkt nach der Schule zum Militär gehen, besuchen immer mehr Jugendliche diesen Vorbereitungskurs, der in der Regel von den Teilnehmern selbst bezahlt wird. Eines der Wichtigsten Argumente zum Besuch sei die Möglichkeit in dem Jahr an sich persönlich weiter zu entwickeln, „zu reifen“. Teil es Programmes ist es auch sich mit der Lebenssituation der Menschen in den besetzten Gebieten auseinander zu setzen: sowohl Siedlern wie Palästinensern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_2512" aria-describedby="caption-attachment-2512" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tagba.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2512" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tagba-300x225.jpg" alt="Brandschaden" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tagba-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tagba-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tagba.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2512" class="wp-caption-text">Brandschaden</figcaption></figure>
<p>Zum Abend haben wir dann noch einen kurzen Besuch im Kloster Tagba gemacht. Alle Teilnehmer kannten das Kloster schon vom ersten Besuch. Im Sommer gab es hier einen schrecklichen Brandanschlag durch orthodoxe jüdische Jugendliche, wobei neben Verletzten, auch die große Beschädigung des Eingangsbereiches (vor der Kirche) zu beklagen war. Noch heute empfängt den Besucher ein beißender Verbrennungsgeruch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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