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	<title>Hoffnungssuche Frühjahr 2015 &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Gastbeitrag: Tiere in Beit Jala und Umgebung -Teil 2</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2015 07:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Katzen]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; &#160; … wieder hat mich Marius dankenswerterweise eingeladen, in seinem Blog über die Tiere hier in der Umgebung und meinen Bemühungen, ihnen zu helfen, zu schreiben. Siehe auch den ersten Beitrag. Seit meinem letzten <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/gastbeitrag-tiere-in-beit-jala-und-umgebung-teil-2/" title="Gastbeitrag: Tiere in Beit Jala und Umgebung -Teil 2">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
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<p>… wieder hat mich Marius dankenswerterweise eingeladen, in seinem Blog über die Tiere hier in der Umgebung und meinen Bemühungen, ihnen zu helfen, zu schreiben. <a title="Tiere in Beit Jala und Umgebung" href="http://marius-blog.de/blog/tiere-in-beit-jala-und-umgebung/">Siehe auch den ersten Beitrag.</a></p>
<p>Seit meinem letzten Beitrag sind 5 Monate vergangen.</p>
<p>Beit Jala hat inzwischen einen neuen <strong>Bürgermeister</strong>, dem ich &#8211; mit Hilfe einer guten Freundin aus dem Jenaer Tierschutz – eine lange Unterschriftenliste, bestehend aus Unterschriften deutscher Tierliebhaber, sowie von Schülern meiner Schule, überreichen konnte, mit der Bitte, die streunenden Hunde nicht mehr zu erschießen oder vergiften, sondern sie zu fangen, kastrieren und impfen und wieder frei zu lassen.</p>
<figure id="attachment_2451" aria-describedby="caption-attachment-2451" style="width: 282px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2451" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister-282x300.png" alt="(Von re n li: der Bürgermeister von Beit Jala, Nicola Khamis, Juliane Lukas aus Jena, Eleonore Straub)" width="282" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister-282x300.png 282w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Bürgermeister.png 572w" sizes="(max-width: 282px) 100vw, 282px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2451" class="wp-caption-text">(Von re n li: der Bürgermeister von Beit Jala, Nicola Khamis, Juliane Lukas aus Jena, Eleonore Straub)</figcaption></figure>
<p>Zu meiner großen Überraschung und Freude zeigte er sich sofort aufgeschlossen und meinte: „I don’t want to shoot the dogs, but we already got 250 bullets. Give me a concept for the catch-castrate-realease program, so I can convince the city council.“ Nun arbeiten Freunde in Ramallah und ich mit der “Palestinian Animal League” an einem durchführbaren Konzept.</p>
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<figure id="attachment_2452" aria-describedby="caption-attachment-2452" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner.png"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2452" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner-300x169.png" alt="(meine zwei kastrierten und geimpften Streuner)" width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner-300x169.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Streuner.png 945w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2452" class="wp-caption-text">(meine zwei kastrierten und geimpften Streuner)</figcaption></figure>
<p>Meine <strong>zwei Streuner</strong>, die ich seit ca. zwei Jahren „betreue“ sind sozusagen die Pilothunde – wir haben sie gefangen, sie sind kastriert und geimpft. Sie leben „wild“ im Freien, tragen aber zum Zeichen, dass sich jemand um sie kümmert, Halsbänder. Die Hunde wurden in Israel kastriert, da es in Palästina meines Wissens keine Tierärzte gibt, die Hündinnen sterilisieren können.</p>
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<p>Allerdings leben sie mit ca. 6 Rüden zusammen, was die Anwohner ziemlich ärgert. „You are causing problems with the dogs.“ musste ich mir kürzlich anhören, als von meinen zwei Streunern zurückkam. „We will call the police to shoot them.“   Wie so oft versuchte ich geduldig zu erklären, dass „meine“ zwei Hunde schon kastriert und geimpft sind, dass die anderen Hunde folgen werden. Leider stoße ich so oft auf Unverständnis und taube Ohren – das Kastrationskonzept ist einfach noch zu neu und fremd.</p>
<p>So kann ich nur hoffen, dass die Anwohner noch Geduld aufbringen…</p>
<figure id="attachment_2453" aria-describedby="caption-attachment-2453" style="width: 945px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-2453" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde.png" alt="(schlafende Streuner)" width="945" height="348" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde.png 945w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/schlafende-Hunde-300x110.png 300w" sizes="(max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2453" class="wp-caption-text">(schlafende Streuner)</figcaption></figure>
<p>Durch Vermittlung der Jenaer Tierschützerin wird im Juni ein Tierarzt aus Ramallah ein zweiwöchiges „Praktikum“ an der Jenaer Tierklinik durchführen. Weitere Tierärzte sind eingeladen, seinem Beispiel zu folgen. Ich bin sehr gespannt, was Dr Taha Jaber erzählen wird.</p>
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<figure id="attachment_2454" aria-describedby="caption-attachment-2454" style="width: 169px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2454" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia-169x300.png" alt="Die Schülerin Anastasya mit zwei der Welpen." width="169" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia-169x300.png 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Anastasia.png 375w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2454" class="wp-caption-text">Die Schülerin Anastasya mit zwei der Welpen.</figcaption></figure>
<p>Lange Zeit habe ich nach einer Lösung für die <strong>zwei Hunde an unserer Schule</strong> gesucht. Sie sind trotz langjähriger Fütterung noch zu scheu, um sie leicht zu fangen und zu kastrieren. Das muss aber dringend geschehen, denn sie hatten schon Nachwuchs: Im Januar wurden fünf Welpen geboren, vier haben überlebt. Nach 9 Wochen habe ich sie einem Winzer in Israel übergeben, der sich um sie kümmert.   Doch diese 9 Wochen waren sehr, sehr anstrengend, denn es war nicht einfach, die Welpen vor den Augen von 800 arabischen Schülern zu verstecken, die evtl. mit Steinewerfen, Treten oder aber dem Stehlen der Welpen reagiert hätten. Anastasya hat schon sehr viel geholfen!</p>
<p>In Israel gibt es die Möglichkeit, Streuner mit einem Betäubungsgewehr zur Strecke zu bringen. In der Westbank verbietet die israelische Regierung den Besitz eines Betäubungsgewehrs.</p>
<p>Also habe ich mich jetzt doch dazu durchgerungen Fallen zu stellen (in die zuerst mal alle Talitha-Katzen gehen werden). Gestern habe ich zwei Fallen gekauft und werde in der nächsten Woche mein Glück versuchen.</p>
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<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2455" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen-300x166.png" alt="Katzen" width="300" height="166" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen-300x166.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Katzen.png 653w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Den <strong>Talithakatzen</strong> geht es gut. Nach den Weihnachtsferien, die ich in Deutschland verbrachte, waren es allerdings nur noch 8 Katzen, davon 4 nicht kastriert – also werde ich demnächst wieder eine kleine Kastrationsrunde durchführen, jedoch nicht wie geplant (und versprochen) mit Dr Musallam, denn er hat eine Stelle in der Abteilung „Gesundheit“ der Stadt Bethlehem angenommen. Im Moment suche ich nach einem Tierarzt…</p>
<figure id="attachment_2456" aria-describedby="caption-attachment-2456" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2456" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe-300x169.png" alt="Die „Animal and Nature Awareness“ Gruppe in Talitha Kumi" width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe-300x169.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Schulgruppe.png 945w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2456" class="wp-caption-text">Die „Animal and Nature Awareness“ Gruppe in Talitha Kumi</figcaption></figure>
<p>Meine <strong>„Animal and Nature Awareness Palestine“ Gruppe</strong> an der Schule ist eifrig dabei, über Tierhaltung, Tierverhalten und Umwelt zu lernen. Sie hat mich beim Schutz der Welpen sehr unterstützt. Ohne sie wäre mir die ganze Sache über die Ohren gewachsen. Jetzt will ich beginnen, sie zur Tierfütterung mitzunehmen. Meine große Hoffnung ist, dass die Gruppe die Pflege der Tiere übernehmen wird. Das wird alles andere als einfach sein, denn hier sagt man gerne: „Ach, warum jetzt, das geht doch auch morgen.“ (Und dann wird es übermorgen oder wird überhaupt nicht erledigt.)</p>
<p>Einzelne Schüler begleiten mich auch zum israel. Tierarzt oder helfen mir, verletzte Tiere zu pflegen oder nehmen sie bei sich auf. In diesen Momenten schöpfe ich immer wieder Hoffnung, dass meine Arbeit doch wenigstens kleine Früchte trägt.</p>
<p>Oft überschätzen sich die Schüler aber. So hat vor wenigen Wochen eine Schülerin die Fütterung und Pflege von vier drei Tage alten Kätzchen, die in Talitha als Waisen gefunden wurden, übernommen. Sie stellte die vier in einem Karton in die Sonne. Als sie zwei Stunden später zurückkam, waren alle vier tot: Ein Kater hatte sie getötet. Wir hatten zuvor über diese Möglichkeit gesprochen, denn ich habe das hier schon zwei Mal erlebt…</p>
<figure id="attachment_2457" aria-describedby="caption-attachment-2457" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2457" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe-300x169.png" alt="Der Hund der „Pflegefamilie“ mit dem zugelaufenen Welpen " width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe-300x169.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Welpe.png 645w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2457" class="wp-caption-text">Der Hund der „Pflegefamilie“ mit dem zugelaufenen Welpen</figcaption></figure>
<p>Eine andere Schülerin nahm einen Welpen auf, der Schülern aufs Schulgelände gefolgt war. Ich wollte eine Familie für ihn suchen. Ihre Eltern gaben den Hund einfach an eine weitere Familie, die ihn jetzt in einem Rohbau hält. Mein Versuch, den Hund zurückzunehmen (ich wollte ihn in Jerusalem am „Dog Adoption Day“ anbieten), schlug fehl, sämtliche Vorschläge, wie der Hund ein besseres Leben haben könnte, ebenso.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Sie mehr Geschichten/Schicksale lesen wollen, dann schauen Sie auf meine Facebook Seite: „Animal Awareness Palestine“ oder über google „Animal Awareness Westbank“.</p>
<p>Bisher habe ich vom Futter über die Fallen bis zu den Tierärzten alles selbst bezahlt und merke, dass mein finanzieller Rahmen gesprengt wird. Die Tiere will ich aber auf keine Fall im Stich lassen, will sie weiter versorgt wissen, wenn ich das Land verlasse. Ich habe ein Konzept erstellt, WIE die „Animal and Nature Awareness Palestine“ Gruppe die Hege und Pflege der Tiere und ihrer Umgebung durchführen kann, doch für alles ist eine gute finanzielle Basis notwendig.<br />
Ich bitte Sie daher herzlich, auf das folgende Konto des Berliner Missionswerks – Schulträger von Talitha Kumi – einen kleinen Spendenbeitrag zu leisten. Er wird den Talitha-Tieren zu Gute kommen.</p>
<p>Spendenkonto: Evangelische Bank, IBAN DE66 5206 0410 0003 9097 60; BIC GENODEF1EK1</p>
<p>Spendenzweck: „Tier-und Umweltschutz in Palästina“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzlichen Dank!       Eleonore Straub</p>
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			</item>
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		<title>Abschied bis zum Wiedersehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2015 22:39:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abschied]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedersehen]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist immer so wenn es heißt Abschied zu nehmen: da ist zum Einen die Wehmut, hier lieb gewordene Menschen in einer lieb gewonnenen Umgebung zu verlassen, nicht zu wissen ob und wie man sich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abschied-bis-zum-wiedersehen/" title="Abschied bis zum Wiedersehen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer so wenn es heißt Abschied zu nehmen: da ist zum Einen die Wehmut, hier lieb gewordene Menschen in einer lieb gewonnenen Umgebung zu verlassen, nicht zu wissen ob und wie man sich wieder sieht. Da ist aber auch die Vorfreude auf die Heimat, den Menschen dort, die ich so mag, der Alltag und das Bekannte.</p>
<figure id="attachment_2445" aria-describedby="caption-attachment-2445" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Altstadt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2445" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Altstadt-300x225.jpg" alt="Altstadt von Beit Jala" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Altstadt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Altstadt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Altstadt.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2445" class="wp-caption-text">Altstadt von Beit Jala</figcaption></figure>
<p>Ich hatte meinen sechsten Aufenthalt hier in Palästina mit „Suche nach Hoffnungszeichen“ überschrieben. Zeichen von Hoffnungen in einer (scheinbar) hoffnungslosen Zeit. Ich habe solche Hoffnungszeichen gefunden und in den letzten 17 Tagen auch in diesem Blog darüber berichten können. Ich durfte wieder starken Männern und Frauen begegnen, die sich für diese kleinen „Hoffnungs-Pflänzchen“ einsetzen, sie schützen, „hegen und pflegen“. Ja es sind diese Menschen hier in Israel&amp;Palästina, die durch ihre Vision von Frieden und Gerechtigkeit und ihr konkretes Tun dafür, den Mitmenschen Vorbild und sogleich Mahner sind.<br />
Aber auch die vielen haupt- und ehrenamtlichen internationalen Kräfte, die hier diese Visionen tatkräftige unterstützen (ich denke mit besonderer Sympathie an die vielen jungen Menschen, die sich hier mit unglaublichem Elan engagieren), sind wichtige „Stützpfeiler“, damit das so empfindsame Feuer der Hoffnung nicht verlöscht.</p>
<p>Als ich vor nun genau drei Jahren, mit meinem ersten Besuch und Arbeitseinsatz auf dem</p>
<figure id="attachment_2446" aria-describedby="caption-attachment-2446" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Fatenstraße.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2446" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Fatenstraße-225x300.jpg" alt="auf dieser Straße wohnt Faten Mukarker in Beit Jala" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Fatenstraße-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Fatenstraße-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Fatenstraße.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2446" class="wp-caption-text">auf dieser Straße wohnt Faten Mukarker in Beit Jala</figcaption></figure>
<p>Weinberg der Familie Nasser begonnen habe, meinen – zugegeben winzigen Anteil &#8211; an Unterstützung für einen gerechten Frieden zwischen Israel&amp;Palästina zu starten, konnte ich nicht ahnen, wie sehr mich diese neue Aufgabe herausfordert, aber zu gleich auch befriedigt und meinem neuen Lebensabschnitt damit einen besonderen Sinn gibt. Ich bin sehr dankbar für diese „Herausforderung“ und fühle mich sehr geehrt, dass ich in so kurzer Zeit so vielen herausragenden Persönlichkeiten begegnen durfte.</p>
<p><strong>Ich freue mich auf das was da noch kommen mag.</strong></p>
<p>So Gott will, und es genügend Anmeldungen gibt, werde ich vom 5. Bis 15. Oktober mit einer neuen Gruppe Land&amp;Leute „Dies- und Jenseits des Jordans“ kennenlernen. Weitere Infos zu geplanten Gruppenfahrt gibt es bei mir. (siehe unter Kontaktmöglichkeit)</p>
<p>Ich möchte diese Blog-Serie mit den „österlichen Worten“ des ehemaligen Bischofs von Aachen, Klaus Hemmerle, schließen, die mir in diesen Tagen von Pater Matthias aus Tagba zu geschickt wurden. Ich würde mich freuen wenn Ihr bei meiner nächsten Reise im Herbst, wieder in meinem Blog vorbeischauen würdet</p>
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<p><em>Ich wünsche uns Osteraugen,              </em></p>
<figure id="attachment_2447" aria-describedby="caption-attachment-2447" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/ostern.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2447" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/ostern-300x199.jpg" alt="Morgen am See Genezareth" width="300" height="199" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/ostern-300x199.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/ostern.jpg 573w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2447" class="wp-caption-text">Morgen am See Genezareth</figcaption></figure>
<p><em>die im Tod bis zum Leben,</em></p>
<p><em>in der Schuld bis zur Vergebung,</em></p>
<p><em>in der Trennung bis zur Einheit,</em></p>
<p><em>in den Wunden bis zur Herrlichkeit,</em></p>
<p><em>im Menschen bis zu Gott,</em></p>
<p><em>in Gott bis zum Menschen,</em></p>
<p><em>im Ich bis zum Du</em></p>
<p><em>zu sehen vermögen.</em></p>
<p>(Klaus Hemmerle)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Backstuben-&#8222;Höhlen&#8220;-Gespräch bei Fatima</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2015 20:16:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[backen]]></category>
		<category><![CDATA[Brot]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
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					<description><![CDATA[An meinem letzten Tag in Palästina war ich zunächst zum sonntäglichen Gottesdienst in der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Es war ein wirklich kalter (8 °C) und sehr regnerischer Sonntag, für mich eine ganz neue „Palästina-Erfahrung“, die <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/backstuben-hoehlen-gespraech-bei-fatima/" title="Backstuben-&#8222;Höhlen&#8220;-Gespräch bei Fatima">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An meinem letzten Tag in Palästina war ich zunächst zum sonntäglichen Gottesdienst in der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Es war ein wirklich kalter (8 °C) und sehr regnerischer Sonntag, für mich eine ganz neue „Palästina-Erfahrung“, die ich nicht wirklich gebraucht hätte. Der besondere Gottesdienst der Benediktiner Mönche und der sehr gute Milchkaffee in dem gemütlichen Cafe der Dormitio weckte aber wieder alle meine Lebensgeister.</p>
<figure id="attachment_2431" aria-describedby="caption-attachment-2431" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Höhle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2431" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Höhle-300x225.jpg" alt="Fatima&#96;s &quot;Höhle" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Höhle-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Höhle-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Höhle.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2431" class="wp-caption-text">Fatima`s &#8222;Höhle</figcaption></figure>
<p>Für den Nachmittag habe ich mich zum Abschied mit Fatima verabredet. Ich traf sie in einem Schuppen, den sie, wie ich im Verlauf des Nachmittages erfuhr, zu ihrer „Höhle“ eingerichtet hat, unter anderem mit einem Ofen auf dessen heißem Backblech sie dünnes Fladenbrot backte. Im Ofen erhitzte sie frischen Pfefferminztee. Es war also gemütlich, da es gut roch und vor allem war es „lecker“ warm (das Wort „gemütlich“ Fatima zu erklären war schwer)</p>
<p>Im Verlauf der nächsten Stunde entwickelte sich ein intensives Gespräch mit ihr, wie so oft seit dem ich Fatima kenne, wenn ich mal mit ihr alleine sein kann. Sie „schüttet&#8220; dann mir, dem fremden aber doch mittlerweile durch die vielen Begegnungen zum Freund gewordenen Mann ihr „Herz aus“. Vieles in ihrem Leben beschäftigt, ja belastet sie sehr. Es tut ihr wohl einfach gut darüber zu reden, dabei „etwas Ballast“ abzuwerfen, auch wenn sich ihre Situation nicht wirklich ändern kann. Vieles, wo runter sie leidet, hängt mit der Kultur, den Traditionen zusammen mit denen sie einfach Leben muss. So kamen wir auf die Situation ihrerbehinderten Tochter Magdolin zu sprechen, die vor fast sieben Jahren ihre Ausbildung als</p>
<figure id="attachment_2435" aria-describedby="caption-attachment-2435" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Teig.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2435" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Teig-300x225.jpg" alt="Brotteig" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Teig-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Teig-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Teig.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2435" class="wp-caption-text">Brotteig</figcaption></figure>
<p>Übersetzerin (Arabisch-englisch) abgeschlossen hat und immer noch eine Arbeitsstelle sucht. Viele die sie kennt würden mit „Verbindungen“ es schaffen für ihre Kinder eine Arbeitsstelle zu finden. Überhaupt würden sich die Meisten nur um sich selbst kümmern. Selbst fehlende Abiturzeugnisse können bezahlt werden. &#8222;Hier bei uns werden die Reichen immer reicher, sie bekommen auch bei schlechteren Voraussetzungen die beste Arbeit&#8220;. Sie weigert sich das gleiche zu tun. „Ich will keinem/keiner Anderen den Platz weg nehmen“. Deshalb nutzt sie nicht die Verbindungen die sie hätte, um für sich bzw. ihrer Tochter Vorteile zu verschaffen. Aber es gibt nur wenige die sich auch so verhalten. Den meisten geht es ums Geld sagt Fatima. Ihre 2013 verstorbene Mutter habe im Zusammenhang mit Freundschaften den Satz geprägt:</p>
<figure id="attachment_2432" aria-describedby="caption-attachment-2432" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Backofen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2432" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Backofen-300x225.jpg" alt="Backofen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Backofen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Backofen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Backofen.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2432" class="wp-caption-text">Backofen</figcaption></figure>
<p><em>Hast Du bei ihm/ihr Erfahrungen mit Geld, wenn nicht dann kennst Du ihn nicht richtig.</em><br />
Wir kamen auch noch einmal auf die Rolle der Frau in der arabischen Familie zu sprechen. Die Männer lassen sich bedienen. So verhält sich auch ihr erstgeborener Sohn, der eine Kariere bei der Arab-Bank gemacht hat, der aber in jeder freien Zeit sich mit „Kind und Kegel“ bei ihr aufhält. Er sagt was er essen möchte und ist sauer wenn es das Gewünschte nicht gibt. Wenn sich Fatima beschweren würde, könne das weder der Sohn noch der eigene Ehemann Hassan verstehen. Ich habe in meinem eigenen Haus nur ganz selten Ruhe, eine eigene Privatsphäre. Immer besser verstehe ich das für sie die Zeit in Deutschland, im Herbst 2013, als sie dort wegen einer Operation, vier Wochen war, „zur schönsten Zeit in ihrem Leben“ zählte.</p>
<p>Fatima ließ mich wissen, dass sie sich lieber einfach kleidet, alles Technische nicht bräuchte, lieber im Ofen backt/kocht und eben gerne in einer Höhle leben würde. Das alte Beduinenleben steckt wohl tief in ihr&#8230;.</p>
<p>Wir sind dann noch zu einer Nachbarin gefahren, die, um für die Schulausbildung ihrer sieben</p>
<figure id="attachment_2433" aria-describedby="caption-attachment-2433" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Apfelsine.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2433" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Apfelsine-300x225.jpg" alt="Fatima &quot;schwört&quot; auf Apfelsinen mit &quot;gesundem&quot; Rand" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Apfelsine-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Apfelsine-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Apfelsine.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2433" class="wp-caption-text">Fatima &#8222;schwört&#8220; auf Apfelsinen mit &#8222;gesundem&#8220; Rand</figcaption></figure>
<p>(!) Söhne auch etwas Geld beizutragen, Fladenbrot backt. Als ich der Frau meine Anerkennung zum Ausdruck bringen wollte, erfuhr ich eine weitere „Besonderheit“ im arabischen Leben. Man erzählt nicht gerne über etwas Positivem: z.B. viele Söhne, oder ein neues Auto, oder einem guten Beruf. Mann/Frau befürchtet, dass es ein Unglück gibt (etwas mit den Kindern, ein Autounfall etc.). Dagegen erzählt man schon wenn man viele Töchter hat (damit kann man wohl nicht angeben&#8230;)</p>
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		<title>Ni`lin: Erneuter Besuch in einem mutigen Dorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 18:07:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[gewaltlos]]></category>
		<category><![CDATA[heiliges Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Ni`lin]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich mich heute morgen recht früh in Beit Jala aufmachte um ein zweites Mal Saeed Amireh in Ni`lin zu besuchen, bereitete sich das Städtchen, wie alle christlichen Orte im Westjordanland, auf den Empfang des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nilin-erneuter-besuch-in-einem-mutigen-dorf/" title="Ni`lin: Erneuter Besuch in einem mutigen Dorf">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mich heute morgen recht früh in Beit Jala aufmachte um ein zweites Mal Saeed Amireh in Ni`lin zu besuchen, bereitete sich das Städtchen, wie alle christlichen Orte im Westjordanland, auf den Empfang des heiligen Feuers vor. <a href="http:/www.orthpedia.de/index.php/Heiliges_Feuer" target="_blank">www.orthpedia.de/index.php/Heiliges_Feuer<br />
</a><span style="line-height: 1.5;">Leider war das angekündigte Wetter nicht diesem feierlichen Anlass entsprechend angekündigt: Regen bei kalten 10°C. Ich wollte versuchen diesen Höhepunkt der Orthodoxen Christen heute Nachmittag hier live mit zu erleben.</span></p>
<p>Aber zunächst einmal bin ich über Jerusalem nach Ramallah mit dem Bus gefahren. Dort hat mich dann eine gute Bekannte von Saeed, mit der ich bereits seit längerem per Mail verbunden bin, mit ihrem Auto den etwa 27 km langen Weg in den Westen Palästinas mitgenommen. Unterwegs erzählte sie mir, dass Saeed ihr heute morgen gepostet habe, dass es auch am gestrige Freitag, wie immer seit Jahren, ein Tag des friedlichen Protestes der Bewohner von Ni`lin, zu Auseinandersetzungen mit den israelischen Soldaten gekommen sei, die bis in die Nacht gedauert hätten.</p>
<figure id="attachment_2427" aria-describedby="caption-attachment-2427" style="width: 960px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2427" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1.jpg" alt="Militäreinsatz im Februar foto: Ni&#96;lin Volkskomitee" width="960" height="540" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1.jpg 960w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/volkskom1-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2427" class="wp-caption-text">Militäreinsatz im Februar<br />foto: Ni`lin Volkskomitee</figcaption></figure>
<p>Am Ortseingang wurden wir von einem großer Wachturm „empfangen“ der seit meinem l<a title="Ni&#96;lin ein mutiges Dorf" href="http://marius-blog.de/blog/nilin-ein-mutiges-dorf/" target="_blank">etzten Besuch im Herbst 2014</a> errichtet wurde, und nun den israelischen Soldaten die beste Möglichkeit bietet, genau zu beobachten, wer in das 5.000 Einwohner Dorf hinein und wer heraus fährt. Saeed empfing uns in seinem Elternhaus und berichtete von den Vorfällen gestern. Die Reaktionen der israelischen Soldaten sind –so Saeed-in den letzten Monaten brutaler geworden. Oft kommen sie schon ins Dorf und warten nicht darauf, dass der Demonstrationszug von meist um die 150 Personen bis nahe an die Mauer kommt. Oft wird jetzt „scharf“ geschossen, zuletzt wurde vor zwei Wochen ein 14 Jähriger Junge am Hinterkopf getroffen. Seit einiger Zeit kommen weniger internationale und israelische Aktivisten zu den Freitagsprotesten. Dies hat auch zu Folge das keine Filmaufnahmen mehr gemacht werden, das wiederum fördert die dann „ungehemmte“ Gewalt der Soldaten. Trotz der gewalttätigen Einsätze halten die Bewohner von Ni`lin an dem Grundsatz der Gewaltfreiheit fest. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen werden dort Training zu gewaltfreien Aktion abgehalten. Auch wird das tragen von Masken („Vermummung“) abgelehnt.</p>
<figure id="attachment_2423" aria-describedby="caption-attachment-2423" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2423" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung-300x225.jpg" alt="in unmittelbarer Nähe von Ni&#96;lin: Werbung zum Kauf eines Siedlerhauses" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/werbung.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2423" class="wp-caption-text">in unmittelbarer Nähe von Ni`lin: Werbung zum Kauf eines Siedlerhauses</figcaption></figure>
<p>Immer wieder wird von Seiten Israel versucht Kollaborateure (Spitzel) zu gewinnen. Seit Wochen wird sein Bruder von einem (neuen) Kommandanten der israel. Armee angerufen und mit vielfältigen Versprechungen (Arbeit, dauerhaftes Visum, Geld etc.) gelockt. Anderseits wird ihm, sollte er die verdeckten Spitzeldienste ablehnen unverhohlen mit Sanktionen gedroht. Der Bruder will im August heiraten und ist deshalb für die Israelis sicherlich ein „begehrtes“ Zielobjekt.</p>
<p>Die vielfältige Unterstützung aus aller Welt geben Saeed und dem ganzen Dorf viel Motivation, den so ungleichen „Kampf“ für die Beachtung der Menschenrechte, für Freiheit und Gerechtigkeit weiter zu führen. Saeed und die Aktivisten des Volkskomitees wurden in den letzten Monaten von zahlreichen hochrangigen Vertretern anderer Staaten besucht, so war der amerikanische Konsul, Vertreter des französischen und schwedischen Konsulats in seinem Haus. Es gibt</p>
<figure id="attachment_2424" aria-describedby="caption-attachment-2424" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2424" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8-225x300.jpg" alt="Wandbehang" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/titel-8.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2424" class="wp-caption-text">Wandbehang</figcaption></figure>
<p>Kontakte zu mehr als 40 Parlamentariern aus vielen Ländern, aus Deutschland sind die zwei MdB`s der Linken. Von einer Gruppe aus Italien gab es zuletzt eine Spende über 12.000 €, die für den Aufbau eines Medienzentrum genutzt werden soll, in dem jungen Menschen im Umgang mit Computer, Cameras und andere Medien geschult werden sollen. Leider ist die Unterstützung in Palästina selbst eher gering. Es gäbe so eine Tendenz: „ist nicht meine Stadt, meine Straße, mein Haus und wenn sie dann in dem Zimmer seien hilft keiner mehr!“ Die Menschen in Ramallah wüssten oft nicht was hier in Ni`lin geschieht. Ganz anders sah die Solidarität beim Gaza-Krieg im letzten Sommer aus, da haben alle Palästinenser mit ihren „Brüdern und Schwestern“ mit gelitten und sind massenhaft zu Protestaktionen auf die Straße gegangen.</p>
<p>Nach einer Stunde kam die Familie zum Frühstück zusammen. Saeed hat drei Schwestern und</p>
<figure id="attachment_2422" aria-describedby="caption-attachment-2422" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2422" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2-300x225.jpg" alt="Saeed mit Mutter u Schwestern" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/frühstück2.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2422" class="wp-caption-text">Saeed mit Mutter u Schwestern</figcaption></figure>
<p>vier Brüder. Es gab leckeres frisch gebackenes Brot mit Öl und Zater und Pfefferminztee. Ich glaube alle sind stolz auf Saeed. Für mich ist es wirklich auch erstaunlich wie abgeklärt, wie souverän sich der gerade 23 jährige junge Mann hier in Ni`lin, aber auch bei seinen vielen Vortragsreisen, die ihn schon nach Australien und viele europäischen Staaten geführt hat, verhält. Aber es gibt auch eine Zeit neben dem Einsatz für sein Dorf. Saeed ist ein guter Volleyballer, hat schon in der Landesauswahl gespielt, er spielt auch gerne Fußball und Tischtennis und er liest gerne. Derzeit schreibt er an einem Buch. In ihm will er die Geschehnisse und seine Erlebnisse in und um Ni`lin öffentlich machen. Im November wird Saeed zu seiner Vortragsreise nach Deutschland kommen. Ich habe ihn mit anderen Unterstützer/innen gemeinsam mit Roni Hammermann für den Bremer Friedenspreis 2015 vorgeschlagen. <a href="http://www.dieschwelle.de">www.dieschwelle.de<br />
</a></p>
<figure id="attachment_2421" aria-describedby="caption-attachment-2421" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2421" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier-300x225.jpg" alt="naher Osten: gleiche Tradition" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/eier.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2421" class="wp-caption-text">naher Osten: gleiche Tradition</figcaption></figure>
<p><a href="http://www.dieschwelle.de">N</a>och etwas fand ich bemerkenswert: auch die Muslime haben die Tradition in dieser Zeit, &#8222;wo die Hühner wieder beginnen mehr Eier zu legen&#8220; die Eier kunstvoll zu färben, und ich habe es erst nicht geglaubt&#8230;. Saeed kennt und liebt das in unseren Breitengraden an Ostern beliebte &#8222;Eier -ditschen&#8220;, wo man die Eier gegeneinander schlägt und dessen Ei nicht zerbricht &#8222;gewinnt&#8220; das Ei des Anderen.</p>
<p>Leider kam ich zum großen christlichen Event in Beit Jala zu spät. Obwohl in Jerusalem, wegen des Sabbats nur arabische Israelis Auto fahren, war rund um die Altstadt, sicherlich bedingt durch den überaus großen Andrang der orthodoxen Gläubigen zu den &#8222;wundersamen&#8220; Vorgänge in der Grabeskirche, ein totales Verkehrschaos, so das ich erst nach 17.00 Uhr in Beit Jala eintraf. Kamal, der Sohn von Faten, begrüßte mich mit &#8222;frohe Ostern&#8220; und auf meinen fragenden Blick, angesichts des Zeitpunktes am Ostersamstag, sagte er, &#8222;Jesus ist auf erstanden, wir wissen es nur noch nicht, da die Frauen noch nicht am Grab waren und gesehen haben das das Grab leer ist&#8220;</p>
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		<title>Gut, dass die Helfer kommen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2015 17:27:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[GIZ]]></category>
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					<description><![CDATA[Anfang 2014 wurde in einer Beilage der TAZ eine „Flugschrift“ mit dem Titel &#8222;Vorsicht, die Helfer kommen!&#8220; (Autor ist ein gewisser Axel Feuerherds, der zu der neuen Bewegung &#8222;Antideutsche&#8220; zu zählen ist)  veröffentlicht, in der <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/gut-dass-die-helfer-kommen/" title="Gut, dass die Helfer kommen!">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang 2014 wurde in einer Beilage der TAZ eine „Flugschrift“ mit dem Titel &#8222;Vorsicht, die Helfer kommen!&#8220; (Autor ist ein gewisser Axel Feuerherds, der zu der neuen Bewegung &#8222;Antideutsche&#8220; zu zählen ist)  veröffentlicht, in der die deutsche Entwicklungshilfe in Palästina pauschal diffamiert wurde. Ich hatte heute die Gelegenheit mit Rudolf Rogg zu sprechen der nun mehr im siebten Jahr die Verantwortung für die Arbeit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Palästina hat. .</p>
<p><a href="https:/www.giz.de/de/weltweit/379.html" target="_blank">www.giz.de/de/weltweit/379.html</a></p>
<figure id="attachment_2414" aria-describedby="caption-attachment-2414" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/rudolf.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2414" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/rudolf-300x225.jpg" alt="Rudolf Rogg (li) mit Lebenspartnerin Linde und DVHL-Volontär Johannes  heute privat auf Dahers Weinberg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/rudolf-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/rudolf-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/rudolf.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2414" class="wp-caption-text">Rudolf Rogg (li) mit Lebenspartnerin Linde und DVHL-Volontär Johannes heute privat auf Dahers Weinberg</figcaption></figure>
<p>Rudolf ist seit seinem 21. Lebensjahr in Bereich der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Vor einigen Jahren hat man die „Entwicklungshilfe“ – nicht ohne inhaltliche Begründung „umbenannt“. In den nunmehr fast 40 Jahren hat er immer in einem „der zehn ärmsten Ländern dieser Welt“ gearbeitet. Nirgendswo war die Anerkennung der Arbeit bei den Verwaltungsbehörden, aber auch in der Bevölkerung so groß wie hier in Palästina. „Ich habe selten so ein Gefühl von sinnvoller Arbeit gehabt wie hier in Palästina“ resümiert Rudolf Rogg. Er sieht Palästina auch nicht als klassisches Entwicklungsland an, „Palästina ist ein Land welches seit 1967unter israelischer Besatzung steht“. Wir schaffen durch unser Engagement keine Veränderung der politischen Gegebenheiten, wir schaffen aber für viele und vieles „Erleichterungen.</p>
<p>Wir sehen unsere Arbeit auch als „Brückenbauer“ die den Zugang für Palästina zur Welt ermöglicht. Ein konkretes Beispiel war z.B. unser Engagement des Gaza-Büros im letzten Monat. Wir konnten es IT-Experten aus Gaza ermöglichen, sich auf der Cebit (der Welt größten Computer-Messe) zu präsentieren. Im Ergebnis konnten einige Arbeitsaufträge in diesen sonst so hermetisch abgeriegelten Landesteil von Palästina geholt werden. Hoffnungsvolle Zeichen für diese so leidende Bevölkerung.<br />
Gerade durch unsere Anstrengungen im beruflichen Bildungsbereich, möchten wir der palästinensischen Jugend Hoffnung und Perspektiven aufzeigen.</p>
<p>Seit dem ich hier bin hat sich die Beauftragung von 30 auf rund 90 Mio € erhöht,</p>
<p>Letztlich entlasten wir Israel durch diese finanzielle Unterstützung von ihrer völkerrechtlichen</p>
<figure id="attachment_2415" aria-describedby="caption-attachment-2415" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/GIZ.Projekt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2415" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/GIZ.Projekt-300x225.jpg" alt="Thomas König wird auch von der GIZ finanziert" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/GIZ.Projekt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/GIZ.Projekt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/GIZ.Projekt.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2415" class="wp-caption-text">Der Einsatz von Thomas König im Auja-Eco-Center bei Jericho wird auch von der GIZ finanziert</figcaption></figure>
<p>Verantwortung als „Besatzungsmacht“ für das palästinensische Volk. Durch vielfältige z.T. hochkarätige Dienstreisen hat die GIZ hier auch immer wieder die Möglichkeit deutschen Politikern und Entscheidungsträgern auf notwendige politische Lösungen in diesem Konflikt hin zu weisen. Auch einem letzten Vorwurf aus dem o.g. „Flugschrift“, die vielen NGO halten sich an der Arbeit fest, entgegnete Rudolf Rogg gelassen und souverän. Er kennt viele der Mitarbeiter/innen im Dienste der GIZ oder der NGO`s. Für die allermeisten würde es eine ethische Verpflichtung sein, eine sinnvolle, an den gesetzten Zielen und den Bedürfnissen der Bevölkerung orientierte Arbeit, unter dem mir als Sozialarbeiter bekannten Anspruch der „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu gewährleisten.<br />
Es war für mich ein beeindruckendes Gespräch mit Rudolf Rogg, habe ich doch in seinen Worten viel von der Liebe zu den Menschen hier gespürt. Dazu passt auch seine persönliche Konsequenz die er, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Krieges in Gaza im Sommer letzten Jahres und der aktuellen Wahlen, für sich getroffen hat. Seit letztem Sommer vermeidet er nach Möglichkeit sich in Israel aufzuhalten. Er befürchtet dort die Menschen zu Treffen die durch ihre Stimmabgabe bei den letzten Parlamentswahlen letztlich die aktuelle israelische Politik ermöglichen und den Krieg im Sommer 2014 befürwortet haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Roni Hammermann: Wir machen einfach weiter&#8230;</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-machen-einfach-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2015 15:03:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[machismo Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Militärgerichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte mich bereits 2013 einmal mit ihr in Jerusalem getroffen, Dr. Roni Hammermann, 2001 Mitbegründerin der israelischen Menschenrechtsorganisation Machsom Watch ( auf Deutsch «Kontrollposten-Wache») Diese Frauengruppe gehört zum harten Kern der israelischen Menschenrechtsbewegungen, die sich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-machen-einfach-weiter/" title="Roni Hammermann: Wir machen einfach weiter&#8230;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mich <a title="„Man kann nicht gegen Antisemitismus kämpfen und gleichzeitig ein anderes Volk unterdrücken“" href="http://marius-blog.de/blog/%e2%80%9eman-kann-nicht-gegen-antisemitismus-kaempfen-und-gleichzeitig-ein-anderes-volk-unterdruecken/">bereits 2013</a> einmal mit ihr in Jerusalem getroffen, Dr. Roni Hammermann, 2001 Mitbegründerin der israelischen Menschenrechtsorganisation Machsom Watch ( auf Deutsch «Kontrollposten-Wache») Diese Frauengruppe gehört zum harten Kern der israelischen Menschenrechtsbewegungen, die sich dem breiten Konsens widersetzt.<br />
Roni ist eine der vielen starken Frauen, denen ich in den letzten Jahren auf „beiden Seiten“ begegnen durfte. Gestern hatte ich mich wieder mal mit ihr in Jerusalem verabredet.</p>
<p>Ich erzählte ihr zu Beginn unseres Treffens von meiner Wanderung durch das Cremisantal. Auch sie wusste von der positiven Gerichtsentscheidung dort und in Battir. Ihr Kommentar zu diesen kleinen Hoffnungszeichen für die direkt betroffenen Menschen: leider äußern sich unsere obersten Richter nicht zu den wirklich wichtigen Fragen, wie dem Mauerbau, dem andauernden Siedlungsbau oder die damit im Zusammenhang stehenden permanenten Hauszerstörungen. Trotzdem sei es gut, dass es bei diesen privaten Klagen zu einer Entscheidung für die betroffenen Anwohner gekommen sei. Sie wünschte sich auch bei den Verhandlungen vor dem Militärgericht, die sie oft mit ihrer Gruppe „begleiten“ bei den betroffenen palästinensischen Familien „einen längeren Atem“. Oft sei es auch eine Geldfrage (wegen der oft sehr hohen Anwaltskosten) ob jemand bereit sei, gegen eine Entscheidung Einspruch einzulegen, damit der betreffende Fall vor dem obersten Gerichtshof erneut verhandelt werden kann. Oft wird –zu ihrem Bedauern- die „schnelle Lösung“ angestrebt.</p>
<figure id="attachment_2407" aria-describedby="caption-attachment-2407" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Rony.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2407" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Rony-300x225.jpg" alt="leider recht der Bücherschrank in der neuen Wohnung nicht aus" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Rony-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Rony-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Rony.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2407" class="wp-caption-text">leider reicht der Bücherschrank in der neuen Wohnung nicht aus</figcaption></figure>
<p>Roni berichte auch davon das es seit Jahren, von Seiten der Armee gewünscht, Kontaktgespräche mit Ihrer Gruppe gäbe. Sie und viele aus Ihrer Gruppe sehen diese Gespräche zwiespältig, ja ein wenig als „Wohlfühlfalle“. Für die Armee gelten sie ein wenig als „Feigenblatt“ „wir sprechen doch regelmäßig mit den israelischen Menschenrechtsgruppen.“ Dem erklärten Ziel von Machsom Watch „die Abschaffung der Besatzung“, kommt man durch diese Gespräche keinen schritt näher. „Wir wollen die Besatzung nicht nur schön machen“ so Roni Hammermann.</p>
<p>Roni hatte mir vor zwei Jahren von den Exkursionen berichtet, die man begonnen habe, um interessierte israelische Landsleute an die Orte zu bringen wo Machsom Watch aktiv ist. Diese Touren, die den meist Unwissenden, die tatsächliche Realität der Besatzung aufzeigt, haben in den letzten Jahren zu einem stärkeren Interesse an einer Mitarbeit in der Gruppe geführt.</p>
<p>Zu meiner Frage was Sie und ihre Gruppe zu dem Wahlergebnis denkt sagte mir Roni: „wir werden einfach so weiter machen wie bisher, was sollen wir auch sonst tun&#8230;.“</p>
<p>Starke Frauen, die von Machsom Watch</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Dies und das im palästinensischen Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2015 19:53:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Müllentsorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Steinmetze]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn ich nun schon das sechste Mal im Lande weile, fallen mir doch immer noch (Gott sei dank) so Kleinigkeiten des Alltags auf, die mich staunen lassen, ärgern, wundern, anregen überraschendes. Nachfolgend habe ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/dies-und-das-im-palaestinensischen-alltag/" title="Dies und das im palästinensischen Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ich nun schon das sechste Mal im Lande weile, fallen mir doch immer noch (Gott sei dank) so Kleinigkeiten des Alltags auf, die mich staunen lassen, ärgern, wundern, anregen überraschendes.</p>
<p>Nachfolgend habe ich eine kleine Zusammenstellung der/meiner Auffälligkeiten der letzten Wochen zusammengetragen. Nichts spektakuläres, Alltag eben&#8230;&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Müllabfuhr</p>
<p>Ja es gibt sie auch hier in Palästina, auch wenn einem beim Gang durch die Straßen manchmal Zweifeln kommen ob dem Unrat der überall herum liegt. Aber ich habe die Müllautos</p>
<figure id="attachment_2397" aria-describedby="caption-attachment-2397" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/tonnealt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2397" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/tonnealt-300x225.jpg" alt="welch ein Elend" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/tonnealt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/tonnealt-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2397" class="wp-caption-text">welch ein Elend</figcaption></figure>
<p>gesehen, oft steht auf den Fahrzeugen welches Land der Sponsor des Fahrzeugs war. Anders als bei uns gibt es keine Mülltonnen für jeden Haushalt, sondern es stehen alle 50-100 m Müllcontainer auf den Straßen, in denen es sich die meist wild lebenden Katzen &#8211; dank des fehlenden Deckels- schmecken lassen. Nicht nur das es häufig „müffelt“ (freundlich ausgedrückt) wenn man in die Nähe eines solchen Containers kommt, sie wirken alle auch ziemlich abgenutzt und ramponiert.  Meist sind die Räder abgebrochen so das es oft so aussieht als kippten sie gleich um.<br />
Steinmetze</p>
<figure id="attachment_2398" aria-describedby="caption-attachment-2398" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Steinmetz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2398" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Steinmetz-300x225.jpg" alt="mit großem Messer wird der Steinblock in Scheiben geschnitten" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Steinmetz-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Steinmetz-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Steinmetz.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2398" class="wp-caption-text">mit großem Messer wird der Steinblock in Scheiben geschnitten</figcaption></figure>
<p>Schon im <a title="Der “Jerusalemer Stein” – Meleke" href="http://marius-blog.de/blog/der-jerusalemer-stein-meleke/">Herbst letzten Jahres</a> habe ich sie bewundert, die Arbeiter, die die glatten weißen Platten aus dem &#8222;Jerusalemstein&#8220; mit schnellen Schlägen eine „Struktur“ geben. Mit Stephan bin ich wieder an einer solchen Fabrik vorbei gekommen. Man winkte uns freundlich herein und so haben wir ihnen bei ihrer harten und staubigen Arbeit ein wenig zu gesehen. Ich glaube es machte sie ein wenig stolz das wir ihnen und ihrer Arbeit ein wenig Beachtung schenkten. Auch Stephan setze sich einmal hinter den Stein, merkte aber gleich, dass es nicht so einfach ist den Stein zu bearbeiten, ohne das einem die abgeschlagenen Splitter in die Augen fliegen. Schutzbrillen&#8230;ich habe keine gesehen. Auch konnten wir uns genau ansehen wie große Zahnräder die mächtigen Steine in Scheiben schnitten. Sehr beeindruckend!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es geht auch anders</p>
<figure id="attachment_2399" aria-describedby="caption-attachment-2399" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kontrolle.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2399" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kontrolle-300x225.jpg" alt="Kontrollen nicht nur am Checkpoint hier Ausweiskontrolle am Jaffa-Gate" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kontrolle-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kontrolle-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kontrolle.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2399" class="wp-caption-text">Kontrollen nicht nur am Checkpoint hier Ausweiskontrolle am Jaffa-Gate</figcaption></figure>
<p>Wie schon geschildert müssen die jungen palästinensischen Fahrgäste auf der Fahrt von Bethlehem nach Jerusalem am Checkpoint den Bus verlassen. Während die Touristen und älteren Fahrgäste im Bus kontrolliert werden, müssen die Jungen ihre Identitätskarte, die sie als Bürger Ostjerusalems ausweist, draußen den israelischen Sicherheitsleuten zeigen. Als nun am Schabbat die Besetzung des Checkpoint auf ein Minimum reduziert war und es nur eine Fahrspur gab, konnten alle im Bus sitzen bleiben. Die Demütigende &#8211; da unverständlich und sinnlose Prozedur des Aussteigen – war nun nicht nötig. Also&#8230;es geht doch auch anders, wenn auch hier nicht der gute Wille, sondern die Bequemlichkeit der reduzierten Wachmannschft „Regie“ geführt hat. Heute, am Ostersonntag, „durften“ wieder alle jungen Palästinenser aussteigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Grün ist lecker</p>
<figure id="attachment_2395" aria-describedby="caption-attachment-2395" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/grünistlecker.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2395" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/grünistlecker-300x225.jpg" alt="alles grün, links die Kichererbsen, rechts die Mandeln" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/grünistlecker-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/grünistlecker-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/grünistlecker.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2395" class="wp-caption-text">alles grün,<br />links die Kichererbsen, rechts die Mandeln</figcaption></figure>
<p>Alle Palästinenser/innen knabbern gerne, alles was nussig daher kommt. Genau so gerne essen sie aber auch alles was grün ist. Zur Zeit ist der Hit grüne Mandeln und gerade auf die Handkarren gekommen sind die frisch gepflückten Kichererbsen, die gerne auch im Backofen bei etwas salzigen Wasser gedünstet werden. Bald beginnt auch die Kirschsaison, die ebenfalls gerne hart, da noch grün, verspeist werden. Dem palästinensischen Magen scheint diese Art von Rohkost nichts auszumachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kaffe to go</p>
<figure id="attachment_2396" aria-describedby="caption-attachment-2396" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/cafetogo.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2396" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/cafetogo-300x225.jpg" alt="ganz nah am  (Auto-)Kunden" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/cafetogo-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/cafetogo-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2396" class="wp-caption-text">ganz nah am<br />(Auto-)Kunden</figcaption></figure>
<p>Sie stehen überall in Palästina. Die Verkäufer von arabischem Kaffee. Man erkennt sie meist schon von weitem, wenn aus der eigentümlichen oft goldenen Kanne dampft. So haben wir in Bethlehem diesen Kaffeeverkäufer gesehen der mit seiner Kannen mitten im immer starken Verkehr auf dem Mittelstreifen stand und an die an der Ampel wartenden Autofahrer einen kleines Becherchen Arab-Coffee verkauft.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hier kann man oft nicht mal einfach&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Apr 2015 18:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Absperrung]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
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					<description><![CDATA[ Als ich heute Morgen zu Faten sagte ,dass ich heute gerne mal durch das Cremisan-Tal wandern wolle, und zwar nicht, wie ich es schon oft gemacht habe, auf halber Höhe da wo die beiden Klöster <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hier-kann-man-oft-nicht-mal-einfach/" title="Hier kann man oft nicht mal einfach&#8230;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em>Als ich heute Morgen zu Faten sagte ,dass ich heute gerne mal durch das Cremisan-Tal wandern wolle, und zwar nicht, wie ich es schon oft gemacht habe, auf halber Höhe da wo die beiden Klöster stehen, sondern im Tal. Oft habe ich bei der Busfahrt nach Jerusalem von der Brücke ins schön anzuschauende Tal gesehen und gedacht, dort müsstest Du mal wandern. Noch letzte Woche, als ich mit Stephan auf unserer Wanderung von <a title="Battir: Hoffnungszeichen für ganz Palästina" href="http://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/">Battir nach Beit Jala</a> noch einen Abstecher in das parallel verlaufende Cremisan-Tal machen wollte, haben wir den Weg in die „Talsohle“ nicht gefunden. Heute weiß ich warum.</p>
<figure id="attachment_2385" aria-describedby="caption-attachment-2385" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2385" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke-300x225.png" alt="Brücke über das Cremisan-Tal" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke-300x225.png 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Brücke.png 945w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2385" class="wp-caption-text">Brücke über das Cremisan-Tal</figcaption></figure>
<p><a title="Christen streiten um das Cremisantal" href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/">An anderer Stelle </a>habe ich in meinem Blog berichtet über den jahrelangen Rechtsstreit um den Bau einer Mauer, die quer durch das Cremisan-Tal führen soll. Hier ist erst vor einigen Tagen durch das oberste israelische Gericht – wie schon im Falle Battir-  ein für die betroffenen Menschen sehr positives Urteil gefällt worden. Hierzu Radio Vatikan: <a href="http://de.radiovaticana.va/news/2015/04/03/israelisches_h%9Achstgericht_verbietet_mauer_im_cremisantal/1134232">http://de.radiovaticana.va/news/2015/04/03/israelisches_höchstgericht_verbietet_mauer_im_cremisantal/1134232</a><br />
Faten, die selbst auch noch nicht durch das Tal gewandert ist, fiel ein, dass eine gute Freundin, Margo, dort im Tal ein Haus besitze. Kurz entschlossen sind wir zu ihr gefahren, sie hat in Beit Jala ein weiteres Haus, in dem sie auch ein Geschäft mit schönen selbstgefertigten Handarbeiten (u.a. schöne Stickereien) betreibt.</p>
<p>Margo ließ uns gleich wissen, dass man so einfach nicht in das Tal hinein kommen würde.</p>
<figure id="attachment_2387" aria-describedby="caption-attachment-2387" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2387" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel-300x225.jpg" alt="Margo schließt &quot;ihr&quot; Tal auf" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Talschlüssel.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2387" class="wp-caption-text">Margo schließt &#8222;ihr&#8220; Tal auf</figcaption></figure>
<p>Am westlichen Ortsrand von Beit Jala, ungefähr da wo die mächtige Straßenbrücke das Tal überspannt, habe die israelische Militärverwaltung vor einigen Jahren eine Sperre errichtet. Damit keine Missverständnisse aufkommen: es handelt sich um palästinensisches Gebiet. Neben Margo`s Familie wohnt noch eine weitere Familie in dem nun abgesperrten Arial. Beide Familien besitzen einen Schlüssel für das Tor. Hinter dem Tor stand ein altes Auto welches mit israelischen Kennzeichen versehen war. Margo darf auf diesem Talweg nicht mit ihrem palästinensischen Fahrzeug fahren. Wir sind ungefähr 2-3 km den breiten</p>
<figure id="attachment_2391" aria-describedby="caption-attachment-2391" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2391" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1-300x225.jpg" alt="Das Cremisan-Kloster auf der gegenüberliegenden Talseite" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/kloster1.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2391" class="wp-caption-text">Das Cremisan-Kloster auf der gegenüberliegenden Talseite</figcaption></figure>
<p>Talweg gefahren, rechts auf der Höhe die Siedlung Gilo (auf Land der Gemeinde Beit Jala errichtet), links sind die beiden Klöster auf halber Höhe zu sehen, über diesen Gebäuden auf der höchsten Erhebung im gesamten Gebiet, eine weitere Siedlung Har Gilo. Hier steht das Ende des 19. Jahrhundert gebaute Haus von Margo. Sie kommt jeden Tag mehrmals hier hin, weil sie befürchtet sonst die Aufenthaltsgenehmigung entzogen zu bekommen. Sie hat dort einen schönen großen Garten, mindestens 20 Hühner und auch einige Hunde und Katzen. Auch das  alte Wohnhaus ist schön eingerichtet. Nebenbei erfuhr ich, dass sie für den vorgenommenen Anbau, in dem sie die Küche und ein Bad eingebaut hat, an Israel 47.000 Schekel Strafe zahlen musste, da sie den Anbau ohne Baugenehmigung (die sie nie erhalten hätte) erstellt hatte.</p>
<p>Nebenan wohnt ihr Sohn mit seiner jungen Frau und einem Kleinkind.</p>
<figure id="attachment_2389" aria-describedby="caption-attachment-2389" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2389" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo-300x225.jpg" alt="Gilo" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Gilo.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2389" class="wp-caption-text">jüdische Siedlung Gilo oberhalb des Hauses</figcaption></figure>
<p>Dieses Haus ist mit mehreren Kameras „abgesichert“. Dort stand nur ein ganz schmales Haus. „Illegal“ hat die Familie das Haus „in den Fels erweitert“, so das jetzt genügend Platz für die ganze Familie ist. Strom bezieht die Familie im Übrigen vom ca 500m entfernten Cremisan-Kloster von der anderen Talseite. Gilo oberhalb gelegen ist vielleicht hundert Meter entfernt.<br />
Nachdem ich erfahren hatte, dass man den Weg weiter gehen kann und dann an den Stadtrand von Jerusalem gelangen würde, habe ich mich von Faten und Margo verabschiedet. Nach etwa 2 km sah ich links einen Checkpoint und dahinter die Bahntrasse auf der der Zug von Tel Aviv nach Jerusalem fährt. Bald schon war ich an der Straße angekommen. Kein Hinweis dort, dass der Weg am Zaun bei Beit Jala endet. Nach ca. weiteren 15 Minuten hatte ich den Stadtrand von Jerusalem erreicht.</p>
<figure id="attachment_2390" aria-describedby="caption-attachment-2390" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2390" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht-1024x768.jpg" alt="wunderschöne Landschaft ....aber abgesperrt für die Bürger von Beit Jala" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/talansicht.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2390" class="wp-caption-text">wunderschöne Landschaft<br />&#8230;.aber abgesperrt für die Bürger von Beit Jala</figcaption></figure>
<p>Mein Fazit dieser besonderen Wanderung: In Palästina kann man nicht mal einfach so planen, in einer wunderschönen Landschaft eine Wanderung zu machen. Die Militärverwaltung „schreckt“ vor keiner „Gemeinheit“ zurück. Unter der Überschrift „Sicherheit“, wird auch hier die nach Menschenrechten illegal in besetztem Gebiet gebaute Siedlung Gilo durch Absperrungsmaßnahmen „geschützt“, auch wenn dadurch den Bürgern von Beit Jala ein wunderschönes Naherholungsgebiet vorenthalten , und den Anwohnern ihr Grund und Boden „abgeschlossen&#8220; wird.</p>
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		<title>So ist Versöhnung – so muss der wahre Friede sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 19:23:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Emmausgang]]></category>
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					<description><![CDATA[Nein liebe Leser/innen ich habe nicht die Lösung für den so komplizierten Konflikt zwischen Israel&#38;Palästina gefunden. Der Titel für den heutigen Tagesblog entstammt einem wunderschönen Kirchenlied, welches die Wandergruppe, mit der ich heute zum zweiten <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/so-ist-versoehnung-so-muss-der-wahre-friede-sein/" title="So ist Versöhnung – so muss der wahre Friede sein">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nein liebe Leser/innen ich habe nicht die Lösung für den so komplizierten Konflikt zwischen Israel&amp;Palästina gefunden. Der Titel für den heutigen Tagesblog entstammt einem wunderschönen Kirchenlied, welches die Wandergruppe, mit der ich heute zum zweiten Mal den „Emmausgang“ gewandert bin, im abschließenden Gottesdienst gesungen hat.</p>
<figure id="attachment_2375" aria-describedby="caption-attachment-2375" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2375" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus1-1024x768.jpg" alt="Hat man Jerusalem verlassen führt der &quot;Emmausgang&quot;in das wunderschöne judäische Bergland" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus1.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2375" class="wp-caption-text">Hat man Jerusalem verlassen führt der &#8222;Emmausgang&#8220;in das wunderschöne judäische Bergland</figcaption></figure>
<p>Aber dazu später, fangen wir den Tag mit dem Morgen an. Zur Bewandtnis des Emmausweges habe ich im vergangenen Jahr, bei meiner „Premiere“ <a title="„Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden“" href="http://marius-blog.de/blog/herr-bleibe-bei-uns-denn-es-will-abend-werden/">ausführlich geschrieben.</a> Heute trafen sich ca. 80 Menschen, Jung und Alt, Deutsche überwiegend, aber auch Italiener und Engländer, einige die schon seit Jahren teil nehmen, aber auch andere die zum ersten Mal im Heiligen Land sind. Die Gruppe war nicht ganz so groß wie im letzten Jahr, aber insgesamt ist in dieser Osterzeit ein spürbarer Rückgang der Touristen zu bemerken.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2376" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus2-300x225.jpg" alt="Emmaus2" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus2-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus2-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus2.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Der Organisator, der Franziskanerpater Gregorius stimmte die Gruppe auf den Weg ein und pünktlich gegen 9.45 zog die Gruppe dann in Richtung Jerusalemzentrum los. Wir mussten uns zunächst durch riesige jüdische Menschengruppen „kämpfen“ die auf dem Weg zur Westmauer in die Altstadt strömten. Hute ist der 3. Tag des Pessachfestes an dem es viele Juden aus ganz Israel in die „heilige“ Stadt zieht. Wir sind den gleichen Weg wie schon im vorigen Jahr gewandert, ich möchte mir daher die Beschreibung ersparen und auf den schon Eingangs erwähnten Blogbericht aus dem vergangenen Jahr verweisen.<br />
Wie schon im letzten Jahr erlebt, bietet der Emmausgang die wunderbare Möglichkeit – wenn man mag- mit einem zunächst fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Wenn man so will ist dies das „Geheimnis“ des Weges, denn auch zu den beiden Männer, von denen in der <a title="Die Emmausgeschichte" href="http://marius-blog.de/die-emmausgeschichte/">Bibel geschrieben ist</a>, hat sich zunächst unerkannt, der auferstandene Jesus „gesellt“ und ist mit den Beiden ins Gespräch gekommen. <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2377" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus5-300x225.jpg" alt="Emmaus5" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus5-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus5-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus5.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>So habe ich eine Familie kennen gelernt, die lange Zeit in Oxford gelebt hat, jetzt in Münster zu Hause ist. Über Ostern besuchen sie ihren Vater hier in Jerusalem, der an der hebräischen Universität Studien zur Geschichte des Judentums betreibt. Er war vor Jahren wohl auch einmal Studienleiter des Theologischen Studienjahres an der Dormitio. Auch unter den Wanderern war Pater Benedikt, ein Alexianerbruder, der einige Zeit auch in Neuss tätig war, in Nachfolge des in meinem Stadtteil sehr bekannten Bruder Wunnibald. Pater Benedikt, hat sich eine dreimonatige Sabbatzeit „verschrieben“</p>
<p>Schon „alte“ Bekannte sind für mich Barbara Wolf, von dem deutschen Vertretungsbüro in Ramallah von der ich ein wenig zur aktuellen Situation in Palästina erfuhr, und das sie im Sommer Abschied nehmen muss. Wie bei Diplomaten üblich ist der Aufenthalt in den einzelnen Ländern auf drei Jahre begrenzt. Auch dabei war Bernd Mussinghoff, seines Zeichens Geschäftsführer in Jerusalem des Deutschen Vereins vom Heiligen Land. Mit ihm konnte ich mich ein wenig austauschen zur Einschätzungen der Entwicklung des Weinberges der Familie Nassar.</p>
<figure id="attachment_2378" aria-describedby="caption-attachment-2378" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2378" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus3-300x225.jpg" alt="arabisches Buffet: Humus, Zatar, Oliven und Pitabrot" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus3-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus3-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus3.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2378" class="wp-caption-text">arabisches Buffet:<br />Humus, Zatar, Oliven und Pitabrot</figcaption></figure>
<p>Gegen drei Uhr kamen wir in Qubeibah an, mittlerweile war die Dorfstrasse geteert, so das sich der ganze Ort wieder von seiner schönen Seite zeigen konnte. Selbst drei (!) Zebrastreifen „zieren“ die neue Straße. Hoffen wir das sie Beachtung finden.<br />
Wie gewohnt wurden wir von den Schwestern und Mitarbeiter/innen in Beit Emmaus gastlich willkommen geheißen. Für mich gab es die ein oder andere freudige „Wiedersehensbegrüßung“, habe ich doch vor nunmehr <a title="Ich bin mal wieder weg…in Palästina" href="http://marius-blog.de/blog/ich-bin-mal-wieder-weg-in-palaestina/">zwei Jahren</a> hier einige Wochen mitgearbeitet. Selbst Noell, der ich damals hier und da die Menschen verscheuchte, die sie in ihrer Schizophrenie bedrängten, erkannte mich wieder mit den Rufen, die ich damals, auf ihre Bitten laut geschrien habe: „Shut up“ und „Go away“Auf die Frage wie es hier heute gehe beschrieb sie mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis: sollte heißen sehr gut&#8230;<br />
Wie Eingang erwähnt gab es zum Abschluss wieder einen sehr schön gestalteten mehrsprachigen Gottesdienst in dem unter anderen das besagte schöne Lied gesungen wurde von dem ich gerne eine Strophe aufschreibe:<br />
<em>Wie ein Fest nach langer Trauer, wie ein Feuer in der Nacht,</em></p>
<figure id="attachment_2379" aria-describedby="caption-attachment-2379" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2379" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus4-300x225.jpg" alt="Abschlussgottesdienst" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus4-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus4-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Emmaus4.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2379" class="wp-caption-text">Abschlussgottesdienst</figcaption></figure>
<p><em><br />
wie ein offenes Tor in einer Mauer, für die Sonne aufgemacht.<br />
Wie ein Brief nach langem Schweigen, wie ein unverhoffter Gruß,<br />
wie ein Blatt an toten Zweigen, ein „ich mag dich trotzdem Kuß.“<br />
So ist Versöhnung, so muss der wahre Frieden sein,<br />
So ist Versöhnung, so ist Vergeben und Verzeihn</em></p>
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		<title>Ist heute Ostern oder was!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2015 17:14:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hoffnungssuche Frühjahr 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Orthodox]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern ist Stephan, der für mich ein guter und interessierter Begleiter war nach Hause geflogen. Ich habe diese Veränderung zum Anlass genommen auch meine Unterkunft zu verändern. Ich bin, wie schon mehrmals in den Jahren <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ist-heute-ostern-oder-was/" title="Ist heute Ostern oder was!?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern ist Stephan, der für mich ein guter und interessierter Begleiter war nach Hause geflogen. Ich habe diese Veränderung zum Anlass genommen auch meine Unterkunft zu verändern. Ich bin, wie schon mehrmals in den Jahren zuvor, zur Familie Mukarker in die Altstadt von Beit Jala umgezogen. Wer meinen Blog von Anfang an verfolgt hat weiß das mit einem Vortrag von <a title="Zu Besuch bei Faten Mukarker in Beit Jala" href="http://marius-blog.de/blog/zu-besuch-bei-faten-mukarker-in-ben-jala/">Faten Mukarker 2009</a> in meiner Pfarrgemeinde „alles anfing“. Faten, ihr Mann Nicola, aber auch ihre Kinder Kamal und Monika die im gleichen Haus wohnen, sind mir gute Freunde geworden. Durch die Hochzeit von Kamal im August letzten Jahres und den damit verbundenen Auszug in die eigene Wohnung im gleichen Haus, hat Faten nun die Möglichkeit einzelne Gäste privat in ihrem Haus unterzubringen. Diese Möglichkeit nutze auch ich gerne.</p>
<figure id="attachment_2368" aria-describedby="caption-attachment-2368" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2368" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern-300x225.jpg" alt="In Beit Jala ist Palm-Sonntag" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/palmostern.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2368" class="wp-caption-text">In Beit Jala ist Palm-Sonntag</figcaption></figure>
<p>Heute nun am Ostersonntag wollte ich die Festmessse in der Dormitio-Abtei in Jerusalem besuchen. Kaum aus dem Haus von Faten begegneten mir viele schick angezogene Menschen mit Blumen und Palmzweigen (?). Die Orthodoxen feiern heute ihren Palmsonntag. Schon komisch, ich österlich gestimmt und nun das. Stellt sich mir spontan die Frage ob es da nicht Bestrebungen geben sollte das Osterfest aller Christen (natürlich ebenso alle anderen christlichen Feste im Jahr) zu vereinheitlichen. Möglicherweise steht da nicht nur Glaubensfragen gegen, mehrere Kirchenfeste nacheinander bringt auch Geld in die Kassen.</p>
<p>Mit diesen sehr gemischten „christlichen“ Gefühlen machte ich mich dann bei</p>
<figure id="attachment_2369" aria-describedby="caption-attachment-2369" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2369" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio-225x300.jpg" alt="die Dormitioabtei auf dem Zion" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Dormitio.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2369" class="wp-caption-text">die Dormitioabtei auf dem Zion</figcaption></figure>
<p>wunderschönem Sonnenschein mit dem Bus auf nach Jerusalem. Dort am Zionsberg scholl mir das wunderschön klingende Geläut der Abteikirche entgegen, dass zur feierlichen ostermesse einlud. Weil die Mönche die Osternachtfeier um 3.00 Uhr begannen haben war der sonntägliche Gottesdienst um eine Stunde auf 11.00 Uhr nach hinten verschoben. Die Mönche und die Studenten des theologischen Seminares hatten einen wunderschönen Gottesdienst vorbereitet. In seiner Predigt forderte der Abt Gregory uns auf <em>„wacht auf ihr Schläfer und steht von den Toten auf, die Zeit der Erneuerung ist gekommen. sprengt alle Ketten und fürchtet Euch nicht mehr, Jesus ist wahrhaftig aufgestanden“ </em>Diese Aufforderung nahm der mit dem Weihrauchfass direkt sehr ernst und schwang begeistert das Fass einmal über seinen Kopf..Halleluja&#8230;<br />
Interessant war für mich auch, dass die Leiterin des deutschen Vertretungsbüros in Palästina, Barbara Wolf, die Fürbitten vortrug. Nach dem Gottesdienst war ich mir nun doch sehr sicher, heute ist für mich und allen katholischen und evangelischen Christen in aller Welt Ostern:</p>
<p><strong><em>Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden.</em></strong></p>
<p>Kann es ein besseres Zeichen der Hoffnung und Zuversicht geben?</p>
<figure id="attachment_2366" aria-describedby="caption-attachment-2366" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2366" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz-768x1024.jpg" alt="Auferstehungskreuz und Taufwasser " width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/04/Kreuz.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2366" class="wp-caption-text">Auferstehungskreuz und Taufwasser</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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