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	<title>EAPPI &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Isawiya, ein palästinensischer Stadtteil in (Ost-) Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2019 19:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Ostjerusalem]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einigen Wochen berichtete Daniel, der für pax christi, der deutschen Sektion am ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) des Ökumenischen Rates der Kirchen teilnimmt, von seinen Erlebnissen in dem Ostjerusalemer-(palästinensischen) Stadtteil Isawiya.&#160; Daniel <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/isawiya-ein-palaestinensischer-stadtteil-in-ost-jerusalem/" title="Isawiya, ein palästinensischer Stadtteil in (Ost-) Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor einigen Wochen berichtete Daniel, der für pax christi, der deutschen Sektion am ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) des Ökumenischen Rates der Kirchen teilnimmt, von seinen Erlebnissen in dem Ostjerusalemer-(palästinensischen) Stadtteil Isawiya.&nbsp;</p>



<p>Daniel berichtete davon, dass es in dem 18.000-Einwohner-Ort am Osthang des Skopusbergs (der nahe dem Ölberg liegt) seit Monaten große Konflikte gibt. Das hat eine tägliche Präsenz der israelischen Polizei zur Folge, mit Kontrollen,&nbsp;&nbsp;Zusammenstößen, Verhaftungen und sogar Todesopfern. Er berichtet in seinem Beitrag davon,&nbsp;&nbsp;dass es schon seit Jahren in Al Isawiya, wie auch in anderen (palästinensischen) Stadtteilen in Ostjerusalem, aufgrund der meist diskriminierenden Politik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung&nbsp;es immer wieder zu aufflammenden Auseinandersetzungen vor allem zwischen Jugendlichen und der Polizei kommt.</p>



<p>&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de/wir-lassen-uns-nicht-einschuechtern/#more-3140" target="_blank">http://www.eappi-netzwerk.de/wir-lassen-uns-nicht-einschuechtern/#more-3140</a></p>



<p>Ich hatte mir für meinen ersten Tag in Jerusalem vorgenommen, diesen Stadtteil, den ich noch nicht kannte, einmal zu besuchen.</p>



<p>Zunächst jedoch habe ich den Sonntagvormittag im „kirchlichen Milieu“ verbracht. Nach der Teilnahme am Morgengebet der Mönche, der „Laudes“  und dem anschließenden Frühstück hatte ich die große Freude, an dem (immer) feierlich begangenen Sonntagsgottesdienst teilnehmen zu können. Heute am letzten Sonntag des Kirchenjahres gedenkt die kath. Kirche Jesus als dem König. Jahrelang gab es hierzu in der Kirche zum Sinn dieses Gedenktages kontroverse Diskussionen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4527" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-768x1365.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-864x1536.jpg 864w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-1152x2048.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191124_112908-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>Altarraum in der Dormitio-Abteikirche</figcaption></figure>



<p>Heute sehen viele in der kath. Kirche diesen Gedenktag&nbsp;am Ende des Kirchenjahres eher mit einer optimistischen Note: Egal, wie schlimm es auf Erden auch zugeht, die Aussicht auf die Herrschaft des &#8222;guten Königs&#8220; Jesus bleibt. <br>Gestärkt durch einen wirklich besinnlich ruhigen Gottesdienst, der dann auch schon mal 1 ½ Stunden dauern darf, und dem Mittagsgebet der Mönche habe ich mich dann gegen 13 Uhr zu Fuß aufgemacht, den von Daniel beschriebenen Stadtteil aufzusuchen. Auf dem Weg dort hin, bin ich quer durch die Altstadt gegangen. Obwohl wir schon spät im Jahr sind (in einem Monat ist Weihnachten), sind noch viele Touristen in Jerusalem. Auch bemerke ich das es hier, anders als im Iran, den ich, wie ich gestern geschrieben habe vor einigen Wochen besucht habe, alle muslimischen Frauen doch mit einem oft „strengen gebundenen“ Kopftuch gekleidet sind. Das haben die meisten Frauen im Iran viel „lockerer“ gesehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4528" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000599-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Als ich die den Stadtteil Isawiya erreicht habe, bemerke ich auf einer Anhöhe über den Häusern vier Polizeiwagen mit schwer bewaffneten Polizisten. Ein schlechtes Ohmen? Ich bin anschließend etwa eine Stunde durch verschiedene Straßen gegangen. Es sah für mich hier so aus, wie es in vielen palästinensischen Stadtteilen in Jerusalem aussieht. Eng aneinander gebaute Häuser, ziemlich viel Dreck auf den Straßen und zwischen den Häusern. Viele jungen Menschen auf den Straßen&#8230;aber von einer angespannten Stimmung konnte ich heute nichts feststellen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000609-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4529" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000609-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000609-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000609-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000609-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000609-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Isawiya</figcaption></figure>



<p>Aber wie ich es aus vielen Erfahrungen der vergangenen Jahre wiß, kann ein kleiner Vorfall, die immer angespannte Situation zur Explosion bringen. Ich will es, im Interesse der Menschen hier und anderswo, nicht hoffen das es passiert.</p>



<p>Ich habe oben ja auf die Homepage des deutschen EAPPI-Netzwerkes verlinkt. Ich empfehle Euch, wenn ihr etwas Zeit habt, weitere Berichte der Freiwilligen zu lesen. Sie sind, da von den Teilnehmer/innen selbst erlebt, sehr authentisch und oft „unter die Haut“ gehend. Ihr könnt diese Berichte auch abonnieren. Ebenso könnt bei möglichem Interesse auf der Seite erfahren, wie ihr Euch selbst fü einen Einsatz bewerben könnt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4530" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000615-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>die November-Abendsonne spiegelt sich auf der goldenen Kuppel des Felsendomes</figcaption></figure>
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		<title>Stell dir vor, es ist Krieg in deinem Land und du bekommst es nicht mit&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2018 19:47:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2018]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Friedensgruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun bin ich erst gestern angekommen und schon kommen aus der Heimat Nachfragen ob hier (bei mir ) alles ok sei. Ich soll bloß vorsichtig sein&#8230;. Erst bei Durchsicht der Nachrichten (online) wird mir deutlich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/stell-dir-vor-es-ist-krieg-in-deinem-land-und-du-bekommst-es-nicht-mit/" title="Stell dir vor, es ist Krieg in deinem Land und du bekommst es nicht mit&#8230;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun bin ich erst gestern angekommen und schon kommen aus der Heimat Nachfragen ob hier (bei mir ) alles ok sei. Ich soll bloß vorsichtig sein&#8230;.</p>
<p>Erst bei Durchsicht der Nachrichten (online) wird mir deutlich was sich, etwa 60 km von Jerusalem entfernt, im Gazastreifen in den vergangenen 24 Stunden ereignet hat und wohl die Nachrichten bei uns beherrscht.</p>
<p>Als ich in der letzten Woche davon las, das es in den letzten Wochen „Geheimverhandlungen“ zwischen Israel und Hamas mit dem Ziel gab, die seit März dauernden gewalttätigen Auseinandersetzungen an der Grenze zum Gazastreifen zu beenden, hatte ich mal wieder (!) Hoffnung für die so sehr leidenden Menschen in dieser Region. Das soll nun einer verstehen, dass in dieser Situation der Verhandlungen über Entspannung, die israelische Armee in einem Geheimkommando in den Gazastreifen eindringt, es dort zu einem Schusswechsel kommt, bei dem einige Palästinenser und ein israelischer Soldat getötet wird. Die Folge ist: Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in die benachbarten israelische Siedlungen. Dort werden Israelis getötet und verletzt.  Bomben und Raketenangriffe der israelischen Armee auf Ziele im Gazastreifen. Dort erden Palästinenser getötet und verletzt. So ist das mit den Kriegen: einer (ein Land) fängt immer an: Gewalt erzeugt Gegengewalt und Leidtragenden sind immer die (einfachen) Menschen die letztlich nur in Frieden leben wollen.</p>
<p><figure id="attachment_4120" aria-describedby="caption-attachment-4120" style="width: 860px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-4120" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1.jpeg" alt="" width="860" height="570" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1.jpeg 860w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1-300x199.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/860x860-1-768x509.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 860px) 100vw, 860px" /><figcaption id="caption-attachment-4120" class="wp-caption-text">ein Bild aus der SZ zeigt die Zerstörungen im Gazastreifen</figcaption></figure></p>
<p>Ich meine es hilft nicht weiter, wenn diese Eskalation  von unseren Diplomaten im Auswärtigen Amt sehr einseitig dargestellt wird. Das AA schreibt in einer Pressemeldung heute:<br />
<em>„Die Lage im Gaza-Streifen und im Süden Israels ist höchst alarmierend. In den vergangenen Stunden sind hunderte Raketen und Mörser auf Israel abgefeuert worden. Dabei kam mindestens ein Mann ums Leben, viele Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.</em></p>
<p>Wir verurteilen diesen Raketenbeschuss auf das Schärfste. Es kann für diese Gewalt gegen unschuldige Zivilisten keine Rechtfertigung geben. Wir haben immer deutlich gemacht, dass Israel das Recht hat, seine Sicherheit zu verteidigen und auf Angriffe angemessen zu reagieren.“ <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/lage-in-gaza/2160348" target="_blank" rel="noopener">Hier kann man den ganzen Text lesen.</a></p>
<p>Und wie ist es hier in Jerusalem, 60 km entfernt (also die Strecke von Neuss, meinem Heimatort, nach Bonn). Was soll ich schreiben: hier herrscht das ganz normale Leben. Die Mönche halten ihre Gebetsstunden, die Touristen „haken“ die nächsten Sehenswürdigkeiten ab, die Händler in der Altstadt gehen ihren Geschäften nach&#8230;</p>
<p><figure id="attachment_4121" aria-describedby="caption-attachment-4121" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4121" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000068-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000068-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000068-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000068-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4121" class="wp-caption-text">geschäftiges Treiben heute auch in der Jerusalemer Altstadt</figcaption></figure></p>
<p>Ich muss denken: Stell dir vor es ist Krieg bei dir im Land und du bekommst es nicht mit.</p>
<p>Aber so ist das hier eben, es wird Vieles nicht mehr so richtig wahrgenommen.<br />
Da gibt es seit fast 20 Jahren eine Mauer (ein Zaun) der Israel von Palästina trennt und viele Menschen in Israel (aber auch die Besucher/innen) nehmen sie gar nicht war. Da herrscht seit mehr als 50 Jahren eine Besatzungsmacht über ein anderes Volk, mit oft menschenverachtendem Verhalten der Militärs, und es kümmert (scheinbar) hier noch anderswo auf der Welt jemand. Da wohnen mehr als eine halbe Millionen jüdische Israelis in völkerrechtswidrig geschaffenen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet und es wird hier, wie anderswo auf der Welt als selbstverständlich angesehen. Es ist wirklich verrückt was sich hier in dem kleinen Kosmos genannt Palästina ja schon seit Hundert und mehr Jahren ereignet. Die Menschen scheinen abgestumpft, gefühllos. Seit Jahrzehnten kriegerischen Auseinandersetzungen, fast täglichen Gewalttaten, wen wundert diese Lethargie der Menschen.</p>
<p><figure id="attachment_4122" aria-describedby="caption-attachment-4122" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4122" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/PhotoByAlbinHillert_20181010_AH2_0838-1024x683.jpg" alt="" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/PhotoByAlbinHillert_20181010_AH2_0838-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/PhotoByAlbinHillert_20181010_AH2_0838-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/PhotoByAlbinHillert_20181010_AH2_0838-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/PhotoByAlbinHillert_20181010_AH2_0838.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4122" class="wp-caption-text">Ruth Hiller von &#8222;New Profile&#8220;<br />Foto by AlbinHillert</figcaption></figure></p>
<p>Aber es gibt sie eben doch, die Menschen auf beiden Seiten der Mauer und es Zaunes, die sich nicht beirren lassen, sich und ihr Land nicht aufgeben. Von solch einer Friedensgruppe berichtet Mirjam, eine Freiwillige von EAPPI, in ihrem aktuellen Beitrag im Internet. Sie schreibt: &#8222;<em>Besonders in Erinnerung ist mir der Vortrag von Ruth Hiller geblieben. Ruth hat die feministische Organisation New Profile mit gegründet, die sich für eine Entmilitarisierung der israelischen Gesellschaft sowie für das Recht auf Verweigerung des Militärdiensts einsetzt</em>. <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/new-profile/" target="_blank" rel="noopener">Hier kommt ihr zum ganzen Beitrag  </a><br />
Mir macht es Mut und eben auch Hoffnung, dass es hier so viele Gruppen gibt die ein Ziel eint: Es möge Frieden werden, es soll zur Aussöhnung und zur Gerechtigkeit kommen.</p>
<p>Deshalb fahre ich hier hin, um diese Menschen kennen zulernen und sie bei ihrem Tun hier und vor allem von Deutschland aus zu unterstützen.</p>
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		<title>Muain: Mittags rauche ich zur Entspannung eine Wasserpfeife</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/muain-mittags-rauche-ich-zur-entspannung-eine-wasserpfeife/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Apr 2018 18:34:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder im Gefängnis;]]></category>
		<category><![CDATA[Oslo-Abkommen]]></category>
		<category><![CDATA[Qalandia]]></category>
		<category><![CDATA[Ramallah]]></category>
		<category><![CDATA[Ziviler Friedensdienst]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, an meinem letzten Tag in Palästina, habe ich noch mal die &#8222;Seiten gewechselt&#8220;, von Ostjerusalem nach Ramallah. 500m vom Paulus-Haus entfernt ist der (palästinensische) Busbahnhof. Von dort fahren die Busse in den Norden der <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/muain-mittags-rauche-ich-zur-entspannung-eine-wasserpfeife/" title="Muain: Mittags rauche ich zur Entspannung eine Wasserpfeife">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, an meinem letzten Tag in Palästina, habe ich noch mal die &#8222;Seiten gewechselt&#8220;, von Ostjerusalem nach Ramallah. 500m vom Paulus-Haus entfernt ist der (palästinensische) Busbahnhof. Von dort fahren die Busse in den Norden der Stadt und eben auch der 218 nach Ramallah. Am Rande sei erwähnt, das die Fahrkarte zwei Preise auszeichnet, den Preis für die Strecke in Jerusalem (6,- Shekel) und den Preis für die Strecke nach dem <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/2164-2/" target="_blank" rel="noopener">Qalandia-Checkpoint</a> bis zum Busbahnhof in Ramallah (1,60 Shekel). Heute hielt der Bus noch vor dem Grenzübergang, eine überraschende Kontrolle aller Fahrgäste durch das israelische Militär.</p>
<p><figure id="attachment_3936" aria-describedby="caption-attachment-3936" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3936" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/andere-Seite-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/andere-Seite-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/andere-Seite-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/andere-Seite-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3936" class="wp-caption-text">die &#8222;andere Seite&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Dann bin ich wieder in Ramallah eingetaucht. Mir viel sofort mein letzter Besuch im April 2017 ein, auch damals hatte ich das gleiche Gefühl wie heute: die Stadt &#8222;brummt&#8220;, es werden unglaublich viele Häuser gebaut, die Menschen kaufen ein, das &#8222;Problem Gaza&#8220; scheint ganz weit weg, obwohl es Luftlinie vielleicht 70 km sind. Hier habe ich auch meine &#8222;Weggefährten&#8220; von letzter Woche: Ekki und Rolf wieder getroffen. Sie haben hier in einem Hostel genächtigt das den schönen Namen: <a href="http://ramallahhostel.com" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Area-D&#8220;</a> trägt, in Anspielung auf die, durch das Oslo-Abkommen geschaffenen drei Zonen A,B und C. Mit den beiden sind wir durch die Main-Street in Richtung der Altstadt geschlendert, natürlich haben wir uns an der &#8222;berühmten&#8220; Eisdiele &#8222;Rukab&#8220;das berühmte arabische Eis, das durch &#8222;Mastix (ein arabisches Gummi), eine leicht zähe Konsistenz bekommt.</p>
<p><figure id="attachment_3937" aria-describedby="caption-attachment-3937" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3937" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Bauboom-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Bauboom-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Bauboom-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Bauboom-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3937" class="wp-caption-text">zweifelhafter (gefährlicher?) Bauboom</figcaption></figure></p>
<p>Wir sind auf unserem weg mit vielen Menschen in Kontakt gekommen, sei es in dem wunderschönen Obstmarkt, sei es in dem typischen Café oder eben auch auf der Strasse. So sprach uns um die Mittagszeit ein Mann in deutsch an. er hat in Aachen Architektur studiert und lehrt dieses fach nun in der Universität Bierzelt. Wir kamen kurz ins Gespräch, natürlich auch über den Bauboom in dieser Stadt, der auch viele &#8222;Sünden&#8220; vermuten lässt, nicht nur was Stil und Lage angehet, nein auch bezüglich der Statik. Bei vielen Neubauten hat man das Gefühl, dass sie ohne Plan gebaut sind und nicht &#8222;lange halten&#8220;werden.<br />
Muain (Moin ausgesprochen) Qasem Jawabrah bestätigte im Prinzip unsere Annahmen. Für ihn als Fachmann ist es vielfach ein Problem zu sehen, wie hier (oft) ohne Fachleute &#8222;Geld in den Sand gesetzt wird&#8220;. Überhaupt sei es für ihn alles ziemlich belastend, deshalb hat es es sich angewöhnt um die Mittagszeit in einem Café die Wasserpfeife zu rauchen, um &#8222;herunter zu kommen&#8220; wie er sagte. Leider hatten wir keine Zeit, seine Einladung anzunehmen.</p>
<p><figure id="attachment_3938" aria-describedby="caption-attachment-3938" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3938" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Obstmarkt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Obstmarkt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Obstmarkt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Obstmarkt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3938" class="wp-caption-text">der Obstmarkt in Ramallah:<br />Kunstvoll gestapelt</figcaption></figure></p>
<p><figure id="attachment_3939" aria-describedby="caption-attachment-3939" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3939" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Gerard-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Gerard-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Gerard-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Gerard-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3939" class="wp-caption-text">Salwa Duaibis &amp; Gerard Horton</figcaption></figure></p>
<p>Ekki hatte ein Gespräch mit dem englisch-australischen Rechtsanwalt Gerard Horton, verabredet.Gemeinsam mit seiner Frau Salwa Duaibis und acht anderen Anwaltskollegen arbeiten Sie für die Organisation <a href="http://www.militarycourtwatch.org" target="_blank" rel="noopener">Military Court Watch</a> (MCW). Grundlage ihrer Arbeit ist die UN-Kinderrechtskonvention, die auch von Israel unterzeichnet wurde. Keinem Staat ist es erlaubt, Kindern die unter Besatzung leben, zu diskriminieren, vor allem nicht durch die Anwendung eines anderen Rechtssystem. In diesem Zusammenhang gelten vor allem folgende Regeln (gegen die das israelische Militär ständig verstößt):</p>
<ul>
<li>Kinder dürfen nachts nicht verhaftet werden</li>
<li>Kinder müssen über ihre Rechte, z.b. ihre Aussage zu verweigern, informiert werden</li>
<li>Kinder dürfen weder die Augen verbunden werden, noch dürfen sie gefesselt werden</li>
<li>Kindern darf weder Gewalt angetan, noch dürfen sie bedroht oder ein Geständnis von ihnen erpresst werden</li>
<li>Kinder müssen vor der Untersuchung Gelegenheit bekommen, einen Anwalt zu konsultieren</li>
<li>Kinder müssen während der Untersuchung/Befragung in Begleitung ihrer Eltern oder eines Erziehungsberechtigten sein</li>
<li>Alle Untersuchungen müssen auf Video aufgenommen werden</li>
<li>Kein Kind darf in ein Gefängnis außerhalb der Westbank gebracht werden</li>
</ul>
<p>Um belegen zu können, in welcher Weise nun den Kindern ihre Rechte verweigert werden, beobachtet MCW deren Behandlung vom ersten Moment ihrer Verhaftung an bis zur ihrer Freilassung. Sie dokumentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit in regelmäßigen Berichten.</p>
<p>Ich habe unter dem Abschnitt Gastbeiträge in meinen Blog ein Interview mit Gerard Horton vom Januar 2015 eingestellt, welches er der Tageszeitung &#8222;junge Welt&#8220; gegeben hat: <a href="http://marius-blog.de/nicht-nur-gefesselt-sondern-auch-geschlagen/" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Nicht nur gefesselt, sondern auch geschlagen&#8220;</a></p>
<p>Der hier verlinkte Beitrag Peter Münch in der SZ vom Juni 2016<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/nahost-konflikt-das-gefaengnis-der-kinder-1.3028534" target="_blank" rel="noopener"> &#8222;Das Gefängnis der Kinder&#8220;</a><br />
beschreibt sehr gut die ganze Problematik und vor allem deren Folgen für die Kinder.</p>
<p>Die Organisation MCW leistet ihre wichtige Arbeit ausschließlich mit Spendengeldern.</p>
<p>Auch in Deutschland haben verschiedene Gruppen mit der Thematik intensiver beschäftigt. Das EAPPI-Netzwerk in Deutschland hat auf der Grundlage der eigenen Erfahrungen bei den Einsätzen ihrer &#8222;Beobachter/innen eine Ausstellung zu dem Thema &#8222;Kinder in israelischer Militärhaft erstellt. <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/tag/gefangnis/" target="_blank" rel="noopener">Mehr dazu hier</a></p>
<p>Die Köln-Bonner Gruppe &#8222;FrauenWegeNahost&#8220; hat vor einigen Jahren eine Broschüre erstellt <em>&#8222;Palästinensische Minderjährige in den Fängen der israelischen Militärjustiz&#8220;<br />
</em><a href="http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19591" target="_blank" rel="noopener">Hier ein Bericht</a> von einer Buchvorstellung dazu im Oktober 2013 in Aachen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Shuo Shla Village: von Siedlungen umgeben</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/shuo-shla-village-von-siedlungen-umgeben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2018 17:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute morgen bin ich zu Fuß die etwa 2 km von meiner (Abrahams-) Herberge zur Schlafstätte von Ekki und seinem Freund Rolf gegangen. Er ist zu Gast bei Claire einer guten Freundin von Ekki. Das <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/shuo-shla-village-von-siedlungen-umgeben/" title="Shuo Shla Village: von Siedlungen umgeben">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen bin ich zu Fuß die etwa 2 km von meiner (Abrahams-) Herberge zur Schlafstätte von Ekki und seinem Freund Rolf gegangen. Er ist zu Gast bei Claire einer guten Freundin von Ekki.</p>
<p>Das Haus <a href="http://www.anastas-bethlehem.com" target="_blank" rel="noopener">Claire Anastas</a> liegt in der Nähe des Bethlehemer Checkpoints 300, den täglich zwischen 4000 und 6000 Palästinenser überqueren, um in Israel zu arbeiten. Sie und ihr Mann haben das Haus in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut, keine 5 Gehminuten entfernt vom Elternhaus des Vaters. Ende 2003 wurde hier die Mauer gebaut, die Bethlehem von Jerusalem trennt. Das Haus ist von drei Seiten von der 9 m hohen Mauer umgeben.</p>
<p><figure id="attachment_3817" aria-describedby="caption-attachment-3817" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3817" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/anastasia-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3817" class="wp-caption-text">von drei Seiten eingemauert</figcaption></figure></p>
<p>Claire bietet Bed&amp;Breakfast an und hat auch einen Souvernirshop. Jeder der die Lage des Hauses sieht kann sich denken, dass ihr Gasthaus und auch der Shop nicht (mehr) so stark besucht werden. Mit ein Grund für Ekki hier unter zu kommen.</p>
<p>Da Ekkis Freund Rolf zum ersten Mal in Palästina zu Besuch ist war heute ein wenig Sightseeing angesagt. „Gleich um die Ecke“ des Wohnhauses von Claire ist das Aida-Flüchtlingscamp über das ich schon öfters berichtet habe. Wir haben uns auch die besonders umstrittene Mauer die das schöne Cremisantal von Beit Jala abtrennt unterhalb der großen Straßenbrücke angeschaut. Hier bin ich <a href="http://marius-blog.de/blog/hier-kann-man-oft-nicht-mal-einfach/" target="_blank" rel="noopener">noch 2015 mit Faten Mukarker</a> und ihrer Freundin durch ein Tor im (damaligen Zaun) gegangen. Das ist schon krass zu sehen wie hier durch die israelische Besatzungsmacht neue Fakten geschaffen wurden.</p>
<p><figure id="attachment_3818" aria-describedby="caption-attachment-3818" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3818" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/cremisan1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3818" class="wp-caption-text">2018: eine Mauer zwischen Beit Jala und dem schönen Cremisan-Tal</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend sind wir nach Battir gefahren, der Ort dessen so kunstvoll angelegten Terrassen von der UNESCO zum „Weltkulturerbe“ erklärt wurden. Auch hier bin ich schon im April 2015 gewesen und verweise daher auf meinen <a href="http://marius-blog.de/blog/battir-hoffnungszeichen-fuer-ganz-palaestina/" target="_blank" rel="noopener">Blogeintrag von damals</a></p>
<p>Heute habe ich auch einen ersten (Kurz-)Besuch auf dem Weinberg der Familie Nassar gemacht. Wie schon meinem letzten Besuch mit der Gruppe im Herbst 2017 beichtet ist es ganz ungewohnt, nach der Abzweigung von der Straße 60, auf einer großen neuen Straße (die aber dann zur Thora-Schule führt) den Weg zum Weinberg zu nehmen. Anschließend wollten wir dem in der Nähe liegenden „Dorf“ Shoshala einen Besuch abstatten. Daoud Nassar kennt die Bewohner. Er sagte uns das sie durch ihn und sein erfolgreichen gewaltlosen Widerstand ermutigt worden seien, das Dorf wieder (neu) aufzubauen.</p>
<p><figure id="attachment_3820" aria-describedby="caption-attachment-3820" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3820" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/sosha-haus-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3820" class="wp-caption-text">Wohnhaus der Familie Salah in Shoshahla</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hatte von diesem kleinen Weiler (würde man bei uns sagen) kürzlich in einem Bericht eines EAPPI-Beobachters gelesen. Es soll in unmittelbarer Nähe der mir gut bekannten Siedlung Neve Daniel liegen, die wiederum etwa in 500 m Entfernung oberhalb des Weinberges der Familie Nassar liegt. Es war etwas schwierig den Zugang von der großen Straße 60 zu finden. En kleines blaues Schild wies uns den Weg: Shua Shla Village stand dort zu lesen. Zunächst ein unbefestigter Weg, dann eine geteerte Straßen, ich vermutete die alte Straße 60. Leider haben wir keinen der Bewohner/innen angetroffen. Nachfolgend der Anfang des Berichtes:</p>
<p><em>Das Dorf Shoshahla liegt etwa fünf km südlich von Bethlehem. Es ist das erste Dorf, das ich hier als Ecumenical Accompanier (ökumenischer Begleiter) und Teil des EAPPI Bethlehem-Teams besuche. Ich bin kaum eine Woche hier und allein dieser einzelne Besuch lehrt mich mehr darüber was es heißt, von Siedlungen umgeben zu sein, als ich zuvor aus Büchern, Artikeln und Dokumentationen erfahren konnte.</em></p>
<p><a href="http://www.eappi-netzwerk.de/umgeben-von-siedlungen/#more-2572" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zum ganzen Beitrag</a></p>
<p>Man kann übrigens diese Berichte der EAPPI-Beobachter auf der Homepage abonnieren, sie sind in der Regel sehr interessant.</p>
<p><figure id="attachment_3821" aria-describedby="caption-attachment-3821" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3821" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Efrat-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3821" class="wp-caption-text">Blick von Shoshahla auf einen kleinen teil der Siedlung Efrat</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor diesem Hintergrund kann man sehr gut nachvollziehen, dass sich die palästinensischen Land-Eigentümer seit vielen Jahren gegen diesen „Landraub“ protestieren. Seit 1976 wird der heutige 30. März als der <a href="https://imemcdeutschland.wordpress.com/2015/03/31/tag-des-bodens-bilanz-der-annektionspolitik-israels/" target="_blank" rel="noopener">„Tag des Boden“</a> begangen.</p>
<p>Am 30. März 1976 demonstrierten Palästinenser gegen die Siedlungspolitik Israels. Die Polizei schlug den Protest gewaltsam nieder, wobei sechs Demonstranten ums Leben kamen, 100 weitere wurden teilweise schwer verletzt und Hunderte wurden verhaftet.<br />
Aktuelle Meldung von heute Nachmittag im DLF:<br />
<em>Im Gazastreifen ist es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Soldaten gekommen.</em><br />
<em>Dabei sind nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet und rund 600 verletzt worden. In den letzten Tagen wurde zu mehrwöchigen Protesten im Grenzgebiet zu Israel aufgerufen. Daran beteiligen sich seit dem Morgen nach Schätzungen etwa 20.000 Menschen. Es wird ein Rückkehrrecht für hunderttausende palästinensischer Flüchtlinge und ihre Nachkommen in Gebiete des heutigen Israels.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die deutsche Diplomatie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2018 18:38:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Breaking the Silence]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[jüdischer Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Reuven Moskovitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute sind die drei schönen Tage mit dem Töchterchen Mirka zu Ende gegangen. Auch der Aufenthalt in dem American Colony-Hotel werde ich sicherlich nicht vergessen. Aber es ist schon so, liegt man dort am Pool <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/die-deutsche-diplomatie/" title="Die deutsche Diplomatie">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sind die drei schönen Tage mit dem Töchterchen Mirka zu Ende gegangen. Auch der Aufenthalt in dem American Colony-Hotel werde ich sicherlich nicht vergessen.</p>
<p>Aber es ist schon so, liegt man dort am Pool und genießt die schon warme Frühlingssonne, geht ab und an ins gar nicht so kalte Wasser, man kann es vergessen wo man sich gerade befindet. Ich hatte für heute Fatima nach Ostjerusalem eingeladen, sie hat Mirka vor Jahren kennen gelernt und kommt schon mal gerne &#8222;hinüber&#8220;. Als sie dann ankam und von den großen Schwierigkeiten am Checkpoint erzählte (insgesamt hat es dort heute für sie  mehr als zwei Stunden gedauert), war sie schon etwas genervt. Früher (sie meint bis das Anfang dieses Jahrhunderts von den Israelis Grenzzaun/Mauer errichtet wurde) habe sie für die knapp 6 km von ihrem Dorf Zatara bis zum Ölberg 20 Minuten gebraucht, heute waren es insgesamt mehr als 3 (!) Stunden.</p>
<p><figure id="attachment_3808" aria-describedby="caption-attachment-3808" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3808" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/altstadt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/altstadt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/altstadt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/altstadt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3808" class="wp-caption-text">Heute in der Altstadt mitten im muslimischen Viertel gesehen: Siedler haben einen (ersten) Verkaufsstand eröffnet, ich meine der Ärger mit den muslimischen Ladenbesitzern ist vorprogrammiert </figcaption></figure></p>
<p>Sicherlich hat der eine oder andere mitbekommen, dass (zeitgleich mit mir J) auch unser neuer Außenminister Heiko Maas zu seinem „Antrittsbesuch“ in Israel und (ganz kurz auch) Palästina gemacht hat. Es gab bei uns in Deutschland ziemlich zwiespältige Reaktionen auf seinen Besuch. Gerade im Vergleich zu seinem Vorgänger Gabriel, wurde der Besuch von vielen aus den palästinensischen Unterstützungsgruppen, als Israel „anbiedernd“ empfunden. Während sich Gabriel genau vor einem Jahr (ebenfalls bei seinem Antrittsbesuch als Außenminister) &#8211; sehr zum Unwillen des israelischen Regierungschefs Netanyahu &#8211; auch mit israelischen NGO wie „Breaking the Silence“ getroffen hatte, habe Maas das Wort „Siedlungsbau“ noch nicht einmal in den Mund genommen. Ich verweise in diesem Zusammenhang gerne auf den heute erschienen Kommentar der oft „scharfzüngigen“ Tochter des ersten Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, <a href="http://sicht-vom-hochblauen.de/53345-2/" target="_blank" rel="noopener">Evelyn Hecht-Galinski</a>. Außerdem habe ich in meinem Blog &#8211; unter Gastkommentare -den etwas diplomatischer daher kommenden Kommentar des Journalisten Arn Strohmeyer eingestellt: <a href="http://marius-blog.de/im-buessergewand/" target="_blank" rel="noopener">„Im Büßergewand“</a></p>
<p><figure id="attachment_3809" aria-describedby="caption-attachment-3809" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3809" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Markt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Markt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Markt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Markt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3809" class="wp-caption-text">mit Fatima auf dem Jerusalemer Markt</figcaption></figure></p>
<p>Ich möchte gerne im Zusammenhang mit der deutschen Außenpolitik auf die Aussagen zum Konflikt Israel&amp;Palästina in der Koalitionsvereinbarung hinweisen. Hierzu hat die Nahost-Kommission von pax christi (deren Mitglied ich seit 2012 bin) in den letzten Wochen einen Kommentar abgegeben. <a href="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/5812430965833728/Deutsche%20Nahostpolitik%20auf%20dem%20Prüfstand" target="_blank" rel="noopener">Hier ist der Link</a></p>
<p>Es wird sicherlich interessant zu beobachten sein, wie sich in Zukunft die neue Bundesregierung, vor dem Hintergrund ihrer eigenen (Koalitions-) Ziele in Wort und Tat verhalten wird.</p>
<p><figure id="attachment_3810" aria-describedby="caption-attachment-3810" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3810" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/schafe-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/schafe-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/schafe-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/schafe-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3810" class="wp-caption-text">auch heute noch ziehen die Schafe durch Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>So bin ich dann zum Abend hin wieder &#8222;auf die andere Seite&#8220; gewechselt und werde jetzt bis nächste Woche Samstag wieder in der &#8222;Abrahams-Herberge&#8220; zum Abend mein müdes Haupt betten.<br />
Heute ist Ekki Drost in Bethlehem angekommen. Ich kenne ihn aus meiner Unterstützungsarbeit in Deutschland. Ekki war schon einige Male hier in der Region. Im Herbst 2011 und im Frühjahr 2013 war er jeweils für drei Monate als Menschenrechtsbeobachter des Weltkirchenrates bei <a href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank" rel="noopener">EAPPI</a> engagiert. In Deutschland ist es u.a. Mitglied im Verein „<a href="https://www.bib-jetzt.de" target="_blank" rel="noopener">Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung</a>“ (BIB). Er hat über seine Erlebnisse hier in der region drei Bücher geschrieben. Er war auch Mitherausgeber des 2015 erschienen (zweiten) Buches über das Engagement von Reuven Moskovitz.</p>
<p><figure id="attachment_3811" aria-describedby="caption-attachment-3811" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3811" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Mandeln-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Mandeln-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Mandeln-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/03/Mandeln-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3811" class="wp-caption-text">aktuell sehr beliebt:<br />Mandeln die man so grün ist (mit Schale) und Bohnen</figcaption></figure></p>
<p>Mit Ekki werde ich in den nächsten Tagen einige Unternehmungen machen und dabei von den Kontakten profitieren, die er sich hier bei seinen zahlreichen Besuchen erworben hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was bleibt: Hoffnung? ja es bleibt Hoffnung aber es muss sich was tun!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Apr 2017 15:47:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Ramallah]]></category>
		<category><![CDATA[Silwan]]></category>
		<category><![CDATA[Taybeh-Bier]]></category>
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					<description><![CDATA[Schnell sind die 21 Tag hier im heiligen Land vergangen. Ich habe wieder viel erleben dürfen, großartige Menschen treffen können und durch sie aber auch durch sonstige Erlebnisse wieder ein wenig mehr davon verstanden, wie <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/was-bleibt-hoffnung-ja-es-bleibt-hoffnung-aber-es-muss-sich-was-tun/" title="Was bleibt: Hoffnung? ja es bleibt Hoffnung aber es muss sich was tun!">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schnell sind die 21 Tag hier im heiligen Land vergangen. Ich habe wieder viel erleben dürfen, großartige Menschen treffen können und durch sie aber auch durch sonstige Erlebnisse wieder ein wenig mehr davon verstanden, wie hier die Menschen hier „ticken“ sowohl in Israel aber vor allem in Palästina.</p>
<p>Viele Menschen in Deutschland, aber auch &#8211; vor allem hier &#8211; sagen ja, es ist alles hoffnungslos. Es gibt keine Lösung des schon so lange andauernden Konfliktes. Grundsätzlich stimmt das natürlich. Wenn man sieht, wie schwer es ist die beiden Parteien wieder zu Gesprächen an einen Tisch zu bringen – gerade versucht es ja unser neuer Außenminister Gabriel scheinbar vergeblich- wie soll es da Hoffnung auf eine (Friedens-) Lösung geben.</p>
<p>Und doch lohnt es sich, meiner Meinung nach, hier in Palästina wirklich einmal genauer hinzuschauen.</p>
<p>Am Samstag, zum Beispiel, habe ich von Jerusalem aus einen kleinen Abstecher nach Ramallah gemacht. Von dem palästinensischen Busbahnhof nahe dem Damaskustor, kann man, wenn der Verkehr es erlaubt, in 30-45 Minuten das Zentrum „Regierungsstadt“ der Palästinenser erreichen. Natürlich, man fährt zunächst kilometerlang an der Mauer vorbei, die die Palästinenser in Ostjerusalem von Bewohner/innen der israelischen Siedlungen im Osten der Stadt trennt. Auch muss man mit dem Bus durch den großen Checkpoint, an dem sich jeden Morgen Tausende Palästinenser aus der Westbank drängen, um zur (billig bezahlten) Arbeit nach Israel und Ostjerusalem zu gelangen.</p>
<p>Qalandia-Checkpoint: <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/2164-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier könnt ihr einen aktuellen Beitrag einer EAPPI-Beobachterin lesen</a></p>
<p>Kommt man dann aber in das Zentrum von Ramallah, dann ist man, wie ich am Samstag positiv „erschlagen“ von dem was dort auf den Besucher einwirkt. Ein wirklich „pralles“ Einkaufserlebnis bietet sich den Augen, Ohren und der Nase des Besuchers. Auch das ist reales Leben im Jahre 2017 in Palästina. Da scheinen die Sorgen des Alltages, die Arbeitslosigkeit, das Eingesperrt sein durch Mauer und Zaun, die alltäglichen Erniedrigungen der Besatzung, nicht genehmigte Baupläne, fehlendes Wasser und und und&#8230;. für einen Augenblick vergessen.</p>
<p><figure id="attachment_3513" aria-describedby="caption-attachment-3513" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3513" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/pralles-leben-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/pralles-leben-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/pralles-leben-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/pralles-leben-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3513" class="wp-caption-text">Ramallah: das &#8222;pralle&#8220; Leben, so scheint es</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerade hier in der Regierungsmetropole erlebt der Besucher ein Palästina, das lebt und eben auch weiter leben, existieren wird. So viele junge Menschen, die man auf auf der Straße sieht, zeugen von der Hoffnung, die ihre Eltern in sie und damit in ihren Staat gesetzt haben.</p>
<p>Wie sagte mir ein Palästinenser: Die alte Führung ist „müde“<br />
Es bedarf einer viel besseren Koordinierung der unterschiedlichen Gruppen. Ich weiß nicht ob ihr den Kommentar von Emad, meinen Freund, dem Palästinensischen Arzt, gelesen habt, der ja mit seiner Frau Anja und Sohn Karim ebenfalls hier zu Besuch war und gerade in seinen Wohnort Moers zurück gekehrt ist. Er meint in seinem Blogkommentar am 22.4., sein Land bedarf wieder einer „Lichtgestalt“ (wie zuletzt Arafat eine war), er nennt Mahatma Gandhi, die „ehrlich“ und daher glaubwürdig ist und die verschiedenen Gruppen in Palästina einen kann. Nur wenn die Palästinenser mit einer Stimme sprechen und Handeln sind sie glaubwürdig und stark.</p>
<p><figure id="attachment_3514" aria-describedby="caption-attachment-3514" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3514" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/verkaufsstrasse-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/verkaufsstrasse-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/verkaufsstrasse-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/verkaufsstrasse-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3514" class="wp-caption-text">Ramallah: &#8222;edle&#8220; Verkaufsstraßen</figcaption></figure></p>
<p>Viele Palästinenser leben im Ausland und haben es dort oft, auch wegen ihres Fleißes zu Ansehen und Reichtum gebracht. Sie sollten nicht nur große, oft protzige „Ferien“-Häuser in den palästinensischen Dörfer, denen sie entstammen, bauen, die dann auch noch den Neid bei den im „Dorf verbliebenen“ erzeugen. Sie sollten vielmehr, nach ihren Möglichkeiten, die wirtschaftlich Entwicklung ihres Heimatlandes fördern. Denn die Wirtschaft ist schwach, derzeit sind 28 % der Menschen arbeitslos (im Gazastreifen mehr als 60 %) . Aber auch in Sachen Wirtschaft braucht Palästina dir Unterstützung Israels. Ich hatte ja schon einmal die Brauerei in Taybeh besucht. Hier erfuhr wie schwierig es ist ein solch spezielles Unternehmen aufzubauen. Mal fehlt das Wasser, mal liegt der Hopfen im Hafen von Haifa und wird nicht gelöscht. Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, die Wirtschaft braucht bessere Voraussetzungen, und dafür ist in erster Linie die Besatzungsmacht Israel verantwortlich.</p>
<p><figure id="attachment_3515" aria-describedby="caption-attachment-3515" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3515" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/blumenladen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/blumenladen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/blumenladen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/blumenladen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3515" class="wp-caption-text">Ramallah: auch Blumen pflanzen sind Hoffnungszeichen</figcaption></figure></p>
<p>Und noch etwas bedarf dringend einer Veränderung: Geht man mit offenen Augen durch Ostjerusalem, dem von Israel seit 1967 bestzten teil von Jerusalem, immer wider entdeckt man in palästinensischen Stadtteilen (<a href="http://marius-blog.de/blog/aktuell-in-ost-jerusalem-kampf-um-silwan/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispiel Silwan)</a> oder im muslimischen Quartier der Altstadt. Immer wieder sieht man dort Häuser die augenscheinlich von jüdischen Isrelis gekauft wurden. Sie sind mit (die palästinensischen) Nachbarn provozierenden israelischer Fahnen ausgestattet und mit Fernsehkameras und Stacheldraht zu „Trutzburgen“ in „feindlicher“ Umgebung abgesichert. Wie selbstverständlich tragen diese Bewohner offen ihre Waffen zur „Schau“. Wen wundert es das gerade aus diesen Gebieten sich in letzter Zeit (nicht nur jungen) Palästinenser aufmachen um beispielsweise mit einer Messerattacke, letztlich auch sich selbst umbringen (lassen). Denn sie werden in der Regel von Polizisten, Soldaten oder eben von bewaffneten Siedlern erschossen. Die Stadtverwaltung Jerusalems sollte solche provozierende Haus- und Grundstückskäufe verhindern.</p>
<p><figure id="attachment_3516" aria-describedby="caption-attachment-3516" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3516" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/silwan-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/silwan-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/silwan-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/silwan-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3516" class="wp-caption-text">Silwan: unerwünschte &#8222;Nachbarn&#8220; sind ständige &#8222;Reizauslöser&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Diesen Blog habe ich nun heute zu Hause geschrieben. Mein Groll von der gestrigen „Behandlung“ am Flughafen in Tel Aviv, ist ein wenig in den Hintergrund getreten. Heute las ich die doch bemerkenswerte Aussage des Vorsitzenden des auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen, zu den aktuellen Schwierigkeiten im deutsch-israelischen Verhältnis, dass auch der Außenminister Gabriel zu spüren bekommt, weil er auch mit Vertretern von Menschenrechtsgruppen in Israel wie <a href="https://www.medico.de/virtuelle-ausstellungsfuehrung-14456/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Breaking the Silence“ </a>sprechen will. Herr Röttgen in einem Interview mit dem DLF am 23.4. unter anderem:</p>
<p><em>„Das Verhältnis ist in keiner Weise beschädigt, sondern es ist ein außergewöhnliches, tiefes Verhältnis. Aber die Meinungsverschiedenheiten sind auch gravierend. Und für alle diejenigen, denen Israel am Herzen liegt, die nicht nur die Verantwortung spüren, sondern auch am Herzen liegt, die sind auch traurig, auch deprimiert darüber, wie sehr alles festgefahren ist, wie sehr, aus meiner Sicht, sich Israel einseitig auf seine militärisch-polizeiliche Überlegenheit verlässt und in der ganzen Situation keine Perspektive entwickelt. Die Palästinenser sind zur Zeit besonders schwach, besonders zerstritten. Israel profitiert gewärtig von der angespannten Lage im Mittleren Osten, dass sich die Aufmerksamkeit von diesem Konflikt – Israel-Palästina – auf andere Konflikte wegbewegt hat. Es hat sogar gegenwärtig sicherheitspolitische Vorteile für Israel. Aber unter dieser Oberfläche von Aktualität wird es fundamental immer schlechter und negativer und es entwickelt sich keine Perspektive. Das ist eine echte Bedrohung für Israel auf lange Sicht.“   </em></p>
<p>Erstaunliche (hoffnungsvolle) Worte – wie ich finde -aus (deutschem) Politikermund. Ich sehe es genauso wie Herr Röntgen, aber eben auch viel Friedensakivisten in Deutschland:</p>
<p><strong>Israel muss seine Politik ändern, muss die Besatzung beenden, muss einen menschenwürdigen Umgang mit den Palästinensern schaffen sonst schafft es selbst ab.</strong></p>
<p><figure id="attachment_3517" aria-describedby="caption-attachment-3517" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3517" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hoffnungszeichen-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hoffnungszeichen-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hoffnungszeichen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hoffnungszeichen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3517" class="wp-caption-text">Es gibt sie &#8222;Hoffnungszeichen&#8220; man muss nur genaue hinschauen&#8230;und sie pflegen und hegen</figcaption></figure></p>
<p>Ich beende hiermit meine aktuellen Blogberichte, komme wieder &#8222;Inch allah&#8220; im Oktober 2017. Dann werde ich wieder eine Gruppe 10 Tage zu einer Begegnungsreise nach Israel und Palästina begleiten. Vielleicht hat ja der Eine oder die Andere Interesse mitzufahren, oder kennt jemanden der Interesse hat: ich habe die <a href="http://marius-blog.de/meine-reiseangebote/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle Ausschreibung</a> in meinem Blog hier eingestellt.</p>
<p>Nicht enden möchte ich aber auch heute mit dem Tageszitat  aus:  &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220;, erschienen im <a href="http://www.aphorisma.eu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AphorismA-Verlag</a></p>
<p><em><strong>Deutschland hat einen beträchtlichen Teil des Unfriedens in der region zu verantworten. Das palästinensische Volk hat mit dem Völkermord der Nazis an den Juden nichts zu tun, soll aber die Kosten für dieses Verbrechen bezahlen. Das ist unerträglich. Insofern besteht eine enge Verbindung zwischen der deutschen und der palästinensischen Geschichte, der sich die deutsche Politik nicht entziehen kann<br />
</strong></em>von: Arn Strohmeyer (<a href="http://www.arnstrohmeyer.de/webseiten/portrait.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalist und Autor</a>)</p>
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		<title>Giftschlangen vor der Haustüre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 May 2016 04:51:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>
		<category><![CDATA[Zataara]]></category>
		<category><![CDATA[Zonen]]></category>
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					<description><![CDATA[Leser/innen die meinen Blog schon länger verfolgen, werden sich schon gefragt haben: und wann besucht er denn endlich Fatima oder wie sie in ihrer Familie heißt Im Magdolin? Ich kann ja verstehen, dass viele darauf <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/giftschlangen-vor-der-haustuere/" title="Giftschlangen vor der Haustüre">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leser/innen die meinen Blog schon länger verfolgen, werden sich schon gefragt haben: und wann besucht er denn endlich <a href="http://marius-blog.de/blog/fruehstueck-bei-fatima/" target="_blank">Fatima</a> oder wie sie in ihrer Familie heißt <a href="http://marius-blog.de/blog/im-magdolin/" target="_blank">Im Magdolin</a>? Ich kann ja verstehen, dass viele darauf warten, dass ich über weiteren Besuch bei Fatima, dieser bewundernswerten Frau die mit ihrer Familie in Zataara ,am Rande der judäischen Wüste lebt, berichte. Wenn ich ehrlich bin, ich habe ich sie bereits am vergangenen Sonntag besucht, als ich von Jerusalem nach Beit Jala gewechselt bin. An diesem Tag habe ich aber, zurückblickend, über meinen Aufenthalt in der Dormitio geschrieben.</p>
<p><figure id="attachment_3018" aria-describedby="caption-attachment-3018" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3018" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-300x200.jpg" alt="macht einen sprachlos: Zufahrt für mehr als 10.000 Menschen gesperrt" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Sperre-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3018" class="wp-caption-text">macht einen sprachlos:<br />Zufahrt für mehr als 10.000<br />Menschen gesperrt</figcaption></figure></p>
<p>Heute war ich also zum zweiten Mal dort. Schon am Sonntag hatte ich mich gewundert, dass an der Abzweigung von der „Siedlerstrasse“ nach Zataara ein großer Erdwall die Straße versperrt. Wie ich später von Fatima hörte wurde vor einigen Wochen diese Sperre in einer nächtlichen Aktion – selbstverständlich ohne irgendwelche Begründungen &#8211; durch das israelische Militär vorgenommen.</p>
<p>&#8230;und was macht der an solche „Bestrafungsmaßnahmen“ ,aus welchem Grund auch immer, schon gewöhnte palästinensische Bürger&#8230;er erträgt e mich Gleichmut und sucht sich andere Wege. Das hier aber ein Wohngebiet von mehr als 10.000 Menschen durch eine solche Willkürmaßnahme 2abgesperrt werden soll, ist aus meiner Sicht mehr als ein Skandal, mir fehlen hier einfach die Worte. Bitte lest den aktuellen Bericht einer EAPPI-Mitarbeiterin was es heißt, wenn ein Dorf vom israelischen Militär unter <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/beit-fajjar-ein-dorf-unter-kollektiver-bestrafung/" target="_blank">&#8222;Kollektiver Bestrafung&#8220;</a> gestellt wird</p>
<p>Heute nun wurde ich von Fatima und 12 ihrer 16 Enkelkinder „empfangen“ mit der</p>
<p><figure id="attachment_3019" aria-describedby="caption-attachment-3019" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3019" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-300x214.jpg" alt="sieht sehr gefährlich aus: Kopf der Palästina-Viper" width="300" height="214" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-300x214.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf-768x547.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/schlangenkopf.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3019" class="wp-caption-text">sieht nicht nur sehr gefährlich aus:<br />Kopf der Palästina-Viper</figcaption></figure></p>
<p>Botschaft, dass gestern direkt an ihrem Haus eine <a href="http://www.goruma.de/Wissen/Giftschlangen/P/Palaestina_Viper.html" target="_blank">„Palästina-Viper“</a> bemerkt und dann mit einem Stock getötet wurde. Schnell zeigte man mir die Blutflecken auf der Straße. Fatima hatte mir schön des Öfteren erzählt, dass es hier immer wieder vorkommt, das Schlangen bis ans Haus kommen. Aus diesem Grund hatte sie auch vor Jahren für ihre große Enkelschar ,die an den freien Tagen Freitags und Sonntags in der Regel bei ihren Gro0ßeltern zu Besuch sind &#8211; die Dachterrasse am Rand mit einem Gitter abgesichert. In den letzten Wochen wurden schon einige Schlangen gesichtet. Es wird vermutet das sich die schlangen aus der „wirklich vor der Haustüre befindlichen judäischen Wüste in das Dorf „verirren“</p>
<p>Den letzten Schlangenbiss mit tödlichem Ausgang gab es vor knapp zwei Jahren. Damals starb ein 12 jähriges Mädchen. Fatima konnte mir nicht sagen wo es hier ein Gegengift gibt. Wenn man aber um die gesamte Infrastruktur hier in Palästina weiß, auch um die Besonderheiten der Zone C in der sich Zataara befindet, dann kann man sich gut vorstellen, dass ein Biss von solchen Schlangen für den/die Betroffenen zwangsläufig das „Todesurteil“ bedeutet.</p>
<p><figure id="attachment_3021" aria-describedby="caption-attachment-3021" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3021" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-300x225.jpg" alt="Leben am Rande der Wüste" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/wüste-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3021" class="wp-caption-text">Leben am Rande der Wüste</figcaption></figure></p>
<p>Auch eine andere Geschichte, die mir Fatima im Verlauf des Tages erzählte, weißt auf die „normalen“ Schwierigkeiten hin die es mit sich bringen, in der Zone C zu wohnen. Wie ich an <a href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/" target="_blank">anderer Stelle</a> im Zusammenhang mit den verschiedenen Zonen (A-B-C) geschrieben habe hat in Zone C Israel die Polizeigewalt. Aber es gibt hier in Zataare keine Polizei. An besagter Abzweigung von der „Siedlerstrasse“ gibt es einen Wachturm, ob da immer jemand drin sitzt weiß hier keiner so genau. Dieser Zustand führt dann dazu das es hier Kriminelle gibt, die ohne sich fürchten zu müssen, zum Beispiel jahrelang auf Diebestour gehen können. Hier in Zataara gab es den Fall einer kleinen Bande, die zwar bekannt war, aber an wen wollte man sich wenden. Erst nach Jahren hatte man dann eine Frau die auch zu dem Trio gehörte mit zivilen Personen festgenommen und dann in einem privaten Auto nach Bethlehem (Zone A) zur Polizei überstellt. Wenn man dann noch hört, dass einer der Drei, für die Israelis spioniert,, wird man völlig rat- und hilflos.</p>
<p>Ansonsten habe ich aber bei der Familie einen schönen Tag verbracht, viel mit den Kindern gespielt, und mich hier und da mit leckeren palästinensische Spezialitäten (wie mit Reis gefüllte Kartoffeln, Zucchini und Auberginen) „verwöhnen“ lassen.</p>
<p><figure id="attachment_3020" aria-describedby="caption-attachment-3020" style="width: 683px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3020" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-683x1024.jpg" alt="Fatima mit einem ihrer 16 Enkelkinder" width="683" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-683x1024.jpg 683w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Fatima-768x1152.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption id="caption-attachment-3020" class="wp-caption-text">Fatima mit einem ihrer<br />16 Enkelkinder</figcaption></figure></p>
<p>Für mich, aber auch für die Familie denke ich, ein immer wieder schönes Erlebnis bei Ihnen zu Gast sein zu dürfen.</p>
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		<title>Um 5.00 Uhr am Checkpoint 300 in Bethlehem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2014 18:25:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[EAPPI]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist kurz nach Fünf als ich heute Morgen mein Hotel verlasse. Draußen ist es noch dunkel, die Luft ist klar aber noch empfindlich kühl. Es ist ruhig, Bethlehem scheint noch zu schlafen. In der <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/um-5-00-uhr-am-checkpoint-300-in-bethlehem/" title="Um 5.00 Uhr am Checkpoint 300 in Bethlehem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist kurz nach Fünf als ich heute Morgen mein Hotel verlasse. Draußen ist es noch dunkel, die Luft ist klar aber noch empfindlich kühl. Es ist ruhig, Bethlehem scheint noch zu schlafen. In der Ferne ruft der Muezzin zum ersten Gebet. Ab und zu fährt ein Auto oder Taxibus mit hoher Geschwindigkeit an mir vorbei Richtung Mauer, Richtung Checkpoint.</p>
<p><figure id="attachment_1965" aria-describedby="caption-attachment-1965" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000673.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1965" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000673-300x200.jpg" alt="nach einer halben Stunde vor dem ersten Drehkreuz" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000673-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000673.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1965" class="wp-caption-text">nach einer halben Stunde vor dem ersten Drehkreuz</figcaption></figure></p>
<p>Das ist auch mein Ziel zu der für mich „nachtschlafender“ Zeit. Ich hatte mir schon immer einmal vorgenommen mir ein eigenes Bild von der morgendlichen „Rushhour“ am Checkpoint zu machen, wenn die Menschen aus Palästina die eine Arbeitserlaubnis in Jerusalem/Israel haben, über die Grenze wollen. Je näher ich an den Grenzübergang komme so um so lauter wird es. In Sichtweite der Mauer halten viele Kleinbusse und PKW aus denen überwiegen Männer mit meist müden Gesichtern aussteigen, Viele führen einen Plastikbeutel mit in dem, so vermute ich, ihr Essen ist. Manche haben aber auch ihr Handwerkzeug dabei: Wasserwaage, Fliesenschneider etc. Sie alle eilen mit schnellen Schritten an den Eingang eines ca. 100 m langen und 1m breiten Ganges der, begrenzt mit Mauer und Gitter in den Grenzübergang hinein führt. Vor dem Eingang stehen zahlreiche Händler die heißen Tee und Kaffee aber auch Sesamkringel oder andere Nahrungsmittel anbieten. Viele, vor allem sehr junge Palästinenser gehen an der Seite des Ganges vorbei um am Ende, vor dem ersten eisernen Drehkreuz, über die Mauer und das Gitter zu klettern, und sich sozusagen „vor pfuschen“.</p>
<p><figure id="attachment_1966" aria-describedby="caption-attachment-1966" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000676.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1966" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000676-300x200.jpg" alt="hier wird auch &quot;vorgepfuscht&quot;" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000676-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000676.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1966" class="wp-caption-text">hier wird auch &#8222;vorgepfuscht&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Die, die den „normalen“ Weg gegangen sind, haben bis an diese Stelle bereits eine halbe Stunde benötigt, lassen das ziemlich teilnahmslos über sich ergehen. Es gibt nur wenige Proteste.</p>
<p>Ich selbst bin dann den Gang zum ersten Drehkreuz auf der Seite gegangen, der für die Menschen gedacht ist, die von Jerusalem kommend, wieder nach Bethlehem zurückkehren. Ich konnte hier beobachten wie die Menschenmasse schweigend durch das Drehkreuz ging, um auf der anderen Seite mit schnellem Schritt oder laufend über eine ca. 50m breite offene Fläche in einem weiteren Gebäude zu verschwinden. Dort sind weitere Drehkreuze, dort wird auch der Rucksack und andere Gegenstände die aus Metall sind –wie bei uns am Flughafen- durchleuchtet.</p>
<p>Bei mir stand auch eine Freiwillige von EAPPI, die, wie sie mir sagte, jeden Morgen ab 4.00 Uhr an dieser Stelle das Geschehen beobachtet. Immer wieder wurden einzelne Männer von dem zivilen Wachdienst scheinbar willkürlich „herausgeholt“ und nach der Kontrolle des Ausweises und der Arbeitserlaubnis mit einer kreisenden Fingerbewegung zurückgeschickt. Viele versuchten es dann, wie ich beobachten konnte, ein zweites Mal. Gegen sechs Uhr öffnete in Sichtnähe von mir ein weiteres Drehkreuz. Durch diesen Eingang durften nun „legal“, an der langen Schlange vorbei, alle Frauen und die Männer mit einer besonderen Erlaubnis (z.B. Kranke) das erste Drehkreuz passieren.</p>
<p><figure id="attachment_1968" aria-describedby="caption-attachment-1968" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000719.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1968" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000719-300x225.jpg" alt="für die einen eine Tortur, für die anderen ein Geschäft" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000719-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000719.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1968" class="wp-caption-text">für die einen eine Tortur, für die anderen ein Geschäft</figcaption></figure></p>
<p>Hier kontrollierten zwei sehr junge Soldatinnen, die eine hatte so ein kindliches Gesicht, sie wirkte auf mich wie gerade sechszehn. Wenn dann ein solches „Kind“ bewaffnet und mit schusssicherer Weste, einen erwachsenen Mann, der ihr Vater, ja ihr Großvater sein könnte, zurückschickt weil irgend etwas ihr nicht passt, am Gesicht, am Ausweis oder weil sie gerade Lust dazu hat, dann kann sich jeder vorstellen was der soeben abgewiesen für Gefühle hat. Der Sondereingang schloss im Übrigen schon nach 45 Minuten. Die Mitarbeiterin von EAPPI meinte zu mir, dass dies mit den benötigten zusätzlichen Soldaten zu tun hat. Von ihr erfuhr ich auch, dass jeden Morgen bis zu 8.000 Menschen in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr durch diesen Checkpoint gehen. An guten Tagen, wie heute, brauchen die Menschen zwischen 60-90 Minuten bis sie auf der anderen Seite angekommen sind. Nach neuesten Angaben des israelischen Industrieverbandes arbeiten über 28.00 Palästinenser legal in Israel, die Zahl derer die sich illegal in Israel aufhalten (sie klettern über die Mauer oder kommen über Stellen nach Israel, die noch nicht gesichert sind) ist wesentlich höher, Schätzungen sprechen von bis zu 40.000 Tausend) Wie mir gesagt wurde, wissen die Israelis davon, aber sie brauchen die (billigen) Arbeitskräfte dringend.</p>
<p><figure id="attachment_1969" aria-describedby="caption-attachment-1969" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000721.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1969" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000721-300x225.jpg" alt="Die Sonne geht auf" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000721-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000721.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1969" class="wp-caption-text">Die Sonne geht auf</figcaption></figure></p>
<p>Es ist nun sieben Uhr, mittlerweile ist die Sonne über aufgegangen auch heute wieder werden tausende Pilger aus aller Welt mit dem Bus in fünf Minuten durch das Tor der Mauer fahren und die Geburtsstätte Jesu in Bethlehem besuchen faszinierend.</p>
<p>Zum Thema Checkpoint siehe auch meinen Beitrag vom <a title="Checkpoints" href="http://marius-blog.de/blog/checkpoints/">31. Mai 2013</a> (Eine Anmerkung zu den Bildern in meinem Beitrag vom letzten Jahr: der &#8222;Ein-und Ausgang&#8220; des Checkpoints 300 in Bethlehem ist &#8222;verschönert&#8220; worden, die &#8222;käfigartigen&#8220; Gänge die ich dort noch letztes Jahr fotografiert habe sind etwas breiteren und &#8222;freundlicher&#8220; wirkenden Gängen gewichen.)</p>
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