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	<title>Hebron &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Seid ihr Christen – ist jemand Moslem?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Mar 2023 21:07:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute war unser erster „Bethlehem-Tag“.auf dieser Reise. Wie haben die Mauer „besichtigt“, haben einen aktuellen Eindruck von einem der drei, auf Bethlehemer Grund befindlichen, Flüchtlingslagern gewonnen und schließlich dem seit einigen Jahren existierenden Hotel des <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/seid-ihr-christen-ist-jemand-moslem/" title="Seid ihr Christen – ist jemand Moslem?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute war unser erster „Bethlehem-Tag“.auf dieser Reise. Wie haben die Mauer „besichtigt“, haben einen aktuellen Eindruck von einem der drei, auf Bethlehemer Grund befindlichen, Flüchtlingslagern gewonnen und schließlich dem seit einigen Jahren existierenden Hotel des berühmten Streetart-Künstlers Banksy einen Besuch abgestattet.</p>



<p>Zum Nachmittag sind wir dann in den Süden des Westjordanlandes gefahren, haben einen Blick in die, durch eine, mitten in der Altstadt befindliche, israelische Siedlung, schwer beeinträchtigte, größte palästinensische Stadt Hebron, genommen und sind zum Nachmittag in die Region Yatta g<strong>efahren, um </strong>mehr über die Arbeit eines deutschen Teilnehmers an dem ökumenischen Begleitprogramms des ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu erfahren.</p>



<p>Kurz zusammengefasst könnte man den heutigen Tag drei Themen geben:</p>



<p>Es geht um&nbsp;<u>Flüchtlinge, die Mauer und die Siedler</u></p>



<p>Zunächst haben wir am Morgen das Flüchtlingscamp „Aida“ besucht, welches unmittelbar an der Mauer liegt. Damals 1948 waren etwa 1.200 Flüchtlinge dort in Zelten untergebracht. Mittlerweile leben dort mehr als 7.000 Menschen in sehr beengten Wohnverhältnissen. Ich habe schon mehrfach über dieses, aber auch über andere Lager berichtet. Ihr findet diese Berichte unter dem Stichwort Flüchtlingslager am Schluss des heutigen Beitrages.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5184" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/9776F5DE-72EA-4BF6-814B-1D081801D2E2-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Schlüssel als Zeichen des Heimkehrwunsches </figcaption></figure>



<p>Anschließend haben wir dem „Banksy-Hotel“&nbsp;&nbsp;dem&nbsp;Walled Off Hotel, ebenfalls dierekt an der Mauer in Bethlehem gelegen&nbsp;einen Besuch abgestattet. Es ist&nbsp;das erste und einzige Hotel weltweit von dem berühmten Graffiti Künstler Banksy. Es&nbsp;ist ein einzigartiges Kunstwerk und soll den Besuchern&nbsp;in seiner ganzen Aufmachung und Gestaltung&nbsp;das Gefühl der Besatzung und der Bedrücktheit näherbringen.<br>An der&nbsp;Eingangspforte des Hotel empfangen&nbsp;ein Affe und&nbsp;der freundliche Pförtner die Gäste. Die Fassade&nbsp;wurde in einer Nacht und Nebel Aktion von Banksy selbst angemalt. Auch über dieses einzigartige Projekt von Banksy, dem nachwievor unbekannten Künstler aus England habe ich schon oft geschrieben (siehe Stichwort)</p>



<p>Immer wieder bin ich vor allem von dem im Hause befindlichen kleinen Museum tief beeindruckt. &nbsp;Hier wird der Konflikt zwischen den Israelis und den Palästinensern mit oft beeindruckenden visuellen Mitteln näher beschrieben und erklärt. Es müsste jeder touristische und politische Israelbesucher verpflichtet werden sich diese Ausstellung anzuschauen.</p>



<p><a href="https://geschichtenvonunterwegs.de/banksy-hotel-bethlehem/" data-type="URL" data-id="https://geschichtenvonunterwegs.de/banksy-hotel-bethlehem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Habe eine interessante Webseite zu diesem so einzigartigen Projekt gefunden und bedingt ansehen</a></p>



<p>Anschließend sind wir nach Hebron gefahren. Auch von dieser besonderen Stadt habe ich schon häufig geschrieben (siehe Stichwort). Heute am Freitag, dem Sonntag der Muslime, bestand nicht die Möglichkeit die Ibrahim-Moschee zu besuchen. So sind wir in die ebenfalls diesem großen Gebäudekomplex angeschlossene Synagoge gegangen, von wo man ebenfalls einen Blick auf Abrahams Sarkophag nehmen kann. Wie bekannt ist die militärische Präsenz dieses ganzen Distriktes enorm. Grundsätzlich wurde ich an jedem Posten (alle paar Meter) zur Gruppe befragt:&nbsp;Wie groß ist die Gruppe, <strong>seid ihr Christen, ist jemand Moslem</strong>?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5191" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A80F2962-F313-40AE-B3CA-98C98B1AB126-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">die Ibrahim-Moschee</figcaption></figure>



<p>Man fragt sich schon, was gewesen wäre, wenn wir eine religiös gemischte Gruppe gewesen wären.</p>



<p>Gegen 14 Uhr haben wir dann in Zils, einem kleinen palästinensischen Ort, etwa 15 km von Hebron entfernt Rudolf Rogg getroffen, der mit mir in der Nahost-Kommission von pax christi mitarbeitet und derzeit für drei Monate als Freiwilliger im&nbsp;Rahmen des Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) mitarbeitet. Mehr über dieses Programm <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/uber-eappi/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/uber-eappi/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">findet ihr hier</a>.</p>



<p>Rudolf ist seit Mitte Januar in der Gegend südlich von Hebron eingesetzt. Ich selbst war dort schon einmal 2014 mit einer Tour von &#8222;Breaking the Silence&#8220; in den Hügeln südlich von Hebron. Anschließend im Jahr 2020 habe ich einen weiteren Blogbericht geschrieben. <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/blog/kafka-im-westjordanland-2/" data-type="post" data-id="4806" target="_blank">Hier mein damaliger Bericht.</a><br>Mehr über die grundsätzlichen Aufgaben dieser Beobachter:innen, wie auch verschiedene Einsatzberichte, so auch von Rudolf liegt ein Bericht vor, <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.eappi-netzwerk.de/blog/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/blog/" target="_blank">findet ihr auf der Webseite</a> des EAPPI Netzwerk Deutschland e.V., dem Zusammenschluss ehemaliger deutscher Teilnehmer:innen. Mit Rudolf und drei weiteren derzeitigen Mitarbeiter:innen aus Schweden, Norwegen und Kolumbien sind wir zu einem Beduinencamp Namens Umm Al Khair&nbsp;einem vor allem von Beduinen bewohnten Dorf das inzwischen von der benachbarten Siedlung Karmel stranguliert wird, und nach Süden das Weideland an die &#8222;Shooting Zone&#8220; verliert. Im Dorf hat uns der englischsprachiger Beduine Tharek Hathaleen die Geschichte seiner Beduinengruppe und die derzeitige Lage geschildert. Diese Gruppe ist im Jahr 1948 aus dem Negev nach hier geflüchtet. Sein Großvater konnte hier 1960 Land für die 33 Familien käuflich, mit Papieren, erwerben. 1980 kamen dann die ersten Siedler und errichteten in den folgenden Jahren die Siedlung Karmel. Im Laufe der Zeit wurde das Leben für die beduinischen Familien immer schwerer. Ihnen wurden Zug um Zug Weidegebiete weggenommen und heute können sie ihre Ziegen oft nicht mehr aus dem Gatter lassen.&nbsp;&nbsp;Brunnen wurden zerstört. Heute lassen die Siedler ihre Ziegen auf dem von den Beduinen gepflanzten Getreide „grasen“. In den letzten Jahren wurden 16x die Unterkünfte zerstört. Tharek schilderte eindrucksvoll, wie eine solche Aktion abläuft. Am frühen Morgen kommt die Info, das die Behausung zerstört wird. Die ganze Familie muss dann sofort ihre Unterkunft verlassen. Dann werden durch Helfer das „Hab und Gut“ der Familie ausgeräumt. Dann kommt der Bulldozzer und zerstört die Räumlichkeiten in wenigen Minuten. Es gibt, Gott sei Dank, immer wieder Organisationen, die anschließend den Familien helfen wieder eine Unterkunft aufzubauen. Wie sagte Tharek zum Schluss seines mit bewegenden Worten gehaltenen Vortrages: wir wollen hier doch nur friedlich und in Ruhe auf unsrem Grund leben, warum will man uns hier vertreiben. Mehr Infos zur aktuellen Situation durch Rudolf findet ihr <a href="https://marius-blog.de/erfahrungen-bei-eappi/" data-type="page" data-id="5194">hier</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5192" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/ACAA5E1C-5B71-4BC2-BD6D-F383CE162751-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick in karge Wüstenlandschaft, rechts die Siedlung Karmel</figcaption></figure>



<p>Anschließend sind wir mit dem Bus ein paar Kilometer nach Südosten an den Rand der „Feuerzone“ gefahren, wo uns Tarek die Lage von Masafar Yatta geschildert hat. Hier hat&nbsp;nach über 20jährigem Rechtsstreit das Oberste Gerichtshof Israels am 4. Mai 2022 entschieden, dass die Räumungsanordnungen gegen 8 palästinensische Dörfer im südlichen Westjordanland mit über 1.000 Bewohner:innen – die Hälfte von ihnen Kinder – zugunsten der Durchsetzung eines israelischen militärischen Übungsgeländes (Firing Zone 918) rechtmäßig sind.&nbsp;Hier ist man sich einig, dass diese Feuerzonen, wo das israelische Militär „trainieren“ kann, lediglich dazu dient, Gebiete den Palästinensern wegzunehmen und sie irgendwann den Siedlern zur Verfügung zu stellen. Es gibt ein Positionspapier das eine Gruppe um Nabila Espanioly erstellt hat, das findet ihr in meinem Blog unter <a href="https://marius-blog.de/die-folgen-der-abschiebung-der-masafer-yatta-fuer-frauen/" data-type="page" data-id="5186" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gastbeitrag</a></p>



<p>EAPPI regt zu Masafer Yatta eine Briefaktion an. <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.eappi-netzwerk.de/masafer-yatta/" data-type="URL" data-id="http://www.eappi-netzwerk.de/masafer-yatta/" target="_blank">Mehr dazu hier</a> </p>



<p>pax Christi hat in diesen Tagen zu der drohenden Vertreibung eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6450960578641920/Masafer%20Yatta:%20Geplante%20Vertreibung%20stoppen" data-type="URL" data-id="https://www.paxchristi.de/meldungen/view/6450960578641920/Masafer%20Yatta:%20Geplante%20Vertreibung%20stoppen" target="_blank">Pressemeldung veröffentlicht</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5198" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/7F61640F-E6BC-4A57-B17E-C4E2223D2666-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">der Taubenstall ist auch mit einem &#8222;Abriss-Befehl&#8220; belegt</figcaption></figure>



<p>Heute passt es nun auch, dass ich auch auf die aktuell laufende Aktion von KoPI zum 75. Gedenkjahr der NAKBA verweise, das an die Vertreibung von 700.000 Palästinenser:innen in den Jahren 1947/48 erinnert. Unter dem Motto&nbsp;75 Jahre Israel = 75 Jahre Vertreibung der Palästinenser (NAKBA)&nbsp;haben wir <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5252" data-type="URL" data-id="https://www.kopi-online.de/wordpress/?p=5252" target="_blank">Informationen zur NAKBA herausgegeben.</a> In vielen Städten und Gemeinden bundesweit finden zu diesem Thema Veranstaltungen statt</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Die überarbeitete Streckenführung der Mauer gliedert 365 744 Siedler, d.h. 83% der israelischen Siedlungsbewohner: innen, in den Staat Israel ein. Der Bericht „Siedlungen und die Mauer“ der Palestinian Academy for Israel the Study of International Affairs stellt hierzu fest: „Israel reduziert nicht nur die Nutzfläche, den territorialen Zusammenhang und die wirtschaftliche Lebensfähigkeit eines palästinensischen Staates, sondern sie blockiert den eines funktionsfähigen Staates und</em>&nbsp;die Möglichkeit einer Zweistaatenlösung“</p>
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		<title>Schwester Rosa: Es kommt auf den &#8222;Kern&#8220; an!</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/schwester-rosa-es-kommt-auf-den-kern-an/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2019 21:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun sitze ich mal wieder nach einem langen Tag an meinem PC und denke wie schwer ist es auch heute wieder, dass&#160;&#160;Gesehene und Erlebte in (möglichst „überschaubare“) Worte zu fassen. Ich will es versuchen. Am <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/schwester-rosa-es-kommt-auf-den-kern-an/" title="Schwester Rosa: Es kommt auf den &#8222;Kern&#8220; an!">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Nun sitze ich mal wieder nach einem langen Tag an meinem PC und denke wie schwer ist es auch heute wieder, dass&nbsp;&nbsp;Gesehene und Erlebte in (möglichst „überschaubare“) Worte zu fassen. Ich will es versuchen.</p>



<p>Am Morgen haben wir dem allseits bekannten Weinberg der Familie Nassar einen Besuch abgestattet. Nachdem ja gestern das Wetter ganz „leidlich“ war, hatte es sich heute im Laufe des Vormittags wieder zugezogen. Auf dem Weinberg ging ein mächtiger unangenehmer kalter Wind, Gott sei dank war es (zunächst) trocken.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4307" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000436-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>trotz derzeit schlechtem Wetter, der Frühling kommt auch auf dem Weinberg</figcaption></figure>



<p>Zum Weinberg habe ich schon sooo viel geschrieben, (siehe auch die Links am Anfang des Textes, deshalb will ich von dem berichten, was mir am Vortrag von Daoud, der unsere Gruppe in Empfang genommen hatte, neu und besonders war.</p>



<p>Schon zu Hause hatte ich davon gehört das in der letzten Woche mal wieder ein „Abrissbefehl“ auf dem Gelände gefunden worden war. Es war das 31. Mal, dass auf diese unglaubliche Art und Weise ein gerichtliches Dokument einfach irgendwo hinterlegt wurde. Nun ist aber zum ersten Mal genau das passiert, was der Absender mit dieser Art der „Hinterlegung“ beabsichtigt&#8230;eben das der Adressat das Dokument nicht so rechtzeitig findet um&nbsp;&nbsp;gegen den Bescheid innerhalb von 45 Tagen Widerspruch einlegen zu können. Der aktuelle Abrissbefehl stammt vom 16. Dezember 2018, die Einspruchsfrist war Anfang Februar abgelaufen. Theoretisch könnte also jetzt an jedem Tag die mehr als 2.000 Weinstöcke (und denen galt der Abrissbefehl!!), die vor 2 1/2 Jahren gepflanzt wurden, zerstört werden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3596" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Daoud Nassar</figcaption></figure>



<p>Daoud ging auch noch einmal auf die letzte große Baumzerstörung im Mai 2014 ein. Damals wurden im Tal durch das Militär Hunderte von Obstbäumen zerstört, darunter zahlreiche Aprikosenbäume deren Früchte kurz vor der Ernte standen. Dmals hatte die Familie Nassar gegen diesen willkürlichen Akt vor Gericht auf Widergutmachung und Schadensersatz geklagt, der Schaden wurde damals auf mehr als 100.000 Dollar geschätzt. Damit ihre Klage bei Gericht angenommen werden konnte, mussten sie dort 7% des Streitwertes (also 7.000,- Dollar) bezahlen. Außerdem kamen Gutachter- und Anwaltskosten von 15.000,- Dollar hinzu. Sie haben also neben dem materiellen und körperlichen Schaden Geld zahlen müssen. Bis heute, fast 5 Jahre nach diesem Vorfall haben sie nichts mehr vom Gericht gehört.</p>



<p>Ganz allgemein zur Situation der Palästinenser meinte Daoud, dass oft die täglichen Provokationen in Form von Erniedrigung und Schikanen eine ganz bewusst gestellte „Falle“ seien, damit wir entweder gewalttätig reagieren oder eben so mürbe gemacht werden das wir unser Land verlassen. Das es den jüdischen Israelis verboten sei, die Städte der Zonen A zu betreten (auf den roten Schildern am Eingang der Zonen steht als Grund etwas von Lebensgefahr!) betrachtet Daoud als Maßnahme damit das „Feindbild“ aufrecht erhalten bleibt.</p>



<p>Meinen letzten Blogbericht bei meiner Reise im Herbst 2018 habe ich überschrieben mit &#8222;Ein Leuchtturm&#8220; für ganz Palästina. Gemeint war damit das Friedensprojekt &#8222;Tent of Nations&#8220;, für dessen beispielhaftes gewaltfreies Engagement Daoud Nassar, neben 14 anderen herausragenden Persönlichkeiten weltweit, der deutsche und der französische Staat den Menschenrechtspreis 2018 verliehen hat. Hier der Text der Laudatio:</p>



<p><em>Der 1970 geborene Aktivist Daoud Nassar setzt sich seit fast<br>20 Jahren mit seiner Nichtregierungsorganisation „Tent of Nations“ für die Verständigung zwischen Israelis und Pa- lästinensern ein. Auf dem Weinberg seiner Familie nahe Bethlehem betreibt er eine Fort- und Weiterbildungsstätte. Dort sensibilisiert er Besucher und Gäste für Fragen der Landenteignung und für die Auswirkungen des israelischen Siedlungsbaus auf Palästinenser, die im sogenannten „C- Gebiet“ des Westjordanlandes leben. Der Dialog mit Israelis und Palästinensern hilft dabei, mehr über die Situation der „anderen Seite“ zu erfahren. Das Leitmotiv seines Projektes mit dem Namen „Wir weigern uns Feinde zu sein“ hat dabei eine wichtige Signalwirkung. Viele israelische und internationale Freiwillige arbeiten in den Erntemonaten auf dem Weinberg seiner Familie. Durch seinen jahrzehntelangen Einsatz lebt Daoud Nassar vor, wie selbst unter widrigen Bedingungen eine Bleibeperspektive in diesen Gebieten erhalten werden kann.</em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4312" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/PHOTO-2018-12-13-12-28-15.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Preisverleihung im Dezember 2018 mit Vertretern des deutschen Büros in Ramallah und der Familie Nassar</figcaption></figure>



<p>Im Anschluss an unseren Besuch auf dem Weinberg haben wir uns in das nahegelegene <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Dorf Battir (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/unesco-welterbe-battir-kulturlandschaft-auf-umkaempftem.691.de.html?dram:article_id=290037" target="_blank">Dorf Battir</a> gemacht. Auch von diesem Dorf habe ich schon im letzten Jahr berichtet. Es ist ein landschaftlich wunderschön gelegener Ort, der auch deshalb bekannt geworden ist, weil israelisch und palästinensische Umweltschützer erreicht haben, dass ein lange gehegter Plan der Militärverwaltung, quer durch die weltbekannten Wasserterrassen (seit 2014 auch UNESCO-Weltkulturerbe) die Mauer zu bauen, auf ihre Initiative hin durch das obersten israelischen Gericht untersagt wurde. In diesem Zusammenhang möchte ich kurz berichten, über die aktuelle Auseinandersetzung zwischen Israel (USA) und der UNESCO. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4308" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000440-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wasserterrassen von Battir: UNESCO Weltkulturerbe</figcaption></figure>



<p><br> Seit 2014 ist Palästina Mitglied in der UN (Kultur-)Organisation UNESCO. <br>Die ist die Organisation der Vereinten Nationen die für Bildung, Wissenschaft und Kultur zuständig ist und auch besondere Orte in aller Welt zu &#8222;Weltkulturerbe&#8220; erklärt. Nachdem bereits 2014, kurz nachdem Palästina als Mitglied aufgenommen wurde, die Geburtskirche in Bethlehem diese besondere Auszeichnung bekam und im folgenden Jahr auch die Wasserterrassen von Battir mit dieser Auszeichnung geehrt (aber auch geschützt ) wurden, hat die im Jahr 2017 erfolgte Ehrung der Altstadt von Hebron (einschließlich der Abrahams-Moschee) vor allem bei der Regierung in Israel (aber auch in den USA) für große Aufregung und letztlich zum gemeinsamen Austritt aus diese UN-Kommission geführt, der zu Beginn dieses Jahres nun vollzogen wurde. In einem <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Beitrag von DLF-Kultur  (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/geschichtskampf-um-hebron-ein-welterbe-nur-der.979.de.html?dram:article_id=423667" target="_blank">Beitrag von DLF-Kultur </a>werden die Hintergründe dieser Auseinandersetzung genauer &#8222;beleuchtet&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4309" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000439-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>dieser  große Wasserspeicher speist das Bewässerungssystem der Terrassen</figcaption></figure>



<p>Leider hat es in Battir ganz fürchterlich angefangen zu regnen, so dass wir mehr als drei Stunden im einzigen örtlichen Restaurant „festsaßen“. Als wir endlich diesen Ort verlassen konnten, kamen uns Sturzbäche und Schlammfluten auf der Straße entgegen, wirkliche Naturgewalten die wir hier und heute erlebten.</p>



<p>Zum späten Nachmittag haben wir noch Schwester Rosa in ihrem Kloster im schönen Artas-Tal besucht. Nachdem sie uns die Kirche gezeigt und von ihren Aktivitäten hier vor Ort erzählt hatte, u.a. bieten sie einen Kindergarten für die vielen muslimischen Kinder des benachbarten Dorfes Artas an, gab sie uns noch etwas grundsätzliches mit auf den weiteren Weg hier in Palästina aber auch für den weiteren Lebensweg ganz allgemein. Wir sollten möglichst immer zum &#8222;Kern&#8220; vorstoßen. Nicht die Gebäude, oder die vielen Details, die wir auf so einer Reise sehen und wahrnehmen sind ausschlaggebend, es komme immer auf den Kern an. Den sollten wir immer suchen, auf den sollten wir uns immer konzentrieren. Für sie als religiöse Frau ist es alles was mit Gott zu tun hat. In dem sie gegenüber ihren Mitmenschen, egal welchen Glaubens, immer versucht als menschliche Christin eine gute Botschafterin des christlichen Glaubens wahrgenommen zu werden, hofft sie auch ihren Mitmenschen Gottes Güte und Liebe zu vermitteln. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-3869" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>das wunderschöne Kloster &#8222;zum verschlossenen Garten&#8220; (Hortus Conclusus)</figcaption></figure>



<p>Ich hatte es glaube ich schon einmal beschrieben, über welch tolle Stimme Rosa verfügt. In der Kirche hat sie uns mit glockenreiner Stimme das weihnachtliche Lied &#8222;Stille Nacht, heilige Nacht&#8220; vorgesungen, es war wunderbar. Schwester Rosa ist aber nicht nur eine tolle Sängerin, eine gläubige Frau, ein quicklebendige Argentinierin sie hat auch erzieherische Kompetenzen. Sie erzählte uns, dass einige Bewohner von Artas, an der Krankenstation, die nahe am Kloster gelegen, zur medizinischen Erstversorgung der Dorfbewohner, genutzt wird, Müll abgeladen haben. Als Konsequenz hat sie die Krankenstation geschlossen, bis die Bewohner den Müll beseitigt haben.</p>



<p></p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Wer seinen Freund zu Unrecht verdächtigte, soll ihn gleich um Verzeihung bitten.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</em>(Talmud – Bavli Berachot 31)<br></p>
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		<title>&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 21:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Frühjahr 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Aida-Camp]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
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		<category><![CDATA[Wings of Hope]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/segenreicher-palaestinensischer-alltag/" title="&#8222;Segenreicher&#8220; palästinensischer Alltag">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute stand auf dem Programm die Besichtigung der Mauer in Bethlehem, ein Besuch im Flüchtlingscamp Aida, ein Besuch im Wallad-Off-Hotel von Banksy, ein Gespräch mit Ursula Mukarker in der Beratungsstelle für traumatisierte Kinder und Frauen „Wings of Hope“, und zum Abschluss am Nachmittag ein Besuch in der der &#8222;Patriarchen-Stadt&#8220; Hebron, in der sich die Grabstätte Abrahams, des Stammvaters der Juden, Moslems und Christen befinden soll.</p>



<p>Ich habe in diesem Blog über&nbsp;&nbsp;alle Programmpunkte, teilweise sehr ausführlich und mehrmals, schon geschrieben. Ich darf also, vor allem die neuen Leser/innen, auf die entsprechenden Links zu Beginn meines heutigen Tagesberichtes verweisen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4285" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000365-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;der größte Schlüssel der Welt&#8220; am Eingang zum Aida-Flüchtlings-Camp in Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Ich will mich also in meinem heutigen Bericht auf das aktuelle, von heute (bzw. aus den letzten Wochen) beschränken.</p>



<p>Der Tag war im Übrigen auch geprägt von einem Wettereinbruch, der einherging mit starkem Regen und Wind, vor allem aber auch mit stark gesunkenen Temperaturen (von unter 10 °C). Wie Faten uns erklärte, würden die Leute bei so einem Wetter, der den immer ersehnten Regen bringt, von einem &#8222;gesegneten&#8220; Wetter sprechen.</p>



<p>Die Besuche im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Aida-Camp (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.alsharq.de/blog/zurueck-wohin-zum-palaestinensischen-recht-auf-rueckkehr" target="_blank">Aida-Camp</a> und auch im <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wald-Off-Hotel (öffnet in neuem Tab)" href="http://walledoffhotel.com" target="_blank">Wald-Off-Hotel</a>, beide Einrichtungen liegen direkt an der 12m hohen Mauer, die Jerusalem von Bethlehem trennt, waren für die Gruppe beeindruckend. Für mich wurde durch das Gespräch mit einer Vertreterin Alle haben die Meinung vertreten, dass das Wetter sich der Stimmung, die diese beiden Versuche bei der Gruppe erzeugten, &#8222;prima ergänzten&#8220;.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4286" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000379-1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>wenn man im Wald-Off-Hotel aus dem Fenster schaut: sieht man die Mauer</figcaption></figure>



<p>Der Besuch im Zentrum Wings of Hope for Trauma <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/" target="_blank">https://www.wings-of-hope.de/international/palaestina-und-israel/traumaarbeit/ </a>haben wir nicht nur etwas zur Arbeit mit und für traumatisierte Kinder und Frauen erfahren, wir haben auch durch einen Zwischenfall, am eigenen Leibe erfahren können was es heißt/heißen kann, hier in dieser so krisengeschüttelten Region im &#8222;normalen&#8220; Alltag zu leben. Gegen 13.30 hörten wir auf der Straße (das Büro liegt mitten in Bethlehem) Schüsse. Etwa 15 Minuten gingen Salven von Gewehrschüssen einher, mit Geschrei von aufgeregten Menschen, wilden Hupen der Autos und in Panik durcheinander laufende Menschen. Wir konnten das aus der 2. Etage unseres Meeting-Raumes gut beobachten. Dank der sozialen Medien, hatte Ursula Mukarker relativ schnell unsere spontane Befürchtung, das es hier wieder, wie sooft in Bethlehem, zu einer Eskalation zwischen israelischer Armee und Palästinensern, gekommen ist, zerstreut. Wie wir erfuhren, dass es eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei Familien gegeben hatte. Hintergrund war wohl die Tötung einer 31 jährigen 5-fachen Mutter durch den Ehemann, den die Familie der Frau &#8222;rächen&#8220; wollte. Der große Schreck über diesen Zwischenfall, der sich in unserer unmittelbaren Nähe ereignete, war uns allen nachhaltig in &#8222;die Glieder&#8220; gefahren. Trotzdem haben wir uns mit einiger Verspätung, noch auf den weg ins 25 km entfernte Hebron gemacht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4289" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000363-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Plakat im Aida-Camp erinnert an den Tod eines 13jährigen -Jungen</figcaption></figure>



<p>Bedingt durch das wirklich schlechte, nasskalte Wetter, aber auch wegen der späten Anreise, haben wir das übliche Programm in Hebron stark gekürzt. Wir sind einen kurzen Weg durch die Altstadt zur Abrahams-Moschee gegangen. Die Gruppe hatte also nur ganz begrenzt die Möglichkeit, die Besonderheit und damit die Konfliktursache in dieser Stadt in &#8222;Augenschein&#8220; zu nehmen. </p>



<p>Ich will hier nicht verschweigen, dass wir auch in Hebron, als wir uns aus der Altstadt entfernten, Schüsse gehört haben. Welchen genauen Hintergrund sie hatten habe ich bis jetzt nicht in Erfahrung bringen können.</p>



<p>Ich möchte an dieser Stelle aber über ein Ereignis berichten, dass sich vor einigen Wochen, im Zusammenhang mit der Stadt Hebron ereignet hat, in meinem Blog berichten.  Ende Januar 2019&nbsp;&nbsp; hat Israel die Ausweisung der Temporären Internationalen Präsenz in Hebron <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/TIPH" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="(TIPH)  (öffnet in neuem Tab)">(TIPH) </a>aufgekündigt, und das Ökumenische Begleitprogramm Palästina Israel <a rel="noreferrer noopener" aria-label="(EAPPI) (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.eappi-netzwerk.de" target="_blank">(EAPPI)</a> hat daraufhin erklärt, dass es jetzt zu unsicher für sie sei, ihre Menschenrechtsbeobachter weiterhin in der Stadt zu stationieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4287" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/P1000385-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Verkleidet in die Abraham-Moschee</figcaption></figure>



<p> Alle Apelle, auch der der Bundesregierung, die Entfernung der TIPH aus Hebron rückgängig zu machen um sicherzustellen, dass internationale Menschenrechtsbeobachter, Freiwillige und Aktivisten in der Lage sind, sicher in der Stadt zu arbeiten, haben bis heute nichts genutzt</p>



<p>TIPH &#8211; bestehend aus Norwegen, Dänemark, Schweden, der Schweiz, Italien und der Türkei &#8211; wurde 1994 als Ergebnis der Osloer Abkommen gegründet, die die Notwendigkeit einer internationalen Beobachtertruppe in der Krisenstadt anerkennen, in der sich Siedler &#8211; die zu den gewalttätigsten und fanatischsten der gesamten israelischen Siedlerbewegung gehören &#8211; in der palästinensischen Bevölkerung niedergelassen haben; 1994 war auch das Jahr des Moscheemassakers von Ibrahimi.</p>



<p>Ende 2018 veröffentlichte die TIPH einen öffentlichen Bericht (in der Regel bleiben ihre Beobachtungen vertraulich), in dem über 40.000 Menschenrechtsverletzungen aufgeführt sind. Es sagte, dass Israel regelmäßig internationale und sogar israelische Gesetze verletzt. Im folgenden Monat, Januar 2019, kündigte Netanyahu an: &#8222;Wir werden die Fortsetzung einer internationalen Truppe, die gegen uns handelt, nicht zulassen&#8220;.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4288" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/03/20190314_115828-1-768x1365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption>in der Galerie im Banksy-Hotel gesehen: das Wasser steht bis zum Hals</figcaption></figure>



<p>Die &#8222;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Freunde von Sabeel (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.fvsabeel-germany.de/index.htm" target="_blank">Freunde von Sabeel</a>&#8220; deren deutsche Gruppe auch das Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; aus dem ich jeden Tag ein Zitat in diesem Blog veröffentliche, schreibt jede Woche: Jeden Donnerstag versammelt sich die Gemeinde in Jerusalem zum Abendmahl und zum Gebet. Ein Gebet, das in diesem Gottesdienst gebetet wird, wird auch an die Beter in aller Welt gesendet, damit in jeder Region um 12 Uhr das Gebet gebetet wird, damit eine Welle des Gebets rund um die Erde entsteht. Die Gebete haben zum Inhalt aktuelle Ereignisse der letzten Woche.</p>



<p><strong>Hier ein Auszug vom heutigen Tag</strong></p>



<p>Am Mittwoch, 6.März, wurden durch ein Feuer in ihrem Haus in Al Salaymeh, das zur Altstadt von Hebron gehört zwei palästinensische Kinder getötet. Die Feuerwehr wurde an einer Straßenblockade von Soldaten Israels aufgehalten; so war sie nicht in der Lage, die Kinder beizeiten zu erreichen. Als Nachbarn das Haus betraten und die Kinder herausholten, wurden sie an einem Checkpoint festgehalten, da sie die Kinder doch nicht rechtzeitig in ein Krankenhaus bringen könnten. Wael Al Rajabi und Malak, ein vier-jähriger Junge und Malak, seine achtzehn Monate alte Schwester starben bei dem Unfall; ein Bruder erlitt schwere Verwundungen.</p>



<p><strong>Herr, wir beten für die Familie von Wael und Malak, die ihren Verlust betrauert; und wir beten für die Genesung ihres Bruders. Wir bitten, dass diese Tragödie die israelische Besatzungsmacht dazu bringt, nachzudenken, ob sie auch in Zukunft Notdienste davon abhält auf kritische Unfälle zu reagieren.</strong></p>



<p><strong>Herr, nach Deiner Barmherzigkeit erhöre unsere Gebete.</strong></p>



<p><strong>und zum Schluss des heutigen Tagesberichtes das Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Das regenerierte jüdische Volk in Palästina muss nicht bloß ein friedliches Zusammenleben mit dem arabischen anstreben, sondern auch eine umfassende Kooperation und Entfaltung des Landes.</em>&nbsp;&nbsp;(Martin Buber)</p>
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		<title>Herbst auf dem Weinberg</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/herbst-auf-dem-weinberg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2018 20:57:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Natürlich musste ich bei meinem doch recht kurzen Trip (10 Tage) nach Palästina, dem Weinberg und seinen Bewohnern einen Besuch abstatten. Hat hier doch alles im April 2012 für mich angefangen. Damals habe ich hier <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/herbst-auf-dem-weinberg/" title="Herbst auf dem Weinberg">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich musste ich bei meinem doch recht kurzen Trip (10 Tage) nach Palästina, dem Weinberg und seinen Bewohnern einen Besuch abstatten. Hat hier doch alles im April 2012 für mich angefangen. Damals habe ich hier 5 Wochen gearbeitet und anschließend war für mich und mein zukünftige Leben alles anders. Ich konnte das hier erlebte nicht mehr vergessen, war derart angerührt, vom Schicksal der Menschen hier, dass ich mich seit dem für eine Aussöhnung, Frieden und Gerechtigkeit zwischen den Menschen die hier leben einsetze.</p>
<p>Betroffen war ich damals auch von dem Erlebnis eines Taxifahrers, Adib, der mich mit seinem Taxi zum Weinberg gebracht hatte, und im Anschluss von einer zivilen israelischen Kontrolle angehalten und dann mit einem (unbegründeten) Strafbefehl zur Zahlung von1.000 Schekel „verurteilt“ wurde. <a href="http://marius-blog.de/blog/rueckkehr-zum-tent-of-nations/" target="_blank" rel="noopener">Hier könnt ihr die Geschichte nachlesen.</a></p>
<p><figure id="attachment_4143" aria-describedby="caption-attachment-4143" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-4143" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000113-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000113-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000113-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000113-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-4143" class="wp-caption-text">Adib der Taxifahrer</figcaption></figure></p>
<p>Wie es der Zufall wollte (gibt es Zufälle im Leben?), traf ich heute Adib auf der Straße mit seinem Taxi. Er fragte wohin ich denn wolle und ob er mich fahren könne. Ich sagte ihm, dass ich zum Weinberg wolle und ob er sich erinnere, was vor 6 ½ Jahren passiert war. Natürlich konnte er sich erinnern, aber es war ihm augenscheinlich kein Problem, mich heute erneut dorthin zu bringen.</p>
<p>Ich habe es ja in den letzten Jahren, bei meinen regelmäßigen Besuchen auf dem Weinberg geschildert, wie sich die Zufahrt zum Gelände des Weinberges, bedingt durch den Bau der jüdischen Schule, total verändert hat. Wo früher ein holpriger kleiner Pfad war, ist jetzt eine breite Straße die aber eben nicht zum Weinberg sondern zur Schule führt. Das letzte Stück ist dann wieder die kleine Fahrspur, die vor dem Steinhaufen endet (wird der eigentlich immer höher), der schon mehr als 10 Jahren die direkte Zufahrt der vielen Besuchergruppen zum Weinberg hindert.</p>
<p>Mit großem Staunen stand ich dann 500 m weiter vor dem(neuen)  Tor. Was bis zum April, ein sehr baufälliges Gebilde war, dass meiner Meinung nach in keinster Weise ein gewalttätiges Betreten des Geländes verhindert hätte, ist nun ein „stattliches“ stabiles Tor.</p>
<p><figure id="attachment_4139" aria-describedby="caption-attachment-4139" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4139" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000116-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000116-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000116-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000116-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4139" class="wp-caption-text">das neue Tor zum Weinberg</figcaption></figure></p>
<p>Als erstes begegnete mir ein Volontär aus den USA, der mit dem Bewässern kleiner Salatpflanzen in einem der Gewächshäuser beschäftigt war. Wie er mir erzählte, ist er derzeit der einzige Freiwillige auf dem Berg. Bis gestern waren zwei Volontäre aus Japan (!) hier. Nicht viel später lief mir Daher über den Weg, der- begründet in der Zeit als ich hier einige Wochen gearbeitet habe &#8211; zu einem wirklichen Freund von mir geworden ist. Daoud Nassar, sein Bruder, hatte mir schon vor einigen Wochen, bei einem Treffen am Rande eines Vortrages von ihm in Mönchengladbach erzählt, dass er in diesen Tagen in den USA zu Vorträgen weilt. Ich werde ihn aber, so ist es geplant, am kommenden Mittwoch noch treffen können. Daher musste sich dann auch gleich um zwei (!) Gruppen (aus den USA und Schweden) kümmern, die gerade angekommen waren. Im Verlauf der nächsten Stunden kam dann noch eine weitere Gruppe aus Frankreich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-4142" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000117-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000117-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000117-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000117-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Es ist wirklich immer erstaunlich wie viel Menschen den Weg zum Weinberg finden. Es ist auch immer wieder erstaunlich, dass es oft auch (wie heute) junge Menschen sind die sich für den Weinberg, seine Geschichte und en Menschen hier interessieren. Wenn man die Besucher/innen dann bei den Vorträgen, heute von Daher aber auch seiner Schwester Amal, beobachtet, wie beeindruckt, oft richtig berührt sie sind, kann man erahnen, welche Botschaft sie mit in ihre Heimat nehmen.</p>
<p>Ich hatte wegen der vielen Gruppen, mit denen Daher „beschäftigt“ war, dann genügend Zeit mir in einem Rundgang über den Weinberg, die Situation anzusehen. Beeindruckend der „Kräutergarten“ erstellt von der Gruppe um Dietrich Bodelschwing von der „Heimstätte Dünne“. Überall sah man (wie gewohnt) frisch gepflanzte Bäumchen. Auch neue (Kompost-)WC-Häuschen, aus denen man auf die neugebaute Schule und die Siedlung Neve Daniel schauen kann, sind erstellt worden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-4141" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000121-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000121-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000121-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000121-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Irgendwo sah ich eine Hündin mit ihren (6-7) jungen Welpen. Überhaupt, für Hunde ist das Gelände ein Paradies. Ich erinnere mich allerdings mit Schrecken an manche Störung in den Nächten, als ich hier in einem Zelt schlafen wollte.</p>
<p>Sicherlich, heute war das Wetter nicht unbedingt, dazu angetan, sich richtig wohlzufühlen, denn es war bewölkt, ein kalter Wind zog über den Berg, und zum frühen Nachmittag fing es heftig an zu regnen.</p>
<p><figure id="attachment_4145" aria-describedby="caption-attachment-4145" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4145" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000124-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000124-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000124-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000124-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4145" class="wp-caption-text">Blick in den &#8222;Kräutergarten&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>Wenn man von Bethlehem mit dem Auto die Straße 60 fährt, kommt nach 5-6 km die Abzweigung die zum Weinberg führt. Fährt man die 60 weiter kommt man nach weiteren 20 km nah Hebron. An diese die Besucher (und eben auch mich) so bewegende Stadt, kam mir dieser tage wieder in den sinn als ich einen weiteren Beitrag einer EAPPI-Freiwilligen las. Sie berichtete von einem Besuch bei der Familie Hashem Al Azzeh. Ich habe die Familie bei einem Besuch mit einer <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank" rel="noopener">Reisegruppe 2014</a> kennen gelernt. Sie lebt in unmittelbarer Nähe einer jüdischen Familie in dem abgegrenzten Bereich in der Hebronner Altstadt. Ich hatte dann ein Jahr später vom gewaltsamen Tod (er starb durch Tränengas an einem Herzinfarkt) Hashem erfahren und habe <a href="http://marius-blog.de/blog/trauerbesuch-bei-familie-azzeh-in-hebron/" target="_blank" rel="noopener">daraufhin in April 2016</a>, bei meinem nächsten Besuch in der Region, seiner Frau besucht. Nun hat Milena von EAPPI die Familie besucht und erzählt in Ihrem Bericht, noch einmal, wie es damals zum Tode von Hashem gekommen ist und wie es der Familie (aber besonders der Frau) heute 3 Jahre später geht. <a href="http://www.eappi-netzwerk.de/eine-persoenliche-geschichte-von-sumud/" target="_blank" rel="noopener">Ein wirklich lesenswerter Beitrag den ich sehr empfehle</a></p>
<p><figure id="attachment_4146" aria-describedby="caption-attachment-4146" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-4146" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000127-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000127-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000127-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000127-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-4146" class="wp-caption-text">Herbst oder doch schon wieder Frühling?<br />verrückte Natur auf dem Weinberg</figcaption></figure></p>
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		<title>Pessach-Fest in Israel = demütigende Zustände in Hebron/Palästina</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2018 19:28:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[70 Jahre NAKBA - Frühjahr 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Artas]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester Rosa]]></category>
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					<description><![CDATA[An und für sich wollten wir heute an einer Informationstour der Gruppe Machsom Watch teilnehmen. Roni Hammermann sprach letzte Woche davon, dass diese Tour an die „Nahtstellen“ gehen würde, nämlich die Orte in Palästina, wo <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/pessach-fest-in-israel-demuetigende-zustaende-in-hebronpalaestina/" title="Pessach-Fest in Israel = demütigende Zustände in Hebron/Palästina">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An und für sich wollten wir heute an einer Informationstour der Gruppe Machsom Watch teilnehmen. Roni Hammermann sprach letzte Woche davon, dass diese Tour an die „Nahtstellen“ gehen würde, nämlich die Orte in Palästina, wo die Menschen durch den Zaun/Mauer von ihren Feldern getrennt sind. Hier kann es dann vorkommen, dass der Checkpoint morgen nur zu einer bestimmten (kurzen) Zeit geöffnet wird, dann erst wieder am Abend. Oft eben auch gar nicht, also eine totale Abhängigkeit von den „Launen&#8220; der israelischen Besatzer. Gestern bekamen wir von den Veranstaltern die Nachricht, dass vor dem Hintergrund der vielen Unruhen in der Westbank, wegen der schlimmen Vorfälle an der Grenze zum Gazastreifen, man sich aus Sicherheitsgründen entschlossen habe, die Tour nicht durchzuführen. Schade aber doch sehr nachvollziehbar.<br />
Machsom Watch (MW) hatte mir im Vorfeld mitgeteilt, dass auch viele Israelis an dieser Tour teilnehmen, für viele das erste Mal das sie die Region der Westbank besuchen. Durch die Erlebnisse motiviert haben sich anschließen viele zur Mitarbeit bei MW entschlossen.</p>
<p><figure id="attachment_3870" aria-describedby="caption-attachment-3870" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3870" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/Landschaft-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3870" class="wp-caption-text">schöne, fruchtbare Landschaft auf dem Weg nach Hebron</figcaption></figure></p>
<p>Spontan haben wir uns dann heute entschlossen, den vor einigen Tagen geplanten Besuch in Hebron (den wir am Tag nach den Vorfällen an der Gaza-Grenze ebenfalls aus Sicherheitsgründen abgesagt hatten) heute nachzuholen. Mit einem Service-Taxi sind wir dann von Bethlehem in einer guten halben Stunde nach Hebron gefahren. Auch hier weiß der/die regelmäßige Leser/in, dass ich schon sehr oft in dieser größten Stadt in der Westbank war, die so sehr geprägt ist von täglichen Auseinandersetzungen zwischen den 7-800 Siedlern und den dort lebenden Palästinensern. Es fängt immer so unspektakulär an. Man erreicht eine große Stadt die geprägt ist von vielen Autos, Geschäften und eben vielen, vielen (oft junge) Menschen. Und dann kommt man an die stelle wo es plötzlich anders wird, wo die Geschäfte geschlossen sind wo man durch einen stark gesicherten Checkpoint muss und dann steht man gefühlt in einer „Geisterstadt“.</p>
<p><figure id="attachment_3861" aria-describedby="caption-attachment-3861" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3861" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/eingang-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3861" class="wp-caption-text">der Eingang zur Altstadt von Hebron heute militärisch gesichert</figcaption></figure></p>
<p>Wir hatten uns zunächst mit Mitgliedern der Gruppe <a href="https://hyas.ps/issa-amros-trial/" target="_blank" rel="noopener">„Youth Against Settlemans“</a> verabredet. Wir sprachen mit dem Bruder des auch in Deutschland bekannten Aktivisten Issa Amro, Achmed. Issa ist wegen einer schweren Erkrankung zur Behandlung in Malaysia.Er wurde vor Jahren von den Vereinigten Nationen zum &#8222;Menschenrechtsverteidiger des Jahres&#8220; gewählt. Issa war Ende letzten Jahres wegen (gewaltfreier) Protestaktionen inhaftiert worden. Nach weltweiten Interventionen (auch in Deutschland hatte <a href="https://www.amnesty.de/mitmachen/brief-gegen-das-vergessen/farid-al-atrash-und-issa-amro" target="_blank" rel="noopener">Amnesty</a> zu einer Briefaktion aufgerufen), wurde er nach einigen Wochen wieder entlassen.</p>
<p>Derzeit liegen wohl 18 Anklagen gegen ihn vor. Das Büro der Gruppe „Youth Against Settlemans“ liegt nicht weit entfernt von der Wohnung eines Mannes, er hieß Hashem Azzeh, den ich im <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank" rel="noopener">Herbst 2014</a> mit meiner Gruppe gelernt hatte, und der mittlerweile durch einen Tränengas-Angriff qualvoll erstickt ist.</p>
<p><figure id="attachment_3862" aria-describedby="caption-attachment-3862" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3862" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/bereitschaft-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3862" class="wp-caption-text">gleich geht es los</figcaption></figure></p>
<p>Wir haben uns dann in die Altstadt begeben, dort wo der Weg zur Abrahams-Moschee führt. Hier war alles anders als ich es bisher erlebt habe. Unglaublich viel Militär, Soldaten mit Hunden, die (was weiß ich) erschnüffeln sollten. Alle Meter waren Soldaten positioniert. Außer uns dreien gab es so gut wie keine Fußgänger. Irgendwann trafen wir eine Gruppe junger belgischer Studenten, die auch ziemlich (verstört) beeindruckt waren. Irgendwann kamen wir an ein verschlossenes Tor vor dem massenhaft Soldaten standen. Irgendwann erfuhren das der Zugang zum Grab von Abraham (eben besagte Moschee) an den Feiertagen der Juden (das Pessach-Fest dauert eine Woche) geschlossen seine. Es wurden Sicherheitsgründe genannt, will soviel Juden in die ebenfalls am Abrahamsgrab gelegene Synagoge wollten.</p>
<p><figure id="attachment_3864" aria-describedby="caption-attachment-3864" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3864" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zugang--768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3864" class="wp-caption-text">verschlossen war das Tor</figcaption></figure></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber das war noch nicht alles: Auf einmal kamen jeepartige Militärfahrzeuge durch die enge Altstadtgasse gefahren. In ihrem Gefolge eine große Gruppe &#8211; an ihrer Kleidung als Juden erkennbar- die wohl in einer Art Sightseeing-Marsch durch die palästinensische Altstadt geführt wurden. Ein Tour-Guide sprach durch ein Mikrofon. Hier und da guckte man sich die (wenige) ausgelegte Ware an.</p>
<p><figure id="attachment_3865" aria-describedby="caption-attachment-3865" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3865" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/besichtigung-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3865" class="wp-caption-text">Sightseeing</figcaption></figure></p>
<p>Natürlich war die Gruppe durch ein starkes Militäraufgebot begleitet. Später kamen wir an ein Tor, dort wartete schon die nächste Gruppe „auf Einlass“. Eine wirklich bizzare Situation die wir &#8211; als ja „Außenstehende“ –mit erleben mussten. Schaute man in die Gesichter der wenigen palästinensischen Geschäftsleute, sie sprachen „Bände“. Es war sie eine derart demütigende Situation, dass mir zur Beschreibung ihrer Blicke die Worte fehlen. Eine junge (ca 15 Jahre alte Israelin) fragte mich, wo ich denn her komme. Meine Antwort. „From Germany“ und was ich hier tue wollte sie noch wissen. Ich antwortete „I visit Israel and Palestine“</p>
<p>Ihre Antwort/Frage: „Where is Palestine“</p>
<p>Ich will es nicht weiter ausführen wie das Gespräch geendet ist. Auch ein Soldat meinte auf meine Frage, was er denn eigentlich hier in der palästinensischen Altstadt mache: „For you safety“.</p>
<p><figure id="attachment_3867" aria-describedby="caption-attachment-3867" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3867" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/israelischer-Torguide-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3867" class="wp-caption-text">Tourguide aus Israel</figcaption></figure></p>
<p>Da ich merkte, dass meine Stimmung (nach fast drei Stunden deprimierender Erlebnisse) immer mehr dazu neigte, laut und aggressiv zu werden, ob diesem offensichtlichen menschlichem Unrecht für die palästinensische Bevölkerung in der Altstadt, habe ich meinen beiden Begleitern vorgeschlagen, den Rest des Tages an einem warlich schönerem Ort zu verbringen. Interessant für mich war, dass etwa 1 km von der Altstadt entfernt, dass Leben weiter so war, wie wir es am Morgen bei der Ankunft erlebt hatten.</p>
<p><figure id="attachment_3866" aria-describedby="caption-attachment-3866" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3866" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kontrolle-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kontrolle-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kontrolle-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3866" class="wp-caption-text">Kontrolle eines aus meiner Sicht harmlosen jungen Mannes der Waren brachte</figcaption></figure></p>
<p>Auf der Rückfahrt nach Bethlehem sind wir am Eingang des Artas-Tales aus dem Service-Taxi gestiegen. Dort haben wie eine schöne Wanderung an den Teichen von Salomon vorbei gemacht. Es handelt sich um drei riesige Zisternen, die angeblich Salomo für die Wasserversorgung von Jerusalem angelegt hat. Sie haben ein Fassungsvermögen von etwa 300.000 qm.</p>
<p><figure id="attachment_3868" aria-describedby="caption-attachment-3868" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3868" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/zisterne-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3868" class="wp-caption-text">eine Zisterne ist leer</figcaption></figure></p>
<p>Wir sind durch das grüne Tal gewandert und kamen nach etwa 3 Kilometer am Kloster der „Verschlossenen Gärten“ an. Hier war ich schon häufig. Viele Gruppen haben dort Schwester Rosa kennen gelernt. Es hat uns allen, nach den schlimmen Erlebnissen in Hebron, gut getan, uns mit diesem Ausflug in die wunderschöne Frühlingslandschaft Palästinas ein wenig auf schönere Gedanken zu bringen.</p>
<p><figure id="attachment_3869" aria-describedby="caption-attachment-3869" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3869" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/04/kloster-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3869" class="wp-caption-text">das wunderschöne Kloster &#8222;zum verschlossenen Garten&#8220; (Hortus Conclusus)</figcaption></figure></p>
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		<title>Daoud Nassar: „Die Gerechtigkeit wird siegen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 19:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Banksy]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute an unserem ersten Tag in Palästina hatten wir gemäß unserem Programm folgenden Plan: Gang zur Schutzmauer in Bethlehem. Besuch des Lajee-Centers im Aida-Flüchtlingscamp in Bethlehem. Besuch des „Banksy Walled-off-Hotel“. Fahrt nach Hebron und Besuch <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-die-gerechtigkeit-wird-siegen/" title="Daoud Nassar: „Die Gerechtigkeit wird siegen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute an unserem ersten Tag in Palästina hatten wir gemäß unserem Programm folgenden Plan:</p>
<p><em>Gang zur Schutzmauer in Bethlehem. Besuch des Lajee-Centers im Aida-Flüchtlingscamp in Bethlehem. Besuch des „Banksy Walled-off-Hotel“.<br />
Fahrt nach Hebron und Besuch der Patriarchen Gräber. Gang durch die Altstadt, wenn möglich Gespräche mit Freiwilligen von EAPPI, eine Menschenrechts-Beobachtungs-Organisation des Weltkirchenrates. Anschließend werfen wir einen Blick in eine Glasbläser- und Keramikwerkstatt. Auf der Rückfahrt besuchen wir auf dem Weinberg der Familie Nassar das Friedensprojekt Tent of Nations.</em></p>
<p><figure id="attachment_3595" aria-describedby="caption-attachment-3595" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3595" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/hotel-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3595" class="wp-caption-text">Das &#8222;Wallet Off Hotel&#8220; mit der &#8222;besonderen&#8220; Aussicht</figcaption></figure></p>
<p>Ich möchte dem interessierten Leser/Leserin auch mal kurz Anteil nehmen lassen, wie sich ein solch umfangreiches Tagesprogrammes für den verantwortlichen Leiter denn auch tatsächlich realisieren lässt.</p>
<p>Ich erfuhr gestern Abend, das wir erst gegen 10 das kleine Museum im “<a href="http://walledoffhotel.com" target="_blank" rel="noopener">Banksy-Walled-Hotel</a>“ besichtigen können. Das bedeutet, wir können später nach Hebron fahren. Ebenfalls erfuhr ich durch unsere Guide Faten Mukarker, das das Gespräch mit Mitarbeitern des Lajee-Centers im Flpchtlings-Camp Aida, nicht stattfinden kann. Bedingt durch den Wechsel auf die Winterzeit (auch hier in Israel&amp;Palästina) geht gegen 17 Uhr die Sonne unter,, was bedeutet, das wir auch nicht zu spät auf den Weinberg kommen dürfen, weil wir sonst nichts mehr sehen. Da wir bedingt durch das riesige Verkehrschaos in Hebron was hohen Verkehrsaufkommen, viel Zeit bei der An- und Abreise brauchten, haben wir kurzer Hand auf den Besuch der Glasbläser- und Keramikwerkstatt verzichtet. Kurz gesagt, für mich als verantwortlicher Begleiter, bedeutet so ein tag auch einen immensen (zeitlichen) Druck. Aber wie es auch sei, diese Anspannung muss ich aushalten.</p>
<p><figure id="attachment_3598" aria-describedby="caption-attachment-3598" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3598" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Geisterstadt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3598" class="wp-caption-text">Im Herzen von Hebron:<br />eine Geisterstadt</figcaption></figure></p>
<p>Für die meisten in meiner Gruppe, haben die Erlebnisse heute, an der Mauer in Bethlehem und in Hebron besondere Wirkung entfaltet. Für Jedem der die Dimensionen der Mauer zum Ersten mal sah, konnte man die Überraschung und das Erschrecken förmlich ansehen. Noch stärker war die Reaktion in Hebron zu spüren. Dort, wo im Herzen der größten Stadt Palästina, bedingt durch 700 jüdische Siedler, eine Geisterstadt entstanden ist, wo schwerbewaffnete Soldaten durch die schmalen Gassen der Altstadt patrouillieren, war eine große Betroffenheit bei allen Gruppenmitgliedern zu spüren.</p>
<p>Früh am Morgen haben wir nach dem Gang an die Mauer, in unmittelbarer Nähe des Flüchtlingslagers Aida, das im März im Hotel des großen, weltbekannten aber nach wie vor unbekannten britischen Street-Art-Künstler Banksy eröffnete Museum besichtigt. I<a href="http://marius-blog.de/blog/treffen-im-neuen-banksy-walled-off-hotel-in-bethlehem/" target="_blank" rel="noopener">ch habe über das neue Hotel schon im April berichtet.</a> Für die Realität bietet das Hotel ein eigenes Museum. Die Ausstellung informiert unter anderem mit einer Projektion auf einer Reliefkarte über die Rolle der Briten als Mandatsmacht in der Region, die Gründung des Staates Israel und die Geschichte des Sperrwalls, der Palästinenser heute hindert nach Jerusalem zu kommen.</p>
<p>Von der Stadt Hebron habe ich hier im Block schon oft berichtet, verweise da gerne auf mein Archiv. (siehe auch Link zum Beginn meines heutigen Blog-Beitrages)</p>
<p>Hier noch einige Zeit-Fakten zu Hebron:</p>
<p><strong>1968</strong> mieten sich eine Gruppe israelischer Juden in einem Hotelzimmer ein, angeblich um dort am Grab Abrahams das Pascha-Fest zu feiern. Vor Ort erklären sie das Hotel nicht mehr verlassen zu wollen.<br />
<strong>1978</strong> bewilligt die Knesset den Bau der in der Nähe von Hebron gelegenen Siedlung Kyryat Arba.<br />
<strong>1980</strong> übernehmen Bürger dieser Siedlung Häuser in der Altstadt  von Hebron die bis 1930 jüdischen Bewohnern von Hebron gehört hatten<br />
<strong>1984</strong> wird in der Altstadt die erste Siedlung gebaut.<br />
<strong>1994</strong> erschießt der jüdische Siedler Baruch Goldstein muslimische 29 Gottesdienstbesucher.Über 100 werden verletzt. Die  israelische Armee schließt daraufhin mit der Shuhada Straße die wichtigste Marktstraße Herbons. Den Palästinensern wird verboten ihre Läden zu öffnen</p>
<p>Sowohl in Bethlehem, als auch in Hebron war heute eine gewisse Anspannung zu verspüren. Größere Trupps von Soldaten, schwerbewaffnet zogen durch die Straßen. Den genauen Grund konnten wir nicht erkennen, aber vielleicht gab es ja auch gar keinen.</p>
<p><figure id="attachment_3597" aria-describedby="caption-attachment-3597" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3597" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Zufahrt-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3597" class="wp-caption-text">von den Israelis gebaut:eine breite Zufahrtsstraße zum Weinberg? Nein sie führt zur neuen Thora-Schule</figcaption></figure></p>
<p>Zum späten Nachmittag waren wir dann noch auf dem Weinberg. Auch hier verweise ich auf mein umfangreiches Archiv, welche mit dem Stichwort Weinberg leicht in meinem Blog gefunden werden kann. Heute konnte man den fortschritt am Bau der Thora-Schule „bewundern“. Es gibt nun eine breite Zufahrtstrasse die auch der Besucher zum Weinberg nutzen kann. Nach Aussagen von Daoud Nassar hat der Unterricht begonnen. Bleibt nun abzuwarten, ob und wenn ja welche Auswirkungen dieser Schulbetrieb auf den Weinberg haben wird.</p>
<p><figure id="attachment_3596" aria-describedby="caption-attachment-3596" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3596" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3596" class="wp-caption-text">Daoud Nassar</figcaption></figure></p>
<p>In gewohnter Weise hat uns Daoud die Mut machende Strategie für die Arbeit hier auf dem Weinberg vermittelt:</p>
<p>Wie er die negative Frustration in positive Energie umwandelt. Er ist sich sicher: „Die Gerechtigkeit wird siegen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Wir Juden sahen uns als einmalig in der Geschichte an, da wir unsere Existenz im Exil über 2000 Jahre aufrecht erhalten hatten, bevor die Rückkehr in die Heimat unserer Ahnen durch die Umstände, internationaler Übereinkommen und Schuldgefühle möglich wurde. Aber das ändert nichts daran, dass wir dennoch Kolonialisten wurden. Ideologische Vorstellungenund Verbindungen mit imperialistischen Staaten führten dazu, dass die Juden begierig waren, sich selbst als die Bastion der westlichen Zivilisation im „primitiven Nahen Osten“ zu sehen.</em></p>
<p>Von Rabbiner Jeremy Milgrom (Mitbegründer der <a href="http://www.stiftungbegegnung.de/home/veranstaltungen/vortraege-lesungen/vortrag-von-jeremy-milgrom-rabbis-for-human-rights/" target="_blank" rel="noopener">„Rabbis for Human-Rights“</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Daoud Nassar: „Wir wollen die negative Energie positiv nutzen“</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-wir-wollen-die-negative-energie-positiv-nutzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Oct 2016 19:51:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingslager]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun an einem Samstag, an dem im benachbarten Jerusalem das jüdische Leben am Schabbat ziemlich zur Ruhe kommt, haben wir uns mit der Gruppe in Palästina aufgehalten. Am Morgen sind wir nur wenige Meter <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-wir-wollen-die-negative-energie-positiv-nutzen/" title="Daoud Nassar: „Wir wollen die negative Energie positiv nutzen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun an einem Samstag, an dem im benachbarten Jerusalem das jüdische Leben am Schabbat ziemlich zur Ruhe kommt, haben wir uns mit der Gruppe in Palästina aufgehalten. Am Morgen sind wir nur wenige Meter gefahren um eines der drei Flüchtlingscamp hier in Bethlehem „Aida“ anzusehen und die Mauer die unmittelbar an diesem Flüchtlingslager 2003 errichtet wurde in Augenschein zu nehmen welches unmittelbar an der Mauer liegt. Zum Thema <a href="http://marius-blog.de/annakba-die-katastrophe/" target="_blank">Flüchtlinge</a> und zu den Camps in Bethlehem findet ihr Infos an anderer Stell in diesem Blog.</p>
<p><figure id="attachment_3164" aria-describedby="caption-attachment-3164" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3164" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-1024x768.jpg" alt="Flüchtlingscamp Aida in Bethlehem mit dem &quot;größten&quot; Schlüssel der Welt der den Rückkehrwillen der Palästinenser dokumentiert" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Lager-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3164" class="wp-caption-text">Flüchtlingscamp Aida in Bethlehem mit dem &#8222;größten&#8220; Schlüssel der Welt der den Rückkehrwillen der Palästinenser dokumentiert</figcaption></figure></p>
<p>Anschließend haben wir uns zum Weinberg der Familie Nassar begeben.</p>
<p>Den regelmäßigen Leser/innen dieses Blogs brauche ich nicht mehr viel vom Weinberg (dem „Tent of Nations“) erzählen, begleitet er mich doch schon seit meinem ersten Aufenthalt im Frühjahr 2012. An<a href="http://marius-blog.de/karte/" target="_blank"> vielen Stellen könnt ihr also etwas über den Weinberg, seine Geschichte und seinem Kampf ums Überleben lesen. I</a>ch möchte mich deshalb in</p>
<p><figure id="attachment_3165" aria-describedby="caption-attachment-3165" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3165" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-300x225.jpg" alt="Daoud Nassar" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Daoud-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3165" class="wp-caption-text">Daoud Nassar</figcaption></figure></p>
<p>meinem heutigen Bericht auf die aktuelle Situation in der sich der Weinberg und seine Menschen befinden konzentrieren. Schön war es das Daoud vor Ort war uns sich Zeit nehmen konnte der Gruppe etwas zur Geschichte aber auch zur aktuellen Herausforderung zu erzählen.</p>
<p>Wie dem Blog-Leser bekannt ist wurde die direkte Zufahrt zum Weinberggelände 2002 mit riesigen Steinblöcken für Autos unpassierbar gemacht. Genau an dieser Stelle, etwa 500 m vom Eingang entfernt, wurde nun mit dem Bau einer Toraschule begonnen. <a href="http://marius-blog.de/blog/und-jetzt-auch-noch-eine-bibelschule-am-weinberg/" target="_blank">Ich habe über diese Pläne schon berichtet.</a> Dies bedeutet zum Einen, dass wieder ein Stück Land den Palästinensern weggenommen wird, es bedeutet aber auch, dass durch den Bau der nächste Streit mit den Bewohnern des unmittelbar daneben liegenden Grundstücks des Weinberges vorprogrammiert ist. Die Bauherren der Toraschule gehören zu den radikalen der Siedler. Die Schule soll den Namen der drei im Juni 2014 entführten und anschließend ermordeten Jugendlichen erhalten. Auch ein klarer Hinweis auf politische Dimension dieses Neubaus. Auch ist zu befürchten, dass aus „Sicherheitsgründen“ diese Zufahrt für die vielen Besucher/innen des Weinberges (2015 waren es mehr als 6.000 Besucher/innen) gesperrt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><figure id="attachment_3166" aria-describedby="caption-attachment-3166" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3166" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-1024x768.jpg" alt="Hier entsteht die Toraschule (links im Hintergrund der Weinberg" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/Baustelle-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3166" class="wp-caption-text">Hier entsteht die Toraschule (links im Hintergrund der Weinberg</figcaption></figure></p>
<p>Und was zieht Daoud aus dieser Entwicklung für Konsequenzen?</p>
<p>Er will das schon lange angedacht und mit vielen Unterstützern des Weinberges diskutierte Bauprojekt einer Schule nun voran bringen.<br />
Es sollen verschiedene Gruppen gebildet werden: eine soll das inhaltliche Konzept der Schule, die für die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und alternative Erneuerung stehen soll, entwickeln. Eine zweite Gruppe soll den konkreten Bauplan entwickeln, während die dritte Gruppe die notwendige politische Unterstützung sichern soll. Daoud ist sich sicher, dass es dem Staat Israel nun nicht mehr möglich ist &#8211; wie bisher- einen solchen Bauantrag mit „fadenscheinigen“ Gründen abzulehnen, während 500 m weiter ein Schulneubau genehmigt wurde. Zum Schluss unseres einstündigen Gespräches stellte er unserer Gruppe die „Grundpfeiler“ seines Grundkonzeptes für den Weinberg und das Projekt &#8222;gent of Nations&#8220; vor:</p>
<p><em>„Mit Hass zerstören wir uns selbst. Negative Kräfte müssen in positive Energie umgewandelt werden, wir müssen uns von der Opferrolle verabschieden, müssen aktiv werden. Frieden kann nur von unten aus der Bevölkerung heraus wachsen und ist ein Prozess.&#8220;</em> Schritte zum Frieden sind für Daoud: <em>„Erst müssen wir Brücken der Verständigung bauen. Dann muss es einen Prozess der Versöhnung geben, der allerdings ohne die Gerechtigkeit zu beachten nicht möglich ist“</em></p>
<p><figure id="attachment_3167" aria-describedby="caption-attachment-3167" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3167" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-1024x768.jpg" alt="Alltag in Hebron trotz großer Anspannung" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/10/schumacher-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3167" class="wp-caption-text">Alltag in Hebron trotz großer Anspannung</figcaption></figure></p>
<p>Im Anschluss an unseren Besuch bei Daoud auf dem Weinberg sind wir noch in die „Prophetenstadt“ Hebron gefahren, sicherlich der „negative“ Höhepunkt unserer Reise, wird hier doch dem Besucher die ganze Dimension der Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina, zwischen Juden und Moslems schmerzhaft vor Augen geführt. Auch über diese Stadt habe ich schon oft berichtet und verweise deshalb auf verschiedene Beiträge in meinem Blog die durch anklicken des Stichwortes Hebron gefunden werden. Heute war es relativ ruhig in dieser oft so unruhigen Stadt und wir hatten deshalb auch die Möglichkeit von der muslemischen und der jüdischen „Seite“ jeweils einen Blick auf das Grab des für alle Religionen gemeinsamen Propheten Abraham zu werfen</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Trauerbesuch bei Familie Azzeh in Hebron</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/trauerbesuch-bei-familie-azzeh-in-hebron/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2016 06:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
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					<description><![CDATA[Kurz vor dem Ende meines letzten Aufenthaltes in Palästina hatte ich es erfahren: Durch diese Meldung hatten die vielen sinnlosen Opfer, die bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen, die seit September 2015 zwischen den verfeindeten Parteien geführt <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/trauerbesuch-bei-familie-azzeh-in-hebron/" title="Trauerbesuch bei Familie Azzeh in Hebron">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor dem Ende meines letzten Aufenthaltes in Palästina hatte ich es erfahren:</p>
<p>Durch diese Meldung hatten die vielen sinnlosen Opfer, die bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen, die seit September 2015 zwischen den verfeindeten Parteien geführt werden, für mich ein Gesicht bekommen: Hashem Azzeh aus Hebron</p>
<p>Ich habe ihn – der mit seiner Familie im gesperrten Bereich in Hebron wohnt – bei zwei Besuchen mit Gruppen im vorletzten Jahr ( April und <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank">Oktober 2014</a>) kennengelernt. Hashem, der seit langen Jahren an Asthma litt, ist nach einem der massiven Tränengasangriffen des israelischen Militärs in Hebron, wohl erstickt. Wie schrieb mir eine Teilnehmer meiner Gruppenfahrt als er von der schrecklichen Meldung hörte: „<strong><em>Ich erinnere mich noch sehr gut an den Besuch bei Hashem Azzeh und seiner Familie. Auch deshalb geht mir sein Tod wohl so nahe. Wieder ein Mensch, dessen Mut, gewaltloser Widerstand und Leidensfähigkeit brutal „bestraft“ wird. Was wird ohne ihn aus seiner Familie? Man mag sich nicht vorstellen, wie groß das Leid und die Not ihre Zukunft bestimmen wird.“</em></strong></p>
<p><figure id="attachment_2987" aria-describedby="caption-attachment-2987" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2987" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Hashen.jpg" alt="Hashen im April 2014 im Hintergrund Siedlungshäuser" width="800" height="600" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Hashen.jpg 800w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Hashen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Hashen-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-2987" class="wp-caption-text">Hashen im April 2014<br />im Hintergrund Siedlungshäuser</figcaption></figure></p>
<p>Ich hatte mir vorgenommen, wenn es irgend wie möglich ist, der Familie bei meinem nächsten Besuch, einen Kondolenzbesuch abzustatten um auch im Namen der Gruppe, mit der ich Hashim und seine Familie im Oktober 2014 besucht hatte, unser Beileid und unsere Anteilnahme aussprechen. Dabei wollte ich auch mit einer kleinen Spende die finanziellen Not der Familie ein wenig lindern.</p>
<p>Bei den jüngsten Gewaltattacken gegen Israelis seit September 2015, stammten 30 (der oft jugendlichen) Angreifer aus Hebron. In der Regel wurde sie sofort getötet. In Hebron, wo 700 meist radikale Siedler sich mitten unter 200.000 Einwohnern „ausgebreitet“ haben, ist schon zu „normalen“ Zeiten der Spannungspegel sehr hoch. So war auch bei mir eine gesteigerte Anspannung festzustellen, als ich mich von Beit Jala auf den etwa 30 km langen Weg machte. Wie ich schon des Öfteren berichtet habe funktioniert der ÖPNV hier anders als bei uns, aber er funktioniert prima, wenn man denn weiß wo man ein- und aussteigen muss&#8230;. Mit einem einmaligen Umsteigen in Betlehem war ich in einer knappen Stunde für insgesamt 12 ½ Shekel (etwa 2 €) in Hebron.</p>
<p>Wenn man hinter Betlehem auf die „Siedlerstrasse“ 60 auffährt, (sie führt vom Norden bei Jenen in ihrer ganzen Länge durch das Westjordanland bis in den Süden hinter Hebron) hat man das Gefühl man wäre in Israel. Nicht nur wegen des exzellenten Straßenbelages, nein auch die Schilder weisen nur auf israelische Siedlungen hin. Überall wehen israelische Fahnen. Nur wenn man an große Kreuzungen kommt, merkt man das hier ein wenig „Kriegszustand“ herrscht. Schwer bewaffnete Soldaten, mit dem Maschinengewehr im Anschlage, stehen dort und sichern die Siedler, die an den Kreuzungen befindlichen Haltestellen in die (israelischen) Busse steigen wollen. Kommt man dann auch mal an einem palästinensischen Dorf vorbei, erkennt man schnell, dass dort alle Eingänge ins Dorf, &#8222;bei Bedarf&#8220;, mit großen Betonblöcken schnell zu gestellt werden können.</p>
<p>Fährt man dann nach Hebron hinein, ist der erste Eindruck den man immer hat wenn</p>
<p><figure id="attachment_2985" aria-describedby="caption-attachment-2985" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/blog/trauerbesuch-bei-familie-azzeh-in-hebron/shuhada/" rel="attachment wp-att-2985"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2985" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhada-300x200.jpg" alt="über 800 Läden sind geschlossen" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhada-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhada-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhada-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2985" class="wp-caption-text">über 800 Läden sind geschlossen</figcaption></figure></p>
<p>man in eine palästinensische Großstadt (hier mehr als 200.000 Einwohner) kommt: ein gewaltiger Autoverkehr mit vielen Staus, Lärm und Gestank. Je näher man ans Centrum kommt nimmt das arabische „Marktleben“ zu. Bis an den Straßenrand wird alles feilgeboten was der Palästinenser so begehrt. Alles ganz normal bis man an den Eingang zur Shuhada (Märtyrer) Straße kommt. Hier ebbt der Verkehr schlagartig ab, nur wenige Fußgänger gehen zum Checkpoint. Als ich das erste Mal 2012 hier war, versperrte noch ein kleiner Container die Straße. Mittlerweile wirkt die Sperre wie</p>
<p><figure id="attachment_2986" aria-describedby="caption-attachment-2986" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/blog/trauerbesuch-bei-familie-azzeh-in-hebron/shuhadastrasse/" rel="attachment wp-att-2986"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2986" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhadastrasse-300x200.jpg" alt="Die Absperrung zur Shuhadastrasse wirkt wie ein &quot;Bollwerk&quot;" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhadastrasse-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhadastrasse-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/shuhadastrasse-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2986" class="wp-caption-text">Die Absperrung zur Shuhadastrasse wirkt wie ein &#8222;Bollwerk&#8220;</figcaption></figure></p>
<p>ein Bollwerk. Da ich nun ja schon öfters diese „Geisterstadt“ mitten in Hebron besucht habe, ist das Gefühl bei mir nicht mehr so extrem. Ich bin noch immer beeindruckt aber nicht mehr so geschockt. Eine starke Beklemmung stellt sich aber doch schnell wieder ein. Bei den Begegnungen mit zahlreichen schwer bewaffneten Soldaten auf den sonst Menschen leeren Straßen, habe ich immer das ungute Gefühl zurück gewiesen zu werden. Aber es geht gut, ich finde auch den (neuen) Durchgang zum Haus der Familie Azzeh. Der alte ist mit Stacheldraht abgesperrt. Oberhalb des Trampelpfades die Holzhäuser der Siedler.</p>
<p>Ich hatte Faten Mukarker gebeten meinen Besuch bei Nisreen Azzeh anzukündigen, weil</p>
<p><figure id="attachment_2984" aria-describedby="caption-attachment-2984" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/blog/trauerbesuch-bei-familie-azzeh-in-hebron/familie/" rel="attachment wp-att-2984"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2984" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Familie-300x200.jpg" alt="Nisreen Azzeh mit zwei ihrer vier Kindern" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Familie-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Familie-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Familie-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2984" class="wp-caption-text">Nisreen Azzeh mit zwei ihrer vier Kindern</figcaption></figure></p>
<p>man als Mann hier nicht so ohne weiteres alleine eine Frau besuchen kann. Nisreen war also &#8222;vorgewarnt&#8220;. Sie empfing mich erfreut und wir setzen uns in das kleine Wohnzimmer, in dem ich auch mit meiner Gruppe gesessen hatte. Dabei waren auch zwei ihrer insgesamt vier Kinder (18, 13, 7 und 5 Jahre) die sich über ein Windspiel freuten was ich ihnen als kleines Geschenk mitgebracht hatte. Im Nachbarhaus lebt der Bruder ihres Mannes der sie wohl auch ein wenig unterstützt. Sie selbst malt wohl gerne und viel und kann immer mal wieder bei den Besuchen von Gruppen (es kommen aber viel weniger, als zu Zeiten wo ihr Mann noch lebte) das eine oder andere Bild verkaufen, und damit ein wenig Haushaltsgeld erwirtschaften. Ich versprach auch mit der Gruppe, mit der ich im Herbst komme bei ihr vorbei zu schauen.</p>
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		<title>Was bleibt, was nehme ich mit nach Hause, was ist zu tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2015 12:22:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern am späten Abend bin ich nun wohlbehalten und voller Erinnerungen nach Hause zurück gekehrt. Vielen dank allen die mich in meinen Blogberichten begleitet haben. Nun war ich wieder mal für vier Wochen im „Heiligen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/was-bleibt-was-nehme-ich-mit-nach-hause-was-ist-zu-tun/" title="Was bleibt, was nehme ich mit nach Hause, was ist zu tun?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern am späten Abend bin ich nun wohlbehalten und voller Erinnerungen nach Hause zurück gekehrt. Vielen dank allen die mich in meinen Blogberichten begleitet haben.</p>
<p><figure id="attachment_2852" aria-describedby="caption-attachment-2852" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2852" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see-300x225.jpg" alt="der See Genezareth: das galiläische Meer" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2852" class="wp-caption-text">der See Genezareth:<br />das galiläische Meer</figcaption></figure></p>
<p>Nun war ich wieder mal für vier Wochen im „Heiligen Land“. Habe wieder vieles Neue und Interessantes entdecken dürfen, habe alte Bekannte, Freunde und neue Menschen treffen dürfen. Die letzten Wochen gliedern sich in drei Abschnitte: die Gruppenfahrt „dies- und jenseits des Jordans“; das, mit einem für das befreundeten Ehepaar aus Neuss, erstmalige Beschnuppern von Jerusalem und Umgebung und schließlich die mehr als sinnlichen Erfahrungen einer Wanderung in Palästina.</p>
<p>Jeder der drei Abschnitte hatte für mich seine Reize, bei der</p>
<p><figure id="attachment_2853" aria-describedby="caption-attachment-2853" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2853" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman-300x225.jpg" alt="Flüchtlinge aus Mossul/Irak in Amman" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2853" class="wp-caption-text">Flüchtlinge aus Mossul/Irak in Amman</figcaption></figure></p>
<p>Gruppenfahrt denke ich an das nachahmenswerte Projekt in der Gedenkstätte der Widerstandskämpfer in Akko, oder vor allem an die für mich erste Visite in Jordanien mit den bedrückenden Kontakten zu den christlichen Flüchtlingen aus Mossul/Irak. Im zweiten Abschnitt bleiben unsere Begegnungen mit Reuven und Fatima für mich von besonderer Bedeutung und schließlich die Wandertour mit dem tiefen „Eintauchen“ in die Lebenswelt palästinensischer Familien, die mir sicherlich unvergessen bleiben werden.</p>
<p>Natürlich war die ganze Reise „überschattet“ von den schrecklichen Ereignissen hier in der Region. Über 70 Menschen wurden in den letzten vier Wochen teilweise bestialisch ermordet, fast 2.000 Menschen wurden verletzt. (<a href="http://marius-blog.de/wie-viele-palaestinenser-muessen-fuer-die-beendung-der-besatzung-sterben/" target="_blank">Hierzu auch ein Beitrag eines palästinensischen Journalisten den ich unter Gastbeiträge, in meinen Blog eingestellt habe</a>) Wie immer in diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen, sind die Opferzahlen bei den Palästinensern um ein Vielfaches höher. Ich meine jedes Menschenleben, was aus meiner Sicht in diesem Konflikt sinnlos gewalttätig beendet wird, zu wichtig, zu schützenswert, das nicht alle beteiligten alles daran setzen müssten, friedliche Impulse zu geben und nicht weiter den Hass zu fördern.</p>
<p><figure id="attachment_2854" aria-describedby="caption-attachment-2854" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2854" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim-300x225.jpg" alt="Hashim Azzi (links) im April 2014" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2854" class="wp-caption-text">Hashim Azzeh  (links)<br />im April 2014</figcaption></figure></p>
<p>Vor zwei Tagen bei meinem Besuch bei Faten und Kamal Mukarker habe ich die traurigen Nachricht bekommen dass auch Hashem Azzeh aus zu den sinnlosen Opfern der aktuellen gewalttätigen Auseinandersetzungen gehört.  Ich habe ihn – der mit seiner Familie im gesperrten Bereich in Hebron wohnt &#8211; bei zwei Besuchen im letzten Jaht (<a href="http://marius-blog.de/blog/hebron-stadt-der-patriarchen-und-der-alltaeglichen-gewalt/" target="_blank">April</a> und <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank">Oktober</a>) kennengelernt. Hashem, der an Asthma litt, ist nach einem der massiven Tränengasangriffen des israelischen Militärs in Hebron, wohl erstickt. Mit Hashem haben die vielen Toten für mich ein Gesicht bekommen, ich traure mit der Familie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie heißt es zum Schluss in dem wirklich <a href="http://marius-blog.de/blog/besuch-in-der-heimat/" target="_blank">lesenswerten Interview</a> mit Amal Nasser:</p>
<p><em>„Viele haben getötet viele wurden erschossen wurden verletzt:</em></p>
<p><em>Genau deshalb arbeiten wir mit diesen jungen Menschen. Sie glauben automatisch sie sind hilflos. Sie wollen sich oftmals selbst töten. Es ist ungemein wichtig für unsere Jugend. Menschen aus aller Welt zu treffen. Zusammenkommen, sich miteinander zu unterhalten Wir wollen sie ermutigen damit sie sich nicht allein gelassen fühle, wir wollen ihnen eine Lebensperspektive eröffnen, so wie die Menschen die uns hier auf dem Weinberg besuchen, dies mit ihrer Anwesenheit tun“</em></p>
<p><figure id="attachment_2855" aria-describedby="caption-attachment-2855" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2855" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend-1024x768.jpg" alt="WAS BRINGT DER MORGEN?" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2855" class="wp-caption-text">WAS BRINGT DER MORGEN?</figcaption></figure></p>
<p>Es bedarf also mehr solcher Initiativen in Palästina, wie dieses Friedensprojekt „Tent of Nations“, um den so vielen jungen Menschen eine lohnenswerte und hoffnungsvolle Lebensperspektive auf zu zeigen. Vielleicht investiert ja unsere Bundesregierung ein wenig mehr &#8211; von den vielen Millionen der Entwicklungshilfe für Palästina &#8211; für eben solche Projekte die den jungen Menschen zu gute kommen. Ich werde mich jedenfalls hier in Deutschland dafür einsetzen-</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun wieder in der Heimat, werde ich die tägliche Berichterstattung in diesem Blog beenden. Der nächste Aufenthalt  -mit wieder aktuellen Berichten &#8211; kommt bestimmt: Nach meinen derzeitigen Planungen werde ich Ende April 2016  (zum Hundertsten Jahrestag des Grundstückkaufes der Familie Nasser, <a href="http://www.tentofnations.org/" target="_blank">mehr infos hier</a> )mich wieder auf den Weg machen.</p>
<p>Der interessierte Leser/ die interessierte Leserin hat die Möglichkeit sich den „RSS-Feed“ zu holen in dem er/sie auf der oberen (rechten) Seite meines Blog die dort angebotene Möglichkeit anklickt. So ist sicher gestellt, dass eine Information über eine Mail erfolgt, wenn ein neuer Beitrag auf meinem Blog erscheint.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Vortragsangebot:</u></strong></p>
<p>Gerne komme ich auch zu einem Vortrag in ihre Stadt/Gemeinde um mit meinen Bildern und meinen selbe gemachten Erkenntnissen über die allgemeine Situation in Palästina „aufzuklären“:</p>
<p>In meinem Vortrag<strong>„Leben in einem besetzten Land“ </strong>berichte ich eher, vor dem Hintergrund meiner ersten Reise und dem Aufenthalt im &#8222;Tent of Nations&#8220;, über die geschichtliche Entwicklung und die Probleme der Besatzung mit Mauer, Siedlungen, Flüchtlingen und Wasserstreit.</p>
<p>In meinem zweiten Vortag erzähle ich über das aktuelle Erlebnis einer Wanderung in Palästina:</p>
<p><strong>„Auf den Spuren des Abrahams“</strong></p>
<p><u>Bitte laden Sie mich bei Interesse ein.</u></p>
<p><u>Kontaktmöglichkeit siehe oben</u></p>
<p>Zu guter letzt weise ich auch darauf hin, dass auch im Herbst 2016 ich wieder eine <strong>Begegnungsreise nach Israel/Palästina</strong> plane, deren Programm den Gruppenreisen ähneln wird die iuch 2012 oder 2014 begleitet habe.</p>
<p>Salam&amp;Schalom wünsche ich Ihnen und den Menschen in Israel&amp;Palästina</p>
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		<title>Besatzung „Alltag“ in der vergangenen Woche</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/besatzung-alltag-in-der-vergangenen-woche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2014 06:01:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalttaten]]></category>
		<category><![CDATA[Hauszerstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
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					<description><![CDATA[Ja die Stimmung hier in Jerusalem und Umgebung ist derzeit sehr angespannt. Schon in der vorletzten Woche haben wir es ja auch mit der Gruppe erlebt, Schüsse in der Altstadt als wir vom Ölberg kamen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/besatzung-alltag-in-der-vergangenen-woche/" title="Besatzung „Alltag“ in der vergangenen Woche">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ja die Stimmung hier in Jerusalem und Umgebung ist derzeit sehr angespannt. Schon in der vorletzten Woche haben wir es ja auch mit der Gruppe erlebt, Schüsse in der Altstadt als wir vom Ölberg kamen, gesperrter Tempelplatz weil es wegen der „Besuche“ jüdischer Gruppen zu Tumulten kam, Steine vom Tempelplatz, geworfen von Palästinensern auf die betenden Juden. Gestern am Freitag glich das Gelände vor dem Damaskus Tor an der Jerusalemer Altstadt einem Polizeilager. Gott sei Dank kam es zu keiner nennenswerten gewalttätigen Auseinandersetzung.</p>
<p>Nachfolgend einige Schlagzeilen aus der vergangenen Woche, teilweise entnommen aus dem privat in Deutschland</p>
<p><figure id="attachment_2020" aria-describedby="caption-attachment-2020" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000896.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2020" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000896-300x225.jpg" alt="Haltestelle" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000896-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000896.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2020" class="wp-caption-text">Haltestelle Ammuntion Hill</figcaption></figure></p>
<p>erstellten Palästina Portal (<a href="http://www.palaestina-portal.eu" target="_blank">www.palaestina-portal.eu</a>) die deutlich machen wie so der Alltag ist, in dieser Region im besetzten Westjordanland. Wie gesagt das sind die Schlagzeilen, man müsste jeweils vor Ort recherchieren, mit den Betroffenen sprechen, was wirklich dahinter steckt. Im Falle des jungen Mannes der in die Gruppe an der Haltestelle wartender Menschen gefahren war, wurde (vor?)schnell von israelischer Seite von einem &#8222;Terrorakt&#8220; gesprochen. Liest man das, was die Mutter des jungen Mannes gesagt hat (<a href="http:/www.jungewelt.de/ausland/gewalt-ostjerusalem" target="_blank">siehe auch Meldung in &#8222;Junge Welt.de</a>) dann kann alles auch ganz anders gewesen sein&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><figure id="attachment_2007" aria-describedby="caption-attachment-2007" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040401.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2007" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040401-225x300.jpg" alt="In der     Moschee in Hebron" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040401-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1040401.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2007" class="wp-caption-text">In der Abraham Moschee in Hebron</figcaption></figure></p>
<p><strong>Siedler stürmen die Abrahams-Moschee in Hebron</strong> &#8211; Eine Anzahl fanatischer Siedler überfiel in der Nacht zum Donnerstag das Ishaquyya-Areal der Ibrahim-Moschee in der südlichen Westbank-Stadt von Hebron, das für muslimischen Gottesdienst bestimmt ist. Lokale Quellen berichten, dass Dutzende von Soldaten Siedler begleiteten, den Moschee-Wächter verhafteten, während die Siedler in die Moschee stürmten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.jungewelt.de/ausland/gewalt-ostjerusalem" target="_blank"><strong>Gewalt in Ostjerusalem</strong> &#8211; Auseinandersetzung nach tödlichem Unfall. Israelische Siedler zerstören Olivenbäume Der Tod eines drei Monate alten Säuglings an einer Straßenbahnhaltestelle in Ostjerusalem am vergangenen Mittwoch hat eine Welle von zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und Palästinensern ausgelöst. Bei dem Vorfall, der von der israelischen Polizei als »Terroraktion« bezeichnet wird, war ein junger Palästinenser mit einem Auto in hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe von wartenden Personen gerast. Ein Säugling starb, sieben Personen wurden verletzt. Polizisten schossen auf den 21jährigen Abdulrahman Al-Schaludi, der das Fahrzeug gesteuert hatte, als er versuchte, vom Ort des Geschehens wegzulaufen. Er starb später im Krankenhaus.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.palaestina-portal.eu/texte/texte-21.htm#Siedlerauto"><strong>Palӓstinensisches Mӓdchen von Siedlerauto überfahren und getӧtet &#8211; </strong>Israelische Siedler in der Westbank setzen ihre Autos als Waffe gegen Palӓstinenser ein, rammen und überfahren ihre Opfer, ohne dass die israelischen Behӧrden eingreifen. </a> die letzten beide Meldungen aus: Junge Welt.de</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>PalästinensischerJunge erschossen</strong></p>
<p>Der 13 jährige Bahaa Badr aus einem Dorf nahe Ramallah wurde von israelischen Soldaten dreimal in die Brust geschossen. Er starb 2 Stunden später an seinen schweren Verletzungen. Bahaa ist der 42. Palästinenser der in diesem Jahr im Westjordanland getötet wurde“</p>
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<p><figure id="attachment_2008" aria-describedby="caption-attachment-2008" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000829.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2008" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000829-300x225.jpg" alt="Nach der Zerstörung" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000829-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000829.jpg 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2008" class="wp-caption-text">Nach der Zerstörung</figcaption></figure></p>
<p><strong>Hauszerstörung</strong></p>
<p>Ganz in der Nähe meiner Unterkunft (am Checkpoint Beit Jala) wurde am Dienstag vergangener Woche in den frühen Morgenstunden ein Haus zerstört, fünf Personen sind nun ohne Obdach.</p>
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