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	<title>Talitha Kumi &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Laptop statt Tafel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Mar 2025 20:49:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Für einen gerechten Frieden Frühjahr 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, am letzten Tag unserer Reise haben wir die zwei Schulen besucht: Zum einen die Talitha Kumi, in deren Gästehaus wir ja seit Mittwoch einquartiert sind und&#160;&#160;die Dar Al-Kalima-Schule die in Bethlehem ist. Zu beiden <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/laptop-statt-tafel/" title="Laptop statt Tafel">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Heute, am letzten Tag unserer Reise haben wir die zwei Schulen besucht:</p>



<p>Zum einen <a href="https://www.talithakumi.org/de/startseite/">die Talitha Kumi</a>, in deren Gästehaus wir ja seit Mittwoch einquartiert sind und&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.pasch-net.de/de/pasch-schulen/schulportraets/asien/pse/dar-al-kalima-evangelical.html">die Dar Al-Kalima-Schule</a> die in Bethlehem ist.</p>



<p>Zu beiden Schulen habe ich bei früheren Besuchen schon etwas geschrieben: in Talita Kumi war ich schon öfters zu Gast, da könnt ihr auch das Stichwort auf der rechten Seite anklicken, die Dar Al-Kalima Schule habe ich vor <a href="https://marius-blog.de/blog/mein-name-ist-susi-ich-bin-palaestinenserin/" data-type="post" data-id="5335">zwei Jahren kennen</a> gelernt.</p>



<p>Heute waren wir am Morgen zunächst in Talita Kumi Gast an einem Gottesdienst teilgenommen, in dem auch die diesjährigen Abiturienten verabschiedet wurden. Sie haben heute ihren letzten Schultag. In einigen Wochen beginnen dann für sie die schriftlichen Prüfungen.&nbsp;Seit 2008 gehört Talitha Kumi zu den deutschen Auslandsschulen. Die Schule bietet damit auch den international anerkannten Bildungsabschluss&nbsp;<a href="https://www.auslandsschulwesen.de/Webs/ZfA/DE/Schulnetz/DAS/Abschluesse/_documents/abitur.html?nn=52702" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Deutsche Internationale Abiturprüfung“ (DIA)</a>&nbsp;an. Diese Qualifikation eröffnet palästinensischen SchülerInnen den Zugang zu Universitäten weltweit. Daneben ist weiterhin das Ablegen des palästinensischen Abiturs&nbsp;<em>Tawjihe</em>&nbsp;möglich, eine landesweite Zentralprüfung, die vom palästinensischen Erziehungsministerium nach Beendigung der 12-jährigen Schulzeit durchgeführt wird.</p>



<p>Der Einstieg in die deutsche und die englische Sprache erfolgt bereits im Kindergarten und wird in der Grund- und Oberschule fortgesetzt. Ab der 7. Klasse können die Schülerinnen und Schüler zwischen dem nationalen Curriculum (Tawjihi) und dem internationalen Curriculum (DIA) wählen. Von 30 Abiturienten In diesem Jahr werden 13 Schüler:innen ein „deutsches Abitur“ machen. Da die Bedingungen für das deutsche Abitur wesentlich schwerer sind als für das „einheimische“ palästinensische Abitur, ist es für die Schulleitung immer sehr schwer genügend Schüler:innen zu finden. Oft kommt es auch vor, dass Schüler:innen wieder wechseln. Eine Schülerin erklärte uns das heute damit, dass sie Plant Medizin zu studieren und Sorge hat das die „schlechte“ Abitursnote bei einem „deutschen Abitur“ dann nicht ausreicht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-scaled.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5515" style="width:757px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/019B2707-FDAF-48AA-BA82-60E11B10EB04-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Abitursjahrgang 2025</p>



<p>Bei unserem Besuch lernten wir auch die Schüler:innen kennen, die an dem Besuchsprogramm teilnehmen, das Gregor mit seinem <a href="https://www.jugendinterkult.de">Verein JugendInterKult</a> organisiert. Sie haben sich uns kurz vorgestellt. Dabei erzählte uns ein Schüler dass er bereits 15 Musikinstrumente spielen könne. Sein Vater würde gar&nbsp;30 (!) Instrumente spielen.</p>



<p><span style="font-size: revert;">An beiden Schulen wurde &#8222;beklagt&#8220;, dass immer weniger Christen im Land seien. Gab es nach dem 2. Weltkrieg noch mehr als 10 % Christen im Westjordanland, sind es nunmehr weniger als 1 %&#8230;und ein Ende des &#8222;Exodus&#8220; ist, gerade vor den immer schwierigeren Bedingungen, nicht abzusehen. So fatal es lingen mag: Möglicherweise tragen gerade die guten Schulnoten, das gute Abitur, das erfolgreiche Studium letztlich dazu bei, im Ausland einen gutgezahlten Job zu suchen. Welche Tragik für die Familien, die sich natürlich um eine gute Bildung fp ihre Kinder bemühen und aber eben auch für das palästinensische Volk hier.</span></p>



<p>Schnell haben wir den  kurzen Weg von Beit Jala nach Bethlehem zur Dar Al-Kalima Schule mit einem Taxi zurückgelegt. Das Schulgebäude ist relativ neu, es wurde vor 25 Jahren fertiggestellt. <a href="https://www.pasch-net.de/de/pasch-schulen/schulportraets/asien/pse/dar-al-kalima-evangelical.html">Weitere Infos zur Schule findet ihr hier</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5518" style="width:808px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/4D290315-BC85-429A-A07E-1B077CDEC481-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>5.Klasse beim Geschichtsunterricht</p>



<p>Zunächst hatten wir die Möglichkeit bei einer Prüfung zuzusehen. Schüler:innen hatten die Möglichkeit nach einem Jahr Deutschunterricht die DSD1/B1 Prüfung zu absolvieren. Es gibt nach den Regeln des <a href="https://www.kmk.org/themen/deutsches-sprachdiplom-dsd.html">Deutschen Sprach Diploms (DSD)</a> ein zweistufiges Examen: Erste Stufe (DSD I) oder Erste Stufe für berufliche Schulen (DSD I PRO) werden Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) nachgewiesen. Ein DSD I bzw. DSD I PRO gilt als Nachweis der notwendigen deutschen Sprachkenntnisse für den Zugang zu einem Studienkolleg in Deutschland. Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom &#8211; Zweite Stufe (DSD II) prüft Deutschkenntnisse auf den Niveaustufen B2/C1 des GeR. Ein DSD II-Diplom gilt als Nachweis der für ein Studium an einer bundesdeutschen Hochschule erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-scaled.jpeg"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5519" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/DF415772-3270-4DAD-AA73-C36739B7725D-80x60.jpeg 80w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Wir hatten danach die Möglichkeit mit einer jungen Lehrerin aus Deutschland zu sprechen, die an der kath. Schule in Beit Sahur-Beit seit einigen Jahren den Deutsch-Unterricht gibt. Sie fühlt sich in der Schule sehr wohl, vertrat sogar die Ansicht, dass das Arbeiten hier in Palästina wesentlich mehr Spass mache. Ein Grund sei, dass durch viel weniger Verwaltungsvorschriften, die Lehrkraft ihre Kraft und ihr Engagement viel mehr wirklich in den Unterricht investieren kann. Auch das ganze Know How sei an ihrer Schule wesentlich fortschrittlicher als an ihrer Schule in Hessen wo sie zuvor tätig war. Die Digitalisierung ist hier wesentlich weiter fortgeschritten, meinte Sie: &#8222;Statt Schiefertafel können wir hier den Laptop benutzen.&#8220; Letztlich seien aber auch die Schüler:innen ganz anders motiviert als in Deutschland, möglicherweise weil ihnen wohl relativ früh klar ist, klar gemacht wird, dass nur durch bessere Bildung ihre Wünsche in Erfüllung gehen können</p>



<p>Eine andere Lehrerin erzählte uns von ihren tagtäglichen Schwierigkeiten zur Schule zu kommen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hebron, etwa 30 km von Bethlehem entfernt. Tagtäglich ist der weg zur Schule ein &#8222;Abenteuer&#8220;. Nie weiß man was einem an einem der zahlreichen Checkpoints passiert. Ein ganz schlimm Vorfall hatte sich vor einigen Wochen ereignet. Der Soldat am Checkpoint drohte sie mit der Waffe: &#8222;ich glaubte er wollte mich erschießen&#8220; Se glaubt, dass nur die Tatsache, das sie mit ihm in deutsch gesprochen habe, habe sie letztlich gerettet. Immer wieder würden Menschen an den Checkpoints geschlagen, ohne irgendeinen Grund .</p>



<p>Es sind solch Geschichten, die alltäglich hier passieren, die mich sehr bedrücken, aber eben mich immer wieder auch &#8222;staunen&#8220; lassen, wie die Menschen, die solches hier erleben, damit (scheinbar) unbeeindruckt umgehen. Wenn man losfährt um von A nach B zu kommen, schaut man eine App die einem sagt welche Checkpoints offen sind. Ist er dann doch geschlossen, fährt man zu einem anderen, ist der geschlossen geht es zum Nächsten und so weiter und sofort&#8230;..<br><br>An beiden Schulen wurde &#8222;beklagt&#8220;, dass immer weniger Christen im Land seien. Gab es nach dem 2. Weltkrieg noch mehr als 10 % Christen, sind es nunmehr weniger als 1 %&#8230;und ein Ende &#8222;Exodus&#8220; ist, gerade vor den immer schwierigeren Bedingungen nicht abzusehen. Möglicherweise tragen gerade die guten Schulnoten, das gute Abitur, das erfolgreiche Studium dazu letztlich bei, im Ausland einen gutgezahlten Job zu suchen. Welch Tragik für die Familien, aber eben auch für das palästinensische Volk hier.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5520" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/05EA0A03-2446-45AE-B0A9-9A612A756492-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Abschiedsessen mit der Großfamilie Nassar (Bericht morgen)</p>



<p><strong>Tageszitat (22.März) aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Bestimmte Dinge kann ich nicht tun,&nbsp;<br>weil ich danach nicht mehr in der Lage sein würde,&nbsp;<br>mit mir zusamm</em>enzuleben (Martin Buber)</p>
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		<title>Daoud`s düstere Zukunftsvisionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2025 21:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für einen gerechten Frieden Frühjahr 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Sumaya Farhad Naser]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern sind wir nach dem Besuch der „Reifenschule“ „umgezogen“. Mit einem Taxi sind wir die etwa 15 km von Jerusalem nach Beit Jala gefahren. Es war ein ziemlich problemloser Wechsel von israelischem Gebiet in die <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daouds-duestere-zukunftsvisionen/" title="Daoud`s düstere Zukunftsvisionen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Gestern sind wir nach dem Besuch der „Reifenschule“ „umgezogen“. Mit einem Taxi sind wir die etwa 15 km von Jerusalem nach Beit Jala gefahren. Es war ein ziemlich problemloser Wechsel von israelischem Gebiet in die Westbank. Zwar haben wir nicht den „Tunnel-Checkpoint“ genommen, den ich früher (vor dem 7.10.23) gefahren bin, sondern einen kleinen Straßencheckpoint in der Nähe des Jerusalemer-Bibel-Zoo. Ohne, dass wir angehalten (gar kontrolliert) wurden konnten wir den Kontrollpunkt passieren. Unser (palästinensische) Fahrer machte uns allerdings darauf aufmerksam, dass der Kontrollpunkt in den letzten Monaten verlegt wurde: die jetzige Stelle ist etwa 1 km weiter ins Westjordanland hinein verlegt und somit, so der Fahrer, das Gebiet der Stadt Jerusalem entsprechend, ohne irgendeine Erlaubnis oder Abmachung, vergrößert worden. So etwas nennen die Palästinenser, ich meine zurecht, „Landraub“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5073" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2022/04/CE72267C-7C09-46B5-8B7B-4EF4C4CDC839-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Immer mehr dieser Tore sieht man an den Straßen in der Westbank. Sie werden kurzfristig geschlossen und damit ist der Verkehr gestoppt</p>



<p>Wir sind die nächsten vier Nächte im Gästehaus von <a href="https://www.talithakumi.org/de/evangelische-bildung-in-palaestina-perspektiven-in-zeiten-der-krise/">Talitha Kumi </a>untergebracht. Das Haus, in dem ich schon häufiger zu Gast war liegt mitten im Schulgelände der von deutschen Diakonissinnen aus Kaiserswerth gegründeten Schule.</p>



<p>Beim Abendesse trafen wir u.a. den neuen Schulleiter Birger Reese. Noch überraschender war für mich die Begegnung mit <a href="https://www.srf.ch/news/international/nahost/krieg-in-nahost-kritik-an-hamas-es-ist-gefaehrlich-aber-es-ist-meine-aufgabe">Sumaya Farhat Naser.</a>&nbsp;&nbsp;Sie, die an dieser Schule selbst Schülerin war, unterrichtet seit Jahren die Schüler:innen dieser schule, aber auch der Schmidt-Schulein Jerusalem (Träger dieser Schule ist der Deutsche Verein vom Hl. Land) in „gewaltfreier Kommunikation“. Da nun hier eine Lehrerin erkrankt ist, hat sie spontan den ganzen Unterricht für einige Tage unternommen.</p>



<p>Eine absolut interessante Frau, wie ich mal wieder beim einsamen Frühstücksgespräch feststellen durfte, die im Laufe der Jahre viele Bücher geschrieben hat. Das erste und mit erfolgreichstem Buch hatte den Titel „Thymian und Steine“. Ich fragte sie nach der Motivation für ihr erstes Buch: sie wollte den Menschen erklären was es heißt als Palästinenserin aufgewachsen und leben zu &#8222;müssen&#8220;. Mehr zu dieser großartigen und mutigen Frau findet ihr in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sumaya_Farhat-Naser">Wikipedia.</a> Zur aktuellen Situation hat sie im vergangenen Jahr ein Interview im Schweizer Radio gegeben. Dem regelmäßigen Leser:in meines Blogs ist auch bekannt, dass Sumaya mit Fatima seit der gemeinsamen Schulzeit, hier auf Talitha Kumi, befreundet ist. Hierüber berichtet ein<a href="https://www.youtube.com/watch?v=kdK6anem1tc"> toller Film</a></p>



<p>Leider hat sich das Wetter hier, im Gegensatz zu Deutschland, verschlechtert. Heute morgen ist es kalt, regnerisch mit einem böigen Wind.  Genau für heute hatten wir den Besuch auf dem Weinberg eingeplant.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5492" style="width:724px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/E0831E3F-ADEC-4F60-BC9A-5DFE1D05C906-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Am Eingang des Geländes des Weinberges wurde vom Militär ein Erdwall geschüttet, der dann von den palästinensischen Nachbarn mit Unrat &#8222;verziert wurde.</p>



<p>Daoud holte unsere kleine Gruppe an dem hinteren Eingang des Schulgeländes ab.&nbsp;&nbsp;Das Gelände der Schule hat die Besonderheit, dass der große Eingang vom C-Gebiet kommt, während der hintere (kleine) Eingang in die die A-Zone führt, zum der die israelischen Bürgere keinen Zutritt haben. So konnten in der Vergangenheit immer wieder mal Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern auf dem Gelände der Talitha-Kumi-Schule stattfinden</p>



<p>Zum Thema „Zonengebiete“ habe ich unter Geschichte &amp; Historie hier in meinem Blog weitere Erklärungen festgehalten.</p>



<p>Ich hatte natürlich durch meine regelmäßigen Kontakte zu Daoud, erfahren, dass der Zugang zum Gelände nur noch über die beiden in der Nachbarschaft liegenden palästinensischen Dörfer Hussain und Nahalin möglich ist. Der Zugang über die Straße 60 ist nicht möglich. Die israelische Militärverwaltung hat das Gebiet zum Sperrgebiet erklärt, eine übliche Methode. Der Weg über „die Dörfer“ ist sehr schwierig, die Straßen sind schlecht, es sind Steigungen zu nehmen, die ein normaler Reisebus nicht schafft. Da derzeit auss bekannten Gründen ja keine Gruppen unterwegs sind, ist es noch kein Problem. Die Frage ist aber für die „Zeit danach“ wann immer sie sein wird. Früher vor dem 7. Oktober 23, und auch vor Corona kamen im Jahr über 5000 Menschen auf den Weinberg. Hier bedarf es dringend auch von der deutschen Regierung unterstützende Maß0nahmenb, damit der Zugang von der Straße 60 wieder ermöglicht wird</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-5493" style="width:607px;height:auto" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-768x1024.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-225x300.jpeg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-1152x1536.jpeg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-1536x2048.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/2BA1F91F-17A6-45CF-9089-044C23C134FD-scaled.jpeg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p>An einer Karte erklärte uns Daoud die vielen Änderungen in der Region des Weinberges: </p>



<p>Leider war hatte sich ja das heutige Wetter der allgemeinen Stimmungslage angepasst. Auf 900 m Höhe auf dem Gelände des Weinberges herrschte wirklich herbstliche Stimmung. In der Versammlungshöhle trafen wir auf eine kleine, sechsköpfige Senioren-Gruppe (Altersdurchschnitt 79 Jahre) aus den Niederlanden, die sich als Volontäre für einige Wochen auf dem Weinberg nützlich machen. Auch für sie war das heutige Wetter Anlass, einmal eine Pause zu machen. Noch gestern haben sie 200 Weinstöcke gepflanzt, nachdem im letzten Jahr hunderte Weinstöcke zerstört wurden, zerstört von Palästinensern, die so vermutet Daoud von Israelis mit Geld dazu animiert wurden. Dies ist natürlich im Empfinden für Daoud und seine ganze Familie besonders hart, wenn die eigenen „Landsleute“, für die er letztlich ja auch seinen Kampf um sein(palästinensisches) Land führt, mit solchen Attacken ihm in den Rücken fallen.</p>



<p>Seit einigen. Wochen haben sich direkt am Zaun palästinensische (!) Arbeiter begonnen die Infrastruktur für eine Siedlung aufzubauen. Vor einigen Monaten wurde bereits ein Fahrweg zu dieser Stelle planiert. Wenn es tatsächlich dazu kommt, dass in unmittelbarer Nähe des Geländes des Weinberges sich israelische Siedler niederlassen, muss befürchtet werden, das „zum Schutz des Siedler“ das angrenzende Grundstück der Familie Nassar nicht mehr betreten werden darf. Rechtliche Maßnahmen kann die Familie Nassar nicht unternehmen. Der palästinensische Besitzer dieses Nachbargrundstückes hat scheinbar nichts unternommen oder ggf. schon das Grundstück an die Israelis verkauft. Alles in allem der Druck auf die Familie Nassar wird immer größer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5494" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2025/03/C6442FE3-5230-4906-A349-1F0F92A3D59F-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Direkt am Zaun die Bauhütten der pal. Arbeiter, im Hintergrund die immer wachsende Siedlung Neve Daniel </p>



<p>Da ist es nur eine Randnotiz, dass bisher noch Unbekannte vor einigen Monaten den Esel vom Grundstück „gestohlen“ haben.</p>



<p>In einem längeren Gespräch mit Daoud entwickelte er uns seine düstere Vision für die Zukunft. Er befürchtet, dass es nach dem Ramadan weiter schwieriger wird. Alles deutet für ihn darauf hin, dass der große Siedlungsblock Gush Etzion, zu dem auch die umliegenden Siedlungen gehören bald ganz annektiert wird. Die Bewohner:innen der in dieser Region sich befindlichen 5 palästinensische Dörfer, werden „freiwillig gezwungen“ nach Bethlehem umzuziehen. Druck wird damit gemacht, dass der Weg zur Arbeit in Bethlehem immer öfters durch geschlossen Checkpoints erschwert oder unmöglich gemacht wird. Dann haben wir in den größeren Städten des Westjordanlandes „Homelands“ die wie der Gazastreifen mit Checkpoints an allen Ausfahrtsstraßen abgesperrt werden können.</p>



<p>Für die Palästinenser:innen bleiben so Daoud 3 Optionen:</p>



<p>Gewalt; als Sklaven zu Arbeiten oder das Land zu verlassen. Seit dem 7. Oktober haben 147 Familien bereits die dritte Option gewählt. Von Seiten der aktuellen politischen Autorität (PA) erwartet er überhaupt nichts. Obwohl in den letzten Wochen mehr als 40 tausend Palästinenser:innen aus den Flüchtlingslagern im Norden der Westbank durch die Israelische Armee vertrieben wurden, hat es seitens der Palästinensischen Führung keinerlei Reaktion gegeben. Aber auch die übrige Welt schaut zu.</p>



<p>Zu diesen wirklich düsteren Aussichten passte auch das Wetter den ganzen Tag.&nbsp;</p>



<p>Es war richtig kalt und nass</p>



<p><strong>Tageszitat zum 20. März aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Wollt ihr Juden und Christen mit uns über Gott streiten?&nbsp;</em><br><em>Es ist doch unser und euer Herr.&nbsp;<br>Uns kommen unsere Werke zu&nbsp;<br>und&nbsp;&nbsp;euch die eurigen.</em>&nbsp;&nbsp;(Sure 2, 139)</p>
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		<title>Mein Name ist Susi, ich bin Palästinenserin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 20:38:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlungen]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute habe ich mit Gregor zwei Schulen in dieser Region besucht. Anschließend haben wir einen Blick in das groß0e Kongress-Center in Betlehem geworfen, haben einen Siedler in einer Siedlung besucht und zum Schluss des Tages <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/mein-name-ist-susi-ich-bin-palaestinenserin/" title="Mein Name ist Susi, ich bin Palästinenserin">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute habe ich mit Gregor zwei Schulen in dieser Region besucht. Anschließend haben wir einen Blick in das groß0e Kongress-Center in Betlehem geworfen, haben einen Siedler in einer Siedlung besucht und zum Schluss des Tages waren wir auf dem Weinberg</p>



<p>In Bethlehem die evangelische Schule <a href="https://www.pasch-net.de/de/pasch-schulen/schulportraets/asien/pse/dar-al-kalima-evangelical.html" data-type="URL" data-id="https://www.pasch-net.de/de/pasch-schulen/schulportraets/asien/pse/dar-al-kalima-evangelical.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dar Al Kalima</a> und eben hier, wo wir im Gästehaus sind, die Talitha Kumi Schule ebenfalls in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Im Unterschied zu der Schule in Bethlehem, die der der evangelischen Kirche in Palästina/Jordanien gehört, ist der träger der Talitha Kumi Schule der deutsche evangelische Jerusalem-Verein. Zu beiden Schulen hat Gregor im Rahmen seiner Austauschprogramme Kontakt. Vor beiden Schulen kommen im Juni Schüler:innen nach Deutschland. Im Herbst gibt es einen Gegenbesuch nach Israel und Palästina.<br>Wen der interessante Bericht der letzten Reisegruppe vom Oktober 2022 interessiert hier ist der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.jugendinterkult.de/berichte-jugendaustausch-oktober-2022/" data-type="URL" data-id="https://www.jugendinterkult.de/berichte-jugendaustausch-oktober-2022/" target="_blank">Link</a> zum Bericht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5339" style="width:579px;height:434px" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/867B8444-4560-4777-8F1A-5208FC3B5B68-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">ein Ständchen mit Bewegung für die Besucher </figcaption></figure>



<p>In der Schule Dar Al Kalina empfing uns der Direktor Toni Nassar (ein Bruder von Daoud Nassar). Derzeit gehen 436 Schüler:innen auf die Schule von der ersten bis zur 12. Klasse. 80 % sind Moslems. Diese private Schule ist sehr beliebt, es gibt eine lange Warteliste. Kopftücher dürfen in der Schule nicht getragen werden. „Hier gibt es keine Christen oder Muslime, alle sind Schüler:innen unserer Schule“ so Toni Nassar. Es werden hier gemäß dem Schulprogramm christliche Werte vermittelt: Frieden, Dialog, Hoffnung, Glaube, Respekt vor der anderen Religion, Fairnis, Teamwork</p>



<p>Die Schulzeit ist von 7:30-14:30. Am Nachmittag gibt es verschiedene AG`s in Sport Musik Gestaltung etc. In die Schule integriert ist auch ein Kindergarten, in den Kinder ab 4 Jahre gehen können. Ab dem Kindergarten lernen die Kinder Englisch und Mathematik. Für Schule und Kindergarten müssen im Jahr 5.000 Schekel bezahlt werden. 60 % können nichts zahlen, die anderen zahlen vielleicht die Hälfte. Staatliche Mittel der palästinensischen Autorität (PA) gibt es nicht. Neben Spenden kommt die palästinensische Kirche für alle Kosten auf.<br>Wir führten ein Gespräch mit den Schüler:innen die im Juni zum Besuch nach Deutschland kommen. Alle stellen sich in Deutscher Sprache vor: Mein Name ist Susi, bin 16 Jahre alt und lebe in Palästina. Meine Hobbys sind….</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5338" style="width:595px;height:446px" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/1C4E3AEC-070B-466A-9FF2-D7FB7E61C85E-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">der Kongresspalast</figcaption></figure>



<p>Am Mittag haben wir<strong>&nbsp;</strong>den Kongresspalast („Convention Palace“), am Eingang des Artes-tal besucht. Dieses große Gebäude war eines der Projekte, die Teil der Vorbereitungen von Bethlehem waren, um das neue Jahrtausend willkommen zu heißen. Die Architektur wurde mit den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten wie dem „Murad Castle“, dem Museum und den historischen „Solomon-Pools“ synchronisiert, wodurch die historische und archäologische Natur der Region erhalten blieb. In den Räumlichkeiten am südlichen Stadtrand von Bethlehem befinden sich ein riesiges Auditorium, eine Ausstellungsgalerie, ein Theater mit über 2.300 Sitzplätzen und modernster Technik, Tagungsräume und eine Cafeteria. Bis vor Corona kamenTausende von Besuchern, die die Geschichte und das Erbe des Ortes erkunden und die interessanteMischung von Veranstaltungen und Aktivitäten genießen möchten, insbesondere die im Sommer durchgeführten Programme. Das Schlossmuseum beherbergt eine der größten ethnografischen Sammlungen palästinensischer Geschichte und Kultur.</p>



<p>Zum Nachmittag sind wir zum Tent of Nations gefahren. Durch Kontakte die Gregor mit einem deutschsprachigen Siedler in den letzten Jahren aufgebaut hat, bestand auch für mich erstmalig die Möglichkeit, in die oberhalb des Weinberges gelegene Siedlung Neve Daniel zu besuchen.&nbsp;<br>Es war schon ein besonderer Blick als ich zum ersten mal &#8222;von oben&#8220; den Weinberg sehen konnte. Er wirkt größer als ich ihn in Realität &#8222;vor Ort&#8220; bisher wahrgenommen habe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5337" style="width:640px;height:480px" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/8D3AA604-3F5A-44C0-BECC-06CBD6C555DB-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">der Weinberg von oben</figcaption></figure>



<p>Wir trafen dort N. in seinem Haus in der Siedlung seit 2005 lebt. N. der ursprünglich aus Bonn hat eine Israelin geheiratet und ist zum jüdischen Glauben konvertiert, was mehrere Jahre dauerte. Er ist nun ein Israeli und orthodoxer Jude, der als Siedler natürlich bestimmte, im Vergleich zu anderen Siedlern jedoch noch gemäßigte Positionen vertritt. Er plädierte für ein entspanntes Miteinander zwischen Siedlern und Palästinensern. Er hob hervor das ja viele Palästinenser in der Siedlung arbeiten. Sie habe vor einigen Monaten eine palästinensische Baufirma aus Hebron sein Dach ausgebaut. Andere arbeiten im Supermarkt der Siedlung.</p>



<p>Da dieses Argument: wir geben den Palästinensern doch Arbeit, von Siedlern häufig genannt wird, haben wir von pax christi dazu ein zum Thema Ökonomie in Siedlungen ein Infoblatt („Factsheet“) erstellt. Hier ein Auszug:</p>



<p><em>Offiziell 35 000 Palästinenser arbeiten in den israelischen Siedlungen, die vielen Arbeiter die ohne Genehmigung arbeiten nicht mitgerechnet. Bei den Arbeitsplätzen handelt es sich fast ausnahmslos um un- und angelernte Tätigkeiten im Baugewerbe, der Landwirtschaft und der verarbeitenden Industrie. (Al Haq, 2021). Viele sind gezwungen in den Siedlungen zu arbeiten da sie ihr Land an die Siedlungen verloren haben, oder es ihnen verwehrt ist, ihre Felder und Weiden in Siedlungsnähe oder im Bereich militärischer Sperrgebiete zu bewirtschaften.&nbsp;</em></p>



<p><a href="https://www.paxchristi.de/artikel/view/5326096060907520/Factsheets">Hier ist der Link zu allen drei Factsheets</a></p>



<p></p>



<p>Anschließend sind wir auf den Weinberg. Daoud hatte wieder eine große Gruppe aus England zu Besuch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5336" style="width:578px;height:434px" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/F42B9961-19E6-4BD3-BF43-D2F55EA0D528-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">der Boden ist bereitet</figcaption></figure>



<p>Heute war nach Tagen relativ kaltem und regnerischem Wetter, ein recht schöner Tag, so dass man den &#8222;frühlingserwachenden&#8220; Weinberg besser genießen konnte. In diese schöne Stimmung passt auch die Info von Matthias Wolff , Direktor der Talitha Kumi-Schule: Es soll ein Projekt mit dem Tent of Nations starten. So Matthias Wolff</p>



<p><em>&#8222;Wir werden alle Klassen 8 (8a,b,d) also etwa 50 -60 Kinder am 3. 5. Mit nach Tent of Nations zusammen mit ihren Naturwissenschaftlichen Lehrern /und ein EK Lehrer mitnehmen. Dort werden sie eine Einführung in die Situation des Landes dort bekommen und anschließend müssen sie ein Thema aussuchen, zu dem sie eine Präsentation machen wollen: diese soll zur Landthematik, sei es aus naturwissenschaftlicher Sicht oder auch aus Geologischer Sicht sein. Die Schüler arbeiten in Gruppen, werden von den Kollegen begleitet. Das Ganze soll ca. 3 Zeitstunden dauern. Im Anschluss daran arbeiten die SuS Präsentationen aus, die dann nach 2-3- Wochen (ggfs. in Anwesenheit von Daoud und Familie) präsentiert werden solle. Soweit die Grundidee. Ich bin gespannt, wie die Premiere sein wird..&#8220;</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000125.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000125-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4144" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000125-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000125-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2018/11/P1000125-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Blick in den &#8222;Kräutergarten&#8220;</figcaption></figure>



<p>Zum Abend waren wir bei Daoud, seiner Frau Jihan und den drei Kindern in Bethlehem zum Abendessen eingeladen</p>



<p><strong><em>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</em></strong></p>



<p><em>Die Kehrseite des Antijudaismus wurde inzwischen der Philosemitismus. Dies ist die Tendenz, Juden zu idealisieren und auf eine Stufe höherer Weisheit und Moral zu heben, eine Tendenz, die besonders für liberale Christen gilt, die sich für vergangenes oder gegenwärtiges jüdisches Leid schuldig fühlen Christliches Denken über Juden pendelt zwischen zwei unrealistischen Extremen: Juden als den Christen überlegen, Muster an Weisheit und moralischer Einsicht und Juden als minderwertig gegenüber Christen, unzuverlässig und unfähig zu einem moralischen und geistigen Leben. (Marc Ellis)</em></p>
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		<title>&#8222;Seitenwechsel&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2023 19:35:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach dem Freitag für die Muslime und dem Samstag für die Juden, war heute der Sonntag für die Christen angesagt. Wie schon im vorigen Jahr konnte ich in der Krypta der Dormitio den Sonntagsgottesdienst mitfeiern. <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/seitenwechsel-2/" title="&#8222;Seitenwechsel&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Nach dem Freitag für die Muslime und dem Samstag für die Juden, war heute der Sonntag für die Christen angesagt. Wie schon im vorigen Jahr konnte ich in der Krypta der Dormitio den Sonntagsgottesdienst mitfeiern. Weiterhin ist die Hauptkirche wegen der Renovierungsarbeiten noch nicht für den Gottesdienst nutzbar, auch wenn am vergangenen Dienstag in einer großen Feier, der neue Altar eingeweiht wurde. Aber die Krypta, wo sonst in „normalen“ Zeiten das Abendgebet der Mönche, die Komplet, gefeiert wird, ist, wie ich finde, ein schöner Ausweichort.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5329" width="677" height="508" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A4E7AB38-409F-4A09-972C-59ACA2913E41-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Krypta in der Dormitio-Abtei</figcaption></figure>



<p>Zum Nachmittag bin ich, mit Gregor, mit dem palästinensischen Bus „auf die andere Seite&#8220; gefahren. Die nächsten 2 Nächte werde ich im Gästehaus von Talitha Kumi, das am Rande von Beit Jala, in der Westbank liegt, verbringen.  In den vergangenen Jahren war ich bereits mehrfach dort untergekommen. Leider hielt der Bus nicht, wie früher immer, in der Nähe des Eingangstores zum Gelände der Schule. Wie mir andere Fahrgäste sagten, ist es der Busgesellschaft seit einiger Zeit, gegen Strafe (500 Schekel) verboten, dort, außerhalb der A-Zone, zu halten. Man muss diese Bestimmung nicht verstehen, sie ist aber ärgerlich, weil jeder/jede Besucher:in des Gästehauses, mehr als einen Kilometer (womöglich mit einem schweren Koffer) zurücklaufen muss.</p>



<p>Vor einigen Wochen hatte ich einen Bericht eines Ökumenischen Begleiters vor EAPPI gelesen, der von einem Kunstwerk berichtete, dass der Künstler Sliman Mansour, hier im Schulgelände der Talitha Kumi Schule angebracht hat.<br>In arabischer Schrift ist dort ein Wortspiel eingearbeitet, das sich auf den Namen der Schule Talitha Kumi („Mädchen steh auf)“ bezieht: <em>Palästina steh auf! </em> Die aus Ton modellierte Frau soll die Heimat und auch die Revolution symbolisiere. Die Friedenstaube weist darauf hin, dass Veränderung und Entwicklung gewaltfrei geschehen soll. Ein Relief das Kraft und Hoffnung ausstrahlt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5349" width="643" height="482" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/04D201A5-2A88-4F26-BE85-DE63B9F03E9D-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 643px) 100vw, 643px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Sliman Mansour an der Schule Talitha Kumi in Beit Jala;</figcaption></figure>



<p></p>



<p>Schließlich möchte ich noch über eine besondere Kuriosität berichten, die sich derzeit zwischen Israel und Palästina &#8222;abspielt&#8220;. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in Israel die Uhren auf die &#8222;Sommerzeit&#8220; gestellt, also, wie auch bei uns in Deutschland in der vergangenen Nacht, die Uhr um eine Stunde vorgestellt. Nicht so in Palästina. Wegen des Ramadans verzichtet man hier, bis zu seinem Ende am 21. April darauf die Uhren umzustellen. Begründung: das die Zeit des Fastenbrechens, nicht so spät ist. Nun also können die Muslime hier in der Westbank bereits gegen 18 Uhr die erste Mahlzeit zu sich nehmen, während ihre  muslimischen Brüder und Schwestern in Israel und Ostjerusalem noch bis 19 Uhr warten müssen.</p>



<p></p>



<p><strong><em>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</em></strong></p>



<p><em>Was bedeutet Volk? Was bedeutet im Verhältnis dazu Nation?<br>Was bedeutet im Verhältnis zu beide Nationalismus? (Martin Buber, 1921)</em></p>
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		<title>Daoud Nassar: „Mit Hass zerstört man sich nur selbst“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Mar 2023 18:22:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenreise Frühjahr 2023]]></category>
		<category><![CDATA[Artas]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Am heutigen Tag haben wir, bei weiter doch recht schönem Wetter, am Vormittag einen Besuch in dem am Rande der Westbank so schön gelegenen Dorf Battir gemacht. Anschließend sind wir zu meinem „Geburtsort“ hier in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/daoud-nassar-mit-hass-zerstoert-man-sich-nur-selbst/" title="Daoud Nassar: „Mit Hass zerstört man sich nur selbst“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am heutigen Tag haben wir, bei weiter doch recht schönem Wetter, am Vormittag einen Besuch in dem am Rande der Westbank so schön gelegenen Dorf Battir gemacht. Anschließend sind wir zu meinem „Geburtsort“ hier in Palästina gefahren, da wo alles anfing: dem „Friedensort Tent of Nations“.&nbsp;</p>



<p>Unsere Gruppe hat heute einen kleinen „Zuwachs“ bekommen: meine ehemalige Kollegin Andrea, und ihre Tochter Anna, werden für einige Tage an unserem Programm teilnehmen. Durch Andrea habe ich im Übrigen Fatima (Im Magdolin) kennengelernt. 2013 hat mir Andrea diesen, für meine dann zukünftigen Aufenthalte in Palästina, so wichtigen Tipp gegeben.&nbsp;</p>



<p>Kurzfristig haben wir am Morgen entschieden auch der deutschen Privatschule hier in Beit Jala, „Talitha Kumi“, einen kurzen Besuch abzustatten. Ich hatte im letzten Jahr den derzeitigen Schulleiter, Matthias Wolff, kenngelernt, der sich spontan bereitfand unserer Gruppe für ein kurzes Gespräch zu empfangen, um der Gruppe ein wenig zu dieser Schule zu erzählen. Das ich schon häufiger die Schule besucht habe, verweise ich, wie bekannt, auf das Stichwort Talitha Kumi am Schluss des Beitrages. Hier könnt ihr alle meinen bisherigen Beiträgen zu dieser Schule lesen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5210" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/0531E94F-E07E-459B-A95A-08BB8ECC0FD4-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">mit dem Schulleiter Matthias Wolff auf dem Kirchendach von Talitha Kumi</figcaption></figure>



<p>Matthias Wolf hob noch einmal die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.talithakumi.org/de/startseite/" data-type="URL" data-id="https://www.talithakumi.org/de/startseite/" target="_blank">verschiedenen Aufgaben der Schule</a> hervor: Kindergarten, Schule, Berufsschule, Ökologisches Projekt und ein Gästehaus. Insgesamt gesehen haben die derzeitig, in vielen Regionen der Westbank aufbrechenden, gewalttätigen Zusammenstöße mit Siedlern oder dem Militär, die Region in der die Schule liegt noch nicht erreicht. Dennoch ist eine gewisse Anspannung bei der hiesigen Bevölkerung schon zu spüren: wie geht es weiter mit den Auswirkungen die vielfach der neuen israelischen Regierung geschuldet ist? </p>



<p>Im Anschluss an unseren kurzen Schulbesuch ging es ins nahe gelegenen wunderschöne Battir. Auch zu diesem Ort, den ich ebenfalls schon des Öfteren besucht habe, könnt ihr meine Beiträge mit dem Stichwort Battir abrufen. Heute hatten wir spontan einen örtlichen Guide engagieren können: Mariam, die uns auch schon mal in ihrer impulsiven Art etwas vorsang. Sie erzählte uns etwas zur Geschichte des Ortes, der ja im Jahre 2014 durch die UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Unseren Aufenthalt beschlossen wir mit einem Besuch im örtlichen Cafe, wo uns, bei herrlicher Aussicht auf das wunderschöne Tal mit der Eisenbahnstrecke Tel Aviv-Jerusalem, gute arabischen Speisen zu äußerst kostengünstigen Bedingungen, serviert wurden. Beim Koordinationskreis Palästina Israel, ist eine Mitgliedsgruppe der Arbeitskreis Battir-Brühl. <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.ak-palaestina-bruehl.de" data-type="URL" data-id="https://www.ak-palaestina-bruehl.de" target="_blank">Auf dessen Homepage</a> findet ihr weitere wichtigen und interessanten Infos zu Battir</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5211" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/CCE229EE-C6B9-4ACB-ABB9-EC2075AC2716-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">toller Blick: Tal mit Bahnstrecke Tel Aviv-Jerusalem</figcaption></figure>



<p>Dann ging es zu dem aus meiner Sicht „Höhepunkt des Tages“: dem Weinberg der Familie Nassar, dem Tent of Nations, welcher nicht sehr weit (10 km) von Battir entfernt liegt. Auch hier weise ich schon zu Beginn auf die Stichworte „Tent of Nations“ und „Weinberg“ hin, wo ihr meine vielen bisherigen Beiträge einsehen könnt. Auch auf der erneuerten <a href="https://tentofnations.com/de/" data-type="URL" data-id="https://tentofnations.com/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage</a> findet Ihr weitere Infos zum Tent of Nations.</p>



<p>Ich kenne den Weinberg nunmehr seit 11 Jahren und trotzdem ist es für mich immer wieder ein besonderer Augenblick, wenn ich über die Kuppe komme und den Weinberg in all seiner Pracht in dieser schönen Landschaft vor mir sehe. Erst der zweite und genauere Blick lässt mich dann die bekannten „Wermutstropfen“ wahrnehmen: den Roadblock der seit 2003 die Zufahrt versperrt, die immer größer werdenden Siedlungen die den Weinberg scheinbar „erdrücken“ und eben die Thora-Schule am Roadblock, wo mittlerweile der 2. Bauabschnitt weit fortgeschritten ist.</p>



<p>Wie Daoud im Gespräch betonte, wisse man derzeit nicht, ob nicht auch in Zukunft diesen jüdischen Schülern irgendwann einmal sich einen „Spaß“ daraus machen, auf dem Gelände des Weinberges Zerstörungen vorzunehmen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5216" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/FC3ED013-359B-44F9-A5F8-37CDCE6E276C-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gespräch in einer der neun Höhlen auf dem Weinberggelände</figcaption></figure>



<p>Seit 1990 versucht die Familie Nassar zu erreichen, dass der Besitz des 44 ha großen Geländes, welches die Familie 1916 mit Papieren käuflich erworben hat, gerichtlich anerkannt wird. Ein Neujahrsbrief von Daoud, den er am 23. Januar 2023 geschrieben hat, beschreibt gut die derzeitige Situation. Ihr findet diesen Brief <a rel="noreferrer noopener" href="https://marius-blog.de/brief-von-daoud-nassar-vom-23-januar-2023/" data-type="page" data-id="5213" target="_blank">hier</a></p>



<p>Zum in seinem Brief genannten nächsten Gerichtstermin am 12 Februar ist der staatliche Abwesenheitsverwalter (Staatsanwalt) zu der Sitzung nicht erschienen. Der Anwalt der palästinensischen Familie aus Nahalin, des einzigen verbliebenen Einspruchsführers, war anwesend. Sie müssen dem Ausschuss und unserem Anwalt in den nächsten Tagen Unterlagen zur Untermauerung ihrer Ansprüche vorlegen, um die hoffentlich endgültige Anhörung am 2. März vorzubereiten.</p>



<p>Aber auch dieser Termin ist ohne Ergebnis verlaufen, ein nächster Termin ist am 15. Mai angesetzt</p>



<p>Auf eine Frage aus unserer Gruppe, wie Daoud, diese schwierige Situation scheinbar gelassen aushalte, meinte er: <strong><em>„Mit Hass zerstört man sich nur selbst“</em></strong></p>



<p>Daoud ist dankbar, dass ihn und seine Familie so viele Menschen, in so vielen Ländern, unterstützen und so seine Familie auf dem Weg der Gerechtigkeit begleiten. Heute war eine Gruppe mit 25 internationalen Studenten, die derzeit in Jerusalem studieren auf dem Weinberg. Sie haben 150 Olivenbäume gepflanzt.&nbsp;</p>



<p>Welch ein starkes Signal der Solidarität</p>



<p><strong>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</strong></p>



<p><em>Haben wir nicht alle einen Vater?</em></p>



<p><em>Hat uns nicht ein Gott geschaffen?</em></p>



<p><em>Warum verachten wir denn einer den anderen,</em></p>



<p><em>und entweihen den Bund unserer Väter?</em>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(Mal. 2,10)</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-scaled.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-5217" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-1536x1152.jpeg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-2048x1536.jpeg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2023/03/A04A7788-205D-4DE2-BB4A-0FB16B03CF01-80x60.jpeg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">zum Abend ein kurzer Besuch beim Kloster &#8222;im geschlossenen Garten&#8220;im Artas-Tal gelegen</figcaption></figure>
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		<item>
		<title>Bedingungsloses Grundeinkommen im Kibbuz realisiert!?</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/bedingungsloses-grundeinkommen-im-kibbuz-realisiert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Oct 2017 19:17:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gruppenfahrt Herbst 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Fairer Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kibbuz]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
		<category><![CDATA[Samariter]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
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					<description><![CDATA[Bevor wir uns heute auf die längere Fahrt (ca. 150 km) &#8211; vom See Genezareth in Galiläa im Norden von Israel ins „Herz“ des „Heiligen Landes“ in die Region rund um Jerusalem aufmachten, hatten wir <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/bedingungsloses-grundeinkommen-im-kibbuz-realisiert/" title="Bedingungsloses Grundeinkommen im Kibbuz realisiert!?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor wir uns heute auf die längere Fahrt (ca. 150 km) &#8211; vom See Genezareth in Galiläa im Norden von Israel ins „Herz“ des „Heiligen Landes“ in die Region rund um Jerusalem aufmachten, hatten wir noch ein Gespräch mit einem Mitglied unseres gastgebenden Kibbuzim. Wir erfuhren das dieser Kibbuz zu den 10 % gehört, die wirklich noch – wie ursprünglich alle Kibbuze in Israel- „sozialistisch“ geprägt ist. Hier arbeiten alle – ob im Kibbuz oder außerhalb &#8211; und geben ihren Verdienst (egal was sie tun und verdienen) an den Kibbuz. Jeder bekommt im Monat 4000 Schekel (etwa 1000 €) als „Taschengeld“, wenn man alleine lebt 6.000 Schekel. Jeder bekommt ein kostenlos Haus gestellt, Kinderbetreuung, Schule, die Wäsche alles kostenlos.</p>
<p><figure id="attachment_3579" aria-describedby="caption-attachment-3579" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3579" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Speisesaal-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3579" class="wp-caption-text">Hier essen die Gäste und die Bewohner des Kibuzz</figcaption></figure></p>
<p>Frühstück und Mittagessen können die Bewohner (derzeit leben hier 300 Kibbuz-Mitglieder und weitere 400 Familienangehörige) zu sehr günstigen Preisen in der Kibbuz-Kantine erwerben. Wenn jemand „Faul“ ist, und damit auf „Kosten“ der Gemeinschaft lebt, versucht man ihm mit Gesprächen zu motivieren. Ausgeschlossen wird man aber nur (Nach Beschluss des Mitgliederplenums) bei besonderem kriminellen Vergehen.</p>
<p>Ein Mitglied unserer Gruppe verglich das das hier praktizierte Finanzierungs-Modell mit dem bei uns seit Jahren viel diskutierten &#8222;Bedingungslosen Grundeinkommen&#8220;. Hier seine Anmerkungen dazu:</p>
<p><em>Heute wurden wir zum Abschluss unseres Aufenthalts in SharHagolaan von einer 73-jährigen Kibbuzim über das Leben im Kibbuz informiert. Dieser Kibbuz ist ein positives Beispiel eines erfolgreich realisierten Sozialismus. Alle Mitglieder des Kibbuz arbeiten nach ihrer Leistungsfähigkeit sieben Stunden am Tag . Der Urlaubsanspruch beträgt 10 Tage im Jahr. Die Kibbuzim brauchen weder für das Essen noch die Wohnung oder Die Gesundheitsversorgung etwas bezahlen. Auch die Wäsche wird kostenlos in einer Gemeinschaftswäscherei gereinigt. Als sogenanntes „Taschengeld“ zur freien Verwendung erhalten Alleinlebende 6.000 Schekel (ca. 1.500 Euro), Familien für jedes Mitglied 4.000 Schekel. Der Kibbuz SharHagolaan ist ökonomisch sehr erfolgreich, er betreibt neben der landwirtschaftlichen Produktion auch eine kleine Börsen notierte Plastikröhren-Fabrik. Diese Produktion ist so erfolgreich, dass in diesem Jahr jedem Mitglied ein Bonus von 30.000 Schekel gezahlt wurden.</em><br />
<em>Das Kibbuz-System sorgt dafür, dass alle Kibbuzim ruhig schlafen können und sich über Krankenversicherungsbeiträge, Arbeitslosigkeit, Mieten, die Höhe der Rente (Altersarmut) etc. keine Sorgen machen müssen und deshalb sehr alt werden. Das älteste Mitglied in SharHagolaan ist zur Zeit 108 Jahre alt.</em></p>
<p>In dem Kibbuz ist eine Firma die Kunststoffrohre für Fußbodenheizungen erstellt. Das Geschäft läuft so toll, dass sich die Mitglieder des Kibbuzim vor Jahren entschlossen haben mit der Firma an die Börse zu gehen. Alle Mitglieder sind an den Aktien beteiligt und bekommen jährlich eine Dividende von bis zu 30.000 Schekel. (Für Ehepaare) Nurit, unsere Gesprächspartnerin, ist sehr glücklich mit der Situation, glaubt aber nicht, dass sich dieses sozialistische System (alles gehört allen) noch lange halten wird. „Es fehlt uns an Nachwuchs“, ihre vier Kinder leben alle außerhalb des Kibbuz.</p>
<p><figure id="attachment_3580" aria-describedby="caption-attachment-3580" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3580" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Bäume-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3580" class="wp-caption-text">Hier &#8222;muss&#8220; man/Frau sich wohlfühlen:<br />Im Garten unseres Kibuzz</figcaption></figure></p>
<p>Nach dem Gespräch machten wir uns auf den Weg um vom See im Norden Israels in das Zentrum von Israel/Palästina zu fahren: nach Jerusalem. In Beit Jala/bei Bethlehem werden wir bis Freitag im <a href="http://www.talithakumi.org/de/gaestehaus/" target="_blank" rel="noopener">Gästehaus Talitha Kumi</a> übernachten, dass der geneigte Leser/Leserin schon von mehreren Aufenthalten von mir kennt.</p>
<p>Auf dem Weg in den Süden durch die von Israel besetzte Westbank, machten wir , wie schon im letzten Jahr Stopp beim Freedomtheater in Jenin (<a href="http://www.thefreedomtheatre.org" target="_blank" rel="noopener">http://www.thefreedomtheatre.org</a>) , bei der Canaan Fairtrade Companie (<a href="http://www.canaanfairtrade.com" target="_blank" rel="noopener">www.canaanfairtrade.com</a>) und bei den Samaritern auf dem Berg Garizim. In Nablus haben wir auch die wundervolle Knafeh gegessen.</p>
<p><figure id="attachment_3581" aria-describedby="caption-attachment-3581" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3581" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Priester-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Priester-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/10/Priester-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption id="caption-attachment-3581" class="wp-caption-text">der Priester der Samariter mit den &#8222;heiligen&#8220; Thora-Rollen</figcaption></figure></p>
<p>Ich verweise gerne auf meine Berichte in meinem Blog. <a href="http://marius-blog.de/blog/freedomtheater-jenin-theater-des-widerstandes/" target="_blank" rel="noopener">Hier der Bericht vom letzten Jahr,</a></p>
<p>Gegen 19 Uhr kamen wir in unserer Unterkunft für die nächsten 5 Nächte an, gespannt was uns die nächsten Tage bringen wird.</p>
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em>Zu sagen: Die Schrift ist erfüllt, bedeutet einen Anspruch für uns. Unsere enge und ausgrenzende Glaubenslehre wird in Frage gestellt. Wir sind herausgefordert, mehr mit-leidende und Christus-ebenbildliche Menschen zu werden.</em><br />
Von Naim Stifan Ateek</p>
<p><em> </em></p>
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		<title>„Der Bus fährt heute nicht&#8230;.die haben Probleme mit ihren Fahrern“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Apr 2017 18:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Cremisantal]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Da stehe ich heute gegen 11 Uhr an der Haltestelle um mit dem 231èr Bus (der palästinensischen Busgesellschaft von Ostjerusalem) zu meiner neuen Unterkunft im Gästehaus von Talitha Kumi zu fahren, hält ein Taxi an <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/der-bus-faehrt-heute-nicht-die-haben-probleme-mit-ihren-fahrern/" title="„Der Bus fährt heute nicht&#8230;.die haben Probleme mit ihren Fahrern“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da stehe ich heute gegen 11 Uhr an der Haltestelle um mit dem 231èr Bus (der palästinensischen Busgesellschaft von Ostjerusalem) zu meiner neuen Unterkunft im Gästehaus von Talitha Kumi zu fahren, hält ein Taxi an und der Fahrer fragt ob ich mitfahren will. Ich verweise auf das Schild auf dem (wen wundert das in dieser Stadt) allerdings nur die Busse der Jerusalemer (israelischen) Busgesellschaft angegeben sind. Da meinte der Taxifahrer, wahrscheinlich glaubend, einen unwissenden, leichtgläubigen Touristen vor sich zu haben: „Die Busse fahren heute nicht, die haben Probleme mit den Fahrern“. So gewinnt man (sicherlich überall in der Welt) Kunden aber keine Freunde. 5 Minuten später kam der Bus (natürlich) und ich konnte die etwa 10 km lange Fahrt nach Beit Jala beginnen.</p>
<p><figure id="attachment_3353" aria-describedby="caption-attachment-3353" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3353" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Bus-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3353" class="wp-caption-text">die Endstation des 231èr in Bethlehem</figcaption></figure></p>
<p>Die Fahrt kostet nur 6,70 Schekel, dauert nur eine knappe halbe Stunde, aber man hat das Gefühl von einer Welt in eine andere Welt zu kommen.<br />
Zwar braucht man, fährt man mit dem Bus, am Checkpoint nicht auszusteigen, ist also ganz schnell auf der „anderen Seite“, aber dann fallen einem gleich die Unterschiede zu dem israelischen Teil von Jerusalem auf: die schlechten Straßen, die fast gänzlich fehlenden Bürgersteige, die vielen – oft sehr alten und verbeulten- Autos, die vielen im Bau befindlichen Häuser auf. Auch die schwarzen 8oder hier auch silbernen) Wassertanks auf den Dächern sind ein markantes Zeichen für die palästinensischen Häuser. Gleich erfuhr ich hier auch, dass es seit drei Wochen in Bethlehem kein Wasser in der Leitung gibt. Ich habe schon öfters zu diesem <a href="http://marius-blog.de/wasser/" target="_blank">Thema geschrieben</a>, dass es aber schon Anfang April eine Wasserknappheit gibt ist neu. Und was machen die Menschen: sie müssen sich Wasser zu kaufen, müssen sparsam damit umgehen. Ich finde es ist wirklich ein Skandal, dass gerade in den größeren palästinensischen Städten oftmals eine Wassernot vorherrscht, während es in den fast 200 (nach Völkerrecht illegalen) israelischen Siedlungen das „Wasser immer läuft“.</p>
<p><figure id="attachment_3354" aria-describedby="caption-attachment-3354" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3354" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/taltha-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3354" class="wp-caption-text">Blick über das schöne Schulgelände von Tanita Kumi auf das schöne Tal zwischen Battir und Beit Jala</figcaption></figure></p>
<p>Hier auf dem Gelände der Talitha Kumi-Schule herrscht aber reges Treiben. Ja, auch hier ist wieder so etwas wir normaler Alltag zu spüren. Kinder lachen, schreien, spielen, wie sie es eben überall auf der Welt tun.</p>
<p>Am Nachmittag bin ich dann noch zum etwa zwei Kilometer vom Gelände der Talitha-Kumi-Schule entfernten Cremisan-Tal gegangen. Über den massiven Streit (an dem sich ja sogar der Vatikan beteiligt hatte) um den Bau einer Grenzanlage mitten durch das wunderschöne Tal, habe ich schon vielfach in diesem <a href="http://marius-blog.de/christen-streiten-um-das-cremisantal/" target="_blank">Blog berichtet</a>.</p>
<p><figure id="attachment_3355" aria-describedby="caption-attachment-3355" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3355" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Zaun-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3355" class="wp-caption-text">Bis auf 200 m ist das Cremisan-Tal abgeschlossen</figcaption></figure></p>
<p>Als ich <a href="http://marius-blog.de/blog/die-unendliche-geschichte-die-mauer-im-cremisantal/" target="_blank">vor einem Jahr </a>das letzte Mal hier gewesen bin, hatten die Israelis mit dem Bau der Mauer im Tal begonnen. Heute nun konnte ich sehen, dass bis auf eine kleine Strecke von etwa 200 Metern, die Absperrung fast komplett ist. So schön wie dieses Tal sich mir heute im „Frühlingskleid“ präsentierte, so schwer wird einem ums Herz, wenn man weiß, dass durch diese gewaltsame Maßnahme der israelische Militärverwaltung, nicht nur ein Naturreservat zerstückelt wird sondern auch mehr als 15.000 Einwohner von Beit Jala von ihrem Naherholungsgebiet ausgeschlossen werden. Hinzu kommt das viele Landbesitzer von ihren Olivenbäumen getrennt werden und die im dann abgesperrten Gebiet liegende Schule nebst Kindergarten nicht mehr besucht werden kann. Wie ich von einem hier wohnenden Nachbarn erfuhr berät derzeit noch das oberste israelische Gericht über die endgültige Schließung der Grenzanlage. Auch hier werde ich über die weitere Entwicklung berichten.</p>
<p><figure id="attachment_3356" aria-describedby="caption-attachment-3356" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3356" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/weingut-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3356" class="wp-caption-text">das wunderschöne Weingut des Creminsan-Klosters demnächst hinter dem Grenzzaun?</figcaption></figure></p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p>Deir Yassin-Massaker (1948)<br />
<strong><em>Die NGO <a href="https://www.medico.de/ohne-erinnerung-keine-zukunft-13074/" target="_blank">Zochorot</a> gedenkt jedes Jahr am 9. April durch eine Prozession an die über hundert getöteten Männer, Frauen und Kinder die im April 1948 im West-Jerusalemer Dorf durch die Irgun (einer jüdischen Untergrundgruppe)massakriert wurden. Die Teilnehmer/innen tragen Tafeln mit den Namen der Opfer, die laut verlesen werden. Bei der Verlesung am 65. Jahrestag folgten israelische rechtsgerichteten Aktivisten mit dem Ruf: „Damn them!“ (Verflucht seien sie.)</em></strong></p>
<p>Deir Yassin Remembered (2011</p>
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		<title>Ein kleines (palästinensisches) &#8222;Wunder&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 May 2016 06:19:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Jahre Weinberg - Frühjar 2016]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute will ich nur eine kleine -sehr persönliche- Geschichte erzählen: Seit vergangenen Sonntag war ich im Gästehaus der Talitha Kumi Schule untergebracht. Ich habe schon mehrfach über diese Schule die vom Berliner Missionswerk geführt wird <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/ein-kleines-palaestinensisches-wunder/" title="Ein kleines (palästinensisches) &#8222;Wunder&#8220;">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute will ich nur eine kleine -sehr persönliche- Geschichte erzählen:</p>
<p>Seit vergangenen Sonntag war ich im Gästehaus der Talitha Kumi Schule untergebracht. Ich habe schon mehrfach über diese Schule die vom <a href="https://www.berliner-missionswerk.de" target="_blank">Berliner Missionswerk</a> geführt wird berichtet. Heute nun bin ich wieder &#8222;auf die andere Seite&#8220; nach Jerusalem gewechselt.<br />
Am vergangenen Sonntag habe ich von der Dormitio kommend noch ein Taxi benutzt, da ich noch schweres Gepäck hatte, da ich für den Weinberg 100 Büchlein des AphorismA-Verlages mit dem Interview <a href="http://marius-blog.de/blog/besuch-in-der-heimat/" target="_blank">mit Amal Nassar </a>mitgebracht hatte. Die Taxifahrt kostete 120 Shekel.</p>
<p><figure id="attachment_3029" aria-describedby="caption-attachment-3029" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3029" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Talitha-300x200.jpg" alt="altes Schultor von Talitha Kumi in Jerusalem" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Talitha-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Talitha-768x512.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Talitha-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3029" class="wp-caption-text">altes Schultor von Talitha Kumi in Jerusalem</figcaption></figure></p>
<p>Heute also bin ich mit dem palästinensischen Bus 231 gefahren der regelmäßig vom Damaskustor in Jerusalem nach Bethlehem fährt. Er hält unmittelbar am Schultor von Tanita Kumi. Die Fahrt kostet 7,5 (!) Shekel. In Jerusalem bin ich nun bis zur meiner Abreise am 19. Mai im <a href="http://www.deutsches-hospiz.de/de/" target="_blank">&#8222;deutschen Hospiz&#8220;</a> untergebracht. Hier war ich auch schon im hebst 2015 für einige Tage Gast. Es liegt ein wenig außerhalb der Altstadtmauern, in dem früher viele Deutsche (&#8222;Templer&#8220;) aus dem schwäbischen rahm angesiedelt haben. Deshalb nennt man dieses Gebiet in Jerusalem auch &#8222;Deutsche Kolonie&#8220;.</p>
<p>Nun aber komme ich zu der Geschichte die ich heute erzählen wollte. Ich war also hier angekommen und packte Miene Sachen aus. Irgendwann suchte ich nach meinem Geldbörse. Alles suchen half nichts, ich hatte sie wohl verloren, vermutlich im Bus, denn da hatte ich ja noch Geld für die Fahrkarte entnommen. Ich brauche keinem uzu erzählen welche Gedanken mir kamen, vor allem aber Ärger über die eigene Dummheit.</p>
<p>Ich machte mich sogleich auf den Weg zum Damaskustor (etwa 2 km von meiner</p>
<p><figure id="attachment_3030" aria-describedby="caption-attachment-3030" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3030" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Blicktalita-300x225.jpg" alt="Blick in ein schönes Tal von Talitha Kumi aus" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Blicktalita-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Blicktalita-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Blicktalita-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3030" class="wp-caption-text">Blick in ein schönes Tal<br />von Talitha Kumi aus</figcaption></figure></p>
<p>Unterkunft entfern). Dort ist der zentrale Busbahnhof. Dort wollte ich fragen.  Am Busbahnhof angekommen fragte ich den Fahrer der Linie 231 mit der ich auch gefahren war, sagte Uhrzeit und Haltestelle meiner Fahrt. Leider konnte ich nicht, wie gewünscht meine Fahrkarte zeigen, denn die war ja im Portmonee :-). Aber nachdem einige weitere Fahrer hinzugezogen waren, zeigte man mir den Bus (nebst Fahrer) mit dem ich vor einigen Stunden gekommen war. Als ich ihm von meinem Verlust erzählte, leuchteten seine Augen auf: ja er habe meine Geldbörse gefunden und schon in der kleinen Zentrale abgegeben. Könnt ihr Euch meine Reaktion vorstellen: wahrscheinlich nicht&#8230;</p>
<p>Ich habe den Busfahrer umarmt und ihn rechts und links einen Kuss auf die Wangen gedrückt: Erleichterung, totale Freude aber auch Rührung befielen mich gleichzeitig.</p>
<p>Eine wunderbare Geschichte von einem Land, von Menschen, die ich in nun mehr 4 Jahren, mit vielen Begegnungen kennen lernen dürfte.</p>
<p><figure id="attachment_3031" aria-describedby="caption-attachment-3031" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3031" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Kaktus-1024x683.jpg" alt="ein kleines Wunder" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Kaktus-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Kaktus-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2016/05/Kaktus-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3031" class="wp-caption-text">ein kleines Wunder</figcaption></figure></p>
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		<title>Talitha Kumi: „Mädchen, steh auf“ (Mk.5.41)</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/talitha-kumi-maedchen-steh-auf-mk-5-41/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2014 06:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Talitha Kumi]]></category>
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					<description><![CDATA[Mittlerweile bin ich nun schon 10 Nächte im Gästehaus von Talitha Kumi und habe mich dort in einem schönen Gebäude sehr wohl gefühlt. Hier und da hatte ich Kontakte zu Gruppen und Einzelpersonen die ebenfalls <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/talitha-kumi-maedchen-steh-auf-mk-5-41/" title="Talitha Kumi: „Mädchen, steh auf“ (Mk.5.41)">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile bin ich nun schon 10 Nächte im Gästehaus von Talitha Kumi und habe mich dort in einem schönen Gebäude sehr wohl gefühlt. Hier und da hatte ich Kontakte zu Gruppen und Einzelpersonen die ebenfalls zu Besuch in Israel&amp;Palästina sind. Das Gästehaus liegt auf dem Grundstück in dem sich auch der große Gebäudekomplex der gleichnamigen Schule Talitha Kumi befindet.           <a href="http://www.talithakumi.org/index.php" target="_blank">www.talithakumi.org/index.php</a></p>
<p>Schule und Gästehaus liegen oberhalb von Beit Jala, etwa 5 km von Bethlehem entfernt, in einem weitläufigen Park. Das Gästehaus liegt noch im C-Gebiet, (s<a title="Zonengebiet – Westjordanland" href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/">iehe hierzu auch meinen Beitrag Zonengebiete</a>), bietet daher die Möglichkeit das sich auf dem Gelände Gruppen/Einzelpersonen aus Israel (Juden) und Palästina treffen können. Das Gästehaus ist sehr modern eingerichtet und vor einem halben Jahr, nach umfangreichen Renovierungsarbeiten, wieder eröffnet worden. Vor dem Haus hält der Bus 21 der Bethelem/Beit Jala mit Jerusalem verbindet</p>
<p><figure id="attachment_2061" aria-describedby="caption-attachment-2061" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000946.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2061" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000946-300x225.jpg" alt="zum Schulbeginn die palästinensische Nationalhymne" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000946-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000946-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2061" class="wp-caption-text">zum Schulbeginn die palästinensische Nationalhymne</figcaption></figure></p>
<p>Da das Gästehaus mitten im Schulgelände liegt bekommt man zwangsläufig auch viel von dem Schulleben mit. Morgens zwischen 7.15 und 7.45 kommen die über 1000 Kinder, vielfach von ihren Eltern mit dem PKW gebracht, was auf und vor dem Schulgelände regelmäßig zu einem mittleren Verkehrschaos führt. Mittwochmorgens versammeln sich dann die Schüler/innen der älteren Jahrgänge auf dem Schulhof um gemeinsam die palästinensische Nationalhymne zu singen. Hier ist dann auf die „Kleiderordnung“ zu achten. Dazu gehört unter anderem: die Schuluniform, die Haare der Mädchen dürfen nicht offen sein, die Haare der Jungen dürfen nur ganz wenig Gel enthalten&#8230;&#8230;.</p>
<p>In den letzten Wochen gab es in der Schule größere Unruhen. Hintergrund war, dass man dem stellvertretenden Direktor, einem Palästinenser, gekündigt hatte. Die meisten palästinensischen Lehrer solidarisierten sich mit dem Entlassenen, es gab mehrere Tage wo der Unterricht wegen des Streiks der Lehrer ausfallen musste. Einmal „platzte“ ich am Eingangstor des Schulgeländes mitten in en Beginn eines „Demonstrationszuges“ der Schüler/innen. Im Moment scheint sich die „Lage“ beruhigt zu haben. Weitere Informationen zu diesem Konflikt, unter anderem auch eine Stellungnahme des Direktors an die Eltern, kann man der Homepage der Schule (unter Aktuell) entnehmen.</p>
<p>Im Übrigen haben hat auch Fatima mit ihren Schwestern diese Schule besucht, damals noch eine „reine“</p>
<p><figure id="attachment_2062" aria-describedby="caption-attachment-2062" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000728.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2062" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000728-300x225.jpg" alt="schönes Schulgelände" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000728-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000728-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000728.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2062" class="wp-caption-text">schönes Schulgelände</figcaption></figure></p>
<p>Mädchenschule. Der Schulbesuch hier bei den Kaiserswerther Diakonissen hat sie sicherlich für ihr weiteres Leben in besonderem Maße geprägt. Sie waren hier im Internat untergebracht und durften nur alle vier Wochen für einen Tag in das etwa 15 km entfernte Heimatdorf zu ihrer Familie kommen. Hier in Talitha Kumi hat sie auch die bekannte palästinensische Friedensaktivistin <strong>Sumaya Farhat</strong>&#8211;<strong>Naser (</strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sumaya_Farhat-Naser" target="_blank"><strong>de.wikipedia.org/wiki/Sumaya_Farhat-Naser</strong></a><strong>) </strong>kennen gelernt, mit der sie seit dem gut befreundet ist.</p>
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<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Gastbeitrag von Karim Sawalha</span></strong></p>
<p>Talitha kumi ( Mädchen steh auf)   die Friedensschule in Palästina</p>
<p>Die Friedensschule in Palästina, ein Begegnungsort für den Frieden.<br />
Diesen Titel hat die Schule nicht umsonst. Kinder mit unterschiedlichsten Religionen treffen sich, gehen miteinander zur Schule und spielen gemeinsam.<br />
Die Friedensschule liegt zwischen den Fronten.<br />
Dem sogenanntem ,,A“ Gebiet und ,,C“ Gebiet. Das sind die Zonen in die das Westjordanland eingeteilt ist. Die A Zone ist für die Palästinenser und die Zone C steht unter israelischer Kontrolle. Den Kindern merkt man nicht an, das es eine stressige Situation ist, alle haben ihren ganz normalen Tagesablauf.<br />
Die Morgenandacht mit den christlichen sowie auch muslimischen Kindern zeigt auch nochmal wie verbunden doch beide sind.<br />
<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000944.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2175" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000944-300x225.jpg" alt="P1000944" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000944-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/10/P1000944-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>In der Schule kann man die DIAP (Deutsche Internationale Abiturprüfung) und das einheimische Abitur Taujihr (توجيةر) machen. Der Unterricht im DIAP Zweig wird in drei Sprachen erteilt, in Deutsch, Arabisch und Englisch .<br />
Ich gehe für ein halbes Jahr in Talitha zur Schule und man gewöhnt sich hier sehr schnell ein.<br />
Die Kinder sind sehr offen und man wird sofort in die Gemeinschaft aufgenommen.<br />
Mir gefällt die Schule sehr gut, und ich würde mir wünschen das mehr deutsche Schüler hierher kommen könnten, um das zu erleben, was ich erlebe. Die Schule hat auch ein erstklassiges Gästehaus, das ich sehr empfehlen kann.</p>
<p>Karim Sawalha</p>
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