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	<title>Herbst 2019 &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>wer nicht mit dem Feinde spricht&#8230;..</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Dec 2019 07:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Tabgha]]></category>
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					<description><![CDATA[Das wichtigste (für mich) zuerst&#8230; Bin vorgestern am späten Abend gut in Düsseldorf gelandet. Da es derzeit keine Direktflüge von Düsseldorf nach Tel Aviv gibt musste ich mit der österreichischen Airline &#8222;Austrian&#8220;, mit Zwischenlandung in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wer-nicht-mit-dem-feinde-spricht/" title="wer nicht mit dem Feinde spricht&#8230;..">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<p>Das wichtigste (für mich) zuerst&#8230;</p>



<p>Bin vorgestern am späten Abend gut in Düsseldorf gelandet. Da es derzeit keine Direktflüge von Düsseldorf nach Tel Aviv gibt musste ich mit der österreichischen Airline &#8222;Austrian&#8220;, mit Zwischenlandung in Wien nach Düsseldorf fliegen. Hier war die Umsteigezeit (wie es wohl heute öfters vor kommt) so knapp kalkuliert, des es mein Koffer zunächst nicht geschafft hat den Flieger nach Düsseldorf zu erreichen. Habe aber soeben erfahren, dass der Koffer heute nachgeliefert wird, es kann also bald gewaschen werden&#8230;</p>



<p>Kommen wir zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben&#8230;</p>



<p>Ich hatte ja versprochen in diesem letzten Beitrag in diesem Kapitel &#8222;Herbst 2019&#8220; für mich, und damit auch für die Leser/Leserinnen meines Blogs, ein kleines Resümee dieser Tage in Jerusalem zu ziehen-</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4673" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000779-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Sabbat in Mea Shearim</figcaption></figure>



<p>Ich weiß nicht ob ihr es bemerkt habt&#8230;..<br>für dieses neue Kapitel &#8222;Herbstreise 2019&#8220; hatte ich auf meiner Startseite dieses Blogs eine neue Losung eingestellt. Ich habe dieses Mal ein Zitat der bekannten Jüdin Hannah Ahrendt genommen: </p>



<p><strong><em>Gewalt beginnt, wo reden aufhört</em></strong>. </p>



<p>Natürlich habe ich diesen Ausspruch von Hannah Ahrendt bewusst mit Bezug zur Situation hier, im Konflikt zwischen den Palästinensern und Israelis, genommen.  Seit Jahren gibt es nur selten Gespräche zwischen den streitenden Parteien. Gar keine Gespräche werden mit Vertretern der Hamas geführt, die im Gazastreifen das Sagen haben. Als Grund wird genannt: mit terroristischen Organisationen führen wir keine Gespräche. Waffenstillstandvereinbarungen, wie jüngst nach den Raketenangriffen vor 2 Wochen, werden nur über „Dritte“ meist mit Ägyptern geführt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4676" width="432" height="768" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-768x1365.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-864x1536.jpg 864w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-1152x2048.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_143532-scaled.jpg 1440w" sizes="(max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption>auch das fördert Hass und Gewalt: jüdische Häuser, beflaggt mit der Israel-Fahne im palästinensischen Teil der Jerusalemer Altstadt</figcaption></figure>



<p>Ich habe mich sehr gefreut, das die Auffassung, das Miteinander reden immer besser ist, gerade in diesen Tagen auch von einem prominenten Vertreter der israelischen Gesellschaft, zum Ausdruck gebracht wurde</p>



<p><strong>„Wer nicht mit dem Feind spricht, zahlt einen hohen Preis“</strong>&nbsp;sagte Efraim Halevy in einem <a href="https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/efraim-halevy-ehemaliger-chef-des-israelischen-geheimdienstes-mossad-wer-nicht-mit-dem-feind-spricht-zahlt-einen-hohen-preis-li.1773" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Interview mit der Berliner Zeitung (öffnet in neuem Tab)">Interview mit der Berliner Zeitung</a>, das am vorvergangenen Donnerstag (21.11.2019) veröffentlicht&nbsp;&nbsp;wurde. Halevy war viele Jahre Chef des israelischen Geheimdienstes Mossad.</p>



<p>Der Aufstieg der Hamas (arabisch für Begeisterung, Eifer und Kampfgeist), soll im Übrigen in den&nbsp;1980er Jahren von israelischen Behörden als Gegengewicht zur&nbsp;palästinensischen Befreiungsorganisation&nbsp;Fatah (arabisch Eroberung, Sieg)&nbsp;aktiv gefördert worden sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4674" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000794-80x60.jpg 80w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure>



<p>Mittwochs ohne</p>



<p>Bisher war es für mich unvorstellbar: ein Klosterleben ohne Gottesdienst.</p>



<p>Seit 1990 besuche ich meist einmal im Jahr für einige Tage ein Kloster um zur Ruhe zu kommen, oder wie man so „Neu-Deutsch“ zu sagen pflegt „Herunter zu fahren“. Es waren immer Klöster der Benediktiner (Münsterschwarzach im Frankenland und Meschede im Sauerland).&nbsp;</p>



<p>Und eben hier bei den Benediktinern auf dem Zionsberg. Sehr geholfen haben mir beim Ruhe finden immer die gemeinsamen Gebetsstunden, die am Tage verteilt, einem auch helfen, einen gewissen Tagesrhythmus einzuhalten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4675" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_161155-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>die Dormitioabtei (rechts) in der Abendsonne</figcaption></figure>



<p>Ich hatte davon gehört, dass es Pläne gibt, hier in der Dormitio,&nbsp;&nbsp;große dringend notwendige Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen vorzunehmen. Diese stehen nun unmittelbar bevor und werden wohl Monate, wenn nicht Jahre Zeit in Anspruch nehmen. Vor diesem Hintergrund sind am Montag in der vergangenen Woche einige der Mönche zur „Außenstelle“ in Tabgha am See Genezareth umgezogen. Hier auf dem Zion bleiben nun für die zeit der Renovierung, ständig nur 4-5 Mönche. Deshalb hat der Abt verfügt, dass es bezüglich der Gottesdienste Einschränkungen geben soll. Neben der morgendlichen Eucharistiefeier, die in Verbindung mit dem Morgengebet der Mönche, der Laudes gehalten wird, gibt es &#8222;nur&#8220; noch die Vesper am frühen Abend. Das Mittags- und das Nachtgebet entfallen bis auf Weiteres. Am Mittwoch ist ein gänzlich Gottesdienst freier Tag vorgesehen. Ich bin natürlich ein wenig enttäuscht, weil ich eben, wenn ich im Kloster bin, diese Gottesdienste gerne besuche. Aber ich kann es auch nachvollziehen, dass eine solch kleine Mönchsgemeinschaft, in der Woche auch Zeiten braucht um andere (auch) wichtige Dinge zu tun. Denn wenn einer oder mehrere von der (jetzt) kleinen Gemeinschaft, wegen einer unaufschiebbaren Verpflichtungen, nicht an der Gebetsstunde teilnehmen kann, wird es vielleicht schwierig, den Gottesdienst durchzuführen. So ist nun also der Mittwoch, an dem diese Verpflichtungen war genommen werden können, für das Klosterleben ein Sabbat Tag.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000650-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4671" width="384" height="512" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000650-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000650-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000650-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000650-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000650-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption>Minarett im Flüchtlingslager Anza in Bethlehem</figcaption></figure>



<p>Chor der Muezzime</p>



<p>Wenn man der Bibel glaubt, würde man in dieser Region eher einen „Chor der Engel“ erwarten&#8230;gerade jetzt um die Weihnachtszeit</p>



<p>Aber, scheinbar haben sich die Zeiten geändert:</p>



<p>Heute singen in dieser Region fünf Mal am Tag die „Chöre der Muezzins“. Wenn so zwischen 4 und 5 Uhr, am frühen Morgen, die Stille der Nacht ein jähes Ende nimmt, dann beginnen die muslimischen Sänger (ja es sind nur Männerstimmen zu hören) ihr „Tagewerk“. Hier auf dem Zionsberg schallt es aus allen Richtungen „Gott ist groß“</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4677" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000756-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Spaziergang am Sabbat </figcaption></figure>



<p>Mit Gedanken an meine Gefühle gerade am diesem Morgen des Sabbats, wo ich diese entspannte Leben in einem jüdischen Viertel in Jerusalem, mit all meinen Sinnen in mich aufgenommen habe, so entgegengesetzt waren beispielsweise meine Gefühle in den palästinensischen Viertel in (Ost-) Jerusalem, angesichts der oft &#8222;verwahrlos&#8220; wirkenden Strassen und Plätze in den sich der Müll &#8222;türmt&#8220;. Hier erscheinen die Gegensätze, wie die Menschen in einer Stadt leben (müssen), für den Besucher, wie mich, doch fast schon brutal. Schlimm ist aber für mich auch die Erkenntnis das es den Bewohnern (scheinbar) auch gleichgültig ist, in welchen Verhältnissen sie Leben. Das aber auch die politisch Verantwortlichen in Jerusalem, aber eben auch in der Westbank, an dieser Situation, das der Müll überall, im wahrsten Sinne, zu &#8222;Himmel stinkt&#8220;. nicht wirklich Maßnahmen ergreifen,  ist für mich ebenso unbegreiflich. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000608-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4680" width="384" height="512" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000608-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000608-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000608-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000608-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000608-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption>Isawiya: hier sieht es doch ganz moderat aus</figcaption></figure>



<p>Insgesamt habe ich, gerade in den vielen Gesprächen mit daoud und Fatima, die ihre eigene Situation eben sehr kritisch sehen können, verstanden, dass es neben den (großen)  Problemen, die die Besatzung mit sich bringen, eben auch viele Probleme git, für die Palästinenser die eigene Verantwortung tragen.</p>



<p>Noch etwas hat mich in diesen Tagen beschäftigt: <br>in der letzten Woche wurden alle Schulen im Westjordanland, aus Protest gegen die Schließung der Ost-Jerusalemer- Schulbehörde (durch die Israelis), bereits am Vormittag geschlossen. Keiner der Schüler wurde aber darüber informiert, was der Grund war. Für die Schüler war halt schulfrei, darüber wurde sich gefreut. Hätte nicht da eine Info-Veranstaltung zu diesem &#8222;Solidaritätsstreik&#8220; in der Schule, besonders den älteren Schüler/innen die Möglichkeit gegeben, etwas zu der Besatzungssituation zu erfahren. Viele der jungen Menschen, leben seit ihrer Geburt in den Verhältnissen, sie kennen nichts anderes, sie müssen das als &#8222;normal&#8220; empfinden. Vielleicht ein wenig vergleichbar mit der Situation der jungen Menschen, hier im Lande. Alle bis zum Alter von 30 jähren sind in einem (vereinten) Deutschland groß geworden. Hier gibt es zu mindestens ((auch in der Schule), entsprechende Informationsmöglichkeiten. Wie ich aus Gesprächen in Palästina weiß, sind solche Infos, über die Geschichte Palästinas im Lehrplan nicht vorgesehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000807-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4684" width="384" height="512" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000807-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000807-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000807-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000807-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000807-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption>und nun kommt auch noch der Nikolaus</figcaption></figure>



<p>wie bereits geschrieben endet nun meine aktive &#8222;Blogzeit&#8220;. Ich werde zur nächsten Gruppenfahrt vom 8. März 2020 an wieder die Bericht aus der Region Israel&amp;Palästina aufnehmen</p>



<p>Abschließend möchte ich sehr gerne uf die Weihnachtsaktion der Dormitio-Abtei hinweisen: <strong><em>Ich trage deinen Namen in der heiligen Nacht nach Bethlehem</em></strong>. </p>



<p>Mehr dazu findet ihr <a rel="noreferrer noopener" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)" href="http://www.dormitio.net/abtei/weihnachtsaktion/index.html" target="_blank">hier</a></p>
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		<title>In 21 Minuten zum Flughafen</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/in-21-minuten-zum-flughafen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 22:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Ein- und Ausreise]]></category>
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					<description><![CDATA[gestern habe ich vor den Studenten des theologischen Jahres und einigen weiteren Gästen über mein Engagement in dieser Region berichtet. Ausgangspunkt meiner Vortrages ist mein erster Aufenthalt auf dem Weinberg im April/Mai 2012. Zu diesem <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/in-21-minuten-zum-flughafen/" title="In 21 Minuten zum Flughafen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>gestern habe ich vor den Studenten des theologischen Jahres und einigen weiteren Gästen über mein Engagement in dieser Region berichtet. Ausgangspunkt meiner Vortrages ist mein erster Aufenthalt auf dem Weinberg im April/Mai 2012. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch mit diesem Blog begonnen. In meinem Vortrag versuche ich ich neben einer kurzen Einführung zur Geschichte dieses Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern am Beispiel des Weinberges die bedrückenden Themen, die diesen Konflikt kennzeichne, aufzuzeigen: Siedlung, Mauer, Flucht/Vertreibung, Landraub, die geteilte Stadt Jerusalem. Zum Schluss meines etwa 1 1/2 stündigen Vortrages zeige ich kleine Hoffnungszeichen auf. Gerne kann der geneigte Leser, die geneigte Leserin, mich gerne auch wegen eines solchen Vortrages in der eigenen Stadt, der eigenen Gemeinde, ansprechen.  </p>



<p><a href="https://marius-blog.de/mein-vortragsangebot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Mehr zu meinem Vortragsangebot findet man hier (öffnet in neuem Tab)">Mehr zu meinem Vortragsangebot findet man hier</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4661" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000799-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eingangshalle des neuen Bahnhofs in Jerusalem</figcaption></figure>



<p>Heute nun geht es wieder nach Hause<br>Zum ersten Mal soll es mit dem Zug von Jerusalem zum Airport nach Tel Aviv gehen. Lange wurde diese Strecke gebaut, man konnte bisher, bei der Autofahrt vom Flughafen nach Jerusalem, beobachten, wie der Bau voran ging. Nun ist also die Strecke fertig. Seit etwa 1 Jahr fahren die Zuge zum Flughafen. Die geplante durchgehende (und elektrifizierte) Strecke bis nach Tel Aviv ist noch nicht fertig. Wenn man also nach Tel Aviv will, muss man am Airport umsteigen.    </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4662" width="432" height="768" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-768x1365.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-864x1536.jpg 864w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-1152x2048.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_112917-scaled.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /><figcaption>mehr als 80 Meter geht es in die Tiefe</figcaption></figure>



<p><br></p>



<p>Das Besondere an der Yitzhak Navon Station, so heißt der neue Bahnhof, ist die extrem tiefe Lage der Bahnsteige. Die Bahnsteige befinden sich 80 Meter unter Straßenniveau, damit ist der Bahnhof in Jerusalem&nbsp;&nbsp;einer der tiefsten Bahnhöfe der Welt. In mehreren Etappen kommt man mit der Rolltreppe auf die unterste Ebene, wo sich&nbsp;&nbsp;insgesamt 4 Bahnsteige befinden. Insgesamt braucht man mit den verschiedenen Rolltreppen mehr als 5 Minuten bis man auf der untersten Station angekommen ist. Dort steht, der auch bei uns in Deutschland bekannte, rote Doppelstock Zug.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4660" width="768" height="432" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_113655-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<p>Pünktlich geht es los. Die ersten 10 Minuten verbringt man mit vielleicht 4 kurzen Unterbrechungen ausschließlich in einem Tunnel. Nach genau 21 Minuten erreicht man den Terminal 3 des Ben Gurion-Airport. Wirklich Super diese schnelle Verbindung</p>



<p>&#8230;und als wenn sich die Interviewer/innen in der Abflughalle nun auch diesem neuen Tempo angepasst hätten, war ich in Windeseile durch die ja, zumindestens bei mir, schon oft nervige Befragungssituation. Es ging nur darum ob ich den Koffer alleine gepackt hätte und ihn immer beobachtet habe. Dann noch ob ich im Handgepäck keine Pistole mitführe&#8230;und das war es dann aber auch schon.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4663" width="768" height="432" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191203_120609-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>einer der wenigen &#8222;Lichtblicke&#8220; in den ersten 10 Minuten</figcaption></figure>



<p>Eine letzte Frage zu den Kontrollen hier amFlughafen habe ich dann aber doch noch: Warum darf man hier ohne Beanstandung die Wasserflasche durch die Sicherheitskontrolle führen??</p>



<p>Morgen werde ich versuchen, ein kleines Fazit meiner Tage hier in Jerusalem zu ziehen. <br>Die nächste Reise mit einer Gruppe ist auch schon geplant: am 8. März 2020 geht es mit 21 Personen in diese schöne aber eben auch so komplizierte Region. Wie gewohnt werde ich auch dann wieder in diesem Blog berichten</p>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Das Recht des Machthabers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 20:30:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Daoud und Jihan Nassar]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Bisher habe ich mich zum Wetter ja nicht geäußert. Es gab ja auch keinen Grund. Jeden Morgen ging gegen halb sieben die Sonne auf und am Abend gegen halb fünf wieder unter. Es war jeden <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/das-recht-des-machthabers/" title="Das Recht des Machthabers">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Bisher habe ich mich zum Wetter ja nicht geäußert. Es gab ja auch keinen Grund. Jeden Morgen ging gegen halb sieben die Sonne auf und am Abend gegen halb fünf wieder unter. Es war jeden Tag schön warm, an manchen Tagen sogar über 20°C. Was will man Ende November dazu sagen. Ich habe das Wetter sehr genossen.</p>



<p>Heute habe ich in Jerusalem auch nochmal Fatima getroffen. Mit ihr, der Einheimischen durch den Bazar der Altstadt zu laufen ist für mich ein besonderes Erlebnis. Sie kennt all die angebotenen Waren und kann sie mir erklären.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4647" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000811-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>mit Fatima im Basar in der Jerusalemer Altstadt</figcaption></figure>



<p>Es hat sich in diesen Tagen bei mir noch vieles „angesammelt“, was ich bisher nicht in meinen Blogbericht gebracht habe. Ich möchte dies nun in meinen Tagesberichten heute und morgen „nachholen“&nbsp;</p>



<p><strong>Treffen mit Roni Hammermann</strong></p>



<p>Auch Roni Hammermann ist den LeserInnen meines Blogs schon sehr bekannt, seit Jahren besuche ich sie immer wieder auch mit meinen Gruppen. Wenn es eben geht besuche ich sie auch wenn ich, wie auch dieses Mal, alleine hier in Jerusalem bin. So war ich auch am vergangenen Mittwoch (27. November) zu Gast bei ihr zu hause.</p>



<p>Natürlich ging es bei unserem Gespräch, neben den Erfahrungen mit ihrer Menschenrechts-Beobachtungsgruppe „Machsom Watch“, auch um die aktuelle politische Situation hier im Lande. Sie ist, wie viele in Ihrem Freundeskreis ziemlich desillusioniert&nbsp;&nbsp;und beobachtet mit Sorge, wie sich der Ministerpräsident Nethanjahu an seine Macht klammert. Der Ausgang ist auch für sie ungewiss.</p>



<p>Mit ihrer Gruppe haben sie ein neues Info-Büchlein herausgegeben:&nbsp;<strong><em>Die Militärgerichtshöfe – Das Recht des Machthabers&nbsp;</em></strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4640" width="432" height="768" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-576x1024.jpg 576w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-169x300.jpg 169w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-768x1365.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-864x1536.jpg 864w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-1152x2048.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191202_085052-scaled.jpg 1440w" sizes="auto, (max-width: 432px) 100vw, 432px" /></figure>



<p>Seit 2006 macht die Gruppe <a href="https://machsomwatch.org/en/content/home-page" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="„Machsom Watch“  (öffnet in neuem Tab)">„Machsom Watch“ </a>Beobachtungen und schreiben Berichte über die Verhandlungen an den Militärgerichtshöfen.</p>



<p>Laut Covertext wollen sie mit diesem Büchlein zeigen wie die Sprache eine Weltanschauung prägt und reflektiert, in diesem Falle die Sprache der Militärgerichte, wenn sie palästinensische Angeklagte richtet, die unter Besatzung leben. Weiter heißt es da: Verschiedene Rechtssysteme für verschiedene Bevölkerungen sind für ein Apartheid System charakteristisch.</p>



<p><strong>Nochmaliges Treffen mit Daoud und seiner Frau Jihan</strong></p>



<p>Am Sonntag habe ich mich auch nochmal mit Daoud getroffen, dieses Mal begleitet von seiner Frau Jihan. Beide kamen von der Militärbehörde, es ging mal wieder (wen wundert es) um die Klärung der Landfrage. Fast nunmehr 30 Jahre dauert dieser Prozess um die Anerkennung des Landes nun schon an. Ein Termin in der letzten Woche, einen Tag vorher mit der Sachbearbeiterin vereinbart, musste ausfallen. Er war umsonst erschienen. Die „Dame“ hatte Urlaub und sie hatte es wohl am Tage zuvor nicht gewusst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4641" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_153746-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Johann und Daoud mit einem Teil der Unterlagen</figcaption></figure>



<p>So also heute den Termin, an einem für Christen wie es die Nassers sind, freien Sonntag. Es gab Fragen zu den Zeichnungen des staatlich anerkannten Vermessers. Eine Kennzeichnung des Grundstücks enthielt eine falsche Zahl. Daoud wurde aufgefordert sich mit dem Vermesser diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Auch soll er in der örtlichen Presse eine Anzeige aufgeben in dem er bekannt gibt, dass es beabsichtigt ist, das gekennzeichnete Land als besitz anerkennen zu lassen. 45 Tage besteht dann die Möglichkeit der palästinensischen Bevölkerung, gegen das Vorhaben Einspruch einzulegen. Das Gleiche Procedere soll dann auch der israelischen Bevölkerung (welcher und warum?) gewährt werden.</p>



<p>Aber auch aus einem solchen Vorgang kann Daoud positives gewinnen: Wieder ein kleiner schritt in Richtung unserem großen Ziel der Anerkennung unseres Landes</p>



<p><strong>Wenn man mit dem Taxi fährt&#8230;</strong></p>



<p>&#8230;.da kann man hier immer etwas erzählen.&nbsp;</p>



<p>Wenn ich nicht unbedingt ein Taxi brauche, versuche ich, wenn es irgend wie möglich ist, einen Bus zu nehmen oder zu Fuß zu gehen.   Aus gutem Grund, wie es sich bei meinem Besuch am vergangenen Freitag zur &#8222;Kairos-Konferenz&#8220; in Bethlehem, mal wieder gezeigt hat.</p>



<p>Denn wie an dem Tag, als ich nach Bethlehem zur Konferenz zum Kairos-Palestine-Papier wollte, und ich nicht genau wusste, wo der mir genannte Konferenzort ist, habe ich mal wieder ein Taxi genommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4645" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000637-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>am Checkpoint in Bethlehem: jeder will das ich mit ihm fahre</figcaption></figure>



<p>Um mich nicht gleich nach Gang durch den Checkpoint, wenn Dutzende „Fahrwillige“ auf einen stürzen und sich anbieten, den ersten Besten zu nehmen (und die traurigen Gesichter der anderen hinter mir zu spüren) bin ich erst mal weiter gegangen. Irgendwann hielt ein Taxi an, wie ich es erwartet hatte, und fragte ob ich Selbiges brauche, da bin ich dann eingestiegen. Ich zeigte ihm auf einem Papier den Namen des Veranstalters, leider ohne genaue Anschrift. Da er auch nicht wusste wi diese Einrichtung ihren Sitz hat und auch der englischen Sprache nicht mächtig war, hielten wir bei einer jungen Frau, die er augenscheinlich kannte und die Englisch konnte. Mit ihrer Hilfe konnten wir das Fahrziel genauer lokalisieren. Soweit so gut sollte man meinen, eben bis zu dem Augenblick wo die Frage aller Fragen kommt/kommen muss, wenn man nicht, was man immer tun sollte (ich aber wieder mal versäumt hatte) vorher der Fahrpreis vereinbart hat: Was kostet es? Die Antwort ist immer die gleiche: Was Du meinst&#8230;.Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen, was die Koste für bestimmte Distanzen angeht, gb ich ihm 20,- Schekel. Ich hätte ein Foto machen mögen von seinem (beleidigten) Blick. Er schüttelte heftig mit dem Kopf, murmelte etwas von zu wenig und das seine Familie unterstützt werden müsse. Ich gab ihm 10 Schekel mehr, verabschiedete mich mit vielen Grüßen auch an die Familie und eilte zur Konferenz&#8230;.. <br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4649" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000805-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Jerusalemer Taxis am Damaskustor</figcaption></figure>



<p>Noch ein Nachtrag: <br>Heute habe ich am Jaffa-Gate, also in Jerusalem, wegen eines Taxis zum Zentralen Busbahnhof gefragt. Er sagte mir nicht den Preis sondern wollte wissen wo ich anschließend hinfahren wollte. Als ich sagte zum Flughafen, meinte er, dass würde bei ihm 100,-Schekel kosten. Den Preis zum nahen Busbahnhof hat er mir nicht genannt&#8230;..</p>
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		<title>Macht hoch die Tür, die Tor macht weit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 18:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Leser/innen meines Blogs werden dieses Advendtslied kennen. Vielleicht haben sie es, wie ich, heute morgen im Gottesdienst auch gesungen. Die Leserschaft kann sich sicherlich denken, an welche Türen ich heute morgen beim Singen dieses <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/macht-hoch-die-tuer-die-tor-macht-weit/" title="Macht hoch die Tür, die Tor macht weit">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Viele Leser/innen meines Blogs werden dieses Advendtslied kennen. Vielleicht haben sie es, wie ich, heute morgen im Gottesdienst auch gesungen. Die Leserschaft kann sich sicherlich denken, an welche Türen ich heute morgen beim Singen dieses Liedes auch denken musste, bin ich doch in den letzten Tagen immer wieder durch den israelischen Checkpoint nach Bethlehem gegangen. Bevor ich mir aber, im Zusammenhang mit dem Checkpoint, zu den Menschen Gedanken mache, die täglich durch diesen Checkpoint zur Arbeit nach Israel müssen, möchte ich noch einige Gedanken zum Gottesdienst loswerden.<br>Ich konnte wieder einmal an einem wunderschönen Sonntagsgottesdienst teilnehmen, der auch deshalb besonders unter die Haut ging, weil eine Gast-Chola, die lateinischen Gesänge des Gottesdienstes gefühlvoll intonierte. Bisher kannte ich es nur wenn die Mönche, verstärkt durch einige Gäste die Choräle sangen. Heute nun eine vierköpfige Gruppe, die (Teilweise) auch in Jerusalem wohnt, aber zu Auftritten in alle Welt reist, vor allem noch Südamerika.  Mehr zu der Gruppe auch <a rel="noreferrer noopener" href="http://harpadei.com/de/home-de/" target="_blank">unter</a></p>



<p>Wen die Musik interessiert kann den Trailer hier herunterladen. <br></p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/Ego-sum-Alpha-et-Omega-Trailer.mp3">Ego-sum-Alpha-et-Omega-Trailer</a><a href="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/Ego-sum-Alpha-et-Omega-Trailer.mp3" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4627" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000790-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eingang zum Ausgang</figcaption></figure>



<p>Und nun zum Checkpoint und den in der Regel männlichen Arbeitern, die sich jeden morgen durch die „Schleusen quälen. Vor einigen Jahren war ich persönlich dabei am frühen Morgen um 5 Uhr und habe erlebt was es bedeuten, zu solch früher Zeit in Schlange zu stehen um zur Arbeit nach Israel zu gelangen. In der letzten Zeit ist der Durchgang, vor allem wenn man aus Israel zurück kommt, etwas verbessert worden, aber es bleibt dabei, es ist schon ein besonders bedrückendes Erlebnis, wenn man durch diese Gebäude mit seinen langen Gängen, seinen Drehkreuzen muss.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000791-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4628" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000791-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000791-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000791-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000791-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000791-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>auf dem Weg nach Bethlehem</figcaption></figure>



<p>Vor einigen Wochen habe ich in der, der Leserschaft schon bekannten israelischen Zeitung Haaretz, von der ebenfalls bekannten Amira Hass einen Beitrag zur derzeitigen Situation der palästinensischen Arbeiter in Israel gelesen.</p>



<p>Da schreibt Frau Hass, dass sich nach 52 Jahren Besatzung die palästinensische Wirtschaft in großer Abhängigkeit von der israelischen befindet. Im Westjordanland und im Gazastreifen gibt es zu wenige Arbeitsplätze. Daher überqueren täglich etwa 70.000 Palästinenser die Kontrollstellen ins israelische Kernland, um dort zu arbeiten. Sie sind, im Vergleich zu der arbeitenden israelischen Bevölkerung meist schlecht bezahlt und erhalten in der Regel keine Sozialleistungen. Folgt man einem aktuellen Bericht der israelischen Nationalbank ist es häufig so, dass etwa ein Drittel dieser Arbeiter einem Vermittler Geld zahlen, damit sie an die notwendige Arbeitserlaubnis kommen. Laut diesem Bericht zahlten diese Arbeiter in 2018 im Durchschnitt 6.000,-€, also insgesamt 120 Millionen Euro (480 Mio Schekel), nur um Zugang ins Kernland Israel zu bekommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4629" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000792-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Drehkreuze</figcaption></figure>



<p>Wenn Arbeiter wegen Krankheit, Inhaftierung oder anderen Gründen nicht zur Arbeit kommen können,&nbsp;&nbsp;verkaufen sie ihre Arbeitserlaubnis auf einer Art Schwarzmarkt. Kleine Firmen handeln mit solchen Erlaubnissen und erzielen damit 2018 Gewinne von 122 Millionen Schekel (ca. 30 Mio Euro) Eine Arbeitserlaubnis zu verkaufen ist illegal. Die israelischen Behörden verfolgen das aber nicht, weil der israelische Bausektor und die Landwirtschaft von billigen und gut ausgebildeten Arbeitern abhängig ist</p>



<p>Zum Vergleich: Laut dem palästinensischen Amt für Statistik liegt der durchschnittliche Tageslohn im Westjordanland und im Gazastreifen bei 22 € (87,- Schekel). Die Arbeiter in Israel verdienen das 4-5 fache des Durchschnittslohn in Palästinamanche Spezialisten auch noch mehr<br><br>Neben den Arbeitern, die mit einer Erlaubnis durch die Checkpoints kommen, gibt es wohl auch eine große Schar von Palästinensern die illegal über die eben nicht an allen Stellen gesicherte Grenze nach Israel gelangen. Oft übernachten sie auf den Baustellen und kehren nur zum Wochenende nach Hause zurück.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4630" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/P1000793-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>der Eingang auf der Bethlehemseite</figcaption></figure>



<p>Hier noch ein aktueller Nachtrag zu meinem Beitrag von Freitag in dem ich auf den UNO&nbsp;&nbsp;Teilungsbeschluss vom 29. November 1947 hingewiesen habe.&nbsp;</p>



<p>Zur Erinnerung in den dem Beschluss angehangenen Verlautbarungen heißt es in Kapitel 2 Punkt 8:</p>



<p><em>Die Enteignung von Land, das sich im Besitz eines Arabers in dem jüdischen Staat (eines Juden in dem arabischen Staat) befindet, ist nicht zulässig, es sei denn, für öffentliche Zwecke. Bei allen Enteignungen wird von der Entziehung des Eigentums eine volle Entschädigung geleistet, die der Oberste Gerichtshof festsetzt</em></p>



<p>Hierzu eine Pressemeldung vom gleichen Tag (29.11.) :</p>



<p>Israelische Bulldozer haben am 28. November 2019 große Teile des palästinensischen Ackerlandes westlich des Dorfes Husan, das sich in der Nähe der Stadt Bethlehem im Westjordanland befindet, zerstört, so ein lokaler Beamter. Hassan Breijeh, Leiter des lokalen Siedlungsausschusses, sagte, dass israelische Streitkräfte einen Bulldozer in den al-Sillam-Bereich westlich von Husan (Nachbardorf von Battir, Anmerkung von mir)) eskortierten, wo die schweren Maschinen riesige Teile des Kulturlandes der Dorfbewohner von Husan vernichtete.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4631" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/12/20191201_095450-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>am Davidsgrab: am morgen danach, alles schläft</figcaption></figure>



<p>Und noch ein Nachtrag zu meinem Beitrag zur „Sabbatruhe“</p>



<p>Als ich gestern Morgen Pater Elias begeistert von dem Sabbatbeginn am Freitagnachmittag erzählte, sagte er noch: warte mal ab das dicke Ende kommt noch. Heute weiß ich was er meinte, wenn er dabei sagte: bei vielen staut sich bei der Sabbatruhe etwas auf. Nicht nur das zum Samstagabend die Geschäfte und Restaurant „überquellen“. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände der Dormitio liegt nach Meinung der Juden das Grab von David. Hier hat sich eine Gruppe jüdischer (vor allem junger) Aktivisten gefunden, die mit vielerlei Aktivitäten, den für sie besonderen Platz noch besonders machen wollen. Dazu gehört auch, dass mit Abschluss des Sabbats es eine Art Open Air Disko gibt. Bis um Mitternacht schallt durch die offenen Räume, mit großen Lautsprechern unterstützt, (sehr) laute jüdische Musik. Naja irgendwann war dann Mitternacht und ich bin eingeschlafen</p>
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		<title>Sabbatruhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2019 19:13:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute denke ich: Wie schnell vergeht eine Woche, hier wie überall auf der Welt. Aber hier in Israel, gerade aber in der besonders jüdischen Stadt Jerusalem gibt es einmal in der Woche ein besonderes Phänomen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/sabbatruhe/" title="Sabbatruhe">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute denke ich: Wie schnell vergeht eine Woche, hier wie überall auf der Welt. Aber hier in Israel, gerade aber in der besonders jüdischen Stadt Jerusalem gibt es einmal in der Woche ein besonderes Phänomen, der Sabbat! Er beginnt mit dem Sonnenuntergang.In der Stadt kehrt wirklich Ruhe ein. Schon gestern Abend, gegen 17 Uhr, bei meiner Rückkehr aus Bethlehem habe ich es ein wenig verspürt. Der Verkehr auf den Straßen hatte merklich abgenommen, kein (israelischer) Bus des Jerusalemer Nahverkehrs fährt mehr, für mich entsteht ein Gefühl wie ich es nur vom Nachmittag des „heiligen Abends“ kenne. Aus der Hetze vor den Festtagen, dem Stress des letzten Tages, der letzten Stunden bevor das große Fest beginnt&#8230;. gerade bei uns ist es ja an diesem 24. Dezember besonders stressig, da für das Weihnachtsessen die frischen Sachen, die bestellt waren, abgeholt werden müssen und vielleicht noch die letzten Geschenke gekauft werden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4610" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000765-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Sabbatruhe auf der berühmten Jaffastraße</figcaption></figure>



<p>Dann zum Nachmittag wenn die Ruhe einkehrt bei uns daheim&#8230; so ist es hier jeden Freitagnachmittag&#8230;.und es hält an bis zum Sonnenuntergang am späten Samstagnachmittag, heute um 17:14. Ja die Zeiten, wann der Schabbat beginnt sind genau festgelegt. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Hier kann man schauen (öffnet in neuem Tab)" href="https://de.chabad.org/calendar/candleLighting_cdo/locationId/247/locationType/1/jewish/Candle-Lighting.htm" target="_blank">Hier kann man schauen</a> wann die Zeiten in allen großen Städten dieser Welt sind. Zu Sabbatbeginn wird auch die Zeit angegeben an denen die Sabbat-Kerzen entzündet werden (40 Minuten bevor der eigentliche Sabbat beginnt (gestern um 15:55)</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4611" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000748-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>in der &#8222;German-Kolonie&#8220;</figcaption></figure>



<p>So habe ich mich dann heute morgen aufgemacht, noch ein wenig vorn der Sabbatruhe aufzunehmen. Ich bin zunächst in die „German-Kolonie“ gegangen, wo ich schon des Öfteren im deutschen Hospiz bei den Schwestern der Borromäerinnen Quartier gemacht habe. In diesem Viertel waren vor 100 und mehr Jahren <a rel="noreferrer noopener" aria-label="die „Templer“, (öffnet in neuem Tab)" href="http://allaboutjerusalem.com/de/article/die-deutsche-kolonie-jerusalem" target="_blank">die „Templer“,</a> eine evangelische Gruppe aus Baden Württemberg, ansässig. Das Viertel ist geprägt von schönen Häusern mit vielen Blumen, von denen sogar jetzt, einen Tag vor dem 1. Advent, noch einige schön blühen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4612" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000750-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein altes Haus der &#8222;Templer&#8220;</figcaption></figure>



<p>Es ist ja nicht nur der fehlende Verkehr, der diese besondere Stimmung am Sabbat hier in Jerusalem ausmacht. Die Menschen, denen man auf der Straße begegnet wirken irgendwie „entschleunigt“. Man bummelt in kleinen Gruppen, hat meist schöne Feiertagskleidung an und ist dabei nicht laut. Viele scheinen auf dem Weg zu oder von der Synagoge zu sein. Die Männer tragen eine Tasche mit dem weißen Gebetsschal Andere sitzen entspannt auf ihrem Balkon oder auf der Terasse. Hier und da hört man, dass Lieder gesungen werden. Andere Beschallung durch Radio oder dergleichen, fehlt gänzlich. Ich muss sagen ich genieße diese Stimmung in „vollen Zügen“, habe alle meine Poren weit geöffnet.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4613" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000760-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Frühstück am Sabbat</figcaption></figure>



<p>Kein Restaurant hat geöffnet&#8230;oder doch: ganz in der Nähe des jüdischen Marktes sind zwei Cafes geöffnet und alle Tische sind besetzt. Es scheinen in dieser so jüdischen Stadt also auch noch vereinzelte Menschen zu geben, die sich an die Sabbatruhe nicht so halten.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4614" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000774-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>in Mea Shearim</figcaption></figure>



<p><br>Die Stimmung ändert sich merklich als ich in das Ultra-Orthodoxe-Viertel Mea Shearim komme. Straßensperren und entsprechende Verbotsschilder sorgen dafür, dass hier&nbsp;&nbsp;am Schabbat und auch an den anderen Feiertagen, auch bestimmt kein Auto fährt. Hier sind alle Menschen ziemlich schwarz gekleidet. In der Regel gehen hier die Männer zusammen und die Frauen mit den Kindern. Viele schieben Doppel-Kinderwagen. Ich empfinde hier, wie aber auch zu anderen Zeiten, dass es eine&nbsp;&nbsp;eine gewisse Anspannung bei den Menschen gibt die einem begegnen. Wenig Fröhlichkeit, wenig lachen herrscht hier vor, selbst bei den kleinen Kindern. Diese gucken mich, den Fremden, lediglich angstvoll an. Alles hier wirkt hier arm und schmuddelig. Viel Müll und Abfall liegt auf den Straßen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000781-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000781-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000781-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000781-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000781-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000781-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Familienausflug am Sabbat</figcaption></figure>



<p>Von den Menschen wird man im Übrigen, dass muss ich insgesamt feststellen, nicht richtig war genommen. Das ist in dem Orthodoxen-Viertel nicht anders als&nbsp;&nbsp;in der „German-Kolonie“. Nur ein einziger hat mir dort den Gruß Sabbat-Schalom entgegengebracht.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4618" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000777-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wandzeitung</figcaption></figure>



<p>&#8230;und auf einmal war es mit der Sabbat-Ruhe vorbei. Ich näherte mich der großen Straße, die die Grenze bildet zwischen der Altstadt und dem Westteil von Jerusalem. Motorengebrumm, harte Bässe aus den Autos, sicher der verkehr war geringer als an einem Werktag, aber hier geht man jetzt besser auf einem Bürgersteig.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4619" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000788-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Boy-Group</figcaption></figure>



<p>Um 14 Uhr wollte ich Fatima am Damaskustor treffen, der Schabbat ist für mich vorbei, für die israelischen Juden dauert er noch knapp 4 Stunden.</p>



<p>Leider hat es nicht geklappt mit den Treffen am Damaskustor. Fatima ließ mich telefonisch wissen, dass ihr der Durchgang am Checkpoint verwehrt wurde. So bin ich also wieder mal „auf die andere Seite“, wo Fatima auf mich wartete. Normalerweise können Personen über 60 ohne Visum nach Jerusalem (Israel) einreisen. Warum es heute nicht geklappt hat, keiner weiß es. Auch warum die Busse, die die Palästinenser zum Checkpoint brachten, 200m vor dem Übergang von der Polizei angehalten wurden und alle Insassen im Bus ihre Ausweise vorzeigen mussten..?&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-4620" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-1024x768.jpeg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-300x225.jpeg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-768x576.jpeg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-678x509.jpeg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-326x245.jpeg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q-80x60.jpeg 80w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/n7ruI18Q.jpeg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>den ersten Weihnachtsengel in Bethlehem gesehen</figcaption></figure>



<p>Keiner weiß es, es wird von den Palästinenser/innen als Schikane abgetan, scheinbar stoisch hingenommen ohne sich größer darüber aufzuregen.<br>Wie sagte Fatima zu diesem Verhalten der Palästinenser/innen ganz sinnig: „<em>Nicht blind sein, aber ruhig manchmal die Augen zumachen dass hilft einem den aufkommenden Ärger besser zu ertragen“</em></p>
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		<title>10 Jahre Kairos Palestine:</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2019 19:31:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 11. Dezember 2009&#160;wurde in Bethlehem ein leidenschaftlicher Aufruf palästinensischer Christinnen und Christen veröffentlicht. Der Aufruf sollte selbst inmitten „der palästinensischen „Katastrophe” als ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe verstanden werden. Der <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/10-jahre-kairos-palestine/" title="10 Jahre Kairos Palestine:">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 11. Dezember 2009&nbsp;wurde in Bethlehem ein leidenschaftlicher Aufruf palästinensischer Christinnen und Christen veröffentlicht. Der Aufruf sollte selbst inmitten „der palästinensischen „Katastrophe” als ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe verstanden werden. Der Appell wurde in Anlehnung an einen ähnlichen Aufruf, den südafrikanische Kirchen 1985 auf dem Höhepunkt der Unterdrückung unter dem Apartheidregime erlassen hatten, „Kairos Palästina“ genannt. Der damalige Aufruf hatte Kirchen und Weltöffentlichkeit aufgerüttelt und zu konzertierten Aktionen veranlasst, die die Apartheid letztlich beendet haben. Ich habe den Link zum Wortlaut des Papiers schon länger in meinem Blog unter der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Sparte „Christen“ eingestellt (öffnet in neuem Tab)" href="https://marius-blog.de/kairos-palastina/" target="_blank">Sparte „Christen“ eingestellt</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000738-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4598" width="384" height="512" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000738-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000738-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000738-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000738-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000738-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption>Hinter dieser schönen Kirche fand im Herzen von Bethlehem die Konferenz statt</figcaption></figure>



<p>Es war eher ein Zufall, das gerade in den Tagen, in denen ich wieder „vor Ort“ bin, in Bethlehem in Erinnerung an 10 Jahre „Kairos Palestine“ eine internationale Konferenz stattfindet. In den Räumen des Annadwa International Center of Bethlehem, das der evangelischen Weihnachtskirche in der Altstadt von Bethlehem angegliedert ist, trafen sich heute mehr als 150 Teilnehmer/innen aus aller Welt. Das Programm sah vor, dass sich nach den üblichen Begrüßungsworten, so u.a. vom Bürgermeister von Bethlehem, zunächst verschiedene Redner zur politischen Entwicklung, in den letzten 10 Jahren, in Palästina und in Israelin äußerten. Am Nachmittag wurde in einem 2. Panel, die (Aus) Wirkungen/Entwicklung in der Kirche am Beispiel der USA, Südafrika, England und Indien aufgezeigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4599" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191129_153355-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein Redner aus England &#8222;prangerte&#8220; die &#8222;Verfehlungen des US-Präsidenten Trump an</figcaption></figure>



<p>Leider war kein Vertreter/in aus Deutschland auf dem Podium. Es wäre für mich besonders interessant gewesen, die deutsche Entwicklung in beiden christlichen Kirchen (katholisch und evangelisch) kommentiert zu bekommen.&nbsp;</p>



<p>Mein Eindruck in den letzten Jahren ist der, dass sich beide Kirchen mit dem Papier schwer tun. Vor allem der Passus, in dem die Boykottbewegung BDS unterstützt wird ist vielen kirchlichen Vertretern in Deutschland „ein Dorn“ im Auge. Wohl gibt es seit 2012 eine <a href="http://kairoseuropa.de/kairos-palaestina-solidaritaetsnetz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="deutsche Gliederung zu Kairos (öffnet in neuem Tab)">deutsche Gliederung zu Kairos</a>, die seit der Gründung alle 2 Jahre auf dem evangelischen Kirchentag einen Thementag zum israelisch-palästinensischen Konflikt organisiert. Allerdings war es bisher nicht möglich diese Veranstaltung auf dem „offiziellen“ Kirchentag durchzuführen. Auch dies zeigt meiner Meinung nach, die indifferente Haltung der „offiziellen“ (in diesem Fall der evangelischen) Kirche deutlich.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4600" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000742-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>auf den Straßen wurden zum Nachmittag schon wieder die ersten Geschäfte getätigt</figcaption></figure>



<p>Die Auswirkungen in den genannten Ländern, glaubt man den Redner/innen war schon spürbar anders. Alle hat der Beitrag einer irischen Parlamentsabgeordneten beeindruckt, die per Video zugeschaltet wurde. Gerade in Irland scheint die Unterstützung für Palästina besonders groß zu sein. Beifall brandete auf als das Bild gezeigt wurde in dem man sah, dass die palästinensische Fahne über dem irischen Parlamentsgebäude wehte.</p>



<p><a href="https://marius-blog.de/يسيرون-ولا-يكلون-sie-werden-laufen-und-nicht-muede-werden/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Hier kann man die Abschluss-Erklärung die zum Abschluss der Konferenz von den Teilnehmer/innen einstimmig beschlossen wurde, lesen. (öffnet in neuem Tab)">Hier kann man die Abschluss-Erklärung die zum Abschluss der Konferenz von den Teilnehmer/innen einstimmig beschlossen wurde, lesen.</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000739-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4601" width="384" height="512" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000739-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000739-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000739-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000739-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000739-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption>auch zum Haarschneiden, mit moderner Frisur, geht man am islamischen &#8222;Sonntag&#8220;</figcaption></figure>



<p>Das diese Veranstaltung am heutigen 29. November stattfand kam im Übrigen nicht von ungefähr. Dieser Tag wird seit Jahren ,weltweit, als internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk begannen.&nbsp;Am 29. November 1947 beriet die UN-Generalversammlung darüber und erließ&nbsp;mit 33 zu 13 Stimmen eine Resolution über die Teilung des Landes. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_für_Palästina" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Der Teilungsplan (öffnet in neuem Tab)">Der Teilungsplan</a> sprach von zwei in dem Territorium zu errichtenden Staaten: einem jüdischen und einem arabischen.&nbsp;I</p>



<p>Ich habe schon des Öfteren aus dem Büchlein&nbsp;&nbsp;<strong><em>„Recht ströme wie Wasser“</em></strong>, in meinem Blog zitiert. Am heutigen 29. November steht folgender Auszug aus dem Papier der Vereinten Nationen, das den Teilungsplan begleitet:</p>



<p><strong>Resolution 181 der Vereinten Nationen:&nbsp;</strong></p>



<p>Teilungsplan für das Palästina-Mandat<br>Kapitel 2: Religiöse Rechte und Menschenrechte</p>



<p>2. Zwischen den Einwohnern wird keinerlei Unterschied gemacht aufgrund der Rasse, der Religion, der Sprache oder des Geschlechts.<br><br>8. Die Enteignung von Land, das sich im Besitz eines Arabers in dem jüdischen Staat (eines Juden in dem arabischen Staat) befindet, ist nicht zulässig, es sei denn, für öffentliche Zwecke. Bei allen Enteignungen wird von der Entziehung des Eigentums eine volle Entschädigung geleistet, die der Oberste Gerichtshof festsetzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4603" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000634-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gilo erbaut auf Grund und Boden der palästinensischen Stadt Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Das schöne und lesenswerte Büchlein &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220; ist im&nbsp;<a href="http://www.aphorisma.eu/">AphorismA-Verlag</a>&nbsp;erschienen, kann für 10,-€ in jeder Buchhandlung erworben oder beim Verlag bestellt werden.</p>
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		<title>Wanderung durch das Al-Makhrour-Tal</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/wanderung-durch-das-al-makhrour-tal/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 18:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Battir]]></category>
		<category><![CDATA[Häuserabriss]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkulturerbe]]></category>
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					<description><![CDATA[Weltkulturerbe mit einem kleinen und einem großen Problem Heute an einem wieder Mal schönen sonnigen tag bin ich durch das wunderschöne Al-Makhrour-Tal gewandert. Alle die schon einmal in der Region waren und durch den Tunnel, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wanderung-durch-das-al-makhrour-tal/" title="Wanderung durch das Al-Makhrour-Tal">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p><strong>Weltkulturerbe mit einem kleinen und einem großen Problem</strong></p>



<p>Heute an einem wieder Mal schönen sonnigen tag bin ich durch das wunderschöne Al-Makhrour-Tal gewandert. Alle die schon einmal in der Region waren und durch den Tunnel, von Jerusalem kommend in Richtung Beit Jala gefahren sind kennen den wunderschönen Anblick aus dem Bus. Gleich hinter dem zweiten Tunnel (nach dem ersten kommt das ebenso schöne Cremisantal), sieht man es auf der rechten Seite. Ich habe wieder den 231 Bus genommen und bin wie gestern gleich nach dem Straßencheckpoint ausgestiegen. Vor Jahren bin ich den Weg durch das Tal schon einmal, allerding von Battir nach Beit Jala. Nun also in die umgekehrte Richtung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4583" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000721-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>traumhafte Landschaft</figcaption></figure>



<p>Es gab, neben der Erwartung, an ein wunderschönes Naturerlebnis und der wieder mal „himmlischen“ Ruhe die mich dort erwartete einen weiteren Grund, dass ich hier hin wollte.</p>



<p>Im September hatte mich jemand auf einen langen Beitrag (wieder mal) in der Haaretz, und wieder Mal von der israelischen Redakteurin Amira Hass, die in Ramallah lebt und schon oft bemerkenswerte Beiträge geschrieben hat. Da die Zeitung in englischer Sprach erscheint, habe ich mit erlaubt eine Übersetzungshilfe in Anspruch zu nehmen. Der Beitrag, den ich in der Spalte <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Gastbeiträge in meinen Blog (öffnet in neuem Tab)" href="http://marius-blog.de/die-geschichte-des-restaurants-der-familie-qassiyeh-im-al-makhrour-tal/" target="_blank">Gastbeiträge in meinen Blog</a> übernommen habe, war übertitelt mit:&nbsp;<em>Israels Zermürbungskrieg an einer christlich-palästinensischen Stadt<br></em>In dem Beitrag geht es um den (dritten!) Abriss eines Restaurants in eben diesem Tal. Sehr schnell merkte ich, das es sich um das gleiche Restaurant handeln musste, von dessen (ersten) Abriss ich bei meinem ersten Aufenthalt <a href="http://marius-blog.de/blog/aktuell-zerstoerung-eines-restaurants-bei-beit-jala-durch-israelische-streitkraefte/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="im Mai 2012 (öffnet in neuem Tab)">im Mai 2012</a> von Faten Mukarker aufmerksam gemacht wurde. Damals bin ich mit Faten einige Tage nach dem der Abriss vollzogen war, dort vor Ort gewesen, habe mit den noch nach konzernierten Menschen gesprochen. Ich habe bei meinen Vorträgen immer dieses Restaurant als ein Beispiel dafür genommen, dass in den C-Gebieten, selbst auf eigenem Grund und Boden Bauanträge in der Regel abgelehnt werden. Wenn dann gebaut wird droht der Abrissbefehl und irgendwann der Abriss. Die Kosten dafür muss der betroffene im Übrigen selbst zahlen. Nun ist dieses Restaurant zum 3. Mal abgerissen worden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4584" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000717-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>in Sichtweite: die Siedlung Har Gilo</figcaption></figure>



<p>Amira Hass hat gut recherchiert und ist einer ziemlich unglaublichen Geschichte auf die Spur gekommen. Es geht in diesem Konflikt eben nicht nur um Palästinenser und israelische Siedler, hier spielt auch das Problem zwischen Christen und Moslems hinein, die in diesem Fall auch noch Flüchtlinge waren. Da es eine lange Geschichte ist, möchte ich in diesem meinem Tagesblog nicht auf die Einzelheiten eingehen. Der Beitrag kann, wie geschrieben, unter der Spalte Gastbeiträge gelesen werden. Es bleibt aber festzuhalten, Auslöser war das Vorgehen der Siedler, die in Sichtweite der Siedlung Har Gilo auf der anderen Talseite, einen weiteren Hügel, der bisher ausschließlich von Palästinensern genutzt wurde, scheinbar legt erworben haben und nun mit einer einfachen Bebauung mitten in die palästinensischen Grundstücke &#8222;gezwängt&#8220; haben. Da das Restaurant in unmittelbarer Nähe dieses „Außenpostens&#8220; liegt, und scheinbar sehr gut durch die Bevölkerung frequentiert wurde, liegt es Nahe, dass sich die Siedler durch den Besucherverkehr gestört fühlten. Ein kleiner Hinweis an die Militärbehörde hat dann sicherlich schon gereicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4585" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000715-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>hier begann meine Wanderung</figcaption></figure>



<p>Nun will ich mich mal meiner Wanderung zuwenden. Nachdem es wegen der sehr verkehrsreihen Straße 6ß noch recht laut war, wurde es, je mehr ich mich in das tal bewegte ruhiger. Hier und da sah ich einige Palästinenser die in ihren meist kleinen Garten-Grundstücken Gartenarbeit errichteten. Der weg, wo ich das nun abgerissene Restaurant vermutete, war abgesperrt und mit einem Schild versehen, dass hier der Durchgang verboten sei. Etwa 100 m von dieser (gesperrten) Einfahrt entfernt sah ich ein großes schwarzes Zelt, davor mächtige Strohballen. Ohne das es dort angeschrieben stand, war ich mit ziemlich sicher, dass es sich her um das neu-erworbene Areal der jüdischen Siedler handeln musste. Leider sah ich keinen Menschen dort, aber wie auf Bestellung kam plötzlich ein Militärfahrzeug um die Ecke.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4586" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000716-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>hier passiert Größeres: der Beginn einer neuen Siedlung</figcaption></figure>



<p>Ich ging nun weiter ins Tal hinein, irgendwann endete der weg an einem Zaum, als „alter Pfadfinder habe ich mich dann querfeldein bewegt, bis ich auf einen neuen, gut gestalteten Weg traf den ich bis Battir (insgesamt bin ich knapp 2 Stunden gewandert) gehen konnte. Immer wieder folgte der Weg dem geschwungenen Tal, immer wieder erfreute ich mich an der klaren Luft, der Stille, wenn überhaupt unterbrochen durch den schönen Gesang der Vögel. Irgendwann begegnete ich auch einer Kleinen Ziegenherde, die mit Hirten und Esel den Genuss dieser Wanderung weiter steigerten. Wie beschreibt Amira Haas in ihrem Beitrag das Tal:<br><em>Al-Makhrour ist ein landwirtschaftliches Gebiet von etwa 3.000 Dünen (740 Hektar), das durch alte Terrassen, Olivenhaine, Weinberge, Obstbäume, archäologische Stätten und ein traditionelles Bewässerungssystem gekennzeichnet ist. Es verfügt über alte landwirtschaftliche Steinstrukturen, klare Luft und &#8222;das beste Olivenöl Palästinas&#8220;.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4587" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000724-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>kleine &#8222;Schandflecken&#8220; vor großer Kulisse</figcaption></figure>



<p>Ich kann das geschriebene nur unterstreichen. Wenn es nicht doch immer wieder diese „Schandflecken“ gegeben hätte die ich der Leserschaft in einem Bild zeigen werde, wäre es wirklich paradiesisch zu nennen. Obwohl es (scheinbar) eine Behörde gibt, die auch dafür sorgt das Infotafeln Erklärungen zur Natur und den Tieren geben, sorgen sie sich scheinbar nicht um den vielen Unrat. Schade&#8230;.!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4588" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000732-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Blick auf die Bahnstrecke Tel Aviv &#8211; Jerusalem</figcaption></figure>



<p>Battir hatte ich auch schon öfters besucht und beschrieben, zuletzt war ich im März hier, damals allerdings bei wolkenbruchartigen Regenfällen.</p>



<p>Ein schöner Ort, geprägt durch die in Terrassen angelegten Gemüseflächen und im Tal zieht die Eisenbahn von Jerusalem kommen ihre Spur durch eine wunderbare Bergwelt. In einem schönen Kaffee, mit direktem Blick auf die schöne Terassenwelt und einem leckeren palästinensischen Nationalgericht: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="„Shakshuka“ (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.essen-und-trinken.de/rezepte/59533-rzpt-shakshuka-pochierte-eier-tomatensauce" target="_blank">„Shakshuka“</a> lies ich es mir bei einem frischen Saft aus Orangen und Granatapfel gut gehen. Es kann einem wahrlich schlechter gehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4589" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000736-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Shakshuka &amp; mehr</figcaption></figure>



<p>Zurück ging es mit einem der orangenen Taxi-Busse über Bethlehem, das etwa 12 km von Battir entfernt ist<br><br></p>
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		<title>Berg der Hoffnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2019 19:40:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Für mich fing alles im April 2012 auf dem Weinberg an. Seit dem hat mich das Thema Israel&#38;Palästina, aber vor allem die Menschen hier nicht mehr losgelassen. Dieser Blog gibt Zeugnis von meinem Engagement. So <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/berg-der-hoffnung/" title="Berg der Hoffnung">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Für mich fing alles im April 2012 auf dem Weinberg an. Seit dem hat mich das Thema Israel&amp;Palästina, aber vor allem die Menschen hier nicht mehr losgelassen. Dieser Blog gibt Zeugnis von meinem Engagement.</p>



<p>So ist es nur natürlich, dass ich bisher bei all meinen Besuchen immer auch den Menschen auf dem Weinberg einen Besuch abgestattet habe.</p>



<p>So war es denn auch heute wieder soweit. Ich hate mich mit Daoud Nassar an einer bestimmten Stelle, in der Nähe einer Unterführung am Straßencheckpoint Beit Jala für 9:00 Uhr verabredet.&nbsp;</p>



<p>Um 9:10 kam der über 30 Jahre alter rote Mercedes 200 D von Daher Nassar den Berg „heraufgekrochen“. Er wusste zwar das ich kommen würde, war aber ganz überrascht mich an dieser Stelle stehen zu sehen, hatte ihm doch Daoud nichts von der Verabredung gesagt. So bin ich dann eben, nach einer ganz herzlichen Begrüßung, mit ihm die etwa 10 km zum Weinberg gefahren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4568" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000685-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein Schul- und Kräutergarten</figcaption></figure>



<p>Dort oben (auf über 900 m) pfiff , zwar bei Sonnenschein, ein starker und nicht gerade warmer Wind. Ich erinnerte mich direkt an meinem ersten Aufenthalt, damals 2012 für 5 Wochen: auch da gab es Tage da musste man seine Kappe, und die trug ich auch schon damals, immer gut „festzurren“</p>



<p>Auf dem Gelände des Weinberge kamen uns zahlreiche Hunde und eine junge Französin entgegen. Sie ist derzeit die einzige Volontärin hier und dass auch nur für wenige Tage. Auf meine Frage, ob sie sich denn nicht auch ein wenig gefürchtet hat, alleine in der Nacht hier auf dem großen Gelände (über 44 ha). Doch es wäre schon ein wenig komisch gewesen. Nachher erzählte mir Daoud, dass er und Daher in den Monaten (Dezember und Januar) wo in der Regel es keine Freiwilligen gibt (es sei aber auch in dieser Zeit bei oft kaltem und feuchtem Wetter nicht viel zu tun) auf dem Weinberg schlafen würden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4573" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000684-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>ein neues Gewächshaus ist &#8222;in Betrieb&#8220;</figcaption></figure>



<p>Ansonsten war es hier oben wie immer, herrliche Aussichten in alle Richtungen, eine „himmlische“ Ruhe, viel Grün überall. Daoud meinte zu mir, dass mittlerweile mehr als 80% des Weinberges bewirtschaftet seien.</p>



<p>Wie als wollte er seine Aussage unterstreichen pflanzte er gleich 3 kleine Olivenbäume um. Eine Gruppe, die , wie viele anderen Gruppen die den Weinberg besuchen, auch, hatte diese Bäumchen gepflanzt, allerdings, so der erfahrene Farmer Daoud an einer nicht so günstigen Stellen. Er wusste, dass an bestimmten Stellen hinter den Felsblöcken, die Erde relativ locker und ohne Fels bzw. Stein ist. So war ich also live bei einer Pflanzaktion dabei.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4571" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000694-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Da der neu gepflanzte Baum direkt einen Wasserguss benötigt, erfuhr von Daoud auch, dass es mittlerweile 24 Zisternen hat, die, nach Lesart der Militärbehörde illegal sind und schon häufiger mit einem Abrissbescheid belegt wurden. Allerding ist es bis heute (Gott sei Dank) bei dem Bescheid, also der Androhung geblieben.</p>



<p>Überhaupt beißen sich die zuständigen Behörden an dem Verhalten der Besitzer des Weinberges „die Zähne“ aus. In dem schon fast 30 Jahre dauernden gerichtlichen Streit um&nbsp;&nbsp;die Anerkennung des über 100 Jahre alten Kaufvertrages, gab es für die Familie Nassar zwar immer wieder neue Auflagen: so das Gelände neu zu vermessen, eine neue Karte zu erstellen, die Nachbarn seines Grundstück um Zustimmung zu bitten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4572" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000700-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wasser ist knapp auf dem Weinberg, daher gibt es &#8222;Kompost&#8220;-Toiletten</figcaption></figure>



<p>Auch hat es die Familie alles in allem mehr als 100 Tausend Dollar an Anwalts- und Gerichtskosten gekostet, eine Entscheidung steht bis heute aus. Aber der Weinberg ist immer noch im Besitz der Familie.</p>



<p>Und er findet Anerkennung in aller Welt. Nicht nur das immer mehr Menschen den Weinberg besuchen. In diesem Jahr waren es (die offizielle Zählung steht noch aus) mehr als 10.000 Menschen aus aller Herren Länder, die dem Weinberg und seinen Menschen einen Besuch abgestattet haben. Heute waren zwei junge Männer aus Toronto/Kanada vor Ort und machten ein halbstündiges Video-Interview mit Daoud. Vor einigen Wochen erschien in der <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/westjordanland-zeit-der-ernte-zeit-des-aergers-1.4664176" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Süddeutschen Zeitung (öffnet in neuem Tab)">Süddeutschen Zeitung</a> ein großer Beitrag zur Olivenernte</p>



<p>Dazu kommt die Anerkennung durch die Politik und Kirche.</p>



<p>So wurde Im vergangenen Jahr Daoud Nassar der deutsch-französische Menschenrechtspreis verliehen. 2018 waren der Baden Württembergische Ministerpräsident Kretschmar und das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche zu Besuch auf dem Weinberg.</p>



<p>Im Juni diesen Jahres war ich dabei, als Daoud auf dem Katholikentag in Dortmund, vor über 500 beeindruckten Zuhörer/innen, von seinem Weinberg berichtet hatte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4574" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000711-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>&#8222;Berg der Hoffnung&#8220; in der noch warmen Novembersonne</figcaption></figure>



<p>Immer wenn ich Daoud bei seinen Vorträgen höre, hier auf dem Weinberg wenn ich mit Gruppen dort bin, oder aber auch in Deutschland in Schulen und Kirchengemeinden, spüre ich seinen&nbsp;&nbsp;Worten seinen „Spirit“: „Ich gebe nicht auf, setze Fakten mache immer weiter“.</p>



<p>Damit reißt er alle mit und macht vielen hier große Hoffnung.</p>



<p>Ein kleiner Nachtrag:</p>



<p>Zum ersten Mal bin ich vom Weinberg mit einem israelischen (Siedler-) Bus direkt nach Jerusalem gefahren. Man kann ohne Probleme an einer normalen Haltestelle an der Straße 60, die das Westjordanland vom Norden nach Süden durchquert, in diese Busse steigen. Am Straßencheckpoint bei Beit Jala, wo die Palästinenser, wenn sie mit &#8222;ihrem&#8220; Bus von Bethlehem kommend, nach Jerusalem fahren, müssen alle aussteigen und werden kontrolliert, ob sie ein entsprechenden Ausweis haben, der sie als Bürger von Jerusalem kennzeichnet, fährt der israelische Bus ohne Kontrolle durch.<br>An einer Haltestelle in Jerusalem stieg ein junger Mann aus, aus seiner Gesäßtasche lockte ein Revolver&#8230;&#8230;</p>
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		<title>Fatima: „Ein Land ohne Kontrollen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2019 19:34:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
		<category><![CDATA[Im Magdolin]]></category>
		<category><![CDATA[Wallad off Hotel]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute hatte ich mich mit Fatima (im Magdolin) in ihrem Heimatort Zaatara im Westjordanland verabredet. Die „erfahrene“ Leser/innenschaft meines Blog kennt diese wunderbare Frau, die ich 2014 kennengelernt habe, aus einer Vielzahl von Berichten in <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/fatima-ein-land-ohne-kontrollen/" title="Fatima: „Ein Land ohne Kontrollen“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute hatte ich mich mit Fatima (im Magdolin) in ihrem Heimatort Zaatara im Westjordanland verabredet. Die „erfahrene“ Leser/innenschaft meines Blog kennt diese wunderbare Frau, die ich 2014 kennengelernt habe, aus einer Vielzahl von Berichten in diesem Blog.&nbsp;</p>



<p>Kaum hatte ich das Klostergelände verlassen, sprach mich ein Mann an und wollte wissen, wie spät es sei. Ich wies auf die gut sichtbare Turmuhr der Dormitio-Abtei. Er ließ mich verstehen, dass er auf diese Uhr nicht schauen möge. Er hat das nicht begründet, ich habe aber auch nicht nachgefragt, vermutete aber aus religiösen Gründen. Er fragte mich dann wo ich herkäme und als er hörte aus Germany berichtete er das seine Großeltern und Eltern in Bochum gelebt haben. Sie sind dann nach Polen „gegangen“ (ich vermute im Rahmen der Judenverfolgung dorthin verbracht worden. Seine Eltern seien später nach Israel ausgewandert, er ist hier in Jerusalem geboren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4552" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000618-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Turmuhr </figcaption></figure>



<p>Ich hatte mich mit Fatima an der Geburtskirche in Bethlehem verabredet.</p>



<p>Es gibt zwei Möglichkeiten dorthin zu gelangen. Mit dem palästinensischen Bus über den Straßencheckpoint, durch Beit Jala nach Bethlehem oder (diese Variante habe ich heute gewählt) mit dem palästinensischen Bus 2344 bis zum Checkpoint 2000. Im verlauf der letzten jahre sind die Busse immer moderner geworden, auch gibt es zahlreiche Haltestellen wo sich die Busse der palästinensischen und&nbsp;&nbsp;der Jerusalemer Verkehrsbetriebe treffen. Israelischen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4554" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000635-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>vor der Mauer</figcaption></figure>



<p>Ich hatte mich für diesen Weg vor allem deshalb entschieden, weil ich mal wieder die „sinnliche“ Erfahrung machen wollte, zu Fuß durch den Checkpoint zu gehen. Man muss allerdings sagen, dass der Weg von (West-) Jerusalem ins Westjordanland normalerweise relativ einfach ist. Man wird nicht kontrolliert, geht durch 3-4 Drehkreuze und schon ist man auf „der anderen Seite“. Will man aber nach Israel (Jerusalem) hinein, gerade beim großen Andrang der palästinensischen Arbeitskräfte am frühen Morgen, kann es schon mal eine Stunde und mehr dauern, Interessant fand ich, dass an der Stelle wo man in das Gebäude der Grenzanlage geht, um nach Bethlehem zu kommen, ein Schild mit der Aufschrift „Exit“ steht, Ausgang aus Israel also.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4553" width="512" height="384" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000636-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>auf der anderen Seite</figcaption></figure>



<p>„Draußen“ wird man dann von zahlreichen geschäftstüchtigen Taxifahrern „überfallen“ die gerade bei einer einzelnen Person ihr Geschäft wittern. Nicht nur die Orte in Bethlehem, wohin der Tourist so hinzugehen hat werden angepriesen, auch ein Trip nach Hebron oder auch zum Toten Meer ist im „Programm“. Auch wenn ich abwehre, weil ich zu Fuß gehen möchte und kein Interesse an einer Besichtigung habe geben sie keine Ruhe.</p>



<p>Ich denke dass sie alle dringend eine Fahrt brauchen um „über die Runde“ zu kommen.&nbsp;&nbsp;An der Mauer rund um das <a href="http://walledoffhotel.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="&quot;Wallad off Hotel&quot; (öffnet in neuem Tab)">&#8222;Wallad off Hotel&#8220;</a>, von dem ich schon häufiger berichtet habe, sind wieder viele neue, oft sehr witzige Graffiti angebracht. Mir gefiel das besonders gut, welches Bezug nimmt zu den Plänen des US-Präsidenten, an der Grenze zu Mexiko auch eine Mauer bauen zu lassen.</p>



<p>Ich habe mich der Geburtskirche durch den schönen Bazar genähert, in dem sich im Übrigen wenig Touristen „verirren“. Es ist schon interessant auf die vielen Kartons mit Waren zu schauen, die vo den Geschäften gestapelt sind. Viele kommen aus China, aber ich sah auch solche mit Reis aus Indonesien, Nüsse aus Kalifornien, aber auch Hähnchen aus dem heimischen Ramallah.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4555" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000662-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>großer Weihnachtsbaum vor der Geburtskirche</figcaption></figure>



<p>Auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche sind die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest in vollem Gange. Der große Weihnachtsbaum steht schon, zahlreiche Lichterketten wurden gerade angebracht.</p>



<p>Auf der Fahrt mit Fatima zu ihrem Haus nahm ich wieder schmerzlich die unglaubliche Verschmutzung war ,mit der man überall in Palästina konfrontiert wird. Überall liegt Plastik und sonstigem Abfall am Straßenrand und keinen scheint es zu kümmern. Das habe ich bei meiner reise durch den Iran gänzlich anders erlebt. Dort herrschte Sauberkeit im ganzen Land. Ich sprach darüber mit Fatima. Sie meinte spontan: Wir leben in einem Land ohne Kontrolle. Nicht alles ist Israel schuld. Unsere Regierung kann wegen der Besatzung nicht viel machen, was sie aber machen könnte, tut sie nicht. Bespiel: für Sauberkeit im Land zu sorgen. Sie nannte noch ein anderes Beispiel das zeigt, was gerade in den C-gebieten, wo es keine Polizei gibt (weder israelische noch palästinensische) so alles passiert. Da fahren Vielen, oft auch Minderjährige ohne Führerschein, mit Autos, die für billiges Geld in Israel gekauft werden. Diese (illegalen) Fahrzeuge haben weder Versicherung noch sind sie technisch zugelassen. Häufig komme es zu Unfällen oft mit Verletzten und auch Toten. Und es kümmert scheinbar keinen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="4000" height="3000" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000671.jpg" alt="" class="wp-image-4556"/><figcaption>immer wieder berauschend anzuschauen:<br> die judäische Wüste direkt hinter dem Haus von Fatima</figcaption></figure>



<p>Als mich Fatima zurück nach Bethlehem zum Bus bringen wollte, hielten wir noch in Zaatara bei einer jungen Frau mit einem Kind an. Die Frau war mit einer kleinen Schafsherde unterwegs. Fatima ist ausgestiegen und hat mit der Frau gesprochen. Sie bat mich von der Frau und dem Kind ein Foto zu machen. Auf der fahrt nach Bethlehem erzählte sie mir die Geschichte der Frau. Sie ist die (Zweit-) Frau des Sohnes ihrer Schwester, also die Frau ihres Neffen. Dieser hat bereit mit seiner ersten Frau 3 Kinder und nun mit dieser Frau ein Kind, mit dem 2. ist sie (sichtbar) schwanger. So weit aber eben nicht so gut. Ich hatte ja schon häufiger von Ehen mit einer zweiten oder sogar dritten Frau gehört. In diesem Fall aber aber gibt es eine (für mich) unglaubliche Geschichte. Die erste Frau lehnt diese (2.) Frau ab, droht dem Mann ihn zu verlassen. Das hat zur Folge, dass diese (zweite) Frau, aber wohl auch ihr das Kind, vom Neffen von Fatima oft misshandelt wird. </p>



<p>Sie ist sich selbst überlassen, nur ganz selten kommt der Mann zu ihr. Er zwingt sie jeden Tag mit den Schafen zu gehen, das Kind muss auch dabei sein. Wenn Fatima ihre Schwester anspricht, die im Übrigen dieses Enkelkind noch kein Mal gesehen hat, ist dies &#8222;nur beleidigt&#8220;. Fatima und ihre anderen Geschwister, versuchen dieser Frau zu helfen, haben auch schon Geld gesammelt, müssen es ihr, wie auch Verpflegung, immer heimlich zustecken, da sonst gewalttätige Reaktionen des Vaters gegenüber Frau und Kind befürchtet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-4561" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-1024x576.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-768x432.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-1536x864.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-2048x1152.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/20191126_160628-678x381.jpg 678w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>hilflose Fatima<br>bedauernswertes Schicksal von Mutter und Kind</figcaption></figure>



<p> Meine erste Reaktion, sie soll sich von diesem Mann trennen, greift wohl aber aber nicht. Die Frau stammt aus einer ganz armen Familie, zu der kann sie nicht zurück. Alleine leben geht hier nicht. Jetzt hofft sie das 2. Kind ein Junge wird, der für ihre Zukunft bessere Aussichten verspricht, so Fatima. Ich hatte ich mal davon gehört, dass es in dieser Region so etwas wie ein Frauenhaus gäbe. Ich werde mich erkundigen und ggf. Fatima diesen Tipp noch übermittel.</p>



<p>Ich schreibe ja oft von den schwierigen Verhältnissen, die durch die israelische Besatzung für die palästinensische Bevölkerung hervorgerufen wird. Dabei wird leicht vergessen, dass es hier, wie in vielen anderen arabischen Staaten auch, gerade für die Frauen oft ganz andere, wie ich finde, schlimme und erniedrigende Probleme gibt.</p>
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		<title>Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2019 18:43:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Herbst 2019]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Ost-Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlungen]]></category>
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					<description><![CDATA[In den letzten Wochen war das Thema israelische Siedlungen für alle Medien, weltweit, der „Aufmacher“ . Leider ging es bei den Schlagzeilen jedoch nicht darum, eine für die betroffenen Palästinenser gefundene Lösung mitzuteilen. Das Gegenteil <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/siedlungen-im-westjordanland-und-ost-jerusalem/" title="Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In den letzten Wochen war das Thema israelische Siedlungen für alle Medien, weltweit, der „Aufmacher“ . Leider ging es bei den Schlagzeilen jedoch nicht darum, eine für die betroffenen Palästinenser gefundene Lösung mitzuteilen. Das Gegenteil war der Fall: der US-Amerikanische Außenminister teilte der Weltöffentlichkeit einen grundsätzlichen Wandel&nbsp;&nbsp;der Einstellung der amerikanischen Politik, bezogen auf die, bisher als völkerrechtswidrig und damit illegal bezeichneten, bis zu 200 israelischen Siedlungen:&nbsp;<br><em>&#8230;.die Siedlungen im Westjordanland seien nicht unbedingt &#8222;völkerrechtswidrig&#8220;, wie die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und der Internationale Gerichtshof festgestellt haben</em></p>



<p>Die Trump-Regierung hatte bereits mit ihrer Entscheidung von vor zwei Jahren, Jerusalem als Hauptstadt von Israel anzuerkennen, die gemeinsame Haltung der westlichen Staaten zu dieser Frage verlassen. Es folgte die ebenfalls alleinige Entscheidung, die israelische Annexion der Golanhöhen anzuerkennen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4543" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000621-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gilo</figcaption></figure>



<p>Ich habe in diesem Blog schon des Öfteren über die Siedlungen berichtet, darüber das viele auf Grund und Boden der Palästinenser erbaut sind, darüber, dass es häufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und den in der oft engen Nachbarschaft wohnenden Palästinensern kommt. Oft „angezettelt&#8220; durch Siedlergruppen, die in der Regel, wenn es dann zu gewalttätigen Auseinandersetzung kommt, vom israelischen Militär „beschützt“ werden. Da diese Siedlungen ausschließlich im C-Gebiet (siehe hierzu auch unter der Spalte &#8222;Geschichte&amp;Historie&#8220; das Kapitel &#8222;Zonengebiet-Westjordanland&#8220;)) errichtet sind, führt dies in der Konsequenz auch dazu, dass Bauanträge der palästinensischen Bewohner, für den Neubau von Gebäuden auf eigenem Grund und Boden in aller Regel durch die israelische Militärverwaltung abgelehnt werden. Wenn dann illegal gebaut wird, erfolgt mit ziemlicher Sicherheit ein Abrissbefehl.&nbsp;</p>



<p>Mit dieser neuen „Haltung“, bekommt Israel bezüglich der Siedlungen auf palästinensischen Grund einen gewichtigen Fürsprecher. Diese amerikanische Fürsprache betrifft im Übrigen auch die in Ostjerusalem errichteten Stadtteile. Hier leben mittlerweile über 200.000 jüdische Bürger gegenüber 340.000 Bewohner mit palästinensischen Wurzeln.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4544" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-1536x1152.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-2048x1536.jpg 2048w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-678x509.jpg 678w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-326x245.jpg 326w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000623-80x60.jpg 80w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Blick von Gilo auf das palästinensische Beit Jala</figcaption></figure>



<p>Heute habe ich die Siedlung Gilo besucht, mit deren Bau&nbsp;&nbsp;auf dem Grund des palästinensischen Städtchen Beit Jala, gleich nach dem Ende des 6-Tagekrieges 1967 begonnen wurde. Dieser Stadtteil am südlichen Rand von Jerusalem hat mittlerweile fast 30.000 Einwohner. Immer wieder hat es in den verschiedenen Bauabschnitten heftigen Protest aus aller Welt, so auch aus Amerika gegeben (zuletzt&nbsp;&nbsp;2009), genützt hat es nichts.</p>



<p>Welche großen Unterschiede bemerkt der Besucher zwischen dem Zustand eines jüdisch israelischen Stadtteils und eben, wie von mir gestern besucht, ein palästinensischer Stadtteil in Ostjerusalem. Hier enge Bauweise dort großzügig angelegte Häuser. Hier viel Unrat auf den Straßen dort eine Sauberkeit die besticht. Das hat sicherlich&nbsp;<strong>nicht nur</strong>&nbsp;mit dem drastischen Unterschied der finanziellen Unterstützung durch die Stadtkasse zu tun. Aber es fehlen oft die regelmäßige Müllabfuhr, es wird für wenig Grün gesorgt und eben auch die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist mehr als mangelhaft.</p>



<p>Wie bekannt, hat Israel einseitig, die besetzten Gebiete im Osten der Stadt Jerusalem annektiert, das heißt seinem Staatsgebiet gleichwertig zugeordnet. Nicht nur bei der finanziellen Ausstattung hört die Gleichwertigkeit aber auf.</p>



<p>Heute habe ich auch Michal getroffen, die in den letzten Jahren meine Gruppen in Israel als sach- und fachkundiger Guide begleitet hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000630-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4545" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000630-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000630-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000630-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000630-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000630-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>alte Bahnstrecke, neu gestaltet</figcaption></figure>



<p>Sie wird auch bei der nächsten geplanten Reise, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="siehe unter Verschiedenes, (öffnet in neuem Tab)" href="http://marius-blog.de/blog/begegnungsfahrt-im-fruehling/" target="_blank">siehe unter Verschiedenes,</a> meine Gruppe begleiten. Wir haben uns, wie schon öfters am alten Bahnhof getroffen. Dieser liegt unterhalb der Altstadt. Bis hier hin fuhren die Züge von Jaffa. Die Bahn wurde auch mit deutscher Hilfe um 1920 errichtet. Seit einigen Jahren endet die Bahnstrecke etwa 5 km früher. Die Stadtverwaltung hat die nun stillgelegte Strecke als einen schönen Fuß- und Fahrradweg ausgebaut. Ich bin diesen wunderschönen Weg heute, bei wärmender Nachmittagssonne, nun schon zum zweiten Mal gegangen. Ein wirklich schönes Erlebnis, welches aber auch lehrreich ist, da auf der Strecke viele Erklärungen zum Bau, aber auch zu den angrenzenden Grundstücken gegeben werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000632-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4546" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000632-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000632-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000632-1152x1536.jpg 1152w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000632-1536x2048.jpg 1536w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2019/11/P1000632-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>&#8222;Endstation&#8220;</figcaption></figure>
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