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	<title>Abrahamspfad &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Eine weitere Etappe auf dem Abrahams Pfad: von Ma Saba nach Nabi Mussa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Apr 2017 20:24:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Beduinen]]></category>
		<category><![CDATA[Ma Saba]]></category>
		<category><![CDATA[Wüste]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele der Leser meines Blogs werden sich erinnern: im Herbst 2015 bin ich sieben Etappen des Abraham Pfades in Palästina gegangen: von Rumanah im Norden bis Nablus und zwei Etappen im Jordantal: von Auja bis <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/eine-weitere-etappe-auf-dem-abrahams-pfad-von-ma-saba-nach-nabi-mussa/" title="Eine weitere Etappe auf dem Abrahams Pfad: von Ma Saba nach Nabi Mussa">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele der Leser meines Blogs werden sich erinnern: i<a href="http://marius-blog.de/blog/wandern-auf-den-spuren-abrahams/" target="_blank">m Herbst 2015</a> bin ich sieben Etappen des Abraham Pfades in Palästina gegangen: von Rumanah im Norden bis Nablus und zwei Etappen im Jordantal: von Auja bis Jericho und rund um das St. Georgs-Kloster im Wadi Kelt. Insgesamt ist der Abrahams Pfad in der Westbank 321 Kilometer und geht bis nach Hebron, wo Abraham mit seinen Söhnen Jakob und Isaak nebst seinen Frauen begraben ist.</p>
<p>Nachdem ich gestern schon mal ein Stück der Etappe von Bethlehem nach Tekoa bis ins Artas-Tal mit seinem schönen katholischen Kloster “zum Verschlossen Garten“ gegangen war, wollte ich heute die Wüstenetappe vom Ma Saba-Kloster zu der in der Nähe von Jericho gelegenen mamlukischen Moschee Nabi Mussa gehen. <a href="http://marius-blog.de/abrahamspfad-i-von-romana-nach-nablus/" target="_blank">Hier ist eine Übersicht zum Abrahams Pfad</a>. Auf dem Weg haben mich Anja, Karim und Emad begleitet.</p>
<figure id="attachment_3389" aria-describedby="caption-attachment-3389" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3389" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kidron-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3389" class="wp-caption-text">das schöne Kidron-Tal mit schmutzigen Wasser</figcaption></figure>
<p>Insgesamt ist der Weg 19 km lang, auf Anraten unseres Guides haben wir eine etwas kürzere Strecke genommen. Das Wetter heute war für eine (Stein-)Wüstenwanderung genau richtig. Es waren 18 °C vorausgesagt und es wehte ein kräftiger (und kühlender) Wind. Vom Kloster Ma Saba sind wir erst auf der Höhe entlang des von Jerusalem kommenden Kidrontales gefolgt. Hier fließen in 150 Meter Tiefe die schmutzigen und ungeklärten Wasser der Gemeinden Bethlehem und Beit Sahur sowie zahlreicher israelischer Siedlungen. Entsprechend kommt aus dem Tal eine nicht immer angenehm riechende Luft. Die steilen Felsen, die senkrecht abfallen sind für den Betrachter schon sehr imposant.<br />
Schon bald kamen wir an den ersten Beduinencamps vorbei. Sie leben hier seit Hunderten von Jahren unter einfachen Verhältnissen. Sie haben Ziegen und auch Hühner, stellen Handarbeiten zum Verkauf her. <a href="http://marius-blog.de/blog/zehntausende-beduinen-sollen-zwangsumgesiedelt-werden/" target="_blank">Wie alle Beduinen</a> im Westjordanland sind sie der israelischen Militärverwaltung ein Dorn im Auge. Oft werden ihre einfachen Behausungen zerstört, aber sie bauen sie wieder auf.</p>
<p>Schon bald sollten wir merken, dass noch immer die jüdische Pessach-Woche andauert, also heute am Freitag ein Feiertag ist und die Menschen zum Ausflug ruft. Das ganze Gebiet der Jerusalemer-Wüste ist durchzogen von Pisten auf denen 4-Radfahrzeuge auf „Abenteuer-Tour“ gehen können. So war es auch heute, überall führen die schweren Autos, auch Motorräder und verdarben uns so ein wenig das Gefühl der Wüste, wo man ja Stille erwartet und Menschenleere. Es war schon etwas bizarr, dort die Ziegenherde mit dem jungen Beduinen auf dem Esel, da die „wilde Horde“ der 4-Rad-Fahrzeuge. Der junge Beduine machte aus der „Not eine Tugend“, ließ die Kinder auf dem Esel eine Runde drehen und verdiente sich damit ein paar Schekel.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3390" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/Saba-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>In einem großen Bogen kamen wir wieder zum Ma Saba-Kloster, dieses der Blick von der anderen Seite über das Kidron-Tal. Ein wirklich berauschender Anblick bot sich uns. Unser Guide machte uns auf unscheinbar aussehende Raupen aufmerksam, die in einem Kokon ähnlich eines kleinen Tannenzweiges sich versteckt hatten und jetzt irgendwann als Schmetterlinge schlüpfen werden. In der Ferne sahen wir eine große Wasserfläche in der die „schmutzige Brühe“ aus dem Kidron-Tal gesammelt und in irgendeiner (?) Form natürlich geklärt werden soll. Das dann (etwas) saubere Wasser wird zur Bewässerung der (israelischen!) Dattelpalmen im (palästinensischen!) Jordantal genutzt.<br />
In der Nähe dieses „Gewässers“ sahen wir auch einige Störche, ob die dort Frösche gefunden haben?</p>
<figure id="attachment_3392" aria-describedby="caption-attachment-3392" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3392" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/steinwüste-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3392" class="wp-caption-text">die &#8222;Jerusalemer (Stein-) Wüste&#8220;</figcaption></figure>
<p>Wir hatten am Vormittag bezüglich der notwendigen Rückfahrt (wir hatten unser Fahrzeug am Kloster stehen gelassen, ein Service-Taxi bestellt. Leider kam es – für mein Gefühl – etwas zu früh, so dass wir (schon) gegen 14.30, nach 4 Stunden schöner Wanderzeit (und etwa 12 km Wegstrecke), ins Auto umsteigen mussten. Nach einigen Kilometern erreichten wir die Moschee Nabi Mussa. Laut Reiseführer glauben die Muslime dass hier Moses beerdigt ist. Auf der anderen Seite des Jordantales in Jordanien wird das Grab Mose auf dem Berg Nebo genannt. Einer islamischen Legende zufolge ist es Mose dort unter den anderen Leichen zu „langweilig“ geworden&#8230;.</p>
<figure id="attachment_3393" aria-describedby="caption-attachment-3393" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3393" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/nabu-mussa-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3393" class="wp-caption-text">die mamlukische Moschee mit dem Mosegrab &#8222;Nabi Mussa&#8220;</figcaption></figure>
<p>Dieser Ort hier ist eine Pilgerstätte der Moslems. Viele lassen sich auch hier begraben. Heute war hier ein großes Fest mit vielen Besuchern.</p>
<figure id="attachment_3394" aria-describedby="caption-attachment-3394" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3394" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-768x576.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/kaffee-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-3394" class="wp-caption-text">3.000 Becher Kaffee am Tag verkauft</figcaption></figure>
<p>Auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt am Ma Saba-Kloster haben wir auch an einer in dieser Gegend ganz berühmten „Kaffestation“ angehalten. Hier werden an einem Tag etwa 3.000 Becher Kaffee (je 1 Schekel) verkauft. Als wir dort waren sahen wir, dass jedes zweite Fahrzeug anhielt und in schneller Perfektion einen Kaffee to Go serviert bekam. Kleine Alltagsfreuden der Palästinenser</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Tageszitat aus &#8222;Recht ströme wie Wasser&#8220;</p>
<p><em><strong>Christen im Heiligen Land: Für sie ist die tägliche Demütigung an den Kontrollpunkten auf dem Weg zu Arbeitsplätzen, Schulen und Krankenhäusern Realität; der Zusammenhalt der Familien, die Verbindung der Gemeinden untereinander sowie der Zugang zu den heiligen Stätten in Jerusalem sind erschwert und teilweise unmöglich.</strong></em></p>
<p>aus &#8222;Gelobtes Land&#8220; &#8211; Orientierungshilfe EKD</p>
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		<title>Alfred`s Gastbeitrag: Welcome to Palestine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2015 07:23:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte meinen Wanderbegleiter Alfred gebeten, seine Eindrücke und Empfindungen von der siebentägigen Wanderung  in Palästina für meinen Blog aufzuschreiben. Nachfolgend nun seine Gedanken und seine Erfahrungen von der Wanderung von Rumana nach Nablus und in den <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/alfreds-gastbeitrag-welcome-to-palestine/" title="Alfred`s Gastbeitrag: Welcome to Palestine">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte meinen Wanderbegleiter Alfred gebeten, seine Eindrücke und Empfindungen von der siebentägigen Wanderung  in Palästina für meinen Blog aufzuschreiben. Nachfolgend nun seine Gedanken und seine Erfahrungen von der Wanderung von Rumana nach Nablus und in den folgenden Tagen bis Jericho.</p>
<p><strong><em>Nachhaltige Erfahrungen auf einer Wanderung in der 2. Oktoberhälfte 2015 auf dem Abrahamspfad von Rumana bis Nablus und dann fortgesetzt mit einer Unterbrechung (wegen Unwetter und der Gefahr von Problemen mit israelischen Siedlern vor Ort )von Auja bis Jericho.</em></strong></p>
<p><em>Diese Gedanken sind sicher nicht zufällig in ihrer Reihenfolge , aber auch nicht geplant und strukturiert.</em></p>
<figure id="attachment_2838" aria-describedby="caption-attachment-2838" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2838" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred-300x200.jpg" alt="Alfred bei Rumana" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2838" class="wp-caption-text">Alfred bei Rumana</figcaption></figure>
<p><em>Ursprünglich war diese Wanderung mein Wunsch nach einer Wanderung durch Halbwüste oder Wüste, die Wahl fiel vor 9 Monaten auf Palästina. Aus einer anfangs meditativ angedachten Wanderung wurde eine politische Wanderung.</em></p>
<p><em>Ich kann mich nicht erinnern, auf einer meiner vielen Wanderungen durch verschiedene Länder so freundlich und immer wieder von neuem willkommen geheißen worden zu sein: „welcome palestine“. Die Menschen sprangen uns fast an in ihrer Begrüßung, in den Dörfern, auf den Feldern, bei der Olivenernte: „welcome palestine“. Später glaubte ich einen zweiten Sinn in diesem Angesprochen- werden zu hören: unser Besuch machte Palästina willkommen (existent?) und bedeutungsvoll. Wir gaben dem Menschen die Möglichkeit uns willkommen zu heißen und gaben ihnen auch das Erlebnis, dass wir uns bei Ihnen willkommen fühlen konnten. Wir waren die Einzigen auf diesem Weg, wir trafen niemanden in der Zeit, in der wir diese Strecke von Rumana bis Nablus, also 5 Tage, wanderten. Auch später von Auja nach Jericho gab es keine Wanderer, so wie man sie z. B. auf dem Jakobsweg  trifft.</em></p>
<p><em>Meine Eindrücke können nur skizzenhaft und natürlich einseitig sein,</em></p>
<figure id="attachment_2839" aria-describedby="caption-attachment-2839" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2839" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser-300x200.jpg" alt="Doch es gibt hier Wasser" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2839" class="wp-caption-text">Doch es gibt auch Wasser hier</figcaption></figure>
<p><em>ich glaube, dass sich viele Palästinenser, denen ich begegnet bin, irgendwie von der Welt vergessen fühlen, in den Gesprächen wiederholte sich der Punkt, dass die Medien nur die Unruhen, die Tumulte darstellen, nicht aber, dass es auch ein schönes Palästina, ein willkommen heißendes Palästina, freundliche und hilfsbereite Menschen gibt. – welcome to palestine &#8211;</em></p>
<p><em>Die Gastfreundschaft ist wirklich herzberührend, neben der freundlichen Ansprache wurden wir immer wieder zum Kaffee eingeladen. In den 3 Gastfamilien in denen wir wohnten, die aus sehr unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kamen, wurden wir wirklich sehr aufmerksam und hilfsbereit bewirtet. Bei den Familien, die Olivenernte hielten, wurden wir häufig zum Kaffee eingeladen. Als wir am ersten Tag erschöpft in der Mittagshitze durch ein Dorf gingen und man uns wahrscheinlich die Erschöpfung ansah, lud uns ein junger Mann zu kalter Cola im Schatten, später zum Kaffee ein. Die Kinder waren freundlich und lachten . Eine herzerwärmende Unterbrechung der anstrengenden Wanderung.</em></p>
<figure id="attachment_2840" aria-describedby="caption-attachment-2840" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2840" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2-300x200.jpg" alt="Wüstenlandschaft" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2840" class="wp-caption-text">Wüstenlandschaft</figcaption></figure>
<p><em>In den Dörfern und Städten gibt es eine Welt der Jugend und der Kinder. Das ist wirklich ein Unterschied zu Deutschland, was für eine Rolle Kinder und Jugendliche, aber vor allem die strahlenden Gesichter der Kinder und die diskussionsbereiten jungen Männer, die uns geführt haben, spielten. Mit den Kindern gab es dauernd ein Hallo und ein Scherzen, mit den Führern gab es sehr interessante und tiefgehende Diskussionen in einer enormen Offenheit. Wahrscheinlich spielte auch eine Rolle, dass man sich nur 1-2 Tage sah:</em></p>
<p><em>Wie geht man mit einem Leben um, wo vieles dauernd irgendwie auf der Kippe steht: wird die Zufahrt von den Israelis gesperrt, gibt es</em></p>
<figure id="attachment_2841" aria-describedby="caption-attachment-2841" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2841" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3-300x200.jpg" alt="im Wadi Qelt" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2841" class="wp-caption-text">im Wadi Qelt</figcaption></figure>
<p><em>genug Wasser, gibt es trotz akademischer Ausbildung einen Job oder muss ich als Akademiker als Verkäufer arbeiten, wie halte ich die Demütigungen an den Checkpoints aus? Ich könnte diese Fragen noch verlängern, aber es gibt einen Eindruck wieder, als wenn ständig eine Hand an der Gurgel liegt und die Frage bleibt: wie komme ich mit der Enge eines solchen Lebens zurecht? Eine Antwort scheint mir das Familienleben zu sein, die enge und sehr freundlich wirkende Verbindung in den Familien, die ich kennengelernt habe. Eine klügere Antwort gab mir ein 32jähriger Gesprächspartner in Jericho. Er sagte: „occupied but smart“ als Alternative zu: „free but stupid“. Die Menschen, und ich glaube vor allem die Jüngeren, lernen hier in einer für uns kaum verstehbaren Art und Weise mit den Beschränkungen des Alltags, den Zonen <a href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/" target="_blank">A, B und C in Palästina,</a> den Aufenthaltsbeschränkungen, den</em></p>
<figure id="attachment_2842" aria-describedby="caption-attachment-2842" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2842" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4-300x200.jpg" alt="von Sanur nach Sebastia" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2842" class="wp-caption-text">von Sanur nach Sebastia</figcaption></figure>
<p><em>Reisebeschränkungen, dem Eindruck von Menschen 1. und 2. Klasse umzugehen. Und ich hatte den Eindruck in diesem Gespräch &#8211; und auch in manch anderen Gesprächen -, dass diese Situation eine doppelte Wirkung hat. Es gibt eine andauernde Anspannung, aber es gibt auch ein Gefühl des Alltags in diesen Jungen z. B. den Führern oder diesem 32jährigen Gesprächspartner aus Jericho, dass sie immer wieder eine Antwort finden auf die Restriktion. Das hat mich beeindruckt. Mich hat auch beeindruckt, wie deutlich sie das Gefühl von „boring“, das ja sehr viel mehr ist als „langweilig“ im Deutschen, als Lebensgefühl beschrieben und dabei mit eingefangen haben, wie sehr sie die Möglichkeiten, sich zu bewegen, sich weiter zu bilden, Jobs zu bekommen, Recht zu bekommen, nicht verwirklichen können, obwohl die intellektuelle und emotionale Potenz in den Betroffenen vorhanden ist.</em></p>
<p><em>Die Menschen, denen ich als Führer oder Gesprächspartner, in den <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2843" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5-300x200.jpg" alt="alfredwege5" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Familien oder sonst wo begegnet bin, lieben ihr Land und erzählen gerne von ihrem Land und sie sind auch bereit, in ein differenzierteres Gespräch einzutauchen, z.B. zu Fragen Stellung zu nehmen, warum es so viele Kollaborateure mit den Israelis gibt, woher kommt der Reichtum einer größeren Gruppe von Palästinensern (dadurch, dass sie mit den Israelis Handel treiben und zum Teil von den Blockaden der Israelis ausgenommen werden). Es gab niemanden unter den jüngeren Gesprächspartnern, der sich sehr wertschätzend über die Selbstverwaltungsbehörde äußerte, das hat mich auch erschrocken. Ich bekam den Eindruck, dass die Ordnung unter den Palästinensern nur begrenzt durch die Selbstverwaltung hergestellt wird sondern eher durch große Familienclans, die untereinander für Ordnung sorgen. Manchmal war ich in einem dieser Gespräche richtig verwirrt, legte Pausen ein und versuchte mich zu orientieren. Aber ich hatte zunehmend den Eindruck, dass neben der israelischen Besatzung von Palästina die Struktur der Palästinenser unter sich auch eine lähmende Wirkung hat auf die Weiterentwicklung. Wir hatten viel Zeit zu sprechen. Und begleitet, vielleicht auch aufgelockert wurden diese Gespräche durch eine z.T. wunderschöne Landschaft, freundliche Menschen, weite Blicke über Hochtäler und Bergrücken, schweißtreibende Aufstiege und immer wieder wandern querfeldein ohne Weg, ohne Markierung, aber mit sicheren Führern.</em></p>
<p><em>Ich verlasse dieses Land, aus dem ich ein Spannungsfeld von Lebensfreude und Lachen, von unerträglichen Einschränkungen bis hin zu schweren Demütigungen, von einer fast verwirrend wirkenden inneren Struktur und von einer seit Jahrhunderten unverändert wirkenden Landschaft mitnehme.</em></p>
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		<title>&#8230;..und wieder nach Jerusalem</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/und-wieder-nach-jerusalem/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2015 18:49:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der gestrigen Wanderung durch einen Teil des Wadi Qelt war war unsere Wanderzeit zu Ende. Heute machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg (was die Entfernung angeht: 25 km), von Jericho nach <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/und-wieder-nach-jerusalem/" title="&#8230;..und wieder nach Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der gestrigen Wanderung durch einen Teil des Wadi Qelt war war unsere Wanderzeit zu Ende. Heute machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg (was die Entfernung angeht: 25 km), von Jericho nach Jerusalem. Was die Höhenmeter angeht ist der Unterschied freilich beträchtlich. Vor 230m unter dem Meeresspiegel geht es bis Jerusalem auf 850 m Höhe, also fast 1.100 m Höhenunterschied.</p>
<figure id="attachment_2794" aria-describedby="caption-attachment-2794" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2794" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-300x200.jpg" alt="Morgensonne auf die judäischen Berge" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2794" class="wp-caption-text">Morgensonne auf die judäischen Berge</figcaption></figure>
<p>Bevor ich aber vom heutigen Tag berichte, möchte ich noch kurz über ein Gespräch mit einem unser beiden Gastgeber erzählen was wir gestern am späten Nachmittag geführt hatte. Ashraf lud uns, überraschend zu einer „kleinen Vorspeise“ für unser im Anschluss geplantes Abendessen in seine Küche ein und gab uns auch noch von dem Rotwein zu trinken, den uns sein Bruder bereits zum Frühstück(!) angeboten hatte. Dann erzählte er uns ein wenig von seinem Leben und seinen Plänen mit diesem Gästehaus. Wir erfuhren, dass er früh (mit knapp 18 Jahren) begonnen hat zu studieren, dass er in Ostjerusalem (in seinem Elternhaus) nur noch &#8222;auf dem Papier lebt&#8220; (damit er die Jerusalemer Identitätskarte nicht verliert die ihm z. B ermöglicht vom Flughafen in Tel Aviv abzufliegen), dass er aber eine Wohnung in Beit Jala (bei Bethlehem) hat und eben auch für längere Zeit auch hier in Jericho lebt. Die vielen Regeln die die Israelis erfinden um den Jerusalemer Palästinensern das Leben schwer zu machen (mit dem einem Ziel, dass die Palästinenser der Stadt den Rücken kehren, auf das es eine rein jüdische Stadt wird) fordert die Palästinenser immer wieder aufs Neue heraus, Gegenstrategien zu entwickeln, die Regeln zu um gehen.</p>
<p>Heute morgen haben wir uns dann, nach einem wieder leckeren und</p>
<figure id="attachment_2788" aria-describedby="caption-attachment-2788" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2788" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-300x200.jpg" alt="Ja es gibt auch Haltestellen in Palästina" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2788" class="wp-caption-text">Ja es gibt auch Haltestellen in Palästina</figcaption></figure>
<p>gesunden Frühstück (aber ohne Wein!) auf den Weg nach Jerusalem gemacht. Hier in Palästina ist es eigentlich sehr einfach von &#8222;A&#8220; nach &#8222;B&#8220; zu kommen. Man stellt sich an die Straße und wenn ein orangenes Service-Taxi kommt, hält man es an, fragt ob der Kleinbus nach &#8222;B&#8220; fährt – wird die Frage bejaht- steigt man ein. Bis nach Jerusalem mussten wir zweimal umsteigen, einmal im Zentrum von Jericho, ein zweites Mal im Ostjerusalemer Stadtteil Eizariya (Bethanien). Insgesamt dauerte die Fahrt keine Stunde und kostete uns 20 Schekel (keine 5 €).</p>
<figure id="attachment_2789" aria-describedby="caption-attachment-2789" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2789" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-300x200.jpg" alt="von Jericho 1.100 m hinauf nach Jerusalem" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2789" class="wp-caption-text">von Jericho 1.100 m hinauf nach Jerusalem</figcaption></figure>
<p>In Jerusalem war es – bedingt durch den doch enormen Höhenunterschied &#8211; doch wesentlich kühler (16 °C) als im Jordantal (22 °C), so das ich zum ersten Mal auf dieser Reise meinen dünnen Pullover überzog.</p>
<p>Wir haben, bevor wir wieder zum Gästehaus St. Carles im Jerusalemer Stadtteil „German Colonie“ gegangen sind, noch einen Bummel durch die Altstadt gemacht. Am Damaskustor haben inzwischen sich zwei Polizeiposten „Regenfest“ stationiert, ansonsten konnten wir aber keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen feststellen. Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. An der Westmauer sahen wir eine relativ kleine Menschenschlange die auf die Öffnung des Zuganges zum Tempelberg wartete. Der Zugang ist morgens aber auch in der Mittagszeit zwischen 12.30 und 13.30 möglich. Spontan stellten wir</p>
<figure id="attachment_2795" aria-describedby="caption-attachment-2795" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2795" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-300x200.jpg" alt="hier steht es weiß auf beige: Juden sollen nicht auf dem Tempelberg " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2795" class="wp-caption-text">hier steht es weiß auf beige: Juden sollen nicht auf dem Tempelberg</figcaption></figure>
<p>uns auch an. Dort konnten wir dann wieder lesen, dass der Chef-Rabbiner den Juden verbietet auf den Tempelberg zu gehen. In den letzten Wochen war es wegen provokativen &#8222;Gebetsaktionen&#8220; weniger Juden auf dem Tempelberg, zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und der Polizei gekommen. Daraus entwickelten sich dann in der Folge die gewalttätigen Auseinandersetzungen in ganz Palästina und Israel, die bis heute mehr als 50 Todesopfer und über 1000 Verletzte (in der großen Mehrheit Palästinenser) gefordert haben. Nach einer knappen halben Stunde kamen wir an die Sicherheitskontrolle um dort zu erfahren, dass wir mit unseren relativ großen Rucksäcken nicht durch die Kontrolle können. Da ich schon einige Male auf dem Tempelplatz war, entschied mich mit unseren beiden Rucksäcken am Aufgang zu warten.</p>
<figure id="attachment_2792" aria-describedby="caption-attachment-2792" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2792" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-300x200.jpg" alt="erst besorgt, jetzt glücklich: Schwester Magdala" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2792" class="wp-caption-text">erst besorgt, jetzt glücklich:<br />Schwester Magdala</figcaption></figure>
<p>Gegen drei Uhr waren wir dann im Gästehaus St. Charles, wo uns Schwester Magdala erfreut empfing. Als sie letzte Woche hörte ,dass wir in der Westbank bei Nablus wandern wollen, war sie sehr erschrocken da sie befürchtete, dass uns wegen der Unruhen dort etwas passieren könne. Sie kennt sich dort gut aus, da sie aus der Gegend bei Arara stammt, der 2. Station unserer Wanderung. Sie hatte mir versprochen dafür zu beten, dass uns nichts Schlimmes passiert.</p>
<p>Gott sei es gedankt. Ihre Gebete wurden erhört. Wir sind gesund und wohlbehalten von unserer Wandertour auf den Spuren des Abrahams zurück.</p>
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		<title>Abrahamspfad 6: von Auja nach Jericho</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 19:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Jordantal]]></category>
		<category><![CDATA[Mosaik]]></category>
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					<description><![CDATA[Nein, von romantischen Nächten kann ich hier in Palästina nicht sprechen. Obwohl die vergangene Nacht fast alle Voraussetzungen hatte: ein fast voller Mond schien über das Jordantal, die Sterne glitzerten, ein laues Lüftchen wehte&#8230;.was will <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-6-von-auja-nach-jericho/" title="Abrahamspfad 6: von Auja nach Jericho">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2758" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond-300x200.jpg" alt="mond" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Nein, von romantischen Nächten kann ich hier in Palästina nicht sprechen. Obwohl die vergangene Nacht fast alle Voraussetzungen hatte: ein fast voller Mond schien über das Jordantal, die Sterne glitzerten, ein laues Lüftchen wehte&#8230;.was will man mehr könnte man meinen. Als ich, wie so oft gegen 4 Uhr in der frühe wach wurde da war es wieder: (ich hatte es schon bei meinem ersten Aufenthalt 2012 auf dem Weinberg der</p>
<figure id="attachment_2759" aria-describedby="caption-attachment-2759" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2759" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen-300x200.jpg" alt="Morgen in Auja" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2759" class="wp-caption-text">Morgen in Auja</figcaption></figure>
<p>Familie Nasser in diesem Blog <a href="http://marius-blog.de/blog/erlebnissplitter-aus-30-tagen-palaestina-und-jerusalem/" target="_blank">beschrieben</a>), es schien als wenn hunderte Hunde -die hier fast alle wild leben- mit lautem Bellen ihr Revier sichern, dass das ganze Tal mit stolzen Hähnen bevölkert ist, die allen Hühnern (und Menschen) mit ihrem stolzen Geschrei zeigen wollen wie toll sie sind und eben die vielen Tausend Katzen die es hier geben mag die so schient es, jede Nacht um ihr Überleben kämpfen. Ja und dann ist da noch der Muezzim, der mit seinem Gebetsruf, so gegen 4.45 Uhr das nächtliche Konzert „abrundet“ Guten Morgen allerseits&#8230;.</p>
<p>Die Nacht haben wir ja im Gästehaus des Eco-Zentrum verbracht, ich muss sagen eine blitzsaubere Unterkunft und auch die Verpflegeung Abendessen und Frühstück war sehr lecker.</p>
<figure id="attachment_2760" aria-describedby="caption-attachment-2760" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2760" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu-300x200.jpg" alt="Beduinen im Jordantal" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2760" class="wp-caption-text">Beduinen im Jordantal</figcaption></figure>
<p>Um 7 Uhr holte uns unser örtlicher Guide Nassar ab, wir sind mit seinem Auto etwas aus dem Dorf gefahren, haben sein Fahrzeug an einem Beduinencamp abgestellt, und auch unsere Rücksäcke im Kofferraum gelassen. Ein Bruder wollte den wagen später abholen und nach Jericho bringen. Wir machten uns dann „mit leichtem Gepäck“ auf unsere heutige Wanderung, die uns quer durch eine steinige Wüste, nach etwa 12 km, nach Jericho führen sollte. Wir</p>
<figure id="attachment_2761" aria-describedby="caption-attachment-2761" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2761" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen-300x200.jpg" alt="nur von Ziegen leben" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2761" class="wp-caption-text">nur von Ziegen leben</figcaption></figure>
<p>gingen an mehrerer Beduinencamps vorbei, erfuhren von Nasser, dass die Kinder mit einem Bus zur Schule gebracht würden, ansonsten hätten die etwa 12.000 im Jordantal lebenden Beduinen schon viele Schwierigkeiten mit der israelischen Militärverwaltung. Derzeit gibt es wohl Überlegungen sie in einer noch zu bauenden Stadt bei Jericho zwangsweise um zu siedeln. Oft werden auch ihre Behausungen zerstört ich habe hierüber schon mehrmals in meinem <a href="http://marius-blog.de/blog/ein-wenig-licht-ins-jordantal/" target="_blank">Blog berichtet.</a></p>
<figure id="attachment_2762" aria-describedby="caption-attachment-2762" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2762" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung-300x200.jpg" alt="erste Markierung auf dem Abrahamspfad in Palästina" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2762" class="wp-caption-text">erste Markierung auf dem Abrahamspfad in Palästina</figcaption></figure>
<p>Ansonsten war es für uns schon ein besonderes Erlebnis durch diese steinige Wüste zu wandern. Im Hintergrund die judäischen Berge, die, je nach Sonnenstand, interessante Konturen zeigten. Nach einer dreiviertel Sunde erreichten wir einen Fahrweg dem wir dann folgten. Erstmals konnten wir dann an einem Stein eine Markierung des Abrahamspfades bewundern Nassar sagte, dass hier vor einjger Zeit eine Gruppe (ich glaube es waren Franzosen) diese Markierungsarbeiten angebracht hätten. Auf einem Hügel sahen wir</p>
<figure id="attachment_2763" aria-describedby="caption-attachment-2763" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2763" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung-300x200.jpg" alt="feindselige Siedlung" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2763" class="wp-caption-text">&#8222;feindselige&#8220; Siedlung</figcaption></figure>
<p>dann auch eine erste jüdische Siedlung, dann eine zweite. Nassar sagte es gebe hier unterschiedliche Bewohner in den Siedlungen. Die einen seien friedliche Menschen, die auch den Palästinensern Arbeit geben, die anderen seien eher unfriedlich. Vor diesen Siedlungen solle man sich eher fern halten. Wir recht er hatte merkten wir schon bald. Wieder sahen wir in 500m Entfernung eine kleine Siedlung mit etwa 80 kleinen Häusern. Nicht so groß wie ich sie von der Gegend um Jerusalem/Bethlehem kenne. Von Ferne sahen wir ein weißes Fahrzeug, mit gelbem Warnlicht auf dem Dach, auf uns zu fahren. Ein Siedler (erkennbar an der Kipa) kam aus dem Fahrzeug, an seiner Seite baumelte ein Schnellfeuergewehr&#8230;.Was wir</p>
<figure id="attachment_2764" aria-describedby="caption-attachment-2764" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2764" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1-300x200.jpg" alt="&quot;freundliche&quot; Siedlung" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2764" class="wp-caption-text">&#8222;freundliche&#8220; Siedlung</figcaption></figure>
<p>hier machen würden, wohin wir gingen, wer wir seien, wollte er ziemlich unfreundlich wissen. So gut es ging versuchten wir ihm zu erklären, dass wir auf dem Weg nach Jericho seien. Er machte uns unmissverständlich klar, das wir hier nicht mehr weiter gehen könnten, sondern auf einem Weg auf der anderen Straßenseite wechseln sollten. Mit Respekt vor der Waffe, aber auch mit Rücksichtnahme gegenüber unserem Guide, der schon sehr still geworden war, haben wir die Straßenseite gewechselt. Wie sagte uns der <a href="http://marius-blog.de/blog/auja-war-einmal-so-gruen-wie-europa-thomas-koenig/" target="_blank">Siedler vor 2 Wochen</a>, mit dem wir seine Gewächshäuser besucht hatten: Wir leben hier mit den Palästinensern friedlich zusammen&#8230;Man wird verstehen, dass mir die wirklich gute Laune ob der tollen Wüstenwanderung schnell vergangen war.</p>
<figure id="attachment_2765" aria-describedby="caption-attachment-2765" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2765" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege-300x200.jpg" alt="überraschend grünes Jericho" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2765" class="wp-caption-text">überraschend grünes Jericho</figcaption></figure>
<p>Je näher wir nach Jericho kamen um so grüner wrde es. Hier sorgteeine Quelle dafür das es in diesem teil von jericho erstunlich fruchtbar war. Wir sahen Bananenstauden, fruchtbare Äcker. Das hätte ich von einer Stadt die ja über 200 m unterhalb des Seelevels liegt, nicht gedacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Jericho nach etwa 3 Stunden Wanderzeit angekommen, sind dann noch mit dem Fahrzeug von Nassar, das mittlerweile hier gelandet war, zu einem Mosaikcenter gefahren. Zaid, unser Führe aus Sebastia hatte uns diesen Tipp gegeben. Der besuch hat sich gelohnt. Mehrere Mitarbeiter/innen saßen in einer Werkstatt und fügten kleine bunte Steine zu tollen Mosaiken zusammen. Ich hatte bisher noch nie gesehen wie ein Mosaik entsteht.</p>
<figure id="attachment_2766" aria-describedby="caption-attachment-2766" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2766" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik-1024x768.jpg" alt="mit ruhiger Hand" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2766" class="wp-caption-text">mit ruhiger Hand</figcaption></figure>
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		<title>Abrahamspfad 5: von Sebastia nach Nablus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2015 18:36:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
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					<description><![CDATA[Die antike königliche Stadt Sebastia, auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-5-von-sebastia-nach-nablus/" title="Abrahamspfad 5: von Sebastia nach Nablus">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die<strong> antike königliche Stadt Sebastia,</strong> auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, von dem aus man das heutige Sebastia sehen kann. Ausgrabungen in Sebastia haben ergeben, dass dort erstmalig in der Kupferzeit um 4000 v. Chr. gesiedelt worden war. Die Stadt selbst erreichte nie politische</em></p>
<figure id="attachment_2735" aria-describedby="caption-attachment-2735" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2735" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-300x200.jpg" alt="erst Kreuzfahrerkirche - dann Moschee" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2735" class="wp-caption-text">erst Kreuzfahrerkirche &#8211; dann Moschee</figcaption></figure>
<p><em>Bedeutung, bis König Omri seine königliche Stadt dort errichten ließ und sie Samaria nannte. Die sichtbaren Überreste de antiken Samaria sind unter anderem römische Gräber, ein hellenistischer Turm, eine severanische Basilika und die Türme am Herodion &#8211; Tor am Eingang einer Allee gesäumt von 600 Reihen auf beiden Seiten. Nach der religiösen Überlieferung wurde der Kopf von Johannes dem Täufer in Sebastia gefunden und zu seinen Ehren ist an dieser Stelle eine Kreuzfahrerkirche errichtet worden, welche später in eine Moschee umgewandelt wurde. </em></p>
<p>(aus: <a href="http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Nablus.html">http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Nablus.html</a>)</p>
<p>Wir waren also in einem geschichtsträchtigen Ort zu Gast. Hierauf hatte ja auch schon der Kommentar (am 23.10.) von meinem palästinensischen Freund Emad hingewiesen. Beim abendlichen Schlendern durch die schön restaurierte Altsstadt spürte man es: hier kommen öfters Touristen hin. Die Reaktionen der Einheimischen Bevölkerung, uns gegenüber, war lange nicht so intensiv wie in den anderen Dörfern in den letzten Tagen. Wir erfuhren aber auch das in den letzten Wochen wegen der Unruhen viele Gäste ausgeblieben waren. So sagte uns der Besitzer des größten Restaurants am Ort, dass noch heute eine Gruppe mit 40 Personen das Essen abgesagt hatte, insgesamt seien es in den letzten 4 Wochen mehr als 20 Gruppen gewesen, die nicht gekommen sind. Nachdem es schon im letzten Jahr wegen des Gazakrieges im Sommer, im Herbst viel wenigen Gäste gab, so ist der erneute Einbruch des Geschäftes eine „Katastrophe“ für den Familienbetrieb. Schon in der ersten (1988) und in der zweiten (ab 20009) Intifada war das Restaurant jahrelang geschlossen. Nicht destotrotz haben wir für einen bescheidenen Umsatz gesorgt: nach 6 Tagen ohne ein abendliches Bier, gab es her das Leckere, in Palästina gebraute Taybeh-Beer</p>
<figure id="attachment_2734" aria-describedby="caption-attachment-2734" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2734" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-300x200.jpg" alt="schöne Unterkunft" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2734" class="wp-caption-text">schöne Unterkunft</figcaption></figure>
<p>Wie ich gestern schon geschrieben habe waren wir in einem schönen Gasthaus untergebracht. Das Konzept der verantwortlichen des Abrahamspfades sieht u.a. vor das auch für die einheimische Bevölkerung sich Beschäftigungen ergeben. So werden hier in Sebastia für die insgesamt drei Gasthäuser Familien gebeten das Essen zu richten. Vor allem die ärmeren Menschen hier greifen dieses Angebot gerne auf, wie uns Zaid der örtliche Kontaktmann erklärte. Wir also zum Abendessen Gast in einer solchen Familien und genossen dort das leckere aber einfache arabische Mahl.</p>
<p>Nachdem Essen entspann sich eine Diskussion zur aktuellen Lage.</p>
<figure id="attachment_2736" aria-describedby="caption-attachment-2736" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2736" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-300x200.jpg" alt="beim Essen meist dabei: knusprige Falafel" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2736" class="wp-caption-text">beim Essen meist dabei:<br />knusprige Falafel</figcaption></figure>
<p>Zaid erzählte das in der vergangenen Nacht in Nablus (12 km von hier entfernt) etwa Hundert junge Menschen –wie immer Nachts- vom israelischen Militär aus ihren Häusern verschleppt worden sei. Selbst hier in dem so beschaulich wirkenden Örtchen Sebastia seien vorgestern Nacht drei junge Palästinenser (darunter ein guter Freund von Zaid verschleppt worden. Der Hintergrund sind keine konkreten Vorwürfe über eine Beteiligung an gewalttätigen Übergriffen, nein hier in Palästina reicht schon eine aktive Beteiligung an Protestaktion. So sind vor allem die Studenten, die -wie überall in der Welt- sich aktiv an politischen Protesten beteiligen, eine besondere Zielgruppe des israelischen Militärs. Nach Angaben von Zaid werden seit Beginn der aktuellen Konflikte jeden Tag zwischen 50 und 100 junge Menschen aus ihren Häusern verschleppt. Hierzu möchte ich nochmals auf den aktuellen Gastbeitrag verweisen.</p>
<p>So haben wir uns also heute Morgen, nach einer guten und ruhigen Nacht, begleitet von Zaid, aber etwas angespannter als in den letzten Tagen, auf die letzte Etappe dieses ersten Teilstückes des Abrahampfades in Palästina, von Sebastia nach Nablus gemacht. Wie gewohnt können Einzelheiten der Wegstrecke hier nachverfolgt werden.</p>
<p>Bis hier hatte ich den Text heute Morgen vor dem Frühstück geschrieben&#8230;.und es sollte dann doch alles ganz anders kommen als gedacht.</p>
<figure id="attachment_2737" aria-describedby="caption-attachment-2737" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2737" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-300x200.jpg" alt="auf dem Dorfplatz: allmorgendliche Kartenrunde" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2737" class="wp-caption-text">auf dem Dorfplatz:<br />allmorgendliche Kartenrunde</figcaption></figure>
<p>Nachdem Frühstück haben wir noch auf den schön gestalteten zentralen Platz in Sebastia einen Tee getrunken. Einen solch schönen Platz haben wir in den bisherigen Dörfern noch nicht gesehen, überhaupt machte diese Altstadt einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Als wir uns gegen 8.30 zu der etwa 10 km langen Tagesetappe aufmachten, hatte sich der Himmel schon zugezogen. Auf unsere Frage ob es heute regnen würde, meinte Zaid wahrscheinlich nicht. Als wir den Ortsrand von Sebastia erreicht</p>
<figure id="attachment_2738" aria-describedby="caption-attachment-2738" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2738" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-300x200.jpg" alt="da war die Welt &quot;noch in Ordnung&quot;" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2738" class="wp-caption-text">da war die Welt &#8222;noch in Ordnung&#8220;</figcaption></figure>
<p>hatten kam ein heftiger Wind auf – ein Vorbote des Regen? Wir sind noch etwa 1 Stunde gegangen, auf einer Anhöhe erblickten wir schon die ersten Häuser von Nablus. Um uns herum waren mittlerweile ganz dunkle Wolken, in der Ferne hörten wir den Donner. Ein Gewitter schien sich anzubahnen. Wir begannen mit den notwendigen Vorbereitungen für den zu erwartenden Regen, hüllten unsere Rücksäcke in einen Regenschutz, hielten ein durchsichtiges</p>
<figure id="attachment_2739" aria-describedby="caption-attachment-2739" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2739" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-300x200.jpg" alt="der Anfang" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2739" class="wp-caption-text">der Anfang</figcaption></figure>
<p>Regencape griffbereit. Innerhalb von 5 Minuten setzte dann, begleitet von Sturmböen, ein wolkenbruchartiger Regen ein. Ich ging noch einige hundert Meter weiter, dort hatte ich ein Fahrzeug gesehen hinter dem ich ein wenig Schutz vor Wind und Regen suchte. Mit Mühe konnte ich das Cape überziehen. Zu dritt kauerten wir dann hinter dem Fahrzeug, der Regen war mit dicken Hagelkörnern gemischt. Nach etwa einer viertel Stunde, der Regen hatte an Intensität nicht nachgelassen, hielt ein schwerer LKW neben uns. Alfred hatte die tolle Idee den Fahrer zu fragen ob er uns ein Stück mitnehme könne&#8230;und es klappte. Mühsam, aber glücklich so diesem Unwetter zunächst entkommen zu sein kletterten wir in das hohe Führerhaus.</p>
<figure id="attachment_2740" aria-describedby="caption-attachment-2740" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2740" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-300x200.jpg" alt="...vom Ende für heute..." width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2740" class="wp-caption-text">&#8230;vom Ende<br />für heute&#8230;</figcaption></figure>
<p>Irgendwie entspann sich zwischen Zaid und dem Fahrer ein kleines Gespräch, da ging es darum wo wir herkommen, aber auch Frau Merkel war Thema im Zusammenhang mit ihrer Flüchtlingspolitik. Vielleicht war es sogar so, dass wir Frau Merkel und ihrem guten Image wegen der Aufnahme der syrischen Flüchtlinge verdanken durften aus dieser misslichen Lage zu entkommen.</p>
<p>In Nablus angekommen nahmen wir dann ein Taxi und waren gegen 11.00 Uhr (schon) an unserem heutigen Zielort, dort wo vor 5 Tage unsere Wanderung mit der Taxifahrt nach Rumana begann.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der schlechten Wetteraussichten für die nächsten Tage kamen wir in Diskussionen mit Zaid überein unser Pläne zu ändern. Statt in Aqraba  zu beginnen und in drei Etappen bis Auja zu wandern, werden wir nun morgen ins Jordantal nach Auja fahren und übermorgen von dort bIs Jericho wandern.</p>
<p>Im Übrigen erlebten wir die Situation hier in Nablus entspannt, die Menschen gingen am ersten Tag der neuen Arbeitswoche ihren Geschäften nach, hier im Hotel gab es eine Fortbildungsmeeting, Alltag eben(!?). Eine Enttäuschung gab es zum Abend: als ich mir gegen 17.45 noch eine Knafeh gönnen wollte, war der Laden leider schon geschlossen. Das wird sicherlich bei meinem nächsten Besuch nachgeholt&#8230;versprochen</p>
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		<title>Abrahamspfad 4: Von Sanur nach Sebastia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Oct 2015 20:41:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Zater]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute beginne ich mit dem Schreiben meines Tagesberichtes bereits in der Nacht. Nach dem die letzte Nacht in Arraba wegen der besonderen Umstände bei der Gastfamilie nur wenig Schlaf erlaubte sind wir recht früh (so <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/von-sanur-nach-sebastia/" title="Abrahamspfad 4: Von Sanur nach Sebastia">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute beginne ich mit dem Schreiben meines Tagesberichtes bereits in der Nacht.</p>
<p>Nach dem die letzte Nacht in Arraba wegen der besonderen</p>
<figure id="attachment_2715" aria-describedby="caption-attachment-2715" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wohnraum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2715" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wohnraum-300x200.jpg" alt="Gästezimmer" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wohnraum-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wohnraum-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2715" class="wp-caption-text">Gästezimmer</figcaption></figure>
<p>Umstände bei der Gastfamilie nur wenig Schlaf erlaubte sind wir recht früh (so gegen 21 Uhr) zu Bett. Dann war hier gestern auch noch die Zeitumstellung. Als ich heute morgen um 2.00 Uhr wach wurde (alte zeit 3 Uhr) fühlte ich mich relativ ausgeschlafen. So sitze ich hier auf einer schönen Dachterrasse, bei angenehmen Temperaturen (22 °C) schaue auf das nächtliche Sanur und höre es auch&#8230;ein Konzert von bellenden und heulenden Hunden, kreischenden Katzen und krähenden Hähnen.</p>
<p>Nun haben wir also unsere dritte Gastfamilie kennengelernt, aber</p>
<figure id="attachment_2716" aria-describedby="caption-attachment-2716" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Schlafraum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2716" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Schlafraum-300x225.jpg" alt="Schlaflager mir französischem WC" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Schlafraum-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Schlafraum-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2716" class="wp-caption-text">Schlaflager mir französischem WC</figcaption></figure>
<p>was heißt kennengelernt. Während die erste und zweite Familie noch eine „überschaubare“ Größe hatte, handelt es sich hier in sanur um eine wirkliche Großfamilie: wir hörten das der Gastgeber Bashir von seinen 8 Töchtern und drei Söhnen schon 36 Enkelkinder hat. Gestern am Freitag waren auch viele zu Besuch, wer aber zu wem gehörte wir wissen es nicht. Das Besondere war aber, dass wir im Gegensatz zu den beiden ersten Familien, so gut wie keine Frau zu Gesicht bekamen. Sie leben wohl in einem Teil des Hauses, zu dem uns der Zugang verschlossen blieb.</p>
<figure id="attachment_2717" aria-describedby="caption-attachment-2717" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bäcker.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2717" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bäcker-300x225.jpg" alt="Backstube am Morgen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bäcker-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bäcker-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2717" class="wp-caption-text">Backstube am Morgen</figcaption></figure>
<p>Da wir ja schon recht früh in Sanur ankamen, bekamen wir auch schon ein leckeres Mittagessen, dass nach dem für die Moslem so wichtigen Freitagsgebet in einem großen Raum gereicht wurde in dem ringsherum Matratzen lagen auf die wir uns setzen konnten. Zur Sitzunterstützung bekamen wir noch Polster für die Arme. Das wieder sehr leckere Essen mit Reis, verschiedenen Soßen, Salat und Hähnchen wurde auf dem Fußboden gereicht. Anschließend gab es wie üblich Kaffee und Tee.</p>
<p>Im Verlauf des Nachmittages kamen weitere Gäste, die wohl alle zur Großfamilie gehörten und die wohl ihren freitäglichen Besuch machten oder die sich einfach mal die zwei Männer aus Germany anschauen wollten Es kamen auch zwei taubstumme Männer aus der Familie die im Verlauf des Nachmittages die Fotos der letzten Wochen in meinem Fotoapparat interessiert anschauten.</p>
<p>Irgendwann am Nachmittag haben wir uns, begleitet von unserem</p>
<figure id="attachment_2718" aria-describedby="caption-attachment-2718" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ofen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2718" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ofen-300x225.jpg" alt="der Ofen" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ofen-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ofen-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2718" class="wp-caption-text">der Ofen</figcaption></figure>
<p>Guide Saeed und einem jungen Mann aus der Familie, zu einem kleinem Rundgang durch Sanur aufgemacht. Wieder mussten wir viele Hände schütteln, hörten das schon bekannte „Welcome“. An einem Haus kam ein junger Mann uns entgegen, der, wie sich herausstellte, unser Guide für die morgige Etappe sein sollte. Da aber in der vergangenen Nacht seine Tante gestorben war konnte es uns noch nicht sagen ob er morgen mit wandert. Ein Ersatz sei aber gefunden. Er lud uns in das Trauerhaus ein wo hier traditionell die ganze Familie zusammensitzt, natürlich getrennt nach Frauen und Männern. In einem Raum saßen die Männer aus dem Dorf die kondolierten, wir wurden in einen anderen Raum gebeten, in dem wohl die engeren Familienmitglieder mit traurigen Gesichtern saßen. Wir wurden vorgestellt, bekamen Kaffee und Wasser und eine Dattel. Schnell entspann sich hier nun eine Diskussion. Ausgehend von der Frage wie es uns hier gefällt kam man schnell auf die aktuelle, aber damit auch auf die grundsätzliche Situation des Konfliktes zwischen Israel und den Palästinensern. Hier fühlt man sich von sich von Deutschland und Europa verlassen. Eine der grundlegenden Fragen war in diesem Zusammenhang für mich: Wie würde die Welt reagieren, wenn das, was Israel dem palästinensischen Volk seit nunmehr 48 Jahren antut, mit Israel geschehen würde. (Zu dieser Frage habe ich einen <a href="http://marius-blog.de/wie-wuerden-juden-reagieren/" target="_blank">Gastbeitrag eingestellt.</a>) Nach etwa einer halben Stunde verließen wir die Trauergesellschaft und setzten unseren Rundgang durch das Dorf fort.</p>
<figure id="attachment_2719" aria-describedby="caption-attachment-2719" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/anstiege.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2719" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/anstiege-225x300.jpg" alt="Anstieg zum Mont" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/anstiege-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/anstiege-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2719" class="wp-caption-text">Anstieg zum Mont Hureish</figcaption></figure>
<p>An so einem warmen Tag (es waren wieder so um die 30 °C) bekommt der Mitteleuropäer schon mal die Lust auf ein Eis. Erstaunt vernahmen wir die Kunde in einigen Läden: Der Sommer ist zu Ende, das Eis eben auch&#8230;</p>
<p>Auf der Straße sahen wir nicht nur die Familien mit Traktoren und anderen Gefährten von den Olivenernte heim kommen, auch sahen wir einigen Jungen die wohl auch in kleinen Beuteln Oliven gesammelt hatten um sie dann für einige Schekel (Taschengeld) zu „verkaufen“.</p>
<p>Nach einem leckeren Frühstück auf der Dachterrasse, es gab warmes Fladenbrot auf dem Oel und Zater verteilt war und was im Ofen erwärmt wurde, dazu Tee und Kaffee. Das Taxi brachte uns dann zum verabredeten Treffpunkt mit unserem neuen Guide. Es war nun doch Rabii. Seine Familie hat trotz des Todesfalles zugestimmt, das er uns begleitet kann. Am Treffpunkt haben wir noch frisches Brot geordert, dass gerade dort im Backofen gebacken wurde. Auch hatten wir uns entschieden unsere Rücksäcke mit dem Taxi mitzugeben das den Guide an unserem Zielort Sebastia abholen sollte.</p>
<p>So machten wir uns mit leichtem Gepäck, vor allem 2 l Wasser pro</p>
<figure id="attachment_2720" aria-describedby="caption-attachment-2720" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/neuer-Guide.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2720" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/neuer-Guide-300x225.jpg" alt="unser neuer Guide für heute:" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/neuer-Guide-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/neuer-Guide-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2720" class="wp-caption-text">unser neuer Guide für heute: Rabii</figcaption></figure>
<p>Person waren angesagt auf die etwa 18 km lange Etappe. Wie immer könnt ihr Streckenprofil und Wegbeschreibung <a href="http://marius-blog.de/abrahamspfad-i-von-romana-nach-nablus/">hier verfolgen.</a></p>
<p>Direkt am Rande des Dorfes begann der Anstieg zum Mont Hureish. Der Weg war erst breit wurde dann zum Schluss etwas schmaler und schon ganz schön steil. Aber wirklich gut zu bewältigen. Nach einer ¾ stunde hatten wir den ersten Gipfel unseres heutigen Wandertages auf etwa 750 m erreicht. Es war wirklich eine sehr schöne Aussicht dort oben. Wir konnten u.a. bis Nablus sehen dem Zielort unserer morgigen Etappe.</p>
<figure id="attachment_2721" aria-describedby="caption-attachment-2721" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2721" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege4-300x200.jpg" alt="Wege" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege4-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege4-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2721" class="wp-caption-text">Wege</figcaption></figure>
<p>Auch das Wetter war heute wieder sehr schön, ein kühler Wind tat uns beim Aufstieg gut. Nach kurzer Pause machten wir uns auf den Abstieg. Etwa nach drei Stunden hatten wir den Rand des Dorfes Jaba (auf ca. 550 m Höhe gelegen) erreicht und begannen mit dem zweiten Aufstieg. Den Gipfel des Mont Bayzeed (ebenfalls etwa 750 m hoch) erreichten wir wieder in ca. einer ¾ Stunde. Auch hier war der Ausblick sehr schön. Dann begann der etwas mühsame Abstieg der vor allem wegen fehlender Wege (es ging sicherlich eine Stunde dorniges Gestrüpp „Maccia“ eben) nicht sonderlich begeisterte. Als wir im Tal waren ging es besser, es gab wieder Wege und auch die Vegetation wurde etwas üppiger. Durch wahre Alleen von Olivenbäumen zu gehen hat schon was. Hier und da begegneten uns natürlich wieder Familien bei der Ernte aber mit dem Kaffee hat es heute nicht geklappt.</p>
<p>Nach etwas mehr als 5 Stunden reiner Wanderzeit erreichten wir unseren Zielort Sebastia. Wie bei allen anderen Etappenzielen zuvor war der letzte Kilometer ein kräftezehrender Aufstieg. Irgendwie fielen mir die Jugendherbergen in meiner Kinder/Jugendzeit ein die auch alle auf dem Berg lagen</p>
<p>Sebastia hat einen schönen alten Dorfkern. Dort befand sich auch</p>
<figure id="attachment_2722" aria-describedby="caption-attachment-2722" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ausblicke.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2722" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ausblicke-300x200.jpg" alt="Ausblick vom Gästehaus in Sebastia" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ausblicke-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Ausblicke-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2722" class="wp-caption-text">Ausblick vom Gästehaus in Sebastia</figcaption></figure>
<p>unser heutiges Gasthaus, eine Art Pension, sehr schön und mal ohne Familienanschluss&#8230;auch mal schön. Aber gerade beginnt der Muezzin seinen Gebetsruf, der Lautsprecher des Minaretts ist keine 10 m von unseren Zimmern entfernt. Wecker brauchen wir garantiert keinen morgen früh.</p>
<p>Noch etwas zur aktuellen Auseinandersetzung. Als unser Guide im Dorf Jaba mit einer Frau sprach war diese sehr reserviert uns gegenüber. Wir fragten den Guide was das Problem sei, Sie meint wir wären Juden aus den Siedlungen die wohl hier öfters vorbei kommen. Ob sie denn keine Angst hätten hier zu wandern? Die hätten immer Revolver oder Gewehre dabei&#8230;.</p>
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		<title>Abrahamspfad 3: von Arraba nach Sanur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2015 13:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte einmal vorab etwas zu den technischen Möglichkeiten hier im „tiefsten“ Palästina sagen. Es ist schon erstaunlich wie es doch fast überall möglich ist, einen Zugang zum Internet zu bekommen. Gestern nun hatte unsere <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-3-von-arraba-nach-sanur/" title="Abrahamspfad 3: von Arraba nach Sanur">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte einmal vorab etwas zu den technischen Möglichkeiten hier im „tiefsten“ Palästina sagen. Es ist schon erstaunlich wie es</p>
<figure id="attachment_2702" aria-describedby="caption-attachment-2702" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Haustür.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2702" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Haustür-300x200.jpg" alt="Der Eingang" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Haustür-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Haustür-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2702" class="wp-caption-text">Der Eingang</figcaption></figure>
<p>doch fast überall möglich ist, einen Zugang zum Internet zu bekommen. Gestern nun hatte unsere Gastfamilie kein WLAN, aber schnell hatten wir dank unseres Guides Saad, der ja in Arraba zu Hause ist, möglich bei einem Freund , der einen kleinen Eisenwarenladen führt, ein „Netz“ zu bekommen.</p>
<p>Jetzt möchte ich zunächst etwas zu unserer neuen Gastgeberfamilie</p>
<figure id="attachment_2703" aria-describedby="caption-attachment-2703" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/abendessen22.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2703" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/abendessen22-300x200.jpg" alt="vielfältiges Abendessen" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/abendessen22-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/abendessen22-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2703" class="wp-caption-text">vielfältiges Abendessen</figcaption></figure>
<p>sagen. Wie erwähnt, war unsere Familie noch bei der Olivenernte. Der Hausherr holte uns mit einem VW-Bus ab, „der die Jahre schon gesehen hatte“ Es war nur die Rückbank drinnen und schon einige Stöcke die zur Ernte benötigt werden. Wir haben dann die Familie auf dem Feld abgeholt und ehe wir uns versahen waren zahlreiche prallgefüllte Säcke mit Oliven, viele Planen die unter den Bäumen ausgelegt werden und mal wieder „einen Stall“ voll Kinder/Jugendliche (ich denke so insgesamt waren wir dann 9 Personen im Bus).</p>
<figure id="attachment_2704" aria-describedby="caption-attachment-2704" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/eingemacht.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2704" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/eingemacht-300x200.jpg" alt="frisch eingemacht" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/eingemacht-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/eingemacht-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2704" class="wp-caption-text">frisch eingemacht</figcaption></figure>
<p>Bald erreichten wir das Haus das nicht so unbedingt einen einladenden Eindruck machte. Gestern noch waren wir in einem gerade gebauten haus, hier hatte schon der „Zahn der Zeit“ genagt. Es war alles etwas schmuddelig aber das wurde schnell durch die wieder totale Freundlichkeit aller Hausbewohner ausgeglichen wurde. Ein ständiges Grinsen lag immer in der Luft. Na ja zu den weiteren Bedingungen die wir im „Bad“ und auch im Schlafzimmer vorfanden, will ich mit Rücksicht auf die lieben Gastgeber hier besser schweigen&#8230;aber eine Nacht sollten wir schon in diesen Räumlichkeiten aushalten. Ansonsten wurde uns aber die Wünsche</p>
<p>im wahrsten sinne von den Lippen abgelesen, bei dem 10 jährigen</p>
<figure id="attachment_2707" aria-describedby="caption-attachment-2707" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/oel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2707" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/oel-300x225.jpg" alt="Arraba: 5 Oelpressen arbeiten die ganze Nacht" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/oel-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/oel-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2707" class="wp-caption-text">Arraba: 5 Oelpressen arbeiten die ganze Nacht</figcaption></figure>
<p>Achmed endete „diese Betreuung“ beim Zähneputzen am Abend. Erst als ich ihm meine hoffentlich weißen geputzten Zähne zeigen durfte war er zufrieden. Es ist schon sehr gewöhnungsbedürftig derart im „Mittelpunkt“ zu stehen. Zum Abendessen setzten sich die „Männer an den Tisch, die Frauen waren noch mit dem einlegen der Oliven beschäftigt oder nahmen sich im Stehen das eine oder andere vom Tisch. Anschließend haben wir abwechselnd arabische und deutsche Lieder gesungen. Gut kam an: Drei Chinesen mit dem Kontrabass&#8230;.</p>
<p>Wir hatten uns am Abend noch mit Saeed verabredet der uns mit ins Cafe nahm. Hier treffen sich ausschließlich die Männer und auch die Jüngeren. Man trinkt auf einen Plastikstuhl an der Straße sitzend, Tee, Kaffee oder einfach Wasser. Der eine oder andere raucht sich eine Wasserpfeife. Natürlich waren wir auch hier wieder die „Attraktion“. Viele haben Verwandte die in Deutschland leben, alle mögen Deutschland. Aber auch die aktuellen Auseinandersetzungen waren naturgemäß ein Thema. Alles in allem war es nicht nur für uns aber ein interessanter Abend.</p>
<p>Heute sind wir nun nach einer kurzen Nacht was die geschlafenen Stunden angeht um sieben los um die insgesamt 14 km bis zu unserem Zielort Sanur zu gehen. Ihr findet die Wegebeschreibung wie gewohnt <a href="http://marius-blog.de/abrahamspfad-i-von-romana-nach-nablus/" target="_blank">hier.</a></p>
<p>Der Weg war insgesamt genauso schön wie gestern, wirklich einfach</p>
<figure id="attachment_2705" aria-describedby="caption-attachment-2705" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2705" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege3-300x200.jpg" alt="auf dem Weg von Arraba nach Husan" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege3-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege3-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2705" class="wp-caption-text">auf dem Weg von Arraba nach Sanur</figcaption></figure>
<p>zu gehen, auch die Sonne war heute nicht so stark, außerdem kam uns ein angenehmer Wind entgegen. Nach etwa vier Stunden erreichten wir unseren heutigen Zielort Sanur. Da heute wegen des muslemischen Freitages schulfrei war, kamen wir uns bald vor wie „die Rattenfänger von Hameln“ immer wurden wir von einer Schar von Kindern begleitet. Im Zentrum des Ortes, der etwa 5.000 Einwohner hat, wurden wir von unserem heutigen Gastgeber in Empfang genommen. Heute kamen wir dann in ein schönes Haus, mit einer wesentlich aufgeräumter „Atmosphäre“ als gestern. Auch das Bad kann ich wieder ohne „“ nennen.</p>
<figure id="attachment_2706" aria-describedby="caption-attachment-2706" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/BMW.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2706" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/BMW-300x200.jpg" alt="Sanur: BMW trifft auf Esel" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/BMW-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/BMW-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2706" class="wp-caption-text">Sanur: BMW trifft auf Esel</figcaption></figure>
<p>Heute heißt es Abschied nehmen von unserem Guide Saeed, der uns 3 Tage vorzüglich begleitet hat. Alfred hatte noch alle „Hände voll zu tun“ um die Organisation für den morgigen Guide, der uns auf der schwierigsten Etappe (da ein hoher Berg 700m bezwungen werden muss)begleiten wird, zu regeln. Auch die Unterkunft in Sebastia musste noch geklärt werden.</p>
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		<title>Abrahamspfad 1. Etappe: von Rumana nach Burqin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2015 16:04:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Fairer Handel]]></category>
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					<description><![CDATA[Früh am morgen sind wir mit dem Taxi von Nablus nach Rumana gefahren, etwa 1 ½ Stunden Fahrzeit. Unterwegs haben wir noch unseren Wanderführer Saeed (53) mitgenommen der uns die ersten drei Etappen begleiten wird. <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-1-etappe-von-rumana-nach-burqin/" title="Abrahamspfad 1. Etappe: von Rumana nach Burqin">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Früh am morgen sind wir mit dem Taxi von Nablus nach Rumana gefahren, etwa 1 ½ Stunden Fahrzeit. Unterwegs haben wir noch</p>
<figure id="attachment_2674" aria-describedby="caption-attachment-2674" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgennablus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2674" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgennablus-300x200.jpg" alt="morgen in Nablus" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgennablus-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgennablus-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2674" class="wp-caption-text">morgen in Nablus</figcaption></figure>
<p>unseren Wanderführer Saeed (53) mitgenommen der uns die ersten drei Etappen begleiten wird. Da er den Weg der ersten Etappe auch nicht so gut kennt hat er noch Achmed (25 Jahre) mitgebracht.</p>
<p>Gegen halb zehn sind wir dann in Rumana losmarschiert. <a href="http://marius-blog.de/abrahamspfad-i-von-romana-nach-nablus/">Den Wegverlauf kann hier eingesehen werden.</a></p>
<p>Rumana liegt im Nord-Westen von Palästina, man konnte in der Ferne Nazareth und den Berg Tabor</p>
<p>im israelischen Galiläa sehen. Achmed erklärte uns zu Beginn das die Etappe ca. 18. Km lang sei und wir etwa 6 Stunden benötigen würden. Schon nach dem wir den kleinen Ort Rumana verlassen hatten wurde klar warum uns von allen Seiten dringend empfohlen wurde einen Wanderführer zu nehmen. Irgendwann bog Achmed plötzlich vom Weg ab und es ging so ziemlich quer Feld ein. Bisher hatten wir kein Wegzeichen gesehen, das sollte auch den ganzen Tag so bleiben. Es wechselten sich dann Abschnitte mit breiten Fahrwegen, Wegen durch Alleen von Olivenbäumen und solche Wege ab wo es über Stock und Stein (und davon gaanz viele) ging. Immer</p>
<figure id="attachment_2675" aria-describedby="caption-attachment-2675" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickgaliläa.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2675" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickgaliläa-300x200.jpg" alt="Blick nah Galiläa" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickgaliläa-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickgaliläa-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2675" class="wp-caption-text">Blick nah Galiläa</figcaption></figure>
<p>wieder boten sich uns imposante Ausblicke. Der Weg ging abseits der Dörfer. Deshalb war zum Start die Parole ausgegeben worden, mindestens 2 l Wasser mit zu nehmen.</p>
<p>Ich hatte mir ja noch zu Hause einen leichten (unter 1 kg) Rücksack gekauft, den ich mit ca 8-10 kg Gepäck gefüllt hatte (zusätzlich mein relativ leichtes Macbook) und natürlich Waasser und ein wenig Verpflegung. Es ging ganz gut, die leichten Wanderschuhe haben auch gute Dienste geleistet, ich kann zum Abend sagen: keine Blasen.</p>
<p>Wie uns Saeed sagte wird dieser Weg öfters in den Monaten März-Mai gegangen, da sei Vieles noch grün, und meist auch die Temperatur nicht so hoch. Heute schätze ich waren es 30 °C, das war schon ziemlich heftig&#8230;</p>
<figure id="attachment_2676" aria-describedby="caption-attachment-2676" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ernte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2676" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ernte-300x200.jpg" alt="bei der Olivenernte" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ernte-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ernte-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2676" class="wp-caption-text">bei der Olivenernte</figcaption></figure>
<p>Schön war das wir unterwegs immer wieder Familien trafen bei der gerade angelaufenen Olivenernte. Meist schall uns ein freundliches „Welcome“ zu. Überhaupt wenn uns jemand begegnete wurden wir immer freudig begrüßt. Nach etwa 2 ½ Stunden machten wir eine erste Pause, Saeed kochte uns Tee (schwarzer Tee mit Tymianzweigen gewürzt) echt lecker. Wir hatten morgens noch ein Fladenbrot gekauft, gestern etwas Käse und Oliven, alles hat gut gemundet.</p>
<p>Nachmittags habe wir am Rande eines Dorfes nochmal Rast</p>
<figure id="attachment_2677" aria-describedby="caption-attachment-2677" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weg1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2677" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weg1-300x169.jpg" alt="schöner Weg zwischen Olivenbäumen" width="300" height="169" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weg1-300x169.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weg1-1024x576.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2677" class="wp-caption-text">schöner Weg zwischen Olivenbäumen</figcaption></figure>
<p>gemacht. Spontan wurden wir eingeladen, die Plastikstühle bereitgestellt und selten hat eine kalte Cola so gemundet. Die vier Kinder des Hauses trauten sich nach einiger Zeit auch hervor, eine schöne halbe Stunde der palästinensischen Gastfreundschaft. Die Kinder haben uns lange hinterher gewunken.</p>
<figure id="attachment_2678" aria-describedby="caption-attachment-2678" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kirche.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2678" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kirche-300x200.jpg" alt="sehr alte Kirche in Burqin" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kirche-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kirche-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2678" class="wp-caption-text">sehr alte Kirche in Burqin</figcaption></figure>
<p>Um 15.30 kamen wir in Burqin an, müde aber auch erfüllt von den schönen Erlebnissen. Schnell haben wir uns noch die alte griechisch-orthodoxe Kirche angesehen, angeblich eine der ältesten der Welt. Bei meinen beiden Gruppenfahrten (2012/2014) haben wir hier auch eine Besichtigung gemacht. In Burqin leben 70 Christen und über 7.000 Moslems. Anschließend sind wir zu der Fair Trade Organisation Kanaan gefahren die für uns die Übernachtungen der ersten drei Tage geregelt hat. Ich hatte im letzten Jahr mit meiner Gruppe das Vergnügen dort zu erfahren <a href="http://marius-blog.de/blog/fair-gehandeltes-oel-und-eine-bierbrauerei-in-palaestina/">wie fairer Handel hier in Palästina funktioniert</a>. Weitere Infos findet man hier.</p>
<p>Von hier wurden wir zu unserer ersten Unterkunft gebracht, bei einer muslimischen Familie. Nach den erfrischenden Duschbad habe ich nun begonnen diesen Blogbeitrag zu schreiben.</p>
<p>Ach ja bald hätte ich es vergessen&#8230;.der aktuelle Konflikt zwischen Israel und Palästina.</p>
<p>Hier in dieser Gegend wo es keine israelischen Siedlungen gibt ist es absolut ruhig. Natürlich spielen die Vorfälle der letzten Zeit bei den Gesprächen mit unseren Wanderführern eine Rolle. Natürlich ist das „Welcome“ der Bewohner hier verbunden mit dem Ausdruck, schön das ihr hier zu uns kommt. Aber sonst ist wirklich alles sehr friedlich&#8230;.das war heute morgen noch etwas anders: als wir Nablus verließen wurde kamen wir in eine Fahrzeugkontrolle des israelischen Militärs. Ich hatte meinen Ausweis im Rucksack der im Kofferraum lag. So spontan und eben oft auch etwas unüberlegt (vor allem in einer solche für mich so unbekannten Situation) bin ich ausgestiegen um an den Rucksack zu gelangen. Ziemlich barsch wurde ich angewiesen mich wieder in den wagen zu setzen. Erst da war mir klar das ein unaufgefordertes Öffnen des Kofferraumes auch als Bedrohung angesehen werden kann, und huer ist schon so mancher in den letzten Wochen nur deshalb erschossen worden weil die Soldaten/Polizisten eine Bedrohung verspürten. Vorsichtig sein heißt hier und jetzt eben mehr als bei uns&#8230;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich möchte aber auch am Ende unseres ersten Wandertages nicht versäumen meinem Wanderfreund schon einmal ein gro0es Dankeschön zu sagen. Er hat sich mehr als iuch in die Planung „gekniet“ und hatte in den letzten Tagen &#8211; hier vor Ort- durch zahlreiche Telefonate wegen Guides und Unterkünfte für die hier dringend notwendigen Rahmenbedingungen gesorgt.</p>
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		<title>Wandern auf den Spuren Abrahams</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2015 16:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich mit Alfred, einem Bekannten aus Berlin, von Jerusalem nach Nablus gefahren. Wir haben die öffentlichen Busse benutzt, von Jerusalem den 219 nach Ramallah, Fahrzeit heute 45 Minuten, von Ramallah nach Nablus <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wandern-auf-den-spuren-abrahams/" title="Wandern auf den Spuren Abrahams">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich mit Alfred, einem Bekannten aus Berlin, von Jerusalem nach Nablus gefahren. Wir haben die öffentlichen Busse benutzt, von Jerusalem den 219 nach Ramallah, Fahrzeit heute 45 <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2667" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus-225x300.jpg" alt="Nablus" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus-768x1024.jpg 768w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Nablus.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Minuten, von Ramallah nach Nablus mit einem orangen farbigen Service-Bus ebenfalls in etwa 45 Minuten. In Nablus haben wir uns im Al Yasmeen, einem schönen Hotel mitten in der Altstadt, einquartiert. Bei einem längeren Spaziergang durch den so lebendigen und farbenfrohen Souk in Nablus, spürten wir nichts von der anderen Orts so aufgeheizten und angespannten Stimmung. Oft Schall uns das &#8222;Welcome&#8220; entgegen, durften wir etwas probieren wurde ein kleiner Talk geführt. Da war es wieder, das was ich bei meinen vielen Aufenthalten immer wieder gespürt habe, es sind so freundliche Menschen hier&#8230;..und natürlich haben wir wieder die Zoo großartige Knäfeh probiert</p>
<p><strong><u>Der Abrahams Pfad</u></strong></p>
<p>Schon vor einigen Jahren hatte ich davon gehört, dass ein Teilstück <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2668" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte-190x300.jpg" alt="Karte" width="190" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte-190x300.jpg 190w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte.jpg 620w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a>des Abrahamspfades durch Palästina führen soll. Der biblischen Überlieferung nach ist Abraham vor etwa vier Jahrtausenden von Ur am Euphrat in Mesopotamien &#8211; dem heutigen Irak &#8211; nach Haran in der heutigen Türkei und anschließend nach Kanaan (heutiges Palästina) gewandert.Von dort aus zog er weiter nach Ägypten und dann wieder zurück nach Kanaan, wo er in Hebron sesshaft wurde.<br />
&#8222;Abraham Path&#8220; ist ein Fernwanderweg, der das kulturelle Gedächtnis Abrahams im Nahen Osten verfolgt. Der Weg durchquert fünfzehn verschiedenen Regionen des Nahen Ostens und hat derzeit mehr als 1.000 Kilometer begehbare Wege in der Türkei,  Jordanien und eben in den Palästinensergebieten. Zwar gibt keine Hinweise auf die genaue Route der Reise von Abraham , wie es auch keine historische oder archäologische Beweise gibt, dass vor etwa 4000 Jahren ein Mann namens Abraham existierte. Abraham existiert heute jedoch in der Erinnerung und Traditionen aller Menschen im Nahen Osten und für Milliarden von Menschen außerhalb der Region.<br />
Ein von der Weltbank finanzierte Projekt &#8222;Abraham-Pfad / wirtschaftliche Entwicklung in strukturschwachen Gemeinden&#8220;, versucht, mit der Ausgestaltung der Infrastruktur (Unterkünfte, Wanderführer etc.) die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Westbank zu stimulieren.</p>
<p><span style="line-height: 1.5;"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2669" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1-212x300.jpg" alt="Karte1" width="212" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1-212x300.jpg 212w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1-724x1024.jpg 724w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Karte1.jpg 728w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /></a>Wir haben nun vor, ab morgen einige Etappen dieses Fernwanderweges zu gehen. Wegen der, durch die vielen Anschläge in der letzten Zeit, etwas unübersichtlichen Situation (in Israel und im Westjordanland) wollen wir zunächst nur die 5 Tagesetappen gehen, die nördlich von Nablus liegen. Den Bereich südlich von Nablus wollen wir meiden, da es hier in den vergangenen Wochen zahlreiche Zusammenstöße zwischen Siedlern und Palästinensern gegeben hat.Damit der Weg, den wir gehen wollen, besser „verfolgt“ werden kann, habe ich unter der Sparte &#8222;Verschiedenes&#8220; an der Kopfseite meines Blogs die detaillierte Beschreibung der 5 Tagesabschnitte hinein kopiert. Weitere Infos zum Abrahamspfad findet ihr </span><a style="line-height: 1.5;" href="http://www.abrahampath.org" target="_blank">hier</a></p>
<p>Hier noch ein ganz interessanter Reisebericht</p>
<p><a href="http://www.merkur.de/reise/bergwandern-spuren-urvaters-abraham-reise-zr-634186.html" target="_blank">http://www.merkur.de/reise/bergwandern-spuren-urvaters-abraham-reise-zr-634186.html</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Abschließende Anmerkung</strong></span></p>
<p>Ich hoffe das ich bei unseren Stationen in den nächsten Tagen immer einen Zugang zum Internet habe damit ich über unsere Erlebnisse zeitnah berichten kann.</p>
<figure id="attachment_2670" aria-describedby="caption-attachment-2670" style="width: 300px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2670" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak-300x200.jpg" alt="Tabak aus Nablus" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Tabak-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2670" class="wp-caption-text">Tabak aus Nablus</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
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