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	<title>Besatzung &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>50 Jahre Leben unter Besatzung: Was nehme ich im Alltag wahr?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Apr 2017 19:19:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[Neubauten]]></category>
		<category><![CDATA[Reichtum]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte mir ja vor meiner Reise vorgenommen, in den Tagen meines Aufenthaltes hier, mit „offenen Augen“ durch die Straßen zu gehen und dabei zu erspüren, wie es den Menschen denn so geht im Alltag, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/50-jahre-leben-unter-besatzung-was-nehme-ich-im-alltag-war/" title="50 Jahre Leben unter Besatzung: Was nehme ich im Alltag wahr?!">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte mir ja vor meiner Reise vorgenommen, in den Tagen meines Aufenthaltes hier, mit „offenen Augen“ durch die Straßen zu gehen und dabei zu erspüren, wie es den Menschen denn so geht im Alltag, wie sie leben, was sie tun. Neben meinen größeren Tagesberichten, in denen ich immer mal wieder auf Besonderheiten und Erkenntnisse eingegangen bin, möchte ich vor diesem Hintergrund in diesem Tagesblog einige weitere Wahrnehmungen kurz schildern.</p>
<p>Sicherlich muss der/die Leser/in berücksichtigen, das dies „Momentaufnahmen“ von mir sind, die ich vor allem in dieser sehr christlich geprägten Region um Bethlehem/Beit Jala gemacht habe. Möglicherweise stellt sich einiges, in anderen -eher muslimisch geprägten Regionen &#8211; zum Beispiel im Norden bei Jenin oder im Süden bei Hebron etwas anders.</p>
<figure id="attachment_3493" aria-describedby="caption-attachment-3493" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-3493" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rushhour-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rushhour-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rushhour-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/rushhour-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3493" class="wp-caption-text">auf der Hebronstraße in Bethlehem mittags um 13 Uhr</figcaption></figure>
<p>In den 5 Jahren in denen ich immer mal wieder für einige Wochen hier sein darf, habe ich das Gefühl, dass der Auto-Verkehr in den palästinensischen Städten immer mehr zu nimmt, ja selbst für mich, der oft zu Fuß unterwegs ist, fast unerträglich wird. An normalen Werktagen gibt es zum Beispiel hier in den Innenstädten von Bethlehem und Beit Jala fast kein Durchkommen mehr. Die Luft ist entsprechend „Abgasgeschwängert“ Wie man mir sagt, gibt hier keinen Plan, keine Überlegungen für eine Verbesserung, gar eine Veränderung dieser Situation. Keiner denkt hier Beispielsweise an den Ausbau des ÖPNV. Ja auch die vielen Service-Taxis (Kleinbusse) tragen auch zum wachsenden Verkehrschaos bei. Wie sagte Daoud Nassar zu mir: Vieles hat die Besatzungsmacht zu verantworten, aber auch wir haben selbst eine Verantwortung, die wir aber oft nicht war nehmen.</p>
<figure id="attachment_3492" aria-describedby="caption-attachment-3492" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3492" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neubauten-1-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neubauten-1-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neubauten-1-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neubauten-1-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3492" class="wp-caption-text">sehr viele dieser Neubauten (hier in Ramallah) stehen leer</figcaption></figure>
<p>Es fällt auf, dass hier massiv gebaut wird. Ebenso fällt aber auch auf, dass Hunderte (vielleicht Tausende?) der Neubauten leer stehen, oder in ihnen nur wenige Wohnungen bezogen sind. Ob hier spekuliert wird, mir entzieht sich der Sinn dieses „Baubooms“. Wenn man die Menschen hier dazu befragt, kriegt man keine Antwort oder eben nur die Erkenntnis, dass sich die normalen Menschen eben die teure Miete oder den teuren Verkaufspreis der Wohnungen nicht leisten können.</p>
<figure id="attachment_3494" aria-describedby="caption-attachment-3494" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="size-large wp-image-3494" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/reiches-Haus-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/reiches-Haus-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/reiches-Haus-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/reiches-Haus-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3494" class="wp-caption-text">gerade im christlichen Beit Jala gibt es viele solcher &#8222;Prachtbauten&#8220;</figcaption></figure>
<p>In Deutschland ist in diesen Tagen (mal wieder) ein „Armuts-und Reichtums Bericht“ erschienen. Außer der Erkenntnis, dass bei uns, die Schere zwischen Armen und (sehr) Reichen immer weiter auseinander geht, sind seit dem ersten Bericht im Jahre 2001 keine wirklichen Konsequenzen getroffen worden (Steuern auf Börsengewinne etc)<br />
Auch hier in Palästina habe ich das Gefühl, dass es neben Armen (und sehr Armen) Menschen auch viele Reiche (ja auch sehr Reiche) gibt .<br />
Man sieht es an den unglaublich großen (und neuen Autos) aber eben auch an prächtigen Villen mit großen Grundstücken. Es werden großartige Hochzeiten gefeiert und die Hochzeitsreise des jungen Paares führt selbstverständlich mehrere Wochen nach Griechenland oder Florida. Man sieht die vielen Goldgeschäfte, in deren Verkaufsräumen immer reger Betrieb ist. Gerade die vielen Christen in Beit Jala gehören sicherlich zu der reichen Mittel- und Oberschicht in Palästina.<br />
Ich frage mich, womit sind diese Menschen reich geworden. Vielen haben große Grundstücke, andere haben ihre Grundstücke (oft auch unter dem Druck der Israelis: „wenn du nicht verkaufst dann wird dein Land enteignet“) verkauft. Wiederum andere sind mit bestimmten Geschäften reich geworden. So habe ich immer den prächtigen Palast vor Augen, den der Besitzer einer Fertig-Beton-Fabrik am Rande des großen Flüchtlingslager „Deheishe“ bei Bethlehem sich errichtet hat. Hier in Bethlehem gibt es auch (wie ich hörte) drei großen Familien (Clans) die sich das Geschäft (Hotels, Restaurants, Souvenirs) mit den Touristen „aufteilen“.</p>
<figure id="attachment_3495" aria-describedby="caption-attachment-3495" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3495" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neuebäckerei-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neuebäckerei-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neuebäckerei-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/neuebäckerei-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3495" class="wp-caption-text">eine neue Geschäftsidee in Beit Jala: ein Feinkostladen mit Baguette und Körnerbrote</figcaption></figure>
<p>Immer weder gibt es aber auch neue Geschäftsideen in die innovative Menschen investieren. So sah ich in Beit Jala einen neuen „Feinkostladen“, der nicht nur Wurst und Käse (aus aller Welt) anbot, auch seine Brotabteilung erstaunte mich: hier lagen neben Körnerbroten auch knusprige Baguettes. Mit diesen neuen Geschäftsideen ist es aber wie auch bei uns: sie müssen vom Kunden, (und im konkreten Fall zielt der Besitzer sicherlich auch auf ausländische Kunden, die hier vermehrt in Beit Jala/Bethlehem wohnen) „angenommen“ werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Palästinenser der in Deutschland lebt und hier zu Besuch ist erzählte mir: Ich traf einen etwa 25 jährigen Palästinenser, der hockte am Straßenrand in Bethlehem. Ich fragte ihn was er tue? Er sagte, ich warte auf bessere Zeiten. Ich sagte, sei doch froh, dass du in deiner Heimat leben kannst, ich muss in der Diaspora leben. Er erwiderte: Was ist das, Heimat, dass Gefühl für Heimat habe ich längst verloren.</p>
<figure id="attachment_3497" aria-describedby="caption-attachment-3497" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3497" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperren-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperren-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperren-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/sperren-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3497" class="wp-caption-text">sie liegen überall am Straßenrand in Palästina:<br />große Betonblöcke mit denen schnell die ganze Straße blockiert werden kann</figcaption></figure>
<p>Wenn man in der Stadt lebt, kriegt man oft nichts mit. Man meidet es in ein anderes Gebiet zu fahren. Man fährt nicht einfach mal die 80 km von Bethlehem nach Nablus. Man meidet die C-Gebiete. Immer wieder gibt es dort Straßensperren, man weiß nie ob man zurück fahren kann. Wir leben irgendwie in kleinen „Homelands“.</p>
<hr />
<p>Tageszitat aus „Recht ströme wie Wasser“</p>
<p><em><strong>Die Zukunft des jüdischen Volkes ist an die Erhaltung und das Gedeihen Palästinas innerhalb der jüdischen Welt gebunden. Im Lichte dieser Erkenntnis ist es die Pflicht progressiver Juden und Christen, auf eine jüdisch-christlich-palästinensische Solidarität hinzuarbeiten.</strong></em></p>
<p>Von: Marc Ellis ( ein US-amerikanischer jüdischer Befreiungstheologe und Friedensaktivist)</p>
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		<title>Besatzung bedeutet auch Militärgerichtsbarkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2017 05:32:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaftung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte sie schon öfters gesehen, die goldenen Türme der russischen Kirche, ganz zentral in Jerusalem, nahe dem Rathaus und der Hauptgeschäftsstraße Yaffo. Erst gestern, durch den einen Hinweis von Roni Hammermann, wurde mir bekannt, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/besatzung-bedeutet-auch-militaergerichtsbarkeit/" title="Besatzung bedeutet auch Militärgerichtsbarkeit">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte sie schon öfters gesehen, die goldenen Türme der russischen Kirche, ganz zentral in Jerusalem, nahe dem Rathaus und der Hauptgeschäftsstraße Yaffo.</p>
<p>Erst gestern, durch den einen Hinweis von Roni Hammermann, wurde mir bekannt, was sich sonst noch in unmittelbarer Nähe dieser schmucken russischen Kirche (Roni sagt am „Russenplatz“) befindet:</p>
<p>das Polizeigefängnis von Jerusalem.</p>
<figure id="attachment_3315" aria-describedby="caption-attachment-3315" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3315" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gitter-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gitter-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gitter-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gitter-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3315" class="wp-caption-text">mitten in Jerusalem: das Polizeigefängnis</figcaption></figure>
<p>Hier werden auch viele junge Palästinenser, die oft in nächtlichen Polizeiaktionen aus ihren Häusern geholt werden, hingebracht. Roni nennt es „Einkaufslisten“ nach denen in den nächtlichen Aktionen, jungen Menschen aus den palästinensischen Häusern geholt würden. Die Namen auf den Listen werden oft durch erzwungene Verhöre aufgefüllt. Junge Menschen, die verhaftet werden, nennen oft unter Zwang die Namen ihrer Freunde, um so den Druck der Verhöre, denen sie schutzlos ausgeliefert sind, zu beenden.</p>
<p>Gerhard Horton, Anwalt der Menschenrechtsgruppe Military Court Watch   sagt in einem Interview:</p>
<p><em>„Am stärksten traumatisierend sind meist die Festnahme, der Transport und das Verhör in den ersten 24 Stunden nach der Festnahme. Das Kind wird aggressiv festgenommen, oft in der Nacht; ihm werden schmerzhaft die Hände zusammengeschnürt und die Augen verbunden. Es ist ferner körperlichen und verbalen Angriffen ausgesetzt. Über seine legalen Rechte wird es nicht richtig informiert</em>.“ (<a href="http://marius-blog.de/nicht-nur-gefesselt-sondern-auch-geschlagen/" target="_blank">das ganze Interview ist unter dem Kapitel „Historie&amp;Besatzung&#8220; nachzulesen)</a></p>
<p>Viele sitzen dann monatelang ohne Anklage und Verhandlung in israelischen Gefängnissen. Ihre Eltern können Sie in dieser Zeit dort nicht besuchen weil sie kein Visum für Israel erhalten.</p>
<figure id="attachment_3316" aria-describedby="caption-attachment-3316" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3316" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gefängnis-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gefängnis-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gefängnis-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/gefängnis-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3316" class="wp-caption-text">viele Gefangenentransporter stehen vor dem Eingangsbereich</figcaption></figure>
<p>Heute nun habe ich mit die Örtlichkeit &#8211; mitten in Jerusalem- ein wenig näher angeschaut. Es ist wirklich erstaunlich wie zentral sich diese Einrichtung befindet. Keine 100 Meter entfernt sitzen die Menschen und gebeten bei einem Kaffee die herrliche Frühlingssonne. Mehrere Gefangenentransporter stehen vor dem Eingang des Gefängnisses. Junge Palästinenser wurden mit Hand- und Fußfesseln hineingeführt. Das Gefängnis ist, wie viele Gebäude hier rund um den Platz, diente einst den russichen Jerusalem-Pilgern: Auf einem am Eingang des Gefängnisses angebrachten Schild steht, dass dieses „Elisabeth Hostel“ 300 männlichen Pilgern als Unterkunft diente. Wie viel Gefangene mögen jetzt dort untergebracht sein?</p>
<figure id="attachment_3317" aria-describedby="caption-attachment-3317" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-3317" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hostel-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hostel-225x300.jpg 225w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/hostel-768x1024.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-3317" class="wp-caption-text">das Gefängnis: ein ehemaliges russisches Hostel für männliche Pilger</figcaption></figure>
<p>Dem Gefängnis gegenüber, in einem, laut angebrachtem Schild, alten russischen Missionsgebäude, befindet sich das Gericht. Hier finden die Anhörungen statt, wonach entschieden wird, ob gegen die dort einsitzende Personen Anklage erhoben wird. Seit Jahren haben Mitglieder der Machsom Watch Gruppe sich die Erlaubnis „erkämpft“ als Beobachter an diesen Anhörungsterminen für junge Menschen. Sie sind dort, neben Richter, Staatsanwälten und Verteidiger die einzigen Vertreter einer Öffentlichkeit. Sie machen jeweils Protokolle von den Sitzungen die sie an Menschenrechtsorganisationen in Israel weiter leiten. Angehörige (wie zum Beispiel die Eltern) haben nicht die Möglichkeit an diesen Terminen teilzunehmen, da sich das Gebäude ja auf israelischem Grund befindet und sie das notwendige Visum nicht bekommen.</p>
<p>Roni sagte mir  in unserem gestrigen Gespräch, dass ihre Gruppe oft daran zweifelt, ob es was nutzt das sie dort bei den Anhörungen dabei sind. Aber vielleicht macht es eben doch ein wenig &#8222;Eindruck&#8220; auf den Richter. Aber wenn es so ist, das 97,5 % der eingesperrten Palästinenser, letztlich schuldig verurteilt werden, lässt den Beobachter an einem fairen, nach rechtsstaatlichen Grundsätzen arbeitendem Gericht zweifeln.</p>
<hr />
<p>Tageszitat zum 6. April aus „Recht ströme wie Wasser“:<br />
<strong><em>Die größten Übeltäter sind jene, die sich nicht erinnern,<br />
</em></strong><strong><em>weil sie auf das Getane niemals Gedanken verschwendet haben,<br />
</em></strong><strong><em>und ohne Erinnerung kann nichts sie zurückhalten.<br />
</em></strong>von Hannah Arendt</p>
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		<title>Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Apr 2017 19:53:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlingscamp]]></category>
		<category><![CDATA[Machsom Watch]]></category>
		<category><![CDATA[Roni Hammermann]]></category>
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					<description><![CDATA[Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders. Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-zerstoeren-uns-selbst/" title="Roni Hammermann: „Wir zerstören uns selbst“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während ich gestern schrieb, dass ich im Verlauf des Tages nicht viel von der Besatzung gespürt/gesehen und gehört habe war es heute gänzlich anders.</p>
<p>Am Vormittag bin ich mit Frank, einem evangelischen Pastor, den ich am Montag beim Hinflug kennen gelernt habe, zum palästinensischen <a href="http://marius-blog.de/blog/am-nakba-tag-2016-im-jerusalemer-fluechtlingscamp-shufat/" target="_blank">Flüchtlings-Camp Shu`fat</a> gefahren.<br />
Das palästinensische Flüchtlingslager Shu’fat liegt im Stadtgebiet von Jerusalem. Und doch ausserhalb. Das Lager ist von der israelischen Trennmauer umgeben und dadurch von Jerusalem abgeschnitten. Obwohl die Menschen im Lager von Shu’fat als Bewohner und Bewohnerinnen Jerusalems gelten und eine entsprechende Identitätskarte besitzen, müssen sie sich, wenn sie aus dem Lager Richtung Ost-Jerusalem gehen, am Checkpoint an der Mauer ausweisen.Ich habe das Camp schon mehrfach besucht und trotzdem ist es für mich immer wieder ein besonders bedrückendes Erlebnis hier zu sein. Während mir ja sonst in Dörfern und Städten in der Westbank ein „Welcome to Palestine“ entgegenschallt ist es hier anders. Die Kinder zeigen schnell das bekannte „Peace-Zeichen“ mit den ausgestreckten zwei Fingern. Die Erwachsenen gucken einen eher betrübt an, sind sich scheinbar ihrer mehr als misslichen Situation voll bewusst.</p>
<figure id="attachment_3295" aria-describedby="caption-attachment-3295" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3295" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/camp-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3295" class="wp-caption-text">bedrückende Enge im Flüchtlingscamp</figcaption></figure>
<p>Am Nachmittag habe ich Roni Hammermann in ihrer Wohnung in der Nähe des bekannten Jerusalem-Museums getroffen. Bereits <a href="http://marius-blog.de/blog/man-kann-nicht-gegen-antisemitismus-kaempfen-und-gleichzeitig-ein-anderes-volk-unterdruecken/" target="_blank">2013 </a>und <a href="http://marius-blog.de/blog/roni-hammermann-wir-machen-einfach-weiter/" target="_blank">2015</a> habe ich sie zu Hause besucht. Natürlich wollte ich von ihr wissen was sie zu dem 50. Jahrestag der Besatzung denkt. Roni ist 1969 nach Israel gekommen, hat also den „6-Tage-Krieg“ 1967 nicht hier direkt erlebt. Damals sei sie schon auch stolz gewesen, dass die israelische Armee in diesem „Blitz-Krieg“ die Ägypter, Jordanier und Syrer „überrannt“ hatte, die ja angekündigt hatten „die Juden ins Meer zu schicken“. Als sie aber hier vor Ort in Israel war hat sie gleich erkannt, dass die Israelis in den besetzen Gebieten schnell „Fakten“ schufen. Wie ich schon gestern geschrieben habe wurde beispielsweise alle Häuser an der Westernmauer abgerissen um den Platz vor der Mauer zu vergrößern. Schnell konnte man sehen, wenn man denn wollte, was es heißt eine Besatzungsmacht zu sein. Für Roni ist israelische Besatzung heute die systematische Behinderung und oft auch Unterdrückung des palästinensischen Lebens in vielen Bereichen mit dramatischen Konsequenzen zum Beispiel für Wirtschaft, Gesundheit, Erziehung und und und. Sie nannte beim Thema Wirtschaft das Beispiel der Behinderung des LKW- Verkehres. Während die israelischen Fahrzeuge ungehindert ihre Waren in die Westbank bringen können werden die palästinensischen Fahrzeuge oft aus reiner Schikane angehalten, die Waren werden oft langwierig kontrolliert, ein totaler Wettbewerbsnachteil entsteht. Eine weitere Auswirkung der Besatzung mit Mauer, Checkpoints und Straßenkontrollen ist die damit einhergehende völlige Missachtung der Bewegungsfreiheit der Palästinenser.</p>
<p>In diesen Zusammenhängen erzählte mir Roni den Auslöser, der damals 2001 sie und andere Frauen dazu gebracht hatte <a href="https://machsomwatch.org/en/content/home-page" target="_blank">Machsom Watch </a>zu gründen. Sie hatten davon erfahren, dass an einem Checkpoint eine Palästinenserin ihr Kind gebären musste, welches dann später gestorben ist. Seit 2001 habe es insgesamt 36 solcher, wirklich unglaublichen, Vorfälle an den Checkpoints gegeben.</p>
<figure id="attachment_3302" aria-describedby="caption-attachment-3302" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-3302" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/grüne-linie-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /><figcaption id="caption-attachment-3302" class="wp-caption-text">in Jerusalem ist die &#8222;grüne Linie&#8220; noch grün, aber viele wissen es nicht das hier die Grenze zwischen Ost- und Westjerusalem verläuft</figcaption></figure>
<p>Aus Anlass des 50. Jahrestages der Besetzung Palästina plant ihre Gruppe an zwei Tagen im Juni (8. und 10. ) an zwei Stellen in Israel, einen Marsch auf der „grünen Linie“. Sie wollen damit in der israelischen Bevölkerung wieder ein Bewusstsein für diese ,nach dem Waffenstillstand in 1949 festgelegte, Grenze schaffen. Für die Palästinenser ist diese Grenze Grundlage für eine mögliche Grenzziehung zwischen den Staaten Israel und Palästina.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-3297" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-1024x768.jpg" alt="" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2017/04/roni-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></p>
<p>Gerne würde die Gruppe um Roni Hammermann auch mit der im letzten Herbst sehr erfolgreichen Frauengruppe zusammenarbeiten die den <a href="http://marius-blog.de/marsch-der-hoffnung/" target="_blank">Friedensmarsch der Frauen </a>organisiert hatten. Leider haben diese Organisatoren es abgelehnt, das Machsom Watch ihre Forderung nach dem Ende der Besatzung vortragen können. Der Friedensmarschgruppe geht es ausschließlich um Frieden. Wie sie ihn allerdings erreichen wollen bleibt unklar&#8230;und trotzdem, so Roni „etwas muss die vielen, auch muslimischen Frauen angesprochen haben, denn es waren unglaublich viele Teilnehmerinnen dabei“</p>
<p>Zur Zukunft Israels meinte Roni zum Schluss unseres zwei-stündigen Gespräches: „Wir zerstören uns selbst“</p>
<p>Vor einigen Monaten hatte eine mir gut bekannte Journalistin Liva Hänsel Roni Hammermann interviewt. Das Gespräch habe ich unter <a href="http://marius-blog.de/dreiecksbeziehung-nov-2016/" target="_blank">Gastbeiträge </a>eingestellt</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>50 Jahre &#8222;Leben&#8220; unter Besatzung &#8211; und kein Ende!?</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/50-jahre-leben-unter-besatzung-und-kein-ende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2017 16:06:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[50 Jahre Besatzung sind genug - Frühjahr 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 3. April 2017 mache ich mich nun zum 10. Mal  -seit 2012 &#8211; auf, das Land Palästina und die dort lebenden Menschen zu besuchen. In den nächsten drei Wochen möchte meine besondere Aufmerksamkeit auf <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/50-jahre-leben-unter-besatzung-und-kein-ende/" title="50 Jahre &#8222;Leben&#8220; unter Besatzung &#8211; und kein Ende!?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. April 2017 mache ich mich nun zum 10. Mal  -seit 2012 &#8211; auf, das Land Palästina und die dort lebenden Menschen zu besuchen. In den nächsten drei Wochen möchte meine besondere Aufmerksamkeit auf die konkreten Auswirkungen der nun schon 50 Jahre dauernden Besatzung richten. Hierzu werde ich, neben einem „wachsamen Auge“ auch versuchen, mit den Menschen über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Besatzung ins Gespräch zu kommen. Ich würde mich sehr freuen wenn Sie/Ihr mich bei dieser Reise (wieder) begleiten würden. Ich will versuchen &#8211; möglichst jeden Tag &#8211; in diesem Blog über meine Erlebnisse zu berichten.</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/blog/freiheit-ist-immer-auch-die-freiheit-der-andersdenkenden-rosa-luxemburg/" target="_blank">Tsafrir Cohen</a>, der Geschäftsführer der Rosa-Luxenburg-Stiftung in Tel Aviv, den ich 2015 mit einer Gruppe in seinem Büro besucht hatte,  schreibt in einem aktuellen Beitrag zu diesem, wie ich finde, für die Palästinenser schmerzvollen Jubiläum:<br />
<em>&#8222;Im Juni 1967 – im Rahmen des „6 Tage-Krieges“, eroberte Israel die palästinensischen Gebiete der Westbank einschließlich Ostjerusalems und den Gazastreifen. Immer wieder sprachen sich weite Teile der Weltöffentlichkeit und eine große Mehrheit der relevanten politischen Akteure, einschließlich der USA und der Sowjetunion/Russlands, in den Jahrzehnten danach für eine Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts durch eine „Zweistaatenlösung“ aus, sprich die Gründung eines Palästinenserstaats in diesen besetzten Gebieten neben Israel in seinen anerkannten Grenzen.</em></p>
<p><em>Doch dazu kam es nicht. Stattdessen etablierte sich in den letzten fünfzig Jahren, unter dem Mantel einer provisorischen militärischen Besatzung und allen Friedensgesprächen und Teilabkommen zum Trotz, ein Projekt der permanenten Herrschaft über die besetzten Gebiete.&#8220; </em>Den ganzen Beitrag von Tsafrir habe ich unter Gastbeiträge eingestellt</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ni`lin ein mutiges Dorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 08:04:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[friedliche Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Siedlung]]></category>
		<category><![CDATA[Tränengas]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass es in der palästinensischen Gesellschaft, also in der Gesellschaft die seit 1948 an Vertreibung und Unterdrückung leidet, Menschen gibt, die mit zivilgesellschaftlichem gewaltlosem Engagement und nicht mit Gewalt reagieren, ist gerade in diesen Tagen, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/nilin-ein-mutiges-dorf/" title="Ni`lin ein mutiges Dorf">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es in der palästinensischen Gesellschaft, also in der Gesellschaft die seit 1948 an Vertreibung und Unterdrückung leidet, Menschen gibt, die mit zivilgesellschaftlichem gewaltlosem Engagement und nicht mit Gewalt reagieren, ist gerade in diesen Tagen, wo die Gewalt auf beiden Seiten wieder einmal eskaliert, einer besonderen Würdigung und Ermutigung wert. Im Juli habe ich mit anderen deutschen Unterstützer/innen die Gruppe des Volkskomitees Ni`lin (eines von über 30 in ganz Palästina) in der Saeed Amireh (23 Jahre), nach der Inhaftierung</p>
<figure id="attachment_2144" aria-describedby="caption-attachment-2144" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2144" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094-300x225.jpg" alt="Saeed vor dem &quot;office&quot; " width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010094.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2144" class="wp-caption-text">Saeed vor dem &#8222;Office&#8220;des Volkskomitees</figcaption></figure>
<p>seines Vaters, trotz seines jugendlichen Alters, die organisatorische Leitung übernommen hat, für den „Bremer Solidaritätspreis 2015“ vorgeschlagen. Er ist mit 10.000 € dotiert und soll Personen und Initiativen ermutigen und würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. (<a href="http://www.lafez.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen60.c.1388.de" target="_blank">www.lafez.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen60.c.1388.de</a>) Seit 2004 demonstriert die Dorfgemeinschaft an jedem Freitag friedlich und gewaltfrei gegen die Besatzung, den Bau der Mauer und den damit einhergehenden Landraub.<br />
Gestern hatte ich die Möglichkeit (dank der Bereitschaft von Anja mich mit ihrem PKW zu fahren) Saeed in seinem Dorf in Ni`lin zu besuchen.</p>
<p>Ni`lin ist ein Ort nahe (25 km) von Ramallah mit ca. 5.000 Einwohnern. Im Jahre 1967 gab es mehr als 12.000 Einwohner. Grund für den Bevölkerungsrückgang ist die Unterdrückung durch die israelische Besatzung, der die Bevölkerung seit 1967 gegenübersteht. In Ni`lin gibt es keine Marktstraßen, keine Bushaltestelle, keine Kulturstätten und öffentlichen Parks. Dort gibt es Wohnhäuser, Schulen, wenige Läden für die Waren des täglichen Bedarfes – und die Mauer. Die israelische Mauer verläuft durch palästinensisches Gebiet. Israel hat sich große Teile palästinensischen des den Bewohnern von Ni`lin gehörenden Farmlands (mehr als 80 %) angeeignet. Es wurden auf diesem Gebiet mehrere Siedlungen gebaut, Siedlern landschaftliches Gelände zur Verfügung gestellt und eine Landstraße zur Verbindung der Siedlungen gebaut. Alles darf nur von Israelis und nicht von Palästinensern genutzt werden; nach internationalem Recht ist dies illegal.</p>
<p>Saeed Amireh wurde selbst während gewaltfreier Demonstrationen bereits mehrfach angeschossen, er wurde</p>
<figure id="attachment_2148" aria-describedby="caption-attachment-2148" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2148" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098-300x225.jpg" alt="Gedenktafel an die Fünf Toten des friedlichen Protestes" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010098.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2148" class="wp-caption-text">Gedenktafel an die fünf Toten des friedlichen Protestes</figcaption></figure>
<p>verhaftet und mit 17 Jahren für vier Monate in ein Gefängnis in Israel gesperrt. Das traf ihn auch deswegen besonders hart, weil er dadurch nicht seine Schule (Abitur) abschließen konnte.</p>
<p>Aber nicht nur er, sondern seine ganze Familie ist am Widerstand beteiligt und von dem oft brutalen Vorgehen der israelischen Soldaten betroffen: seine kleinen Schwestern wurden angeschossen, und sein Vater, Ibrahim Amireh, war, als einer der drei Anführer des friedlichen Widerstandes in Ni’lin, für ein Jahr inhaftiert und wurde, wie viele andere, gefoltert. Insgesamt sind bei den Protesten 5 Bewohner von Ni`lin ums Leben gekommen</p>
<p><a href="http://www.nilin-village.org" target="_blank">www.nilin-village.org</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Saeed Amireh hat im Rahmen mehrerer mehrmonatiger Vortragsreisen in den Jahren 2011/12/13 durch viele Länder in Europa &#8211; auch in Deutschland &#8211; in vielen Veranstaltungen sehr bewegend und eindrucksvoll über die Situation in Palästina und in seinem Dorf informiert. Er hat in dieser Zeit auch im schwedischen Parlament gesprochen und hat damit wohl auch die aktuelle Entscheidung der schwedischen Regierung, Palästina anzuerkennen „mit vorbereitet“. Mit seinen Vortragsreisen hat er ein großes Risiko auf sich genommen. Sowohl der Staat Israel wie die Palästinensische Autonomiebehörde haben nämlich schon oft Kritiker inhaftiert.</p>
<figure id="attachment_2143" aria-describedby="caption-attachment-2143" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2143" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107-300x225.jpg" alt="&quot;Wertstoffsammlung&quot; in Palästina" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010107-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2143" class="wp-caption-text">&#8222;Wertstoffsammlung&#8220; in Palästina</figcaption></figure>
<p>Bei unserem Besuch gestern zeigte uns Saad die Orte an denen es jeden Freitag zu friedlichen Protest kommt. Er informierte uns aber auch darüber, das es seit Jahren wöchentlich mehrmals auch zu (meist nächtlichen) gewalttätigen Übergriffen des israelischen Militärs kommt. Immer wieder dringen sie dann in Häuser ein und nehmen dabei auch Menschen in Haft. Gerade in der letzten Woche gab es auch wieder Schüsse und Tränengasangriffe auf das Dorf. Beklemmend für mich die „Wertstoffsammlung“ an Alu-Hülsen der Tränengaspatronen die uns Saeed präsentierte.</p>
<p>Mit dem nachfolgenden Text habe ich die Bewerbung für den Bremer Solidaritätspreis abgeschlossen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Es geht uns nicht um eine Einstaaten- oder eine Zweistaatenlösung, es geht nicht um Namen, es geht um einen gerechten Frieden, um Freiheit und es geht um unsere Würde!” Saeed Amireh.</strong></p>
<p>Die Arbeit des Volkskomitees von Ni’lin (wie die der vielen anderen in Palästina) ist eine der sogenannten „Graswurzelbewegungen“, die von politischen Parteien unabhängig sind, und die den gewaltlosen Widerstand mit Demonstrationen und auf Webseiten, mit YouTube-Filmen und durch Informationen verbreiten. Es sind Menschen, deren Leben jeden Tag gefährdet ist, deren Land weggenommen wird und deren Menschenrechte zu Gunsten anderer nicht gewährleistet sind.</p>
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		<title>Mehr als nur ein Baum &#8211; mehr als nur eine Ernte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2014 08:12:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Olivenernte 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
		<category><![CDATA[Ernte]]></category>
		<category><![CDATA[Oliven]]></category>
		<category><![CDATA[Zerstörung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die im Oktober beginnende Olivenernte-Saison ist seit Jahrtausenden ein integraler Bestandteil der Landwirtschaft im Heiligen Land. Etwa die Hälfte der Agrarfläche in den Palästinensischen Gebieten wird für die etwa zehn Millionen Olivenbäume genutzt. Zehntausende Familien <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/mehr-als-nur-ein-baum-mehr-als-nur-eine-ernte/" title="Mehr als nur ein Baum &#8211; mehr als nur eine Ernte">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die im Oktober beginnende Olivenernte-Saison ist seit Jahrtausenden ein integraler Bestandteil der Landwirtschaft im Heiligen Land. Etwa die Hälfte der Agrarfläche in den Palästinensischen Gebieten wird für die etwa zehn Millionen Olivenbäume genutzt. Zehntausende Familien sind von den Erträgen der Olivenernte abhängig. Das Oliven pflücken ist darüber hinaus ein soziales und kulturelles Erlebnis, an dem sich so gut wie jeder Palästinenser im Westjordanland beteiligt. Schulkinder bekommen für dieses Ereignis frei, denn der Olivenbaum gilt als nationales Symbol.</p>
<figure id="attachment_2137" aria-describedby="caption-attachment-2137" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1000791.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2137" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1000791-300x225.jpg" alt="80 Millionen Olivenbäume" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1000791-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1000791-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1000791.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2137" class="wp-caption-text">10 Millionen Olivenbäume</figcaption></figure>
<p>Auch viele Ausländer beteiligen sich an der mehrwöchigen Ernte. Olivenöl stellt je nach Saison einen Anteil von 15% bis 19% an der gesamten landwirtschaftlichen Produktion.</p>
<p>Soweit die Fakten: Gestern war es für mich soweit, ich hatte doch noch die Möglichkeit aktiv einige Stunden bei der Olivenernte zu helfen. Fatima hatte noch einige Bäume auf einem Grundstück nahe Beit Sahur die noch nicht geerntet waren. Überhaupt vertrat die so resolute und oft gegen den Strom „schwimmende“ Fatima die Meinung das es eh besser gewesen wäre die Ernte niht schon Mitte Oktober zu beginnen. Jetzt habe es gut geregnet, die Oliven und auch der ganze Baum ist vom Staub des Sommers gesäubert, auch würden die Oliven durch den Regen noch ein wenig an „Gehalt“ gewinnen. Aber es sei immer das gleiche: von Seiten der Behörden wird ein „offizieller“ Startschuss gegeben. Wenn dann der Erste aus dem Dorf beginnt gibt es bei den Anderen „kein Halten“ mehr. Da setzt dann das „Hirn“ aus, so Fatima, und so sle beginnen mit der Ernte. Wie bereits berichtet, waren die Erträge in diesem Jahr nicht so gut, die Ernte dauerte nicht so lange. Neben dem &#8222;normalen&#8220; jährlichen Ertragswechsel, hing die relativ schlechte Ernte auch mit den Stürmen im Januar zusammen, die die Blüten von den Bäumen wehten.</p>
<p>Und so zogen wir zwei los, mit Planen, Eimern aber auch ein wenig Obst zur Verpflegung und Wasser. Ich hatte mir</p>
<figure id="attachment_2138" aria-describedby="caption-attachment-2138" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010087.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2138" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010087-300x225.jpg" alt="wie man sehen kann: es waren die die besten und &quot;gepflegtesten&quot; Bäume" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010087-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010087-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/P1010087.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2138" class="wp-caption-text">wie man sehen kann:<br />es waren nicht die die besten und &#8222;gepflegtesten&#8220; Bäume</figcaption></figure>
<p>vorsorglich auch meine Arbeitshandschuhe mitgenommen, die schon auf dem Weinberg gute Dienste geleistet haben&#8230; Zu pflücken waren schwarze (blaue) Oliven, wobei ich von Fatima erfuhr, dass die Farbe nichts mit dem Baum zu tun hat, im nächsten Jahr könnten es auch grüne an diesem Bum sein. Leider waren die Oliven sehr klein, etwa die Größe der bei uns bekannten Blaubeeren. Auch hingen sie an den ersten Bäumen nur vereinzelt, so das es sich gar nicht lohnte, groß die Plane unter den Baum zu legen, es wurde die Oliven nur einzeln gepflückt. Erst beim vierten Baum war dann so etwas wie „Ernten“ angesagt, so das sich das Auslegen der Plane lohnte. Teilweise streifte man nun die Oliven von den Ästchen ab , bog auch schon mal einen Ast zum Pflücken nach unten. Hier und da wurde dann auch ein Ast zwecks „Ausdünnung“ des Baumes ganz abgesägt. Zum Schluss wurde die Plane an den Rändern angehoben die Oliven wurden dann in der Mitte von den Blättern und kleinen Ästchen befreit und in den Eimer geworfen. Gerade diese Aktion war sehr mühselig, müssten doch alle Oliven nochmals &#8222;angefasst&#8220; werden.</p>
<figure id="attachment_2140" aria-describedby="caption-attachment-2140" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/1527126_772489476158075_4780158535656441531_n1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2140" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/1527126_772489476158075_4780158535656441531_n1-300x200.jpg" alt="ergibt 10 l Olivenöl" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/1527126_772489476158075_4780158535656441531_n1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/11/1527126_772489476158075_4780158535656441531_n1.jpg 720w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2140" class="wp-caption-text">ergibt 10 l Olivenöl</figcaption></figure>
<p>Ich glaube nach zwei Stunden war der erste Eimer voll:  10l Oliven gibt gepresst etwa 2l Olivenöl. Ich habe jetzt eine Ahnung warum das Olivenöl bei uns so teuer ist&#8230;. Im Verlauf des Nachmittags kam mit dem ältesten Sohn von Fatima, Mohammed, eine weitere Hilfe. Nach etwa 4 Stunden wurde es &#8211; wie hier üblich- ganz schnell dunkel. Wir hatten etwas mehr als 2 Eimer gepflückt. Eine wirklich mühevolle Arbeit, die von den harten Ästen zerkratzten Arme werden mich noch einige Zeit an dieses besondere Erlebnis erinnern. Meinen Respekt für alle Männer und Frauen, nebst Kindern hier in Palästina, die oft wochenlang mit der Olivenernte beschäftigt sind.  Die geernteten Oliven werden dann noch einige tage ausgebreitet gelagert, bevor sie in eine der mehr als 200 Ölpressen gebracht werden. Gute (dicke) Oliven werden zum einmachen aussortiert. Sie werden mit Wasser, Salz Peperoni und anderen Gewürzen eingelegt.<br />
Soweit meine Geschichte von einer ruhigen aber anstrengenden Ernte. Es gibt aber leider in diesem Land – und die Leserschaft wird es nicht wirklich überraschen- auch die andere Seite&#8230;.<br />
Wie schon Eingangs beschrieben ist die jährliche Olivenernte für Palästinenser Teil ihres nationalen und kulturellen Erbes. Israelische Einschränkungen sowie die vielfältige Gewalt der Siedler werden daher als Angriff auf ihre Identität wahrgenommen. Oft können die Bauern nicht zu Ihren Feldern da sie in zu „militärischer Schutzzone“ erklärten Gebieten liegen oder weil zwischen seinem Wohnort und seinen Bäumen eine jüdische Siedlung liegt. Laut der UNO liegen etw 30 % des palästinensischen Landes jetzt jenseits der Mauer, (die zum größten Teil) im Westjordanland (d.h. auf palästinensischem) Boden verläuft. Seit rund um das palästinensische Dorf Al Janiya mit seinen 14.000 Einwohnern im besetzten Westjordanland sechs jüdische Siedlungen errichtet worden sind, gibt es regelmäßig Angriffe auf die (palästinensischen) Bauern, Bäume werden entwurzelt Felder abgefackelt. In diesem Jahr sind laut UNO mindestens 7.500 Ölbäume vernichtet oder entwurzelt worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hebron: Stadt der Patriarchen und der alltäglichen Gewalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2014 19:13:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ostern 2014]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute hatte ich die Gelegenheit mit einer Gruppe Schüler/innen der 11. Klasse des Faust-Gymnasiums aus Staufen (bei Freiburg) die knapp 30 km von Beit Jala entfernte Stadt Hebron zu besuchen. Die Schüler/innen haben sich ein <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/hebron-stadt-der-patriarchen-und-der-alltaeglichen-gewalt/" title="Hebron: Stadt der Patriarchen und der alltäglichen Gewalt">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
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<![endif]-->Heute hatte ich die Gelegenheit mit einer Gruppe Schüler/innen der 11. Klasse des Faust-Gymnasiums<span style="mso-spacerun: yes;"> aus</span> Staufen (bei Freiburg) die knapp 30 km von Beit Jala entfernte Stadt Hebron zu besuchen. Die Schüler/innen haben sich ein Jahr lang im Unterricht mit Themen des nahen Osten beschäftigt, ein Schüler auch auf der halbstündigen fahrt mit dem Bus nach Hebron seinen Mitschülern die wichtigsten Infos zu Hebron geben.<a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040442.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-1630" alt="P1040442" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040442-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040442-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040442.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';"> Ich war schon mehrmals in dieser größten Stadt in Palästina und habe in meinem Blog 2012 und 2013 berichtet. <a title="Im Zentrum von Hass und massiven Auseinandersetzungen: die „Patriarchen“ Stadt Hebron" href="http://marius-blog.de/blog/im-zentrum-von-hass-und-massiven-auseinandersetzungen-die-%e2%80%9epatriarchen-stadt-hebron/">Hier findet der interessierte Leser einen einführenden Text.</a><br />
Es ist bei jedem Besuch neu bedrückend in eine Stadt zu kommen wo auf den ersten Blick ein ganz normaler Palästinensischer/arabischer Alltag gelebt wird. Die Straßen sind voller Autos, viele Menschen drängen sich auf den schmalen Bürgersteigen oder am Straßenrand, gehen ihren Geschäften nach<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>oder bummeln an den reichhaltigen Verkaufsständen vorbei. Und plötzlich steht man<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>vor einer verbarrikadierten Straße, sieht Wachtürme und schwerbewaffnetes Militär. Wir sind im Zentrum der Stadt angekommen in der seit den 70 iger Jahren des vorigen Jahrhunderts sich jüdische Siedler einquartiert haben. </span></p>
<figure id="attachment_1632" aria-describedby="caption-attachment-1632" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040382.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1632" alt="im Zentrum der Stadt: Ausnahmezustand" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040382-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040382-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040382.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1632" class="wp-caption-text">im Zentrum der Stadt:<br />Ausnahmezustand</figcaption></figure>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Zunächst gegen den Willen der israelischen Regierung, so wie häufig auch bei Siedlern in anderen Teilen des Westjordanlandes. Aber im laufe der Jahre wurde der Aufenthalt durch die israelischen Behörden „legalisiert“. Heute leben im Zentrum der Altstadt etwa 500 Siedler die von mehr als 2000 Soldaten bewacht werden. Die ca. 16.000 Palästinenser, die ebenfalls in diesem Bereich wohnen, müssen seit Jahren vielfache Restrektionen erdulden. Bestimmte Straßen dürfen nicht benutzt werden, vielfach müssen Checkpoints mit Ausweispflicht durchlaufen werde, mehr als 1.000 Geschäfte mussten geschlossen werde. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen die leider allzu oft (meist für die Palästinenser) tödlich enden.<br />
Wir hatten heute die Möglichkeit mit einem Bewohner zu sprechen der mit seiner Familie in unmittelbarer Nähe einer der insgesamt 5 Siedlungen wohnt. Es hat uns anschaulich die sehr bedrückende Situation geschildert die ein solches Leben im alltag kennzeichnet. Nicht nur die tägliche Kontrolle wenn es sein Haus verlässt oder zurück kommt, auch die teilweise handgreiflichen Anfeindungen durch seine jüdischen „Nachbarn“, die ihm sogar verbieten die Oliven an seinem Olivenbaum zu ernten. Einmal hat er durch ein israelisches Gericht eine Erlaubnis zum Ernten<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>erwirkt.</span></p>
<figure id="attachment_1633" aria-describedby="caption-attachment-1633" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040433.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1633" alt="oben die Siedler olivenernten im eigenen Garten nur mit gerichtlicher Genehmigung gerichtlicher" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040433-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040433-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040433.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1633" class="wp-caption-text">oben die Siedler<br />unten Olivenernten im eigenen Garten nur mit gerichtlicher Genehmigung gerichtlicher</figcaption></figure>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Allerdings hat das ihn und seine Freunde nicht vor aggressiven Siedlern geschützt die ihn bei der Ernte bedroht haben. Er hat diesen Vorfall wie auch andere Übergriffe in kurzen Video-Clips festgehalten. So hatten wir die Möglichkeit diese bedrückenden aufnahmen zu sehen. Auf die Frage eines Schülers wie sich denn das israelische Militär und die Polizei verhalten würde, sagte Hassan nur kurz: sie sind zum Schutz der Siedler da. Wir haben Aufnahmen gesehen da bewarfen junge Siedler palästinensische Schülerinnen auf dem Weg zur Schule mit Steinen ohne dass das Militär eingeriffen hätte. Werfen aber junge Palästinenser mit Steinen müssen sie damit rechnen selbst im alter von 12 Jahren und jünger festgenommen und oft ohne Anklage auch für längere Zeit inhaftiert zu werden. Während die Siedler unter israelischem Recht leben, gilt für die Palästinenser Militärrecht. Leben in einer Stadt mit unterschiedlichem Recht.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<figure id="attachment_1634" aria-describedby="caption-attachment-1634" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040403.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1634" alt="&quot;Stammvater&quot; Abraham Blick von der muslimischen Seite" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040403-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040403-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040403.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1634" class="wp-caption-text">&#8222;Stammvater&#8220; Abraham<br />Blick von der muslimischen Seite</figcaption></figure>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Natürlich haben wir uns auch die Grabstätten von von Abraham, Isaak, Jakob und ihren Frauen angesehen. Seit dem Attentat eines radikal-jüdischen Arztes in den 90 igern in der Synagoge gibt es zwei Möglichkeiten einen Blick auf den Sarkophag des „Stammvaters“ aller drei Religionen zu werfen: von der muslemischen Seite durch die Moschee und der jüdischen Seite durch die Synagoge. Besonders berührend, aber auch nachdenklich stimmend die heutige Situation: auf muslimischer seite war eine Gruppe versammelt und sang Verse aus dem Koran. Gleichzeitig hörte man von der jüdischen Seite einen machtvollen Männergesang, heute am Beginn des jüdischen Pessach-Festes. (Wikipädia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pessach" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Pessach</a> ) Mir erschien es in diesem Augenblick<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>so irrwitzig das sich diesen Menschen die von beiden Seiten den gleichen Propheten anbeten, auf der Straßen dieser Stadt, aber eben auch in dieser ganzen Region oft so mit hasserfüllten Gedanken begegnen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Ich hatte den Eindruck dass auch die jungen Schüler/innen ähnliche Gedanken beschäftigten. Selten habe ich jungen Menschen so ernst und gefasst bei einem „Schulausflug“ erlebt. Wie gut das die Verantwortlichen dieser Schule sich die Mühe machen, ihren Schüler/innen einen solchen „lebendigen“ weil lebens- und geschichtsnahen Unterricht zu ermöglichen.</span></p>
<figure id="attachment_1635" aria-describedby="caption-attachment-1635" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040397.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-1635" alt="Schüler und Schülerinnen aus Staufen" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040397-300x225.jpg" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040397-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2014/04/P1040397.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1635" class="wp-caption-text">Schüler und Schülerinnen aus Staufen</figcaption></figure>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: 'Arial','sans-serif';">Ich denke diese Schüler /innen kommen -wie alle Menschen die sich hier in Palästina „berühren“ lassen-<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>durch diese Erlebnisse, und besonders durch den Besuch der „Patriarchen-Stadt“ Hebron, mit einer eigenen Meinung zur Situation und zu den Menschen die hier leben und oftmals leiden, nach Deutschland zurück.</span></p>
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