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	<title>Auf den Spuren Abrahams &#8211; Herbst 2015 &#8211; Mit Marius unterwegs</title>
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		<title>Was bleibt, was nehme ich mit nach Hause, was ist zu tun?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2015 12:22:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Amman]]></category>
		<category><![CDATA[Hebron]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern am späten Abend bin ich nun wohlbehalten und voller Erinnerungen nach Hause zurück gekehrt. Vielen dank allen die mich in meinen Blogberichten begleitet haben. Nun war ich wieder mal für vier Wochen im „Heiligen <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/was-bleibt-was-nehme-ich-mit-nach-hause-was-ist-zu-tun/" title="Was bleibt, was nehme ich mit nach Hause, was ist zu tun?">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern am späten Abend bin ich nun wohlbehalten und voller Erinnerungen nach Hause zurück gekehrt. Vielen dank allen die mich in meinen Blogberichten begleitet haben.</p>
<figure id="attachment_2852" aria-describedby="caption-attachment-2852" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2852" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see-300x225.jpg" alt="der See Genezareth: das galiläische Meer" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/see.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2852" class="wp-caption-text">der See Genezareth:<br />das galiläische Meer</figcaption></figure>
<p>Nun war ich wieder mal für vier Wochen im „Heiligen Land“. Habe wieder vieles Neue und Interessantes entdecken dürfen, habe alte Bekannte, Freunde und neue Menschen treffen dürfen. Die letzten Wochen gliedern sich in drei Abschnitte: die Gruppenfahrt „dies- und jenseits des Jordans“; das, mit einem für das befreundeten Ehepaar aus Neuss, erstmalige Beschnuppern von Jerusalem und Umgebung und schließlich die mehr als sinnlichen Erfahrungen einer Wanderung in Palästina.</p>
<p>Jeder der drei Abschnitte hatte für mich seine Reize, bei der</p>
<figure id="attachment_2853" aria-describedby="caption-attachment-2853" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2853" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman-300x225.jpg" alt="Flüchtlinge aus Mossul/Irak in Amman" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/amman.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2853" class="wp-caption-text">Flüchtlinge aus Mossul/Irak in Amman</figcaption></figure>
<p>Gruppenfahrt denke ich an das nachahmenswerte Projekt in der Gedenkstätte der Widerstandskämpfer in Akko, oder vor allem an die für mich erste Visite in Jordanien mit den bedrückenden Kontakten zu den christlichen Flüchtlingen aus Mossul/Irak. Im zweiten Abschnitt bleiben unsere Begegnungen mit Reuven und Fatima für mich von besonderer Bedeutung und schließlich die Wandertour mit dem tiefen „Eintauchen“ in die Lebenswelt palästinensischer Familien, die mir sicherlich unvergessen bleiben werden.</p>
<p>Natürlich war die ganze Reise „überschattet“ von den schrecklichen Ereignissen hier in der Region. Über 70 Menschen wurden in den letzten vier Wochen teilweise bestialisch ermordet, fast 2.000 Menschen wurden verletzt. (<a href="http://marius-blog.de/wie-viele-palaestinenser-muessen-fuer-die-beendung-der-besatzung-sterben/" target="_blank">Hierzu auch ein Beitrag eines palästinensischen Journalisten den ich unter Gastbeiträge, in meinen Blog eingestellt habe</a>) Wie immer in diesen gewalttätigen Auseinandersetzungen, sind die Opferzahlen bei den Palästinensern um ein Vielfaches höher. Ich meine jedes Menschenleben, was aus meiner Sicht in diesem Konflikt sinnlos gewalttätig beendet wird, zu wichtig, zu schützenswert, das nicht alle beteiligten alles daran setzen müssten, friedliche Impulse zu geben und nicht weiter den Hass zu fördern.</p>
<figure id="attachment_2854" aria-describedby="caption-attachment-2854" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-2854" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim-300x225.jpg" alt="Hashim Azzi (links) im April 2014" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/hashim.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2854" class="wp-caption-text">Hashim Azzeh  (links)<br />im April 2014</figcaption></figure>
<p>Vor zwei Tagen bei meinem Besuch bei Faten und Kamal Mukarker habe ich die traurigen Nachricht bekommen dass auch Hashem Azzeh aus zu den sinnlosen Opfern der aktuellen gewalttätigen Auseinandersetzungen gehört.  Ich habe ihn – der mit seiner Familie im gesperrten Bereich in Hebron wohnt &#8211; bei zwei Besuchen im letzten Jaht (<a href="http://marius-blog.de/blog/hebron-stadt-der-patriarchen-und-der-alltaeglichen-gewalt/" target="_blank">April</a> und <a href="http://marius-blog.de/blog/wir-haben-keine-angst/" target="_blank">Oktober</a>) kennengelernt. Hashem, der an Asthma litt, ist nach einem der massiven Tränengasangriffen des israelischen Militärs in Hebron, wohl erstickt. Mit Hashem haben die vielen Toten für mich ein Gesicht bekommen, ich traure mit der Familie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie heißt es zum Schluss in dem wirklich <a href="http://marius-blog.de/blog/besuch-in-der-heimat/" target="_blank">lesenswerten Interview</a> mit Amal Nasser:</p>
<p><em>„Viele haben getötet viele wurden erschossen wurden verletzt:</em></p>
<p><em>Genau deshalb arbeiten wir mit diesen jungen Menschen. Sie glauben automatisch sie sind hilflos. Sie wollen sich oftmals selbst töten. Es ist ungemein wichtig für unsere Jugend. Menschen aus aller Welt zu treffen. Zusammenkommen, sich miteinander zu unterhalten Wir wollen sie ermutigen damit sie sich nicht allein gelassen fühle, wir wollen ihnen eine Lebensperspektive eröffnen, so wie die Menschen die uns hier auf dem Weinberg besuchen, dies mit ihrer Anwesenheit tun“</em></p>
<figure id="attachment_2855" aria-describedby="caption-attachment-2855" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2855" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend-1024x768.jpg" alt="WAS BRINGT DER MORGEN?" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/abend.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2855" class="wp-caption-text">WAS BRINGT DER MORGEN?</figcaption></figure>
<p>Es bedarf also mehr solcher Initiativen in Palästina, wie dieses Friedensprojekt „Tent of Nations“, um den so vielen jungen Menschen eine lohnenswerte und hoffnungsvolle Lebensperspektive auf zu zeigen. Vielleicht investiert ja unsere Bundesregierung ein wenig mehr &#8211; von den vielen Millionen der Entwicklungshilfe für Palästina &#8211; für eben solche Projekte die den jungen Menschen zu gute kommen. Ich werde mich jedenfalls hier in Deutschland dafür einsetzen-</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun wieder in der Heimat, werde ich die tägliche Berichterstattung in diesem Blog beenden. Der nächste Aufenthalt  -mit wieder aktuellen Berichten &#8211; kommt bestimmt: Nach meinen derzeitigen Planungen werde ich Ende April 2016  (zum Hundertsten Jahrestag des Grundstückkaufes der Familie Nasser, <a href="http://www.tentofnations.org/" target="_blank">mehr infos hier</a> )mich wieder auf den Weg machen.</p>
<p>Der interessierte Leser/ die interessierte Leserin hat die Möglichkeit sich den „RSS-Feed“ zu holen in dem er/sie auf der oberen (rechten) Seite meines Blog die dort angebotene Möglichkeit anklickt. So ist sicher gestellt, dass eine Information über eine Mail erfolgt, wenn ein neuer Beitrag auf meinem Blog erscheint.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><u>Vortragsangebot:</u></strong></p>
<p>Gerne komme ich auch zu einem Vortrag in ihre Stadt/Gemeinde um mit meinen Bildern und meinen selbe gemachten Erkenntnissen über die allgemeine Situation in Palästina „aufzuklären“:</p>
<p>In meinem Vortrag<strong>„Leben in einem besetzten Land“ </strong>berichte ich eher, vor dem Hintergrund meiner ersten Reise und dem Aufenthalt im &#8222;Tent of Nations&#8220;, über die geschichtliche Entwicklung und die Probleme der Besatzung mit Mauer, Siedlungen, Flüchtlingen und Wasserstreit.</p>
<p>In meinem zweiten Vortag erzähle ich über das aktuelle Erlebnis einer Wanderung in Palästina:</p>
<p><strong>„Auf den Spuren des Abrahams“</strong></p>
<p><u>Bitte laden Sie mich bei Interesse ein.</u></p>
<p><u>Kontaktmöglichkeit siehe oben</u></p>
<p>Zu guter letzt weise ich auch darauf hin, dass auch im Herbst 2016 ich wieder eine <strong>Begegnungsreise nach Israel/Palästina</strong> plane, deren Programm den Gruppenreisen ähneln wird die iuch 2012 oder 2014 begleitet habe.</p>
<p>Salam&amp;Schalom wünsche ich Ihnen und den Menschen in Israel&amp;Palästina</p>
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		<title>Alfred`s Gastbeitrag: Welcome to Palestine</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/alfreds-gastbeitrag-welcome-to-palestine/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2015 07:23:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich hatte meinen Wanderbegleiter Alfred gebeten, seine Eindrücke und Empfindungen von der siebentägigen Wanderung  in Palästina für meinen Blog aufzuschreiben. Nachfolgend nun seine Gedanken und seine Erfahrungen von der Wanderung von Rumana nach Nablus und in den <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/alfreds-gastbeitrag-welcome-to-palestine/" title="Alfred`s Gastbeitrag: Welcome to Palestine">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte meinen Wanderbegleiter Alfred gebeten, seine Eindrücke und Empfindungen von der siebentägigen Wanderung  in Palästina für meinen Blog aufzuschreiben. Nachfolgend nun seine Gedanken und seine Erfahrungen von der Wanderung von Rumana nach Nablus und in den folgenden Tagen bis Jericho.</p>
<p><strong><em>Nachhaltige Erfahrungen auf einer Wanderung in der 2. Oktoberhälfte 2015 auf dem Abrahamspfad von Rumana bis Nablus und dann fortgesetzt mit einer Unterbrechung (wegen Unwetter und der Gefahr von Problemen mit israelischen Siedlern vor Ort )von Auja bis Jericho.</em></strong></p>
<p><em>Diese Gedanken sind sicher nicht zufällig in ihrer Reihenfolge , aber auch nicht geplant und strukturiert.</em></p>
<figure id="attachment_2838" aria-describedby="caption-attachment-2838" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2838" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred-300x200.jpg" alt="Alfred bei Rumana" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfred-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2838" class="wp-caption-text">Alfred bei Rumana</figcaption></figure>
<p><em>Ursprünglich war diese Wanderung mein Wunsch nach einer Wanderung durch Halbwüste oder Wüste, die Wahl fiel vor 9 Monaten auf Palästina. Aus einer anfangs meditativ angedachten Wanderung wurde eine politische Wanderung.</em></p>
<p><em>Ich kann mich nicht erinnern, auf einer meiner vielen Wanderungen durch verschiedene Länder so freundlich und immer wieder von neuem willkommen geheißen worden zu sein: „welcome palestine“. Die Menschen sprangen uns fast an in ihrer Begrüßung, in den Dörfern, auf den Feldern, bei der Olivenernte: „welcome palestine“. Später glaubte ich einen zweiten Sinn in diesem Angesprochen- werden zu hören: unser Besuch machte Palästina willkommen (existent?) und bedeutungsvoll. Wir gaben dem Menschen die Möglichkeit uns willkommen zu heißen und gaben ihnen auch das Erlebnis, dass wir uns bei Ihnen willkommen fühlen konnten. Wir waren die Einzigen auf diesem Weg, wir trafen niemanden in der Zeit, in der wir diese Strecke von Rumana bis Nablus, also 5 Tage, wanderten. Auch später von Auja nach Jericho gab es keine Wanderer, so wie man sie z. B. auf dem Jakobsweg  trifft.</em></p>
<p><em>Meine Eindrücke können nur skizzenhaft und natürlich einseitig sein,</em></p>
<figure id="attachment_2839" aria-describedby="caption-attachment-2839" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2839" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser-300x200.jpg" alt="Doch es gibt hier Wasser" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwasser-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2839" class="wp-caption-text">Doch es gibt auch Wasser hier</figcaption></figure>
<p><em>ich glaube, dass sich viele Palästinenser, denen ich begegnet bin, irgendwie von der Welt vergessen fühlen, in den Gesprächen wiederholte sich der Punkt, dass die Medien nur die Unruhen, die Tumulte darstellen, nicht aber, dass es auch ein schönes Palästina, ein willkommen heißendes Palästina, freundliche und hilfsbereite Menschen gibt. – welcome to palestine &#8211;</em></p>
<p><em>Die Gastfreundschaft ist wirklich herzberührend, neben der freundlichen Ansprache wurden wir immer wieder zum Kaffee eingeladen. In den 3 Gastfamilien in denen wir wohnten, die aus sehr unterschiedlichen sozialen Verhältnissen kamen, wurden wir wirklich sehr aufmerksam und hilfsbereit bewirtet. Bei den Familien, die Olivenernte hielten, wurden wir häufig zum Kaffee eingeladen. Als wir am ersten Tag erschöpft in der Mittagshitze durch ein Dorf gingen und man uns wahrscheinlich die Erschöpfung ansah, lud uns ein junger Mann zu kalter Cola im Schatten, später zum Kaffee ein. Die Kinder waren freundlich und lachten . Eine herzerwärmende Unterbrechung der anstrengenden Wanderung.</em></p>
<figure id="attachment_2840" aria-describedby="caption-attachment-2840" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2840" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2-300x200.jpg" alt="Wüstenlandschaft" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege2-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2840" class="wp-caption-text">Wüstenlandschaft</figcaption></figure>
<p><em>In den Dörfern und Städten gibt es eine Welt der Jugend und der Kinder. Das ist wirklich ein Unterschied zu Deutschland, was für eine Rolle Kinder und Jugendliche, aber vor allem die strahlenden Gesichter der Kinder und die diskussionsbereiten jungen Männer, die uns geführt haben, spielten. Mit den Kindern gab es dauernd ein Hallo und ein Scherzen, mit den Führern gab es sehr interessante und tiefgehende Diskussionen in einer enormen Offenheit. Wahrscheinlich spielte auch eine Rolle, dass man sich nur 1-2 Tage sah:</em></p>
<p><em>Wie geht man mit einem Leben um, wo vieles dauernd irgendwie auf der Kippe steht: wird die Zufahrt von den Israelis gesperrt, gibt es</em></p>
<figure id="attachment_2841" aria-describedby="caption-attachment-2841" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2841" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3-300x200.jpg" alt="im Wadi Qelt" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege-3-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2841" class="wp-caption-text">im Wadi Qelt</figcaption></figure>
<p><em>genug Wasser, gibt es trotz akademischer Ausbildung einen Job oder muss ich als Akademiker als Verkäufer arbeiten, wie halte ich die Demütigungen an den Checkpoints aus? Ich könnte diese Fragen noch verlängern, aber es gibt einen Eindruck wieder, als wenn ständig eine Hand an der Gurgel liegt und die Frage bleibt: wie komme ich mit der Enge eines solchen Lebens zurecht? Eine Antwort scheint mir das Familienleben zu sein, die enge und sehr freundlich wirkende Verbindung in den Familien, die ich kennengelernt habe. Eine klügere Antwort gab mir ein 32jähriger Gesprächspartner in Jericho. Er sagte: „occupied but smart“ als Alternative zu: „free but stupid“. Die Menschen, und ich glaube vor allem die Jüngeren, lernen hier in einer für uns kaum verstehbaren Art und Weise mit den Beschränkungen des Alltags, den Zonen <a href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/" target="_blank">A, B und C in Palästina,</a> den Aufenthaltsbeschränkungen, den</em></p>
<figure id="attachment_2842" aria-describedby="caption-attachment-2842" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2842" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4-300x200.jpg" alt="von Sanur nach Sebastia" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/Alfredwege4-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2842" class="wp-caption-text">von Sanur nach Sebastia</figcaption></figure>
<p><em>Reisebeschränkungen, dem Eindruck von Menschen 1. und 2. Klasse umzugehen. Und ich hatte den Eindruck in diesem Gespräch &#8211; und auch in manch anderen Gesprächen -, dass diese Situation eine doppelte Wirkung hat. Es gibt eine andauernde Anspannung, aber es gibt auch ein Gefühl des Alltags in diesen Jungen z. B. den Führern oder diesem 32jährigen Gesprächspartner aus Jericho, dass sie immer wieder eine Antwort finden auf die Restriktion. Das hat mich beeindruckt. Mich hat auch beeindruckt, wie deutlich sie das Gefühl von „boring“, das ja sehr viel mehr ist als „langweilig“ im Deutschen, als Lebensgefühl beschrieben und dabei mit eingefangen haben, wie sehr sie die Möglichkeiten, sich zu bewegen, sich weiter zu bilden, Jobs zu bekommen, Recht zu bekommen, nicht verwirklichen können, obwohl die intellektuelle und emotionale Potenz in den Betroffenen vorhanden ist.</em></p>
<p><em>Die Menschen, denen ich als Führer oder Gesprächspartner, in den <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2843" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5-300x200.jpg" alt="alfredwege5" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alfredwege5-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Familien oder sonst wo begegnet bin, lieben ihr Land und erzählen gerne von ihrem Land und sie sind auch bereit, in ein differenzierteres Gespräch einzutauchen, z.B. zu Fragen Stellung zu nehmen, warum es so viele Kollaborateure mit den Israelis gibt, woher kommt der Reichtum einer größeren Gruppe von Palästinensern (dadurch, dass sie mit den Israelis Handel treiben und zum Teil von den Blockaden der Israelis ausgenommen werden). Es gab niemanden unter den jüngeren Gesprächspartnern, der sich sehr wertschätzend über die Selbstverwaltungsbehörde äußerte, das hat mich auch erschrocken. Ich bekam den Eindruck, dass die Ordnung unter den Palästinensern nur begrenzt durch die Selbstverwaltung hergestellt wird sondern eher durch große Familienclans, die untereinander für Ordnung sorgen. Manchmal war ich in einem dieser Gespräche richtig verwirrt, legte Pausen ein und versuchte mich zu orientieren. Aber ich hatte zunehmend den Eindruck, dass neben der israelischen Besatzung von Palästina die Struktur der Palästinenser unter sich auch eine lähmende Wirkung hat auf die Weiterentwicklung. Wir hatten viel Zeit zu sprechen. Und begleitet, vielleicht auch aufgelockert wurden diese Gespräche durch eine z.T. wunderschöne Landschaft, freundliche Menschen, weite Blicke über Hochtäler und Bergrücken, schweißtreibende Aufstiege und immer wieder wandern querfeldein ohne Weg, ohne Markierung, aber mit sicheren Führern.</em></p>
<p><em>Ich verlasse dieses Land, aus dem ich ein Spannungsfeld von Lebensfreude und Lachen, von unerträglichen Einschränkungen bis hin zu schweren Demütigungen, von einer fast verwirrend wirkenden inneren Struktur und von einer seit Jahrhunderten unverändert wirkenden Landschaft mitnehme.</em></p>
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		<title>Selig die Frieden stiften</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/selig-die-frieden-stiften/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Nov 2015 19:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Dormitio]]></category>
		<category><![CDATA[Fatima]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute am Sonntag, der mit dem 1. November auch dem Allerheiligen-Fest in der katholischen Kirche, bin ich wieder zum Gottesdienst der Benediktiner in die von mir geliebte Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/selig-die-frieden-stiften/" title="Selig die Frieden stiften">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute am Sonntag, der mit dem 1. November auch dem Allerheiligen-Fest in der katholischen Kirche, bin ich wieder zum Gottesdienst der Benediktiner in die von mir geliebte Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg am Rande der Altstadt gegangen.</p>
<figure id="attachment_2829" aria-describedby="caption-attachment-2829" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/dormitio.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2829" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/dormitio-200x300.jpg" alt="die Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg" width="200" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/dormitio-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/dormitio-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2829" class="wp-caption-text">die Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg</figcaption></figure>
<p>Heute wurde aus dem Matthäus-Evangelium die berühmte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bergpredigt" target="_blank">„Bergpredigt“</a> mit den „Seligpreisungen“ vorgelesen. Hier heißt es unter anderem „ Selig die Frieden stiften“ und &#8222;Selig die keine Gewalt anwenden&#8220;. Das fand ich schon eine besondere Fügung, dass ich heute etwas zum Frieden und zur Gewaltlosigkeit hören durfte, nach dem es in den letzten 4 Wochen hier wirklich  alles andere als friedlich und gewaltfrei zu ging.  Ach hätten die Menschen damals und auch heute doch diese Botschaft von Jesu besser verstanden und beherzigt, hier und überall in der Welt, schoss es mir durch den Kopf.</p>
<p>Nach dem Gottesdienst hatte ich die Gelegenheit noch kurz mit Pater</p>
<figure id="attachment_2832" aria-describedby="caption-attachment-2832" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2832" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alt-300x200.jpg" alt="alte Gemäuer " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alt-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/alt-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2832" class="wp-caption-text">alte Gemäuer</figcaption></figure>
<p>Nikodemus zu sprechen. Er ist der “Auslandsseelsorger“ und der „Pressesprecher“ der Abtei, die auf neutralem Boden zwischen Israel und Palästina liegt. Daher wird er oft mit den Problemen beider Seiten konfrontiert, und ist deshalb bei den Medien eine gefragte Person. Auch ich hatte schön häufiger von ihm in der SZ gelesen, wenn es aktuelle Ereignisse aus Jerusalem zu kommentieren gab.. Er hat gerade ein Buch veröffentlicht: „Zuhause im Niemandsland – Mein Leben im Kloster zwischen Isarel und Palästina“. Es ist im Herbig-Verlag <a href="http://www.herbig-verlag.de" target="_blank">erschienen</a>.</p>
<p>Nach dem Gottesdienst bin ich dann, zum vor erst letzten Mal nochmal „auf die andere Seite“ gefahren, mit dem palästinensischen Bus 231 nach Bethlehem. Dort habe ich dann Fatima getroffen, mit der ich dann in ihr Dorf Zatara gefahren bin.</p>
<figure id="attachment_2833" aria-describedby="caption-attachment-2833" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/frieden.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2833" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/frieden-300x200.jpg" alt="friedliche Stimmung in der Abendsonne " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/frieden-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/11/frieden-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2833" class="wp-caption-text">friedliche Stimmung in der Abendsonne</figcaption></figure>
<p>Dort am Rande der judäischen Wüste fühle ich mich in und an ihrem Haus sehr wohl. Habe ihren kleinen Imbiss und einen leckeren arabische Kaffee bei herrlicher Aussicht genossen.</p>
<p>Gegen fünf bin ich zum Bethlehem-Checkpoint um noch einmal die besondere Erfahrung eines Übergang zu machen. Mir entgegen kamen Hunderte Palästinenser die in Jerusalem und Umgebung als billige „ Arbeitskräfte“ die israelische Bauwirtschaft aufrecht erhalten</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Besuch in der „Heimat“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 19:09:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Beit Jala]]></category>
		<category><![CDATA[Faten]]></category>
		<category><![CDATA[Tent of Nations]]></category>
		<category><![CDATA[Weinberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute nun bin ich mal wieder in die Region Bethlehem/Beit Jala gefahren die ich als meine „Heimat“ in Palästina bezeichnen möchte. Dort also, wo ich erstmals bereits im April 2010, nach einer Gruppenreise mit einem <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/besuch-in-der-heimat/" title="Besuch in der „Heimat“">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nun bin ich mal wieder in die Region Bethlehem/Beit Jala gefahren die ich als meine „Heimat“ in Palästina bezeichnen möchte. Dort also, wo ich erstmals bereits im April 2010, nach einer Gruppenreise mit einem jüdisch/israelischen Veranstalter, für einige Tage bei Familie Mukarker (in Beit Jala) wohnen durfte, und dort wo ich im April 2012 für 4 Wochen auf dem Weinberg der Familie Nassar, meine „aktive“ Zeit in und für Palästina begonnen habe.</p>
<figure id="attachment_2814" aria-describedby="caption-attachment-2814" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2814" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-300x225.jpg" alt="&quot;Schabbat-Ruhe&quot;" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/schabbat-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2814" class="wp-caption-text">&#8222;Schabbat-Ruhe&#8220;</figcaption></figure>
<p>Auch heute Morgen bin ich erst einmal durch dass schöne kleine jüdische Stadtviertel gebummelt, welch ein anderes Bild bot sich mir heute am Sabbat. Leere Straßen, wenig Menschen, wenn dann gingen sie Augenscheinlich zur Synagoge, die Frauen sehr schick angezogen, die Männer meist den Gebetsmantel (Talit) unter dem Arm. Ein wenig bedaure ich es schon bei dieser schönen und so ruhigen Feiertagsatmosphäre, dass bei uns auf den Straßen am Sonntag oft so gar nicht mehr zu spüren ist, dass der Tag ein Ruhetag sein sollte.</p>
<p>Dann habe ich mich so gegen 9 Uhr auf den Weg zum Weinberg</p>
<figure id="attachment_2815" aria-describedby="caption-attachment-2815" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2815" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-300x200.jpg" alt="Blick auf den Weinberg mit Crossbahn" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/crossbahn-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2815" class="wp-caption-text">Blick auf den Weinberg mit Crossbahn</figcaption></figure>
<p>gemacht. Früher bin ich noch in Bethlehem in das Service-Taxi umgestiegen, heute kenne ich mich besser aus. Ich steige an der Stelle wo auch die Fahrzeuge nach Nahalin und Hussan stehen (1 km hinter dem großen Checkpoint an der Straße 60 nach dem Gilo-Tunnel), um in ein Service-Taxi nach Hebron. Nach etwa 4 km, am Abzweig zu der Siedlung Neve Daniel bin ich ausgestiegen. Wusste ich bei meiner ersten Ankunft im April 2012 noch nicht wo sich der Weinberg befindet, weiß ich auch hier jetzt besser Bescheid und nach wenigen hundert Metren stehe ich auf der Kuppe und sehe den schönen Weinberg und links davon über das palästinensische Dörfchen Nahalin weiter über die Siedlung Beitar Illit bis zum Mittelmeer. Eine tolle Aussicht.</p>
<p>Natürlich versperren immer noch zwei große Stein- und Felshügel den Weg. Auch haben mittlerweile die Bewohner der Siedlungen hier verschiedene Routen für das Crossrad „verlegt“.</p>
<figure id="attachment_2816" aria-describedby="caption-attachment-2816" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2816" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-300x200.jpg" alt="3.000 Weinstöcke wollen gepflanzt sein" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daherpflanzen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2816" class="wp-caption-text">3.000 Weinstöcke wollen gepflanzt sein</figcaption></figure>
<p>Links vom Eingangstor zum Weinberg waren Männer aus Hebron dabei eine Zisterne zu erstellen. Auch hier wird ein Gelände wieder urbar gemacht und für ein notwendiges Wasserreservoir gesorgt. So gibt die Familie Nasser anderen Landbesitzern hier den Mut doch auch wieder auf ihrem Land aktiv zu werden. Ich muss nicht extra erwähnen, das der Bau eines Wasserspeichers hier im C-Gebiet illegal ist und der Landbesitzer mit einem Abrissbefehl rechnen kann&#8230;&#8230;</p>
<p>So wie die Familie Nasser schon ein Dutzend und mehr Abrissbefehle bekommen hat, die letzten wie ich heute erfuhr in den letzten Wochen. So soll der Zaun um das Tiergehege, eine Höhle und Olivenbäume im Tal abgerissen werde. Wie immer in den letzten Jahren hat die Familie durch ihren Anwalt dem Bescheid widersprochen &#8230;.und dann passiert erst mal nichts.</p>
<p>Heute traf ich die beiden Brüder Daher und Daoud beim Pflanzen</p>
<figure id="attachment_2817" aria-describedby="caption-attachment-2817" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2817" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-300x200.jpg" alt="das macht Daoud am Liebsten" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/daoudpflanzen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2817" class="wp-caption-text">das macht Daoud am Liebsten</figcaption></figure>
<p>von jungen Weinstöcken. Insgesamt werden in diesen Wochen 3.000 Weinstöcke (Chadonay) gepflanzt. <a href="http://marius-blog.de/blog/gruener-weinberg/">Ich hatte im April </a>die beiden Volontäre Simon und Johannes dabei beobachtet, wie sie Eisenpfähle in den Boden trieben und Draht verspannten.</p>
<figure id="attachment_2818" aria-describedby="caption-attachment-2818" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2818" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-300x200.jpg" alt="Drei Nasser Brüder: ein seltenes Bild Daoud, Daher und Toni" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/brüder-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2818" class="wp-caption-text">Drei Nasser Brüder:<br />ein seltenes Bild<br />Daoud, Daher und Toni</figcaption></figure>
<p>Ja der Weinberg will seinem Namen nun wieder alle Ehre machen. Man möchte in Zukunft hier auf dem Weinberg 5.000 l Wein produzieren (wenn möglich in Bio-Qualität) und die restlichen Trauben eventuell dem benachbarten Weingut Cremisan verkaufen. Ich erfuhr auch, dass bereits in den 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts, der Großvater an dieser Stelle des Weinberges bis zu 25.000 Weinstöcke hatte. Der Wein wurde damals sogar nach Europa exportiert. 1936 wurden alle Weinstöcke zerstört. Bis heute weiß man nicht wer es und warum es getan wurde.</p>
<p>Ja und dann konnte ich sogar bei der aktuellen Weinproduktion ein</p>
<figure id="attachment_2819" aria-describedby="caption-attachment-2819" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2819" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-300x200.jpg" alt="Höhle zum Weinkeller umfunktioniert" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/weinkeller-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2819" class="wp-caption-text">Höhle zum Weinkeller umfunktioniert</figcaption></figure>
<p>wenig zuschauen. Als ich <a href="http://marius-blog.de/blog/besuch-bei-freunden/">vor zwei Wochen hier war</a> wurden gekaufte (!) Trauben gepresst und in die ebenfalls gekauften Stahlbehälter gefüllt. Heute nun wurde der sich schon abgesetzte Traubensaft abgelassen und die Trauben erneut gepresst. Geplant ist es zum Weinbergjubiläum (100 Jahre Nasser`s Weinberg) im Mai 2016 den Gästen de ersten wein Jahrgang 2015 anzubieten. Man darf sich schon freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich hatte auch einen ganz besonderen Grund hier auf den Weinberg zu kommen. Ich hatte bei meinem Besuch vor zwei Wochen davon berichtet das Thomas Nitsche von der „Regenbogenwerkstatt e.V.“ im Mai 2013 ein Interview mit Amal Nasser der Schwester von Daoud und Daher gemacht hatte. Wie erwähnt hat der AphorismA Verlag in Berlin dieses Interview in seiner Reihe „Kleine Texte“ nun veröffentlicht. Als ich von Amal bei meinem Besuch erfuhr, dass sie noch kein Heft besitze, habe ich per Mail bei dem mir bekannten Berliner Herausgeber Rainer Zimmer-Winkel nachgefragt. Der berichtete, dass er bei seinem letzten Besuch in Jerusalem vor einigen Wochen zwei Exemplare dieses kleinen Heftes bei der evangelischen Pastorin der evangelischen Gemeinde in Jerusalem, Gabriele Zander, für Amal abgegeben habe. Pastorin Zander hat mir nun diese beiden Exemplare mitgegeben, damit ich sie Amal persönlich überreichen. Ich traf Amal an ihrem Arbeitsplatz im Caritas-Kinderkrankenhaus in Bethlehem. Sie war sichtlich bewegt als ich ihr kurz das Heft vorstellte und die Grüße und Glückwünsche aus Deutschland übermittelte</p>
<figure id="attachment_2820" aria-describedby="caption-attachment-2820" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2820" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-1024x683.jpg" alt="Amal Nassar" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/amal-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2820" class="wp-caption-text">Amal Nassar</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier, sozusagen als Appetit-Happen“, kleine Auszüge aus der Einführung zum Interview von Thomas Nitsche:</p>
<p><em>Amal Nassar, ist Kinderkrankenschwester, und Mitglied einer Clowngruppe, die –angeregt durch ein Gruppe Italiener &#8211; seit 2008 in Palästina den kranken Kindern ein Lächeln schenken. Dies ist auch die grundlegende Lebensphilosophie von Amal: durch Hoffnungsbotschaften im Angesicht einer allgegenwärtigen Bedrohung, besonders als Frau in einer Männer dominierten Gesellschaft sich über vieles Zermürbende hinwegzusetzten. Das Interview mit Amal zeigt ein anderes Palästina, eines was Zukunft und Strahlkraft hat. Es wird keinen Frieden geben, wenn man die Vernünftigen vernachlässigt, wenn man vor allem die Frauen, die in allen Kulturkreisen das Leben und Überleben ihrer Gesellschaft sicherstellen, übergeht und ignoriert. Die Familie Nasser durchbricht den Kreislauf der Gewalt in dem sie negative Energien in Form von Wut, Frust und Aggression in eine positive schöpferische Energie wendet, dadurch nutzbar macht für die Friedensarbeit – ein zukunftsweisender Weg für ein Volk das oftmals nur die Aufgabe/Resignation (Droge/Emigration) oder den bewaffneten Widerstand (Steinewerfen, (Selbstmord-)Attentate als formen des Überlebens erlernt hat.</em></p>
<p>Weiter Infos zum <a href="http://aphorisma.de/catalog/hoffnung-aus-nahost-p-9754.html" target="_blank">Büchlein hie</a>r</p>
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		<title>frustriert und ohne Perspektive: Palästinas Jugend</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/frustriert-und-ohne-perspektive-palaestinas-jugend/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2015 20:07:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Checkpoint]]></category>
		<category><![CDATA[Ramallah]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute, am drittletzten Tag meines aktuellen Aufenthaltes, wollte ich noch einmal nach Ramallah, um mich dort mit zwei jungen deutschen Frauen zu treffen, die hier bei verschiedenen NGO`s tätig sind. Nach dem Frühstück habe ich <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/frustriert-und-ohne-perspektive-palaestinas-jugend/" title="frustriert und ohne Perspektive: Palästinas Jugend">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, am drittletzten Tag meines aktuellen Aufenthaltes, wollte ich noch einmal nach Ramallah, um mich dort mit zwei jungen deutschen Frauen zu treffen, die hier bei verschiedenen NGO`s tätig sind.</p>
<p>Nach dem Frühstück habe ich mich aber zunächst einmal hier in diesem jüdischen Stadtteil umgeschaut in dem sich das St Charles-Hospiz befindet, in dem ich, wie schon vor zwei Wochen, nun bis zum Ende meines Aufenthaltes in Jerusalem, zu Gast sein darf. Es befindet sich in der „German Kolonie“, in der nach1873 die Templer aus Württemberg ansiedelten. Ein kleiner Stadtteil, mit in kleinen Gärten</p>
<figure id="attachment_2805" aria-describedby="caption-attachment-2805" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2805" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm-300x200.jpg" alt="die &quot;Kapelle&quot; von St. Charles" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/turm-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2805" class="wp-caption-text">die &#8222;Kapelle&#8220; von St. Charles</figcaption></figure>
<p>liegenden Häusern, so ein wenig altdeutscher Flair. Die Templer wurden im Übrigen während des 2. Weltkrieges von den Britten nach Australien deportiert, weil sie der NSDAP beigetreten waren. Das St. Charles befindet sich in der Lloyd George Street in der, wie er mit in der letzten Woche sagte, auch Reuven mit seiner Familie lange Zeit gewohnt hat. Auf der angrenzenden Bethlehemstraße war heute am</p>
<figure id="attachment_2804" aria-describedby="caption-attachment-2804" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2804" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe-300x200.jpg" alt="Freitagvormittag in der &quot;German Colonie&quot;: entspannte Atmosphäre " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/cafe-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2804" class="wp-caption-text">Freitagvormittag in der &#8222;German Colonie&#8220;: entspannte Atmosphäre</figcaption></figure>
<p>Freitag, wo ja zum Sonnenuntergang der Sabbat beginnt, etwa so eine Stimmung, wie bei uns am Samstagvormittag in den Städten herrscht. Viele jüdischen Israelis haben bereits frei und genießen bei doch schönen Sonnenschein den Einkaufsbummel oder in einem der zahlreichen Cafés das Frühstück.</p>
<p>Dann bin ich zur Busstation nach Ostjerusalem gegangen, etwa 3 km von dem jüdischen Stadtteil entfernt. Hier herrscht eine ganz andere Situation, die Läden haben am moslemischen „Sonntag“ zu mindestens bis Mittags nach dem Freitagsgebet geschlossen, es ist also dort, wo sonst orientalische Betriebsamkeit herrscht, sehr ruhig.</p>
<p>Viele Muslime sind gegen 10.30 aber schon auf dem Weg in die Altstadt zum großen Freitagsgebet auf dem Tempelberg. Nachdem, wegen der großen Unruhen im Land, aber gerade auch auf dem Tempelberg, wochenlang nur Frauen und Männer über 50 zum Gebet auf den Tempelberg durften, sind diese Beschränkungen nun wieder aufgehoben. Wahrscheinlich werden heute wieder Tausende an der drittheiligsten Stelle für Muslime, beten.</p>
<p>Leider fuhr heute am Freitag kein durchgehender Bus nach Ramallah, so bin ich mit einem Bus bis an den Checkpoint Qalandiya gefahren. Dort wo Morgens und Abends sich Tausende Palästinenser durch schmale Gänge und viele eiserne Drehkreuze zwängen, um von einer Seite zur anderen zu kommen, herrschte heute doch eine ziemliche Leere. Schnell war ich auf der palästinensischen Seite, genauso schnell bekam ich ein Service-Taxi und war nach ziemlich genau einer Stunde im Zentrum von Ramallah. Auch hier, wie schon im Osten von Jerusalem herrschte eine ungewohnte Ruhe. <a href="http://marius-blog.de/blog/seitenwechsel/" target="_blank">Informationen zum Checkpoint auch hier</a></p>
<figure id="attachment_2806" aria-describedby="caption-attachment-2806" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2806" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah-300x200.jpg" alt="im Zentrum von Ramallah" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ramallah-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2806" class="wp-caption-text">im Zentrum von Ramallah</figcaption></figure>
<p>Ich hatte mich mit Marieke und Tessa verabredet. Mit Marieke, die seit einigen Jahren bei der GIZ in Ramallah und Amman/Jordanien arbeitet, hatte ich im April <a href="http://marius-blog.de/blog/nilin-erneuter-besuch-in-einem-mutigen-dorf/" target="_blank">Saeed in Nih`lin besucht</a>, Tessa ist die Tochter einer ehemaligen Kollegin, sie arbeitet seit mehr als einem Jahr hier in Ramallah. Sie war zunächst bei der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig und arbeitet nun in einem kleinen Büro. Ihr Chef, hat sich seit Jahren damit beschäftigt Nachweise zu erbringen das und wie die Israelis Handelsabkommen die sie mit der EU abgeschlossen haben, auch auf anderen Gebieten, so zum Beispiel bei Waren die hier im Westjordanland erstellt werden, anwenden und so zum Beispiel Zollbeschränkungen umgehen. Durch diese Nachweise wird die EU an ihre eigenen Regeln erinnert. Vielleicht</p>
<figure id="attachment_2807" aria-describedby="caption-attachment-2807" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2807" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw-300x200.jpg" alt="wie bei uns: für viele ein Traum" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bmw-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2807" class="wp-caption-text">wie bei uns:<br />für viele ein Traum</figcaption></figure>
<p>klingt das ein wenig zu trocken: Aber es geht zum Beispiel darum, das Israel hier im Westjordantal Datteln produziert, die dann bei uns als israelische waren – zollfrei (so ist das Abkommen) eingeführt werden. Seit Jahren tritt nicht nur pax christi, wo ich in der <a href="http://www.paxchristi.de/kampagnen/view/6468014589345792/Besatzung%20schmeckt%20bitter" target="_blank">Nahost-Kommission </a>mitarbeite dafür ein das die waren die in den besetzen Gebieten Produziert werden als solche auch gekennzeichnet werden müssen.</p>
<figure id="attachment_2808" aria-describedby="caption-attachment-2808" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2808" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr-300x200.jpg" alt="frisches Zuckerrohr geliefert" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/zuckerrohr-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2808" class="wp-caption-text">frisches Zuckerrohr geliefert</figcaption></figure>
<p>Beide jungen Frauen äußern sich, mit Blick auf die aktuellen Auseinandersetzungen, skeptisch, dass sich an der verfahrenen Situation in diesem Jahrzehnte währenden Konflikt noch etwas ändern wird. Die Abstände der größeren gewalttätigen Auseinandersetzungen werden geringer, es sind aber wie derzeit -sieht man einmal von den kriegerischen Auseinandersetzungen ab-eben doch eher Einzelattacken vor allem der frustrierten Jugend. Ohne eigene Perspektive wissen sie auch, dass schon ihre (Groß-) Väter alles probiert haben, ihr Leben riskiert, im Gefängnis gesessen und es hat alles nichts genutzt, im Gegenteil die Einschränkungen, Restriktionen werden immer größer.</p>
<p>Ziemlich ernüchtert habe ich die kurze Rückreise, wieder durch den so demütigenden Checkpoint, angetreten.</p>
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		<title>&#8230;..und wieder nach Jerusalem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2015 18:49:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Jerusalem]]></category>
		<category><![CDATA[Tempelberg]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der gestrigen Wanderung durch einen Teil des Wadi Qelt war war unsere Wanderzeit zu Ende. Heute machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg (was die Entfernung angeht: 25 km), von Jericho nach <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/und-wieder-nach-jerusalem/" title="&#8230;..und wieder nach Jerusalem">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der gestrigen Wanderung durch einen Teil des Wadi Qelt war war unsere Wanderzeit zu Ende. Heute machten wir uns auf den doch recht kurzen Weg (was die Entfernung angeht: 25 km), von Jericho nach Jerusalem. Was die Höhenmeter angeht ist der Unterschied freilich beträchtlich. Vor 230m unter dem Meeresspiegel geht es bis Jerusalem auf 850 m Höhe, also fast 1.100 m Höhenunterschied.</p>
<figure id="attachment_2794" aria-describedby="caption-attachment-2794" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2794" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-300x200.jpg" alt="Morgensonne auf die judäischen Berge" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Morgensonne-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2794" class="wp-caption-text">Morgensonne auf die judäischen Berge</figcaption></figure>
<p>Bevor ich aber vom heutigen Tag berichte, möchte ich noch kurz über ein Gespräch mit einem unser beiden Gastgeber erzählen was wir gestern am späten Nachmittag geführt hatte. Ashraf lud uns, überraschend zu einer „kleinen Vorspeise“ für unser im Anschluss geplantes Abendessen in seine Küche ein und gab uns auch noch von dem Rotwein zu trinken, den uns sein Bruder bereits zum Frühstück(!) angeboten hatte. Dann erzählte er uns ein wenig von seinem Leben und seinen Plänen mit diesem Gästehaus. Wir erfuhren, dass er früh (mit knapp 18 Jahren) begonnen hat zu studieren, dass er in Ostjerusalem (in seinem Elternhaus) nur noch &#8222;auf dem Papier lebt&#8220; (damit er die Jerusalemer Identitätskarte nicht verliert die ihm z. B ermöglicht vom Flughafen in Tel Aviv abzufliegen), dass er aber eine Wohnung in Beit Jala (bei Bethlehem) hat und eben auch für längere Zeit auch hier in Jericho lebt. Die vielen Regeln die die Israelis erfinden um den Jerusalemer Palästinensern das Leben schwer zu machen (mit dem einem Ziel, dass die Palästinenser der Stadt den Rücken kehren, auf das es eine rein jüdische Stadt wird) fordert die Palästinenser immer wieder aufs Neue heraus, Gegenstrategien zu entwickeln, die Regeln zu um gehen.</p>
<p>Heute morgen haben wir uns dann, nach einem wieder leckeren und</p>
<figure id="attachment_2788" aria-describedby="caption-attachment-2788" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2788" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-300x200.jpg" alt="Ja es gibt auch Haltestellen in Palästina" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/HH-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2788" class="wp-caption-text">Ja es gibt auch Haltestellen in Palästina</figcaption></figure>
<p>gesunden Frühstück (aber ohne Wein!) auf den Weg nach Jerusalem gemacht. Hier in Palästina ist es eigentlich sehr einfach von &#8222;A&#8220; nach &#8222;B&#8220; zu kommen. Man stellt sich an die Straße und wenn ein orangenes Service-Taxi kommt, hält man es an, fragt ob der Kleinbus nach &#8222;B&#8220; fährt – wird die Frage bejaht- steigt man ein. Bis nach Jerusalem mussten wir zweimal umsteigen, einmal im Zentrum von Jericho, ein zweites Mal im Ostjerusalemer Stadtteil Eizariya (Bethanien). Insgesamt dauerte die Fahrt keine Stunde und kostete uns 20 Schekel (keine 5 €).</p>
<figure id="attachment_2789" aria-describedby="caption-attachment-2789" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2789" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-300x200.jpg" alt="von Jericho 1.100 m hinauf nach Jerusalem" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wüstenstrasse-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2789" class="wp-caption-text">von Jericho 1.100 m hinauf nach Jerusalem</figcaption></figure>
<p>In Jerusalem war es – bedingt durch den doch enormen Höhenunterschied &#8211; doch wesentlich kühler (16 °C) als im Jordantal (22 °C), so das ich zum ersten Mal auf dieser Reise meinen dünnen Pullover überzog.</p>
<p>Wir haben, bevor wir wieder zum Gästehaus St. Carles im Jerusalemer Stadtteil „German Colonie“ gegangen sind, noch einen Bummel durch die Altstadt gemacht. Am Damaskustor haben inzwischen sich zwei Polizeiposten „Regenfest“ stationiert, ansonsten konnten wir aber keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen feststellen. Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen. An der Westmauer sahen wir eine relativ kleine Menschenschlange die auf die Öffnung des Zuganges zum Tempelberg wartete. Der Zugang ist morgens aber auch in der Mittagszeit zwischen 12.30 und 13.30 möglich. Spontan stellten wir</p>
<figure id="attachment_2795" aria-describedby="caption-attachment-2795" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2795" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-300x200.jpg" alt="hier steht es weiß auf beige: Juden sollen nicht auf dem Tempelberg " width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Rabbisagt-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2795" class="wp-caption-text">hier steht es weiß auf beige: Juden sollen nicht auf dem Tempelberg</figcaption></figure>
<p>uns auch an. Dort konnten wir dann wieder lesen, dass der Chef-Rabbiner den Juden verbietet auf den Tempelberg zu gehen. In den letzten Wochen war es wegen provokativen &#8222;Gebetsaktionen&#8220; weniger Juden auf dem Tempelberg, zu Ausschreitungen zwischen Palästinensern und der Polizei gekommen. Daraus entwickelten sich dann in der Folge die gewalttätigen Auseinandersetzungen in ganz Palästina und Israel, die bis heute mehr als 50 Todesopfer und über 1000 Verletzte (in der großen Mehrheit Palästinenser) gefordert haben. Nach einer knappen halben Stunde kamen wir an die Sicherheitskontrolle um dort zu erfahren, dass wir mit unseren relativ großen Rucksäcken nicht durch die Kontrolle können. Da ich schon einige Male auf dem Tempelplatz war, entschied mich mit unseren beiden Rucksäcken am Aufgang zu warten.</p>
<figure id="attachment_2792" aria-describedby="caption-attachment-2792" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2792" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-300x200.jpg" alt="erst besorgt, jetzt glücklich: Schwester Magdala" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Magdalena-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2792" class="wp-caption-text">erst besorgt, jetzt glücklich:<br />Schwester Magdala</figcaption></figure>
<p>Gegen drei Uhr waren wir dann im Gästehaus St. Charles, wo uns Schwester Magdala erfreut empfing. Als sie letzte Woche hörte ,dass wir in der Westbank bei Nablus wandern wollen, war sie sehr erschrocken da sie befürchtete, dass uns wegen der Unruhen dort etwas passieren könne. Sie kennt sich dort gut aus, da sie aus der Gegend bei Arara stammt, der 2. Station unserer Wanderung. Sie hatte mir versprochen dafür zu beten, dass uns nichts Schlimmes passiert.</p>
<p>Gott sei es gedankt. Ihre Gebete wurden erhört. Wir sind gesund und wohlbehalten von unserer Wandertour auf den Spuren des Abrahams zurück.</p>
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		<title>In der ältesten Stadt wohnen die entspanntesten Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 20:22:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Jericho]]></category>
		<category><![CDATA[Wadi Qelt]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun bin ich für zwei Tage Gast in Jericho. Jericho, die Stadt der Palmen, ist eine der ältesten bewohnten Städte der Erde, mit Ausgrabungen an den Tel AI Sultan Ruinen, die bis in die Zeit <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/in-der-aeltesten-stadt-wohnen-die-entspanntesten-menschen/" title="In der ältesten Stadt wohnen die entspanntesten Menschen">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun bin ich für zwei Tage Gast in Jericho.<br />
<strong><em><u>Jericho</u></em></strong><em>, die <strong>Stadt der Palmen,</strong> ist eine der <strong>ältesten bewohnten Städte der Erde,</strong> mit Ausgrabungen an den Tel AI Sultan Ruinen, die bis in die Zeit <strong>10.000 v. Chr.</strong> zurückreichen. Die Stadt hat eine Fülle von Wasserquellen und es wird angenommen, dass die F</em></p>
<figure id="attachment_2781" aria-describedby="caption-attachment-2781" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Platz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2781" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Platz-300x225.jpg" alt="zentraler Platz in Jericho" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Platz-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Platz-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2781" class="wp-caption-text">zentraler Platz in Jericho</figcaption></figure>
<p><em>rischwasserquellen am Tel AI-Sultan der Grund für die frühzeitigen Siedlungen in Jericho sind. Ursprünglich hieß die Stadt „Parfüm&#8220; (Yereha), was die Üppigkeit der Region beschreibt. Dies wurde in dem heutigen arabischen Namen „Ariha&#8220; erhalten. Aufgrund seiner Nähe zum Toten Meer, das 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, bleibt es in Jericho das ganze Jahr über warm. Jesus Christus lief durch die Straßen Jerichos während seiner vielen Besuche dieser Stadt. Es ist eine beeindruckende Gegend, um Klöster und andere historische Stätten zu erkunden. Für Wanderfreunde bietet Jericho eine Vielzahl an eindrucksvollen Routen. Ein besonders würdevoller Ort in Jericho ist des St. Georgs Kloster. In die Felsschlucht geschlagen überblickt es die Wadi Kelt Schlucht. Dieses griechisch orthodoxe Kloster wurde ursprünglich im fünften Jahrhundert als ein spirituelles Zentrum für Einsiedler errichtet.</em></p>
<p><em> </em>Aus: <a href="http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Jericho.html">http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Jericho.html</a></p>
<p>Ich war ja schon öfters mal kurz in dieser so alten Stadt. Wenn man</p>
<figure id="attachment_2782" aria-describedby="caption-attachment-2782" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/orthodoxe-Kirche.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2782" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/orthodoxe-Kirche-300x225.jpg" alt="in Jericho sind alle christlichen Kirchen vertreten " width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/orthodoxe-Kirche-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/orthodoxe-Kirche-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2782" class="wp-caption-text">in Jericho sind alle christlichen Kirchen vertreten</figcaption></figure>
<p>aber mal was länger Zeit hat – auch wenn es dieses Mal „nur“ zwei Tage/Nächte sind &#8211; kommt man der Stadt insgesamt schon um Einiges näher. Waren es bei den Kurzbesuchen eher die Touristen Highlights, so entdeckt man beim dann genauer hingucken schon etwas mehr. So gestern ein schönes Cafe, wo es Spezialitäten aus Nablus, natürlich auch die Knafeh gibt. Sie kam zwar nicht ganz an die von Nablus heran, schmeckte aber auch</p>
<figure id="attachment_2783" aria-describedby="caption-attachment-2783" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sultan.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2783" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sultan-300x225.jpg" alt="Sultanquelle" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sultan-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/sultan-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2783" class="wp-caption-text">Sultanquelle</figcaption></figure>
<p>vorzüglich. Oder entdeckt, dass es hier echt viele Radfahrer gibt, die ja sonst in Palästina, auch wegen der extrem bergigen Situation in den meisten Gegenden eher eine Seltenheit sind. Naja, genauer hinschauen möchte man bezüglich der technischen Ausrüstung und Sicherheit zwar nicht, aber es lässt sich doch gut fahren über die meist eben Straßen. Zum Abend bin ich mit einem Bike mal ne Runde durch die Stadt gefahren, ich muss sagen man würde besser mit Helm und vor allem mit einer Warnjacke  ausgerüstet sein.<br />
Man erfährt auch – wie heute morgen im Gespräch mit einemunserer Gastgeber (zur Unterkunft schreibe ich später noch etwas) wie man hier durch den sehr heißen Sommer kommt, wo es zwischen Juni und August auch schon mal Nächte gibt, wo die Temperaturen nicht unter 40 °( gehen.</p>
<figure id="attachment_2784" aria-describedby="caption-attachment-2784" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Seilbahn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2784" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Seilbahn-200x300.jpg" alt="Seilbahn zum  Mont of Temptation" width="200" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Seilbahn-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Seilbahn-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2784" class="wp-caption-text">Seilbahn zum<br />Mont of Temptation</figcaption></figure>
<p>Zunächst ist es gut zu wissen, dass es hier überwiegend eine trockene Hitze hat, die ja doch eher leichter zu ertragen ist. Aber ansonsten „laufen die Uhren“ in Jericho eben viel langsamer. Alles wird wegen der Hitze gemächlicher gemacht. Morgens wird von 5 bis 9/10 gearbeitet und dann noch ein wenig am späten Nachmittag. Ob die Arbeitsweise allerdings in dennicht so heißen Zeiten umgestellt wird, habe ich jetzt nicht gefragt. Aber ich spüre schon sehr deutlich einen Unterschied zwischen den Menschen z.B. letzte Woche in Araba oder Sanur. Dort war das Straßenleben von viel Aktivitäten, verbunden mit entsprechender Lautstärke geprägt, hier wirkt alles entspannter und ruhiger. Ich denke schon, dass dies mit dem besonderen Klima zu tun hat, was hier üblicherweise herrscht. Heute Nachmittag hat es allerdings mal wieder geregnet, dreier tage in Folge ist hier auch eine große Ausnahme</p>
<p>Heute haben wir uns dann aufgemacht eine weitere Sehenswürdigkeit hier in der Region auf zu suchen. Das St Georg-</p>
<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/georg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2775" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/georg-300x200.jpg" alt="georg" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/georg-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/georg-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Kloster im Wadi (Tal) Qelt. In der kurzen Beschreibung zu Beginn des heutigen Beitrages ist es ja schon erwähnt. Der ursprüngliche Plan war das gesamte Tal zu durch wandern. Das Georgs-Kloster liegt etwa auf halben Weg. Die hiesigen Experten haben aber abgeraten. Durch die Regenfälle der letzten drei Tage hat es überall Überschwemmungen und auch Gerölllawinen gegeben, die teilweise Wege unpassierbar gemacht haben.. So haben wir uns zunächst entschieden mit einem Taxi zum vielleicht 5 km von Jericho entfernten Kloster zu fahren. Dort hatten wir wegen der vielen Touristen (etwa 5 Busse waren dort) zunächst den „normale“ Empfang der vielen Händler, Eselbesitzer und mehr. „Hallo My</p>
<figure id="attachment_2776" aria-describedby="caption-attachment-2776" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/glocken.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2776" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/glocken-300x200.jpg" alt="Glockenturm  überm Wadi Qelt" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/glocken-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/glocken-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2776" class="wp-caption-text">Glockenturm<br />überm Wadi Qelt</figcaption></figure>
<p>Friend“ You want Coffee or Tea, fresh Orange or Water, Souvenirs&#8230;.“ Nachdem wir uns da durchgekämpft hatten, hatten wir nach einigen Höhenmetern den ersten Blick : mir viel nur das Wort „Grandios“ es ist fast unbeschreiblich was sich dort unseren Augen bot: eine tiefe Schlucht (Wadi Qelt), auf der gegenüberliegenden Seite wieder (wie in Jericho am Berg der <a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Wadi.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2777" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Wadi-300x225.jpg" alt="Wadi" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Wadi-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Wadi-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Versuchung) ein Kloster, scheinbar an den Berg geklebt, ein Blick über die Berge bei dem man in der Ferne die Türme des Ölberges sehen konnte, ich bleibe dabei „Grandios“. Wir konnten dann auch einen Blick ins Kloster werfen, mir wurde dort von der orthodoxen Reisegruppe zu viel geküsst, gekniet und bekreuzigt, aber ich respektiere ihre totale Frömmigkeit. Mir kam eher die Frage, was junge Männer für Gründe haben sich in solche einsamen Orte zurück zu ziehen. Ähnliches ging mir auch bei meinem Besuch im Katharinen-Kloster auf dem Sinai vor einigen Jahren durch den Kopf. Es ist etwas total anderes ob ich hier in einem Kloster bin oder zum Beispiel in Meschede oder bei den Benediktinern auf dem Zion in Jerusalem. Leider konnte ich keinen Mönch fragen.</p>
<p>Wir haben uns dann –angesichts der doch schönen Wetterlage-</p>
<figure id="attachment_2778" aria-describedby="caption-attachment-2778" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2778" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege1-300x200.jpg" alt="der Weg war gut markiert" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2778" class="wp-caption-text">der Weg war gut markiert</figcaption></figure>
<p>entschieden zurück doch den Fußweg am Rande der Wadi-Schlucht zu nehmen. und es war gut so&#8230; Etwa eine Stunde gingen wir auf schmalen, aber doch nicht schwierigen und vor allem gut gekennzeichneten Pfaden, bis wir an das Ende der Schucht erreichten und einen schönen Blick auf die doch große Stadt Jericho und das dahinterliegende und durch die jordanischen Berge begrenzte Jordantal nehmen konnten. Nebenbei bemerkt ist dieser Weg vom Georgs-Kloster nach Jericho (in umgekehrter Richtung) der erste Teil des Teilstückes des Abrahamspfades von Jericho nach Nebi Musa. Hierzu kann die Karte auf der Wegebeschreibung eingesehen werden.</p>
<figure id="attachment_2779" aria-describedby="caption-attachment-2779" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickjericho.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2779" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickjericho-1024x683.jpg" alt="am Ende der Schlucht: Blick auf Jericho und das Jordantal" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickjericho-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/blickjericho-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2779" class="wp-caption-text">am Ende der Schlucht:<br />Blick auf Jericho und das Jordantal</figcaption></figure>
<p>Zum Schluss noch etwas zu unserem Gasthaus</p>
<figure id="attachment_2773" aria-describedby="caption-attachment-2773" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/auberginn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2773" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/auberginn-300x200.jpg" alt="das Auberg-Inn vom Garten aus gesehen" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/auberginn-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/auberginn-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2773" class="wp-caption-text">das Auberg-Inn vom Garten aus gesehen</figcaption></figure>
<p>Wir haben, wie berichtet, uns ja relativ kurzfristig entschieden hier in Jericho zu übernachten. Unser gestriger Guide Nasser hatte uns dann gestern ein Hostel gezeigt das nicht so ganz unseren Vorstellungen entsprach, recht dunkel in den Räumen und auch die Umgebung, direkt an einem Flüchtlingscamp und außerhalb des Zentrums gelegen, fanden wir nicht ideal. Das Info-Center nannte uns dann ein weiteres Hostel: „Auberg-Inn“. Dieses Haus liegt relativ nahe an dem einen touristischen Highlights von Jericho, dem im Norden der Stadt gelegenen „Berg der Versuchung“ Ein wirklich schönes Haus, von außen und von innen. Zwei freundliche Brüder aus Jerusalem haben dieses Haus vor mehreren Jahren gekauft, renoviert, einen tollen Garten angelegt und seit Anfang diesen Jahres das Gästehaus eröffnet.</p>
<p>Wenn man auf die wirklich inhaltlich und technisch gut gestaltete</p>
<figure id="attachment_2780" aria-describedby="caption-attachment-2780" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/breakfirst.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2780" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/breakfirst-300x200.jpg" alt="gesundes Frühstück in schöner Atmosphäre" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/breakfirst-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/breakfirst-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2780" class="wp-caption-text">gesundes Frühstück in schöner Atmosphäre</figcaption></figure>
<p><a href="http://www.auberginn.ps" target="_blank">Homepage geht</a>, kann man erahnen was wir für ein „Kleinod“ angetroffen haben. Dort seht ihr nicht nur tolle Bilder, sondern könnt durch verschiedene Blogbeiträge erahnen, was die beiden Brüder so alles – neben einer schönen Unterkunft &#8211; anbieten. Dort könnt ihr auch einen Filmbeitrag sehen, der die Wanderung einer Gruppe zeigt, die, wie wir heute morgen, vom Georgs-Kloster durch das Wadi Qelt bis nach Jericho gewandert ist..</p>
<p>Wenn ich rückblickend bedenke, welche unterschiedlichen Gegebenheiten sich bei unseren insgesamt 8 Übernachtungen uns gezeigt haben, bei den Gastgebern, den Äußeren und „inneren“ Bedingungen der Unterkunft, wäre das Wort abwechslungsreich eine große Untertreibung</p>
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		<title>Abrahamspfad 6: von Auja nach Jericho</title>
		<link>https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-6-von-auja-nach-jericho/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2015 19:47:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Jordantal]]></category>
		<category><![CDATA[Mosaik]]></category>
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					<description><![CDATA[Nein, von romantischen Nächten kann ich hier in Palästina nicht sprechen. Obwohl die vergangene Nacht fast alle Voraussetzungen hatte: ein fast voller Mond schien über das Jordantal, die Sterne glitzerten, ein laues Lüftchen wehte&#8230;.was will <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-6-von-auja-nach-jericho/" title="Abrahamspfad 6: von Auja nach Jericho">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-2758" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond-300x200.jpg" alt="mond" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mond-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Nein, von romantischen Nächten kann ich hier in Palästina nicht sprechen. Obwohl die vergangene Nacht fast alle Voraussetzungen hatte: ein fast voller Mond schien über das Jordantal, die Sterne glitzerten, ein laues Lüftchen wehte&#8230;.was will man mehr könnte man meinen. Als ich, wie so oft gegen 4 Uhr in der frühe wach wurde da war es wieder: (ich hatte es schon bei meinem ersten Aufenthalt 2012 auf dem Weinberg der</p>
<figure id="attachment_2759" aria-describedby="caption-attachment-2759" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2759" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen-300x200.jpg" alt="Morgen in Auja" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/morgen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2759" class="wp-caption-text">Morgen in Auja</figcaption></figure>
<p>Familie Nasser in diesem Blog <a href="http://marius-blog.de/blog/erlebnissplitter-aus-30-tagen-palaestina-und-jerusalem/" target="_blank">beschrieben</a>), es schien als wenn hunderte Hunde -die hier fast alle wild leben- mit lautem Bellen ihr Revier sichern, dass das ganze Tal mit stolzen Hähnen bevölkert ist, die allen Hühnern (und Menschen) mit ihrem stolzen Geschrei zeigen wollen wie toll sie sind und eben die vielen Tausend Katzen die es hier geben mag die so schient es, jede Nacht um ihr Überleben kämpfen. Ja und dann ist da noch der Muezzim, der mit seinem Gebetsruf, so gegen 4.45 Uhr das nächtliche Konzert „abrundet“ Guten Morgen allerseits&#8230;.</p>
<p>Die Nacht haben wir ja im Gästehaus des Eco-Zentrum verbracht, ich muss sagen eine blitzsaubere Unterkunft und auch die Verpflegeung Abendessen und Frühstück war sehr lecker.</p>
<figure id="attachment_2760" aria-describedby="caption-attachment-2760" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2760" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu-300x200.jpg" alt="Beduinen im Jordantal" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/bedu-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2760" class="wp-caption-text">Beduinen im Jordantal</figcaption></figure>
<p>Um 7 Uhr holte uns unser örtlicher Guide Nassar ab, wir sind mit seinem Auto etwas aus dem Dorf gefahren, haben sein Fahrzeug an einem Beduinencamp abgestellt, und auch unsere Rücksäcke im Kofferraum gelassen. Ein Bruder wollte den wagen später abholen und nach Jericho bringen. Wir machten uns dann „mit leichtem Gepäck“ auf unsere heutige Wanderung, die uns quer durch eine steinige Wüste, nach etwa 12 km, nach Jericho führen sollte. Wir</p>
<figure id="attachment_2761" aria-describedby="caption-attachment-2761" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2761" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen-300x200.jpg" alt="nur von Ziegen leben" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/ziegen-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2761" class="wp-caption-text">nur von Ziegen leben</figcaption></figure>
<p>gingen an mehrerer Beduinencamps vorbei, erfuhren von Nasser, dass die Kinder mit einem Bus zur Schule gebracht würden, ansonsten hätten die etwa 12.000 im Jordantal lebenden Beduinen schon viele Schwierigkeiten mit der israelischen Militärverwaltung. Derzeit gibt es wohl Überlegungen sie in einer noch zu bauenden Stadt bei Jericho zwangsweise um zu siedeln. Oft werden auch ihre Behausungen zerstört ich habe hierüber schon mehrmals in meinem <a href="http://marius-blog.de/blog/ein-wenig-licht-ins-jordantal/" target="_blank">Blog berichtet.</a></p>
<figure id="attachment_2762" aria-describedby="caption-attachment-2762" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2762" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung-300x200.jpg" alt="erste Markierung auf dem Abrahamspfad in Palästina" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/makierung-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2762" class="wp-caption-text">erste Markierung auf dem Abrahamspfad in Palästina</figcaption></figure>
<p>Ansonsten war es für uns schon ein besonderes Erlebnis durch diese steinige Wüste zu wandern. Im Hintergrund die judäischen Berge, die, je nach Sonnenstand, interessante Konturen zeigten. Nach einer dreiviertel Sunde erreichten wir einen Fahrweg dem wir dann folgten. Erstmals konnten wir dann an einem Stein eine Markierung des Abrahamspfades bewundern Nassar sagte, dass hier vor einjger Zeit eine Gruppe (ich glaube es waren Franzosen) diese Markierungsarbeiten angebracht hätten. Auf einem Hügel sahen wir</p>
<figure id="attachment_2763" aria-describedby="caption-attachment-2763" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2763" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung-300x200.jpg" alt="feindselige Siedlung" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2763" class="wp-caption-text">&#8222;feindselige&#8220; Siedlung</figcaption></figure>
<p>dann auch eine erste jüdische Siedlung, dann eine zweite. Nassar sagte es gebe hier unterschiedliche Bewohner in den Siedlungen. Die einen seien friedliche Menschen, die auch den Palästinensern Arbeit geben, die anderen seien eher unfriedlich. Vor diesen Siedlungen solle man sich eher fern halten. Wir recht er hatte merkten wir schon bald. Wieder sahen wir in 500m Entfernung eine kleine Siedlung mit etwa 80 kleinen Häusern. Nicht so groß wie ich sie von der Gegend um Jerusalem/Bethlehem kenne. Von Ferne sahen wir ein weißes Fahrzeug, mit gelbem Warnlicht auf dem Dach, auf uns zu fahren. Ein Siedler (erkennbar an der Kipa) kam aus dem Fahrzeug, an seiner Seite baumelte ein Schnellfeuergewehr&#8230;.Was wir</p>
<figure id="attachment_2764" aria-describedby="caption-attachment-2764" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2764" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1-300x200.jpg" alt="&quot;freundliche&quot; Siedlung" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/siedlung1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2764" class="wp-caption-text">&#8222;freundliche&#8220; Siedlung</figcaption></figure>
<p>hier machen würden, wohin wir gingen, wer wir seien, wollte er ziemlich unfreundlich wissen. So gut es ging versuchten wir ihm zu erklären, dass wir auf dem Weg nach Jericho seien. Er machte uns unmissverständlich klar, das wir hier nicht mehr weiter gehen könnten, sondern auf einem Weg auf der anderen Straßenseite wechseln sollten. Mit Respekt vor der Waffe, aber auch mit Rücksichtnahme gegenüber unserem Guide, der schon sehr still geworden war, haben wir die Straßenseite gewechselt. Wie sagte uns der <a href="http://marius-blog.de/blog/auja-war-einmal-so-gruen-wie-europa-thomas-koenig/" target="_blank">Siedler vor 2 Wochen</a>, mit dem wir seine Gewächshäuser besucht hatten: Wir leben hier mit den Palästinensern friedlich zusammen&#8230;Man wird verstehen, dass mir die wirklich gute Laune ob der tollen Wüstenwanderung schnell vergangen war.</p>
<figure id="attachment_2765" aria-describedby="caption-attachment-2765" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2765" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege-300x200.jpg" alt="überraschend grünes Jericho" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2765" class="wp-caption-text">überraschend grünes Jericho</figcaption></figure>
<p>Je näher wir nach Jericho kamen um so grüner wrde es. Hier sorgteeine Quelle dafür das es in diesem teil von jericho erstunlich fruchtbar war. Wir sahen Bananenstauden, fruchtbare Äcker. Das hätte ich von einer Stadt die ja über 200 m unterhalb des Seelevels liegt, nicht gedacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Jericho nach etwa 3 Stunden Wanderzeit angekommen, sind dann noch mit dem Fahrzeug von Nassar, das mittlerweile hier gelandet war, zu einem Mosaikcenter gefahren. Zaid, unser Führe aus Sebastia hatte uns diesen Tipp gegeben. Der besuch hat sich gelohnt. Mehrere Mitarbeiter/innen saßen in einer Werkstatt und fügten kleine bunte Steine zu tollen Mosaiken zusammen. Ich hatte bisher noch nie gesehen wie ein Mosaik entsteht.</p>
<figure id="attachment_2766" aria-describedby="caption-attachment-2766" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2766" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik-1024x768.jpg" alt="mit ruhiger Hand" width="820" height="615" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik-1024x768.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/mosaik-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2766" class="wp-caption-text">mit ruhiger Hand</figcaption></figure>
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		<title>Wieder mal ins Jordantal</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2015 19:56:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Auja Eco-Center]]></category>
		<category><![CDATA[Friends of the Earth-Middle East]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Morgen konnten wir es endlich mal gemächlich angehen lassen. In den letzten Tagen war meist um 6 Uhr aufstehen angesagt, um 6.30 Frühstück und gegen 7.00 sind wir dann los marschiert. Heute nun war <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/wieder-mal-ins-jordantal/" title="Wieder mal ins Jordantal">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen konnten wir es endlich mal gemächlich angehen lassen. In den letzten Tagen war meist um 6 Uhr aufstehen angesagt, um 6.30 Frühstück und gegen 7.00 sind wir dann los marschiert. Heute nun war ich zwar auch schon früh wach, konnte aber in Ruhe alle Dinge erledigen, einschließlich den Rucksack packen.</p>
<figure id="attachment_2746" aria-describedby="caption-attachment-2746" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/strassenablus1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2746" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/strassenablus1-300x200.jpg" alt="Geschäfte in Nablus" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/strassenablus1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/strassenablus1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2746" class="wp-caption-text">Geschäfte in Nablus</figcaption></figure>
<p>Auch konnte ich das umfangreiche Frühstück im Al Yasmeen Hotel genießen&#8230;sogar mit Marmelade&#8230;ja so was braucht der Mensch hier und da schon einmal am Morgen&#8230;.</p>
<p>Gegen halb zehn haben wir dann unser Hotel verlassen und sind zu dem zentralen Busbahnhof.in Nablus gegangen wo die orangenen</p>
<figure id="attachment_2747" aria-describedby="caption-attachment-2747" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2747" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bus-300x200.jpg" alt="Busstation" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bus-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Bus-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2747" class="wp-caption-text">Busstation</figcaption></figure>
<p>Service Busse in südlicher Richtung (Ramallah und auch Jericho) abfahren. Der Fahrpreis für die etwa 50 km lange Strecke betrug pro Person 40 Schekel, derzeit etwa 9 €. Die Fahrt war recht kurzweilig, vielleicht auch deshalb, weil hinter uns eine lustige junge Frau aus Chicago saß, deren glucksendes Lachen alle im Bus ansteckte. Als wir Nablus und damit die Zone A verließen (was es mit den Zonen auf sich hat kann man <a href="http://marius-blog.de/zonengebiet-westjordanland/">hier nachlesen</a>). befindet sich ein Checkpoint des israelischen Militärs.  Als wir vor zwei Wochen mit der Gruppe hier vorbei kamen, gab es noch eine intensive Kontrolle (was normalerweise unüblich ist), heute war kein Militär zu sehen&#8230; also entspannte Lage?!</p>
<figure id="attachment_2748" aria-describedby="caption-attachment-2748" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Maulbeerbaum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2748" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Maulbeerbaum-300x225.jpg" alt="Maulbeerbaum" width="300" height="225" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Maulbeerbaum-300x225.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Maulbeerbaum-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2748" class="wp-caption-text">Maulbeerbaum</figcaption></figure>
<p>Nach etwa 50 Minuten Fahrzeit kamen wir in Jericho an. Ich war schon des Öfteren hier, Vieles ist mir also bekannt. Nachdem wir in dem Cafe am Platz einen Tee getrunken und die Rücksäcke beim Infobüro abgestellt hatten sind wir zum „Berg der Versuchung“ marschiert. Unterwegs kommt man an einem Maulbeerbaum vorbei, der an die Geschichte des kleinen Zöllners erinnert, der auch auf einen solchen Baum geklettert sein soll als Jesus Jericho besuchte. Die Evangelische Kirche hat hierzu einen schönen Text ins Netz gestellt: <a href="http://www.ekd.de/bibel/tolle_typen/zachaeus.html">http://www.ekd.de/bibel/tolle_typen/zachaeus.html</a></p>
<p>Nach einer halben Stunde hatten wir die Stelle erreicht, an der eine</p>
<figure id="attachment_2749" aria-describedby="caption-attachment-2749" style="width: 200px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2749" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster2-200x300.jpg" alt="am Felsen &quot;angeklebt&quot;" width="200" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster2-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster2-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2749" class="wp-caption-text">am Felsen &#8222;angeklebt&#8220;</figcaption></figure>
<p>1.300 m lange Seilbahn („the longest Cable Car below Sea Level“), wir sind nämlich 223 m unter dem Meeresspiegel in Jericho. Flott ging es in 5 Minuten auf die halbe Höhe des Berges wo Jesus drei Mal durch den Teufel versucht worden sein soll. Nicht nur ein griechisch orthodoxen Kloster scheint an der Felswand „zu kleben“, auch ein Restaurant mit toller Aussicht wartet auf Kundschaft&#8230;ja und die war nur ganz wenig vertreten. Auch hier, gar nicht weit von Jerusalem (25 km) sahen wir ganz wenig Touristen. Leider konnten wir nicht die auf die Bergspitze, irgendwas mit israelischem Militär und Beobachtungsstation wurde uns gesagt&#8230;</p>
<figure id="attachment_2750" aria-describedby="caption-attachment-2750" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2750" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster-200x300.jpg" alt="Klostergang" width="200" height="300" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster-200x300.jpg 200w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/kloster-683x1024.jpg 683w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2750" class="wp-caption-text">Klostergang</figcaption></figure>
<p>Gegen 17.00 Uhr (hier wird es um diese Zeit ganz schnell dunkel, sind wir dann mit dem Service Taxi zu dem 15 km in nördlicher Richtung von Jericho entfernten Eco-Zentrum in Auja gefahren, das ich schon mehrfach besucht habe. (siehe auch Berichte der <a href="http://marius-blog.de/blog/wassernot-im-jordantal-palaestina/" target="_blank">Gruppenreisen 2014</a> und <a href="http://marius-blog.de/blog/auja-war-einmal-so-gruen-wie-europa-thomas-koenig/" target="_blank">2015</a> sowie unter dem Schlagwort Jordantal) Im Bus saß auch ein junger Mann, der in einem der beiden Flüchtlingscamp wohnt, die sich hier seit 1948 in Jericho befinden. Er erzählte das er vor sieben Jahren aus dem Gazastreifen nach hier gekommen sei.</p>
<p>Von Auja wollen wir morgen früh eine (letzte) Etappe des Abrahamsweges hier im Jordantal gehen.</p>
<figure id="attachment_2751" aria-describedby="caption-attachment-2751" style="width: 820px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Jordanienblick.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-large wp-image-2751" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Jordanienblick-1024x683.jpg" alt="Abendsonne überm Jordantal mit Blick auf die jordanischen Berge" width="820" height="547" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Jordanienblick-1024x683.jpg 1024w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Jordanienblick-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2751" class="wp-caption-text">Abendsonne überm Jordantal mit Blick auf die jordanischen Berge</figcaption></figure>
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		<title>Abrahamspfad 5: von Sebastia nach Nablus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marius S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2015 18:36:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Auf den Spuren Abrahams - Herbst 2015]]></category>
		<category><![CDATA[Abrahamspfad]]></category>
		<category><![CDATA[Knafeh]]></category>
		<category><![CDATA[Nablus]]></category>
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					<description><![CDATA[Die antike königliche Stadt Sebastia, auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, <a class="mh-excerpt-more" href="https://marius-blog.de/blog/abrahamspfad-5-von-sebastia-nach-nablus/" title="Abrahamspfad 5: von Sebastia nach Nablus">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die<strong> antike königliche Stadt Sebastia,</strong> auch bekannt als Samaria, ist eine der größten archäologischen Stätten in Palästina. Es liegt 12 Kilometer nordwestlich von Nablus und die Ruinen des antiken Sebastia strecken sich über einen Hügel, von dem aus man das heutige Sebastia sehen kann. Ausgrabungen in Sebastia haben ergeben, dass dort erstmalig in der Kupferzeit um 4000 v. Chr. gesiedelt worden war. Die Stadt selbst erreichte nie politische</em></p>
<figure id="attachment_2735" aria-describedby="caption-attachment-2735" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2735" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-300x200.jpg" alt="erst Kreuzfahrerkirche - dann Moschee" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Moschee-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2735" class="wp-caption-text">erst Kreuzfahrerkirche &#8211; dann Moschee</figcaption></figure>
<p><em>Bedeutung, bis König Omri seine königliche Stadt dort errichten ließ und sie Samaria nannte. Die sichtbaren Überreste de antiken Samaria sind unter anderem römische Gräber, ein hellenistischer Turm, eine severanische Basilika und die Türme am Herodion &#8211; Tor am Eingang einer Allee gesäumt von 600 Reihen auf beiden Seiten. Nach der religiösen Überlieferung wurde der Kopf von Johannes dem Täufer in Sebastia gefunden und zu seinen Ehren ist an dieser Stelle eine Kreuzfahrerkirche errichtet worden, welche später in eine Moschee umgewandelt wurde. </em></p>
<p>(aus: <a href="http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Nablus.html">http://www.eu-asien.de/Palaestina/Touristeninformationen/Nablus.html</a>)</p>
<p>Wir waren also in einem geschichtsträchtigen Ort zu Gast. Hierauf hatte ja auch schon der Kommentar (am 23.10.) von meinem palästinensischen Freund Emad hingewiesen. Beim abendlichen Schlendern durch die schön restaurierte Altsstadt spürte man es: hier kommen öfters Touristen hin. Die Reaktionen der Einheimischen Bevölkerung, uns gegenüber, war lange nicht so intensiv wie in den anderen Dörfern in den letzten Tagen. Wir erfuhren aber auch das in den letzten Wochen wegen der Unruhen viele Gäste ausgeblieben waren. So sagte uns der Besitzer des größten Restaurants am Ort, dass noch heute eine Gruppe mit 40 Personen das Essen abgesagt hatte, insgesamt seien es in den letzten 4 Wochen mehr als 20 Gruppen gewesen, die nicht gekommen sind. Nachdem es schon im letzten Jahr wegen des Gazakrieges im Sommer, im Herbst viel wenigen Gäste gab, so ist der erneute Einbruch des Geschäftes eine „Katastrophe“ für den Familienbetrieb. Schon in der ersten (1988) und in der zweiten (ab 20009) Intifada war das Restaurant jahrelang geschlossen. Nicht destotrotz haben wir für einen bescheidenen Umsatz gesorgt: nach 6 Tagen ohne ein abendliches Bier, gab es her das Leckere, in Palästina gebraute Taybeh-Beer</p>
<figure id="attachment_2734" aria-describedby="caption-attachment-2734" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2734" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-300x200.jpg" alt="schöne Unterkunft" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Gasthaussebastia-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2734" class="wp-caption-text">schöne Unterkunft</figcaption></figure>
<p>Wie ich gestern schon geschrieben habe waren wir in einem schönen Gasthaus untergebracht. Das Konzept der verantwortlichen des Abrahamspfades sieht u.a. vor das auch für die einheimische Bevölkerung sich Beschäftigungen ergeben. So werden hier in Sebastia für die insgesamt drei Gasthäuser Familien gebeten das Essen zu richten. Vor allem die ärmeren Menschen hier greifen dieses Angebot gerne auf, wie uns Zaid der örtliche Kontaktmann erklärte. Wir also zum Abendessen Gast in einer solchen Familien und genossen dort das leckere aber einfache arabische Mahl.</p>
<p>Nachdem Essen entspann sich eine Diskussion zur aktuellen Lage.</p>
<figure id="attachment_2736" aria-describedby="caption-attachment-2736" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2736" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-300x200.jpg" alt="beim Essen meist dabei: knusprige Falafel" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Falafel-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2736" class="wp-caption-text">beim Essen meist dabei:<br />knusprige Falafel</figcaption></figure>
<p>Zaid erzählte das in der vergangenen Nacht in Nablus (12 km von hier entfernt) etwa Hundert junge Menschen –wie immer Nachts- vom israelischen Militär aus ihren Häusern verschleppt worden sei. Selbst hier in dem so beschaulich wirkenden Örtchen Sebastia seien vorgestern Nacht drei junge Palästinenser (darunter ein guter Freund von Zaid verschleppt worden. Der Hintergrund sind keine konkreten Vorwürfe über eine Beteiligung an gewalttätigen Übergriffen, nein hier in Palästina reicht schon eine aktive Beteiligung an Protestaktion. So sind vor allem die Studenten, die -wie überall in der Welt- sich aktiv an politischen Protesten beteiligen, eine besondere Zielgruppe des israelischen Militärs. Nach Angaben von Zaid werden seit Beginn der aktuellen Konflikte jeden Tag zwischen 50 und 100 junge Menschen aus ihren Häusern verschleppt. Hierzu möchte ich nochmals auf den aktuellen Gastbeitrag verweisen.</p>
<p>So haben wir uns also heute Morgen, nach einer guten und ruhigen Nacht, begleitet von Zaid, aber etwas angespannter als in den letzten Tagen, auf die letzte Etappe dieses ersten Teilstückes des Abrahampfades in Palästina, von Sebastia nach Nablus gemacht. Wie gewohnt können Einzelheiten der Wegstrecke hier nachverfolgt werden.</p>
<p>Bis hier hatte ich den Text heute Morgen vor dem Frühstück geschrieben&#8230;.und es sollte dann doch alles ganz anders kommen als gedacht.</p>
<figure id="attachment_2737" aria-describedby="caption-attachment-2737" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2737" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-300x200.jpg" alt="auf dem Dorfplatz: allmorgendliche Kartenrunde" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Kartenspieler-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2737" class="wp-caption-text">auf dem Dorfplatz:<br />allmorgendliche Kartenrunde</figcaption></figure>
<p>Nachdem Frühstück haben wir noch auf den schön gestalteten zentralen Platz in Sebastia einen Tee getrunken. Einen solch schönen Platz haben wir in den bisherigen Dörfern noch nicht gesehen, überhaupt machte diese Altstadt einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck. Als wir uns gegen 8.30 zu der etwa 10 km langen Tagesetappe aufmachten, hatte sich der Himmel schon zugezogen. Auf unsere Frage ob es heute regnen würde, meinte Zaid wahrscheinlich nicht. Als wir den Ortsrand von Sebastia erreicht</p>
<figure id="attachment_2738" aria-describedby="caption-attachment-2738" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2738" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-300x200.jpg" alt="da war die Welt &quot;noch in Ordnung&quot;" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/wege5-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2738" class="wp-caption-text">da war die Welt &#8222;noch in Ordnung&#8220;</figcaption></figure>
<p>hatten kam ein heftiger Wind auf – ein Vorbote des Regen? Wir sind noch etwa 1 Stunde gegangen, auf einer Anhöhe erblickten wir schon die ersten Häuser von Nablus. Um uns herum waren mittlerweile ganz dunkle Wolken, in der Ferne hörten wir den Donner. Ein Gewitter schien sich anzubahnen. Wir begannen mit den notwendigen Vorbereitungen für den zu erwartenden Regen, hüllten unsere Rücksäcke in einen Regenschutz, hielten ein durchsichtiges</p>
<figure id="attachment_2739" aria-describedby="caption-attachment-2739" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2739" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-300x200.jpg" alt="der Anfang" width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/Regen1-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2739" class="wp-caption-text">der Anfang</figcaption></figure>
<p>Regencape griffbereit. Innerhalb von 5 Minuten setzte dann, begleitet von Sturmböen, ein wolkenbruchartiger Regen ein. Ich ging noch einige hundert Meter weiter, dort hatte ich ein Fahrzeug gesehen hinter dem ich ein wenig Schutz vor Wind und Regen suchte. Mit Mühe konnte ich das Cape überziehen. Zu dritt kauerten wir dann hinter dem Fahrzeug, der Regen war mit dicken Hagelkörnern gemischt. Nach etwa einer viertel Stunde, der Regen hatte an Intensität nicht nachgelassen, hielt ein schwerer LKW neben uns. Alfred hatte die tolle Idee den Fahrer zu fragen ob er uns ein Stück mitnehme könne&#8230;und es klappte. Mühsam, aber glücklich so diesem Unwetter zunächst entkommen zu sein kletterten wir in das hohe Führerhaus.</p>
<figure id="attachment_2740" aria-describedby="caption-attachment-2740" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2740" src="http://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-300x200.jpg" alt="...vom Ende für heute..." width="300" height="200" srcset="https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-300x200.jpg 300w, https://marius-blog.de/wp-content/uploads/2015/10/regen2-1024x683.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2740" class="wp-caption-text">&#8230;vom Ende<br />für heute&#8230;</figcaption></figure>
<p>Irgendwie entspann sich zwischen Zaid und dem Fahrer ein kleines Gespräch, da ging es darum wo wir herkommen, aber auch Frau Merkel war Thema im Zusammenhang mit ihrer Flüchtlingspolitik. Vielleicht war es sogar so, dass wir Frau Merkel und ihrem guten Image wegen der Aufnahme der syrischen Flüchtlinge verdanken durften aus dieser misslichen Lage zu entkommen.</p>
<p>In Nablus angekommen nahmen wir dann ein Taxi und waren gegen 11.00 Uhr (schon) an unserem heutigen Zielort, dort wo vor 5 Tage unsere Wanderung mit der Taxifahrt nach Rumana begann.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der schlechten Wetteraussichten für die nächsten Tage kamen wir in Diskussionen mit Zaid überein unser Pläne zu ändern. Statt in Aqraba  zu beginnen und in drei Etappen bis Auja zu wandern, werden wir nun morgen ins Jordantal nach Auja fahren und übermorgen von dort bIs Jericho wandern.</p>
<p>Im Übrigen erlebten wir die Situation hier in Nablus entspannt, die Menschen gingen am ersten Tag der neuen Arbeitswoche ihren Geschäften nach, hier im Hotel gab es eine Fortbildungsmeeting, Alltag eben(!?). Eine Enttäuschung gab es zum Abend: als ich mir gegen 17.45 noch eine Knafeh gönnen wollte, war der Laden leider schon geschlossen. Das wird sicherlich bei meinem nächsten Besuch nachgeholt&#8230;versprochen</p>
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