Eine Reise mit sehr gemischten Gefühlen

Liebe Leser:innen meines Blogs,

mein letzter Beitrag in diesem Reiseblog stammt vom 1. April 2023, dem Tag, an dem ich von meiner achten Gruppenreise zurückgekehrt bin. Seit meinem ersten Aufenthalt im Frühjahr 2012 bin ich bis heute insgesamt 18 x in Israel und Palästina gewesen.

Alle, die diesen Beitrag lesen, werden auch wissen, warum zwischen meiner letzten Reise und dem nun ab 16. März geplanten nächsten Aufenthalt, in Israel und Palästina, fast wieder 2 Jahre vergangen sind: Durch den fürchterlichen Überfall der Hamas-Gruppe mit mehr als 1.000 Toten und dem daraus folgenden Krieg im Gazastreifen, in dessen Folge  fast 50 tausend Tote und mehr als 100 tausend verletzten Palästinenser:innen zu beklagen sind , habe ich mich nicht mehr in der Lage gesehen, eine Reise in diese Region zu machen .

In den letzten Monaten habe ich mich mit vielen Menschenrechtsgruppen, NGO`s und großen Hilfsorganisationen bemüht, mich hier in Deutschland für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina einzusetzen. Hierzu haben wir im August 2024 eine Petition gestartet, der noch immer beigetreten werden kann

https://gerechter-frieden.org/petition/

Darüber hinaus haben wir verschiedene Kundgebungen organisiert. Mehr dazu findet ihr hier

https://gerechter-frieden.org/ueber-uns/

Seit dem 19. Januar gilt eine Waffenruhe in Gaza. Die 1. Phase der Vereinbarung endet Ende Februar. wie es dann konkret weitergeht ist derzeit völlig unklar. nicht bekannt. Ein dauerhafter Waffenstillstand ist immer noch in weiter Ferne. Auch hat sich die Gewalt und Vertreibung in der Westbank unmittelbar nach dem Inkrafttreten der Waffenruhe noch einmal erheblich verschärft.

Wenn ich es nun dennoch „wage“ für eine Woche nach Jerusalem und Bethlehem zu reisen, dann hat das zum Einen damit zu tun, dass ich durch mein Kommen, den vielen Freunden und Bekannten, die in der Region leben (müssen) damit signalisieren möchte, dass ich Sie (trotz alledem) nicht vergessen habe.  Ich hoffe sehr das ich ihnen durch mein Kommen ein wenig Mut machen kann.

ich bin sehr gespannt, wie sich das Leben in Jerusalem, West und Ost und vor allem in der Westbank, seit meinem letzten Besuch verändert hat.

Ich will versuchen, wie seit meinem ersten Besuch 2012 gewohnt, jeden Abend in einem Tagesbericht, über meine Erlebnisse zu schreiben.

Ich lade euch gerne ein, mich auf meiner Reise zu begleiten.

Über Marius S. 414 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

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