Einreiseverbot wegen Corona-Virus

Am Mittwoch, dem 4. März, haben wir erfahren das das israelische Gesundheitsministerium wegen der weltweiten „Corona“-Epedemie die Einreise für deutsche Touristen nach Israel untersagt.

Zur Eindämmung der Ausbreitung von COVID-19 (Coronavirus) in Israel hat das israelische Gesundheitsministerium folgende Richtlinien veröffentlicht (Stand: 5. März 2020):

  1. Nicht-israelischen Staatsangehörigen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz wird die Einreise nach Israel verweigert werden, es sei denn, die betreffende Person kann belegen, dass sie in der Lage ist, in Israel eine 14-tägige häusliche Quarantäne anzutreten. Dies geschieht entweder einige Tage vor der Reise über das ausgefülltes, verlinkte Formularauf Englisch oder Hebräisch an die Konsularabteilung der israelischen Botschaft in Berlin (per E-Mail an consular4@berlin.mfa.gov.il) oder an der Grenzkontrolle in Israel. Die Entscheidung über die Einreise wird grundsätzlich am Grenzübergang getroffen.
  2. Diese Maßnahme tritt am 6. März 2020 (Freitag) um 7 Uhr MEZ in Kraft.  Sie gilt bereits für Reisende aus China, Thailand, Hongkong, Singapur, Macau, Japan, Südkorea und Italien. 

Auch die Stadt Bethlehem ist „abgeriegelt“:

Zum Schutz vor dem Coronavirus hat Israel die Stadt Bethlehem abgeriegelt. Allen Israelis und Palästinensern „ist es verboten, die Stadt zu betreten oder zu verlassen“, teilte das israelische Verteidigungsministerium am Freitag mit.

Die Entscheidung wurde den Angaben zufolge mit der palästinensischen Autonomiebehörde abgestimmt. Bethlehem liegt im palästinensischen Autonomiegebiet im Westjordanland, unweit von Jerusalem. Die Autonomiebehörde hatte am Donnerstag erklärt, von Freitag an dürften 14 Tage lang keine Touristen ins Westjordanland. Zudem wurde die Geburtskirche in Bethlehem vorläufig geschlossen.

Wir haben der Gruppe angeboten das die geplante Fahrt ggf. im Herbst 2020 nachgeholt werden kann. Ich werde in diesem Blog berichten wenn es eine Entscheidung gibt.

Meldung vom 16. Juni 2020

Nach einem Bericht des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Belange vom 2.Juni wurden 630 Palästinenser in den besetzten Gebieten Palästinas mit dem Covid 19 Virus infiziert. Die Palästinenserbehörde handelte schnell, die Pandemie durch Ausgangssperren, Reiseverbote und Schließung der Schulen einzugrenzen. Diese Maßnahmen hielten die Covid 19 Fälle auf einem niedrigen Niveau- mit fünf Toten und nur einem im Gazastreifen. Der am 5.März verkündete Ausnahmezustand wurde am 25.Mai beendet, die Einschränkungen wurden erleichtert, Abstand halten und Gesundheitsschutz werden aber weiterhin empfohlen.

Schon jetzt möchte ich auf eine andere Fahrt hinweisen, die für den November 2020 geplant ist:
„Dies- und Jenseits des Jordans“

Über Marius S. 359 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

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