Mea Shearim

P1030629In Mea Shearim ist die Zeit stehen geblieben. Der alte Jerusalemer Stadtteil ist eine Stadt in der Stadt, eine hermetische Welt ohne Radio und Fernsehen.  Hier leben die Haredim, eine Gemeinschaft orthodoxer Juden, die sich jeglichem äußeren Einfluss verschließen. Die einzigen Paragrafen, die hier gültig sind, stehen im Talmud. Und diesen Regeln folgen die Haredim wortwörtlich, fundamentalistisch.  Ich war schon öfters in diesem Stadtteil. Auch heute bin ich mehrere Stunden durch enge Gassen gegangen, bin vielen Kindern, die Jungs oft mit langen Schläfenlocken, Männern mit schwarzen Hüten jeglicher Art, die es scheinbar immer eilig haben und Frauen, oft den Kinderwagen schiebend oder wieder schwanger, begegnet. Es ist schon eine eigenartige eine besondere Stimmung hier. An den Eingängen des Viertels wird man auf diese Besonderheiten hingewiesen, wird gebeten Rücksicht zu nehmen was zum Beispiel die Kleidung angeht, aber auch das Fotografieren, es ist hier nicht erwünscht. Da kann es schon passieren das ein Kind drohend einen Stein aufhebt wenn man die Kamera hebt. Weiteres zu diesem besonderen Viertel könnt Ihr in Wikipedia lesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Me%27a_Sche%27arimP1040807

"Tageszeitung" in Mea Shearim
„Tageszeitung“ in Mea Shearim

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Über Marius S. 370 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

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