Aktuelle Coronalage in Palästina

In einem aktuellen Filkm wird über die Corona-Apartheid  in Israel/Palästina berichtet, auch darüber, wie Palästinenser in Scharen täglich illegal  die Sperranlage  überqueren, um in Israel zu arbeiten. Damit wird auch widerlegt was oft als Begründung für die („Sicherheit-) mauer behauptet wird ,  die Mauer sei nötig, damit Palästinenser keine „terroristischen Anschläge“ verüben können. Bezeichnend in dem Bericht ist auch die Ignoranz  und das Desinteresse vieler  Israelis an den Verhältnissen im besetzten Palästina. Gegen Ende der Sendung kommt die Haaretz-Journalistin Amira Hass zu Wort.

Ein Schweizer Bekannter schreibt mir zu diesem Film:

Die junge jüdisch israelische Autorin der Doku mit arabischen Wurzeln spricht hebräisch, arabischund so perfekt deutsch, dass ich nicht darauf gekommen wäre, wo sie lebt und wo ihre Familie herkommt.
Das Thema ist Corona im Land zwischen Meer und Jordan. Insbesondere für Menschen, die sich noch nie etwas intensiver als mit der in DE wohl noch einseitigeren Medien-Berichterstattung als bei uns in CH befasst haben, ein exzellenter Einstieg in die ganze Thematik.
Aus meiner Sicht die beste Illustration zu den Apartheid-Berichten von B’Tselem und Human Rights Watch –
Zum Verständnis braucht es allerdings minimale Kenntnisse der Situation in IL/Palästina,was in den meisten Online-Kommentaren nicht zu erkennen ist. Es lohnt sich auch einen Blick in diese zu werfen – da springt mir in die Augen, was eine einseitige Medienberichterstattung undIndoktrination zustande bringt.  Da kann ich mir nur hoffen, dass die Reaktionen auf die Ausstrahlung auf einem CH-TV Sender deutlich anders aussehen würden.
Den Hinweis auf diese Perle habe ich wie oben erwähnt über den Link zur ARD-Mediathek erhalten – von funk Presse hatte ich noch nie gehört. Speziell daran: funk will Menschen im Alter zwischen 14 und 29 erreichen,(was mir nun auch den Namen erklärt, den ich als Oldie mit Rund-Funk verbunden hatte..)
Diese Doku wurde somit definitiv nicht für unsere Altersgruppe produziert,dehalb umso interessanter, wie sie bei der Ziel-Gruppe ankommt, die wir nur schlecht erreichen.“

Also nehmt euch bitte diese halbe Stunde zeit und seht wie es aktuell ausschaut

Über Marius S. 369 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

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