Der erste Tag

Blick von Dahers Weinberg

Nun bin ich also gestartet. Von Düsseldorf mit dem Flieger nach Tel Aviv, dann mit dem Bus nach jerusalem, weiter nach Bethlehem und dann noch eine kleine Strecke auf dem weg nach Hebron. an einer Anzweigung wurde ich aus dem Bus gelassen, da stand ich nun mit meinem Rollkoffer und musste mich erst orientieren. Wie gut das es auch hier eine Handyverbindung gibt, so konnte ich mich tel. im Tent of Nations melden und man versprach mir jemanden zu schicken.
Ich machte mich dann schon mal auf den Weg und auf einer Anhöhe konnte ich ihn sehen…

Bei untergehender Sonne kam ich nun ans erste Ziel meiner Reise. Wie ich schon gelesen hatte waren kurz vor dem eingang des geländes große felsbrocken auf den Weg geschüttet so das hier kein Auto mehr durchfahren kann sondern ein befahren des geländes nur über einen großen KM-langen Umweg möglich ist, eine Schickane die man jeden Tag spürt.
Im Tent of nations sind dezeit fünf junge Leute aus Deutschland, Holland und Dänemark. Ich wurde gleich bei der Ankunft gegen 19.00 Uhr zum Abendessen eingeladen: Nudel mit Gemüse und Salat haben gut gemundet.
Anschließend konnte ich mein Schlafquartier, ein großes Zelt in Augenschein nehmen wo ich die erste Nacht, bei kühlen Temperaturen verpackt mit Schlafsack und Decken gut überstanden habe.
Zelt:

Der neue Morgen empfing mich um 7 Uhr mit blauem Himmel und schönem, warmen Sonnenschein. Von hier oben hat man einen wunderbaren Rundblick. Er wird nur ein wenig getrübt durch den Anblick der auf den Höhen ringsherum liegenden großen israelischen Siedlungen, die schon irgendwie durch ihr Dasein bedrängend auf den völlig umbebauten Weinberg der Familie Nassar wirken.
Umgebung:

Blick von Dahers Weinberg

Es ist jetzt gegen 10.00 Uhr und ich will mich nun an die Arbeit machen. Daher der Bruder von Daoud weißt hier die Tätigkeiten, die gemacht werden müssen, an. Heute soll gestrichen werden, bin mal gespannt und werde berichten…

Über Marius S. 355 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

4 Kommentare

    • Hey, Marius,
      wir freuen uns zu sehen und zu lesen, dass und wie und wo du angekommen bist. Leb dich gut ein und schlaf weiter gut in diesem frischen Zelt. Zum Glück schenkt der Tag dir dann mehr Wärme und – hoffentlich nicht zu- schweißtreibende Arbeit!
      Enjoy!
      Carla und Dirk

      PS: Schade, dass wir uns letztendlich dann doch nicht mehr so richtig verabschiedet haben. Ich fand es super , dass Du noch mal am nächsten Morgen nach der Feier vorbeigekommen warst.
      Dirk

  1. Lieber Marius,

    schön Dein Bericht vom ersten Tag. Mit dem Blog kann ich Dich ein wenig bei Deiner neuen spannenden Arbeit begleiten. Pass´auf Dich auf und viel Erfolg!!!

    Ganz liebe Grüße
    Roman + Christel

  2. hallo Marius, ich bin zum erstenmal auf Deinem Blog – Daoud war schon dreimal bei uns in Hüfingen, Villingen und Mundelfingen bitte richte ihm recht herzliche Grüße von Hans Wolf (dem Töpfer) und Anne aus Mundelfingen im Schwarzwald aus. 2013 waren wir zum erstenmal in Israel/Palästina leider haben uns die Soldaten nicht von Betlehem zum Weinberg fahren lassen – aus SIcherheitsgründen weil Obama gerade im Land war… Ihre Reise im Oktober interessiert uns sehr, können wir auch ab Stuttgart fliegen? Schöne Grüße Anne

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  1. Mit Marius unterwegs » Mandelbäume für den Weinberg

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