Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen

Ab 1. Dezember 2011 habe ich im Rahmen der Altersteilzeitarbeit mit der zweijährigen Freistellungsphase begonnen die mit dem Eintritt in den Rentenbezug ab 1.12. 2013 endet. Nach dem Auszug aus dem Familienhaus in dem ich fast 29 Jahre gelebt habe, und dem Einzug in eine schöne 3-Zimmer-Wohnung im gleichen Stadtteil möchte ich nun mich neuen Aufgaben zu wenden.
Bei mir hat sich in den letzten Jahren verstärkt den Wunsch entwickelt, die durch die Trennung von meiner Frau „gewonnene“ Ungebundenheit fruchtbringend einzusetzen und noch etwas Neues in meinem Leben zu wagen. Seit Jahren bin ich in meiner Kirchengemeinde im Arbeitskreis Frieden, Entwicklung, Mission aktiv. Hier unterstützen wir konkrete Projekte und wecken/schärfen mit dem Verkauf von fair gehandelten Waren das Bewusstsein in der Gemeinde für die Unterstützung dieses Handels.
Anderen Ländern, deren Menschen und Kulturen begegne ich mit großem Interesse, Respekt und Neugierde – zuletzt im Rahmen von Besuchen in Ägypten, Kuba, Papua Neu Guinea und in Palästina.
Vor diesem Hintergrund möchte ich etwas Neues wagen, Schritte ins Ungewisse tun, immer wieder, frei nach dem Motto…

Leben ist Aufbruch

Am 23. April 2012 starte ich nun mit einem knapp 5-wöchigen Aufenthalt in Palästina/Israel. Hier will ich vor Ort erkundigen welche Projektmöglichkeiten sich mir dort konkret an Unterstützung und Mitarbeit bieten. Auch will ich dabei in Erfahrung bringen was ich mir psychisch und physisch zu muten kann.

Da viele die mich kennen, interessiert sind was ich den so tue und erlebe, habe,ich mit Hilfe einiger Freunde diesen Blog eingerichtet. So habe ich die Möglichkeit zeitnah zu berichten und informieren was ich gerade so erlebe und so alle die mögen anteil nehmen lassen. Natürlich besteht in diesem Blog auch für alle die Möglichkeit mit mir durch Kommentare/Anmerkungen und Fragen zu kommunizieren. Ich freue mich darauf.

 

 

Über Marius S. 355 Artikel
Seit dem Frühjahr 2012 habe ich die Möglichkeit, mir durch längere Aufenthalte im Westjordanland/Palästina, ein eigenes Bild von der aktuellen Situation im israelisch/palästinensischen Konflikt zu machen. Ich habe in dieser Zeit unter anderem aktiv im international bekannten Friedensprojekt "Tent of Nations" in der Nähe von Bethlehem (2012) und in einem Heim für alte und behinderte Frauen in der Nähe von Ramallah (2013) gearbeitet. Darüber hinaus habe ich seit dem verschiedene Gruppen bei Begegnungsreisen in Israel, Palästina und im Herbst 2015 auch in Jordanien begleitet. In vielen Kontakten mit palästinensischen und israelischen Menschen hatte ich die Möglichkeit, deren Gefühle und Einschätzungen zum Leben und zum Konflikt zu erfahren. Durch diese Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort bin ich motiviert worden, mich auch hier in Deutschland für eine Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Israelis und Palästinenser einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich Kontakt mit der Nahost-Kommission von pax christi aufgenommen und bin seit 2013 dort Mitglied.

15 Kommentare

  1. Lieber Marius!

    Ich finde das eine ganz tolle Sache, die Du da vor Dir hast und wünsche Dir bereichernde Begegnungen und interessante Erlebnisse! Lass Dir Zeit beim Ankommen und lass Deine Seele atmen. Wie Hermann Hesse es schon in seinem Gedicht „Stufen“ ausdrückte: „….und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns schützt und hilft zu leben!“
    Liebe Grüße, Anne

  2. Hallo Marius,

    wie schön,daß wir/ ich an Deiner neuen Herausforderung,Deinem neuen Leben auf diese Art teilnehmen dürfen!
    Ganz viel Kraft und Erfolg; Mut hast Du durch Deinen Entschluß bewiesen.

    Herzliche Grüße,
    Meral

  3. Lieber Marius,
    nun hast Du die Zeit, Dich von Deinem Herzen leiten zu lassen! Geniesse die Momente neuer Begegnungen die Dein Herz erfreuen!
    Schalom Eva

  4. Lieber Marius,

    wenn du in deinen neuen Projekten genau so effektiv bist, wie du es für die Schuldnerberatung warst, dann wirst du sehr viel bewegen und bewirken. Ich werde dein Tun und Handeln gerne jederzeit verfolgen. Da das ganze aber nicht ohne eine gute Konstitution u n d Kondition geht, wünsche ich dir vor allem eine gute Gesundheit, die dich lange in allen Dingen, die du noch zu tun gedenkst, „Stark“ macht bzw. bleiben lässt :-). Alles Gute und herzliche Grüße aus Essen sendet dir der
    Micha

  5. Lieber Marius,
    die Begegnung mit den Menschen in Palästina wird Dir zeigen, unter welchen unglaublichen und unerträglichen Beschränkungen sie ihren Alltag zu bewältigen versuchen. Und wie stark sie an einer Lösung interessiert sind, die ihnen Freiheit und Gleichberechtigung garantiert.Es wird nicht immer leicht sein, dann vorurteilslos einem Israeli zu begegnen und auch den empfindlichen und verwundbaren Menschen in ihm zu sehen. Und das ganze gilt auch noch andersherum – wahrlich ein zwispältiges Land. Umso wichtiger, dass die Leute dort von der Welt nicht alleine gelassen werden. Schön, dass Du uns dort vertrittst. Danke.

  6. Lieber Marius,

    übermorgen geht’s ja los und Du hast uns vorgestern schon an Deinen Vorüberlegungen teilhaben lassen.
    Uschi und ich wünschen Dir viel Erfolg und gute Wochen!
    Auf dass es Dir gut geht und Du wohlbehalten zurück kehrst.

    Klaus

  7. Hi marius,, ja ich bin mindestens so gespannt wie du, was dich so ereilen wird. haben mir doch meine großen Brüder alles vorgelebt – Schule, Beruf, Beziehung usw – so stapfe ich immer hinterher – kann in Ruhe schauen, wie ist das so „berentet“…?.und werde dann irgendwann meine Weichen stellen ..ich wünsche dir von herzen erfüllung, tolle begegnungen, gesundheit und Gottes Segen,
    alles Liebe, die claudia

  8. Lieber Marius,

    wir wünschen dir eine spannende und ereignisreiche Zeit auf deiner weiten Reise.
    Bestimmt erlebst du tolle und spannende Dinge, an die du dich später gern zurück erinnerst!
    Wir sind gespannt was du hier und dann wieder Daheim alles zu berichten hast.
    Bleib gesund und pass’ auf dich auf!

    Liebste Grüße,
    Linda, Mia Sophie & Michael

  9. Eine Hilfsaktion für traumatisierte jüdische Kinder in jenen Städten, die ständig mit Raketen beschossen werden, wäre keine schlechte Sache!

    • Hallo Rosa,
      danke für deinen Hinweis, ich sehe den Konflikt Israel/Palästina überhaupt nicht einseitig, ich möchte das es hier Frieden wird, lieben Gruß Marius

  10. Hallo Bruderherz,

    nun sitzt du schon im Flieger und eilst von dannen, um den neuen Teil deines
    lebens zu beginnen. trotz deiner vielen reisen war auch etwas Aufregung dabei:aber:
    der Anfang ist schon die Hälfte vom Ganzen“ sagte schon Aristoteles und du hast begonnen. Ich wünsche dir alles das, was die Menschen Dir auch bereits in den vorgehenden Einträgen gewünscht haben – aber mir und Dir auch: komme gesund und wohlbehalten an leib und Seele wieder zurück!
    „Wir müssen der Wandel sein, den wir in der Wewlt zu sehen wünschen“ (Mahatma Ghandi)
    Machs gut und bis bald – dein Schwester Margret aus dem Westerwald!

    • Hallo Konrad, hallo Andrea,
      danke für euren Hinweis zur friedlichen Initiative im anbahnenden Konflikt zwischen Israel und dem Iran.
      Ich denke das es im konflikt zwischen Israel und den Palästinensern solche Initiativen des „aufeinander zugehens“ schon vielfach gibt. Wenn man hier vor Ort ist erfährt man schnell von solchen Gruppen. aber auch das ist nur ein Anfang. So kam mir in der ersten Woche gleich die Idee das man doch auch auf die Siedler zugehen müsste die z. B. in der dem Weinberg nahegelegenen Siedlung Newel Daniel leben um sich bekannt zu machen, von einander zu lernen. Das erscheint z.Zt. noch undenkbar sowohl für die Siedler als aber auch für die Familie Nassar. Aber nur so kann letztlich der Frieden zwischen den Menschen beginnen.
      schöne und friedvolle Grüße Shalom und Salaam Marius

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