
In Mea Shearim ist die Zeit stehen geblieben. Der alte Jerusalemer Stadtteil ist eine Stadt in der Stadt, eine hermetische Welt ohne Radio und Fernsehen. Hier leben die Haredim, eine Gemeinschaft orthodoxer Juden, die sich jeglichem äußeren Einfluss verschließen. Die einzigen Paragrafen, die hier gültig sind, stehen im Talmud. Und diesen Regeln folgen die Haredim wortwörtlich, fundamentalistisch. Ich war schon öfters in diesem Stadtteil. Auch heute bin ich mehrere Stunden durch enge Gassen gegangen, bin vielen Kindern, die Jungs oft mit langen Schläfenlocken, Männern mit schwarzen Hüten jeglicher Art, die es scheinbar immer eilig haben und Frauen, oft den Kinderwagen schiebend oder wieder schwanger, begegnet. Es ist schon eine eigenartige eine besondere Stimmung hier. An den Eingängen des Viertels wird man auf diese Besonderheiten hingewiesen, wird gebeten Rücksicht zu nehmen was zum Beispiel die Kleidung angeht, aber auch das Fotografieren, es ist hier nicht erwünscht. Da kann es schon passieren das ein Kind drohend einen Stein aufhebt wenn man die Kamera hebt. Weiteres zu diesem besonderen Viertel könnt Ihr in Wikipedia lesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Me%27a_Sche%27arim

1 Trackback / Pingback